Grüne Stinkwanze

Eine der häufigsten Baumwanzen ist die, heißt es, die sich vor dem überwintern braun verfärbt. Diese hier hat der Herr F. Mitte September aufgenommen – da dachte sie offenbar noch nicht ans einwintern. Kein Wunder, bei DEM Wetter! Bombastisch, nach wie vor…. ein echter goldener Herbst, in jeder Beziehung (Wetter, Farben – alles paßt)

 

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Und DU????

Dieses zarte Wesen traf ich am letzten Septembertag bei den (zweitblühenden) weißen Taubnesseln an. Leider habe ich nur ein einziges Foto hingekriegt.

Nach einigem suchen tippe ich auf alle Fälle auf eine Schlupfwespe, aber die gelbe (die ich erst im Verdacht hatte, ihre normalerweise gelbschwarzen Bänder unter den Flügeln gut verborgen zu haben, wie einige andere Fotos im Netz es nahelegten) konnte es dann doch nicht sein, weil „meine“ kein gelbes Scutellum hat.

Außerdem „noch offen“: dieser hübsche Käfer, gefunden im Juli, meine ich, bei dem ich mit meiner Suche auf unterschiedlichen Inernetseiten schon mehrfach gescheitert bin. Auch hier- Bestimmungshilfe wird SEHR gern angenommen 🙂

12.10.: Weitere Recherche und Hilfe in den Kommentaren lassen mich mit einiger Sicherheit vermuten, daß der kleine Käfer der Gartenglanzkäfer, Glischrochilus hortensis, ist. Ein häufig vorkommender Winzling (im linken Bild ist zum Größenvergleich ein Fingernagel zu sehen) Bei der Schlupfwespe hoffe ich weiter auf Hilfe – irgendwie, irgendwo, irgendwann……

Wer bist denn DU??

Ein echter Winzling hat sich im Juli auf meinem Buch niedergelassen. Im Vergleich zu den Buchstaben auf dem Buchrücken sieht man, wie klein das Tierchen ist
So gut es mit meinen Programmen möglich war, habe ich das Kleine vergrößert und verdeutlicht. Man sieht die markanten Zangen – wen es damit wohl halten will?

Mein erster Gedanke war „Larve“, und ich schätze, das stimmt auch. Aber eine Marienkäferlarve (2. Gedanke) scheint es nicht zu sein. Jedenfall ist es ganz schön struppig:

Hier nochmal von oben – der fies schuppige Untergrund ist übrigens mein Finger, igitt!

Ich habe wenig Hoffnung, herauszufinden, welcher Winzling sich da so martialisch gibt – viele Larven verändern sich in ihrer Entwicklung optisch offenbar mehrfach grundlegend, und das bei Tausenden Arten…. falls Jemand helfen kann – zu und zu gern 🙂


Tatsächlich hat Muri einen heißen Tipp: es könnte eine Florfliegenlarve sein! 🙂

Spanner

Nö.

Mal wieder nicht, was Ihr jetzt denkt *g*

Nur eine Faltergruppe, und ich habe einen weiteren ziemlich sicher identifizieren können. Es ist ein sehr häufiges, winziges Tierchen, das, ganz wie es beschrieben wird, sich tags im Wohnzimmer an der hellen Wand ausruhte:

ein grauer Zwergspanner

Wer jetzt den Link anklickt wird feststellen, daß „mein“ Falter dem dort abgebildeten nicht sehr ähnlich sieht. Das ist eine Erfahrung, die ich in diesem Jahr gesammelt habe: oft finde ich die gesuchten Tierchen nicht dort, wo ich zu suchen beginne. Diesmal zB habe ich bei der „Insektenbox“ zu suchen begonnen. Dort stieß ich auf den braungewinkelten Zwergspanner und dachte schon „Hab Dich!“. Aber weit gefehlt, trotz aller „breitgespannten Variabilität der Zeichnung“ – ein Ausdruck, der mir sehr häufig begegnet *seufz* – hat der IMMER in der Kerbe im Flügel einen braunen Winkel. Beim Foto-Abgleich stieß ich dann aber auf die Seite des Naturschutzbüros Zollernalb eV – und da dann – durchscrollend – auf „meinen“ Falter. Dann noch die Ixquick-Bildersuche bemühen – STRIKE!!

 

Federführung nicht zielführend, aber immerhin…. ;-)

Habe die Nistkästen gesäubert. In einem verborgen hängenden war ein sehr sparsames Nest (vielleicht anderthalb cm Reisig), das aber mit mehreren solcher Federn „gepolstert“ war (die Anführungsstriche beziehen sich darauf, daß Schwungfedern ja nun eigentlich nicht wirklich weich sind….)

Ich hatte ja gleich einen Verdacht, doch der Herr, dem ich das Nest zeigte, meinte ganz überzeugt „Oh! Meise!“ und hat mich erstmal ernüchtert. Aber so recht glauben mochte ich ihm nicht, die gelben Stellen der Meisen sind doch nicht so knallig!? „Kannst ja mal im Netz suchen“, meinte der Herr daraufhin, und das ging dann viel einfacher als gedacht:

Tadaaaaaa: (links im Menü bei „Bestimmungsführer“ auf „gelb“ klicken)

Es war wirklich ein Stieglitz, der aber wohl bloß als Federlieferant gedient haben wird – denn ich las beim weitersuchen, daß Stieglitze Freibrüter sind. Menno, hatte mich schon gefreut, daß der hier brütet! Gesehen hatten wir ihn im Winter ja mehrfach.

Wer also das wenig komfortable Nest in den Kasten gebaut hat bleibt unklar.

Und wenn wir dann schonmal dabei sind …. *gg* auch eine Ringeltauben- und eine (Feld- oder Haus-, das konnten wir nicht erkennen) spatzenfeder aus dem Garten haben wir noch bestimmen können.

 

Eumenes

Seit mein Fotoapparat spinnt benutze ich den des Herrn F., denn der benutzt eh fast nur noch das Fairphone. Ich hab mit seiner Erlaubnis die Knipse ein wenig aufgeräumt – ich kann nämlich nicht gut mit hunderten unnützer Bilder/ Icons auf Desktops/ nicht mehr gebrauchter Mails und ähnlichem um. Manchmal hat solch ein Spleen ja auch sein gutes, denn dabei bin ich auf einige interessante Fotos gestoßen.

Eumenes heißt das seltsam anmutende Wesen mit der Wespentaille, mit Nachnamen eventuell pedunculatus. Aufgenommen wurde es vom Herrn F. im Juli 2015 (Kinder, wie die Zeit vergeht…..),Weil es einige sehr ähnliche Arten gibt, bleibt der Nachname ungewiß.

Eumenes ist eine Faltenwespe (auch unsere stinknormalen Nerv-Wespen auf der Kaffeetafel am Pflaumenkuchen sind Faltenwespen), und unter dem Link oben könnt Ihr mehr von ihm lesen.

Wie kommen solche Formen zustande, wie die Farbkombis, wie die Lebensweise (dieses Tier zB legt in ein urnenförmiges Lehmnest 10 gelähmte Spannerraupen als Proviant für die Jungen, las ich)? Evolution ist schon was großes … wieder mal kommt mir da in den Sinn:

Et jibt nix, wat et nit jibbt.

Was bist denn Du???

Wir sahen dies kleine Wesen und waren erstmal ratlos.

Habe Fotos gemacht, und bin auf die Suche gegangen:

Das ist die Larve eines asiatischen Marienkäfers. Hätten wir gewußt, daß der einheimische Sorten verdrängt und überhaupt …. hätten wir ihn auch nicht zerdrückt 😉

Immerhin gibt es überhaupt mal wieder einzelne Marienkäfer, außer diesem, bisher nur als Larve, habe ich einen Zweipunkt und einen vierzehnpunktigen (je EINEN!) im Garten gesehen, außerdem einen, den ich nicht einzuordnen weiß. Alle Ende Juli, Anfang August erst, und das bei diesem grandiosen Blattlausjahr…. tja.

Bloggucken bildet *g*

Wochenlang hatte ich diesen kleinen Flattermann, der nachts von außen an der Küchenfensterscheibe hing, auf dem Desktop:

Immer wieder hatte ich auf unterschiedlichen Bestimmungsseiten gesucht, ohne jedoch fündig zu werden. Und dann. Dann klickte ich, wie fast täglich, auf den neuen Feed der NaturAGBramsche in meinem Feedreader. Das schöne an diesem Blog ist, daß fast täglich irgendein Tierfoto mit Namen des Tieres gepostet wird. Ich habe dort schon einige Bekannte entdeckt – und diesmal dachte ich: Och, der sieht man irgendwie ähnlich aus wie mein Desktophocker! Also den Namen bei Wikipedia eingegeben – und tataaaa- schon wieder konnte ich ein Tier im Garten bestimmen.

Fjonka proudly presents: den Vogelschmeiß-Spanner, auch hübscher Schwarzrand-Harlekin genannt. Obwohl, das mit dem Vogelschmeiß…. man liest, der Name komme daher, daß die hübsche Zeichnung des Nachtfalters ihn als Vogel-Häufchen tarne…. tja, die Wege der Natur sind unergründlich… *g* Der Wieauchimmererheißenmag-Flatterer ist jedenfalls häufig (was für seine Tarnung spricht), und die Raupen nagen uA an Hasel oder Birke – beide stehen im Garten für sie bereit.

Ampfer-Wurzelbohrer

Schmetterlinge sind rar in diesem Jahr. Es ist das Jahr der Weißlinge, das schon. Sie sind schon seit Anfang Juni in großer Zahl unterwegs. Ansonsten aber – wenige Bläulinge, ein Zitronenfalter, ein Admiral, wenige Schornsteinfeger, ein Tagpfauenauge, einige Aurorafalter. Das wars.

Aber da sind ja noch die Nachtfalter. Ob das weniger sind als sonst weiß ich nicht, denn ich habe sie nie beachtet. Aber einige habe ich ja hier schon gezeigt, und letzt‘ hatten wir an der Wohnzimmerwand wieder einen sitzen. Den mit dem Überschriftenname. Liest sich, finde ich, nach klein, unscheinbar, grau in grau. Aber weit gefehlt – dies ist ein ziemlich auffallendes Tierchen:

Hübsche Farbe und Zeichnung – es ist ein Männchen -, eine Pudelmütze auf dem Kopf und einen Schwalbenschwanz. Und alles nur, um dann die Raupen meine Malven beknabbern zu lassen (denn außer an Ampfer- fressen sie auch an Malvenwurzeln, und von denen hab ich mehr) Und das lange, denn die Raupen überwintern ZWEIMAL!

Überhaupt führen all diese Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen usw ein viel verborgeneres Leben als mir klar war. Viele Käfer sind JAHRELANG als Larven in Totholz, im Boden oder sonstwo unterwegs. Wildbienen fliegen erwachsen nur wenige Wochen, sind aber monatelang als Larven in den Nestern. Und nun also auch dieser Falter: zwei Jahre im Boden, zwei Monate draußen in meinem Gesichtsfeld.

Schrecken

Neinnein, nix passiert beim Gewitter gestern! Dieser Beitrag war mit genau diesem Titel schon weit vorher geplant gewesen … das Gewitter grummelte, die vorher leergeräumten Fallrohre sind natürlich doch wieder verstopft gewesen, wir doch wieder im Starkregen mit Schirm draußen, aber es war nicht so doll, daß der Keller wieder naß geworden wäre. Und der angekündigte heftige Sturm hat sich zum Glück auch anderswo ausgetobt. Deshalb kann jetzt auch der geplante Beitrag endlich losgehn, der von ganz anderen Schrecken als denen des Wetters handelt. Bitte sehr:

Einen Schrecken kann man schonmal bekommen, wenn man sich plötzlich in Augenhöhe mit einem 4cm großen grünen Heupferd sieht….. auch dies ist mir wahrscheinlich (was die Artbestimmung angeht) schonmal passiert, und zwar an der weinbewachsenen Giebelwand der Villa Fjonka, die eh ein Lieblingsaufenthaltsort sämtlicher Heuschrecken hier ums Haus ist. Sehr viele davon gibt es nicht – schließlich habe ich einen Schattengarten, und viele Heuschrecken sind ausgesprochene Sonnenliebhaber. So wundert es dann auch nicht, daß die erste, die ich in diesem Jahr erwischt und zu bestimmen versucht habe, eine gemeine Eichenschrecke gewesen sein dürfte – wohnhaft in den Wipfeln von Eichen, auch in Laubmischwäldern – und somit eine Derer, die auch schattigere Gefilde aufsuchen. Sie saß an der Wintergartenwand, innen …. das ist wohl auch nichts soooo besonderes, denn im Netz steht zu lesen, daß sie gern mal in Häuser geht. Und sie hatte nur noch einen ihrer dicken Sprungbeine, was sie aber nicht zu stören schien. IHN nicht zu stören schien, denn, klar erkennbar an den 2 gekrümmten Hinterenden statt des weiblichen Legestachels: es ist ein Männchen.

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In der Insektenlupe hat er sich ganz wohl gefühlt, er hat sich geputzt und geduldig gewartet, bis ich ihn bestimmt hatte und wieder freilassen konnte. Beim suchen und lesen habe ich allerhand Neues über Heuschrecken erfahren, zB wusste ich nicht, daß es auch Baumwipfelbewohner unter ihnen gibt. Aber auch nicht, daß sie, bevor sie aussehen wie dieses Prachtkerlchen, mehrere Larvenstadien durchlaufen!

Und, glaubt es oder nicht: am selben Nachmittag war Besuch da. Wir haben unsere Bienen „vorgeführt“ (das geduldige, freundlich-friedfertige Sonnenvolk diente als Schauobjekt) und danach noch hinten gesessen – und da hatte der Herr Gast plötzlich was kleines grünes im Apfelsaftglas. Rausgefischt – es lebte noch. Und:

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Wenn DAS keine Heuschreckenlarve ist, was ist es dann???? Sicher bin ich nicht, aber hier sind Larven verschiedener Arten in verschiedenen Stadien zu sehen, und einige sehen schon so weit ähnlich aus, daß es wahrscheinlich ist. Wiedermal das altbekannte Phänomen der selektiven Wahrnehmung – ich würde mich nicht wundern, wenn ich in den nächsten Tagen über mehr Schrecken „stolperte“. August soll ja eh DER Heuschreckenmonat sein, und dazu DAS Wetter (nach wie vor, seit nunmehr mindestens 10 Wochen, Sonne, Wärme bis Hitze und Trockenheit) sowie mein geschärfter Blick…. mal abwarten.

EINE mehr hat der Herr F. bislang entdeckt und fotografiert:

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Legeröhre heißt: ein Weibchen.

Ich habe lange gesucht, aber ich wurde fündig: wir haben es hier mit der gemeinen Strauchschrecke zu tun, die sich ganz nach Beschreibung „im krautigen Bereich von Lichtungen oder Waldrändern“ – eine gute Beschreibung des Staudenbeets hinten *g* – aufhielt. Auch sie eher eine Liebhaberin schattigerer Gefilde, glaubt man den einschlägigen Seiten, und auch sie zeitweise in Baumwipfeln zu finden (nachgewiesen in Erlen – und auch Erlen gibt es hinten zu Genüge) Inzwischen habe ich auch 2x ein passendes männliches Exemplar gesehen.

 

 

Die Braunwurz ist echt der Hit!

Weil, jetzt hab ich auch noch eine Braunwurz- Blattwespe im Garten entdeckt, eine Blattwespenart, deren Raupen sich, wie auch die des Braunwurzmönches, von der Braunwurz ernähren, dieser unscheinbaren Blume, die sich vor Jahren selbst hier angesät hat, an deren Blüten unzählige Insekten schlürfen und die also auch noch Nahrungsexperten ernährt!

Seltsamerweise mögen beide Raupen (bzw sagt man bei Wespen wohl „Larven“) auch die Königskerzen. Aber die gibt es im Garten bei mir ja leider nicht mehr. Allerdings habe ich letzte Woche auf der umgegrabenen Fläche vor der neuen Totholzmauer außer einem blühenden Ackergauchheil

auch ein paar Blattrosetten entdeckt, die verdächtig danach aussehen, als ob es im nächsten Jahr doch mal wieder blühende wollige Königskerzen geben soll. Was so im Boden schlummert…. Abwarten 🙂 Dort kommt noch mehr, das ich lang nicht mehr sah: ein (ein!) Ackerstiefmütterchen und Kratzdistelrosetten. Brennesseln zupfe ich aus, Gras, Fingerkraut und Hahnenfuß auch, ansonsten darf vorerst wachsen, was meint wachsen zu wollen.

 

Baustoffe ….

Habe nach einem Sturm im Hof ein Nest gefunden. Zum Glück unbewohnt. Toll gebaut mit traditionellen Baustoffen: Moos, Federchen, zum auspolstern (Katzen-?)haare (sehen auf dem Foto eher aus wie Reisig, sind aber wirklich weiche Haare in der Art von Oberfell des Dicken) Das Nest ist stabil – sonst wäre es nicht heil aus dem Baum gefallen -, es ist weich und warm.

Dann hab ich das Nest umgedreht.

Oh!?

Ist das etwa…..? Auseinandergezupft:

Tatsächlich. Das ist Rockwolle!

Klar, die isoliert toll und ist schön warm – da kann man schonmal über modernere Baustoffe nachdenken als Vogelpapa oder -mama. Aber man sollte besser etwas länger nachdenken: man stelle sich drei oder fünf nackte, kleine Küken im Nest vor, und dann regnet es ordentlich. Rockwolle saugt sich voll und trocknet nur sehr langsam wieder ab. Vorbei ist die isolierend-warme Wirkung, die Kleinen werden klamm und kalt. Ich schätze, das kann durchaus tödlich sein 😦

Also, liebe Vogeleltern: bei auf den ersten Blick super wirkendem, neumodischem Kram am Bau – lieber erst kundig machen. Und im Zweifelsfall doch bei den bewährten Materialien bleiben oder zumindest warten, bis es in der Vogelgazette mal einen fundierten Test der Verbraucherzentrale zum Thema gibt.

Die Rockwolle ist jetzt in der Mülltonne….

Extrafrüh

Heute extrafrüh aufgestanden. Jetzt ist 11 Uhr 18, und Buchen- und Buchshecke sind geschnitten, der Schnitt ist verräumt. War nötig, auf den Gehweg paßte schon kein Kinderwagen mehr *g*

Der Doc sagt, es ist noch ne deutliche Schwellung in der Nase, aber nix schlimmes. War aber ganz gut, da gewesen zu sein, denn gestern wachte ich mit üblen Muskel-Kopfweh auf, und er konnte mir ganz gute Übungen zeigen, um das wieder hinzukriegen. Klappte. Aber geht nicht so schnell: heute morgen dasselbe. Klappte wieder, ist schon fast weg trotz schuften.

Außerdem werde ich auf Rheuma getestet, wegen der Gelenkschmerzen überall. Daumendrücken, muß wirklich nicht sein. Andererseits: wenns das nicht ist, was dann???? Jetzt in der trockenen Hitze wars ganz okay, aber seit es geregnet hat, wirds wieder doller, und mir gruselt schon vor den kühleren Zeiten. Nuja, abwarten. Altwerden ist nichts für Weicheier und so….

Gestern zum Feierabend noch eine kleine Freude: zwei sich paarende(!) Großlibellen flogen(!) an uns vorbei. Leider haben wir sie aus den Augen verloren. Und der Herr F. hat wieder ein seltsames Tier entdeckt, eine Hummel wie wir sie noch nie sahen. Nach ein wenig suchen konnte er es herausfinden: es ist eine Wiesenhummel! Die sechste Hummelart hier im Garten!

 

Und dann, während ich eben noch hier schrieb, ein Anruf und frohe Kunde: Besuch „von früher“ wird kommen, eine Gymnasiumsfreundin, zu der der Kontakt lange eingeschlafen war, sich aber in den letzten Jahren wieder gefestigt hat. Ich freue mich 🙂

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

Grüner Blütenspanner

Im Schatten unter der Kletterhortensie an der Hauswand habe ich einen echten Winzling entdeckt:

Es ist mit ziemlich großer Sicherheit der obengenannte, der laut Wikipedia ein recht verbreiteter Nachtfalter ist, dessen Raupen es mit Brombeeren, Holunder und ähnlichen Allerweltspflanzen als bevorzugtem Futter relativ leicht haben, sich „zu halten“

Von nahem ist er recht hübsch, finde ich: