Komm auf die Schaukel, Luiiiiiiise…..

Bin schon da!

Sogar ganz entspannt auf einem Beinchen!

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Emsig

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Auch Andere sind fleißg tätig, und so gibt’s im Insektenhotel in disem jahr viele belegte Zimmer 🙂

Keine Ahnung, wie die Mieter heißen. Aber ich freue mich über sie.

Am Insektenhotel

Höchst seltsame Insekten flogen Ende Juni zu Dutzenden das Insektenhotel an, zT sichtlich beladen mit Lehmklümpchen.
Das geht die ganze Zeit so, ein Tummelum, man sitzt aber auch herum, erholt sich minutenlang.
Immer.
Außer, wenn ich das fotografieren möchte. Nach ewig langer Warterei sowie mehreren Fotos ohne Insekt (weil es zwischen „klick“ meines Fingers und Reaktion beim und Auslöser, Fluch über moderne Knipsen, schon wieder weg war) habe ich dieses wunderbare Beweisfoto hingekriegt *g*

Dann habe ich versucht, herauszufinden, wer das ist. Schließlich sogar sämtliche Prinzipien über den Haufen geschmissen und die Google-Bildersuche bemüht, mit dem sensationellen Ergebnis, daß es ziemlich wahrscheinlich dies ist:

Animal

Okayyyyyy, das hätte ich selbst auch vermutet, schlaue Suchmaschine, Du!

Also mühsam weiter über Bestimmungsseiten (nein, ich habe NICHT gesehen, wie viele Flügelpaare die Viecher haben. Und ob die eher kegel- oder walzenförmig sind, die Flügel, kann ich auch nicht erkennen!) und Auflistungen. Getippt hatte ich ja auf „irgendeine Schlupfwespe“, also habe ich Grab- und Schlupfwespen durchgeguckt – am ähnlichsten scheint mir jetzt optisch eine, über die ich dabei gestolpert bin, diese hier. Aber die lebt parasitisch, was fraglich ist, weil ich die Viecher ja mehrfach mit besagten Lehmklümpchen fliegen sah. Was ich aber leider nicht geschafft habe zu knipsen. Die besten „Tier am Bau“-Bilder sind diese beiden…..

Vielleicht kann ja EineR von Euch weiterhelfen, interessieren würde mich das schon! Insgesamt kommt unser Insektenhotel trotz meist schattiger Lage mit nur wenigen Sonnenstunden täglich ganz gut an, besonders die Bambusstengel sind gut besetzt (aber ich weiß ja inzwischen auch, daß man kein Stirnholz nehmen soll, sondern seitlich Löcher in Hartholz bohren soll, wenn man will, daß Insekten einziehen) Einige Lehm-Löcher werden auch genutzt, aber nicht sehr viele.

 

 

Großes, dickes Baby…

23. Juni

Im letzten Jahr hatten Herr und Frau Buntspecht zwei Küken, die sie regelmäßig mit zum Futterplatz brachten. Irgendwann waren sie dann wohl der Ansicht, sich genug geplagt zu haben – und fortan sahen wir wieder nur Herrn und Frau Specht. Bis vor etwa 14 Tagen. Diesmal gab es nur ein dickes Küken, und noch etwas ist anders: seit einigen Tagen ist Baby Specht allein unterwegs – und bedient sich munter am Futter. Muddern und Vaddern sind auch da, aber einmal konnte ich beobachten, wie Muddern Baby davonjagte, um sich selbst an den Nüssen zu versorgen.

Man darf gespannt sein, wie das weitergeht – leider werden wir bald nicht mehr erkennen können, ob die Erwachsenen, die man sieht, Muddern und Vaddern sind oder das erwachsen gewordene Baby…

Jetzt sieht mans noch prima:

  • Mudder: schwarzer Scheitel
  • Vadder: roter Fleck am Hinterkopf
  • Baby: roter Scheitel (und grau, was bei den Erwachsenen weiß ist. Und DICK! *gg*)

Noch was: die Kringelchen fangen schon jetzt an regnerischen, warmen  Tagen wie dem heutigen an mit „wir lungern und bilden dabei einen Bienenbart“ – sobald der erste Sonnenstrahl herauskommt löst sich das ganze zwar in emsiger Geschäftigkeit auf, trotzdem: wohin soll DAS noch führen *gg* ????

Ein Igel lebt

Samstags, nache Arbeit, ich gemütlich auf dem Sofa, der Herr F. guckt nochmal raus – und kommt zu mir: „Guck mal, ich hab hinten einen Igel gefunden, der sieht irgendwie komisch aus“, sagt er und hält mir sein Fairphone vor die Nase.

was man hier sieht ist nur ein kleiner Teil der weißen Blasen 😦

Ach Du Sch***, was ist DAS denn???? Ich zoome rein, und wir sind uns einig: was auch immer das ist, das ist nicht gut! Tierarzt!!! Ach neee, Samstag abend….. „Wir fahren nach Satrup, da sind doch die mit der Igelhilfe, weißt Du noch?“ „Nö. Igelhilfe?“ „Da waren wir doch mal zum Tag der offenen Gärten! Wenn ichs sehe, weiß ich, welches Haus das ist. Hoffentlich ist Jemand da!“

Gesagt, getan. Kiste und Zeitungen und Handschuhe geholt, rausgegangen – der Igel ist noch da, und jetzt sehe ichs auch in echt. Eklig!!!! Erst als wir schon im Auto sind, sage ich „Du, das könnten Zecken sein, aber so viele? Und weiß???“ „Stimmt eigentlich“, sagt der Herr F., aber wir sind uns einig: auch wenns bloß Zecken sind, in dieser Masse ist das nicht normal!

In Satrup angekommen, erkenne ich tatsächlich das Haus relativ sicher wieder, und da da auch Jemand draußen zugange ist, gehen wir erstmal ohne Igel fragen. Und sind gleich richtig. Igel also geholt, und tatsächlich: das sind Zecken, Dutzende. Auch an Rücken und Bauch hat er welche, und die beiden Igelhelfer machen sich gleich mit Pinzette und Handschuhen ans Werk.
Nein, das ist wirklich nicht normal, alles voll mit diesen widerlichen Viechern, und da krabbeln auch noch kleine, nicht vollgefressene überall!!! Bäh!!
Das bedeutet: unser Igel hat schon ein schwaches Immunsystem. Er ist auch eingefallen und schlapp, aber hat noch Kraft, sich zusammenzuziehen, immerhin. An der Größe der Pfoten sieht die Igelfrau: das ist schon ein älteres Tier, nicht von diesem oder letztem Jahr. Dafür ist er wirklich sehr klein und dünn……Nachdem die meisten Zecken erstmal weg sind, bekommt er einen Platz im Außengehege sowie Futter und Wasser. „Wenns so einem Igel sehr schlecht geht, dann ist es nicht sicher, ob er das überlebt. Am wichtigsten ist jetzt erstmal, daß er frißt und trinkt“

Wir lassen unsere Nummer und einen Spendenbetrag dort („das haben wir auch nicht oft, daß das Jemand anbietet!“- Schade eigentlich) und verabreden, daß wir voneinander hören und unseren Igel, wenn er denn parasitenfrei und ein wenig gepäppelt ist, wieder zu uns holen und im Garten freilassen. Mit einem guten Gefühl fahren wir nach Hause. Ob er’s schafft, ist nicht klar – aber ohne diese Aktion hätte er’s ganz sicher nicht geschafft. Insofern – alles richtig gemacht.

Auf dem Rückweg kribbelt und juckt es überall… aber das sind keine kleinen, krabbelnden Zecken, das ist der Insekten-Effekt: jedes ganz normale kribbeln fühlt sich jetzt an wie eine krabbelnde Jungzecke…. iiiiiigitt!


Sonntags eine Woche drauf dann war es so weit: nachdem ich Mitte der Woche nochmal dort gewesen war, um nachzufragen (Es ist ein Mädchen! In den ersten Tagen musste sie sogar zum fressen geweckt werden, so kaputt war sie, aber jetzt hatte sie schon auf 650g zugenommen und war ein wenig agiler, und am Wochenende können wir dann mal anrufen, dann ist sie vielleicht so weit, daß sie wieder heim kann) hieß es jetzt: grünes Licht zur Heimholung 😉

Genervtes Mädchen *gg*

Also los, ein Häuschen bekam das Mädel mit, und dann:

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Um halb neun wurde es klamm, wir sind reingegangen, und nuja – das Igelmädchen lag immer noch in seinem Karton. Nachtaktiv halt….

Am nächsten Morgen war sie dann verschwunden – maach et joot, Kleene, die Igelfrau meinte, es ist jetzt Paarungszeit, vielleicht findest Du ja noch Jemanden und kannst ein paar Igelkinder aufziehen. Aber nicht wieder ins Zeckennest legen!!!


* Wer nie ‚die Nas* am Igel hatt‘
weiß nicht wie Stacheln pieken.

Ich schätze, der weise, alte Dicke hatte schonmal – er hat SEHR ausgiebig geschnuppert, aber sich dann ohne den Karton näher zu untersuchen verzogen *g* Aber, Ihr seht: die Welt interessiert ihn noch! 🙂

Wieder da

Seit einer Woche etwa sehe ich sie wieder. Sie sitzt des öfteren im Mirabellenbaum, wie in den Jahren zuvor auch – die kleine Klappergrasmücke. Aber ob sie auch wieder über der Haustüre brütet? Das Nest ist noch zu sehen, und auch die Ranken des wilden Weines sind noch da. Nicht aber die schützenden Blätter: weil immer dicker werdende Stämme des wilden Weins den Pfosten des Törchens zum Staudengarten so weggedrückt hatten, daß das Törchen nicht mehr zu schließen war, hatte ich im Herbst diese Stämme (Ranken kann man das schon nicht mehr nennen, waren faustdick) abgesägt und entfernt. Und damit auch den ganzen wilden Wein, der über der Haustür längs um den Vorbau rum und schon bis zum hinteren Anbaufenster gerankt war. So richtig traurig bin ich nicht drüber, wuchs er doch ausschließlich ganz oben längs und ich musste deshalb immer wieder Dachrinnen etc befreien…. Aber an die kleine Klappergrasmücke hatte ich auch da schon etwas besorgt gedacht, und daran, ob sie wohl auch ohne den Schutz der Blätter wiederkäme.

Na, sie ist da – und nistet irgendwo dort, das zeigt ihre Flugrichtung. Eben habe ich mal nachgeguckt:

Familie Klagra war schon immer bescheiden, dieses winzige bißchen Irgendwas reicht als Wohnung aus.

Wenn Ihr genau hinguckt, seht Ihr’s: über der Hausnummer kommt ein weißer Putzstreifen, und darüber im dunklen rot, genau über dem „Nr.“, ist das Nestchen. Und: als ich rausgegangen bin, um zu schauen, ist ein Vögelchen erschreckt weggeflogen! Heißt: die fehlenden Blätter schrecken sie nicht, Familie Klagra ist wieder eingezogen. Wetterschutz gibt’s durch den Dachvorsprung, aber vorher war es sicher besser. Nuja, ich hoffe, der Erfolg gibt den genügsamen Untermietern recht 🙂

Aktion mit Amsel – die Ergebnisse

Das waren jetzt ereignisreiche und spannende Tage. Bzw ein Abend und ein Tag – denn abends haben wir die Netze aufgestellt und schon ein paar Vögel gefangen, und dann, am Karfreitag, ging es von frühmorgens bis 16 Uhr rund…. Aber was hat es denn nun zu sehen gegeben? Ich war ja vor allem scharf auf Vögel, die ich sonst nicht wahrnehme – als alles jenseits der alten Bekannten. Den beiden Experten war jeder Vogel recht, hier geht’s ja um die Wissenschaft – beringt wird nicht (nur) zum Spaß:

Jeder gemeldete Wiederfund eines beringten Vogels trägt dazu bei, die Ursachen der Zu- und Abnahme von Vogelarten zu verstehen. Durch Wiederfunde können wichtige Rastplätze und Winterquartiere identifiziert und somit Grundlagen für ein integriertes System von Schutzgebieten für unsere Zugvögel geschaffen werden.

(Vogelwarte Helgoland) hier gibt’s noch detailliertere Infos über den Sinn des beringens

Deshalb wäre es auch wirklich klasse, wenn jeder aufgefundene beringte Vogel gemeldet würde! Im Ring steht, wo – bei unseren Vögeln/ Ringen ist es hier Und übrigens: Niemand schimpft dort, wenn der gemeldete Vogel ein Katzen-Opfer war – man freut sich über JEDE Meldung, wurde mir versichert!!! 🙂

Und jetzt zeige ich Euch also endlich, was hier im Garten so alles los ist. Erstmal die „alten Bekannten“: (Bild anklicken, Namen lesen)

*Brutfleck: nicht ausgezupft, sondern ausgefallen sind die Bauchfedern, damit die Kohlmeise es leichter hat, die Wärme ihres Bauches an ihre Eier abzugeben. Verrückt: man sieht die riesenhafte nackte Fläche nicht! Dafür muß man erst die Federn auseinanderblasen!

Hier die (mir) Neuen:

 

Insgesamt haben wir  54 Vögel gefangen, Das sind viel mehr als die von den beiden Erfahrenen erwarteten 20-30, trotz des schlechten Wetters. Kann ich stolz sein auf meinen Garten? Neeee: „Das liegt sicher zum guten Teil an der Futterstelle“, sagt der Herr I. Nuja….

Hier die genaue Liste:

  1. Hausspatz: 14
  2. Kohlmeise: 9
  3. Blaumeise: 7 (7 VERSCHIEDENE – die mit der Ring-Endnummer 56 ist echt döschig, die war bestimmt 4x im Netz….)
  4. Feldspatz: 6
  5. Amsel: 5
  6. Buchfink: 4
  7. Heckenbraunelle: 3
  8. Zilpzalp: 2
  9. Singdrossel: 1
  10. Rotkehlchen: 1
  11. Mönchsgrasmücke: 1
  12. Buntspecht: 1 (FRAU Specht konnte sich 2x befreien und war dann aus Schaden klug geworden…)

Der schwerste war eine Amsel mit 93,2 Gramm, der leichteste ein Zilpzalp – das kleine Federbäuschlein wog gerade mal 6,9 Gramm!

Der Herr I. meinte, hätten wir nicht so schlechtes Wetter gehabt, wären mehr Arten ins Netz gegangen. Die einzige Zug-Art ist die Singdrossel, alle anderen sind Stand-Arten, will heißen, solche, die hier im Garten oder in der Nähe wohnen. Bei besserem Wetter wäre noch die ein oder andere Zug-Art zu finden gewesen …

gesehen, aber nicht erwischt haben wir in der Zeit noch:

  • Grünfinken
  • Stockenten
  • Stare
  • eine Elster
  • Ringeltauben
  • einen Storch!!! Echt jetzt, der zog gleich über uns weg gen Kuhkoppel 🙂
  • Und genau jetzt, während ich hier schreibe, soll mich der Teufel holen, wenn ich nicht in der Mirabelle erstmals in diesem Jahr auch wieder die Klappergrasmücke, die immer im wilden Wein über der Tür ihr Nest baut, gesehen habe….

Zum guten Schluß ein Wort zum Streßfaktor: ja, die Vögel haben Angst. Der Herr I., Biologe und seit Jahrzehnten im Vogelschutz tätig, hat es so erklärt:
Vögel sind von ihrer ganzen Lebensweise darauf ausgelegt, sehr schnell in Streß zu kommen – aber auch sehr schnell wieder zu entspannen:

„Ein Schatten über mir? ADRENALIN! Ein Raubvogel! – Puh, nur eine Wolke. – Da, eine Bewegung im Augenwinkel! ADRENALIN! Eine Katze!? – Puh, nur ein Kaninchen!“.

So geht es den ganzen Tag. Und so konnten wir dann auch sehen: Gleich nach dem freilassen aus der Hand hatte so mancher Spatz, so manche Meise nichts anderes vor – als stracks wieder zu genau der Futterstelle zu fliegen, bei der eben das Netz zur Falle wurde – aber nun obendrüber, und ab, fressen… Wenn eine echte oder vermeintliche Gefahr vorbei ist, wird halt unmittelbar entspannt – alles ist gut.

Wir jedenfalls fanden die Aktion großartig. Wie klein, wie leicht so ein Vogel ist! Wie unterschiedlich sich bei den Arten das Federkleid anfühlt, wie viel zarter die Zeichnung des Gefieders als man von weitem sieht! Wie viele Vögel bei uns sichere Nahrung finden (heute morgen geguckt beim Frühstück: an der Futterstelle jede Menge Vögel – nur einer davon mit Ring….), wie viele Arten da leben, auch solche, die ich noch nie gesehen habe! Und das jetzt waren ja bloß die Vögel …. *g* Mein Garten? Ha! Von wegen! – Allerdings habe ich es in der Hand, ob all die anderen sich dort wohlfühlen! Ein bißchen Gebüsch für Die, die sich gern verstecken, ein paar Bäume, uneinsichtige Ecken mit Laub zum futterfinden, eine Wasserstelle, eine freie Fläche für Diejenigen, die gern sehen, ob sich eine Gefahr nähert – und überall ist Leben, auch wenn ich gar nichts davon mitkriege.

🙂

 

Aktion mit Amsel – Und? Was macht man da so??

Zuallererst wartet man. Darauf, daß Vögel sich in den Netzen fangen. Dummerweise (für Spätaufsteher wie mich) tun sie das am allerhäufigsten morgens „ab Sehhelligkeit“, um diese Jahreszeit also etwa ab halb sechs….


Die tapfere Amsel und der ebenso tapfere Herr I. hatten denn auch schon fleißig gefangen, als ich mich um sieben Uhr rum aus dem Bett quälte (natürlich waren die Netze über Nacht eingeklappt, man will ja nicht, daß Jemand stundenlang da rumhängt) Was hier hängt,

das ist Vorrat 😉 Zeitweise flogen (gleich morgens halt) so viele Vögel in die Netze, daß da fünf oder sechs Überraschungstüten hingen, jeweils mit einem Vogel drin. Als ich runterkam, entspannte sich die Lage insofern, als ich „den Schreibjob“ übernehmen konnte, so daß die BunteAmsel weitere Vögel aus den Netzen befreien konnte.

Was pro Vogel getan wird:

Beringen (hier: ein Herr Amsel), Ringnummer notieren, Vogelart und Geschlecht. Bei manchen Arten, zB Meisen, kann der Experte auch erkennen, ob es ein vorjähriger oder ein noch älterer Vogel ist (unterschiedliche Farben an bestimmten Feder-Stellen am Flügel)

Flügellänge messen und notieren (eine Kohlmeise)

Teilfederlänge messen (3. Schwingenfeder) und notieren

Vogel einglasen 😉 und Gewicht notieren

….und dann vielleicht noch ein Foto für die Laien (morgen…..*g*), und ab nach draußen…..

Aktion mit Amsel – Vorbereitung

Wie man sieht ist das Wetter nicht optimal für-

ja, für was?

Für eine Vogel-Beringungsaktion im Garten, zu der sich die Amsel und der Herr I. zu meiner Freude bereitgefunden haben, mit sämtlichem Equipment im Gepäck – wie eben Fangnetzen….

Morgen mehr – die Netze haben wir gestern abend gestellt, aber wir sind noch mittenmang…. *wink* (bzw *flatter*)

 

Quak

Vorhin in Flensburg – rechts und links der St.Jürgen-Treppe, mitten in der Stadt, sind naturnahe Anlagen, durch die man statt stracks treppauf gehen kann. Schön. In der einen Anlage ein winziger Tümpel, und da dann tat mir im vorbeigehen Jemand den Gefallen, sich zu bewegen. Sonst hätte ich sie übersehen: Dutzende Frösche! Eine Weile ruhig verhalten, dann ging das Froschkonzert los, und man fing an, zu hüpfen, zu schwimmen, sich zu paaren…. Eine ganze Weile habe ich im Tröpfelregen gehockt und geguckt, und als ich ging fiel mir auf, daß ich lächelte

Will wer was…

…für die Bienen tun? Klar! In allen Zeitungen werden sie derzeit gehypt, modern sind sie! Jeder mag Bienen, fragt man in die Gegend, wenn nicht „persönlich“, dann doch als Prinzip, sozusagen 😉 Prima, eigentlich!

Dann gucke ich in die Vorgärten und sehe: Kiesaufschüttungen. Pflastersteine. Möblierung. „Pflegeleichtes“ Gestrüpp ohne Blüten.

Dann lausche ich ins Dorf und höre: Kettensägen.
Gekappte Großbäume überall, gekappte Linden, Buchen, Birken gar! Baumtod auf Raten, weil diese Baumarten das nicht abkönnen.

Dann schnuppere ich und rieche: nichts. Sofern nicht grad Gülle gefahren wird. Weil da kein Heu trocknet, keine Blüten in die Nacht duften.

Dabei wäre es so leicht! Pflegeleicht sogar – einfach alles ein wenig in Ruhe lassen. Wachsen lassen. Nicht mehr wöchentlich den Rasen mähen, sondern zweimal im Jahr. Da wachsen dann an manchen Orten auch Brennesseln. Oder Disteln. Aber genau über die freuen sich die Bienen (Schmetterlinge/ Vögel/ Käfer/ ……….) Und die zweimal sind natürlich etwas aufwändiger, ersparen aber unzählige andere Male! Ich zB mache es so, daß ich die Plätze mähe, an denen ich sitzen oder liegen möchte und deren Zuwegungen. Der Rest ist in meinem Garten hohes Gras (weil: dunkel, unter den großen, ungekappten Buchen)
Auch die Staudenbeete kann man ruhig in Ruhe lassen, gucken: welche Pflanze mag diesen Ort – die wächst. Die anderen, die man dauernd schützen oder nachpflanzen müsste – gehen lassen. Die, die bleiben, sind allermeistens prima für die Insekten, weil es robuste, unkomplizierte Sorten sind, die oft ungefüllte und nektarbietende Blüten haben.
Belohnt wird der faule Gärtner durch große Blütenfelder – ich mache das seit Jahren so (seit wir die Bienen haben fällt deutlich weniger Zeit zum zupfen und rupfen ab). In meinen Staudenbeeten ist das wichtigste und arbeitsintensivste, einmal im Jahr von den Rändern her den Giersch dran zu hindern, hineinzuwachsen. Ansonsten merke ich, wenn mir etwas so nicht mehr taugt und mache dann erst was. Im letzten Jahr habe ich zB ein riesiges Asternfeld ausgegraben, weil die Astern an dieser Stelle eh selten zur Blüte kamen, aber alles andere verdrängten. Nun werde ich sehen, wer sich den Platz erobert, der dadurch frei geworden ist. Da überall Saat ist und Zwiebeln eh, siehts bereits jetzt nicht mehr leer aus. Und immer, wenn ich so rumlaufe, zupfe ich hier, da und dort Grasbüschelchen aus. Achja, und an einigen Stellen muß ich dicke Laubschichten entfernen. Die dünnen auf den größten Flächen dürfen bleiben. Das wars.
Dann noch drauf achten, daß irgendwo ein Reisighaufen rumliegt (und liegenbleibt, mit Nachschub immer mal) , und sollte man einen Baum oder Strauch pflanzen, sich vorher informieren: wer paßt und ist möglichst noch insektenfuttertauglich. Schon hat man zwar keinen Gottweißwie anspruchsvollen Naturgarten mit X unterschiedlichen Biotopen für jedes einzelne Insekt – aber doch einen Garten, der vielen Insekten und Vögeln und Pflanzen und Kleinsäugetieren Heimat bietet.

Das ist dann gar nicht so viel arbeitsintensiver als ein Kiesschüttgutvorgarten mit Gabiolen oÄ: wenn der nicht nach ein bis zwei Jahren nur noch verwahrlost aussehen soll, muß man Laub einsammeln, Unkraut zupfen, was gegen Grünalgen tun (will heißen: Dampfreiniger oder Giftspritze) Als Minimum. Wenn das viele Menschen merken und es wagen würden, ihren Garten unordentlich sein zu lassen, dann gäbe es ein wenig Hoffnung für die derzeit massiv einbrechende Insekten- und Vogelpopulation auf unseren Dörfern. Und auch die Bienen müssten wir Imker nicht, wie in den letzten Jahren immer öfter, zwischen Raps und Linde mit Zuckerwasserfütterungen am Leben halten, weil sie mangels Blütenangebot sonst verhungern würden. Und das wiederum müsste doch Ansporn sein für all Die, die wenn nicht die gehypten Bienen, dann doch Igel, Fledermäuse oder zumindest niedliche Eichhörnchen und buntschillernde Schmetterlinge wieder öfter hüpfen und flattern sehen wollen!?
Und stellt Euch vor, dann würde auch noch die Landwirtschaft umgestellt oder zumindest würden endlich die Subventionen auf andere Füße gestellt (nicht nach Fläche, sondern nach Qualität zB)

Hoffen und harren hält manchen zum Narren, ich weiß. Aber träumen muß erlaubt sein, wenn ich demnächst, wenn der Frühling richtig kommt, wieder meinen Bienen zuschaue, hier und da ein Vogelnest entdecke, vielleicht ja sogar mal wieder einen Molch oder einen Kolibrischwärmer sehe und abends die Fledermäuse ums erleuchtete Wohnzimmerfenster flitzen……. ich jedenfalls versuche, meinen Garten so zu gestalten, daß möglichst viel davon noch möglichst lange zu sehen sein wird.

 

 

Herzinfarkt. Jedenfalls fast.

Raus zum Komposthaufen. Auf dem Weg eine Ranke aufgehoben. Weiter zu dem, was mal ’ne Benjeshecke werden könnte. Stehe da, gucke hoch in die Buche zu den Krähen – plötzlich bricht direkt neben mir laut flatternd was riesiges aus dem Farn – eine Fasanin

Raaaaah!

Fazit.

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…und das ist der Ursprung des schönen Ausdrucks „den Garaus machen“.

Nach gut einem Jahr kann ich sagen:

meine Igel- und Krötentreppe scheint ein voller Erfolg zu werden! Nicht einer Kröte, keinem Kammmolch, auch keinem Igel hat die Todesfalle Kellerschacht in diesem Jahr den Garaus gemacht – und zumindest Kröten gab es sonst wirklich in jedem Jahr. Ich musste auch kein Tier retten!

Zur Nachahmung empfohlen!!!!

 

Landkärtchen, Sommergeneration

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Der Erwachsene liebt unseren Oregano

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Die Raupe, so lasen wir, ernährt sich von Brennesseln

Die Frühjahrsgeneration sieht übrigens völlig anders aus – und ist als einzige in unseren Schmetterlingsbüchern zu finden – war garnicht einfach, diesem Tierchen einen Namen zuzuordnen. Der Herr F. hats dann hingekriegt – hier könnt Ihr beide Generationen anschauen – *klick*