Sonnenbrillen-Punker

🙂

Ganz schön winzig! Der riesige Blütenkelch, an dem der kleine Punker sich labt, ist ja nur ein kleines Blütenbällchen einer an sich schon kleinen Traubenhyazinthe!

Von oben sieht es so aus, als hätte das (Sand-)bienchen eine Heino-Sonnenbrille auf.

An näherer Bestimmung als „Sandbiene“ bin ich übrigens gescheitert, und nichtmal damit bin ich mir so richtig sehr sicher *g* Falls Jemand mehr weiß – bitte, gerne!!

Außerdem sind, vornehmlich über der Buchsbaumhecke, rastlose Bienen unterwegs, die genau aussehen wie Honigbienen – bloß sind sie vielleicht drittels so groß. Im fliegen sehe ich denn auch bloß „da ist was“, aber wenn eine sich dann doch mal setzt, dann – siehe Beschreibung. Auch da weiß ich nicht: wer ist das???

A propos Sonnenbrille: vorgestern habe ich meine (Sehstärkengläser und ein nicht ganz billiges Gestell, das ich dazu noch optisch sehr gern mag) wiedergefunden, die ich nach über 2 Jahren verschütt geglaubt hatte – in einer „total falschen“ Schublade, der mit den Ersatzschlüsseln. Wie die da reingekommen ist? Ich habe NULL Ahnung. Verblüfft konnte ich feststellen, daß trotz 2 neuer Gleitsichtbrillen seit Kauf dieser Brille sie zum autofahren durchaus noch taugen könnte. Ich werden es mal testen, ob das auf längere Sicht Fahrt stimmt.

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Eine Bildergeschichte

Erstes Bild anklicken, bitte. Dann werden die Bilder groß.

Ich werde immer mal wieder gucken gehen (ohne zu wühlen). Bin mal gespannt, ob ich irgendwann mal erfahre, was da nagt.

Ein Prachtstück!

Der hat die Futterstelle offenbar nicht zum ersten Mal aufgesucht – und wirklich sah ich ihn einige Tage drauf wieder dort 🙂 Und dann nochmal…. und im Hof… und im Gebüsch bei der abgesägten Mirabelle, da hatte er sich versteckt und mich fürchterlich erschreckt, als er aufflog. Der wohnt offenbar tatsächlich jetzt hier!

Seit Jahren der erste Fasan – 2012 gabs eine „Fasanenschwemme“ mit zeitweise allabendlich einem Dutzend Jungfasanen im Garten und dicken Hennen im Baum (siehe Link). Dann nochmal vereinzelt hier und da einer, so selten, daß er nicht mal in der Tierliste gelandet war. Vergessen….

Aber jetzt! 🙂

Ich bin Fan!!

Und zwar ganz plötzlich! Erwischt hat mich ein Tierchen mit dem etwas sperrigen Namen

Anthophora plumipes

oder auch Frühlings-Pelzbiene

Das ganze begann vor etwa einer Woche, als ich unglaublich schnelle, sehr abrupt fliegende kleine UFOS über dem Lungenkraut fliegen sah. Erster Gedanke: Wildbiene. Zweiter Gedanke: neeee, geht nicht, die stoppen mitten im Flug und stehen in der Luft – das müssen irgendwelche Fliegen sein. Dritter Gedanke: oder Wollschweber?

In den nächsten Tagen hab ich sie mir immer wieder angeguckt, immer sind sie an denselben Orten zu beobachten, immer wieder auch an genau denselben Blüten. Und dann habe ich eine gleich zweimal erwischt. Beim ausruhen!

Auf dem Foto sah’s dann doch wieder eher wie eine Pelzbiene aus. Hmmmmm, aber mit DEN Bewegungen? Abends nix wie ins Netz, suchen. Und tatsächlich, weil die (nein, DER! Siehe unten) Lütte mir so nett ihr (SEIN!)Beinchen hingehalten hat (linkes Bild), dazu noch das Hinterteil gut sichtbar ebenso wie die helle Gesichtsmaske konnte ich sie (IHN!) recht schnell identifizieren:

Merkmale: 14–15 mm, W. in 2 Farbvarianten: 1. mit graubrauner Behaarung, rostroter Beinbürste und beigen Binden am Abdomen. 2. mit schwarzem Thorax und Abdomen. M. mit auffälligen langen Fransen auf den ersten vier Tarsengliedern des mittleren Beinpaares.

Die Pelzbiene Anthophora plumipes (ehemals A. avervorum) ist vielen Gartenbesitzern incognito gut bekannt: Im März und April sind sie plötzlich da und flitzen von Blüte zu Blüte, vor allem denen des Lungenkrauts (Pulmonaria officinalis), des Blaukissens (Aubrieta) und des Lerchensporns (Corydalis). Ihre offenkundige relative Kälteunempfindlichkeit und vor allem ihr gedrungener pelziger Körper läßt an Hummeln denken, nur ihre Geschwindigkeit läßt Zweifel an der Hummelthese aufkommen. Diese noch recht häufige Pelzbiene ist dem Bienenfreund ein lohnendes Beobachtungsobjekt – nicht zuletzt an ihren Nistplätzen.

Die Männchen dieser gut untersuchten Art durchfliegen dieselbe geschlossene Runde immer nur in einer Richtung – mit oder gegen den Uhrzeigersinn – und behalten sie für Wochen bei. Dabei führt die Flugbahn das Insekt immer wieder zu denselben Blüten, sobald deren Nektarvorräte wieder aufgefüllt sind. (Ähnliche zeitlich genau abgestimmte Patrouillen kennt man von Kolibris.) Der Anflug zu den Blüten geschieht oft abrupt durch unvermitteltes Abweichen von der Flugbahn und Zustoßen auf die Blüte.

Quelle: Wildbienen.de

Das paßt doch alles wie Plumipes auf Lungenkraut 😉 (eine zweite Familie fliegt übrigens vorn im Staudenbeet über dem Lerchensporn) – und ich war Fan, nachdem ich auch noch das anschauliche Portrait gelesen hatte, von dem Ihr eben den Auszug zitiert bekommen habt. Dort gibts noch mehr über die Frühlings-Pelzbiene zu lesen. Selbst beobachten konnte ich übrigens, daß die patrouiliierenden Männchen nicht gut auf Hummeln zu sprechen sind. Zweimal habe ich gesehen, daß einer dicken Erdhummelkönigin nicht erlaubt wurde, an des Machos Lungenkrautblüten zu naschen. Er hat sie angegriffen und dann meterweit (über seine normale Flugrunde hinaus) verfolgt und vertrieben!

Ich habe außerdem gelesen, daß die Weibchen senkrecht in den Boden ihre Niströhre bauen, die sich im Boden dann verzweigt – jede Made bekommt eine eigene Abzweigung mit Proviant. Flexibel sind sie auch – denn lieber bauen sie wohl in senkrechten Lehmwänden (Fachwerk!!) – aber wo gibt’s die noch??

Tolle Tierchen, das! Ich freue mich, sie zahlreich im Garten begrüßen zu dürfen, übrigens auch in der schwarzen Variante. Da hat sich das mühsame ansiedeln des Lerchensporns doch gelohnt!!


Erst dachte ich, das Tierchen, das ich in seiner Niströhre geknipst habe, sei auch eine Plumipes, aber das ist wohl nicht der Fall: die Weibchen der Frühlingspelzbienen haben NICHT das weiße Haarbüschel im Gesicht. Und der Pelz ist wohl auch zu rot.

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Leise rieselt….

… nein, nicht der Schnee *gg*

Es rieseln weiße Blütenblätter der Mirabellen! Schon jetzt! In der Nacht zum 1.4. hat es heftig gefroren, seitdem ist kein Halten mehr.

Und auf dem Weg zum Frauen-Doko-Turnier am letzten Wochenende sah ich auf einem Feld tatsächlich Raps, der schon Knospen hat, die sich gelb zu färben begannen. Ob der den Frost überstanden hat? Auf den anderen, „normalen“ Feldern beginnt der Raps sich aus den Rosetten zu erheben, auch das viel zu früh! Ich finds toll (wie ich alles toll finde, was mit Wärme und Sonnenschein zu tun hat), aber für die Insekten taugt das nicht! Mal sehn, wie das sich weiterentwickelt.

Mit den Hummeln – das ist nicht so einfach! Erstmal das grundsätzliche: man darf Hummeln nicht der Natur entnehmen! Also bin ich halb-brav. Ich gucke nur in meinem Garten, in dem sie eh fliegen. Und ich schaue natürlich, ob sie gerade auf Nistplatzsuche sind. Das kann man recht leicht erkennen: Hummelköniginnen, die suchen, fliegen dicht über dem Erdboden langsam herum und setzten sich immer wieder hin, kriechen hier unter ein Blatt, dort in einen Spalt….. weil sie eben nach einer geeigneten Höhlung suchen. So eine Hummel muß erstmal gefunden werden, dann auch gefangen – was auch nicht so leicht ist. Oft sehe ich welche an Blüten, aber da weiß ich dann ja nicht: stärkt sie sich zur weiteren Suche – oder hat sie schon ein Nest! Solche Hummeln möchte ich nicht beim Aufbau ihres Nestes behindern, auch nicht für die 20 Minuten, die einem Fang folgen: ich fange sie in einem Filmröllchen (zum Glück hab ich von denen noch einige, Ihr wißt schon, diese schwarzen, in denen früher, als man noch Filme in Fotoapparate einlegen musste, die Filme aufbewahrt wurden ….), dann gehts ab zum Nistkasten. Rein läuft Frau Königin von allein, schließlich möchte sie raus aus dem Röhrchen – dann schnell ein Klötzchen vor den Eingang. Zwanzig Minuten wird sie zwangsinhaftiert, um sich im Kasten umgucken zu können und hoffentlich festzustellen: „Och, das wäre ja geradezu i-de-al für meine Nachkommenschaft hier!!“ Dann weg mit dem Klötzchen – und bisher geschah nach wenigen Minuten dies:

Aber dann – stracks Abflug, weg!

Würde der Kasten gefallen, würde die dicke Königin sich auf ihn einfliegen: in immer größer werdenden Kreisen um ihn herum fliegen, um ihn wiederfinden zu können.

Drei Versuche hatten wir bislang, aber keine Königin mochte den Kasten annehmen. Nuja, ich habe bereits von Anderen mitgekriegt „die siebte blieb“. Oder auch nicht.

Wenn nicht, bleibt ein Trost: bei den langen Verfolgungsjagden zickzack durch den Garten habe ich gelernt, was Hummelköniginnen gefällt: Erdlöcher. Oder Spalten zwischen Steinen. Böschungen. Auch meine Totholzhecke vom letzten Jahr, die schon ein wenig zusammengesackt ist und unten mit angewehtem Laub bedeckt. Da drin suchen sie auch nach geeigneten Höhlungen, vorzugsweise dort, wo die Chance am kleinsten ist (das Gestrüpp am dichtesten liegt), aber auch der Schutz am größten, sollte sich eine Kuhle finden, die groß genug ist. Also werde ich gezielter gucken können, um vielleicht doch endlich mal den Eingang zu einem natürlichen Nest zu finden.

Aber noch haben wir Zeit – bisher waren wenige Hummeln unterwegs, doch ich habe auch schon eine mit Pollenhöschen gesehen. Die hat schon ein Nest mit Brut irgendwo angelegt, sonst bräuchte sie keine Pollen zu sammeln.

Abwarten und weiter gucken….

 

Rote Samtmilbe

Diese kleinen, roten Viecher gabe es früher, als ich Kind war, in Massen – ich erinnere mich noch, wie sie auf den Gehsteigen herumliefen.

Jetzt (oder hier? Es ist Zeit vergangen, aber ich lebe auch 650km nördlicher….) sehe ich sie eher selten, aber derzeit häufiger – was mit den Infos bei Wikipedia übereinstimmt:

Diese Milbenart ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas beheimatet. Sie ist in verschiedenen Lebensräumen wie in der Wüste, im Wasser, zwischen Felsen, in Gärten, im Mehl und in den Teppichen sowie in trockenem Holz, in der Bodenstreu von Mischwäldern, Moos und Laub anzutreffen, besonders im Frühling tritt sie vermehrt in Buchenwäldern am Boden auf.

Größenvergleich – das Erdklümpchen, auf dem das Spinnentier sitzt, war etwa einen Zentimeter lang …. obwohl die rote Samtmilbe mit bis zu 4mm Länge eine der Größten Milben ist, ist sie so klein, daß mir das Furchenmuster auf ihrem Rücken ohne Foto niemals aufgefallen wäre.

Interessant finde ich diesen Wikipedia-untypisch fast schon emotionalen Teil des Artikels über die rote Samtmilbe:

Der Umweltschutz beginnt im Boden, er ist einer unserer wichtigsten Ressourcen, ein Lebensraum für nützliche Pflanzen und Tiere. Darunter zählt auch die Rote Samtmilbe, die einen wichtigen Teil dazu beiträgt, dass der Boden gesund bleibt. Deshalb ist das Vorhandensein der Roten Samtmilbe für das Klima und für die Vegetation des Bodens extrem wichtig. Die Rote Samtmilbe ist ein Teil einer Gemeinschaft der Bodengliederfüßer, die für die Aufspaltung des Bodens und für den Erhalt der Bodenstruktur im gesamten Ökosystem eine wichtige Rolle spielt. Vor allem verspeist sie schädliche Insekten und ernährt sich unter anderem auch von Pilzen und Bakterien und regt somit den Aufspaltungsprozeß des Bodens an. Des Weiteren wird die Rote Samtmilbe von den Gärtnern als sehr nützlich angesehen, da sie im erwachsenen Alter die Eier und die Larven der Blattläuse vertilgt.

Hummelhummel….

Guckt mal, was da steht!!!! 🙂

Nicht zu erkennen? Okay, näher ran:

   

Es ist ein Hummel-Nistkasten! (Ein funktionaler – wetterfest, hummelgeeignet und mit Wachsmottenklappe, der auch noch gut aussieht? Das war nicht leicht zu finden! Die meisten sind, wie all die Baumarkt-„Insektenhotels“, schlecht gemacht und kaum nutzbar. Schade!!)

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Die große Klappe ist jetzt offen, damit eine nistplatzsuchende Hummelkönigin gucken gehn kann. Wenn sie eingezogen ist, wird die Klappe geschlossen, Ihro Majestät muß dann durch die seitliche Mottenklappe rein. Die ist erst mit dem Draht offengehalten, wird dann täglich ein wenig mehr geschlossen, bis die Hummelin sich dran gewöhnt hat, sie von außen öffnen zu müssen, um in ihr Nest zu kommen. Das ist deshalb gut, weil Wachsmotten, die ein ganzes Hummelnest zerstören würden, dadurch ferngehalten werden.

Auf dem letzten Bild sieht man einen Belüftungsschieber halb offen. Der bleibt erstmal drin; erst wenn die Tage warm werden, wird er gezogen, um guten „Durchzug“ zu gewährleisten. Alle Belüftungslöcher im Holzkasten sind mit feinem Gitter gegen die Wachsmotten abgeschottet.

Der Hummelkasten steht schattig, das muß sein, denn Sonne ist schwierig für die Tiere, die ja gern auch in Erdlöchern wohnen.

Ich bin sehr gespannt, ob Jemand einzieht – an den warmen Tagen Ende Februar haben wir schon zwei suchende Königinnen gesehen, aber es war noch SEHR früh, und der Kasten eh noch nicht da. Und seither war besch*** Wetter. Ich hatte, weil es kaum einen Tag nach Aufstellung des Kastens Sturm, Nachtfrost, Dauerregen für 14 Tage gab, die Klappen erstmal wieder geschlossen – Königinnen fliegen nicht bei 4° und Regen, und ich wollte nicht, daß sich eine Maus oÄ dort einnistet. Sobald das Wetter wieder gen „Frühling“ mäanderte, machte ichs wieder auf. Ich bin höllisch gespannt!! Aber selbst an den etwas sonnigeren Tagen letztes Wochenende habe ich nicht eine Hummel gesehen. (Also, nicht nur am Kasten nicht – insgesamt nicht)

Drückt die Daumen, daß es bei uns bald so aussieht:

Leider gibt es die Seite „Hummelfreund.com“, auf die am Ende des Films hingewisesen wird nicht mehr – der Betreiber ist verstorben. Wer mehr über Hummeln wissen möchte, kann unter Pollenhöschen gucken, außer einem Forum gibt es viel Wissen, auch einen Nistkastenvergleich – leider weiß auf schwarz, was ich sehr schlecht lesbar finde. Aber irgendwas ist ja immer 😉

 

 

Verwöhnt!!!!

Die Herren und Damen Amsel habe ich offenbar zu sehr verwöhnt – DAS kenne ich ja schon:

So bleibt ein Apfel lange liegen, nur wenn einige Tage kein Nachschub kommt, wird die Schale auch aufgepickt

aber DAS ist echt der Gipfel …. *ggg*

(Erkennbar? Das Kerngehäuse schwebt, ringsum freigepickt, am Stielansatz hängend mitten im freien Raum)

Achateule

Ein beeindruckendes Portrait, finde ich! Das „Auge“ ist keins, sondern eine Zeichnung!

Der Falter saß reglos auf dem Fensterbrett – erst dachte ich, er sei schon tot, aber beim vorsichtigen anstupsen regten sich die Beinchen. Als ich versuchte, ihn auf den Finger zu bekommen, fiel er um und blieb auf dem Rücken liegen, sehr geschwächt anscheinend. Ich bekam ihn nicht anders aufgerichtet, als ihn bei den Beinchen zu fassen. Und dann hab ich auch gleich die Fotos gemacht, wenn schon…..

Dieses, von oben, ist nicht so gelungen, aber zum bestimmen hats ausgereicht. Als ich den Falter draußen hinsetzte, konnte er sich zum Glück wieder halten und auch wegkrabbeln, in den Schutz der Buchsbaumblätter.

Es ist eine Achateule, Phlogophora meticulosa. (Im verlinkten Beitrag sieht man das „Auge“ nicht, aber auf anderen Seiten schon. Dafür sieht man die Flügelzeichnung viel besser.) Ein Nacht- und Wanderfalter, dessen Sommergeneration aber wohl manchmal auch hier bei uns überwintert – und eigentlich erst ab Mai wieder fliegt, aber auch an milden Wintertagen erwacht und frißt. Hoffentlich war dieser durch den Zimmer-Aufenthalt noch nicht zu geschwächt!

Schädel!?

Im Garten gefunden. Wurde offenbar vom Winter und den Tieren aus dem Boden geholt, lag neben einem Maulwurfshaufen.

Verglichen und gesucht, aber weder Katze noch Marder, Hund, Vogel, Schlange … weisen Ähnlichkeiten auf. Es fehlen diese langen, dünnen Dinger seitlich.

Länge ohne die langen Dinger etwa 6-7cm

Oder ist es gar kein Schädel, und das in der Mitte ist eine Wirbelsäule???

für „Vogel“ spricht, das wirklich SEHR geringe Gewicht des fast schon hauchdünnen Knochens

In der Runde zu des Herrn F. Geburtstag ging das Teil rum, aber obwohl auch der Jägerfreund da war und er diese Fotos auch im Vorfeld schon Bekannten, darunter eine Tierarzt, gezeigt hatte, gab es kein weiterkommen. Tags drauf eine Mail des Jungimker – ob es sich vielleicht um eine Kröte handeln könne. Daraufhin habe ich im Netz mal nach „Krötenskelett“ gesucht, aber kam auch damit nicht wirklich weiter – immerhin hat die längst ausgestorbene Beelzebufo (ja, die heißt wirklich so) längliche Auswüchse:

Skelettrekonstruktion von Beelzebufo ampinga.

Quelle: Wikipedia

Bitte – weiß hier Jemand mehr und kann weiterhelfen?

EDIT: Bibo wusste es sofort: ein Vogel-Beckenknochen ist es:

Quelle. Wikipedia

 

 

Was lustiges? Und was zum lernen?

Bitte sehr:

Hier haben Leute was richtig feines auf die Beine gestellt: Über deren „Freundebuch-Eintragungen“ kann man sich gut amüsieren und gleichzeitig noch was über die jeweilige Vogelart lernen. Am Beispiel „Kleiber“ darf ich’s hier vorstellen, d.h. die Grafik zeigen, danke dafür!!!

Für jeden Vogel gibt es so einen „Freundebuch-Eintrag“ (wenn ich die Fragebögen, siehe unten, richtig interpretiere, werden es vierzig Stück!!), im dazugehörigen Blogartikel wird noch weiteres über den Vogel erzählt, auch im „Freundebuch-Stil“. Über den Kleiber habe ich zB gelernt, warum er überhaupt so heißt wie er heißt …. wer das auch wissen will, der klicke hier, bei den Links zu den bisher erschienenen Freundebuch-Einträgen

Eigentlich hat das ganze noch mehr „Hintergrund“: wer in Bramsche und Umgebung wohnt, kann bei einem Wettbewerb mitmachen; es gibt Fragebögen in leicht, mittel, schwierig, die auch an Kitas, Schulen etc gehen (auch als Nicht-Bramscher kann man mitmachen, aber nicht gewinnen!) … aber das kann ja JedeR hier selbst angucken, sollte es interessieren – ich persönlich finde einfach diese Art des Bekanntmachens der Vögel und ihrer Bedürfnisse schön. Und bei vielen liest man auch, daß sie unaufgeräumte Gärten mögen, oder Totholz ….

 

 

Die erste Hummel und der erste neue Tierlisten- Verlängerer für 2019!

Die erste Hummel in diesem Jahr sah ich am Wintergeißblatt, das nun schon im dritten Monat in Folge blüht und duftet: eine riesige Baumhummel!

Und nein, das auf dem Bild ist sie nicht *g* Hier handelt es sich mit großer Sicherheit um eine Blumenwanze der Gattung Anthocoris, ich bin so vermessen zu sagen: wahrscheinlich um

Anthocoris nemorum.Hier ist ein Filmchen zu sehen, wie dieses 3-4mm große(!) Raubtier sein Opfer killt und verspeist – ein echter Splatterfilm also, nichts für zart Besaitete!!! Weil es so effektiv mordet, wird es im Obstbau als Nützlinge eingesetzt, gehört aber eh zu den häufigsten Wanzenarten.

Dies herauszufinden gestaltete sich allerdings als tagesfüllendes Programm *g* Als ich nämlich ein winziges Tierlein auf dem Hünengrab herumwieseln sah, es aufhalten und schließlich auf meinem Finger fotografieren konnte (es sitzt auf meinem Daumen – und ja, ich bin faltig, aber was man hier als tiefe Gräben sieht, sind wirklich, wirklich kleine Fältchen gleich unterm Daumennagel, den man im oberen Bild rechts oben sieht – zum Größenabgleich mal so genau geschildert), und auch noch, als ich etwas später auf dem Computer die aufwändigen Muster auf seinem Rücken betrachtete, dachte ich, einen Käfer vor mir zu haben.

Nachdem ich weder in meinem Käfer-Buch noch im Netz auch nur annähernd sowas ähnliches gefunden hatte, habe ich eine Anfrage auf Kerbtier.de gestellt und noch am selben Tag eine sehr nette Email bekommen, in der ich allerdings lesen musste, daß ich hier eine WANZE und keinen KÄFER vor mir hatte. 🙂 Also mit dem neuen Wissen weitergesucht – und nach schier endlosem winzige-Bilder-gucken hier fündig geworden.

Es gibt noch so viel zu entdecken, und mir bereitet das große Freude! Es wird mir immer wichtiger, daß das so bleibt – und ich möchte von hier aus den Bayern gratulieren, daß sie ihr Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt „durchgekriegt“ haben! 18% der Bevölkerung haben unterschrieben, wo nur 10% nötig gewesen wären. 🙂 Das ist toll, und doch frage ich mich: ist das Thema tatsächlich 82% der Bevölkerung wurscht?

Tja- auf alle Fälle scheinen Söder und der Bauernverband sich einig, alles zu tun, um die möglichen Folgemaßnahmen möglichst kleinzuhalten, das hörte man schon bei der allerersten Stellungnahme (und es war ja auch nicht anders zu erwarten) Trotzdem hoffe ich auf wirkmächtige Umstellungen und auf Ausstrahlung auch auf weitere Bundesländer.

 

Futterstelle, Momentaufnahme

Täglich:

  • mehrere Blaumeisen
  • mehrere Kohlmeisen
  • Dora*
  • Feldsperlinge, eine ganze Horde
  • Haussperlinge, wechselnde Menge

An frostigen Tagen zusätzlich:

  • Buchfinken, meist 2-3
  • Zwei Distelfinken 🙂
  • ein Rotkehlchen

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*Dora: die Amseldame mit Ring hat inzwischen einen Namen

Seit kürzerer oder längerer Zeit vermißt:

  • Kleiber
  • Schwanzmeisen
  • Buntspecht
  • Eichhörnchen
  • Sumpfmeisen
  • und andere Finken – auch und vor allem die Grünfinken, die bis in den Frühsommer ständige Gäste waren, hab ich schon lange nicht mehr gesehen

Dompfaffen und mehr Buchfinken sind im Hof zu finden, da muß es noch richtig Schnee geben, daß die zur Futterstelle kommen

 

Wintergartenarbeit à la Naturgarten, Folge2

Momentan habe ich mir die „Natur&Garten“-Hefte vorgenommen, die bei mir herumliegen.

Mein eigener Beitrag in der neusten Sonderausgabe, in der unterschiedlichste Gärten vorgestellt wurden, hat mich dazu veranlaßt, im Shop Hefte zum verschenken zu bestellen, und da habe ich gleich zugeschlagen und mir die früheren Sonderausgaben mitbestellt. Außerdem habe ich ja die Hefte, die man als Vereinsmitglied eh bekommt, und so gibt es einen ganzen Stapel, den ich mir nach und nach zu Gemüte führe.

Das Heft, das mir mit am besten gefallen hat, weil es ungeheuer informativ, dazu sachlich fundiert, praxisnah UND auch noch gut zu lesen ist, ist das Heft über Nisthilfen für Wildbienen und Wespen. Das hab ich Silvester zu lesen begonnen, und trotz Erkältung und Mattigkeit konnte ich Neujahr – die Sonne schien, der Sturm toste – nicht an mich halten und habe in minutenlanger Arbeit eine Nisthilfe für Bewohner markhaltiger Stengel gebaut.

Ja, minutenlange Arbeit *g*

Das ist nämlich wirklich, wirklich einfach!

  • Raus in den Knick,
  • Brombeerranken suchen (ich habe Brombeer- und Heckenrosen gefunden)
  • lange, dicke Stücke abknipsen. Jetzt kommt das schwierigste:
  • eine sonnige Stelle suchen. Tja. Aber da ist ja die Dachdeckerleiter am Wintergarten. Die Clematis, die da hochranken hätte sollen, ist schon vor einigen Jahren eingegangen. So richtig, richtig sonnig ist das nicht, aber sonniger geht in unserem Garten nunmal nicht, immerhin ist vormittags bis in den Nachmittag hinein Sonne da.
  • Die Stengel einzeln möglichst wackelfrei befestigen (denn, so steht es für sämtliche Nisthilfen geschrieben: die „drei großen S“ des Nisthilfenbaus lauten Sonnig, Sicht frei, Stabil)
  • fertig

So sieht das jetzt aus:

Brombeeren, einzeln senkrecht befestigt, werden am besten besiedelt, schreibt Werner David, der „Wildbienenpapst“. In die Erde stecken ist nicht so sinnvoll, weil die Stengel dann zu schnell rotten und umkippen. „Einzeln“ ist deshalb gut, weil die zukünftigen Mütter auf der Suche nach guten Nistplätzen die Umgebung fliegend nach einzelnen, senkrechten oder schrägstehenden Strukturen absuchen, die sie dann näher angucken. „Einzeln“ ist wohl relativ – bezogen auf die winzigen Wildbienen sind auch 15cm auseinander angebundene Stengel „einzeln“, das sieht man auf den Beispielfotos von gut angenommenen Nisthilfen. Nicht so gut funktionieren aber Bündel.

Es gibt zwölf Wildbienenarten (darunter mehrere Grab- und Mauerbienen), elf Grabwespenarten und eine Lehmwespe, die solche Stengel als Nistplatz brauchen. Und zehn parasitär lebende Wespenarten, die dort nach Opfern suchen. Da lohnt sich doch die „Arbeit“!! 🙂

Wer nun auch loslegen möchte (das geht auch auf Balkonien und ist so schön einfach!!): es eignen sich außer Brombeeren, die am besten angenommen werden, auch Beifuß, Königskerze, Distel, Heckenrose, Sonnenblume und Himbeere. Man kann auch eingetrocknete Pflanzenstengel im Garten einfach auf ca 1,50m Höhe abschneiden und stehenlassen. Das werde ich nächsten Herbst machen, wenn hoffentlich die 2018 endlich wieder zahlreichen Königskerzen geblüht haben- die Tierchen müssen abgebrochene oder -geknickte Stengel finden, sie können sie ja nicht selbst abbrechen. Hier wird auch erklärt, warum das sinnvoll ist und wie es taugt:

Ich hoffe, von Beobachtungen berichten zu können – vielleicht Ihr ja auch? Ich würde mich freuen, wenn ich Jemanden zur Tat motiviert hätte 🙂