Catocala!

Die rätselhafte Raupe vom Ostermontag hat uns keine Ruhe gelassen.

Erst bin ich Bibos Vorschlag gefolgt und habe einen Herrn, der eine Schmetterlingsbestimmungsseite hat, angemailt – aber er wusste auch nicht weiter. Dann aber kam Anja. Die hat für mich in einer FB-Gruppe nachgefragt, und tatsächlich:

„Sicher kein Spanner- aber die reduzierten Beinchen können natürlich schon irrleiten 😉 Zur Unterscheidung: Spannerraupen haben lediglich ein Bauchbeinpaar- sind es zwei Bauchbeinpaare, wie bei dem Tierchen hier, handelt es sich um eine der Eulenarten (Noctuidae), welche ebenfalls Bauchbeinchen rückgebildet haben.
Im konkreten Fall sollte es sich um eine Catocalen-Raupe handeln. Da das Räupchen aber noch nicht ihre volle Größe erreicht hat, würde ich nicht weiter als „Catocala spec.“ bestimmen. Jedenfalls Gratulation: Catocalen sind allesamt nicht allzu häufig :)“

Natürlich musste ich nun erstmal nachschauen, was denn wohl eine Catocala- Raupe wird, wenn sie mal erwachsen ist. Zu meiner Verwunderung wurde ich nicht so richtig fündig. Musste mich erst über die Noctuidae rantasten, kam über die zu deren Unterfamilie Catocalinae und von denen wiederum ist eine Gattung „Catocala“ Ob die nun allesamt Ordensband-Falter sind oder nur diejenigen, die man so findet im Netz, das weiß ich nicht, denn diese Info konnte ich nirgends finden…. jedenfalls KÖNNTE unser Räupchen später so aussehen, so oder so. Oderoderoder….

Anyway, eine sehr spannende Sache, das!! Ganz dickes Danke an die HelferInnen, und ich füge jetzt mal einfach ein „Catocala“ in meine Tier-Liste ein 🙂

 

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Selektive Wahrnehmung

Es ist immer wieder putzig: kaum befaßt sich frau mit einem bestimmten Thema, schon knallt ihr von allen Seiten dazu passendes ins Gesichtsfeld:

  • Hat es je so viele unterschiedliche Fensterarten gegeben wie damals, als ich die Tropneholzdinger, die dazu noch undicht waren, ersetzen wollte?
  • Nie gab es so viele Sorten Dachziegel wie ganz plötzlich zu der Zeit, als mein Dach neu eingedeckt werden sollte
  • Oder die Bienen – seit wir die Bienen haben, sehe ich unsere ganze Landschaft mit völlig anderen Augen. Vorher fand ich Schleswig-Holstein wegen seiner Landschaft so schön: die Wiesen, die Knicks dazwischen….. jetzt sehe ich, wie wenig „Wiese“ unsere Wiesen hier sind. Wie langweilig  die Gärten. Wie wenig Wald es gibt. Aber ich weiß jetzt auch, was ich nie wußte: wann blühen die Weiden? Ach, das gelbe da sind Kornelkirschen!? Und so sehen sie also aus, die Felsenbirnen. Und ich freue mich an dem Neuen, das ich entdecke.

Lange Rede, kurzer Sinn: meine Tierliste *gg* Kaum habe ich sie veröffentlicht, schon sind überall neue Tiere zu finden. Allein schon die Vogelfutterstelle – letztlich der Bergfink – und dann saß ich natürlich immer wieder am Fenster, um vielleicht doch noch ein vernünftiges Foto machen zu können (nein, es hat nicht geklappt!) und sah einen ganz seltsamen Spatzen. Einen, der so komisch mit dem Schwanz zuckte. Der ganz anders hüpfte als die anderen – und Moment mal, ist das braun des Rückens nicht anders? Rotbraun, nicht so graubraun wie bei Spatzens?

Und tatsächlich, Fotos gemacht

und nein, das ist gar kein Spatz! (Ich brauche dringend einen besseren Fotoapparat…..“in echt“ sieht man deutlich die rotbraune Ober- im Gegensatz zur grauen Unterseite. Aber man erkennt immerhin den spitzeren, längeren Schnabel) Vielmehr wagt sich die scheue Heckenbraunelle tatsächlich ausgiebig und garnicht scheu an den Futterplatz und pickt gemeinsam mit Buch- und Grünfinken, der Spatzenhorde, Amseln und werweißwasnoch am Boden herum, wobei sie viel häufiger Blätter wendet – auf der Suche nach Insekten – als die Spatzen!

Wenn mans erstmal weiß, kann man sie eigentlich überhaupt nicht verwechseln……

In der Liste ist sie zwar schon, dank der Fangaktion im letzten Frühjahr. Aber sie so in Aktion beobachten zu können – das ist dann doch gleich wieder ganz was anderes 🙂

Bombylius major

Da denkt man ja gleich an eine Hummel („Bombus“), aber nein, der klangvolle Name gehört zu einem Hautflügler aus der Familie der Wollschweber, dem großen Wollschweber, und der hat es sich an der Hauswand gemütlich gemacht:

Wieder ein neues Tier für meine Liste – und wieder eine Erstsichtung 🙂

Nicht neu, aber eine Freude auch diese dicke Dame, auch sie hat sich an der Hauswand ausgeruht:

Dunkle Erdhummel

Und was gabs noch an diesem ersten (eigentlich zweiten, aber samstags hab ich gearbeitet und nicht viel davon gehabt) echten Frühlingstag letzten Sonntag? Einen Zitronenfalter, ein Tagpfauenauge und einen nicht zu stoppenden Herrn F., der samstags gesägt hatte und sonntags Holz spaltete …. und spaltete…. und spaltete…. zwischendurch konnte ich ihn noch dazu bringen, mit mir zusammen die Wäscheleine neu aufzuspannen (Achtung, BesucherInnen über 1,90m: die spannt sich jetzt über den Weg *gg*) und die Bienen durchzuschauen, aber das wißt Ihr ja schon. Derweil habe ich unter den Walderdbeeren gewütet, die im letzten Jahr vom niedlich-leckerfrüchtigen Bodendecker zur alleserstickenden Matte geworden waren und abends auch noch dafür gesorgt, daß die Brennesseln nicht in die Liegewiese wachsen. Um diese Jahreszeit kann man die wunderbar samt Wurzelausläufern einfach rausziehen, sehr befriedigende Arbeit, diese langen Wurzeln meterweit zu verfolgen … und wech …. außerhalb dürfen sie gern wachsen, sind ja sehr beliebte Nahrungspflanzen für viele Tiere, zum Beispiel auch für den hier unten: Aber der ist im Bestand eh nicht gefährdet, weil er davon profitiert, daß in unserer überdüngten Landschaft die Brennesseln als stickstoffliebende Stauden supergut leben. Deshalb mach ich mir auch keinen Kopf, ob ich ein paar mehr davon wegzupfe oder ein paar weniger. Hier kann, wer mag, Interessantes zur Brennessel und „ihren“ Tieren lesen: *klick*

Zwischendurch ein Käffchen hier, ein Essen da, ein kleiner Schnack – und dann wieder meditatives spalten oder zupfen *gg*

Ein Tag, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann – nur mein Rücken fand den offenbar nicht so gelungen *gg* – aber weet’s wat? Dor kanns nix bi moken – echool! Ick bin tofreedn 🙂

 

HUNDERT!!!!

Ostermontag, auch die 2. „IchpüsselimGarten-Sequenz“ ist beendet, da stehen wir in der Küche und gucken Vögel am Futterplatz.

Und dann – Jemand buntes, der völlig fremd aussieht, pickt am Boden!!!!
Husch, weg isser, ich versuche, im Bestimmungsbuch was passendes zu finden, scheitere aber, da ruft der Herr F. : „DA!“
Gucken, merken, suchen – ja, kann das? Ist das??
Da isser wieder, und diesmal kann ich ein superduperschlechtes, aber immerhin ein Foto machen:

Ein Bergfink ist bei uns zu Besuch – und ein Besuch muß es sein, denn diese Vögel wohnen zur Brutzeit vom südlichen Norwegen bis hin nach Kamtschatka, nicht aber weiter südlich. Außerhalb dieser Zeit aber sind sie auch weiter südlich unterwegs – und das bevorzugt in lichten Laubwäldern, wo sie gern Bucheckern fressen – aber auch unter Futterstellen, wo sie am Boden nach Sonnenblumenkernen suchen – genau unser Biotop also 😉

Dummerweise bedeutet das jetzt, daß Niemand von Euch gewonnen hat – denn Niemand hat auf „Vogel“ getippt. Aber gestern gab es ja auch noch die Raupe, die ich nicht bestimmen konnte, „eigentlich“ ist Tier No.100 deshalb ja ein Falter – und deshalb lautet mein Beschluß: Bibo gewinnt und darf sich ihren Gewinn aussuchen 🙂 Glückwunsch!!

Ostermontag

Endlich, endlich fühle ich mich wieder weitestgehend gesund und habe sogar etwas Energie übrig! UND es gibt blaue Stücke zwischen den Wolken UND wenig Wind UND der Schnee von gestern ist weitgehend weggetaut UND die Sonne kommt immer wieder raus  – was liegt da näher als erstmals ein wenig Gartenarbeit – denn zum draußen rumsitzen ists definitiv zu kalt.

Und so habe ich mit des Herrn tatkräftiger Hilfe das 1. Miniprojekt beendet: die Elfenblumen sind ganz raus aus dem Frühstücksplatz-Randbeet, damit gibt es um die 3 qm relativ sonnigen Leerplatz. Da will ich ein weiteres kleines Schrittchen gen Naturgarten tun: zwei Schubkarren Sand untergemengt, grobes rausgeharkt und Saat- Mix von der Arche Eggebek ausgestreut, untergerecht, festgestreten – es wird noch ein paar Nachtfröste für die Frostkeimer geben, und so hoffe ich auf ein paar neue Arten im Garten. Das kleine Beet vom letzten Jahr habe ich vom Laub befreit (diese Blühpflanzen mögen ja alle lieber Sonne und mageren Boden) und jetzt auch die Karden-Reste abgeschnitten. Es gab allerhand Rosetten zu sehen und auch Rest-Pflanzen vom letzten Jahr, die noch ganz munter aussehen. Bin gespannt, wie sich das alles entwickeln wird.

Beim umpflanzen der Elfenblumenplacken haben wir dann noch weniger schönes gefunden: letztlich habe ich einen ganzen Eimer voll Maschendraht aus dem Grundstücksrand gen Straße geborgen, zum Teil ist er aber leider so in den alten Buchen eingewachsen, daß ich ihn nur dicht an den Stämmen abklipsen konnte – der Vorbesitzer hatte Hunde und deshalb das ganze Grundstück eingezäunt – aber ich hatte eigentlich gedacht, ich wüßte, wo noch Reste sind. Nix da – diese hatte ich in den über 20 Jahren nie gesehen….

Was das Tier Nr. 100 angeht – dummerweise habe ich zwar eines gefunden, war aber absolut nicht in der Lage, das zu bestimmen:

Es ist sicherlich eine Raupe eines Falters der „Spanner“-Familie, weil es auf die charakteristische Art voranrobbt. Aber welcher ist es? Es gibt Dutzende, und ihre Raupen sind so unterschiedlich gefärbt, auch innert einer Art, daß ich das unmöglich sagen kann – und deshalb auch nix eintragen. Ihr müßt also noch warten…..  Die Raupe saß an der Holzteer-Schuppenwand, eisekalt im heftigsten Schatten plus Wind – aber sie lebte.

Derweil sind die Kringelchen und das Mondvolk eifrig in den Krokussen unterwegs und sammeln Pollen. Das Sonnenvolk aber summt zwar vor sich hin, sendet aber kaum ein Bienchen nach draußen. (EDIT: um 14:30 plötzlich ein großes Getümmel, auch Pollitas sind zu sehen – während bei den anderen trotz gleicher Besonnung jetzt wenig los ist. Immer wieder ist es erstaunlich, wie unterschiedlich die Völker sind!!) Und ich habe die erste Hummelkönigin gesehen. Wenn mich nicht alles täuscht, war’s eine Ackerhummel. In diesem Jahr werde ich keine Mause- und andern Löcher abseits der Wege mehr zutreten. Im letzten Jahr erst ist mir klargeworden, daß die allermeisten Wildbienenarten im Boden nisten und viele von ihnen dafür auf schon vorhandene Gänge anderer Tiere angewiesen sind.

In den letzten Tagen habe ich das wirklich feine Buch „Der Drei-Zonen-Garten“ vom Gastl gelesen, dem mit dem Hortus Insectorum. Tolles Buch, das – und was mir uA richtig gut gefallen hat, ist, daß ich jetzt gut begründen kann, warum es eigentlich ja richtig toll ist, daß ich – wie hier schon oft erwähnt – ja eine Stückeles-Macherin bin, die fast nie was zuende macht und immer von hier nach da und dorthin hüpft und macht, oft spontan und ungeplant – das ist nämlich für die Natur einfach mal gut so!!! Weil man dadurch immer in kleinen Einheiten neue Lebensbedingungen schafft und nur selten mal große Areale völlig verändert (Beispiel: auch ein Rasenschnitt kann schon zu solch einer großflächigen Veränderung zählen – viel besser, in Etappen zu mähen, so daß immer unterschiedliche Gras- und Krauthöhen und -wuchsstadien auf engem Raum zu finden sind. VIELFALT!!! 🙂 )

So. Nun will ich aber noch ein wenig raus. Mal sehn, was ich noch so anfangen und nicht beenden kann… *gg*

 

Zu Ostern neue Tiere …

Der Distelfink ist inzwischen täglicher Gast (bzw DIE DistelfinkEN, es sind drei), während die Erlenzeisige wohl nur ein kurzes Stelldichein mit unserem Futterplatz hatten – da gucke ich raus und sehe wieder ganz was anderes: zwei kleine Vögelchen mit Finkenschnabel und rotem Kopffleck! Einige Minuten so genau wie möglich geguckt, als sie dann weg waren, ab zum Bestimmungsbuch – und es können eigentlich nur Birkenzeisige gewesen sein! Hoffe sehr, sie nochmal, dann vielleicht auch knipsbar, zu sehen.

Nur eine halbe Stunde später bewegte sich etwas auf dem Holzfußboden. Oh-ha, was ist DAS???

Einige Recherchen später scheint mir: es kann nur Einer sein, nämlich der Eichen-Zangenbock

Wahrscheinlich war er im Brennholz und ist durch die Wärme im Wohnzimmer zu früh aufgewacht. Hoffentlich hat er den Übergang in den kalten Garten überstanden – vielleicht hätte ich ihn besser in den Schuppen gebracht 😦 Nächstes Mal!

Beim eintragen in meine Liste sehe ich: überraschend schnell bin ich der „100“ nahegekommen. Zeit für ein Gewinnspiel!?

Hmmmm…..

Aaaalso: wer richtig errät, aus welcher der folgenden „Kategorien“ das hundertste Tier stammen wird, der gewinnt. Wissen. 🙂 Und der ERSTE, der die richtige Kategorie getippt hat, der gewinnt auch noch wahlweise ein Vogel- oder Reptilien- und Amphibienbestimmungsbuch. Oder, denn vielleicht hat er sowas ja schon, einen Ableger nach Wahl aus dem Garten.

Was also wird Tier Nr. 100 sein –

  • Vogel
  • Säugetier
  • Reptil
  • Käfer
  • Schmetterling/ Falter oder dessen Raupe/ Larve
  • anderes Insekt
  • Amphibie
  • „Sonstiges“?

Ich bin selbst gespannt – wie lang es dauern wird und was es wohl sein wird….. 🙂

 

Gemeiner Pelzkäfer

Tja, kaum ist die Liste draußen, können wir sie schon mit einem Tierchen, das ich heute auf dem Sofakissen fand, ergänzen:

a big welcome (auf der Liste) to

Attagenus pellio

das schwarzgelbe neben den Käferchen ist ein Zentimetermaß zum Vergleich – knapp 6mm ist er lang, damit schon einer der ganz großen seiner Art

Nicht soooooo willkommen ist er (zumindest im Wohnzimmer), weil seine Larve sich u.a. von Textilien, Wolle, Teppichen ernährt…. Wollen wir mal hoffen, daß dieses kleine Kerlchen sich eher an (auch unter Larvennahrung angegebene) Trockenfuttereste oder tote Tiere (da findet sich bei uns sicher immer die ein oder andere Assel oder Spinne) gehalten hat …

Außerdem haben wir heute ganz lange gleich drei Distelfinken am Futterplatz begucken dürfen 🙂

Tiere im Fjonk’schen Haus und Garten

Eine Liste aller Tiere, die wir bisher hier im Garten entdeckt haben. Wo möglich, sind/ werden Fotos verlinkt. Die Liste soll aktuell bleiben und ständig ergänzt werden können, deshalb wird sie auch als Menüpunkt oben in der Menüleiste aufzurufen sein. Wo ich ihn weiß, habe ich in Klammern den Erstsichtungstermin angefügt

  1. Amsel     –     VÖGEL  –
  2. Bergfink  (4/18)
  3. Birkenzeisig (3/18)
  4. Buchfink
  5. Buntspecht
  6. Blaumeise
  7. Bachstelze
  8. Distelfink (8/15, dann erst wieder 12/17)
  9. Dohle (4/18, scheinen brüten zu wollen!)
  10. Dompfaff
  11. Elster
  12. Erlenzeisig (2/18)
  13. Grauschnäpper
  14. Grünfink
  15. Hausrotschwanz (5/14)
  16. Heckenbraunelle
  17. Kohlmeise
  18. Klappergrasmücke (5/14)
  19. Kleiber
  20. Mönchsgrasmücke
  21. Rabenkrähe
  22. Ringeltaube
  23. Rotkehlchen
  24. Singdrossel
  25. Schwanzmeise
  26. Sperling; Haus-,
  27. Feld-
  28. Star
  29. Stockente
  30. Sumpfmeise
  31. Wacholderdrossel (?)
  32. Zaunkönig
  33. Zilpzalp
  34. Admiral     –    INSEKTEN
  35. Ameise (keine Ahnung, wie viele Arten)
  36. Aurorafalter
  37. Blattlaus
  38. Brauner Mönch
  39. Bremse
  40. Bläuling, Faulbaum-
  41. Catocala (4/18)
  42. Eichen-Zangenbock
  43. Fliege; Stuben-,
  44. Frucht-,
  45. Schmeiß- …………………. (unendlich viele Sorten, scheint mir *g*)
  46. Hummel; Acker-,
  47. Erd-,
  48. Garten-,
  49. Stein-,
  50. Baum-
  51. Honigbiene
  52. Hornisse
  53. Grashüpfer (mehrere Sorten)
  54. Kaisermantel
  55. Kleiner Fuchs
  56. Kohlweißling
  57. Kolibri-Schwärmer (bisher ein einziges Mal bei uns gesehen, weiß nicht mehr, in welchem Jahr)
  58. Landkärtchen
  59. Libelle (mehrere Sorten)
  60. Mistbiene
  61. Moschusbock
  62. Nashornkäfer (EINE Sichtung 2013, aber doch…)
  63. Ochsenauge
  64. Pelzkäfer (3/18)
  65. Sandbiene, rotschopfige (4/18)
  66. Schornsteinfeger
  67. Schwebfliege (mehrere Sorten)
  68. Schwimmkäfer (welcher? Keine Ahnung…)
  69. Stechmücke
  70. Streckfuß
  71. Tagpfauenauge
  72. Töpferwespe
  73. Violetter Ölkäfer
  74. Wasserläufer
  75. Weißes C
  76. Wespe; deutsche-,
  77. Feld-
  78. Gold- (welche? Wahrscheinlich die „gemeine“, die sich gemeinerweise von Eiern und Larven anderer Insekten ernährt)
  79. Wollschweber, großer (4/18)
  80. Zitronenfalter
  81. Eichhörnchen    – SÄUGETIERE
  82. Fledermaus
  83. Igel
  84. Kaninchen
  85. Katze
  86. Maus; Gelbhals-,
  87. Haus-,
  88. Wühl-
  89. Mensch
  90. Ratte; Haus-,
  91. Bisam-
  92. Reh
  93. Erdkröte     – AMPHIBIEN
  94. Frosch; Wald-?/Teich-?,
  95. Laub- (in einem Jahr mehrfach gesichtet, aber NUR in einem Jahr)
  96. Kammolch
  97. Assel (keine Ahnung, wie viele Arten)     –   SONSTIGE
  98. Nacktschnecke (mehrere Arten)
  99. Regenwurm
  100. Spinne; Kreuz-,
  101. Hauswinkel-, ………………………….
  102. Schnecke; Weinberg-,
  103. Schnirkel-, ………
  104. Tigerschnegel
  105. Weberknecht
  106. Zecke

Tiere

An der Futterstelle am Boden habe ich zwei Vögel gesehen, die ich noch nie gesehen hatte, aber auch nicht identifizieren konnte.

Deutlich kleiner als Spatzen sind sie, graubraun, Unterseite graugelb (!), ein dunklergraubraunes Band an der Kopfoberseite, an den Flügelseiten dunklere und hellere Felder sowie ein weißer Streifen wie bei den Buchfinken. Überhaupt sehen sie am ehesten aus wie etwas kleinere, etwas hellere Buchfinken mit gelblich da, wo die rötlich sind.

Das paßt weder zur Goldammer (viel gefleckter), noch zum Girlitz (den es laut Internet eh winters hier oben nicht gibt) noch zum Distelfinken, auch nicht wenn man sich die jeweiligen Weibchen-Fotos anschaut. Und Grünfinken sind es auch nicht, die sind ständig hier und größer und noch ruhiger gefärbt
Leider war die Knipse oben, falls ich die Vögelchen nochmal sehe, liegt sie derzeit bereit.

Menno, vorhin waren sie nochmal da, aber immer so, daß ich sie nicht aufs Bild bekam

Ha! Drei Tage später der Erfolg:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich gebe gern zu, daß keines der Fotos wirklich gut ist. Das liegt daran, daß ich, um überhaupt etwas erkennen zu können, bei der Entfernung den größten Zoom nehmen muß. Und mein Fotoapparat ist für sowas halt nicht gemacht. Trotzdem – auf die Menge ist, schätze ich, klar, was für Vögelchen wir da im Garten haben – übrigens immer zwei gleichzeitig – es sind Erlenzeisige 🙂 Unsere sind nicht, wie’s in den Artenportraits steht, im Schwarm unterwegs, sondern bloß zu 2.. Und sie sind auch nicht so knallig, wie’s im Link aussieht. Sowieso sind, finde ich, Bestimmungsbücher und -seiten manchmal eher verwirrend, weil die Tiere dort so prototypisch ausgewählt sind. Guckt man dann auf Fotosammlungen im Netz, so sieht man, daß ganz offensichtlich viele unscheinbarere Verteter ihrer Art unterwegs sind…..

Im Herbst hat der Herr F. eine Leiche gefunden, die so ungewöhnlich aussah, daß er sie fotografiert hat

Anhand der Fotos war diese Maus gut zu bestimmen, wir meinen, es ist eine Gelbhalsmaus
Kein Wunder, daß wir sie nicht kannten – sie ist scheu und nachtaktiv, sagt der verlinkte Artikel (der auch ein hübsches Filmchen von ihr zeigt) Jetzt wissen wir also um eine weitere Tierart, die in unserem garten wohnt.

Ich habe im letzten Jahr angefangen, eine alphabetische Auflistung von Pflanzen und Tieren im Garten zu führen. Stümperhaft zwar (also keine exakte, lateinische Bestimmung, sondern einfach die Namen, die ich kenne. Und so Dinge wie „Libellen, 4 Arten“ stehen da oft, weil ich mich mit Vielem so genau nicht beschäftigt habe, daß ich das genauer sagen könnte) aber trotzdem war ich erfreut und überrascht, was da alles zusammenkommt. Und ich ergänze ständig. Das wird natürlich mehr, wenn jetzt der Frühling kommt, denn die Pflanzen hab ich ja haupstächlich aus dem Gedächtnis notiert.

Klicken empfohlen!

Jemand neues hat kommentiert, sie zeigte sich optimistisch, daß meine Heckenschnitt-Ecken sicher von Insekten und Vögeln gut angenommen werden.

Wenn Jemand neues kommentiert, gucke ich natürlich, sofern vorhanden, auch mal auf dessen/ deren verlinkte Website, um zu sehen, ob da vielleicht eine für mich spannende, noch unentdeckte Seite „lauert“, und auch, weil des öfteren Menschen offenbar nur kommentieren, um andere Menschen auf ihren Werbe-Blog zu locken, was ich einfach blöde finde (und mit „nicht freischalten“ ahnde). Hier jedoch finde ich

das:

Die Hammãda auf dem Vormarsch

Eine, wie ich finde, gelungene Auseinandersetzung mit den (auch hier bei uns im Norden) immer noch auf dem Vormarsch befindlichen Kieshalden-Vorgärten. Aber auch sonst hab ich beim stöbern allerhand schönes gefunden, vor allem für Leute mit Interesse an Natur-Themen, nett geschrieben und persönlich (das mag ich ja!) – guckt doch selbst mal rein!

Außerdem gibt es da noch den

Wilden Meter

Da hat eine Frau nur einen Balkon zur Verfügung – aber was sie daraus macht…. wow! Verlinkt ist ihr neuester Beitrag, der sich damit befaßt, wie unterschiedlich verschiedene Wildbienen ihre Nester verschließen – pima Fotos von echten Kunstwerken…. aber auch eine Eidechse wohnt bei ihr, und heimische Pflanzen, und….. reingucken, auch da lohnt es!

Gartennotizen und -bewohner

Gestern bin ich in dem schönen Band „Schmetterlinge Schleswig-Holsteins“, der im Überraschungsweihnachtspäckchen vom Jungimker-Paar war, sozusagen beim lesen über einen bereits gefaßten und wieder vergessenen Vorsatz fürs nächste Gartenjahr gestolpert:

der Schornsteinfeger war im letzten Jahr bei uns unterwegs, sogar recht viele Exemplare – und er braucht, so konnte ich lesen, Gräser, auch länger ungemähte Flächen, zur Eiablage.

Da fiel mir wieder ein, worüber wir (auch) beim durchgehen des Gartens für die eventuelle Prämierung gesprochen hatten: daß es nämlich im Naturgarten sinnvoll ist, nicht alle Flächen gleichzeitig zu mähen.

Beim Rasen tu ich das eh nicht, allein schon aus zeitlichen Gründen und weil ich sowieso immer nur da mähe, wo es zur Nutzung gerade wirklich nötig wird. Aber die Wiese, das einzige Stück Fläche mit Gräsern, wo es längere ungemähte Zeiten gibt, die mähe ich zwar bloß 2x, aber immer alles auf einmal. Das soll im nächsten Jahr anders werden, ich will mal gucken, in wie viele Zonen ich sie dann aufteile, aber jedenfalls in mehrere, die versetzt gemäht werden. Drei vielleicht!?

Auch Ende Juli bei uns fotografiert: das Landkärtchen, 2. Generation (die der ersten sehen total anders aus!!) Die Raupen fressen Brennesseln, die Erwachsenen leben in „feuchten Waldsaumstrukturen“- da ist unser Garten also ideal.

Und auch den nächsten hat der Herr F. am selben Tag fotografiert. Es ist ein Mädchen! 🙂 Und zwar ein Faulbaum- Bläuling, ein sehr häufiger Falter, wie uns Buch und Bestimmungshilfe sagen, wohnhaft auf Efeu, Hopfen und – Logo – Faulbaum.

Der NABU Eckernförde hat eine richtig hilfreiche Bestimmungshilfe (1. PDF) sowie Links, die auch gut weiterhelfen.

Schwer beeindruckt

Am Montag haben wir uns aufgerafft, nach der Arbeit gleich weiter zu ziehen.
Es gab einen Vortrag über Insekten im Garten, mit Fotos, und zwar von Lennart Bendixen, der hier gleich nahebei wohnt und sich offenbar auf der Überholspur in nur 4 oder 5 Jahren von Jemandem „für den Ökologie kein Thema war“ zu einem echten Experten gemausert hat. Ihn hat, so erzählte er, einfach interessiert, wie viele Tiere in einem Garten leben können – und er hat angefangen zu bestimmen und zu zählen.
Wie das so ist, wenn man erstmal…., hat sich sein Grundstück von etwa 3000 recht sonnigen Quadratmetern in dieser Zeit zum Naturgarten und Interesse wie Garten zum Schwerpunkt Insekten gemausert. Wiese, heimische Gehölze, Tümpel, viel auch aufrecht stehendes Totholz und ein sandiger, sonniger „Steilhang“ von 90cm sind die Zutaten, bisher bestimmt hat er um die 3000 Tiere, meine ich mich zu entsinnen.
Dreitausend Tiere!
Verschiedene!
Das größte ein Damhirsch, das kleinste (von ihm per gutem Fotoapparat bestimmbare) eine Milbe von 0,15 cm Länge, wenn ich mich recht entsinne.
Und er hat tolle Fotos gemacht, von einer parasitären Schlupfwespe zB, die gerade auf einem Raupenkopf ihr Ei ablegt. Oder von einer Grabwespe, die die von ihr gelähmte Spinne innerhalb einer sehr anstrengenden Stunde in das zuvor gegrabene Loch an einem Totholzstamm schleppt (wo die Spinne gelähmt und deshalb frischgehalten wartet, daß die Grabwespenlarven schlüpfen und von ihr essen können)
Zwei Tierarten, die er entdeckt hat, waren zuvor für S-H noch nicht als hier lebend bekannt. Ein Plattwurm und irgendwas anderes.

Also, ich habe ja was übrig für Leute, die sich so schnell und so sehr in eine Materie hineinknien. Mir ist das sowas von total fremd, es widerspricht sozusagen meinem ganzen Wesen *g* – aber ich finde es einfach großartig, daß es solche Leute gibt und stehe voller Bewunderung vor diesem Phänomen!

Nebenbei bemerkt ist der Herr F. jetzt bald NABU-Mitglied, und wir hoffen, hier in der Gegend mehr mit Gleichgesinnten tun zu können. (Ich bin ja bereits Zustifterin) Der Vortrag war nämlich vom NABU angeboten worden.

Freufreufreu!!!!

Wooohoooo!
Zum Glück hatte ich noch nicht bei der Stunde der Wintervögel gemeldet, denn wer saß eben an den Erdnüssen? Ein Distelfink!!!
Wir haben in all den Jahren hier überhaupt erst vorletztes Jahr im Sommer EINMAL einen einzigen hier im garten gesehen, und noch nie an der Futterstelle!
Ob das an den neu angesäten Karden liegt, die erstmals geblüht und gesamt haben und ja angeblich echte Magneten für Distelfinken sind?

Hier ein (sehr schlechtes, aber immerhin) Beweisfoto

Vier Tage mit Carl-Gustav

Ende August hatten wir Besuch. Viel Besuch. Erst kamen Jean-Li und Dirk aus Halle, dann teff mit dem Grafen und Nina aus Oerlinghausen und Umgebung, und dann kam auch noch Carl-Gustav.

Carl-Gustav haben wir zum ersten Mal gesehen am Tag bevor der Besuch aus Halle ankam. Da saß er gemütlich ganz hinten im Garten und hat sich die Sonne auf den Buckel brennen lassen, eine schillernde Gestalt in kupferglänzendem Anzug.

Am nächsten Tag waren dann die Hallenser schon da. Wir hatten uns eine Apfelsaftschorle gemixt und saßen so um den Tisch herum, als Carl-Gustav zu uns stieß. Er spricht nicht viel, deshalb habe ich erst nicht verstanden, was er wollte, aber als er dann suchend um die Gläser herumstrich, ja sogar auffordend dranstieß, da hab ich dann doch verstanden und ihm auch einen Schluck Apfelschorle angeboten – und was soll ich sagen? Er war begeistert! Große Mengen hat er weggesoffen, war seine Portion leer, suchte er nach mehr. Dirk aus Halle hat Fotos von ihm gemacht, die ich netterweise hier posten darf:

Stundenlang hat er uns an mehreren Tagen schweigend und trinkend Gesellschaft geleistet, und so kam es, daß wir schließlich im Internet nachgeschaut haben, mit wem wir es denn wohl zu tun haben könnten, und so fanden wir seinen Sippennamen:

Moschusbock

und dann zackzack, er muß es telepathisch übermittelt haben, war auch der ganze Name da:

Gestatten – Von Bock. Carl-Gustav Moschus von Bock

Ein sympathischer Suffkopp (leiderleider hat ihn Niemand beim trinken geknipst), der einmal, als der nachschub zu lange ausgeblieben war, sogar in des Herrn Glas gelandet war und zum Glück noch rechtzeitig von mir gerettet werden konnte. Das hat aber seiner Lust auf Apfelschorle keinerlei Abbruch getan.

Carl-Gustav wird, glaubt man dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel, inzwischen wohl nicht mehr unter den Lebenden weilen. Ich hoffe sehr, daß er rechtzeitig für Nachwuchs gesorgt hat. Totholz und Weiden stehen in unserem Garten für die Kids zur Verfügung….

 

Die ausgewachsenen Moschusböcke (Imagines) ernähren sich von Pollen und ausfließenden Säften von Bäumen. Daher sind die Tiere unter anderem in Wäldern, insbesondere in totholzreichen Hartholz- und Weichholzauen, Gärten oder Parks auf Blüten anzutreffen. Dabei bevorzugen sie aufgrund ihrer Größe Blütendolden, wie etwa die vom Schwarzen Holunder. Die Imagines leben nur wenige Wochen im Sommer. Man findet die Käfer von Juni bis August.
Die Larven des Moschusbocks benötigen für ihre Entwicklung zum ausgewachsenen Käfer zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit ernähren sie sich xylobiont bevorzugt vom Holz von Weiden. Aber auch andere Weichhölzer wie Pappeln oder Erlen werden befallen. Besonders häufig erfolgt die Eiablage auf älteren, bereits anbrüchigen Bäumen. Ein ideales Habitat stellen Kopfweiden für diese Käferart dar. Aber auch Auwälder und Erlenbrüche sind ideale „Kinderstuben“ für den Moschusbock.
Aufgrund des Rückganges von Erwerbszweigen wie der Korbflechterei ist die Pflege und Bewirtschaftung der Kopfweiden stark zurückgegangen. Durch Entwässerung und intensive forstwirtschaftliche Nutzung verbleiben auch immer weniger Auwälder und Erlenbrüche, in denen sich die Larven entwickeln können. Diese Faktoren haben zu einem merklichen Rückgang des Bestandes geführt. Dem Moschusbock wurde daher gemäß BNatSchG und BArtSchV der Schutzstatus „besonders geschützt“ eingeräumt.

Wikipedia

 

Marderhunde

Am Feiertag wurde hinterm Grundstück der Mais gemäht. Dabei waren mehrere Jäger samt Hunden, die rings um das Feld standen und warteten. Ich bin rausgegangen, weil einer davon direkt am Knick stand, und habe gefragt: Marderhunde waren das Ziel, nicht, wie ich erst vermutet hatte, Wildschweine.

Anfangs war der junge Mann recht verhalten. Erst als ich mit einem Kaffee wiederkam, haben wir uns etwas unterhalten, und es wurde klar, warum: Selten sei es, daß man einen Kaffee angeboten bekomme, häufig würde man eher angefeindet. Gestern seien sie an einer Stelle gewesen, da waren sie richtig angebrüllt worden, es sei nichtmal möglich gewesen, ins Gespräch zu kommen.

Wir aber sprachen nun, und ich habe Interessantes erfahren:

  • Marderhunde (hier eigentlich nicht heimisch, sondern aus Pelzfarmen in der damaligen UDSSR entwichen, von wo sie sich bis hierher vorgearbeitet haben) werden mehr und mehr zum Problem: Sie fressen, was sie erwischen können, machen Vogelgelege platt, fangen Vögel und Kleinsäuger und räumen sogar Fuchsbauten aus. So massiv, daß befürchtet wird, daß in 20 Jahren der Fuchs hier nicht mehr vorhanden sein wird. Im Winter 2014 hatten sie hier im Revier noch eine einstellige Zahl erjagt, 2015 waren’s schon 12, im letzten Jahr über 40 – und erjagt wird ja nur ein Bruchteil der vorhandenen Population…
  • Wildschweine sind ja seit einigen Jahren schon auch in dieser Gegend „hinter’m Kanal“ angekommen und vermehren sich, Mais sei dank (Nahrung und wunderbares Versteck) wie die Karnickel. Man könne wenig machen, obwohl es dringend nötig sei, weil sie viel kaputtmachen und auch in den Dörfern unterwegs seien
  • Er persönlich finde auch, daß nicht alles richtig und gut laufe in der Jägerschaft, aber daß man so pauschal angefeindet werde inzwischen, das sei schon schwierig. Wenn man strittige Dinge nicht mal mehr diskutieren könne, dann laufe was falsch (da waren wir uns übrigens einig)

Ich persönlich denke, daß vieles falsch läuft bei den Jägern, ich weiß aber nicht, ob es dieselben Dinge sind, die der Herr Jäger nicht richtig findet: Rehe und Damwild zB werden mE viel zu wenig gejagt! Es gibt ja keine natürlichen Feinde mehr für sie, und in der jetzigen Dichte richten sie im Wald (und natürlich auch in meinem Garten *g*) viel zu viel Schaden an. Waldbesitzer müssen beispielsweise Waldstücke einzäunen, in denen sie sich eine natürliche Waldverjüngung wünschen, weil Rehe und Co die Winz-Bäumchen und den anderen Unterwuchs geradezu ausrotten. Da könnten die Jäger mehr für den Naturschutz tun statt an ihre Pfründe (leichtes schießen, Trophäen) zu denken. In unserer hiesigen Kulturlandschaft wäre es fatal, der (eh nicht mehr vorhandenen) Natur ihren Lauf zu lassen. Ohne Jäger würden auch zB dank Marderhunden und Waschbären noch viel schneller unsere Vögel große Probleme bekommen als es durch Insektensterben und industrielle Landwirtschaft eh schon der Fall ist. Insofern finde ichs zwar nicht toll, wenn Tiere geschossen werden, sehe aber die Notwendigkeit.

In unserem Maisfeld war übrigens kein Marderhund versteckt. Auch keine Wildscheinrotte.


Nur damit das klar ist: Meine Ansichten sind angelesenes Halbwissen und möchten hier bitte auch so verstanden sein. Ich habe mich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt, sondern „nur“ gelesen, was mir zufällig in die Finger kam (davon allerdings im Laufe der Jahre so einiges, so daß es auch nicht „Bauchgefühl“ allein ist, was ich schreibe)