Was TUN die da??? – Jahre später – die Lösung ist gefunden!!! :-)

Erklärbär:

Auf der Blüte: Honigbiene.
Schwebend ÜBER der Blüte: Mistbiene.
Honigbiene ignoriert Mistbiene und fliegt von Blüte zu Blüte, sammelt. Mistbiene bleibt, egal wohin Honigbiene fliegt, direkt über ihr. Ich konnte das über einige Blüten hinweg verfolgen, bevor ich den Fotoapparat klargemacht habe. Aber ich habe nur das eine Foto hingekriegt. Die Mistbiene blieb immer genau obendrüber, dabei ists recht windig und die Blüten schwanken sehr….
Was hab ich da bloß gesehen? Eine Artenforscherin anderer Art bei der Arbeit? Eine ihre bevorzugten Blüten verteidigende Zickbiene? Eine verwirrte Verliebte? Ich habe nicht die geringste Ahnung und sowas auch nie zuvor gesehen, obwohl ständig Mist- und Honigbienen parallel sammeln.


Das habe ich mich und Euch im August 2012 gefragt.

Jetzt endlich habe ich die Antwort gefunden, ganz zufällig, auf einer (mir) neuen Seite

Hier balzt ein Schwebfliegenmännchen ein Weibchen an – doch es ist das Weibchen einer anderen Art: der HonigbieneMit dieser Annäherung ist das Männchen auf seinen eigenen Trick hereingefallen. Denn die meisten Schwebfliegen betreiben Mimikry – als völligungeschützte und für ihre Verfolger meist auch wohlschmeckende Insekten imitieren sie durch Farben und Körperstrukturen die bewehrten Insekten wie Hummeln, Wespen und Bienen.

Doll! Die Schwebfliegen balzen nämlich, indem sie über dem Weibchen ein paar Figuren fliegen, und sich dann in der Luft stehend über ihr postieren. Fliegt sie nicht demonstrativ weg, nimmt er das als „ja, mach man“.

„Mein“ Mistbienenkerl war wohl ziemlich doof, der hat die holde Honigbiene ja lange verfolgt – und tatsächlich hab ich das in den Jahren noch einige Male mehr beobachtet.

Die mir neue Seite ist übrigens diese hier: *klick*

Verlinkt habe ich den Beginn der Schwebfliegengeschichte. Es gibt aber viele sehr interessante Geschichten über unterschiedlichste Insekten dort, alle mit sehr guten Fotos! Man findet eine Übersicht oben auf der Seite unter „Geschichten“. Ich bin grad dabei, mich durchzuklicken und habe schon ziemlich viel gelernt, auf sehr unterhaltsame Weise. Und habe da, wo es Tierchen betrifft, die ich hier im Blog bereits vorgestellt hatte, Links ergänzt.

 

Garten-Raubfliege. Vielleicht. ;-)

11.6. Ob es nun eine Neomochtherus geniculatus ist, oder ob es eine andere Raubfliege ist – jedenfalls finde ich die Fotos ausnehmend schön (ja, ich weiß, Eigenlob stinkt. Aber wenns doch stimmt…. *gg*) Aber hier gibt es NOCH schönere: *klick*

Neomochtherus geniculatus – wenn’s denn stimmt

Portrait

Wäre ich so ein kleines Tierchen, wie es unter der Knospe der Färberkamille zu erahnen ist, wäre es mir bei diesem Blick Angst und Bange …

Wegwespe, unterwegs mit Spinne

23.6. Ein Tier war plötzlich auf des Herrn F. Arm und hat sich dann zu Fuß in großer Eile auf den beschwerlichen Weg über den Rasen und dann die Wand hinauf zum Insektenhotel an der Schuppenwand gemacht. Es schleppte etwas hinter sich her – eine große Ameise, die ein Tier irgendwohin schleppt? Nein, es hat Flügel. Was ist das???

Zwischendurch gab es eine Pause in einer Bretterfuge, jetzt konnte man gut sehen: eine Spinne ist es, die das Tier hinter sich her zieht.

Im Film sieht man dann, was wir bald erkannten: nein, das ist keinesfalls eine Ameise! Vielleicht eine Wildbiene????

Erst auf den Fotos und im Filmchen, das ich machen konnte, sah ich, daß der Körper ganz schwarz ist. Die deutlich sichtbaren Flecken sind auf den Flügeln!!

 

Leider habe ich die Madame dann aus den Augen verloren. Als ich sie wieder sah, war sie ohne Spinne dabei, unterschiedliche Bambusröhrchen zu „testen“ (meine Interpretation dessen, daß sie unermüdlich herumlief und in Löcher hinein- und wieder herausschlüpfte.) Sie lief aber auch in Nischen hinterm Insektenhotel oder zwischen den Röhrchen.

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Natürlich kann dieses Exemplar auch ein anderes gewesen sein als das bespinnte …


Letztlich habe ich eine Bestimmung vom Experten bekommen (danke, Lennart!!) – es ist die Wegwespe Dipogon(Deuteragenia)subintermedius. Ein häufiges Tier (schreibt Lennart), ungefährdet, über das ich trotzdem nirgends etwas erhellendes finden konnte. Lennart schickte mir diese Verbreitungskarte mit *klick*


Ursprünglicher Verdacht, den ich nicht lösche, weil sich Kommentare unten darauf beziehen: Eigentlich war ich nach einigem suchen ziemlich sicher, die gescheckte Wegwespe, Deuteragenia variegata, vor mir zu haben – es paßt so prima, von der Lebensweise bis hin zur Optik, was Wikipedia schreibt:

Die Art (…) besitzt einen deutlichen Verbreitungsschwerpunkt in den vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaften wie in aufgelassenen Weinbergen oder Streuobstwiesen. Dort ist sie vorwiegend an Trockenmauern zu finden, sie besiedelt aber auch Waldränder oder Halbtrockenrasen mit Felsen und Steinen.

Die Art kommt meist in geringer Individuendichte vor. Als Beute dienen ihnen vor allem Krabbenspinnen der Gattungen Thomisus und Xysticus, sowie Eigentliche Sackspinnen (Clubiona). Diese werden in verschiedenartigen, bereits vorhandenen Hohlräumen eingelagert, so zum Beispiel in Löchern von Steinmauern oder Felsen. In Totholz wurden noch keine Nester der Gescheckten Wegwespe gefunden, obwohl sie sich dort manchmal zum Sonnen oder auf der Jagd nach Spinnen aufhält. Manchmal werden auch die verlassenen Nester der Tönnchenwegwespe und ihrer Verwandten der Gattung Auplopus in Schneckenhäusern oder unter Felsen wiederverwendet oder bestehende aufgebrochen. In einem Hohlraum können ein bis drei Brutzellen mit je einer Spinne angelegt werden, die dann mit Erde und Spinnweben verschlossen werden. Zum Zusammenfegen der Spinnweben besitzen die Weibchen gattungstypische Fegeborsten am Unterkiefer.

Bis ich diesen einen Satz las:

Sie ist nahezu in ganz Deutschland verbreitet, nördlich von Berlin wurden jedoch noch keine Exemplare gefunden.

Allerdings ist der Beitrag von 2010, seither sind viele Insektenarten weiter in den Norden vorgedrungen. Ich behaupte mal einfach, sie ist es, zumal ich nirgends ein Insekt fand, das diesem Tier ebenso ähnlich sieht. Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren, nur zu!!!!! 😉

Draußen

Ein Eichhörnchen ist aufgetaucht! Mehrfach haben wir um den Birkenstamm „guckguck“ gespielt. Ein rotes ist es, sehr wuschelig und ordentlich dick.


Unterm Pfaffenhütchen sind Wespen im Boden. Ich hatte dort einen Storchschnabel ausgezupft, hörte lautes summen, war aber zu dämlich, wegzugehen. Die Tiere waren sehr gnädig, ich habe nur einen Stich abgekriegt, und keine hat mich verfolgt. Es herrscht reger Betrieb, trotzdem ist es mir nicht gelungen, ein Foto zu machen, auf dem eine Wespe zu sehen ist…. verdammte Auslöserverzögerung!!


Eine Goldwespe hab ich aber „erwischt“. Die sind normalerweise ununterbrochen in Bewegung, aber diese hat es mir gestattet, Fotos zu machen:

Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita)

Später dann noch eine weitere Art, leider nicht so geduldig, daher nur ein nicht so gutes Bild:

Blaue Goldwespe (Trichrysis cyanea)

Über die blaue Goldwespe gibt es eine Geschichte mit Bildern aus einer Niströhre hier zu sehen und zu lesen


Die Sonne strahlt. Es soll in dieser Woche bis 28° warm werden. Ich versuche das zu würdigen, statt an die armen KollegInnen zu denken, die nun schon die 5. Woche meine Arbeit mit tun müssen


Das Steinhummelnest scheint sich gut zu entwickeln. Ich schaue täglich vorbei, und hätte ich kein Stöckchen hingesteckt, würde ichs täglich nicht wiederfinden. Oder ich würde lauschen. Immer etwa 5 Sekunden kann ich jede Hummel hören, bevor sie sichtbar wird und losfliegt. SSSSSSSSSSSS …. vielleicht machen sie sich warm!? Das Nest liegt in völligem Schatten im mittleren Wiesenabschnitt, der Eingang noch dazu verborgen unter einem Grasbüschel


Vielleicht sollte man mal an den Strand fahren!?


Elsa genießt es sehr, daß sie so viel Gesellschaft hat. Der Boden bebt, wenn sie an mir vorbeirast. Am liebsten würde sie nur gemeinsam unterwegs sein, aber ich bin oft nur in der Waagrechten zu finden….


Mittsommer ist schon vorbei, und noch erst einmal haben wir bis zum Dunkel draußen gesessen. Vorher. Zu k.o. bin ich seither von den schlechten Nächten, zu lange dauert es, bis es Abend wird. Gestern abend sollte das anders werden, der Vorsatz war gefaßt, überhaupt erst gegen acht die Grillkohle anzuzünden. Bis wir dann mit essen fertig sind, ist die Sonne hinter der Kuhkoppel versunken, und es wird klamm – eine gute Zeit, ein Feuer zu machen. Es ist ja ein Verbrechen, solche Abende nicht zu nutzen!


Während ich versucht bin, einen Balkenmäher zu kaufen oder doch 2x jährlich zu leihen (Stichwort „Mietgeräteservice“) wächst der Herr F. über sich hinaus. Er, der jetzt seit Wochen klaglos Alles allein macht und – was den Garten angeht – ebenso klaglos meine Anweisungen Vorschläge ausführt, stellt sich mit der Sense hin und schafft es, den ersten Wiesenteil zu sensen – etwas, an dem ich scheitere. Ich kann nur Giersch und Brennesseln sensen.


Freunde bringen „übrige“ Nadelholzstämme. Vorerst geparkt haben sie sie – aber jetzt finde ich, daß das eigentlich richtig gut aussieht, und stehendes Totholz ist ja eh nicht so viel bei uns … ich suche nach einer besseren Ecke, eine Idee hab ich schon. Wenn ich dann erst wieder tragen kann….


Wenn der Wind schwach ist und die Sonne scheint, dann duften die Bienen herrlich! Das Gemisch aus Wachs, Nektar, Propolis und – Biene eben *g* ist ein ganz besonderer Duft. Und nicht nur Biens aromatisieren die Lüfte: weiter hinten schicken die Weiden blumige Geruchswolken los, manchmal auch der Holunder. Zwischendurch immer mal ein Hauch „Draußen-Kuh“. Jeden einzelnen dieser Düfte mag ich sehr, zusammen bilden sie das Geruchsportrait unseres Gartens.

Eine Eule und ein Wickler

14.6. Wieder dachte ich: so auffallend, das wird leicht. Und dann hab ich mir doch einen Wolf gesucht – warum? Weil das Foto in der Insektenbox so aussieht: *klick*

Es ist Diachrysia Chrysitis, die Messing-Eule

Und weil ich nach „grün“ suchte, nicht nach „messingfarben“ … letztlich war aber klar: es MUSSTE ein Eulenfalter sein, also hab ich nochmal hier beim naturspaziergang gesucht und alles näher angeschaut, das recht gerade Farbfelder aufzuweisen hat. Und da las ich dann „messingfarbene bis grüngoldene Bänder“ – Aha!? Die Bildersuche bemüht- und juchu: hier war sie, ganz eindeutig.

Noch dazu las ich bei Wikipedia, daß sie gern an Taubnesseln frißt – und beim ausreißen einiger verblühter Taubnesseln flog die Eule denn auch auf – um sich ruhig wieder in eine weitere, noch stehende zu setzen und sich schön knipsen zu lassen. Wäre sie nicht aufgeflogen, ich hätte sie trotz der glänzenden Flügelfelder niemals gesehen, sie sah aus wie ein Pflanzenteil…..

RAAAAAH – die Fotos sind weg! Und ich hab sie nicht mehr im Foto-Ordner…. 😦 Oh Mann, dabei ist das ein so hübscher, schillernder Falter *jammer*


Und dann ein weiterer Winzling, den ich aber richtig hübsch schnell gefunden habe, erstaunlicherweise, obwohl ich nur dachte „Motte“? Es war aber ein Wickler, ganz ohne deutschen Namen: Eulia ministrana.

Wickler, weil diese Tierchen Blätter zu einer Röhre aufwickeln, in der sie auch überwintern und in der sie sich im April verpuppen. Sie leben von Laubblättern.

Winzling

9.6.: Man kann sie knapp sehen, sie sind unter 5mm groß – aber trotzdem fallen sie auf. Denn diese Winzlinge sind in ihrer Zipfelform trotz ihrer Kleinheit auffallend, und sie winden sich oft auf seltsame Art. „Kurzflügler“ sind es, und tatsächlich Käfer. Schon länger hatte ich mir vorgenommen, mal einen näher zu betrachten, aber nie war es geglückt – und nun kam mir kein schwarzer, sondern ein gestreifter vor die Linse: Allerdings bin ich ganz irritiert gewesen, als ich mir das nächste Foto ansah – hatte ich etwa doch keinen Kurzflügler erwischt? Dieser hat doch lange Flügel, un die Kurzflügler haben auf den Fotos im Netz immer GAR KEINE!?

Aber ein einziges Foto gabs dann doch, auf dem man die Flügel sehen konnte! Ich nehme an, daß sie meist unter den Oberflügeln verborgen sind, aber ich fand dazu nichts geschrieben.

Beim längeren beobachten dieses Tierchens – es ist der Stumpfe Schnellräuber (Tachyporus obtusus) – konnte ich dann auch sehen, was dieses „sich winden“ ist: der Kleine hat sehr ausgiebig seine Flügel geputzt!

Beim Naturspaziergang heißt es:

Der kleine, bunte Tachyporus obtusus lebt meist unter Moospolstern, im Falllaub am Boden aber auch unter loser Borke. Dort macht er Jagd auf noch kleinere Insekten.

 

Allerdings steht auch überall, er erscheine erst im Spätsommer. Auf kerbtier.de im Phänogramm ist er allerdings am häufigsten im Mai zu sehen…. nuja, egal, endlich mal scheint etwas EINDEUTIG, da will ich diese Diskrepanz gern mal übersehen….

Schnellkäfer

Dieser kleine Kerl gehört zu den SCHNELLKÄFERN, die sich blitzschnell aus Rückenlage hochschnellen können.

Ein kleines Tierchern, dieser blutrote Schnellkäfer, Ampedus sanguineus, Waldrandbewohner und Liebhaber von Doldenblütern – was ihn gut in den Garten passen läßt, in dem ich ja seit einigen Jahren gezielt Doldenblüter wie Schafgarbe angepflanzt habe*, aber auch das Kälberrohr oder den Giersch einfach wachsen und blühen lasse – wenns nicht grad in den Beeten ist 😉

Die Larven brauchen Totholzmulm – auch den gibts ja bei uns zu Genüge, und es freut mich, zu sehen, daß das, was ich im Garten tu (oder besser: lasse) Früchte in Form kleiner, vormals mir unbekannter Käfer trägt 🙂

*Schafgarbe ist ein Korb- und kein Doldenblüter, unten in den Kommentaren hat Bibo mich grad drauf hingewiesen, dankeschön!

Feuerkäfer

9.6. Weichkäfer, Schnellkäfer, Feuerkäfer…. rote Käfer in elliptischer Form gibt es viele, offenbar. Aber dieser ist ja nun wirklich ein kleiner Feuermelder 😉

Es ist der scharlachrote Feuerkäfer, (Pyrochroa coccinea). Wenn ich die Fotos auf Wikipedia recht deute, ist es ein Weibchen, was die Form der Fühler erkennen ließe, hätte ich den direkten Vergleich – so bin ich mir nicht ganz sicher. 2-3 Jahre braucht die Larve, unter Totholzrinde, um sich zu entwickeln. Schon wieder so ein Tier, das zeigt, wie wichtig Totholz im Garten ist!!!!

Die Erwachsenen saugen von Mai bis Juni Pflanzensäfte oder Honigtau. Bei uns am liebsten im Giersch.

Hübsches Tierchen. Aber.

Aber es ist die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella). Als ich das mit Hilfe der Insektenbox herausgefunden hatte, hab ich sie dann lieber nach draußen verfrachtet…. *g*

Bestimmt falsch bestimmt….

Seit einiger Zeit breitet sich im Garten ein Gras aus, das mir überhaupt nicht gefallen mag. Es hat sehr dicke Ansätze ganz unten, so daß es sich nach dem mähen unangenehm an den Füßen anfühlt (sogar mit Schuhen) es verdrängt andere, zartere Gräser, und die dicken Triebe legen sich seitlich flach hin, so daß der Mäher sie nicht gut erwischt und es sich schon deshalb gut ausbreiten kann.

Am 13.5. habe ich die ersten Blüten gesehen und mich an der Bestimmung versucht. Dabei bin ich zuerst auf die falsche Spur geraten: es kann eigentlich nur der Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) sein, dachte ich.

Blütenstand

Beim nachlesen über dieses Gras kam mir ein Gedanke: Seit einigen Jahren mähe ich weniger. Der Rasen darf länger stehen, vor allem aber die Wiese wird anders behandelt als zuvor, mit nur einmaligem bis zweimaligem Schnitt. Kann es damit zusammenhängen, daß der Fuchschsschwanz sich so stark ausbreitet? Denn ich lese:

Der Wiesen-Fuchsschwanz ist ein (…) Obergras mit hohem Futterwert (Weidefutter und Heu). (…) Obergräser sind hochwüchsige, an blühenden und auch nichtblühenden Halmtrieben reiche Gräser, die teilweise unter für sie günstigen Verhältnissen die übrigen Wiesenpflanzen unterdrücken sollen. Sie sollen die Masse des Wiesenheus bringen. Diese Gräser eignen sich meist nicht zur dauerhaften Beweidung.

Wikipedia

Aha. Viel beweiden (also auch mähen) mag er nicht, und er soll sogar unterdrücken…. na, toll!

Am Ackerrand wurde gepflügt, Da sieht man gut die unterirdischen Ausläufer 😦

Und dann steht da noch (das habe ich zusammengefaßt und verkürzt):

Der Wiesen-Fuchsschwanz wird von Rostpilzen befallen. Deren auftreten scheint klimatisch bedingt zu sein, kann aber durch die Bewirtschaftung besonders Mulchen beeinflusst werden.

Nun lasse ich ja keinen Grasschnitt mehr liegen (zumindest nicht länger), weil ich ja nicht möchte, daß NOCH mehr Nährstoffe in den Garten kommen, aber Blätter und Co mulchen ja trotzdem. Leider wird aus dem Artikel nicht klar, ob mulchen gut oder schlecht für den Pilz ist…. jedenfalls scheint es dem Wiesen-Fuchsschwanz sehr gut zu gefallen bei mir. Da wird wohl nur „abfinden“ übrigbleiben, schätze ich. Sonst habe ich keine Idee. Vielleicht wird er irgendwann genauso plötzlich wieder weniger wie er jetzt mehr wird 😦

Aber tatsächlich war das die falsche Spur! Denn am 27.5. sah ich plötzlich, daß direkt aus den graugrünen Gräsern „nochmal“ andere Ähren herauskamen, und dann guckte ich NOCH genauer hin und musste feststellen: der Wiesenfuchsschwanz wächst direkt dazwischen, aber der borstige Übeltäter ist anders. Ich suchte und suchte, aber alle ähnlichen Gräser waren dann irgendwie doch nicht ähnlich *gg* Letztlich landete ich beim wolligen Honiggras (Holcus lanatus) Aber so richtig genau so sieht es auch wieder nicht aus….und mit den Bestimmungsmerkmalen komme ich nicht klar. Wir haben dann mal plantnet befragt, die Pflanzenbestimmungs-App. Die gab als allerersten Vorschlag tatasächlich das wollige Honiggras heraus, und die Fotos, die man dort sah, ließen mich glauben, daß ich nun vielleicht doch weiß, wer das fiese Gras ist. Immerhin wäre es dann eines OHNE Ausläufer. Ist ja auch schon was.

Oder es ist doch was anderes. Ich weiß es doch auch nicht…. *seufz*

Das mit den Gräsern scheint mir ähnlich schwierig wie die Sache mit den Wildbienen oder den Pilzen oder…. *gg*

Auch schön: letztens sah ich erstmals im Garten eine strahlend hellblaue, kleine Libelle. Ui, schön, dachte ich, das wird leicht werden 🙂

Weit gefehlt…. nur mal so als ein einziges Beispiel ein Zitat aus einer Libellen – Seite

Eventuell gehören Sie ja zu denjenigen, welche bereits bei mir nachgefragt oder in anderen Foren ein Foto einer Gemeinen Becherjungfer hoch geladen haben, um die Art bestimmen zu lassen. Als Antwort kommen dann Sätze wie: aufgrund der fehlenden „Coenagrion-Naht“ und den relativ weit voneinander getrennten Humeral- und Antehumeralstreifen handelt es sich um die Gemeine Becherjungfer. In der Regel bedanken Sie sich für die korrekte Bestimmung, haben aber gar nicht verstanden um welche Merkmale es denn nun eigentlich geht und stellen ein paar Tage später erneut ein Foto einer Becherjungfer ein.

Wenn Sie diesen Artikel lesen und sich die Grafik genau ansehen, werden Sie in der Lage sein, die Frage „Becherjungfer oder Azurjungfer?“ zu beantworten. Falls nicht, freue ich mich über jeden Hinweis, an welcher Stelle ich nachbessern sollte.

(libellenwissen.de)

Die Grafik ist eine wirklich tolle* – aber soll ich dann als Nachbesserungswunsch schreiben „aber bitte, wie kann ich die denn unterscheiden, wenn ich gar nicht nah genug rankomme, um zu sehen, ob diese winzigen Tierchen überhaupt irgendeine Naht haben“? 🙂

Tja…. So viel zum Thema „Banause im Garten“ *g*


*bitte verstehe mich Niemand falsch – ich finde die WIRKLICH toll, und ich amüsiere mich hier über meine eigene hoffnungsfrohe und ziemlich naive Zuversicht, nicht über den Libellenfachmann, der sich solche Mühe mit seiner schönen Seite gibt!!!!!

Grünrüssler

20.Mai: Ich glaube, RÜSSELKÄFER kennen dann doch alle, zumindest als Begriff. Oder?

Aber daß es eine ganze, sogar große Untergruppe namens GRÜNRÜSSLER (Phyllobius) gibt – das war zumindest mir neu. Einen von diesen Tierchen habe ich im Garten entdeckt, ein winziger Kerl, dessen auffälligen Rüssel ich wie auch die Zacken an den Beinen erst auf dem Foto gesehen habe – aufgefallen ist er durch sein schillern. Wenn man ein Foto genauer anschaut sieht es aus, als hätte er lange, grüngolden schillernde Haare 🙂

Welcher Grünrüssler hier sitzt konnte ich nicht herausfinden. Kerbtier.de meint denn auch „Fotobestimmung nicht möglich“, okay……

Noch ein Marienkäfer! Und El Mauski ist mein Held😃

Hier ist die sechste Marienkäfer-Art in meinem Garten 🙂 Dabei gibt es immer nur sehr wenige Marienkäfer zu sehen; ich erinnere mich an frühere Jahre (meiner Kindheit), in denen rote, schwarzgepunktete so zahlreich waren, daß eigentlich überall, wo man hinschaute, der Blick auf einen der kleinen Glücksbringerchen fiel. Liegt es an meinem Garten, an Schleswig-Holstein oder sind diese Zeiten ganz allgemein mit Glyphosat, industrieller Langwirtschaft und Insektiziden vorbei? Ich weiß es nicht. Dies jedenfalls ist der Vierzehnpunkt, Propylea quatuordecimpunctata

… und sitzt auf der 1. aufgeblühten Margerite 🙂

Dafür, daß er so klein ist, ist er ganz schön gefräßig: Bei Nahrungsüberschuß kann eine Larve pro Tag 20 Blattläuse fressen, ein erwachsener Käfer sogar 55!


Highlight des gestrigen Tages: ich will mit Elsa raus, öffne die Tür zum Garten und locke sie. Sie steht im Wiga, da kommt El Mauski rein.
Elsa duckt sich und faucht – und Mauski? Latscht ganz in Ruhe mit kurzem Seitenblick an ihr vorbei, ab in die Küche! 😃

Cooler Typ, der!!!!!


P.S. Noch ist nichts zu sehen vom „neuen, verbesserten“ Editor…

Eine Bildergeschichte

Finde die Katze

Krrrrr – da isse, da isse, da isse krrrrrrrr

Ach, da isse ja!

Ja, aber warum schimpfst Du denn so, kleiner Zaunkönig?

Oh, was ist das?

Ohwei – koooooomm, schnell, koooommmmm, Mauski!!!

P.S. auch Elsa ist nicht wirklich beliebt – die Zaunkönigbilder sind beim spazierengehn im Garten mit ihr entstanden! Der kleine Kerl läßt sie nicht aus den Augen, schimpft furchtbar – und kommt mir dabei noch viel näher als hier. Aber ist trotzdem sauschwierig zu knipsen… Es muß mindestens zwei Paare im Garten geben, den einen hier im Hof, wo El Mauski nah beim Nest herumturnt – und den Wüterich im Garten. Der begleitet uns von Frühstücksplatz bis zum blauen Vogelhäuschen, ich geh davon aus, daß sein Nest irgendwo im Gestrüpp der Totholzhecke sitzt, mag aber nicht genauer suchen.

Trockenrasen…

… haben wir zwar nicht, aber der Trockenrasenmarienkäfer lebt trotzdem hier 🙂

Besondere Kennzeichen: er ist bloß 3-4mm groß, und die hintersten Flecken sind nierenförmig. Obwohl er so winzig ist, ernährt er sich doch von Blattläusen! Und so klein das Tierchen ist, so groß (bzw lang) ist sein lateinischer Name: Coccinula quatuordecimpustulata. Denn sein anderer Name ist: Vierzehnfleck

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Blauer Erlenblattkäfer (?)

Also, das war jetzt wieder so garnicht eindeutig, obwohl das Tierchen so markant aussieht…. wir sind uns wohl einig, daß es ein Blattkäfer ist, und nach Betrachtung von gefühlten zweiundsiebzig Seiten, Arten und Beschreibungen sowie Abgleich auf kerbtier.de schätze ich, richtig zu liegen….

Und ja, es ist DERSELBE Käfer… obwohl er auf dem 2. Foto so völlig anders aussieht! Was Perspektive und Licht ausmachen! Ohne das 1. Foto hätte ich den nie gefunden, aber das 2. war wg. Beinfarbe und Fühlern auch wichtig.

Agelastica arni ist ein häufiger Erlenblätterfresser … und Erlen gibts hier ja auch. Nicht mehr so viele wie zuvor, nach des Mieters Kahlschlag, aber es gibt sie 😉