Seltene Schönheit

31. Mai: diese Iris ist noch vom Vorbesitzer im Garten, und sie blüht nur alle drei, vier Jahre mal. Wunderschön finde ich jedes Mal wieder das tiefdunkle und samtige Lila der herunterhängenden Blätter!

P.S. heute: leider ist die Blüte sehr verregnet …. schade! Überhaupt lässt das Urlaubswetter bislang schwer zu wünschen übrig, WENN mal die Sonne rauskommt, dann wenige Minuten lang, meist fieselt es aus 100% Luftfeuchte bei inzwischen immerhin auch mal 18, 19° feucht heraus. Gestern haben wir trotzdem noch allerhand erledigt: alle Dachrinnen sind sauber, die Auffahrt ist gemäht, Honig geerntet, de ole Lüüd mal wieder besucht, und dann hat mich doch tatsächlich – Premiere! – eine Hummel gestochen! Ich habe abgeblühte Storchenschnäbel gerupft, und sie hat sich wohl vor der Feuchte unter einem Blatt verborgen … na, wir haben es beide überlebt, aber mein Unterarm ist heute trotz sofort eingeschmissenem Antihistamin heiß und dick. Obwohl sie mich nichtmal richtig erwischt hat. Tja.

Heute wollen wir endlich mal nach Eckernförde, nachdem der Kringelchen-Honig bereits durchgelaufen ist und seine „Hinterlassenschaften“ gesäubert. Anja hat ihren Frei-Handel endlich eröffnen können, und wir wollen gucken – und natürlich einkaufen. Eine lange Liste hab ich, jetzt heißt es: Gefäße zusammensuchen und los 🙂

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Fast ein Jahr später…

… ist das Hofbeet ein Traum in gelb:

Am 22.6. letztes Jahr:

Ich hab das Beet neugemacht, weil die Randsteine schon versunken waren und außer Vogelmiere und Frauenmantel nix mehr da war (wie man sieht: ent-vogelmiert ist aber erst die linke Seite. Immer gemach….

Na, den Rest hatte ich dann auch noch gemacht. Und einen Wiesenknopf, eine Knoblauchsrauke und eine nesselblättrige Glockenblume eingesetzt. Sieht man alle im linken Teil, auch die Japananemone, die vorn von allein ausgetrieben hat. Momentan sieht man von all dem nichts. Später dann, wenn es verblüht ist, das Schöllkraut – denn das ist, was da so strahlt – viel schöner übrigens als die Fotos vermitteln können!

Schöllkraut blüht auf der Hofseite des Grundstücks schon seit ich hier wohne – aber bis letztes Jahr habe ich’s wenig beachtet (es waren auch immer nur einzelne Pflanzen, weil dort wenig offener Boden ist, wo es zum keimen kommen könnte) – und einfach vermutet, da seien bei den Erntefahrten Rapskörner verloren gegangen und hätten sich ausgesät. Dabei hat das Schöllkraut völlig andere Blätter, und auch die Farbe und die Gestalt stimmen nicht wirklich. Nuja, wenig beachtet halt….. dann hat mir ein Beitrag auf einem anderen Blog die Augen geöffnet, und jetzt sagt das Schöllkraut ganz offensichtlich erfreut: „Hej, wenn Du mich jetzt also endlich wahrnimmst, dann zeige ich Dir mal, was ich kann!!“ 😉

Ja, liebes, ignoriertes Schöllkraut – derzeit freue ich mich täglich an Deinem Anblick!!!


Was mich weniger freut: über Nacht ist das Halsgekratze zu einem veritablen „krank“ geworden. Hals schmerzhaft geschwollen, Ohren schmerzen, zeitweise so dicker Kehlkopf, daß es auf die Atemwege geht, Brust eng, fühle mich leicht fiebrig…. kann nur hoffen, daß das genauso schnell geht wie es gekommen ist! Und das bei DEM Wetter – draußen ist es jetzt, um viertel nach sieben, schon wie im Treibhaus: nachts hats gewittert, und jetzt Hitze dazu….. nuja, et is wie et is. Je nachdem, wie et in zwei Stunden is, wenn er öffnet, ziehe ich meinen für morgen wegen des Fußes geplanten Arztbesuch vor.

 

Der „Pilz des Jahres“ 2017 – auch im Fjonk’schen Garten!!

Beim Totholzmauer-abbauen sah ich diesen erstmal recht unscheinbar wirkenden Holunderast

Aber was ist da dran?????

Kurze Suche im Netz ergab:

es ist das Judasohr,

Auricularia auricula-judae

ein häufiger Pilz, der sich gerne am Holunder aufhält und deshalb sogar auch „Holunderpilz“ genannt wird. Sieht witzig aus, gell?

Was ich da so genau fotografiert habe ist allerdings die Unterseite. Das wusste ich nicht, weil mir der Ast erst aufgefallen ist, als er schon am Boden lag. Die Oberseite sieht unscheinbar-glatt hutartig aus, man sieht es im verlinkten Beitrag.

Et jibt nix, wat et nit jibt

Was es zu meiner Überraschung offenbar auch gibt: den

WELTSPATZENTAG

Und der ist heute!

Warum?

Weil es immer weniger von den frechen Viechern gibt, so daß sie sogar auf der roten Vorwarnliste stehen.

Und warum das?

„Problematisch ist zum einen die Sanierung von Gebäudefassaden, zum anderen aber auch der Wohnungsneubau, der mit Flächenverdichtung und –verlusten einhergeht“, erläutert Anja Sorges, Geschäftsführerin und Pressereferentin vom NABU Landesverband Berlin. Wo Brutraum an Gebäuden fehlt oder die Sperlinge kein Nistmaterial mehr auf den großen Freiflächen finden oder ihre natürliche Nahrung aus Grassamen und Insekten knapp wird, fühlt sich auch der robusteste Haussperling auf Dauer nicht wohl.

(Zitat von berlin.nabu.de)

Also, laßt sie uns feiern, die kleinen Tschilper, die in Horden den Garten der Villa Fjonka bevölkern, die hier schon seit 14 Tagen eifrig an ihren Nestern bauen und dazu harte Arbeit leisten, um Pflanzenfasern und kleine Wurzeln aus dem Boden zu lösen und alte Staudenstengel abzubrechen! (Letzteres habe ich, die ich ja in diesem Jahr im Staudengarten so viele Staudenstengel wie möglich beim laubrechen stehen lassen habe, schon mehrfach beobachten können: da setzt sich so ein frecher Spatz auf den Stengel und arbeitet und zieht und flattert – bis das dünnere Ende abgeht, und er damit triumphierend abzieht)

Aber bitte – nicht nur feiern! Auch selbst dafür sorgen, daß sie wieder überall zahlreich tschilpen und hopsen, flattern und sandbaden und …………

Aber wie?

Nisthilfen schaffen ist eine Möglichkeit – zum Beispiel durch Spatzenhäuser an der Wand oder, viel, viel besser: durch Anlage von Hecken, durch stehenlassen alten Efeus (oder wilden Weins, bei uns wohnen sie da drin) an Hauswänden – denn im Gegensatz zu Nistkästen bieten die Kletterpflanzen nicht nur Nistplätze, sondern auch gleich Nahrung. Und da ist auch gleich die umfassendere Möglichkeit, den Spatzen zu helfen: dadurch, daß Ihr Euren Garten oder Balkon so naturnah wie möglich anlegt. Und, wenn Ihr dazu mutig genug seid: Euch bei Euch zuhause dafür einsetzt, daß das auch Eure Gemeinde, Eure Nachbarn, Eure Freunde, Eure Stadt endlich lernen 🙂

 

Außerdem…. (Buche, die 2.)

Außerdem bin ich auf wunderbare Web-Naturgartenbücher gestoßen

In einem davon gibt es zwei Seiten darüber, was so eine alte Buche alles kann

  • etwa 600.000 Blätter hat sie im Alter von 100 Jahren. Die bilden eine Fläche von 1200qm (so viel wie unser ganzes Grundstück!)
  • 18kg CO2 verarbeitet sie an einem Sonnentag, den durchschnittlichen CO2-Abfall von zweieinhalb Einfamilienhäusern.
  • Dabei entstehen täglich 13kg Sauerstoff, das ist der Bedarf von etwa 10 Menschen
  • 400 Liter Wasser verbraucht und verdunstet sie täglich (da fragt man sich schon, wie das letzte Jahr überlebbar war)

Unsere Buchen sind so um die 80-90 Jahre alt. Die Zahlen betreffen alle eine Buche, im Garten stehen zehn. Und Erlen, Linden, eine Eiche sowie massig Büsche.

Wir mussten bisher zwei Buchen fällen lassen, einmal die, die den Brandkrustenpilz hatte und Jahre zuvor eine, die gefährlich wurde, weil sie einen Druckzwiesel ausgebildet hatte. Wer dran denkt, einen alten Baum zu fällen – oder auch zu kappen (gerade für Buchen, Eichen, Birken, die das nicht abkönnen, ein Tod auf Raten) der lese mal dies, obwohl es eine 200jährige Eiche, keine 100jährige Buche beschreibt:

  • es bräuchte etwa zweitausend junge Setzlinge (Kronenvolumen 1cbm – ein Würfel von 1m Kantenlänge), um Sauerstoffproduktion, Filterwirkung etc des einen alten Baums zu ersetzen
  • 240.000 Euro würde das kosten
  • und wäre keine Hilfe für zb Totholzkäfer und andere auf alte Bäume angewiesene Tiere
  • auch Vögel, ganz besonders Höhlenbrüter müssen 20-30 Generationen warten, bis sie in den Ersatzbäumchen wieder eine Heimat finden können
  • und nicht zuletzt hätte eine 200jährige Eiche noch weitere Hunderte Jahre leben können!!!

In dem oben verlinkten Buch gibt es noch mehr dazu.

Ich würde mir sehr wünschen, daß all die, die um diese Jahreszeit uralte Bäume fällen oder kappen – und auch nicht gar so alte oder alte, die nicht so groß werden wie zB Obstbäume – sich solche Fakten einmal bewußt vor Augen führen, und einmal mehr überlegen, bevor sie die Kettensäge ansetzen!

Für mich ist es so: Auch wenn ich oft genervt bin von dem vielen Schatten, den wir im Garten habe, auch wenn ich in Sorge bin, daß einmal einer der regelmäßig fallenden toten Äste auf ein parkendes Auto oder, schlimmer, Jemandem auf den Kopf fällt, auch wenn ich bei Sturm oft ängstlich hoffe, am nächsten Tag noch ein heiles Dach über dem Kopf zu haben – das isses wert!!!!!!

Und es ist auch wert, die EinaB zu bereichern, finde ich, bei der solche Themaen mir manchmal ein wenig zu kurz kommen, bei der es aber neben (für meine Begriffe ZU) vielen Nähanleitungen und Rezepten immer wieder tolle und nützliche Denkanregungen zu lesen gibt

 

Leben – nicht kleinzukriegen!

Die Buche, die vor nun auch schon fünf Jahren gefällt werden musste – sie lebt! Im vorletzten Jahr kam der erste kleine Zweig aus dem Stumpf.

Und auch der Pilz lebt – das allerdings ist nicht weiter verwunderlich, da er ja eh im Baum und in der Erde, im Wurzelgeflecht, lebt. Ich hoffe, daß er, solange er im Stumpf genug zu „essen“ findet, nicht so agressiv an die Nachbarbäume herangeht.

Da, das schwarze, blubbrig aussehende. Das isser!

Zur Erinnerung:

die schräg ins Bild hängende Doppelbuche ist die, die es jetzt nur noch als breiten Stumpf gibt

Ein riesiger Stubben ist übrig von dem großen Baum

Irgendwie empfinde ich den Lebensmut, mit dem dieser Restbaum wieder austreibt wie einen ständigen Pieker: „Sieh nur! Das hast DU mir angetan!“ Aber die Gefahr, daß der große Baum uns beim nächsten Sturm aufs Dach stürzen würde, war einfach zu groß.

 

 

Goldgelber Zitterling

Da ist es wieder, das, was ich so liebe: die wunderbare Namensgebung bei manchen Pflanzen und vielen Pilzen!

Dieser Pilz hier, der ist hat den wunderschönen Namen „goldgelber Zitterling“. Den muß man sich mal richtig auf der Zunge zergehen lassen!

Goldgelber Zitterling

Goldgelber Zitterling

Hach!!! 😉

Man kann dem Pilz auch gleich ansehen, wieso er so heißt. Tolle, leuchtend-warme Farbe, und die Konsistenz ist halt durchaus etwas zittrig…. allerdings wären auch Hirniger Goldwabbler oder Goldgelbes Gelgehirn gute Namen gewesen,Goldiger Wabbelhirnling oder …. ach, was weiß ich???? *gg*

der Herr F. hat ihn gefunden, sowohl im Garten als dann auch später im Netz. Er ist ein Schmarotzerpilz, der zum Leben an Zystidenrindenpilzen an dünnen Zweigen/ Ästen von Laubbäumen parasitiert – was bedeutet, daß ich für meine Liste gleich ZWEI neue Sorten von Pilzen bekommen habe, und das mitten im Winter 🙂

Blütezeit? Jetzt!!

Es ist keine einheimische Pflanze. Aber es blüht JETZT! Und es blüht hübsch!! Und es duftet noch dazu (wobei es derart stark riecht, daß „Duft“ eigentlich schon wieder das falsche Wort ist…. es sei denn, man mag’s wie Oma in den 60ern *g* Stechend-parfümig)

Ja, aber was ist es denn nun???

Es ist ein Wintergeißblatt, Lonicera purpursii.

Wir haben zwei davon, gepflanzt damals, nachdem Christian uns den Garten verwüstet hatte.

Als Teil eines Gebüschs, für das wir uns tierfreundliche Pflanzen ausgesucht hatten. Solche, die Nektar und/ oder Pollen bieten zu Zeiten, in denen es sonst wenig gibt.

„Und wer braucht JETZT Nektar oder Pollen?“ fragt Ihr Euch wahrscheinlich grad.
Niemand. Alle sind in Winterruhe, die was brauchen könnten. Aber das Wintergeißblatt blüht auch im Januar und Februar noch, wenn erste adult überwinternde Insekten an schönen Tagen mal aus ihren Verstecken herausgucken und nach einem stärkenden Schlückchen suchen. Und die Blüten werden später zu Früchten, die viele Vögel mögen.

Also: zwar nicht ganz im Sinne der mir damals noch nicht bekannten Naturgarten-Idee, aber doch im Sinne meiner damaligen persönlichen Garten-Idee: ein möglichst großes Angebot für die Tiere.
Heute wäre mir lieber, ich hätte zwei Faulbäume gepflanzt, oder zwei Mispeln, oder…. aber: ich freue mich an den frühen und hübschen Blüten und denke mir: frau lernt nie aus.

Das hier links büht noch nicht ganz, aber bald schon – die Knospen sind schon dick … und es ist einheimisch, es ist die stinkende Nieswurz. In unserem Garten wohnt sie schon länger als ich. Mal blühen viele mit großen, aber immer unscheinbar-grün-nickenden Blüten, mal nur eine. Mal gibt es Sämlinge noch und nöcher …. Bisher aber gab es immer mindestens ein kleines Nieswürzchen irgendwo, das wacker sagte: „doch, es gibt uns noch, und nächstes Jahr blühe ich dann auch und sorge dafür, daß wir bleiben!“ Wer mit dafür sorgt, sind Ameisen. Sie finden nämlich an den Samen nahrhafte Ölkörperchen. Die Ameisen nehmen die Samen deshalb mit in den Bau, wo sie in Ruhe das nahrhafte vom nutzlosen trennen können. Der nutzlose Müll, das sind die Samen, wird wieder nach draußen gebracht und dort entsorgt. Eine Win-win-Situation für Ameise und Saat: die eine wird satt, die andere kommt an neue Standorte.

And now something completely different:

Erstmals konnte unser Kater gestern fünf Stunden am Stück schlafen, bevor er wieder pinkeln musste. Meist liegt er 2-3 Stunden, immerhin. Trotzdem ists großer Mist, denn er frißt nur wenig: gestern etwa 3/4 des Morgenmahls über den ganzen Tag verteilt. Die Tabletten mussten wir ihm mit der Hand ins Mäulchen stopfen, Schmerzmittel ist ganz ausgefallen. Heute morgen hatte er dann den Rest vertilgt, insgesamt also immerhin die Hälfte dessen, was er eigentlich bräuchte. Zusätzlich ein Würstchen Hefe-Vitaminpaste. Und will morgens wieder absolut nichts fressen.

Wir gehen davon aus, daß ihm von den Antibiotika schlecht ist, denn er hat auch Durchfall, und die letzten beiden Male hatte er auch mit Appetitmangel und Durchfall zu tun, nur nicht so arg. Werde bald mit der TÄ telefonieren, ich mache mir große Sorgen. Die Sprechstundenhilfe dort meinte auch: nicht gut. Sie gibt der TÄ bescheid, die grad auf Hausbesuchen unterwegs ist und zurückrufen wird.

Hilfe gesucht!!!!

Diese Pflanze sät sich seit Jahren bei uns aus, ist beliebt bei Insekten und durchaus sehr hübsch – aber sie läßt sich von mir in den Bestimmungshilfen einfach nicht finden!
Kann Jemand helfen und mir sagen, wer sich da bei uns so wohl fühlt? 🙂 Die nesselartigen Blätter im Bild „Blütenstand“ sollten dabei bitte nicht irritieren – da hat sich die Pflanze in eine Braunwurz reingelegt, sozusagen. Die schmalen Blätter im Bild davor gehören zur Gesuchten.

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Pflanzen im Fjonk’schen Garten

Hier ist alles aufgelistet, was auf unserem Grundstück wächst und für mich bestimmbar ist. Ich ergänze laufend. (sicher einheimische Arten sind kursiv gedruckt)

BÄUME

  1. Birke
  2. Buche
  3. Eiche
  4. Erle
  5. Linde
  6. Mirabelle, 2 Sorten
  7. Sauerkirsche, 2 Sorten
  8. Trompetenbaum
  9. Walnuß
  10. Weide: Sal-,
  11. Purpur-
  12. Silber(?)-
  13. sowie 2 Sorten, von denen ich nicht weiß, welche es sind

BÜSCHE/ HECKEN

  1. Ahorn (Hecke)
  2. Brombeere (wird nur hinterm Knick geduldet, ist aber immer wieder auch im Garten…)
  3. Buchsbaum
  4. Deutzie, rauhblättrige (Deutzia scabra)
  5. Efeu, Buschform
  6. Felsenbirne, Kupfer-
  7. Flieder
  8. Forsythie
  9. Gelber Blasenstrauch
  10. Hartriegel
  11. Hasel
  12. Himbeere
  13. Holunder
  14. Johannisbeere; rote-,
  15. schwarze-,
  16. Kornelkirsche
  17. Krete
  18. Lonicera purpusii (Geißblatt, Buschform)
  19. Perückenstrauch
  20. Pfaffenhütchen
  21. Rose, 5 Sorten
  22. Scheinquitte
  23. Schneeball, runzelblättriger
  24. Schneebeere
  25. Schneeforsythie
  26. Spiere: Kolben-
  27. Schnee- (Braut-)
  28. Stachelbeere; grüne-,
  29. Josta(?)
  30. Traubenkirsche
  31. Weißdorn

MEHRJÄHRIGE

  1. Akelei
  2. Ampfer: krauser
  3. stumpfblättriger-
  4. Wiesensauer-
  5. Astern, mehrere Sorten
  6. Baldrian
  7. Beinwell, echter-
  8. Kaukasus- (Symphytum grandiflorum)
  9. Bergflockenblume
  10. Blutweiderich
  11. Brandkraut (Bommelblume)
  12. Braunwurz, knotige
  13. Breitwegerich
  14. Brennessel
  15. Christrose, 2 Sorten
  16. Ehrenpreis: Persischer-,
  17. Stauden-
  18. Eisenhut, 2 Sorten
  19. Elfenblume, zwei Sorten
  20. Ellenrispe (Schein-Alraune)
  21. Eselsohr (ich glaube, das ist der wollige Ziest!?)
  22. Farn: Hirschzungen-,
  23. Straußen– (der „Farn des Grauens“)
  24. Wurm (oder Wald-Frauen-?)
  25. Felberich,
  26. auch Gold-
  27. Fingerkraut, kriechendes
  28. Ferkelkraut, gemeines X
  29. Fetthenne,
  30. auch 2 Zuchtsorten
  31. Gänseblümchen
  32. Gamander, Garten-
  33. Salbei-
  34. Gedenkemein (Omphalodes verna)
  35. Giersch. (*seufz*)
  36. Glockenblume: pfirsichblättrige,
  37. nesselblättrige,
  38. eine mit herzförmigen Blättern und Rhizomen, die nur alle paar Jahre blüht
  39. und eine winzige, aber nicht die Zwerg-
  40. Goldmohn
  41. Günsel, kriechender
  42. Gundermann
  43. Goldrute (hoffentlich seit 2018 nur noch die heimische…)
  44. Gräser Glatthafer(?)
  45. Quecke 😦
  46. Wiesen-Rispen-(?)
  47. Knäuel-(?)
  48. Hahnenfuß, scharfer-  (Butterblume),
  49. kriechender-
  50. Helmkraut, hohes
  51. Hornveilchen (seit Jahren nicht mehr, wahrscheinlich zu wenig offener Boden)
  52. Iris, 4 Sorten
  53. Kälberkropf, (Taumel-?)
  54. Karde,schlitzblättrige- (Dipsacus laciniatus)
  55. -, wilde (Dipsacus fullonum)
  56. Klee: Horn-,
  57. Rot-
  58. Schnecken- (Zwerg-?)
  59. Weiß-
  60. Knöterich: Kerzen-
  61. Schlangen- („Pfeifenreiniger“)
  62. Schnecken-
  63. Labkraut, weißes-,
  64. Kletten-
  65. Lavendel
  66. Leberblümchen
  67. Leinkraut
  68. Lenzrose
  69. Lichtnelke, rote
  70. Löwenzahn
  71. Lungenkraut, geflecktes
  72. Margerite: Wiesen-,
  73. Stauden-
  74. Mauerpfeffer, weißer –
  75. Minze, 3 Sorten
  76. Mutterkraut
  77. Mutter-Malcha-Blume
  78. Nelkenwurz: Bach-
  79. echte-
  80. Ochsenzunge, ausdauernde (Pentaglottis sempervirens) Das mit dem „heimisch“ ist etwas zweifelhaft, bei Wikipedia steht sie aber als an wenigen Orten S-Hs wild vorkommend
  81. Oregano
  82. Phlox
  83. Porzellanblümchen
  84. Primula elatio (Waldprimel)
  85. und 4 andere Primelsorten
  86. Rainfarn
  87. Rhabarber
  88. Sauerklee, europäischer-
  89. Wald-
  90. Erdbeere, Schein-,
  91. Wald-
  92. Schlangenkopf
  93. Seifenkraut
  94. Sigmarswurz
  95. Silber-Goldnessel (leider. Wird versucht zu entfernen, weil invasiver Neophyt)
  96. Skaniose, gelbe (Scabiosa ochroleuca)
  97. Stauden-Mohn
  98. Stendelwurz, entferntblättrige (letzte Blüte 2016, kommt aber eh nur alle paar Jahre, mal sehen….)
  99. Sternmiere, große
  100. Stinkende Nieswurz
  101. Stockrose
  102. Storchschnabel, Geum, 14 Sorten. U.a. Brauner-,
  103. blutroter-(sanguineum)
  104. glattfrüchtiger- (aequale) (oder weicher-, molle??)
  105. stinkender-(robertianum), Ruprechtskraut
  106. Wiesen-(pratense)
  107. Taubenkropf-Leimkraut (Knirrkohl)
  108. Taubnessel, weiße-,
  109. rote-,(Lamium purpureum)
  110. gefleckte-
  111. gelbe
  112. Thymian, 2 Sorten
  113. Türkenbund, gelber
  114. Veilchen (welches???)
  115. Veronika, 3 Sorten
  116. Wald-Geißbart
  117. Walderdbeere
  118. Waldmeister
  119. Wald-Ziest
  120. Wasserdost
  121. Weidenröschen, zottiges-
  122. schmalblättriges-
  123. Wiesenraute, akeleiblättrige-
  124. gelbe-
  125. kleine-
  126. Zimbelkraut

EIN-BIS ZWEIJÄHRIGE

  1. Ackergauchheil
  2. Ackerstiefmütterchen
  3. Distel, Acker-Kratz-
  4. Rauhe Gänse-
  5. Fingerhut (in manchen Jahren)
  6. Hirtentäschel, gewöhnliches
  7. Hohlzahn, gemeiner
  8. Königskerze, wollige
  9. Kornblume
  10. Labkraut, Kletten- (*seufz*)
  11. Mohn, Klatsch-
  12. Schlaf-
  13. türkischer-
  14. Wald-Schein- (übrigens ein Mehrjähriger)
  15. Nachtkerze
  16. Rainkohl, gewöhnlicher
  17. Schöllkraut, Chelidonium majus
  18. Silberblatt
  19. Sonnenwend-Wolfsmilch
  20. Spörgel, Spergula arvensis
  21. Vergißmeinnicht (Mysotis. Welches???)
  22. Vogel-Knöterich
  23. Wiesen-Bocksbart (2jährig)
  24. Wiesenkerbel
  25. Wilde Möhre (2jährig)

KNOLLEN und ZWIEBELN

  1. Aronstab, gefleckter – (Arum maculatum)
  2. geaderter (Arum italicum)
  3. Buschwindröschen
  4. Bärlauch
  5. Hasenglöckchen
  6. Krokus, mehrere Sorten
  7. Kugellauch
  8. Leberblümchen
  9. Lerchensporn, gefingerter-
  10. hohler-
  11. Märzenbecher
  12. Milchstern
  13. Montbretie, 2 Sorten
  14. Osterglocke, mehrere Sorten
  15. Schachbrettblume
  16. Scharbockskraut
  17. Schneeglöckchen, Elwes- (Galanthus elwesii)
  18. kleines – (Galanthus nivalis)
  19. gefülltes – (Galanthus nivalis ‚Flore pleno‘)
  20. Schneeglanz
  21. Scylla
  22. Strahlenanemone
  23. Traubenhyanzinthe
  24. Türkenbund
  25. Tulpe, 3 Sorten
  26. Wald-Goldstern
  27. Winterling

KLIMMENDE

  1. Clematis
  2. Efeu
  3. Geißblatt, 3 Sorten
  4. Hortensie
  5. Wilder Wein, selbstklimmender
  6. und rankender

SONSTIGE

  1. Froschkraut, schwimmendes (Wasser) rote Liste!!
  2. Krebsschere (Wasser) rote Liste!!
  3. Moose, mindestens mal 4 für mich deutlich auseinanderhaltbare Arten
  4. Sumpfcalla (Drachenwurz, Wasser)
  5. Tannenwedel (Wasser)

PILZE (Ja, eigentlich nicht wirklich Pflanzen. Aber Tiere ja irgendwie erst recht nicht….)

  1. Birkenpilz
  2. Brandkrustenpilz (hoffentlich nicht mehr….)
  3. Champignon, brauner Kultur-
  4. weißer-
  5. Hallimasch
  6. Judasohr
  7. Täubling
  8. Zitterling, goldgelber
  9. Zystidenrindenpilz (welcher???)

Und, EINZIG:

  1. der zweigstielige Herrling

Blütezeit

Seit Wochen staune ich, denn sehr viele Pflanzen, die sonst nur einmal blühen, setzen eine zweite Blüte an und ziehen die auch durch. Da wären, nur mal als Beispiele, die mir ad hoc einfallen: Schöllkraut, Goldmohn, Glockenblume, Löwenzahn, Odermennig, Taubnessel, Scheinerdbeere und diverse Storchschnabelsorten (es gibt einige, bei denen eine kleine Zweitblüte normal ist, in diesem Jahr aber sind es andere)

Aber am wundersamsten aber ist die Schlüsselblume, die der GrafOlaf mir mitten in der Dürreperiode mitgebracht hat. Bis es wieder regnete, blieb sie im Pott und wurde gegossen, dann hab ich sie und ihre Schwestern ausgepflanzt – und jetzt:

Erste zaghafte Spuren des kommenden Herbstes lassen sich aber jetzt doch finden, wenn auch erst seit zwei, drei Tagen.

 

 

Erntezeit …

Gestern, neben dem Kompost:

braune Champignons!!!

zwei haben wir zum Kaffee verspeist. die unteren Reste wieder in den Boden getan. Eh habe ich sie abgedreht, wie sich das bei Pilzen so gehört. Und: da kommt noch was nach!

Müssen wohl Reste vom letzten jahr auf fruchtbaren Boden gefallen sein 🙂

Die Braunwurz ist echt der Hit!

Weil, jetzt hab ich auch noch eine Braunwurz- Blattwespe im Garten entdeckt, eine Blattwespenart, deren Raupen sich, wie auch die des Braunwurzmönches, von der Braunwurz ernähren, dieser unscheinbaren Blume, die sich vor Jahren selbst hier angesät hat, an deren Blüten unzählige Insekten schlürfen und die also auch noch Nahrungsexperten ernährt!P1020934

 

Seltsamerweise mögen beide Raupen (bzw sagt man bei Wespen wohl „Larven“) auch die Königskerzen. Aber die gibt es im Garten bei mir ja leider nicht mehr. Allerdings habe ich letzte Woche auf der umgegrabenen Fläche vor der neuen Totholzmauer außer einem blühenden Ackergauchheil

auch ein paar Blattrosetten entdeckt, die verdächtig danach aussehen, als ob es im nächsten Jahr doch mal wieder blühende wollige Königskerzen geben soll. Was so im Boden schlummert…. Abwarten 🙂 Dort kommt noch mehr, das ich lang nicht mehr sah: ein (ein!) Ackerstiefmütterchen und Kratzdistelrosetten. Brennesseln zupfe ich aus, Gras, Fingerkraut und Hahnenfuß auch, ansonsten darf vorerst wachsen, was meint wachsen zu wollen.

 

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

Wo mer widder Sommer hann…..

Großartig ist das: nach 14 Tagen „kalt“ ist der Sommer zurück! Ein echtes Sommermärchen – ich brauche dazu absolut keinen Fußball! Ist ja auch eh durch, der Fußball hier bei „uns“ – wenn ich das 1. Mal „public viewen“ gehe (weil ich mit 2-4 Stunden Wartezeit meine neuen Brillengläser eingebaut bekommen sollte, das paate ideal!), dann scheiden „wir“ gleich mal aus – ich muß sagen, das hat mir Spaß gemacht! Also, das public viewen, mit all den heftigen Reaktionen ringsum – nicht das ausscheiden. Ich hätte gern nochmal public geviewt 😉 Aber ansonsten ist mir das mit dem Fußball eher egal. Bei herrlichen windstill-sonnigen 25° noch abends um 19 Uhr würden mich eh keine zehn Pferde ins Haus vor die Glotze bringen!

Ja, aber die Flora leidet!, rufen jetzt sicher die Rasensprenger, die Gemüsegießer, die Baumarktsaisonpflanzenkäufer und Gießkannenschlepper!

Ich antworte entspannt aus dem Liegestuhl: „Tjaaaaa, liebe Leute, das ist wohl wahr – auch mein Rasen ist gelb. Aber wieso sollte mich das stören? Sobald es feuchter wird, wird er wieder ergrünen – es ist einfach seine Art, mit Trockenheit umzugehen.

Ohnehin wird es in meinem Garten nicht so schnell kritisch, wenn es trocken ist wie in vielen anderen. Das liegt einerseits dran, daß da viel Schatten ist – einen anderen Anteil hat aber durchaus mein Wirken dort: wo flächendeckend kaum kahler Boden zu sehen ist, da dauert es unter der schützenden Blätter-, Bodendecker- oder Mulchschicht lange, bis keine Feuchte mehr im Boden ist. Und auch viele der Pflanzen haben ihre Strategien – sie werden ja auch nicht dauernd umgepflanzt, ihren Nachbarn entrissen oder kommen frisch aus Gewächshäusern mit Beregnung und Düngung in den Gartenboden, und so haben sie Zeit, sich an die Verhältnisse anzupassen.

Die einen lassen die Blätter erbärmlich hängen. So sparen sie Naß, werden aber auch nicht so stark von der Sonne ausgedörrt – und schützen selbst den Boden unter sich zusätzlich vor der Austrocknung. Sobald die gnadenlose Sonne weg ist, sind sie aber schon dabei, sich wieder aufzurichten. Und morgens, mit dem winzigen Rest Nachtfeuchte, den es (noch) gibt, stehen sie ordentlich stramm. Die Storchenschnäbel machen es so, auch die Sterndolde oder die Knöteriche.

Sterndolde, in Aufrichtung begriffen

Andere bleiben einfach klein. Viel niedriger als sonst sind zB die Margeriten, der Wasserdost oder der Odermennig. So müssen sie nicht so viel Masse mit dem lebensnotwendigen Naß versorgen und können trotzdem Blüten ausbilden.

Manchen scheint das Wetter schlicht egal zu sein. Frauenmantel, Pfefferminze oder Weidenröschen benehmen sich ganz genau so, als wäre es normal-kühl-wechselhaft-stürmisch-naß – alles wurscht. Man steht, blüht, wächst. So oder so.

Es gibt aber auch die, die dieses Wetter genauso genießen wie ich. Der Eisenhut beispielsweise steht stramm und hat grooooße Knospenrispen. Oder die fette Henne, die Bartnelken, der Oregano – ich glaube, die freuen sich richtig! Und wenn Ihr Euch mal die Straßenränder anschaut, dann seht Ihr: die sind in diesem Jahr bunt wie sonst nie bei uns im nassen, kühlen Schleswig-Holstein. Da blühen Königskerzen, Weidenröschen und alle möglichen anderen, die’s abkönnen mit denen um die Wette, die sonst nicht oder viel spärlicher zum blühen kommen. So wie Schafgarbe, Kamille oder die kleineren, gelben Kleesorten, Wicken und die unterschiedlichsten Sauerampferarten.

Und, zurück in den Garten, für den Notfall hat der Regen, den es in den kalten Tagen gegeben hat, ja den Wassertank aufgefüllt. Dem heimische-Saaten-Beet helfe ich da schonmal, die sind ja alle noch so klein…. oder die frischgepflanzten Heimischen im Hof – die bekommen auch mal einen Guß. Denn so ein ganz klein wenig Unterstützung dürfen die Kleinen schon beanspruchen, sie können ja nix dafür, daß der Sommer zurück ist….

die Kleinen dürfen alle paar Tage mal Tank-Wasser kosten.

Ganz einzelne jedoch leiden wirklich. Zum Beispiel das an der Giebelwand rankende Immergrün:

Darf ich ehrlich sein?

Es ist eh am falschen Platz, denn eigentlich ists ein bodendeckender Schattenliebhaber, und es nimmt den Pflanzen, die den brauchen (wie zB Lavendel oder einigen Sedum-Sorten), den raren sandigen Trockensonnenplatz dort an der Hauswand. Außerdem ist es eine heftig rankende Sorte, die, statt zumindest die kahlen unteren Regionen des Weins zu begrünen, sich dorthin schlingt, bloß um dann nach vorn zu fallen und alles, was da unten die Sonne genießen möchte, zu ersticken. Aber ich kriege es da einfach nicht weg, weil es so mit dem wilden Wein verwachsen ist. Sollte es jetzt den Platz freigeben, ich wäre nicht traurig drum, so fies sich das lesen mag – immerhin verdurstet hier Jemand langsam. Aber eigentlich bin ich ziemlich überzeugt davon, daß auch dieser erbärmliche Anblick nicht von Dauer sein wird – zumindest von unten wird wahrscheinlich frisch gestärkt das Immergrün immer wieder grünen, sobald der nächste Regen gefallen ist…..