Mehr Pilze

Welche es sind? Keine Ahnung. Es gibt soooo viele Arten und Erscheinungsformen!

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…und je länger Du auf den Seiten rumsuchst und liest und guckst, desto unsicherer wirst Du….. *SEUFZ*

Dieser Winter ist ein super Pilzwinter, mild und feucht! Weniger freuen sich überwinternde Wildbienen – ihre Larven werden in solchen Wintern oft Opfer von – Pilzen.

Überhaupt – Pilze! Ich habe sie ja in meiner Liste und bei den Blog-Kategorien, wie auch die Flechten, unter „Flora“ einsortiert, wohl wissend, daß sie keine Pflanzen sind, sondern eine eigene Gruppe bilden. Ich liege mit dieser Zuordnung noch falscher als ich wusste:

Die Pilze (Fungi) bilden das dritte große Reich eukaryotischer Lebewesen neben den Tieren (Animalia) und den Pflanzen (Plantae). Sie sind wie die Pflanzen, zu denen sie lange gerechnet wurden, sesshaft, können jedoch keine Photosynthese treiben. Daher müssen sie sich wie Tiere durch die Aufnahme organischer Substanzen ernähren (Heterotrophie), die sie jedoch in gelöster Form aus der Umgebung aufnehmen. Nach heutiger Kenntnis sind die Pilze näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt.

Wikipedia

Wieder was gelernt! Ich überlege noch, ob ich mir die Mühe machen und das hier alles ändern soll….

Trompeten, Suchfahrten und Nebenwissen

Dezember 2019: Beim genauen betrachten der Stummelfüßchen letztens sah ich auf dem Foto auch noch kleine Trompeten, die aus den Flechten zwischen den Pilzen hervorwuchsen. Flechten kenn ich ja, also so grob und insgesamt (mit anderen Worten: ich weiß, es gibt sie, ich weiß, es gibt viele verschiedene, und ich weiß, sie reagieren empfindlich auf Luftverschmutzung) Aber was sind diese Trompeten???

Wieder habe ich mich auf abenteuerliche Suchreisen begeben 😉

Und letztlich schätze ich, daß ich auf die gewöhnliche Gelbflechte, Xanthoria parietina, gestoßen bin. Wieder so etwas, das ich letztlich aber nie, nie, nie genau wissen werde, gibt es doch nur wenige Experten, die nach mikroskopischen Untersuchungen (oder waren es gar makroskopische??) sicher sagen können, welche Flechte genau vorliegt. Ich suche aber trotzdem gern völlig aussichtslos herum, denn man stößt dabei auf spannendes Nebenwissen!

Gelernt habe ich auf meiner Suchreise zum Beispiel:

  • die Trompeten sind gar keine (ach!! *g*) Nein, sie sind Apothecien. Und Apothecien sind offene, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen oder Flechten. So, jetzt wisst Ihr’s.
  • sollte dies die gewöhnliche Gelbfechte sein, dann seht Ihr auf diesen Fotos eine der wenigen Flechten, die in den letzten Jahren deutlich häufiger geworden sind. Warum? Weil sie es stickstoffreich mag, und ihr dadurch die Überdüngung unserer Landschaft hilft.
  • Noch vor 20 Jahren hatten Flechten aufgrund der hohen Schwefeldioxidbelastung der Luft in vielen Regionen kaum eine Überlebenschance. Doch inzwischen konnte der Schwefeldioxidausstoß durch Einführung des Katalysators und der Rauchgasentschwefelung drastisch gesenkt werden. Infolge dessen sind heute selbst in Ballungszentren wieder viele Flechten auf den Bäumen zu finden.
  • Und noch ein Nebenwissen: es gibt sieben (SIEBEN!!) Schmetterlingsarten, deren Raupen zum überleben auf Flechten angewiesen sind!

Da isses wieder – das, was mich immer aufs neue fasziniert: ALLES hängt mit ALLEM irgendwie zusammen, und nie, nie, nie werde ich müde drauf, wieder einen Beweis dafür irgendwo zu lesen….

So. Und jetzt noch eine weitere Flechte, die ich VIELLEICHT bestimmen konnte *g*

Flavoparmelia caperata, die Caperatflechte. Auch sie war schon einmal Flechte des Jahres

… und damit habe ich gleich noch ein wenig Nebenwissen hier kundgetan: oder wusstet Ihr, daß seit 2004 schon eine „Flechte des Jahres“ gekürt wird? Die erste war übrigens – tadaaaaaa – die gewöhnliche Gelbflechte…..

Und jetzt seid Ihr dran: ist das spannend, oder ist das spannend????? 😉

 

Stummelfüßchen

Ein Stückchen totes Holz ist beim Sturm von einer Buche gefallen. Etwas leuchtet weiß heraus – so auffallend, daß der Herr F. das Ästchen aufgehoben und für mich aufbewahrt hat. So klein es ist, bietet es doch Lebensraum für eine winzige Gemeinschaft – wie winzig, das sieht, wer weiß, daß die grünen Blätter außen rum Buchsbaumblätter sind. Die ja an sich schon eher klein sind.

Jetzt guckt man also genauer hin, und man sieht seltsame Gestalten, eine ganze WG lebt da offenbar auf dem fingerdicken Ästchen. Am auffälligsten sid die weißen Gebilde! Außen wie bepelzt, innen zart altrosa mit klaren Strukturen.

Wiedermal habe ich lange gesucht, bis ich beschlossen habe: das dürften Pilze sein, genauer gesagt Stummelfüßchen (Crepidotus)

Von denen gibt es hierzulande etwa 30 Arten, und welche das nun ist – ich weiß es nicht! Es gibt das gemeine, das wollige, das kugelsporige, das erdwachsende, auch das flaumige, das verdrehte, das filzfüßige und das Filzbecherstummelfüßchen… Sicher ausschließen kann ich immerhin das zinnoberrote, das braune, das safranblättrige und das braunschuppige Stummelfüßchen…. ach, ich LIEBE die Pilznamen!!!!! 🙂

Die Stummelfüßchen sind übrigens von der freundlichen Art – Pilze, die Lebewesen nicht angreifen, sondern sich von Totem ernähren, meist von totem Holz oder Pflanzenresten.

Neben den auffälligen Pilzchen gibt es noch grüne Lebewesen zu sehen. Es sind Flechten, und die wiederum sind gar keine allein für sich stehenden Pflanzen, Tiere oder wasauchimmers, sondern nochmal ganze Lebensgemeinschaften in sich!

Als Flechte (Lichen) bezeichnet man eine symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen einem oder mehreren Pilzen, den so genannten Mykobionten, und einem oder mehreren Photosynthese betreibenden Partnern. Diese Photobionten sind Grünalgen oder Cyanobakterien. (…) Die Eigenschaften der Flechten setzen sich deutlich von jenen der Organismen ab, aus denen sie sich zusammensetzen. Erst in der Symbiose bilden sich die typischen Wuchsformen der Flechten heraus, und nur in Lebensgemeinschaft mit einem Photobionten bilden die Mykobionten die charakteristischen Flechtensäuren. (…) Weltweit gibt es rund 25.000 Flechtenarten. In Mitteleuropa kommen davon etwa 2000 vor.

Wikipedia

Zu diesen Lebewesen später mehr.

 

 

Nadelholz

An allen Tannenstamm-Stücken, die wir von Freunden bekommen hatten, wächst dieser Pilz.

Eine der zahlreichen Trameten? Aber überall finde ich da nur „auf Laubholz“ Also doch ein Porling? Ein Schichtpilz? Oder ganz was anderes? Ich konnte bei meinen Bestimmungsversuchen nicht weiter kommen…. Obwohl man immer wieder hört: besser is‘ Laubholz, für Tiere und Pflanzen und Zwischenwesen wie Pilze – man sieht: auch im Nadelholz, im toten, ist Leben! 🙂

„Aus Gründen“ (siehe unten), hier mal zwei Stammstücke, eines mit Pilz sogar am seitlichen Holz (mehr ist an den Schnittstellen)

:-)

Das sind Fruchtkörper des Schlauchpilzes Geweihförmige Holzkeule Xylaria hypoxylon. Hübsch, gell? Sie sind derzeit überall in der naturinteressierten Blogwelt zu finden (seit naturfund uns auf sie aufmerksam gemacht hat), aber auch draußen in der Natur auf verrottendem Laubholz 😉 Bei mir im Garten wachsen sie aus den älteren, schon stark zersetzten Stücken in der Totholzmauer hinten. Sie sind winzigklein, wie man hier gut (naja *g*) sieht. Die Mauer ist etwa kniehoch, da kann man sich vielleicht vorstellen, wie winzig diese dort zu sehenden weißen Geweihe sind …

Übrigens bin ich sehr glücklich, mich getraut zu haben, über ebay-Kleinanzeigen nochmal genau die kleine Knipse nachzukaufen, mit der ich ich seit Jahren glücklich gewesen war, aber die leider nicht mehr richtig zoomen mochte. (Neu wird die oder eine, die mir ähnlich gut taugen würde leider nicht mehr hergestellt) Nun kann ich wieder wunderbare Makrofotos machen, ohne dafür zentnerschwere (Fjonk’sche Überteibung, ich weiß!!!) Ausrüstung mit mir rumschleppen zu müssen. Das Knipschen paßt in die Hosentasche, und ich habe mir geschworen, die mitgelieferte Tasche zu benutzen. Denn daß der Zoom des alten nicht mehr wollte war ein hörbar mechanisches Problem. (Sandkorn? Winzige Delle?) Ich habe nun vier Knipschen daliegen und drei Akkus, sollte wieder was sein, versuche ichs im Repaircafe. Denn der „Fachhandel“ war nicht in der Lage, eine Reparatur anzubieten, dafür aber jede Menge neue Knipsen, die alle nicht das boten, was ich wollte, was den „Fachmann“ nicht daran hinderte, mir sie aufschwatzen zu wollen. Sehr übles Erlebnis, zumal es labge gedauert hatte, überhaupt noch einen „Fachhandel“ zu finden.

Na, umso froher bin ich jetzt 😃

Und die Fotos sind prima, finde ich!!

Herbstfarbe

Das hier ist der Orangerote Becherling (Aleuria aurantia), ein „Folgezersetzer“. Prächtige Farbe, auch im Kontrast zum Herbstlaub 🙂 Er wächst ein Stückchen neben der Stelle, an der zuvor der Riesenporling zu finden gewesen war. Etwas weiter weg vom Stamm der verstorbenen Buche. Also wohl auf der sich zersetzenden Wurzel. 123pilzsuche ist eine prima Seite, um auch als Laie Pilze bestimmen zu können, denn …. guckt selbst *g* Unterdessen blühen heute, am 27.10. noch bzw wieder ganz schön viele Blumen, zB mehrere Glockenblumenarten, darunter diese in meiner Mauer:

Der Kräuterrasen hat sich weiterentwickelt, allerdings musste ich noch einmal rechen, eine dicke Schicht Bucheckernhülsen liegt drauf…. wie man sieht wird es im nächsten Jahr wohl eine Buchenwiese geben, viele Eckern bleiben auch nach dem rechen – wie gut, daß man im 1. Jahr häufiger mähen soll….

wer hat eine Idee, was das ist? von meiner Saaten-Liste paßt für meine Begriffe nix, aber es ist häufig auf der eingesäten Fläche und mir unbekannt, also wird’s was vom eingesäten sein

Auch die Tierwelt ist noch nicht ganz abgetaucht. Auf den wenigen Astern, die bei mir stehen, finden sich Schwebfliegen:

und trotz erster Nachtfröste und Tagestemperaturen im einstelligen Bereich sieht man immer mal Betrieb bei den Bienen.

Die Rauke und der Schmetterling

28.8.: Rauke ist ein Kreuzblüter und damit beliebt bei Kohlweißlingsraupen. Außerdem ist Rauke zuhauf aus einer der Tütchenmischungen aufgegangen, die ich zum testen mal eingesät habe (eine derer ohne Saatliste, aber laut Beschriftung mit einheimischen Pflanzen, und das scheint auch weitgehend zu stimmen) Die ist jetzt im 2. Jahr. Und ständig flatterten Kohlweißlinge über der Rauke, als sie im August zu blühen begann

Kohlweißling

an der Rauke. Man beachte den gekrümmten Hinterleib, denn:

Kohlweißlingsei 🙂

Kohlweißlinge können bis zu dreimal im Jahr Eier ablegen. Für gewöhnlich geschieht dies im April, Juni und Oktober, und zwar grundsätzlich einzeln an die Unterseite der Blätter. Aus den Eiern entwickeln sich innerhalb eines Monats die Larven, die fressen und sich dann verpuppen. Die letzte Generation eines Jahres überwintert als Puppe und schlüpft im Frühling des Folgejahres.

Tja – dieser hier legte am 28. August….. 🙂


PS heute morgen kan dem Herrn F. eine kleine Katze im Bad besuchen! Die erste Katzenklappe ist in Betrieb … und morgen um 11 holen wir El Mauski ab *bibber*

Buchen und Eiche und…

Letztens war wiedermal der Baumpfleger da, ein anderer diesmal, den wir beim Insektentag in Unewatt kennengelernt hatten. Er scheint uns die richtige (baumfreundliche) Einstellung zum Baumschnitt zu haben, macht außerdem Gartenanlage für naturnahe Gärten und Seminare, Exkursionen etc zum Thema Wildbienen und Wespen- und Hornissenumsiedlungen. Zum gucken, was wir uns vorstellen und was nötig sein könnte war er schon hier. Und sah diesen hier, den auch ich schon als möglichen Überltäter ausgemacht hatte:

Es ist der Riesenporling (Meripilus giganteus)

Das Auftreten dieses Schwächeparasiten deutet auf zersetzte Wurzeln hin und weist somit auf eine Gefährdung der Standsicherheit hin! Er zersetzt die Wurzeln zunächst von unten und bildet später eine intensive Weißfäule bis in den Stammfuß aus. Sofern bereits Vitalitätseinbußen in der Krone erkennbar werden ist von fortgeschrittener Wurzelzersetzung auszugehen!

Oberweiser

Ups. Allerdings befindet er sich am Fuße der noch in Vor-Blog-Zeiten abgetragenen Buche mit dem Druckzwiesel. Trotzdem müssen wir das im Auge behalten, denn diese Buche stand ja genau zwischen zwei anderen, ganz dicht, und wer weiß, ob der Porling nicht auch in deren Wurzeln übergeht!?

Ansonsten gilt es noch, bei den Nachbarn der brandkrustenpilzbefallenen gefällten Buche gut nachzusehen (alle fünf Jahre wurde uns empfohlen – sechs sind schon wieder rum, huschusch, ehe ichs bemerkt hatte), ein paar Pflegeschnitte sind nötig, und auch die Eiche mit den Sanddünen von den gefräßigen Käferlarven muß er sich genauer ansehen. Sowie leider auch meine Lieblingsbuche, die heftige Trockenschäden zeigt. Insgesamt haben die Buchen in diesem Jahr sehr kleine Blätter ausgetrieben und sehr viele Bucheckern bekommen. Die Kronen sind dadurch erheblich lichter als sonst. Da lag die Vermutung nahe, daß sie im letzten, trockenen Jahr gelitten haben, aber wir hatten gedacht, das sei eine vernünftige Reaktion: kleine Blätter verdunsten weniger, Eckern sichern den Nachschub, falls es doch schlimm werden sollte…

lichte Krone, oben kahle Zweige… nie war der Garten so sonnig wie in diesem Jahr, denn auch die anderen Buchen sind lichter als sonst. Mein Liebling sieht aber am schlechtesten aus.

Aber inzwischen habe ich schon mehrfach gelesen, daß Buchen üble Trockenschäden erlitten haben bis hin zum Tod, und auch bei meiner einen kann es durchaus sein, daß sie sich nicht wird erholen können. Die nächsten Jahre werden’s zeigen, aber erst einmal müssen wir gucken, ob es akute Gefahren abzuwenden gibt.

Das wird spannend ….. und hoffentlich nicht ZU schlimm….. am 5.10. gehts los mit genauer Begutachtung und ersten Taten.

Disteln – ich mag sie halt

Das steht auf einem T-shirt, das ich habe, und im Prinzip stimmt es – wenn die pieksenden Rosetten nicht grad mitten auf dem Weg oder im Staudenbeet sind – autsch! 😉

In unserem Garten sind die raue Gänsedistel

und eine ganz besondere (also – ähm – dachte ich), die dies‘ Jahr ganz von allein hinten wuchs:

Im Bestimmungsbuch stand sie unter Lanzett-Distel. Okay – schön und gut, aber offenbar ist das nur ein anderer Name für die Alltagsdistel „Gewöhnliche Kratzdistel“, (Cirsium vulgare)…. na, soll mir auch recht sein, Hauptsache, Hummeln und Schmetterlinge haben ihren Spaß 😉

Dafür habe ich allerdings dann nirgends eine Acker-Kratzdistel gefunden, und von der, so dachte ich immer, wären die Rosetten – die sich dann als die der Lanzettdistel herrausgestellt haben…. also doch nur zwei, vorläufig 😉

 

Woher, bitte, kommt DER denn?

Ein kleiner Stackel, vielleicht 30cm hoch, mit winzigen Blütelein, stach mir vor einigen Tagen am Beetrand zum Rasen hin ins Auge. Was’n DAS??? Mir völlig unbekannt!

Plantnet half, eine ziemlich tolle App fürs Smartphone, bei der man Fotos knipsen und hochladen kann, die dann abgeglichen werden und oft sehr gute Bestimmungsergebnisse zeitigen. So auch hier (nachdem ich in meinen Bestimmungsbüchern auch nicht annähernd auf etwas derartiges gestoßen war).

es ist der Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia), tatsächlich sogar eine hier beheimatete Pflanze, die es aber in Norddeutschland nur verstreut geben soll. Ungeklärt bleibt: warum ist er nun plötzlich in meinem Garten???? Willkommen ist er mir, ich finde ihn sehr hübsch und hoffe, daß er sich aufmacht, mit Ausläufern von hier aus die norddeutsche Welt zu erobern!

Seltene Schönheit

31. Mai: diese Iris ist noch vom Vorbesitzer im Garten, und sie blüht nur alle drei, vier Jahre mal. Wunderschön finde ich jedes Mal wieder das tiefdunkle und samtige Lila der herunterhängenden Blätter!

P.S. heute: leider ist die Blüte sehr verregnet …. schade! Überhaupt lässt das Urlaubswetter bislang schwer zu wünschen übrig, WENN mal die Sonne rauskommt, dann wenige Minuten lang, meist fieselt es aus 100% Luftfeuchte bei inzwischen immerhin auch mal 18, 19° feucht heraus. Gestern haben wir trotzdem noch allerhand erledigt: alle Dachrinnen sind sauber, die Auffahrt ist gemäht, Honig geerntet, de ole Lüüd mal wieder besucht, und dann hat mich doch tatsächlich – Premiere! – eine Hummel gestochen! Ich habe abgeblühte Storchenschnäbel gerupft, und sie hat sich wohl vor der Feuchte unter einem Blatt verborgen … na, wir haben es beide überlebt, aber mein Unterarm ist heute trotz sofort eingeschmissenem Antihistamin heiß und dick. Obwohl sie mich nichtmal richtig erwischt hat. Tja.

Heute wollen wir endlich mal nach Eckernförde, nachdem der Kringelchen-Honig bereits durchgelaufen ist und seine „Hinterlassenschaften“ gesäubert. Anja hat ihren Frei-Handel endlich eröffnen können, und wir wollen gucken – und natürlich einkaufen. Eine lange Liste hab ich, jetzt heißt es: Gefäße zusammensuchen und los 🙂

Fast ein Jahr später…

… ist das Hofbeet ein Traum in gelb:

Am 22.6. letztes Jahr:

Ich hab das Beet neugemacht, weil die Randsteine schon versunken waren und außer Vogelmiere und Frauenmantel nix mehr da war (wie man sieht: ent-vogelmiert ist aber erst die linke Seite. Immer gemach….

Na, den Rest hatte ich dann auch noch gemacht. Und einen Wiesenknopf, eine Knoblauchsrauke und eine nesselblättrige Glockenblume eingesetzt. Sieht man alle im linken Teil, auch die Japananemone, die vorn von allein ausgetrieben hat. Momentan sieht man von all dem nichts. Später dann, wenn es verblüht ist, das Schöllkraut – denn das ist, was da so strahlt – viel schöner übrigens als die Fotos vermitteln können!

Schöllkraut blüht auf der Hofseite des Grundstücks schon seit ich hier wohne – aber bis letztes Jahr habe ich’s wenig beachtet (es waren auch immer nur einzelne Pflanzen, weil dort wenig offener Boden ist, wo es zum keimen kommen könnte) – und einfach vermutet, da seien bei den Erntefahrten Rapskörner verloren gegangen und hätten sich ausgesät. Dabei hat das Schöllkraut völlig andere Blätter, und auch die Farbe und die Gestalt stimmen nicht wirklich. Nuja, wenig beachtet halt….. dann hat mir ein Beitrag auf einem anderen Blog die Augen geöffnet, und jetzt sagt das Schöllkraut ganz offensichtlich erfreut: „Hej, wenn Du mich jetzt also endlich wahrnimmst, dann zeige ich Dir mal, was ich kann!!“ 😉

Ja, liebes, ignoriertes Schöllkraut – derzeit freue ich mich täglich an Deinem Anblick!!!


Was mich weniger freut: über Nacht ist das Halsgekratze zu einem veritablen „krank“ geworden. Hals schmerzhaft geschwollen, Ohren schmerzen, zeitweise so dicker Kehlkopf, daß es auf die Atemwege geht, Brust eng, fühle mich leicht fiebrig…. kann nur hoffen, daß das genauso schnell geht wie es gekommen ist! Und das bei DEM Wetter – draußen ist es jetzt, um viertel nach sieben, schon wie im Treibhaus: nachts hats gewittert, und jetzt Hitze dazu….. nuja, et is wie et is. Je nachdem, wie et in zwei Stunden is, wenn er öffnet, ziehe ich meinen für morgen wegen des Fußes geplanten Arztbesuch vor.

 

Der „Pilz des Jahres“ 2017 – auch im Fjonk’schen Garten!!

Beim Totholzmauer-abbauen sah ich diesen erstmal recht unscheinbar wirkenden Holunderast

Aber was ist da dran?????

Kurze Suche im Netz ergab:

es ist das Judasohr,

Auricularia auricula-judae

ein häufiger Pilz, der sich gerne am Holunder aufhält und deshalb sogar auch „Holunderpilz“ genannt wird. Sieht witzig aus, gell?

Was ich da so genau fotografiert habe ist allerdings die Unterseite. Das wusste ich nicht, weil mir der Ast erst aufgefallen ist, als er schon am Boden lag. Die Oberseite sieht unscheinbar-glatt hutartig aus, man sieht es im verlinkten Beitrag.

Et jibt nix, wat et nit jibt

Was es zu meiner Überraschung offenbar auch gibt: den

WELTSPATZENTAG

Und der ist heute!

Warum?

Weil es immer weniger von den frechen Viechern gibt, so daß sie sogar auf der roten Vorwarnliste stehen.

Und warum das?

„Problematisch ist zum einen die Sanierung von Gebäudefassaden, zum anderen aber auch der Wohnungsneubau, der mit Flächenverdichtung und –verlusten einhergeht“, erläutert Anja Sorges, Geschäftsführerin und Pressereferentin vom NABU Landesverband Berlin. Wo Brutraum an Gebäuden fehlt oder die Sperlinge kein Nistmaterial mehr auf den großen Freiflächen finden oder ihre natürliche Nahrung aus Grassamen und Insekten knapp wird, fühlt sich auch der robusteste Haussperling auf Dauer nicht wohl.

(Zitat von berlin.nabu.de)

Also, laßt sie uns feiern, die kleinen Tschilper, die in Horden den Garten der Villa Fjonka bevölkern, die hier schon seit 14 Tagen eifrig an ihren Nestern bauen und dazu harte Arbeit leisten, um Pflanzenfasern und kleine Wurzeln aus dem Boden zu lösen und alte Staudenstengel abzubrechen! (Letzteres habe ich, die ich ja in diesem Jahr im Staudengarten so viele Staudenstengel wie möglich beim laubrechen stehen lassen habe, schon mehrfach beobachten können: da setzt sich so ein frecher Spatz auf den Stengel und arbeitet und zieht und flattert – bis das dünnere Ende abgeht, und er damit triumphierend abzieht)

Aber bitte – nicht nur feiern! Auch selbst dafür sorgen, daß sie wieder überall zahlreich tschilpen und hopsen, flattern und sandbaden und …………

Aber wie?

Nisthilfen schaffen ist eine Möglichkeit – zum Beispiel durch Spatzenhäuser an der Wand oder, viel, viel besser: durch Anlage von Hecken, durch stehenlassen alten Efeus (oder wilden Weins, bei uns wohnen sie da drin) an Hauswänden – denn im Gegensatz zu Nistkästen bieten die Kletterpflanzen nicht nur Nistplätze, sondern auch gleich Nahrung. Und da ist auch gleich die umfassendere Möglichkeit, den Spatzen zu helfen: dadurch, daß Ihr Euren Garten oder Balkon so naturnah wie möglich anlegt. Und, wenn Ihr dazu mutig genug seid: Euch bei Euch zuhause dafür einsetzt, daß das auch Eure Gemeinde, Eure Nachbarn, Eure Freunde, Eure Stadt endlich lernen 🙂