Blütezeit

Seit Wochen staune ich, denn sehr viele Pflanzen, die sonst nur einmal blühen, setzen eine zweite Blüte an und ziehen die auch durch. Da wären, nur mal als Beispiele, die mir ad hoc einfallen: Schöllkraut, Goldmohn, Glockenblume, Löwenzahn, Odermennig, Taubnessel, Scheinerdbeere und diverse Storchschnabelsorten (es gibt einige, bei denen eine kleine Zweitblüte normal ist, in diesem Jahr aber sind es andere)

Aber am wundersamsten aber ist die Schlüsselblume, die der GrafOlaf mir mitten in der Dürreperiode mitgebracht hat. Bis es wieder regnete, blieb sie im Pott und wurde gegossen, dann hab ich sie und ihre Schwestern ausgepflanzt – und jetzt:

Erste zaghafte Spuren des kommenden Herbstes lassen sich aber jetzt doch finden, wenn auch erst seit zwei, drei Tagen.

 

 

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Erntezeit …

Gestern, neben dem Kompost:

braune Champignons!!!

zwei haben wir zum Kaffee verspeist. die unteren Reste wieder in den Boden getan. Eh habe ich sie abgedreht, wie sich das bei Pilzen so gehört. Und: da kommt noch was nach!

Müssen wohl Reste vom letzten jahr auf fruchtbaren Boden gefallen sein 🙂

Die Braunwurz ist echt der Hit!

Weil, jetzt hab ich auch noch eine Braunwurz- Blattwespe im Garten entdeckt, eine Blattwespenart, deren Raupen sich, wie auch die des Braunwurzmönches, von der Braunwurz ernähren, dieser unscheinbaren Blume, die sich vor Jahren selbst hier angesät hat, an deren Blüten unzählige Insekten schlürfen und die also auch noch Nahrungsexperten ernährt!

Seltsamerweise mögen beide Raupen (bzw sagt man bei Wespen wohl „Larven“) auch die Königskerzen. Aber die gibt es im Garten bei mir ja leider nicht mehr. Allerdings habe ich letzte Woche auf der umgegrabenen Fläche vor der neuen Totholzmauer außer einem blühenden Ackergauchheil

auch ein paar Blattrosetten entdeckt, die verdächtig danach aussehen, als ob es im nächsten Jahr doch mal wieder blühende wollige Königskerzen geben soll. Was so im Boden schlummert…. Abwarten 🙂 Dort kommt noch mehr, das ich lang nicht mehr sah: ein (ein!) Ackerstiefmütterchen und Kratzdistelrosetten. Brennesseln zupfe ich aus, Gras, Fingerkraut und Hahnenfuß auch, ansonsten darf vorerst wachsen, was meint wachsen zu wollen.

 

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

Wo mer widder Sommer hann…..

Großartig ist das: nach 14 Tagen „kalt“ ist der Sommer zurück! Ein echtes Sommermärchen – ich brauche dazu absolut keinen Fußball! Ist ja auch eh durch, der Fußball hier bei „uns“ – wenn ich das 1. Mal „public viewen“ gehe (weil ich mit 2-4 Stunden Wartezeit meine neuen Brillengläser eingebaut bekommen sollte, das paate ideal!), dann scheiden „wir“ gleich mal aus – ich muß sagen, das hat mir Spaß gemacht! Also, das public viewen, mit all den heftigen Reaktionen ringsum – nicht das ausscheiden. Ich hätte gern nochmal public geviewt 😉 Aber ansonsten ist mir das mit dem Fußball eher egal. Bei herrlichen windstill-sonnigen 25° noch abends um 19 Uhr würden mich eh keine zehn Pferde ins Haus vor die Glotze bringen!

Ja, aber die Flora leidet!, rufen jetzt sicher die Rasensprenger, die Gemüsegießer, die Baumarktsaisonpflanzenkäufer und Gießkannenschlepper!

Ich antworte entspannt aus dem Liegestuhl: „Tjaaaaa, liebe Leute, das ist wohl wahr – auch mein Rasen ist gelb. Aber wieso sollte mich das stören? Sobald es feuchter wird, wird er wieder ergrünen – es ist einfach seine Art, mit Trockenheit umzugehen.

Ohnehin wird es in meinem Garten nicht so schnell kritisch, wenn es trocken ist wie in vielen anderen. Das liegt einerseits dran, daß da viel Schatten ist – einen anderen Anteil hat aber durchaus mein Wirken dort: wo flächendeckend kaum kahler Boden zu sehen ist, da dauert es unter der schützenden Blätter-, Bodendecker- oder Mulchschicht lange, bis keine Feuchte mehr im Boden ist. Und auch viele der Pflanzen haben ihre Strategien – sie werden ja auch nicht dauernd umgepflanzt, ihren Nachbarn entrissen oder kommen frisch aus Gewächshäusern mit Beregnung und Düngung in den Gartenboden, und so haben sie Zeit, sich an die Verhältnisse anzupassen.

Die einen lassen die Blätter erbärmlich hängen. So sparen sie Naß, werden aber auch nicht so stark von der Sonne ausgedörrt – und schützen selbst den Boden unter sich zusätzlich vor der Austrocknung. Sobald die gnadenlose Sonne weg ist, sind sie aber schon dabei, sich wieder aufzurichten. Und morgens, mit dem winzigen Rest Nachtfeuchte, den es (noch) gibt, stehen sie ordentlich stramm. Die Storchenschnäbel machen es so, auch die Sterndolde oder die Knöteriche.

Sterndolde, in Aufrichtung begriffen

Andere bleiben einfach klein. Viel niedriger als sonst sind zB die Margeriten, der Wasserdost oder der Odermennig. So müssen sie nicht so viel Masse mit dem lebensnotwendigen Naß versorgen und können trotzdem Blüten ausbilden.

Manchen scheint das Wetter schlicht egal zu sein. Frauenmantel, Pfefferminze oder Weidenröschen benehmen sich ganz genau so, als wäre es normal-kühl-wechselhaft-stürmisch-naß – alles wurscht. Man steht, blüht, wächst. So oder so.

Es gibt aber auch die, die dieses Wetter genauso genießen wie ich. Der Eisenhut beispielsweise steht stramm und hat grooooße Knospenrispen. Oder die fette Henne, die Bartnelken, der Oregano – ich glaube, die freuen sich richtig! Und wenn Ihr Euch mal die Straßenränder anschaut, dann seht Ihr: die sind in diesem Jahr bunt wie sonst nie bei uns im nassen, kühlen Schleswig-Holstein. Da blühen Königskerzen, Weidenröschen und alle möglichen anderen, die’s abkönnen mit denen um die Wette, die sonst nicht oder viel spärlicher zum blühen kommen. So wie Schafgarbe, Kamille oder die kleineren, gelben Kleesorten, Wicken und die unterschiedlichsten Sauerampferarten.

Und, zurück in den Garten, für den Notfall hat der Regen, den es in den kalten Tagen gegeben hat, ja den Wassertank aufgefüllt. Dem heimische-Saaten-Beet helfe ich da schonmal, die sind ja alle noch so klein…. oder die frischgepflanzten Heimischen im Hof – die bekommen auch mal einen Guß. Denn so ein ganz klein wenig Unterstützung dürfen die Kleinen schon beanspruchen, sie können ja nix dafür, daß der Sommer zurück ist….

die Kleinen dürfen alle paar Tage mal Tank-Wasser kosten.

Ganz einzelne jedoch leiden wirklich. Zum Beispiel das an der Giebelwand rankende Immergrün:

Darf ich ehrlich sein?

Es ist eh am falschen Platz, denn eigentlich ists ein bodendeckender Schattenliebhaber, und es nimmt den Pflanzen, die den brauchen (wie zB Lavendel oder einigen Sedum-Sorten), den raren sandigen Trockensonnenplatz dort an der Hauswand. Außerdem ist es eine heftig rankende Sorte, die, statt zumindest die kahlen unteren Regionen des Weins zu begrünen, sich dorthin schlingt, bloß um dann nach vorn zu fallen und alles, was da unten die Sonne genießen möchte, zu ersticken. Aber ich kriege es da einfach nicht weg, weil es so mit dem wilden Wein verwachsen ist. Sollte es jetzt den Platz freigeben, ich wäre nicht traurig drum, so fies sich das lesen mag – immerhin verdurstet hier Jemand langsam. Aber eigentlich bin ich ziemlich überzeugt davon, daß auch dieser erbärmliche Anblick nicht von Dauer sein wird – zumindest von unten wird wahrscheinlich frisch gestärkt das Immergrün immer wieder grünen, sobald der nächste Regen gefallen ist…..

Juchu, endlich!!!!

Dies‘ Jahr gibts die ersten Walnüsse!!! (Zumindest, wenn das mit dem bestäuben klappt, nicht daß ich nachher hohle Nüsse habe….)

Die Baustelle hinten im Garten sieht schon ganz gut aus

– allerdings hat mich mitten in der letzten Etappe (Wurzeln zwischen alter und neuer Wurzelsperre ausgraben) eine Biene lahmgelegt: das dumme Tier ist aus mir völlig unverständlichen Gründen in meinen Schlappen geklettert und hat mich dann natürlich gestochen, als ich mit ebendiesem Schlappen am Fuß Wurzeln ausbuddeln wollte. Bin gleich rein: Allergietablette des Herrn, Schüssel mit kaltem Wasser, später dann Fenistilgel drauf – wird ein spannender Arbeitstag morgen (also, wenn Ihr dies lest: heute)

😦

Garten, Garten, Garten….

Man könnte meinen, ich hätte kein anderes Leben außerhalb. Es ist aber auch zu und zu schön: jeden Tag, an dem ich frei habe, gibt es Neues – heute zB habe ich festgestellt, daß eine Hornisse in unserem Windschutzzaun Nistmaterial sammelt (sie ist RIESIG und friedlich, wenn sie mir an der Nase vorbeibrummt, gen Nest, aber einfach zu schnell, deshalb gibt es nur ein Hinterteil-Foto, obwohl ich mich auf der Leiter auf die Lauer gelegt hatte)

Aber in echt ists anders – de ole Lüüd werden besucht, die Arbeit gegen Lohn will gemacht sein (da gibts erfreuliche Perspektiven – näheres, wenn’s sicher ist), der monatliche Doppelkopf-Damenabend, viel zu selten Treffen mit Freunden, demnächst auch mal wieder ein Wochenendbesuch von liebgewonnenen BookCrossern, auf den ich mich sehr freue … durchaus gibt es anderes. Aber der erfreulichste Teil des Lebens ist derzeit halt: der Garten samt seinen tierischen, pflanzlichen, menschlichen Bewohnern! Und da ich ja seit geraumer Zeit übe, eher den positiven Seiten des Lebens Beachtung zu schenken, findet hier halt hauptsächlich Garten statt. Isso.

Derzeit blüht die Bachnelkenwurz, die sich erfreulich schnell vermehrt und eine für menschliche Augen besonders hübsche Zufallsnachbarschaft zum Waldmeister pflegt.

 

Der Goldmohn wollte natürlich auftrumpfen und überschatten mit seiner knalligen Pracht, aber da habe ich rupfend eingegriffen – auch für ihn gibt es Beetstellen, an denen er mal schlicht unerwünscht ist…..

Mein Garten als Testobjekt

Letzten Sonntag war es soweit: Zwei Frauen vom Naturgartenverein kamen mittags an, um meinen Garten auf Herz und Nieren zu prüfen – wie weit ist er auf dem Weg zum Naturgarten, und was kann ich noch ändern/ besser machen? Aber auch (denn mein Garten dient als Testgarten): sind die Kriterien, die man im Verein ausgearbeitet hat, stimmig? Ist der Bewertungsbogen verständlich? Ist die Prüfung so umsetzbar? Auch darum ging es, und so hatte ich nachher einen Feedbackbogen auszufüllen.

Um es gleich vorwegzunehmen: das Ergebnis für unseren Garten war besser als gedacht! Gäbe es die Prämierung genau nach den Kriterien, die jetzt getestet werden, dann hätte ich eine silberne Plakette bekommen, wenn – ja, wenn nicht die Silber-Goldnessel wäre….. Hier das ist sie, die Übeltäterin:

Hübsches Laub, bei Hummeln beliebte Blüte im Frühjahr, ABER sie ist nicht nur ein Neophyt*, sondern auch noch einer von der schwarzen Liste der INVASIVEN Neophyten, das heißt, sie verdrängt agressiv heimische Pflanzen. Und damit ist sie ein k.o-Kriterium für einen Naturgarten: wo ein invasiver Neophyt wächst, da ist kein Naturgarten.

Eigentlich.

Denn zum Glück ist man sich über dieses Totschlagkriterium noch nicht ganz einig, vielleicht hat mein Garten also doch noch eine Chance auf seine silberne Plakette. Die Frage ist nämlich: wenn, wie bei mir, man den Garten schon voll mit dieser Pflanze übernommen hat und sie auch nicht eben mal auszupfbar ist (was bei mir so ist, weil die Nessel flächendeckend überall dazwischen ist, auch in Gebüschen etc) – ist es dann nicht zu hart, dem ansonsten bemühten Gartenbesitzer mit dieser einen Sache jede Chance auf die Prämierung zu nehmen?

Ich hab da auch noch die kanadische Goldrute, die ist auch so ein invasiver Neophyt. Aber die ist insofern nicht so ein Problem, als ich sie entfernen kann und werde (stattdessen kommt dann die heimische Goldrute in den Garten, die ist eh angenehmer zu haben, weil sie keine Wurzelausläufer bildet)

Aber was braucht denn so ein Garten eigentlich, um sich als Naturgarten zu qualifizieren? Beispiele seht Ihr in diesen drei Fotos (Anklicken, um zu sehen was jeweils Pluspunkte gab)

 

 

 

Kurz zusammengefasst

  • über 50% heimische Pflanzen
  • keine Chemie (egal ob zB Gartenmittelchen, kesseldruckimprägnierte Hölzer oder Kunstdünger) und kein Torf
  • regionale und Recyclingmaterialien für Bauten
  • tierfreundlich muß er sein (insektenfreundliche Beleuchtung – möglichst wenig und wenn „warmweiß“ ist hier ein guter Anhaltspunkt; Ausstiegshilfen aus Kellerschächten, Wasserkübeln etc; Nisthilfen für Insekten und Vögel; kein Mähroboter; Regenwassernutzung;  keine Wasserpumpen; Totholz; Frühblüher; durchgängig Blühendes für Insekten…. )
  • möglichst viele Wände, Wege und Dächer begrünt, Flächen nicht versiegelt
  • hohe Tierartenvielfalt

Wobei dies KANN-Kriterien sind, die (kleiner aufgedröselt, oben das ist ja nur eine grobe Zusammenfassung: es gab zwei engbeschriebene Seiten dazu) mit Punkten jeweils von 0-4 bewertet werden. Die werden dann nachher zusammengezählt – und mein Garten landete dabei dann mit 68 Punkten im Silber-Mittelfeld 🙂

Wir haben dafür um die vier Stunden im Garten verbracht, zT besichtigend, zT sitzend und besprechend – es war hochspannend für mich und sehr schön. Wir haben einige Anregungen bekommen (und geben können). Und ich habe zu meiner Freude festgestellt, daß ich verdammt viel schon selbst gewußt und beherzigt habe in den Jahren mit meinem Garten.
Was auch klar wurde: mein Fokus liegt durchaus darauf, Tieren eine Heimat zu geben – und ich weiß, daß gerade die Larven, Maden, Raupen etc dazu auf heimische Pflanzen angewiesen sind. Trotzdem werde ich einige Neophyten nicht aus meinem Garten werfen. ZB ist die Schneebeere so ein Kandidat, zum Glück nicht invasiv, aber eben nicht heimisch. Sie bietet aber Nektar, wenn’s nicht mehr viel gibt ringsum (jetzt!!), und sie ist in meinem Garten ein wichtiges, weil abgrenzendes und Sichtschutz bietendes Gebüsch.
Was ich aber vermehrt tun werde: bei Neupflanzungen nicht nur auf Insektenfreundlichkeit achten, sondern auch auf Früchte (für Vögel im Winter) und einheimische Arten (für „Baby-“ und seltene Insekten) Und bei „Einbauten“ mehr auf die Materialien achten. ZB wärmeimprägnierte Hölzer kaufen, auch wenn sie etwas teurer sind als kesseldruckimprägnierte, wo es unbehandelte nicht tun. Auch die Sache mit den regionalen Materialien muß ich mir nochmal genauer anschauen. Bisher hatte ich nicht viel gekauft – aber wenn, habe ich mich nie drum gekümmert, woher zB Kies, Hölzer oder die Steine kamen, die ich benutzt habe.

Nachtrag: wenige Tage später wurde entschieden, daß der Umgang mit den invasiven Neophyten zählt (aktives Zurückdrängen), nicht die Anwesenheit, da in fast jedem Garten welce gefunden wurden. Ich hab Silber!!!! 🙂

PS: falls Jemandem aufgefallen ist, daß ich hier dauernd zwischen „wir“ und „ich“ wechsele – das liegt einerseits daran, daß ich den Garten länger betreue als des Herrn und meine gemeinsame Zeit ist (fast doppelt so lang sogar) und andererseits daran, daß wir zwar viel gemeinsam drin machen, aber der Garten trotzdem „meins“ ist, so daß der Herr F. eher hilft, wenn ich allein nicht weiterkomme und ich bestimme, was geschieht (wenn auch bei größeren Dingen in Absprache mit ihm) Wobei des Herrn F. Interesse stetig im wachsen begriffen ist, was ich ziemlich klasse finde 🙂 Jedenfalls solange ich weiter bestimmen darf 😉


*Als Neobiota (Sing. Neobiont; von griechisch néos „neu“ und bíos „Leben“) bezeichnet man Arten und untergeordnete Taxa, die sich ohne oder mit menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren.[1][2] Neobiotische Pflanzen nennt man Neophyten (Sing. Neophyt), neobiotische Tiere Neozoen (Sing. Neozoon) und neobiotische Pilze Neomyceten (Sing. Neomycet). Diese drei Bezeichnungen sind vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchlich. Im Englischen werden vorwiegend zusammenfassende Bezeichnungen wie alien species (fremde Art) oder, bei verdrängenden Potenzen, invasive species (invasive Art) verwendet, ohne Unterscheidung zwischen Pflanzen, Tieren und Pilzen.

Quelle: Wikipedia

Gehört auch in die EINAB. Und zur Linkparty „ProPiep“. Will Werbung machen für Naturgärten 🙂

Froschbiß? Neeee!!!

Er blüht!!! Der, so dachte ich, Froschbiß. Obwohl die Blätter ein wenig anders ausgesehen hatten als auf den Fotos, aber nuja, büschen anders heißt ja nichts. Oder?

Jetzt blüht er, erstens, und zweitens hat der Herr F. eine neue App für unsere Wandertour auf sein Fairphone geladen: Pl@ntNet. Da hat er dieses Foto gemacht und gesucht, eigentlich nur zum testen – und gefunden, daß es das schwimmende Froschkraut gibt. Und das sieht nicht nur ähnlich aus, sondern halt wirklich genau so 🙂 Hab ich mir den Namen beim Einkauf falsch gemerkt!

Außerdem ist es auf der roten Liste als stark gefährdet aufgeführt – doppelt schön, daß es nun bei mir wachsen darf. Vielleicht ja so gut, daß ichs später mal teilen und verbreiten kann!? Wer weiß?

Das Foto ist übrigens von vorgestern – gestern hatte sich die Blütenzahl bereits verdreifacht!!!

Noch’n Neuer

Hab ich doch glatt vergessen, zu erwähnen, daß ich auf Diebestour war…

An der St.Jürgen-Treppe in Flensburg ist eine sehr schöne, wilde Gartenanlage – und da blühen viele Storchenschnäbel, deren eine Sorte mir unlängst ins Auge stach. Da sie dort viele, viele Quadratmeter bedeckt, habe ich mich fast gar nicht geschämt, ein winziges Pflänzchen ganz am Wegesrand abzupulen und mitzunehmen, und tatsächlich: es blüht schon!

Naja, SCHON… die letzte Blüte hab ich noch erwischt, 6 Stück gab es!

Also sind es nun, vergaß ich keinen, wilde Dreizehn, die sich bei mir tummeln!

Ach, noch was: die Amsel, der ich letztlich fast den Schwanz abgeschnitten hatte, ist eine Singdrossel 😉 Das Nest ist gleich neben einem oft begangenen Weg, den ich jetzt nur noch mit geradeaus gerichtetem Kopf, aber scharf einknickendem Blick begehe. Ich bilde mir ein, sie guckt schon weniger panisch….. – jedenfalls habe ich mit diesem scharf eingeknickten Blick genau gesehen, daß die Brust cremefarben mit braunen Tupfen ist. Und einmal, als das Nest leer war (und ich noch dachte, Frau Amsel säße dort) bin ich gucken gegangen und habe vier sehr hübsche, grün-türkisfarbene Eier gesehen. Es freut mich sehr, daß die Drosselsche so tapfer ist, denn der Gemahl hat uns in diesem Jahr so ausgiebig und schön besungen, daß ich an weiteren Gesangstalenten, die da heranwachsen, sehr interessiert bin 🙂

 

Neulinge

Eigentlich ist er ja voll, der Garten. Voll mit Storchschnäbeln, Akeleien, Porzellanblümchen, Walderdbeeren, Japananemonen, Bergflockenblumen und was da sonst noch so an sich wohlfühlenden Pflanzen wächst (Giersch zum Beispiel, aber auch Buchen oder die bei allen Insekten hochangesehene Schneebeere….)

Trotzdem muß ich ab und an nochmal einem Lockruf folgen – diesmal habe ich den Emaillebottich, dem meine Sumpfdotterblume entwachsen war, neu bepflanzt. Nun also wohnen eine Schwanenblume und ein Froschbiss dort – wer kann solchen Namen schon widerstehen???

Außerdem hatte ich ja im letzten Jahr Platz für die Saatmischung gemacht, die ich zum Eintritt in den Naturgarten eV bekommen hatte. Dies Jahr passiert da mehr als im letzten: Der Hornklee ist wieder da, und ein Taubenkropf-Leimkraut, das ich von nun an (falls ichs mir merken kann) mit seinem viel hüscheren Zweitnamen „Knirrkohl“ ansprechen werde, blüht als Neuling und viele andere lassen noch mit geschlossenen Knospen auf ihre Identifizierung warten.

Hornklee

Knirrkohl 🙂

noch unidentifiziert….

aber geht bald auf. Und dann….. dann wird es mir seinen Namen offenbaren!

A propos Naturgarten ev: mein Garten wird demnächst

  1. Ziel einer Exkursion sein, im Juli,  und 2. Testgarten für ein Vorhaben des Vereins, nämlich aufgrund von bestimmten Kriterien Gärten (deren Besitzer dies wünschen) als Naturgarten einzustufen – oder eben nicht – so daß man anhand dieser „Zertifizierung“ sehen kann: wo stehe ich in meinem Wunsch, den Garten naturfreundlich zu gestalten und was gäbe es noch zu verbessern? Ich bin sehr gespannt, denn ich kenne die neugeschaffenen Kriterien ja nicht und habe auch bisher immer nur so ganz für mich und mit kleinen Mitteln gemacht, was ich so dachte. Mal sehn, was die Experten nun dazu zu sagen haben werden.

Auf beides bin ich sehr gespannt 🙂


Eine Woche später (12.6. hat sich die Blüte geöffnet – diese Pflanze sieht man oft am Straßenrand, „was besonderes“ ist sie nicht – trotzdem (oder gerade deshalb, es gibt viele, die ähnlich aussehen) habe ich lange gesucht und bin zum Schluß gekommen, daß es wohl das Gemeine Ferkelkraut ist, das da so sparrelig herumsteht. In meinem Pflanzenführer ists nicht zu finden, und auch das Netz hat lang gebraucht, bis es mir den Namen offenbart hat …

…und heute habe ich eine winzige, abr trotzdem am pelzigen Hinterleib weiß-schwarz gestreifte Wildbiene ausgiebig naschen sehen.

Ganz klein und sehr unscheinbar gleich daneben wächst etwas sehr niedliches, das ich zuvor noch nie gesehen habe. Das aber liegt laut Pflanzenführer wohl eher an mir als am weißen Labkraut – das ist nämlich sehr häufig, heißt es.

 

 

 

 

 

 

 

Garten und Co

Dieser Frühling hat es in sich:

im Februar, als Winterlinge und Co herauskommen wollten, war alles patschnaß. Wirklich patschnaß – noch nie war unsere Auffahrt länger schlammig. Jetzt schon: das Wasser stand wochenlang, bei jedem Schritt quatschte es unter den Füßen.

Dann kam der März. Ein herrlicher März, sonnig, trocken, warm – zu warm. Alle Pflanzen riefen „Hurra! Frühling!“, auch Biens stimmten ein, die Vögel jubilierten, alle stellten sich auf „Explosion“ und Vermehrung ein – zu früh.

Schlagartig sanken die Temperaturen, der ganze April war kalt mit teils heftigem Frost, stürmisch und trocken, und auch jetzt noch gibt es Nachtfröste (erst heute nacht wieder), und die Tage sind – Ausnahmen wie den Sonntag ausgenommen- mit kaum mal zweistelligen Temperaturen viel zu kalt.  Die Folge: wenig Regen und ständiger Wind haben die Böden ausgetrocknet, auch im Teich ist nur wenig Wasser. Die Stauden im Garten kümmern – als Beispiel: um diese Zeit sind die Akeleien normalerweise mindestens knie- bis oberschenkelhoch – jetzt ragen die höchsten Knospen nur gerade bis Mitte Wade auf. Die Pflanzen verzögern die Blüte, solange es geht – aber es geht halt nur begrenzt. Unsere Kirschbäume blühen jetzt, sie scheinen unbeeindruckt – andere Obstbäume haben heftige Schäden, eine „richtige“ Obstblüte wird das wohl nicht, obwohl ich lange dachte, wir hier seien weniger betroffen, weil wir später dran sind und die Knospen noch nicht so weit waren, als es so stark fror. Ich glaube, das hat getäuscht.

Der Raps steht seit letzter Woche in Vollblüte, aber nach wie vor kommen die Bienen selten dazu, sich ihren Teil zu holen – zu kalt. Ich fürchte, selbst wenn sie unterwegs sind, wird es nicht allzuviel geben: wo die Böden vom Wind ausgetrocknet sind, da honigen auch die Blüten nicht.

Unbeeindruckt zeigen sich Diejenigen, von denen ich mir wünschte, daß sich dieses Mistwetter kräftig auswirken würde, beeindruckt Die, denen ich Alles Gute wünsche – so isses im Garten halt manchmal….

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Beim fotografieren kam mir dann noch eine gute Idee: wenn Iris und Sumpfdotterblume im trockenen stehen, dann doch auch die Iris-Ableger, die mir seit letztem Jahr ein Dorn im Auge sind (ich möchte nicht, daß der ganze Teich mit Iris zuwuchert) Und so holte ich mir meinen Spaten und habe mühsam am Steilhang zum Teich zwei Iris-Kloben ausgebuddelt. Diese Sorte Iris, die Sumpfschwertlilie, hat ein unglaublich verstricktes Wurzelwerk, man kriegt sie eigentlich nur als Ganzes aus dem Boden, und das ist sogar bei erst zwei Jahre alten, im Durchmesser vielleicht 20cm messenden Ablegern schon richtig schwer. Und dann habe ich auch gleich noch eine der Weiden rausgegraben, die sich nach dem Christian-Bruch aus in den Teich gefallenen Ästen dort bewurzelt und ausgetrieben haben. Das war ungleich leichter.

Na, das ist doch mal was gutes dieses seltsamen Frühjahrs, auch wenn Weide und Iris mir da nicht zustimmen werden.

Will wer was…

…für die Bienen tun? Klar! In allen Zeitungen werden sie derzeit gehypt, modern sind sie! Jeder mag Bienen, fragt man in die Gegend, wenn nicht „persönlich“, dann doch als Prinzip, sozusagen 😉 Prima, eigentlich!

Dann gucke ich in die Vorgärten und sehe: Kiesaufschüttungen. Pflastersteine. Möblierung. „Pflegeleichtes“ Gestrüpp ohne Blüten.

Dann lausche ich ins Dorf und höre: Kettensägen.
Gekappte Großbäume überall, gekappte Linden, Buchen, Birken gar! Baumtod auf Raten, weil diese Baumarten das nicht abkönnen.

Dann schnuppere ich und rieche: nichts. Sofern nicht grad Gülle gefahren wird. Weil da kein Heu trocknet, keine Blüten in die Nacht duften.

Dabei wäre es so leicht! Pflegeleicht sogar – einfach alles ein wenig in Ruhe lassen. Wachsen lassen. Nicht mehr wöchentlich den Rasen mähen, sondern zweimal im Jahr. Da wachsen dann an manchen Orten auch Brennesseln. Oder Disteln. Aber genau über die freuen sich die Bienen (Schmetterlinge/ Vögel/ Käfer/ ……….) Und die zweimal sind natürlich etwas aufwändiger, ersparen aber unzählige andere Male! Ich zB mache es so, daß ich die Plätze mähe, an denen ich sitzen oder liegen möchte und deren Zuwegungen. Der Rest ist in meinem Garten hohes Gras (weil: dunkel, unter den großen, ungekappten Buchen)
Auch die Staudenbeete kann man ruhig in Ruhe lassen, gucken: welche Pflanze mag diesen Ort – die wächst. Die anderen, die man dauernd schützen oder nachpflanzen müsste – gehen lassen. Die, die bleiben, sind allermeistens prima für die Insekten, weil es robuste, unkomplizierte Sorten sind, die oft ungefüllte und nektarbietende Blüten haben.
Belohnt wird der faule Gärtner durch große Blütenfelder – ich mache das seit Jahren so (seit wir die Bienen haben fällt deutlich weniger Zeit zum zupfen und rupfen ab). In meinen Staudenbeeten ist das wichtigste und arbeitsintensivste, einmal im Jahr von den Rändern her den Giersch dran zu hindern, hineinzuwachsen. Ansonsten merke ich, wenn mir etwas so nicht mehr taugt und mache dann erst was. Im letzten Jahr habe ich zB ein riesiges Asternfeld ausgegraben, weil die Astern an dieser Stelle eh selten zur Blüte kamen, aber alles andere verdrängten. Nun werde ich sehen, wer sich den Platz erobert, der dadurch frei geworden ist. Da überall Saat ist und Zwiebeln eh, siehts bereits jetzt nicht mehr leer aus. Und immer, wenn ich so rumlaufe, zupfe ich hier, da und dort Grasbüschelchen aus. Achja, und an einigen Stellen muß ich dicke Laubschichten entfernen. Die dünnen auf den größten Flächen dürfen bleiben. Das wars.
Dann noch drauf achten, daß irgendwo ein Reisighaufen rumliegt (und liegenbleibt, mit Nachschub immer mal) , und sollte man einen Baum oder Strauch pflanzen, sich vorher informieren: wer paßt und ist möglichst noch insektenfuttertauglich. Schon hat man zwar keinen Gottweißwie anspruchsvollen Naturgarten mit X unterschiedlichen Biotopen für jedes einzelne Insekt – aber doch einen Garten, der vielen Insekten und Vögeln und Pflanzen und Kleinsäugetieren Heimat bietet.

Das ist dann gar nicht so viel arbeitsintensiver als ein Kiesschüttgutvorgarten mit Gabiolen oÄ: wenn der nicht nach ein bis zwei Jahren nur noch verwahrlost aussehen soll, muß man Laub einsammeln, Unkraut zupfen, was gegen Grünalgen tun (will heißen: Dampfreiniger oder Giftspritze) Als Minimum. Wenn das viele Menschen merken und es wagen würden, ihren Garten unordentlich sein zu lassen, dann gäbe es ein wenig Hoffnung für die derzeit massiv einbrechende Insekten- und Vogelpopulation auf unseren Dörfern. Und auch die Bienen müssten wir Imker nicht, wie in den letzten Jahren immer öfter, zwischen Raps und Linde mit Zuckerwasserfütterungen am Leben halten, weil sie mangels Blütenangebot sonst verhungern würden. Und das wiederum müsste doch Ansporn sein für all Die, die wenn nicht die gehypten Bienen, dann doch Igel, Fledermäuse oder zumindest niedliche Eichhörnchen und buntschillernde Schmetterlinge wieder öfter hüpfen und flattern sehen wollen!?
Und stellt Euch vor, dann würde auch noch die Landwirtschaft umgestellt oder zumindest würden endlich die Subventionen auf andere Füße gestellt (nicht nach Fläche, sondern nach Qualität zB)

Hoffen und harren hält manchen zum Narren, ich weiß. Aber träumen muß erlaubt sein, wenn ich demnächst, wenn der Frühling richtig kommt, wieder meinen Bienen zuschaue, hier und da ein Vogelnest entdecke, vielleicht ja sogar mal wieder einen Molch oder einen Kolibrischwärmer sehe und abends die Fledermäuse ums erleuchtete Wohnzimmerfenster flitzen……. ich jedenfalls versuche, meinen Garten so zu gestalten, daß möglichst viel davon noch möglichst lange zu sehen sein wird.

 

 

Lösung des naturkundlichen Rätsels

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Die Hasel ists, die da blüht! Hier seht Ihr beide Blütenarten an einem Zweig: die auffälligen männlichen Pollenspender und die unscheinbaren, obwohl doch eigentlich knallroten weiblichen Blütchen. „Zweihäusig“ nennt man das, wenn eine Pflanze männlich und weiblich zugleich ist. Wardawas hat mich korrigiert, völlig zu Recht: die Hasel ist einhäusig getrenntgeschlechtlich – in einem Haus (auf einer Pflanze) leben beide Geschlechter.