Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

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 Sitzen, betrachten, ruhig werden. Manchmal gelingt das an diesem Ort.

Es summt

Bei weiterhin fast 30° hat sich der wilde Wein entschlossen, nach dem Regen seine Blüten zu öffnen. Die ganze Hauswand summt – ICH würde da einen Hitzschlag kriegen, aber Biens, Hummels, Wesps und Co sagen „Ui, lecker, und so schön warm hier!!“ *g*

Außerdem summt es, das aber auch schon 2 Tage vor dem Regen, in den Schneebeeren. Wollte ich einen „echten“ Naturgarten haben, müssten die weg, es sind Neophyten, und sie vergrößern, wo sie können, ihr Gebiet. Ich möchte aber den späten Nektar (sie blühen bis in den Oktober hinein – normalerweise) nicht missen, also dürfen sie bleiben. Prinzipiell sehe ich, je länger ich mich damit befasse, den Sinn des förderns von heimischen Pflanzen bis hin zur Entfernung der Neophyten immer mehr ein. Trotzdem gibt es eben für mich Ausnahmen. Solche, die ich leider(!) nicht entfernen KANN (Silber-Goldnessel), aber einzudämmen versuche. Und eben die Schneebeere und den einen, kümmerlichen Sommerflieder vorn – die WILL ich nicht wegmachen – obwohl ich den Sommerflieder nicht ersetzen werde, sollte auch er, wie seine Vorgänger, das Zeitliche segnen

Bei Biens kann man derzeit wieder richtig gut sehen, daß Bienenvölker sehr unterschiedliche Charaktere haben:

Wie man sieht: die Kringelchen sind sehr viel hitze – empfindlicher als die anderen beiden Völker. Seit 2 Wochen schon ist die Front fast ständig voller Bienen, inzwischen hat sich auch ein Bienenbart gebildet. Die anderen sammeln sich nur in den allerheißesten Stunden und ein wenig gen Nacht draußen – und das, obwohl das Mondvolk, da es gegen die Varroen den Verdunster drin hat, auch noch viel schlechter belüftet ist: wenn behandelt wird, ist der Boden unten mittels Gemüllschublade verschlossen. Bei den anderen ist da unten bloß ein luftiges Gitter. Die Kringelchen sind auch die unruhigsten mit den meisten manchmal patzigen Wächterinnen. Das Sonnenvolk dagegen ist superfriedlich, aber offenbar mag es keine Blattläuse abernten – es hatte hellen Blüten- statt dunklen Waldhonig.

Immer wieder spannend, unsere Bienchen.

Mein größtes Fragezeichen im Kopf betrifft die in diesem Jahr ü-ber-haupt nicht vorhandene Schwarmstimmung. Obwohl zumindest Mond- und Sonnenvolk schier aus den Nähten platzten, das Wetter gepaßt hat und wir nicht allzu viel geschröpft haben, gab es zum 2. Mal in Folge keine Ansätze von Schwarmlust. Letztes Jahr haben wir’s auf das superschlechte Wetter zurückgeführt (wie könnte ein geschwärmtes Volk überleben, das kaum mal die Chance hat, rauszufliegen und Nektar zu sammeln?) In diesem Jahr hab ich keine Idee…. Da sich die Kringelchen sehr gut von der Kalkbrut erholt haben, werden wir voraussichtlich 3 SEHR starke Völker einwintern können, von denen noch dazu bisher 2 kaum Varroen haben (was sich allerdings schnell ändern kann, wir halten ein Auge drauf!)

Heute nachmittag

Donner.

Dann eine Regenwand, eine Stunde lang. Fontänen aus den Gullys, die Autos bis zur Oberkante Reifen im Wasser, ihre Bugwellen bis knapp vor die Ladentür.

Gerade rechtzeitig wurde es weniger, bevor das Wasser in den Laden kam. Eine Stunde später wieder Hitze und Sonne, die Straßen trocken – als wäre nix gewesen

Ich war natürlich gespannt, ob hier auch was angekommen war.

Und es war: es gibt wieder eine erwähnenswerte Wasserfläche im Teich, und auch bis unter die Bäume ist die Feuchte vorgedrungen. Außerdem deutliche Fließspuren in den Schuppen und auf den Wegen sowie total verstopfte Fallrohre (die jetzt schon wieder sauber sind) Mit anderen Worten: es ist VIEL runtergekommen. Aber als ich heimkam war es wieder sonnig und warm, draußen sitzen bis eben – herrlich!!

 

30°- Marke geknackt

Jetzt also auch wir…. und es soll noch heißer werden – und länger so bleiben.

Wollte heute eigentlich nach der Arbeit zur Schlei, büschen schwimmen, lesen, Strand – war mir einfach zu heiß! Um 19:30 Uhr immer noch 29°C! Auffe Arbeit ist die Hitze inzwischen auch im Laden angekommen (keine Klimaanlage). Wenn ICH eine feuchte Stirn habe, das heißt schon was. Und heute hatte ich zeitweise an der Kasse eine.

Biens wandern aus *g* – diekce Bienetrauben hängen außen an den Kästen. Blöd beim Mondvolk, das wir ja als einziges (weil die anderen weit unter der Schadschwelle, die im Juli bei 10 Milben/ Tag liegt, waren) gerade mit dem Verdunster behandeln. Und wenn die Tierchen draußen hängen, kriegen sie natürlich keine Ameisensäure ab. Aber die meisten Milben sind ja in der Brut, und die kann nicht flüchten ….

Dem Dicken geb ich zwischenndurch immer mal 2 oder 3 Trockenfutterbröckchen mit ordentlich Wasser. Dann schlabbert er nämlich das Wasser weg, und das tut ihm merklich gut, dem alten Kerl. Von allein trinkt er trotzdem nicht viel.

Ich überlege, mir morgen wieder das Zelt im Garten aufzubauen. Denn inzwischen ist es oben im 1. Stock ganz schön warm und kühlt auch nachts nicht mehr so recht ab. Kein Wunder, denn wenn ich jetzt die Fenster öffne, kommt ebenso warme Luft wie sie drin ist, rein. Soll nachts nicht unter 20° gehen, das war bis letzte Nacht noch anders, da kühlte es nachts noch ab.

Heute bin ich erstmals an der „es ist einfach zu warm“ – Grenze angekommen. Nuja, jetzt weiß ich das wenigstens auch, daß es diese Grenze gibt *gg*

Trocken und sonnig…..

ist es ja bekanntermaßen hier oben in diesem Jahr schon ziemlich lange. Aber WIE lange denn eigentlich genau genau hier bei uns? Diese Frage trieb uns gestern abend um. Im Netz hab ich dazu nirgends was finden können, aber ich hab ja noch mein Tagwerk….. und in dem skizziere ich immer auch kurz das Wetter. Die letzten „Regen-Strichlein“ gab es am 21. Juni. Aber das waren ein paar nieselige Minuten mehrfach am Tag, dasselbe am 18. und am 19.6 ein halber Tag Landregen, immerhin, wenn ich mich recht entsinne. Danach gab es dann auch wieder Wasser im Teich, der 1000-L-Tank war etwa halbvoll. Davor ein fetter Platzregen Ende Mai – und das war’s: von Anfang Mai bis jetzt.

Nicht immer war es sonnig, es gab Wind und Wolken – aber kein Naß. Und so weit die Trends tragen (16 Tage) ist auch keines in Sicht: 20% Wahrscheinlichkeit von 0.7l/qm ist schon das dollste, das uns vorhergesagt wird.
Inzwischen sind 2 Büsche tot (die sehen auch nicht so aus, als ob sie von unten wieder ausschlagen würden), allen Holundern trocknen die Blätter am Busch ein und die Kirschen werfen Ballast in Form von langen, stackeligen Trieben ab. ERstaunlicherweise sind in der Au immer noch kleine Pfützen und auch der Teich hat seinen nassen Flecken behalten – da kommt uns der ununterbrochene Regen des letzten Jahres zugute, das Grundwasser steht noch recht hoch offenbar. An vielen Stellen sind Risse im Boden, da sacken die Wühlmausgänge ab, merkt man, wenn man mit dem Fuß mal nachbohrt. Mal sehn, was geschieht, wenn es wieder regnet…. sowas wie in diesem Jahr gab es noch nicht, seit ich hier wohne – sowas wie im letzten aber auch nicht…… Mir tun die Pflanzen leid, ja. Aber ich selbst blühe bei so einem Wetter auf! Ich schlendere viertelstundenweise von drin nach draußen, die Temperaturen sind irgendwo immer im Wohlfühlbereich; ich lese, gucke Garten, putze auch mal Fenster oder sauge durch, die Gelenke tun nicht weh, die Schultern sinken entspannt nach unten, weil sie sich nicht im Dauerfrösteln verkrampfen müssen – das ist mein Wetter!

Die Insektentränke erfreut sich regen Besuchs- und wieder finde ich neue Tiere. Außer den „normalen“ Wespen sind da auch andere. Habe sie in der Insektenlupe fotografiert und werde mal sehen, was sich herausfinden läßt.

Und jetzt stürze ich mich in den Trubel: bin mit einer Freundin in Westerholz verabredet, direkt neben dem malleähnlichsten Strand Angelns 😉 , Langballigau. Normalerweise kriegt mich da an sonnigen Feriensonntagen Niemand hin, aber es sind besondere Umstände…. und nur so 2-3 Stunden…. *g*
Nehme meinen Bikini mit, da kann ich nix werden mit „Nackedei schwimmen“, da gibt es keine ruhigen Strandstückchen, an dem das keinen schert. Nichtsdestotrotz: ich freu mich auf Freundin, Wasser, Strand und auf Wellengeplätscher (falls das bei dem Kindergeschrei zu hören sein sollte, aber egal)

 

Zum Baumeister bin ich nicht geboren…..

…das kann man hier deutlich sehen. Aber es hält. Zumindest bis zur nächsten Böe. In die Röhren, die nicht mit Lehm gefüllt sind (zu den lehmgefüllten gibts demnächst noch was), sollen noch hohle Stengel oder Bambus oder …. , und aufs Dach Hauswurz. Aber damit warte ich man lieber bis nach der nächsten Böe 😉

 

Außerdem habe ich noch eine Tränke gebaut -angesichts dessen, daß vom Teich ja nur noch ein feuchter Fleck übrig ist, der sich allerdings bisher trotz weiter anhaltender Trockenheit unverändert hält.

Diese Tränke sieht etwas solider aus, war aber auch deutlich einfacher zu bauen: eine alte Schüssel, Steine, Moos, ein Loch ausheben, Schüssel rein, Steine rein, Wasser rein, Moos rein und büschen hübschen, damit das olle Plastik nicht so zu sehen ist.

Das Moos ist übrigens nicht „für hübsch“. Aufgrund der Oberflächenspannung des Wassers können selbst kleinste Wasserflächen ohne „Rettungshilfe“ dazu führen, daß Insekten auf dem Wasser quasi festkleben und ertrinken.

Kleinvieh

Heute zum Thema

Wasser,

denn:

Es ist trocken.
TROCKEN.
Also, wirklich SEHR TROCKEN.

Trocken wie seit, so hörte ich gestern im TV, hier bei uns seit 50 Jahren nicht mehr.

So trocken, daß alles hilft, was naß macht. Der Gartentank (1000 Liter) ist leer, der Teich auch schon, Trinkwasser aber wird aufwändig aufbereitet, und es ist wirklich kostbar. Deshalb möchte ich so wenig wie möglich (Keines funktioniert in diesem besonderen Jahr nicht, dafür habe ich jetzt doch zu viel Erbarmen mit manchen Pflanzen) davon im Garten verspritzen. Was also tun?

Ich sage mir mal wieder: Kleinvieh macht auch Mist und habe begonnen, bei einigen  täglichen Arbeiten Nutzwasser zu sammeln und in den Garten zu bringen.

  • Abwasch: trotz Spülmaschine bleibt immer wieder Abwasch für die Hand über. Warum nicht in der Schüssel statt im Becken spülen und das benutzte Wasser draußen statt über die Abwasserleitung entsorgen? Wir benutzen ja Neutralreiniger als Spüli, da tut man nix, was dem Garten schadet.
  • Dusche: Wenn ich vor der Dusche den Pfropfen unten schließe, kann ich nach der Dusche sage und schreibe fünf 5-Liter-Gießkannen mit einer Schüssel mit Ausguß vollschöpfen und das Wasser an besonders notleidende Pflanzen verschenken. Und ich bin keine Langduscherin, allerdings auch keine, die beim einseifen das Wasser abstellt…. und auch da kommt nichts schädliches in die Natur, denn ich benutze in der Dusche ja nur pflanzliches festes Shampoo, sonst nix
  • sonstige Wäsche: im Waschbecken steht eine flache Schüssel, aus der das aufgefangene Wasser gleich nach zähneputzen und händewaschen oÄ nach draußen kommt.
  • Reinigung: mein Staubsauger möchte regelmäßig den Filter ausgespült bekommen, das braucht immer mehrere Liter Wasser. Jetzt nehme ich dafür draußen den Gartenschlauch statt drin den Wasserhahn….
  • kochen: wir kochen selten, aber wieso nicht das Nudel- oder Kartoffelwasser abgekühlt den dürstenden Pflanzen geben?

1x gründliches händewaschen – Kleinvieh MACHT Mist!!

Kleinvieh, aber ich überlege, diese Gewohnheiten beizubehalten, einfach, damit das gute, (dann immer noch relativ *g*) saubere Wasser nicht stantepede wieder im Abwasserkanal landet, sondern weiter genutzt werden kann, von Pflanzen und Tieren. Es ist ja insegsamt ein Problem, daß durch die zunehmende Versiegelung zu wenig Oberflächenwasser ins Grundwasser nachkommt.
In größeren Städten oder ganz kleinen Dörfern allerdings gibt es ja inzwischen das andere Problem, daß in den Abwasserkanälen nicht genug durchgespült wird, weil die zu groß konzipiert wurden – für „alte“ Verbauchszahlen, wo Waschmaschinen und Wasserhähne jetzt weniger verbrauchen und auf Zuwachs, wo die Nutzerzahlen zurückgehen. Da ist das vielleicht keine so gute Idee. Bei uns ist das bislang aber kein Problem, und das manuelle herausbringen läßt mich auch bewusster mitkriegen, wie viel Wasser ich benutze. Daß das ausschöpfbare Duschwasser (danach steht ja noch ein Rest drin, der in den Kanal geht) ganze 25 Liter sind – das war mir zB auch nicht klar, ganz schön viel……

Vielleicht gibt es ja noch mehr Möglichkeiten, der dorrenden Natur im kleinen zu helfen ohne Trinkwasser zu verschwenden – mir ist mehr momentan noch nicht eingefallen.

Ab zu Einab

Was vom Teiche übrig blieb….

Das ist unser Teich letzten November

Ich erinnere mal daran, daß er voll war wie nie, daß die Schneebeeren am hinteren Rand „bis zu den Knien“ im Wasser standen, daß sogar der Weg nach hinten zeitweise geflutet war. Monatelang.

Das ist unser Teich jetzt

Unten mittig, da wo’s etwas grün ist, holen die Bienen ihr Wasser. Selbst diese kleinen Wesen kommen nicht in Gefahr, dabei zu ertrinken…… fraglich ist, ob die Krebsscheren und die anderen Wasserpflanzen das überleben werden. Abwarten….

Inzwischen versagen langsam aber sicher die von mir letzlich noch gepriesenen Trockenheitsstrategien , Vieles läßt die Blätter hängen, auch im Schatten – und sogar der Giersch ist schlapp – auch etwas, das ich in fast 25 Jahren noch nicht erlebt habe.

Derweil tost der Wind. Der Sommergenuß ist leider dadurch sehr getrübt. Die Brandgefahr wächst – am Dienstag soll es etwas Regen geben, danach: trocken und wieder heiß, soweit die Prognosen reichen…. ich bin wirklich gespannt, wie der Garten damit zurechtkommt….

Wo mer widder Sommer hann…..

Großartig ist das: nach 14 Tagen „kalt“ ist der Sommer zurück! Ein echtes Sommermärchen – ich brauche dazu absolut keinen Fußball! Ist ja auch eh durch, der Fußball hier bei „uns“ – wenn ich das 1. Mal „public viewen“ gehe (weil ich mit 2-4 Stunden Wartezeit meine neuen Brillengläser eingebaut bekommen sollte, das paate ideal!), dann scheiden „wir“ gleich mal aus – ich muß sagen, das hat mir Spaß gemacht! Also, das public viewen, mit all den heftigen Reaktionen ringsum – nicht das ausscheiden. Ich hätte gern nochmal public geviewt 😉 Aber ansonsten ist mir das mit dem Fußball eher egal. Bei herrlichen windstill-sonnigen 25° noch abends um 19 Uhr würden mich eh keine zehn Pferde ins Haus vor die Glotze bringen!

Ja, aber die Flora leidet!, rufen jetzt sicher die Rasensprenger, die Gemüsegießer, die Baumarktsaisonpflanzenkäufer und Gießkannenschlepper!

Ich antworte entspannt aus dem Liegestuhl: „Tjaaaaa, liebe Leute, das ist wohl wahr – auch mein Rasen ist gelb. Aber wieso sollte mich das stören? Sobald es feuchter wird, wird er wieder ergrünen – es ist einfach seine Art, mit Trockenheit umzugehen.

Ohnehin wird es in meinem Garten nicht so schnell kritisch, wenn es trocken ist wie in vielen anderen. Das liegt einerseits dran, daß da viel Schatten ist – einen anderen Anteil hat aber durchaus mein Wirken dort: wo flächendeckend kaum kahler Boden zu sehen ist, da dauert es unter der schützenden Blätter-, Bodendecker- oder Mulchschicht lange, bis keine Feuchte mehr im Boden ist. Und auch viele der Pflanzen haben ihre Strategien – sie werden ja auch nicht dauernd umgepflanzt, ihren Nachbarn entrissen oder kommen frisch aus Gewächshäusern mit Beregnung und Düngung in den Gartenboden, und so haben sie Zeit, sich an die Verhältnisse anzupassen.

Die einen lassen die Blätter erbärmlich hängen. So sparen sie Naß, werden aber auch nicht so stark von der Sonne ausgedörrt – und schützen selbst den Boden unter sich zusätzlich vor der Austrocknung. Sobald die gnadenlose Sonne weg ist, sind sie aber schon dabei, sich wieder aufzurichten. Und morgens, mit dem winzigen Rest Nachtfeuchte, den es (noch) gibt, stehen sie ordentlich stramm. Die Storchenschnäbel machen es so, auch die Sterndolde oder die Knöteriche.

Sterndolde, in Aufrichtung begriffen

Andere bleiben einfach klein. Viel niedriger als sonst sind zB die Margeriten, der Wasserdost oder der Odermennig. So müssen sie nicht so viel Masse mit dem lebensnotwendigen Naß versorgen und können trotzdem Blüten ausbilden.

Manchen scheint das Wetter schlicht egal zu sein. Frauenmantel, Pfefferminze oder Weidenröschen benehmen sich ganz genau so, als wäre es normal-kühl-wechselhaft-stürmisch-naß – alles wurscht. Man steht, blüht, wächst. So oder so.

Es gibt aber auch die, die dieses Wetter genauso genießen wie ich. Der Eisenhut beispielsweise steht stramm und hat grooooße Knospenrispen. Oder die fette Henne, die Bartnelken, der Oregano – ich glaube, die freuen sich richtig! Und wenn Ihr Euch mal die Straßenränder anschaut, dann seht Ihr: die sind in diesem Jahr bunt wie sonst nie bei uns im nassen, kühlen Schleswig-Holstein. Da blühen Königskerzen, Weidenröschen und alle möglichen anderen, die’s abkönnen mit denen um die Wette, die sonst nicht oder viel spärlicher zum blühen kommen. So wie Schafgarbe, Kamille oder die kleineren, gelben Kleesorten, Wicken und die unterschiedlichsten Sauerampferarten.

Und, zurück in den Garten, für den Notfall hat der Regen, den es in den kalten Tagen gegeben hat, ja den Wassertank aufgefüllt. Dem heimische-Saaten-Beet helfe ich da schonmal, die sind ja alle noch so klein…. oder die frischgepflanzten Heimischen im Hof – die bekommen auch mal einen Guß. Denn so ein ganz klein wenig Unterstützung dürfen die Kleinen schon beanspruchen, sie können ja nix dafür, daß der Sommer zurück ist….

die Kleinen dürfen alle paar Tage mal Tank-Wasser kosten.

Ganz einzelne jedoch leiden wirklich. Zum Beispiel das an der Giebelwand rankende Immergrün:

Darf ich ehrlich sein?

Es ist eh am falschen Platz, denn eigentlich ists ein bodendeckender Schattenliebhaber, und es nimmt den Pflanzen, die den brauchen (wie zB Lavendel oder einigen Sedum-Sorten), den raren sandigen Trockensonnenplatz dort an der Hauswand. Außerdem ist es eine heftig rankende Sorte, die, statt zumindest die kahlen unteren Regionen des Weins zu begrünen, sich dorthin schlingt, bloß um dann nach vorn zu fallen und alles, was da unten die Sonne genießen möchte, zu ersticken. Aber ich kriege es da einfach nicht weg, weil es so mit dem wilden Wein verwachsen ist. Sollte es jetzt den Platz freigeben, ich wäre nicht traurig drum, so fies sich das lesen mag – immerhin verdurstet hier Jemand langsam. Aber eigentlich bin ich ziemlich überzeugt davon, daß auch dieser erbärmliche Anblick nicht von Dauer sein wird – zumindest von unten wird wahrscheinlich frisch gestärkt das Immergrün immer wieder grünen, sobald der nächste Regen gefallen ist…..

Im Hof

Im Hof ist es auch grad recht schön:

Ich hab das Beet neugemacht, weil die Randsteine schon versunken waren und außer Vogelmiere und Frauenmantel nix mehr da war (wie man sieht: ent-vogelmiert ist hier erst die linke Seite, inzwischen hab ich aber alles….)

Und da, wo’s „neu“ ist, sind Knoblauchsrauke, Eselsohr, ein Wiesenknopf und eine Skabiose (nicht im Bild) eingezogen

Die Kletterhortensie ist inzwischen riesig und blüht toll

Im letzten, supernassen Jahr kam die Frage auf, ob wir bezüglich des Hofbodens „was tun“ müssten: die Dachziegel, die eine fette Schicht im Hof gebildet hatten, sind großenteils schon wieder im Boden verschwunden, eine Erdschicht ist drüber, Löwenzahn und Gras, aber auch Flechten wachsen. Es war an einigen Stellen ziemlich glitschig, und es standen Pfützen, aus denen das Wasser garnicht recht abfließen mochte

Jetzt, wo’s wieder trockener ist, scheint das schon wieder unwichtig ….. auch, weil mir keine gute Lösung einfällt. Schön wäre Natursteinpflaster, aber da müssten wir ohne Ende Laub fegen – und es bräuchte vor allem einen vernünftigen Unterbau – schwierig mit riesigen Buchen mit ebenso großen Wurzeln im Hof. Alles andere wäre „noch was obendrauf kippen“. Und das Bodenniveau ist bereits recht hoch (merkt man am Gully, zu dem es abwärts geht)

Wir werden es wohl noch weiter aussitzen *g*


P.S.: seit gestern sind 2 unserer 3 Honigernten nicht mehr im Eimer. Sondern in Gläsern. 🙂

Wie doof!!!

Da scheint die Sonne, aber es gibt null Chance zum draußensein abseits von harter Arbeit, und die mach‘ ich vor der Erwerbsarbeit man besser nicht….. Weil: es stürmt heftig.

Nicht nur doof für mich, überhaupt ists in den letzten 14 Tagen nicht mehr so dolle für Alle:

uns Menschen fehlt die Sonne, und der Wind nervt – den Pflanzen fehlt das Wasser, denn trotz tagelanger Wolkendüsternis gibt es keinen Regen.
Bzw KAUM Regen: als wir am Wochenende mitten in einem riesigen offenen Garten waren, da kam ein Sturzregen samt Gewitter. Und als wir dann aufs Erdbeerfeld wollten, da hatte es sich richtig eingeregnet…. erst als wir wieder daheim waren – da hört es wieder zu regnen auf…. aber sowas ist ein Tropfen auf den heißen Stein – und wenn es dann schon dunkle 17° hat, dann kanns doch bitte auch gleich regnen, oder?

Die Linden stehen in voller Blüte- einen ganzen Monat früher als normalerweise!!!! Biens sind in eiliger Emsigkeit unterwegs, unter den Linden summt es heftig – aber viel Nektar kommt offenbar trotzdem nicht zusammen, denn eben hab ich mal reingelugt: die äußeren Honigwaben sind nach wie vor nichtmal ausgebaut. Man muß aber in der Flugschneise ordentlich aufpassen, sonst knallen einem die Bienen an den Kopf, die in einem Wahnsinnstempo unterwegs und dort keine Hindernisse gewöhnt sind. Ich brauche so ein Warnschild!!!! *ggg*

Ein Zwetschgenbaum scheint zu sterben- er hatte ordentlich geblüht, auch Früchte angesetzt – und seit einer Woche wurden erst alle Blätter schlapp, jetzt auch gelb, die Früchte schrumpeln – das sieht nicht gut aus! Der zweite steht wie eine Eins. Wühlmäuse? Die Trockenheit? Ich weiß es nicht.

Fundstücke

Fertig bin ich mit dem hinteren Stück Garten, alles ist durchwühlt, eine neue Totholzmauer aufgesetzt….

Auf der großen Steinplatte, der wir noch keinen neuen Platz „zugewiesen“ haben, liegen Fundstücke

Schön geodnet – links Metall (von oben nach unten Draht, Nägel, ???), daneben Plastik, dann Porzellan und Glas, ganz rechts Sonstiges….

Klar, da waren auch alte Balken und so, aber Draht!?

Ich meine, den runden Knopf irgendwoher zu kennen und irgendwann vermißt zu haben, komme aber nicht drauf… von diesen roten, kabelbinderartigen Dingern gabs viel mehr, bloß hab ich nicht von Beginn an gesammelt. Einiges landete gleich im Müll.

Früher gabs hier mal Kinder…. ein vielleicht letztes Spielzeug von so einigen, die ich im Laufe der Jahre gefunden habe. Dahinter nach langer Zeit mal wieder ein Stück Eierkohle, rechts daneben Teerpappe oder sowas

Außerdem noch ein Seitenschneider, festgerostet, den wir vor Jahren lange gesucht hatten und mehr Glas und Porzellan – auch das war im Müll gelandet, bevor ich auf die Idee kam, diese Müllmengen mal zu zeigen Jetzt ist natürlich die Teichfolie der potentielle nächste Müll, sonst aber sollte die ehemailge Müllkippe nur noch Erde, Steine und die Mengen von Regenwürmern in sich tragen, die ich gefunden habe

Erstmal bleibt das frisch umgegrabene Stück wie es ist, denn sobald ein Tropfen Regen fällt, muß ich wieder Farne, die aus übriggebleibenen Wurzelstücken sprießen, entfernen. Bis das vorbei ist lohnt es nicht, irgendwas zu säen oder zu pflanzen. Auf Dauer möchte ich aber schon noch ein paar Stauden vor dem Holzhaufen und zwischen den Findlingen haben.

Hat Spaß gemacht 🙂

 

Lignum habet spem:

praecisum rursum virescit

Das Holz hat Hoffnung: abgehauen, grünt es wieder

Von nahem sieht man: ganz so doll ist das noch nicht – aber fürs erste Jahr nach dem Kahlschlag bin ich froh, daß es überhaupt so aussieht! Nun muß ich sicherlich heftig die Heckenschere benutzen, damit nicht bloß oben, im hellen, Blätter sprießen, sondern die Lücken auch unten die Chance haben, sich zu schließen. Aber noch nicht!

Kurzerhand habe ich gestern abend hinten einen weiteren Kahlschlag fabriziert – hier sieht man den Unterschied vorher (links) – nachher (rechts), jeweils im Vordergrund:

Und hier sieht man den Effekt:

Weitblick über die Kuhkoppel, und – das war der Sinn – Abendsonne, auch wenn diese schon tief steht. Ich schätze, die Weiden werden das auch um diese Jahreszeit gut wegstecken, und Nester gab’s da drin nicht.

Und wißt Ihr, was hier grad passiert? Es REGNET! Just als wir zu den Bienen wollten ging das los, nach dem einen Starkregenguß Mitte Mai, der auch schon auf eine lange, sonnige Trockenphase gefolgt war, der erste Regen. Das Radar sagt, nachmittags soll’s wieder trocken sein. Okay, dann halt nachmittags zu Biens….

Heute

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie Ihr seht, geht wieder was. Nämlich das Bildbearbeitungsprogramm.
Allerdings nur eingeschränkt bisher, denn von der Karte des Fotoapparats weigert es sich, die Bilder zu nehmen. Ich muß sie auf den Desktop ziehen, dann gehts….
Noch ne Baustelle…..