Herbst – heuer mal so richtig!!

…und heute gleich nochmal: herrliches Wetter und viel draußen. Heute mit gleich zwei Freundinnen ums Haddebyer Noor (lohnt!!!!) So schön!!! 🙂

Die Pfaffenhütchen fruchten ungeheuer reich, ebenso Eichen und Eßkastanien – dafür gibts keine einzige Krete und fast keine Bucheckern.

Auch daheim Herbstfarben en masse:

Das Wiesenbild zeigt ganz gut die drei Abschnitte, der Kater verfolgt meine Wege und die Hortensien sind gelbgelbgelb

Ich habs wirklich gut zur Zeit!

 

URLAUB!!

Mein Jahresurlaub hat ganz spontan stattgefunden: gestern morgen rief die WÜ-Freundin an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr und ihrem Wohnmobil einen Ausflug zu machen, sie möchte so gern einmal Sort sol sehen! Und ob ich vielleicht ich wisse, wo – obwohl sie vermute, es könnte schon zu spät sein. Das vermutete ich auch, aber wir beschlossen, daß das auch egal sei, wir würden dann einfach einen schönen Tag haben. Ich schlug die große Breite vor, denn wir wollten nicht so weit fahren, und ich hatte gehört, auch dort gebe es die Sort sol zu bestaunen

Bevor jetzt Jemand enttäuscht ist, 1. nein, es WAR zu spät und 2. hier könnt Ihr trotzdem gucken:

Wir aber hatten trotzdem einen Tag mit echtem Urlaubs- und für mich, die ich wohnmobilunerfahren bin auch Abenteuergefühl!

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Die große Breite ist wunderbar, das wusste ich schon länger, denn ab und an (viel zu selten) sind wir hingefahren, um dort zu laufen. Ab Kosel oder ab Weseby (näher dran) kommt man gut hin, und so haben wir uns auch in Weseby einen (nicht ganz vorschriftsmäßigen *räusper*) Stehplatz gesucht, und sind dann erstmal losgegangen – am Strand entlang dann durch den Wald, den man hinten schon sieht, und an der Siedlung mit kleinen Ferienhäusern, die man rechts einen Hang entlang sähe, hätte ich dorthin geknipst, zurück Toller Weg, schönes Abendlicht, verwunschener Wald – aber nicht ein einziger Star *g*

Dann gabs (Abend-)Brot und (Gesellschafts-)Spiele, Hyggepunsch dazu, und gegen elf waren wir bettschwer. Heute morgen nach dem Frühstück einen ausgiebigeren Gang, kreuz und quer durch den Wald. Mich haben am meisten die Ameisenhaufen beeindruckt, sicher 8-9 davon haben wir gesehen!!!

Und dann gab es noch einen Schupf. Direkt an der Schlei. Nee, wat scheun!!

Außerdem natürlich das wunderbare Herbstlicht – bloß ist auf beiden Fotos, auf denen man das gut sehen kann, auch die Freundin drauf. Also müsst Ihr selbst mal hinfahren und Euch das ansehen. Am besten nächsten Oktober, aber nicht zu spät. Dann mit Sort Sol….

…danke, WÜ-Freundin, für diese Idee – ich habs sehr genossen! 🙂

Splitter

Argumente, die mir zT bisher gefehlt hatten, wenn ich sprachlos hörte, wie zur Zeit Atomkraft mit dem CO2-neutral-Argument salonfähig gemacht werden soll.

(Leserbrief aus dem SPIEGEL)

Jawoll, ich freu mich …

… heute ist ein wunderbarer Herbsttag. Klare Luft, zwischendurch Sonne, kein Wind. In der Nacht hat es gefroren, und als ich morgens gegen halb neun meinen ersten Gang ging, hat alles, worauf Sonnenstrahlen fielen, zu dampfen begonnen. Schön!!

Habe den ersten Rachenputzer gemacht, dann meine Schulterübungen gemacht, Erkältungshonig angesetzt (die Mürwikerfreundin hat Kräuter, von denen ich nehmen darf, und wir waren gestern dort), die letzten Zwiebeln gesteckt (verwildernder Kugellauch in klein), dafür auch ein wenig andere Stauden in ihre Grenzen verweisen müssen, mit den Zitronenüberbleibseln die WCs und Waschbecken eingerieben – schon ganz schön viel für meine Schulter. Merke ich jetzt auch, aber (noch) nicht „giftig“ – ja, es wird *freu* Derzeit komme ich mit 2x Ibu600 und Wärmflasche durch den Tag, für die Nacht gibts 22 Novalgintropfen (gestern getestet: weniger ist mehr – mehr Schmerz. Und weniger: weniger Schlaf…. also bleibts noch dabei) Ich glaube, die Zitronenreste nachher „rausputzen“ „darf“ der Herr F. …

Wenn er uns diesmal nicht versetzt, kommt nachher noch der Tiefbauer. Einmal hat er uns schon versetzt *seufz*, angeblich ein internes Mißverständnis. Okay.

Update: eine Stunde später ein Anruf: ob er nicht bitte morgen kommen könne …. na, kann er …. wenn er denn dann auch kommt ….

Und jetzt?

Herrlich, sich das überhaupt zu fragen! Bedeutet nämlich: ich hab noch ENERGIE über – etwas, das monatelang kaum mal zu spüren war. Ich bin gespannt, was nächste Woche die Ärztin sagt. Vielleicht kann jetzt ja die KG, samt Mobilisierung, losgehn!?

Was auf alle Fälle losgeht ist die Schlauchschal-, Wärmflaschen- und Ofensaison. Als ich vor ein paar Tagen meine Wärmflasche suchte, musste ich feststellen, daß sie im wahrsten Sinne des Wortes besetzt war……

Schlauchschals hab ich ja genug, aber Wärmflasche nur eine *g* – also musste das Schweinchen auf meinen Schoß umziehen, die Flasche kam hinter die Schulter …. Schoß hab ich zwar auch nur einen, aber da leider weder die Katzen noch der Herr F. Anspruch auf ihn erhoben haben, war der frei 😉

So, und wer will, kann jetzt noch herausfinden, welche Musik grad eben unten lief, als ich zu m schreiben nach oben entschwand. Tipp: am Textanfang gucken *g*

Nochmal ne Schlupfwespe

…hab ich natürlich dem Lennart für sein Projekt geschickt, aber zuvor geguckt, was es denn sein könnte. Ich kam auf Ichneumon stramentarius. Könnte es tatsächlich sein, schrieb er:

gar nicht mal schlecht! 🙂 Ichneumon stramentarius oder suspiciosus, die sind leider nur an der Scopa, also der Behaarung der Innenseite der Hinterhüften zu unterscheiden.

Okayyyyyy *gg*

 

 

zart!?

24.9. Also, zart finde ich persönlich ja nicht so die richtige Bezeichnung für die punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima). Punktierte Pummelschrecke würde es eher treffen…. aber schaut selbst:

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Schon wieder ein Tier mit weniger Beinen als es haben sollte…. fast allen Heuschrecken, die ich sehe, fehlt eines! Und dieses ganz leichte schielen – herrlich!! *gg*

Endlich!

Achtung, viel Lesestoff!!! 😉

VORGESCHICHTE:

Seit 1994 wohne ich hier, und in den ersten Jahren war alles gut. Irgendwann aber begann mein Haus, Risse zu zeigen. Immer in der Außenwand zum Garten hin, dünne Dinger erst, die sich aber stetig mehrten und vergrößerten. Auch der dicke Riß im Wintergarten kam trotz Fundamenterneuerung wieder, und viele neue dazu.

Mich hat das beunruhigt, und weil es das tat, hab ich im Laufe der Jahre immer wieder Rat herangeholt. Ein Baugutachter war dabei, der Unbedenklichkeit bescheinigt hat und dessen Vermutung „Moorlinse im Untergrund“ lautete („aber da was zu machen wäre mit Kanonen auf Spatzen schießen, ist alles nicht so schlimm“). Ob’s nicht an Wasser liegen könne, fragte ich. Nö….

Jahre später, die Risse waren mehr und größer, wollte ichs genauer wissen: Einen hatte ich da, der mit Lebensmittelfarbe kenntlich gemachtes Wasser in unterschiedliche Abläufe und Schächte gedrückt hat. Denn ich wollte wissen, ob evtl Wasser aus den Fallrohren nicht, wie es soll, hinten in der Au landet, sondern durch evtl kaputte Verrohrungen unterm Haus, wo es Unterspülungen verursachen könnte. Schließlich führen die Rohre der gesamten Hofseite in einen Schacht, von dem Niemand so recht wusste, wohin er führt…. Aber das Wasser kam ordnungsgemäß in der Au an, das wars also auch nicht.

Unterschiedliche Handwerker, die aus unterschiedlichen Gründen da waren, wurden befragt, darunter auch einige, die sich Bauschadensanierung aufs Revers geschrieben haben. Immer wurde mir beschieden, ein altes Haus setze sich nunmal, das sein normal, und ich solle mir mal nicht ins Hemd machen.

Der Bauschadensachverständige, der am 8.8. hier war, war denn auch nicht wegen der Risse da, sondern weil sich beim Keller inzwischen herausgestellt hatte, daß das Wasser, das manchmal dort aus dem Bodenablauf hochdrückt, garnicht aus dem Bodenablauf (dem Rohr) kommt: bevor das Loch vom letzten September geschlossen werden konnte, wars „zum Glück“ im Januar nochmal ordentlich naß gewesen – und es zeigte sich: wenn man das Wasser ausschöpft, fließt es nicht aus dem Rohr nach, sondern seitlich aus dem Erdreich daneben! Damit war klar: einfach den Boden wieder dicht zu machen reicht nicht aus. Zwei Firmen waren da gewesen – und haben sich danach einfach nicht mehr gemeldet. Dann hatte ich ein wenig aufgegeben- und dann kam der Jägerfreund mit der Idee um die Ecke, seinen Neffen mal drauf anzusetzen. Der ist der besagte Bauschadenssachverständige, fürderhin „der Neffe“ genannt. Ich rief ihn an, wir machten aus, daß er sich meldet – dann kam Corona, und jetzt endlich gab es besagten Termin.

UND?

Und:

  • die Feuchtigkeitsmessung auf der Kellerbodenplatte ergab: unterm Keller ists zu naß. Da ist also definitiv Wasser, das da nicht hingehört, auch viele Tage nach dem letzten Regen.
  • Das ansehen des Lochs samt Kamera im Rohr sagt: unter dem Betonboden liegen Ziegel, die in den gewachsenen Boden verlegt sind. Der Betonboden ist also wahrscheinlich erst später eingegossen worden, denn um 1920 war das normale Kellerbauverfahren: Findlingsfundament, Verrohrung im Boden, Ziegel drauf verlegt, damit Feuchte verdunsten kann. Die Kamera zeigte unglasierte Tonrohre (normal zu der Zeit, glaserte kamen erst in den 30ern auf), die sehr angegriffen sind und Abplatzungen zeigen. Heißt: auch aus den Rohren kommt Wasser in den Boden.
  • Daraus folgt, daß auch die oberflächenwasserabführenden Rohre aus unglasiertem Ton, also porös sind (vom Schacht aus in die Au jedenfalls. Von den Fallrohren bis zum Schacht sind sie ja „neu“, d.h. von 1995/96)
  • Außerdem kommt sehr viel Oberflächenwasser einfach von Hof/ Einfahrt gen Haus. Das versickert zwar, ich sehe außer bei Starkregen nie „Bäche“, aber im Untergrund ist bei uns in Angeln „bindiger Boden“. Will heißen: in einiger Tiefe sind Lehm- und Tonschichten. Das Wasser versickert also, wird dann vom Lehm aufgehalten und werweißwohin geleitet, jedenfalls nicht einfach so runter ins Grundwasser. Und da unser UND des Nachbarn Grundstück sich leicht gen Haus neigen, ist es sehr wahrscheinlich, daß das Wasser auf seinen Wegen auch unterm Haus durch kommt – und dort laaaaaangsam, aber sicher kleine Sedimentteile mit sich nimmt. Heißt: Der Boden verändert sich – das Haus setzt sich – Risse entstehen.

An diesem Punkt ist interessant, daß erst jetzt wir dem Manne auch die Risse gezeigt und die ganze Geschichte oben erzählt haben. Von meiner „Wasser-Sorge“ wusste er also nichts, auch nichts von den massiven Riß-Problemen, denn bislang waren wir nur im Keller und auf der rißfreien Hofseite gewesen. DANN hat er sich die angeguckt – und gesagt „ja, das Rißbild ist ja auch ganz typisch“.

Na, danke, Herr Moorlinsentheoretiker …. Moorlinsen, sagt der Neffe nämlich, machen einerseits ganz andere Rißbilder – und das tun sie andererseits nur etwa bis 20, 30 Jahre nach Bau. Dann hat sich das gesetzt und kommt zum Stillstand.

Ja, und was folgt jetzt aus all dem?

nein, das braucht Ihr NICHT in groß, das bleibt genauso unleserlich und gekritzelt *gg*… aber es gibt eine mehrseitige „Kurzstellungnahme“, die aussagekräftig ist

Wenn wir nicht wollen, daß das weitergeht mit der Nässe und den Rissen, dann empfiehlt der Neffe folgendes:

Es wird bis 30cm unter Kellerbodenniveau ein Graben gezogen, in den ganz unten eine Auffangrinne und Ableitung fürs einsickernde Wasser kommt. Drüber Sand und Rohre fürs Fallrohrwasser. Der Kellerbodenablauf wird rückgebaut, der Kellerschachtablauf (der übrigens ein normaler Duschablauf ist, garnicht für außen gebaut) bis zum Eingang des Mieters erneuert und mit Rücklaufklappen versehen (die verhindern, daß bei Starkregen, wenn nicht alles Wasser abtransportiert wird, das ganze zurückfließt und den Kellerschacht flutet). Der Schacht, in den die Fallrohr- und Drainageleitungen münden, wird aufgegraben und nachgesehen, in welcher Höhe der Ablauf sitzt. Evtl muß eine Pumpe rein. In die (kaputten Ton-)röhren gen Au wird ein Einzollschlauch eingeschoben, der den neuen Ablauf bildet und dafür sorgt, daß kein Wasser auf dem Weg zur Au verloren geht. Dann können sowohl der Kellerboden trocknen als auch der Boden eine neue Struktur bekommen (wenn das alles auftrocknet, wird sich ja auch nochmal was ändern), was 3-4 Jahre dauert, danach kann man dann auch die Risse zumachen – sie sollten dann nicht mehr neu zu arbeiten beginnen.

Okay.

Das wird Geld kosten, aber im Moment bin ich einfach nur froh. Inzwischen haben wir die versprochene schriftliche Zusammenfassung samt Skizze und die Kontaktdaten eines Bauunternehmens. Das immer wieder für den Neffen arbeitet und von dem 1. er weiß: die können das und das 2. weiß: er hat ein Auge drauf, sie Interesse an seinen Aufträgen (die oft groß sind) und deshalb das auch vernünftig machen wird. Wir können es ja schlecht kontrollieren….

 

 

Nix für Arachnophobe ;-)

15.9. Der letzte warme Sonnentag – na, da wollen wir nochmal grillen. Also wird die Kohle vorgeheizt, dann gegrillt, dann der Haufen Brombeergestrüpp (vorher umgeschichtet, damit Tiere sich retten können) nach und nach aufgelegt. Langsam wird es in der gesamten Feuerstelle wärmer – und da sitzt sie plötzlich auf einem der Umrandungssteine:

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Ich dachte ja „oh, da hat sie wohl ihren Eikokon gerade noch retten können. Aber jetzt, bei der Suche im Netz, scheint mir: das ist eine Wolfsspinne, Lycosida spec., und die tragen, so lernte ich, immer ihre Kokons mit sich herum. Und sogar später die kleinen Spinnen, einige Tage lang!

Ich konnte keine wirklich hilfreiche Bestimmungshilfe für Spinnen finden. Kennt hier Jemand eine? 🙂

Teichspaziergang

Nach den ergiebigen Regenfällen der letzten Wochen zeige ich Euch mal den „vorher“- Zustand unseres Tümpels, bevor irgendwann der Bagger kommt….

Wir starten gleich rechts neben den Bienen – Ihr seht den Zufluß (Tonrohr) und rechts daneben die Stufen hinunter. Iris (mittig) und Weide (links) werden entfernt, weil sie sonst früher oder später den ganzen Tümpel überwuchern.

geht man wenige Schritte nach links, sieht man bis ganz über’n Teich 😉

wenige Schritte nach rechts: der „Ausstieg“ gegenüber. Was kahl wirkt zeigt nur, wie viel Sigone* ich schon entfernt habe – hauptsächlich „vor Schulter“, und auch in Mini-Portionen seitdem *seufz*

Nun sind wir auf der anderen Seite, überm „Ausstieg“ von eben. (Der Weg dorthin ist so dichtgewachsen, daß nix fotografierbar ist). Dieser Teil des Schneebeerengebüschs kommt weg (baggerbagger….), um mehr Licht und Wärme ans Wasser zu lassen – zugunsten der Amphibien

hier ist der Mirabellenrest am „anderen Ende“ des Schneebeergebüschs (ganz links im Bild sieht man die äußersten Schneebeerenausläufer) Ich hoffe, die Mirabelle darf bleiben – an Stelle der Schneebeeren soll ein Flachwasserbereich angelegt werden (wärmeres Wasser, in dem dann hoffentlich die vorhandenen Frösche auch mal laichen mögen).

Hier sieht man nochmal, daß ich fleißig war: die ganze jetzt noch immer kahle Fläche war bis zum letzten Jahr komplett mit Sigone vollgewuchert. Nur noch ca 20qm sind unangefasst.

Für mich gibt es noch viele offene Fragen – ich bin durchaus nicht sicher, daß nachher alles besser sein wird. Aber der Schneebeere werde ich allein nicht Herr, die Iris krieg ich auch nicht weg, ebenso die Weide – und daß die faulenden Blätter von über 20 Jahren (wahrscheinlich eher über 50 Jahren) rausgeholt werden – das kann auch nicht schlecht sein. Insofern….. ich bin SEHR gespannt!

*Sigone: *klick*

Nicht Heu-, sondern Strauchschrecke

… und zwar wahrscheinlich die gemeine (Pholidoptera griseoaptera) , die am 17.8. in des Herrn Zimmer saß

„Wahrscheinlich“ sag ich, weil Heuschrecken mal wieder garnicht so einfach zu bestimmen sind wie frau erst denkt. Ich dachte: Schild, Rücken, Kopf, alles wichtige drauf auf den Fotos. Aber dann wurden bei der „einfachen“ Bestimmungshilfe wiedermal seltsame Dinge abgefragt: ob die Tympanalöffnungen* rund oder spaltförmig sind, beispielsweise.

Liebe Leute, ich wusste nichtmal, daß es Tympanalöffnungen gibt!! Und dann ist das dortige Beispiel für meine Augen spaltförmig, aber unterm Foto steht, man könne die RUNDE T. gut erkennen…. na, toll.

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So gings munter weiter, und letztlich habe ich mich an Färbung, Größe, lange Fühler (bis „Langfühlerschrecke“ ist die Bestimmung abgesichert *g* – also: Heuschrecke -> Laubheuschrecke -> Langfühlerschrecke) und den nur schmalen, nur hinten hellen Rand am Kopfschild gehalten und kam mit der größten Wahrscheinlichkeit auf die westliche Beißschrecke…. bis ich dann auf Umwegen feststellte: viel wahrscheinlicher ist es, des gelben Bauchs wegen, die gemeine Strauchschrecke – Und die gab es bei dieser Bestimmhilfe garnicht zu finden *seufz*

Wenn sie es ist, dann ist sie auf der aktuellen roten Liste S-H auf Kategorie * geführt, nicht gefährdet bedeutet das.

Die roten Listen für Schleswig-Holstein kann man hier herunterladen, sich aber auch in gedruckter Form zuschicken lassen. Das will ich tun, am Computer ist es wirklich sehr umständlich, zwischen Listen, Legenden, Erklärungen hin und her zu blättern.


Tympanalorgane sind Schalldruckgradientenempfänger (Auditive Wahrnehmung). Sie liegen bei Laubheuschrecken und Grillen in den Tibien der Vorderbeine, bei Feldheuschrecken, Zikaden und Schmetterlingen in Brust- oder Hinterleibssegment.

Wikipedia

Augustblüher

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das sind „die Neuen“, ansonsten gibts Japananemone, roten Staudenknöterich (zumindest da, wo’s nicht GANZ so trocken ist), Veronikareste, Skabiosenreste, Buddleia, Montbretien, Oreganoreste, Bergamottminze, Fette Hennen, Nachtkerzenreste, unermüdliche Storchschnäbel da, wo’s nicht ganz so trocken ist – das wars auch fast, glaub ich.

Übrigens haben kurz vor dem bißchen Regen in den letzten 2 Tagen auch wackere TRockenkünstler wie das Leinkraut die Segel gestrichen

Die Königskerzen lassen schon lang die Blätter hängen wo nicht gegossen wurde (also an den meisten Stellen) ebenso wie knotige Braunwurz oder das Zimbelkraut – „Trocken-Tipps“ von Euch, die mich in Kommentaren und Mails erreichten. So unterschiedlich ist das!!

Vieles aber beginnt selbst nach den paar Tropfen jetzt schon wieder damit, sich zu berappeln. Die „Hängenlasser“ sind ja meist nicht tot, sondern sehen nur so aus. 😉

Tipula

Ein sehr leicht zu beobachtendes Tier saß da auf dem roten Knöterich:

Es hat eine ganze, lange Weile gedauert, bis klar wurde, wieso es so garnichts sagte, egal wie nah man dran ging: diese Schnake war bereits verstorben, saß aber sicher und fest an der Blüte. Vielleicht hätte sie sich plastinieren lassen, wäre sie ein Mensch geworden, jedenfalls schien sie sich im Tode geradezu zeigen zu wollen, und ich habe das Angebot dankbar angenommen.

…. daß es eine Schnake war, war bald klar, bis TIPULA bin ich mit meiner Bestimmerei gekommen – wahrscheinlich wird es eine Wiesenschnake (Tipula paludosa) gewesen sein, oder aber eine Kohlschnake, die sehen sich wohl sehr ähnlich. Dreist wie ich bin finde ich, die im Netz befindlichen Fotos sprechen alle für die Wiesenschnake.

Dies hier ist ein Mädchen (Ihr wißt es genau wie ich, ich sag nur „Legestachel“). Falls sie eine Wiesenschnake ist und es noch geschafft hat, Eier zu legen, so sind ihre Larven für mich(!) willkommen – sie fressen nämlich an Graswurzeln, und das tuende Geschöpfe helfen in unserem Garten, mehr Blühpflanzen die Aussaat in Rasen und Wiese zu ermöglichen. Wahrscheinlich hat sie ihre Eier aber auf in – sie versenkt sie einzeln leicht in den Boden – die Kuhkoppel gelegt, denn diese Schnaken mögen eher die offenen Flächen nutzen.

 

Aussaaten

Hier mal eine Auflistung, vor allem für mich zum Überblick-bewahren. Die Saatlisten, die man so nicht lesen kann, sind anklickbar und dann gut lesbar.


Fläche eins: Saattüte „Druiden“ , ausgesät Frühling ’19, glaube ich

2019

Blüte Jahr 1(2019):

Lein, Boretsch, Mohn, Koriander, Dill, Kornblume, wilde Malve, Phacelia, Schwarzkümmel, Färberkamille und Ringelblume

 

 

Blüte Jahr 2 – wird laufend ergänzt – (2020):

1.7.2020

Kleiner Wiesenknopf

Ringelblume, kleiner Wiesenknopf, Margerite, (Barbarakraut, Ackerstiefmütterchen – fortan sind in Klammern gesetzte Pflanzenarten da, aber nicht in der Tütenauflistung enthalten) Färberkamille, wilde Malve, Knirrkohl, wilde Möhre, großblütige Königskerze

An dieser Mischung hab ich Freude, denn nach der Enttäuschung über all den nicht-heimischen „Füllstoff“ im 1. Jahr sieht man jetzt: doch, da kommt viel Nettes!


Fläche zwei: Kräuterrasen (von Fa.Strickler) ausgesät im September 2019. Im April ’20 die allerersten beiden Blüten! Reiherschnabel – den es vorher in meinem Garten noch nicht gegeben hatte – und die gewöhnliche Vogelmiere, also nicht die Miere aus der Mischung

Blüte Jahr 1(2020): Reiherschnabel, (Vogelmiere), Gänseblümchen. Braunelle, (Pyrenäenstorchschnabel)


Fläche drei, Schattsaum (von Fa. Strickler), ausgesät August 2019. Im Mai erscheinen zaghafte erste Sämlinge. Noch kann ich nicht erkennen, was das wird. Vielleicht, wenn das so zaghaft bleibt, säe ich im Herbst nochmal nach….

1.7.2020

Blüte Jahr 1 (2020) – wird laufend ergänzt inzwischen ist da doch so einiges zu sehen: wilde Möhre, Braunelle, Ruprechtskraut, rote Lichtnelke, (Wald-Ziest), knotige Braunwurz, Wirbeldost

 

 

 


Fläche vier, Saum aus NRW, Tütchen von der Mama bekommen und ausgesät April 2020 – ach Menno – beliebtes Katzenklo….. aber Mitte Mai sehe ich: doch, da kommt was. Aber im August schauts dann doch aus, als ists bloß eine versprengte Knoblauchrauke. Abwarten, die Katzen jedenfalls gehn jetzt nicht mehr dorthin, wahrscheinlich weil gleich daneben im Boden ein großes Wespennest ist…

 

 

 

 

 


Fläche fünf, Arche-Saatgut, Probetütchen, von dem ich leider die Saatliste nicht mehr finde, ausgesät April 2018,

13.6.18

Juni 19

… an der dominierenden wilden Rauke (Diplotaxis tenuifolia) habe ich einen Kohlweißling Eier ablegen sehen.

Blüte Jahr 2 (2019) Margerite, Rauke, wilde Malve, Rotklee, Hasenklee

Blüte Jahr 3 (2020): knotige Braunwurz, Margerite, Rauke, Weißgelbes(?)Labkraut, Rainkohl, Moschusmalve, weiße Lichtnelke, Wiesenflockenblume, Hasenklee, Färberkamille

 

 

 


Fläche sechs: Neben der Birke vorn am Staudengarten habe ich 2016 ein Saattütchen ausgesät, das ich vom Naturgarten eV bekommen hatte. 2017 habe ich Fotos gemacht von dem, was da schon kam: *klick*:

Blüte Jahr2 (2017): Knirrkohl, Ferkelkraut, weißes Labkraut, Hornklee. Alle die sind bis letztes jahr wiedergekommen, außerdem blüht die wilde Karde jährlich.

Jahr 5 (2020): Knirrkohl, Hornklee, Wiesen- oder weißes Labkraut, echtes Leinkraut, Natternkopf, Hornklee, wilde Karde, Moschusmalve, Natternkopf (EINER, winzig – aber da!!!!)


Fläche7: hinten, nach dem entfernen der Bergamottminze. Zwei blütenmeer2020-Tüten eigesät am 1.10.2020