Es duftet herrlich…..

…. denn die Nachbarin hatte viele reife Quitten, und nun stehen Entsafter und ein Topf mit dem „Stoff“ für 3 Kilo Quittenbrot auf dem Herd

Hach!

Advertisements

Pflanzen im Fjonk’schen Garten

Hier ist alles aufgelistet, was auf unserem Grundstück wächst und für mich bestimmbar ist. Ich ergänze laufend. (sicher heimische Arten sind kursiv gedruckt)

BÄUME

  1. Birke
  2. Buche
  3. Eiche
  4. Erle
  5. Linde
  6. Mirabelle, 2 Sorten
  7. Sauerkirsche, 2 Sorten
  8. Trompetenbaum
  9. Walnuß
  10. Weide: Sal-,
  11. Purpur-
  12. Silber(?)-
  13. sowie 2 Sorten, von denen ich nicht weiß, welche es sind

BÜSCHE/ HECKEN

  1. Ahorn (Hecke)
  2. Brombeere (wird nur hinterm Knick geduldet, ist aber immer wieder auch im Garten…)
  3. Buchsbaum
  4. Efeu, Buschform
  5. Felsenbirne, Kupfer-
  6. Flieder
  7. Forsythie
  8. Gelber Blasenstrauch
  9. Hartriegel
  10. Hasel
  11. Himbeere
  12. Holunder
  13. Johannisbeere; rote-,
  14. schwarze-,
  15. Kornelkirsche
  16. Krete
  17. Lonicera purpusii (Geißblatt, Buschform)
  18. Perückenstrauch
  19. Pfaffenhütchen
  20. Rose, 5 Sorten
  21. Rotbuche (Hecke)
  22. Scheinquitte
  23. Schneeball, runzelblättriger
  24. Schneebeere
  25. Schneeforsythie
  26. Spiere: Kolben-
  27. Schnee- (Braut-)
  28. Stachelbeere; grüne-,
  29. Josta(?)
  30. Traubenkirsche
  31. Weißdorn

MEHRJÄHRIGE

  1. Akelei
  2. Ampfer: krauser
  3. stumpfblättriger-
  4. Wiesensauer-
  5. Astern, mehrere Sorten
  6. Aronstab, gefleckter
  7. Baldrian
  8. Beinwell
  9. Bergflockenblume
  10. Blutweiderich
  11. Brandkraut (Bommelblume)
  12. Breitwegerich
  13. Brennessel
  14. Christrose, 2 Sorten
  15. Ehrenpreis: Persischer-,
  16. Stauden-
  17. Eisenhut, 2 Sorten
  18. Elfenblume, zwei Sorten
  19. Ellenrispe (Schein-Alraune)
  20. Eselsohr (ich glaube, das ist der wollige Ziest!?)
  21. Farn: Hirschzungen-,
  22. Straußen– (der „Farn des Grauens“)
  23. Wurm (oder Wald-Frauen-?)
  24. Felberich,
  25. auch Gold-
  26. Fingerkraut, kriechendes
  27. Ferkelkraut, gemeines X
  28. Fetthenne,
  29. auch 2 Zuchtsorten
  30. Gänseblümchen
  31. Garten-Gamander
  32. Gedenkemein (Omphalodes verna)
  33. Giersch. (*seufz*)
  34. Glockenblume: pfirsichblättrige,
  35. nesselblättrige,
  36. eine mit herzförmigen Blättern und Rhizomen, die nur alle paar Jahre blüht
  37. und eine winzige, aber nicht die Zwerg-
  38. Goldmohn
  39. Günsel, kriechender
  40. Gundermann
  41. Goldrute (hoffentlich seit 2018 nur noch die heimische…)
  42. Gräser Glatthafer(?)
  43. Quecke 😦
  44. Wiesen-Rispen-(?)
  45. Knäuel-(?)
  46. Hahnenfuß, scharfer-  (Butterblume),
  47. kriechender-
  48. Helmkraut, hohes
  49. Hornveilchen (seit Jahren nicht mehr, wahrscheinlich zu wenig offener Boden)
  50. Iris, 4 Sorten
  51. Kälberkropf, (Taumel-?)
  52. Karde, schlitzblättrige
  53. Kaukasus-Vergißmeinnicht
  54. Klee: Horn-,
  55. Rot-
  56. Schnecken- (Zwerg-?)
  57. Weiß-
  58. Knöterich: Kerzen-
  59. Schlangen- („Pfeifenreiniger“)
  60. Schnecken-
  61. Knotige Braunwurz
  62. Labkraut, weißes-,
  63. Kletten-
  64. Lavendel
  65. Leberblümchen
  66. Lenzrose
  67. Lichtnelke, rote
  68. Löwenzahn
  69. Lungenkraut, geflecktes
  70. Margerite: Wiesen-,
  71. Stauden-
  72. Mauerpfeffer, weißer –
  73. Minze, 3 Sorten
  74. Mutterkraut
  75. Mutter-Malcha-Blume
  76. Nelkenwurz: Bach-
  77. echte-
  78. Ochsenzunge, ausdauernde (Pentaglottis sempervirens) Das mit dem „heimisch“ ist etwas zweifelhaft, bei Wikipedia steht sie aber als an wenigen Orten S-Hs wild vorkommend
  79. Oregano
  80. Phlox
  81. Porzellanblümchen
  82. Primula elatio (Waldprimel)
  83. und 4 andere Primelsorten
  84. Rainfarn
  85. Rhabarber
  86. Sauerklee, europäischer-
  87. Wald-
  88. Erdbeere, Schein-,
  89. Wald-
  90. Schlangenkopf
  91. Seifenkraut
  92. Sigmarswurz
  93. Silber-Goldnessel (leider. Wird versucht zu entfernen, weil invasiver Neophyt)
  94. Stauden-Mohn
  95. Stendelwurz, entferntblättrige (letzte Blüte 2016, kommt aber eh nur alle paar Jahre, mal sehen….)
  96. Sternmiere, große
  97. Stinkende Nieswurz
  98. Stockrose
  99. Storchschnabel, 14 Sorten. U.a. Brauner-,
  100. blutroter-(sanguineum)
  101. glattfrüchtiger (-aequale) oder weicher (-molle)
  102. stinkender-(robertianum), Ruprechtskraut
  103. Wiesen-(pratense)
  104. Taubenkropf-Leimkraut (Knirrkohl)
  105. Taubnessel, weiße-,
  106. rote-,
  107. gefleckte-
  108. gelbe
  109. Thymian, 2 Sorten
  110. Türkenbund, gelber
  111. Veilchen
  112. Veronika, 3 Sorten
  113. Wald-Geißbart
  114. Walderdbeere
  115. Waldmeister
  116. Wald-Ziest
  117. Wasserdost
  118. Weidenröschen, zottiges-
  119. schmalblättriges-
  120. Wiesenraute, akeleiblättrige-
  121. gelbe-
  122. Zimbelkraut

EIN-BIS ZWEIJÄHRIGE

  1. Ackergauchheil
  2. Ackerstiefmütterchen
  3. Distel, Rauhe Gänse-
  4. Fingerhut (in manchen Jahren)
  5. Hirtentäschel, gewöhnliches
  6. Hohlzahn, gemeiner
  7. Königskerze, wollige
  8. Klatschmohn
  9. Kornblume
  10. Labkraut, Kletten- (*seufz*)
  11. Nachtkerze
  12. Rainkohl, gewöhnlicher
  13. Schöllkraut
  14. Silberblatt
  15. Sonnenwend-Wolfsmilch
  16. Spörgel, Spergula arvensis
  17. Vergißmeinnicht (Mysotis. Welches???)
  18. Vogel-Knöterich
  19. Wiesen-Bocksbart (2jährig)
  20. Wiesenkerbel
  21. Wilde Möhre (2jährig)

KNOLLEN und ZWIEBELN

  1. Buschwindröschen
  2. Bärlauch
  3. Hasenglöckchen
  4. Krokus, mehrere Sorten
  5. Kugellauch
  6. Leberblümchen
  7. Lerchensporn, gefingerter-
  8. hohler-
  9. Märzenbecher
  10. Milchstern
  11. Montbretie, 2 Sorten
  12. Osterglocke, mehrere Sorten
  13. Schachbrettblume
  14. Scharbockskraut
  15. Schneeglöckchen, 3 Sorten
  16. Schneeglanz
  17. Scylla
  18. Strahlenanemone
  19. Traubenhyanzinthe
  20. Tulpe, 3 Sorten
  21. Wald-Goldstern
  22. Winterling

KLIMMENDE

  1. Clematis
  2. Efeu
  3. Geißblatt, 3 Sorten
  4. Hortensie
  5. Wilder Wein, selbstklimmender
  6. und rankender

SONSTIGE

  1. Froschkraut, schwimmendes (Wasser)
  2. Krebsschere (Wasser)
  3. Moose, mindestens mal 4 für mich deutlich auseinanderhaltbare Arten
  4. Sumpfcalla (Drachenwurz, Wasser)
  5. Tannenwedel (Wasser)

PILZE (Ja, eigentlich nicht wirklich Pflanzen. Aber Tiere ja irgendwie erst recht nicht….)

  1. Birkenpilz
  2. Brandkrustenpilz (hoffentlich nicht mehr….)
  3. Champignon, brauner Kultur-
  4. weißer-
  5. Hallimasch
  6. Täubling

Und, EINZIG:

  1. der zweigstielige Herrling

Kleinvieh

Seit fast schon einem Jahr habe ich ein neues Deo:

Ein von der Oma geerbtes Glasdöschen mit Deckel hat Natron pur zum Inhalt.
Wenn ich mich morgens unter den Armen gewaschen habe, nehme ich mit feuchtem Zeigefinger ein kleines Bißchen davon auf und verreibe es in der Achsel – fertig. War überrascht, daß das sommers wie winters selbst anstrengende Arbeitstage stinkefrei hält..

Da ich ungern „fremde“ Gerüche an mir habe, finde ich das wunderbar:

  • ich übertünche Eigengeruch nicht durch anderes
  • das ganze ist extrem kostengünstig
  • man verbraucht nur SEHR wenig
  • ich müffele nicht, und
  • ich bin nahezu verpackungsfrei unterwegs (in meinem Falle sogar GANZ, weil ich das Natron beim Besuch im Unverpacktladen gekauft hatte)

EinaB!!

Jetzt ist er also da – der Herbst, so wie man ihn hier kennt

Sturm, Regen, einstellige Temperaturen. Alle bunten Blätter sind wech, heruntergepustet, und was noch nachkommt hat keine Zeit, bunt zu werden. Grau und windig – keine gute Kombi für Fjonkas.

Jetzt muß ich aufpassen, daß die Stimmung nicht so schnell kippt: mich erinnern, wie lange es wunderschön war und wie das war. Und die guten Seiten der jetzigen Zeit wahrnehmen: der Ofen ist an; der Dicke freut sich über Schoß-Zeit; abends ist es dunkel genug, eine selbstgegossene Kerze aus eigenem Wachs anzuzünden; drin ists kuschelig, wenns draußen unwirtlich ist; Zeit genug, das wunderbare Geburtstagsgeschenk des Herrn F., ein Gebraucht-Smartphone mit all meiner Musik drauf zum hören übers Tivoli, auszukosten; Kino ist was schönes, wenns draußen unwirtlich ist; und natürlich: sobald die Sonne rauskommt: rausgehn, und wenn es nur kurz ein Gang durch die raschelnden Blätter im Garten ist;

hmmmm, mehr fällt mir grad nicht ein …

Xirxe, „BC-Freundin“, hat mir vor 10 Tagen eine Karte geschickt . Drauf steht:

Herbst und Winter wurden für warme Decken und dicke Bücher erfunden

Tja. Dicke Bücher gehn auch im Sommer auf der Gartenliege, und auf warme Decken könnte ich gut verzichten, aber ja – beides zusammen hat schon was …

 

Nie zuvor!!! :-)

Nie zuvor habe ich Mitte Oktober stundenlang nur in Unterbüx in der Sonne gesessen, während ringsum Blätter raschelnd im warmen Wind tanzen und die noch übrigen in den Bäumen vor einem strahlend blauem Himmel in allen Farben leuchten.

Seht Ihr die tanzenden Blätter? 🙂

Gestern haben wir unser Retro-bluetooth-Radio ins Fensterbrett gestellt und als Sahnehäubchen obenauf zu alldem auch noch gute Musik genossen, abends gegrillt und das wohl letzte Lagerfeuer des Jahres gemacht.

Alle (dringend nötigen) Arbeiten werden in die Morgen- oder späten Abendstunden oder, wie das schnippeln von Gemüse, nach draußen verlegt, denn es wäre Sünde, dieses Wetter nicht draußen zu nutzen!

Kein gelbgetrockneter Rasen, sondern jede Menge Blätter!

Lustiges Detail: nach über zwanzig Jahren wird erstmals klar, daß es Mitte Oktober erst ab 10:15, also nach der Frühstückszeit die schon niedrig stehende Sonne über die gegenüberliegenden Bäume und Häuser schafft. Haben wir noch nie zuvor drauf geachtet, war ja immer egal, denn im Oktober draußen frühstücken? Eh nicht möglich!

Auch heute nicht möglich: gute Musik nebenher. Der Nachbarsjunge hat dröhnende Hiphopbässe laufen. Da kann unser Radio nicht mithalten, obwohl des Nachbarn Fenster geschlossen ist. Ich fühle mich an meine 18plus-Zeiten erinnert, bloß daß damals in ebenso ohrenbetäubender Lautstärke Led Zeppelin und Co liefen *gg* Aber mit Hiphop kann ich gut leben. Wie ungeheuer gut, daß er nicht Techno hört! Das hätte uns schon aus dem Garten vertrieben, oder wir hätten „böse alte Nachbarn“ spielen müssen, eine Rolle, die uns nicht liegt.

 

 

Kleinvieh

Heute: Email

Vor ein paar Jahren habe ich einen kleinen Beitrag im Radio gehört über eine kleine, neue Firma, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Emailkonten anzubieten. Das hörte sich gut an, fand ich, zumal mich die ewigen Werbemails von meinem bisherigen Anbieter, GMX, eh immer mehr nervten. Spam ließ man nicht durch, das klappte ja, aber die Eigenwerbung passierte sämtliche von mir aufgestellten Spam-Regeln, wurde immer mehr und immer aufdringlicher. Da schreckte mich der Aufwand eines Umzuges nur noch wenig.

Also habe ich, wieder daheim, die Seite von posteo aufgerufen, mir durchgelesen, was sie so machen – und mich kurzerhand angemeldet. Posteo bekommt zB Ökostrom, legt alles Geld bei GLS- und Umweltbank an, gibt MitarbeiterInnen extra Urlaubstage, wenn sie mit Bahn statt Flugzeug reisen, trifft Kaufentscheidungen für die Firma nach Nachhaltigkeitskriterien, spendet jährlich Zigtausende an soziale und ökologische Verbände undundund. Finde ich schon ziemlich prima!

Wenig später hat auch der Herr F. zu posteo gewechselt – sein Schwerpunkt bei der Entscheidung lag (und das war Jahre vor NSA) eher im maximalen Datenschutz, den posteo anbietet *klick*

Einen Euro im Monat waren uns diese Vorteile wert, und Werbung gibt es jetzt auch nicht mehr ins Postfach, denn posteo ist außerdem werbefrei.

Wir sind beide seit Jahren sehr zufrieden 🙂 – und nein, ich bekomme kein Geld für Werbung oder so (erstens glaube ich nicht, daß die das überhaupt machen, und zweitens: dafür ist mein Blog nach wie vor viel zu klein. Bisher jedenfalls habe ich noch keinerlei Angebote für sowas bekommen *gg*) Ich lege Euch einen Wechsel einfach so ans Herz. Weils gut ist für die Umwelt und weil ich’s gut finde, solche Firmen zu unterstützen.


Ab zur Einab – und zu der auch noch ein paar Worte für die, die hier noch nicht so lang lesen: Die Einab ist eine Blog-/ Linkparade zum Thema EInfach NAchhaltig Besser leben. Interessant ist eigentlich die Linksammlung UNTER den Einstiegsartikeln. In letzter Zeit ist sie relativ nählastig, leider (für MICH leider), aber die frühen Ausgaben, die im Archiv leicht nachzuschlagen sind, sind ein riesiger Fundus an guten Ideen zum Thema. Da findet Ihr ALLES: vom ökologischen putzen über Büro, Kinder, Kleinkram wie meine Kleinvieh-Serie, Hygienesachen, aber auch größere Ansätze und eher theoretisches. Ich gucke schon lange dort und habe viel mitgenommen!

Flohmarkt-Fund

Mein Becher war vor einigen Monaten undicht geworden, und ich musste feststellen, daß es keine Rührfixe mehr gibt 😦 Also secondhand gesucht, aber Rührfixe gab es nur zu Mondpreisen, Becher allein nicht. Passende Becher einfach so auch nicht, ich war einige Male mit dem Kurbeldeckel unterwegs. Immer waren sie zu tief oder nicht tief genug, wenn die Breite passte

Dann war Straßenflohmarkt in Twedt, und – gleich am 2. Stand stand er 🙂 Als ich ihn kaufen wollte (3 Euro!!), hat die Besitzerin tatsächlich noch den Originalkarton geholt. Normalerweise brauch ich keine Kartons, aber DEN hab ich gern mitgenommen…. In der Stadt könnte man den „auf retro“ teuer verschachern *gg*

Jetzt hab ich also einen funkelnagelneuen alten Becher und zwei Kurbelaufsätze sowie den Karton. Mal sehn, wie lange was davon hält 🙂

Heute:

Ofen angemacht, zum ersten Mal wieder.
12°, es gießt und stürmt, aber in meiner (Wohnzimmer-)Höhle ists jetzt kuschelig warm.

Wo war das noch gleich, Herr F.? Ravensburg? Ulm?

 

Kleinvieh

Prioritäten und büschen was grundsätzliches

Der Herr F. und ich, wir hatten beim einkaufen von Lebensmitteln längere Zeit immer ein wenig unterschiedliche Prioritäten.

Wenn ich einkaufe, dann liegen die so:

  1. bio
  2. möglichst keine oder wenig Verpackung/ Pfandverpackung (frisch entdeckt: im Bioladen gibts Essig in der Pfandflasche!)
  3. und ab hier ist alles nicht mehr ganz so wichtig bzw hängts vom jeweiligen Produkt ab: regional, möglichst nicht so viel Verarbeitung nötig, saisonal ……

Der Herr F. hat oft erstmal nach regional geschaut, und die Entscheidung fiel bei „konventionell, aber aus der Gegend“ gern mal gegen bio aus. Bei uns beiden waren diese Entscheidungen eher aus dem Bauchgefühl heraus getroffen. Bis letztens, als wir eher zufällig ein sehr prägnantes Beispiel dafür bekamen, wie die konventionelle Landwirtschaft sehr schnell etwas sehr besonderes, schönes kaputtmachen kann (in diesem Fall per Düngung und Maisanbau eine wunderbare Landschaft, die zuvor durch ökologischen Landbau überhaupt erst hatte entstehen können). Da wurde uns beiden erst klar: wenn ich konventionell und regional kaufe, bewirke ich zwar, daß hiesige Menschen Arbeit haben – aber eben auch, daß ich genau das stärke, was ich nicht will (Glyphosat, Monokultur, Überdüngung, Maismassen, Wiesen ohne Blumen……)

Seither habe ich dann auch mehrere Blogbeiträge dazu gelesen – wiedermal das, was ich dauernd bemerke: bist Du an einem Thema dran, springt’s Dich von allen Seiten an. Besonders diesen hier finde ich gelungen, und er schildert einige Fälle, bei denen man vor einem „wie Du’s machst, es ist immer verkehrt“ steht.

Lebensmittel sind da noch verhältnismäßig leichte Fälle, finde ich. Bioläden gibts inzwischen recht viele, und selbst „rewe bio“ (nur als Beispiel) ist immer noch besser als garnicht bio und wirklich für Jedermann erreichbar. Wer als erste Priorität „keine oder wenig Verpackung“ hat, der geht auf den Markt oder in den Bioladen, dort ist vieles „ohne“ zu kriegen, und zumindest das Dilemma der eingeschweißten Bio- gegen die verpackungslose konventionelle Gurke gibt es nicht (daß die Biogurke im Supermarkt eingeschweißt ist, weil sonst nie sicher ist, welche nun wirklich bio ist, weil die doofen Kunden alles verschleppen, und daß nicht die konventionelle eingeschweißt ist, weil das wegen der nach wie vor größeren Verkaufszahlen von billig-konventionell noch mehr Müll machen würde, das weiß inzwischen Jeder, oder??)

Aber wie ist es mit nicht eßbarem?

Da liegen meine Prioritäten, habe ich die Wahl, so:

  1. Nachhaltiges
  2. vor Ort
  3. verpackungsfrei kaufen, das
  4. bio und/ oder fairtrade und
  5. reparierbar bzw „unkaputtbar“ ist

Und schon wird es schwierig. Vieles, das ich gern hätte, gibt es schlicht hier in der Provinz nicht oder überhaupt fast nur noch im Netz. Im Netz kaufe ich aber sehr ungern, selbst wenn es sich um eindeutigeres als Kleidung handelt, die ich anprobieren möchte. Ich kaufe deshalb ungern im Netz, weil

  • Internetshops die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten kaputtmachen und dabei
  • wenigen Menschen Arbeit bieten (wenn man nicht die unter wirklich üblen Bedingungen Arbeitenden in den großen Lagern von Am**** etc mitrechnet, die ich deshalb nicht mitrechne, weil ich diese Großanbieter im Netz inzwischen fast vollständig boykottiere)
  • weil die Sachen per Boten gebracht werden müssen, die ebenfalls unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten müssen (da wird’s schon wieder eng mit „fairtrade“, im eigenen, reichen Land) und die
  • dabei stark die Umwelt belasten (unglaublich viele Fahrten)
  • und weil ich auch noch wenig Kontrolle über Priorität 3 habe, denn ich habe schon öfter erlebt, daß (zB) das Biobaumwollshirt in doppelt Plastik plus Luftpolsterfolie eingepackt ankommt (ja, ich weiß, es gibt I-shops, die darauf achtgeben)

Es ist also immer so eine Art moralisches Dilemma, wenn es wiedermal nirgends in der realen Welt das gibt, das ich gern hätte. Zum Glück gibt es auch noch ganz andere Möglichkeiten, nämlich Konsum zu verringern:

  • Verzicht zum Beispiel. Erstmal überlegen: brauche ich das wirklich? Vielleicht ists ja soooo wichtig nicht, wenn es so schwierig ist da ranzukommen. Darin übe ich mich seit längerem, mit schwankendem Erfolg 😉
  • Oder ausleihen bei Dingen, die man nicht so oft braucht.
  • Oder daß wir uns mit 3 Paaren gemeinsam ein Party-Shelter gekauft haben.
  • Dann natürlich Gebrauchtkauf (für mich waren bisher Straßenflohmärkte und Sozialläden, aber auch Kleinanzeigen gute Quellen)
  • Und bei manchen Dingen auch selbermachen (ich sag nur: Reinigungsmittel … nachzulesen in anderen „Kleinvieh“-Beiträgen)

Trotzdem: ich war nie eine, die gern einkauft (egal was), aber seit ich versuche, nachhaltig einzukaufen, finde ich es noch mühsamer als zuvor.

Geht Euch das auch so?

P.S. Ab zu Einab

 

 

 

 

Gefluppt

Seit der Farn des Grauens bekämpft und dabei der Platz hinten erweitert wurde lag immer noch eine der riesigen Steinplatten herum. Wir hatten eine davon vor die Wintergartenstufe gelegt, als „Füße-sauber-Platte“, aber wohin bloß sollte die andere?

Um sie wieder als Fundament für eine Steinmauer zu benutzen fanden wir sie zu schade, also lag sie. Und lag.

Bis heute abend. Heute abend fiel mein Blick auf einen alten Betonklotz, und plötzlich wusste ich, was passieren soll.
Fix waren noch zwei andere, geeignete Steine gefunden, dann nur noch den Herrn F. rufen, einmal heben – und jetzt gibt es einen, ich weiß es schon jetzt, einfach wunderbaren neuen Sitzplatz für mich:

Genau die richtige Höhe, zum gucken und zum zupfen (habs ausgiebig ausprobiert), und der Blick ist genial:

Guckstu nach vorn leicht links

rechts

vorn leicht rechts manchmal mit Kuh

… und einmal umgedreht kann ich im Frühling hoffentlich den Wildbienen beim Einzug zugucken.

Fühlt sich einfach gut an, da zu sitzen. Hat definitiv das Potential zu einem neuen Lieblingsort.

Was da schon alles von ganz alleine wächst auf der durchgegrabenen Fläche! Akelei, Schöllkraut, Ackerstiefmütterchen, Ackergauchheil, Kuckuckslichtnelke, Rainkohl, jede Menge Königskerze, Bergflockenblume, Wolfsmilch, Ackerkratzdistel, rauhe Gänsedistel und mehrere für mich (noch) nicht erkennbare Pflanzen. Wenn ich richtig gucke, ist auch ein Fingerhut dabei. Und Brennesselsämlinge in Mengen. Aber die rupfe ich aus, und die Kratzdisteln dürfen nur ganz hinten stehen bleiben.

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen….

…. ist, so finde ich, ein guter Grundsatz in vielen Lebenslagen *gg* Momentan versuche ich mich im Garten daran:

Seit ich lernen musste, daß sie ein invasiver Neophyt ist, bin ich auf die Silber-Goldnessel schlechter zu sprechen als zuvor. Also, nicht daß ich sie früher besonders toll gefunden hätte, aber immerhin ist sie einigermaßen hübsch, die Hummeln mögen ihre kurze Blütezeit, und sie arrangiert sich mit dem Giersch so, daß der nicht ganz alleine die Herrschaft über die wilderen Gebiete des Gartens hat. Dann kam der Naturgartenverein, ich lernte und natürlich kam dazu: ich mußte in die Hand versprechen, daß ich fürderhin die Silber-Goldnessel (henceforth known as Sigone) ächte und bekämpfe bis an mein bitteres Ende, wollte ich tatsächlich den Rang einer Silberplakettenanwärterin (immerhin gibt es ja noch keine Plaketten *g*) einnehmen.

Späßken – neinnein, ganz so heftig sind sie nicht, die Naturgärtner. Aber immerhin: man nahm mir das Versprechen ab, die invasiven Neophyten in meinem Garten einzudämmen soweit möglich

Jetzt stand ich also in der Pflicht, und außerdem ist es so, daß ich selbst feststelle: außer Giersch und besagter Sigone wächst da nix, was ich da gern hätte von allein, und auch nicht bei Aussaat. Gleichzeitig sehe ich es weiterhin als menschenunmöglich an, die aus dem Garten zu entfernen – und nun kommt endlich, was ich eigentlich erzählen wollte, nämlich das Ende der großen Dürre.

Am Ende der großen Dürre konnte ich erfreut feststellen, daß selbst die unkaputtbare Sigone gelitten hatte. Nie war sie so schwächlich unterwegs im Dienste der Weltherrschaft wie jetzt. Außerdem ist auch sonst wenig unterwegs, außer Wühlmäusen *seufz* – aber…..

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen

– und so hab ich mich heute in ein früher bodendeckend mit Storchenschnabel durchwachsen von Sigone überwuchertes Schattenbeet gesetzt und Wurzeln gerupft. Das ging deshalb so prima, weil ich sehen konnte, wo überall kleine Pflanzen sind (Sigone und Storchenschnabel kommen erst ganz klein von unten nach) UND die Wurzeln eh locker im Boden sitzen (mein Dank geht an die Wühlmäuse). Außerdem kann ich die Pflänzchen wieder gut packen und ziehen, selbst wenn mal eines nicht so locker sitzt (mein Dank geht an die Ostheopathin…..), und wo ich die Wurzeln nicht gleich mit rausgekriegt habe, hoffe ich auf die Grundschwäche (mein Dank geht an die Dürre)

 

Lehm-Nisthilfen für Insekten bauen

Letztlich gabs eine Bastel-Aktion bei einer Exkursion des Naturgarten-Vereins. Wir haben mitgemacht, und so sind zwei Lehmröhren für mein neues „Insektenhaus“ entstanden. War ziemlich einfach und hat Spaß gemacht, deshalb hier das Rezept

25 Kilo Lehmoberputz, fein 06 (es geht aber auch mit etwas groberem) mit 3 Litern Wasser und 5 Litern vom feinsten Sand, der zu kriegen ist, mischen. Das dauert, denn 3 Liter Wasser sind auf eine solche Menge nicht viel, es ist wichtig, daß alles gut durchgemischt ist.

Wenns fertig ist, Tonröhren kurz wässern. Wer keine Tonröhren hat, der nehme einen Blumentopf oder auch eine große Konservendose – wichtig: 15cm Tiefe sollten die Gefäße mindestens haben. Warum? Weil die Bienen diesen Platz für ihre Gelege brauchen: sie bauen eine Röhre, in der voreinander mehrere Eier mit jeweils einem eigenen Packen Pollen-Proviant für die Raupen plaziert werden.

Dann die Lehmmischung in die Gefäße füllen. Alle 2-3 Doppelhändevoll (ein schönes Maß, gell?) mit einem dicken Ast stampfen. Aber nicht zu fest, die Wildbienen wollen da ja auch noch reingraben können!

Fertig! Und nein, zu unser aller Erstaunen fällt der Lehmmix nicht aus der Röhre! Die Nisthilfen werden nachher schön sonnig und regengeschützt waagrecht irgendwo hingelegt, gern auch windgeschützt und etwas erhöht (weil sie dann nicht zuwachsen). Bei mir liegen sie im Insektenhaus. Man kann etwa 5cm tief ein wenig vorbohren, angeblich lockt das Wildbienen an, die auf der Suche nach einem Hang oder einer Abbruchkante, der Natur-Chance auf eine senkrechte Lehm-Sand-Fläche, sind.

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.