Wer kennt schon den Moosen?

Der Moosen bedeckt bei uns all die Stellen, an denen wir gern regelmäßig sitzen oder laufen – und ich mag ihn seit je, habe deshalb nie versucht, etwas gegen seine Entwicklung zu unternehmen. Aber nie hatte ich gewußt, daß er ein Moosen ist *gg* – bis Bibo mir einmal dieses Wort beigebracht hat. Und jetzt hat sie sogar einen sehr schönen Artikel über den Moosen und seine zweifellos vorhandenen Vorzüge geschrieben, der auch noch lustig zu lesen ist.

Ich lege Euch sehr ans Herz, über den „Moosen in Zeiten des Klimawandels“ zu lesen und ein für den Standardgärtner mit schattigen Gartenteilen zuvor ständiges Ärgernis danach mit neuen Augen zu betrachten – denn der Moosen ist außer weich und angenehm auch noch gut fürs Klima,

  • indem er dafür sorgt, daß weniger gemäht werden muß,
  • indem er CO2 speichert,
  • indem er Humus aufbaut
  • und indem er mannigfaltiges Leben zuläßt.

Also bitteschön, laßt Euch vom Moosen überzeugen!!

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Heute find ich garnix! Aber der Urlaub war fein.

Habe gleich drei interessante Viecher aufgenommen, aber meint Ihr, daß ich auch nur eines davon irgendwo auffinden könnte, zum bestimmen, meine ich? Nö. Nix da.

Bei diesem hier bin ich trotz des Legestachels etc über „irgendeine vielleicht Schlupf- Wespe“ nicht hinausgekommen. Vielleicht ist es aber auch eine Grabwespe. Oder …..

Dann dieser Kerl. Eigentlich eindeutig ein Bockkäfer. Aber ich finde nirgends einen Bockkäfer, der so aussieht….

Oder sie. Sieht doch total gut aus, so ein aussagekräftiges Foto, und dann der auffällige Punkt…. den ungefähr 7 Arten Schlupfwespen haben, aber keine davon hat die Restzeichnung wie „meine“ hier

Ich bin frustriert, Leute!!!!! (Und wer was weiß: gerne!!!!)

Das Wetter ist auch nicht dolle, dauernd Schauer, zu viele, als daß es mich nicht, zusammen mit dem stürmischen Wind, immer wieder ins Haus triebe – aber zu wenig Wasser für den Garten. Überhaupt, das Wetter: wir hatten hier wohl auch 30°, als wir von Donnerstag bis Sonntag in Lübeck waren. Aber es war die ganze Zeit dabei stürmisch, nix da „Linde honigt und Insekten sind glücklich“. Das hat natürlich den Boden total ausgetrocknet, und jetzt stürmts bei 17° (SIEBZEHN!!) weiter, und das bißchen Schauer dazwischen weht gleich weg. Der Rest der Republik schwitzt, und unsere Wetteraussichten lauten: morgen bis SA dann – noch ’n Grad weniger, und weiterhin Sturm. Na toll! Und dann dieser Bestimmungsfrust, Menno! Das sind übrigens alles Fotos aus dem Urlaub, da hatten wir nämlich die meiste Zeit Superwetter, das will ja auch mal gesagt sein, und deshalb natürlich ü-ber-haupt keine Zeit für Bestimmungsrecherche. Insgesamt war der Urlaub einfach nur entspannend und schön. Ein paar Impressionen?

Bitte:

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Ein vorerst letztes Mal: die Mauer

Die ganzen Findlinge, die wir für die Mauer dann doch nicht gebraucht haben, haben eine zweite Mauer vervollständigt

So sieht die Blickachse jetzt aus

der Hol-Nis- Stein

Und der „T.Eisstock“

von hinten: Bruch, Sand/ Kies und die ersten beiden Pflanzen

die Margeriten bestimmen das „Wildpflanzenbeet! vom letzten Jahr.

Die Mauer ist fertig!!!!

Gestern haben der Herr F. und ich von Freunden eine fantastische, dicke Eichenbohle aus einem alten Schiff für unsere Mauer als Sitzplatz bekommen. Ich war so begeistert, gestern noch habe ich sie eingebaut:

Heute dann habe ich sie erst mit 80er, dann 120er- und 240er- Schleifpapier geschliffen und schließlich mit Leinöl eingelassen – nicht daß sie das bräuchte, aber das lässt die Farben und Strukturen so toll rauskommen!

Wahnsinn, oder? Und so sieht nun die fertige Mauer aus – mit Bepflanzung und Sitzbank. Ich habe IN der Mauer Thymian, Zimbelkraut, eine kleine Glockenblume und Hauswurze

und hinten im Sand/Kies, ganz oben, eine Grasnelke und eine andere Glockenblume. Erstmal.

Zwei besondere Ziegelsteine sind eingebaut, einer mit Prägung „Holnis“ und einer mit „T. Eisstock“. Sonst gibt es unterschiedliche alte Steine, die hier schon waren, Dachpfannen vom alten Dach, Klinkersteine vom Anbau, Natursteinplatten und -steine, Tonröhren, die auch schon rumlagen und zwei, die wir als Insektennisthilfen auf der letztjährigen Exkursion gebaut hatten, dann den Niststein (als einziger gekauft, oben im Bild senkrecht – naja, etwas schräge senkrecht *gg* – zu sehen) und Lehmmörtel aus den geschenkten Lehmsteinen.

Ich muß sagen: ich bin sehr begeistert von meiner Mauer, und ich freue mich schon drauf, im nächsten Frühling dort zu sitzen und zu gucken, was da schon so wächst (im September wird der mähbare Kräuterrasen gesät). Jetzt habe ich noch Kies/ Sandreste zu verteilen, und das wars auch.

Zwei Überraschungen warteten auf uns Heimkehrer

die eine:

der kleine weiße Fleck über meinem Auto – das ist eine Rauchschwalbe auf ihrem schon relativ großen Nest!! Am Balkenkopf dahinter ist ein weiteres angefangenes Nest – über 20 Jahre lang hab ich gesagt: „Schwalben? Ja, hinten überm Acker, aber bei uns ist denen das zu zugewachsen….“

Oh, ich wünsche mir, daß sie Bruterfolg haben, auch wenn mein Auto nicht gerade glücklich drüber sein wird 😉

Die zweite Überraschung weniger schön: Es muß heftigst starkgeregnet haben – und der verschlossene(!) – vom Fachmann(!) – Bodenablauf im Keller hat Wasser gelassen, eine faulig riechende Pfütze – der Geruch wohl, weil im Bodenablauf nun das restliche Wasser nicht mehr rauskommt. Nehme ich an.

Übrigens, die Millionen Distelfalter, die vom vermehrungsfreundlich feuchten saudi-arabischen Winter nach Bulgarien aufgebrochen, dort eine weitere Generation Falter entlassen haben und nun zu frischen Millionen über Deutschland flattern – sie sind auch hier bei uns – die Kletterhortensie hat vorhin 7 gleichzeitig gefüttert, hier einer davon.

Brennesseln und Disteln warten auf die Raupen.

Die vom Königskerzenmönch sind derweil zu Dutzenden damit beschäftigt, alle unsere Königskerzen zuschanden zu fressen *seufz*

 

Schritt fünf

Ach, ich bin ganz begeistert von meiner Mauer! Inzwischen habe ich Pflanzen (Hauswurz, Zimbelkraut, Glockenblumen, Thymian) besorgt und gekauft, und ich bin schon viiiiiel weiter.

Spontan habe ich die Beeteinfassungen beim Schöllkraut-Beet rausgeholt, weil es an Backsteinen mangelte – und festgestellt, daß diese uralten Steine halt doch viiiiiiiel schöner aussehen als alles neue. Also wird der nächste Schritt sein – tadaaaa – die Windfang-„Terrasse“ auszubuddeln, denn in der sind auch schöne, alte Steine verarbeitet, die in der Mauer viel besser zur Geltung kommen werden. (die lagen hier noch rum, als ich einzog – keine Ahnung, woher die kommen, sind unregelmäßig, mit Patina und in viel größerem Format als heutige Backsteine) Aber vorher muß der Herr F. ran: wir müssen die potentielle Sitzbank bauen, denn das ganze ist inzwischen so hoch, daß die eingepaßt werden muß, bevor es damit weitergehen kann, mit den neuen, alten Steinen die Mauer zu einem hoffentlich relativ ebenen, geraden Abschluß zu bringen. Ich hoffe, Pfingsten wieder fit genug zu sein, um weitermachen zu können.

Diashow „Detailansichten von links nach rechts“:

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Eine Grundregel zur Stabilität lautet: „KEINE KREUZFUGEN“. Nuja, es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen: schauet, und Ihr werdet mehrere finden…..

Eigentlich finde ich richtig schade, daß sich das bauen schon dem Ende nähert, denn, Leute: Trockenmauerbau macht richtig viel Spaß!!! Einfach anfangen, ausprobieren, gucken, machen – diese Art zu arbeiten liegt mir eh, und wenn das Ergebnis dann so aussieht – wunderbar!

*räusper* mir kam schon die Idee, den Teil, wo man so viele neue rote Steine sieht, nochmal ab- und mit den alten Steinen wiederaufzubauen… Ladypark hat übrigens noch neue, aber andere Rotsteine für mich, auf die freue mich mich auch schon, die geben dann evtl eine schöne, neue Beeteinfassung, oder sie kommen auch noch mit in die Mauer, oder…….

Schritt vier

Gestern: tolles Wetter und ich hatte frei

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Wie man sieht: ich konnte es nicht lassen *g* Denn die richtige Reihenfolge wäre gewesen:

  1. alle Materialien sammeln (davon gibt es im 1. Bild Anfänge, aber Findlinge und Co sowie rote Backsteine hab ich dann doch immer erst bei Bedarf dazugeholt, was im Prinzip doof ist, weil so die Übersicht fehlt und dadurch Probleme entstehen) Hier sieht man, wie toll solche Recycling-Mauern sein KÖNNEN: *klick* und ja, ein Teil meiner Mauer sieht durchaus so aus, wie es im letzten Beispiel als „eher suboptimal“ bezeichnet wurde *seufz* Aber ich schätze, halten wird’s, und eine Meisterin des Handwerks ist an mir eh noch nie verloren gegangen. Mir gefällt’s trotzdem 🙂
  2. Pflanzen besorgen. Denn die nachträglich in die Mauer einzubringen ist schwierig bis zum scheitern verurteilt, kann man hier nachlesen: *klick*
  3. bauen

Nuja, Zimbelkraut, Blutstorchschnabel und eine kleine Glockenblume hatte ich schon, die sind mit eingebaut, aber der Rest…. erst am Samstag kommen wir zur Gärtnerei ….. das Brett obenauf bleibt so nicht, es ist 1. zu lang und 2. nicht genau so richtig plaziert. Aber es zeigt schonmal: einigermaßen gerade ist es dort, und die Höhe stimmt auch schon fast – denn etwa da soll durchaus ein Sitzbrett hin. Obendrauf liegt die Wasserwaage – und tatsächlich hab ichs hingekriegt, daß es überall ein leichtes Gefälle nach hinten gibt, wo Erde und Kies/ Sand (später dann bewachsen) die Mauer abfangen

Der Klaggermatsch ist übrigens aus den „erbeuteten“ Lehmsteinen gemacht, die aber ansonsten eher nicht Teil der Mauer werden: die lösen sich zu schnell auf, sind doch eher für drinnen geeignet (dort, wo sie über waren, wurde ja denn auch der Innenausbau mit ihnen gemacht). Aber Muris Tipp war gold wert, sie als Lehmmörtel zu nutzen, wenn mal kleine Wackeligkeiten zu überbrücken sind oder so.

Was den Rest der Mauer angeht: es wird noch einen „hauptsächlich Dachziegel-Teil“ geben und einen „hauptsächlich Findlinge-Teil“. Und vielleicht verkleinere ich den „hauptsächlich rote Steine“-Teil auch noch zugunsten von mehr Mischmasch, denn der ist fast fugenlos und deshalb nicht so tier- und pflanzeninteressant

Schritt dreieinhalb ;-)

Anfangs hatte ich ja irgendwo schonmal geschrieben, daß noch ein „Kleinprojekt“ zu der Sache mit dem Kies/ Sand gehört. Das habe ich in einem Anfall von Arbeitswut nach einem Arbeitssamstag überraschend schnell hingekriegt:

Seit Ende 1994 wohne ich hier und ärgere mich über den Vorher-Zustand (den ich natürlich wiedermal festzuhalten vergessen habe: das Fallrohr endete weiter oben, provisorisch drangesteckt ein häßliches Plastikrohr, über das man klettern musste, wollte man den Weg am Wintergarten vorbei nutzen. Außerdem rutschte dieses Rohr regelmäßig mal ab, wenns doll regnete, und das Wasser durchnäßte die Mauer)

Jetzt hatten wir das Rohr tiefer legen lassen. Zur Vorbereitung hatte ich gebuddelt, damit wir gucken konnten, wie ein Gefälle entstehen könnte. Dabei habe ich ein Dutzend kleinere Findlinge entfernt – auch ein Grund, warum diese Aktion immer wieder verschoben worden war. Diese Vorarbeiten waren also geleistet.

Nun habe ich also einige der Findlinge als Stufenfänger quer wieder geschichtet, dahinter mit dem Kies-Sand ein abfallendes Bett für die Dachziegel gebaut, die dann hingelegt – fertig.

Naja, ganz so einfach wars wieder mal nicht: ganze vier Mal musste ich beim Test feststellen, daß irgendwo das mit dem Gefälle nicht richtig geklappt hatte und die Ziegel wieder aufnehmen und nachbessern…. Stümper at work *gg*. Regen hatten wir genug: bisher sickert das gut weg. Bloß ein echter Starkregen fehlt nooch, der Herr F. unkt, daß das Wasser dann überliefe und gen Haus flösse, ich glaube, es reicht so aus. Es ist am Ende des Gefälles eine Kuhle, da drin sind einige Lehmsteine, die sich nach und nach auflösen und im besten Fall von Tieren als Baumaterial genutzt werden können (mal sehn, ob das was wird, schließlich liegt die Kuhle in tiefem Schatten unter dem Buchsbaum, Schwalben und Wildbienen mögen es aber sonnig und einsehbar….)

Jedenfalls wird sich zeigen, ob wir das Sickerbecken noch verbessern müssen, oder ob das so langt.

Nun kann das ganze einwachsen – gut is‘. Und sowohl hübscher als auch leichter begehbar als zuvor ist es auch. Außerdem plastikfrei – mit recycelten Materialien, denn die Ziegel sind vom alten Dach, die Lehmsteine einige der geschenkten vom Frühjahr, die Findlinge aus dem eigenen Garten. Naturgartenkompatibel also 😉

Wieder was fertig! Ein mindestens 23 Jahre altes Provisorium ist beseitigt (es war ja schon so als ich einzog, also ists eigentlich älter…..)

Schritt drei

Erfahrung ist das, was Du hast, wenn Du es nicht mehr brauchst

Der Herr F. hat einen Verdichter gebastelt. Und jetzt, wo das meiste schon fertig ist vom Fundament haben wir von Muri in den Kommentaren zu Schritt zwei gelernt, daß es eben doch wichtig gewesen wäre 0/16er Kies (Oder Sand) zu bekommen statt 2/16er. 0/16er war uns ja auch aufgeschrieben worden, aber unser Kieslieferant hat keinen, nur 2/16er. Nuja, kann ja kein soooo großer Unterschied sein, dachten wir, immerhin hatte ich mir erklären lassen, daß die Zahlen die Durchmesser der Körner bezeichnen, und ob die kleinsten 2mm Durchmesser haben oder 0 ….
Ist aber doch ein Unterschied, der die Stabilität des Fundamentes erhöht hättehätteFahrradkette. Tja.
Nuja, unsere Mauer soll 1. nicht höher als kniehoch werden und wird 2. nach hinten mit Erde (Kies…..) abgefangen, ich hoffe, sie wird uns also trotz 2/16 nicht zusammenfallen. Und wenn doch – what shall’s, ist ja bloß ein Garten ….

Jedenfalls ist diese Stampferei eine elend fiese Arbeit, ich bin froh, daß wir zu 2. sind.

P.S. Unser Luxus-Hummelkasten ist übrigens bös verschmäht worden, schade, ich hätte so gern mal richtig beobachten können!! Vielleicht nächstes Jahr….

Schritt zwei

Schritt zwei lief nach dem Motto „was lange währt….“: ewig hat es gedauert, bis wir herausgefunden hatten, wo es hier in der Nähe regional Kies für unsere Gartenplanung gibt. Klar kann man zum Baumarkt fahren, aber Naturgarten heißt eben auch: wissen, woher das Material kommt, Ressourcen sparen, regionales Material benutzen. Und es gibt ja Kieskuhlen hier! Bloß: für so kleine Mengen sind die eher nicht so eingerichtet, zumindest nicht, wenn man das nicht selbst abholen kann….. und viel Zeit zum kümmern war auch nicht grad vorhanden.

Und wann gings dann los?

Klar – am Montagvormittag. Wo wir doch Montag los wollten nach Hamburg, die Malerfreundin besuchen und zwei Seminare für die Arbeit machen. Aber wir waren halt drauf eingestellt, daß der Herr F. daheim bleiben würde, weil wir den Dicken nicht mehr alleine lassen könnten. Das hatte sich ja nun erübrigt, wie Ihr wißt – aber der Termin stand, ebenso wie der für die Besprechung des geplanten Glasfaseranschlusses – auch Montag…. und dann kommt der Laster – und paßt, etwa 20cm Höhe sind verantwortlich, nicht durch unsere Einfahrt! Also bis 15 Uhr (Glasfasertermin) anderthalb Kubikmeter 2/16er-Kies in den Garten bringen, denn mitten in der Einfahrt können die nicht tagelang liegenbleiben und alles versperren….

Ist ja nicht viel, ach, wir tippen auf 10 (ich) bzw 12 (Herr F.) Schubkarren voll.

Pustekuchen! Bei 15 hab ich zu zählen aufgehört, aber 20 waren es sicher, das kleine Häufchen…. *gg*

Der Vorteil der Aktion: nun hatten wir den Sandhaufen schon gleich im Garten bzw die ersten 6 oder 7 Karren auch direkt im Beet. So sieht das jetzt aus:

Nicht wirklich anders als zuvor, aber es sind 7 Schubkarren voller Kies drin verteilt.

Der Restkies- Haufen. Jaja, wirkt wie ein jämmerliches Häufchen. Ist es auch. Aber uns tun trotzdem die Knochen weh….

Der nächste Schritt wird sein, 30cm breit und 20cm tief einen Fundamentgraben für die Mauer auszuheben, dann den Graben mit Kies zu füllen (und dazwischen immer wieder zu verdichten). Dann „nur noch“ die Mauer aufbauen, den restlichen Kies verteilen (achja, und vorher unbdingt noch „Projekt 2“ fertigstellen, dafür brauchts auch noch Kies….) – fertig. Bin gespannt, wie lang wir dafür wohl brauchen werden….

Heute

„Interessant“ ist, wie erschöpft wir alle beide heute sind. Jetzt erst merken wir so richtig, wie belastend die letzten vier Wochen dann doch waren. Aber insgesamt merken wir doch: wir hadern nicht. Der Zeitpunkt war einigermaßen richtig, der Dicke hatte ein langes, gutes Leben, die schlechte Zeit war vergleichsweise kurz. Und es ist gut, daß wir beide seit dem 1. Mai Urlaub hatten (und haben), um für ihn da sein zu können – und jetzt noch ein wenig durchzuschnaufen und etwas zu unternehmen, das auch. Ablenken ist manchmal garnicht so verkehrt.

Ich war schon viel im Garten, zusammen haben wir den Rest unseres „Projektraumes“ zuende von Grassoden befreit und abgesteckt, wie das mal werden soll, etwa:

Das gerade, links neben der weißen Schnur, wird der neue Weg, da kommt erstmal Tragschichtkies drauf, wie überall, um das Niveau wieder anzugleichen und das ganze etwas abzumagern (das mögen die meisten Wildpflanzen viel lieber), und im Herbst wird mähbarer Kräuterrasen eingesät (Mischung Strickler)

Rechts die Schnur, die krumm und schief liegt – so ungefähr soll die Mauer laufen, rechts dahinter kommt die Abstützschüttung sozusagen. Am Rand irgendwo werde ich eine Kuhle davor machen und Lehmsteine zum verwittern einfüllen. Damit Wildbienen sich dort für ihre Nestverschlüsse bedienen können. Und Schwalben für ihre Nester, wobei ich denke, daß das eher nix wird: zu wenig offen für Schwalben dort. Aber ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, daß jeder Bereich, den ich anlege, Freunde findet, an die ich garnicht gedacht hatte – so wird es dann dort wohl auch sein.

In die Mauer soll ein Sitzplatz integriert werden, obenauf so eine Art zweisitzige Mauer-Bank (die wird ja nicht hoch; Stuhlsitzhöhe höchstens), damit man gucken kann. Da muß dann noch ein Weg-Abzweig hin…. ich weiß noch nicht, ob ich den Rest genauso einsäe und bloß seltener mähe, oder mit lichtem Saum-Saat, die hab ich auch gekauft.

Nachher werden wir noch einen kleinen Gang machen und irgendwo Seelenfutter (Torte) essen, und hastDunichtgesehen wird schon wieder Abend sein und wir werden erschöpft ins Bett fallen – immerhin haben wir beide gut geschlafen in der letzten Nacht (bei mir war das schon der Fall, seit ich von der TÄ bestätigt bekommen hatte, daß der dicke Bauch des Katz nicht auch „Schmerzen“ bedeutet. Seitdem konnte ich ruhiger gucken und abwarten. Daß er sterben würde, bald, war ja nicht mehr wegzudiskutieren)

Kleinvieh

Es ist schon etwas länger her, als ich hier von meiner Erleuchtung,  Briefmarken betreffend geschrieben habe.

Nun wollte ich seit längerer Zeit mal wieder Briefumschläge kaufen. Eigentlich doch ein einfaches Unterfangen: rein in den Laden, die richtige Abteilung suchen, Umschläge aus Recyclingpapier einstecken, raus.

Ich hatte schon befürchtet, daß es so leicht nicht werden würde. Allerdings dachte ich, das Problem sei, Recyclingpapier in Umschlagform aufzutreiben. Das war es aber nicht! Vielmehr war das Problem das verschließen der Umschläge! Erst war ich bei der Post (bzw dem, was sich heutzutage so nennt: ein Geschenkeladen, in dem es auch eine winzige Poststelle gibt) Dort gab es ausschließlich Umschläge, von denen man Plastikstreifen abzieht, um den Kleber zum verschließen freizulegen. Mein nachfragen, der Hinweis auf den überflüssigen Müll, den ich nicht möchte und das hinausgehen ohne Kauf wurden mit etwas, das bestenfalls als Desinteresse zu werten war, zur Kenntnis genommen.

Also zum Drogeriemarkt umme Ecke (ein Schreibwarengeschäft gibts schon lang nicht mehr im Zentralort).

Dort fand ich zu meinem Erstaunen Recyclingumschläge. Allerdings nur selbstklebend oder mit Plastikstreifen. Nicht zum lecken.

Aus meiner Umschlagsammlung, von links nach rechts: zum lecken, aber Frischpapier; der neue Umschlag; Katze im Sack gekauft: Umschlag, Plastikmüll inklusive

Die selbstklebenden hab ich dann genommen, obwohl ich leider schonmal welche hatte, die man zusätzlich mit Tesa (Plastik!) zukleben musste, weil das selbstklebende nicht vernünftig klebte. Kann frau ja nicht ausprobieren …. aber ich hatte Glück, diese gehen so. Die Umschläge rechts oben im Foto: das war mal ein Notkauf-Paket: ich bekam nirgends Recyclingpapier. Daß es diese Verschlußart gibt, wusste ich damals noch nicht – als ich die Packung öffnete und das sah, war ich schwer genervt!

Also – Augen auf beim Umschlagkauf! Recyclingpapier mit Anleckverschluß ist das umweltfreundlichste, aber in dieser Kombi schwer zu kriegen. Wer nicht aufpaßt, landet mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Müll-Variante. In Zeiten von Mikroplastikdiskussion und Meeren voller Plastikmüll einfach nicht zu verstehen, daß sowas hergestellt wird – aber so ist es nunmal.

… wenn der böse Mann kommt….

…sind wir von nun an gewappnet:

Beim graben stieß ich erst auf Plastik, dann auf dicken Stein und dann – siehe Foto.

Haueha!

Links unten ist ein Abfluß erkennbar, rechts nicht

Also bin ich mit der Leiter reingeklettert. Um die unten liegende Erde ein wenig wegzuschaufeln, mußte der Herr die Leiter rausholen, so eng ist es. Nach ein wenig schaufeln wurde erkennbar: es gibt auch auf der Seite zu des Mieters Terrasse hin einen Ab- oder Zufluß. Der Boden unten war allerdings nur feucht, obwohl es ordentlich geregnet hatte und er betoniert ist. Also fließt wohl kein Wasser.

Offenbar war ich brav: der Herr F. hat die Leiter danach wieder reingestellt, und mit dem draufstemmen der Betonplatte gewartet, bis ich draußen war

Oben rechts ragt ein Metallstück hinein, links ist eine weitere dicke Steinplatte, die etwas tiefer liegt als die, auf die ich gestoßen bin.

Wir haben keine Idee, wofür dieser Schacht ist. Er wirkt nicht alt, und die Verschlußplatte ist mit Plastikfolie abgedichtet, so daß ich vermute, daß er nicht von 1920 ist. Ein Zusammenhang zur (zugeschütteten) alten Betonschacht- Dreikammer-Kläranlage scheint ebenfalls unwahrscheinlich, der räumlichen Verhältnisse wegen.

Jetzt haben wir alles wieder zugemacht, die Grassoden wieder draufgelegt. Aber wenn der böse Mann kommt, wissen wir nun, wohin mit ihm! 😉

 

Brrrrrrrrrr – unbritisch

Kalt ist es geworden! Nachts frierts ordentlich, und tags – wolkig und 5° ist nicht grad, was frau sich so wünscht.

Aber da ich eh diese Woche Überstunden schiebe, ists nicht so schlimm…. hoffen wir mal auf Ostern!

Vorteil: da sich keine Biene draußen blicken läßt, konnte ich heute die schon voll bebrütete Drohnenwabe, die wir letzte Woche dem Mondvolk geklaut haben, den Vögeln zum auspicken hinhängen. Es ist gut zu erkennen, welcher Vogel älter, welcher Frischling ist 😉 die alten erinnern sich genau, die jüngeren sind scheu, sitzen erstmal und gucken zu und tun sich dann schwer, sich an der Wabe festzuhalten.

Bisher sind dagewesen: Kohl- und Blaumeisen, Hausspatz und – Frau Specht, die ich seit Wochen nicht am Futterplatz gesehen hatte!

Leise rieselt….

… nein, nicht der Schnee *gg*

Es rieseln weiße Blütenblätter der Mirabellen! Schon jetzt! In der Nacht zum 1.4. hat es heftig gefroren, seitdem ist kein Halten mehr.

Und auf dem Weg zum Frauen-Doko-Turnier am letzten Wochenende sah ich auf einem Feld tatsächlich Raps, der schon Knospen hat, die sich gelb zu färben begannen. Ob der den Frost überstanden hat? Auf den anderen, „normalen“ Feldern beginnt der Raps sich aus den Rosetten zu erheben, auch das viel zu früh! Ich finds toll (wie ich alles toll finde, was mit Wärme und Sonnenschein zu tun hat), aber für die Insekten taugt das nicht! Mal sehn, wie das sich weiterentwickelt.

Mit den Hummeln – das ist nicht so einfach! Erstmal das grundsätzliche: man darf Hummeln nicht der Natur entnehmen! Also bin ich halb-brav. Ich gucke nur in meinem Garten, in dem sie eh fliegen. Und ich schaue natürlich, ob sie gerade auf Nistplatzsuche sind. Das kann man recht leicht erkennen: Hummelköniginnen, die suchen, fliegen dicht über dem Erdboden langsam herum und setzten sich immer wieder hin, kriechen hier unter ein Blatt, dort in einen Spalt….. weil sie eben nach einer geeigneten Höhlung suchen. So eine Hummel muß erstmal gefunden werden, dann auch gefangen – was auch nicht so leicht ist. Oft sehe ich welche an Blüten, aber da weiß ich dann ja nicht: stärkt sie sich zur weiteren Suche – oder hat sie schon ein Nest! Solche Hummeln möchte ich nicht beim Aufbau ihres Nestes behindern, auch nicht für die 20 Minuten, die einem Fang folgen: ich fange sie in einem Filmröllchen (zum Glück hab ich von denen noch einige, Ihr wißt schon, diese schwarzen, in denen früher, als man noch Filme in Fotoapparate einlegen musste, die Filme aufbewahrt wurden ….), dann gehts ab zum Nistkasten. Rein läuft Frau Königin von allein, schließlich möchte sie raus aus dem Röhrchen – dann schnell ein Klötzchen vor den Eingang. Zwanzig Minuten wird sie zwangsinhaftiert, um sich im Kasten umgucken zu können und hoffentlich festzustellen: „Och, das wäre ja geradezu i-de-al für meine Nachkommenschaft hier!!“ Dann weg mit dem Klötzchen – und bisher geschah nach wenigen Minuten dies:

Aber dann – stracks Abflug, weg!

Würde der Kasten gefallen, würde die dicke Königin sich auf ihn einfliegen: in immer größer werdenden Kreisen um ihn herum fliegen, um ihn wiederfinden zu können.

Drei Versuche hatten wir bislang, aber keine Königin mochte den Kasten annehmen. Nuja, ich habe bereits von Anderen mitgekriegt „die siebte blieb“. Oder auch nicht.

Wenn nicht, bleibt ein Trost: bei den langen Verfolgungsjagden zickzack durch den Garten habe ich gelernt, was Hummelköniginnen gefällt: Erdlöcher. Oder Spalten zwischen Steinen. Böschungen. Auch meine Totholzhecke vom letzten Jahr, die schon ein wenig zusammengesackt ist und unten mit angewehtem Laub bedeckt. Da drin suchen sie auch nach geeigneten Höhlungen, vorzugsweise dort, wo die Chance am kleinsten ist (das Gestrüpp am dichtesten liegt), aber auch der Schutz am größten, sollte sich eine Kuhle finden, die groß genug ist. Also werde ich gezielter gucken können, um vielleicht doch endlich mal den Eingang zu einem natürlichen Nest zu finden.

Aber noch haben wir Zeit – bisher waren wenige Hummeln unterwegs, doch ich habe auch schon eine mit Pollenhöschen gesehen. Die hat schon ein Nest mit Brut irgendwo angelegt, sonst bräuchte sie keine Pollen zu sammeln.

Abwarten und weiter gucken….