Es geht voran

Was wäre ich ohne Garten? Wohl ein furchtbar unausgeglichener, unzufriedener Mensch, denn der Garten gibt so viel an Kraft, an Adrenalin- und Langeweilevertreibung, an Freude!

Dieser Samstag jedenfalls war ein wettermäßig viel schönerer Tag als angesagt, und – es ist vorhergesagt, daß es der letzte sonnig-warme (wenn man 9° als warm nimmt) Tag für die nächste Zeit bleiben soll. Wir haben ihn genutzt:

Erst haben wir stundenlang, bis die Brenntonne (die von unten noch immer etwas wenig Luft bekommt) nicht mehr mitgemacht hat, Schneebeerzweige und – wurzeln verbrannt, parallel und danach habe ich das Beet und das zukünftige Amphibienversteck weiter vorangetrieben. Das, was HINTER dem Beet und dem Rasen dahinter so erdig-dunkel ist, war richtig anstrengend umzugraben. Denn dort war der 30-Tonner mehrfach drübergewalzt mit seinen riesigen Raupen. Verdichtet ohne Ende…. Ich hoffe, jetzt kommen die ansonsten in jedem Spatenstich mehrfach, hier garnicht vertretenen Regenwürmer, um das ganze urbar zu machen …. noch vielleicht 3-4qm, dann ist es da hinten alles so, wie es soll und kann sich begrünen. Man erkennt die kleinen weißen Zettel im vorderen Beet? Ich habe Wildpflanzensaaten bestellt und jeweils halb in Töpfe, halb dort ausgesät, hoffend, daß irgendwas sich zeigt…. mit Saat hab ich ja sonst nie so viel Glück. Mal gucken.

Der Herr F. hat derweil das Schneebeerenmikado weitergespielt. Auf diesem Bild kann man die Ausmaße besser erkennen als beim letzten. Kraterlandschaft in Angeln .

Ich würde gern mitspielen, denn neben „unglaublich anstrengend“ ist es auch unglaublich befriedigend, wieder ein meterlanges Wurzelstück herausziehen zu kölnnen oder einen ganzen Wurzelstock freigegraben zu haben – aber meine Schulter sagt sehr deutlich: NÖ!! DAS nicht!, also stehe ich immer mal daneben und bejubele DEN meterlangen Ausläufer, den der Herr grad rauszieht oder DAS winzige Stück Ast, das sich schon heftig bewurzelt hat und nach oben weiße Triebe schießt, jetzt aber NICHT Urahn des nächsten Invasivneophytengebüschs wird. Der Herr F. ist ein Held!!!! 🙂

Ein schönes Abendbild mit Frühblühern noch, und jetzt ist es, wie angekündigt, wieder grau und kalt für die nächste Zeit, wir sitzen vor dem Ofen und erinnern uns an diesen wunderbaren Tag! Zum Glück ist der nächste Band „A-Gruppe“ (Arne Dahl) noch genau vor dem Kälteeinbruch angekommen!


Aussortiert, Tag 45, 4.4.: und munter weiter: eine Gebrauchsanleitung für ein Handy, das schon dem Recycling zugeführt wurde -> Altpapier

Tiere säen: Mai-Langhornbiene

Sehr gefreut hatte ich mich im Winter, als dies bei mir ankam:

Ich hatte an die anderen drei Blätter unseres „Naturgarten-Regiogruppenvorstand-Kleeblatts“ den Link zu diesem Artikel verschickt – und die eine der drei Damen hat das zur Mai-Langhornbiene passende einheimische Saatgut der Zaunwicke besorgt und mir ein Tütchen davon zusammen mit dem Ausdruck des Artikels geschickt. 😃

Jetzt ist ausgesät, dann können nächstes Jahr hoffentlich in der Nähe ansässige Mai-Langhornbienen bei uns im Garten zum essen kommen 🙂 Ich habe einige Korkenzieherweiden oder -haselzweige aus einem Kompost in der Nachbarschaft gezogen und in die Lücke im Weidenzaun hinten gesteckt (nachmittags bis abends gut sonnig), damit die Wicken sich da hoffentlich gut drumwinden können.

Danke Dir R2*!!!! 🙂

*wir haben eine A., eine M. und zwei R.s im Regio-Kleeblatt

Ich habe übrigens FÜNF Tage osterfrei! 🙂 Das ist vor allem deshalb grandios, weil ich durchaus noch nicht so richtig gesund bin. Nach wie vor brennen die Augen, die Nebenhöhlen sind zu – jetzt hab ich nach dem vorösterlichen Heftigtag mit Nachwirkungen im gesamten Körper zu tun. Es ist zum Mäusemelken! Das halbe Jahr Nichtstunkönnen legt frau nicht einfach beiseite und macht weiter wie zuvor. Muskeln haben sich abgebaut, der Arm ist nach wie vor nicht voll benutzbar und beweglich, das strahlt natürlich in das gesamte System aus. Inzwischen denke ich, ich werde ganz sicher noch dieses ganze Jahr damit zu tun haben (KG läuft und hilft), wenns überhaupt je wie zuvor wird. Sollte das doofe Corona je zuende sein, werde ich sicher tun müssen, was ich nie tun wollte: gezielt Muskelaufbau im Fitnesstudio betreiben.


Aussortiert:

Tag 42, 1.4.: Eine Jogginghose vom Flohmarkt. Ich musste feststellen, daß mir gummierte Ecken auf den Beinaußenseiten so zuwider sind (haptisch. Wenn ich mit den Händen drankomme), daß ich die deshalb immer wieder ausziehe. Fehlkauf. Sozialladen.

Tag 43, 2.4.: Eine Gebrauchsanleitung für ein Telefon, das schon lange kaputt ist.

Tag 44, 3.4.: eine weitere Gebrauchsanweisung. Für ein weiteres Telefon, das auch schon kaputt ist (wie kann es angehen, daß man alle paar Jahre ein neues Telefon kaufen muß????)

 

Zimmerreise. Mit F wie Fenster.

Momentan fällt mir bei unseren Fenstern hauptsächlich eines auf: man kann kaum rausgucken *g* Außer beim Wohnzimmer und oben im Anbau. Da hab ich nämlich schon geputzt.

So ein Fenster bietet sich natürlich geradezu an für eine gedankliche Reise – hinaus aus dem Zimmer, in die Umgebung.
Wenn es geputzt ist.
Aber ich möchte (wie es bei mir immer zu sein scheint) in die Vergangenheit reisen. Und diesmal auch ein wenig in die Zukunft. Wenn man nämlich die Villa Fjonka, so unser interner Hausname, genauer ansieht, dann fällt auf, daß es ziemlich viele unterschiedliche Fenster gibt

  • Die ältesten sind die Fenster im Wintergarten. Es sind fantastische Fenster – bei zweien von dreien kann man das Unterteil hochziehen, es sind einige ganz alte Scheiben drin, die noch den Blick nach draußen leicht verzerren, und ich mag sie sehr. Ob sie von 1920, dem Baujahr des Hauses, sind? Ich weiß es nicht, schätze aber: ja.
    Aber.
    Es sind einscheibige Fenster, durch die es zieht wie Hulle. Daran ändern auch die Zweitscheiben wenig, die wir davorgesetzt haben, so daß wir nun eigentlich Kastenfenster haben. Aber irgendwie ist das alles „halber Kram“
  • Dann sind da die Holzfenster aus den 80ern, noch vom Vorbesitzer.
    Durchaus aus gutem Holz, aber in der Isolierungswirkung eher bescheiden – es sind Kastenfenster, aber ziemlich lästige: man kann sie auseinanderklappen und muß so pro Fenster VIER Scheibenseiten putzen statt zweien. Und leider eben nicht so gut isolierend wie „vernünftige“ Kastenfenster mit ordentlich Luft zwieschen den Scheiben
    Diese Fenster gibt es, nicht, daß es langweilig wird, in zwei Varianten: mit Sprossen und ohne. Alle sind außen gestrichen (die Rahmen lichtgrau, die Flügel cremeweiß. Innen sind sie kiefernfarben, ungestrichen. Sie müssen außen regelmäßig nachgestrichen werden, gehen aber trotzdem langsam kaputt.
    Wir haben schon damit begonnen, sie zu ersetzen. Und zwar im letzten Jahr die ersten, die schon RICHTIG kaputt waren, oben, im Bienenzimmer.
    Sieht gut aus, sieht man dann eins weiter unten.
  • Ersetzt wurden die 80er-Holzfenster durch Holz-Alufenster. Innen Holz, außen Alu, farblich wie die alten Holzfenster, aber ohne Sprossen. Weil der Mieter unten auf Sicht auch solche bekommen soll, und der kann jedes My Licht brauchen. Deshalb sind sie auch innen hell gestrichen, nicht nur außen. DASS es Holz-Alufenster sind ist der Einsicht geschuldet, daß wir älter werden und die ständige Pflege, die nötig ist, um Holzfenster zu erhalten, zu aufwändig wird. Bisher erfüllen sie alle unsere Erwartungen: sehen toll aus, es ist deutlich heller im Zimmer …. aber ob sie dann auch wirklich eeeeewig halten und pflegeleicht bleiben – das kann man erst in vielen Jahren sagen…… Jedenfalls wird es von dieser Sorte Fenster in der Zukunft mehr bei uns geben, und das war auch schon der kleine Teil „Reise in die Zukunft“ in dieser Zimmerreise, denn weiter gehts von jetzt in die nähere und fernere Vergangenheit
  • Da sind die großen, dänischen „neuen“ in Wohnzimmer und grünem Zimmer, in der Küche und im Bad. Die sind 1996 eingebaut worden und ersetzten die Drehkippfenster, die schon undicht waren, aus Tropenholz und fürchterlich häßlich. Das Haus schreit geradezu mit aufgerissenen Augen nach Veränderung! Man sieht es auf der Collage (kann man anklicken und dadurch in größer ansehen).
    Das Bild zeigt auch, daß noch 1978 wunderschöne alte Sprossenfenster im Haus gewesen waren. Nuja, wären die noch drin gewesen, als ich einzog, hätte ich bis heute denselben Streß wie im Wintergarten, weil ich mich davon sicher nur sehr schwer hätte trennen können. Ich kannte, als es dran ging, die Tropenholzfenster zu ersetzen die Bilder, habe mich aber trotzdem für eine etwas weniger kleinteilige und farblich einfachere Variante entschieden – aus Putz- und Streichgründen *g* Sie sind innen wie außen aus Holz und nur lasiert (was nicht zu empfehlen ist, der Schutz des Holzes ist schlechter). „Meine dänischen“ gefallen mir bis heute, bloß würde ich jetzt drauf achten, daß das ganze Haus einheitlich wird, farblich. Denn derzeit gibts „ganz cremeweiß“, „holzfarben“ und „cremeweiß mit grauem Rahmen“. Als 10 Jahre nach diesen Fenstern der große Umbau im oberen Geschoß dran war, da sollte in des Herrn Zimmer wieder ein solches dänisches Fenster. Aber ach – die Firma hatte Profile und Beschläge geändert, so daß es NOCH eine Fenstervariante gibt:

     

    Und zwar wurde ein Uraltfenster (noch drin mit Wasserauffangrinne, die auch nötig war *g* und mit innen anzubringenden Winterfenstern) ersetzt durch die neue dänische Variante in reinem cremeweiß

    Das hier ist das besagte uralte Fenster.

    Mehrere weitere nicht so dominante Fenster gibt das noch, alle in diesem einen Haus – und zwar

  • eins im Eingang. Ein Tropenholzfenster ohne Öffnungsmöglichkeit, gut erhalten mit Thermopenscheibe immerhin, außen angepasst gestrichen
  • im Keller eines aus Glasbausteinen und
  • ein Eisenrahmenfenster, eher eigentlich ein Schuppenfenster, im Ölkeller – zum Schacht hin
  • Veluxfenster im Bad oben und in der Ankleide … hmmmm…. wars das? Ich glaube, ja.
  • NEIN! Das kleine, alte Holzfenster im Bienenzimmer! Anfangs mit gelber Scheibe, hübsch 70er, auf dem Foto sieht man es samt Folgä und seiner Elchstofftiersammlung,
  • und natürlich das ebenfalls kleine, alte im Flur, das lange mit scheußlichen 70er-Buntglasscheiben prahlte….

Ein echtes Fenstersammelsurium also, Fenstergeschichte durch zwei Jahrhunderte, von 1920 bis 2021 🙂 Und wisst Ihr was? Bis ich dies geschrieben habe war mir selbst nicht bewusst, wie viele verschiedene Arten von Fenstern hier im Haus friedlich koexistieren, ich zähle mal grad, Moment….. ELF Arten Fenster sind es aktuell!!!!

Pfffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff……….. *gg*


Aussortiert:

Tag 39, 29.3. einzelne Holzstricknadel. Ist im Feuer gelandet.

Tag 40, 30.3. Zwei Blogs aus dem RSS-reader entfernt, die ich inzwischen eher mühsam als erbaulich zu lesen fand.

Tag 41, 31.3. Ein weiteres ungenutztes Lesezeichen. In ein weiterreisendes Buch.

 

Schneebeerenmikado

Am Samstag war es zwar kalt, aber bis auf ein paar Schauern ganz schön. Ich habe den Herrn F. angestiftet, sich wiedermal über unser Schneebeerenmikado herzumachen. Es ist wirklich heftig, was dieser Baggerfahrer wohlmeinend in 10 Minuten angerichtet hat: über 2m Tiefe und sicher 20qm Fläche verteilt liegen kreuz und quer gerodete Schneebeerbüsche, hübsch zusammengeschmissen, mit der Schaufel gestampft, nochmal geschoben und ne Schaufel Faulschlamm aus dem Teich obendrauf gepackt. Nochmal schön glattstampfen – fertig.

Und wir konnten nur hilflos danebenstehen, in seiner geschützten Kabine hoch oben im Bagger hat der Mann unser Winken nicht gesehen, das Rufen nicht gehört.

Nach des Herrn ca 2,5stündigem erneuten Gegrabe kann man ein wenig erahnen, was uns noch bevorsteht:

man stelle sich vor, auf ein am tiefsten Punkt ca hüfttiefes Loch zu blicken, gen oberen Fotorand geht es knickaufwärts. Dieses Bild zeigt den Zustand NACH 2,5 Stunden ausgraben am Samstag (wir haben ja in den Wochen zuvor schon einige Stunden gezogen und gegraben)

Die letzte Schubkarre voller ausgegrabener Strünke ist umgekippt, die Ladung steht davor. Rechts hinter ihr der restliche Haufen zu verbrennender Strünke. Schon wieder so groß und hoch, daß dringend wieder gebrannt werden müsste, um Platz zu schaffen

Aber ist das überhaupt nötig?, fragt Ihr Euch vielleicht. Es ist! Zu unserem Schrecken haben wir selbst an Zweigen weit unter der Erde Blattknospen – und WURZELN gefunden *jaul* Will heißen: es sollte jetzt auch noch schnell gehn…… sonst haben wir unser Schneebeerenproblem nur von einer Stelle zu einer anderen verlagert.


Aussortiert, Tag 36, 26.3.: Gartenbuchklassiker „Der Bio-Gärtner“, Marie-Luise Kreuter. Gemüse mach‘ ich nicht mehr, über den Rest weiß ich mehr als dort steht – offener Bücherschrank

Tag 37, 27.3.: Ein Paar Holzstricknadeln, Gr10 oder 12 Ich stricke nur noch mit dünnem Spiel oder mit Rundnadeln, mit Holz eh nicht- Sozialladen

Tag 38, 28.3.: Ein Stricknadelaufbewahrungskasten mit Schiebeöffnung, Holz – Sozialladen

PS sollte heute, letztlich oder fürderhin Jemand irgendetwas des aussortierten gern haben wollen – gebt Bescheid! Die meisten Dinge sind ja vorerst noch in Tüten, in denen sie zu den vorgesehenen Stationen transportiert werden.

Brutzeit

Hm. Also ehrlich: ich bin mir unsicher, ob ich so eine Helikopter-Vogelmama werden will. Kein Fettfutter – okay, aber der Rest? Das müssen sie doch wohl selbst hinkriegen, oder was? Ich mein, das Naturfutter ist doch auch nicht größensortiert!?

Was meint Ihr? Wie macht Ihr’s?


Aussortiert:

Tag 33, 23.3. Einiges an Schrauben. Weil ich aus gegebenem Anlaß (seht Ihr später) im Keller unterwegs, aber überflüssig war, hab ich begonnen, Gewindeschrauben und Muttern zusammenzusortieren und in drei Kästchen (Gewindeschrauebn, Muttern, Schrauben mit angeschraubten passenden Muttern) zu sortieren. Dabei kamen mir in unzähligen (um die ein Dutzend) Kästchen unter anderem auch angerostete und aus anderen Gründen untaugliche Schrauben unter. Die sind im Müll gelandet.

Tag 34, 24.3. Einen Spülschwamm. Abgeschriebenes Paket noch beim TIGER damals, aber die Dinger sind für mich unbenutzbar. Sozialladen.

Tag 35, 25.3. Diverse Medikamente, die WEIT übers Verfalldatum hinaus sind (Med.schublade durchgeguckt)

Prämiert!

Letzte Woche ist die Plakette zur offiziellen Prämierung meines Gartens als Naturgarten hier angekommen. Aus diesem Anlaß hab ich dies hier (nämlich den Bericht über den Besuch der Testerinnen) nochmal gelesen, und: Dinge ändern sich 😉 Ist ja auch schon über drei Jahre her – die Anstösse, die ich an diesem Tag bekommen habe, wirken noch immer weiter.

Inzwischen ist die Schneebeere, von der ich damals meinte, sie behalten zu wollen, fast vollständig vom Grundstück verbannt – im Zuge der Teichsanierung. Schon vorher (gleich danach eigentlich, ernsthaft dann seit 2018) habe ich mit der Challenge begonnen, die Silber-Goldnessel in den Griff zu kriegen. Und tatsächlich, Stunden über Stunden vergingen damit und werden weiter vergehen – aber es zeichnet sich ab, daß es im Bereich des möglichen liegt!! Wenn ich dranbleibe, denn es wird vom Knick aus und von Nachbars her immer wieder massenhaft Ranken geben, die sich den Platz zurückerobern wollen. Naja, dranbleiben – das bin ich ja vom Giersch schon gewöhnt 😉

Aber jetzt mal so rein optisch – findet Ihr das Schild auch so häßlich? Die ganze Werbung oben und unten (jaja, Sponsoren …. ich finde, das ist Werbung!! *g*) Naja, ich hab ja eh keinen Platz , an dem ich das anbringen könnte – jedenfalls nicht so, daß man das auch lesen könnte….


Aussortiert

Tag 20, 9.3.: braucht Jemand einen Kalligraphie-Füller? Also, mit breiter, flacher, Spitze? Ich mag gern schön schreiben, aber tu es inzwischen so selten, daß mir die Tinte drin austrocknet. Wenn hier Niemand „hier“ ruft (ich kann ihn auch gern verschicken): Sozialladen

Tag 21, 10.3.: einen kleinen Stapel mit Aufklebern. Die sind tatsächlich immer noch aus TANKE-ZEITEN!! Da waren immer mal Aufkleberchen an TV-Zeitungen, und wenn wir die retourniert haben, hab ich mir ab und an so ein Aufkleber-Blatt abgemacht. Ebenso ab und an hab ich auch so einen Aufkleber irgendwo draufgeklebt – offenbar SEHR ab und an, wenn nach sieben jahren TIGER und insgesamt fast vier Jahren Bioladen immer noch welche über sind. Müll.

Tag 22, 11.3.: einen durchaus beachtlichen Stapel Papiere (beachtlich vor allem, wenn ich die ZEIT, die ich darauf verwendet habe, die auszusortieren, betrachte. Vor allem längst Auszüge aufgelöster Konten und Gehaltsabrechnungen längst gekündigter Arbeitsverhältnisse waren es. Es bleibt noch viel zu tun….) -> auf den Druckerpapierstapel; das ist alles einseitig bedrucktes Papier ….

Muẞ ja….

Das Holz vom Wintergartenfußboden sah schon länger total ausgelaugt aus. Aber ich wusste mir keinen rechten Rat. Damals, 1998, (boah! Ist das wirklich schon über 20 Jahre her!? KANN DAS SEIN????) hatten wir den Boden abgeschliffen und dann mit Hartwachs behandelt. Das Produkt hat sich 1. als nicht besonders belastungsresistent herausgestellt und 2. gibt es es nicht mehr, zumindest nicht von derselben Firma. Wenn wir in all den Jahren mal gefeudelt haben, dann mit einem Pflegemittel, das eigentlich für die versiegelten Böden in Küche und oben gedacht ist. Eine schlechte Gemengelage.

Eigentlich müsste erneut geschliffen und neu „aufgebaut“ werden. Aber das geben die alten PitchPine- Bretter nicht her, zu viele Wurmgänge, zu dünn.

Jetzt hab ichs einfach ausprobiert: Fußbodenhartöl auf Leinölbasis, von Kreidezeit, draufgestrichen. Vorher nur gesaugt und gefeudelt. Etappenweise, weil man nach 20 Minuten Überstände mit einem Tuch aufnehmen soll. Auf dem Foto sieht man ganz gut den Unterschied vom schon behandelten zum Vorher-Zustand. Allzuviel nimmt der Boden nicht an. Nach zwei Tagen aber siehts trotzdem so aus, als wäre es gut, einen zweiten Anstrich vorzunehmen. Ich warte nochmal ab bis zum nächsten Wochenende.


Aussortiert:

Tag 12, 1.3.: Ohrwärmer. Diese puscheligen mit Bügel überm Kopf, in dunkelblau. Sind noch aus Schulzeiten, damals schick, neu und viel benutzt. Wenn sie Jemand haben möchte, melde er oder sie sich. Sonst: Sozialladen

Tag 13, 2.3.: Zwei Steine mit unseren Namen drauf, die bei der Hochzeit einer Freundin als Tischkärtchen gedient hatten und seither auf dem Küchenbuffet lagen. Werden „Fundstücke“ für spätere Generationen 😉 Habe sie im Garten versteckt.

Tag 14, 3.3.: Virtuelles aussortieren ist auch anstrengend: habe meine „Lesezeichen“ sortiert und ausgemistet

Vorfrühlingsgemischtes vom gerade begonnenen Tage

Die Zeit rast! Wahrscheinlich, weil außer Alltag nix passiert!? Andererseits ist alles, was ich mir momentan an „passieren“ vorstellen kann, eher gruselig: Notfälle bei de ole Lüüd, den Eltern, hier…. denn alles, was schön den Alltag durchbricht ist nicht möglich: Freunde treffen, Kino, essen gehn, Konzerte…. Zunehmend vergeht mir außerdem die Lust auf die Reste der direkten sozialen Kontakte, als da wären Telefonate. Ähm, ja, das wärs… *seufz* Auf Videokram hatte ich noch nie wirklich Lust … wenn ich dann erstmal dran bin, am Telefon, dann ists okay. Aber BIS …..
Naja, so isses wohl und so wirds wohl noch länger sein, also die kurzen Tage mit Alltagsfreuden füllen:
heute ist hier der Vorfrühling zurück. Die Sonne scheint, kein Wind – sehr fein!
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Gestern hab ich noch spontan die saharastaubstrotzenden Fenster oben im Anbau geputzt. Dort lässt sich die Nachmittagssonne genießen, wenn es draußen zu kalt ist, und dabei sah ich, daß ich nichts sah 😁 Jedenfalls fast nichts.
Jetzt sehe ich. Bei Schatten klar, bei Sonne Schlieren.
Et is wie et is….
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Vielleicht gibts ab heute die erste richtige Kornelkirschenblüte!? Jedenfalls haben erstmals alle Kornelkirschen richtig viele Blüten, so daß es durchaus sichtbar gelb werden könnte, auch ohne extra zu suchen wie in den Jahren zuvor. Und die ersten Früchte? Darf ich zu hoffen wagen?

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Ist hier noch Jemand, der Lust hat auf einen „(Natur-)gartenplausch“ auf Signal? Ich hab ne neue Gruppe dort aufgemacht und es wird schon ordentlich klöngeschnackt über Frühling, Gärten, die Autokorrektur, Wetter ….*g* Schwerpunkt sollte aber das (Natur-)gartenthema sein und bleiben 😉
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Frühjahrsmüdigkeit!! Hat Euch die auch so in den Fängen??? Mich total. Bin praktisch ununterbrochen müde. Schlafen kann ich inzwischen besser, aber doch noch nicht durch, vielleicht liegts ja auch daran. Andererseits habe ich auch ungeahnte Tätigkeitsschübe!! Heute, noch vor 10 Uhr: Eine Lampe auseinandergebaut, deren Anmachkettchen seit Wochen abgerissen auf dem Fensterbrett liegt UND den Deckel des schönen Kerbschnitzkästchens von Folgä nach vielen Jahren, in denen ich immer wieder dachte „das sieht aber inzwischen unansehnlich aus“ (weil es mit Leinöl behandelt und offenbbar nicht genug von Resten befreit worden war, und sich dadurch klebriger Staub geradezu eingefressen hatte) kurzerhand mit 200er-Papier geschliffen und mit Auffrischöl behandelt. UND dies hier geschrieben.
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Aussortiert

Tag 11, 28.2.: Metallwärmflasche. War toll, solange wir den Kaminofen hatten. Wurde knallheiß, dann vor der Arbeit ab damit unter die Bettdecke, zur Nacht schön warm da. Das funzt mit dem neuen Ofen nicht. Also ab in den Sozialladen. oder hat von Euch wer nen Kaminofen und Lust auf ein kuschligwarmes Bett?

Emsig

Nach dem wunderbaren Wochenende (zweistellige Temperaturen, sonnig, fast windstill – ein Geschenk nach dem eisekalten Winter) kann man die neue Wegführung um den Teich schon erkennen! Hinter dem Herrn F. dampft die Brenntonne; die hat der Herr F. optimiert (heißt: in den unteren Rand zwei Reihen Luftlöcher Geschlagen), das musste natürlich getestet werden. Klappt – ein kleiner Teil Schneebeeräste und – wurzeln sind nun schon weggebrannt.

Links vom vorderen Beet, dunkelbraun, der neue Weg. Rechts Grasplacken weggenommen – wo Rasenweg war, ists AUCH dunkelbraun, dort ist aber eingepflanzt, was dem Weg weichen musste.

Emsig auch die Frühblüher: wo samstags noch nichts zu sehen war, blühen sonntags schon die Elfenkroküsschen. Stündlich mehr Winterlinge öffnen ihre Blüten, und die Bienen waren unterwegs als gebe es kein Morgen: Frühjahrsputz haben die einen gemacht (Tote aus dem Stock geschafft), Nachschub die anderen geholt: Wasser und orangerote Schneeglöckchenpollen. In den Winterlingen und Krokussen waren sie auch, und auch weißlichgelbe Pollen waren zu sehen – blüht schon eine Weide!? ICH habe sie nicht gesehen….

Das war ein wirklich glücklichmachendes Wochenende!! Sogar die Katzen haben es geschafft, beide mit draußen zu sein, ohne sich in die Haare zu geraten. Sie haben sich einfach abgewechselt *g* Und wir konnten draußen Mittagessen, werkeln, lesen – sogar dafür war es warm genug!!

Schön auch, daß meine Schulter es zwar nicht so richtig toll fand, so beansprucht zu werden, aber auch nicht stinkesauer ist! Es wird 🙂


Tag 5 von 365, heute: ein angebrochenes Parfümölfläschchen. Bin eh dabei, die Bestände aufzubrauchen. Bei diesem tat ich mich schwer: es riecht erstmal gut – aber spätestens nach einem Tag nur noch stechend.
Muß ich das nicht trotzdem aufbrauchen?
Nein, stelle ich jetzt fest (nachdem ichs den ganzen Winter trotzdem stehen hatte und immer wieder benutzt habe. Frau lernt langsam….., danke, Frau Winnemuth!) Im Müll.

Vier Tage später ist Frühling :-)

Schnee nur noch an superschattigen Stellen, die Eisdecke auf dem Teich schmilzt stündlich – es sonnt bei zweistelligen Temperaturen, wo vor vier Tagen noch stiefelhoch der Schnee lag. Wow!

Ich hab gearbeitet, bis die Muskeln zu zittern begannen. Hört sich aber mehr an als es ist, denn die tun das recht schnell, derzeit. Ein Dreivierteljahr ohne was tun zu können – da muß jetzt Aufbau betrieben werden. Habe auch üblen Muskelkater nach der Arbeit 🙂
Dicke Laublagen hat der Herr F. von den Beeten entfernt, er musste aufpassen, daß er keinen Winterlingen die Köpfchen abharkte. Ich hab derweil am Schneebeermikado weitergespielt *seufz* Immerhin: eine hoch volle Schubkarre Äste und – deshalb machen wir das – Wurzeln hab ich rausgezogen, indem ich von unten und oben her (die liegen ja alle am Hang zum Acker) Matsch, Lehm, Blätter abgetragen habe, gebuddelt und gezogen. Mühsam, aber befriedigend!!
Dann haben wir noch gemeinsam zwei weitere Findlinge an ihren neuen Platz am Teichrand verfrachtet – was immer auch weiteres Schneebeerwurzelbuddeln mit sich bringt – und schon waren zwei Stunden rum und zwei ungeübte Menschen k.o.
Schön war das, und wir haben was geschafft.
Der Zaunkönig ist immer dabei, keinen Meter entfernt meckert er, egal, wo man grad ist (ich schätze, es sind zwei Reviere im Garten, aber leider konnte ich nichts zur Reviergröße von Zaunkönigen finden) Und auch Elsa ließ sich immer wieder blicken, si ist sogar ganz allein rausgekommen zu uns! *freu*
Und einige Zeit haben wir auch vor den Bienenkästen verbracht – man summt laut, fliegt und sonnt sich 🙂


Aussortieren Tag 2 von 365: mein Schultaschenrechner. Ich brauche keinen Sinus- und Cosinusrechner und Co mehr, und nur weil der lütte Solarrechner mit den Grundfunktionen VIELLEICHT IRGENDWANN doch mal kaputtgehn könnte, werde ich den alten jetzt keine weiteren 30 Jahre mehr aufbewahren. Sozialladen.

Tag 3 von 365, heute: eine Schachtel voller Normalmagnete. Ich benutze eh nur noch die Neodyms, die normalen sind einfach nicht magnetisch genug für Magnetfarbenwände. Sozialladen.

Wind von Osten bringt nix gutes

5-10cm Pulverschnee über Nacht…. das ist okay, trotzdem werden wir mehrfach schippen müssen, denn es tost ein Oststurm – und der weht zwar den Acker fast frei, aber überall, wo Erhebungen sind, gibt es Verwehungen, so auch im Hof oder auf dem Bürgersteig. Am Acker weht es den Schnee zT haushoch, es ist ein echtes Schauspiel, dem aus dem Fenster zuzusehen.
Die Flensburger Freundin hat gestern angerufen und unser Treffen heute abgesagt, weil sie sich auf der spiegelglatten Straße nicht halten konnte und im fallen den Arm gebrochen hat! Hoffentlich schmerzt es nicht mehr so, Liebe – und fest gedrückte Daumen, daß keine OP sein muß!! Daraufhin hab ich mir meine unterschnallbaren Spikes wieder rausgesucht. Denn auch bei uns sind ungeräumte Bürgersteige und die nicht geräumten Nebenstraßen spiegelglatt, und sogar die Fahrspuren im Hof sind nicht ohne.

Aber offenbar wird hier nur noch wenig von oben nachkommen. Puh.

Für alle hier mitlesenden hoffe ich, daß Ihr glimpflicher durch diese Winterperiode kommt als die Freundin. Vielleicht sogar ebenso glimpflich wie wir hier bisher.

DAMALS, als die Welt noch bunt war

… da konnten wir noch was im Garten tun, es gab FARBEN und DINGE. Seit Tagen ist das nun Vergangenheit. Sie fühlen sich an wie Monate. Schnee ist grausam, ich hasse diesen weißgrauen Himmel, die Sorgen, weil man ja fahren muß, das schippenmüssen – ach, ich finde ALLES an Schnee blöd, solange wie er fällt (wenn er nur liegt, dann gehts. Aber er fällt und fällt und ….) – deshalb Schlußausende, ich berichte von letztem Wochenende:

Freunde schenkten uns die großen Tannenstämme

Jetzt haben sie einen neuen Platz – der große Findling, der schräg dort lag, wurde ja zur Bank in der Sonne:

…und dort ist nun eine windfangender Durchgangsblockade aus zwei Reihen dicker Stämme entstanden (hier von hinten).

Wir hatten nämlich im letzten Jahr gemerkt, daß diese Ecke ein schöner Schattenplatz an heißen Tagen sein könnte – wenn bloß der Wind nicht so durch den Durchgang pfiffe. Mal gucken, ob’s langt. Und wenn nicht – stehendes Totholz ist immer gut, wenn auch Laubholz besser ist als Nadelholz:

  • Stehend wertvoller als liegend
  • dick (Stämme) wertvoller als dünn (Äste)
  • Besonnt wertvoller als schattig
  • Laubholz wertvoller als Nadelholz
  • Hartholz wertvoller als Weichholz

sind die Merksätze, also wäre ein Windfang aus dicken, stehenden Hartholzstämmen in der Sonne das beste, was man für Insekten totholzmäßig tun kann – aber es gibt natürlich auch Käfer, die lieber im schattigfeuchten Mulm liegender Asthaufen wohnen, die auf Nadelholz spezialisiert sind oder nur in Weichholz glücklich werden. Bloß eben in kleinerer Zahl 🙂 Insgesamt ist jedes bis zum Mulm und darüber hinaus an derselben Stelle bleibende Totholz ein Gewinn für die Tierwelt!
Was den Viechern wenig nützt ist zB der immer gern stolz angeführte Brennholzhaufen. Die drei Jahre, die das Brennholz im besten Fall draußen lagert, führen dazu, daß sich eine Tierwelt installiert – die dann größtenteils im Ofen landet 😦
So ein Käfer wohnt ja gern mal bis zu sieben Jahre als Ei und Larve im Totholz, bevor er für einige Wochen bis Monate sein erwachsenes Käferleben führt – und kann auch nicht flüchten, wenn „sein“ Stamm/ Scheit in den Ofen geworfen wird. Der Brennholzhaufen dient als Nistplatz für Vögel, auch Igel verkriechen sich mal drunter oder drin, im Winter Wespenköniginnen, Zitronenfalter oder Mäuse – aber er kann nur ein Unterschlupf sein, kein „richtiger“ Lebensraum.
„Unsere“ Stämme sind nun nach dem fällen schon 2x umgezogen – auch das kann durchaus heißen, daß Jemand „eingezogen“ war, der mit den neuen Verhältnissen nicht klarkommt. Vielleicht ists jetzt trockener, oder schattiger, oder…. aber wer von jetzt an einzieht, der darf bleiben! 🙂

Teich-Archäologie ;-)

Wenn man den Bagger „in der Bude“ hat, und das auf einem Grundstück mit Geschichte, dann findet sich manches.

Genauer gesagt – bisher:

  • zwei Flaschen- eine hübsche, braune, für die ich sogar einen passenden Korken gefunden habe und eine mit Tropfverschluß. Ob’s wohl mal eine Medizinflasche war? Oder was tropft man sonst?? Der Schraubdeckel war leider nicht mehr dabei.

  • ein Boot!! 🙂 Samt Kiel und Luke für den verschwundenen Motor! (Bevor Du fragst, Maenade: es ist so 5-7cm lang. Und ja, zweifarbig. Grün und blau)

In des Baggers Schaufel hatten wir auch noch eine Art Schilderstange (oder wie nennt man sowas – so eine Metallstange, an der oben ein Schild befestigt werden kann!?) samt Betonfuß gesehen, aber obwohl die lang war ist sie bisher noch nicht wieder aufgetaucht Ist wohl irgendwo in den Schlammschichten oder zwischen den Schneebeeren gelandet. Wird schon wieder auftauchen *g*

Mal gucken, was sich sonst noch so findet…. 🙂