… wenn der böse Mann kommt….

…sind wir von nun an gewappnet:

Beim graben stieß ich erst auf Plastik, dann auf dicken Stein und dann – siehe Foto.

Haueha!

Links unten ist ein Abfluß erkennbar, rechts nicht

Also bin ich mit der Leiter reingeklettert. Um die unten liegende Erde ein wenig wegzuschaufeln, mußte der Herr die Leiter rausholen, so eng ist es. Nach ein wenig schaufeln wurde erkennbar: es gibt auch auf der Seite zu des Mieters Terrasse hin einen Ab- oder Zufluß. Der Boden unten war allerdings nur feucht, obwohl es ordentlich geregnet hatte und er betoniert ist. Also fließt wohl kein Wasser.

Offenbar war ich brav: der Herr F. hat die Leiter danach wieder reingestellt, und mit dem draufstemmen der Betonplatte gewartet, bis ich draußen war

Oben rechts ragt ein Metallstück hinein, links ist eine weitere dicke Steinplatte, die etwas tiefer liegt als die, auf die ich gestoßen bin.

Wir haben keine Idee, wofür dieser Schacht ist. Er wirkt nicht alt, und die Verschlußplatte ist mit Plastikfolie abgedichtet, so daß ich vermute, daß er nicht von 1920 ist. Ein Zusammenhang zur (zugeschütteten) alten Betonschacht- Dreikammer-Kläranlage scheint ebenfalls unwahrscheinlich, der räumlichen Verhältnisse wegen.

Jetzt haben wir alles wieder zugemacht, die Grassoden wieder draufgelegt. Aber wenn der böse Mann kommt, wissen wir nun, wohin mit ihm! 😉

 

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Brrrrrrrrrr – unbritisch

Kalt ist es geworden! Nachts frierts ordentlich, und tags – wolkig und 5° ist nicht grad, was frau sich so wünscht.

Aber da ich eh diese Woche Überstunden schiebe, ists nicht so schlimm…. hoffen wir mal auf Ostern!

Vorteil: da sich keine Biene draußen blicken läßt, konnte ich heute die schon voll bebrütete Drohnenwabe, die wir letzte Woche dem Mondvolk geklaut haben, den Vögeln zum auspicken hinhängen. Es ist gut zu erkennen, welcher Vogel älter, welcher Frischling ist 😉 die alten erinnern sich genau, die jüngeren sind scheu, sitzen erstmal und gucken zu und tun sich dann schwer, sich an der Wabe festzuhalten.

Bisher sind dagewesen: Kohl- und Blaumeisen, Hausspatz und – Frau Specht, die ich seit Wochen nicht am Futterplatz gesehen hatte!

Leise rieselt….

… nein, nicht der Schnee *gg*

Es rieseln weiße Blütenblätter der Mirabellen! Schon jetzt! In der Nacht zum 1.4. hat es heftig gefroren, seitdem ist kein Halten mehr.

Und auf dem Weg zum Frauen-Doko-Turnier am letzten Wochenende sah ich auf einem Feld tatsächlich Raps, der schon Knospen hat, die sich gelb zu färben begannen. Ob der den Frost überstanden hat? Auf den anderen, „normalen“ Feldern beginnt der Raps sich aus den Rosetten zu erheben, auch das viel zu früh! Ich finds toll (wie ich alles toll finde, was mit Wärme und Sonnenschein zu tun hat), aber für die Insekten taugt das nicht! Mal sehn, wie das sich weiterentwickelt.

Mit den Hummeln – das ist nicht so einfach! Erstmal das grundsätzliche: man darf Hummeln nicht der Natur entnehmen! Also bin ich halb-brav. Ich gucke nur in meinem Garten, in dem sie eh fliegen. Und ich schaue natürlich, ob sie gerade auf Nistplatzsuche sind. Das kann man recht leicht erkennen: Hummelköniginnen, die suchen, fliegen dicht über dem Erdboden langsam herum und setzten sich immer wieder hin, kriechen hier unter ein Blatt, dort in einen Spalt….. weil sie eben nach einer geeigneten Höhlung suchen. So eine Hummel muß erstmal gefunden werden, dann auch gefangen – was auch nicht so leicht ist. Oft sehe ich welche an Blüten, aber da weiß ich dann ja nicht: stärkt sie sich zur weiteren Suche – oder hat sie schon ein Nest! Solche Hummeln möchte ich nicht beim Aufbau ihres Nestes behindern, auch nicht für die 20 Minuten, die einem Fang folgen: ich fange sie in einem Filmröllchen (zum Glück hab ich von denen noch einige, Ihr wißt schon, diese schwarzen, in denen früher, als man noch Filme in Fotoapparate einlegen musste, die Filme aufbewahrt wurden ….), dann gehts ab zum Nistkasten. Rein läuft Frau Königin von allein, schließlich möchte sie raus aus dem Röhrchen – dann schnell ein Klötzchen vor den Eingang. Zwanzig Minuten wird sie zwangsinhaftiert, um sich im Kasten umgucken zu können und hoffentlich festzustellen: „Och, das wäre ja geradezu i-de-al für meine Nachkommenschaft hier!!“ Dann weg mit dem Klötzchen – und bisher geschah nach wenigen Minuten dies:

Aber dann – stracks Abflug, weg!

Würde der Kasten gefallen, würde die dicke Königin sich auf ihn einfliegen: in immer größer werdenden Kreisen um ihn herum fliegen, um ihn wiederfinden zu können.

Drei Versuche hatten wir bislang, aber keine Königin mochte den Kasten annehmen. Nuja, ich habe bereits von Anderen mitgekriegt „die siebte blieb“. Oder auch nicht.

Wenn nicht, bleibt ein Trost: bei den langen Verfolgungsjagden zickzack durch den Garten habe ich gelernt, was Hummelköniginnen gefällt: Erdlöcher. Oder Spalten zwischen Steinen. Böschungen. Auch meine Totholzhecke vom letzten Jahr, die schon ein wenig zusammengesackt ist und unten mit angewehtem Laub bedeckt. Da drin suchen sie auch nach geeigneten Höhlungen, vorzugsweise dort, wo die Chance am kleinsten ist (das Gestrüpp am dichtesten liegt), aber auch der Schutz am größten, sollte sich eine Kuhle finden, die groß genug ist. Also werde ich gezielter gucken können, um vielleicht doch endlich mal den Eingang zu einem natürlichen Nest zu finden.

Aber noch haben wir Zeit – bisher waren wenige Hummeln unterwegs, doch ich habe auch schon eine mit Pollenhöschen gesehen. Die hat schon ein Nest mit Brut irgendwo angelegt, sonst bräuchte sie keine Pollen zu sammeln.

Abwarten und weiter gucken….

 

Insektennisthilfe – was taugt?

„Kaum nutzbar“ seien die meisten Baumarkt-Insektenhotels, schrieb ich gestern.

Aber was ist sinnvoll – worin mögen Wildbienen nisten? Und was ist nur billiger Füllstoff, vielleicht hübsch anzusehen, aber sicherlich nicht bewohnbar (außer vielleicht von ein paar Ohrenkneifern und Asseln)?

Diese Grafik stammt von Dr.Wolfram Eckloff, der mir netterweise erlaubt hat, sie hier zu benutzen – und mehr noch: er freut sich über Verbreitung!

Wer selber bauen möchte:

  • Hartholz, (ob entrindet oder nicht, darüber streiten sich die Geister, entrindet ist aber wohl besser),
  • Bohrungen immer seitlich (also senkrecht zur Faser, nicht ins Hirnholz)
  • mindestens eine Bohrerlänge tief (besser: extralange Bohrer, die allerdings, wie ich feststellen musste, schwer zu kriegen sind) und hinten geschlossen (also nicht DURCHbohren)
  • 2 – 9mm (am meisten 3 – 6 mm),
  • ausgefranstes unbedingt wegschleifen – die Wildbienen kriechen rückwärts rein und meiden splittriges Holz/ Bambus…., weil sie wohl instinktiv wissen, daß sie sich daran ihre Flügel verletzen könnten
  • aufhängen oder -stellen geschützt und sonnig.
  • Oder Röhrchen, siehe Grafik-Text. Kann man auch einfach in eine Konservendose eingipsen (also die Rörchen am Boden in etwas Gips oder Lehm stecken, damit die Vögel sie nicht so leicht rausziehen können. Und damit sie hinten zu sind)
  • Oder natürlich eine schöne Lehmröhre, wie wir sie letztes Jahr gebaut haben.

Zum Glück gibt es auch einige Hersteller von fertig zu kaufenden, sinnvollen Bienenwohnungen, hier sind sie aufgelistet: *klick*

Nicht vergessen: die allermeisten Wildbienen bauen ihre Nester eh in den Boden! Da helfen offene, gelockerte Bodenstellen, gerne sandig und sonnig gelegen, die in Ruhe gelassen werden. (Unsere Hummeln zB brauchen keinen Nistkasten von uns. Der ist eher für uns, damit wir mal so einem Volk zusehen können; ich hatte die letzten drei jahre vergeblich versucht, eines im Garten ausfindig zu machen. Normalerweise sind Hummeln mit einem alten Mausebau vollauf zufrieden, manche auch mit einer Höhlung in einem dicken, alten, nicht abgerasenmähten Grasbüschel oder einem Wandspalt; sie graben nicht selbst ….)

 

 

Hummelhummel….

Guckt mal, was da steht!!!! 🙂

Nicht zu erkennen? Okay, näher ran:

   

Es ist ein Hummel-Nistkasten! (Ein funktionaler – wetterfest, hummelgeeignet und mit Wachsmottenklappe, der auch noch gut aussieht? Das war nicht leicht zu finden! Die meisten sind, wie all die Baumarkt-„Insektenhotels“, schlecht gemacht und kaum nutzbar. Schade!!)

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Die große Klappe ist jetzt offen, damit eine nistplatzsuchende Hummelkönigin gucken gehn kann. Wenn sie eingezogen ist, wird die Klappe geschlossen, Ihro Majestät muß dann durch die seitliche Mottenklappe rein. Die ist erst mit dem Draht offengehalten, wird dann täglich ein wenig mehr geschlossen, bis die Hummelin sich dran gewöhnt hat, sie von außen öffnen zu müssen, um in ihr Nest zu kommen. Das ist deshalb gut, weil Wachsmotten, die ein ganzes Hummelnest zerstören würden, dadurch ferngehalten werden.

Auf dem letzten Bild sieht man einen Belüftungsschieber halb offen. Der bleibt erstmal drin; erst wenn die Tage warm werden, wird er gezogen, um guten „Durchzug“ zu gewährleisten. Alle Belüftungslöcher im Holzkasten sind mit feinem Gitter gegen die Wachsmotten abgeschottet.

Der Hummelkasten steht schattig, das muß sein, denn Sonne ist schwierig für die Tiere, die ja gern auch in Erdlöchern wohnen.

Ich bin sehr gespannt, ob Jemand einzieht – an den warmen Tagen Ende Februar haben wir schon zwei suchende Königinnen gesehen, aber es war noch SEHR früh, und der Kasten eh noch nicht da. Und seither war besch*** Wetter. Ich hatte, weil es kaum einen Tag nach Aufstellung des Kastens Sturm, Nachtfrost, Dauerregen für 14 Tage gab, die Klappen erstmal wieder geschlossen – Königinnen fliegen nicht bei 4° und Regen, und ich wollte nicht, daß sich eine Maus oÄ dort einnistet. Sobald das Wetter wieder gen „Frühling“ mäanderte, machte ichs wieder auf. Ich bin höllisch gespannt!! Aber selbst an den etwas sonnigeren Tagen letztes Wochenende habe ich nicht eine Hummel gesehen. (Also, nicht nur am Kasten nicht – insgesamt nicht)

Drückt die Daumen, daß es bei uns bald so aussieht:

Leider gibt es die Seite „Hummelfreund.com“, auf die am Ende des Films hingewisesen wird nicht mehr – der Betreiber ist verstorben. Wer mehr über Hummeln wissen möchte, kann unter Pollenhöschen gucken, außer einem Forum gibt es viel Wissen, auch einen Nistkastenvergleich – leider weiß auf schwarz, was ich sehr schlecht lesbar finde. Aber irgendwas ist ja immer 😉

 

 

Verwöhnt!!!!

Die Herren und Damen Amsel habe ich offenbar zu sehr verwöhnt – DAS kenne ich ja schon:

So bleibt ein Apfel lange liegen, nur wenn einige Tage kein Nachschub kommt, wird die Schale auch aufgepickt

aber DAS ist echt der Gipfel …. *ggg*

(Erkennbar? Das Kerngehäuse schwebt, ringsum freigepickt, am Stielansatz hängend mitten im freien Raum)

Wo????

Hier jedenfalls nicht!

Was?

Sonne.

Herrlicher Frühling, Sonnenschein, 14° scholl es aus den Nachrichten – überall, bloß nicht bei uns: diesige Wolken, kalter Wind, 8°, so ists hier.

Aber die Frühlingsboten häufen sich:

  • heute sah ich Herrn und Frau Stockente wieder, die alljährlich um diese Zeit auf unserem Teich offenbar um die 14 Tage Urlaub machen 😉 Denn vorher und nachher sind sie niemals zu sehen.
  • Lerchensporn, Buschwindröschen, Lungenkraut, drei (DREI!! Wieder eines mehr!! Es geht rasant vorwärts mit der Ausbreitung ;-)) Leberblümchen, Osterglocken, Mirabelle, Weiden – alle blühen um die Wette und warten vergebens auf Bienen, Hummeln und Co
  • gestern: der erste Zitronenfalter in den 3-5 Sekunden Sonne, die immerhin hier und da noch zwischen den Wolken vorspitzten (heute: exakt 0 Sekunden Sonnenschein bis jetzt!!)
  • und ein Zaunkönig huschte mit Nistmaterial im Schnabel in meine Totholzhecke an der Grundstücksgrenze (das ältere Stück; das neue ist noch zu dünn und ungeschützt für so eine Zaunkönigsnestkugel, schätze ich)

Ich habe den Kompost versetzt. Für diese körperliche Arbeit war’s „warm“ genug, aber holla, jetzt schmerzen mit wieder die Hände…. leider hat sich das auch auffe Arbeit, neu, nicht geändert; scheint eine bleibende Schwachstelle zu sein und der erste echte Dauerschmerz (außer meinen Bauchweh. aber die hab ich schon so lange, die zählen gar nicht!!). Mist, denn Hände brauchts nun mal, die kann man nicht mal eben an freien Tagen schön schonen

Diesmal hab ichs aber hingekriegt, ohne Kröten oder Mäuse zu morden: die untersten 20cm Komposterde hab ich vorsichtshalber mit Schaufel statt Forke hochgenommen.

Aber nun sagt mal: wo ist „überall“? Ist bei Euch die angekündigte frühlingshafte Sonne mit zweistelligen Temperaturen angekommen?

Repariert und ergänzt – nun glänzt und leuchtet sie wieder ….

Im Sperrmüll in FL gefunden. Genauso, bloß ohne Birnen

Daheim erstmal getestet: Funktioniert!

Dann bemerkt, was (außer einem Lampenschirm) fehlt:

Schutz für die Elektrik und der gesamte Aufbau, an dem sich der Lampenschirm überhaupt erst befestigen läßt. Aber hier sieht man, was mir gleich so gefallen hatte: die schönen Gravuren in Ständer, Halterungen und Fuß. Und die Füße *gg*

Also überlegt. Und gebastelt:

Links: Schutz für die Elektrik aus durchbohrtem Medikamentendosendeckel. Rechts: eine grad nochmal nicht entsorgte Metallschale mit Loch an der richtigen Stelle, farblich passend durch Edelrost (*räusper*)

Sieht jetzt schief aus, wird aber gerade, wenn erst die Gewindestange drin ist, die den Schirm halten wird. Zusammen mit weiterem Gebasteltem…..

Danach ist der Herr F. dran, er hat nämlich eingekauft (außer dem Schirm, den haben wir gemeinsam besorgt), und ich habe nicht so ganz kapiert, wie er sich das gedacht hat: Eine Gewindestange hat er gekauft, einen Winkel und Muttern. Das Werkzeug hatten wir zum Glück hier, eine Eisensäge und die Schraubenschlüssel. Los gehts:

Hier hat er schon den Winkel in zwei Platten zersägt.

Von oben hineingeknipst:

die Gewindestange führt durch Rostschale und Medikamentendosendeckel in das Gewinde. Nun eine Mutter und eine der Winkelhälften auf die richtige Höhe geschraubt (das mussten wir einige Male justieren), dann die zweite Platte und Mutter drauf – fertig.

Fast – denn ohje, das Gewinde ist schief! Und dadurch der ganze Lampenschirm!

Aber zum Glück reichte da ein ausgebranntes Streichholz – das wird auf der niedrigeren Seite dazwischengeklemmt, und schon ist alles schön gerade! Gewußt, wie!

Und nun – tadaaaaaaaa: Hier ist das ganze Prachtstück, fertig und mit angeknipsten Lampen.

A propos knipsen: was auch fehlt ist ein Schalter – wir werden den Stecker ziehen müssen. Wahrscheinlich gabs im fehlenden Aufbau ein Ziehschnürchen!? Und ein sinnvoller Platz für unsere alte, neue Lampe. Der  wird sich finden….

Kleinvieh

„Ich weiß jetzt, warum es nirgends mehr schöne Butterdosen gibt“, sagte der Herr F. gestern zu mir.

„Na?“, fragte ich

„Es braucht kaum noch wer eine Butterdose, die haben alle so eine Plastikdose mit Deckel auf dem Tisch, und fertig“

„Das ist Margarine, Butter kann man da doch kaum rauskriegen“

„Deshalb ist da ja auch Öl drin, zur besseren Streichfähigkeit in diesen Plastikdosen-Butterdingern“

„Echt jetzt???“

„Ja, bei uns auffe Arbeit bei den Mitarbeiterfrühstücken hab ich mir das angeguckt, für die ist das total normal – das nennen die alle Butter, das fällt denen garnicht auf! Und dann hab ich im Supermarkt mal geguckt, da ist alles voll mit diesen Plastikdosen.“

Kleinvieh, ja. Mit billigem Öl gestreckte Butter wird uns als verbessert angeboten, weil streichbar, und ist dadurch schön praktisch in viel Plastik verpackbar.

Des Herrn F. KollegInnen verkörpern für mich inzwischen den Hardcore-Scheißegal-Konsumenten per se. Käse, Aufstriche, Wurst – alles im Plastik auf den Tisch, und keinem fällts auch nur auf. Getrunken werden Energydrinks aus der Dose oder Zeugs aus Plastikflaschen, der Herr F. mit seiner Mehrweg-Glasflasche ist Exot. Hauptsache billig und praktisch. Und wir fragten uns erst gestern erneut: Sind wir wirklich sowas von in der Minderheit, ist DAS Normalität, trotz der täglichen Plastik-in-den-Meeren-Nachrichten, trotz „Friday for future“ und Volksabstimmung zum Artensterben?

Heute las ich dann in Pflanzwas‘ Blog diesen Bericht namens „Plastik- für manche kein Thema?“ und schlagartig war das gestrige Gespräch wieder präsent.

Wie ists denn bei Euch auf dem Frühstückstisch? Käsetresen und Fleischtheke oder Selbstbedienung, eingeschweißt? Butter im Plastikbecher oder aus dem Papier in die eigene Butterdose? Denkt Ihr drüber nach, oder greift Ihr zu, Hauptsache es schmeckt, oder habt Ihr vielleicht gerade wegen der vielen Berichte die Nase voll und ein „laßt mich doch in Ruhe“ im Kopf?


Ergänzung: bei diesem Text lohnt es die Mühe, auch die Kommentare zu lesen!!


EinaB- Thema!

Kleinvieh

Warum ich meine Kleidung mehr und mehr auf Naturfasern umstelle

Naturfasern: weil der Wäscheabrieb von Kleidungsstücken laut Fraunhofer-Institut der zweitgrößte Produzent von Mikroplastik ist: Wäsche (Faserabrieb von synthetischer Kleidung) 21.121.058 Tonnen pro Jahr in Deutschland!!!!

Bio: Fjonka@ Mufflon (die mit der schönen Jacke aus Wollfilz, Schur- und Merinowolle)*

Hallo, als Person, die versucht, ihre Bekleidung in Richtung „natur- und umweltverträglich“ einzukaufen, habe ich mich erst vor wenigen Wochen in Unkosten gestürzt und eine Ihrer schönen und bequemen Jacken gekauft.
Nachdem ich nun von „Mulesing“ bei über 75% der derzeit auf dem Markt befindlichen Merinowolle gelesen habe, suchte ich auf Ihrer Website nach einer Aussage dazu oder dem GOTS-Siegel, wurde aber leider nicht fündig.
Allerdings fand ich:
Nahezu 100% der eingesetzten Maschinen, Materialien, Zutaten und der erbrachten Arbeit kommen aus Deutschland und der EU.“
Da Mulesing anscheinend nur in Australien praktiziert wird, nun die Frage: kommt Ihre Wolle auch aus der EU? Das wäre toll – und für mich nicht unwichtig, denn ich liebäugele fürs nächste Jahr mit einem Mantel von Mufflon …

Gruß,

Mulesing, kurz erklärt für Diejenigen, die nicht klicken mögen: um Parasitenbefall bei den Merinoschafen zu verhindern, wird Jungschafen betäubungs- und nachbehandlungslos Fell samt Haut(!) am After weggeschnitten. Dabei wäre das nicht nötig: es gibt auch Schafe, die um den After herum durch Zuchtauslese weniger Fell haben. (da ist die „Klick“-Seite offenbar nicht ganz up to date) ODER man kann die Schafe schmerzfrei behandeln. Mulesing wird nur noch in Australien betrieben, aber dort laufen die weitaus meisten Schafe, deshalb die hohe Zahl von nach wie vor 75% Mulesing-Wolle (die aktuell ist)

Mufflon@ Fjonka

Hallo,
wir freuen uns, dass sie sich für ein Modell aus unserer Kollektion entschieden haben.
Die von uns verwendete Wolle kaufen wir ausschließlich über die Firma Schoeller in Östereich ein (die Schafe laufen allerdings „weltweit“). Von dort liegt uns ein Zertifikat vor, dass die von uns eingekauften Qualitäten garantiert aus mulesingfreier Tierhaltung stammen.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne wieder zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Mufflon Team
Fjonka@ Mufflon

Hallo,

dann nehme ich an, daß Sie von Schoeller GOTS- zertifiziertes Garn beziehen?
Ich habe grad nämlich mal auf deren Seite nachgelesen – sie bieten das AUCH an.
Das würde mich freuen. Ich werde gern weitergeben, was Sie mir geschrieben haben, denn ich werde immer wieder mal auf meine Jacke angesprochen 🙂

Ich danke für die Info und wünsche Ihnen einen guten Sonntag,

Mufflon@ Fjonka

Guten Morgen,

das von uns eingesetze Garn ist nicht GOTS-zertifiziert, stammt aber auf jeden Fall aus  mulesingfreier Schafhaltung.
Geben sie das gerne auch an andere Interessierte weiter.

Herzliche Grüße & einen schönen Wochenstart

Mufflon Team

Hmmmm…. es hätte so einfach sein können …. *gg*

Da Mufflon auf seiner Website Bluesign-Zertifizierung und den Woll-Lieferanten Schoeller angibt, schreibe ich diese beiden an, denn auf beiden Seiten finde ich zum Thema Mulesing keine Angaben. Andererseits bin ich inzwischen ziemlich gut über alle möglichen Siegel und Produktionsweisen etc informiert  (Klick führt zu einer relativ gut veständlichen Übersicht) – ein Kollateralnutzen, sozusagen, der mir sicher bei allen nächsten Einkäufen weiterhelfen wird (oder sie mir erschweren wird, man kann das ja immer so und so sehen. Daß zB das (mir) zuvor völlig unbekannte „IVN best Siegel“ das strengste überhaupt ist, das einzige mir bekannte „textiles Vertrauen“ aber eher lasch, das kann auch das einkaufen eher schwierig machen *seufz*)

Während ich noch lese, antwortet Bluesign:

Danke für Ihre Email und dass Sie sich auf der bluesign homepage informiert haben.

Mit unserem Standard garantieren wir das tatsächlich nicht.

Andererseits ermutigen wir unsere System Partner Verantwortung für Tierschutz zu übernehmen. bluesign hat es in den Firmenkriterien niedergeschrieben, dass die Produktion der Textilien Leben und Umwelt nicht schaden soll und wir den negativen Einfluss der Textilbranche auf Leben und Umwelt verantwortungsbewusst reduzieren müssen.

Trotzdem kann ein bluesign® approved Wollstoff aus Wolle von konventioneller Schafhaltung kommen. Der Grund ist, dass wir mit unserem System und unserer Arbeitskraft nicht explizit auf Tierschutz ausgerichtet haben und somit unsere Auditoren die Tierhaltung nicht persönlich vor Ort inspizieren.

Freundliche Grüsse,

Okay, das ist nachvollziehbar. Nicht JedeR kann Alles leisten, aber mit meiner Jacke bin ich nicht weiter als zuvor. Nicht, daß ich Mufflon nicht glaube, aber es ist ja nun doch interessant, so etwas mal genau nachzuvollziehen.

Dann, nur zwei Tage später, antwortet auch Schoeller, der Wollieferant von Mufflon:

Sehr geehrte

Die Umweltschutzidee von Bluesign legt hauptsächlich den Fokus auf den Input der „best avaivable technology“ unter Verwendung von überprüften Chemikalien/Farbstoffen und umweltfreundlichen Verfahren.

Beim Audit wird der Betrieb komplett durchleuchtet, d.h. es werden auch z.B. Energieverbräuche (Wasser, Gas, Strom usw.) kontrolliert und in den darauffolgenden Inspektionen (im Normfall alle 3 Jahre) mit den vorigen Daten verglichen.

Zusätzlich wird überprüft, ob man was in Richtung Umwelt macht und Ziele hat, z.B. durch Wechsel auf LED Energiesparlampen Strom zu sparen.

Was Bluesign beispielsweise nicht erlaubt: die Wolle konventionell durch das Chlor Hercosett Verfahren, welches weltweit angewendet wird, auszurüsten.

Bluesign Endprodukte aus Wolle, welche filzfrei ausgerüstet werden sollten, dürfen nur z.B. durch unser entwickeltes, umweltschonenderes EXP Verfahren (Chlorfrei) ausgerüstet werden.

Meines Wissens hat Bluesign keine Beschränkung auf den Wolleinsatz von unausgerüsteter Wolle auf dem Weltmarkt hinsichtlich mulesing-free, sondern eher auf Chemikalienrückstände auf der Wolle.

Schoeller Garne werden jedoch ausschließlich unter Einsatz von „mulesing free“ Wolle produziert.

Mit freundlichen Grüßen,

So. Okay. Das deckt sich ja mit den Auskünften von „Bluesign“ per Mail und Website. Ich finde das alles extrem interessant, und bin, zumal ich ja eh eher umwelt- als tierschutzinteressiert bin, erstmal zufrieden mit diesen Informationen (wobei beides eng zusammenhängt. Trotzdem: der Tierschutzansatz, bei dem es ums einzelne Tier geht, liegt mir ferner als der Umweltansatz, bei dem es eher ums größere Ganze geht)

 

P.S.: Ich hoffe, Ihr könnt von diesem Beitrag profitieren. Ich denke, trotz der ungewöhnlichen Form kann man alle Infos finden, die von Interesse sind. Er geht auch zur Einab, da paßt er wunderbar hin!


* Ich habe die Mails zT geringfügig verändert, so daß zB im Nachhinein bemerkte, von mir mißverständlich gewählte Formulierungen hier im Beitrag anders stehen. Außerdem habe ich Namen entfernt.

 

 

 

 

 

Und…. (Buche, die 3.)

Wie viele Jahre lebe ich nun schon hier? Fast 25! Meine vielen Rundgänge um die Buche, auch zusammen mit dem Sachverständigen damals; die Fällung, all die Arbeiten danach; schließlich die Entdeckung, daß sie wieder austreibt – und nie sah ich dies!? Wie kann das sein???

Vor anderthalb Wochen erst, als ich mit der ichweißnichtwievielten Schubkarre voller Blätter um den großen Stubben herum fuhr, um die Blätter gen Feld im Knick abzuladen, da blitzte es plötzlich im Sonnenschein – und ich sah ihn: den Flaschenboden, der im Buchenstumpf steckt, fast schon umwachsen! Wie alt mag der sein? Wahrscheinlich so in meinem Alter, schätze ich – vielleicht hat ihn ja Jemand in einen Spalt gesteckt, um nachher dran zu denken, ihn mitzunehmen? Und dann vergessen?

Oder ist er beim wegschmeißen irgendwie quer an einem Rindenstück, das es jetzt schon nicht mehr gibt, liegengeblieben, so daß der Baum ihn beim wachsen aufnehmen musste?

Oder hat Einer den gefährlich gezackten Boden in den Baum gesteckt, nur daran denkend, daß sich Niemand den Fuß dran aufreißen soll?

Jetzt wird er irgendwann wieder hinausfallen, wenn die Buche in Jahrzehnten langsam vermodert …

 

Ach, es ist einfach herrlich!

Am Montag nach den drei Prasselregen-Sturmtagen scheint die Sonne, der Wind hat einigermaßen nachgelassen, und es ist frühlingshaft warm. Die Vögel singen schon, die Winterlinge öffnen erstmals ihre Blüten, Krokusse spitzen schon farbig hervor (aber noch geschlossen), und nach drei Stunden draußen sehe ich so aus:

Komisch, in echt ist das alles immer viel doller *gg*

Und der Garten sieht so aus:

die Totholzhecke ist schon viel höher, dem Sturm sei Dank 😉

und viel länger ist sie auch, sie geht jetzt bis zum 3. Baum, soll aber noch länger werden. (Stand Ende 2018: Ende links, auf dem Foto hinter den Zweigen des Vordergrund-Buschs) Da die Nachbarn in Richtung „wir“ ihre Schmuddelecke haben (das ist okay, so haben wir unsere Ruhe, und ich würde sie an deren Stelle auch dorthin packen, so wie die Grundstücke liegen. Ich meine das also überhaupt nicht als Kritik, nur als „isso“), ist das hübscher für uns und eh besser für Tiere.

Weiter hinten dann erhöhe ich den kaum noch sichtbaren Wall mit den Grassoden – all dies (es ist über kniehoch) kommt nur aus…..

dem winzigen Stückchen, das man rechts braun liegen sieht und dem spatenbreiten Graben, der davon abgeht. Wo soll ich bloß mit all den Grassoden noch hin? (das ganze Dreieck zwischen Ende Graben, ausgehobener Dreiecksspitze und Blättern (die das jetzige Beet anzeigen) soll noch ausgehoben werden….)

Außerdem habe ich nur von diesem Streifen zwischen Wand und Weg drei Schubkarren (!) voller Blätter und Immergrün entfernt. Warum? Weil das ein bei uns rarer geschützt-sonniger Platz ist, den das Zeug sowas von überwuchert.

Endlich also mal wieder draußen, das erste Mal „so richtig“ in diesem Jahr. Unser Dicker kam auch zwischendurch dazu, guckte neugierig, was ich da rumgrusche und fegte im vollen Galopp quer durch den Garten. Und auch einige Bienen ließen sich sehen – die Kotblase drückt wohl ….

Zwischendurch wurde ich von einer Hunde-Gängerin angesprochen, sie hatte die Bienenstöcke im Garten gesehen – ob wir wohl Honig hätten? Ein netter Schnack übern Zaun, und sie möchte mehr wissen, wenn sie mal mehr Zeit hat.


Dienstag. Wunderbarerweise ist es heute ganz genauso schön draußen! Die Folge: jetzt, um 10 Uhr 14, bin ich schon ein wenig k.o. von vielen Karren voller weggefahrener Blätter aus dem Staudenbeet/ Vorgarten. A propos Blätter – da hadere ich ja seit Jahren schon mit mir…

Engel links, Teufel rechts (hier: Insektenliebhaberin links, Pflanzenliebhaberin rechts)

rechts: „los jetzt, Fjonka, diese Massen von Laub ersticken Dir jeden Winterling und Krokus, wenn Du die jetzt nicht wegmachst!“

links: „aber denk doch mal an all die Insekten, die jetzt da überwintern, denen Du den Garaus machst! Und außerdem können die Frühblüher das ab, die wachsen ja in der Natur auch im Wald, wo Niemand ihnen Laub wegharkt“

rechts: „okay, die schon, aber was ist mit all den Stauden, die Du ja extra an die Sonnenplätze gepflanzt hast – DIE sind das nicht gewöhnt!“

In diesem Jahr lautet der Kompromiß wie folgt: vorne, im „Sonnenbeet“ habe ich viele Karren voll mit Blättern und dicht sich hinlegenden Staudenresten zB von Iris und Montbretien entfernt, aber keine Stengel abgeknickt – wer das drüberharken übersteht (und das sind erstaunlich viele) darf samt evtl drin überwinternder Insektenlarven stehenbleiben. Alle anderen Beete sind eh Schattenbeete – da müssen die Pflanzen das abkönnen, wenn Laub draufliegt (UND dort liegt eh weniger Laub – vorne, zwischen den Buchenhecken, fängt sich das immer richtig heftig)

Jetzt also erstmal ein wenig schreiben, dann ein Käffchen in der Wintergartentüre (auch ein Kompromiß – da ists geschützt, jetzt sonnig und von hinten warm) und dann ab in den Graben 😉 Denn ab eins ists vorbei mit der Gartenfreude: nachmittags gibts anderweitig Programm ….

Es war einmal….

… ein großartiger Sommer. Hier ein paar Erinnerungsfotos *SEUFZ*

Kopf hoch…. der nächste Sommer kommt bestimmt!!!

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Boah ej —-

wat’n Sauwetter heute!

Prasselnder Regen bei Sturm, annähernd orkanstark. Nuja – ich hab gearbeitet von 7:30 bis 15 Uhr, muß jetzt nix mehr außer entspannen, und das ist bei Ofenwärme, SPIEGEL und (später) TV doch recht gemütlich….

Und Ihr so?