Schub!

Der Gartentest hat mir einen Motivationsschub beschert 🙂

Letztes Jahr schon hatte ich ein kleines Stück Wegesrand von Giersch etc befreit (rechter unterer Bildrand zeigt das eine Ende davon) und wollte das ganze Jahr schon mein Beet hinterm Hügelgrab erweitern, damit ich einerseits leichter den Weg mähen kann und andererseits ein hübscheres Beet habe. Und jetzt hab ichs getan: Giersch und Goldnessel hatten die ganze Fläche bedeckt, und so habe ich gleich mein Versrechen eingehalten, die böse Nessel jedes jahr ein wenig weiter einzudämmen. Allerdings kann ich auch versprechen: in DEM Tempo gehts nicht weiter, denn was ich jetzt im Garten noch so an Goldnessel-Flächen habe ist nicht potentielle Beetfläche sondern in Gebüschen, zwischen Wurzeln, Steinen, Holzhaufen etc – also wesentlich schwieriger wegzumachen. Na, aber immerhin: etwas ist getan. Bis zum späten Frühling werde ich noch nichts pflanzen, um zu sehen, ob ich nicht Wurzeln vergessen hatte, die ich so leicht noch entfernen kann.

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Repariert! No.1

Kennt Ihr das auch, diese Phasen des kaputtgehens? Bei uns ist gerade eine solche angebrochen. Dies hier allerdings ist eher eine verschleppte Reparatur: man freut sich ja in diesem Sommer, wenn das Thermometer warme Zeiten zeigt, aber dauerhafte 40°C seit dem Frühjahr? Hmmmm, da stimmt was nicht!

Jetzt ist der Sommer zuende, aber endlich hab ich mich aufgerafft zu tun, was ich seit langem wollte: unsere Wetterstation ab- und aufzuschrauben.

Natürlich (?) hab ich an Fotos erst gedacht, als es fast zu spät war, und man sieht das entscheidende nicht: hinterm Zifferblatt ist ein kleines Kästchen mit spiralförmiger Metallfeder, die sich ausdehnen und zusammenziehen soll. Die war, Spinnen, Asseln und Rost sei dank, fest. Im Haushalt gibts Tücher, alte Zahnbürsten und Puste, den Gästen sei Dank gab es Kriechöl, und schon bewegte sichs wieder. Nach nunmehr fast 14 Tagen kann ich sagen: tatsächlich, wir können nun wieder zuverlässig die Temperatur ablesen! 14 statt 40°C – erfreulich ist das nun nicht wirklich. Aber immerhin korrekt *g*

Derweil brachen uns reihenweise die Gartenstühle zusammen, kein Wunder bei diesem nassen Sommer. Zwei von dreien hat der Herr F. inzwischen wieder hingekriegt, mit dem dritten wissen wir noch nicht so recht. Aber davon ein anderes Mal.


Es gibt eine monatliche Sammlung von Reparatur-Anleitungen zum mitmachen, FixIt heißt sie, und ich werde dies dorthin verlinken. Hier ist eine Übersicht über all die Monats-Sammlungen, falls Jemand was reparieren möchte und Anleitungen sucht…: klick

Sebastian

Wir sind grad mittendrin in Sturmtief Sebastian. Orankartige Böen bis 115 km/h sind angesagt. Das bei voller Belaubung der Bäume und wochenlang aufgeweichtem Boden, außerdem seit zwei Stunden Starkregen.

Hab schon etwas Schiß.

Krank sein hilft da: seit heute Nacht Halsweh, brennende Augen, zitterig – Erkältungsbeginn. Wie gesagt, das hilft, weil man mit seinem Körper beschäftigt ist und weniger zum unken kommt. Bisher hätt noch alles jotjejange, auch auf dem (wegen „kränklich“ verfrühten) Heimweg vonne Arbeit waren noch keine gekippten Bäume oder abgedeckten Dächer zu sehen.

Warten wir’s ab…. ich geh jetzt aufs Sofa.

Faux-pas

Für das „neue Gebüsch“ hatte ich uA zwei Kreten bestellt – und mich schon bei Abholung über deren Baum-Form gewundert, weil ich eher buschigen Wuchs erwartet hatte. Jetzt tragen die „Kreten“ erstmals Früchte:

zwei Kilo, saftige, leckere Zwetschgen…….

Der Kuchen ist prima, aber nuja… der Standort ist reichlich blöd für Zwetschgenbäume, viel zu dunkel und eng und dann zum ernten: über dem Teich-Steihang. Schlecht!
Schiefgegangen sein muß das schon bei der Baumschule, bei dem die Gebüsch-Pflanzen bestellt worden waren, die „meine“ Gärtnerei nicht vorrätig hatte, denn dort hatten sie schon ein Schild um, auf dem stand, sie seien Kreten. Tja.

Nun warte ich noch auf die ersten Kornelkirschen. Rita vom Naturgartenverein hat mir gesagt, bei ihrer Kornelkirsche habe es sechs Jahre bis zur ersten Blüte gedauert, insofern gibts noch Hoffnung. Die Sträucher sind schon größer als ich …

Mein Garten als Testobjekt

Letzten Sonntag war es soweit: Zwei Frauen vom Naturgartenverein kamen mittags an, um meinen Garten auf Herz und Nieren zu prüfen – wie weit ist er auf dem Weg zum Naturgarten, und was kann ich noch ändern/ besser machen? Aber auch (denn mein Garten dient als Testgarten): sind die Kriterien, die man im Verein ausgearbeitet hat, stimmig? Ist der Bewertungsbogen verständlich? Ist die Prüfung so umsetzbar? Auch darum ging es, und so hatte ich nachher einen Feedbackbogen auszufüllen.

Um es gleich vorwegzunehmen: das Ergebnis für unseren Garten war besser als gedacht! Gäbe es die Prämierung genau nach den Kriterien, die jetzt getestet werden, dann hätte ich eine silberne Plakette bekommen, wenn – ja, wenn nicht die Silber-Goldnessel wäre….. Hier das ist sie, die Übeltäterin:

Hübsches Laub, bei Hummeln beliebte Blüte im Frühjahr, ABER sie ist nicht nur ein Neophyt*, sondern auch noch einer von der schwarzen Liste der INVASIVEN Neophyten, das heißt, sie verdrängt agressiv heimische Pflanzen. Und damit ist sie ein k.o-Kriterium für einen Naturgarten: wo ein invasiver Neophyt wächst, da ist kein Naturgarten.

Eigentlich.

Denn zum Glück ist man sich über dieses Totschlagkriterium noch nicht ganz einig, vielleicht hat mein Garten also doch noch eine Chance auf seine silberne Plakette. Die Frage ist nämlich: wenn, wie bei mir, man den Garten schon voll mit dieser Pflanze übernommen hat und sie auch nicht eben mal auszupfbar ist (was bei mir so ist, weil die Nessel flächendeckend überall dazwischen ist, auch in Gebüschen etc) – ist es dann nicht zu hart, dem ansonsten bemühten Gartenbesitzer mit dieser einen Sache jede Chance auf die Prämierung zu nehmen?

Ich hab da auch noch die kanadische Goldrute, die ist auch so ein invasiver Neophyt. Aber die ist insofern nicht so ein Problem, als ich sie entfernen kann und werde (stattdessen kommt dann die heimische Goldrute in den Garten, die ist eh angenehmer zu haben, weil sie keine Wurzelausläufer bildet)

Aber was braucht denn so ein Garten eigentlich, um sich als Naturgarten zu qualifizieren? Beispiele seht Ihr in diesen drei Fotos (Anklicken, um zu sehen was jeweils Pluspunkte gab)

 

Kurz zusammengefasst

  • über 50% heimische Pflanzen
  • keine Chemie (egal ob zB Gartenmittelchen, kesseldruckimprägnierte Hölzer oder Kunstdünger) und kein Torf
  • regionale und Recyclingmaterialien für Bauten
  • tierfreundlich muß er sein (insektenfreundliche Beleuchtung – möglichst wenig und wenn „warmweiß“ ist hier ein guter Anhaltspunkt; Ausstiegshilfen aus Kellerschächten, Wasserkübeln etc; Nisthilfen für Insekten und Vögel; kein Mähroboter; Regenwassernutzung;  keine Wasserpumpen; Totholz; Frühblüher; durchgängig Blühendes für Insekten…. )
  • möglichst viele Wände, Wege und Dächer begrünt, Flächen nicht versiegelt
  • hohe Tierartenvielfalt

Wobei dies KANN-Kriterien sind, die (kleiner aufgedröselt, oben das ist ja nur eine grobe Zusammenfassung: es gab zwei engbeschriebene Seiten dazu) mit Punkten jeweils von 0-4 bewertet werden. Die werden dann nachher zusammengezählt – und mein Garten landete dabei dann mit 68 Punkten im Silber-Mittelfeld 🙂

Wir haben dafür um die vier Stunden im Garten verbracht, zT besichtigend, zT sitzend und besprechend – es war hochspannend für mich und sehr schön. Wir haben einige Anregungen bekommen (und geben können). Und ich habe zu meiner Freude festgestellt, daß ich verdammt viel schon selbst gewußt und beherzigt habe in den Jahren mit meinem Garten.
Was auch klar wurde: mein Fokus liegt durchaus darauf, Tieren eine Heimat zu geben – und ich weiß, daß gerade die Larven, Maden, Raupen etc dazu auf heimische Pflanzen angewiesen sind. Trotzdem werde ich einige Neophyten nicht aus meinem Garten werfen. ZB ist die Schneebeere so ein Kandidat, zum Glück nicht invasiv, aber eben nicht heimisch. Sie bietet aber Nektar, wenn’s nicht mehr viel gibt ringsum (jetzt!!), und sie ist in meinem Garten ein wichtiges, weil abgrenzendes und Sichtschutz bietendes Gebüsch.
Was ich aber vermehrt tun werde: bei Neupflanzungen nicht nur auf Insektenfreundlichkeit achten, sondern auch auf Früchte (für Vögel im Winter) und einheimische Arten (für „Baby-“ und seltene Insekten) Und bei „Einbauten“ mehr auf die Materialien achten. ZB wärmeimprägnierte Hölzer kaufen, auch wenn sie etwas teurer sind als kesseldruckimprägnierte, wo es unbehandelte nicht tun. Auch die Sache mit den regionalen Materialien muß ich mir nochmal genauer anschauen. Bisher hatte ich nicht viel gekauft – aber wenn, habe ich mich nie drum gekümmert, woher zB Kies, Hölzer oder die Steine kamen, die ich benutzt habe.

Nachtrag: wenige Tage später wurde entschieden, daß der Umgang mit den invasiven Neophyten zählt (aktives Zurückdrängen), nicht die Anwesenheit, da in fast jedem Garten welce gefunden wurden. Ich hab Silber!!!! 🙂

PS: falls Jemandem aufgefallen ist, daß ich hier dauernd zwischen „wir“ und „ich“ wechsele – das liegt einerseits daran, daß ich den Garten länger betreue als des Herrn und meine gemeinsame Zeit ist (fast doppelt so lang sogar) und andererseits daran, daß wir zwar viel gemeinsam drin machen, aber der Garten trotzdem „meins“ ist, so daß der Herr F. eher hilft, wenn ich allein nicht weiterkomme und ich bestimme, was geschieht (wenn auch bei größeren Dingen in Absprache mit ihm) Wobei des Herrn F. Interesse stetig im wachsen begriffen ist, was ich ziemlich klasse finde 🙂 Jedenfalls solange ich weiter bestimmen darf 😉


*Als Neobiota (Sing. Neobiont; von griechisch néos „neu“ und bíos „Leben“) bezeichnet man Arten und untergeordnete Taxa, die sich ohne oder mit menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren.[1][2] Neobiotische Pflanzen nennt man Neophyten (Sing. Neophyt), neobiotische Tiere Neozoen (Sing. Neozoon) und neobiotische Pilze Neomyceten (Sing. Neomycet). Diese drei Bezeichnungen sind vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchlich. Im Englischen werden vorwiegend zusammenfassende Bezeichnungen wie alien species (fremde Art) oder, bei verdrängenden Potenzen, invasive species (invasive Art) verwendet, ohne Unterscheidung zwischen Pflanzen, Tieren und Pilzen.

Quelle: Wikipedia

Gehört auch in die EINAB. Will Werbung machen für Naturgärten 🙂

Kleinvieh

Immer wieder überrasche ich mich selbst. Und zwar damit, wie ich völlig offensichtliche Dinge eeeeewig lange einfach so übersehen kann. Bis es mir dann wie Schuppen von den Augen fällt und ich von der langen Leitung steige während das Brett vor’m Kopf sich zu dem großen Bretterhaufen gesellt, der sich inzwischen schon angesammelt hat *g*

Diesmal passierte mir das, als ich mit frisch erstandenen Briefmarken heim kam. Aber schaut selbst und vergleicht:

Wer sieht, worum’s mir geht? 😉

Okay, Ihr wisst das all schon seit Jahren und beherzigt es, aber ehrlich: ich hab’s jetzt erst kapiert: Wenn ich die Briefmarken links benutzt habe, bleibt ein ganzer Bogen Müll über. Wenn ich die rechts benutzt habe bleibt eine leere Tischplatte.
Ich werde es jedenfalls von nun an besser wissen und wieder ein klein wenig weniger Müll in der Welt lassen!

Ab zu Einab damit, denn vielleicht stehn ja doch noch mehr Leute auf der Leitung 😉

Kleinvieh

Heute paradieren meine Entchen zu gleich zwei Themen (siehe ganz unten) 🙂

Heute zum Thema „Kalk- und Urinsteinablagerungen im Klosett“

Jahrelang habe ich mich geärgert über diese fiesen, gelben Streifen, die sich regelmäßig dort bilden, wo im Klo das Wasser vom Kasten in die Schüssel fließt. Wenn man nicht regelmäßig was tut, hat man schnell eklige braungelbe Ablagerungen, alle paar Wochen mußte ich schrubben (neben dem „normalen“ putzen natürlich) Jahre bevor ich hier mit der Kleinviecherei angefangen habe, die dicke Chemiekeule: Kalk- und Urinsteinentferner. Der hat geholfen, ja, und ich hab immer noch davon stehen und ihn regelmäßig benutzt. Eben weil er als einziges geholfen hat, alles andere war Schweiß und einweichen – und genauso gelb und braun wie vorher. Wohl gefühlt allerdings habe ich mich mit diesem Zeug schon lang nicht mehr. Was habe ich nicht alles alternativ versucht: Schwamm, Scheuerschwamm, Edelstahlschwamm. Essig, Zitronensäure, Scheuermilch, Badreiniger … nichts davon half wirklich. Die gelbe Farbe ging weg, war aber nach wenigen Tagen wieder da, außer mit der Chemiekeule. Da hielt das, wie erwähnt, ein paar Wochen.

Und dann?

Dann erwähnt eine ältere Dame ganz nebenbei, daß sie früher im Krankenhaus (da hat sie jahrelang geputzt) dagegen immer dieses kleine Ding hier benutzt haben:

Bimsstein

Okay, dachte ich mir. Versuch macht kluch, so einer liegt seit vielen Jahren bei mir rum, um der Hornhaut an der Ferse beizukommen.
Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn wie soll das gehen, wo alles andere außer der übelsten Chemiekeule versagt.  Aber ich wurde eines besseren belehrt:

vor die Schüssel gekniet, gerubbelt – zackzack, verschwanden die Streifen, lösten sich in Schmiere auf, sozusagen – weg!!!! Ganz oben an den Wasserlöchern unter dem Rand, wo die Chemie nicht rankommt, gab es inzwischen schon dicke, braune Ablagerungen – hin mit der Spitze, gerubbelt. Hier gings nicht ganz so einfach, anstrengend war das Gerubbele. Aber dann – von unten bröckelten kleine Stücke ab, und flupps- weg! Beim nachspülen machte das dann noch plopp – und ein ganzer Placken braunes lag unten in der Schüssel, vielleicht 4x5cm groß! Das hatte wohl noch weiter oben geklebt, wo ich’s nicht hatte sehen können, und hat sich auch noch gleich mit abgelöst!

Es ist einfach nicht zu glauben! Und ich werde nichts anderes mehr benutzen (müssen), so viel ist klar. Inzwischen sind einige Testwochen vergangen. Es hat sich herausgestellt, daß ich recht schnell sehe, wenn sich wieder Streifen zu bilden beginnen, erstmal noch nicht gelbbraun. Dann muß ich mit dem Bims einfach 3,4x fest drüberrubbeln – das wars. Wunderbar!! Ich bin wirklich begeistert!

Nachahmen erwünscht!! 🙂 Und deshalb auch ab zu Einab, wo gesammelt wird, was Leuten so zum Thema „EInfach NAchhhaltig Besser leben“ tun. Tipp von mir: im Archiv die alten Einabs angucken – derzeit ist das ganze für meinen Geschmack viel zu DIY- und Rezeptlastig, aber die Macherinnen meinen, daß das mit dazu gehört.

Und was mache ich jetzt mit dem Rest Chemiekeule????? 😉

PS Lese grad so in meinem Newsreader rum – und tadaaaa, da ist ja auch noch Frau Tonaris Rostparade, bei der ich seit gefühlter Ewigkeit nicht mehr mitgemacht habe, mangels Fotos. Und was? Was ist mit meinem wunderbaren Kleinvieh-Schild? Ist das etwa nicht schön rostig??? Also los, die Rostparade – endlich mal wieder bin ich dabei *gg*

Kleinvieh

Heute zum Thema „auf der Reise“. Oder eigentlich eher zum Thema „ich muß mal – was nun?“ *g*

Wer unterwegs ist, der muß mal zwischendurch. Aber nicht immer ist ein WC in der Nähe, oder aber (ich sag‘ nur Autobahn) das, was nahebei erreichbar wäre, ist so eklig, daß der Reisende sich das nicht antun mag.

DER Reisende – na, DER Reisende hat es dabei gut – ists nur ein kleines Geschäft, ist das ganze recht unkompliziert. An den nächsten Baum gestellt, alles klar…

DIE Reisende hat es schwerer, denn DIE Reisende muß wischen, auch beim kleinen Geschäft. Und daß sie das muß, das ist der Grund dafür, daß zwei Schritte neben der Autobahnraststätte, „umme Ecke“ bei jeder Touri-Attraktion und sogar auch hinter vielen Baumstümpfen neben nahezu jedem öfter belaufenen Wanderweg (ich habs gesehen, im letzten Urlaub. Überraschend oft, gemessen an den überraschend wenigen Wanderern auf unserem Weg) weiße Stellen sind: aufgeweichte, wochen- oder monatealte Klopapierreste. Das ist weder schön noch umweltfreundlich!

Ich hatte in den letzten Jahren versucht, mir mit Blättern, frisch gezupft, zu helfen, aber war damit nie recht glücklich, denn Blätter saugen nicht – was das genau bedeutet, mag sich JedeR selbst vorstellen. 😉 Das ganze war mir jedenfalls immer unangenehm. Bevor wir nun im Urlaub losgewandert sind, habe ich überlegt, wie ich dieses Problem besser lösen könnte. Ich wusste: 20 Kilometer-Touren ohne sichere Einkehrmöglichkeiten zwischendurch würde ich nicht ohne Nöte durchhalten. Und – taraaaa- es ist eigentlich ganz einfach:

Ein Läppchen ist die Lösung, selbstgenäht – was selbst einer totalen Nähanfängerin wie mir möglich ist, wenn sie nicht zu große optische Ansprüche stellt:

ein altes Frottee-Handtuch doppelt zusammengelegt zerschnitten in handliche Stücke (etwa 10x5cm sind prima), die offenen Seiten mit Zickzackstich zugenäht, damit’s nicht kaputtfranst – in einer Viertelstunde ist ein Stapel Läppchen fertig. Eine Zip-Tasche aus Plastik für die benutzten Läppchen hatte ich noch, so konnte ich die prima aufbewahren und abends einfach auswaschen. Nach der Tour kamen sie in die Wäsche.

Eine einfache, müllsparende Methode, unsere Natur nicht mit unserem Dreck zu belasten, die theoretisch natürlich auch mit größeren Geschäften umsetzbar ist – das musste ich aber nicht testen, weil die besser planbar sind 😉

Und wer mag, kann natürlich daheim einfach weitermachen mit der Müllsparerei. Denn runtergespült ist zwar aus den Augen – aber deshalb nicht verschwunden….

…und ab damit zur neuen Einab ….

 

Hier, jetzt:

  • Je wärmer es ist, desto weniger Hunger hat der Dicke, aber da ich inzwischen weiß „Trockenfutter geht immer“ und insofern: „mäkelig, nicht krank“ mache ich mir keine Sorgen mehr. In der kühleren Zeit hat er dann auch wieder gefuttert auf Vorrat *g*
  • Bald haben wir Urlaub. Wir werden wandern gehen, im Allgäu. Ohne Gepäck, aber mit abendlichem Hotelzimmer. Ich freu mich sehr drauf 🙂
  • Im Blog: Sommerloch. Aber nicht ich trete kürzer, die Leserschaft tut’s. Derzeit täglich nur knapp über 50 Aufrufe (AUFRUFE, nicht LeserInnen). Nuja….
  • Wind. Gestern nicht, aber da war ich auffe Arbeit. Heute wieder. Aber immerhin, trotzdem, 20°. Gstern abend nache Arbeit gegrillt und Lagerfeuer gemacht, halb elf rein, aber eigentlich hätten wir auch noch länger sitzen können. Schön!!!
  • Der Schwarm scheint doch noch etwas vorzuhaben, endlich bauen sie (etwas): heute konnte ich von unten durchs Gitter sehen, daß mindestens eine Wabe „schon“ bis einige Zentimeter über den Boden gebaut ist. Aus den eingehängten Stiften in der Tasche haben sie sehr merkwürdige Gebilde gemacht, klein, aber weiselzellenartig. Wir haben beschlossen, daß wir sie einfach machen lassen und abwarten, was das wird. Währenddessen, bekommen sie das ausgetropfte Wabenwerk der Anderen als Futterstrom, zumindest, bis wir in Urlaub fahren.
  • Vorhin habe ich fast einer Amsel den Schwanz abgeschnitten… ja, ich weiß, daß jetzt keine Zeit ist, Hecken zu schneiden, aber das Gebüsch gen hinten hat so gewuchert, daß ichs trotzdem getan habe, um noch durchlaufen zu können. Und bei sowas bin ich eine „Don’t stop me now“ und kann mich schwer einbremsen. Das hatte zur Folge, daß ich plötzlich auch von oben klippte, und dann – auf Augenhöhe ein Nest, und Frau Amsel todesmutig noch drauf, obwohl die Klippschere um sie herum tanzte. Et hätt noch emmer jot jejange, vielleicht ist mir das ja jetzt eine Lehre. Vielleicht.
  • Derzeitiger Lieblingsplatz, wenn der Wind es zuläßt: hinten, mit Blick auf die Kuhkoppel
  • Noch zweimal arbeiten vor dem Urlaub, übrigens. Und wahrscheinlich beginnt für mich nach dem Urlaub das gemäßigte arbeitssuchen. Es wird nämlich immer doller, was „die da oben“ mit uns anstellen, und ich denke, umschuen macht inzwischen Sinn. Sollte also EineR der (sehr) nördlichen LeserInnen was hören/ lesen, was für mich in Frage käme – immer her damit. Danke.
  • Vorher Bewerbungen für ein Ausbildungsprogramm mit den Iraki fertigmachen. Wird wohl ihre einzige Chance sein (Sprache!!), denn dies geht ab A2-Niveau und ist mit vorbereitendem und begleitendem Sprachunterricht. Gastronomie und Hotelwesen auf Sylt….. habe (ich meine, berechtigte) Zweifel, denke aber, daß es trotzdem einen Versuch wert ist.
  • zum guten Schluß noch ein Getränketipp: wenn man den Salbei und Thymian, den man von der Freundin mitgenommen hat, um Erkältungshonig anzusetzen, aufgrund von Zutatenmangel über Nacht erstmal in ein Wasserglas stellt, am nächsten Tag dann verbraucht und nachmittags vergessen hat, daß das in dem Glas da Blumenwasser war und man es in dem Glauben, es sei Honigwasser, mit Apfelsaft auffüllt – dann schmeckt diese Apfelschorle extrem lecker würzig!

Eine Empfehlung

Maria Widerstand hat einen so ausführlichen und vollständigen Beitrag über

Wäschepflege aus ökologischer Sicht

geschrieben, daß ich Jedem und Jeder hier ans Herz legen möchte, den mal zu lesen (Zeit mitbringen!!) Es geht nicht nur ums waschen: sie setzt weit vorher an – welche Kleidung ist pflegeleicht im Sinne von „seltener waschen ist die umweltfreundlichste Wäschepflege“ – und endet beim trocknen der Wäsche. Dazwischen gibt es Gedanken zur Aufbewahrung der Schmutzwäsche ebenso wie Ideen dazu, wie die Kleidung weniger schnell verschleißt.

Ich hatte gedanklich beim lesen „abgehakt“, und dabei war es gut zu lesen, daß wir ohne es zu wissen aus purer Bequemlichkeit manches richtig machen (zB schmeiße ich meine Schmutzwäsche abends einfach erstmal locker auf den Boden – schon ist sie nicht mehr tragefeucht im Sammelkasten, was, wie ich lernte, Gerüchen vorbeugt) Auch habe ich mir schon länger angewöhnt, wirklich nur noch nach Verschmutzung/ Geruch zu waschen, nicht mehr „nach Routine“, weil „man“ halt ein Unterhemd nicht so lange trägt zB. Und auch über 40°-Wäsche sowie gefaltetes in der Trommel gibt es bei uns nicht. Und immer schon haben meine Sachen ewig lang gehalten, jetzt gerade trage ich eine Jacke, die auch schon ihre mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, ein Unterhemd, das ca 10 Jahre alt ist (und eine Leggins, die „neu“ vom Flohmarkt kommt)
Aber Reißverschlüsse/ Knöpfe schließen? Sachen auf links drehen? Sowas, nur als Beispiel, hab ich noch nie gemacht – Stichwort Bequemlichkeit – und werde nun mal in mich gehen, denn ich habe verstanden, wieso das sinnvoll ist.

 

So soll ein Garten sein, wenns nach mir geht. Ich mag ihn!!

(Anklicken oder über die Bilder fahren, um die Texte zu lesen)

(Anklicken oder über die Bilder fahren, um die Texte zu lesen)

Das jetzt ist die Zeit, in der ich meinen Garten einfach großartig finde, so wild und vor Kraft und Pflanzen und Tieren strotzend. Wenn ich da mittenmang sitze, dann gehöre ich in diese Welt 🙂

Wieder da

Seit einer Woche etwa sehe ich sie wieder. Sie sitzt des öfteren im Mirabellenbaum, wie in den Jahren zuvor auch – die kleine Klappergrasmücke. Aber ob sie auch wieder über der Haustüre brütet? Das Nest ist noch zu sehen, und auch die Ranken des wilden Weines sind noch da. Nicht aber die schützenden Blätter: weil immer dicker werdende Stämme des wilden Weins den Pfosten des Törchens zum Staudengarten so weggedrückt hatten, daß das Törchen nicht mehr zu schließen war, hatte ich im Herbst diese Stämme (Ranken kann man das schon nicht mehr nennen, waren faustdick) abgesägt und entfernt. Und damit auch den ganzen wilden Wein, der über der Haustür längs um den Vorbau rum und schon bis zum hinteren Anbaufenster gerankt war. So richtig traurig bin ich nicht drüber, wuchs er doch ausschließlich ganz oben längs und ich musste deshalb immer wieder Dachrinnen etc befreien…. Aber an die kleine Klappergrasmücke hatte ich auch da schon etwas besorgt gedacht, und daran, ob sie wohl auch ohne den Schutz der Blätter wiederkäme.

Na, sie ist da – und nistet irgendwo dort, das zeigt ihre Flugrichtung. Eben habe ich mal nachgeguckt:

Familie Klagra war schon immer bescheiden, dieses winzige bißchen Irgendwas reicht als Wohnung aus.

Wenn Ihr genau hinguckt, seht Ihr’s: über der Hausnummer kommt ein weißer Putzstreifen, und darüber im dunklen rot, genau über dem „Nr.“, ist das Nestchen. Und: als ich rausgegangen bin, um zu schauen, ist ein Vögelchen erschreckt weggeflogen! Heißt: die fehlenden Blätter schrecken sie nicht, Familie Klagra ist wieder eingezogen. Wetterschutz gibt’s durch den Dachvorsprung, aber vorher war es sicher besser. Nuja, ich hoffe, der Erfolg gibt den genügsamen Untermietern recht 🙂

Kleinvieh

Eine ganz einfache Maßnahme, die, würde JedeR sie durchführen, schon ordentlich gegen Verschmutzung und für den Tierschutz hülfe, ist diese:

ich habe mir angewöhnt, wenn wir spazierengehen immer ein kleines „Trash out“ zu veranstalten: mal eifriger, mal weniger eifrig hebe ich im laufen Plastikstückchen, Zigarettenkippen oder wasauchimmer mir an Kleinmüll vor die Füße kommt auf und werfe das Zeug gesammelt daheim in den Müll.

Ich bin eh eine, die häufig gesenkten Blickes läuft, weil ich Blüten, Pflanzen, Insekten angucken möchte, da fällt das nicht schwer. Was mir zu eklig ist, lasse ich halt liegen. Jedes Stückchen hilft – nicht nur für die Optik, sondern leider sieht man ja immer wieder die Bilder von Tieren, die sich in Plastikresten oder weggeworfenen Dosen heillos verfangen. Über ein solches Bild ist mir auch erst aufgefallen, daß ich dieses ganz einfache „Kleinvieh“ ja auch mal hier beschreiben könnte:

Schon ein Weilchen her – Beispiel des „Fangs“ eines Spaziergangs

im Schleswig-Holstein-Magazin war ein Bericht über den Helgoland-Marathon, an dessen Rande der Reporter zwei Möwen an der Klippe sah, die durch ein Reststück Fischernetz aneinandergefesselt waren. Eine kleine Gruppe Menschen stand schon dort, aber die beiden saßen an der steilen Klippe, so einfach war kein rankommen.
Es war nur eine kurze Sequenz, aber ich erinnerte mich im Laufe des Abends und des heutigen Tages mehrfach an dieses Bild – ich hoffe, man konnte den Tieren helfen. Und ich hoffe, es ging mehr Leuten so, daß diese Bilder, der eine Satz dazu, sie zum denken gebracht hat. Und vielleicht sogar zum handeln, wer weiß?

Also, liebe LeserInnen, beim nächsten Gang durch die Stadt oder über Land – einfach mal eine Jackentasche zum Mülleimer machen! Jedes bißchen weniger ist ein Gewinn 🙂

Verlinkt zu EINAB

Garten und Co

Dieser Frühling hat es in sich:

im Februar, als Winterlinge und Co herauskommen wollten, war alles patschnaß. Wirklich patschnaß – noch nie war unsere Auffahrt länger schlammig. Jetzt schon: das Wasser stand wochenlang, bei jedem Schritt quatschte es unter den Füßen.

Dann kam der März. Ein herrlicher März, sonnig, trocken, warm – zu warm. Alle Pflanzen riefen „Hurra! Frühling!“, auch Biens stimmten ein, die Vögel jubilierten, alle stellten sich auf „Explosion“ und Vermehrung ein – zu früh.

Schlagartig sanken die Temperaturen, der ganze April war kalt mit teils heftigem Frost, stürmisch und trocken, und auch jetzt noch gibt es Nachtfröste (erst heute nacht wieder), und die Tage sind – Ausnahmen wie den Sonntag ausgenommen- mit kaum mal zweistelligen Temperaturen viel zu kalt.  Die Folge: wenig Regen und ständiger Wind haben die Böden ausgetrocknet, auch im Teich ist nur wenig Wasser. Die Stauden im Garten kümmern – als Beispiel: um diese Zeit sind die Akeleien normalerweise mindestens knie- bis oberschenkelhoch – jetzt ragen die höchsten Knospen nur gerade bis Mitte Wade auf. Die Pflanzen verzögern die Blüte, solange es geht – aber es geht halt nur begrenzt. Unsere Kirschbäume blühen jetzt, sie scheinen unbeeindruckt – andere Obstbäume haben heftige Schäden, eine „richtige“ Obstblüte wird das wohl nicht, obwohl ich lange dachte, wir hier seien weniger betroffen, weil wir später dran sind und die Knospen noch nicht so weit waren, als es so stark fror. Ich glaube, das hat getäuscht.

Der Raps steht seit letzter Woche in Vollblüte, aber nach wie vor kommen die Bienen selten dazu, sich ihren Teil zu holen – zu kalt. Ich fürchte, selbst wenn sie unterwegs sind, wird es nicht allzuviel geben: wo die Böden vom Wind ausgetrocknet sind, da honigen auch die Blüten nicht.

Unbeeindruckt zeigen sich Diejenigen, von denen ich mir wünschte, daß sich dieses Mistwetter kräftig auswirken würde, beeindruckt Die, denen ich Alles Gute wünsche – so isses im Garten halt manchmal….

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Beim fotografieren kam mir dann noch eine gute Idee: wenn Iris und Sumpfdotterblume im trockenen stehen, dann doch auch die Iris-Ableger, die mir seit letztem Jahr ein Dorn im Auge sind (ich möchte nicht, daß der ganze Teich mit Iris zuwuchert) Und so holte ich mir meinen Spaten und habe mühsam am Steilhang zum Teich zwei Iris-Kloben ausgebuddelt. Diese Sorte Iris, die Sumpfschwertlilie, hat ein unglaublich verstricktes Wurzelwerk, man kriegt sie eigentlich nur als Ganzes aus dem Boden, und das ist sogar bei erst zwei Jahre alten, im Durchmesser vielleicht 20cm messenden Ablegern schon richtig schwer. Und dann habe ich auch gleich noch eine der Weiden rausgegraben, die sich nach dem Christian-Bruch aus in den Teich gefallenen Ästen dort bewurzelt und ausgetrieben haben. Das war ungleich leichter.

Na, das ist doch mal was gutes dieses seltsamen Frühjahrs, auch wenn Weide und Iris mir da nicht zustimmen werden.