Muskelkater

Heute bin ich die schmerzensreiche Fjonka. Das bin ich deshalb, weil gestern herrlichstes Wetter war, der Garten auf mich gewartet hatte und ich seinen Rufen nicht widerstehen konnte. Eins ergab das andere:

Ich wollte mit des Herrn F. Hilfe ein weiteres Stückchen gen „mehr Natur“ gehen. Und zwar, indem die erste der zahlreichen Forsythien ausgebuddelt werden sollte. Ersetzt werden würde sie, sollte dies klappen, von dem Pfaffenhütchen, das sich selbst im Hof direkt am Kellerschacht vor bestimmt 7 oder 8 Jahren angesät hatte. Es stand am Eckpfosten des Staketenzauns, und so hatte ich die dünnen Zweige des Sträuchleins, das da wuchs und von dem ich, bis es im letzten Jahr zum ersten mal Früchte getragen hatte, nicht wusste, was es für eins war, einfach immer um die Staketen herumgewunden. Inzwischen zeigte sich aber: das wollte ein ausgewachsener Strauch werden, und als solcher würde es erstens an dieser Stelle nicht gerade glücklich werden und zweitens über kurz oder lang der Kellerschachtmauer mit seinen Wurzeln Probleme bereiten. Also wollte ich versuchen, ob es umpflanzbar wäre.

tatsächlich war es ein viel kleinerer Akt als gedacht, die Forsythie auszubuddeln – man sieht, wieso, wenn man sich den Wurzelstock betrachtet, den ich als Totholz und Deko vors neue Beet gesetzt habe:

Ganz schön wenige Wurzeln für so einen ex-großen Strauch….

A propos neues Beet: man sieht schon eine Menge Keimlinge, wenn man genau hinschaut:

Aber weiter im Text: das Pfaffenhütchen einzupflanzen war das kleinste Problem – aber woher Erde fürs Pflanzloch nehmen? Was wir da rausgeholt hatten, das bestand – wie überall bei mir – fast nur aus Gierschwurzeln….. also musste ich tun, was eh nötig wurde: den Kompost umsetzen. Aber einiges davon wollte erst einmal gesiebt sein, denn ich brauchte auch Erde für die Pflanzen, die ich zugunsten des Naturgartenvereins beim Landmarkt in Gottorf, auf dem wir wieder mit den Stand betreuen werden, gegen Spende abgeben werde. Also Karre und Kompostsieb raus, eine Karre vollgesiebt – aus dem Thermokomposter – dann den Rest rausgeschaufelt und dem Pfaffenhütchen zugegeben. Und dann aus dem Kompostgitter den Thermokomposter gefüllt, den Rest aus dem Gitter hinten aufs Beet, weil ich da auch ’ne Masse Placken rausgeholt habe, denn seit dem letzten Jahr passiert der Giersch die Edelstahlbarriere von unten – für ein paar Jahre hats gereicht, aber daß das einfach nicht tief genug war, hatte ich ja von Anfang an geahnt…..

Sieht nach wenig aus, ist aber SEHR viel Arbeit gewesen…

Naja, und nebenbei gibt es natürlich immer eine Menge zu entdecken……

3 davon liegen dicht nebeneinander im Boden, etwa bleistiftdick die Löcher – aber ich habe Niemanden gesehen, der ein- oder ausgeht

der Wollschweber im Lungenkraut – erwachsen saugt er nur Nektar, als Larve andere Insektenlarven aus….

erst letztes Jahr gepflanzt – schon in prächtiger Blüte: Primula elatio, die Waldprimel

aufgefüllte Erde vor blühendem Garten 😉 – schön, das Frühlingsgrün!!

Das Beet mit den Karden und der Wildpflanzen-Saat vom vorletzten Herbst

Auch vom letzten Herbst: die gelbe Taubnessel . Hatte ich im Topf eingesetzt, weil ich noch nicht wusste, wohin damit – und ein Absenker hat sich selbst daneben hingepflanzt 🙂 Der darf bleiben….

Der Rest aus dem Topf aber kommt dahin, wo ich vorgestern gewütet hatte *g*. Hinten sieht man schon die ersten Töpfchen für Gottorf

Keine Ahnung, wie der dahin kommt, aber er ist seit ein paar Jahren da: der gefleckte Aronstab

Richtig gefreut haben wir uns über den Dicken – wir standen so beim Futterplatz rum und guckten nach ichweißnichtwas, da kam er an und maute fröhlich. Bekam aber wohl nicht genug Beachtung – und wie ein junges Kätzchen ist er übermütig 2 Meter rauf auf den Schneeballstrauch – und gleich wieder runter, um mit gebogenem Schwanz wegzusausen! Ich erinnere: 20 wird er im Mai! Die Schmerztröpfchen scheinen zu helfen 🙂 Überhaupt ist er bei dem schönen Wetter auch wieder mehr draußen. Aber auch nach wie vor sehr viel schlafend im kühlen Haus….

Jedenfalls habe ich von diesen Aktionen heute unsäglichen Muskelkater! Und es sind (natürlich) noch Restarbeiten über…….

Eine Schubkarre voll Erde steht noch rum, das Gitter muß noch neu aufgestellt werden

Und hier, wo wir das Pfaffenhütchen ausgegraben hatten, liegt ein Riesenhaufen „Zeug“ *g*

Nebenbei hatte ich ja auch noch die Randsteine ausgegraben (die waren fast im Hof versunken, wie ALLES, was man auf diesen Hof kippt – einschließlich vieler Fuhren Kies und inzwischen auch die alten Dachziegel vom hofseitigen Dach, die ja alle dort eine dicke Schicht gebildet hatten) und sie (die Randsteine) höher wieder eingesetzt.

12 Uhr 13.

Ein Teil der Restarbeiten ist schonmal erledigt. Das Hof-Beet sieht jetzt so aus (direkt am ganz linken Pfosten stand das Pfaffenhütchen, und die eingeflochtenen Zweige reichten schon bis zur Hälfte der langen Seite des Zauns.

 

Ich weiß nicht so recht was damit tun jetzt. Aber ich weiß ja, wo fragen….. eigentlich fehlt bloß noch, das Kompostgitter wieder aufzustellen. Außerdem wollen wir die Wäscheleine auf der einen Seite noch höher setzen. Aber dann könnte Sonntag sein, incl. rumsitzen und Ruhe – aber der Herr F. hat schon längst wieder den Spalter ausgepackt, gestern auch, übrigens. Die erste Matte ist schon fast voll und ein Ende seiner Arbeitswut nicht in Sicht – da will ich natürlich nicht bremsen, zumal ich derzeit so gar keine Lust auf „Holz“ habe……

 

 

 

Advertisements

Bombylius major

Da denkt man ja gleich an eine Hummel („Bombus“), aber nein, der klangvolle Name gehört zu einem Hautflügler aus der Familie der Wollschweber, dem großen Wollschweber, und der hat es sich an der Hauswand gemütlich gemacht:

Wieder ein neues Tier für meine Liste – und wieder eine Erstsichtung 🙂

Nicht neu, aber eine Freude auch diese dicke Dame, auch sie hat sich an der Hauswand ausgeruht:

Dunkle Erdhummel

Und was gabs noch an diesem ersten (eigentlich zweiten, aber samstags hab ich gearbeitet und nicht viel davon gehabt) echten Frühlingstag letzten Sonntag? Einen Zitronenfalter, ein Tagpfauenauge und einen nicht zu stoppenden Herrn F., der samstags gesägt hatte und sonntags Holz spaltete …. und spaltete…. und spaltete…. zwischendurch konnte ich ihn noch dazu bringen, mit mir zusammen die Wäscheleine neu aufzuspannen (Achtung, BesucherInnen über 1,90m: die spannt sich jetzt über den Weg *gg*) und die Bienen durchzuschauen, aber das wißt Ihr ja schon. Derweil habe ich unter den Walderdbeeren gewütet, die im letzten Jahr vom niedlich-leckerfrüchtigen Bodendecker zur alleserstickenden Matte geworden waren und abends auch noch dafür gesorgt, daß die Brennesseln nicht in die Liegewiese wachsen. Um diese Jahreszeit kann man die wunderbar samt Wurzelausläufern einfach rausziehen, sehr befriedigende Arbeit, diese langen Wurzeln meterweit zu verfolgen … und wech …. außerhalb dürfen sie gern wachsen, sind ja sehr beliebte Nahrungspflanzen für viele Tiere, zum Beispiel auch für den hier unten: Aber der ist im Bestand eh nicht gefährdet, weil er davon profitiert, daß in unserer überdüngten Landschaft die Brennesseln als stickstoffliebende Stauden supergut leben. Deshalb mach ich mir auch keinen Kopf, ob ich ein paar mehr davon wegzupfe oder ein paar weniger. Hier kann, wer mag, Interessantes zur Brennessel und „ihren“ Tieren lesen: *klick*

Zwischendurch ein Käffchen hier, ein Essen da, ein kleiner Schnack – und dann wieder meditatives spalten oder zupfen *gg*

Ein Tag, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann – nur mein Rücken fand den offenbar nicht so gelungen *gg* – aber weet’s wat? Dor kanns nix bi moken – echool! Ick bin tofreedn 🙂

 

Ostermontag

Endlich, endlich fühle ich mich wieder weitestgehend gesund und habe sogar etwas Energie übrig! UND es gibt blaue Stücke zwischen den Wolken UND wenig Wind UND der Schnee von gestern ist weitgehend weggetaut UND die Sonne kommt immer wieder raus  – was liegt da näher als erstmals ein wenig Gartenarbeit – denn zum draußen rumsitzen ists definitiv zu kalt.

Und so habe ich mit des Herrn tatkräftiger Hilfe das 1. Miniprojekt beendet: die Elfenblumen sind ganz raus aus dem Frühstücksplatz-Randbeet, damit gibt es um die 3 qm relativ sonnigen Leerplatz. Da will ich ein weiteres kleines Schrittchen gen Naturgarten tun: zwei Schubkarren Sand untergemengt, grobes rausgeharkt und Saat- Mix von der Arche Eggebek ausgestreut, untergerecht, festgestreten – es wird noch ein paar Nachtfröste für die Frostkeimer geben, und so hoffe ich auf ein paar neue Arten im Garten. Das kleine Beet vom letzten Jahr habe ich vom Laub befreit (diese Blühpflanzen mögen ja alle lieber Sonne und mageren Boden) und jetzt auch die Karden-Reste abgeschnitten. Es gab allerhand Rosetten zu sehen und auch Rest-Pflanzen vom letzten Jahr, die noch ganz munter aussehen. Bin gespannt, wie sich das alles entwickeln wird.

Beim umpflanzen der Elfenblumenplacken haben wir dann noch weniger schönes gefunden: letztlich habe ich einen ganzen Eimer voll Maschendraht aus dem Grundstücksrand gen Straße geborgen, zum Teil ist er aber leider so in den alten Buchen eingewachsen, daß ich ihn nur dicht an den Stämmen abklipsen konnte – der Vorbesitzer hatte Hunde und deshalb das ganze Grundstück eingezäunt – aber ich hatte eigentlich gedacht, ich wüßte, wo noch Reste sind. Nix da – diese hatte ich in den über 20 Jahren nie gesehen….

Was das Tier Nr. 100 angeht – dummerweise habe ich zwar eines gefunden, war aber absolut nicht in der Lage, das zu bestimmen:

Es ist sicherlich eine Raupe eines Falters der „Spanner“-Familie, weil es auf die charakteristische Art voranrobbt. Aber welcher ist es? Es gibt Dutzende, und ihre Raupen sind so unterschiedlich gefärbt, auch innert einer Art, daß ich das unmöglich sagen kann – und deshalb auch nix eintragen. Ihr müßt also noch warten…..  Die Raupe saß an der Holzteer-Schuppenwand, eisekalt im heftigsten Schatten plus Wind – aber sie lebte.

Derweil sind die Kringelchen und das Mondvolk eifrig in den Krokussen unterwegs und sammeln Pollen. Das Sonnenvolk aber summt zwar vor sich hin, sendet aber kaum ein Bienchen nach draußen. (EDIT: um 14:30 plötzlich ein großes Getümmel, auch Pollitas sind zu sehen – während bei den anderen trotz gleicher Besonnung jetzt wenig los ist. Immer wieder ist es erstaunlich, wie unterschiedlich die Völker sind!!) Und ich habe die erste Hummelkönigin gesehen. Wenn mich nicht alles täuscht, war’s eine Ackerhummel. In diesem Jahr werde ich keine Mause- und andern Löcher abseits der Wege mehr zutreten. Im letzten Jahr erst ist mir klargeworden, daß die allermeisten Wildbienenarten im Boden nisten und viele von ihnen dafür auf schon vorhandene Gänge anderer Tiere angewiesen sind.

In den letzten Tagen habe ich das wirklich feine Buch „Der Drei-Zonen-Garten“ vom Gastl gelesen, dem mit dem Hortus Insectorum. Tolles Buch, das – und was mir uA richtig gut gefallen hat, ist, daß ich jetzt gut begründen kann, warum es eigentlich ja richtig toll ist, daß ich – wie hier schon oft erwähnt – ja eine Stückeles-Macherin bin, die fast nie was zuende macht und immer von hier nach da und dorthin hüpft und macht, oft spontan und ungeplant – das ist nämlich für die Natur einfach mal gut so!!! Weil man dadurch immer in kleinen Einheiten neue Lebensbedingungen schafft und nur selten mal große Areale völlig verändert (Beispiel: auch ein Rasenschnitt kann schon zu solch einer großflächigen Veränderung zählen – viel besser, in Etappen zu mähen, so daß immer unterschiedliche Gras- und Krauthöhen und -wuchsstadien auf engem Raum zu finden sind. VIELFALT!!! 🙂 )

So. Nun will ich aber noch ein wenig raus. Mal sehn, was ich noch so anfangen und nicht beenden kann… *gg*

 

Vom Frust zum Glücksgefühl in 2 Sekunden!!!!

Frustriert vom 2. Werkstattaufenthalt meines Autos, vom 3. Infekt diesen Winters, vom feuchten grau in grau, vom seit mehreren Nächten wieder sehr schlechten Schlaf und der daraus (und aus dem Infekt, schätze ich) resultierenden heftigen Mattigkeit habe ich mich vorhin aufgerafft, kurz hinaus in den Garten zu gehen, um, so lange es meine übrigens derzeit auch wieder ziemlich schmerzenden Knochen zulassen würden, weitere Quadratmeter Elfenblumen auszubuddeln

Elfenblumen! Was für ein täuschender Name, auf den ich, zusammen mit hübschen Blütenbildern und dem Versprechen auf unkompliziertes bodendecken, da hereingefallen war….. – Ja, sie haben hübsche Blüten. Die man nur sieht, wenn man zeitig im Jahr die alten Blätter abschneidet. Ja, die neuen, frischen Blätter sind wunderschön und zart – aber auch nur dann sichtbar, wenn man zeitig die alten abschneidet. (Ich hätte Euch gern Fotos gezeigt, kann sie aber einfach nicht finden) Ja, sie decken unkompliziet den Boden – aber keineswegs zart und licht. Nein, sie bilden einen schier undurchdringlichen Filz, unter dem nichts anderes mehr wächst – der es aber, ich habs versucht, leider trotzdem nicht mit Giersch und Co aufnehmen kann. Und sie bedecken inzwischen an die 10 Quadratmeter meines raren, kostbaren Staudenbeet-Bodens. Eine Stelle, an der sie besonders wuchern, wollte ich von ihnen befreien und für Neues bereitmachen.

überall, wo der Boden dunkel ist, waren vorher Elfenblumen. Ausschließlich. In 2 Einsätzen habe ich, wie man sieht, vielleicht die Hälfte entfernt (rechts neben dem Spaten, das ist „der Rest“)

Wie viel schon weg ist, sieht man hier – vielleicht schaffen sie’s ja dort, samt Wurzelplatten auf den Giersch gesetzt am Knick. Wenn nicht – dann nicht.

Irgendwann fuhr ich also die 2. heutige Karre voller Wurzelplatten zum Knick, setzte sie dort auf („ein“ kann man das nicht nennen), drehte mich um – und dann kam es! In zwei Sekunden vom Frust zum Glücksgefühl, durch diesen Anblick:

Lang erwartet, jetzt da – die erste Kornelkirschenblüte!!!!!!!!!

Es ist auch die einzige, aber wo erstmal, nach, glaube ich, fünf Jahren* die erste ist, da werden, da bin ich zuversichtlich, im nächsten Jahr schon mehr sein! Im letzten jahr schon hatten alle Kornelkirschen die 2m-Marke erreicht, waren dabei ordentlich verzweigt. Da dachte ich schon: jetzt MUSS es doch mal losgehn! Und jetzt also ist der Anfang gemacht!!!

Ick freue mir 🙂

Danke, PurpurBête!!!!

* fündig im Archiv! Tatsächlich: 2013 gepflanzt

Erneut:

Im Februar Schnee und Eis
macht den Sommer heiß

(Bauernregel)

2013 hatte ich das, nach dem heftigen damaligen Winter, schonmal voller Hoffnung gepostet.

Damals folgte der wirklich grandiose Sommer dann sofort – 2014….. 2013 war der Sommer (ich les‘ grad Blog-Archiv)  eher durchwachsen……

Hoffen und harren hält manchen zum Narren

aber ich hab ja auch noch nicht die Bauernregel zu Schnee und Eis bis Mitte März gefunden *seufz*

P.S.: als ich dies schrieb, war ich im Archiv Ende Juni angelangt. Offenbar kam der heiße Sommer DANACH doch noch, von Juli bis September konnte man nicht klagen –

die Hoffnung stirbt zuletzt

 

 

Es zieht!

Seit vorgestern habe ich wenn ich aus der Wohnzimmertür in den Flur trete, immer das Bedürfnis mal nachschauen zu müssen, ob nicht irgendwo ein Fentser offensteht, so frisch und kalt ist die Luft im Flur. Ist aber nicht, sind nur die Ritzen und Spalten ….. sogar der dicke Flurvorhang bewegt sich (und der hängt nichtmal direkt neben der Türe oder so), und hier oben am Computer zieht’s auch – die gaube ist zwar neu aufgebaut und isoliert, aber es sind alte Fenster drin. Meist merkt man das nicht. Jetzt, bei Sturm mit orkanartigen Böen aus Osten, dabei Dauerfrost, ist das heftig.

Heute soll der Sturm allmählich nachlassen (die Schneeschauer sind gestern mittag abgezogen), und ab morgen sollen die Plusgrade sich wieder durchsetzen. UND SONNE!

Vielleicht haben Biens dann endlich mal die Chance, frischen Pollen zu suchen für die Brut, die hoffentlich in den Völkern aufgezogen wird.

Umschwung

Den dritten Tag in Folge haben wir jetzt plötzlich Plusgrade, bis zu 9 davon, ein echter Wetterumschwung. Der allerdings einhergeht mit dichtem Nebel mit (an 2 von 3 Tagen) Regen, und für mich ist heute der 3. Tag, in Folge, an dem ich nächtens gegen 5 Uhr mit Kopfweh aufgewacht bin. Gestern sind diese Kopfweh auch nach der 2. Tablette nicht weggegangen, mit (leichtem) Schmerz bin ich zu Bett gegangen, mit stärkerem wieder aufgewacht.

Sonntags lichtete sich der Nebel kurz, wir dachten „AUF!!“ und fuhren zur Holnisspitze – schon in Sörup wurde der Nebel dicker und dicker, und auch an der See, wo wir wegen des immer dort pustenden Windes fest mit Sonne rechneten, konnten wir das Wasser vom etwa 100m davon entfernten Café aus läääängst nicht mehr sehen.

Das also ist unser Frühlingsbeginn (von dem im TV und Radio in den letzten Tagen dauernd geschwärmt wurde) – wie war das? Seit Juni Regenregenregenregen? Es geht genau so weiter!

Als die eine Woche klarer, sonniger Frost war, da sahen wir im TV „unseren“ Biokistenbauern. Er konnte viele Hektar Kartoffeln nicht ernten, weil er wegen des Matsches nicht aufs Feld konnte und hoffte nun, einiges im Frühjahr noch herausholen zu können. Dann kamen bis -10°, DANACH erst der Schnee und jetzt wieder Regenregenregen. Ich schätze, das wird nix – und es fragt sich, wie das mit den ersten Frühjahrssaaten werden soll.

In Angeln ist ja eh nur so viel Landwirtschaftsfläche, weil unendlich viel drainiert wurde. Bei diesen Regenfluten jetzt sieht man auf sehr vielen Silageflächen (WIESE kann man das ja nicht nennen, was da ohne eine einzige Blüte außer Löwenzahn, wenn überhaupt, grünt) seit letztem Sommer viel davon:

Normalerweise wächst das nur in ein paar sumpfigen Senken, um die herum gelandwirtschaftet wird

Ich wünsche mir mindestens vier trockene und sonnige Wochen am Stück, damit sich alles mal wieder etwas regenerieren kann!!!!

Und morgen liest dann mal wieder etwas erfreuliches, wer das vermißt haben sollte! 🙂

Kleinvieh

Heute mit dem schönen Thema „Toilettengang“ uuuuund gleich auch nochmal „Schnupfen“

Jeder WC-Gang verursacht Müll, man kann es nicht wegdiskutieren. Es gibt Alternativen wie eine extra Po-Dusche (die ich furchtbar gern mal irgendwo ausprobieren würde. Vielleicht ists ja garnicht so unangenehm und umständlich, wie ichs mir vorstelle!?) oder die von Maria vorgestellte „Läppchenmethode“ für kleine Geschäfte. Lest es bitte bei ihr nach, denn besser kann man’s nicht schildern.

Solche Alternativen sparen SEHR viel des nicht gerade unproblematischen Toilettenpapiers, was gut ist, wenn man wie ich das umweltfreundlichere aus Recyclingpapier leider nicht verträgt.Für diesen Fall habe ich nun eine müllsparende Alternative gefunden: ich habe ein großes Paket bestellt ….

Da muß ich grad mal was zwischenschieben: ich versuche eigentlich (so gut wie) immer, im örtlichen Handel zu kaufen. Aber ich muß feststellen, daß das hier in der Provinz ziemlich schwierig ist. Sehr viele Dinge gibt es schlicht nicht, oder aber nicht so, wie ich sie gern möchte. Das war auch in diesem Fall so, ich habe mich erkundigt, ob es im Umkreis Läden gibt, die das, was mir im großen Paket geschickt wurde, verkaufen – gibt es aber nicht.

Also, Einschub beendet, habe ich bei SmoothPanda ein Paket bestellt: 48 Rollen Toilettenpapier aus Bambus ohne Plastikverpackung plus – tadaaaaaa – über 400 Taschentücher aus Bambus ohne Plastikverpackung in nur EINEM Karton. Letzteres ist gut, weil des Herrn F. Heuschnupfennase leider keine Stofftücher verträgt und er zur Saison oft 5-6 Pakete pro Tag verbraucht, da kommt schon was zusammen… normalerweise immer in kleinen Plastikverpackungen à 10 oder 15 Stück, und dann auch noch in einer großen Plastikverpackung alle zusammengefaßt! All das Plastik können wir uns und der Umwelt jetzt ersparen 🙂

——–

Nach einem Vierteljahr Benutzung kann ich schon was zu unseren Erfahrungen schreiben:

Mein zarter Popo verträgt den Bambus. Ich hoffe sehr, des Herrn Nase auch ….. „für ohne Heuschnupfen“ gehts jedenfalls schonmal. Völlige Umstellung der Schnupftücher wäre ein echter Fortschritt in Sachen Müllvermeidung und Nachhaltigkeit.
Beim Klopapier sehe ichs eher als Nutzen für den Sonderfall „Unverträglichkeit beim Recyclingpapier“

48 Rollen ohne irgendeine weitere Verpackung, ohne Werbung, einfach so! Gut so 🙂 Dies ist die Variante „Nachbestellt. Ohne Schnupftücher.“

——-

P.S. Es ist umstritten, ob das Bambuspapier ökologisch nachhaltiger ist als die Recyclingpapiervariante. Ist es das nicht, bleibt „gespartes Plastik“ abzuwägen gegen „Versand an Einzelhaushalt“


Verlinkt bei der EINAB26

Weichendes weiß weckt Wünsche

Wunsch 1: der nach FARBEN

Wunsch 2: möge das böse Reh fürderhin fernbleiben (oder sich brav von Gras statt von Blütenknospen nähren)

Wunsch 3: MEHR DAVON

Wunsch 4: NOCH mehr!!!!

Wunsch 3 und 4 betreffend: mehr davon war im ganzen Garten nicht zu entdecken…….

Schon vorbei.

Heute Nacht sind mehrere Zentimeter Neuschnee, matschig, gefallen. Zusätzlich nebelt es und jetzt strömt der Regen, ohne bisher den Schnee zum tauen zu bringen
So hatte ich das nicht gemeint mit der Freude am fließenden Wasser draußen.

Ich mach‘ mir heute einen „Buch-vor’m-Ofen“-Tag und hoffe, daß es morgen wieder besser wird

Heute viele Wolken und gebietsweise Regen, zur Ostsee hin mitunter Schnee. Im Verlauf Auflockerungen, zum Abend hin neuer Regen. Höchstwerte 4 bis 8 Grad. In der Nacht wechselnde bis starke Bewölkung und gelegentlich schauerartiger Regen, im später teils mit Schnee vermischt. Tiefstwerte 3 bis 1 Grad.

Quelle: NDR.de

*seufz*

(P.S.: „im später„????? *augenroll*)

 

Glucks

Gluckern – was für ein schönes Wort!

Erst recht: wie schön, wenn Du draußen im Schnee in der Sonne sitzt und Du, sobald mal die Autogeräusche verstummen und die Spatzen eine kurze Tschilpspause einlegen, hörst, wie es in allen Dachrinnen gluckert und gluckst!

Eine halbe Stunde hab ich das eben getan: in Fellweste und dicker Jacke, bei etwa 7°C (PLUS!) und anfangs mit dem Dicken dabei, der um mich herumwuselte* und sogar ausprobieren musste, ob denn wohl die Schneedecke auf dem Kellerschacht trägt (tut sie nicht, das halb versunkene Bein mußte danach ausgiebig geschüttelt werden, ich habe einiges davon abgekriegt *g*)


*ich bilde mir ein, daß die Schmerztröpfchen wirken: definitiv sieht des Dicken Fell besser aus (ich nehme an, daß es ihm leichter fällt, sich zu putzen), und er läuft auch die Treppe wieder leichter hoch. Ob es Zufall ist, daß er abends wieder mit bei uns am Fußende liegt oder darauf zurückzuführen, daß es ihm zuvor vielleicht wehgetan hat, wenn die Matratze sich dauernd bewegte, bleibt unklar. Es war natürlich auch extrem blödes Wetter, um Veränderungen zu sehen, denn bei der hohen Schneedecke ist der Dicke sogar manchmal wieder lieber aufs Katzenklo gegangen als raus. Wir werden das weiter im Auge behalten.

Gummistiefelmarker zeigt neue Höchststände

Heute musste der Herr F. raus, um die Vogelfuttersäule aufzufüllen. Meine Gummistiefel sind zu niedrig, ich würde nasse Füße kriegen. Seine bleiben noch trocken – große Füße, hohe Schäfte

Übrigens: es schneit.

 

Sysiphos läßt grüßen

Hört es auf zu schneien, ja, kommt gar die Sonne raus – schon bin auch ich draußen, um die heute bisher gefallenen etwa 20cm Neuschnee zumindest dort einigermaßen wegzuschippen, wo sie sich türmen und die Gefahr besteht, sich im eigenen Hof festzufahren

gestern hatte der Mieter den Hof freigeschaufelt, jetzt nochmal ich – zumindest in Teilen. Und jetzt ist fraglich, wohin mit weiteren Schneemengen – denn beim Anbau gehen die Wälle schon bis kurz unters Fenster. die Hecken versinken….. na, und wie man vielleicht sieht, habe ich aufgehört – weil Schneetreiben einsetzte.

SEUFZ!!!

Normalerweise sieht man jetzt im Winter hinter den Bäumen deutlich Acker und Knicks. Jetzt – Schneeflocken.

Ich hatte überlegt, die Buchsbaumhecke von ihrer Last zu befreien. Aber darunter ist ja auch Schutz für Vögel und andere Tiere. Also hab ichs lieber gelassen.

Mannmannmann….

Ich bin ziemlich entschlossen, die morgige Nacht in Schleswig zu verbringen, denn am SA soll ich um 7 Uhr zur Arbeit antreten, FR abends ist um 19 Uhr Schichtende…. und im Kreisbahnhof gibts ein lockendes Angebot….. Zimmer plus 3-Gänge-Menü für nur 8 Euro mehr als „nur Zimmer“ normalerweise. Was mich davon abhält zu reservieren? Ich bin nicht sicher, ob ich morgen überhaupt nach Schleswig komme.

Hmmmmmm … *grübel*

Schwachsinn – nicht 14, VIERUNDZWANZIG Winter in Angeln!

Das ändert natürlich die Lage nicht – die wird immer verschneiter! Seit gestern sind noch einige Zentimeter dazugekommen, ein Ende…  siehe unten. Aber ich bin doch echt ein Depp, oder?
Vierundzwanzig Jahre wohne ich jetzt schon hier, man muß sich das mal vorstellen!! Es ist so unvorstellbar, daß ich mal eben selbst 14 draus gemacht habe.
Aufgefallen ists mir erst heute morgen. 🙂

Gestern ging das fahren überraschend gut, ich hab zwar doppelt so lange gebraucht, aber nuja…. abends kam dann ordentlich Wind dazu, das war weniger schön, ging aber zu unseren Fahrtzeiten erst los. Wo Böen den Schnee über die Fahrbahn wehen, kann man sekundenlang nicht sehen, wohin man fährt. Unangenehm, aber noch war nichts so aufgetürmt, daß man Gefahr lief, steckenzubleiben. Heute Nacht – hat es geschneit. Und das wird es auch heute den ganzen Tag noch tun, sagen alle Wetterberichte. Im Radio berichten sie von lauter steckengebliebenen Autos rund um Flensburg. Da muß es heute nacht besonders heftig geschneit haben. Aber auch hier schneit es immer wieder. Die 30cm haben wir längst hinter uns gelassen, und das Ende des Schneebandes ist in den Wetterberichten von heute auf morgen verschoben worden, das Ende der Kälte von morgen auf Samstag.

Ich muß erst morgen wieder ins Auto, aber der Herr F. ist unterwegs gen Kiel. Ab Eckernförde ist wahrscheinlich nix los, aber bis dahin soll er erstmal kommen. Ich warte auf ein „piep“. Derweil habe ich schonmal die Auffahrt geschippt und den Vögeln Futternachschub gebracht. Langsam wird es auch bei den Bienen so, daß man aufpassen muß: noch vielleicht 5cm, dann sind die Fluglöcher „unter Schneeniveau“. Die müssen lüften können, insofern muß man da aufpassen. Gestern hatte ich reingefügten Schnee mit einem Stöckchen rausgepult, aber die Windrichtung ist eigentlich nicht so, daß die Löcher zugeweht werden.

@Rosenfrau (von der habe ich diese Karte nämlich letztlich bekommen *freu*): mit dem paarschippen wird das nix, immer ist höchstens einer von uns daheim, und das wird auch bis Sonntag so bleiben….

 

14 Winter in Angeln

… und nun ein paar Premieren:

  • so viel Schnee war nie (er endet knapp unterm Gummistiefelrand, da, wo’s nicht hin- oder weggeweht ist)
  • ganz zu schweigen davon, daß der binnen eines halben Tages gefallen ist
  • Tauwetter ist nicht in Sicht (-8°C derzeit, bis zum Wochenende soll -3 die Toptemperatur bleiben)

Gemessen daran und daran, daß für heute ganztägig weitere Zentimeter teils mit Sturm undd Warnung vor Schneeverwehungen gemeldet waren, bin ich ganz gut gerade vor mit meiner Schnee-Angst: ich habe geschlafen.

Gut, ich habe nicht grad VIEL und erst recht nicht GUT oder FEST geschlafen, aber immerhin, ich habe geschlafen. Und momentan (ich komme grad vom schippen) bin ich sogar ganz zuversichtlich, was einesteils dran liegt, daß der Herr F. just ein „gut angekommen“ vonne Arbeit gefunkt hat und anderenteils daran, daß die Prognosen auf „nicht so viel Neuschnee, kein Sturm“ lauten. Nur wenn man auf NDR guckt, siehts schlimmer aus. Da guck‘ ich jetzt nicht mehr…..

Gut getarnte Spatzenhorde im Wein an der Hauswand

Hab erstmal die Fluglöcher freigemacht

Knapp unter Gummistiefelrand F***!!! Genau grade jetzt fängts doch wieder zu schneien an. Bisher nicht viel, aber wer weiß?

Eingeschneiter Ballycumber

Puh!