Nie zuvor!!! :-)

Nie zuvor habe ich Mitte Oktober stundenlang nur in Unterbüx in der Sonne gesessen, während ringsum Blätter raschelnd im warmen Wind tanzen und die noch übrigen in den Bäumen vor einem strahlend blauem Himmel in allen Farben leuchten.

Seht Ihr die tanzenden Blätter? 🙂

Gestern haben wir unser Retro-bluetooth-Radio ins Fensterbrett gestellt und als Sahnehäubchen obenauf zu alldem auch noch gute Musik genossen, abends gegrillt und das wohl letzte Lagerfeuer des Jahres gemacht.

Alle (dringend nötigen) Arbeiten werden in die Morgen- oder späten Abendstunden oder, wie das schnippeln von Gemüse, nach draußen verlegt, denn es wäre Sünde, dieses Wetter nicht draußen zu nutzen!

Kein gelbgetrockneter Rasen, sondern jede Menge Blätter!

Lustiges Detail: nach über zwanzig Jahren wird erstmals klar, daß es Mitte Oktober erst ab 10:15, also nach der Frühstückszeit die schon niedrig stehende Sonne über die gegenüberliegenden Bäume und Häuser schafft. Haben wir noch nie zuvor drauf geachtet, war ja immer egal, denn im Oktober draußen frühstücken? Eh nicht möglich!

Auch heute nicht möglich: gute Musik nebenher. Der Nachbarsjunge hat dröhnende Hiphopbässe laufen. Da kann unser Radio nicht mithalten, obwohl des Nachbarn Fenster geschlossen ist. Ich fühle mich an meine 18plus-Zeiten erinnert, bloß daß damals in ebenso ohrenbetäubender Lautstärke Led Zeppelin und Co liefen *gg* Aber mit Hiphop kann ich gut leben. Wie ungeheuer gut, daß er nicht Techno hört! Das hätte uns schon aus dem Garten vertrieben, oder wir hätten „böse alte Nachbarn“ spielen müssen, eine Rolle, die uns nicht liegt.

 

 

Advertisements

Kleinvieh

Heute: Email

Vor ein paar Jahren habe ich einen kleinen Beitrag im Radio gehört über eine kleine, neue Firma, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Emailkonten anzubieten. Das hörte sich gut an, fand ich, zumal mich die ewigen Werbemails von meinem bisherigen Anbieter, GMX, eh immer mehr nervten. Spam ließ man nicht durch, das klappte ja, aber die Eigenwerbung passierte sämtliche von mir aufgestellten Spam-Regeln, wurde immer mehr und immer aufdringlicher. Da schreckte mich der Aufwand eines Umzuges nur noch wenig.

Also habe ich, wieder daheim, die Seite von posteo aufgerufen, mir durchgelesen, was sie so machen – und mich kurzerhand angemeldet. Posteo bekommt zB Ökostrom, legt alles Geld bei GLS- und Umweltbank an, gibt MitarbeiterInnen extra Urlaubstage, wenn sie mit Bahn statt Flugzeug reisen, trifft Kaufentscheidungen für die Firma nach Nachhaltigkeitskriterien, spendet jährlich Zigtausende an soziale und ökologische Verbände undundund. Finde ich schon ziemlich prima!

Wenig später hat auch der Herr F. zu posteo gewechselt – sein Schwerpunkt bei der Entscheidung lag (und das war Jahre vor NSA) eher im maximalen Datenschutz, den posteo anbietet *klick*

Einen Euro im Monat waren uns diese Vorteile wert, und Werbung gibt es jetzt auch nicht mehr ins Postfach, denn posteo ist außerdem werbefrei.

Wir sind beide seit Jahren sehr zufrieden 🙂 – und nein, ich bekomme kein Geld für Werbung oder so (erstens glaube ich nicht, daß die das überhaupt machen, und zweitens: dafür ist mein Blog nach wie vor viel zu klein. Bisher jedenfalls habe ich noch keinerlei Angebote für sowas bekommen *gg*) Ich lege Euch einen Wechsel einfach so ans Herz. Weils gut ist für die Umwelt und weil ich’s gut finde, solche Firmen zu unterstützen.


Ab zur Einab – und zu der auch noch ein paar Worte für die, die hier noch nicht so lang lesen: Die Einab ist eine Blog-/ Linkparade zum Thema EInfach NAchhaltig Besser leben. Interessant ist eigentlich die Linksammlung UNTER den Einstiegsartikeln. In letzter Zeit ist sie relativ nählastig, leider (für MICH leider), aber die frühen Ausgaben, die im Archiv leicht nachzuschlagen sind, sind ein riesiger Fundus an guten Ideen zum Thema. Da findet Ihr ALLES: vom ökologischen putzen über Büro, Kinder, Kleinkram wie meine Kleinvieh-Serie, Hygienesachen, aber auch größere Ansätze und eher theoretisches. Ich gucke schon lange dort und habe viel mitgenommen!

Flohmarkt-Fund

Mein Becher war vor einigen Monaten undicht geworden, und ich musste feststellen, daß es keine Rührfixe mehr gibt 😦 Also secondhand gesucht, aber Rührfixe gab es nur zu Mondpreisen, Becher allein nicht. Passende Becher einfach so auch nicht, ich war einige Male mit dem Kurbeldeckel unterwegs. Immer waren sie zu tief oder nicht tief genug, wenn die Breite passte

Dann war Straßenflohmarkt in Twedt, und – gleich am 2. Stand stand er 🙂 Als ich ihn kaufen wollte (3 Euro!!), hat die Besitzerin tatsächlich noch den Originalkarton geholt. Normalerweise brauch ich keine Kartons, aber DEN hab ich gern mitgenommen…. In der Stadt könnte man den „auf retro“ teuer verschachern *gg*

Jetzt hab ich also einen funkelnagelneuen alten Becher und zwei Kurbelaufsätze sowie den Karton. Mal sehn, wie lange was davon hält 🙂

Heute:

Ofen angemacht, zum ersten Mal wieder.
12°, es gießt und stürmt, aber in meiner (Wohnzimmer-)Höhle ists jetzt kuschelig warm.

Wo war das noch gleich, Herr F.? Ravensburg? Ulm?

 

Kleinvieh

Prioritäten und büschen was grundsätzliches

Der Herr F. und ich, wir hatten beim einkaufen von Lebensmitteln längere Zeit immer ein wenig unterschiedliche Prioritäten.

Wenn ich einkaufe, dann liegen die so:

  1. bio
  2. möglichst keine oder wenig Verpackung/ Pfandverpackung (frisch entdeckt: im Bioladen gibts Essig in der Pfandflasche!)
  3. und ab hier ist alles nicht mehr ganz so wichtig bzw hängts vom jeweiligen Produkt ab: regional, möglichst nicht so viel Verarbeitung nötig, saisonal ……

Der Herr F. hat oft erstmal nach regional geschaut, und die Entscheidung fiel bei „konventionell, aber aus der Gegend“ gern mal gegen bio aus. Bei uns beiden waren diese Entscheidungen eher aus dem Bauchgefühl heraus getroffen. Bis letztens, als wir eher zufällig ein sehr prägnantes Beispiel dafür bekamen, wie die konventionelle Landwirtschaft sehr schnell etwas sehr besonderes, schönes kaputtmachen kann (in diesem Fall per Düngung und Maisanbau eine wunderbare Landschaft, die zuvor durch ökologischen Landbau überhaupt erst hatte entstehen können). Da wurde uns beiden erst klar: wenn ich konventionell und regional kaufe, bewirke ich zwar, daß hiesige Menschen Arbeit haben – aber eben auch, daß ich genau das stärke, was ich nicht will (Glyphosat, Monokultur, Überdüngung, Maismassen, Wiesen ohne Blumen……)

Seither habe ich dann auch mehrere Blogbeiträge dazu gelesen – wiedermal das, was ich dauernd bemerke: bist Du an einem Thema dran, springt’s Dich von allen Seiten an. Besonders diesen hier finde ich gelungen, und er schildert einige Fälle, bei denen man vor einem „wie Du’s machst, es ist immer verkehrt“ steht.

Lebensmittel sind da noch verhältnismäßig leichte Fälle, finde ich. Bioläden gibts inzwischen recht viele, und selbst „rewe bio“ (nur als Beispiel) ist immer noch besser als garnicht bio und wirklich für Jedermann erreichbar. Wer als erste Priorität „keine oder wenig Verpackung“ hat, der geht auf den Markt oder in den Bioladen, dort ist vieles „ohne“ zu kriegen, und zumindest das Dilemma der eingeschweißten Bio- gegen die verpackungslose konventionelle Gurke gibt es nicht (daß die Biogurke im Supermarkt eingeschweißt ist, weil sonst nie sicher ist, welche nun wirklich bio ist, weil die doofen Kunden alles verschleppen, und daß nicht die konventionelle eingeschweißt ist, weil das wegen der nach wie vor größeren Verkaufszahlen von billig-konventionell noch mehr Müll machen würde, das weiß inzwischen Jeder, oder??)

Aber wie ist es mit nicht eßbarem?

Da liegen meine Prioritäten, habe ich die Wahl, so:

  1. Nachhaltiges
  2. vor Ort
  3. verpackungsfrei kaufen, das
  4. bio und/ oder fairtrade und
  5. reparierbar bzw „unkaputtbar“ ist

Und schon wird es schwierig. Vieles, das ich gern hätte, gibt es schlicht hier in der Provinz nicht oder überhaupt fast nur noch im Netz. Im Netz kaufe ich aber sehr ungern, selbst wenn es sich um eindeutigeres als Kleidung handelt, die ich anprobieren möchte. Ich kaufe deshalb ungern im Netz, weil

  • Internetshops die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten kaputtmachen und dabei
  • wenigen Menschen Arbeit bieten (wenn man nicht die unter wirklich üblen Bedingungen Arbeitenden in den großen Lagern von Am**** etc mitrechnet, die ich deshalb nicht mitrechne, weil ich diese Großanbieter im Netz inzwischen fast vollständig boykottiere)
  • weil die Sachen per Boten gebracht werden müssen, die ebenfalls unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten müssen (da wird’s schon wieder eng mit „fairtrade“, im eigenen, reichen Land) und die
  • dabei stark die Umwelt belasten (unglaublich viele Fahrten)
  • und weil ich auch noch wenig Kontrolle über Priorität 3 habe, denn ich habe schon öfter erlebt, daß (zB) das Biobaumwollshirt in doppelt Plastik plus Luftpolsterfolie eingepackt ankommt (ja, ich weiß, es gibt I-shops, die darauf achtgeben)

Es ist also immer so eine Art moralisches Dilemma, wenn es wiedermal nirgends in der realen Welt das gibt, das ich gern hätte. Zum Glück gibt es auch noch ganz andere Möglichkeiten, nämlich Konsum zu verringern:

  • Verzicht zum Beispiel. Erstmal überlegen: brauche ich das wirklich? Vielleicht ists ja soooo wichtig nicht, wenn es so schwierig ist da ranzukommen. Darin übe ich mich seit längerem, mit schwankendem Erfolg 😉
  • Oder ausleihen bei Dingen, die man nicht so oft braucht.
  • Oder daß wir uns mit 3 Paaren gemeinsam ein Party-Shelter gekauft haben.
  • Dann natürlich Gebrauchtkauf (für mich waren bisher Straßenflohmärkte und Sozialläden, aber auch Kleinanzeigen gute Quellen)
  • Und bei manchen Dingen auch selbermachen (ich sag nur: Reinigungsmittel … nachzulesen in anderen „Kleinvieh“-Beiträgen)

Trotzdem: ich war nie eine, die gern einkauft (egal was), aber seit ich versuche, nachhaltig einzukaufen, finde ich es noch mühsamer als zuvor.

Geht Euch das auch so?

P.S. Ab zu Einab

 

 

 

 

Gefluppt

Seit der Farn des Grauens bekämpft und dabei der Platz hinten erweitert wurde lag immer noch eine der riesigen Steinplatten herum. Wir hatten eine davon vor die Wintergartenstufe gelegt, als „Füße-sauber-Platte“, aber wohin bloß sollte die andere?

Um sie wieder als Fundament für eine Steinmauer zu benutzen fanden wir sie zu schade, also lag sie. Und lag.

Bis heute abend. Heute abend fiel mein Blick auf einen alten Betonklotz, und plötzlich wusste ich, was passieren soll.
Fix waren noch zwei andere, geeignete Steine gefunden, dann nur noch den Herrn F. rufen, einmal heben – und jetzt gibt es einen, ich weiß es schon jetzt, einfach wunderbaren neuen Sitzplatz für mich:

Genau die richtige Höhe, zum gucken und zum zupfen (habs ausgiebig ausprobiert), und der Blick ist genial:

Guckstu nach vorn leicht links

rechts

vorn leicht rechts manchmal mit Kuh

… und einmal umgedreht kann ich im Frühling hoffentlich den Wildbienen beim Einzug zugucken.

Fühlt sich einfach gut an, da zu sitzen. Hat definitiv das Potential zu einem neuen Lieblingsort.

Was da schon alles von ganz alleine wächst auf der durchgegrabenen Fläche! Akelei, Schöllkraut, Ackerstiefmütterchen, Ackergauchheil, Kuckuckslichtnelke, Rainkohl, jede Menge Königskerze, Bergflockenblume, Wolfsmilch, Ackerkratzdistel, rauhe Gänsedistel und mehrere für mich (noch) nicht erkennbare Pflanzen. Wenn ich richtig gucke, ist auch ein Fingerhut dabei. Und Brennesselsämlinge in Mengen. Aber die rupfe ich aus, und die Kratzdisteln dürfen nur ganz hinten stehen bleiben.

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen….

…. ist, so finde ich, ein guter Grundsatz in vielen Lebenslagen *gg* Momentan versuche ich mich im Garten daran:

Seit ich lernen musste, daß sie ein invasiver Neophyt ist, bin ich auf die Silber-Goldnessel schlechter zu sprechen als zuvor. Also, nicht daß ich sie früher besonders toll gefunden hätte, aber immerhin ist sie einigermaßen hübsch, die Hummeln mögen ihre kurze Blütezeit, und sie arrangiert sich mit dem Giersch so, daß der nicht ganz alleine die Herrschaft über die wilderen Gebiete des Gartens hat. Dann kam der Naturgartenverein, ich lernte und natürlich kam dazu: ich mußte in die Hand versprechen, daß ich fürderhin die Silber-Goldnessel (henceforth known as Sigone) ächte und bekämpfe bis an mein bitteres Ende, wollte ich tatsächlich den Rang einer Silberplakettenanwärterin (immerhin gibt es ja noch keine Plaketten *g*) einnehmen.

Späßken – neinnein, ganz so heftig sind sie nicht, die Naturgärtner. Aber immerhin: man nahm mir das Versprechen ab, die invasiven Neophyten in meinem Garten einzudämmen soweit möglich

Jetzt stand ich also in der Pflicht, und außerdem ist es so, daß ich selbst feststelle: außer Giersch und besagter Sigone wächst da nix, was ich da gern hätte von allein, und auch nicht bei Aussaat. Gleichzeitig sehe ich es weiterhin als menschenunmöglich an, die aus dem Garten zu entfernen – und nun kommt endlich, was ich eigentlich erzählen wollte, nämlich das Ende der großen Dürre.

Am Ende der großen Dürre konnte ich erfreut feststellen, daß selbst die unkaputtbare Sigone gelitten hatte. Nie war sie so schwächlich unterwegs im Dienste der Weltherrschaft wie jetzt. Außerdem ist auch sonst wenig unterwegs, außer Wühlmäusen *seufz* – aber…..

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen

– und so hab ich mich heute in ein früher bodendeckend mit Storchenschnabel durchwachsen von Sigone überwuchertes Schattenbeet gesetzt und Wurzeln gerupft. Das ging deshalb so prima, weil ich sehen konnte, wo überall kleine Pflanzen sind (Sigone und Storchenschnabel kommen erst ganz klein von unten nach) UND die Wurzeln eh locker im Boden sitzen (mein Dank geht an die Wühlmäuse). Außerdem kann ich die Pflänzchen wieder gut packen und ziehen, selbst wenn mal eines nicht so locker sitzt (mein Dank geht an die Ostheopathin…..), und wo ich die Wurzeln nicht gleich mit rausgekriegt habe, hoffe ich auf die Grundschwäche (mein Dank geht an die Dürre)

 

Lehm-Nisthilfen für Insekten bauen

Letztlich gabs eine Bastel-Aktion bei einer Exkursion des Naturgarten-Vereins. Wir haben mitgemacht, und so sind zwei Lehmröhren für mein neues „Insektenhaus“ entstanden. War ziemlich einfach und hat Spaß gemacht, deshalb hier das Rezept

25 Kilo Lehmoberputz, fein 06 (es geht aber auch mit etwas groberem) mit 3 Litern Wasser und 5 Litern vom feinsten Sand, der zu kriegen ist, mischen. Das dauert, denn 3 Liter Wasser sind auf eine solche Menge nicht viel, es ist wichtig, daß alles gut durchgemischt ist.

Wenns fertig ist, Tonröhren kurz wässern. Wer keine Tonröhren hat, der nehme einen Blumentopf oder auch eine große Konservendose – wichtig: 15cm Tiefe sollten die Gefäße mindestens haben. Warum? Weil die Bienen diesen Platz für ihre Gelege brauchen: sie bauen eine Röhre, in der voreinander mehrere Eier mit jeweils einem eigenen Packen Pollen-Proviant für die Raupen plaziert werden.

Dann die Lehmmischung in die Gefäße füllen. Alle 2-3 Doppelhändevoll (ein schönes Maß, gell?) mit einem dicken Ast stampfen. Aber nicht zu fest, die Wildbienen wollen da ja auch noch reingraben können!

Fertig! Und nein, zu unser aller Erstaunen fällt der Lehmmix nicht aus der Röhre! Die Nisthilfen werden nachher schön sonnig und regengeschützt waagrecht irgendwo hingelegt, gern auch windgeschützt und etwas erhöht (weil sie dann nicht zuwachsen). Bei mir liegen sie im Insektenhaus. Man kann etwa 5cm tief ein wenig vorbohren, angeblich lockt das Wildbienen an, die auf der Suche nach einem Hang oder einer Abbruchkante, der Natur-Chance auf eine senkrechte Lehm-Sand-Fläche, sind.

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten.

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.

Es summt

Bei weiterhin fast 30° hat sich der wilde Wein entschlossen, nach dem Regen seine Blüten zu öffnen. Die ganze Hauswand summt – ICH würde da einen Hitzschlag kriegen, aber Biens, Hummels, Wesps und Co sagen „Ui, lecker, und so schön warm hier!!“ *g*

Außerdem summt es, das aber auch schon 2 Tage vor dem Regen, in den Schneebeeren. Wollte ich einen „echten“ Naturgarten haben, müssten die weg, es sind Neophyten, und sie vergrößern, wo sie können, ihr Gebiet. Ich möchte aber den späten Nektar (sie blühen bis in den Oktober hinein – normalerweise) nicht missen, also dürfen sie bleiben. Prinzipiell sehe ich, je länger ich mich damit befasse, den Sinn des förderns von heimischen Pflanzen bis hin zur Entfernung der Neophyten immer mehr ein. Trotzdem gibt es eben für mich Ausnahmen. Solche, die ich leider(!) nicht entfernen KANN (Silber-Goldnessel), aber einzudämmen versuche. Und eben die Schneebeere und den einen, kümmerlichen Sommerflieder vorn – die WILL ich nicht wegmachen – obwohl ich den Sommerflieder nicht ersetzen werde, sollte auch er, wie seine Vorgänger, das Zeitliche segnen

Bei Biens kann man derzeit wieder richtig gut sehen, daß Bienenvölker sehr unterschiedliche Charaktere haben:

Wie man sieht: die Kringelchen sind sehr viel hitze – empfindlicher als die anderen beiden Völker. Seit 2 Wochen schon ist die Front fast ständig voller Bienen, inzwischen hat sich auch ein Bienenbart gebildet. Die anderen sammeln sich nur in den allerheißesten Stunden und ein wenig gen Nacht draußen – und das, obwohl das Mondvolk, da es gegen die Varroen den Verdunster drin hat, auch noch viel schlechter belüftet ist: wenn behandelt wird, ist der Boden unten mittels Gemüllschublade verschlossen. Bei den anderen ist da unten bloß ein luftiges Gitter. Die Kringelchen sind auch die unruhigsten mit den meisten manchmal patzigen Wächterinnen. Das Sonnenvolk dagegen ist superfriedlich, aber offenbar mag es keine Blattläuse abernten – es hatte hellen Blüten- statt dunklen Waldhonig.

Immer wieder spannend, unsere Bienchen.

Mein größtes Fragezeichen im Kopf betrifft die in diesem Jahr ü-ber-haupt nicht vorhandene Schwarmstimmung. Obwohl zumindest Mond- und Sonnenvolk schier aus den Nähten platzten, das Wetter gepaßt hat und wir nicht allzu viel geschröpft haben, gab es zum 2. Mal in Folge keine Ansätze von Schwarmlust. Letztes Jahr haben wir’s auf das superschlechte Wetter zurückgeführt (wie könnte ein geschwärmtes Volk überleben, das kaum mal die Chance hat, rauszufliegen und Nektar zu sammeln?) In diesem Jahr hab ich keine Idee…. Da sich die Kringelchen sehr gut von der Kalkbrut erholt haben, werden wir voraussichtlich 3 SEHR starke Völker einwintern können, von denen noch dazu bisher 2 kaum Varroen haben (was sich allerdings schnell ändern kann, wir halten ein Auge drauf!)

Heute nachmittag

Donner.

Dann eine Regenwand, eine Stunde lang. Fontänen aus den Gullys, die Autos bis zur Oberkante Reifen im Wasser, ihre Bugwellen bis knapp vor die Ladentür.

Gerade rechtzeitig wurde es weniger, bevor das Wasser in den Laden kam. Eine Stunde später wieder Hitze und Sonne, die Straßen trocken – als wäre nix gewesen

Ich war natürlich gespannt, ob hier auch was angekommen war.

Und es war: es gibt wieder eine erwähnenswerte Wasserfläche im Teich, und auch bis unter die Bäume ist die Feuchte vorgedrungen. Außerdem deutliche Fließspuren in den Schuppen und auf den Wegen sowie total verstopfte Fallrohre (die jetzt schon wieder sauber sind) Mit anderen Worten: es ist VIEL runtergekommen. Aber als ich heimkam war es wieder sonnig und warm, draußen sitzen bis eben – herrlich!!

 

30°- Marke geknackt

Jetzt also auch wir…. und es soll noch heißer werden – und länger so bleiben.

Wollte heute eigentlich nach der Arbeit zur Schlei, büschen schwimmen, lesen, Strand – war mir einfach zu heiß! Um 19:30 Uhr immer noch 29°C! Auffe Arbeit ist die Hitze inzwischen auch im Laden angekommen (keine Klimaanlage). Wenn ICH eine feuchte Stirn habe, das heißt schon was. Und heute hatte ich zeitweise an der Kasse eine.

Biens wandern aus *g* – diekce Bienetrauben hängen außen an den Kästen. Blöd beim Mondvolk, das wir ja als einziges (weil die anderen weit unter der Schadschwelle, die im Juli bei 10 Milben/ Tag liegt, waren) gerade mit dem Verdunster behandeln. Und wenn die Tierchen draußen hängen, kriegen sie natürlich keine Ameisensäure ab. Aber die meisten Milben sind ja in der Brut, und die kann nicht flüchten ….

Dem Dicken geb ich zwischenndurch immer mal 2 oder 3 Trockenfutterbröckchen mit ordentlich Wasser. Dann schlabbert er nämlich das Wasser weg, und das tut ihm merklich gut, dem alten Kerl. Von allein trinkt er trotzdem nicht viel.

Ich überlege, mir morgen wieder das Zelt im Garten aufzubauen. Denn inzwischen ist es oben im 1. Stock ganz schön warm und kühlt auch nachts nicht mehr so recht ab. Kein Wunder, denn wenn ich jetzt die Fenster öffne, kommt ebenso warme Luft wie sie drin ist, rein. Soll nachts nicht unter 20° gehen, das war bis letzte Nacht noch anders, da kühlte es nachts noch ab.

Heute bin ich erstmals an der „es ist einfach zu warm“ – Grenze angekommen. Nuja, jetzt weiß ich das wenigstens auch, daß es diese Grenze gibt *gg*

Trocken und sonnig…..

ist es ja bekanntermaßen hier oben in diesem Jahr schon ziemlich lange. Aber WIE lange denn eigentlich genau genau hier bei uns? Diese Frage trieb uns gestern abend um. Im Netz hab ich dazu nirgends was finden können, aber ich hab ja noch mein Tagwerk….. und in dem skizziere ich immer auch kurz das Wetter. Die letzten „Regen-Strichlein“ gab es am 21. Juni. Aber das waren ein paar nieselige Minuten mehrfach am Tag, dasselbe am 18. und am 19.6 ein halber Tag Landregen, immerhin, wenn ich mich recht entsinne. Danach gab es dann auch wieder Wasser im Teich, der 1000-L-Tank war etwa halbvoll. Davor ein fetter Platzregen Ende Mai – und das war’s: von Anfang Mai bis jetzt.

Nicht immer war es sonnig, es gab Wind und Wolken – aber kein Naß. Und so weit die Trends tragen (16 Tage) ist auch keines in Sicht: 20% Wahrscheinlichkeit von 0.7l/qm ist schon das dollste, das uns vorhergesagt wird.
Inzwischen sind 2 Büsche tot (die sehen auch nicht so aus, als ob sie von unten wieder ausschlagen würden), allen Holundern trocknen die Blätter am Busch ein und die Kirschen werfen Ballast in Form von langen, stackeligen Trieben ab. ERstaunlicherweise sind in der Au immer noch kleine Pfützen und auch der Teich hat seinen nassen Flecken behalten – da kommt uns der ununterbrochene Regen des letzten Jahres zugute, das Grundwasser steht noch recht hoch offenbar. An vielen Stellen sind Risse im Boden, da sacken die Wühlmausgänge ab, merkt man, wenn man mit dem Fuß mal nachbohrt. Mal sehn, was geschieht, wenn es wieder regnet…. sowas wie in diesem Jahr gab es noch nicht, seit ich hier wohne – sowas wie im letzten aber auch nicht…… Mir tun die Pflanzen leid, ja. Aber ich selbst blühe bei so einem Wetter auf! Ich schlendere viertelstundenweise von drin nach draußen, die Temperaturen sind irgendwo immer im Wohlfühlbereich; ich lese, gucke Garten, putze auch mal Fenster oder sauge durch, die Gelenke tun nicht weh, die Schultern sinken entspannt nach unten, weil sie sich nicht im Dauerfrösteln verkrampfen müssen – das ist mein Wetter!

Die Insektentränke erfreut sich regen Besuchs- und wieder finde ich neue Tiere. Außer den „normalen“ Wespen sind da auch andere. Habe sie in der Insektenlupe fotografiert und werde mal sehen, was sich herausfinden läßt.

Und jetzt stürze ich mich in den Trubel: bin mit einer Freundin in Westerholz verabredet, direkt neben dem malleähnlichsten Strand Angelns 😉 , Langballigau. Normalerweise kriegt mich da an sonnigen Feriensonntagen Niemand hin, aber es sind besondere Umstände…. und nur so 2-3 Stunden…. *g*
Nehme meinen Bikini mit, da kann ich nix werden mit „Nackedei schwimmen“, da gibt es keine ruhigen Strandstückchen, an dem das keinen schert. Nichtsdestotrotz: ich freu mich auf Freundin, Wasser, Strand und auf Wellengeplätscher (falls das bei dem Kindergeschrei zu hören sein sollte, aber egal)