Draußen

Ein Eichhörnchen ist aufgetaucht! Mehrfach haben wir um den Birkenstamm „guckguck“ gespielt. Ein rotes ist es, sehr wuschelig und ordentlich dick.


Unterm Pfaffenhütchen sind Wespen im Boden. Ich hatte dort einen Storchschnabel ausgezupft, hörte lautes summen, war aber zu dämlich, wegzugehen. Die Tiere waren sehr gnädig, ich habe nur einen Stich abgekriegt, und keine hat mich verfolgt. Es herrscht reger Betrieb, trotzdem ist es mir nicht gelungen, ein Foto zu machen, auf dem eine Wespe zu sehen ist…. verdammte Auslöserverzögerung!!


Eine Goldwespe hab ich aber „erwischt“. Die sind normalerweise ununterbrochen in Bewegung, aber diese hat es mir gestattet, Fotos zu machen:

Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita)

Später dann noch eine weitere Art, leider nicht so geduldig, daher nur ein nicht so gutes Bild:

Blaue Goldwespe (Trichrysis cyanea)

Über die blaue Goldwespe gibt es eine Geschichte mit Bildern aus einer Niströhre hier zu sehen und zu lesen


Die Sonne strahlt. Es soll in dieser Woche bis 28° warm werden. Ich versuche das zu würdigen, statt an die armen KollegInnen zu denken, die nun schon die 5. Woche meine Arbeit mit tun müssen


Das Steinhummelnest scheint sich gut zu entwickeln. Ich schaue täglich vorbei, und hätte ich kein Stöckchen hingesteckt, würde ichs täglich nicht wiederfinden. Oder ich würde lauschen. Immer etwa 5 Sekunden kann ich jede Hummel hören, bevor sie sichtbar wird und losfliegt. SSSSSSSSSSSS …. vielleicht machen sie sich warm!? Das Nest liegt in völligem Schatten im mittleren Wiesenabschnitt, der Eingang noch dazu verborgen unter einem Grasbüschel


Vielleicht sollte man mal an den Strand fahren!?


Elsa genießt es sehr, daß sie so viel Gesellschaft hat. Der Boden bebt, wenn sie an mir vorbeirast. Am liebsten würde sie nur gemeinsam unterwegs sein, aber ich bin oft nur in der Waagrechten zu finden….


Mittsommer ist schon vorbei, und noch erst einmal haben wir bis zum Dunkel draußen gesessen. Vorher. Zu k.o. bin ich seither von den schlechten Nächten, zu lange dauert es, bis es Abend wird. Gestern abend sollte das anders werden, der Vorsatz war gefaßt, überhaupt erst gegen acht die Grillkohle anzuzünden. Bis wir dann mit essen fertig sind, ist die Sonne hinter der Kuhkoppel versunken, und es wird klamm – eine gute Zeit, ein Feuer zu machen. Es ist ja ein Verbrechen, solche Abende nicht zu nutzen!


Während ich versucht bin, einen Balkenmäher zu kaufen oder doch 2x jährlich zu leihen (Stichwort „Mietgeräteservice“) wächst der Herr F. über sich hinaus. Er, der jetzt seit Wochen klaglos Alles allein macht und – was den Garten angeht – ebenso klaglos meine Anweisungen Vorschläge ausführt, stellt sich mit der Sense hin und schafft es, den ersten Wiesenteil zu sensen – etwas, an dem ich scheitere. Ich kann nur Giersch und Brennesseln sensen.


Freunde bringen „übrige“ Nadelholzstämme. Vorerst geparkt haben sie sie – aber jetzt finde ich, daß das eigentlich richtig gut aussieht, und stehendes Totholz ist ja eh nicht so viel bei uns … ich suche nach einer besseren Ecke, eine Idee hab ich schon. Wenn ich dann erst wieder tragen kann….


Wenn der Wind schwach ist und die Sonne scheint, dann duften die Bienen herrlich! Das Gemisch aus Wachs, Nektar, Propolis und – Biene eben *g* ist ein ganz besonderer Duft. Und nicht nur Biens aromatisieren die Lüfte: weiter hinten schicken die Weiden blumige Geruchswolken los, manchmal auch der Holunder. Zwischendurch immer mal ein Hauch „Draußen-Kuh“. Jeden einzelnen dieser Düfte mag ich sehr, zusammen bilden sie das Geruchsportrait unseres Gartens.

Nur mal schnell:

…finde die Buche… 🙂

  • es ist das herrlichste Wetter der Welt,
  • am Morgen hab ich ein Steinhummelnest gefunden (in der Wiese, am Rand, im Boden, so gut geschützt, daß ich aus purem Zufall gestern drauf gestoßen bin, aber heute erst SICHER klarmachen konnte: ja, ist eins. Pollitas fliegen ein und Nichtpollitas aus *freu*
  • und seit heute haben wir Urlaub

 

Jetzt fehlt mir noch zweierlei zum Glück:

  • mögen bitte Schulter, Arm und Rücken sich sehr schnell erholen! Ich habe mir gestern einfach schonmal KG-Termine geholt, in der Hoffnung, daß ich, wenn ich MO zum Doc gehe, eh welche verschrieben bekomme. Aber sonst bezahle ich sie auch selbst, ich will nicht mehr, daß das so weht tut!
  • und dann sollen alle drei Bienenvölker heute zeigen, daß sie okay sind (das Mondvolk möge bitte wieder Brut haben, die Kringelchen sollten am besten nicht schwärmen wollen, und das Sonnenvolk möge weitermachen wie nach beim letzten gucken)

Und jetzt: nix wie raus!!!

 

Nochmal Teich

Zum Vergleich: 29.4., vor dem Regen

2.Mai, nach zweieinhalb Tagen mit „immer wieder Regen“

So schnell tut sich da was, das sind locker mal 20cm mehr Pegelhöhe!

Die Biologin von „Froschland“ war da und meinte, sie läßt sich das nochmal durch den Kopf gehen übers Wochenende, aber sie meint schon, unser Tümpel lohnt den Einsatz. Sie hat gesehen, was ich nie gesehen hatte, jetzt aber plötzlich auch alleine sehe: Wasserasseln und jede Menge Wasserflöhe („Wasserfloh“ ist ein verallgemeinernder Oberbegriff für alle möglichen Arten winziges Gewusel *g*) Und war beeindruckt von den Kammmolch-Fotos 🙂

Wasserassel, sich auf dem Rücken liegend totstellend

… und gen Wasser flüchtend

Prinzipiell: „der Teich funktioniert“. Aber er könnte besser funktionieren.

  • wenn einmal grundsätzlich der jahrzehntealte Modder aus Tonnen von Blättern entfernt würde. Der sich, klar, danach wieder sammelt. Aber dann gäbe es wieder Jahrzehnte Aufschub, bis der Teich „umkippen“ könnte – was prinzipiell durch die Faulgase passieren könnte oder aber durchs langsame verlanden. Beim reinstecken eines Stocks begann es zu blubbern und hörte minutenlang nicht wieder auf – nicht gesund für die Teichbewohner.
  • Außerdem würde die Schneebeere auf der Au-zugewandten Seite weggeschoben und dort ein Flachwasserbereich entstehen. Gut für viele Tiere – und mehr wärmere Bereiche (Flachwasser) und Sonne (Gebüsch weg), so daß sich zB die Frösche auch noch wohler fühlten und evtl mal laichen würden
  • Iris und Weide (die sich aus einem reingefallenen Ast der Christian-abgeknickten Weide selbst angesiedelt hat) kämen weg (die Iris wird zu schnell zu groß -> Verlandung; die Weide ist per se problematisch -> Wachstum/ fallende Zweige führen zu weiteren Weiden….)
  • und man würde gucken, ob es Lehm zu finden gibt, den man dann, im Versuch die Wasserstandswechsel etwas zu entschleunigen, abdichtend gen Au schieben würde. ODER man fände beim auskoffern tatsächlich eine Rohrleitung, die man dann wegnähme – sie vermutet aber, nein. Die Au ist ja eine tief gelegene Entwässerungsau aus der Flurbereinigung. Wahrscheinlich fließt das Wasser einfach durch die Bodenschichten so schnell ab
  • Der Rest wäre „in Ruhe lassen“ – also nix bunter „Vorzeigenaturgartenteich“ – das ist ein Waldtümpel, das bleibt ein Waldtümpel. Und daß wir Molche und (seit es durch den Mirabellenfall mehr Licht gibt) auch Frösche da haben heißt: der ist okay

Das also läßt sich die Biologin durch den Kopf gehn, und dann ist da noch die Frage: wie kriegt man einen wenn auch kleinen Bagger auf unser Grundstück…. WENN das losgeht, dann gegen Oktober, wenn man am wenigsten Schaden in der fauna anrichtet. Ich bin sehr gespannt, ob nun ein Vertrag zustandekommt und was von den angedachten Dingen geht und getan wird.

Teich

Unser Teich hat viele Gesichter….

Idealzustand

 

Sommer 2019

 

Winter 19/20

 

meistens ist es irgendwas dazwischen („vor dem Regen“, gestern)

 

und auch das gab es einstmals… …in der Wintersonne 2011…

Da die Wasserstände so extrem wechseln, außerdem der Teich eher so eine Art Krater ist (wie tief isser eigentlich wirklich, da sind ja noch meterweise Blättermodderschichten… keine Ahnung), bis die Mirabelle in Sturm Christian fiel auch noch zappenduster lag und mit großem Gerät nicht zugänglich ist, liegt er da so rum. Vielleicht ändert sich das demnächst – nachher kommt M. von der Initiative „Froschland“. Erstmal zum gucken. Eventuell zum Tippgeben. Und wer weiß – ganz vielleicht werden wir in deren Programm mit aufgenommen, dann passiert größeres. Ich bin hammergespannt!

Von innen….

Das Bienenzimmer war ja nicht immer Bienenzimmer.

Als Folgä und ich hier einzogen, da wurde dieses Zimmer ersteinmal seines. Zusammen mit dem Gespensterzimmer. Das war sein Schlafzimmer.

Links wären die Fenster zu sehen… noch ist die Wand vertäfelt. Und das Fensterchen hat Gelbglas.

Als Folgä auszog, zog Mo ein. Das wurden ihre Zimmer. Nach ihrem Auszug dann begann der langsame Abstieg zum Lagerraum, unterbrochen von mehreren Versuchen, das Zimmer zumindest für Gäste ein wenig gemütlich zu machen. Das zog damals schon so eine Kettenreaktion nach sich *klick*

2011, nach diesem Versuch. Durchaus ne hübsche Ecke. Nie genutzt…

Wie man sieht: zwischendurch irgendwann haben wir eine Wand ent-holzt, und das Fensterchen bekam normales Glas. Ich hatte mich in diesem Zimmer zuvor immer wie in einer Sauna gefühlt, und so dachte ich, daß ichs vielleicht eher nutzen würde, wenn weniger Holz an den Wänden sei. Schöner isses, definitiv – aber dazu geführt, daß das Zimmer häufiger genutzt wird hat es nicht. Ebensowenig die Sitzecke. Irgendwann wuchs das Bienen-Equipment an, das Sofa wurde eh nicht benutzt – Sperrmüll.

Seitdem ist der Raum immer mehr zum Lagerraum geworden.

Von innen. Vorher.

In der nächsten Diashow sind die Fenster schon drin, aber die Laibung fehlt noch. Die wird nun auch hell und glatt statt aus vielen winzigen Holzstückchen zusammengesetzt zu bleiben.

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Und so sieht das jetzt aus, man beachte auch die neue Fensterbank

So einen Ausblick muß man doch nutzen, oder? Zumal dort spätnachmittags die Sonne reinscheint, wenn unten schon keine mehr ist! Und hier kommen nun die Sessel und der Couchtisch aus dem grünen Zimmer ins Spiel. Erste Versuche sehen schon ganz gemütlich aus…

…. bis man die Kamera ein wenig schwenkt…..

*seufz*

Bienenzimmer wird das bleiben – aber fest steht: es müssen andere Möbel ran. Solche, bei denen Türen schließbar sind, um das optische Chaos ein wenig einzudämmen. Wir sind in der Überlegungsphase….

Tadaaaa: neue Fenster!!!

Um den Cliffhanger vom Ende der „Kettenreaktion“-Serie auflösen zu können, muß ich erstmal ein wenig ausholen.

Eifrige LeserInnen erinnern sich, daß ich im Januar berichtete, die Fenster des Bienenzimmers im Anbau seien nicht mehr zu retten. Und daß wir überlegten, dort Holz-Alufenster einbauen zu lassen.

So sah das damals aus. Von außen sah man eigentlich nix.

Es sei denn, man ging nah ran – uiuiui:

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Da musste was passieren, und nach längerem Hin und Her, einer langen Bestellzeit und zwei Tagen mit sehr netten Handwerkern im Haus ist wirklich Einiges passiert:

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Wir hatten uns entschlossen, die Sprossen zugunsten von mehr Licht wegzulassen. Ich hatte ein wenig Angst, wie das aussähe, aber wir fanden, der Anbau könne etwas mehr Moderne ertragen, der ist ja eh nicht so alt (ehemaliger Stall, in den 50ern aufgestockt, in den 80ern erst unten ausgebaut)

Unten im Parterre wohnt der Mieter, und wenn der dann mit neuen Fenstern dran ist, dann wird er sich freuen – der braucht da jedes My Licht!!! Aus demselben Grund sind die Fenster innen jetzt im selben RAL-Ton 9001 (leicht creme) gestrichen wie außen. Die Außenrahmen sind wie im Resthaus hellgrau.

Nochmal im Direktvergleich:

Vorher

Nachher, jetzt fertig mit Verkleidung des Türpfostens

Uns gefällt es nach kurzer Gewöh-nung richtig gut! 🙂 Eines schönen Tages zeige ich Euch dann auch noch 1. wie das jetzt von innen aussieht und 2. was die ersten Schritte einer für das Ende dieser Renovierung geplanten Bewohnbarmachung des Bienenzimmers sind – da kommen dann auch die Stühle und der Tisch aus dem grünen Zimmer, jetzt des Herrn Arbeitszimmer, ins Spiel…..

to be continued….

§8: Jeder Jeck is anders, oder: den Garten in den Genen???

Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder darüber nachgedacht, woher es wohl kommt, daß mein Leben sich immer mehr gen Garten, Natur, auch Naturschutz ausrichtet. Der erste Anlaß dazu war ein Blogartikel. Dort überlegte Jemand sich, wie denn eigentlich ihr Bezug zur Natur zustande gekommen war. Da war mir beim lesen spontan der Garten der „Hansi-Oma“ eingefallen, in dem ich sehr gern war und sogar ein eigenes kleines Beet bekam.

Der zweite Anlaß: die „älteste Freundin von allen“. Neinnein, sie ist nur ein Jahr älter als ich, aber die einzige, die noch aus zwar nicht Kinder-, aber doch Jugendzeiten übrig geblieben ist, zu der ich noch Kontakt habe. Diese Freundin berichtete, wie sehr meine Eltern für sie Vorreiter in Sachen Umweltschutz gewesen waren: kein FCKWhaltiges Deospray stand da im Bad, sondern ein Deoroller! Und es gab – sie meint, als erstes im Bekanntenkreis – ein Auto mit Katalysator!

Urlaub auf dem Bauernhof ….

Allerdings waren wir da schon Teenies, und in meiner Wahrnehmung war das eher so, daß ich die Eltern in diese Richtung geschubst bis genötigt habe *g*. Das war die Zeit, in der ich mit selbstgeschriebenen Traktaten (vergeblich) den Gemeinschaftsgarten der Eigentumswohnungsanlage zu Wandbegrünung und Wiese und fremde Frauen zur Pelzmantelverweigerung zu missionieren trachtete, also schon deutlich umweltbewegt war. Es gab eine „UmweltAG“ in der Schule und sogar einen VHS-Kurs „biologisch gärtnern“, durch den ich an mein 1. Stückchen „eigenes“ Land kam. Ich schrieb und verteilte Flyer und habe mich einmal sogar in eine Legebatterie geschlichen, um Fotos zu machen. Ich wollte, daß wir Eier von freilaufenden Hühnern kaufen sollten und schlug mich mit der Totschlagargumentation, die es auch heute noch zu hören gibt, herum: „was soll es schon nützen, wenn WIR was ändern, wo doch alle anderen das nicht tun“!

Schweine fand ich schon immer toll!!

Da waren also die Würfel schon gefallen, sozusagen 😉

Ob meine Erinnerung mich trügt, wenn ich mich an „woher hat das Kind das bloß“-Sprüche meines Vaters in Bezug auf meinen schon in frühen Zeichnungen erkennbaren tiefen Wunsch nach einem eigenen Haus mit Garten und Tieren erinnere, weiß ich nicht genau. Die Zeichnungen allerdings (samt Grundrissen!! *g*) gibt es noch, die sind also verifiziert 😉 Und auch der Wunsch auf dem Land zu leben ist ganz sicher nicht von den Eltern auf mich übergesprungen. Die sind nämlich eher Stadtmenschen mit Bedürfnis nach Kulturellem, nach Büchern, nach Theater, Ausstellungen, Konzerten. Am Ar*** der Welt wie ich würden sie sich niemals wohlfühlen, und während Mama nie einen Garten in der Familie hatte, ist in des Vaters Erinnerung „Garten“ ein Synonym für „verhasste Arbeit“ – kein Wunder, war doch der oben erwähnte Garten im Grunde ein großer, strikt unkrautfreier Gemüse- und Obstgarten mit Walnußbaum drin, nur ganz vorn ein kleines Rondell mit Rose, tränendem Herzen und anderen Blumen. Der Rest mit Kantsteinen eingefaßte, bewirtschaftete Gemüse- und Obstbeete mit Plattenweg und Trampelpfaden dazwischen – nicht das, was ich heute als schönen Garten bezeichnen würde …. und viel Arbeit, schließlich wurde noch umgegraben, Mist eingebracht undundund

Waren die geliebten Urlaube auf dem Bauernhof ein Puzzlestückchen? Das waren noch die Zeiten, in denen es kein Kinderbespaßungsprogramm gab, sondern man einfach mitlief. Ich durfte morgens Eier sammeln, die Schweine waren robust genug um zu verkraften, daß ich mit im Koben saß oder mal ein Ferkel auf den Arm nahm, und ansonsten durfte man mit ins Heu/ Stroh, musste aber nicht.

Im Urlaub mit dem Papa

Vielleicht war ein weiteres Puzzlestückchen das „matschen“ und Dämmebauen bei jedem Bächlein, an dem man vorbei kam? Eines, daß wir mehrere Jahre lang Kaulquappen im Weckglas in der Etagenwohnung hatten – getreulich wurde jeden 2. Tag zum Ursprungstümpel gefahren und frisches Wasser geholt, und sobald Füßchen auftauchten wurde das Glas so umgestaltet, daß der werdende Frosch auch Steine/ Hölzchen/ Erde zum aus dem Wasser kommen da hatte, so daß wir tatsächlich lebende Fröschlein zum Tümpel zurückbringen konnten, nachdem wir das ganze Wunder beobachtet hatten. Und ein weiteres vielleicht der „Godesberger Opa“ mütterlicherseits, der schlecht laufen konnte, aber mit Fernglas im Garten der Wohnanlage Vögel beobachtete? (Obwohl ich mich da an kein größeres Interesse meinerseits erinnern kann, was ich heutzutage bedaure, denn der Opa kannte, so heißt es, alle Vögel an den Stimmen. Fällt mir jetzt sehr schwer, das zu lernen!) Es gibt Tabellen mit gesichteten Vogel- und anderen Tierarten in Fjonk’scher Kinderhandschrift aus diversen Urlauben, und ich habe Federn gesammelt.

Dann wurde ich Pferdemädchen – und danach langsam Ökotante, als Teenie, siehe oben. Sicherlich, das war damals auch „in“ – für mich aber blieb es wichtig, was bei vielen Anderen nicht so gewesen ist. Vielleicht hat es ja auch dann erst seinen Anfang genommen, „das mit der Natur“. Oder es lag mir im Blut, immer schon, warumauchimmer.

Ist ja vielleicht auch total egal *gg* Denn: isso. Und fühlt sich richtig an.

Ich hoffe nur, daß es nicht so schnell weiter bergab geht! Ich möchte so gern noch so viel mitkriegen und nicht nur traurig auf Artensterben, kaputte Böden und Landschaften blicken und sehen, was es nicht mehr gibt! Der blaue Himmel momentan, ohne Kondensstreifen; der Verfall der Ölpreise wegen mangelnder Nachfrage; die morgendliche Ruhe beim aufwachen, wo sonst die dörfliche „Rushhour“ vor dem Fenster stattfindet; das alles ist eine merkliche Ruhepause für die Natur, wird aber weder von Dauer sein noch wage ich zu hoffen, daß mehr als ein paar Versprengte Freude an ihrem enthetzten, terminentleerten Leben finden werden oder daß Einrichtungen wie Videokonferenzen und Homeoffice die Umwelt weiterhin dauerhaft entlasten werden.

Manchmal ist es ganz tröstlich, in kaum faßbaren, großen Dimensionen zu denken:
„Was ist denn mit DIR los, Du siehst ja so schlecht aus“, fragt der vorbeisausende Meteorit die Erde. „Achja, mir gehts nicht gut – ich hab Mensch!!“ „Achso, kenn ich! Nicht so schlimm, warte ein paar Tausend Jahre – das geht vorbei!“

Dann wird es zwar die Natur, so wie ich sie kenne und mag, nicht mehr geben – aber sehr wahrscheinlich immer noch Pflanzen und Tiere, sicherer Flechten, Moose, Pilze, Algen … wie auch schon Zehntausende Jahre „vor Mensch“.

Es sei denn, die Sonne platzt – etwas, das, wie der Herr F. mir letztlich abends erklärte, unweigerlich auf die Erde zukommt und sie verglühen lassen wird. Schluß, aus, Ende. Für jede Art Leben – auf diesem Planeten hier jedenfalls.
Ist nicht die Frage, ob, ist nur die Frage, wann. Tausende Jahre, hunderttausende, Millionen?

Na, bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit zum umweltschützen, Garten genießen und Tiere bestimmen…. ;-|

Kettenreaktion, die vierte.

…. aber auch ohne daß ich den Pinsel schwinge bleibt noch einiges zu tun……

Ich sag mal: wer kein Kassettendeck mehr hat, der braucht auch keine Kassetten mehr …. eigentlich …. Ich hatte vor einiger Zeit, es dürften nun auch schon wieder einige Jahre sein, schon Kassetten ausgemistet. Seither stand auf dem Fensterbrett ein Karton mit aussortierten Kassetten, die ich NUR NOCH EINMAL DURCHHÖREN hatte wollen. Seit Jahren. – Ab dafür!! Außerdem die zwei Kassettenregale mit Kassetten, von denen ich mich noch nicht trennen mochte. Was ich davon höre, existiert inzwischen als CD und auf dem Smartphone – ab dafür!

Ein wehmütiges letztes Foto der fast letzten Kassetten und des fast letzten Kassettenregals „vor dem Müll“

Mein kleines, selbstgebautes Kassettenregal hängt schon seit der Aktion damals im Arbeitszimmer und beherbergt Spitzer, Stempel, Tinten und solche Dinge, war jetzt aber noch nicht gesäubert worden. Das hab ich getan, ebenso wie das von Folgä gebaute Eck-CD-Regal, das auch dort oben hängt.

Nach wie vor gibt es einen Rest Mixkassetten. Und einige wenige andere, die aus erinnerungstechnischen Gründen nicht in den Müll können. Die sind jetzt im „Designregal“ rechts neben dem Fenster.

Die letzten und das letzte, Erinnerung an eine vergangene Zeit

Das habe ich bekommen, als vor zig Jahren eine Freundin IHRE Kassetten aussortiert hatte. Ein liebevoll selbstgebautes Teil, und wirklich hübsch. Ich brauche also doch wieder einen funktionierenden Kassettenrekorder!!!! Aber es muß einer sein, bei dem das hören auch taugt, nicht einer, der qualitativ so schlecht ist, daß er doch nur rumsteht. Mal sehn….

Nun war da noch die Ecke links neben des Herrn Schreibtisch (neu). Eine Resteecke. Das Betttabletttischchen (oh, was für ein Wort!!!!) stand da, obenauf meine Strickwolle, daneben Passepartout-Karton, den man bestimmt irgendwann nochmal brauchen kann (*seufz*) und das Puzzle, das wir irgendwann mal winters legen wollen. Auch diese Ecke hab ich aufgelöst, von (immerhin in diesem Raum wenigen) Asseln und Spinnweben befreit und die Sachen gesäubert. Dorthin würde super ein Schränkchen für die Reste der Stereoanlage passen, aber es steht nix rum, das sich anböte. Muß ich mal gucken, ob sich was kaufen läßt.

Für die Sessel und den runden Tisch wird es jetzt zu eng im grünen Zimmer, aber ehrlich gestanden haben wir sie dort auch nie genutzt, außer um ganz zu Beginn dem Mauski Gesellschaft zu leisten. Da gibt es Pläne, die noch nicht umgesetzt werden können.

Und warum können die Pläne noch nicht umgesetzt werden?

Weil es vor Beginn der Kettenreaktion eine richtige, echte Renovierung gegeben hat. Mit Bestellung von Material, mit Handwerkern, mit einer richtigen Änderung des Gesichts des Hauses….. von der ich noch garnicht berichtet habe, weil sie noch nicht ganz abgeschlossen ist…….. Cliffhanger!!  *gg*

Aber die Reihe „Kettenreaktion“ betrachte ich trotzdem jetzt erstmal als abgeschlossen. PUH!! Das war anstrengend, und ich bin gespannt, wie sich die Maßnahmen gegen die Wohnungszumüllung und – verdreckung bewähren werden!

Kettenreaktion, die dritte

Ich ging in den Keller.

Und das war tatsächlich eine fatale Entscheidung. Denn dort stand das kleine Regal – und zwar ganz in der Ecke, hinter dem Luftentfeuchter, eingekeilt zwischen Wand und Mittelschrank. Obenauf drei Planen, die ich letzten Herbst dort geparkt hatte, als sich herausgestellt hatte, daß im Schuppen die Mäuse dran nagen.

Also runter die Planen, zur Seite den Entfeuchter – und feststellen, daß dieses kleine Regal seit dem Großreinemachen nach dem Wasserschaden am Hl. Abend 2014 nicht mehr angesehen worden war.

Ebenso die Ecke, in der es stand.

Wer sich jetzt erinnert, was ich über die gefühlten Tausende von Asselleichen schrieb, die ich alle paar Wochen aus dem Keller sauge, der weiß, daß ich keine schöne nächste halbe Stunde hatte *schauder* Gefühlte MILLIONEN Asselleichen, zusammen mit zähen, alten Spinnweben und – man kann es anders nicht sagen – Dreck waren zu beseitigen, bevor überhaupt dran zu denken war, das Regälchen zu leeren (ach, da war der Karton mit den lang gesuchten mittelgroßen Nägeln also, von denen ich sicher gewesen war, noch eine Menge da zu haben….) und nach draußen zu tragen

Das Regälchen war übrigens nicht mehr zu retten (okay, im Keller hätte es auch die nächsten 20 Jahre noch stehen können, aber unten blättert das Furnier ab etc …. für die Wohnung taugt es leider nicht mehr) es steht jetzt draußen im Carport. Und wieder ist eine Drecksecke sauber. Naja, einigermaßen sauber. Und – wichtig – wieder ist eine Drecksecke begehbar und von zumüllbarem Krams gesäubert….. *triumphierenddieFaustindieLuftstößt*

Auf das erstgefundene Regälchen aber paßt tatsächlich der Scanner. Leider zeigte sich, daß die nun freie Wand, vorher hinter des Herrn Schreibtisch, aus unerfindlichen Gründen saudreckig ist. DAS kommt später, wenn die Malerin-Freundin wieder hier ist. Das Arbeitszimmer ist eh dran …. aber auch ohne daß ich den Pinsel schwinge bleibt noch einiges zu tun……

Allerdings schrie mein Rücken an diesem Punkt: „Wer zwei gelbe Karten ignoriert hat selbst schuld“ und zückte die rote …. Eine rote Karte läßt sich nicht ignorieren, und deshalb war für die nächsten anderthalb Tage Räum- und Putzpause. Schließlich will ja auch die Erwerbsarbeit getan sein, und dafür hat frau sich fitzuhalten…. *seufz*

Trotzdem war ich einigermaßen zufrieden: Vieles ist sauber, das schon sehr lange nichtmal mehr „einigermaßen okay“ gewesen war. Einige Ecken werden fortan wesentlich leichter sauberzuhalten sein, und Einiges ist aussortiert und kann deshalb nicht wieder einsauen. Und ich hab „was geschafft“, was ich eeeeeewig vor mir hergeschoben habe: die Fenster im Arbeitszimmer zu putzen…. *g*

Kettenreaktion, die zweite

Also gingen wir ins grüne Zimmer.

Dort zeigte sich, daß es eine Lösung für die Holztruhe gäbe: meine Stereoanlage, die in Zeiten von Smartphone und Bluetooth eh ein Rumsteherchen ist, könnte/ müsste weg. Dann könnte dorthin die Holztruhe (Kollateralnutzen: wieder eine Drecksecke beseitigt!) und der Schreibtisch vors Fenster. Der Herr F. meinte, er wisse eigentlich nicht wirklich, ob er dann dort arbeiten könne und werde, aber ein Versuch wäre schon gut. Ich fand das auch (schon weil mir klar war: sonst bleiben die Drecksecken….)

Also habe ich das Regal mit der Stereoanlage abgebaut: Kassettendeck, das von Luc ist, aber einen sehr dumpfen Sound hat und deshalb eh nie benutzt wird:weg. Receiver, der ebenfalls eh nie benutzt wird: weg. CD-Rekorder, den man nicht braucht, wenn man inzwischen alle LP und wichtige Mixkassetten auf CD gebrannt hat und neue nicht mehr dazukommen: weg. Nun stehen da, gesäubert (IGITT!!) CD-Spieler, Verstärker, die Lautsprecherkabel und die Lautsprecher. Ganz weg will ich die nicht haben, denn immerhin hab ich ja massig CDs, die ich (noch?) nicht ganz wegräumen mag. Diese Restanlage hat noch keinen neuen Platz gefunden.

die Reste der Stereoanlage stehen schon gesäubert vorn auf dem Sessel, als ich dran denke, ein Foto zu machen…. vorher war das Regal mit den Anlagenteilen rechts unter den Fotos in der Ecke.

Dann habe ich diese Drecksecke gesäubert. Wir haben die Holztruhe umgestellt. Ich habe diese Drecksecke gesäubert (wie schmutzig eine Heizung werden kann, wenn man nicht richtig rankommt….) Wir haben des Herrn F. Schreibtisch nach unten getragen.

Ich habe diese Drecksecke gesäubert:

Und ich habe überlegt: welches Möbel haben wir, das den Scanner tragen und in die Ecke passen könnte. Ich erinnerte mich an ein altes Regal, noch vom „Deutschen Herold“, dem Arbeitgeber meines Vaters (der inzwischen „Zurich Deutschland Herold“ heißt, und der Vater ist nun auch schon seit bummelig 25 Jahren in Rente) Geguckt (es stand dumm im Bienenzimmer rum und hatte keine Aufgabe). Geputzt. Hochgetragen.

Davon gabs doch noch ein zweites, ein wenig anders aufgeteilt!? Wäre doch schön, wenn die wieder zusammenstünden? Das 2. ist im Keller. Ich ging in den Keller.

Eine fatale Entscheidung ….. es folgt „Kettenreaktion, die dritte“ …..

Kettenreaktion.

Das hier ist das Arbeitszimmer. Wie man nicht sieht, ist es völlig sauber und aufgeräumt. Die Fenster sind frisch geputzt, die Arbeitsplatte ist abgeschliffen und neu geölt.

Wie das?

Seit vielen Monaten (eher Jahren, ehrlich gestanden) nervt die Arbeitsplatte. Da, wo immer die Hände liegen, war der Lack angegriffen und dadurch klebrig. Die Unterlage aus Papier hat nicht wirklich geholfen: zwar klebten die Hände nicht mehr, dafür aber das Papier an der Platte. Inzwischen kam dazu, daß man aus den Fenstern eigentlich garnicht mehr gucken konnte, denn seit längerem schon hatte ich mir immer gedacht „wenn ich das nächste Mal Fenster putze muß ich eh viel abräumen. Dann räume ich gleich alles ab und mache die Arbeitsplatte mit“ Das aber war ein so großes Hindernis gewesen, daß die Fenster inzwischen bummelig ein Jahr lang nicht mehr geputzt wurden….

Aber jetzt!

Tatsächlich hat die Aktion viele Stunden an mehreren Tagen gedauert, denn wenn schon, denn schon….. ich hab auch gleich die Magnetwände zum 1. Mal seit ihrem bestehen ganz leer gemacht, ausgemistet, abgewischt, neu bestückt (nein, ich sag jetzt nicht wie lang das her ist, guckt doch selber…. *rotwerd*), der ganze Kabelsalat war eklig dreckig und wurde gleich mitgesäubert undundund. Ich weiß schon, warum ich so lange gewartet habe…..

Außerdem war die Arbeitsplatte übers Eck, die eigentlich als des Herrn Arbeitsplatz gedacht war, von ihm nie benutzt worden. Das hat sie zur „all der Scheiß, von dem man nicht weiß, wohin damit“- Ablagefläche gemacht. Wie gesagt: wenn schon, denn schon: der Herr F. wurde vor Entscheidungen gestellt: solange die Aktion dauerte hatte er Überlegefrist: möchte er

  • den Arbeitsplatz jetzt doch nutzen?
  • wenn nicht, ihn evtl unten ins grüne Zimmer verlegen? (denn er sagte, er nutze ihn deshalb nicht, weil ich ihn dort zu sehr störe. (Er hat es taktvoller ausgedrückt, aber das ist die Quintessenz dessen, was er gesagt hat *g*)
  • oder möchte er alles belassen, wie es ist? Dann würde ich die Arbeitsplatte so verkürzen, daß Platz für die Unterschränke, den Drucker und sein Karton-Schubladenschränkchen ist – aber nicht für mehr. Eine Schmutz- und Zumüllecke weniger.

Gestern habe ich, nachdem das Hartöl auf der Platte gut getrocknet war, alles wieder zurückgeräumt.

„Na, hast Du Dir überlegt, was nun hier passieren soll?“, fragte ich?

Wer den Herrn F. kennt, kennt die Antwort … er hatte, war aber zu keiner Entscheidung gekommen. „Unten müsste dann ja auch die Holztruhe weg, da müssten wir ja erstmal gucken, wohin die kann“, sagte er. Also gingen wir ins grüne Zimmer.

Fatale Entscheidung, es folgt demnächst: „Kettenreaktion, die zweite“ …… *gg*

P.S. wer sich wundert, daß dies unter der Rubrik „renovieren“ eingeordnet ist, der ahnt nicht, wie viel Arbeit das ganze war/ noch wird. Fast hätte ich eine neue Rubrik „SANIEREN“ anlegen können….. *seufz*

Ein Wurzelspaten!!!

Bis zum Knickpflegeseminar wusste ich nichtmal, daß es sowas gibt….. einen Wurzelspaten!

Dort kam ich mit einer anderen Teilnehmerin auf das leidige Thema „invasive Neophyten“, und dann „Schneebeeren“. Sie hat sie nämlich auch – und sie hat einen Wurzelspaten. Und schwärmte mir davon vor. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, ich flitzte gen Eckernförde – denn dort sollte es das magische Teil zu besichtigen und zu kaufen geben.

Gab es auch. Hier ist er, der vielgenutzte:

Seit dieser Kerl im Garten ist tu ich mich tatsächlich leichter mit den ollen Ausläufern der Schneebeere! Bis zu einem gewissen Wurzeldurchmesser ist das Teil wirklich super! Wo man mit einem normalen Spaten buddelt und hebelt und ächzt, da geht der einfach durch und schneidet Seitenwurzeln einfach ab, so daß man den Stock deutlich leichter ausbuddeln kann.

Hier präsentiert er stolz sein neuestes Werk: wo vor Jahren die Weide gefallen war, hatte sich in den letzten Jahren ein Storchenschnabel erfolgreich gegen den Giersch durchgesetzt, aber jetzt – Schneebeerenausläufer trieben durch den gerade austreibenden willkommenen Selbstsiedler!

Bis der vielleicht 2x1m große Fleck so traurig-kahl aussah wie jetzt hat es bummelig zwei Stunden gedauert…. Den Storchenschnabel habe ich wieder eingesetzt, und man sieht ihn inzwischen schon stramm und grün vorlugen (die Aktion ist über eine Woche her) Ich hab aber auch gegossen, es ist knochentrocken hier, dabei windig…. und kein Regentropfen in Aussicht, wieder mal….

Einen Nachteil hat der Wurzelspaten allerdings: die Innenseiten des gegabelten Blattes sind schön scharf geschliffen gewesen – das nutzt sich jetzt natürlich schon ab, und ich bin nicht die Frau, die gut nachschleifen kann, ebenso wie der Herr F. nicht der geborene Schleifer ist. Wir haben uns das Procedere schon mehrfach zeigen lassen, vom Jäger-Freund, der ja auch seit Jahren selbst Messer schmiedet, wunderschöne Teile mit Holz- oder Horngriffen und scharf wie Nachbars Hasso 😉 Aber bei uns will nichts richtig scharf werden, obwohl wir meinen, es genauso zu machen wie gezeigt *seufz*

Vielleicht nehm ich den Spaten demnächst mal auf ne Stippvisite mit-. Wir treffen uns ja eh nur mal draußen und auf Abstand, da kann man sowas vielleicht einfach mal nebenher machen – lassen 😉

Kleinvieh

Ich trage ja ganzjährig nur selbstgestrickte Socken. Und habe seit vielen Jahren immer dasselbe Problem:

Der Schaft ist noch tadellos, aber am Fußballen werden die Socken dünn. Ich stopfe (beim Beispiel ists dafür schon zu spät), aber das hat seine Grenzen. Jetzt habe ich (schon mehrfach) endlich getan, was ich mir schon lange vorgenommen hatte:

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Der ätzende Teil davon ist das maschenaufnehmen. die Wolle ist an diesen beanspruchten Stellen sehr verfilzt, und dann sind da ja auch noch die Reste der alten, durchgeschnittenen Maschen. Oft ists auch schwierig, einen Anfang zu finden, von dem aus das aufribbeln dann einigermaßen klappt. Aber wenn das erst getan ist, ist das wunderbar: ich muß nicht mehr völlig intakte Sockenteile wegwerfen, und ich kann wunderbar Restwolle verwenden. Die so renovierten Socken halten locker nochmal ein ganzes Sockenleben lang.

Bei manchen muß ich übrigens den ganzen Fuß neustricken, weil auch die Fersen „auf“ sind. Bei diesen Eh- schon-Restwollesocken war der Zehen-Rest von deutlich schlechterer Haltbarkeit als der Fußrest – es kommt auf die Wolle an.

Osterimpressionen

Tatsächlich blühen die allerersten beiden Blumen im Kräuterrasen! Das rosafarbene ist, wie vermutet, der Reiherschnabel (Erodium cicutarium) aus dem Tütchen. Das weiße ist die Vogelmiere (Stellaria media). Die ist überall, also auch dort *g*  Es sind unglaublich viele Sämlinge, verschiedene, zu sehen. Ich meine, Braunelle zu erkennen, was mich freuen würde, denn die fehlt mir schon lange im Garten. Ich hab sie nur an einem winzigen Fleck im Staudengarten-Beet-Weg. Da hat sie sich selbst hingesetzt und breitet sich jährlich um vielleicht einen Zentimeter aus *gg* Dann gibts einen neuen Käfer zu bewundern. Schokolinus Osterius, der Oster-Schokokäfer. Er hatte sich in der Mauer versteckt…. Und was ist das da rechts?  Das da rechts zeigt exemplarisch, wie der Herr F. kocht. Liebevoll und langsam…. hier ist er dabei, jedes einzelne Bärlauchblatt abzuwaschen und zum abtropfen aufzuschichten …. als ich reinkam und das sah, MUSSTE ich einfach ein Foto machen! 😉 Das Pesto ist superlecker, aber wenn ich da länger zusähe, bekäme ich ein Magengeschwür. Muß ich aber nicht, zum Glück *gg*

Was zeigt das nächste Foto? Das zeigt die beiden Els Sekunden NACHDEM sie freundlich genäselt haben. Wieder war ich zu spät…. Das haben sie übrigens auch gestern wieder getan – nur wenige Minuten nachdem Elsa vor lauter Angst wiedermal einen Haufen unter sich gelassen hatte: sie war in den Anbau gelaufen, etwas später war El Mauski reingekommen und auch dorthin gegangen. Und als der Herr gucken ging, Minuten später, saß Elsa aufs Bett gekauert in der hintersten Ecke und El Mauski kam dem Herrn F. von unterm Bett entgegen und wirkte verstört. Was genau vorgefallen ist, wissen wir ja nicht, aber es roch nicht gut, und als El Mauski und Elsa wieder glücklich getrennt und woanders waren und ich gucken ging, fand ich auf dem Bett in der Ecke, wo Elsa gekauert hatte, das Häufchen 😦 Ach je.

Tags zuvor hatte es Spot on gegeben, weil El Mauski mehrere fette Zecken angeschleppt hatte. Schon von den vorherigen Katzen kannten wir es, daß sie das völlig unterschiedlich wegstecken. Hier wieder eine Überraschung: El Mauski, das nervöse Hemd, hat sich kein bißchen dran gestört, daß ihm das Fell zwischen den Schultern auseinandergepult und das nasse Zeug draufgetropft wurde. Er fraß einfach weiter. Dagegen die sonst ja schön anfaßbare Elsa (ich kann sie inzwischen einfach von des Herrn Knien auf meinen Schoß heben – platsch, bleibt sie liegen und schnurrt. Zum Beispiel): Panik im Blick, und nix wie weg! Nicht mal ihr Futter konnte sie wieder vorlocken, und einige Zeit durfte keiner von uns sie anfassen. Den ganzen Tag über blieb sie schreckhaft und wirkte angeschlagen.

Dann noch die wilden Tierchen. Rotschopfige Pelzbiene (Fotos), Ölkäfer, Zitronenfalter, Kleinen Fuchs, Acker-, Stein-, Erdhummel gibts derzeit häufig zu sehen. Sonne auch. Wir haben angegrillt und ein Osterfeuer gemacht, außerdem die Bienen durchgeguckt und die Honigräume aufgesetzt, denn der Raps beginnt schon zu blühen. Viel zu früh mal wieder, höchstens die Kringelchen sind schon so weit. Die anderen Völker sind noch nicht stark genug, um ordentlich Honig einzutragen, und ihre Brutnester sind lückig. Es hat nachts ja ordentlich gefroren, und wenn dann zu wenig Bienenmasse da ist, um das Brutnest warmzuhalten, dann stirbt da schon die ein oder andere Made…. aber wir sind ja nicht auf riesigen Honigertrag angewiesen, solange die Völker gesund und munter sind ist alles gut. Und abends fliegen die Fledermäuse. Anja, die Fledermauspäpplerin, schrieb,

bei den Nachtfaltern und Fluginsekten schaut es wohl leider aktuell nicht so gut aus. (…) Überall fallen die Fledis abgemagert vom Himmel und schaffen es nicht mehr in ihre Quartiere.

Wir haben noch keine gefunden. Die, die wir sehen, sausen vor dem erleuchteten Fenster hin und her – wie jedes Jahr. Sie wissen halt: wo hell, da Insekten. Hoffen wir, daß es genügend für sie sind. Ich hoffe doch – wozu haben wir denn schließlich einen schönen Naturgarten??

Die letzten Tage im Garten

 

Außerdem hat Mudder mir Wildsaum-Saatgut geschickt. Regionales aus dem Rheinland – aber die Eltern können es nirgends säen … also guck ich doch wiedermal, was eine weitere Mischung so ergibt: