Besser spät als nie: Mähfreier Mai

Im letzten Jahr hatte ich erstmals davon gelesen – zu spät. Also dachte ich mir: probierst Du es halt 2022.
Was?
Bei der Aktion „mähfreier Mai“ mitzumachen.

Warum?

Die Rasenfläche macht in den meisten Gärten 50 % oder mehr der Fläche aus, bietet aber keine ökologische Vielfalt. Um den starken Rückgang von Wildpflanzen und Insekten in Gärten und Landschaft aufzuhalten, kann eine andere Mähweise einen wertvollen Beitrag leisten. So kann jeder im eigenen Garten aktiv mit dazu beitragen, die Vielfalt von Blüten und ihren Bestäubern wieder zu erhöhen, ohne sich selbst in der Nutzung einzuschränken.

Geht das überhaupt?

Manche werden behaupten, dies sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, jedoch beweisen Zahlen aus Großbritannien genau das Gegenteil. In England konnte mit dem Aufruf „NoMowMay“ die Menge an Nektar für bestäubende Insekten auf Rasenflächen um das zehnfache erhöht werden. Blütenbesucher finden somit weitaus mehr Nahrung! Von Monat zu Monat nimmt dann der Anteil blühender Wildpflanzen zu. Und das ganz ohne Neuansaat! Die Idee von „Mai Minus Mähen“ ist, die Mähintervalle zu strecken und Teile des Rasens nur noch einmal pro Monat zu mähen.

Die bunte Vielfalt wird sichtbar!

Es zeigt sich, dass die größte Blütendichte auf den monatlich gemähten Stücken entsteht, aus Pflanzen, die durch den Rückschnitt zu erneuter Blüte angeregt werden. Wird hier regelmäßig auf ca. 5 cm eingekürzt, blühen viele Kräuter und der Rasenmäher schafft den Aufwuchs ohne Schwierigkeiten. Auf nur ein bis zwei Mal jährlich gemähten Flächen entsteht neben den Gräsern eine größere Artenvielfalt mit höheren Wiesenblumen, wie z.B. Margeriten, Wiesensalbei und Wilder Möhre.

Wichtig ist, dass das Schnittgut nicht auf der Fläche liegen bleibt, sondern an anderer Stelle kompostiert oder als Mulch genutzt wird. Blühende Wiesenblumen bevorzugen einen mageren Standort, deshalb ist auch keine Düngung notwendig. Ganz ohne Kosten wird die Wiese immer schöner!

Durch gemähte Wege oder Ränder sieht der Garten immer noch gepflegt aus, und die Freude daran, die Rückkehr von Wildblumen und Bestäubern in den Garten zu erleben, lässt sich nicht bezahlen!

Deutsche Gartenbaugesellschaft 1822 e.V.

In diesem Jahr hab ich auch wieder zu spät dran gedacht, erst um und bei in der 2. Maiwoche – aber ich hatte noch nicht gemäht. Schließlich war es in diesem Jahr lange kalt – da war das für uns, die wir ja eh seltener mähen als Andere, einfach noch nicht nötig. Jetzt – ich schreibe dies am 14.5.- hätte ich normalerweise erstmals den Mäher geschwungen, denn so sieht das aus hier:

Kräuterrasen. Vergißmeinnicht, Ehrenpreis – und immer noch Schlüsselblumen! Einfach schön!

der Frühstücksplatz. „Geht noch“, wäre aber mit dran gewesen, hätte ich jetzt gemäht

Hinten. Gänseblümchen und Löwenzahn. Geht auch noch, aber….

Nicht, daß mich die Blüten stören – nein, die Gräser sind’s, die ich als übergriffig empfinde (in die Beete hinein und unordentlich büschelig hoch) – und da merkte ich jetzt deutlich, wie sehr selbst Leute wie ich von den langjährigen Seh-Gewohnheiten geprägt sind. Denn: der Rasenmäher schafft das, also warum ists schlimm, wenn die Gräser unterschiedlich hoch sind? Und die Beetränder muß ich eh immer wieder passen, wenn ich möchte, daß die Beete Beete bleiben.

Hier – „übergriffige“ Gräser an den Wegesrändern.

Schwierig…. Warum eigentlich?? 😉

Eigentlich mag ich auch den Anblick, wenn der Rasen frisch gemäht ist, während ringsum die Beete schier explodieren. Aber den hätte ich ja dann trotzdem einmal im Monat.
Meine Schulter ist eh dankbar für alles, was sie entlastet – und einen vibrierenden Rasenmäher mag sie ü-ber-haupt nicht!!
Mal ganz davon abgesehen, daß selteneres mähen auch Energie spart – mähfreier Mai für Geldbeutel und Energiewende und gegen Putin …. schließlich läuft der Mäher mit Benzin!
Also bin ich sehr gespannt, inwiefern ich den Restmai durchhalte. Und wie sich das aufs Mähverhalten im restlichen Jahr auswirken wird.

Na, wer schließt sich an? Man kann ja auch einen Monat lang vom 17. Mai bis 17. Juni nicht mähen… 😉

 

Isobert 3 – sonstige Anregungen

Vor vielen Jahren, kurz nach Einzug, hatte ich schonmal einen Energieberater hier. Leider keinen, der sich so viel Zeit genommen hat, und auch keinen, der klar gesagt hat, was wie machbar wäre. Was sinnvoll ist (Kosten/ Nutzen), und was nicht. Und wie man rangehen könnte.

So ist zwar in der Zeit Einiges passiert, aber eben doch Vieles nicht, was machbar gewesen wäre in der langen Zeit – viel verpufftes Potential, schade.

Ich liste mal auf, was ab von „Heizung“ und „Fenster und Außentüren“ noch so angesprochen wurde:

  1. Tür zum Wintergarten: das ist ja irgendwie eine Innen- UND Außentür: da der Wintergarten recht kalt ist (weil das heizen Verschwendung ist, seit die Fundamente so abgesackt sind, daß es sogar durch die Wände zieht), kommt durch die verzogene, undichte Tür viel Kälte ins Wohnzimmer. Normale Klebedichtungen sind da, aber unzureichend (es zieht noch immer). Lösungsmöglichkeit: von der Wintergartenseite einen Leistenrahmen in die Türzarge einziehen, der dann vollständig dichtet, auch da, wo es jetzt nicht greift. Und unten zum Boden hin eine Dichtung einfräsen (jetzt ist da ein „Klebebesen“, der aber auf dem Blatt aufgeklebt ist und deshalb gestückelt.
  2. Fußboden Wohnzimmer: das wird aufwändiger, trotzdem ist es verführerisch, mit dem Gedanken zu spielen, endlichein nicht mehr so fußkaltes Zimmer zu haben. Ausgangslage: das Wohnzimmer ist nicht unterkellert. 2014, im Zuge des Ofenbaus, war Isobert ja schonmal hier, das kam dabei raus: *klick* Als der Boden geöffnet worden war, stellte sich heraus: der Boden ist trocken, aber die Luftschicht viel zu hoch, um Dämmung einzublasen. Wir hakten das also ab, weil wir Angst um unseren schönen Pitchpineboden hatten, der hochgenommen werden müsste. Schade, denn: da unser Boden dort verdeckt genagelt ist, ist es durchaus möglich, ihn ohne größere Verluste hochzunehmen. Allerdings sind die ersten beiden Bretter gefährdet, außerdem würde nach bauen eines Ständerwerks mit „Plattform“ und Dämmung oberhalb dieser neu eingezogenen Ebene der Boden dichter (kleinere Fugen) wiederverlegt, also müsste ein kleiner Teil der Dielen doch erneuert werden. Nun hab ich ja, als der Nachbar ein paar Häuser weiter alle seine schönen Böden rausgerissen hat, einige Dielen davon gerettet, die stehn im Schuppen…. Material wäre also da. Wir müssten uns halt bald entschließen, das ganze Wohnzimmer auszuräumen und aufzureißen, denn die werden im Schuppen ja nicht besser. Und vorher natürlich Fachleute drübergucken lassen, ob die Schuppendielen denn wirklich zu unseren passen – Also, mich reizt das sehr, und ich ärgere mich ziemlich, daß wir das nicht gleich nach dem Ofenbau haben machen lassen, als eh alles im Bau war.
  3. Innendämmung: hier geht nichts „eben mal“, nicht einmal, wenn wir „eben mal“ so weit fassen wie unter Punkt 2 😉 Innendämmung bedeutet nämlich, daß man an Leitungen, sowohl elektrische als auch Wasser- und Heizwasserleitungen, ran muß. Da wird wohl lang nix passieren. Die gute Nachricht ist: das geht auch Raum für Raum. Wenn wir also eh mal an einen Raum ran müssen, dann kann man das mit machen. Es käme dann sozusagen ein Ständerwerk 15cm weit im Raum vor die jetzige Außenwand, außen OSBPlatten dran, dazwischen Dämmung.

Beim lesen wird schon klar, wie wohl die Reihenfolge der Dinge sein wird….. Heizung first (samt allen Nebenmaßnahmen), sofern die Handwerker ranzukriegen sind. Parallel wohl die Wintergartentüre, später Haustür und alles andere – mal sehen…..

Momentan warten wir, denn anvisiert ist die Lieferung der Heitung bereits zu Ebde Mai – unter Vorbehalt.

Zu viel auf einmal wollen wir uns nicht aufhalsen, also muß selbst die Planung der anderen Dinge vorerst zurückstehen.

Dies ist KEIN Moos *g*

Zwischen den Trittplatten hinten, wo der Bagger vorletztes Jahr den eh lehmigen Boden hervorragend verdichtet hatte *örks* , da hat sich ein dichter, hübscher Moosteppich gebildet.Dachte ich.

Aber nein, das IST kein Moos! Es ist ein Nelkengewächs namens

niederliegendes Mastkraut (Sagina procumbens)

Dieses kleine Gewächs ist nicht nur einheimisch und sehr häufig, es ist sogar die Charakterart einer Pflanzengesellschaft namens Mastkraut-Silbermoos-Gesellschaft. Es kann verdichteten Boden ab, mag aber nicht, wenn man oft auf es tritt, weshalb es sich gern in Steinfugen ansiedelt. Und es bekommt sogar winzigkleine Blüten!
Hier kann man sich die schön betrachten und noch mehr über das kleine Gewächs erfahren.

Momentan blüht nebenan im den Beet ein richtiger Teppich eines anderen Winzlings, des behaarten Schaumkrauts. Es hat sich offenbar prima dort, wo noch nicht so viel zugewachsen ist, aussamen können.

Ist schon spannend, was sich so tut….

 

 

 

 

Gemütlich??

Scheint mir ziemlich klein, das Nest- sieht nach Rückenschmerzen für Amsels aus. Nuja, sie haben es sich ja so ausgesucht…. Im Souterrain wohnt übrigens noch Niemand….

Fünf von zwölf

Erstaunlich viel Wasser ist noch im Teich, obwohl es jetzt schon wieder seit Wochen nicht geregnet hat – mit Ausnahme eines kleinen Gusses gestern.

So schön grün!!

Es blühen Narzissen, gefleckte Taubnesseln (lila, rechts) und Katerköpfe 😉

Und, die gute Nachricht des Tages: wir haben wieder Internet und Telefon – der Techniker kam um neun, und um halb elf war alles geritzt und funktioniert! PUH!!

Gestern abend musste ich noch den Kopf schütteln: Slowenien und Frankreich haben gewählt, und ich war erleichtert, daß Erstere europafreundlich und letztere einen Spacken gewählt haben, der dafür gesorgt hat, Atomkraft als nachhaltig einstufen zu lassen, aber immerhin nicht mitten im Rußland-Krieg die ganze EU sprengen will. Man wird bescheiden in seinen Wünschen …

Der erste freundliche Tag….

… (vor anderthalb Wochen, nach einer Woche Dauerregen abwechselnd mit Graupel-Sturmzellen im Viertelstundentakt) liess mich morgens gleich hinauseilen, um ein paar Fotos zu machen. Es blühen nämlich alle Schlüsselblumen! Und von denen hab ich viele Arten (wobei ich nicht alle bezeichnen kann)

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  • Die „heimische Schlüsselblume“ hätte ich noch vor fünf Jahren für eine verwilderte Primel aus dem Gartencenter gehalten. Es ist aber die stengellose Schlüsselblume, Primula vulgaris.
  • Ich kannte lange nur die Wiesenschlüsselblume, Primula veris. Die ist auch in der Kräuterrasen-Aussaat gewesen. Letztes Jahr blühte EINE, dies Jahr sind viele winzige zu sehen, von denen die meisten jetzt Blüten schieben 🙂 Die vom letzten Jahr ist viel größer geworden, das lässt hoffen! 🙂
  • „Am Moosstein“ steht die Waldschlüsselblume, Primula elatio. Die finde ich eigentlich am hübschesten. Die Blüten sind schön mittelgroß und ihre Farbe mag ich auch gern.
  • Die letzte Art weiß ich nicht zu bezeichnen. Der GrafOlaf sagt, bei ihm (Teutoburger Wald) wächst „seine“ überall wild, sie hat viel größere Blüten als die Wiesenschlüsselblume, und im Gegensatz zu unseren hier einheimischen ebenfalls großblütigen „stengellosen“ ein dunkelgelbes Blütenzentrum .

Eine Naturgarten-Bekannte sagt, die mischen sich leider wild untereinander, wenn man sie zu nah beieinander „hält“. Abwarten, ich mag sie alle und möchte keine wegtun.

Wohnraum schaffen?

So ist das richtig:

Aufstocken statt Zersiedelung mit Neubaugebieten: Die Vögel machen uns das vor! Wann die Amsels das allerdings hingekriegt haben, ist uns ein Rätsel. Denn eigentlich ist dieser neu aufgehängte Nistkasten vom Küchentisch aus gut im Blick, aber wir haben noch nie einen Vogel dort gesehen…. und dann der Blick hoch, und das!

Unglaublich fix von der Planung zum fertigen Bau – wirklich vorbildlich!

Nun hoffen wir mal, daß die Statik nicht der kurzen Planungszeit zum Opfer gefallen ist. Die letzten Sturmtage hat das Bauwerk schon mal sehr gut überstanden 🙂

Überhaupt, die Vögel! Gestern am Futterplatz:

  • Amseln
  • Stare
  • Haussperlinge
  • Feldsperlinge
  • Kohlmeisen
  • Blaumeisen
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Buchfinken
  • Distelfinken – zeitweise 5 Stück
  • Grünfinken, uuuuuund, tadaaaaaa,
  • ein Bergfinkenpärchen!

Der anfänglich so verschmähte Sonnenblumenkernbruch ist derzeit echt der Hit!! Auch ein Dompfaffenpärchen lässt sich regelmäßig sehen.

Vier von zwölf

Schon wieder der 25.! Die Zeit rennt!! In der letzten Zeit war es ebenso trocken wie letzten Monat naß, außerdem hat es jede Nacht noch gefroren, während tags die Sonne schien – bei 6-14° (ab Wochenende soll es wieder kälter werden) Ergebnis:

Es sieht nach wie vor recht winterlich aus um den Teich. Aber ich habe den ersten Molch gesehen! 🙂

Die Schneeglöckchen sind fast verblüht, dafür gibt es jetzt Scilla, Lerchensporn, Wald-Goldstern, Buschwindröschen und Co – und die allerersten Schlüsselblumen. Noch sehr zaghaft. Davon später mehr, wenn sie richtig aufgeblüht sind.

 

Isobert 2 – Fenster und Türen

Als wir mit dem Energieberater unsere bisherigen Renovierungen durchgesprochen haben, kam natürlich die Rede auch auf Fenster und Türen. Eine Zeit lang war mir etwas mulmig, denn wir mussten feststellen, einige recht wichtige Details (also – wichtig für die Dämmwirkung und die Bauteile selbst) bei unseren brandneuen Holz-Alufenstern und -türe n weder abgefragt noch gesagt bekommen hatten.

Also, sollte Jemand hier in nächster Zeit Fenster oder Türen neu bekommen, achte er oder sie auch auf dies:

  • Dreifachverglasung ist heutzutage Standard. Obwohl prinzipiell die Regel lautet: „kein Bauteil besser (in der Dämmwirkung) als die Wand“ – damit nicht die Wand nachher feucht wird, wg. Wärmebrücke – gilt doch für Bauteile, die so lange halten sollen wie Fenster und Türen, daß es nicht grad sinnvoll ist, Technik von vor (zB) 30 Jahren zu verwenden, weil die Wände vor 30 Jahren gedämmt wurden.
  • Diese Dreifachverglasung sollte in „warmer(?)“ sitzen. Ich weiß das Wort nicht mehr, es ist aber leicht zu sehen: in älteren Fenstern ist zwischen den Scheiben silbern Glänzendes zu sehen. Kalte (…). In neueren ist das hell. Warme (…), ein Material, das nicht zwischen den Scheiben Wärmebrücken entstehen lässt, wenn ichs richtig verstanden hab. Was man auf dem Foto des alten Fensters leider auch gut sieht, ist, daß die Dichtung zwischen Rahmen und Fenster gern mal schwarz wird. Ein Zeichen, daß sich dort am Fenster Feuchtigkeit sammelt. Man wird sehen, wie das bei den neuen Fenstern wird.

    Ein neues Fenster auf heutigem Stand der Technik mit unseren Holzalufensterwerten spart gegenüber den alten im Jahr mehrere Liter Öl ein, sagt der Isobert, das kann man genau ausrechnen! Leider hab ich vergessen, wie viele Liter, und der Herr F. wusste es auch nicht mehr.

  • Auch auf die Türschwelle solltet Ihr achten (bei Außentüren): unsere Haustür zB ist nach altem Brauch aufgebaut: Terrazzo drin, dann eine Metallschiene, außen der Backstein (bzw der Beton, mit dem die damals – vor unserer Zeit – neue Haustür sehr schlecht eingepaßt wurde) des Treppenaufgangs.

    Allerbeste Wärmeleitung von innen nach außen….. Die neuen Türen haben eine warme Schwelle, d.h. eine Schwelle, die innen und außen ohne Wärmebrücke voneinander trennt, so daß die Wärme von drin nicht nach draußen „gezogen“ wird. An unsere Haustür sollten wir „ran“, der Isobert meint, man unterschätze sehr, wie viel mit solchen dann gestopften Kältelöchern eingespart werden kann.

  • Dann wären da noch U-Werte.Bei Fenstern werden grundsätzlich drei U-Werte unterschieden:
      • Uw (w = window): Gesamtwert des Fensters
      • Ug (g = glazing): U-Wert der Verglasung
      • Uf (f = frame): U-Wert des Rahmens. Da manchmal wohl nur Ug angegeben wird, weil der sich am besten anhört, aber für Dämmende Uw wichtig ist, ist das gut zu wissen

Tja, wie gesagt – mulmig!! Gerade neue Fenster bekommen, und auf sowas null geachtet – also los, Fenster gucken. Zum Glück gabs Entwarnung, unsere neuen sind in jedem Bereich vorbildlich. 🙂 Und Isobert hält auch Holz-Alu-Fenster für die momentan umweltfreundlichste Lösung, weil sehr langlebig, sehr gut dämmend und später gut recyclebar. Puh!

Meine Bedenken, was die Vollausstattung der Mieterwohnung mit diesen Fenstern angeht, sind aber wohl nicht ganz unberechtigt. Des Mieters Wohnung ist klein, voll – und baulich nicht gerade vorbildlich: als Ex-Stall mit einschaligem Mauerwerk, davor nur 6 oder 8cm Rockwolle, Luftschicht, halbe Verblender – weil einfach zu wenig Platz unterm Dachüberstand gewesen war. Das heißt: eh Feuchtigkeitsanfällig. Wenn dann die „automatische Lüftungswirkung“ *seufz* der nicht sooooo dichten alten Fenster wegfällt, könnte das bös enden. Es gibt eh schon immer wieder mal Schimmel…. eventuell könnte da tatsächlich eine Lüftungsanlage helfen – die sind wohl nicht mehr so doof wie sie mal waren. Meine Vorurteile „es zieht“, „kann man denn da noch lüften?“, „das ist doch sauteuer, und in eine alte Wohnung schlecht nachzurüsten“ ziehen wohl alle nicht mehr so. Dazu evtl später, ich soll Info-Links bekommen.

Genug für heute, die versprochenen „relativ einfachen und kostengünstigen Maßnahmen“ kommen dann in Folge drei….. 🙂

Isobert 1 – Heizung

Der Energieberater war da. Und dessen Firma hat den schönen Namen ISOBERT 🙂
Ein Mann, der seit 30 Jahren in dem Bereich tätig ist, und zwar „auf Öko“, will heißen: der hat das schon allerhand mitgekriegt und gemacht. Sehr spannend für uns. Drei Stunden lang gab es Input, Input, Input!

Der Traum von Solarthermie ist allerdings ausgeträumt. Zu viel Schatten. Überall. Und die Kombi Wärmepumpe/ Heizung macht wenig Sinn: zu viel Technik, zu anfällig, zu teuer für zu wenig Nutzen.

Was bleibt sind Pellets. Seit ich weiß, daß es inzwischen welche gibt, deren Herkunft unproblematisch ist, bin ich denen gegenüber nicht mehr negativ eingestellt, aber schöner wäre es halt doch gewesen, ganz ohne „Verbrennen“ auszukommen. Eine Wärmepumpe wäre der Wunsch gewesen. Nuja, was nicht geht, geht nicht. Hilft ja nix.
Den Öltank für Pellets umzurüsten wird teuer und kompliziert: Erst die Reinigung, dann Innenaus- und -umbau. Da ists günstiger, den alten Tank abzubauen und zu recyceln und einen auf Pellets ausgerichteten hinzustellen.

Nun hat der Isobert sämtliche Daten aufgenommen (Fenster, Dämmungen, wo was wie viel und wie gut oder schlecht….), um uns demnächst eine Berechnung zu schicken, welche Kilowattleistung wir brauchen, und dann können wir einen Förderantrag stellen, der uns wahrscheinlich einige tausend Euro sparen wird.

Okay, so weit, so gut.

Von einer Ölheizung mit nur in Teilen gedämmten Leitungen auf eine Pelletheizung umzustellen, wird aber noch mehr Folgen haben als nur eine andere Heizung zu haben:

  • unser Keller wird kalt werden. Und, wenn wir dort weiter unsere Wäsche aufhängen, auch feucht. Denn die neue Heizung wird wesentlich weniger Abwärme produzieren. Das heißt dann auch,
  • daß wir die Treppe von unten dämmen müssen, damit keine Wärmebrücken entstehen, ebenso
  • müssen wir die beiden Wände dämmen, die den Kelleraufgang von beheizten Zimmern trennen (Bad und Flur)
  • und, damit die Kälte nicht hochkriecht, auch die Kellerdecke. Das war bislang an den vielen Leitungen gescheitert – wenn sich da eh alles ändert, kann man den Umbau wunderbar zum dämmen nutzen.

Okay, los gehts …. hoffentlich bald ….. den Heizungsmenschen hab ich schonmal angerufen – AB, mal gucken, ob und wann er zurückruft. Die Berechnung fehlt noch, trotzdem kanns nicht schaden, einen Termin wird es ja auch nicht übermorgen geben…. die Wartezeiten bei Handwerkern und Ärzten sind ja inzwischen überall legendär lange.
„Unsere“ Firma bietet wohl diese Pelletsheizungen an, soweit Isobert weiß: SolarFocus Er selbst hat diese: ÖkoFen
Ich will mich da in den nächsten Tagen büschen einlesen, bevor der Heizungsmensch und die Berechnung kommen und es konkret werden kann. Spannend wird noch, inwieweit Handwerker- und Materialmangel unsere Vorhaben beeinträchtigen…..

Aber da sind noch einige andere Dinge, die wir mit dem Isobert besprochen haben, die wir relativ kostengünstig mit recht großem Effekt tun können (und wollen)

Später….. 🙂

Drei von zwölf

Endlich mal wieder Teichfotos 😉

Keine weiteren dramatischen Entwicklungen hier. Man sieht, daß der Pegel schon wieder mächtig gesunken ist, obwohl die vorhergesagte trockene Periode immer wieder nach hinten geschoben wird. Aktuell heißt es, ab heute nachmittag regne es nicht mehr und die Sonne komme raus.

Zum Vergleich:

Januar

Vor 3 Tagen. Nicht derselbe Blick, aber Ihr seht, als Anhaltspunkt, die Mirabelle liegen. Die Steine, die man auf den großen Bildern vorne links sieht, sind unter Wasser, in der Flucht Mirabelle- Teichrand weiter oben, wo er noch zu sehen ist.

Übergelaufen

Ihr müsst verzeihen, wenn ich Euch momentan damit zuspamme.

Nach zwei Stunden Regen war gestern der Teich wieder übergelaufen. Ich brauche für mich diese Filmchen, ich erzähle Euch da auch, wozu.

Es zwingt Euch ja Keiner, Euch das Elend anzusehen, und ab Mittwoch soll’s dann auch trocken bleiben – ich hoffe sehr, Euch dann nicht vom leerschöpfen des Kellers berichten zu müssen 😉

Also NOCH ein Teichrundgang, hier:

Doch noch landunter.

Gestern Abend war der Teich übergelaufen. Das Gebüsch, der Gierschgraben hinterm Hügelbeet, der gesamte Weg hinter den Teichumrandungssteinen – alles unter Wasser, die Steine nicht mehr zu sehen.

blau: die Oxbek. Kreuz o.l.: Böel, Kreuz u.r.: Brebel. Die Straße sieht man ja.

Es ist so unklar, wohin das Wasser als nächstes geht. Kein gutes Gefühl. Wir werden, wenn wir das alles soweit „durch“ haben, im nächsten Jahr doch noch einen Überlauf in die Au anlegen, und wenn wir den die nächsten 30 Jahre niemals brauchen, dann freuen wir uns. Das kann übrigens sein, denn so viel Wasser wie jetzt hatten wir eigentlich erst ein einziges Mal . Ich messe es gedanklich immer über die Senke kurz vor Brebel. Da fließt die Oxbek durch ein weites, tiefes Tal, obendrüber geht die Straße. Im Tal sind nur Pferde- und Kuhkoppeln, und das hat einen Grund, denn die Oxbek entwässert ein weites Land (unter anderem fließt auch die Entwässerungsau hinterm Haus irgendwann in sie), und schwillt oft ordentlich an. Zur Zeit ist dort ein einziger, großer See bis weit ins Höhergelegene, das Wasser füllt nach und nach das Tal. Ein einziges Mal zuvor habe ich das so gesehen, das war vor Jahren: die Pferde und Kühe hatten nur noch wenig Platz an den oberen Rändern ihrer Koppeln, alles andere war Wasser. Und wenn wir uns recht entsinnen, war DAS die Zeit, in der wir dann den Keller unter Wasser kriegten. Jetzt ists wieder so.

Heute morgen plätschert zwar weiter das Bächlein vom Acker in den Teich, doch die Steine sind wieder zu sehen, der Gierschgraben auch, nur noch der unterste Strauch des Gebüschs hat die Füße im Wasser.

Blöder als das mit dem Teich (da nervt mich vor allem der massive Nährstoffeintrag vom Acker samt Pestiziden. Ich hoffe, der Teich kippt im Sommer nicht) ist, daß jetzt doch wieder Wasser im Kellerloch steht, das wir ja extra, um den Erfolg unserer Maßnahmen zu kontrollieren, offen gelassen hatten. Bisher stehts bis knapp unterm Estrich. Ich schätze, das das jetzt kein Oberflächenwasser ist, sondern daß bei diesen Wassermengen schlicht das Grundwasser drückt. Müssen wir im Auge behalten und rechtzeitig Alles hochstapeln, sollte es naß werden. Habe mal das Loch soweit leergeschöpft (kleines Loch, 3 10-L-Eimer. Das drückt ordentlich nach), zum beobachten.

Übrigens: es regnet. Zwar nicht heftig und nicht ohne Unterlaß, aber es regnet. Erst für Mittwoch ist ein Ende der Sturm- und Regengebiete angesagt.

Man darf gespannt sein.

Et hätt att wedder joot jejange!

Der Keller ist trocken, der Teich – eben so – in seinen natürlichen Grenzen, der Sturm ohne Schäden bei uns und in der unmittelbaren Nachbarschaft anzurichten abgezogen.

Erstaunlicherweise ist der Wasserstand ringsum sogar niedriger als gestern nachmittag: hinten die Wiese ist nicht mehr unter Wasser, ebenso der Schneebeer-Tagebau. Das ist wohl alles in den Teich geflossen. Der Bach ist versiegt. Aber unter unseren Stiefeln quatscht der Boden, und es soll noch bis nächsten Donnerstag ordentlich weiterregnen. Mal abwarten. Momentan ist es trocken. Jeder Liter, der in die Au fließt, ist gut für uns…. Eine braune Brühe ist jetzt im Teich, und der Acker ist ja voll mit Glyphosat und Kunstdünger, das ist großer Mist, daß davon jetzt allerhand im Teich ist.

Kannste machen nix.

Aber seht selbst- leider hört man den Wind sehr, aber, wenn Ihr ein paar Sätze nicht versteht, wisst Ihr: die Fjonka hat eh nur rumgesabbelt 😉

 

Heute nachmittag gegen fünf

Der Acker hat jetzt einen großen See….

….und dieser See fließt übers Beet ….

plätschernd in den Teich ab 😦

hier, rechts, sieht man die braune Brühe als Strich. Das Zuflußrohr ist schon ein gutes Stück unter Wasser, und gegenüber ist fast der Uferrand erreicht. Im nächsten Bild rechts zu sehen.

Es ist erschreckend,

wie groß der Teich ist, und wie dicht am überfließen- in so kurzer Zeit

Diese Fotos hat der Herr F. gemacht, als ich auffe Arbeit war.

Es regnet weiter.

Der Keller ist noch trocken. Der Orkan hat gerade seine höchste Windstärke erreicht, wird aber noch die Nacht über anhalten. Wie es wohl morgen bei uns aussieht?