Eingesät

Am 19.9. hab ich ihn endlich eingesät, meinen mähbaren Kräuterrasen. Und gewalzt. Nun heißt es abwarten.

Vorn, in dem wegen des längere Zeit dort gelagerten Sandes etwas kahlen Fleck, habe ich 2 Sorten Klappertopf gesät. Das ist ein Halbschmarotzer, der an Graswurzeln schmarotzt und dadurch, wenn er denn mal Fuß gefaßt hat, die Gräser ein wenig im Zaum hält. Allerdings braucht er zum keimen Frost und Schnee, und er ist ziemlich anspruchsvoll …. mal abwarten.

30.9. Überall Sämlinge!

Keine Ahnung, was da keimt, jedenfalls nix, was aus dem Kiesgemisch kommt, denn zumindest die am häufigsten zu findenden Keimlinge sehen unbekannt aus. Müssen wohl aus der Mischung sein 🙂 Und das ist drin:

Der Reiherschnabel hat gefiederte Blätter, sonst keins davon. Wird der wohl sein….. als Pionierpflanze muß er ja eh schnell sein, das paßt 😉

In den letzten zehn Tagen sind Bucheckern über Bucheckern gefallen – so heftig wars noch nie. Auf der Straße ist eine glitschige Schicht, und vom Bürgersteig und aus der Gosse haben wir in drei Etappen zehn hoch volle Schubkarren voller Bucheckern entfernt – und schon wieder liegen da welche…. natürlich werden auch die zarten Sämlinge von oben unter Beschuß genommen, und liegen danach im Dunklen. Einmal habe ich bereits vorsichtig abgerecht, und das werde ich sicherlich mindestens noch einmal tun. Wenn auch ungern, zu groß ist die Angst, die Kleinen kaputtzumachen.

Von den Katzen gibt es nicht viel neues. Oder vielleicht doch, dies: Elsa kann nun allein auch die widerständigere Magnetklappe zum Wintergarten bedienen. Wir müssen jetzt also höllisch aufpassen, wenn wir rein und raus gehen *gg* Und Mauski freut sich über ein Büschel Gras von draußen, das ich in einen alten Nachttopf gepflanzt habe, nachdem mir aufgefallen war, daß er immer wieder an einer Zimmerpflanze zu kauen versuchte. Sonst ist alles beim alten: Elsa schießt munter treppauf und treppab, Mauski beobachtet unser Tun aus sicherer Sofa-Ecke und bewegt sich nur zum Klo, zum fressen und mal auf ein anderes Plätzchen im grünen Zimmer. Meist haut er ab, wenn man sich neben ihn setzt, kommt später zurück, bleibt aber in Nicht-anfaß-Distanz. Jedes unbekannte Geräusch, jede heftige Bewegung erschreckt ihn, es ist wirklich schwer anzusehen. Wir hoffen auf Zeit und spielen – zaghaft macht er mit, im liegen oder sitzen, in seiner Sofaecke (ja, auch das war schon besser – das ist das schlimmste: daß wir RÜCKschritte sehen im Vergleich zu der Zeit, bevor er sich ins OG geflüchtet hatte) Und weil Mauski sich so wenig bewegt, sind seine Krallen so lang, daß er viel hängenbleibt. Auch das: doof für ihn.

Geduld, Fjonka, nur Geduld!!!!! 😉

 

 

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Dürre???

Es regnet.

Seit ein paar Wochen wieder öfter, und doch war, als ich am Donnerstag heim kam von meiner Fortbildung, der Gartenteich schon wieder sehr geschrumpft. Seit gestern abend regnets nun andauernd, zeitweise auch stärker (übrigens auch Bucheckern, unglaublich – ein kleiner Windstoß und es prasselt nur so runter!!) – Zeit für einen Rückblick auf die große Dürre. War es wirklich sooooo schlimm? Mein Gefühl war ja immer „na, sooooo schlimm ist das doch nun auch wieder nicht“ – und doch nimmt zumindest meine Lieblingsbuche, von der ich ja schonmal geschrieben hatte, die Dürre offenbar übel. Hoffentlich nicht auf Dauer!
„Gefühlte Trockenheit“ ist wahrscheinlich ähnlich zuverlässig wie „gefühlte Temperatur“. Was also ist wirklich los gewesen?

Bei naturaufdembalkon geb es letztlich einen sehr interessanten Link dazu! Es gibt nämlich einen DÜRREMONITOR! Hier kann JedeR nachgucken, wie weit sein Heimatort von der Dürre seit letztem Jahr tatsächlich betroffen ist. Insgesamt ist spannend oder besser gesagt erschreckend, daß es in den meisten Teilen des Landes lange Zeiten über bis in Tiefen von 1,80m staubtrocken ist oder zumindest war. Heftig!

Dürre bezeichnet die Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015), keine absolute Trockenheit.

Will heißen, die Bilder dort sind relativ und nicht absolut zu lesen. Das zur Einordnung, es macht es allerdings nicht besser….

Wenn man sich das nun für unsere Gegend anschaut, dann siehts recht gut aus eigentlich. Weiß bis gelb, egal ob für die oberen oder die tiefen Schichten, da stimmt mein Eindruck offenbar – aber es gibt auch einen Rückblick auf letztes Jahr, und da gibts im Winter auch bei uns knalliges „rot“ für „extreme Dürre“.

Na, es wird spannend zu sehen, wie das weitergeht. Eigentlich wünscht man sich jetzt viel Nasses von oben – aber ich persönlich tendiere trotzdem ganz egoistisch dazu, mir noch einen sonnigen Herbst zu wünschen und wenig weiß im Winter. Abwarten….

 

Buchen und Eiche und…

Letztens war wiedermal der Baumpfleger da, ein anderer diesmal, den wir beim Insektentag in Unewatt kennengelernt hatten. Er scheint uns die richtige (baumfreundliche) Einstellung zum Baumschnitt zu haben, macht außerdem Gartenanlage für naturnahe Gärten und Seminare, Exkursionen etc zum Thema Wildbienen und Wespen- und Hornissenumsiedlungen. Zum gucken, was wir uns vorstellen und was nötig sein könnte war er schon hier. Und sah diesen hier, den auch ich schon als möglichen Überltäter ausgemacht hatte:

Es ist der Riesenporling (Meripilus giganteus)

Das Auftreten dieses Schwächeparasiten deutet auf zersetzte Wurzeln hin und weist somit auf eine Gefährdung der Standsicherheit hin! Er zersetzt die Wurzeln zunächst von unten und bildet später eine intensive Weißfäule bis in den Stammfuß aus. Sofern bereits Vitalitätseinbußen in der Krone erkennbar werden ist von fortgeschrittener Wurzelzersetzung auszugehen!

Oberweiser

Ups. Allerdings befindet er sich am Fuße der noch in Vor-Blog-Zeiten abgetragenen Buche mit dem Druckzwiesel. Trotzdem müssen wir das im Auge behalten, denn diese Buche stand ja genau zwischen zwei anderen, ganz dicht, und wer weiß, ob der Porling nicht auch in deren Wurzeln übergeht!?

Ansonsten gilt es noch, bei den Nachbarn der brandkrustenpilzbefallenen gefällten Buche gut nachzusehen (alle fünf Jahre wurde uns empfohlen – sechs sind schon wieder rum, huschusch, ehe ichs bemerkt hatte), ein paar Pflegeschnitte sind nötig, und auch die Eiche mit den Sanddünen von den gefräßigen Käferlarven muß er sich genauer ansehen. Sowie leider auch meine Lieblingsbuche, die heftige Trockenschäden zeigt. Insgesamt haben die Buchen in diesem Jahr sehr kleine Blätter ausgetrieben und sehr viele Bucheckern bekommen. Die Kronen sind dadurch erheblich lichter als sonst. Da lag die Vermutung nahe, daß sie im letzten, trockenen Jahr gelitten haben, aber wir hatten gedacht, das sei eine vernünftige Reaktion: kleine Blätter verdunsten weniger, Eckern sichern den Nachschub, falls es doch schlimm werden sollte…

lichte Krone, oben kahle Zweige… nie war der Garten so sonnig wie in diesem Jahr, denn auch die anderen Buchen sind lichter als sonst. Mein Liebling sieht aber am schlechtesten aus.

Aber inzwischen habe ich schon mehrfach gelesen, daß Buchen üble Trockenschäden erlitten haben bis hin zum Tod, und auch bei meiner einen kann es durchaus sein, daß sie sich nicht wird erholen können. Die nächsten Jahre werden’s zeigen, aber erst einmal müssen wir gucken, ob es akute Gefahren abzuwenden gibt.

Das wird spannend ….. und hoffentlich nicht ZU schlimm….. am 5.10. gehts los mit genauer Begutachtung und ersten Taten.

Wiese

Ganz sicher hab ich doch davon berichtet, daß ich vor zwei Jahren oder so begonnen hatte, die schattige, trockene Wiese unter den Buchen anders zu behandeln – aber ich finde es nicht wieder!

Also von vorn:

unser Garten hat ein Stück, das man wirklich zu nix gebrauchen kann :

  • es liegt direkt unter den großen Buchen gen Nachbars und ist damit sehr schattig
  • es ist abschüssig Richtung Frühstücksplatz und ist damit (und wegen der Buchen, die ihre Wurzeln drunter haben) recht trocken und schwer „be-sitz-bar“
  • es ist vom Bürgersteig aus voll einsehbar und
  • dort windet es eigentlich ständig

Viele Jahre lang hab ichs einfach mitgemäht, wann immer ich den Rasen mähte und schon was gewachsen war (also etwa 5-6x jährlich, das Gras wächst dort wegen all der Gegebenheiten recht langsam). Im Frühling sind dort botanische Krokusse, die ich in Etappen gepflanzt habe und Narzissen, danach nur noch Gras.

Irgendwann hab ich mir gedacht: „Warum mähst Du das eigentlich immer mit, es wird ja doch nicht begangen!?“, und habe seitdem nur noch 1-2x jährlich gemäht, wenn es Party gab (denn dazu taugt das Stück) und zum Herbst.

Das ist natürlich nix, wenn frau

  1. einen Naturgarten haben möchte und
  2. lernt, daß viele Schmetterlingspuppen an Gräsern überwintern oder Raupen an ihnen fressen

Also kam mit einem ziemlich tollen Artikel in unserer Mitgliedszeitschrift ein Drei-Stufen-Plan zum tragen. Drei Felder hatte nun die Wiese.

Oben das Feld ist gut für blühende Pflanzen, gemäht wird im Juli und im Oktober

Mittleres Feld : Mahd nur im Oktober, für die „neue Generation“ von Insekten und die „Auswanderer“ aus gemähten Bereichen

und im unteren Feld wird nur Mitte Juni gemäht, hier können Larven und erwachsene Insekten gut überwintern und die Larven sich bis zur Mahd entwickeln und schlüpfen.

Im letzten Jahr ist ab Juni allerdings fast nix gewachsen, Trockenheit sei Dank.

Juni 2018, VOR der 1. Mahd und der langen Trockenheit. Vorne, bis etwa Hinterkante Tisch, sind inzwischen Mauer und Kräuterrasen-Stück

Aber in diesem Jahr sieht man, wo die Felder sind – und Feld 3 ist etwas geschrumpft, zugunsten der Mauer mit Kräuterrasenbereich davor.

1.9.19 Dieselbe Perspektive, jetzt mit Rückseite der Mauer. Der Sand dahinter wird ja noch mähbarer Kräuterrasen, dahinter die drei Felder

Das ist natürlich alles ein Versuch im Miniaturformat – aber je mehr unterschiedliches im Garten, desto mehr Chancen für unterschiedliches, zu leben. Seit ich nur noch selten mähe und, wichtig, auch das Gemähte immer konsequent nach ein paar Tagen abstransportiere ist schon ein wenig was geschehen: es sind jetzt Gundermann, Ruprechtskraut und am Rand auch Veilchen in der Wiese, immerhin. Und seit die Gräser blühen sehe ich erst, wie viele verschiedene da sind!

Was schlecht ist: ich mähe bislang mit meinem normalen Rasenmäher, auf höchster Stufe. Damit häcksle ich allerdings auch Insekten mit…. aber mit Sense kann ich nicht. Ich habs versucht, das Gras ist zu zart. Ich krieg mit Sense nur Brennesseln und Giersch einigermaßen ab. Balkenmäher wäre gut, die gibts inzwischen auch für Handbetrieb. Aber da muß ich mich noch kundiger machen: gehen die auch für den Rest (Rasen)? Schön wäre auch, richtig sensen zu lernen – aber wo und wie???

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird 🙂

Prädikat: nicht lernfähig!

Gestern:
Gehe raus in den Garten. Die Sonne scheint, wie schön! Möchte mich ausruhen, diese erste Arbeitswoche nach drei Wochen „krank“ hat es in sich: gleich FÜNF Tage (normalerweise arbeite ich ja 3 oder 4), und dann ist der eigentlich freie Tag auch noch von zwei Stunden Arbeit unterbrochen, Notfall. Sowieso ist „ausruhen“ relativ: Termine und in diesen einen freien Tag gepacktes sind bereits erledigt oder warten noch.

Also einmal durch den Garten schlendern, dann schön mit dem Buch hinsetzen und die Sonne genießen!

Anderthalb Stunden später finde ich mich neben einem großen Haufen Ranken und Zweige wieder, der Rücken schmerzt, die Hände ebenso. Huch, was ist passiert?????

Bei meinem Gang war mir aufgefallen, daß die böse Sigone derzeit lange Ranken bildet und vom Tunu-Gebüsch aus auf dem Weg ist, Gebiete zurückzuerobern, aus denen ich sie bereits erfolgreich verbannt hatte. Das geht natürlich nicht, also weg mit den Ranken – und dann auch gleich samt der Wurzeln, von denen sie ausgehen. Zwei Meter entfernt. Mitten im Gebüsch. Da sind noch viel mehr…. und da…. und da….. und – was ist DAS!? Der Hartriegel hat Bodenabsenker gebildet, die schon Wurzeln getrieben haben …. das will ich da aber nicht, so hat das Pfaffenhütchen, das ich dorthin umgepflanzt hatte, keine Chance! Raus damit….

Tja. Heute und morgen arbeiten mit Händen, die nur schlecht greifen können und einem Rücken, der trotz Massage zwickt und zwackt.

Prädikat: nicht lernfähig!

Und jetzt setze ich mich mit meinem Zweitfrühstück GANZ IN RUHE IN DEN SONNIGEN GARTEN

 

 

Neulinge 1: Saattüte „Druiden“

Angeblich insektenfreundliche Saaten-Mischungen sind ja derzeit der ganz große Hit in den Supermärkten. Meist sind auf Effekt ausgelegte Billigsaaten drin; hübsch anzusehen im ersten Jahr, wenn sich Honigbienen und Hummeln auf Phacelia, Kornblume und Klatschmohn tummeln – im 2. Jahr schon ziemlich ausgedünnt und im 3. ärgert sich der gutmeinende Kunde, daß da ja „nur“ noch Gras, Brennesseln und/ oder „ortsübliches Unkraut“ unscheinbar vor sich hin blühen und ergänzt frustriert seine Kiesschüttung, wo er zuvor durch die 10 qm „Insektenmischung“ das gute Gewissen aufrechterhalten hatte.

Ja, ich weiß, das ist jetzt sehr zynisch. Ich will damit auch weniger den Insektenmischung kaufenden Gärtner kränken, sondern ein wenig übertrieben zeigen, was das Problem mit vielem ist, was „Hype“ ist: es wird billig in den Super- und Baumärkten verwurstet, und hier ist oft eben nicht auch gut, was günstig ist. Weil die „Effekttütchen“ halt zum größten Teil Einjährige enthalten. Die schön bunt sind, aber außer für Honigbienen und Hummeln nicht sehr viel Attraktivität haben – und sich nicht lang halten,

  1. weil Ackerbegleitflora (Mohn, Kornblume, Kamille und Co) auf bearbeiteten Boden zur Keimung angewiesen ist, einjährige Sommerblumen (oft um 90% des Inhalts der Tütchen) sich meist nicht weiter aussäen, weil sie die Witterung hier nicht vertragen (siehe Punkt 3) oder sich gegen die wieder aufkommenden Gräser nicht durchsetzen können. Es muss also nicht nur eine neue Tüte gekauft werden, sondern für eine erneute Einsaat auch der Boden umgebrochen werden – der Tod für alle Insekten, deren Larven in abgestorbenen Halmen oder in Bodennähe überwintern.
  2. weil am buntesten nunmal Blumen auf Magerstandorten blühen – deren Saaten sich aber auf unseren fetten Böden in S-H nicht wohl fühlen.
  3. weil zum größten Teil nicht einheimische Pflanzen in den Tüten sind, die zwar hübsch aussehen, aber unseren gefährdeteren Insekten nunmal nicht weiterhelfen, da diese zT, wie ichs schon mehrfach berichtet habe, nunmal auf Pflanzen angewiesen sind, die es hier natürlicherweise gibt – um ihre Jungen aufziehen zu können. Und da helfen Schlafmützchen, Cosmeen, Kokarden, Ringel- und andere Sommerblumen nicht wirklich weiter

Jedenfalls ist das, was da verkauft wird, sehr oft nichts als ein hübsches, aber wenig nachhaltiges Blumenbeet. Und auch die bunten Blühstreifen am Ackerrand enthalten zahlreiche nicht einheimische Arten, die von den meisten gefährdeten Insektenarten nicht genutzt werden können, denn ihre Blühmischungen sind auf die Bedürfnisse von Honigbienen zugeschnitten.

Das war jetzt eine lange, aber wichtige Vorrede für das, was ich eigentlich berichten will::

Wir haben beim Gottorfer Landmarkt ein Tütchen mit „Insektenmischung“ von der Druidenloge geschenkt bekommen. Der zugehörige Mensch sagte zum Herrn F. auf dessen Frage: Dochdoch, das seien einheimische Pflanzen. Hmmmmm –
tatsächlich zeichnet sich eine vernünftige Saatmischung schonmal zuallererst dadurch aus, daß draufsteht, was drin ist! (Obwohl das leider im Umkehrschluß nicht heißt: überall, wo was draufsteht ist auch Gutes drin)
Hier jedenfalls gab es tatsächlich eine lange Liste. Deshalb hab ich mir die Tüte auch aufgehoben und einen Test gemacht. Mal gucken, was drin ist von dem, was draufsteht. Und was bei mir wächst. Und ob es tatsächlich einheimische sind.

Durch den Mauerbau war ein kahler Fleck entstanden, wo vorher das „Baustoffdepot“ gewesen war. Den habe ich, weil einigermaßen sonnig, mit dem Tütchen eingesät. Und tataaaa, inzwischen keimt einiges.

Leider auch so einiges, das auf „schon wieder so ein sinnloses Billigzeugs“ hinweist – aber nicht nur. Und so habe ich mich mal dran gegeben, die lateinischen Namen nachzugucken, mir die deutschen rauszuschreiben und das ganze mit dem, was ich schon erkennen kann, abzugleichen:

die Häkchen im Kreis sind die Pflanzen, die ich bereits entdecken konnte. Die Punkte dahinter bedeuten „hatte ich schon vorher im Garten“. Das Bild ist groß und kann zur besseren Lesbarkeit angeklickt werden

Auf dem Tütchen gab es 2 Abschnitte (bei mir links und rechts getrennt), es stand aber nicht da, was das zu bedeuten hat. Wenn man jetzt abgleicht, sieht’s für mich so aus: links sind die großenteils tatsächlich einheimischen und durchaus sinnvollen Pflanzen – rechts der „Füllstoff“, der schon reichlich keimt.

Bereits blühendes:

  • Lein,
  • Boretsch,
  • Mohn,
  • Koriander,
  • Dill,
  • Kornblume,
  • wilde Malve,
  • Phacelia und
  • Schwarzkümmel.
  • September: Färberkamille und
  • Ringelblume

Schwarzkümmel, Dill, Koriander, Boretsch und Phacelia sind schonmal nicht einheimisch. Mohn und Lein hab ich nicht nachgeschaut, die Malve ist eine einheimische. Und die Kornblume ist eine Sorte, denn sie ist pastellblau statt wie die einheimische kornblumenblau. Das geht leider also nicht gut los, wenn es auch alles Pflanzen sind, die von Insekten zumindest als Nahrungsspender gemocht werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich bin gespannt, was sich weiter tun wird und werde das unter Beobachtung halten! Einige Keimlinge habe ich ja schon identifizieren können (siehe „Haken im Kreis“), aber es ist ja noch genug Potential, sowohl in der Liste als auch bei den mir unbekannten Keimlingen.

Und irgendwann gibt’s dann auch „Neulinge 2 und 3“, denn ich hab ja noch die GUTEN (hoffe ich): den „mähbaren Kräuterrasen“ und den „Schattsaum ohne Gräser“, auch die mit Artenlisten und letzterer bereits in Teilen ausgesät. Aber erst vor kurzem. Und der Kräuterrasen kommt erst im September raus, nachdem ich wie empfohlen Keimlinge aus dem Sand/ Kies (die auch tatsächlich grad momentan massenhaft aufgehen) gejätet habe


Ich möchte hier, weil es dazu paßt (von wegen billig ausnutzen, daß Laien es gut meinen), zu und zu gern nochmal auf das wunderbar anschauliche Faltblatt von Dr. Eckloff zum Thema „Insektenhotel“ aufmerksam machen. Also, bitte, wer’s noch nicht kennt oder nochmal auffrischen möchte:  *klick*)

Zehn Minuten

Habe mich, als grad die Sonne drauf schien, zehn Minuten vor den Altholzstapel gesetzt, der schon seit mindestens 22 Jahren an derselben Stelle vor sich hin steht.

Ein Foto von 2015

Gestapelt hatte ich den damals aus Holz, durch das es kein durchkommen gab: der Spalter prallte dran ab, die Säge war zu klein dafür, es waren dicke Holzscheiben mit Rinde, von denen auch Folgä – der ja von Beruf Tischler war – nicht sagen konnte, von welchem Baum dieses monsterharte Holz wohl sein könnte.

nach wie vor: besondere Strukturen!

Viele Jahre lang hatte man dann auch wirklich fast das Gefühl, das müsse eine Halbwertszeit von 227 Jahren haben oder so – es passierte rein garnichts. Macht nix, ist hübsch – und da ich damals noch nicht um die Bedeutung von Totholz im Garten wusste, hatte ich es eh aus dekoratiǘen Zwecken dort aufgetürmt. Aber irgendwann ging doch die Rinde ab, die ein oder andere dünnere Scheibe, die unten feucht lag, zerbröselte – und da ich nun eine Goldwespe darauf herumturnen gesehen hatte, dachte ich mir: oh, FOTO!!! und setzte mich.

Und was es alles zu entdecken gab in diesen zehn sonnigen Minuten!!

Ein Admiral kam zum sonnen

mehrere verschiedene Wildbienen der kleine, unscheinbaren Art flogen herum – und besetzten die kleinen Löcher, die nun doch „schon“ in den Holzstücken zu sehen sind – auf allen Fotos aber sind sie „schon weg“ – die kurze Auslöser-Verzögerung schlägt mir oft ein Schnippchen.

Ein Tagpfauenauge sonnte sich

unbeabsichtigt habe ich beim ausrupfen eines trockenen Grasbüschels eine Ameisenkolonie ihres Brutnests beraubt – Eier wurden in großer Hast in Sicherheit gebracht – in so großer Hast, daß mir leider auch davon kein schrfes Foto gelungen ist…. Auch die Glanzwespe tauchte mehrfach auf und untersuchte Holzstellen – aber immer zu eilig, um sich knipsen zu lassen, ebenso war’s mit der Hummel am Zimbelkraut

Fliegen sonnten sich

das hier ist wahrscheinlich eine Fleischfliege (Sarcophagidae)

Verschlossene und geöffnete (Schlupfwespen??) Niströhren zeigen, daß Insektenhotels total überflüssig sind, wenn frau bloß Totholz, am besten (für die Wildbienen jedenfalls) stehend und sonnig irgendwo hinstellt und stehenläßt

Und ich habe dann, beeindruckt, wie ich war, gleich nochmal dafür gesorgt, daß noch mehr Auswahl an Futter und Nistplätzen entsteht:

Irgendwann neuer Nistplatz „aufrecht stehendes, besonntes Totholz“

Und ich habe da, wo auch der verschmähte Hummelnistkasten stand, erste Teile des „Schattsaum“ ausgesät.

Dies ist der Platz – die Nische da, direkt vor Nachbars Lattengerüst-„Carport“

Sieht winzig aus, sind aber doch so einige Quadratmeter. Davon mehr, wenn die Saat beginnt, aufzulaufen.

 

Wer kennt schon den Moosen?

Der Moosen bedeckt bei uns all die Stellen, an denen wir gern regelmäßig sitzen oder laufen – und ich mag ihn seit je, habe deshalb nie versucht, etwas gegen seine Entwicklung zu unternehmen. Aber nie hatte ich gewußt, daß er ein Moosen ist *gg* – bis Bibo mir einmal dieses Wort beigebracht hat. Und jetzt hat sie sogar einen sehr schönen Artikel über den Moosen und seine zweifellos vorhandenen Vorzüge geschrieben, der auch noch lustig zu lesen ist.

Ich lege Euch sehr ans Herz, über den „Moosen in Zeiten des Klimawandels“ zu lesen und ein für den Standardgärtner mit schattigen Gartenteilen zuvor ständiges Ärgernis danach mit neuen Augen zu betrachten – denn der Moosen ist außer weich und angenehm auch noch gut fürs Klima,

  • indem er dafür sorgt, daß weniger gemäht werden muß,
  • indem er CO2 speichert,
  • indem er Humus aufbaut
  • und indem er mannigfaltiges Leben zuläßt.

Also bitteschön, laßt Euch vom Moosen überzeugen!!

Ein vorerst letztes Mal: die Mauer

Die ganzen Findlinge, die wir für die Mauer dann doch nicht gebraucht haben, haben eine zweite Mauer vervollständigt

So sieht die Blickachse jetzt aus

der Hol-Nis- Stein

Und der „T.Eisstock“

von hinten: Bruch, Sand/ Kies und die ersten beiden Pflanzen

die Margeriten bestimmen das „Wildpflanzenbeet! vom letzten Jahr.

Die Mauer ist fertig!!!!

Gestern haben der Herr F. und ich von Freunden eine fantastische, dicke Eichenbohle aus einem alten Schiff für unsere Mauer als Sitzplatz bekommen. Ich war so begeistert, gestern noch habe ich sie eingebaut:

Heute dann habe ich sie erst mit 80er, dann 120er- und 240er- Schleifpapier geschliffen und schließlich mit Leinöl eingelassen – nicht daß sie das bräuchte, aber das lässt die Farben und Strukturen so toll rauskommen!

Wahnsinn, oder? Und so sieht nun die fertige Mauer aus – mit Bepflanzung und Sitzbank. Ich habe IN der Mauer Thymian, Zimbelkraut, eine kleine Glockenblume und Hauswurze

und hinten im Sand/Kies, ganz oben, eine Grasnelke und eine andere Glockenblume. Erstmal.

Zwei besondere Ziegelsteine sind eingebaut, einer mit Prägung „Holnis“ und einer mit „T. Eisstock“. Sonst gibt es unterschiedliche alte Steine, die hier schon waren, Dachpfannen vom alten Dach, Klinkersteine vom Anbau, Natursteinplatten und -steine, Tonröhren, die auch schon rumlagen und zwei, die wir als Insektennisthilfen auf der letztjährigen Exkursion gebaut hatten, dann den Niststein (als einziger gekauft, oben im Bild senkrecht – naja, etwas schräge senkrecht *gg* – zu sehen) und Lehmmörtel aus den geschenkten Lehmsteinen.

Ich muß sagen: ich bin sehr begeistert von meiner Mauer, und ich freue mich schon drauf, im nächsten Frühling dort zu sitzen und zu gucken, was da schon so wächst (im September wird der mähbare Kräuterrasen gesät). Jetzt habe ich noch Kies/ Sandreste zu verteilen, und das wars auch.

Schritt fünf

Ach, ich bin ganz begeistert von meiner Mauer! Inzwischen habe ich Pflanzen (Hauswurz, Zimbelkraut, Glockenblumen, Thymian) besorgt und gekauft, und ich bin schon viiiiiel weiter.

Spontan habe ich die Beeteinfassungen beim Schöllkraut-Beet rausgeholt, weil es an Backsteinen mangelte – und festgestellt, daß diese uralten Steine halt doch viiiiiiiel schöner aussehen als alles neue. Also wird der nächste Schritt sein – tadaaaa – die Windfang-„Terrasse“ auszubuddeln, denn in der sind auch schöne, alte Steine verarbeitet, die in der Mauer viel besser zur Geltung kommen werden. (die lagen hier noch rum, als ich einzog – keine Ahnung, woher die kommen, sind unregelmäßig, mit Patina und in viel größerem Format als heutige Backsteine) Aber vorher muß der Herr F. ran: wir müssen die potentielle Sitzbank bauen, denn das ganze ist inzwischen so hoch, daß die eingepaßt werden muß, bevor es damit weitergehen kann, mit den neuen, alten Steinen die Mauer zu einem hoffentlich relativ ebenen, geraden Abschluß zu bringen. Ich hoffe, Pfingsten wieder fit genug zu sein, um weitermachen zu können.

Diashow „Detailansichten von links nach rechts“:

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Eine Grundregel zur Stabilität lautet: „KEINE KREUZFUGEN“. Nuja, es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen: schauet, und Ihr werdet mehrere finden…..

Eigentlich finde ich richtig schade, daß sich das bauen schon dem Ende nähert, denn, Leute: Trockenmauerbau macht richtig viel Spaß!!! Einfach anfangen, ausprobieren, gucken, machen – diese Art zu arbeiten liegt mir eh, und wenn das Ergebnis dann so aussieht – wunderbar!

*räusper* mir kam schon die Idee, den Teil, wo man so viele neue rote Steine sieht, nochmal ab- und mit den alten Steinen wiederaufzubauen… Ladypark hat übrigens noch neue, aber andere Rotsteine für mich, auf die freue mich mich auch schon, die geben dann evtl eine schöne, neue Beeteinfassung, oder sie kommen auch noch mit in die Mauer, oder…….

Schritt vier

Gestern: tolles Wetter und ich hatte frei

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Wie man sieht: ich konnte es nicht lassen *g* Denn die richtige Reihenfolge wäre gewesen:

  1. alle Materialien sammeln (davon gibt es im 1. Bild Anfänge, aber Findlinge und Co sowie rote Backsteine hab ich dann doch immer erst bei Bedarf dazugeholt, was im Prinzip doof ist, weil so die Übersicht fehlt und dadurch Probleme entstehen) Hier sieht man, wie toll solche Recycling-Mauern sein KÖNNEN: *klick* und ja, ein Teil meiner Mauer sieht durchaus so aus, wie es im letzten Beispiel als „eher suboptimal“ bezeichnet wurde *seufz* Aber ich schätze, halten wird’s, und eine Meisterin des Handwerks ist an mir eh noch nie verloren gegangen. Mir gefällt’s trotzdem 🙂
  2. Pflanzen besorgen. Denn die nachträglich in die Mauer einzubringen ist schwierig bis zum scheitern verurteilt, kann man hier nachlesen: *klick*
  3. bauen

Nuja, Zimbelkraut, Blutstorchschnabel und eine kleine Glockenblume hatte ich schon, die sind mit eingebaut, aber der Rest…. erst am Samstag kommen wir zur Gärtnerei ….. das Brett obenauf bleibt so nicht, es ist 1. zu lang und 2. nicht genau so richtig plaziert. Aber es zeigt schonmal: einigermaßen gerade ist es dort, und die Höhe stimmt auch schon fast – denn etwa da soll durchaus ein Sitzbrett hin. Obendrauf liegt die Wasserwaage – und tatsächlich hab ichs hingekriegt, daß es überall ein leichtes Gefälle nach hinten gibt, wo Erde und Kies/ Sand (später dann bewachsen) die Mauer abfangen

Der Klaggermatsch ist übrigens aus den „erbeuteten“ Lehmsteinen gemacht, die aber ansonsten eher nicht Teil der Mauer werden: die lösen sich zu schnell auf, sind doch eher für drinnen geeignet (dort, wo sie über waren, wurde ja denn auch der Innenausbau mit ihnen gemacht). Aber Muris Tipp war gold wert, sie als Lehmmörtel zu nutzen, wenn mal kleine Wackeligkeiten zu überbrücken sind oder so.

Was den Rest der Mauer angeht: es wird noch einen „hauptsächlich Dachziegel-Teil“ geben und einen „hauptsächlich Findlinge-Teil“. Und vielleicht verkleinere ich den „hauptsächlich rote Steine“-Teil auch noch zugunsten von mehr Mischmasch, denn der ist fast fugenlos und deshalb nicht so tier- und pflanzeninteressant

Schritt dreieinhalb ;-)

Anfangs hatte ich ja irgendwo schonmal geschrieben, daß noch ein „Kleinprojekt“ zu der Sache mit dem Kies/ Sand gehört. Das habe ich in einem Anfall von Arbeitswut nach einem Arbeitssamstag überraschend schnell hingekriegt:

Seit Ende 1994 wohne ich hier und ärgere mich über den Vorher-Zustand (den ich natürlich wiedermal festzuhalten vergessen habe: das Fallrohr endete weiter oben, provisorisch drangesteckt ein häßliches Plastikrohr, über das man klettern musste, wollte man den Weg am Wintergarten vorbei nutzen. Außerdem rutschte dieses Rohr regelmäßig mal ab, wenns doll regnete, und das Wasser durchnäßte die Mauer)

Jetzt hatten wir das Rohr tiefer legen lassen. Zur Vorbereitung hatte ich gebuddelt, damit wir gucken konnten, wie ein Gefälle entstehen könnte. Dabei habe ich ein Dutzend kleinere Findlinge entfernt – auch ein Grund, warum diese Aktion immer wieder verschoben worden war. Diese Vorarbeiten waren also geleistet.

Nun habe ich also einige der Findlinge als Stufenfänger quer wieder geschichtet, dahinter mit dem Kies-Sand ein abfallendes Bett für die Dachziegel gebaut, die dann hingelegt – fertig.

Naja, ganz so einfach wars wieder mal nicht: ganze vier Mal musste ich beim Test feststellen, daß irgendwo das mit dem Gefälle nicht richtig geklappt hatte und die Ziegel wieder aufnehmen und nachbessern…. Stümper at work *gg*. Regen hatten wir genug: bisher sickert das gut weg. Bloß ein echter Starkregen fehlt nooch, der Herr F. unkt, daß das Wasser dann überliefe und gen Haus flösse, ich glaube, es reicht so aus. Es ist am Ende des Gefälles eine Kuhle, da drin sind einige Lehmsteine, die sich nach und nach auflösen und im besten Fall von Tieren als Baumaterial genutzt werden können (mal sehn, ob das was wird, schließlich liegt die Kuhle in tiefem Schatten unter dem Buchsbaum, Schwalben und Wildbienen mögen es aber sonnig und einsehbar….)

Jedenfalls wird sich zeigen, ob wir das Sickerbecken noch verbessern müssen, oder ob das so langt.

Nun kann das ganze einwachsen – gut is‘. Und sowohl hübscher als auch leichter begehbar als zuvor ist es auch. Außerdem plastikfrei – mit recycelten Materialien, denn die Ziegel sind vom alten Dach, die Lehmsteine einige der geschenkten vom Frühjahr, die Findlinge aus dem eigenen Garten. Naturgartenkompatibel also 😉

Wieder was fertig! Ein mindestens 23 Jahre altes Provisorium ist beseitigt (es war ja schon so als ich einzog, also ists eigentlich älter…..)

Schritt drei

Erfahrung ist das, was Du hast, wenn Du es nicht mehr brauchst

Der Herr F. hat einen Verdichter gebastelt. Und jetzt, wo das meiste schon fertig ist vom Fundament haben wir von Muri in den Kommentaren zu Schritt zwei gelernt, daß es eben doch wichtig gewesen wäre 0/16er Kies (Oder Sand) zu bekommen statt 2/16er. 0/16er war uns ja auch aufgeschrieben worden, aber unser Kieslieferant hat keinen, nur 2/16er. Nuja, kann ja kein soooo großer Unterschied sein, dachten wir, immerhin hatte ich mir erklären lassen, daß die Zahlen die Durchmesser der Körner bezeichnen, und ob die kleinsten 2mm Durchmesser haben oder 0 ….
Ist aber doch ein Unterschied, der die Stabilität des Fundamentes erhöht hättehätteFahrradkette. Tja.
Nuja, unsere Mauer soll 1. nicht höher als kniehoch werden und wird 2. nach hinten mit Erde (Kies…..) abgefangen, ich hoffe, sie wird uns also trotz 2/16 nicht zusammenfallen. Und wenn doch – what shall’s, ist ja bloß ein Garten ….

Jedenfalls ist diese Stampferei eine elend fiese Arbeit, ich bin froh, daß wir zu 2. sind.

P.S. Unser Luxus-Hummelkasten ist übrigens bös verschmäht worden, schade, ich hätte so gern mal richtig beobachten können!! Vielleicht nächstes Jahr….

Schritt zwei

Schritt zwei lief nach dem Motto „was lange währt….“: ewig hat es gedauert, bis wir herausgefunden hatten, wo es hier in der Nähe regional Kies für unsere Gartenplanung gibt. Klar kann man zum Baumarkt fahren, aber Naturgarten heißt eben auch: wissen, woher das Material kommt, Ressourcen sparen, regionales Material benutzen. Und es gibt ja Kieskuhlen hier! Bloß: für so kleine Mengen sind die eher nicht so eingerichtet, zumindest nicht, wenn man das nicht selbst abholen kann….. und viel Zeit zum kümmern war auch nicht grad vorhanden.

Und wann gings dann los?

Klar – am Montagvormittag. Wo wir doch Montag los wollten nach Hamburg, die Malerfreundin besuchen und zwei Seminare für die Arbeit machen. Aber wir waren halt drauf eingestellt, daß der Herr F. daheim bleiben würde, weil wir den Dicken nicht mehr alleine lassen könnten. Das hatte sich ja nun erübrigt, wie Ihr wißt – aber der Termin stand, ebenso wie der für die Besprechung des geplanten Glasfaseranschlusses – auch Montag…. und dann kommt der Laster – und paßt, etwa 20cm Höhe sind verantwortlich, nicht durch unsere Einfahrt! Also bis 15 Uhr (Glasfasertermin) anderthalb Kubikmeter 2/16er-Kies in den Garten bringen, denn mitten in der Einfahrt können die nicht tagelang liegenbleiben und alles versperren….

Ist ja nicht viel, ach, wir tippen auf 10 (ich) bzw 12 (Herr F.) Schubkarren voll.

Pustekuchen! Bei 15 hab ich zu zählen aufgehört, aber 20 waren es sicher, das kleine Häufchen…. *gg*

Der Vorteil der Aktion: nun hatten wir den Sandhaufen schon gleich im Garten bzw die ersten 6 oder 7 Karren auch direkt im Beet. So sieht das jetzt aus:

Nicht wirklich anders als zuvor, aber es sind 7 Schubkarren voller Kies drin verteilt.

Der Restkies- Haufen. Jaja, wirkt wie ein jämmerliches Häufchen. Ist es auch. Aber uns tun trotzdem die Knochen weh….

Der nächste Schritt wird sein, 30cm breit und 20cm tief einen Fundamentgraben für die Mauer auszuheben, dann den Graben mit Kies zu füllen (und dazwischen immer wieder zu verdichten). Dann „nur noch“ die Mauer aufbauen, den restlichen Kies verteilen (achja, und vorher unbdingt noch „Projekt 2“ fertigstellen, dafür brauchts auch noch Kies….) – fertig. Bin gespannt, wie lang wir dafür wohl brauchen werden….