Der Vorfrühling beginnt meist Ende Februar oder Anfang März. Er wird angezeigt durch die erste Blüte von Haselnuss, Schneeglöckchen, Schwarz-Erle und Salweide, die Vollblüte des Winter-Jasmins, in den Alpen den Austrieb des Bergahorn.

(Wikipedia)

Bin draußen gewesen.
Es gibt einiges, das erfreulich ist:
– der Wasserstand im Garten ist so abgesunken, daß fast alle Büsche wieder außerhalb des Teiches stehen (wir hier im Norden versinken ja seit Monaten im Wasser, da ist sowas schon ein Grund zur Freude)
– Die ersten Winterlinge spitzen mit gelben Köpfchen aus dem Boden
– die Schneeglöckchen sind fast so weit, ihre schon abgesenkten Büten zu öffnen
– und die Knospen einiger Sträucher und Bäume beginnen, dicker zu werden!
Von erster Blüte von Haselnuß und Salweide kann noch nicht die Rede sein, aber: der Vorfrühling startet langsam!!!

 

Vorfrühling

Da draussen rauscht der Regen,
der Wind braust überm Land;
doch leise webt den Segen
des neuen Lenzes Hand.

Sie lockt aus Strauch und Bäumen
der Knospen grünen Schein,
sie schmückt mit lichten Säumen
der Wälder düstre Reih’n.

Sie webt schon an dem Kleide
der stillen Erdenbraut,
die bald zu aller Freude
dem Frühling wird getraut.

Mag jetzt der Sturm nur tosen,
er knickt die Hoffnung nicht.
Bald winken uns die Rosen
und blüh’n Vergissmeinnicht.

(Emerenz Meier 1874-1928)

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… und dann kam die Sonne raus….

…. und mit ihr nochmal ein Energieschub. Und als die Sonne eine Dreiviertelstunde später weg war, war das auch die Restarbeit:

Ja. Sieht übel aus. Bin gespannt, ob’s in einem oder erst in zwei Jahren wieder okay ist.

in der Breite ist etwa ein halber Meter weggekommen.

Übrigens hab ich den Schnitt einer hoffentlich sinnvollen Verwendung zugeführt: ist ja recht haltbar und sehr sparrelig-kleinteilig, und ich hab ihn so wie er von der Hecke runterkam (als viele knorrig-verästelte Kleinstbüsche) in zwei „toten Ecken“ aufgehäuft. Etwa 5-6 Schubkarren, gehäuft voll. Ich stelle mir vor, daß das für Vögel, Insekten, Kleinstlebewesen, Kröten und Igel nutzbar ist.

 

High energy… :-)

Es ist schon herrlich, wenn mal wieder ENERGIE da ist!

Genug Energie, um

  • sonntags Holz zu spalten und einzufahren
  • montags zu arbeiten (und meine neue Arbeit ist körperlich fordernd!)
  • und dann dienstags dies zu tun:

Ja. Sieht erbärmlich aus jetzt. Aber….

war nötig. Die Hecke wächst bei normalem schneiden jedes Jahr trotzdem um einige Zentimeter. Und so schön eine hohe Buchenhecke ist, so blöde ist sie da, wo zu wenig Platz dafür ist. In der Höhe wg. Schattenwurf. In der Breite muß wohl auch noch allerhand weg, sonst können wir bald nicht mehr in den Hof fahren….

Hier sieht man im Vergleich mit „umme Ecke“ die frühere Höhe. Die mache ich, den Vögeln zuliebe, erst, wenn dieser Teil dicht nachgewachsen ist.

 

Daß sowas geht, bedeutet für mich dreierlei. Nämlich, daß ich mich erstens inzwischen körperlich und geistig so auf der neuen Arbeit eingelebt habe, daß ich Ressourcen für solche Aktionen übrig habe. Zweitens, daß der Schritt zu wechseln richtig war (was ich auch schon ab und an bezweifelt habe, „aus Gründen“, es ist auch dort nicht alles gold *g*), denn nur wer schläft und geistig nicht ununterbrochen um die Arbeit kreist, der kann Energie haben. Und drittens bedeutet es natürlich ein großes Plus an Lebensfreude, denn: was zu schaffen, draußen zu sein, auch was geschafft ZU HABEN – das sind drei ganz wichtige Sachen für mich. Heute ist übrigens wieder „Arbeit“ angesagt, ich hoffe, es ist noch genug Energie über….. *g*

Daß es optisch SO schlimm werden würde war mir zum Glück vorher nicht ganz klar. Und es wird ja noch schlimmer, wenn ich in den nächsten Tagen irgendwann auch noch an die Breite rangehe – etwas, das garnicht beabsichtigt war. Denn da das so langsam geht mit der Hecke hatte ich nicht bemerkt, wie unglaublich breit die im Laufe der vergangenen 23 Jahre geworden war. Das wird also letztlich demnächst erstmal aussehen wie ein paar ärmliche Stümpfe – auf den Knick gesetzt sozusagen… aber ich weiß ja, es bleibt nicht so. Die können das ab, diese Rotbuchen.

Danke übrigens, ladypark, für den Schubs – ohne Deine Frage zum Heckenschnitt hätte ich das nicht gemacht! 🙂

 

Gestern

windstill plus Sonne. Erste Blüten am Mistmistmistichweißesnichtmehrstrauch*, erste Bienen vor den Kästen, dringend nötige Holzspaltaktion (des bereits geng getrockneten, aber bisher erst gesägten Holzes, das wir dazugekauft hatten) und dann noch einen Spaziergang über die Kuhkoppel, die selbst an den höchsten Stellen und trotz Drainage patschnaß ist (quatschquatsch bei jedem Schritt), obenauf noch die Schneereste von Donnerstag.

*Gerade lange gesucht, aber offenbar hab ich hier im Blog nur notiert, was ich evtl mal für das neue Gebüsch haben WOLLTE, nicht, was ich wirklich gepflanzt habe. Und jetzt hab ich den einen Strauch vergessen 😦 – es waren je zwei

  • Kornelkirschen von Purpurbête
  • Purpurweiden
  • Salweiden
  • Felsenbirnen
  • Traubenkirschen
  • Erbsensträucher
  • Kreten, die sich aber dann als Pflaumen (oder Zwetschgen!?) entpuppt haben
  • Winterforsythien
  • und JA!!! BEIM auflisten ist es mir jetzt doch wieder eingefallen: zwei Geißblätter!!!

Außer den beiden Erstgenannten haben alle schon geblüht. Bei den Kornelkirschen hoffe ich auf dies‘ Jahr, denn inzwischen haben sie mich schon an Größe überholt!!

Erst wenige Jahre ists her, und doch würde ich bei der Auswahl inzwischen etwas anders machen – denn jetzt wäre ein Faulbaum dabeigewesen, oder ein Pfaffenhütchen – jedenfalls wäre heutzutage nicht nur Nektar- und Pollenvorkommen für mich wichtig, sondern auch, daß alle einheimisch sind. Tja. Nichtsdestotrotz finde ich’s schön, daß da schon etwas blüht. Und die Schneeglöckchen spitzen auch schon raus. Weiße Köpfchen sind erst an 2 Stellen in Anfängen zu sehen, aber immerhin.

Montagmorgen: gut, daß wir die Zeit gestern genutzt haben und draußen waren. Heute nämlich ists grau- weiß und schneit wieder. Und dann soll es viel wärmer werden, aber regnen.

Gartennotizen und -bewohner

Gestern bin ich in dem schönen Band „Schmetterlinge Schleswig-Holsteins“, der im Überraschungsweihnachtspäckchen vom Jungimker-Paar war, sozusagen beim lesen über einen bereits gefaßten und wieder vergessenen Vorsatz fürs nächste Gartenjahr gestolpert:

der Schornsteinfeger war im letzten Jahr bei uns unterwegs, sogar recht viele Exemplare – und er braucht, so konnte ich lesen, Gräser, auch länger ungemähte Flächen, zur Eiablage.

Da fiel mir wieder ein, worüber wir (auch) beim durchgehen des Gartens für die eventuelle Prämierung gesprochen hatten: daß es nämlich im Naturgarten sinnvoll ist, nicht alle Flächen gleichzeitig zu mähen.

Beim Rasen tu ich das eh nicht, allein schon aus zeitlichen Gründen und weil ich sowieso immer nur da mähe, wo es zur Nutzung gerade wirklich nötig wird. Aber die Wiese, das einzige Stück Fläche mit Gräsern, wo es längere ungemähte Zeiten gibt, die mähe ich zwar bloß 2x, aber immer alles auf einmal. Das soll im nächsten Jahr anders werden, ich will mal gucken, in wie viele Zonen ich sie dann aufteile, aber jedenfalls in mehrere, die versetzt gemäht werden. Drei vielleicht!?

Auch Ende Juli bei uns fotografiert: das Landkärtchen, 2. Generation (die der ersten sehen total anders aus!!) Die Raupen fressen Brennesseln, die Erwachsenen leben in „feuchten Waldsaumstrukturen“- da ist unser Garten also ideal.

Und auch den nächsten hat der Herr F. am selben Tag fotografiert. Es ist ein Mädchen! 🙂 Und zwar ein Faulbaum- Bläuling, ein sehr häufiger Falter, wie uns Buch und Bestimmungshilfe sagen, wohnhaft auf Efeu, Hopfen und – Logo – Faulbaum.

Der NABU Eckernförde hat eine richtig hilfreiche Bestimmungshilfe (1. PDF) sowie Links, die auch gut weiterhelfen.

Türchen 3.12.: Der Blick aus dem Küchenfenster

I

Meisentasse
Spatzen flattern
Da! Ein Kleiber!
Sumpfmeischen schimpft, wartend, laut.
Frühstückszeit.


II


 III

Links zwei Buchen an der Straße,
vorne drei zum Nachbarn hin,
rechts ein Durchblick bis zur Koppel
und davor ist „Wo ich bin“
Denn davor, da ist der Garten,
jedenfalls ein großes Stück,
das ich seh‘ beim tagesstarten:
Frühstücksküchenfensterblick.
Vorn im Busch die Meisentasse,
dann die Wiese, langes Gras…
Alles so wie’s soll! –  Ich bin
beruhigt vom Blick durchs Fensterglas

 

Mutig

Gerade eben war ich extrem mutig.

Ich bin nämlich Holz holen gegangen, und als ich so einen Blick nach rechts und links warf, sah ich etwas, das mich den Knick erklimmen ließ. Dort bot sich mir dieser Anblick:

Ich wohne jetzt seit 23 Jahren hier, und DAS habe ich noch nie gesehen! Noch nie gab es dort auch nur eine kleine Pfütze!

Seit Wochen laufen wir durch den Garten, und bei jedem Schritt macht es „quatsch quatsch“. Okay. Seit Wochen beobachten wir mit Argusaugen den Teich und freuen uns an jedem Tag, an dem der Pegel etwas sinkt. Das war in den letzten paar Tagen der Fall gewesen, aber seit vorgestern schüttet es. Jetzt ging ich also zum Teich und sah dies:

Au weia! Das kommt ziemlich an DAS heran, was wir sahen, bevor der Herr F. im Keller in Wasser stapfte! Meine erste Reaktion: „Ich geh in den nächsten Tagen nicht da runter!“
Aber dann habe ich mir doch ein Herz gefaßt, und siehe da: noch ist alles trocken da unten.

Ich fühle mich gerade SEHR mutig und erwachsen *augenroll*

Oh bittebitte, liebes Wetter!! Seit Frühjahr gibt es Regen, Regen, Regen! Kein Sommer, kein goldener Herbst, nur Nässe, Kälte, Dunkelheit – bittebitte laß den Winter trocken bleiben!!!!!!!

 

Defensive

Wir verteidigen uns wacker gegen die grüne Hölle, die uns umgibt *gg

„Vorher“ war da kein Licht, wo jetzt die Lücke ist, sondern eine weitere Erle in Buschform

Allgäu-Saat, wo zuvor nichts als Walderdbeeren wucherten

und immerhin 17 Secondhandtöpfe mit einheimischen Stauden für den Tauschmarkt in Eckernförde (morgen, 14 bis 16 Uhr, NUR heimisches. Saat und Pflanzen. Ort: UIZ

Viel raus, wenig rein – die Devise bei Büchern und Pflanzen *gg* Allerdings müssen wir auch rigoros sein, sonst gibt’s überhaupt keine Sonne mehr und im Baumschatten Monokulturen aus (je nachdem) Giersch, Storchenschnäbeln, Hahnenfuß und der ollen Goldnessel

PS: diesen Beitrag hab ich schon letzte Woche geschrieben. Heute gießt es wie aus Kannen, der Herr F. ist krank und ich bin zwar wieder gut daheim angekommen, aber „durch“ mit diesem Tag

Schub!

Der Gartentest hat mir einen Motivationsschub beschert 🙂

Letztes Jahr schon hatte ich ein kleines Stück Wegesrand von Giersch etc befreit (rechter unterer Bildrand zeigt das eine Ende davon) und wollte das ganze Jahr schon mein Beet hinterm Hügelgrab erweitern, damit ich einerseits leichter den Weg mähen kann und andererseits ein hübscheres Beet habe. Und jetzt hab ichs getan: Giersch und Goldnessel hatten die ganze Fläche bedeckt, und so habe ich gleich mein Versrechen eingehalten, die böse Nessel jedes jahr ein wenig weiter einzudämmen. Allerdings kann ich auch versprechen: in DEM Tempo gehts nicht weiter, denn was ich jetzt im Garten noch so an Goldnessel-Flächen habe ist nicht potentielle Beetfläche sondern in Gebüschen, zwischen Wurzeln, Steinen, Holzhaufen etc – also wesentlich schwieriger wegzumachen. Na, aber immerhin: etwas ist getan. Bis zum späten Frühling werde ich noch nichts pflanzen, um zu sehen, ob ich nicht Wurzeln vergessen hatte, die ich so leicht noch entfernen kann.

Faux-pas

Für das „neue Gebüsch“ hatte ich uA zwei Kreten bestellt – und mich schon bei Abholung über deren Baum-Form gewundert, weil ich eher buschigen Wuchs erwartet hatte. Jetzt tragen die „Kreten“ erstmals Früchte:

zwei Kilo, saftige, leckere Zwetschgen…….

Der Kuchen ist prima, aber nuja… der Standort ist reichlich blöd für Zwetschgenbäume, viel zu dunkel und eng und dann zum ernten: über dem Teich-Steihang. Schlecht!
Schiefgegangen sein muß das schon bei der Baumschule, bei dem die Gebüsch-Pflanzen bestellt worden waren, die „meine“ Gärtnerei nicht vorrätig hatte, denn dort hatten sie schon ein Schild um, auf dem stand, sie seien Kreten. Tja.

Nun warte ich noch auf die ersten Kornelkirschen. Rita vom Naturgartenverein hat mir gesagt, bei ihrer Kornelkirsche habe es sechs Jahre bis zur ersten Blüte gedauert, insofern gibts noch Hoffnung. Die Sträucher sind schon größer als ich …

Mein Garten als Testobjekt

Letzten Sonntag war es soweit: Zwei Frauen vom Naturgartenverein kamen mittags an, um meinen Garten auf Herz und Nieren zu prüfen – wie weit ist er auf dem Weg zum Naturgarten, und was kann ich noch ändern/ besser machen? Aber auch (denn mein Garten dient als Testgarten): sind die Kriterien, die man im Verein ausgearbeitet hat, stimmig? Ist der Bewertungsbogen verständlich? Ist die Prüfung so umsetzbar? Auch darum ging es, und so hatte ich nachher einen Feedbackbogen auszufüllen.

Um es gleich vorwegzunehmen: das Ergebnis für unseren Garten war besser als gedacht! Gäbe es die Prämierung genau nach den Kriterien, die jetzt getestet werden, dann hätte ich eine silberne Plakette bekommen, wenn – ja, wenn nicht die Silber-Goldnessel wäre….. Hier das ist sie, die Übeltäterin:

Hübsches Laub, bei Hummeln beliebte Blüte im Frühjahr, ABER sie ist nicht nur ein Neophyt*, sondern auch noch einer von der schwarzen Liste der INVASIVEN Neophyten, das heißt, sie verdrängt agressiv heimische Pflanzen. Und damit ist sie ein k.o-Kriterium für einen Naturgarten: wo ein invasiver Neophyt wächst, da ist kein Naturgarten.

Eigentlich.

Denn zum Glück ist man sich über dieses Totschlagkriterium noch nicht ganz einig, vielleicht hat mein Garten also doch noch eine Chance auf seine silberne Plakette. Die Frage ist nämlich: wenn, wie bei mir, man den Garten schon voll mit dieser Pflanze übernommen hat und sie auch nicht eben mal auszupfbar ist (was bei mir so ist, weil die Nessel flächendeckend überall dazwischen ist, auch in Gebüschen etc) – ist es dann nicht zu hart, dem ansonsten bemühten Gartenbesitzer mit dieser einen Sache jede Chance auf die Prämierung zu nehmen?

Ich hab da auch noch die kanadische Goldrute, die ist auch so ein invasiver Neophyt. Aber die ist insofern nicht so ein Problem, als ich sie entfernen kann und werde (stattdessen kommt dann die heimische Goldrute in den Garten, die ist eh angenehmer zu haben, weil sie keine Wurzelausläufer bildet)

Aber was braucht denn so ein Garten eigentlich, um sich als Naturgarten zu qualifizieren? Beispiele seht Ihr in diesen drei Fotos (Anklicken, um zu sehen was jeweils Pluspunkte gab)

 

Kurz zusammengefasst

  • über 50% heimische Pflanzen
  • keine Chemie (egal ob zB Gartenmittelchen, kesseldruckimprägnierte Hölzer oder Kunstdünger) und kein Torf
  • regionale und Recyclingmaterialien für Bauten
  • tierfreundlich muß er sein (insektenfreundliche Beleuchtung – möglichst wenig und wenn „warmweiß“ ist hier ein guter Anhaltspunkt; Ausstiegshilfen aus Kellerschächten, Wasserkübeln etc; Nisthilfen für Insekten und Vögel; kein Mähroboter; Regenwassernutzung;  keine Wasserpumpen; Totholz; Frühblüher; durchgängig Blühendes für Insekten…. )
  • möglichst viele Wände, Wege und Dächer begrünt, Flächen nicht versiegelt
  • hohe Tierartenvielfalt

Wobei dies KANN-Kriterien sind, die (kleiner aufgedröselt, oben das ist ja nur eine grobe Zusammenfassung: es gab zwei engbeschriebene Seiten dazu) mit Punkten jeweils von 0-4 bewertet werden. Die werden dann nachher zusammengezählt – und mein Garten landete dabei dann mit 68 Punkten im Silber-Mittelfeld 🙂

Wir haben dafür um die vier Stunden im Garten verbracht, zT besichtigend, zT sitzend und besprechend – es war hochspannend für mich und sehr schön. Wir haben einige Anregungen bekommen (und geben können). Und ich habe zu meiner Freude festgestellt, daß ich verdammt viel schon selbst gewußt und beherzigt habe in den Jahren mit meinem Garten.
Was auch klar wurde: mein Fokus liegt durchaus darauf, Tieren eine Heimat zu geben – und ich weiß, daß gerade die Larven, Maden, Raupen etc dazu auf heimische Pflanzen angewiesen sind. Trotzdem werde ich einige Neophyten nicht aus meinem Garten werfen. ZB ist die Schneebeere so ein Kandidat, zum Glück nicht invasiv, aber eben nicht heimisch. Sie bietet aber Nektar, wenn’s nicht mehr viel gibt ringsum (jetzt!!), und sie ist in meinem Garten ein wichtiges, weil abgrenzendes und Sichtschutz bietendes Gebüsch.
Was ich aber vermehrt tun werde: bei Neupflanzungen nicht nur auf Insektenfreundlichkeit achten, sondern auch auf Früchte (für Vögel im Winter) und einheimische Arten (für „Baby-“ und seltene Insekten) Und bei „Einbauten“ mehr auf die Materialien achten. ZB wärmeimprägnierte Hölzer kaufen, auch wenn sie etwas teurer sind als kesseldruckimprägnierte, wo es unbehandelte nicht tun. Auch die Sache mit den regionalen Materialien muß ich mir nochmal genauer anschauen. Bisher hatte ich nicht viel gekauft – aber wenn, habe ich mich nie drum gekümmert, woher zB Kies, Hölzer oder die Steine kamen, die ich benutzt habe.

Nachtrag: wenige Tage später wurde entschieden, daß der Umgang mit den invasiven Neophyten zählt (aktives Zurückdrängen), nicht die Anwesenheit, da in fast jedem Garten welce gefunden wurden. Ich hab Silber!!!! 🙂

PS: falls Jemandem aufgefallen ist, daß ich hier dauernd zwischen „wir“ und „ich“ wechsele – das liegt einerseits daran, daß ich den Garten länger betreue als des Herrn und meine gemeinsame Zeit ist (fast doppelt so lang sogar) und andererseits daran, daß wir zwar viel gemeinsam drin machen, aber der Garten trotzdem „meins“ ist, so daß der Herr F. eher hilft, wenn ich allein nicht weiterkomme und ich bestimme, was geschieht (wenn auch bei größeren Dingen in Absprache mit ihm) Wobei des Herrn F. Interesse stetig im wachsen begriffen ist, was ich ziemlich klasse finde 🙂 Jedenfalls solange ich weiter bestimmen darf 😉


*Als Neobiota (Sing. Neobiont; von griechisch néos „neu“ und bíos „Leben“) bezeichnet man Arten und untergeordnete Taxa, die sich ohne oder mit menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren.[1][2] Neobiotische Pflanzen nennt man Neophyten (Sing. Neophyt), neobiotische Tiere Neozoen (Sing. Neozoon) und neobiotische Pilze Neomyceten (Sing. Neomycet). Diese drei Bezeichnungen sind vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchlich. Im Englischen werden vorwiegend zusammenfassende Bezeichnungen wie alien species (fremde Art) oder, bei verdrängenden Potenzen, invasive species (invasive Art) verwendet, ohne Unterscheidung zwischen Pflanzen, Tieren und Pilzen.

Quelle: Wikipedia

Gehört auch in die EINAB. Will Werbung machen für Naturgärten 🙂

So soll ein Garten sein, wenns nach mir geht. Ich mag ihn!!

(Anklicken oder über die Bilder fahren, um die Texte zu lesen)

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Das jetzt ist die Zeit, in der ich meinen Garten einfach großartig finde, so wild und vor Kraft und Pflanzen und Tieren strotzend. Wenn ich da mittenmang sitze, dann gehöre ich in diese Welt 🙂

Herbstlich im Herbstlicht

Wer auf ein Foto klickt, sieht es in groß (und dann erkennt man auch die Rehe)

Vernebelt und versponnen

Ach, es ist schon ein Elend in diesem Jahr. Mal wieder, übrigens. Kaum Sommer gehabt, und schon geht das ganze in den Anfang vom Ende über- Altweibersommer. Gestern morgen herrschte dichter Nebel, und mein ganzer Staudengarten ist eingesponnen:

 

Suchbild

Irgendwas ist anders auf Bild 2 …. finde den Unterschied!

Vorher

Nachher

Der Unterschied ist ca 2 Tage Muskelkater wert, es ist also nicht der anders stehende Stuhl oder Tisch….