Schmetterling im Winter….

Jetzt, im Winter, ist es ziemlich gefahrlos, als Falter unterwegs zu sein: viele insektenfressende Vögel sind im Süden, die Fledermäuse und Igel in der Winterruhe, da lebt es sich gut.
Außerdem können die Männchen jetzt leichter zu den Weibchen finden. Das tun sie nämlich über Duftstoffe (die Weibchen DIESES Falters sind flügellos und sitzen also recht fest, wo sie sind). Im Winter ist da nicht viel, was ihre Lockstoffe überdecken könnte.
Aber wer ist es denn nun, den der Herr F. beim Holzreintragen direkt am Riegel der Schuppentür sitzen sah??
Wahrscheinlich ist es der kleine Frostspanner (Operophtera brumata)

„Wahrscheinlich“ deshalb, weil er vom Buchen-Frostspanner anhand von Fotos nicht zu unterscheiden ist, aber der Buchen-Frostspanner weniger häufig und meist eher in gebirgigen Lagen anzutreffen ist. Also gehen wir mal vom „kleinen“ aus….

Ihr Revier vergrößern tun diese Spanner durch die Raupen (denn das flugunfähige Weibchen legt seine Eier notgedrungen nur in engem Umkreis ab) Die Raupen nämlich spinnen frisch geschlüpft lange Fäden, seilen sich daran ab und werden dabei vom Wind verdriftet. Das tun viele Raupen und Larven, übrigens. Manche heften den Faden oben an, dann ist durch die Höhe des Absprungplatzes die Weite der Möglichkeit, zu wandern, abhängig. Andere nutzen ihren Faden wie ein Segel. Sie sind so klein und leicht, daß das funktioniert. Dann können die zurückgelegten Strecken ziemlich weit sein. Was genau davon die Raupe des kleinen Frostspanners tut, weiß ich nicht genau.

Frostspannerraupen können übrigens ganze Bäume kahlfressen, und da sie gern Obstlaub mögen, sind sie nicht allzu beliebt (bei Menschen). Aber die Raupen sind frühes Eiweißfutter für Meisen und Co., wer also Vögel im Garten mag und hütet, hat erstens weniger Probleme mit Großaufkommen und ist zweitens vielleicht milder gestimmt, sollte es doch mal einen Obstbaum treffen.

Nebenbei gemerkt GLAUBE ich, daß wir auch große Frostspanner haben – denn an meinem Geburtstag abends, als ich grad gar keine Zeit für Falterfotos hatte, waren bestimmt ein Dutzend Falter am Küchenfenster, die ich ähnlich wie diese hier in Erinnerung habe. Aber nuja – Erinnerung kann derbe täuschen.

Der kleine Herr Frostspanner ist das wahrscheinlich letzte Tier dieses Jahres und gleichzeitig das 290. auf meiner Liste!! 🙂

Raus und rein

Baustelle neben dem Tunu

Es war ja schon länger mein Wunsch – nun ists Anfang November geschehen:

die große Forsythie neben dem Tunu haben wir ausgebuddelt (sprich: hat der Herr F. ausgebuddelt – ich habe dekorativ herumgestanden und immerhin Kompost rangeschafft)

Letztlich hätte ich vier unterschiedlich große Forsythien zu vergeben gehabt (so groß war diese eine inzwischen), aber – man weiß ja: zu nix nütze undsoweiter…. also sind die auf dem Lagerfeuerhaufen gelandet.

Beim graben gab es eine nicht so schöne Überraschung:

Forsythien haben recht wenige und leicht zu entfernende Wurzeln. Diese hier hatte aber doch einen großen Umfang, oben wie unten

Obwohl es in der letzten Zeit doch wieder hier und da, zT auch ordentlich, geregnet hatte, war die Erde so ab 10 cm Tiefe fast staubtrocken.
Da fehlt noch allerhand Niederschlag….

Insgesamt wird ja der Frühling immer als DIE Pflanzzeit gepriesen – aber für Stauden und besonders für Gehölze ist der Herbst – Oktober bis Dezember – sogar die bessere Zeit: sie sind eh in Ruhe, und sie über unseren meist ja doch eher milden Winter mehr Zeit, sich einzuwurzeln als im Frühjahr, wo sie treiben und wachsen wollen. Außerdem gibt es im Herbst/ Winter mehr Feuchtigkeit, von denen die kleinen Sträucher/ Bäume dann profitieren können. Wenn es, in unseren Zeiten viel schneller und viel länger als noch vor wenigen Jahren, dann trocken wird, sind sie schon eingewurzelt und können das besser wegstecken.

Da liegt das grösste Stück

Na, und jetzt durfte „der Neue“ einziehen – ein kleiner Strauch noch, der viel Platz bekommen hat, sich – hoffentlich gut auch unter der großen Buche – zu entfalten.

Der Herr F. hat ein ausreichendes Loch gegraben, wir haben den Kompost mit Erde vermischt, den Strauch aus dem Topf gepult (viele Wurzeln!! Um den rauszukriegen, musste unten eine Lage Wurzeln abgeschnitten werden. Aber so kann er sich dann gut nach unten ausbreiten. Man soll ja auch den Ballen auseinanderziehen – der hier war aber so eng und „nur noch Wurzeln“, daß das gar nicht möglich war), den Kerl eingesetzt, Kompost-Erdgemisch gut drumherum verteilt, festgetreten und ordentlich angegossen.
Seitdem hat es immer wieder geregnet, so daß er gut versorgt sein müsste.

Fertig!

Der Neue

Auf dem „fertig“-Bild sieht man, daß man fast nichts sieht 😉 Der Strauch ist halt noch klein, hat aber mehrere Stämmchen und reicht mir immerhin bis fast zur Schulter.

Und was ist es nun?

Es ist der schon angekündigte Faulbaum, Rhamnus frangula, ein Insekten- und Vogelernährer: 13 Raupenarten fressen an ihm, 35 Vogelarten mögen die Früchte, und auch Kleinsäuger wie die Haselmaus fressen die Früchte gerne (die für Menschen übrigens giftig sind)

Zitronenfalterraupen mögen übrigens ausschließlich Kreuzdornlaub – ohne Kreuzdorne (zu denen auch der Faulbaum gehört) kein Zitronenfalter. Da bei uns nur wenige Kreuzdornarten überhaupt vorkommen, ist der Faulbaum DIE Futterpflanze für Zitronenfalter!

Außerdem isser hübsch! Und unserer hat ganz offensichtlich in diesem Sommer schon geblüht.

Woher ich das weiß?

Hier, bitteschön:

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Im momentan also leider nicht mehr so dichten Gebüsch stehen nun also der große Zierjohannisbeerstrauch, zwei Stachelbeeren, das Pfaffenhütchen aus dem Hof, ein Zierbusch, den ich immer noch nicht bestimmen konnte und ein Faulbaum. Ich bin gespannt, wie schnell es wieder zuwächst!
Das von der Gespinstmotte so geplagte Pfaffenhütchen hat übrigens leuchtende Früchte und sieht jetzt wieder richtig gut aus.

Zum Schluß noch ein weiterer Tipp für Kauf- und Pflanzwillige: wurzelnackte Sträucher und Bäume haben es viel leichter als solche im Topf!

Leider wird inzwischen fast alles im Topf angeboten. Das verbraucht Riesenmengen von Bodensubstrat und Plastikcontainern und der Transport ist aufwändiger. Die Container müssen ständig gegossen und gedüngt werden. Ich habe selbst im Verkauf gearbeitet und bin bei den sommerlichen Gießorgien fast verrückt geworden. Etwas Wind reicht auch im Herbst, um die Töpfe auszutrocknen. Sind die Nährstoffe aufgebraucht, sieht die Pflanze sofort mickrig aus, sie kann sie sich ja nicht selbst im Boden erschließen. „Wurzelnackte“ Gehölze haben viel besser entwickelte Wurzeln und sind viel kräftiger im Wuchs. Aber es gibt sie kaum noch oder eben nur in dieser Jahreszeit.

(Andrea Stolz, in einem Text für unseren Naturgartenvereins-Rundbrief)

Und übrigens: billiger ists auch noch, wurzelnackt zu kaufen!

Ich hatte meinen Faulbaum denn auch wurzelnackt bestellt, aber als ich ihn abgeholt habe, kam die Baumschulmitarbeiterin an und berichtete freudestrahlend, ich habe die „bessere“ Topfware bekommen, das sei falsch geliefert worden, aber der (niedrigere) Preis gelte natürlich.
Tja.

Einen Rote-Liste-Falter…

…hat es in unseren Vorgarten verschlagen! Anfang Oktober habe ich ihn unabsichtlich aus seinem Tagesversteck verscheucht, den Malven-Blattspanner (Larentia clavaria)

Ich hatte Glück – er ließ sich von mir verfolgen und wartete brav am neuen Ort, bis ich den Fotoapparat aus dem Haus geholt hatte. Die Art bevorzugt extensiv bewirtschafte Wiesen, Wegränder, Ackerränder und Straßenrändern, auch Gärten und Schuttplätze usw., überall dort wo Malvenarten, die Nahrungspflanzen der Raupen wachsen, ist sie zu finden – aber sie ist selten, gehört zur Kategorie 3 in der roten Liste Deutschlands. Hier ist eine Grafik, die die Einteilung veranschaulicht (Quelle: Wikipedia)

An den wenigen mitteleuropäischen Standorten ist Larentia clavaria durch den immensen Landverbrauch des Menschen (Überbauung, landwirtschaftliche Intensivierung) und übertriebene Mahd ungenutzer Flächen akut bedroht. (pyrgus.de)

Malven wachsen bei uns – wir haben sowohl Stockrosen als auch Moschus- und wilde Malve an unterschiedlichen Stellen im Garten stehen. Die Falter schlüpfen erst ab August, und die Eier überwintern – wer also die Stauden früh abschneidet, der trägt durch die oben erwähnte „übertriebene Mahd“ zum aussterben des Falters bei!

Birkenwanze

Die Birken- oder auch Fleckige Brutwanze (Elasmucha grisea) lebt auf Birken und Erlen – beste Bedingungen in unserem Garten, so daß es mich wundert, daß sie uns vorher noch nicht untergekommen ist. Nun aber meinte sie wohl selbst, es sei an der Zeit, und eine kleine Rampensau hat sich bereiterklärt, auf des Herrn Hand zu landen und so auf sich und ihre Art aufmerksam zu machen:

Diese kleinen Wanzen sind tolle Mütter:

Nach der Begattung legt das Weibchen im Juni 40 bis 50 Eier auf der Unterseite von Blättern ab. Auffällig ist das ausgeprägte Brutpflegeverhalten. Das Weibchen bewacht für zwei bis drei Wochen ununterbrochen die Eier und bleibt dabei auf dem Gelege sitzen. Es nimmt in dieser Zeit keine Nahrung auf und verteidigt die Eier gegen Ameisen, Spinnen, Käfer, andere Wanzenarten und Schlupfwespen durch Flügelschwirren und ein Wehrsekret. Auch nach dem Schlüpfen bleibt das Weibchen noch zwei bis drei Wochen bei seinem Nachwuchs und verteidigt ihn. Das Weibchen geht nach der ersten Häutung mit den Junglarven gemeinsam auf die Nahrungssuche. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei der Brutpflege fast 100 Prozent der Larven überleben, wogegen bei unbewachten Gelegen die Mortalitätsrate über 90 Prozent liegt.

Wikipedia

Eine seltene Sache bei nicht-staatenbildenden Insekten, aber nicht einzigartig: es gibt noch mehr Wanzenarten, die auf ihre Lütten aufpassen, und auch Ohrwürmer zB betreiben ja ausgeprägte Brutpflege.

Die kleine Rampensau haben wir nach der Foto-Session vorsichtig wieder ins Freie entlassen. Dankeschön, daß Du Dich und Deine Art uns vorgestellt hast! 🙂

Elf von zwölf

ELF von zwölf? Ist tatsächlich schon fast wieder ein Jahr rum? Wo ist, bitte, die Zeit geblieben? Sollte stimmen, was de ole Fru schon vor Jahren sagte: je älter Du wirst, desto schneller läuft die Zeit – und das hält nie auf?

Der Teich jedenfalls ist noch immer relativ leer.

Die „Wasserstandsanzeiger“ Simse und Froschstein zeigen: Simse trocken, Stein im Wasser – aber auch erst seit gestern wieder – da hat es ordentlich geregnet, zT mit Starkregenschauern.
Es hat insgesamt halt seit einigen Jahren schon zu wenig geregnet.
Offenbar merkt das auch das Haus: neue Risse an Stellen im Mauerwerk, an denen noch nie ein Riß war. An der Innenwand des Wohnzimmers zum Beispiel.
Ob es wirklich daran liegt? Oder vielleicht daran, daß die am Haus vorbeibretternen LKW und vor allem Landmaschinen immer größer und schwerer werden? Oft vibriert das Haus, wenn so ein Koloß untertourig vorbeibraust. Schließlich hat der immer schwerer werdende Lastenverkehr schon manchem Gebäude den Todesstoß versetzt.
Woran auch immer es liegen mag – uns wird unser Haus aller Wahrscheinlichkeit nach denn doch noch überleben….

 

 

Hummel-Keilfleckschwebfliege

Dies ist ein Mädchen, und bei dieser Schwebfliegenart haben die weiblichen Tiere KEINEN Keilfleck…. tschä.

Da sieht man mal wieder, daß man halt doch mit den lateinischen Namen oft besser fährt. Ihrer lautet

Eristaris intricaria

Oder man nennt sie „pelzige Mistbiene“ – das paßt insofern besser, als auch die Mädels pelzig sind, wie man sieht, und die Larven sich gern in Jauche entwickeln. Oder jedenfalls in „stehendem, schlammigen Wasser, das reich an zerfallendem organischen Material ist.“

(Zitat anthropodafotos Dort kann man sich auch die Männchen anschauen)

Geißblattgeistchen bestimmen – 2018 und heute

Heute recycle ich mal einen alten Beitrag, weil ich 1. etwas zu ergänzen habe, 2. das alte Foto besser ist als das aktuelle und 3. ich die Geschichte ganz interessant finde: 🙂

2018: Dieses Foto hab ich mal extragroß gelassen, klickt es mal an, dann seht Ihr: hier ist ein Falter mit Fächerflügeln wie aus Federn! Winzigklein (etwa daumennagelbreit) saß er an der Tür zur Küche!

Ich war ratlos, und nach einigem suchen dachte ich „naja, vielleicht ist das ja nichtmal ein Falter!“ und habe kurzerhand eine „bitte um Hilfe“- Mail geschrieben – und nichtmal eine halbe Stunde später diese Antwort vorgefunden:

besten Dank für Ihre Anfrage. Dass Sie den Falter nicht auf unseren Seiten finden konnten, ist kein Wunder: Es ist ein (im landläufigen Sinne so genannter) Kleinschmetterling und wir haben uns seither auf die Großschmetterlinge beschränkt.

Zufällig kenne ich den aber: Es ist ein Federgeistchen der Gattung Alucita, nämlich Alucita hexadactyla. Weitere Abbildungen finden Sie hier: http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Alucita_Hexadactyla und bei Wikipedia finden Sie einen kleinen Überblick über die Familie Alucitidae: https://de.wikipedia.org/wiki/Federgeistchen_(Familie).

Freundliche Grüße

Herbert Fuchs

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Naturschutzbüro Zollernalb e.V.

Auch von hier aus nochmal: DANKEDANKEDANKE!!!! 🙂


2022: wieder hab ich ein solches Tierchen drin an der Wand gefunden – offenbar mögen sie gern bei uns überwintern. Das bestimmen ist seit 2018 deutlich einfacher geworden, Apps und auch bessere Vorkenntnisse helfen.
Mich interessieren inzwischen mehr Infos als damals, hauptsächlich zu Futterpflanzen und Lebensweise der gefundenen Tiere. Deshalb sei ergänzt:
Das Federgeistchen ist eigentlich eine Federmotte. und wird nur oft mit Federgeistchen in einen Topf geworfen. Hier sind die Unterschiede gut erklärt und auch zu sehen *klick* 
„Meine“ Federmotte heißt auf deutsch Geistblattgeistchen, denn ihre Raupen minieren in Geißblattknospen. Bei uns im Garten sind ja mehrere Geißblattarten zu finden, von drei verschiedenen rankenden bis hin zu einem Strauch im Gebüsch – da sollte Jedes was leckeres finden.

Imageschädigend!!!

Das hier ist ein Zünsler. Sein lateinischer Name lautet Aglossa pinguinalis, und der Herr F. hat ihn im Juli geknipst – er fliegt von Mai bis August

Er hat aber auch einen deutschen Namen, und der ist Fettzünsler. Hört sich fies an, gell? Man denkt sofort an eins von den Viechern, die in schlecht verschlossenen Vorräten wimmeln. Aber nein! Der Fettzünsler ist unschuldig! Das fressen an Butter und Käse, das seinen Raupen tatsächlich unterstellt wurde, weshalb er auch als Vorratsschädling gilt, konnte nie nachgewiesen werden!
Ein typischer Fall von bösartiger Imageschädigung!
Also, wenn mal wieder ein kleiner, grauer Falter, tagsüber aufgescheucht, zu Fuß vor Euch flieht – vor dem zerdrücken gut hinschauen! Nicht Alles, was klein und grau ist nagt an Essen oder den eingelagerten Wollpullis!

Es gibt noch ein Beispiel für Einen, dem sein Name schadet: der Faulbaum. Der ist erstens eigentlich ein verzweigter Strauch, kein Baum und zweitens muß, wer den angeblichen leichten Fäulnisgeruch der Rinde wahrnimmt, schon einen SEHR guten Riecher haben. Daß dieser Strauch so heißt ist sehr schade – denn er mag Schatten, kann auch unter großen Bäumen leben und ist ein echter Tiermagnet. Nicht nur die lange, nektarreiche Blüte (Mai bis September) hilft, sondern von den Blättern leben Raupen und Käfer, und die Früchte werden von vielen Vögeln gern gegessen.

So einen Faulbaum möchte ich daher in diesem jahr auch gern bei uns im Garten ansiedeln. Platz haben wir schon ausgeguckt: ein Hartriegel und eine Forsythie müssen weichen – ersterer nervt mit langen Ausläufern, auch, weil es ihm dort viel zu schattig und trocken ist (andere Exemplare dürfen stehenbleiben, dieser musste weichen), letztere ist zu nix nutze (weder Nektar noch Pollen; Niemand ernährt sich von ihr; da ist ähnlich viel Leben dran wie an einem Kleiderständer!)

Noch ’ne Staublaus

Das hier ist Valenzuela flavidus,
eine weitere Staublaus-Art. Man weiß anscheinend nichtmal genau, wovon Staubläuse leben. WAHRSCHEINLICH von Pilzen und Flechten. Sie überwintern als Ei, aber es gibt mehrere Generationen in einem Jahr.

Winterprojekt

Der Herr F. hat noch nicht genug gebuddelt in den letzten Jahren – und es gibt keine Schneebeere mehr!!
Also muß was neues her 😉

Nein, Scherz…. ich bin wirklich froh,. daß er sich da dran macht – ich habe nur einmal für wenige Spaten voll getestet – und habe seit zwei Tagen „gut“ davon. Also tu‘ ich anderes, ich habe ja Chemieseidank wieder die Energie, was zu tun. Ich ziehe Gierschwurzeln aus der kahlen Erde, beseitige Spinnweben (drinnen *gg*), kürze das Geißblatt am Kirschbäumchen ein, wische Staub (auch drinnen), ziehe Queckenwurzeln, mache Kaffee für uns, bewundere die Herbstzeitlosen und des Herrn F. Fortkommen – kurz: bin reichlich genervt, daß ich nicht Diejenige sein kann, welche, und versuche, mich trotzdem A nützlich zu machen und B zu beschäftigen.

Außerdem lese ich grad die „Vestfold“-Trilogie von Margaret Skjelbred ein drittes Mal und bin wie noch jedesmal zu Tränen bewegt – ach, was schreibt diese Frau schön!! Empfehlung!!!! (Lerchenherzen/ Windgesang/ Elfenecho heißen die drei Bücher) Wunderbar für lange Abende vor dem Ofen!!

Tachina magnicornis. Oder vielleicht auch fera.

 

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Dies ist eine Raupenfliege. So weit ists sicher. Die im Titel genannten Arten lassen sich nur schwer unterscheiden. Obsidentify meint, es sei die (seltenere) Tachina magnicornis. Scheint mir anhand der Fotos eine reichlich gewagte Vermutung, wenn man sich anguckt, wie die zu unterscheiden sind *klick*

Raupenfliegen leben von Nektar und Pollen – ihre Larven aber sind Parasitoide. Sie bohren sich in passende Schmetterlingsraupen, wenn eine davon ihren Weg kreuzt (was heißt: die Larve schlüpft aus dem von Muddern an die richtige Nahrungspflanze der Schmetterlingsraupenart, die das Kind mag, gelegte Ei und wartet dort, bis die richtige Raupe angekrochen kommt) Dann entwickelt sich die Larve in der Raupe weiter. Erst im letzten Larvenstadium werden dabei lebenswichtige Organe der Raupe angefressen, so daß diese weiterlebt, solange es für die Larve nützlich ist.

Natur kann fies sein….

El Mauski will auch einen Beitrag leisten

Der Kerle bringt uns die unterschiedlichsten Mäuse – er meint wohl, daß die Tierliste in wichtigen Bereichen unvollständig ist.
Trotzdem sind wir nicht allzu glücklich über seinen Eifer. Wir hätten die Tiere lieber lebend – aber nicht frei in der Stube…🥴 Ich schätze, wir müssen ihm beibringen, sie im Wintergarten in einen Eimer zu schmeißen und dann Bescheid zu geben (schließlich sollen die armen Viecher ja nicht lange hungern müssen)

Das ist eine Waldmaus (Apodemus sylvaticus)

Waldmäuse sind überwiegend nachtaktiv und klettern gut. Die tiefen Erdbaue haben zwei Eingänge und eine Nest- und eine Vorratskammer. Die Nester werden im Winter von mehreren Tieren bewohnt. Waldmäuse sind Allesfresser

Das ist eine Zwergspitzmaus (Sorex minutus)

Die Zwergspitzmaus ist eines der kleinsten landlebenden Säugetiere Europas. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 42 bis 66 mm, die Schwanzlänge 35 bis 46 mm und das Gewicht 2,6 bis 5,9 g. Die Oberseite und die Flanken sind einfarbig braun, die Unterseite ist grau.

Das ist eine Hausspitzmaus. (Crocidura russula) 

Hausspitzmäuse leben fast ausschließlich in Siedlungsgebieten von Menschen. Dieses Tierchen lebte zumindest, war quicklebendig und schwer einzufangen – ElMauski hatte es im Wintergarten freigelassen….

Spitzmäuse sind übrigens eigentlich gar keine Mäuse. Sie gehören nicht zu den Nagetieren sondern zu den Insektenfressern!

Zehn von zwölf

Na, wie geht’s dem Teich?

Hat wieder Wasser, aber der Pegel fällt täglich sichtlich. Jedenfalls bis gestern abend. Jetzt wird er wieder steigen, denn es soll die ganze nächste Woche über ordentlich regnen.

Der Findling links lag nach dem Regen kurz im Wasser, fast zugedeckt sogar (Ihr erinnert Euch an die Vorher-Nachher-Fotos?)… jetzt isser wieder am Teichrand.

Momentan würde ich mal auf ca 5-10cm Wasser „über Teichgrundmodder“ schätzen, mehr nicht.

Was sonst?

Der Herbst ist da. Nicht nur kalendarisch, sondern spürbar. Wenn die Sonne scheint, brennt sie- aber geh mal in den Schatten: sofort ists richtig kalt. Der Wein an der Hauswand wird rot, Blätter fallen … ja, es ist Herbst.

Wir haben schon ziemlich viel von unserer To Do-Liste abgearbeitet, dafür ist Neues nachgerückt, das ich zu notieren vergessen hatte. Nuja….

mir gehts deutlich besser, seit ich von der Hausärztin einen Vitamincocktail plus ein neues Medikament verschrieben bekommen habe, das mich besser schlafen lässt und die Schmerzwahrnehmung verändert. Seine volle Wirkung soll das nach ca 10 Tagen entfalten, aber den Einfluß auf den Schlaf hatte es ab Nacht eins. Mein Problem war ja nicht, nicht schlafen zu können, sondern, daß der Schlaf nicht erholsam war und ich oft aufwachte. Ersteres hat sich sehr gebessert.
Nichtsdestotrotz bin ich nicht wirklich glücklich damit, ständig Medikamente zu nehmen und tröste mich damit, daß auch diese frozen shoulder irgendwann auftauen wird. Und dann…..

Glatter Nimrod

WIE winzig dieses Tierchen ist erkennt man, wenn man weiß, daß der Hintergrund des Bildes – Haut ist! DASS es so winzig ist, erklärt sich dadurch, daß es ein Baby ist. Eine Nymphe einer sehr kleinen Wanze nämlich, und die ist mit bis zu 4,5mm auch nicht grad ein Riese…. die Wanze heißt Deraeocoris lutescens, einer der deutschen Namen lautet – glatter Nimrod.

Sie lebt auf Laubbäumen und saugt dort an Blattläusen, die Eier aber versenkt das Weibchen tief in den Wirtsbaum-Wurzeln.