Zackeneule

6.11. Den armen Falter haben wir in der Winterruhe gestört – er saß im (feuchten, dunklen) Schuppen auf der Seite eines dort stehenden Kantholzes, das der Herr rausgeholt hat, um dem Spattzaun einen neuen Stützpfahl zu verpassen. Zum Glück – der Herr F. musste ordentlich ruckeln und hin-und herraken, um das Kantholz rauszukriegen – ist dem Tier zumindest nichts passiert, und als die Fotosession beendet war, habe ichs wieder in den Schuppen auf ein anderes Holz gesetzt, das wir wohl in diesem Winter nicht mehr anrühren werden.


Die Zackeneule (Scoliopteryx libatrix) ist ein häufiger Nachtfalter, der nicht sehr spezialisiert ist, weder was Lebensräume noch was Nahrung angeht. Wer in Wäldern, Gärten, Parks, Mooren, Sümpfen wohnen kann und an Pappeln oder Weiden unterschiedlicher Arten frisst, der kann auch heutzutage noch überleben.
Schöner Rücken….. 😉  leider sind nur diese beiden Fotos scharf geworden. Hübsche Zeichnung hat der Flattermann – Herbstblatt mit orange, und die Beine weiß getupft… tolle Tarnung, würde man in Herbstlaubhaufen überwintern. Am Kantholz hat der Falter eher richtig hervorgeleuchtet.

Who are you?

Vor einiger Zeit ist uns aufgefallen, daß Jemand das Flugloch am Paradies-Vogelhaus, das bisher immer von Blaumeisen bewohnt gewesen war, enorm vergrößert hatte. Na? Ich war gespannt – ein Eichhorn vielleicht? Ein Buntspecht? Oder gar irgendwas selteneres – Bilch, Gartenschläfer oder so? Wer zieht im Oktober in ein Vogelhäuschen ein?

Ich hab die Kamera aufgehängt.

Und:

Kohlmeisenflügel

Zaunkönig

Spatzenflügel

Schöne Bilder gibts da!

Vogel ohne Flügel!?

 

Spatzens zu 2.

Flugtechnik live

Kohlmeisen, Spatzen, ein Zaunkönig – und Blaumeisens waren übrigens auch zu 2. unterwegs; sie hatten ja bisher, mit kleinem Flugloch, dort gebrütet. Die Fotos von ihnen waren bloß nicht gut, deshalb sieht man sie hier nicht.

Wer den Sieg davontragen wird,

scheint noch nicht geklärt, die Aufnahmen (und viel mehr als diese, aber mit den immer gleichen Protagonisten) stammen von zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Wer allerdings nun das Flugloch vergrößert hat – das weiß ich noch immer nicht. Machen Spatzen sowas???? Andererseits würden weder Spatzen noch Kohlmeisen ein SO großes Anflugloch brauchen.

Heidelibelle

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Am 9. Oktober hat sich dieses schöne Tier auf des Herrn Jeans gesonnt. Eine männliche Heidelibelle ists, wahrscheinlich die blutrote, Sympetrum sanguineum

In diesem Jahr habe ich insgesamt vier Libellenarten gesehen, die große, grün-blaue, die jedes Jahr da ist (Mosaikjungfer?), den Plattbauch, eine kleine, dünne, dunkelblaue (eine Azurjungfer?) und jetzt die Heidelibelle.

 

Gartenbilanz 2021

Was für ein Mistwetter, da draußen!
Zeit für eine Garten-Bilanz, finde ich, und hier ist meine:

Der (letzten Winter ausgebaggerte, an einer Seite abgeflachte und von umgebendem Schneebeergebüsch befreite) Teich ist schon eingewachsener und bewohnter als vermutet: drei Molcharten, Frösche von Frühjahr bis Herbst, viele trinkende und badende Vögel, Wasserläufer, -schnecken und -käfer, Libellen (gesehen hab ich vier unterschiedliche, zwe davon allerdings nur einmal), dazu der Bewuchs ringsum – es wird!

Die neue Wegeführung dahinter gefällt uns gut, und auch die vom Bagger plattgewalzten Bereiche sind neu ergrünt. Die Pflanzen von der Archegärtnerei sind (im Gegensatz zu sonstwo gekaufter Ware) samt und sonders super angewachsen. Ich hoffe, sie vermehren sich ebenso gut.

So viel zum Teich *gg* Hier ist noch ein Foto aus der Blütezeit der Bachbunge, Veronica beccabunga:

Erfreulich ist auch, daß die 2018 und 2019 in Angriff genommene Silbergoldnesselvertreibung besser geglückt ist als befürchtet. Da heißts von nun an „dranbleiben“ denn von allen Grundstücksgrenzen drängt die SiGoNe nach, und es gibt auch noch Orte im Garten, an denen sie weiter wächst – weil ich schlicht und einfach nach wie vor nur sehr begrenzt zupfen und ausreißen kann. (Dasselbe gilt für die Schneebeere, nur daß die von unten und nicht von den Seiten kommt)

Weniger erfreulich ist, daß drei neue Plagen den Garten heimsuchen: nach dem Bagger kam ein Gras, das nicht nur oberirdische meterlange Ausläufer bildet, sondern sich auch nach oben hin aufmacht, alles zu ersticken, das nicht schnell genug über Kniehöhe wächst (das im Teich-Film gezrigte ist dasselbe, bloß, daß es da nicht HOCH sondern WEIT geht, weil nix zum festhalten in die Höhe da ist). Da hab ich schon viel beibleiben müssen, damit auch anderes die Chance hat, zu wachsen. Zweitens breitet sich der Weißklee stark aus, und drittens möchte die Quecke hier wohnen.
Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Jahren entwickeln wird…. ich hoffe ein wenig darauf, daß vor allem dieses Gras ein Pionier ist, dessen Zeit ich aktiv verkürzen kann, indem ich Platz für anderes freihalte, das das Gras später allein in Schach halten kann. Abwarten. Bei Weißklee und Quecke hab ich wenig Hoffnung. Da hilft nur, sie dort, wo sie erst in den Anfängen sind, konsequent zu entfernen, schätze ich. Da, wo sie schon Fuß gefasst haben bleibt nur, die Beete zu „verteidigen“

Mädesüß

Mein Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist ein noch kleiner Ableger der großen Pflanze an der Entwässerungsau hinterm Haus. Zur rechten Zeit hab ich kein aussagekräftiges Foto hingekriegt, und jetzt ists zu spät. Es hat winzige, weiße Blüten, an denen sich unzählige ebenso winzige Fliegen, dazu Käfer und anderes Getier tummeln. Interessant ist, was Wikipedia zum typischen Vorkommen sagt (da gibts auch ein gutes Foto!):

Pflanzensoziologisch ist das Echte Mädesüß die Verbandscharakterart des Filipendulion (Mädesüß-Fluren), kommt aber auch in anderen Molinietalia-Gesellschaften (Nasswiesen, nasse Hochstaudenfluren) vor, außerdem in Convolvuletalia-Gesellschaften (nitrophytische Uferstaudengesellschaften nasser Standorte) sowie im Alno-Ulmion (Hartholzauwälder).

Die blütenreiche Vegetation wird typischerweise aus dem namensgebenden Mädesüß und Arten wie Wasserdost (Eupatorium cannabinum), Echter Baldrian (Valeriana officinalis), Sumpfziest (Stachys palustris), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), Große Brennnessel (Urtica dioica), Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre) und Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) gebildet. Ferner zählen Echter Beinwell (Symphytum officinale), Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre), Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum) und gelegentlich die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) zur Begleitflora.

Quelle: Wikipedia

Am Teich möchten Sumpfiris und die Brennessel, dürfen aber nicht ;-), außerdem habe ich bisher ja schon Blutweiderich und Sumpfstorchschnabel in direkter Nähe, nämlich beim Wasserrohr, gepflanzt. Der Beinwell war dort (wurde mit weggebaggert, steht aber an mehreren anderen Stellen) und wird sicherlich wiederkommen. Wasserdost steht auch in der Nähe, mal abwarten, ob er von allein dazukommt.

Hier ist eine Liste weiterer passender Arten

Da werde ich mich mal umtun…. es muß doch dem Giersch beizukommen sein 😉

Totengräber samt Milben, aber….

….. nein, die Milben sind keine Parasiten! Sie sind (dem Totengräber) sogar sehr nützlich: wenn er auf einem Tierkadaver ankommt, den er als Nest für seine Larven als geeignet befindet, dann flitzen nämlich diese Milben von ihrem Taxi runter, um sich über Fliegeneier herzumachen – und Fliegenlarven sind scharfe Konkurrenz für so einen Totengräber. Sie entwickeln sich sehr schnell und könnten ihm seine Kinderwiege, den kleinen Leichnam eines Maulwurfs, einer Maus, eines Vogels…. streitigmachen. So schnell gräbt kein Käfer….

Außerdem kann ein Totengräber den Leichengeruch „seines“ Tieres verändern, so daß andere Nahrungskonkurrenten nicht so schnell aufmerksam werden!

Das kann man hier nachhören, der Link führt zu einer kurzen Folge eines Podcasts, in dem Mark Benecke allerhand spannendes über den „Duft des Todes“ berichtet, u.a. eben auch vom Totengräber. (Danke, teff!!)

Und all das wäre mir entgangen, hätte nicht der Herr F. im August diesen kleinen Käfer im Garten eingefangen, um ihn mir zu zeigen!! Daß es ein Totengräber ist, wusste ich (wieso? Keine Ahnung, aber ich wusste es *g*) Den ganzen Rest hab ich mir ergoogelt oder eben von teff „nachgeliefert“ bekommen, die beim betrachten des Kleinen grad bei uns war. Dieser hier ist übrigens ein GEMEINER Totengräber (Nicrophorus vespillo), zu erkennen ist das an den roten Fühlerenden.

Irgendwann war mal Sommer …

… und wenn es richtig warm war, im Juni schon, aber auch bis August, sah ich im Teich mehrfach eine Art dicken Wurm, vielleicht (der größte) 10, 15cm lang, sich schlängeln.

Ein Blutegel???

Leider hab ich kein besseres Foto hingekriegt, ihn aber (im Kescher) besser betrachten können.

KEIN Blutegel, sondern ein Pferdeegel (Haemopis sanguisuga)

Lebensraum des Pferdeegels sind stehende sowie langsam fließende Gewässer. Die Art kommt in ganz Europa sowie in Nordafrika vor. Sie saugt kein Blut, hierfür ist die Bezahnung des Kiefers (zwei Reihen von je 14 Zähnchen) zu schwach. Stattdessen ernährt sich der Pferdeegel von verschiedenen Wassertieren, die er verschlingt. Zum Beutespektrum zählen etwa Insektenlarven, Würmer, Fischbrut sowie Laich und Larven von Amphibien. Zwischen den Mahlzeiten können lange Phasen ohne Nahrungsaufnahme überdauert werden.

Die Tiere bewegen sich sowohl kriechend fort – unter Zuhilfenahme ihrer beiden Saugnäpfe an den Körperenden – als auch frei schwimmend mit Schlängelbewegungen. Manchmal verlassen Pferdeegel das Gewässer. In feuchter Erde in Ufernähe werden Eikokons abgelegt. Diese sind bis zu einem Zentimeter groß. (…)

Sowohl der deutschsprachige als auch der aus dem Griechischen und Lateinischen abgeleitete wissenschaftliche Name sind irreführend. Haemopis sanguisuga bedeutet so viel wie „blutgieriger Blutsauger“, obwohl die Art nicht zu den ektoparasitischen, blutsaugenden Egeln gehört. Die Bezeichnung „Pferdeegel“ beruht auf einer Verwechslung mit dem im Mittelmeerraum beheimateten Rossegel (Limnatis nilotica). Dieser kann an Viehtränken in die Nasenhöhlen, den Rachen und die Speiseröhre von Rindern, Pferden etc. eindringen und sich dort festsetzen.

Wikipedia

Wie schafft es so ein Tier wohl von einem Gewässer in ein anderes? Als Ei?

Flatterkleinchen

Anfang September tummeln sich, sobald die Sonne rauskommt, winzigkleine Gestalten auf den Rainfarnblüten

Näher ran:

Noch näher

Wieder half obsidentify: Anthophila fabriciana, ein kleiner Falter aus der Familie der Spreizflügelfalter, sitzt manchmal auch auf Senfblüten. Gar nicht so leicht, ein wenig über den Winzling herauszufinden, aber dann:

Kleiner tagaktiver Nachtfalter der meist in größerer Anzahl an geeigneten Nektarpflanzen zu finden ist. Falter der ersten Generation (Mai/Juni) sah ich bislang noch nicht, die der zweiten Generation haben nach meinen Beobachtung eine Vorliebe für Blüten des Rainfarns.
Die Raupen bauen sich ein typisches, tütenförmiges Wohngespinst mit einem Blatt ihrer Futterpflanze.

naturspaziergang

Mondvogel

Juli bis 31.August: Derzeit gibts viele Raupen des Mondvogels Phalera bucephala, wir konnten sie in verschiedenen Altersstufen angucken, die letzte sah schon so aus, als wolle sie sich bald verpuppen – und laut Insektenbox wird sie das auch sehr bald tun. Im Link sieht man übrigens auch, warum der Schmetterling „Mondvogel“ heißt:

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Wikipedia sagt noch: mit angelegten Flügeln sieht dieser Falter einem gebrochenen Zweig verblüffend ähnlich, am ehesten einem Birkenzweig. Aha. Da er ein nachtfalter ist, werde ich das wohl eher nicht verifizieren können – obwohl: vielleicht kommt ja mal einer ins Wohnzimmer: sie fliegen wohl Lichtquellen an

Was los ist

Kurzform:

  1. Teff und GrafOlaf sind wieder wech.
  2. Seit letzter Woche hab ich nun ne Ellbogenmanschette für die Knochenhautentzündung Ellbogen rechts
  3. De ole Mann kommt heute wieder aus dem Krankenhaus. Oder morgen (ja, er war notfallmäßig drin)
  4. Im Garten gibts himmelblaue Blattkäfer

Langform:

  1. War schön, ich aber sehr k.o. und schlapp. Aber das ist ja inzwischen fast normal UND GEHT MIR SOWAS VON AUF DEN SACK!!!!
  2. Tut ordentlich weh, ist rechts. Wahrscheinlich Folge der monatelangen Überlastung wg. der FrozenShoulder links. Weil jetzt rechts schmerzhafter ist als links tu ich mehr mit links, was dazu führt, daß die Schulter wieder mehr schmerzt. Aber die Manschatte hilft, es scheint langsam besser zu werden. Auch diese ganze Schmerzsache GEHT MIR SOWAS VON AUF DEN SACK!!!! Fitneßstudio ist wieder gestrichen, schmerzt sowas von – also werde ich weiterhin schlapp sein – Teufelskreis
  3. Erster Altenheimanruf 3 Uhr nachts (nicht rangegangen), zweiter 6 Uhr. Rangegangen. Ein Vormittag großer Sorge und vieler Telefonate, denn eine Not-OP war nötig: Nabelbruch. Die letzte Narkose hatte ja schlimme Nebenwirkungen gehabt…. aber alles ging gut, de ole Mann ist fit und völlig bei sich, gestern war ich auch zu Besuch. Großes Glück, daß schnell reagiert wurde: der Nabelbruch hatte eine Darmschlinge eingequetscht, wäre die abgestorben, wäre das sehr bös‘ ausgegangen
  4. Das ist laut obsidentify der himmelblaue Blattkäfer(Chrysolina coerulans) (Ich hab noch paar mehr Fotos, aber man war sich 100% sicher…) Larven und Käfer leben von Minzen. Passt ja.
  5. Insgesamt finde ich, daß es endlich mal alles wieder dauerhaft ruhig und (schmerzmäßig) besser werden dürfte. Langsam hab ich nur noch wenige Kraftreserven über, kommt mir vor. Ich versuche, Ressourcen zu finden, es klappt nur bedingt: Der Besuch hat ein wenig aufgetankt. Garten – geht wieder kaum, was zu tun, und zum rumsitzen ists zu kalt und feucht. Arbeit macht Freude, ist aber körperlich auch richtig grenzwertig. Auch de ole Lüüd gehören, obschon auch zu den Kraftzehrern, zu den Ressourcen. Die Freude bei beiden, wenn sie mich sehen. Auch, daß sie oft und deutlich äußern, daß sie froh sind, daß wir alle da sind. Doch insgesamt neigt die Waagschale sich gen „schlapp und überfordert“. Daß es, schon allein auch wegen Corona, so vielen Menschen so geht, das machts nicht besser. Hilft höchstens insofern als ich mir sage: nein, Du stellst Dich nicht an, es ist wirklich alles sehr kräfteraubend seit langer Zeit.

Grünader-Weißling

Seltsamer Kohlweißling….oder isses gar keiner??

Nee, das ist keiner!!!

KLEIN ist der!

…und es ist ein Grünader-Weißling (Pieris napi)

Zum Lebensraum des Rapsweißlings gehören feuchte, grasige Orte mit etwas Schatten, Waldränder, Baumhecken, Fettwiesen und bewaldete Flusstäler. Die späteren Generationen erweitern ihren Einzugsbereich bei der Suche nach alternativen Futterpflanzen in trockenere, aber blütenreiche Lagen.

Der Generationsverlauf variiert mit Lokalität, Höhe und Saison. In Nordeuropa werden zwei bis drei Generationen von April bis Anfang September beobachtet.

Zu den Futterpflanzen der Raupe gehören Schaumkrautarten (Cardamine), aber auch verschiedene Arten von Kresse wie Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale), Senfe(Sinapis) und Knoblauch (Allium sativum).

sagt Wikipedia.

Schaumkraut – ein winziger Restbestand blüht in manchen Jahren am Rande der Kuhkoppel, wo der Dünger wohl nicht hinkommt. Ich will versuchen, ob es am Teichrand wachsen mag. Aber noch habe ich keine Saat. Senfe gibts in den Blühflächen; der Grünader-Weißling wird auch Rapsweißling genannt, aber es ist wohl nichtmal sicher, ob die Raupen auch am Raps gedeihen…. na, jedenfalls wohnt der Erwachsene alljährlich in unserem Garten.

Tier No 234 an Pflanze No 296 *g*

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Habe eine wunderbare neue App, kostenlos und googlefrei, entdeckt: obsidentify

Mit ihrer Hilfe hab ich auch dieses Kerlchen identifizieren können, das leider nicht recht typisch aussieht: „meiner“ ist wesentlich kontrastärmer gezeichnet als das „normale“ Exemplar. Ich hab mich deshalb in einer Signalgruppe mit lauter BiologiestudentInnen und „BestimmerInnen“ unterschiedlicher Fachgebiete nochmal vergewissert: es ist wohl tatsächlich der Brennesselzünsler, Anania hortulata.

Die Blüte, an der er sitzt, ist eine der Nicht-Naßfüßler-Pflanzen, die ich neu erwarb: eine nickende Distel Carduus nutans, die schon mehrere Blüten ausgebildet hat. Ich hoffe, sie sät sich aus, denn nach der Blüte stirbt sie ab.


Was die App angeht: die Fachleute warnen ein wenig, man muß sie wohl eher als Anhaltspunkt nutzen als ihr vorbehaltlos zu glauben, UND man muß unbedingt das Bestimmungsobjekt vorher groß und mittig im Bild justieren, sonst klappts nicht. Aber mir langen Anhaltspunkte ja oft, und die paar Male, die ichs getestet hab, hat sie gut funktioniert.

Was die Überschrift angeht: ich hatte lange nicht mehr geguckt, wie viele Tiere und Pflanzen ich denn eigentlcih bislang einigermaßen sicher in meinem Garten bestimmen konnte – und war überrascht! 🙂

Uiuiuiuiuiuiui!!!

Bin ganz aufgeregt, immer noch!

Denn vor einer halben Stunde bin ich rausgegangen, um zu gucken, wie der Wasserstand am Teich aussieht (es hat den ganzen Tag immer wieder heftig geregnet) Steh ich da so rum mit dem großen Schirm überm Kopf, kommt von der anderen Teichseite ein großer, zierlicher, grauer Vogel mit weißer Unterseite, langem, spitzem Schnabel und langen Beinen angeflogen. Will sich offenbar auf den Holunderstamm im Teich setzen, sieht mich aber, flattert ungeschickt, um sich noch umdrehen zu können und fliegt dann schimpfend (Wi – wi – wi) weg, wobei ich noch oben eine auffallende weiße Stelle am Bürzel sehen kann (der Restschwanz sah dunkel aus)

Foto aus Wikipedia, GNU-Lizenz, G.M.Garg

Ich nix wie rein und im Vogel-Buch gesucht. Dann mit ersten Ideen ins Netz, weitergeguckt – Letztlich bin ich am Waldwasserläufer hängengeblieben. Wegen der Optik, des im Buch extra erwähnten auffallenden weißen Bürzels im Flug, und weil ich folgendes las:

Er brütet in Skandinavien und Rußland, kommt aber bereits nach 2 Monaten in die Migrations- und Überwinterungsgebiete – und die sind eben auch hier, in Nord-Ost-Deutschland. Und dort findet man ihn dann auch an kleinsten Gewässern, wie Gräben und Tümpeln, meist alleine.

Kann das sein???? Mir war nicht klar, daß Vögel mit Stelzbeinen überhaupt irgendwie mitten im Land im Garten zu finden sein können, ich hab solche immer mit „Nordsee“ in Verbindung gebracht … Sollte es hier Menschen mit belastbarem Vogelwissen geben, dann wäre ich interessiert an einem Feedback, denn trotz der Infos, die ich las, kann ich immer noch fast nicht den eigenen Augen trauen, so kurz und überraschend war die Begegnung!

parasite

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14.7.: Stellt Euch vor, daß diese Fliege so klein ist, daß ich sie ohne das rote Vieh auf dem Rücken garnicht wahrgenommen hätte, gut getarnt auf den farblich ähnlichen, auch schon kleinen Pastinakblüten. Dann könnt Ihr Euch vorstellen, wie klein der Parasit ist. Eine Milbe? Oder gibt es so kleine Zecken???

Und wenns ein wenig gruslig sein soll, dann stellt Euch mal vor, wie groß eine Zecke an Eurem Rücken wäre, wäre sie in einem ähnlichen Größenverhältnis zu Euch wie dieser Parasit zur Fliege ist….

*schauder*

Zum grünen Tierchen: Für eine Fliege hats zu lange Fühler. Für eine Blattlaus passt mE der Körperbau nicht. Aber eine Signalgruppe konnte helfen: es handelt sich um eine Wanze, wohl die zweipunktige Wiesenwanze (Closterotomus norwegicus)

Und weiß wer, was DAS für ein Monsterchen sein könnte:

Ich hatte nicht die winzigste Idee, wo oder wie ich suchen könnte…. aber auch da gabs Hilfe: es ist die PUPPE eines asiatischen Marienkäfers!!!

Gras-Sternmiere – oder: was macht eigentlich der Kräuterrasen?

Ein neu aufgeblühter Gast im Kräuterrasen ist diese winzige, zarte Pflanze:

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es ist die Gras-Sternmiere (Stellaria graminea), die in der Mischung enthalten ist. Ob sie bleiben wird, weiß ich nicht recht – vielleicht wirds ihr zu schattig sein. Abwarten. Die zarte, weiße auf zwei der drei Bilder, das ist sie.

Insgesamt ist viel, viel, viel unterschiedliches zu sehen – aber Blüten lassen auf sich warten. Momentan wirds, wie man auf dem einen Foto sehen kann, zart lila von den Braunellen. Ansonsten blühen Gänseblümchen und hier und da ein Reiherschnabel und, auf den Fotos noch nicht zu sehen, weil die einige Tage alt sind, dottergelb erste Hornkleeblüten.

Man darf also nach wie vor gespannt sein, was noch kommen mag. Im nächsten Frühjahr erwarte ich eine gelbe Schlüsselblumenfläche – eine hat dies Jahr schon geblüht, und es sind richtig viele kleine Rosetten zu sehen 🙂


Aussortiert, Tag 120: ein Fahrradsattel, gefunden beim suchen der Luftmatratze für den Teichtest *gg* -> Sozialladen (oder es meldet sich hier mal wieder Jemand, es ist ein neuer, leicht gepolstert, aber schmal (ich mochte lieber meinen alten, breiteren)