Nochmal ne Schlupfwespe

…hab ich natürlich dem Lennart für sein Projekt geschickt, aber zuvor geguckt, was es denn sein könnte. Ich kam auf Ichneumon stramentarius. Könnte es tatsächlich sein, schrieb er:

gar nicht mal schlecht! 🙂 Ichneumon stramentarius oder suspiciosus, die sind leider nur an der Scopa, also der Behaarung der Innenseite der Hinterhüften zu unterscheiden.

Okayyyyyy *gg*

 

 

zart!?

24.9. Also, zart finde ich persönlich ja nicht so die richtige Bezeichnung für die punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima). Punktierte Pummelschrecke würde es eher treffen…. aber schaut selbst:

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Schon wieder ein Tier mit weniger Beinen als es haben sollte…. fast allen Heuschrecken, die ich sehe, fehlt eines! Und dieses ganz leichte schielen – herrlich!! *gg*

Nix für Arachnophobe ;-)

15.9. Der letzte warme Sonnentag – na, da wollen wir nochmal grillen. Also wird die Kohle vorgeheizt, dann gegrillt, dann der Haufen Brombeergestrüpp (vorher umgeschichtet, damit Tiere sich retten können) nach und nach aufgelegt. Langsam wird es in der gesamten Feuerstelle wärmer – und da sitzt sie plötzlich auf einem der Umrandungssteine:

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Ich dachte ja „oh, da hat sie wohl ihren Eikokon gerade noch retten können. Aber jetzt, bei der Suche im Netz, scheint mir: das ist eine Wolfsspinne, Lycosida spec., und die tragen, so lernte ich, immer ihre Kokons mit sich herum. Und sogar später die kleinen Spinnen, einige Tage lang!

Ich konnte keine wirklich hilfreiche Bestimmungshilfe für Spinnen finden. Kennt hier Jemand eine? 🙂

Teichspaziergang

Nach den ergiebigen Regenfällen der letzten Wochen zeige ich Euch mal den „vorher“- Zustand unseres Tümpels, bevor irgendwann der Bagger kommt….

Wir starten gleich rechts neben den Bienen – Ihr seht den Zufluß (Tonrohr) und rechts daneben die Stufen hinunter. Iris (mittig) und Weide (links) werden entfernt, weil sie sonst früher oder später den ganzen Tümpel überwuchern.

geht man wenige Schritte nach links, sieht man bis ganz über’n Teich 😉

wenige Schritte nach rechts: der „Ausstieg“ gegenüber. Was kahl wirkt zeigt nur, wie viel Sigone* ich schon entfernt habe – hauptsächlich „vor Schulter“, und auch in Mini-Portionen seitdem *seufz*

Nun sind wir auf der anderen Seite, überm „Ausstieg“ von eben. (Der Weg dorthin ist so dichtgewachsen, daß nix fotografierbar ist). Dieser Teil des Schneebeerengebüschs kommt weg (baggerbagger….), um mehr Licht und Wärme ans Wasser zu lassen – zugunsten der Amphibien

hier ist der Mirabellenrest am „anderen Ende“ des Schneebeergebüschs (ganz links im Bild sieht man die äußersten Schneebeerenausläufer) Ich hoffe, die Mirabelle darf bleiben – an Stelle der Schneebeeren soll ein Flachwasserbereich angelegt werden (wärmeres Wasser, in dem dann hoffentlich die vorhandenen Frösche auch mal laichen mögen).

Hier sieht man nochmal, daß ich fleißig war: die ganze jetzt noch immer kahle Fläche war bis zum letzten Jahr komplett mit Sigone vollgewuchert. Nur noch ca 20qm sind unangefasst.

Für mich gibt es noch viele offene Fragen – ich bin durchaus nicht sicher, daß nachher alles besser sein wird. Aber der Schneebeere werde ich allein nicht Herr, die Iris krieg ich auch nicht weg, ebenso die Weide – und daß die faulenden Blätter von über 20 Jahren (wahrscheinlich eher über 50 Jahren) rausgeholt werden – das kann auch nicht schlecht sein. Insofern….. ich bin SEHR gespannt!

*Sigone: *klick*

Nicht Heu-, sondern Strauchschrecke

… und zwar wahrscheinlich die gemeine (Pholidoptera griseoaptera) , die am 17.8. in des Herrn Zimmer saß

„Wahrscheinlich“ sag ich, weil Heuschrecken mal wieder garnicht so einfach zu bestimmen sind wie frau erst denkt. Ich dachte: Schild, Rücken, Kopf, alles wichtige drauf auf den Fotos. Aber dann wurden bei der „einfachen“ Bestimmungshilfe wiedermal seltsame Dinge abgefragt: ob die Tympanalöffnungen* rund oder spaltförmig sind, beispielsweise.

Liebe Leute, ich wusste nichtmal, daß es Tympanalöffnungen gibt!! Und dann ist das dortige Beispiel für meine Augen spaltförmig, aber unterm Foto steht, man könne die RUNDE T. gut erkennen…. na, toll.

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So gings munter weiter, und letztlich habe ich mich an Färbung, Größe, lange Fühler (bis „Langfühlerschrecke“ ist die Bestimmung abgesichert *g* – also: Heuschrecke -> Laubheuschrecke -> Langfühlerschrecke) und den nur schmalen, nur hinten hellen Rand am Kopfschild gehalten und kam mit der größten Wahrscheinlichkeit auf die westliche Beißschrecke…. bis ich dann auf Umwegen feststellte: viel wahrscheinlicher ist es, des gelben Bauchs wegen, die gemeine Strauchschrecke – Und die gab es bei dieser Bestimmhilfe garnicht zu finden *seufz*

Wenn sie es ist, dann ist sie auf der aktuellen roten Liste S-H auf Kategorie * geführt, nicht gefährdet bedeutet das.

Die roten Listen für Schleswig-Holstein kann man hier herunterladen, sich aber auch in gedruckter Form zuschicken lassen. Das will ich tun, am Computer ist es wirklich sehr umständlich, zwischen Listen, Legenden, Erklärungen hin und her zu blättern.


Tympanalorgane sind Schalldruckgradientenempfänger (Auditive Wahrnehmung). Sie liegen bei Laubheuschrecken und Grillen in den Tibien der Vorderbeine, bei Feldheuschrecken, Zikaden und Schmetterlingen in Brust- oder Hinterleibssegment.

Wikipedia

Augustblüher

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das sind „die Neuen“, ansonsten gibts Japananemone, roten Staudenknöterich (zumindest da, wo’s nicht GANZ so trocken ist), Veronikareste, Skabiosenreste, Buddleia, Montbretien, Oreganoreste, Bergamottminze, Fette Hennen, Nachtkerzenreste, unermüdliche Storchschnäbel da, wo’s nicht ganz so trocken ist – das wars auch fast, glaub ich.

Übrigens haben kurz vor dem bißchen Regen in den letzten 2 Tagen auch wackere TRockenkünstler wie das Leinkraut die Segel gestrichen

Die Königskerzen lassen schon lang die Blätter hängen wo nicht gegossen wurde (also an den meisten Stellen) ebenso wie knotige Braunwurz oder das Zimbelkraut – „Trocken-Tipps“ von Euch, die mich in Kommentaren und Mails erreichten. So unterschiedlich ist das!!

Vieles aber beginnt selbst nach den paar Tropfen jetzt schon wieder damit, sich zu berappeln. Die „Hängenlasser“ sind ja meist nicht tot, sondern sehen nur so aus. 😉

Tipula

Ein sehr leicht zu beobachtendes Tier saß da auf dem roten Knöterich:

Es hat eine ganze, lange Weile gedauert, bis klar wurde, wieso es so garnichts sagte, egal wie nah man dran ging: diese Schnake war bereits verstorben, saß aber sicher und fest an der Blüte. Vielleicht hätte sie sich plastinieren lassen, wäre sie ein Mensch geworden, jedenfalls schien sie sich im Tode geradezu zeigen zu wollen, und ich habe das Angebot dankbar angenommen.

…. daß es eine Schnake war, war bald klar, bis TIPULA bin ich mit meiner Bestimmerei gekommen – wahrscheinlich wird es eine Wiesenschnake (Tipula paludosa) gewesen sein, oder aber eine Kohlschnake, die sehen sich wohl sehr ähnlich. Dreist wie ich bin finde ich, die im Netz befindlichen Fotos sprechen alle für die Wiesenschnake.

Dies hier ist ein Mädchen (Ihr wißt es genau wie ich, ich sag nur „Legestachel“). Falls sie eine Wiesenschnake ist und es noch geschafft hat, Eier zu legen, so sind ihre Larven für mich(!) willkommen – sie fressen nämlich an Graswurzeln, und das tuende Geschöpfe helfen in unserem Garten, mehr Blühpflanzen die Aussaat in Rasen und Wiese zu ermöglichen. Wahrscheinlich hat sie ihre Eier aber auf in – sie versenkt sie einzeln leicht in den Boden – die Kuhkoppel gelegt, denn diese Schnaken mögen eher die offenen Flächen nutzen.

 

Aussaaten

Hier mal eine Auflistung, vor allem für mich zum Überblick-bewahren. Die Saatlisten, die man so nicht lesen kann, sind anklickbar und dann gut lesbar.


Fläche eins: Saattüte „Druiden“ , ausgesät Frühling ’19, glaube ich

2019

Blüte Jahr 1(2019):

Lein, Boretsch, Mohn, Koriander, Dill, Kornblume, wilde Malve, Phacelia, Schwarzkümmel, Färberkamille und Ringelblume

 

 

Blüte Jahr 2 – wird laufend ergänzt – (2020):

1.7.2020

Kleiner Wiesenknopf

Ringelblume, kleiner Wiesenknopf, Margerite, (Barbarakraut, Ackerstiefmütterchen – fortan sind in Klammern gesetzte Pflanzenarten da, aber nicht in der Tütenauflistung enthalten) Färberkamille, wilde Malve, Knirrkohl, wilde Möhre, großblütige Königskerze

An dieser Mischung hab ich Freude, denn nach der Enttäuschung über all den nicht-heimischen „Füllstoff“ im 1. Jahr sieht man jetzt: doch, da kommt viel Nettes!


Fläche zwei: Kräuterrasen (von Fa.Strickler) ausgesät im September 2019. Im April ’20 die allerersten beiden Blüten! Reiherschnabel – den es vorher in meinem Garten noch nicht gegeben hatte – und die gewöhnliche Vogelmiere, also nicht die Miere aus der Mischung

Blüte Jahr 1(2020): Reiherschnabel, (Vogelmiere), Gänseblümchen. Braunelle, (Pyrenäenstorchschnabel)


Fläche drei, Schattsaum (von Fa. Strickler), ausgesät August 2019. Im Mai erscheinen zaghafte erste Sämlinge. Noch kann ich nicht erkennen, was das wird. Vielleicht, wenn das so zaghaft bleibt, säe ich im Herbst nochmal nach….

1.7.2020

Blüte Jahr 1 (2020) – wird laufend ergänzt inzwischen ist da doch so einiges zu sehen: wilde Möhre, Braunelle, Ruprechtskraut, rote Lichtnelke, (Wald-Ziest), knotige Braunwurz, Wirbeldost

 

 

 


Fläche vier, Saum aus NRW, Tütchen von der Mama bekommen und ausgesät April 2020 – ach Menno – beliebtes Katzenklo….. aber Mitte Mai sehe ich: doch, da kommt was. Aber im August schauts dann doch aus, als ists bloß eine versprengte Knoblauchrauke. Abwarten, die Katzen jedenfalls gehn jetzt nicht mehr dorthin, wahrscheinlich weil gleich daneben im Boden ein großes Wespennest ist…

 

 

 

 

 


Fläche fünf, Arche-Saatgut, Probetütchen, von dem ich leider die Saatliste nicht mehr finde, ausgesät April 2018,

13.6.18

Juni 19

… an der dominierenden wilden Rauke (Diplotaxis tenuifolia) habe ich einen Kohlweißling Eier ablegen sehen.

Blüte Jahr 2 (2019) Margerite, Rauke, wilde Malve, Rotklee, Hasenklee

Blüte Jahr 3 (2020): knotige Braunwurz, Margerite, Rauke, Weißgelbes(?)Labkraut, Rainkohl, Moschusmalve, weiße Lichtnelke, Wiesenflockenblume, Hasenklee, Färberkamille

 

 

 


Fläche sechs: Neben der Birke vorn am Staudengarten habe ich 2016 ein Saattütchen ausgesät, das ich vom Naturgarten eV bekommen hatte. 2017 habe ich Fotos gemacht von dem, was da schon kam: *klick*:

Blüte Jahr2 (2017): Knirrkohl, Ferkelkraut, weißes Labkraut, Hornklee. Alle die sind bis letztes jahr wiedergekommen, außerdem blüht die wilde Karde jährlich.

Jahr 5 (2020): Knirrkohl, Hornklee, Wiesen- oder weißes Labkraut, echtes Leinkraut, Natternkopf, Hornklee, wilde Karde, Moschusmalve, Natternkopf (EINER, winzig – aber da!!!!)


Fläche7: hinten, nach dem entfernen der Bergamottminze. Zwei blütenmeer2020-Tüten eigesät am 1.10.2020

Hitzewelle

Diese jetzt ist so heftig, daß ich mir wirklich Sorgen um die Bäume mache.

Die Büsche zeigen’s deutlicher: Sämtliche Holunder bis auf einen sind letztes Jahr schon geschädigt gewesen und knicken jetzt ganz ein (2 halbtot, die anderen ganz), und jetzt läßt auch das Pfaffenhütchen die Blätter hängen 😦

Der Staudengarten knistert beim durchlaufen: die Blätter der Stauden sind größtenteils so trocken, daß sie wie Herbstlaub unter den Schritten zerbrechen.

Große, erfreuliche Ausnahmen:

  • die gelbe, einheimische große Fetthenne , als winziger Ableger vor 3 oder 4 Jahren in der Geltinger Birk geklaut habe, blüht nicht nur schön, sondern hat auch gleich mehrere Kinder – muß ausgesät haben, denn die sitzen neben der Einfahrt und unter der Birke (so ziemlich der trockendste Ort im Staudenbeet) Und ja, ich weiß, Ableger ziehen verboten – Naturschutzgebiet. War auch bloß ein Ästchen, das sich auf den Weg vorgewagt hatte. Wäre eh zertrampelt worden)
  • die anderen fetten Hennen: die einheimische rote große Fetthenne, (Hylotelephium telephium subsp. telephium) und eine Zuchtsorte
  • der Rainfarn
  • der Oregano
  • die Bergamottminze (Mentha piperita var.citrata)
  • Stachelnüßchen
  • der Wasserdost (zumindest, wo er nicht in der prallen Sonne steht. Wobei – an den noch etwas feuchten Plätzen halten sich auch ein paar andere wacker: Gartengamander, Eisenhut, Storchschnabel, Beifuß und sogar Kornblume )
  • der Odermennig
  • die Nachtkerze
  • die wilde Möhre
  • der Mauerpfeffer
  • die Montbretie
  • die gelbe Skabiose
  • die Japananemone

Beim klebrigem Salbei bin ich nicht sicher – hab ihn zweimal gegossen, weil ich so begeistert war, daß er jetzt, im 3. Jahr, endlich Blüten ansetzte – und er steht SEHR schattig.

Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. telephium)

Große Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. maximum)

Habt Ihr noch Tipps für (möglichst heimische ), auch in der Sonne trockenresistente Stauden? Ich werde vorn sukzessive darauf umstellen, denn dort müsste ich sonst in jedem Jahr immer wieder gießen, und das will ich nicht Bisher hatte ich immer wohlgetan, keine Pflanzen, die „sonnig“ mögen, anzupflanzen, denn selbst vorn ist am frühen Nachmittag die Sonne weg, hinten kommt sie dann überhaupt erst an. Aber in den letzten Jahren ist 1. der Garten sonniger geworden (Fall der Mirabelle, Kahlschlag des Mieters im Knick) und 2. das Wetter so viel trockener, daß doch manche der Pflanzen, die sonst prächtig wuchsen, jetzt einknicken oder immerhin umgepflanzt werden mussten. Bestes Beispiel ist die große Sterndolde, eine meiner Lieblinge. Hatte mehrere im letzten Herbst versetzt, weil sie nach dem Fall der Mirabelle immer mehr kümmerten – und dann kam der Mieter, und nun muß ich sie an beiden(!) auseinanderliegenden(!) schattig-feuchten Stellen, die ich ausgesucht hatte, dauernd gießen, weil die jetzt trocken-sonnig sind *seufz*. Aber ich habe gesehen: sie hat sich an einer Stelle, wo man immer um einen Kirschbaum herumlaufen muß, um sie überhaupt sehen zu können, selbst ausgesät – und dort steht sie sehr groß und prächtig!

Splitter

Ich stelle fest, daß ich ungeheuer gern Kühen beim essen zuhöre. Neuentdeckte kleine Freuden, wenn frau wenig Möglichkeiten hat….

(*rupfrupf* *rülps* *rupf* *mööööööööh* *rupfrupfrupf*)

Gefräßig

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Binnen weniger Tage sah die Stachelbeere so aus…. immerhin durften wir noch naschen, die Beeren sind reif. Wer ist das?

Es ist KEIN Schmetterling – und somit keine Raupe, sondern eine Larve. Und zwar die der Gelben Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii), eines nur wenige Millimeter großen Insekts. Hatte ich auch noch nie…. *g*

All you Zombies….

11.8. Elsa hat den Herrn F. auf einen Zombie aufmerksam gemacht. Tatzte sie ihn an, hat er wild geruckt, das ist bei Elsa eine schlechte Überlebensstrategie – sie ist ein echtes Spielkind. Egal ob ein wehendes Blatt oder ein sich windender Zombie – was sich bewegt wird totgespielt. Aber der Herr F. kam grad vorbei und hat, Monster, das er ist, dem armen Kätzchen das Spielzeug weggenommen und dann mich samt Knipse gerufen.

HUCH!? Erst als das Tier aus seiner Schockstarre erwachte (die es einnahm, als es nicht mehr angeschubst wurde), und es sich mit dem Horn zuhinterst aus dem Staub zu machen begann, kam mir die Erleuchtung: Horn HINTEN? Raupe!

HINTERteil. Leider hab ich kein scharfes Foto vom Gesicht hingekriegt, Frau Zombie wollte nicht mehr modeln, sondern nur noch weg.

Also das Buch „Raupen und Schmetterlinge Europas und ihre Futterpflanzen“ geholt. In so einem Fall ist das hilfreich, denn vorn drin sind die typischen Silhouetten unterschiedlicher Schmetterlingsfamilien aufgezeichnet. Ein Horn hinten? Schwärmer!!

Also weiter, Feinabstimmung. Grobsuche auf den Bildtafeln, dann lesen – denn ein blaßlila Zombie mit gelbem „Gesicht“ hinten und blauem Horn war da nicht zu finden. Aber im Beschreibungsteil gabs 3x „blaues Horn“: Nachtpfauenauge, Taubenschwänzchen, Lindenschwärmer. Bei letzterem war zu lesen, daß er sich vor der Verpuppung blaugrau verfärbt. Ab in die Bude, zum Computer, und – tadaaaaaa:

der Lindenschwärmer , Mimas tiliae, ists! Gleich noch’n paar andere Seiten aufgerufen, und: Das mit dem rucken konnte ich nachlesen („vor der Verpuppung, bei Störung“), daß die Raupe nicht nur in Linden, sondern auch mal in Birken frißt (unter der trafen wir Elsa mit ihr an), und daß sie sich kurz unterm Boden, in lockerer Erde (ohje! JETZT lockere Erde….) oder Grasbüscheln/ unter Laub verpuppt. Okay, das kann sie tun, wir hatten sie zur Sicherheit (vor Elsa und vor Menschenfüßen) in den Giersch unter der Birke gelegt.

Raupen

Die Raupen werden 55 bis 65 Millimeter lang und sind grün oder blaugrau. Nach dem Schlupf sind die noch sehr schlanken Tiere blassgrün und etwa sechs Millimeter lang. Das Analhorn ist dunkel und etwa so lang wie ein Drittel des Körpers. Nach und nach bilden sich seitlich am Körper zunächst hellgelbe, später dunkelgelbe Schrägstreifen aus. Im vierten Stadium können sich an der Vorderseite der Schrägstreifen kleine rote Streifen ausbilden. Der Körper ist dann gelb- oder blaugrün gefärbt und trägt zahlreiche kleine gelbe Tuberkel. Ausgewachsene Raupen sind schlanker als die der anderen Arten der Gattung. Ihr Körper ist am vorderen Teil deutlich schlanker als im hinteren. Die Kopfkapsel ist fast dreieckig. Das Analhorn ist oberseits blau oder violett, die Seiten und die Unterseite sind rot und gelb. Die Analplatte ist rötlichgelb und mit Tuberkeln versehen. Kurz vor der Verpuppung verfärben sich die Tiere auf der Unterseite blass grün-violett, auf der Oberseite graubraun. Die Tuberkel sind dann cremefarben, die roten Streifen verblassen. Der Körper der Tiere schrumpft in diesem Stadium deutlich.

https://www.biologie-seite.de/

14.8. – auch ElMauski meint, zu unserer naturkundlichen Bildung beitragen zu wollen: nur 3 Tage später hat er ein jüngeres Raupenexemplar vorgeführt:

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Möget Ihr den Schrecken, die Fotosession, die Hitze und die Verpuppungszeit überstehen, kleine Zombies!!! Wir sehen uns im nächsten Mai 🙂

Schnepfe …

10.8. So langsam bekomme ich „einen Blick“. Auf den allerersten dachte ich, ich hätte es hier mit einer Schnake oder Mücke zu tun, aber das Foto ließ mich auf „Fliege“ tippen, und bei denen fand ich das Tier dann auch. Es ist eine goldgelbe Schnepfenfliege, (Rhagio tringarius)

Die Goldgelbe Schnepfenfliege (Rhagio tringarius) findet man von Juni bis September an Waldrändern, in Gärten oder auf der Wiese. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in feuchte Erde, die im Boden lebenden lebenden Larven fressen Kleininsekten und deren Larven. Auch die Imagines ernähren sich räuberisch, kleine Insekten werden erbeutet und mit dem Stechrüssel ausgesaugt. Die Imagines dieser Art können eine Größe von 8 bis 14mm erreichen.

digital-nature.de

Ich kann hinzufügen: man findet sie auch in Wintergärten an der Scheibe 😉 Nirgends gefunden habe ich, woher denn wohl ihr Name kommt – goldgelb erschließt sich ja – aber es gibt eine ganze Familie namens „Schnepfenfliegen“, zu deren Namensgebung ich nichts finden konnte. Den Schnepfen (Vögeln) sehen sie jedenfalls meiner Ansicht nach nicht ähnlich…..

 

 

Froschland

Juchhu, es geht los! Unser Teich wird amphibienfreundlich optimiert!! Der Vertrag mit „Froschland“ ist unterschrieben, der Bagger kommt, wenn der Mais nebenan abgeerntet ist und die Molche an Land ihre Winterverstecke aufgesucht haben. Also wohl gen Oktober.

Und das ist Froschland:

Alte Gewässer werden saniert, neue angelegt und die Habitate möglichst großräumig vernetzt. Das Projekt startete Ende 2009 und wird zu 100 % vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gefördert. Die Anlage von Teichen wird komplett aus diesen Mitteln finanziert, so dass die Eigentümer, die der Natur ein Stück zurück geben möchte, selbst kein Geld in die Hand nehmen brauchen. Sie verpflichten sich im Gegenzug, die Gewässer langfristig zu erhalten und nicht für private Zwecke zu nutzen.

Seit dem Jahr 2009 sind schon mehr als 400 Teiche im Rahmen des Projektes entstanden oder konnten wiederhergestellt werden. Die Zielarten sind vor allem Amphibien wie Laubfrosch, Moor- und Grasfrosch, die Wasserfrösche, Erd- und Knoblauchkröten sowie Berg-, Teich- und Kammmolche. Gewässer sind aber immer ein Kristallisationspunkt für die Artenvielfalt in einer Landschaft. Insekten wie Libellen und Wasserkäfer gehören zu den ersten Bewohnern der neuen Lebensräume, gefolgt von Wasserpflanzen, Reptilien und – meist zuletzt – den Brutvögeln der Feuchtgebiete.

(Zitat von www.komittee.de)

Hier ist die Internetseite, verlinkt ein Beitrag, in dem auch ein „Krater“ wieder zum Teich wurde.

Leider endet das Projekt in diesem Jahr wohl endgültig, d.h. unser Teich wird einer der letzten sein, die noch in diesen Genuß kommen…. Ganz so wie im verlinkten Text wird es bei uns nicht werden, dafür fehlt der Platz. Aber zu Nachbars hin wird die Schneebeere weggeschoben (ich hoffe, mit VIEL Wurzelwerk!!!), so daß dort ein flacherer Bereich, der auch Sonne bekommt, entstehen kann. Die Iris kommt weg, ebenso die Weide, die sich nach Sturm Christian aus einem ins Wasser gefallenen Ast selbst angesiedelt hatte. Und es wird viel Aushub anfallen, Schmodder und Blätter von mindestens 35 Jahren…. der wird wohl erstmal auf dem Rasendreieck gelagert werden müssen, bis wir ihn per Schubkarre langsam abtragen können …. mal sehn, wie viel es wird – Ideen zur sinnvollen Entsorgung habe ich, es hängt aber natürlich alles von der Masse ab….

Mit Glück ist beim modellieren des Flachwasserbereichs Lehm zu finden, der würde dann gen Au geschoben, um zu versuchen, den Teich etwas langsamer Wasser verlieren zu lassen. Das wars dann auch schon. Der Sinn des ganzen: mehr Licht, mehr Wärme, flachere Bereiche – damit die Frösche wärmeres Wasser finden, in dem sie dann auch laichen können/ mögen. Und vielleicht taucht dann ja auch mal eine Ringelnatter auf. Oder mehr Molche. Oder andere/ mehr Frösche…..

Damit allerdings der Bagger aufs Land kommt, müssen wir zuvor eine Zweimeter-Schneise in die Weidenhecke hinten zum Maisacker schlagen (macht nix, wächst nach). Und danach ist sicher erstmal ordentlich Wüstenei und Chaos – die ganzen Schneebeeren müssen ja auch irgendwohin und später zerkleinert und aufgebrannt werden. Ich hoffe bloß, daß ich bis dahin wieder fit bin.