Nochmal Teich

Zum Vergleich: 29.4., vor dem Regen

2.Mai, nach zweieinhalb Tagen mit „immer wieder Regen“

So schnell tut sich da was, das sind locker mal 20cm mehr Pegelhöhe!

Die Biologin von „Froschland“ war da und meinte, sie läßt sich das nochmal durch den Kopf gehen übers Wochenende, aber sie meint schon, unser Tümpel lohnt den Einsatz. Sie hat gesehen, was ich nie gesehen hatte, jetzt aber plötzlich auch alleine sehe: Wasserasseln und jede Menge Wasserflöhe („Wasserfloh“ ist ein verallgemeinernder Oberbegriff für alle möglichen Arten winziges Gewusel *g*) Und war beeindruckt von den Kammmolch-Fotos 🙂

Wasserassel, sich auf dem Rücken liegend totstellend

… und gen Wasser flüchtend

Prinzipiell: „der Teich funktioniert“. Aber er könnte besser funktionieren.

  • wenn einmal grundsätzlich der jahrzehntealte Modder aus Tonnen von Blättern entfernt würde. Der sich, klar, danach wieder sammelt. Aber dann gäbe es wieder Jahrzehnte Aufschub, bis der Teich „umkippen“ könnte – was prinzipiell durch die Faulgase passieren könnte oder aber durchs langsame verlanden. Beim reinstecken eines Stocks begann es zu blubbern und hörte minutenlang nicht wieder auf – nicht gesund für die Teichbewohner.
  • Außerdem würde die Schneebeere auf der Au-zugewandten Seite weggeschoben und dort ein Flachwasserbereich entstehen. Gut für viele Tiere – und mehr wärmere Bereiche (Flachwasser) und Sonne (Gebüsch weg), so daß sich zB die Frösche auch noch wohler fühlten und evtl mal laichen würden
  • Iris und Weide (die sich aus einem reingefallenen Ast der Christian-abgeknickten Weide selbst angesiedelt hat) kämen weg (die Iris wird zu schnell zu groß -> Verlandung; die Weide ist per se problematisch -> Wachstum/ fallende Zweige führen zu weiteren Weiden….)
  • und man würde gucken, ob es Lehm zu finden gibt, den man dann, im Versuch die Wasserstandswechsel etwas zu entschleunigen, abdichtend gen Au schieben würde. ODER man fände beim auskoffern tatsächlich eine Rohrleitung, die man dann wegnähme – sie vermutet aber, nein. Die Au ist ja eine tief gelegene Entwässerungsau aus der Flurbereinigung. Wahrscheinlich fließt das Wasser einfach durch die Bodenschichten so schnell ab
  • Der Rest wäre „in Ruhe lassen“ – also nix bunter „Vorzeigenaturgartenteich“ – das ist ein Waldtümpel, das bleibt ein Waldtümpel. Und daß wir Molche und (seit es durch den Mirabellenfall mehr Licht gibt) auch Frösche da haben heißt: der ist okay

Das also läßt sich die Biologin durch den Kopf gehn, und dann ist da noch die Frage: wie kriegt man einen wenn auch kleinen Bagger auf unser Grundstück…. WENN das losgeht, dann gegen Oktober, wenn man am wenigsten Schaden in der fauna anrichtet. Ich bin sehr gespannt, ob nun ein Vertrag zustandekommt und was von den angedachten Dingen geht und getan wird.

Teich

Unser Teich hat viele Gesichter….

Idealzustand

 

Sommer 2019

 

Winter 19/20

 

meistens ist es irgendwas dazwischen („vor dem Regen“, gestern)

 

und auch das gab es einstmals… …in der Wintersonne 2011…

Da die Wasserstände so extrem wechseln, außerdem der Teich eher so eine Art Krater ist (wie tief isser eigentlich wirklich, da sind ja noch meterweise Blättermodderschichten… keine Ahnung), bis die Mirabelle in Sturm Christian fiel auch noch zappenduster lag und mit großem Gerät nicht zugänglich ist, liegt er da so rum. Vielleicht ändert sich das demnächst – nachher kommt M. von der Initiative „Froschland“. Erstmal zum gucken. Eventuell zum Tippgeben. Und wer weiß – ganz vielleicht werden wir in deren Programm mit aufgenommen, dann passiert größeres. Ich bin hammergespannt!

§8: Jeder Jeck is anders, oder: den Garten in den Genen???

Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder darüber nachgedacht, woher es wohl kommt, daß mein Leben sich immer mehr gen Garten, Natur, auch Naturschutz ausrichtet. Der erste Anlaß dazu war ein Blogartikel. Dort überlegte Jemand sich, wie denn eigentlich ihr Bezug zur Natur zustande gekommen war. Da war mir beim lesen spontan der Garten der „Hansi-Oma“ eingefallen, in dem ich sehr gern war und sogar ein eigenes kleines Beet bekam.

Der zweite Anlaß: die „älteste Freundin von allen“. Neinnein, sie ist nur ein Jahr älter als ich, aber die einzige, die noch aus zwar nicht Kinder-, aber doch Jugendzeiten übrig geblieben ist, zu der ich noch Kontakt habe. Diese Freundin berichtete, wie sehr meine Eltern für sie Vorreiter in Sachen Umweltschutz gewesen waren: kein FCKWhaltiges Deospray stand da im Bad, sondern ein Deoroller! Und es gab – sie meint, als erstes im Bekanntenkreis – ein Auto mit Katalysator!

Urlaub auf dem Bauernhof ….

Allerdings waren wir da schon Teenies, und in meiner Wahrnehmung war das eher so, daß ich die Eltern in diese Richtung geschubst bis genötigt habe *g*. Das war die Zeit, in der ich mit selbstgeschriebenen Traktaten (vergeblich) den Gemeinschaftsgarten der Eigentumswohnungsanlage zu Wandbegrünung und Wiese und fremde Frauen zur Pelzmantelverweigerung zu missionieren trachtete, also schon deutlich umweltbewegt war. Es gab eine „UmweltAG“ in der Schule und sogar einen VHS-Kurs „biologisch gärtnern“, durch den ich an mein 1. Stückchen „eigenes“ Land kam. Ich schrieb und verteilte Flyer und habe mich einmal sogar in eine Legebatterie geschlichen, um Fotos zu machen. Ich wollte, daß wir Eier von freilaufenden Hühnern kaufen sollten und schlug mich mit der Totschlagargumentation, die es auch heute noch zu hören gibt, herum: „was soll es schon nützen, wenn WIR was ändern, wo doch alle anderen das nicht tun“!

Schweine fand ich schon immer toll!!

Da waren also die Würfel schon gefallen, sozusagen 😉

Ob meine Erinnerung mich trügt, wenn ich mich an „woher hat das Kind das bloß“-Sprüche meines Vaters in Bezug auf meinen schon in frühen Zeichnungen erkennbaren tiefen Wunsch nach einem eigenen Haus mit Garten und Tieren erinnere, weiß ich nicht genau. Die Zeichnungen allerdings (samt Grundrissen!! *g*) gibt es noch, die sind also verifiziert 😉 Und auch der Wunsch auf dem Land zu leben ist ganz sicher nicht von den Eltern auf mich übergesprungen. Die sind nämlich eher Stadtmenschen mit Bedürfnis nach Kulturellem, nach Büchern, nach Theater, Ausstellungen, Konzerten. Am Ar*** der Welt wie ich würden sie sich niemals wohlfühlen, und während Mama nie einen Garten in der Familie hatte, ist in des Vaters Erinnerung „Garten“ ein Synonym für „verhasste Arbeit“ – kein Wunder, war doch der oben erwähnte Garten im Grunde ein großer, strikt unkrautfreier Gemüse- und Obstgarten mit Walnußbaum drin, nur ganz vorn ein kleines Rondell mit Rose, tränendem Herzen und anderen Blumen. Der Rest mit Kantsteinen eingefaßte, bewirtschaftete Gemüse- und Obstbeete mit Plattenweg und Trampelpfaden dazwischen – nicht das, was ich heute als schönen Garten bezeichnen würde …. und viel Arbeit, schließlich wurde noch umgegraben, Mist eingebracht undundund

Waren die geliebten Urlaube auf dem Bauernhof ein Puzzlestückchen? Das waren noch die Zeiten, in denen es kein Kinderbespaßungsprogramm gab, sondern man einfach mitlief. Ich durfte morgens Eier sammeln, die Schweine waren robust genug um zu verkraften, daß ich mit im Koben saß oder mal ein Ferkel auf den Arm nahm, und ansonsten durfte man mit ins Heu/ Stroh, musste aber nicht.

Im Urlaub mit dem Papa

Vielleicht war ein weiteres Puzzlestückchen das „matschen“ und Dämmebauen bei jedem Bächlein, an dem man vorbei kam? Eines, daß wir mehrere Jahre lang Kaulquappen im Weckglas in der Etagenwohnung hatten – getreulich wurde jeden 2. Tag zum Ursprungstümpel gefahren und frisches Wasser geholt, und sobald Füßchen auftauchten wurde das Glas so umgestaltet, daß der werdende Frosch auch Steine/ Hölzchen/ Erde zum aus dem Wasser kommen da hatte, so daß wir tatsächlich lebende Fröschlein zum Tümpel zurückbringen konnten, nachdem wir das ganze Wunder beobachtet hatten. Und ein weiteres vielleicht der „Godesberger Opa“ mütterlicherseits, der schlecht laufen konnte, aber mit Fernglas im Garten der Wohnanlage Vögel beobachtete? (Obwohl ich mich da an kein größeres Interesse meinerseits erinnern kann, was ich heutzutage bedaure, denn der Opa kannte, so heißt es, alle Vögel an den Stimmen. Fällt mir jetzt sehr schwer, das zu lernen!) Es gibt Tabellen mit gesichteten Vogel- und anderen Tierarten in Fjonk’scher Kinderhandschrift aus diversen Urlauben, und ich habe Federn gesammelt.

Dann wurde ich Pferdemädchen – und danach langsam Ökotante, als Teenie, siehe oben. Sicherlich, das war damals auch „in“ – für mich aber blieb es wichtig, was bei vielen Anderen nicht so gewesen ist. Vielleicht hat es ja auch dann erst seinen Anfang genommen, „das mit der Natur“. Oder es lag mir im Blut, immer schon, warumauchimmer.

Ist ja vielleicht auch total egal *gg* Denn: isso. Und fühlt sich richtig an.

Ich hoffe nur, daß es nicht so schnell weiter bergab geht! Ich möchte so gern noch so viel mitkriegen und nicht nur traurig auf Artensterben, kaputte Böden und Landschaften blicken und sehen, was es nicht mehr gibt! Der blaue Himmel momentan, ohne Kondensstreifen; der Verfall der Ölpreise wegen mangelnder Nachfrage; die morgendliche Ruhe beim aufwachen, wo sonst die dörfliche „Rushhour“ vor dem Fenster stattfindet; das alles ist eine merkliche Ruhepause für die Natur, wird aber weder von Dauer sein noch wage ich zu hoffen, daß mehr als ein paar Versprengte Freude an ihrem enthetzten, terminentleerten Leben finden werden oder daß Einrichtungen wie Videokonferenzen und Homeoffice die Umwelt weiterhin dauerhaft entlasten werden.

Manchmal ist es ganz tröstlich, in kaum faßbaren, großen Dimensionen zu denken:
„Was ist denn mit DIR los, Du siehst ja so schlecht aus“, fragt der vorbeisausende Meteorit die Erde. „Achja, mir gehts nicht gut – ich hab Mensch!!“ „Achso, kenn ich! Nicht so schlimm, warte ein paar Tausend Jahre – das geht vorbei!“

Dann wird es zwar die Natur, so wie ich sie kenne und mag, nicht mehr geben – aber sehr wahrscheinlich immer noch Pflanzen und Tiere, sicherer Flechten, Moose, Pilze, Algen … wie auch schon Zehntausende Jahre „vor Mensch“.

Es sei denn, die Sonne platzt – etwas, das, wie der Herr F. mir letztlich abends erklärte, unweigerlich auf die Erde zukommt und sie verglühen lassen wird. Schluß, aus, Ende. Für jede Art Leben – auf diesem Planeten hier jedenfalls.
Ist nicht die Frage, ob, ist nur die Frage, wann. Tausende Jahre, hunderttausende, Millionen?

Na, bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit zum umweltschützen, Garten genießen und Tiere bestimmen…. ;-|

Ein Wurzelspaten!!!

Bis zum Knickpflegeseminar wusste ich nichtmal, daß es sowas gibt….. einen Wurzelspaten!

Dort kam ich mit einer anderen Teilnehmerin auf das leidige Thema „invasive Neophyten“, und dann „Schneebeeren“. Sie hat sie nämlich auch – und sie hat einen Wurzelspaten. Und schwärmte mir davon vor. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, ich flitzte gen Eckernförde – denn dort sollte es das magische Teil zu besichtigen und zu kaufen geben.

Gab es auch. Hier ist er, der vielgenutzte:

Seit dieser Kerl im Garten ist tu ich mich tatsächlich leichter mit den ollen Ausläufern der Schneebeere! Bis zu einem gewissen Wurzeldurchmesser ist das Teil wirklich super! Wo man mit einem normalen Spaten buddelt und hebelt und ächzt, da geht der einfach durch und schneidet Seitenwurzeln einfach ab, so daß man den Stock deutlich leichter ausbuddeln kann.

Hier präsentiert er stolz sein neuestes Werk: wo vor Jahren die Weide gefallen war, hatte sich in den letzten Jahren ein Storchenschnabel erfolgreich gegen den Giersch durchgesetzt, aber jetzt – Schneebeerenausläufer trieben durch den gerade austreibenden willkommenen Selbstsiedler!

Bis der vielleicht 2x1m große Fleck so traurig-kahl aussah wie jetzt hat es bummelig zwei Stunden gedauert…. Den Storchenschnabel habe ich wieder eingesetzt, und man sieht ihn inzwischen schon stramm und grün vorlugen (die Aktion ist über eine Woche her) Ich hab aber auch gegossen, es ist knochentrocken hier, dabei windig…. und kein Regentropfen in Aussicht, wieder mal….

Einen Nachteil hat der Wurzelspaten allerdings: die Innenseiten des gegabelten Blattes sind schön scharf geschliffen gewesen – das nutzt sich jetzt natürlich schon ab, und ich bin nicht die Frau, die gut nachschleifen kann, ebenso wie der Herr F. nicht der geborene Schleifer ist. Wir haben uns das Procedere schon mehrfach zeigen lassen, vom Jäger-Freund, der ja auch seit Jahren selbst Messer schmiedet, wunderschöne Teile mit Holz- oder Horngriffen und scharf wie Nachbars Hasso 😉 Aber bei uns will nichts richtig scharf werden, obwohl wir meinen, es genauso zu machen wie gezeigt *seufz*

Vielleicht nehm ich den Spaten demnächst mal auf ne Stippvisite mit-. Wir treffen uns ja eh nur mal draußen und auf Abstand, da kann man sowas vielleicht einfach mal nebenher machen – lassen 😉

Die letzten Tage im Garten

 

Außerdem hat Mudder mir Wildsaum-Saatgut geschickt. Regionales aus dem Rheinland – aber die Eltern können es nirgends säen … also guck ich doch wiedermal, was eine weitere Mischung so ergibt:

 

Garten-Challenge

6.4. Es zeichnet sich in diesen Tagen ab, daß, wenn ich einigermaßen vernünftig bin, in diesem Jahr nichts NEUES im Garten entstehen wird. Denn es wird mehr Zeit als es gibt kosten, den im letzten Jahr geschaffenen IST-Zustand zu halten!

Ich habe gleich mehrere Flächen von Silber-Goldnessel (Sigone) befreit, die ja, wie ich beim Naturgarten-Test erfahren musste, ein invasiver Neophyt ist. Mir war von vorneherein klar, daß da noch Wurzelwerk über ist und ich würde nacharbeiten müssen, Das war bisher noch immer so, wenn ich irgendwas irgendwo entfernt habe – ein bis zwei Jahre viel Nacharbeit, danach nur noch vereinzelt und alljährlich aufpassen, daß nichts wieder einwandert, ob Giersch, Brennessel, Brombeere oder auch Walderdbeere oder Waldmeister, die in jeweils einem Beet die Alleinherrschaft hatten übernehmen wollen.

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Jetzt, wo alles auszutreiben beginnt, zeigt sich, daß ich mir allerhand vorgenommen habe. Habe schon viele winzige Sigönchen entfernt – und außerdem war im letzten Jahr ein unglaublich starkes Buchen-Mastjahr, und schon jetzt kommen Hunderte kleine Buchen aus allen Ritzen. Die Erfahrung sagt, daß es Tausende werden. EDIT: das war am 31.3. Jetzt sind es ZEHNtausende!!! Und das ist zurückhaltend geschätzt. Habe mich heute auf die Fläche 3 gehockt und soweit der Arm reichte ringsum Buchen gezupft. Es waren 85!! An einer Stelle, an der ich gestern erst alle Buchen gerodet hatte, die gestern dort sichtbar gewesen waren!

nach dem buchenzupfen ist vor dem buchenzupfen….

Naja, aber das ist es ja noch nicht: die Giersch-Gräben wollen, wie jedes Frühjahr, gepaßt werden, und dann war da ja noch die Schneebeere – auch die hatte ich ja an mehreren Stellen in ihre Schranken gewiesen, auch die ist eine invasive Neophytin, und auch sie läßt sich das entfernen nicht so einfach bieten. Die Wurzeln gehen knietief und flache Ausläufer wandern meterweit, bevor neue Schneebeeren aus dem Boden schießen – auch da also wartet ordentlich Arbeit, möchte ich die Flächen freihalten. Uuuuuund auf der Fläche3 schrieb ich so vorlaut oben was davon, daß dort der Hartriegel WAR …. nuja, auch Hartriegel bildet Ausläufer, und zwar nicht zu knapp. Und ein Strauch steht da drin noch, zusammengewachsen mit einer Forsythie, also auch nicht eben mal zu entfernen. Ich hätte dort aber lieber Anderes, zB das Pfaffenhütchen (das sich gut entwickelt) und die Mispel, die immer noch im Topf auf eine Stelle wartet, wo genug Platz für sie ist.

Der Lohn all der Entfernungs-Mühen ist übrigens – nuja, zwiespältig 😉

Es ist durchaus so, daß sich über die von den übermächtigen Pflanzen befreiten Flächen andere Pflanzen freuen. Bloß sind es nicht unbedingt die, über die ICH mich freue….. hier, der stinkende Storchschnabel auf der Buchen-Fläche, der ist ja immerhin hübsch. Dort kommen auch Kälberrohr, Scharbockskraut etc.
Prima!

stinkender Storchschnabel in frischer Frühlingspracht mit alten Herbstfärbungsblättern – schön isser!

Anders sieht es auf den anderen Flächen aus. Da schreien Brennesseln „HURRA“, der Giersch freut sich mit – und Buchen, Buchen, Buchen nutzen den lockeren Boden …..

Also, meine Gartenchallenge in diesem Jahr: Sigone, Giersch, Schneeball, Hartriegel und Buchen in den zugewiesenen Grenzen halten…. und achtgeben, daß nicht der eine Invasor vom nächsten abgelöst wird. Puh!

Welche Garten-Challenges habt Ihr so?

 

 

Erste Spontanaktion des Jahres….

8.3.: Im Blumenbeet hatte ich vor Wochen einen großen Aronstab ausgebuddelt (TIEFE Wurzeln!!), und gestern, nach all dem Regen, sah ich im Loch seitlich etwas graues – das sich als Findling entpuppte. Beim graben kam die Erinnerung zurück: damals, als aus dem vermoderten Holzstapel ein Beet wurde, hatte ich diesen Kerl liegenlassen. Der war für mich allein einfach zu groß und schwer. Aber jetzt sind wir ja zu zweit!

Das Loch, wo vorher der Brocken gewesen war

Eins ergab das andere – denn diesen Findling, dachte ich, könne man doch prima in die Mauer nach hinten einbauen – und schon lag eine Trockenmauer in Einzelsteinen und konnte erst wieder neu aufgesetzt werden, wenn der monsterschwere Block, der ganz unten schon fast im Boden versunken war, und den ich gestern noch beweglich gemacht hatte, bewegt IST – aus seinem ca 20cm versunkenen Bett hinaus hoch auf den Erdboden. Und 20 cm sind bei einem solchen Brocken VIEL!!!

Beim letzten erneuern der Mauer hatte ich dieses Riesending ausgespart. Aus gutem Grund. Aber jetzt wollte ichs wissen……

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Heute dann hab ich den Herrn F. dazu bewegen können, weiterzumachen. Wir beide waren schon von der gestrigen Aktion lädiert, obwohl das ja nach nicht viel aussieht: mein Rücken und des Herrn Ellbogen hatten uns gestern stoppen lassen, aber ich kann nicht gut aufschieben – weiß ich doch, daß die Motivation mit jedem Tag nachläßt, sich wieder dran zu geben. Und außerdem soll es die nächsten Tage wieder regnen! Also los jetzt:

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Leider kann ich nicht einfach die Mauer freilegen, indem der Humus von 50 Jahren weggeschaufelt wird. Denn dann würde man durch einen 30cm tiefen Graben nach hinten laufen *gg* Dies ist der Kompromiß ;-), denn die 2. Möglichkeit wäre, die ganze Mauer samt zweifellos unter der Erde verborgenem Weg freizulegen und alles „höherzulegen“ – und das will ich mir/uns nicht antun

Wir sind übrigens keineswegs fertig geworden: hier sieht man das noch vorhandene „Steinelager“, alles aus der freigemachten Lücke.

Die müssen noch sinnvoll verbaut werden, aber das ist 1. mit viel „Versuch und Irrtum“ verbunden (denn keiner der Steine hat verlegefreundliche, gerade Kanten) und 2. mit viel Wuchterei. Wie gesagt: die sind viel schwerer als sie aussehen…. Der Herr F. hat sich geweigert, heute weiterzumachen. Ich bin zwar unwirsch, mein Rücken aber schreit „Bravo“ *g*

Eine andere „Baustelle“ hat derweil der Mieter beseitigt: all das Gestrüpp aus der Tabula rasa-Aktion ist gehäckselt und auf dem Wall zu Nachbars hin verklappt:

Zu Erinnerung: DAS war das gewesen….

Es wird….. und da wir ja jetzt Urlaub haben, können wir uns wunderbar Rücken und Ellbogen kaputtmachen – bis wir wieder arbeiten müssen, wird es sich schon zurechtgeruckelt haben …..  *seufz* Nein, kleiner Scherz – so war das eigentlich nicht gedacht – aber diese Nacht war eigentlich genauso Sch*** wie VOR dem Besuch bei Ostheopathin/Orthopädin! Mist. Und deshalb hör ich jetzt auch zu tippen auf und mache meine „LWS-Entlastungs-Übung“, gefolgt von „Hüftbeuger strecken“ *augenroll*

Wie war das noch?

Es ist April, oder??? 😉

Heute erstmals in der Frühlingssonne auf der Bank gesessen, ganz wie geplant. Die Bienen flogen eifrig…

Der Bewuchs wächst auch schon, sowohl in als auch vor der Mauer 🙂

… und zwischen Gelb- und Blasenflechte was seltsames. Blasenflechte? Stimmt, die hatten wir noch nicht: Blattförmige Blasenflechte….: Hypogymnia physodes

Anderthalb Stunden zuvor gab es Graupelschauer……

Tierchen ….

Damit Elsa die Katzenklappe nutzt haben wir in den sauren Apfel gebissen und vor einigen Tagen das vor Wind und Kälte schützende Wolltuch vorerst wieder entfernt. Hat ja auch geklappt.

Heute morgen dann:

direkt vor der Katzenklappe, innen, Fellbüschel. Weiße und rötliche. Viele.

El Mauski machte eigentlich morgens einen normalen Eindruck, Wunden sind nicht zu finden. Jetzt aber, gegen Mittag, tigert er mit dünnem Gesicht, schrickt bei jedem Geräusch zusammen, mochte auch nicht gern raus.

Wir gehen davon aus, daß der Rotweiße mal wieder reingucken wollte (beim 1. Mal war dasebenfalls  bei entferntem Tuch gewesen, seither – Tuch davor – nicht mehr). Auf der Wildkamera war er zu sehen, aber die steht derzeit an anderm Ort, wo sie bisher auch Amseln, Spatzen, eine Meise und ein Rotkehlchen fotografierte, zeigt also nicht, ob er rein ging. Gut, daß wir einen wehrhaften Wachkater haben …. schlecht, daß er jetzt wieder keine Ruhe findet. Schlecht für Elsa, die deshalb auch keine findet – zum rausgehen braucht sie mauskilose Zeit, selbst wenn ich mit ihr zusammen raus will. Deshalb sitzen jetzt beide Menschen gaaaaaanz ruhig oben an ihren Computern: dann ist die Chance größer, daß auch El Mauski oben Ruhe findet. Bisher putzt er sich noch. Ich warte auf Meldung „kringelt sich ein, Schwanzspitze ist ruhig“ *gg*

Vorhin haben wir, hoffend, daß die Vögel sie annehmen und an den ausgesuchten Plätzen mehr Bruterfolg haben, zwei gekaufte Rauchschwalbennisthilfen im Carport angebracht, an den Stirnseiten direkt unterm Dach, damit Eichhorn, Katze und Co es schwerer haben. Außerdem einen Fledermauskasten außen am Carport oben, direkt da, wo’s ans Haus grenzt. Falls Jemand Nisthilfen braucht – die verlinkte Firma wird in Naturschutzkreisen wärmstens empfohlen.

Und da die Spatzen den Reisighaufen, der vom Baumpfleger auf der Wiese zwischengeparkt war, toll finden, hab ich den nicht „entsorgt“, sondern nur versetzt. Sollen sie gucken, ob sie die Stelle auch mögen. Der Garten wird immer mehr vom Garten zum kleinen Naturschutzgebiet *gg*, nicht ganz die Art „Naturgarten“, wie sie vom Verein propagiert wird, dafür ist er nicht ansehnlich genug – aber doch ein Naturgarten….

Die Schneeglöckchen erobern sich Orte zurück: dort, wo die Buchenhecke geschnitten ist, wuchern sie am Gehsteigrand – in den Jahren zuvor war da nie ein Schneeglöckchen, zu dunkel. Und auch die von Schneebeere freigeschnittenen Flächen sind gut bewachsen. Jetzt kommen langsam auch die Winterlinge, heute deutlich mehr als die einzelnen Vorreiter in den letzten Tagen – obwohl es heute deutlich kühler ist als letzte Woche.

Jetzt schreibe ich noch eine Ergänzung betr. „Kuschelturm“ zu meinem hoffentlich oft gelesenen Fledermausartikel. Bald kommen sie aus den Winterquartieren, dann wird das aktuell. Also schnell nochmal nachlesen, wie man Kranken oder verlorenen Babies oder…. helfen kann: hier

So. Meldung „Mauski entspannt im Sessel“ – los geht’s *gg*

Knicktag

Ich hatte ihn ja schon angekündigt – und hier ist er: der Bericht vom „Knicktag“: 🙂

Der NABU hatte angekündigt, man werde über Knicks, ihre Geschichte, ihren Aufbau und die Pflege informiert und könne auch selbst lernen, wie das gehe mit der Knickpflege. Okay, hörte sich interessant an – angemeldet!

Das allererste ist einmal, daß ich lernen mußte: das, was wir hier als Knick kennen (und damit auch das, was Ihr im letzten Beitrag von mir vorgestellt bekommen habt)- das ist eigentlich gar keiner!

Ein echter Knick ist eine Art lebender Zaun auf einem Wall. Die 10-15 Jahre alten Äste/ Schößlinge werden zT mit Beil oder Hippe bis auf 25% Rest eingekerbt. Dieser Rest wird „geknickt“, also zur Seite gelegt (wobei er eigentlich gerade nicht knicken sollte, sondern einen heilen Bogen bilden, damit das Kambium, die nährstoffführende, lebende Schicht des Holzes, auf dem unbeschädigten Rest-Ast heil bleibt) Die Äste werden ein wenig verflochten und bleiben so. Besonders, wenn, wie es häufig immer noch „übrig“ und zu sehen ist, Dornenbüsche wie Schlehe oder Weißdorn gepflanzt wurden, kann ein solcher dichter Zaun auch Kühe und Ochsen dazu bringen, auf ihrer Weide zu bleiben – dauerhaft, also auch gleich nach dem knicken (wenn es ein älterer Knick ist). Und das war früher, vor der Erfindung des Stacheldrahts, der wichtigste Sinn der Knicks: einen lebendigen Weidezaun zu bilden

So könnte so ein Knick direkt nach dem legen aussehen, ein ganz anderes Bild als das, was wir normalerweise kennen:

Knick nach Knickpflege. Das Bild ist von Jürgen Golz, dem Seminarleiter. Er hat mir netterweise erlaubt, es hier zu zeigen 🙂 Er hat sich die alten Techniken übrigens in England beibringen lassen, weil es hier nur noch wenige alte Leute gibt, die sich erinnern, daß man zu ihren Kinderzeiten mal davon erzählt hat….

 

Knick nach Knickpflege, gewohntes Bild (Wikipedia, Reinhard Kraasch)

Inzwischen sind diese Techniken allerdings tatsächlich „verlorenes Wissen“, zumindest in Deutschland. Das, was ich „wusste“ und Euch im oben verlinkten Artikel vorstellte, ist sogar gesetzlicher Stand in der Knickpflegeverordnung, und wenn man einen Knick traditionell aufbauen und pflegen möchte, muß man sich erstmal an die untere Naturschutzbehörde wenden und um Erlaubnis bitten – denn wenn man, wie in der Verordnung vrogeschrieben, den Knick bodennah geschnitten hat ist es nicht erlaubt, Totholz dazulassen oder zwischendrin aufzubringen – und das geknickte Holz wirkt natürlich erstmal so, als hätte da Jemand Totholz gestapelt. Weshalb Jürgen Golz tatsächlich schon einmal bei der Naturschutzbehörde von einem Landwirt angezeigt wurde. – Da ist Gesprächsbedarf, natürlich!

Die Tiere freuen sich über einen „gelegten“ Knick: hier können sie weiter Schutz finden, anders als auf den kahlen Flächen, die im 1. Jahr nach dem „bodennahen absägen“ entstehen, das derzeit konform zur Knickpflegeverordnung praktiziert wird. Und bereits im Frühjahr darauf schießen Triebe aus den noch lebenden horizontalen Ästen, und es entsteht etwas, das unseren Augen wieder vertrauter ist.

Aber wie geht das nun, so eine Art Knick hinzukriegen?

Erstmal muß man sich das „Vorher“ betrachten. Will man die Äste nach rechts oder links legen? Wie viel Platz hat man? Wo stehen Überhälter – die großen Bäume, die alle 20-30m stehenbleiben sollten? Dann den Knick bearbeitbar machen.

„vorher“. Brombeeren und Co sind schon beseitigt, man sieht die ca vor 10 Jahren zum letzten Mal auf den Stock gesetzten Stubben und die Austriebe

Hier liegen schon mehrere. Rechts noch nicht versäubert, hinten und vorn eine fertige Lasche mit versäubertem Reststück. Man sieht: nicht ABgeknickt, aber es ist nur noch ein dünnes Holz über, das seitlich abgelegt wird.

So sieht das aus, wenn man das kann (ein weiteres Danke, auch das Bild ist von Jürgen, den man dort arbeiten sieht) sauberes arbeiten, „eben mal“ reinhauen und legen … dies ist aber kein Knick, sondern eher eine Flechthecke. Es fehlt der Wall.

Und so sieht das aus, wenn blutige Anfänger am Werk sind. *g* Wir „hobeln“ statt einmal zu hauen. Entweder der Ast ist immer noch zu dick, oder er bricht: zu doll gebogen, zu dünn der Rest … das macht irgendwann die Erfahrung, normalerweise soll man mit einem Hieb die 75% reinhauen und dann nur noch senkrecht runter die Lasche entstehen lassen ……

Nicht fertig, aber Übung beendet 😉 man muß sich „fertig“ so vorstellen, daß keine Äste mehr hochstehen, dafür aber viel mehr liegen, und das „auf Strecke“ . Wie im allerersten Bild halt …

Der Busch versorgt durch das übrige, lebende Kambium den gelegten Ast problemlos weiter, der schon im nächsten Frühjahr austreibt – dadurch wird das ganze viel dichter und bleibt sofort ein lebendiger Lebensraum.

Hier kann man erkennen, daß die Natur auch knicken kann 😉 aus dem dicken Windbruch wachsen, wie später beim Knick aus den gelegten Ästen, viele neue Triebe hoch. Ein Knick ist das nicht, dafür ist die Lasche viel zu hoch und natürlich macht man das nicht mit dicken Bäumen. Aber das Prinzip funktioniert sogar noch bei einem so dicken Stamm

Bei dem, was man heutzutage macht (alle 10-15 Jahre wird, was hochgewachsen war, bodennah abgeschnitten, zwischendurch nur in der Breite eingekürzt – siehe*), braucht der Knick einige Jahre, bis er wieder seine Funktionen erfüllen kann. Die sind heutzutage:

  1. Lebensraum, Nahrungsquelle, Brutgebiet für viele Tiere (interessant: bei Fledermausschützern gibt es Geräte, die die Flüge der Fledermäuse aufzeichnen. Und da sieht man dann genau, wie die Knicks verlaufen – weil die Fledermäuse bei ihren Flügen deren Verläufen folgen. In der Nähe der Knicks gibt es nämlich Insekten zu fangen – auf dem offenen Feld nicht!)
  2. Lebensraum für Pflanzen
  3. Erosionsschutz (man denke an die Sandstürme der letzten Jahre!!)
  4. halten von Feuchtigkeit (sehr wichtig in immer trockeneren Zeiten)
  5. und, sehr wichtig: Vernetzung von Lebensräumen! Ohne Knicks kommen die Tiere im landwirtschaftlich industriell genutzten Land nicht von Biotop zu Biotop, Bestände können sich nicht austauschen, Pflanzen- und Tierarten nicht verbreiten

Logisch, daß all das einige Jahre nicht mehr passiert, wenn sämtliches Holz bodennah abgeschnitten wird. Bei der traditionellen Art dagegen bleibt der Knick funktionell, und bereits im Frühjahr nach dem knicken gibt es auch wieder Blattmasse. Beim Erosionsschutz ist es sogar noch doppelt besser so wie’s früher war, denn selbst wenn der heutige „Knick“ hoch wächst, so ist er doch spätestens nach sechs, sieben Jahren wieder am Boden recht licht.


*Knickpflege aktuell: dieser Link ist interessant, weil sich, wie ich gestern erfuhr, der Knickpflegeerlaß zu 2014, meinem verlinkten Bericht, geändert hat: das mit der schrägen Neigung gilt nicht mehr, man darf/ soll zwischendurch, wenn der Knick zu breit wird, gerade hoch schneiden – aber erst ab einem Meter neben dem Knickfuß. Das schließt so dünne Heckchen wie im 2014er-Bericht gezeigt weiter aus. Sie gibt es aber trotzdem nach wie vor. Es soll aber ab 2020 endlich stärker kontrolliert und geahndet werden, immerhin.


So. Nun, liebe Leute „spread the words“ 😉 Es wäre doch toll, wenn unser gesetzlich geschütztes Knick-Netz nicht nur endlich wieder gesetzeskonform bewirtschaftet würde, sondern auch historisch und ökologisch richtiger!

 

 

4. Advent

…na klar – vom Äppelken!

2x werden wir noch waaaaach…. *träller* also, nicht daß ich die Weihnachtserwarterin wäre, aber die Bilder stimmten selbst mich ein wenig adventlich und weihnachtlich ein, sie kann’s einfach, die Apfelfrau! Dankeschön, übrigens!! 🙂

Ansonsten ists wenig weihnachtlich, am 21.12. wurde direkt nebenan sogar ein Storch gesichtet, und wir haben gestern bei bestem Sonnenschein wieder ein Stück Buchenhecke kahlgeschoren….

Dieses Stück hatte ich ziemlich genau vor 2 Jahren auf den Stock gesetzt.

Sieht schon wieder ganz gut aus, gell? Zum Glück können Buchen sowas ja ganz gut ab, wenn sie das schneiden prinzipiell gewöhnt sind.

Hier kommt mal ein Überblick, aber nur über das, was ich ab dem letzten Jahr geschnitten habe.

von vorn nach hinten: letztes Jahr/ jetzt/ noch garnicht auf den Stock gesetzt

Nun fehlt noch eine letzte Etappe. Ich hoffe, im nächsten Jahr ist das vor dann drei jahren geschnittene schon so weit, daß es der Spatzenhorde genügend Unterschlupf für den Winter bietet – denn das ist ja der Grund für die „Etappenschneiderei“: daßich den Spatzen, die sich dort im Winter viel aufhalten, nicht ihren Unterschlupf wegnehmen möchte.

Eigentlich hätte gestern übrigens der Baumpfleger kommen sollen, aber der Spacken hat uns versetzt 😦 – DAS ist übrigens ein guter und tief empfundener Wunsch für 2020: daß die Handwerker wieder zuverlässiger werden, bitte! So wie in diesem Jahr – das war einfach nur anstrengend. Warten, hinterhertelefonieren, versetzt werden …. nicht schön!!!

PS: er rief dann nachmittags noch an: ein plötzlicher Krankenhausfall in der Familie – okay …. das ist dann so.

Eingesät

Am 19.9. hab ich ihn endlich eingesät, meinen mähbaren Kräuterrasen. Und gewalzt. Nun heißt es abwarten.

Vorn, in dem wegen des längere Zeit dort gelagerten Sandes etwas kahlen Fleck, habe ich 2 Sorten Klappertopf gesät. Das ist ein Halbschmarotzer, der an Graswurzeln schmarotzt und dadurch, wenn er denn mal Fuß gefaßt hat, die Gräser ein wenig im Zaum hält. Allerdings braucht er zum keimen Frost und Schnee, und er ist ziemlich anspruchsvoll …. mal abwarten.

30.9. Überall Sämlinge!

Keine Ahnung, was da keimt, jedenfalls nix, was aus dem Kiesgemisch kommt, denn zumindest die am häufigsten zu findenden Keimlinge sehen unbekannt aus. Müssen wohl aus der Mischung sein 🙂 Und das ist drin:

Der Reiherschnabel hat gefiederte Blätter, sonst keins davon. Wird der wohl sein….. als Pionierpflanze muß er ja eh schnell sein, das paßt 😉

In den letzten zehn Tagen sind Bucheckern über Bucheckern gefallen – so heftig wars noch nie. Auf der Straße ist eine glitschige Schicht, und vom Bürgersteig und aus der Gosse haben wir in drei Etappen zehn hoch volle Schubkarren voller Bucheckern entfernt – und schon wieder liegen da welche…. natürlich werden auch die zarten Sämlinge von oben unter Beschuß genommen, und liegen danach im Dunklen. Einmal habe ich bereits vorsichtig abgerecht, und das werde ich sicherlich mindestens noch einmal tun. Wenn auch ungern, zu groß ist die Angst, die Kleinen kaputtzumachen.

Von den Katzen gibt es nicht viel neues. Oder vielleicht doch, dies: Elsa kann nun allein auch die widerständigere Magnetklappe zum Wintergarten bedienen. Wir müssen jetzt also höllisch aufpassen, wenn wir rein und raus gehen *gg* Und Mauski freut sich über ein Büschel Gras von draußen, das ich in einen alten Nachttopf gepflanzt habe, nachdem mir aufgefallen war, daß er immer wieder an einer Zimmerpflanze zu kauen versuchte. Sonst ist alles beim alten: Elsa schießt munter treppauf und treppab, Mauski beobachtet unser Tun aus sicherer Sofa-Ecke und bewegt sich nur zum Klo, zum fressen und mal auf ein anderes Plätzchen im grünen Zimmer. Meist haut er ab, wenn man sich neben ihn setzt, kommt später zurück, bleibt aber in Nicht-anfaß-Distanz. Jedes unbekannte Geräusch, jede heftige Bewegung erschreckt ihn, es ist wirklich schwer anzusehen. Wir hoffen auf Zeit und spielen – zaghaft macht er mit, im liegen oder sitzen, in seiner Sofaecke (ja, auch das war schon besser – das ist das schlimmste: daß wir RÜCKschritte sehen im Vergleich zu der Zeit, bevor er sich ins OG geflüchtet hatte) Und weil Mauski sich so wenig bewegt, sind seine Krallen so lang, daß er viel hängenbleibt. Auch das: doof für ihn.

Geduld, Fjonka, nur Geduld!!!!! 😉


Zum nachgucken: anlegen von Beet und Mauer

Beginn
kahle Erde 😉
Sand
Mauer1- graben
Mauer2 – geht los
Mauer fertig

 

 

 

Dürre???

Es regnet.

Seit ein paar Wochen wieder öfter, und doch war, als ich am Donnerstag heim kam von meiner Fortbildung, der Gartenteich schon wieder sehr geschrumpft. Seit gestern abend regnets nun andauernd, zeitweise auch stärker (übrigens auch Bucheckern, unglaublich – ein kleiner Windstoß und es prasselt nur so runter!!) – Zeit für einen Rückblick auf die große Dürre. War es wirklich sooooo schlimm? Mein Gefühl war ja immer „na, sooooo schlimm ist das doch nun auch wieder nicht“ – und doch nimmt zumindest meine Lieblingsbuche, von der ich ja schonmal geschrieben hatte, die Dürre offenbar übel. Hoffentlich nicht auf Dauer!
„Gefühlte Trockenheit“ ist wahrscheinlich ähnlich zuverlässig wie „gefühlte Temperatur“. Was also ist wirklich los gewesen?

Bei naturaufdembalkon geb es letztlich einen sehr interessanten Link dazu! Es gibt nämlich einen DÜRREMONITOR! Hier kann JedeR nachgucken, wie weit sein Heimatort von der Dürre seit letztem Jahr tatsächlich betroffen ist. Insgesamt ist spannend oder besser gesagt erschreckend, daß es in den meisten Teilen des Landes lange Zeiten über bis in Tiefen von 1,80m staubtrocken ist oder zumindest war. Heftig!

Dürre bezeichnet die Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015), keine absolute Trockenheit.

Will heißen, die Bilder dort sind relativ und nicht absolut zu lesen. Das zur Einordnung, es macht es allerdings nicht besser….

Wenn man sich das nun für unsere Gegend anschaut, dann siehts recht gut aus eigentlich. Weiß bis gelb, egal ob für die oberen oder die tiefen Schichten, da stimmt mein Eindruck offenbar – aber es gibt auch einen Rückblick auf letztes Jahr, und da gibts im Winter auch bei uns knalliges „rot“ für „extreme Dürre“.

Na, es wird spannend zu sehen, wie das weitergeht. Eigentlich wünscht man sich jetzt viel Nasses von oben – aber ich persönlich tendiere trotzdem ganz egoistisch dazu, mir noch einen sonnigen Herbst zu wünschen und wenig weiß im Winter. Abwarten….

 

Buchen und Eiche und…

Letztens war wiedermal der Baumpfleger da, ein anderer diesmal, den wir beim Insektentag in Unewatt kennengelernt hatten. Er scheint uns die richtige (baumfreundliche) Einstellung zum Baumschnitt zu haben, macht außerdem Gartenanlage für naturnahe Gärten und Seminare, Exkursionen etc zum Thema Wildbienen und Wespen- und Hornissenumsiedlungen. Zum gucken, was wir uns vorstellen und was nötig sein könnte war er schon hier. Und sah diesen hier, den auch ich schon als möglichen Überltäter ausgemacht hatte:

Es ist der Riesenporling (Meripilus giganteus)

Das Auftreten dieses Schwächeparasiten deutet auf zersetzte Wurzeln hin und weist somit auf eine Gefährdung der Standsicherheit hin! Er zersetzt die Wurzeln zunächst von unten und bildet später eine intensive Weißfäule bis in den Stammfuß aus. Sofern bereits Vitalitätseinbußen in der Krone erkennbar werden ist von fortgeschrittener Wurzelzersetzung auszugehen!

Oberweiser

Ups. Allerdings befindet er sich am Fuße der noch in Vor-Blog-Zeiten abgetragenen Buche mit dem Druckzwiesel. Trotzdem müssen wir das im Auge behalten, denn diese Buche stand ja genau zwischen zwei anderen, ganz dicht, und wer weiß, ob der Porling nicht auch in deren Wurzeln übergeht!?

Ansonsten gilt es noch, bei den Nachbarn der brandkrustenpilzbefallenen gefällten Buche gut nachzusehen (alle fünf Jahre wurde uns empfohlen – sechs sind schon wieder rum, huschusch, ehe ichs bemerkt hatte), ein paar Pflegeschnitte sind nötig, und auch die Eiche mit den Sanddünen von den gefräßigen Käferlarven muß er sich genauer ansehen. Sowie leider auch meine Lieblingsbuche, die heftige Trockenschäden zeigt. Insgesamt haben die Buchen in diesem Jahr sehr kleine Blätter ausgetrieben und sehr viele Bucheckern bekommen. Die Kronen sind dadurch erheblich lichter als sonst. Da lag die Vermutung nahe, daß sie im letzten, trockenen Jahr gelitten haben, aber wir hatten gedacht, das sei eine vernünftige Reaktion: kleine Blätter verdunsten weniger, Eckern sichern den Nachschub, falls es doch schlimm werden sollte…

lichte Krone, oben kahle Zweige… nie war der Garten so sonnig wie in diesem Jahr, denn auch die anderen Buchen sind lichter als sonst. Mein Liebling sieht aber am schlechtesten aus.

Aber inzwischen habe ich schon mehrfach gelesen, daß Buchen üble Trockenschäden erlitten haben bis hin zum Tod, und auch bei meiner einen kann es durchaus sein, daß sie sich nicht wird erholen können. Die nächsten Jahre werden’s zeigen, aber erst einmal müssen wir gucken, ob es akute Gefahren abzuwenden gibt.

Das wird spannend ….. und hoffentlich nicht ZU schlimm….. am 5.10. gehts los mit genauer Begutachtung und ersten Taten.

Wiese

Ganz sicher hab ich doch davon berichtet, daß ich vor zwei Jahren oder so begonnen hatte, die schattige, trockene Wiese unter den Buchen anders zu behandeln – aber ich finde es nicht wieder!

Also von vorn:

unser Garten hat ein Stück, das man wirklich zu nix gebrauchen kann :

  • es liegt direkt unter den großen Buchen gen Nachbars und ist damit sehr schattig
  • es ist abschüssig Richtung Frühstücksplatz und ist damit (und wegen der Buchen, die ihre Wurzeln drunter haben) recht trocken und schwer „be-sitz-bar“
  • es ist vom Bürgersteig aus voll einsehbar und
  • dort windet es eigentlich ständig

Viele Jahre lang hab ichs einfach mitgemäht, wann immer ich den Rasen mähte und schon was gewachsen war (also etwa 5-6x jährlich, das Gras wächst dort wegen all der Gegebenheiten recht langsam). Im Frühling sind dort botanische Krokusse, die ich in Etappen gepflanzt habe und Narzissen, danach nur noch Gras.

Irgendwann hab ich mir gedacht: „Warum mähst Du das eigentlich immer mit, es wird ja doch nicht begangen!?“, und habe seitdem nur noch 1-2x jährlich gemäht, wenn es Party gab (denn dazu taugt das Stück) und zum Herbst.

Das ist natürlich nix, wenn frau

  1. einen Naturgarten haben möchte und
  2. lernt, daß viele Schmetterlingspuppen an Gräsern überwintern oder Raupen an ihnen fressen

Also kam mit einem ziemlich tollen Artikel in unserer Mitgliedszeitschrift ein Drei-Stufen-Plan zum tragen. Drei Felder hatte nun die Wiese.

Oben das Feld ist gut für blühende Pflanzen, gemäht wird im Juli und im Oktober

Mittleres Feld : Mahd nur im Oktober, für die „neue Generation“ von Insekten und die „Auswanderer“ aus gemähten Bereichen

und im unteren Feld wird nur Mitte Juni gemäht, hier können Larven und erwachsene Insekten gut überwintern und die Larven sich bis zur Mahd entwickeln und schlüpfen.

Im letzten Jahr ist ab Juni allerdings fast nix gewachsen, Trockenheit sei Dank.

Juni 2018, VOR der 1. Mahd und der langen Trockenheit. Vorne, bis etwa Hinterkante Tisch, sind inzwischen Mauer und Kräuterrasen-Stück

Aber in diesem Jahr sieht man, wo die Felder sind – und Feld 3 ist etwas geschrumpft, zugunsten der Mauer mit Kräuterrasenbereich davor.

1.9.19 Dieselbe Perspektive, jetzt mit Rückseite der Mauer. Der Sand dahinter wird ja noch mähbarer Kräuterrasen, dahinter die drei Felder

Das ist natürlich alles ein Versuch im Miniaturformat – aber je mehr unterschiedliches im Garten, desto mehr Chancen für unterschiedliches, zu leben. Seit ich nur noch selten mähe und, wichtig, auch das Gemähte immer konsequent nach ein paar Tagen abstransportiere ist schon ein wenig was geschehen: es sind jetzt Gundermann, Ruprechtskraut und am Rand auch Veilchen in der Wiese, immerhin. Und seit die Gräser blühen sehe ich erst, wie viele verschiedene da sind!

Was schlecht ist: ich mähe bislang mit meinem normalen Rasenmäher, auf höchster Stufe. Damit häcksle ich allerdings auch Insekten mit…. aber mit Sense kann ich nicht. Ich habs versucht, das Gras ist zu zart. Ich krieg mit Sense nur Brennesseln und Giersch einigermaßen ab. Balkenmäher wäre gut, die gibts inzwischen auch für Handbetrieb. Aber da muß ich mich noch kundiger machen: gehen die auch für den Rest (Rasen)? Schön wäre auch, richtig sensen zu lernen – aber wo und wie???

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird 🙂