Wer kennt schon den Moosen?

Der Moosen bedeckt bei uns all die Stellen, an denen wir gern regelmäßig sitzen oder laufen – und ich mag ihn seit je, habe deshalb nie versucht, etwas gegen seine Entwicklung zu unternehmen. Aber nie hatte ich gewußt, daß er ein Moosen ist *gg* – bis Bibo mir einmal dieses Wort beigebracht hat. Und jetzt hat sie sogar einen sehr schönen Artikel über den Moosen und seine zweifellos vorhandenen Vorzüge geschrieben, der auch noch lustig zu lesen ist.

Ich lege Euch sehr ans Herz, über den „Moosen in Zeiten des Klimawandels“ zu lesen und ein für den Standardgärtner mit schattigen Gartenteilen zuvor ständiges Ärgernis danach mit neuen Augen zu betrachten – denn der Moosen ist außer weich und angenehm auch noch gut fürs Klima,

  • indem er dafür sorgt, daß weniger gemäht werden muß,
  • indem er CO2 speichert,
  • indem er Humus aufbaut
  • und indem er mannigfaltiges Leben zuläßt.

Also bitteschön, laßt Euch vom Moosen überzeugen!!

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Ein vorerst letztes Mal: die Mauer

Die ganzen Findlinge, die wir für die Mauer dann doch nicht gebraucht haben, haben eine zweite Mauer vervollständigt

So sieht die Blickachse jetzt aus

der Hol-Nis- Stein

Und der „T.Eisstock“

von hinten: Bruch, Sand/ Kies und die ersten beiden Pflanzen

die Margeriten bestimmen das „Wildpflanzenbeet! vom letzten Jahr.

Die Mauer ist fertig!!!!

Gestern haben der Herr F. und ich von Freunden eine fantastische, dicke Eichenbohle aus einem alten Schiff für unsere Mauer als Sitzplatz bekommen. Ich war so begeistert, gestern noch habe ich sie eingebaut:

Heute dann habe ich sie erst mit 80er, dann 120er- und 240er- Schleifpapier geschliffen und schließlich mit Leinöl eingelassen – nicht daß sie das bräuchte, aber das lässt die Farben und Strukturen so toll rauskommen!

Wahnsinn, oder? Und so sieht nun die fertige Mauer aus – mit Bepflanzung und Sitzbank. Ich habe IN der Mauer Thymian, Zimbelkraut, eine kleine Glockenblume und Hauswurze

und hinten im Sand/Kies, ganz oben, eine Grasnelke und eine andere Glockenblume. Erstmal.

Zwei besondere Ziegelsteine sind eingebaut, einer mit Prägung „Holnis“ und einer mit „T. Eisstock“. Sonst gibt es unterschiedliche alte Steine, die hier schon waren, Dachpfannen vom alten Dach, Klinkersteine vom Anbau, Natursteinplatten und -steine, Tonröhren, die auch schon rumlagen und zwei, die wir als Insektennisthilfen auf der letztjährigen Exkursion gebaut hatten, dann den Niststein (als einziger gekauft, oben im Bild senkrecht – naja, etwas schräge senkrecht *gg* – zu sehen) und Lehmmörtel aus den geschenkten Lehmsteinen.

Ich muß sagen: ich bin sehr begeistert von meiner Mauer, und ich freue mich schon drauf, im nächsten Frühling dort zu sitzen und zu gucken, was da schon so wächst (im September wird der mähbare Kräuterrasen gesät). Jetzt habe ich noch Kies/ Sandreste zu verteilen, und das wars auch.

Schritt fünf

Ach, ich bin ganz begeistert von meiner Mauer! Inzwischen habe ich Pflanzen (Hauswurz, Zimbelkraut, Glockenblumen, Thymian) besorgt und gekauft, und ich bin schon viiiiiel weiter.

Spontan habe ich die Beeteinfassungen beim Schöllkraut-Beet rausgeholt, weil es an Backsteinen mangelte – und festgestellt, daß diese uralten Steine halt doch viiiiiiiel schöner aussehen als alles neue. Also wird der nächste Schritt sein – tadaaaa – die Windfang-„Terrasse“ auszubuddeln, denn in der sind auch schöne, alte Steine verarbeitet, die in der Mauer viel besser zur Geltung kommen werden. (die lagen hier noch rum, als ich einzog – keine Ahnung, woher die kommen, sind unregelmäßig, mit Patina und in viel größerem Format als heutige Backsteine) Aber vorher muß der Herr F. ran: wir müssen die potentielle Sitzbank bauen, denn das ganze ist inzwischen so hoch, daß die eingepaßt werden muß, bevor es damit weitergehen kann, mit den neuen, alten Steinen die Mauer zu einem hoffentlich relativ ebenen, geraden Abschluß zu bringen. Ich hoffe, Pfingsten wieder fit genug zu sein, um weitermachen zu können.

Diashow „Detailansichten von links nach rechts“:

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Eine Grundregel zur Stabilität lautet: „KEINE KREUZFUGEN“. Nuja, es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen: schauet, und Ihr werdet mehrere finden…..

Eigentlich finde ich richtig schade, daß sich das bauen schon dem Ende nähert, denn, Leute: Trockenmauerbau macht richtig viel Spaß!!! Einfach anfangen, ausprobieren, gucken, machen – diese Art zu arbeiten liegt mir eh, und wenn das Ergebnis dann so aussieht – wunderbar!

*räusper* mir kam schon die Idee, den Teil, wo man so viele neue rote Steine sieht, nochmal ab- und mit den alten Steinen wiederaufzubauen… Ladypark hat übrigens noch neue, aber andere Rotsteine für mich, auf die freue mich mich auch schon, die geben dann evtl eine schöne, neue Beeteinfassung, oder sie kommen auch noch mit in die Mauer, oder…….

Schritt vier

Gestern: tolles Wetter und ich hatte frei

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Wie man sieht: ich konnte es nicht lassen *g* Denn die richtige Reihenfolge wäre gewesen:

  1. alle Materialien sammeln (davon gibt es im 1. Bild Anfänge, aber Findlinge und Co sowie rote Backsteine hab ich dann doch immer erst bei Bedarf dazugeholt, was im Prinzip doof ist, weil so die Übersicht fehlt und dadurch Probleme entstehen) Hier sieht man, wie toll solche Recycling-Mauern sein KÖNNEN: *klick* und ja, ein Teil meiner Mauer sieht durchaus so aus, wie es im letzten Beispiel als „eher suboptimal“ bezeichnet wurde *seufz* Aber ich schätze, halten wird’s, und eine Meisterin des Handwerks ist an mir eh noch nie verloren gegangen. Mir gefällt’s trotzdem 🙂
  2. Pflanzen besorgen. Denn die nachträglich in die Mauer einzubringen ist schwierig bis zum scheitern verurteilt, kann man hier nachlesen: *klick*
  3. bauen

Nuja, Zimbelkraut, Blutstorchschnabel und eine kleine Glockenblume hatte ich schon, die sind mit eingebaut, aber der Rest…. erst am Samstag kommen wir zur Gärtnerei ….. das Brett obenauf bleibt so nicht, es ist 1. zu lang und 2. nicht genau so richtig plaziert. Aber es zeigt schonmal: einigermaßen gerade ist es dort, und die Höhe stimmt auch schon fast – denn etwa da soll durchaus ein Sitzbrett hin. Obendrauf liegt die Wasserwaage – und tatsächlich hab ichs hingekriegt, daß es überall ein leichtes Gefälle nach hinten gibt, wo Erde und Kies/ Sand (später dann bewachsen) die Mauer abfangen

Der Klaggermatsch ist übrigens aus den „erbeuteten“ Lehmsteinen gemacht, die aber ansonsten eher nicht Teil der Mauer werden: die lösen sich zu schnell auf, sind doch eher für drinnen geeignet (dort, wo sie über waren, wurde ja denn auch der Innenausbau mit ihnen gemacht). Aber Muris Tipp war gold wert, sie als Lehmmörtel zu nutzen, wenn mal kleine Wackeligkeiten zu überbrücken sind oder so.

Was den Rest der Mauer angeht: es wird noch einen „hauptsächlich Dachziegel-Teil“ geben und einen „hauptsächlich Findlinge-Teil“. Und vielleicht verkleinere ich den „hauptsächlich rote Steine“-Teil auch noch zugunsten von mehr Mischmasch, denn der ist fast fugenlos und deshalb nicht so tier- und pflanzeninteressant

Schritt dreieinhalb ;-)

Anfangs hatte ich ja irgendwo schonmal geschrieben, daß noch ein „Kleinprojekt“ zu der Sache mit dem Kies/ Sand gehört. Das habe ich in einem Anfall von Arbeitswut nach einem Arbeitssamstag überraschend schnell hingekriegt:

Seit Ende 1994 wohne ich hier und ärgere mich über den Vorher-Zustand (den ich natürlich wiedermal festzuhalten vergessen habe: das Fallrohr endete weiter oben, provisorisch drangesteckt ein häßliches Plastikrohr, über das man klettern musste, wollte man den Weg am Wintergarten vorbei nutzen. Außerdem rutschte dieses Rohr regelmäßig mal ab, wenns doll regnete, und das Wasser durchnäßte die Mauer)

Jetzt hatten wir das Rohr tiefer legen lassen. Zur Vorbereitung hatte ich gebuddelt, damit wir gucken konnten, wie ein Gefälle entstehen könnte. Dabei habe ich ein Dutzend kleinere Findlinge entfernt – auch ein Grund, warum diese Aktion immer wieder verschoben worden war. Diese Vorarbeiten waren also geleistet.

Nun habe ich also einige der Findlinge als Stufenfänger quer wieder geschichtet, dahinter mit dem Kies-Sand ein abfallendes Bett für die Dachziegel gebaut, die dann hingelegt – fertig.

Naja, ganz so einfach wars wieder mal nicht: ganze vier Mal musste ich beim Test feststellen, daß irgendwo das mit dem Gefälle nicht richtig geklappt hatte und die Ziegel wieder aufnehmen und nachbessern…. Stümper at work *gg*. Regen hatten wir genug: bisher sickert das gut weg. Bloß ein echter Starkregen fehlt nooch, der Herr F. unkt, daß das Wasser dann überliefe und gen Haus flösse, ich glaube, es reicht so aus. Es ist am Ende des Gefälles eine Kuhle, da drin sind einige Lehmsteine, die sich nach und nach auflösen und im besten Fall von Tieren als Baumaterial genutzt werden können (mal sehn, ob das was wird, schließlich liegt die Kuhle in tiefem Schatten unter dem Buchsbaum, Schwalben und Wildbienen mögen es aber sonnig und einsehbar….)

Jedenfalls wird sich zeigen, ob wir das Sickerbecken noch verbessern müssen, oder ob das so langt.

Nun kann das ganze einwachsen – gut is‘. Und sowohl hübscher als auch leichter begehbar als zuvor ist es auch. Außerdem plastikfrei – mit recycelten Materialien, denn die Ziegel sind vom alten Dach, die Lehmsteine einige der geschenkten vom Frühjahr, die Findlinge aus dem eigenen Garten. Naturgartenkompatibel also 😉

Wieder was fertig! Ein mindestens 23 Jahre altes Provisorium ist beseitigt (es war ja schon so als ich einzog, also ists eigentlich älter…..)

Schritt drei

Erfahrung ist das, was Du hast, wenn Du es nicht mehr brauchst

Der Herr F. hat einen Verdichter gebastelt. Und jetzt, wo das meiste schon fertig ist vom Fundament haben wir von Muri in den Kommentaren zu Schritt zwei gelernt, daß es eben doch wichtig gewesen wäre 0/16er Kies (Oder Sand) zu bekommen statt 2/16er. 0/16er war uns ja auch aufgeschrieben worden, aber unser Kieslieferant hat keinen, nur 2/16er. Nuja, kann ja kein soooo großer Unterschied sein, dachten wir, immerhin hatte ich mir erklären lassen, daß die Zahlen die Durchmesser der Körner bezeichnen, und ob die kleinsten 2mm Durchmesser haben oder 0 ….
Ist aber doch ein Unterschied, der die Stabilität des Fundamentes erhöht hättehätteFahrradkette. Tja.
Nuja, unsere Mauer soll 1. nicht höher als kniehoch werden und wird 2. nach hinten mit Erde (Kies…..) abgefangen, ich hoffe, sie wird uns also trotz 2/16 nicht zusammenfallen. Und wenn doch – what shall’s, ist ja bloß ein Garten ….

Jedenfalls ist diese Stampferei eine elend fiese Arbeit, ich bin froh, daß wir zu 2. sind.

P.S. Unser Luxus-Hummelkasten ist übrigens bös verschmäht worden, schade, ich hätte so gern mal richtig beobachten können!! Vielleicht nächstes Jahr….

Schritt zwei

Schritt zwei lief nach dem Motto „was lange währt….“: ewig hat es gedauert, bis wir herausgefunden hatten, wo es hier in der Nähe regional Kies für unsere Gartenplanung gibt. Klar kann man zum Baumarkt fahren, aber Naturgarten heißt eben auch: wissen, woher das Material kommt, Ressourcen sparen, regionales Material benutzen. Und es gibt ja Kieskuhlen hier! Bloß: für so kleine Mengen sind die eher nicht so eingerichtet, zumindest nicht, wenn man das nicht selbst abholen kann….. und viel Zeit zum kümmern war auch nicht grad vorhanden.

Und wann gings dann los?

Klar – am Montagvormittag. Wo wir doch Montag los wollten nach Hamburg, die Malerfreundin besuchen und zwei Seminare für die Arbeit machen. Aber wir waren halt drauf eingestellt, daß der Herr F. daheim bleiben würde, weil wir den Dicken nicht mehr alleine lassen könnten. Das hatte sich ja nun erübrigt, wie Ihr wißt – aber der Termin stand, ebenso wie der für die Besprechung des geplanten Glasfaseranschlusses – auch Montag…. und dann kommt der Laster – und paßt, etwa 20cm Höhe sind verantwortlich, nicht durch unsere Einfahrt! Also bis 15 Uhr (Glasfasertermin) anderthalb Kubikmeter 2/16er-Kies in den Garten bringen, denn mitten in der Einfahrt können die nicht tagelang liegenbleiben und alles versperren….

Ist ja nicht viel, ach, wir tippen auf 10 (ich) bzw 12 (Herr F.) Schubkarren voll.

Pustekuchen! Bei 15 hab ich zu zählen aufgehört, aber 20 waren es sicher, das kleine Häufchen…. *gg*

Der Vorteil der Aktion: nun hatten wir den Sandhaufen schon gleich im Garten bzw die ersten 6 oder 7 Karren auch direkt im Beet. So sieht das jetzt aus:

Nicht wirklich anders als zuvor, aber es sind 7 Schubkarren voller Kies drin verteilt.

Der Restkies- Haufen. Jaja, wirkt wie ein jämmerliches Häufchen. Ist es auch. Aber uns tun trotzdem die Knochen weh….

Der nächste Schritt wird sein, 30cm breit und 20cm tief einen Fundamentgraben für die Mauer auszuheben, dann den Graben mit Kies zu füllen (und dazwischen immer wieder zu verdichten). Dann „nur noch“ die Mauer aufbauen, den restlichen Kies verteilen (achja, und vorher unbdingt noch „Projekt 2“ fertigstellen, dafür brauchts auch noch Kies….) – fertig. Bin gespannt, wie lang wir dafür wohl brauchen werden….

Heute

„Interessant“ ist, wie erschöpft wir alle beide heute sind. Jetzt erst merken wir so richtig, wie belastend die letzten vier Wochen dann doch waren. Aber insgesamt merken wir doch: wir hadern nicht. Der Zeitpunkt war einigermaßen richtig, der Dicke hatte ein langes, gutes Leben, die schlechte Zeit war vergleichsweise kurz. Und es ist gut, daß wir beide seit dem 1. Mai Urlaub hatten (und haben), um für ihn da sein zu können – und jetzt noch ein wenig durchzuschnaufen und etwas zu unternehmen, das auch. Ablenken ist manchmal garnicht so verkehrt.

Ich war schon viel im Garten, zusammen haben wir den Rest unseres „Projektraumes“ zuende von Grassoden befreit und abgesteckt, wie das mal werden soll, etwa:

Das gerade, links neben der weißen Schnur, wird der neue Weg, da kommt erstmal Tragschichtkies drauf, wie überall, um das Niveau wieder anzugleichen und das ganze etwas abzumagern (das mögen die meisten Wildpflanzen viel lieber), und im Herbst wird mähbarer Kräuterrasen eingesät (Mischung Strickler)

Rechts die Schnur, die krumm und schief liegt – so ungefähr soll die Mauer laufen, rechts dahinter kommt die Abstützschüttung sozusagen. Am Rand irgendwo werde ich eine Kuhle davor machen und Lehmsteine zum verwittern einfüllen. Damit Wildbienen sich dort für ihre Nestverschlüsse bedienen können. Und Schwalben für ihre Nester, wobei ich denke, daß das eher nix wird: zu wenig offen für Schwalben dort. Aber ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, daß jeder Bereich, den ich anlege, Freunde findet, an die ich garnicht gedacht hatte – so wird es dann dort wohl auch sein.

In die Mauer soll ein Sitzplatz integriert werden, obenauf so eine Art zweisitzige Mauer-Bank (die wird ja nicht hoch; Stuhlsitzhöhe höchstens), damit man gucken kann. Da muß dann noch ein Weg-Abzweig hin…. ich weiß noch nicht, ob ich den Rest genauso einsäe und bloß seltener mähe, oder mit lichtem Saum-Saat, die hab ich auch gekauft.

Nachher werden wir noch einen kleinen Gang machen und irgendwo Seelenfutter (Torte) essen, und hastDunichtgesehen wird schon wieder Abend sein und wir werden erschöpft ins Bett fallen – immerhin haben wir beide gut geschlafen in der letzten Nacht (bei mir war das schon der Fall, seit ich von der TÄ bestätigt bekommen hatte, daß der dicke Bauch des Katz nicht auch „Schmerzen“ bedeutet. Seitdem konnte ich ruhiger gucken und abwarten. Daß er sterben würde, bald, war ja nicht mehr wegzudiskutieren)

Insektennisthilfe – was taugt?

„Kaum nutzbar“ seien die meisten Baumarkt-Insektenhotels, schrieb ich gestern.

Aber was ist sinnvoll – worin mögen Wildbienen nisten? Und was ist nur billiger Füllstoff, vielleicht hübsch anzusehen, aber sicherlich nicht bewohnbar (außer vielleicht von ein paar Ohrenkneifern und Asseln)?

Diese Grafik stammt von Dr.Wolfram Eckloff, der mir netterweise erlaubt hat, sie hier zu benutzen – und mehr noch: er freut sich über Verbreitung!

Wer selber bauen möchte:

  • Hartholz, (ob entrindet oder nicht, darüber streiten sich die Geister, entrindet ist aber wohl besser),
  • Bohrungen immer seitlich (also senkrecht zur Faser, nicht ins Hirnholz)
  • mindestens eine Bohrerlänge tief (besser: extralange Bohrer, die allerdings, wie ich feststellen musste, schwer zu kriegen sind) und hinten geschlossen (also nicht DURCHbohren)
  • 2 – 9mm (am meisten 3 – 6 mm),
  • ausgefranstes unbedingt wegschleifen – die Wildbienen kriechen rückwärts rein und meiden splittriges Holz/ Bambus…., weil sie wohl instinktiv wissen, daß sie sich daran ihre Flügel verletzen könnten
  • aufhängen oder -stellen geschützt und sonnig.
  • Oder Röhrchen, siehe Grafik-Text. Kann man auch einfach in eine Konservendose eingipsen (also die Rörchen am Boden in etwas Gips oder Lehm stecken, damit die Vögel sie nicht so leicht rausziehen können. Und damit sie hinten zu sind)
  • Oder natürlich eine schöne Lehmröhre, wie wir sie letztes Jahr gebaut haben.

Zum Glück gibt es auch einige Hersteller von fertig zu kaufenden, sinnvollen Bienenwohnungen, hier sind sie aufgelistet: *klick*

Nicht vergessen: die allermeisten Wildbienen bauen ihre Nester eh in den Boden! Da helfen offene, gelockerte Bodenstellen, gerne sandig und sonnig gelegen, die in Ruhe gelassen werden. (Unsere Hummeln zB brauchen keinen Nistkasten von uns. Der ist eher für uns, damit wir mal so einem Volk zusehen können; ich hatte die letzten drei jahre vergeblich versucht, eines im Garten ausfindig zu machen. Normalerweise sind Hummeln mit einem alten Mausebau vollauf zufrieden, manche auch mit einer Höhlung in einem dicken, alten, nicht abgerasenmähten Grasbüschel oder einem Wandspalt; sie graben nicht selbst ….)

 

 

Ach, es ist einfach herrlich!

Am Montag nach den drei Prasselregen-Sturmtagen scheint die Sonne, der Wind hat einigermaßen nachgelassen, und es ist frühlingshaft warm. Die Vögel singen schon, die Winterlinge öffnen erstmals ihre Blüten, Krokusse spitzen schon farbig hervor (aber noch geschlossen), und nach drei Stunden draußen sehe ich so aus:

Komisch, in echt ist das alles immer viel doller *gg*

Und der Garten sieht so aus:

die Totholzhecke ist schon viel höher, dem Sturm sei Dank 😉

und viel länger ist sie auch, sie geht jetzt bis zum 3. Baum, soll aber noch länger werden. (Stand Ende 2018: Ende links, auf dem Foto hinter den Zweigen des Vordergrund-Buschs) Da die Nachbarn in Richtung „wir“ ihre Schmuddelecke haben (das ist okay, so haben wir unsere Ruhe, und ich würde sie an deren Stelle auch dorthin packen, so wie die Grundstücke liegen. Ich meine das also überhaupt nicht als Kritik, nur als „isso“), ist das hübscher für uns und eh besser für Tiere.

Weiter hinten dann erhöhe ich den kaum noch sichtbaren Wall mit den Grassoden – all dies (es ist über kniehoch) kommt nur aus…..

dem winzigen Stückchen, das man rechts braun liegen sieht und dem spatenbreiten Graben, der davon abgeht. Wo soll ich bloß mit all den Grassoden noch hin? (das ganze Dreieck zwischen Ende Graben, ausgehobener Dreiecksspitze und Blättern (die das jetzige Beet anzeigen) soll noch ausgehoben werden….)

Außerdem habe ich nur von diesem Streifen zwischen Wand und Weg drei Schubkarren (!) voller Blätter und Immergrün entfernt. Warum? Weil das ein bei uns rarer geschützt-sonniger Platz ist, den das Zeug sowas von überwuchert.

Endlich also mal wieder draußen, das erste Mal „so richtig“ in diesem Jahr. Unser Dicker kam auch zwischendurch dazu, guckte neugierig, was ich da rumgrusche und fegte im vollen Galopp quer durch den Garten. Und auch einige Bienen ließen sich sehen – die Kotblase drückt wohl ….

Zwischendurch wurde ich von einer Hunde-Gängerin angesprochen, sie hatte die Bienenstöcke im Garten gesehen – ob wir wohl Honig hätten? Ein netter Schnack übern Zaun, und sie möchte mehr wissen, wenn sie mal mehr Zeit hat.


Dienstag. Wunderbarerweise ist es heute ganz genauso schön draußen! Die Folge: jetzt, um 10 Uhr 14, bin ich schon ein wenig k.o. von vielen Karren voller weggefahrener Blätter aus dem Staudenbeet/ Vorgarten. A propos Blätter – da hadere ich ja seit Jahren schon mit mir…

Engel links, Teufel rechts (hier: Insektenliebhaberin links, Pflanzenliebhaberin rechts)

rechts: „los jetzt, Fjonka, diese Massen von Laub ersticken Dir jeden Winterling und Krokus, wenn Du die jetzt nicht wegmachst!“

links: „aber denk doch mal an all die Insekten, die jetzt da überwintern, denen Du den Garaus machst! Und außerdem können die Frühblüher das ab, die wachsen ja in der Natur auch im Wald, wo Niemand ihnen Laub wegharkt“

rechts: „okay, die schon, aber was ist mit all den Stauden, die Du ja extra an die Sonnenplätze gepflanzt hast – DIE sind das nicht gewöhnt!“

In diesem Jahr lautet der Kompromiß wie folgt: vorne, im „Sonnenbeet“ habe ich viele Karren voll mit Blättern und dicht sich hinlegenden Staudenresten zB von Iris und Montbretien entfernt, aber keine Stengel abgeknickt – wer das drüberharken übersteht (und das sind erstaunlich viele) darf samt evtl drin überwinternder Insektenlarven stehenbleiben. Alle anderen Beete sind eh Schattenbeete – da müssen die Pflanzen das abkönnen, wenn Laub draufliegt (UND dort liegt eh weniger Laub – vorne, zwischen den Buchenhecken, fängt sich das immer richtig heftig)

Jetzt also erstmal ein wenig schreiben, dann ein Käffchen in der Wintergartentüre (auch ein Kompromiß – da ists geschützt, jetzt sonnig und von hinten warm) und dann ab in den Graben 😉 Denn ab eins ists vorbei mit der Gartenfreude: nachmittags gibts anderweitig Programm ….

Wintergartenarbeit à la Naturgarten, Folge2

Momentan habe ich mir die „Natur&Garten“-Hefte vorgenommen, die bei mir herumliegen.

Mein eigener Beitrag in der neusten Sonderausgabe, in der unterschiedlichste Gärten vorgestellt wurden, hat mich dazu veranlaßt, im Shop Hefte zum verschenken zu bestellen, und da habe ich gleich zugeschlagen und mir die früheren Sonderausgaben mitbestellt. Außerdem habe ich ja die Hefte, die man als Vereinsmitglied eh bekommt, und so gibt es einen ganzen Stapel, den ich mir nach und nach zu Gemüte führe.

Das Heft, das mir mit am besten gefallen hat, weil es ungeheuer informativ, dazu sachlich fundiert, praxisnah UND auch noch gut zu lesen ist, ist das Heft über Nisthilfen für Wildbienen und Wespen. Das hab ich Silvester zu lesen begonnen, und trotz Erkältung und Mattigkeit konnte ich Neujahr – die Sonne schien, der Sturm toste – nicht an mich halten und habe in minutenlanger Arbeit eine Nisthilfe für Bewohner markhaltiger Stengel gebaut.

Ja, minutenlange Arbeit *g*

Das ist nämlich wirklich, wirklich einfach!

  • Raus in den Knick,
  • Brombeerranken suchen (ich habe Brombeer- und Heckenrosen gefunden)
  • lange, dicke Stücke abknipsen. Jetzt kommt das schwierigste:
  • eine sonnige Stelle suchen. Tja. Aber da ist ja die Dachdeckerleiter am Wintergarten. Die Clematis, die da hochranken hätte sollen, ist schon vor einigen Jahren eingegangen. So richtig, richtig sonnig ist das nicht, aber sonniger geht in unserem Garten nunmal nicht, immerhin ist vormittags bis in den Nachmittag hinein Sonne da.
  • Die Stengel einzeln möglichst wackelfrei befestigen (denn, so steht es für sämtliche Nisthilfen geschrieben: die „drei großen S“ des Nisthilfenbaus lauten Sonnig, Sicht frei, Stabil)
  • fertig

So sieht das jetzt aus:

Brombeeren, einzeln senkrecht befestigt, werden am besten besiedelt, schreibt Werner David, der „Wildbienenpapst“. In die Erde stecken ist nicht so sinnvoll, weil die Stengel dann zu schnell rotten und umkippen. „Einzeln“ ist deshalb gut, weil die zukünftigen Mütter auf der Suche nach guten Nistplätzen die Umgebung fliegend nach einzelnen, senkrechten oder schrägstehenden Strukturen absuchen, die sie dann näher angucken. „Einzeln“ ist wohl relativ – bezogen auf die winzigen Wildbienen sind auch 15cm auseinander angebundene Stengel „einzeln“, das sieht man auf den Beispielfotos von gut angenommenen Nisthilfen. Nicht so gut funktionieren aber Bündel.

Es gibt zwölf Wildbienenarten (darunter mehrere Grab- und Mauerbienen), elf Grabwespenarten und eine Lehmwespe, die solche Stengel als Nistplatz brauchen. Und zehn parasitär lebende Wespenarten, die dort nach Opfern suchen. Da lohnt sich doch die „Arbeit“!! 🙂

Wer nun auch loslegen möchte (das geht auch auf Balkonien und ist so schön einfach!!): es eignen sich außer Brombeeren, die am besten angenommen werden, auch Beifuß, Königskerze, Distel, Heckenrose, Sonnenblume und Himbeere. Man kann auch eingetrocknete Pflanzenstengel im Garten einfach auf ca 1,50m Höhe abschneiden und stehenlassen. Das werde ich nächsten Herbst machen, wenn hoffentlich die 2018 endlich wieder zahlreichen Königskerzen geblüht haben- die Tierchen müssen abgebrochene oder -geknickte Stengel finden, sie können sie ja nicht selbst abbrechen. Hier wird auch erklärt, warum das sinnvoll ist und wie es taugt:

Ich hoffe, von Beobachtungen berichten zu können – vielleicht Ihr ja auch? Ich würde mich freuen, wenn ich Jemanden zur Tat motiviert hätte 🙂

Wintergartenarbeit à la Naturgarten, Folge1

Sonntag. Der letzte für 2018.

Endlich einmal wieder scheint die Sonne, ein milder Wind pustet bei 8° – und so ist ein tolles Wetter für den Garten. Der Herr F. hat Dachrinnen gesäubert, ich Büsche versäubert. Das heißt, ich habe, wie im natürlichen Garten zugunsten von Insekten und Vögeln empfohlen, wenige vollständig runtergeschnitten (bis wenige cm überm Boden – damit sie von unten dichter nachwachsen, oben nicht so hoch werden), die meisten in Ruhe gelassen (damit nicht Vögeln und anderem Getier per Kahlschlag allzuviel auf einmal weggenommen wird).
So ganz hab ich mich allerdings nicht dran gehalten: manche der „neuen“, die ja auch schon seit vier Jahren stehen, wirkten mir zu spillerig, um sich von einem totalen Rückschnitt zu erholen. Ich habe ja sehr starken Schatten, da wachsen die neu gepflanzten eher mit wenigen Ästen schnell gen Licht, statt sich schön zu verzweigen. Dann hilft es meist, die Hälfte dieser langen, dünnen Dinger ganz runterzuschneiden (sonst wachsen sie so weit oben wie möglich wieder raus) Ein wenig Kraft aus der übrigen Hälfte bleibt erhalten, und nächstes oder übernächstes Jahr ist die Resthälfte dran

(Ein Bild anklicken, bitte, denn 1. steht was drunter und 2. kann man das erste in der Galerie nicht richtig erkennen, ist oben abgeschnitten)

Sieht lütt aus? Ist aber über 3m hoch und mit zwei (kleinen, weil meinen) Händen unten nicht mehr zu umfassen

Die neue Totholzhecke soll mal die Grenze zu Nachbars anzeigen, wenn sie „groß ist“, denn der Wall, der da mal war, ist im Laufe der Jahre fast verschwunden, und mehr und mehr wuchern Gartengeräte, alte Rohre etc zu uns rüber *gg*. Außerdem ist deren neuer Wellblechschupf ästhetisch nicht das allerschickste und wird so ein wenig mehr verdeckt. Für Nachbars ists halt die „Rummelecke“ hinter den Holzschupfen, für uns aber sichtbares Gartengelände…. Groß wird die neue Totholzhecke schnell werden: der erste Abschnitt von 2016 kann gar nicht so schnell wegrotten wie es Nachschub an Ästen gibt, und er ist schon so hoch wie er darf.

Außerdem hab ich noch was richtig gemeines getan: Es gibt da einen Weißdorn, der sich selbst ausgesät hat. Auch der ist wegen des Schattens als einstämmiger Baum statt als Busch gewachsen, und er wurde höher und höher, im Kronenbereich auch immer ausladender. Da die Dinger unglaublich übel pieken, und er sowohl den Mirabellen, von denen ich gern naschen möchte, als auch dem Weg hinterm Tunu-Gebüsch Platz streitig machte und ich in den letzten Jahren trotz wegschneiden hier und da immer wieder mit den Haaren in seinen Dornen hängengeblieben bin, habe ich mich jetzt zu Grausamem entschlossen:

dieser Weißdorn wird ein natürliches Insektenhotel.

Baumfrevel.

Dafür muß er sterben – heute habe ich unten am Fuß eine tiefe Kerbe ringsum eingesägt, so daß der arme Kerl nun von seinen Wurzeln nicht mehr versorgt werden kann. Aber stehenbleiben wird er, noch sehr lange, und – das Holz ist hart – nur langsam von Käfern, Pilzen, Vögeln als Brutplatz- und Nahrungsspender zernagt werden. Im Moment nagt allerdings erst meine Tat, und zwar an meinem Gewissen. 😐 Ein schnelles absägen ist schlimm genug, für einen langsamen Tod verantwortlich zu sein – ich weiß noch nicht, ob ich damit so wirklich gut um kann…. andererseits möchte ich gern zusehen, was geschieht.

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen….

…. ist, so finde ich, ein guter Grundsatz in vielen Lebenslagen *gg* Momentan versuche ich mich im Garten daran:

Seit ich lernen musste, daß sie ein invasiver Neophyt ist, bin ich auf die Silber-Goldnessel schlechter zu sprechen als zuvor. Also, nicht daß ich sie früher besonders toll gefunden hätte, aber immerhin ist sie einigermaßen hübsch, die Hummeln mögen ihre kurze Blütezeit, und sie arrangiert sich mit dem Giersch so, daß der nicht ganz alleine die Herrschaft über die wilderen Gebiete des Gartens hat. Dann kam der Naturgartenverein, ich lernte und natürlich kam dazu: ich mußte in die Hand versprechen, daß ich fürderhin die Silber-Goldnessel (henceforth known as Sigone) ächte und bekämpfe bis an mein bitteres Ende, wollte ich tatsächlich den Rang einer Silberplakettenanwärterin (immerhin gibt es ja noch keine Plaketten *g*) einnehmen.

Späßken – neinnein, ganz so heftig sind sie nicht, die Naturgärtner. Aber immerhin: man nahm mir das Versprechen ab, die invasiven Neophyten in meinem Garten einzudämmen soweit möglich

Jetzt stand ich also in der Pflicht, und außerdem ist es so, daß ich selbst feststelle: außer Giersch und besagter Sigone wächst da nix, was ich da gern hätte von allein, und auch nicht bei Aussaat. Gleichzeitig sehe ich es weiterhin als menschenunmöglich an, die aus dem Garten zu entfernen – und nun kommt endlich, was ich eigentlich erzählen wollte, nämlich das Ende der großen Dürre.

Am Ende der großen Dürre konnte ich erfreut feststellen, daß selbst die unkaputtbare Sigone gelitten hatte. Nie war sie so schwächlich unterwegs im Dienste der Weltherrschaft wie jetzt. Außerdem ist auch sonst wenig unterwegs, außer Wühlmäusen *seufz* – aber…..

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen

– und so hab ich mich heute in ein früher bodendeckend mit Storchenschnabel durchwachsen von Sigone überwuchertes Schattenbeet gesetzt und Wurzeln gerupft. Das ging deshalb so prima, weil ich sehen konnte, wo überall kleine Pflanzen sind (Sigone und Storchenschnabel kommen erst ganz klein von unten nach) UND die Wurzeln eh locker im Boden sitzen (mein Dank geht an die Wühlmäuse). Außerdem kann ich die Pflänzchen wieder gut packen und ziehen, selbst wenn mal eines nicht so locker sitzt (mein Dank geht an die Ostheopathin…..), und wo ich die Wurzeln nicht gleich mit rausgekriegt habe, hoffe ich auf die Grundschwäche (mein Dank geht an die Dürre)

 

Lehm-Nisthilfen für Insekten bauen

Letztlich gabs eine Bastel-Aktion bei einer Exkursion des Naturgarten-Vereins. Wir haben mitgemacht, und so sind zwei Lehmröhren für mein neues „Insektenhaus“ entstanden. War ziemlich einfach und hat Spaß gemacht, deshalb hier das Rezept

25 Kilo Lehmoberputz, fein 06 (es geht aber auch mit etwas groberem) mit 3 Litern Wasser und 5 Litern vom feinsten Sand, der zu kriegen ist, mischen. Das dauert, denn 3 Liter Wasser sind auf eine solche Menge nicht viel, es ist wichtig, daß alles gut durchgemischt ist.

Wenns fertig ist, Tonröhren kurz wässern. Wer keine Tonröhren hat, der nehme einen Blumentopf oder auch eine große Konservendose – wichtig: 15cm Tiefe sollten die Gefäße mindestens haben. Warum? Weil die Bienen diesen Platz für ihre Gelege brauchen: sie bauen eine Röhre, in der voreinander mehrere Eier mit jeweils einem eigenen Packen Pollen-Proviant für die Raupen plaziert werden.

Dann die Lehmmischung in die Gefäße füllen. Alle 2-3 Doppelhändevoll (ein schönes Maß, gell?) mit einem dicken Ast stampfen. Aber nicht zu fest, die Wildbienen wollen da ja auch noch reingraben können! Die härten nach!!! Ich habe das zu spät mitgekriegt – meine ist zu hart geworden. Da werden Wildbienen höchstens im Laufe der Zeit erodierende Lehmteilchen als Nestverschluß nutzen können. Schade! Des Herrn Röhre ist besser)

Fertig! Und nein, zu unser aller Erstaunen fällt der Lehmmix nicht aus der Röhre! Die Nisthilfen werden nachher schön sonnig und regengeschützt waagrecht irgendwo hingelegt, gern auch windgeschützt und etwas erhöht (weil sie dann nicht zuwachsen). Bei mir liegen sie im Insektenhaus. Man kann etwa 5cm tief ein wenig vorbohren, angeblich lockt das Wildbienen an, die auf der Suche nach einem Hang oder einer Abbruchkante, der Natur-Chance auf eine senkrechte Lehm-Sand-Fläche, sind.