Sieben von zwölf

Sommerlich ists bei uns erst wieder seit Donnerstag.
Während der Rest des Landes bei über 30° vor sich hin stöhnte, bekamen wir nur allmählich Temperaturen über 15°, es war düster und bewölkt. Dann die Wende, schöne 25°, bei denen ich – Cortison sei Dank – kreislaufmäßig Probleme bekam und in den zum Glück üppig vorhandenen Schatten floh.

Grasfrosch. Hätte der Herr F. ihn nicht hochgenommen, wäre er Kateropfer gewesen. 😦

Also berichte ich mal vom Donnerstag. Da wurde es nämlich offenbar auch den Tieren im Teich warm, und plötzlich gab es richtig viel zu sehen: die Pferdeegel – viele in verschiedenen Größen – schlängelten sich nah am Ufer, ein Dutzend Frösche – Grasfrösche und Teichfrösche – waren unterwegs, und irgendwann bin ich bis zu den Kniien im Teich gewesen, weil ich seltsame Wesen am Holunder, den wir als Froschsitz eingelegt haben, sah. Es waren die gestern gezeigten Libellenlarven. Aber da war noch mehr:

Gleich zwei verschiedene Molcharten (den Teichmolch konnte ich nicht einordnen, die Streifen haben mich verwirrt. Aber Obsidentify war sich zu 100% sicher!), jede Menge unterschiedliche Käfer, Rückenschwimmer (das sind übrigens Wanzen, es gibt sehr viele Arten, wahrscheinlich aber ist dies der „gemeine“ – Nononecta glauca) – uuuuuund – aber das ist sowas besonderes, das gibts später in einem Extra-Beitrag! Ich hoffe, Ihr könnt die Spannung ertragen, ich weiß, es ist FAST unmöglich! 😉

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Aber jetzt ist Samstag, der 25. – also zum Eigentlichen – dem Zwölftel-Blick. Es hat dann NICHT geregnet, auch nachts nicht. TRotzdem ist der Teich noch ganz gut zuwege. Bloß der Zwölftel-Blick….. das sieht gerad so aus:

rechts ist, unter Kornelkirschenzweigen, der Mirabellenstumpf zu ahnen. Waldziest, knotige Braunwurz und Lichtnelken sind so hoch geschossen, daß es aus dieser Perspektive kein Wasser und keinen Überblick gibt.

Also aufgerichtet, wie auch schon im Mai, und so sieht man was. Diese Fotos hab ich wieder größer gelassen, so daß Ihr beim anklicken besser gucken könnt.

Zwischen Binse und Krötenburg hat der Herr F. vor 10 Tagen gemäht. Zusätzlich hab ich grob gerupft, denn das Gras ist so dicht – da kann sonst nix anderes keimen. Am anderen Ufer – hier sieht’s aus wie direkt „hinter der Binse“ eine wollige Königskerze. Das, was direkt neben der Krötenburg hoch wächst, ist (neben Giersch) Odermennig.

…. und weiter rechts neben der Königskerze, das ist eine riesige Gänsedistel (höher als meine 1,59m). Im Teich liegt, von der Binse aus in die Mitte, ein Holunderstamm. Auf dem sitzen grad drei Frösche 🙂 Die tun gut daran, denn leider findet ElMauski Frösche superspannend. Der oben ist nicht der erste und nichtmal (seit gestern) der letzte, den wir gerettet haben. ER geht regelmäßig Patrouille. Meist platscht es nur, aber manchmal erwischt er halt doch einen. Das ist echt ätzend, aber, wie manche Tierschützys vorschlagen, den Teich einzuzäunen – keine Option für uns (über 2m hoch, mit „Dach“, sonst kommt der da drüber) El Mauski einzusperren erst recht nicht. Bisher hat nie eine Katze sich für Frösche interessiert. – Man kann nie so doof denken, wie es läuft….

Der Teich ist ein Quell ständiger Freude. Es blüht und summt – wir sitzen sehr oft auf den Stufen und gucken einfach vor uns hin. Toll!!! Vielen Dank, Froschland. – Ach, für MitleserInnen in Angeln: ich habe gehört, Froschland ist doch noch/ wieder aktiv, aber wohl jetzt erst ab 200qm Teichfläche ODER in besonderen Gegenden, zB solchen, wo Rotbauchunken wandern. Also, wer Kleingewässer hat und sanieren möchte, oder anlegen: anfragen.

Heidelibelle

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Am 9. Oktober 2021 hat sich dieses schöne Tier auf des Herrn Jeans gesonnt. Eine männliche Heidelibelle ists, wahrscheinlich die blutrote.

22.6.2022 hab ich das Foto bei Obsidentify eingegeben, denn Libellen sind nicht so leicht voneinander zu unterscheiden – und stellte fest: nö, die blutrote ists wohl nicht – je nach eingegebenem Foto wurde die gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) oder die große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) mit größerer Wahrscheinlichkeit identifiziert.

Hmmmmm……

Da gibts ja noch die threema-Gruppe der „jungen Zoologen“, da sind Leute mit Ahnung. Also hab ich DORT die Fotos eingestellt und gefragt – was eine rege Diskussion auslöste. Die streifigen Seiten, der schlecht zu erkennende dunkle Streifen am Auge und – tadaaaa – der auf dem einen Foto VIELLEICHT doch zu erkennende längere Zacken am Genital sprachen letztlich für die meisten für die große Heidelibelle, aber da war dann doch der breite Hinterleib, den haben eher die gewöhnlichen….

Schließlich befragte man außerhalb der Gruppe einen Libellenexperten – und bekam diese Antwort:

Ich habe das Bild mal runtergeladen und krass aufgehellt. Dabei erkennt man keinen „Schnurrbart “ der um die „Nase“ herum runterläuft. Bild ist aber auch ein bisschen zu pixelig. Die verbliebenen gelben Halbmonde an den Thorax Seiten sprechen für striolatum, das haben häufig auch noch ganz alte Tiere, aber das hat nur sehr kurz vulgatum. Der breite Hinterleib sagt wenig. Wenn das Tier volle Sonne aufnehmen will, macht auch striolatum den Hinterleib breit….alles in allem keine 100% Antwort. Eher striolatum.

Ich schreibe das so ausführlich, weil es mich schwer beeindruckt, wie schwierig es sein kann, so ein Tier WIRKLICH schlüssig zu bestimmen. Und wie man sich da rein vertiefen muß, um es letztlich EINIGERMASSEN sicher sagen zu können.

Klar, das liegt auch mit an den Fotos – wenn ich nicht weiß, worauf ich beim bestimmen achten muß, kann ich das Tier, auch wenn es ruhig dasitzt, nicht so aufnehmen, daß die wichtigen Teile gut zu erkennen sind. Trotzdem….


2021 habe ich insgesamt vier Libellenarten gesehen, die große, grün-blaue, die jedes Jahr da ist (Mosaikjungfer?), den Plattbauch, eine kleine, dünne, dunkelblaue (eine Azurjungfer?) und eben die Heidelibelle.

Und gestern am Teich dann konnte ich bestimmt 7-8 große Larven am in den Teich ragenden Holunderstamm sehen – unter Wasser, deshalb sind die Bilder recht schlecht. Keine Ahnung, Larven WELCHER Libellenart das nun sein könnten, aber Nachwuchs ist da *freu*

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Eine Krähenschnake

Ein recht großes Tier lief mir da Mitte Juni vor die Linse:
Es ist eine Schnake.
So weit, so gut.
Obsidentify meint, es sei die gefleckte Wiesenschnake, aber Wikipedia sagt, die sei von anderen Krähenschnaken eigentlich nur über die Kopulationsorgane zu unterscheiden, also ordne ich sie in meiner Tierliste mal als Krähenschnake, Nephrotoma spec. ein, wobei das spec. in so einem Fall nichts anderes bedeutet als „keine Ahnung, weiter als bis zur Gattung komm‘ ich nicht“ *gg*

Auch sonst bleibt das Netz eher vage:

Die Biologie der meisten Arten ist unbekannt. Bei allen bisher untersuchten Arten leben die Larven in, meist humoser, Erde. (…) Soweit bekannt, ernähren sich die Larven von toter organischer Substanz pflanzlicher Herkunft oder von Pflanzenwurzeln. Nach der Verbreitung der Imagines leben die meisten Arten in Wäldern, wobei sowohl Laub- wie auch Nadelwälder besiedelt werden, andere Arten in offenen Lebensräumen.
Eine Art, die Gefleckte Wiesen-Krähenschnake oder Gefleckte Wiesenschnake, wurde schon als Schädling an Zuckerrüben angegeben.
(Wikipedia)

Mit anderen Worten: wir sehen hier ein häufiges Tier, über dessen Lebensweise sehr wenig bekannt ist.  Wollen wir mal hoffen, daß es nicht, wie so viele andere, ausstirbt, bevor Irgendjemand sich mit ihm vertraut machen kann.

Platycheirus peltatus

…ist eine Schwebfliege, die weder einen deutschen Namen hat, noch auch nur auf einer deutschen Bestimmungsseite sicher zu finden ist.Auch der englische Wikipedia-Eintrag ist äußerst kurz gehalten.

Aber Obsidentify ist sich sicher, und die zu findenden Bilder sehen sehr ähnlich aus…..

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„Mein“ kleines Platy saß auf einer Nachtviole, die sich selbst hinten im Beet angesät hat. Eigentlich ist die gewöhnliche Nachtviole lia blühend, aber es gibt eine weiße Zuchtform. Woher die kommen mag?

Jedenfalls war sie über ihre gesamte Blütezeit im Juni äußerst beliebt bei den Insekten, wir haben vor allem viele Schmetterlinge an ihr beobachten können….na, was man so „viele“ nennt, heutzutage. Immerhin: Distelfalter, kleine Füchse, Tagpfauenaugen, Admirale, eine Gammaeule und ein paar kleine Falter, die leider zu schnell flohen als daß ich genaueres hätte sehen können. Und eben „das Platy“ 😉

Neu im Fjonk’schen Garten: eine Blutzikade. Und: Zustände, die zweite.

Was hier so niedlich ausschaut, ist eine Zikade. Und zwar die Gemeine Blutzikade (Cercopis vulnerata) In diesem Jahr habe ich sie schon mehrfach gesehen, und zwar immer im neuen Beet hinter dem Teich. Zuvor sah ich sie nie – was mich freut, denn es zeigt, daß unsere Veränderungen neue Lebensräume schaffen:

Die Zikade bevorzugt mäßig trockene bis mäßig nasse Standorte in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Sie besiedelt vor allem Magerrasen, Weiden, Waldlichtungen, Weg- und Grabenränder, Hochstaudenfluren und lichte Wälder. Dort findet man die erwachsenen Tiere in tieferen Lagen von Anfang Mai bis Mitte Juli, in höheren Lagen von Juni bis Ende August. Die Tiere leben vorwiegend auf hochwüchsigen Kräutern und Gräsern

(Wikipedia)

Farblich habe ich das „neue“ hervorgehoben: dort hinten ist es für unser Grundstück recht sonnig, aber doch feucht, und das Beet hat sich in den zwei Jahren deutlich in Richtung Hochstaudenflur entwickelt. Die Zikade sahen wir auf dem großen Farn, auf Brennesseln, auf der gemeinen Nachtviole. (Brennesseln dürfen in dem Beet allerdings NICHT wachsen, die stehn weiter hinten als meterdicke Abgrenzung zum gespritzten und gedüngten Acker).

Ich hoffe, die kleinen Tierchen auch noch irgendwann zu HÖREN, denn

Die Männchen der Blutzikaden sind, wie alle Zikadenmännchen und manchmal auch die Weibchen, in der Lage, rhythmische Gesänge zu produzieren. Diese werden durch spezielle Trommelorgane (Tymbalorgane), die sich an den Seiten des 1. Hinterleibssegmentes befinden erzeugt. Durch Zug eines kräftigen Singmuskels werden die Membrane der Trommelorgane in Schwingungen versetzt. Das Geräusch wird durch Eindellen (Muskelzug) und Zurückspringen (Eigenelastizität) erzeugt.

(Wikipedia)


Zustände, die zweite: da Schulter und Rücken nach ein, zwei Stunden gesagt haben: „ja, war viel, aber wir schaffen das!“ war ich ziemlich happy. Nachmittags liess der Regen nach, und wir fuhren bei 13° (!!) los gen Flohmarkt – aber dann: auf dem Weg kamen wir an des Michelmanns Haus vorbei, und wer stand da draußen am Wegesrand?

Genau! Der Michelmann. Quietschende Bremsen und ein Klönschnack im Garten – wir sehen uns (viel zu) selten …. Für den Flohmarkt war es dann zu spät, aber als wir heim kamen, kam die Sonne raus UND der Wind ließ nach! Juchu!

Und dann hab ichs doch noch geschafft – eigentlich wollte ich dem Herrn F. nur helfen, einen neuen Zaunpfahl zu setzen, wo einer abgemodert war. Er brauchte meine Hilfe aber nicht – also tat ich, was ich nicht hätte tun sollen: ich schnappte mir die große, beidhändige Astschere. Wollte nur mal versuchen, ob…. und schon war der ganze Buchs weg, der seit letztem Jahr schon weg sollte (weil es inzwischen unmöglich geworden war, mit der Schubkarre in den Staudengarten zu fahren) und ich war glücklich.

Heute morgen dann nicht mehr *seufz*: Schulter, Arm, Nacken, Kopfweh …. ein Hoch aufs Novalgin.

Trotzdem: ich bin sehr, sehr froh, daß mein Zustand inzwischen so ist. Selbst wenns schmerzt – es ist nicht mehr so, daß ich von Grund auf jämmerlich bin und nix kann. Es sind „normale“ Schmerzen: frau hat sie halt und geht damit um. Ich bin nicht mehr, wie im Grunde ja monatelang jetzt (und sehr lange vor der letzten, kurzen Genesungsphase) lahmgelegt in meinem ganzen Leben.

Und so haben wir auch heute wieder trotzdem schon vormittags den Kompost umgesetzt (ich dabei brav nur helfend), und ich hab eine Riege Töpfchen mit fertiger Erde befüllt, um immer, wenns paßt und ich was „über“ habe, topfen zu können, für den Wegesrand oder Naturgarten-Treffen oder….. mal gucken, was der Nachmittag bringt – der erste größere Gewitterregen ist grad vorbei, ich geh jetzt wiedrr raus…. 🙂

 

Pimpla rufipes, die Schwarze Schlupfwespe

Das ist eine häufige Schlupfwespe, die ich allerdings Anfang Juni zum allerersten Mal hier gesehen habe. Schlupfwespen sind Parasiten. Diese hier legt ihre Eier in Schmetterlingspuppen – in kleine Puppen die unbefruchteten, aus denen Männchen werden, in größere befruchtete- das werden dann Weibchen. Aber vorher fressen die Larven die Schmetterlingspuppen…..

Natur kann echt gruslig sein…..

Wir haben jetzt Urlaub, und zeitgleich habe ich seit genau vorgestern, also meinem letzten Arbeitstag, das Gefühl, daß es bergauf geht, und ich sogar wieder Energie zur Verfügung habe. Sofort hab ich das zum Anlaß genommen, mich zu übernehmen *augenroll*, so daß ich heute wieder das Gefühl habe, man habe mir einen (immerhin kleinen) Bolzen in die Schulter geschossen. Au.
Aber es ist Wachs geschmolzen, Aprikosenmarmelade gekocht, hier und da geschnippelt, ein Anfang gemacht, den Rasenüberweg hinten in einen kontrollierbaren Stein-Sandweg zu transformieren, und der Herr F. hat fleißig gemäht (Wiese, Teilstück1, und hinterm Weidenzaun – die Gräser waren schon übermannshoch, Folge eines mal nicht so trockenen Jahres….)
Ich versuche, das Gleichgewicht zwischen ignorieren und nicht überlasten zu finden, außerdem regelmäßig meine Übungen zu machen. Zum Beispiel JETZT – *wink* und tjüs….

Achja, noch was: Pimpla rufipes ist Tier No 250 auf meiner Liste!!!!! 🙂

Zwei verschiedene Skorpionsfliegen!

2018 stellte ich hier im Blog die gemeine Skorpionsfliege, Panorpa communis, vor. Dies ist das Foto:

Letzte Woche nun sah ich wieder eine Skorpionsfliege, aber da ich nicht 100% sicher war, machte ich mal ein Foto und ließ es von obsidentify bestimmen:

Und siehe da, gezeigt wurde mir, es sei die Deutsche Skorpionsfliege, Panorpa germanica.

Nanu???

Der Abgleich ergab:

Im Gegensatz zur Gemeinen Skorpionsfliege (Panorpa communis) zeigen die Hinterflügel (bei der Deutschen Skorpionsfliege) keine durchgehende schwarze Binde.

Soso.

Außerdem:

Als Habitate bevorzugt die Deutsche Skorpionsfliege mäßig feuchte, schattige Lebensräume mit milderen mikroklimatischen Bedingungen als die Gemeine Skorpionsfliege. Sie ist häufig in Fichtenbeständen und Laubmischwäldern zu finden, aber auch in Au-Bereichen, Bachgräben und Waldrändern. Die Deutsche Skorpionsfliege ernährt sich von toten oder geschwächten Insekten, ihre Larven ernähren sich von abgestorbenen Pflanzen.Die Larven der Gemeinen Skorpionsfliege dagegen fressen wie die Erwachsenen tote oder geschwächte Insekten.

Nun hat ja „meine“ Skorpionsfliege deutlich stärker gezeichnete Flügel als die im Link bei Wikipedia, und beim einen Flügel sieht es sogar so aus als seien die Flecken durchaus verbunden….. hoffentlich merken die Männchen dann auch, daß sie es mit einer anderen Art zu tun haben, so es denn so ist 😉 Und wenn ich mir das 2. Skorpionsfliegenbild von 2018 so ansehe…..

vielleicht haben wir damals ja auch schon beide Arten im Garten gehabt!? nGenau kann man’s nicht erkennen, aber die Flügel sehen schon SEHR unbebindet aus…..

Der Gundermann ist gallig

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(7.6.)…. und offenbar hat er eine ganz spezielle kleine Wespe, die dafür verantwortlich ist, die Gundermann-Gallwespe, Liposthenes glechomae.
Hier, bei Wir sind im Garten, wurde zusammengefasst, was im Netz über dieses kleine Tierchen zu finden ist – nicht viel *g*
Aber das scheint im allgemeinen bei Gallwespen der Fall zu sein, gerade daß es mal über die Bildersuche ein, zwei Tierbilder gibt, der Rest ist „Galle“ ….

Der Gundermann selbst heißt auf lateinisch Glechoma hederacea, ist nicht nur bei Gallwespen, sondern auch bei Hummeln sehr beliebt und riecht angenehm würzig. Ich habe mal versucht, große Blätter mit Schokolade zu überziehen, weil mich dünkte, daß das gut zu seinem Geschmack passen könnte. Tat es auch, war aber eine Riesensauerei und sah bei mir auch längst nicht so hübsch aus wie im Internet…. nuja, soll er wachsen. Ich mag ja die allermeisten Pflanzen lieber draußen am Leben als auf Tellern oder in Vasen 😉

Ich bin gestern und heute krankgeschrieben. Mir ist die ganze Zeit schwindlig, außer wenn ich liege. Es geht wohl sowas um, aber es kann auch vom Magenschoner kommen (das ist mein Verdacht). Den hab ich zum Kortison bekommen und in Absprache mit Frau Doc heute morgen erstmals weggelassen – nun heißt es beobachten, was passiert, mit dem Schwindel und mit dem Magen…. sollte der Magen protestieren, kann ich’s damit versuchen, ihn abends zu nehmen. Mal gucken, weglassen wäre toll, wenn’s klappt.

Wiedermal ein Winzling

Anfang Juni: Am Espressotassenrand sitzt ein winziges Tierchen, das sich dort recht wohl zu fühlen scheint:
Es putzt sich ausgiebig, ein kleines Ballett vor meiner Linse.

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Später kann ichs mir am Computer näher anschauen – es ist eine kleine Fliege, eine Schwingfliege namens Nemopoda nitidula. Wikipedia sagt, daß die kleinen Fliegen sich von Honigtau und Nektar ernähren, ihre Larven entwickeln sich in Kot oder aber auch in zersetzenden Pflanzenstoffen. Sie verbessern ihre Überlebenschancen dadurch, daß sie Ameisen ähneln – Mimikry, die ganz gut gelingt.

Brennesselzünsler

Offenbar ists ein Männchen, was man, wenn ichs recht verstanden habe, an dem grauen ovalen Fleck sieht, den man an den Außenrändern hin zu den Spitzen der Flügel erkennt….

Brennesselzünsler (Anania hortulata, Syn.: Eurrhypara hortulata) sind weit verbreitet in frischen, etwas feuchten Habitaten. Sie bilden eine Generation im Jahr; die dämmerungs- und nachtaktiven Falter fliegen von Mai bis Mitte September und halten sich tagsüber vor allem in Sträuchern und an Brennnesseln auf, lassen sich aber leicht aus der Vegetation aufscheuchen. Nachts kommen sie an künstliche Lichtquellen. Die Raupen sind von August bis September und nach der Überwinterung bis Mai anzutreffen. Sie leben in zusammengesponnenen Blättern ihrer Nahrungspflanzen.

Gemütlich??

Scheint mir ziemlich klein, das Nest- sieht nach Rückenschmerzen für Amsels aus. Nuja, sie haben es sich ja so ausgesucht…. Im Souterrain wohnt übrigens noch Niemand….

Wohnraum schaffen?

So ist das richtig:

Aufstocken statt Zersiedelung mit Neubaugebieten: Die Vögel machen uns das vor! Wann die Amsels das allerdings hingekriegt haben, ist uns ein Rätsel. Denn eigentlich ist dieser neu aufgehängte Nistkasten vom Küchentisch aus gut im Blick, aber wir haben noch nie einen Vogel dort gesehen…. und dann der Blick hoch, und das!

Unglaublich fix von der Planung zum fertigen Bau – wirklich vorbildlich!

Nun hoffen wir mal, daß die Statik nicht der kurzen Planungszeit zum Opfer gefallen ist. Die letzten Sturmtage hat das Bauwerk schon mal sehr gut überstanden 🙂

Überhaupt, die Vögel! Gestern am Futterplatz:

  • Amseln
  • Stare
  • Haussperlinge
  • Feldsperlinge
  • Kohlmeisen
  • Blaumeisen
  • Heckenbraunelle
  • Rotkehlchen
  • Buchfinken
  • Distelfinken – zeitweise 5 Stück
  • Grünfinken, uuuuuund, tadaaaaaa,
  • ein Bergfinkenpärchen!

Der anfänglich so verschmähte Sonnenblumenkernbruch ist derzeit echt der Hit!! Auch ein Dompfaffenpärchen lässt sich regelmäßig sehen.

Gemeine Feuerwanze

Die kennt Jeder, oder?

Bei uns im Garten ist sie aber bisher seltener Gast. Und auch diese war allein unterwegs, wo die Tiere doch sonst zur Gruppenbildung neigen. Liegt vielleicht daran, daß ihnen die SONNIGEN Plätze am Fuße von Laubbäumen fehlen, an denen sie sich gern gemeinsam tummeln!?

Das Foto ist am 21.8.21 gemacht, als der Herr F. dieses Tierchen gesehen und zum Fotoshooting eingesammelt hatte.

Wildbienen, namenlos

Liebe Leute – Wildbienen zu bestimmen ist mir offenbar mit Laienmitteln einfach nicht möglich, selbst bei ganz guten Fotos. Deshalb jetzt einfach eine kleine Sammlung.

Juni: etwa Honigbienengröße, vielleicht ein wenig kleiner. Bodennister, Haare im Gesicht

Juni: auch Bodennister, viele unterwegs, Honigbienengröße, rötlicher und keine „Ponyfransen“

Wer eine davon kennt – bitte gerne Bescheid geben, ich mag ja immer fürchterlich gern die Tiere hier mit Namen ansprechen 😉