Brutzeit

Hm. Also ehrlich: ich bin mir unsicher, ob ich so eine Helikopter-Vogelmama werden will. Kein Fettfutter – okay, aber der Rest? Das müssen sie doch wohl selbst hinkriegen, oder was? Ich mein, das Naturfutter ist doch auch nicht größensortiert!?

Was meint Ihr? Wie macht Ihr’s?


Aussortiert:

Tag 33, 23.3. Einiges an Schrauben. Weil ich aus gegebenem Anlaß (seht Ihr später) im Keller unterwegs, aber überflüssig war, hab ich begonnen, Gewindeschrauben und Muttern zusammenzusortieren und in drei Kästchen (Gewindeschrauebn, Muttern, Schrauben mit angeschraubten passenden Muttern) zu sortieren. Dabei kamen mir in unzähligen (um die ein Dutzend) Kästchen unter anderem auch angerostete und aus anderen Gründen untaugliche Schrauben unter. Die sind im Müll gelandet.

Tag 34, 24.3. Einen Spülschwamm. Abgeschriebenes Paket noch beim TIGER damals, aber die Dinger sind für mich unbenutzbar. Sozialladen.

Tag 35, 25.3. Diverse Medikamente, die WEIT übers Verfalldatum hinaus sind (Med.schublade durchgeguckt)

Fürsorgliche Mutti

13.11. Diese Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) haben wir beim reinholen des Brennholzes unter der Plane auf ihrem Kokon sitzend gefunden. Sie lebte noch – nachlesen kann man, daß die Gartenkreuzspinnen im Herbst ihre Kokons mit Eiern verstecken und dann sterben. Die Jungen schlüpfen erst im nächsten Frühjahr.

Die Gartenkreuzspinne ist gut zu erkennen, weil sich ihr Kreuz aus vier länglichen Balken und einem Kreis in der Mitte zusammensetzt.

Da es in diesem Jahr bemerkenswert wenige Kreuzspinnen gegeben hat, haben wir diese Familie sowie mehrere weitere Kokons ohne Muttis hoffentlich gut untergebracht, indem wir sie auf ihrem herausgeschnittenen Planenstückchen im Schuppen geschützt hingelegt haben, den Kokon nach unten, wie es auch beim Fund war (die Plane musste eh entsorgt werden, die war zu kaputt

Gesammelte Unbekannte 2020 – kennt Jemand hier Jemanden?

1. Eine Wildbiene. Maskenbiene? Welche??

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2. Eine „Bibionidae“(Haarmücken)- Art? Im Mai

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3. Eine Schnake, Nephrotoma?, im Juni

4. Ein Grashüpfer, wahrscheinlich, weil winzig, Larvenstadium, im Juni. Danke, pflanzwas, das ist sehr wahrscheinlich eine Nymphe der gemeinen Strauchschrecke, (Pholidoptera griseoaptera)

5. ????????? Bei diesem Kleinen habe ich NULL Idee, es glänzt feucht – das ist keine Nässe „von außen“, und es KÖNNTE sein, daß die Fraßspuren von ihm kommen

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6. Könnte das die zurückgebliebene Haut einer Feldgrille sein? Leider ging kein besseres Bild, weil die Knipse immer auf das Gitter scharf stellte, und abnehmen konnte ich das Teil auch nicht. Antwort aus dem Internet-Off 😉 Eine LIBELLE ist da geschlüpft! Danke, Luc, fürs aktivieren eines Freundes 🙂 Ich bin darauf nicht gekommen, habe zwar auch in meinem Teich schon Libellenlarven gesehen, aber dhatte die damit nicht in Verbindung gebracht. „Meine“ waren auch erheblich kleiner, aber es gibt ja auch sehr unterschiedlich große Libellen….

 

7. Noch ne Schnake!? Im Juli geknipst.

8. Ende Mai: Ist das vielleicht sogar eine Mauerbiene? Welche??

9. Im Juni. Eine Raubfliege. Aber welche????

10. Im Juli: muß ne Fliege sein (Fühler!!), aber ich finde da nix passendes! Wow – nochmal danke an pflanzwas – das ist doch ganz eindeutig, Laphria flava, die gelbe Mordfliege! Warum ich die nicht selbst gefunden hab, ist mir ein Rätsel, aber es war so. Hab lang gesucht, weil die so schön eindeutig aussah, eigentlich…. 🙂

Ich würde mich sehr freuen, wenn Jemand mir unter die Arme griffe, besonders Tierchen No5 ist mir ein völliges Rätsel; da würde mir schon eine Familie oder Gattung weiterhelfen; aber auch „richtige“ Bestimmungen der anderen wären toll

..wie die Wanze tanzen kann…

Ende Oktober

Neee, tanzen hab ich sie nicht gesehen, aber die Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale) war fix unterwegs, und so ist uns nur dieses eine gute Foto geglückt.

Wie ihr Name schon sagt, ist sie eine Baumbewohnerin, lebt aber auch in Hecken. Weißdorn und Ebereschen mag sie besonders. Und sie zählt zu den häufigsten Wanzen. Für mich ists die erste ihrer Art…

Splitter zum Winter

Wir Menschen haben 250 Haare pro Quadratzentimeter auf dem Kopf. (…)Schon ein Hund kann – je nach Rasse – bis zu 9.000 Haare auf der gleichen Fläche haben. Biber (Castor fiber) sind dann mit ca. 35.000 Haaren pro Quadratzentimeter dabei – und ein Fischotter (Lutra lutra)wird wohl nie frieren, denn er wird von 60.000 bis 80.000 Haaren pro Quadratzentimeter Haut gewärmt!
Unglaublich, oder? So eine feine warme Fell-„Decke“ lässt einen jeden Winter überstehen…
Auch an die Haarmenge eines Bibers kommen wir nicht heran. So bleibt uns in den kommenden Herbst- und Winterwochen nur ein „so-tun-als-ob“. Die schlauen Strategien der Tiere stehen uns nicht offen. Aber wir können uns mit Wollsocken und einer Wollmütze behelfen, wenn uns kalt wird! Und dabei sollten wir dann auch immer ein „Dankeschön!“ an das Schaf richten, dessen Wolle wir da an der eigenen Haut tragen…

Aus dem Rundbrief „trotzdem glücklich verwildern“ der Wildnis-Werkstatt

Hornissenschwebfliege

25. August: Dieser große Brummer (Volucella zonaria)war leicht zu identifizieren – aber ich kann mir vorstellen, daß er nicht nur hungrige Vögel, sondern auch so manchen Menschen über seine Identität täuschen kann 🙂

Die völlig harmlose Schwebfliege sieht einer Hornisse wirklich ziemlich ähnlich! Es ist ein Weibchen – zu erkennen an dem breiten gelben Band zwischen den Augen.

Hornissen-Schwebfliegen legen ihre Eier in WEspennestern ab, wo sich die Larven von toten Wespen, die unter den Waben herumliegen, ernähren – eine wichtige Hygiene-Aufgabe! Jetzt werden die Larven schon verpuppt sein: sie überwintern in deer Erde als Puppen.

Nochmal ne Schlupfwespe

…hab ich natürlich dem Lennart für sein Projekt geschickt, aber zuvor geguckt, was es denn sein könnte. Ich kam auf Ichneumon stramentarius. Könnte es tatsächlich sein, schrieb er:

gar nicht mal schlecht! 🙂 Ichneumon stramentarius oder suspiciosus, die sind leider nur an der Scopa, also der Behaarung der Innenseite der Hinterhüften zu unterscheiden.

Okayyyyyy *gg*

 

 

zart!?

24.9. Also, zart finde ich persönlich ja nicht so die richtige Bezeichnung für die punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima). Punktierte Pummelschrecke würde es eher treffen…. aber schaut selbst:

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Schon wieder ein Tier mit weniger Beinen als es haben sollte…. fast allen Heuschrecken, die ich sehe, fehlt eines! Und dieses ganz leichte schielen – herrlich!! *gg*

Nix für Arachnophobe ;-)

15.9. Der letzte warme Sonnentag – na, da wollen wir nochmal grillen. Also wird die Kohle vorgeheizt, dann gegrillt, dann der Haufen Brombeergestrüpp (vorher umgeschichtet, damit Tiere sich retten können) nach und nach aufgelegt. Langsam wird es in der gesamten Feuerstelle wärmer – und da sitzt sie plötzlich auf einem der Umrandungssteine:

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Ich dachte ja „oh, da hat sie wohl ihren Eikokon gerade noch retten können. Aber jetzt, bei der Suche im Netz, scheint mir: das ist eine Wolfsspinne, Lycosida spec., und die tragen, so lernte ich, immer ihre Kokons mit sich herum. Und sogar später die kleinen Spinnen, einige Tage lang!

Ich konnte keine wirklich hilfreiche Bestimmungshilfe für Spinnen finden. Kennt hier Jemand eine? 🙂

Nicht Heu-, sondern Strauchschrecke

… und zwar wahrscheinlich die gemeine (Pholidoptera griseoaptera) , die am 17.8. in des Herrn Zimmer saß

„Wahrscheinlich“ sag ich, weil Heuschrecken mal wieder garnicht so einfach zu bestimmen sind wie frau erst denkt. Ich dachte: Schild, Rücken, Kopf, alles wichtige drauf auf den Fotos. Aber dann wurden bei der „einfachen“ Bestimmungshilfe wiedermal seltsame Dinge abgefragt: ob die Tympanalöffnungen* rund oder spaltförmig sind, beispielsweise.

Liebe Leute, ich wusste nichtmal, daß es Tympanalöffnungen gibt!! Und dann ist das dortige Beispiel für meine Augen spaltförmig, aber unterm Foto steht, man könne die RUNDE T. gut erkennen…. na, toll.

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So gings munter weiter, und letztlich habe ich mich an Färbung, Größe, lange Fühler (bis „Langfühlerschrecke“ ist die Bestimmung abgesichert *g* – also: Heuschrecke -> Laubheuschrecke -> Langfühlerschrecke) und den nur schmalen, nur hinten hellen Rand am Kopfschild gehalten und kam mit der größten Wahrscheinlichkeit auf die westliche Beißschrecke…. bis ich dann auf Umwegen feststellte: viel wahrscheinlicher ist es, des gelben Bauchs wegen, die gemeine Strauchschrecke – Und die gab es bei dieser Bestimmhilfe garnicht zu finden *seufz*

Wenn sie es ist, dann ist sie auf der aktuellen roten Liste S-H auf Kategorie * geführt, nicht gefährdet bedeutet das.

Die roten Listen für Schleswig-Holstein kann man hier herunterladen, sich aber auch in gedruckter Form zuschicken lassen. Das will ich tun, am Computer ist es wirklich sehr umständlich, zwischen Listen, Legenden, Erklärungen hin und her zu blättern.


Tympanalorgane sind Schalldruckgradientenempfänger (Auditive Wahrnehmung). Sie liegen bei Laubheuschrecken und Grillen in den Tibien der Vorderbeine, bei Feldheuschrecken, Zikaden und Schmetterlingen in Brust- oder Hinterleibssegment.

Wikipedia

Erlenschaumzikade

25. 8. Dieser kleine Wicht ist mit großer Wahrscheinlichkeit wirklich o.g. Tierchen, lateinisch Aphrophora alni.

Mit kleinerer Wahrscheinlichkeit ist es genau diesem Kuckucksspeichel entschlüpft *g*, auf jeden Fall aber gehört es zu den Schaumzikaden, und von Juli bis Oktober gibts erwachsene Tiere zu sehen.

Tipula

Ein sehr leicht zu beobachtendes Tier saß da auf dem roten Knöterich:

Es hat eine ganze, lange Weile gedauert, bis klar wurde, wieso es so garnichts sagte, egal wie nah man dran ging: diese Schnake war bereits verstorben, saß aber sicher und fest an der Blüte. Vielleicht hätte sie sich plastinieren lassen, wäre sie ein Mensch geworden, jedenfalls schien sie sich im Tode geradezu zeigen zu wollen, und ich habe das Angebot dankbar angenommen.

…. daß es eine Schnake war, war bald klar, bis TIPULA bin ich mit meiner Bestimmerei gekommen – wahrscheinlich wird es eine Wiesenschnake (Tipula paludosa) gewesen sein, oder aber eine Kohlschnake, die sehen sich wohl sehr ähnlich. Dreist wie ich bin finde ich, die im Netz befindlichen Fotos sprechen alle für die Wiesenschnake.

Dies hier ist ein Mädchen (Ihr wißt es genau wie ich, ich sag nur „Legestachel“). Falls sie eine Wiesenschnake ist und es noch geschafft hat, Eier zu legen, so sind ihre Larven für mich(!) willkommen – sie fressen nämlich an Graswurzeln, und das tuende Geschöpfe helfen in unserem Garten, mehr Blühpflanzen die Aussaat in Rasen und Wiese zu ermöglichen. Wahrscheinlich hat sie ihre Eier aber auf in – sie versenkt sie einzeln leicht in den Boden – die Kuhkoppel gelegt, denn diese Schnaken mögen eher die offenen Flächen nutzen.

 

Splitter

Ich stelle fest, daß ich ungeheuer gern Kühen beim essen zuhöre. Neuentdeckte kleine Freuden, wenn frau wenig Möglichkeiten hat….

(*rupfrupf* *rülps* *rupf* *mööööööööh* *rupfrupfrupf*)