Lädierte Wespenbiene

9.5. Erst auf den Fotos war zu sehen, daß diese winzige (wahrscheinlich) Wespenbiene, (Nomada??) nur noch einen Fühler und einen sehr geschädigten Flügel hat.

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Wespenbienen sind Kuckucksbienen, d.h. sie leben parasitär. Die Mutter legt die Eier in Niströhren anderer Wildbienen, wo die Larve dann das eigentliche „Kind“ auffrisst und von dessen Proviant profitiert, um sich selbst bis zur Verpuppung entwickeln zu können. Die Wespenbienen sind dabei hochspeuialisiert und an jeweils eine Wildbienenart angepasst. Verschwindet diese, kann auch die Kuckucksbiene nicht überleben.

Diese Infos hab ich von hier

Es gibt auf der Seite auch die Portraits sehr vieler Wespenbienenarten anzuklicken, eine spannende Lektüre!

Ameisenbuntkäfer

25.5.: als ich nachsehen wollte, wie viel von ihrem Futter die Bienen  denn wohl schon eingetragen hätten, habe ich den Deckel vom Mondvolk hochgehoben und umgedreht und zwei winzige Tierchen beim Techtelmechtel gestört. Beide flitzten weg, ich packte den Deckjel schnell wieder drauf und flitzte gen Knipse.

Zurück, den Deckel wieder gelupft und dies gesehen:

Wie Sie sehen sehen Sie (fast) nichts

Etwas später hat der eine Kleine mir dann doch noch den Gefallen getan, sich woanders verstecken zu wollen:

DAS nenn ich mal leichtes bestimmen – es ist ein Ameisenbuntkäfer (Thanasimus formicarius). Das schnelle verstecken gehört wohl zu seinen wichtigen Eigenschaften – insofern: besten Dank fürs kurze posieren!!! 😉

Irritierend war erstmal: der Gute lebt in Nadelwäldern und von Borkenkäfern. Hmmmm…. dann fiel mir ein: wir haben doch im letzten Jahr von den Freunden Totholz von Tannen bekommen! Zwar nicht aus dem Wald, sondern ihrem Garten, aber offenbar reicht den Lütten auch wenig Nadelholz… Na, da müssen sich die Nachkommen dann wohl demnächst ein anderes Revier suchen. Sie haben ja zum Glück Flügel, und in den Nachbargärten steht hier und da noch ein angeschlagener Nadelbaum….

Pfeileule.

4.5. Aber welche bloß? Überall steht: Die Falter der Erlen-Pfeileule (Acronicta cuspis), der Pfeileule (Acronicta psi) sowie die Falter der Dreizack-Pfeileule (Acronicta tridens) sind sich sehr ähnlich und nur per Genitalbestimmung oder Zucht (die Raupen sehen sehr verschieden aus) zu unterscheiden.

Die eine ist auf der roten Liste, die zweite gilt als gefährdet, die dritte nicht. Soso….


Aussortiert: Tag 96: eine Brieftasche, war mal ein Werbegeschenk, ist aber garnicht schlecht – bloß: Isch brauche keine Brieftasche…. -> Sozialladen

Tag 97: eine Arbeitshose, Loch im Knie, lag auf dem „noch zum malern oder so“-Stapel, aber da ich erheblich weniger schlank bin als noch vor 2 Jahren -> Restmüll

Tag 98,, 27.5.: eine Jeans, dito. Die geht aber vorher noch zum fleddern-> Teile in die Flickenkiste, Rest Restmüll

Vögel füttern – nochmal.

Ihr erinnert Euch an den Beitrag zu diesem Artikel aus dem NABU-Heft?

In der 4. Auflage seines Buches „Wildvögel füttern – aber richtig“, das ich – in der 3. Auflage – hier auch schon empfohlen habe, geht er auf diese Thematik ein und gibt Entwarnung: er gibt eine ganz andere Erklärung für Nestlinge mit Futterbrocken in der Kehle:

Der Schlund vitaler Jungvögel, so Berthold, ist so weit, daß er auch große Futterbrocken verträgt, ja, man mit der Pinzette mit Brocken fast bis in den Magen kommt, ohne den Vogel zu schädigen. Außerdem schleudern sie nicht genehmes Futter in hohem Bogen weg – was VogelpäpplerInnen wohl oft erleben können. Allerdings kümmern schwächere Küken von Vögeln, die „auf Vorrat“ viele Eier legen (zB Meisen), wenn die Futtersituation nicht toll ist, und sterben dann recht langsam. (Auskühlen, Trägheit, Verdauungsstopp) Diese Vögelchen sind dann selbst im Wärmeschrank mit bestem Futter nicht mehr zu retten. Sollte sich in der letzten Zeit dieses sterbens die Futtersituation verbessern, füttern die Eltern auch diese Küken, solange die „sperren“, was sie bis zum Schluß tun. Die Küken können aber in dieser Lage kein Futter mehr schlucken und verdauen (auch keine kleinen Saaten, btw). Sie sterben MIT Futter in der Kehle, aber nicht AM Futter in der Kehle.

So Peter Berthold also in seinem Buch, sofern das stimmt, was mir als autorisiertes Zitat „über Eck“ gegeben wurde und was ich hier sinngemäß wiedergebe.

Nun möge sich JedeR seine eigene Meinung bilden……

 

 

Sandbiene?

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22.4. Vielleicht ist es ja die offenbar häufigste Art der Sandbienen, die seit vielleicht anderthalb Wochen überall herumfliegt und dazu noch einigermaßen ähnlich aussieht, nämlich die Andrena bicolor? Ich weiß es nicht, aber ich freue mich über die Dutzende kleinen Tierchen, die eifrig überall sind, wo ein wenig Sonne zu sehen ist.

Hier gibt es einen Kalender der Flugzeiten, der aber um diese Jahreszeit nicht allzu dolle weiterhilft, weil offenbar jetzt die Hoch-Zeit der Wildbienen ist.


Aussortiert:

Tag 76: ein paar Ketten. Also ohne Anhänger, nur diese silbrigen Teile.

Tag 77: ein Schmuckständer. Da Teile abgebrochen sind, kommt der in den Müll

Tag 78, 7.5.: Eine Kette „mit“, mit Anhänger nämlich. Ich mag den, er erinnert mich an Schulzeiten, ich bekam ihn von Senol geschenkt, auch das weiß ich noch. Und es ist kein Plastikschund. Aber naja, Schmuck…. ich sagte es schon. Ich füge mal ein Foto bei, vielleicht gibts ja auch da  (und für die Silberketten) AbnehmerInnen!? Ich würde mich wirklich freuen, scheut Euch nicht, immer Bescheid zu geben, wenn irgendetwas Euch anlacht!!!

Wo Katz‘ und Igel sich gute Nacht sagen

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Dieser kleine Kerl hat, wie man auf dem nächsten Bild sieht, eine „Hungerfalte“ – also der Stachler, nicht der Kater, der hat eher eine kleine Wampe 😉

Deshalb haben wir den Igel wohl auch einmal am Tage gesehen – ich hatte just einen Spontankauf getätigt, gefriergetrocknete Mehlwürmer, und hab ihm, weil auch ich (inzwischen) weiß, daß tags zu sehende Igel meist nichts gutes bedeuten, eine Handvoll davon gegeben. Sonst sah er für mich gut aus. Ein HInweis in der Signal-Gruppe veranlasste mich zum nachhaken, die Kamera und ein Tellerchen Katzenfutter wurden aufgestellt. Leider hat er nur die Mehlwürmer gefressen, nicht das gute Futter – und Mehlwürmer, getrocknet, sind – das hab ich jetzt gelernt – nicht gut für Igel, zumindest nicht VIELE davon. Na gut. Die Vögel mögen sie übrigens nicht. Ich werfe jetzt abends ein paar wenige fürs Igelchen hin, bis sie alle sind, ansonsten muß er sich allein helfen. Richtig schlecht sieht er ja nicht aus, und wenn er das Futter nicht mag….

Noch ein „Beifang“ aus der Wildkamera: Herr Dompfaff dreht sich, so daß alle Seiten zu betrachten sind 🙂

Aussortiert:

Tag 70, 29.4.: Foto-CDs. Nachdem ich Fotos abgespeichert habe.-> Recyclinghof

Tag 71, 30.4.: ein Feuerlöscher. Über 20 Jahre alt, wird im Ernstfall vermutlich nicht funktionieren -> zum Recyclinghof

Tag 72, 1.5.: Anti-Flecken-Spray (damit man drüberstreichen kann, Bau-Chemie, sozusagen) -> Sondermüll

Bergmolch!?

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17.4. Diesen kleinen Kerl hab ich gefunden, als ich ein Polster vom Rasen-Steinbrech Saxifraga rosacea, das einfach zu groß geworden war, verkleinert habe. Nach den Fotos habe’ich ihn natürlich sofort wieder dorthinein gesetzt.

Aber kann es wirklich ein Bergmolch sein?

Ja. Denn hier ganz oben gibt es ein isoliertes Vorkommen dieser sonst im Süden beheimateten Tiere, sagt Wikipedia.

Wegen der fleckenlosen Unterseite zusammen mit der granulierten Haut kann es eigentlich wirklich nur der Bergmolch Ichthyosaura alpestris sein. Das wäre, falls ich richtig bestimme, die 3. Art Molch hier im Garten!


Aussortiert: UPS…. keine Vorräte mehr. Mal in die Abseite am Arbeitszimmer geguckt und

Tag 59, ein Tastentelefon. Das ist SO alt, ich weiß garnicht mehr. Warum steht das da, zur Hölle???

Tag 60, Kopfhörer. ?????????

Tag 61, 20.4.: ein Telekom-MODEM. HÄH???? Das kommt weg, da kann der Herr F. aufheben wollen, so viel er will (denn daran liegts oft, daß er Einspruch erhebt, weil man dieses oder jenes Kabel oder Gerät nochmal aufheben sollte, FALLS ……) Und da muß auch noch mehr weg, da drin ist alles voll mit Kabeln, Tastaturen, Mäusen…..

Brutzeit

Hm. Also ehrlich: ich bin mir unsicher, ob ich so eine Helikopter-Vogelmama werden will. Kein Fettfutter – okay, aber der Rest? Das müssen sie doch wohl selbst hinkriegen, oder was? Ich mein, das Naturfutter ist doch auch nicht größensortiert!?

Was meint Ihr? Wie macht Ihr’s?


Aussortiert:

Tag 33, 23.3. Einiges an Schrauben. Weil ich aus gegebenem Anlaß (seht Ihr später) im Keller unterwegs, aber überflüssig war, hab ich begonnen, Gewindeschrauben und Muttern zusammenzusortieren und in drei Kästchen (Gewindeschrauebn, Muttern, Schrauben mit angeschraubten passenden Muttern) zu sortieren. Dabei kamen mir in unzähligen (um die ein Dutzend) Kästchen unter anderem auch angerostete und aus anderen Gründen untaugliche Schrauben unter. Die sind im Müll gelandet.

Tag 34, 24.3. Einen Spülschwamm. Abgeschriebenes Paket noch beim TIGER damals, aber die Dinger sind für mich unbenutzbar. Sozialladen.

Tag 35, 25.3. Diverse Medikamente, die WEIT übers Verfalldatum hinaus sind (Med.schublade durchgeguckt)

Fürsorgliche Mutti

13.11. Diese Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) haben wir beim reinholen des Brennholzes unter der Plane auf ihrem Kokon sitzend gefunden. Sie lebte noch – nachlesen kann man, daß die Gartenkreuzspinnen im Herbst ihre Kokons mit Eiern verstecken und dann sterben. Die Jungen schlüpfen erst im nächsten Frühjahr.

Die Gartenkreuzspinne ist gut zu erkennen, weil sich ihr Kreuz aus vier länglichen Balken und einem Kreis in der Mitte zusammensetzt.

Da es in diesem Jahr bemerkenswert wenige Kreuzspinnen gegeben hat, haben wir diese Familie sowie mehrere weitere Kokons ohne Muttis hoffentlich gut untergebracht, indem wir sie auf ihrem herausgeschnittenen Planenstückchen im Schuppen geschützt hingelegt haben, den Kokon nach unten, wie es auch beim Fund war (die Plane musste eh entsorgt werden, die war zu kaputt

Gesammelte Unbekannte 2020 – kennt Jemand hier Jemanden?

1. Eine Wildbiene. Maskenbiene? Welche??

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2. Eine „Bibionidae“(Haarmücken)- Art? Im Mai

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3. Eine Schnake, Nephrotoma?, im Juni

4. Ein Grashüpfer, wahrscheinlich, weil winzig, Larvenstadium, im Juni. Danke, pflanzwas, das ist sehr wahrscheinlich eine Nymphe der gemeinen Strauchschrecke, (Pholidoptera griseoaptera)

5. ????????? Bei diesem Kleinen habe ich NULL Idee, es glänzt feucht – das ist keine Nässe „von außen“, und es KÖNNTE sein, daß die Fraßspuren von ihm kommen

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6. Könnte das die zurückgebliebene Haut einer Feldgrille sein? Leider ging kein besseres Bild, weil die Knipse immer auf das Gitter scharf stellte, und abnehmen konnte ich das Teil auch nicht. Antwort aus dem Internet-Off 😉 Eine LIBELLE ist da geschlüpft! Danke, Luc, fürs aktivieren eines Freundes 🙂 Ich bin darauf nicht gekommen, habe zwar auch in meinem Teich schon Libellenlarven gesehen, aber dhatte die damit nicht in Verbindung gebracht. „Meine“ waren auch erheblich kleiner, aber es gibt ja auch sehr unterschiedlich große Libellen….

 

7. Noch ne Schnake!? Im Juli geknipst.

8. Ende Mai: Ist das vielleicht sogar eine Mauerbiene? Welche??

9. Im Juni. Eine Raubfliege. Aber welche????

10. Im Juli: muß ne Fliege sein (Fühler!!), aber ich finde da nix passendes! Wow – nochmal danke an pflanzwas – das ist doch ganz eindeutig, Laphria flava, die gelbe Mordfliege! Warum ich die nicht selbst gefunden hab, ist mir ein Rätsel, aber es war so. Hab lang gesucht, weil die so schön eindeutig aussah, eigentlich…. 🙂

Ich würde mich sehr freuen, wenn Jemand mir unter die Arme griffe, besonders Tierchen No5 ist mir ein völliges Rätsel; da würde mir schon eine Familie oder Gattung weiterhelfen; aber auch „richtige“ Bestimmungen der anderen wären toll

..wie die Wanze tanzen kann…

Ende Oktober

Neee, tanzen hab ich sie nicht gesehen, aber die Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale) war fix unterwegs, und so ist uns nur dieses eine gute Foto geglückt.

Wie ihr Name schon sagt, ist sie eine Baumbewohnerin, lebt aber auch in Hecken. Weißdorn und Ebereschen mag sie besonders. Und sie zählt zu den häufigsten Wanzen. Für mich ists die erste ihrer Art…

Splitter zum Winter

Wir Menschen haben 250 Haare pro Quadratzentimeter auf dem Kopf. (…)Schon ein Hund kann – je nach Rasse – bis zu 9.000 Haare auf der gleichen Fläche haben. Biber (Castor fiber) sind dann mit ca. 35.000 Haaren pro Quadratzentimeter dabei – und ein Fischotter (Lutra lutra)wird wohl nie frieren, denn er wird von 60.000 bis 80.000 Haaren pro Quadratzentimeter Haut gewärmt!
Unglaublich, oder? So eine feine warme Fell-„Decke“ lässt einen jeden Winter überstehen…
Auch an die Haarmenge eines Bibers kommen wir nicht heran. So bleibt uns in den kommenden Herbst- und Winterwochen nur ein „so-tun-als-ob“. Die schlauen Strategien der Tiere stehen uns nicht offen. Aber wir können uns mit Wollsocken und einer Wollmütze behelfen, wenn uns kalt wird! Und dabei sollten wir dann auch immer ein „Dankeschön!“ an das Schaf richten, dessen Wolle wir da an der eigenen Haut tragen…

Aus dem Rundbrief „trotzdem glücklich verwildern“ der Wildnis-Werkstatt

Hornissenschwebfliege

25. August: Dieser große Brummer (Volucella zonaria)war leicht zu identifizieren – aber ich kann mir vorstellen, daß er nicht nur hungrige Vögel, sondern auch so manchen Menschen über seine Identität täuschen kann 🙂

Die völlig harmlose Schwebfliege sieht einer Hornisse wirklich ziemlich ähnlich! Es ist ein Weibchen – zu erkennen an dem breiten gelben Band zwischen den Augen.

Hornissen-Schwebfliegen legen ihre Eier in WEspennestern ab, wo sich die Larven von toten Wespen, die unter den Waben herumliegen, ernähren – eine wichtige Hygiene-Aufgabe! Jetzt werden die Larven schon verpuppt sein: sie überwintern in deer Erde als Puppen.

Nochmal ne Schlupfwespe

…hab ich natürlich dem Lennart für sein Projekt geschickt, aber zuvor geguckt, was es denn sein könnte. Ich kam auf Ichneumon stramentarius. Könnte es tatsächlich sein, schrieb er:

gar nicht mal schlecht! 🙂 Ichneumon stramentarius oder suspiciosus, die sind leider nur an der Scopa, also der Behaarung der Innenseite der Hinterhüften zu unterscheiden.

Okayyyyyy *gg*