Erlenschaumzikade

25. 8. Dieser kleine Wicht ist mit großer Wahrscheinlichkeit wirklich o.g. Tierchen, lateinisch Aphrophora alni.

Mit kleinerer Wahrscheinlichkeit ist es genau diesem Kuckucksspeichel entschlüpft *g*, auf jeden Fall aber gehört es zu den Schaumzikaden, und von Juli bis Oktober gibts erwachsene Tiere zu sehen.

Tipula

Ein sehr leicht zu beobachtendes Tier saß da auf dem roten Knöterich:

Es hat eine ganze, lange Weile gedauert, bis klar wurde, wieso es so garnichts sagte, egal wie nah man dran ging: diese Schnake war bereits verstorben, saß aber sicher und fest an der Blüte. Vielleicht hätte sie sich plastinieren lassen, wäre sie ein Mensch geworden, jedenfalls schien sie sich im Tode geradezu zeigen zu wollen, und ich habe das Angebot dankbar angenommen.

…. daß es eine Schnake war, war bald klar, bis TIPULA bin ich mit meiner Bestimmerei gekommen – wahrscheinlich wird es eine Wiesenschnake (Tipula paludosa) gewesen sein, oder aber eine Kohlschnake, die sehen sich wohl sehr ähnlich. Dreist wie ich bin finde ich, die im Netz befindlichen Fotos sprechen alle für die Wiesenschnake.

Dies hier ist ein Mädchen (Ihr wißt es genau wie ich, ich sag nur „Legestachel“). Falls sie eine Wiesenschnake ist und es noch geschafft hat, Eier zu legen, so sind ihre Larven für mich(!) willkommen – sie fressen nämlich an Graswurzeln, und das tuende Geschöpfe helfen in unserem Garten, mehr Blühpflanzen die Aussaat in Rasen und Wiese zu ermöglichen. Wahrscheinlich hat sie ihre Eier aber auf in – sie versenkt sie einzeln leicht in den Boden – die Kuhkoppel gelegt, denn diese Schnaken mögen eher die offenen Flächen nutzen.

 

Splitter

Ich stelle fest, daß ich ungeheuer gern Kühen beim essen zuhöre. Neuentdeckte kleine Freuden, wenn frau wenig Möglichkeiten hat….

(*rupfrupf* *rülps* *rupf* *mööööööööh* *rupfrupfrupf*)

Gefräßig

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Binnen weniger Tage sah die Stachelbeere so aus…. immerhin durften wir noch naschen, die Beeren sind reif. Wer ist das?

Es ist KEIN Schmetterling – und somit keine Raupe, sondern eine Larve. Und zwar die der Gelben Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii), eines nur wenige Millimeter großen Insekts. Hatte ich auch noch nie…. *g*

All you Zombies….

11.8. Elsa hat den Herrn F. auf einen Zombie aufmerksam gemacht. Tatzte sie ihn an, hat er wild geruckt, das ist bei Elsa eine schlechte Überlebensstrategie – sie ist ein echtes Spielkind. Egal ob ein wehendes Blatt oder ein sich windender Zombie – was sich bewegt wird totgespielt. Aber der Herr F. kam grad vorbei und hat, Monster, das er ist, dem armen Kätzchen das Spielzeug weggenommen und dann mich samt Knipse gerufen.

HUCH!? Erst als das Tier aus seiner Schockstarre erwachte (die es einnahm, als es nicht mehr angeschubst wurde), und es sich mit dem Horn zuhinterst aus dem Staub zu machen begann, kam mir die Erleuchtung: Horn HINTEN? Raupe!

HINTERteil. Leider hab ich kein scharfes Foto vom Gesicht hingekriegt, Frau Zombie wollte nicht mehr modeln, sondern nur noch weg.

Also das Buch „Raupen und Schmetterlinge Europas und ihre Futterpflanzen“ geholt. In so einem Fall ist das hilfreich, denn vorn drin sind die typischen Silhouetten unterschiedlicher Schmetterlingsfamilien aufgezeichnet. Ein Horn hinten? Schwärmer!!

Also weiter, Feinabstimmung. Grobsuche auf den Bildtafeln, dann lesen – denn ein blaßlila Zombie mit gelbem „Gesicht“ hinten und blauem Horn war da nicht zu finden. Aber im Beschreibungsteil gabs 3x „blaues Horn“: Nachtpfauenauge, Taubenschwänzchen, Lindenschwärmer. Bei letzterem war zu lesen, daß er sich vor der Verpuppung blaugrau verfärbt. Ab in die Bude, zum Computer, und – tadaaaaaa:

der Lindenschwärmer , Mimas tiliae, ists! Gleich noch’n paar andere Seiten aufgerufen, und: Das mit dem rucken konnte ich nachlesen („vor der Verpuppung, bei Störung“), daß die Raupe nicht nur in Linden, sondern auch mal in Birken frißt (unter der trafen wir Elsa mit ihr an), und daß sie sich kurz unterm Boden, in lockerer Erde (ohje! JETZT lockere Erde….) oder Grasbüscheln/ unter Laub verpuppt. Okay, das kann sie tun, wir hatten sie zur Sicherheit (vor Elsa und vor Menschenfüßen) in den Giersch unter der Birke gelegt.

Raupen

Die Raupen werden 55 bis 65 Millimeter lang und sind grün oder blaugrau. Nach dem Schlupf sind die noch sehr schlanken Tiere blassgrün und etwa sechs Millimeter lang. Das Analhorn ist dunkel und etwa so lang wie ein Drittel des Körpers. Nach und nach bilden sich seitlich am Körper zunächst hellgelbe, später dunkelgelbe Schrägstreifen aus. Im vierten Stadium können sich an der Vorderseite der Schrägstreifen kleine rote Streifen ausbilden. Der Körper ist dann gelb- oder blaugrün gefärbt und trägt zahlreiche kleine gelbe Tuberkel. Ausgewachsene Raupen sind schlanker als die der anderen Arten der Gattung. Ihr Körper ist am vorderen Teil deutlich schlanker als im hinteren. Die Kopfkapsel ist fast dreieckig. Das Analhorn ist oberseits blau oder violett, die Seiten und die Unterseite sind rot und gelb. Die Analplatte ist rötlichgelb und mit Tuberkeln versehen. Kurz vor der Verpuppung verfärben sich die Tiere auf der Unterseite blass grün-violett, auf der Oberseite graubraun. Die Tuberkel sind dann cremefarben, die roten Streifen verblassen. Der Körper der Tiere schrumpft in diesem Stadium deutlich.

https://www.biologie-seite.de/

14.8. – auch ElMauski meint, zu unserer naturkundlichen Bildung beitragen zu wollen: nur 3 Tage später hat er ein jüngeres Raupenexemplar vorgeführt:

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Möget Ihr den Schrecken, die Fotosession, die Hitze und die Verpuppungszeit überstehen, kleine Zombies!!! Wir sehen uns im nächsten Mai 🙂

Schnepfe …

10.8. So langsam bekomme ich „einen Blick“. Auf den allerersten dachte ich, ich hätte es hier mit einer Schnake oder Mücke zu tun, aber das Foto ließ mich auf „Fliege“ tippen, und bei denen fand ich das Tier dann auch. Es ist eine goldgelbe Schnepfenfliege, (Rhagio tringarius)

Die Goldgelbe Schnepfenfliege (Rhagio tringarius) findet man von Juni bis September an Waldrändern, in Gärten oder auf der Wiese. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in feuchte Erde, die im Boden lebenden lebenden Larven fressen Kleininsekten und deren Larven. Auch die Imagines ernähren sich räuberisch, kleine Insekten werden erbeutet und mit dem Stechrüssel ausgesaugt. Die Imagines dieser Art können eine Größe von 8 bis 14mm erreichen.

digital-nature.de

Ich kann hinzufügen: man findet sie auch in Wintergärten an der Scheibe 😉 Nirgends gefunden habe ich, woher denn wohl ihr Name kommt – goldgelb erschließt sich ja – aber es gibt eine ganze Familie namens „Schnepfenfliegen“, zu deren Namensgebung ich nichts finden konnte. Den Schnepfen (Vögeln) sehen sie jedenfalls meiner Ansicht nach nicht ähnlich…..

 

 

Wenn der Name paßt

Dieser Kerl hat einen vielsagenden Namen

Na, wie heißt er wohl?

Richtig! Wie könnte ein schmalbrüstiger Bockkäfer mit vier Binden auf dem Rücken anders heißen als –

vierbindiger Schmalbock (Leptura quadrifasciata)

*gg*? Dies hier ist ein Mädchen. Sieht man sofort, gell? Sonst hätte sie ja auch nicht die gelben Fühlerenden….

Die Imagines ernähren sich von Pollen und Blütenteilen. Man findet sie ab Mitte Juni bis August auf Doldenblüten und Totholz. Die Larven entwickeln sich xylobiont in Tot- bzw. Moderholz, bevorzugt im Holz von Weiden, aber auch in anderen Laubhölzern wie Eichen, Buchen, Birken, Erlen oder Hasel.

Wikipedia

Madame hat sich aber nicht auf einer Doldenblüte niedergelassen, sondern auf einem Skabiosenblatt. Das mit dem Totholz und seiner Wichtigkeit im Garten muß ich nicht schon wieder hervorheben, oder? Und jetzt zackig:

alle, die noch keinen Totholzhaufen haben, sollen aufstehn! – Und einen anlegen. Los! Ich hab die richtige Musik zum arbeiten 😉

Kuckucksspeichel

Diesen Spuckefladen fand ich in einer Weide.

Natürlich ist es KEIN Kuckuksspeichel, auch wenn mans so nennt – es ist der Schutz für eine Larve einer Schaumzikade,(Cercopida)

Leider konnte ich nicht herausfinden, welche es sein könnte, obwohl die Schaumgebilde wohl in Konsistenz und Größe recht verschieden sind. Erlenschaumzikaden, Weidenschaumzikaden und wohl auch Wiesen- und gemeine Blutschaumzikaden kommen laut den unterschiedlichen Websites in Frage, sie alle leben wohl auch mal in Weiden

Bernsteinschnecke. Irgendeine.

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Es gibt eine ganze Schneckenfamilie namens „Bernsteinschnecken“ (Succineidae) Mit welcher wir es hier zu tun haben, läßt sich nicht klären. Sie finde ich am Teich oder bei der Au, denn sie mögen’s feucht.

Noch’n Spanner

… und zwar der achte, den ich im Garten entdeckt habe, und wieder einer mit gut identifizierbaren Kennzeichen und passendem, wenn auch etwas langem Namen:

der Vauzeichen-Eckflügelspanner, Macaria wauaria hat ein V und verhältnismäßig eckige Flügel. Er wird auch „Braunes V“ genannt – und ja, das V ist braun *g* – oder Johannisbeerspanner (die Raupen mögen Johannisbeer-, aber auch Stachelbeerblätter) Bei mir saß der Falter im Buchsbaum, weshalb ich erstmal geguckt habe, wie denn der Buchsbaumzünsler aussieht (TOTAL anders)

Und hier isser, der gute:

Der siebte ist kein Siebenpunkt

…sondern ein nierenfleckiger Kugelmarienkäfer (Chilocorus renipustulatus)

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Der Kleine saß gaaaanz still in einer knotigen Braunwurz, wo er sich vom Herrn F. entdecken und dann in allen Lagen fotografieren ließ.

Es gibt übrigens auch Zweipunktmarienkäfer, die nicht rot-schwarz, sondern schwarz-rot sind. Aber dieser hat einen im Vergleich winzigen Kopf, einen kugeligen Körper und außerdem kann man den abgesetzten Rand seines Körpers auf einem Foto gut erkennen – Kennzeichen dafür, daß es wirklich ein Kugelmarienkäfer ist. Sie sind Blatt- und Schildlausfresser und „eigentlich“ auf Laubbäumen zu finden. Da ist dieser wohl runtergeweht …. oder er suchte mal ein wenig Abwechslung *g*

Achja – wieso überhaupt „der siebte“?

Weil er schon die siebte Marienkäferart ist, die in meiner Liste verzeichnet ist 🙂

wenn kein Mensch da ist

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Letzens haben wir übrigens am hellichten Tag einen Steinmarder gesehen, der am Rande der Kuhkoppel längshüpfte und so erstaunt war, uns zu sehen, daß er eine Weile einfach zu uns hinüberstarrte und wir ihn gut betrachten konnten 🙂

Über das Igelfoto freue ich mich besonders, weil ich schon lang keinen mehr gesehen habe und die Häufchen, die morgens auf dem Rasen liegen, nur unzureichend sicher zuordnen konnte.

 

Was TUN die da??? – Jahre später – die Lösung ist gefunden!!! :-)

Erklärbär:

Auf der Blüte: Honigbiene.
Schwebend ÜBER der Blüte: Mistbiene.
Honigbiene ignoriert Mistbiene und fliegt von Blüte zu Blüte, sammelt. Mistbiene bleibt, egal wohin Honigbiene fliegt, direkt über ihr. Ich konnte das über einige Blüten hinweg verfolgen, bevor ich den Fotoapparat klargemacht habe. Aber ich habe nur das eine Foto hingekriegt. Die Mistbiene blieb immer genau obendrüber, dabei ists recht windig und die Blüten schwanken sehr….
Was hab ich da bloß gesehen? Eine Artenforscherin anderer Art bei der Arbeit? Eine ihre bevorzugten Blüten verteidigende Zickbiene? Eine verwirrte Verliebte? Ich habe nicht die geringste Ahnung und sowas auch nie zuvor gesehen, obwohl ständig Mist- und Honigbienen parallel sammeln.


Das habe ich mich und Euch im August 2012 gefragt.

Jetzt endlich habe ich die Antwort gefunden, ganz zufällig, auf einer (mir) neuen Seite

Hier balzt ein Schwebfliegenmännchen ein Weibchen an – doch es ist das Weibchen einer anderen Art: der HonigbieneMit dieser Annäherung ist das Männchen auf seinen eigenen Trick hereingefallen. Denn die meisten Schwebfliegen betreiben Mimikry – als völligungeschützte und für ihre Verfolger meist auch wohlschmeckende Insekten imitieren sie durch Farben und Körperstrukturen die bewehrten Insekten wie Hummeln, Wespen und Bienen.

Doll! Die Schwebfliegen balzen nämlich, indem sie über dem Weibchen ein paar Figuren fliegen, und sich dann in der Luft stehend über ihr postieren. Fliegt sie nicht demonstrativ weg, nimmt er das als „ja, mach man“.

„Mein“ Mistbienenkerl war wohl ziemlich doof, der hat die holde Honigbiene ja lange verfolgt – und tatsächlich hab ich das in den Jahren noch einige Male mehr beobachtet.

Update: Nö. ICH war wohl ziemlich doof, nicht der Mistbienerich – denn ich habe ein Schwebfliegenmädel für eine Honigbiene gehalten…. durch Elke Schwarzers Kommentar unten erst bin ich jetzt auf die Idee gekommen, mir selbst zu mißtrauen und das Foto nochmal in größer anzusehen: es stimmt, was sie sagt *Rotwerd*- ICH bin aufs Miminkry reingefallen, nicht der Schwebfliegenmann…….

Was bleibt ist: jetzt wissen wir also, daß hier gebalzt wird – und die oben zitierte Seite ist trotzdem toll! Es ist diese hier: *klick*

Verlinkt habe ich den Beginn der Schwebfliegengeschichte. Es gibt aber viele sehr interessante Geschichten über unterschiedlichste Insekten dort, alle mit sehr guten Fotos! Man findet eine Übersicht oben auf der Seite unter „Geschichten“. Ich bin grad dabei, mich durchzuklicken und habe schon ziemlich viel gelernt, auf sehr unterhaltsame Weise. Und habe da, wo es Tierchen betrifft, die ich hier im Blog bereits vorgestellt hatte, Links ergänzt.

 

Wegwespe, unterwegs mit Spinne

23.6. Ein Tier war plötzlich auf des Herrn F. Arm und hat sich dann zu Fuß in großer Eile auf den beschwerlichen Weg über den Rasen und dann die Wand hinauf zum Insektenhotel an der Schuppenwand gemacht. Es schleppte etwas hinter sich her – eine große Ameise, die ein Tier irgendwohin schleppt? Nein, es hat Flügel. Was ist das???

Zwischendurch gab es eine Pause in einer Bretterfuge, jetzt konnte man gut sehen: eine Spinne ist es, die das Tier hinter sich her zieht.

Im Film sieht man dann, was wir bald erkannten: nein, das ist keinesfalls eine Ameise! Vielleicht eine Wildbiene????

Erst auf den Fotos und im Filmchen, das ich machen konnte, sah ich, daß der Körper ganz schwarz ist. Die deutlich sichtbaren Flecken sind auf den Flügeln!!

 

Leider habe ich die Madame dann aus den Augen verloren. Als ich sie wieder sah, war sie ohne Spinne dabei, unterschiedliche Bambusröhrchen zu „testen“ (meine Interpretation dessen, daß sie unermüdlich herumlief und in Löcher hinein- und wieder herausschlüpfte.) Sie lief aber auch in Nischen hinterm Insektenhotel oder zwischen den Röhrchen.

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Natürlich kann dieses Exemplar auch ein anderes gewesen sein als das bespinnte …


Letztlich habe ich eine Bestimmung vom Experten bekommen (danke, Lennart!!) – es ist die Wegwespe Dipogon(Deuteragenia)subintermedius. Ein häufiges Tier (schreibt Lennart), ungefährdet, über das ich trotzdem nirgends etwas erhellendes finden konnte. Lennart schickte mir diese Verbreitungskarte mit *klick*


Ursprünglicher Verdacht, den ich nicht lösche, weil sich Kommentare unten darauf beziehen: Eigentlich war ich nach einigem suchen ziemlich sicher, die gescheckte Wegwespe, Deuteragenia variegata, vor mir zu haben – es paßt so prima, von der Lebensweise bis hin zur Optik, was Wikipedia schreibt:

Die Art (…) besitzt einen deutlichen Verbreitungsschwerpunkt in den vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaften wie in aufgelassenen Weinbergen oder Streuobstwiesen. Dort ist sie vorwiegend an Trockenmauern zu finden, sie besiedelt aber auch Waldränder oder Halbtrockenrasen mit Felsen und Steinen.

Die Art kommt meist in geringer Individuendichte vor. Als Beute dienen ihnen vor allem Krabbenspinnen der Gattungen Thomisus und Xysticus, sowie Eigentliche Sackspinnen (Clubiona). Diese werden in verschiedenartigen, bereits vorhandenen Hohlräumen eingelagert, so zum Beispiel in Löchern von Steinmauern oder Felsen. In Totholz wurden noch keine Nester der Gescheckten Wegwespe gefunden, obwohl sie sich dort manchmal zum Sonnen oder auf der Jagd nach Spinnen aufhält. Manchmal werden auch die verlassenen Nester der Tönnchenwegwespe und ihrer Verwandten der Gattung Auplopus in Schneckenhäusern oder unter Felsen wiederverwendet oder bestehende aufgebrochen. In einem Hohlraum können ein bis drei Brutzellen mit je einer Spinne angelegt werden, die dann mit Erde und Spinnweben verschlossen werden. Zum Zusammenfegen der Spinnweben besitzen die Weibchen gattungstypische Fegeborsten am Unterkiefer.

Bis ich diesen einen Satz las:

Sie ist nahezu in ganz Deutschland verbreitet, nördlich von Berlin wurden jedoch noch keine Exemplare gefunden.

Allerdings ist der Beitrag von 2010, seither sind viele Insektenarten weiter in den Norden vorgedrungen. Ich behaupte mal einfach, sie ist es, zumal ich nirgends ein Insekt fand, das diesem Tier ebenso ähnlich sieht. Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren, nur zu!!!!! 😉

Draußen

Ein Eichhörnchen ist aufgetaucht! Mehrfach haben wir um den Birkenstamm „guckguck“ gespielt. Ein rotes ist es, sehr wuschelig und ordentlich dick.


Unterm Pfaffenhütchen sind Wespen im Boden. Ich hatte dort einen Storchschnabel ausgezupft, hörte lautes summen, war aber zu dämlich, wegzugehen. Die Tiere waren sehr gnädig, ich habe nur einen Stich abgekriegt, und keine hat mich verfolgt. Es herrscht reger Betrieb, trotzdem ist es mir nicht gelungen, ein Foto zu machen, auf dem eine Wespe zu sehen ist…. verdammte Auslöserverzögerung!!


Eine Goldwespe hab ich aber „erwischt“. Die sind normalerweise ununterbrochen in Bewegung, aber diese hat es mir gestattet, Fotos zu machen:

Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita)

Später dann noch eine weitere Art, leider nicht so geduldig, daher nur ein nicht so gutes Bild:

Blaue Goldwespe (Trichrysis cyanea)

Über die blaue Goldwespe gibt es eine Geschichte mit Bildern aus einer Niströhre hier zu sehen und zu lesen


Die Sonne strahlt. Es soll in dieser Woche bis 28° warm werden. Ich versuche das zu würdigen, statt an die armen KollegInnen zu denken, die nun schon die 5. Woche meine Arbeit mit tun müssen


Das Steinhummelnest scheint sich gut zu entwickeln. Ich schaue täglich vorbei, und hätte ich kein Stöckchen hingesteckt, würde ichs täglich nicht wiederfinden. Oder ich würde lauschen. Immer etwa 5 Sekunden kann ich jede Hummel hören, bevor sie sichtbar wird und losfliegt. SSSSSSSSSSSS …. vielleicht machen sie sich warm!? Das Nest liegt in völligem Schatten im mittleren Wiesenabschnitt, der Eingang noch dazu verborgen unter einem Grasbüschel


Vielleicht sollte man mal an den Strand fahren!?


Elsa genießt es sehr, daß sie so viel Gesellschaft hat. Der Boden bebt, wenn sie an mir vorbeirast. Am liebsten würde sie nur gemeinsam unterwegs sein, aber ich bin oft nur in der Waagrechten zu finden….


Mittsommer ist schon vorbei, und noch erst einmal haben wir bis zum Dunkel draußen gesessen. Vorher. Zu k.o. bin ich seither von den schlechten Nächten, zu lange dauert es, bis es Abend wird. Gestern abend sollte das anders werden, der Vorsatz war gefaßt, überhaupt erst gegen acht die Grillkohle anzuzünden. Bis wir dann mit essen fertig sind, ist die Sonne hinter der Kuhkoppel versunken, und es wird klamm – eine gute Zeit, ein Feuer zu machen. Es ist ja ein Verbrechen, solche Abende nicht zu nutzen!


Während ich versucht bin, einen Balkenmäher zu kaufen oder doch 2x jährlich zu leihen (Stichwort „Mietgeräteservice“) wächst der Herr F. über sich hinaus. Er, der jetzt seit Wochen klaglos Alles allein macht und – was den Garten angeht – ebenso klaglos meine Anweisungen Vorschläge ausführt, stellt sich mit der Sense hin und schafft es, den ersten Wiesenteil zu sensen – etwas, an dem ich scheitere. Ich kann nur Giersch und Brennesseln sensen.


Freunde bringen „übrige“ Nadelholzstämme. Vorerst geparkt haben sie sie – aber jetzt finde ich, daß das eigentlich richtig gut aussieht, und stehendes Totholz ist ja eh nicht so viel bei uns … ich suche nach einer besseren Ecke, eine Idee hab ich schon. Wenn ich dann erst wieder tragen kann….


Wenn der Wind schwach ist und die Sonne scheint, dann duften die Bienen herrlich! Das Gemisch aus Wachs, Nektar, Propolis und – Biene eben *g* ist ein ganz besonderer Duft. Und nicht nur Biens aromatisieren die Lüfte: weiter hinten schicken die Weiden blumige Geruchswolken los, manchmal auch der Holunder. Zwischendurch immer mal ein Hauch „Draußen-Kuh“. Jeden einzelnen dieser Düfte mag ich sehr, zusammen bilden sie das Geruchsportrait unseres Gartens.