Sommers

Im Sommer schreit der Garten ununterbrochen

TU WAS!!!!

Ich tu ja, lieber Garten, ich tu ja!
Will heißen: ich zupfe einhändig; ich mähe die ebenen Flächen, wenn der Herr F. mir den Rasenmäher anmacht; ich schnipple mir der kleinen Einhand-Zange …. Das darf ich auch, in Maßen – ich soll sogar, der Arm soll in Bewegung bleiben. Manchmal allerdings merke ich die Grenzen erst nachher. Wenn sie schon überschritten sind. Au.

Der Herr F. tut auch, mehr denn je. Aber er muß ja „nebenher“ auch noch arbeiten und ganz allein die Bienen und den vielen Honig passen, und außerdem ist er sehr gut im auswählen, worauf er grad Lust hat. Und so wartet manches, das ich als sehr dringlich empfinde, seit Wochen (zum Beispiel das mähen der Knickböschung), anderes wird täglich getan, bringt aber nicht allzuviel Effekt, sag ich mal so (Bärlauchsamensammeln zum Beispiel)

Der Garten sagt dann

Ich kann auch anders!

Und das stimmt.
Was er nämlich kann ist: explodieren.
Jetzt, nach (und während) Regen und Sturm ist aus unserem wunderschönen Frühsommergarten einer geworden, in dem man die Wege manchmal kaum benutzen kann.
Von den Seiten drängeln: Schneebeere. Giersch, der noch nicht gemäht ist. Fingerhüte, Stockrosen, Margeriten und Glockenblumen, die halb umgeweht sind.
Von oben hängen tief: Weide, Linde, Holunder, Geißblatt, regenschwer.

Auch in den Beeten legen sich die höheren naß auf die niedrigeren Pflanzen, die schon samenden, die eigentlich längst abgeschnitten gehörten auf die niedrigen, kleinen, die gern blühen wollen würden, bekämen sie denn etwas Luft. Und Diejenigen, die die Alleinherrschaft anstreben hindere ich nur unzureichend daran, ihren Weg zu machen.

Spannend ist dabei: Im Prinzip ist das jedes Jahr so. Jedes Jahr um diese Zeit weiß ich garnicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Jedes Jahr denke ich „Mensch, sieht das alles zerfleddert aus! Vor zwei Wochen wars doch noch so schön!!“ Jedes Jahr kommt der Vogelschutz in Konflikt mit dem Gefühl, daß man jetzt aber doch mal die Hecke vom Bürgersteig wegschneiden sollte.
Und jedes Jahr wieder kommt das alles völlig überraschend: nach der wunderbaren und entspannten Frühlings- und Frühsommerzeit, in der frau noch überlegte, was sie denn evtl in diesem Jahr mal neues anlegen und tun könnte (okay, letzteres nicht in diesem Jahr) kommt der Sommer, der Garten explodiert und frau reagiert nur noch.

Natürlich ist es dies Jahr etwas extremer, und ich bin sehr gespannt, ob sich mein Ausfall bös‘ rächen wird (durch Giersch mitten in den Beeten zum Beispiel, durch Brombeerranken im Garten statt nur im Knick, durch das endgültige verschwinden der unter Pflanzenmassen begrabenen Kleinstauden, oder durch die Rückkehr der Sigone in schon befreit geglaubte Zonen), oder ob der Garten nachsichtig lächeln und sich mit der wilden Natur einigen wird, daß es ganz so schlimm ja nun nicht kommen muß.
Und vielleicht, gaaaaanz vielleicht schicken die zwei uns ja sogar ein paar Pflanzen und Tiere, die nie gekommen wären, hätte ich gewirbelt, gezupft und geschnitten wie sonst auch.

Wer weiß?

 

Der siebte ist kein Siebenpunkt

…sondern ein nierenfleckiger Kugelmarienkäfer (Chilocorus renipustulatus)

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Der Kleine saß gaaaanz still in einer knotigen Braunwurz, wo er sich vom Herrn F. entdecken und dann in allen Lagen fotografieren ließ.

Es gibt übrigens auch Zweipunktmarienkäfer, die nicht rot-schwarz, sondern schwarz-rot sind. Aber dieser hat einen im Vergleich winzigen Kopf, einen kugeligen Körper und außerdem kann man den abgesetzten Rand seines Körpers auf einem Foto gut erkennen – Kennzeichen dafür, daß es wirklich ein Kugelmarienkäfer ist. Sie sind Blatt- und Schildlausfresser und „eigentlich“ auf Laubbäumen zu finden. Da ist dieser wohl runtergeweht …. oder er suchte mal ein wenig Abwechslung *g*

Achja – wieso überhaupt „der siebte“?

Weil er schon die siebte Marienkäferart ist, die in meiner Liste verzeichnet ist 🙂

wenn kein Mensch da ist

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Letzens haben wir übrigens am hellichten Tag einen Steinmarder gesehen, der am Rande der Kuhkoppel längshüpfte und so erstaunt war, uns zu sehen, daß er eine Weile einfach zu uns hinüberstarrte und wir ihn gut betrachten konnten 🙂

Über das Igelfoto freue ich mich besonders, weil ich schon lang keinen mehr gesehen habe und die Häufchen, die morgens auf dem Rasen liegen, nur unzureichend sicher zuordnen konnte.

 

Auf den zweiten Blick

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Es ist die Acker-Wicke (Vicia hirsuta), die unscheinbarste unserer einheimischen Wicken. Aber von nahem betrachtet doch eine Hübsche, die obendrein viel Nektar in ihren kleinen Blüten trägt (sagt zumindest Wikipedia – ich habe noch nicht viel Andrang feststellen können …) Eine kalkmeidende Pflanze, die auf Äckern, aber auch Wiesen wächst und sich bei mir von ganz allein eingefunden hat, seit die Wiese seltener gemäht wird.

Was TUN die da??? – Jahre später – die Lösung ist gefunden!!! :-)

Erklärbär:

Auf der Blüte: Honigbiene.
Schwebend ÜBER der Blüte: Mistbiene.
Honigbiene ignoriert Mistbiene und fliegt von Blüte zu Blüte, sammelt. Mistbiene bleibt, egal wohin Honigbiene fliegt, direkt über ihr. Ich konnte das über einige Blüten hinweg verfolgen, bevor ich den Fotoapparat klargemacht habe. Aber ich habe nur das eine Foto hingekriegt. Die Mistbiene blieb immer genau obendrüber, dabei ists recht windig und die Blüten schwanken sehr….
Was hab ich da bloß gesehen? Eine Artenforscherin anderer Art bei der Arbeit? Eine ihre bevorzugten Blüten verteidigende Zickbiene? Eine verwirrte Verliebte? Ich habe nicht die geringste Ahnung und sowas auch nie zuvor gesehen, obwohl ständig Mist- und Honigbienen parallel sammeln.


Das habe ich mich und Euch im August 2012 gefragt.

Jetzt endlich habe ich die Antwort gefunden, ganz zufällig, auf einer (mir) neuen Seite

Hier balzt ein Schwebfliegenmännchen ein Weibchen an – doch es ist das Weibchen einer anderen Art: der HonigbieneMit dieser Annäherung ist das Männchen auf seinen eigenen Trick hereingefallen. Denn die meisten Schwebfliegen betreiben Mimikry – als völligungeschützte und für ihre Verfolger meist auch wohlschmeckende Insekten imitieren sie durch Farben und Körperstrukturen die bewehrten Insekten wie Hummeln, Wespen und Bienen.

Doll! Die Schwebfliegen balzen nämlich, indem sie über dem Weibchen ein paar Figuren fliegen, und sich dann in der Luft stehend über ihr postieren. Fliegt sie nicht demonstrativ weg, nimmt er das als „ja, mach man“.

„Mein“ Mistbienenkerl war wohl ziemlich doof, der hat die holde Honigbiene ja lange verfolgt – und tatsächlich hab ich das in den Jahren noch einige Male mehr beobachtet.

Update: Nö. ICH war wohl ziemlich doof, nicht der Mistbienerich – denn ich habe ein Schwebfliegenmädel für eine Honigbiene gehalten…. durch Elke Schwarzers Kommentar unten erst bin ich jetzt auf die Idee gekommen, mir selbst zu mißtrauen und das Foto nochmal in größer anzusehen: es stimmt, was sie sagt *Rotwerd*- ICH bin aufs Miminkry reingefallen, nicht der Schwebfliegenmann…….

Was bleibt ist: jetzt wissen wir also, daß hier gebalzt wird – und die oben zitierte Seite ist trotzdem toll! Es ist diese hier: *klick*

Verlinkt habe ich den Beginn der Schwebfliegengeschichte. Es gibt aber viele sehr interessante Geschichten über unterschiedlichste Insekten dort, alle mit sehr guten Fotos! Man findet eine Übersicht oben auf der Seite unter „Geschichten“. Ich bin grad dabei, mich durchzuklicken und habe schon ziemlich viel gelernt, auf sehr unterhaltsame Weise. Und habe da, wo es Tierchen betrifft, die ich hier im Blog bereits vorgestellt hatte, Links ergänzt.

 

Wegwespe, unterwegs mit Spinne

23.6. Ein Tier war plötzlich auf des Herrn F. Arm und hat sich dann zu Fuß in großer Eile auf den beschwerlichen Weg über den Rasen und dann die Wand hinauf zum Insektenhotel an der Schuppenwand gemacht. Es schleppte etwas hinter sich her – eine große Ameise, die ein Tier irgendwohin schleppt? Nein, es hat Flügel. Was ist das???

Zwischendurch gab es eine Pause in einer Bretterfuge, jetzt konnte man gut sehen: eine Spinne ist es, die das Tier hinter sich her zieht.

Im Film sieht man dann, was wir bald erkannten: nein, das ist keinesfalls eine Ameise! Vielleicht eine Wildbiene????

Erst auf den Fotos und im Filmchen, das ich machen konnte, sah ich, daß der Körper ganz schwarz ist. Die deutlich sichtbaren Flecken sind auf den Flügeln!!

 

Leider habe ich die Madame dann aus den Augen verloren. Als ich sie wieder sah, war sie ohne Spinne dabei, unterschiedliche Bambusröhrchen zu „testen“ (meine Interpretation dessen, daß sie unermüdlich herumlief und in Löcher hinein- und wieder herausschlüpfte.) Sie lief aber auch in Nischen hinterm Insektenhotel oder zwischen den Röhrchen.

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Natürlich kann dieses Exemplar auch ein anderes gewesen sein als das bespinnte …


Letztlich habe ich eine Bestimmung vom Experten bekommen (danke, Lennart!!) – es ist die Wegwespe Dipogon(Deuteragenia)subintermedius. Ein häufiges Tier (schreibt Lennart), ungefährdet, über das ich trotzdem nirgends etwas erhellendes finden konnte. Lennart schickte mir diese Verbreitungskarte mit *klick*


Ursprünglicher Verdacht, den ich nicht lösche, weil sich Kommentare unten darauf beziehen: Eigentlich war ich nach einigem suchen ziemlich sicher, die gescheckte Wegwespe, Deuteragenia variegata, vor mir zu haben – es paßt so prima, von der Lebensweise bis hin zur Optik, was Wikipedia schreibt:

Die Art (…) besitzt einen deutlichen Verbreitungsschwerpunkt in den vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaften wie in aufgelassenen Weinbergen oder Streuobstwiesen. Dort ist sie vorwiegend an Trockenmauern zu finden, sie besiedelt aber auch Waldränder oder Halbtrockenrasen mit Felsen und Steinen.

Die Art kommt meist in geringer Individuendichte vor. Als Beute dienen ihnen vor allem Krabbenspinnen der Gattungen Thomisus und Xysticus, sowie Eigentliche Sackspinnen (Clubiona). Diese werden in verschiedenartigen, bereits vorhandenen Hohlräumen eingelagert, so zum Beispiel in Löchern von Steinmauern oder Felsen. In Totholz wurden noch keine Nester der Gescheckten Wegwespe gefunden, obwohl sie sich dort manchmal zum Sonnen oder auf der Jagd nach Spinnen aufhält. Manchmal werden auch die verlassenen Nester der Tönnchenwegwespe und ihrer Verwandten der Gattung Auplopus in Schneckenhäusern oder unter Felsen wiederverwendet oder bestehende aufgebrochen. In einem Hohlraum können ein bis drei Brutzellen mit je einer Spinne angelegt werden, die dann mit Erde und Spinnweben verschlossen werden. Zum Zusammenfegen der Spinnweben besitzen die Weibchen gattungstypische Fegeborsten am Unterkiefer.

Bis ich diesen einen Satz las:

Sie ist nahezu in ganz Deutschland verbreitet, nördlich von Berlin wurden jedoch noch keine Exemplare gefunden.

Allerdings ist der Beitrag von 2010, seither sind viele Insektenarten weiter in den Norden vorgedrungen. Ich behaupte mal einfach, sie ist es, zumal ich nirgends ein Insekt fand, das diesem Tier ebenso ähnlich sieht. Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren, nur zu!!!!! 😉

Draußen

Ein Eichhörnchen ist aufgetaucht! Mehrfach haben wir um den Birkenstamm „guckguck“ gespielt. Ein rotes ist es, sehr wuschelig und ordentlich dick.


Unterm Pfaffenhütchen sind Wespen im Boden. Ich hatte dort einen Storchschnabel ausgezupft, hörte lautes summen, war aber zu dämlich, wegzugehen. Die Tiere waren sehr gnädig, ich habe nur einen Stich abgekriegt, und keine hat mich verfolgt. Es herrscht reger Betrieb, trotzdem ist es mir nicht gelungen, ein Foto zu machen, auf dem eine Wespe zu sehen ist…. verdammte Auslöserverzögerung!!


Eine Goldwespe hab ich aber „erwischt“. Die sind normalerweise ununterbrochen in Bewegung, aber diese hat es mir gestattet, Fotos zu machen:

Gemeine Goldwespe (Chrysis ignita)

Später dann noch eine weitere Art, leider nicht so geduldig, daher nur ein nicht so gutes Bild:

Blaue Goldwespe (Trichrysis cyanea)

Über die blaue Goldwespe gibt es eine Geschichte mit Bildern aus einer Niströhre hier zu sehen und zu lesen


Die Sonne strahlt. Es soll in dieser Woche bis 28° warm werden. Ich versuche das zu würdigen, statt an die armen KollegInnen zu denken, die nun schon die 5. Woche meine Arbeit mit tun müssen


Das Steinhummelnest scheint sich gut zu entwickeln. Ich schaue täglich vorbei, und hätte ich kein Stöckchen hingesteckt, würde ichs täglich nicht wiederfinden. Oder ich würde lauschen. Immer etwa 5 Sekunden kann ich jede Hummel hören, bevor sie sichtbar wird und losfliegt. SSSSSSSSSSSS …. vielleicht machen sie sich warm!? Das Nest liegt in völligem Schatten im mittleren Wiesenabschnitt, der Eingang noch dazu verborgen unter einem Grasbüschel


Vielleicht sollte man mal an den Strand fahren!?


Elsa genießt es sehr, daß sie so viel Gesellschaft hat. Der Boden bebt, wenn sie an mir vorbeirast. Am liebsten würde sie nur gemeinsam unterwegs sein, aber ich bin oft nur in der Waagrechten zu finden….


Mittsommer ist schon vorbei, und noch erst einmal haben wir bis zum Dunkel draußen gesessen. Vorher. Zu k.o. bin ich seither von den schlechten Nächten, zu lange dauert es, bis es Abend wird. Gestern abend sollte das anders werden, der Vorsatz war gefaßt, überhaupt erst gegen acht die Grillkohle anzuzünden. Bis wir dann mit essen fertig sind, ist die Sonne hinter der Kuhkoppel versunken, und es wird klamm – eine gute Zeit, ein Feuer zu machen. Es ist ja ein Verbrechen, solche Abende nicht zu nutzen!


Während ich versucht bin, einen Balkenmäher zu kaufen oder doch 2x jährlich zu leihen (Stichwort „Mietgeräteservice“) wächst der Herr F. über sich hinaus. Er, der jetzt seit Wochen klaglos Alles allein macht und – was den Garten angeht – ebenso klaglos meine Anweisungen Vorschläge ausführt, stellt sich mit der Sense hin und schafft es, den ersten Wiesenteil zu sensen – etwas, an dem ich scheitere. Ich kann nur Giersch und Brennesseln sensen.


Freunde bringen „übrige“ Nadelholzstämme. Vorerst geparkt haben sie sie – aber jetzt finde ich, daß das eigentlich richtig gut aussieht, und stehendes Totholz ist ja eh nicht so viel bei uns … ich suche nach einer besseren Ecke, eine Idee hab ich schon. Wenn ich dann erst wieder tragen kann….


Wenn der Wind schwach ist und die Sonne scheint, dann duften die Bienen herrlich! Das Gemisch aus Wachs, Nektar, Propolis und – Biene eben *g* ist ein ganz besonderer Duft. Und nicht nur Biens aromatisieren die Lüfte: weiter hinten schicken die Weiden blumige Geruchswolken los, manchmal auch der Holunder. Zwischendurch immer mal ein Hauch „Draußen-Kuh“. Jeden einzelnen dieser Düfte mag ich sehr, zusammen bilden sie das Geruchsportrait unseres Gartens.

Kürbisspinne

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Die monströsen Borsten auf dem einen Bild sind – Haare auf des Herrn Fingeroberseite *g*

Daran sieht man schon, daß diese Spinne seeeeehr klein ist! Trotzdem fällt sie auf, als neongrüner flitzender Klecks zunächst. Es ist eine Kürbisspinne, Araniella spec., wahrscheinlich die sehr häufige gewöhnliche Kürbisspinne, aber da das wiedermal nur unterm Mikroskop zu klären ist, belasse ichs mal bei „Kürbisspinne“. Das Spinnen-Wiki sagt zu ihr:

Webt ein kleines, meist schräg bis senkrecht ausgespanntes Netz in ein bis zwei Metern Höhe. Dafür nutzt sie oftmals die Oberseite leicht gewölbter, größerer Blätter. Aufgrund ihrer Tarnfärbung ist sie nicht auf ein Versteck angewiesen und sitzt tagsüber meist unter der Nabe des Netzes, wo sie nicht leicht zu entdecken ist.

Soso, da ist wohl eine Spinne aus ihrem Netz gefallen…. 😉 vielleicht wollte sie aber auch bloß mal Model spielen, Spinnen sind hier ja bisher sehr wenig vertreten.

Allerdings bezweifle ich doch die Sache mit der Tarbfärbung. Neongrün. … aber vielleicht möchte sie ja aussehen wie ein Lichtreflex auf „ihrem“ Blatt!? 🤔

Gelbe Dungfliege. Sehr wahrscheinlich ;-)

 

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Die Gelbe Dungfliege oder Gemeine Kotfliege (Scathophaga stercoraria) ist eine Fliege aus der Familie der Dungfliegen (Scathophagidae)(…)

Blüten werden besucht, jedoch auch kleinere Insekten mit dem spitzen Rüssel ausgesaugt. Zur Paarung treffen sich die Tiere auf frischem, noch warmem Dung (vor allem Kuhfladen), in den die einen Millimeter langen, mit „Seitenflügeln“ versehenen Eier gelegt werden. Daraus entwickeln sich etwa 10 Millimeter lange Larven, die im Dung andere Insektenlarven, insbesondere Zweiflüglerlarven, fressen.

Wikipedia

Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer daß sie, wie ich grad sah, Tier Numero 209 auf meiner Tierliste ist!!!!! 🙂

Winzling

9.6.: Man kann sie knapp sehen, sie sind unter 5mm groß – aber trotzdem fallen sie auf. Denn diese Winzlinge sind in ihrer Zipfelform trotz ihrer Kleinheit auffallend, und sie winden sich oft auf seltsame Art. „Kurzflügler“ sind es, und tatsächlich Käfer. Schon länger hatte ich mir vorgenommen, mal einen näher zu betrachten, aber nie war es geglückt – und nun kam mir kein schwarzer, sondern ein gestreifter vor die Linse: Allerdings bin ich ganz irritiert gewesen, als ich mir das nächste Foto ansah – hatte ich etwa doch keinen Kurzflügler erwischt? Dieser hat doch lange Flügel, un die Kurzflügler haben auf den Fotos im Netz immer GAR KEINE!?

Aber ein einziges Foto gabs dann doch, auf dem man die Flügel sehen konnte! Ich nehme an, daß sie meist unter den Oberflügeln verborgen sind, aber ich fand dazu nichts geschrieben.

Beim längeren beobachten dieses Tierchens – es ist der Stumpfe Schnellräuber (Tachyporus obtusus) – konnte ich dann auch sehen, was dieses „sich winden“ ist: der Kleine hat sehr ausgiebig seine Flügel geputzt!

Beim Naturspaziergang heißt es:

Der kleine, bunte Tachyporus obtusus lebt meist unter Moospolstern, im Falllaub am Boden aber auch unter loser Borke. Dort macht er Jagd auf noch kleinere Insekten.

 

Allerdings steht auch überall, er erscheine erst im Spätsommer. Auf kerbtier.de im Phänogramm ist er allerdings am häufigsten im Mai zu sehen…. nuja, egal, endlich mal scheint etwas EINDEUTIG, da will ich diese Diskrepanz gern mal übersehen….

Schnellkäfer

Dieser kleine Kerl gehört zu den SCHNELLKÄFERN, die sich blitzschnell aus Rückenlage hochschnellen können.

Ein kleines Tierchern, dieser blutrote Schnellkäfer, Ampedus sanguineus, Waldrandbewohner und Liebhaber von Doldenblütern – was ihn gut in den Garten passen läßt, in dem ich ja seit einigen Jahren gezielt Doldenblüter wie Schafgarbe angepflanzt habe*, aber auch das Kälberrohr oder den Giersch einfach wachsen und blühen lasse – wenns nicht grad in den Beeten ist 😉

Die Larven brauchen Totholzmulm – auch den gibts ja bei uns zu Genüge, und es freut mich, zu sehen, daß das, was ich im Garten tu (oder besser: lasse) Früchte in Form kleiner, vormals mir unbekannter Käfer trägt 🙂

*Schafgarbe ist ein Korb- und kein Doldenblüter, unten in den Kommentaren hat Bibo mich grad drauf hingewiesen, dankeschön!

Feuerkäfer

9.6. Weichkäfer, Schnellkäfer, Feuerkäfer…. rote Käfer in elliptischer Form gibt es viele, offenbar. Aber dieser ist ja nun wirklich ein kleiner Feuermelder 😉

Es ist der scharlachrote Feuerkäfer, (Pyrochroa coccinea). Wenn ich die Fotos auf Wikipedia recht deute, ist es ein Weibchen, was die Form der Fühler erkennen ließe, hätte ich den direkten Vergleich – so bin ich mir nicht ganz sicher. 2-3 Jahre braucht die Larve, unter Totholzrinde, um sich zu entwickeln. Schon wieder so ein Tier, das zeigt, wie wichtig Totholz im Garten ist!!!!

Die Erwachsenen saugen von Mai bis Juni Pflanzensäfte oder Honigtau. Bei uns am liebsten im Giersch.

Eine Eule und ein Wickler

Wieder dachte ich: so auffallend, das wird leicht. Und dann hab ich mir doch einen Wolf gesucht – warum? Weil das Foto in der Insektenbox so aussieht: *klick*

Es ist Diachrysia Chrysitis, die Messing-Eule

Und weil ich nach „grün“ suchte, nicht nach „messingfarben“ … letztlich war aber klar: es MUSSTE ein Eulenfalter sein, also hab ich nochmal hier beim naturspaziergang gesucht und alles näher angeschaut, das recht gerade Farbfelder aufzuweisen hat. Und da las ich dann „messingfarbene bis grüngoldene Bänder“ – Aha!? Die Bildersuche bemüht- und juchu: hier war sie, ganz eindeutig.

Noch dazu las ich bei Wikipedia, daß sie gern an Taubnesseln frißt – und beim ausreißen einiger verblühter Taubnesseln flog die Eule denn auch auf – um sich ruhig wieder in eine weitere, noch stehende zu setzen und sich schön knipsen zu lassen. Wäre sie nicht aufgeflogen, ich hätte sie trotz der glänzenden Flügelfelder niemals gesehen, sie sah aus wie ein Pflanzenteil…..

RAAAAAH – die Fotos sind weg! Und ich hab sie nicht mehr im Foto-Ordner…. 😦 Oh Mann, dabei ist das ein so hübscher, schillernder Falter *jammer*


Und dann ein weiterer Winzling, den ich aber richtig hübsch schnell gefunden habe, erstaunlicherweise, obwohl ich nur dachte „Motte“? Es war aber ein Wickler, ganz ohne deutschen Namen: Eulia ministrana.

Wickler, weil diese Tierchen Blätter zu einer Röhre aufwickeln, in der sie auch überwintern und in der sie sich im April verpuppen. Sie leben von Laubblättern.

Garten-Raubfliege. Vielleicht. ;-)

Ob es nun eine Neomochtherus geniculatus ist, oder ob es eine andere Raubfliege ist – jedenfalls finde ich die Fotos ausnehmend schön (ja, ich weiß, Eigenlob stinkt. Aber wenns doch stimmt…. *gg*) Aber hier gibt es NOCH schönere: *klick*

Neomochtherus geniculatus – wenn’s denn stimmt

Portrait

Wäre ich so ein kleines Tierchen, wie es unter der Knospe der Färberkamille zu erahnen ist, wäre es mir bei diesem Blick Angst und Bange …

Hübsches Tierchen. Aber.

Aber es ist die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella). Als ich das mit Hilfe der Insektenbox herausgefunden hatte, hab ich sie dann lieber nach draußen verfrachtet…. *g*