Kleinvieh

KleinviehDurch ein Gespräch am Küchentisch bin ich darauf aufmerksam geworden, daß ich auf ganz unspektakuläre Weise seit vielen Jahren dazu beitrage, den Müllberg klein zu halten.

Ich bin Brillenträgerin.

Eine Brille habe ich schon seit Kindertagen auf der Nase – und immer, wenn sie nicht mehr paßt (egal, ob’s in früheren Zeiten das Gestell war oder jetzt die Stärke der Gläser) wurde das alte Gestell samt Gläsern zum Optiker gegeben – als Spende für ärmere Länder. Das ist das eine. Viel mehr Müllersparnis bringt aber, daß ich nie auf Kontaktlinsen umgestiegen bin.

Die erste Kontaktlinsenerfahrung, passiv, habe ich in Teenie-Jahren mit einer Freundin gemacht. Die nämlich war eine der ersten Menschen in meinen Kreisen, die Kontaktlinsen hatte. Und schon damals habe ich mir gedacht:

Auhauahauehauehaueha, wat’n Aggewaas!

Also, natürlich habe ich das nicht gedacht, weil ich damals noch im Rheinland lebte und diesen wunderbaren Ausruf garnicht kannte! Aber Mann, was hatte die Arbeit! Spülen, reinigen, sprayen, aufbewahren, rausholen, einsetzen …. furchtbar! Und was für ein Equipment sie dafür brauchte!

Heute ist das mindestens genauso schlimm – man kauft riesige Packungen mit Reinigungsflüssigkeit in Plastikflaschen, dazu Kochsalzlösung, Desinfektions- und Aufbewahrungsflüssigkeit- es gibt auch All-in-one-Lösungen, aber offenbar (hab ich grad mal kurz reingelesen) taugen die für viele Augen nicht. Und sind auch in großen Plastikflaschen.
Aufbewahrung der Kontaktlinsen nachts? Natürlich in Plastikschälchen mit Drehverschluß. Oder aber man setzt sich gleich Einweglinsen rein, jeden Tag zwei neue, extra hergestellt und abends einfach weggeworfen.

Dagegen ich: Brille plus Stofftaschentuch, vielleicht ein bißchen Spucke – fertig. (Brillenputztücher sind die Pest! Überflüssig hoch drei und jedes einzeln verpackt, wat’n Blödsinn!) Meine Brillengestelle werden meist um die 10, 15  Jahre alt, bis sie irgendwann so auf sind, daß ich ein neues brauche. Jetzt könnt Ihr Euch leicht ausmalen, welche Müllberge ich in den über vierzig Jahren als Brillenträgerin bereits eingespart habe- ganz ohne es zu merken!
Schön 🙂

In eine Falle bin ich allerdings bei der letzten Brille getappt: ich hatte noch nicht kapiert, daß inzwischen jede neue Brille standardmäßig Kunststoffgläser hat (früher war’s so, daß die mehr kosteten und deshalb extra nachgefragt wurde, ich brauchte also nichts tun, um Glasgläser zu bekommen) Meine nächste Brille bekommt wieder Glasgläser, die sind viel besser weil kratzfester und leichter putzbar. Außerdem plastikfrei. Und in über 40 Jahren ist mir noch nie eines kaputtgegangen.

P.S.: Vielleicht gibt es ja auch für KontaktlinsenträgerInnen umweltfreundlichere, müllsparendere Lösungen – damit habe ich mich nicht extra befaßt, Ihr dürft mich gern belehren. Gelesen habe ich darüber aber noch nichts.

Kleinvieh

KleinviehVerpackung geht auch ganz ohne Müll sehr gekonnt! Das beweist mein Garten.

Ich zeig's Euch mal!

Ich zeig’s Euch mal!

Gut verpackt, materialsparend und ökologisch:

Gut verpackt, materialsparend und ökologisch:

... dieser hier hat seine Verpackung schon abgestreift....

… dieser hier hat seine Verpackung schon abgestreift….

… und wird dann in Bälde so aussehen

Und weil nirgends steht, daß nur Menschen einfach nachhaltig besser leben, reiche ich dies mit einem Augenzwinkern einfach mal bei EINAB ein….

 

Kleinvieh

KleinviehLang, lang ists her….. 😉 Die Prioritäten liegen derzeit einfach an anderer Stelle, was nicht heißt, daß ich mit dem meisten, das ich angefangen habe, nicht weitermachen würde. Dem meisten, denn: das leidige Thema „Abwaschschwämme“ ist nach mehreren unbefriedigenden Versuchen mit unterschiedlichem Ersatz vorläufig beendet – mit dem Kauf eines Pakets „Glitzi“-Schwämme. Ich halte aber weiterhin die Augen offen.

Und da meine Zähne sehr schmerzempfindlich wurden, bin ich vom Pulver auf Bio-Zahnpasta aus der Tube umgestiegen. Bisher merke ich leider keine Verbesserung. Werde mal den Zahnarzt befragen, ob es überhaupt daran liegt/ liegen könnte, schlimmstenfalls muß ich zurück zur normalen Supermarktzahncreme.

Aber jetzt zu den Neuigkeiten, und sie haben mit meiner Häkelei zu tun, die ich ja in ihren Anfängen schon vorgestellt hatte. Ihr habt viel geraten, aber Niemand ist drauf gekommen, jetzt die Auflösung:

Ein Säckchen ists! Gehäkelt, um Efeublätter hineinzutun, um dies in die Waschmaschinentrommel zu packen, um damit meine Wäsche zu waschen.

Inzwischen haben wir drei Ladungen gewaschen und keinen Unterschied zum vorher benutzten, gekauften Waschmittel bemerkt. Allerdings muß ich ehrlich zugeben, daß das nichts heißen will, denn meist gehts nur darum, Gebrauchsgerüche herauszukriegen, weniger um Flecke, die man bemerken würde, wären sie noch drin. Was sie allerdings oft genug auch beim gekauften Waschmittel noch sind, nebenbei bemerkt. Die Gerüche jedenfalls gehn raus, auch mit Efeu.

Die Efeublätter kommen nach dem waschen auf den Kompost. Momentan gibts noch Nachschub aus der Hecke zum Nachbarn, allerdings wird das nicht ewig währen, dort ist nicht so viel. Anpflanzen mag ich keins, ist mir zu invasiv, und Platz dafür wäre nur an Stellen, wo’s problematisch wird, wenn’s groß wird. Also ist dieser Versuch erstmal zeitlich begrenzt. Aber im Herbst gibt’s dann ja Kastanien, und aus denen kann man auch auf Vorrat Waschmittel herstellen….

Kleine Ergänzung nach einigen Wochen: zumindest wer ein solch löchriges Säcklein benutzt wie ich sollte drauf achten, die Stiele nicht mitzuverwenden. Die hingen nämlich alle im Flusensieb und haben das verstopft….. *g*

Die April-Einab startet heute, da bin ich dabei 🙂

Kleinvieh

KleinviehDiesmal zum Thema „Hotelaufenthalt“

Ich bin nicht oft im Hotel, aber diesmal war ich erstmals mit zuvor bewußt auf „Kleinvieh“ eingestellten Pupillen dort. Und tatsächlich gab es vieles, das ich gern anders gehabt hätte und einiges, das ich anders gemacht habe, um das, was ich gern anders gehabt hätte, zumindest für mich anders zu haben. (schön formuliert, gell? *gggg*)

  1. Zimmer. Im Hotelzimmer gab es nach wie vor Einwegfläschchen mit Shampoo und Duschgel, eine eingeschweißte Duschhaube und eine kleine Seife in Plastik. Letztere brauchte ich leider Da werde ich beim nächsten Hotelaufenthalt noch mehr vorsorgen. Die anderen Einwegsachen – auch das EINE STÜCK SCHOKOLADE in Plastik – habe ich liegengelassen. Vermißt habe ich den Hinweis auf das wechseln der Handtücher nur nach werfen derselben auf den Boden. Egal, dachte ich, bei meinen drei Nächten kommt ein Handtuchwechsel eh nicht in Frage – tatsächlich aber hatte ich am 3. Abend ein neues Handtuch am Waschbecken hängen 😦
  2. Frühstück im Hotel gabs ein Frühstücksbuffet. Butter, Marmelade, Honig, Kaffeesahne gabs nur aus Einmalplastik; ich hatte aber genügend Auswahl auch ohne das und habe lecker Müsli mit frischen Früchten, Milch  und Naturjoghurt gegessen, um das Plastik zu vermeiden. Leider musste ich mir auch die Brötchen und Croissants verkneifen – ohne Butter für mich keine Option… Was die Kaffeesahne anging hatte ich Glück: da es eine vernünftige Kaffeemaschine mit gutem Espresso gab, musste ich nicht auf Filterkaffee mit Plastiksahne zurückgreifen.
  3. Feedback Kein auszufüllender „Wie hat’s Ihnen gefallen“-Zettel, nirgends. Sehr schade, denn ich hatte mir vorgenommen, feedback in Richtung Nachhaltigkeit zu geben. Erst Tage nachdem ich wieder daheim war ist mir eingefallen, daß auf dem Schreibtisch eine Mappe mit Infomaterialien lag. Von außensah ich Stadt-Werbung, und so hab ich die garnicht erst geöffnet… vielleicht war da drin der vermißte Zettel… werde beim nächsten Mal reingucken.

Gereist bin ich übrigens per Bahn. Was aber nur bedingt „Kleinvieh“-Ursachen hat. Ich tu’s auch, weil ich extrem ungern Autobahn fahre. Diesmal hatte ich Glück: keine Verspätungen und bis auf eine kürzere Etappe mit extrem nerviger Mutter gegenüber (das sechsjährige Kind schien mir wesentlich reifer als seine Mutter) ruhige, angenehme Mitreisende.

Und weil ich im stillen, per Verweigerung und ohne größeren Verzicht einfach durch offene Augen ein wenig Einwegmüll eingespart habe und mehr Ideen bekommen, was ich beim nächsten Hotelaufenthalt beachten könnte – deshalb kommt auch dieser Beitrag zur Ideensammlung Derer, die sich, wie ich, mit kleinen und größeren Änderungen ihres Lebensstils auf den Weg machen, um die Welt ein wenig naturfreundlicher, müllleerer, sozialer, gesünder auch –  freundlicher eben zu machen – Einab


Es gibt einen neuen Eintrag des Mannes, der auf Lesbos Flüchtlingen hilft: *klick*

Kleinvieh

KleinviehMomentan praktiziere ich zwar eifrig weiter, was ich schon eingeführt/ geändert habe, aber ich bin nicht allzu eifrig damit, Neuheiten zu lancieren. Eine ganz einfache Sache aber ist mir dann doch noch „passiert“: mir fielen mal wieder ein paar Schuppen von den Augen, und dem Crêpe-Mann erstmal die Kinnlade runter 😉

Im Winter nämlich steht montags bis donnerstags in der Nähe der Arbeit ein Crêpe-Stand, und da geh ich mir häufig in der Mittagspause ein Crêpe holen. Und beim gefühlt zweihundertsiebenundvierzigsten Mal (ich mach‘ das ja nicht erst seit diesem Winter) dann die Erleuchtung: wieso eigentlich lasse ich mir mein Crêpe jedesmal auf ein beschichtetes Papptellerchen packen, zusammen mit einer Papierserviette?

Von nun an hab ich einen Teller mitgenommen – Anlaß zu mancher Frotzelei und zum oben erwähnten Gesichtsausdruck des Crêpe-Mannes, der sowas offensichtlich in den ganzen Jahren noch nie erlebt hat…. offenbar findet er’s auch relativ albern (obwohl’s ihm ja auch Geld spart), ist aber trotzdem inzwischen von ganz allein auf die Idee gekommen, mir sogar mein Tellerchen auf der leeren Platte vorzuwärmen! Nette Geste, finde ich 🙂

Und ein guter Denkanstoß – vielleicht fallen ja den Einab-LeserInnen auch ein paar Schuppen von den Augen!?

Kleinvieh

Kleinvieh Ja – isses denn die Möglichkeit? Kann es tatsächlich sein, daß ich noch nicht von meinem neuen, verpackungssparenden Shampoo berichtet habe? Dabei war ich so sicher, aber nun, als ich im Archiv suchte, fand ich – nichts!

Denn man tau!! 😉

Ich war an der Haarseife gescheitert, die seit einiger Zeit nun ohne die von mir beobachteten Nebenwirkungen der Herr F. aufbraucht (was sehr fein ist, denn die riecht so gut! Jetzt kann ich sie riechen, obwohl sie für mich nicht geeignet ist!) Dann habe ich weiter „normales“ Shampoo benutzt, bis das Äppelken mir einfach so ein festes Shampoo vorbeischickte. Und jetzt – die Zeit rennt – benutze ich bereits das 3. Shampoostück, immer dieselbe Sorte, und es ist prima 🙂 Und bio.

Es ist dies:

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Ausgepackt ists hübsch und riecht gut- mein derzeitiges, 2x benutztes Shampoostück:

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Nachteil: es kommt in Plastikverpackung. Aber diese dünne Folie ist gegenüber einer großen, dicken Flasche schon ein guter Fortschritt.

2. Nachteil: ich musste im Netz bestellen. Aber dieser Nachteil ist nun nicht mehr vorhanden: inzwischen gibt es das feste Shampoo im Schleswiger Bio-Supermarkt. (Ich hatte natürlich gleich mehrere Stücke Shampoo bestellt, damit’s überhaupt lohnt, aber wenn ich dann Nachschub brauche, muß der nicht extra verschickt werden)

3.Nachteil: die hübsche Blumenform mit dem Loch in der Mitte. Die führt dazu, daß es (erstaunlich spät, aber doch) irgendwann in ein paar Stückchen zerbricht – eines seht Ihr auf dem Schwamm noch liegen), mit denen keine ordentliche Haarwäsche möglich ist. Da auch normale Seife irgendwann zu klein zum benutzen ist, habe ich mir aus einem unsäglichen Stück Plastikmüll etwas gebastelt. Ich bekam nämlich – nette Geste, falsche Adressatin – eine Geschenkpackung mit Bodygel, Duschgel  (sowas benutze ich nicht!) und eben ein aufgerüschtes Stück Plastiknetz-Schlauch, das schön viel Verpackung füllte, so daß das ganze nach mehr aussah und als Peelingschwamm gemeint war. Schwachsinn. Habe ein Stück davon abgeschnitten und zusammengeknotet, sammle drin jetzt Reststückchen von Seife und knote, wenn’s voll genug ist, zusammen, um die Seife auf diese Art noch aufbrauchen zu können. Momentan siehts erst so aus:

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Es gibt aber auch weitere Vorteile der Umstellung (zusätzlich zur Plastikreduzierung): denn auch beim inzwischen 3. Shampoostück filzen meine Haare viel weniger als vorher – was bedeutet, daß ich weiteres Plastik einsparen kann. Nämlich die Sprühflasche mit dem blauen Zeug, das ich sonst nach dem waschen in meine Haare sprühte, um sie bürsten zu können. Brauch‘ ich nicht mehr 🙂 Und ich muß seltener Haare waschen als zuvor, mit dem Shampoo bleiben die nämlich, je nach Hormon-Lage, 3-4 Tage statt wie sonst 2-3 Tage „frisch“. Auch fein!

Und weil das auch wieder ein kleiner Schritt gen Müllreduzierung ist, der gar nicht so schwer nachzumachen ist, kommt’s zu Einab im Dezember 🙂

(Adventskalender)

 

Kleinvieh

KleinviehDiesmal ein wirklich echtes KLEINvieh, sozusagen der Chihuahua unter den Kleinviechern, bei dem ich mich allerdings frage: wie viele Tomaten vor den Augen und Bretter vor dem Kopf kann eigentlich eine einzige Fjonka haben?

Aber lasst mich berichten:

Es begann mit einem Berg. Dem „Berg der noch zu lesenden Bücher“, hier, in BookCrosser-Fachchinesisch, von nun an MTBR („Mount to be read“) genannt.

Dieser MTBR wuchs in des Herrn F.s Zimmer. Und wuchs. Und wuchs. Und das, obwohl der Herr F. eigentlich viel beherrschter im Bücher-mitnehmen auf Treffen ist als ich. Aber er liest halt gern dicke Wälzer oder schwierige Sachbücher, und außerdem liest er viel im Computer rum und daher wesentlich weniger in Büchern als ich. Und so wuchs der Berg… Mir fiel dabei auf, daß sehr viele der Bücher schon sehr lange das Fundament dieses Berg(-zuges) bildeten und schon lange beispielsweise im Regal in 2. Reihe standen oder auf dem Stapel daneben ganz unten. Und dann passierte gleichzeitig zweierlei: des Herrn Geburtstag rückte näher, und ich las irgendwo von einem Geschenk, das ich wunderbar fand!

So bekam der Herr F. Zum Geburtstag vor zwei Jahren ein Glas, in dem lauter kleine, bunte Lose waren, hübsch durchnumeriert. Und auf jedem Los stand ein Buchtitel seines MTBR. Immer, wenn er nun ein Buch ausgelesen hat – so die Idee – läuft er zum Glas und zieht ein Los. Geht dann zum MTBR und sucht das Buch heraus – und liest es.

Okay, fragt Ihr nun ganz zu Recht, schön und gut, aber was, bitte, hat das mit „Kleinvieh“ zu tun, mit Müllreduktion und Nachhaltigkeit? Ja, sage ich, ein wenig Geduld, ich komme ja schon zur Sache!

Es gab, wie erwähnt, viele bunte kleine Lose, anfänglich, meine ich, über hundert – und jedes davon ist ein bunter Papierstreifen, zusammengehalten von einer Heftklammer. Und immer, wenn neue Bücher dazukommen, bekomme ich diese seither, um ein weiteres Los anzufertigen, das dann ins Glas wandert.

Na? Kapiert Ihr jetzt, was ich endlich, nach mehr als einem Jahr und sicherlich hundertfünfzig Heftklammern auch kapiert habe?

Eben!

Man muß die Dinger garnicht tackern, der Herr F. macht das ja freiwillig und spinkst nicht – man kann die einfach nur falten, und es gibt mal eben ganz einfach: weniger sinnlosen Müll!

Tja. Ein wunderbarer Denkanstoß, mal über die kleinen Selbstverständlichkeiten um uns herum nachzudenken, und deshalb kommt dieses winzigkleine Chihuahua- Kleinvieh auch direkt zu Einab im November! 🙂 Und im Sinne des „denk nach“ noch ein 2. Chihuahua: gestern machte mich eine Kollegin darauf aufmerksam, daß ich, wenn ich zu bestimmten Gelegenheiten (die soooo selten nicht sind) eine andere Taste am Touchscreen nutze als die, die ich bisher immer nahm, einen Bon (Thermopapier!) einsparen kann. Sie hat das zwar in leicht süffisantem Tonfall geäußert (man amüsiert sich auffe Arbeit eher über meine Bemühungen als mir nachzueifern *g*), aber what shall’s? – Ich werde übers Jahr sicherlich ’ne viertel Bonrolle Thermopapier-Müll damit einsparen können.

vorher-nachher

vorher-nachher

Ach ja: übrigens hat funktioniert, was der Sinn des Zettelchen-Geschenks war: seither hat sich das Bergmassiv zwar nicht zum sanften Hügel, aber doch zum, um im Bild zu bleiben, deutlich unter 4000-er reduziert 😉 , denn auch die dicken Schinken mit den dünnen Seiten, die sonst immer wieder beiseite gestellt wurden, werden jetzt gelesen – oder zumindest in Angriff genommen und dann wegen Unlesbarkeit oder Desinteresse aussortiert

Kleinvieh

KleinviehHeute ein vorläufiges Küchen-Putz-Fazit mit neuen Anteilen, sozusagen 😉

Rein optisch hat sich in unserer Küche inzwischen ein wenig was verändert: guckt mal, das sieht doch schon ganz schön „Öko“ aus *gg* Die Holz-Abwaschbürste mit Wechselkopf habe ich „schon immer“, ich bin ja kein Neu-Öko; abgewaschen wird mit Neutralreiniger, auch das schon seit Jahren; wir kaufen lange schon im Großmarkt Neutral- und Essigreiniger im 10-Liter-Kanister und füllen in handliche Flaschen um. Das spart Plastik.

Was neu ist: Schwamm und Stahlwolle

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Das Küchenputz-Sortiment

Ich hatte – im Blog kann man sowas so herrlich nachlesen *g* – im letzten Oktober ein Pack Recycling-Schwämme mit Sisal-Schrubb-Seite von Sonett im  Bioladen gekauft. So ganz 100% glücklich bin ich nicht damit, die Sisal-Seite schrubbt recht schnell nicht mehr wirklich gut, und jetzt geht sie – sieht man auf dem Bild- auch noch ab. Nun mag man sagen: okay, nach fast einem Jahr darf das auch – aber da wir einen Geschirrspüler haben, wird soooo oft nicht abgewaschen. Da hält der normale Schwamm länger und schrubbt viel länger viel besser – aber was tut frau nicht alles. 😉 Ich benutze deutlich häufiger die Stahlwolle, die ich unbenutzt noch liegen hatte. Auch da: 100% zufrieden ist anders, denn sie schrubbt gut und scheint eeeeewig haltbar zu sein – aber sie ist umständlicher zu nutzen, und man hat halt zwei Teile, zwischen denen man dauernd hin und her wechseln muß statt eines Schwamms. Beide zusammen sind immerhin funktionell genauso gut wie ein guter Plastik-Spülschwamm. Und man schmeißt halt kein Plastik weg…. Allerdings habe ich momentan noch von den guten, alten Plastikschwämmen über – ich hatte sonst immer jeden, wenn er für die Küche nicht mehr taugte, fürs Bad genommen. Jetzt nutze ich sie umso länger nur fürs Bad. Dafür kann ich mir den Sonett-Schwamm nicht vorstellen, da muß ich dann mal in mich gehen, wenn’s so weit ist 😉

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Schwammvergleich alt-neu

EDIT im März 2016: leider hat auch in-mich-gehen zu keinem Resultat geführt: ich kaufe wieder Glitzi-Plastikschwämme. Die Stahlwolle behalte ich aber bei, was hoffentlich zu einer (noch) längeren Lebensdauer der Plastikschwämme beiträgt.

EDIT im Januar 2018: ENDLICH- ich habs!!! Stahlwolle plus selfmade-Putzschwamm = zufriedene Fjonka

Dann habe ich noch Putztücher für die Flächen, die habe ich vergessen mit aufs Bild zu packen. Da ich die Dinger viele Jahre lang benutze und wasche, bis sie auseinanderfallen, gab es noch keinen Bedarf, sich was zu überlegen – ich habe die „normalen“ aus dem Supermarkt und ein paar Mikrofasertücher; ein Versuch mit einem Waschbär-Tuch, das ich mal mitbestellt habe, ist gescheitert: obwohl es nichtmal 100% plastikfrei ist, fasern die Nähte schon nach dem 1. waschen aus – hier liegt die schlechte Qualität an der Verarbeitung, nicht am Material. Ich freue mich schon drauf, wenn ich die Dinger guten Gewissens wegschmeißen kann *g* Schade! EDIT im März 2016 meint: ich bin wild entschlossen, die Nähte nachzunähen. Aber nochmal kaufen würde ich die Teile trotzdem nicht. Äppelken hat mit zum testen ein Bambus-Tuch geschickt, das ist prima, das wird wohl das „Tuch der Wahl“, wenns um Nachschub geht.

Geht zu Einab, als Beispiel dafür, was ohne viel Aufwand aber mit ganz ein wenig Bereitschaft zum leiden möglich ist 😉


Aussortiert: ein Pfanneisen, mit dem wir Beide nicht so gut zurechtkommen. Pfanneisen braucht man laut Liste in Satrup für die Flüchtlinge auch noch. Also werde ich das am nächsten Donnerstag zum Treffen mitnehmen.

Kleinvieh

KilianHuch – ein anderes Bild!? Ja, denn ich wollte mal zeigen, was noch erscheint, wenn ich als Bildersuche in meiner Mediathek hier bei wordpress „klein“ eingebe, um das Kleinvieh-Bild zu finden – mein Katerchen Kilian, möge er in nordischen Landschaften auf Volkers Schoß sitzen, zusammen mit meinem Oedi, und sich bekraulen lassen (Ja, ich weiß, das ist jetzt ein wenig „insider“, aber es floß mir so in die Tasten, und sollte es irgendwie doch weitergehen, wenn hier fini ist, dann wünsche ich meinen Lieben wirklich sehr, daß es so ähnlich sein möge, da, wo sie jetzt sind)

Aber zum Thema, zum Kleinvieh!

Ich las hier, daß sich Kartoffelschalen hervorragend zum putzen eignen, und ich habe einen Feldversuch gestartet 😉 Es hat ein Weilchen gedauert, weil ich ja den Titel „faulste Köchin der Welt“ trage. Also koche ich eh selten, und wenn es Kartoffeln gibt, dann allermeistens mit Schale. Aber nun wollte ich Kartoffelplätzchen machen, und dafür müssen die Knollen nunmal geschält werden, also auf zum Test!

Ganz nach Rezept habe ich also meine Spüle und den Wasserhahn ordentlich eingerieben und dann gewartet. Die Hoffnung war, die sensiblen Stellen mal ordentlich zum blitzen zu bringen – denn eine Grundsauberkeit ist eigentlich vorhanden. Rund um den Wasserhahn und in den gerundeten Fugen sowie in den Abtropfdellen aber setzen sich immer wieder Kalkreste ab. Und der Wasserhahn selbst ist auch nach dem putzen nie wirklich blitzend, keine Ahnung, wieso.

Kartoffelschalen und -schmier ;-)

Kartoffelschalen und -schmier 😉

Nach einer Viertelstunde habe ich dann erstmal die ganzen Schalen entfernt (Tipp: unbedingt ein Abflußsieb einlegen, auch beim einreiben. Kartoffelschalen im Abfluß sind nicht so der Hit) und dann ausgespült. Erst war ich enttäuscht. Das war überhaupt nicht anders als sonst, die Ränder genau da und genau so, wie sie vorher waren. Also den Edelstahlschrubber (edit: sowas ähnliches wie Stahlwolle) genommen, und hinterhergeschrubbt – und jetzt wurde ein Effekt sichtbar: das ging ab, und es blieb auch nach dem trocknen weg (was sonst eher nicht der Fall ist)

Und besonders der Wasserhahn war nicht wiederzuerkennen – der blitzt jetzt!

funkelfunkel

funkelfunkel

Der Test war also durchaus erfolgreich, ich kann Kartoffelschalen besonders für Armaturen empfehlen! Vielen Dank für den Tipp, das werde ich weiter nutzen, wenn es Kartoffelschalen gibt:-)

Verlinkt bei Einab – auch wenn das ein wenig doppeltgemoppelt ist; bwei mir gibt es zusätzlich Fotos; ich hoffe das ist okay….


Aussortiert: Eine Erinnerungsstützen-Postkarte, die ich als Erinnerungsstütze nicht mehr brauche.

Kleinvieh

KleinviehIch habe es getan! Nach vielen Jahren des verschiebens, nach Ausreden (mir selbst gegenüber) und Zweifeln habe ich es getan. Und es hat keine zehn Minuten gedauert!

Ich habe nämlich

die Träger eines BH gekürzt! Selbst, mit der Hand (denn dafür die Nähmaschine aufzustellen, einzufädeln, nachher wieder wegzupacken – da merkte ich, daß ich beim Gedanken daran schon fast an der Mülltonne war…)

Abschneiden, Stück wegschneiden, neu entstandenes Ende durch die Halterungen fädeln, umklappen, festnähen. War gar nicht schwierig 🙂 Das werde ich in absehbarer Zeit noch mehrfach wiederholen (müssen), weil es nämlich immer dasselbe ist: diese ollen Träger leiern aus und sind irgendwann auch in kürzester „Einstellung“ noch zu lang. Und aus diesem Grund liegen schon mehrere BHs jahrelang im Schrank rum. Die zwei, die passen, schleißen jetzt auf, und so hieß es entweder aufraffen oder neukaufen, was ja auch nicht so einfach ist.

Das ist wirklich ein Grund, wiedermal – und diesmal sehr stolz – zu EinAb zu verlinken. Und dabei mal anzumerken: Ohne EinAb bzw das gute Beispiel Derer, die das ins Leben gerufen haben, hätte ich mich niemals dazu aufgerafft, mich der ollen Dinger anzunehmen. Kleinvieh macht Mist, und drüber zu schreiben, bringt was! 🙂


Aussortiert: ein Schoko-Fondue. Geschenkt bekommen, einmal benutzt- schmeckt gut, aber wie oft macht man das??? Eigentlich eher selten… wo wir doch nichtmal normales Fondue so oft machen, wie wir eigentlich Lust drauf hätten. Darf sich Jemand anders drüber freuen

Kleinvieh

KleinviehIch habs versucht. Ich habe unseren Bio-Fleischlieferanten vom Hof Spannbrück darauf angesprochen, ob wir unsere Fleisch-Lieferungen nicht in weniger oder ohne Plastikverpackung bekommen können.

Ich hatte mir schon gedacht, daß es gerade bei Fleisch aufgrund der Lebensmittelvorschriften schwierig werden würde. Genau so ist es auch. Dosen mitgeben – geht nicht. Sachen nicht einpacken – geht nicht (was klar ist). Dann hab ich noch angeregt, wenigstens die Leber-, Tee- oder Fleischwürste, die ja eigene Pellen haben, nicht noch extra zu vakuumieren. Tja, und da sagte er mir, daß er das auch früher nicht getan habe und auf Wunsch von Kunden damit begonnen habe, denen das sonst – tataaaa –  zu unhygienisch vorkam. Schwierig! Denn dem einen einzuschweißen, dem anderen nicht – das ist nun auch wieder nicht möglich, das sehe ich ein.

Was wir einzig tun können: unsere Würstchen, Steaks etc nicht portionsweise bestellen wie bisher. Will heißen: wir bestellen nun unsere 6 Steaks nicht à 2 Stück, sondern im Sechserpack und räumen daheim vor dem einfrieren in Zweierportionen in Dosen oder wiederverwertbare Tüten um. Und das werden wir von nun an auch tun.

Immerhin. Wieder ein wenig Plastik eingespart. Und die Welt ein wönzöges Bösschen vörbössört *g* Und deshalb wird dies hier auch bei der August-EiNab verlinkt.


Aussortiert: mehrere Notizbücher. Ich bekam just ein sehr hübsches geschenkt, und ich benutze eh fast nur Rückseiten von bedruckten Blättern als Zettel. Also muß ich nicht weitere vier Notizbücher aufbewahren bis irgendwann. Ab in den Sozialladen.

Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema: der gottverd*** Trinkhalm und andere Tücken des ausgehens.

Seit ich versuche, weniger Müll zu produzieren, passiert mir wahlweise dies:

  • ich sitze in der Kneipe/ im Restaurant und bestelle mir eine Apfelschorle. Die Apfelschorle kommt. Ich denke: „Sch***, ich habs schon wieder vergessen!“, zupfe einen Plastik-Strohhalm aus dem Glas und fische nach den Eisbrocken, die ich im Aschenbecher ablege. Müll und sinnlose Energieverschwendung (ich hasse eiskalte Getränke!)

oder dies:

  • ich sitze in der Kneipe/ im Restaurant und bestelle mir eine Apfelschorle. Ich sage „aber bitte keinen Strohhalm und kein Eis“ und lächle freundlich. Die Bedienung guckt mich an, als käme ich vom Mars und sagt „haben wir eh nicht“

Sehr selten denke ich an mein Sätzlein und bin glücklich, deshalb einen Halm und zwei Eiswürfel eingespart zu haben…. aber ich übe weiter! 😉

Andere Dinge sind einfacher:

  • auf dem WC wische ich meine nassen Hände nach dem waschen an der Hose ab, statt Einweghandtücher  oder diese Hand-Föhns zu benutzen.
  • „Das Eis? Im Hörnchen, und nein, kein Löffel dazu, bitte!“
  • „Kann ich bitte den Cocktail ohne nichteßbare Deko bekommen?“ (auch daran muß man natürlich erstmal denken, wenn man bestellt) Ein zugegebenermaßen seltener Satz, da ich vielleicht 2x im Jahr einen Cocktail trinke. Aber man kann ihn leicht verändert auch in der Eisdiele recyceln 😉
  • Das Brötchen, das ich mir beim Bäcker für die Arbeit kaufe, verlange ich ebenso wie das süße Mandelhörnchen oÄ grundsätzlich „auf die Hand“. Eine Tüte brauchts da nicht
  • Zum Bäckerwagen, der sonnabends bei uns hält, gehe ich mit der von einer Freundin selbstgenähten und schön bestickten Stofftasche, wenns mal mehr als die üblichen zwei Brötchen plus Brot sein soll
  • Papierservietten im Restaurant bleiben grundsätzlich unbenutzt. (Wenn sie im Spender sind, ist das wahrscheinlich sinnvoller, als wenn sie neben dem Teller liegen – ich schätze, dann werden sie auch unbenutzt weggeworfen)

Ein sehr schwieriger Fall ist unser Dorfimbiß. Bei der telefonischen Vorbestellung dran zu denken, darum zu bitten, daß sie die 2 Portionen Pommes bitte nicht in gefühlte anderthalb Rollen Alu einpacken, ist eines – und gelingt mir auch nicht immer, aber meistens. Dort angekommen die 2 Portionen Pommes tatsächlich ohne Alu zu bekommen, ist mir allerdings erst ein einziges Mal gelungen (ich beschrieb diesen Triumph in einer andern Kleinvieh-Folge *g*)….. immerhin ist der Ketchup für den Herrn F. draufgekleckert und nicht im Plastiktütchen …

Und kennt Ihr schon die neue Mode, im Restaurant das Besteck in einer völlig überflüssigen Papiertasche auf den Tisch zu legen? Erst gabs das nur in einem einzigen Restaurant in Flensburg – jetzt aber weiß ich schon drei! Zweckfreier Müll, gegen den man sich nicht wehren kann.

Oder frühstücken auswärts. Man weiß nie vorher, ob es Portionspäckchen mit Butter/ Marmelade etc gibt – da lobe ich mir Frühstücksbuffets: da muß ich manchmal verzichten, aber es gibt doch meist genügend Dinge, die nicht portionsweise verpackt sind.

Richtig tückisch war jahrelang mein Mittagspausen- Macchiato: immer gab es eine in Plastik eingeschweißte Mandel in Kakao dazu. Ich mag die Dinger aber so gern, daß ich sie jeden einzelnen Tag mit schlechtem Gewissen gegessen habe. Seit einigen Wochen nun ist alles anders: jetzt gibt es ein unverpacktes Amarettini! Ich hörte zufällig ein Gespräch mit – der Grund war nicht der Müll, sondern, daß es die Mandeln nicht mehr gibt….. na, das Ergebnis zählt! 🙂

Wird verlinkt bei der Juli-Ausgabe von Einab

Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema den Schweinehund in Ruhe lassen

Es gibt einige Dinge, die ich – nur ungern Hausfrau seit jeher – nicht mag. Dazu gehört ganz entschieden auch „nähen“. Ich besitze eine Nähmaschine, aber alles in mir sträubt sich, sie zu nutzen. Dementsprechend siehts dann auch aus, wenn ich doch mal versuche, einen Flicken aufzusetzen oder ähnliches. Nun ist es so, daß die meisten Kleidungsblessuren bei mir echte Verschleißerscheinungen sind. Und wenn das T-shirt dann am Kragen ausfranst, ist es im Nacken eh schon hauchdünn. Zum Beispiel. Dann lohnt reparieren eh nicht mehr, das Shirt wird zum Draußen- oder Schlaf-T-shirt und kommt dann irgendwann weg. Soweit alles kein Problem. Was aber, wenn es dann doch mal doof wird? Soll ich meine Strickjacke wegwerfen, weil die Stoffbänder um die Ärmelbündchen sich auflösen? Und soll meine Lederhose in den Müll, wenn die Naht zwischen den Beinen aufgeht oder der Reißverschluß die Biege macht?

Solche Fälle lagen bisher bei mir lange rum, weil ich meinte, ich muß, muß, muß die jetzt aber reparieren! Aber ich habs nicht getan. Monatelang konnte das so gehen. Bis sich irgendwann vielleicht mal eine Freundin erbarmt hat (was ich aber ungern annehme, weil ich mich nicht wirklich revanchieren kann) oder ich dann doch beschlossen habe, wegzuwerfen. Jetzt aber habe ich eine für mich gute Möglichkeit gefunden, die Sachen weiternutzen zu können: ich geb sie nämlich ganz einfach zur Schneiderin im Nachbardorf! Das kostet gar nicht soooo viel Geld, und ich bekomme die Sachen qualitativ prima repariert zurück. Meine oben erwähnte Strickjacke zum Beispiel hat neue Bündcheneinfassungen aus farblich passendem, weichem Leder bekommen – das wird länger halten als die Stoffbänder vorher. Und die Lederhose ist wieder ebenso gut wie vorher.

Eine gute Lösung für mich, und so schön einfach! Die grösste Schwierigkeit ist, Jemand zu finden, der/ die’s gut macht. Die meine ist Meisterin, und so sieht auch aus, was ich zurückbekomme. Der innere Schweinehund wird nicht überwunden, aber das wurde er vorher auch nicht – und ich spare Müll und Nerven, ganz im Sinne von einem nachhaltigen Umgang mit mir selbst und der Welt um mich herum.

Verlinkt bei „Fix it“, einer Linkparty zum Thema „reparieren“ (auch wenns nicht selbstrepariert ist!)

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KleinviehHeute zum Thema „Es werde Licht“

Im Zuge unseres Ofenbaus haben wir auch unseren Teppich reinigen lassen, und als wir den vor einer Woche zurückbekommen und ausgelegt hatten, sollte der Halogen-Deckenfluter wieder an seinen alten Standplatz. Ich hebe das Dingen an – und das wars! Unten, das Gegengewicht im Fuß, war Beton – und der bröckelte nun in Teilen aus dem Fuß, was zur Folge hatte, daß der Deckenfluter nicht mehr stehen konnte.

Okay, das Dingen hatte locker seine 15 Jahre auf dem Buckel. Damals, ich weiß es noch, hat es den vorherigen, dessen Dimmer nicht mehr ging, ersetzt. 69,90 beim Bauhaus, auch das weiß ich noch, weil ich dachte „Holla, sind die teuer geworden“ – der davor hatte 29,90 gekostet …. also letzte Woche wieder ab zum Bauhaus, und mit Schrecken festgestellt:

  1. gibt es ausschließlich silberne Deckenfluter (kein einziger irgend andersfarbiger, vor allem kein schwarzer – den hätte ich nämlich gewollt), und
  2. gibt es nur noch LED-Deckenfluter.

Und jetzt beginnt die „Kleinvieh“-Thematik:

Es ist nämlich so, daß LED-Birnen wesentlich weniger Energie brauchen, auch als die neuen Halogenstrahler-Birnen, die immerhin schon 30% weniger brauchen als die alten. ABER: ich kann und kann nicht einsehen, daß ich sozusagen genötigt werde, mir eine Lampe zu kaufen, die ich in den Müll werfen muß, wenn das Leuchtmittel kaputtgeht! Nun höre ich schon die Industrie schreien „Neinnein, LED sind sooooo langlebig, da passiert nichts, die halten ja ewig

Dazu kann ich einerseits aus der Vergangenheit berichten: erinnert sich noch Jemand an Energiesparlampen? Die die Glühbirnen ersetzten, als LED noch nicht ausgereift waren? Ja, die mit dem Quecksilber drin, die ja soooo umweltfreundlich waren und nahezu ewig halten sollten? Es gibt sie immer noch, aber seit die LED recht okay sind, fristen sie ein Randgestaltendasein. Zu Recht, meiner Meinung nach: Ich habe mehrere Lampen von Glüh- auf Energiesparbirnen umgerüstet, als die Glühbirnen kaputtgegangen waren. Und von den ach so langlebigen Energiesparlampen hat gerade mal eine einzige länger als 3 Jahre durchgehalten, während viele der (schon Jahre länger in den Fassungen sitzenden) normalen Glühbirnen immer noch unverdrossen vor sich hinleuchten. Und nein, es waren nicht die billigen vom Discounter.

Andererseits waren wir heute im Lampen-Fachhandel. Der Mensch dort, der wirklich mit allerhand Wissen aufwarten konnte, hat uns versichert, daß nach allem, was bisher bekannt ist, die LED-Strahler (Zitat:) „10, vielleicht sogar 15 Jahre alt werden können. Erfahrungswerte gibt es natürlich noch nicht, so lange gibt es die ja noch nicht“. Okay, aber selbst wenn ich Vertrauen habe, und wenn die LED-Technik 10 Jahre funktioniert – dann habe ich noch immer nach 10 Jahren eine ganze Lampe im Müll – während (beispielsweise) der dimmerlose oben erwähnte 29,90-Strahler immer noch in einem anderen Raum, in dem nicht gedimmt werden muß, seinen Dienst als Putz-Grundbeleuchtung tut. Oder des Herrn Schlafzimmerlampe aus den 60er-Jahren tadellos leuchtet, seit etwa 50 Jahren, und ich nehme an, daß sie das auch noch in den nächsten 20 Jahren tun wird. Dann mit LED-Birnen drin, die man auswechseln kann. Mein oben genannter Deckenfluter ist mit seinen 15-20 Jahren übrigens ein sehr kurzlebiger Vertreter der Spezies „Lampe“, denn wenn ich in der Wohnung rumgucke, dann haben sehr viele meiner Lampen mehr als 20 Jahre auf dem Buckel! Als ich dies (verkürzt! Ich wollte den armen Mann ja nicht quälen *g*) dem Verkäufer sagte, war er von dem Gedanken ziemlich verblüfft, daß sich Jemand Gedanken über eine Lampe im Müll in 10 Jahren machen könnte …. er hat aber immerhin geschaltet und uns erzählt, daß es bei ihnen noch Hersteller im Programm gibt, die auch noch Halogen-Fluter herstellen. Und so einen – nicht in schwarz und für fast 300 statt 69,90 Euro, aber immerhin mit austauschbarem Leuchtmittel – haben wir uns dann letztlich bestellt…..

Nun sind Wand-, Decken- und normale Stehlampen nicht gar so kompliziert, weil nach wie vor auch mit Steck- oder Drehfassungen zu bekommen, die man dann entweder mit konventionellen, mit Halogen- oder mit LED-Birnen bestücken kann. Aber auch solche Lampen haben wir mit nicht austauschbaren Leuchtmitteln im Bauhaus gesehen – alles potentieller Viel-Schneller-Müll als Lampen, bei denen man tauschen kann.

Ich finde ja schon länger, daß die Reduktion von Umweltschutz auf  CO2-Sparen völlig verrückt ist. Insofern ist dies nur ein gutes Beispiel dafür, wohin es führt, wenn energiesparen – eigentlich ja ein gutes Ziel – zu kurz gedacht wird. Man kauft ein Produkt, auf dem ein prima „Energieeffizienzklasse A++“- Schildchen prangt und hat sein gutes Gewissen: toll, Energie gespart!!! Aber an die Herstellung, den Transport (im Lampenbeispiel auch der Nachfolgerlampe), den Müll nach Ablauf der (im Beispiel viel kürzeren) Lebenszeit des Produktes, daran wird nicht gedacht, und darüber verliert auch in der ganzen leidigen Energiespardiskussion selten Jemand ein Wort. Dieses nachdenken vermisse ich seit langem zB auch, wenn es um den Vollwärmeschutz von Häusern geht, der überall fast schon aufgezwungen wird: kein Wort von dem nötigen Algenschutz (GIFT!!), von der Lebensdauer von etwa 20 Jahren, davon, daß das ganze danach Sondermüll ist. Nein, Industrie und Regierung schreien „CO2-Einsparung“, und das wars auch schon….

Vielleicht wisst Ihr ja noch mehr Beispiele – und denkt beim nächsten Lampenkauf ein paar Jahre weiter 🙂

Verlinkt beim Juni-Einab. Findet diesen Monat bei Zora statt – BienenliebhaberInnen ruhig mal blättern, die war wwoofen beim TBH-Imker und hat jetzt selbst eine TBH mit Bienen – ich warte schon sehnsüchtig auf neue Berichte! 🙂


Übrigens: der alte Halogenstrahler hat ein Zweitleben als Terrassen-Lichtschale bei der Freundin des Nachbarn bekommen. (Den Fuß brauchts dafür nicht, wird in die gartenerde gespießt) Das ginge mit den LED-Dingern auch nicht, die sind ja Designer-Schicki-flach, nicht schüsselförmig. Nur nebenbei bemerkt.

 

 

Kleinvieh, oder: Fidibus, ganz ohne Hokuspokus!

KleinviehKurz nachdem ich mich gestern so über das Reh geärgert hatte – ich war sogar noch oben am Computer – hat es geklingelt. Es war der Ofenbauer – er hatte die offene Tür gesehen, und er wollte man gucken, ob wir denn auch zufrieden sind und wie weit es schon mit dem trocknen des Ofens ist.

Wir sind zufrieden! Der Ofen gefällt uns täglich besser. Und dann – dann!!!! Dann haben wir ein Probefeuerchen gemacht!!!! Und das dürfen wir jetzt immer mal ruhig abends tun. Noch keinen richtigen Abbrand. Aber ein Probefeuer:

Anheizklappe auf, Zuluftgitter auf, etwas Kleinholz, vier, fünf Scheite obendrauf (später, beim richtigen heizen, werden das auf einmal 10 Kilo sein, also um die 10-11 Scheite!), anzünden. Kurz die Türe angelehnt lassen, bis es gut anbrennt, dann gucken. Wenn es ordentlich brennt, die Anheizklappe schließen – und brennen lassen. Unten das Gitter (unterm Schamott im Boden des Feuerraums) wird erst geschlossen, wenn 2/3 weggebrannt sind und fast nur noch Glut da ist.

Was soll ich sagen? Schön, das! 🙂

Und während wir so Käffchen haben und zugucken und schnacken, gehts ums anzünden. Bisher haben wir das mit 2 Blatt Zeitungspapier und Buschholz gemacht. Aber das mit dem Zeitungspapier ist nicht so gut, gibt zu viel Asche. Besser sollte man Anzünder nehmen, aber das will ich nicht. Die meisten sind Chemie pur (es gibt auch die Öko-Version), alle sind verpackt. Ich hatte mir überlegt, aus dem Schmutzwachs, das beim wachsklären anfällt (und das bisher im Müll gelandet ist), „mit irgendwas“ Fidibusse selber herzustellen. Zu sammeln hatte ich schon begonnen! Aber mit was? Die Küchentücher aus Papier vom auswischen des Topfs hatte ich aufgehoben, aber Küchentuch kaufen, um dann Fidibusse draus zu machen? Neeee, wirklich nicht. Holzwolle wäre klasse, aber woher nehmen?

Ja, woher?

Daher!

:-)

🙂

Kein Wort hat er verlauten lassen, der Ofenbauer! Aber als ich später nochmal in den Wintergarten ging (die Tür war ja offen), da stand da dieser Sack mit Holzwolle!!!! Mann, hab ich mich gefreut!!! 🙂 Und bin natürlich gleich nach oben gewetzt, um die restlichen Zutaten zum ausprobieren zu holen:

Schmutzwachs schmelzen (das geht übrigens auch mit Kerzenresten - Tipp für Leute ohne Bienen, aber mit Ofen

Schmutzwachs schmelzen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Die Ausbeute

Die Ausbeute

Dolles Ding, das! Ich muß noch ein wenig an der Technik arbeiten. Man kann erkennen, daß einige Fidibusse Knoten haben – das ist prima, wenn man längere Fasern hat: nicht so viel, was runterfällt *g* Ich bin gespannt, wie die selfmade- Konsum-und-Chemiespar-Fidibusse sich bewähren. Da wir jetzt ja anfeuern dürfen, werde ichs bald wissen 🙂

Übrigens: da ich noch nicht genug Schmutzwachs gesammelt hatte, hab ich einen Stumpenkerzenrest (Paraffin) dazugenommen. Geht natürlich ebensogut, und ist eine Art, recht sauber und müllsparend die Kaufkerzen-Reste zu verwerten. Da damit dieser Tipp auch für Ofenbesitzer umsetzbar ist, die keine Bienen haben, werde ich ihn bei Einab verlinken.

Hätte ich nicht den Sack vom Ofenbauer bekommen, hätte ich bei unserer Tischlerei nachgefragt. Oder die Inlets der Klopapierrollen benutzt: längs in 2cm breite Streifen reißen, aufrollen, mit Wachs tränken. Geht auch, ist bloß nicht ganz so aschesparend (was für einen Kaminofen ja völlig egal ist)


Falls ich mal Sägespäne kriege, hier noch, was das Äppelken in einem Kochbuch(!) entdeckt hat, ein Rezept für Holzanzünder nämlich. Ich zitiere aus ihrer mail:

Anleitung zur Herstellung von Holzanzündern aus Wachsresten:
Man braucht Sägespäne und Wachsreste im Verhältnis 1:4.
Wachs schmelzen, Sägespäne einrühren. Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (die möglichen, Müll sparenden Alternativen dazu kennt ihr ja alle, ne?) streichen, erkalten lassen. Platte in Stücke mit etwa 4-5 cm Seitenlänge schneiden oder einfach in Stücke brechen. Fertig. 🔥

Danke Dir, das liest sich sehr prima!


Und noch eine Idee, fiefhusen nutzt  alte Staudenstengel