Kleinvieh

KleinviehHeute mal wieder zum Thema „Haare“, und zwar deshalb, weil ich doch nochmal auf die Bürstensache zurückkommen muß: wer hier länger mitliest, weiß: meine normalen Haarbürsten (lackiertes Holzgerüst, Draht“borsten“ in Plastik) machten schlapp, und getreu dem Motto: wenn was neues, dann umweltfreundlicher begab ich mich auf die Suche nach der besseren Bürste. Das stellte sich als garnicht so einfach heraus, weil ich ein wenig Bange hatte, meine leicht verknotenden Haare eventuell vergeblich von Naturbürsten entfilzen zu lassen (wer weiß, daß so eine Naturborstenbürste schnell mal über 20 Euro kostet und dann natürlich nicht mal eben im Laden ausprobierbar ist, der weiß, warum ich mich vor dem Test scheute). Dann kamen die Haare ab – ein idealer Zeitpunkt zum umstellen – und natürlich fand ich von dem Moment an nirgends mehr Naturborstenbürsten … Murphy grüßt schön …. Wochen später kam Steffi zu Besuch – und fand eine Wildschweinborstenbürste auf dem Markt. Die hat sie mir mitgebracht, und ich dachte: Na prima- haste wieder für die nächsten 3 Jahre Ruhe. Mein Fazit nach vielleicht 14 Tagen lautete:

Meine Bedenken haben sich als halbrichtig herausgestellt. Tatsächlich komme ich zum normalen morgendlichen bürsten bestens zurecht. Auch verfilztes ist kein Problem, weder morgens noch nach der Wäsche. Aber: nach dem waschen kriege ich einfach keinen Scheitel hin! Ich war gewohnt, mit der Drahtborstenbürste alle Haare nach hinten zu kämmen – und schon fiel ein Scheitel einfach so auseinander! Das geht jetzt nicht mehr… Manchmal ist es dann ja doch zu etwas gut, wenn frau aufhebt und nicht sofort aussortiert… meine Lösung: es liegt seit Jahrzehnten (ehrlich!) noch ein roter Plastikkamm bei mir rum, der schon auf der Wegwerf-Liste stand.

Aaaaaber. Leider hat sich herausgestellt, daß die heftige elektrische Aufladung der Haare beim bürsten nicht, wie ich gedacht hatte, dem zu dieser Zeit wochenlang über Angeln liegendem Hochdruckwetter geschuldet war. Nein, das blieb so, und außerdem merkte ich, daß die Borsten leider wirklich sehr schnell fettig wurden – und von ihnen dann meine Haare. Ich habe die Bürste dann gesäubert, aber das hielt bloß kurze Zeit vor und war noch dazu recht schwierig zu bewerkstelligen. Und zugunsten einer Bürste öfter Haarewaschen? Nein, das will ich auch nicht (und wäre auch kontraproduktiv im Sinne des Umweltgedankens) Ebensowenig habe ich Lust, wöchentlich meine Bürste zu säubern (und mit säubern meine ich nicht „Haare raus“, das mach ich eh nach jedem bürsten) Ich ging also wieder auf Bürstensuche, beschließend, daß diese eigentlich ja tolle Haarbürste fürs obere Bad super wäre (in dem ich mich immer mal zwischendurch bürste) nicht aber für „jeden Tag und nach dem waschen“. Es dauerte diesmal nicht gar so lange, daß mir ein Waschbär-Katalog ins Haus flatterte. Waschbär beantwortete mir, was weder unser hiesiger Bioladen noch der Bürsten-Spezialladen (Fachgeschäft kann man dan wohl nicht sagen, wenn sie so schlecht über ihre Waren Bescheid wissen….), den es seit kurzem in Flensburg gibt, mir sagen konnten: aus welchem Material ist bitteschön der Borstenträger für Eure Holzborstenbürsten? Bei der Bürste, die ich mir nun also gekauft habe, handelt es sich da um Naturkautschuk. Steht im Katalog. Im Netz leider nicht.

Von Holz-Plastik-Draht über Holz-Wildschwein zu Holz-Naturkautschuk-Holz

Von Holz-Plastik-Draht über Holz-Wildschwein zu Holz-Naturkautschuk-Holz

Diese Bürste habe ich jetzt länger getestet, bevor ich etwas dazu schreibe 😉 Und was soll ich sagen? Immer noch genauso gut wie die Drahtbürste. Scheitel-geeignet, leicht zu säubern und ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Nun kann ich bloß hoffen, daß das mit dem Naturkautschuk nicht auf irgendeine andere, mir noch nicht bekannte Art wieder ganz fürchterlich ist. Man kann ihn wohl umweltverträglich gewinnen – oder nicht. Und das ist bei keiner Stelle ausgewiesen, bei der ich bisher Bürsten mit Kautschuk gesehen habe – denn wenn man erstmal weiß, daß das Zeug Naturkautschuk heißt, kann man durchaus auch günstigere Orte im Netz zum Einkauf finden als den Waschbären. Ein Beispiel findet Ihr, wenn Ihr den Link anklickt. Ich bin jetzt versorgt für die nächsten Jahre, aber vielleicht hilft es Jemandem… Diesen Beitrag werde ich wieder bei der Linksammlung von Einab einreichen. Ich habe mal die vom letzten Monat verlinkt (jeden Monat am 10. gehts in einem anderen Blog weiter), weil dort in den Kommentaren unglaublich viele Tipps und Gedanken zusammengekommen sind – lohnt sich, die mal durchzugucken!

Kleinvieh

KleinviehDaß man auf die allereinfachsten Sachen nicht von allein kommt….: unser Vanillinzucker ist aus. Ich habe Zucker in ein Glas gefüllt, ein paar Stücke Vanilleschote dazugetan, warte nun vierzehn Tage (den nächsten Vanillezucker brauchen wir eh erst wannweißichmal *g*) und habe auf ewig guten Vanillezucker. Doll.

Müllfrei, billig, besser:

  • Besser: Vanillezucker. Nicht Vanillinzucker: Vanillinzucker ist mit synthetischen Aromastoffen. Mein Vanillezucker ist „echt“.
  • Müllfrei: Im Laden gibts das in Papiertüten, mehrere zusammen in Plastik. Das spare ich mir jetzt.
  • Das ganze hätte ich sogar mit einem weiteren potentiellen Müll herstellen können: der bereits ausgekratzten Vanilleschote. Wir brauchen bloß nie Vanilleschoten, deshalb habe ich eine unausgekratzte, die da lange schon rumlag genommen.
  • Billig: Und wenn man den Berichten, durch die ich auf diese supereinfache Idee gekommen bin, glauben kann, kann man den Zucker eeeeewig immer wieder nachfüllen.

Danke an foolfashion, die Ideengeberin.


Aussortiert: weitere Fliesenreste. In einem anderen Kellerregal gefunden. Wo kommen die bloß alle her????

Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema „Natural born Minimalistin

Letztens kam im BookCrossing-Thread zum Thema „Kleinvieh“ die Rede auf Baumwollpads. Man tauschte sich aus darüber, wo es die in Bio gäbe. Ich las das in der Mittagspause und fragte mich, wozu man wohl Baumwollpads brauche – als ich abends heimkam, hatte sich diese Frage dort schon geklärt, weil Jemand berichtet hatte, sie brauche keine, da sie sich mit Waschlappen und Seife abschminke. Abschminken!!! Wie Schuppen fiel mir von den Augen, daß ich in einem weiten Feld ungeschlagen umweltfreundlich und minimalistisch, müll- und konsumvermeidend bin, ohne daß es mir je aufgefallen wäre – im Feld der Kosmetik.

Ich bin nämlich ungeschminkt. Immer schon. Ganz ohne mir je groß Gedanken darüber gemacht zu haben. Und der einzige Grund ist Faulheit. Ich wüsste einfach nicht, wozu ich mir morgens früh freiwillig weitere Minuten im Bad aufbürden sollte.

In meinem ganzen Leben war ich bisher genau einmal geschminkt. Professionell. Es sah gut aus: man sah nichts, aber es sah aus, als hätte ich supergut geschlafen, wäre frisch verliebt und hätte auch sonst nur Gutes erlebt und mir mein Lebtag noch nie Sorgen gemacht 😉
Na gut, das ist ein wenig übertrieben, aber Ihr wisst schon, was ich meine…. Der Preis dafür war: ich durfte mir nicht mehr die Augen reiben, damit auf den Lidern nichts abgetragen wurde. Wenn es mich juckt – nicht kratzen, sonst gabs Schmier an den Händen! Und die Haut fühlte sich an, als käme keine Luft mehr bei ihr an – ein wirklich scheußliches Körpergefühl, das dazu führte, daß ich gerade mal drei Stunden ausgehalten habe (ja, klar, das ist sicher Gewohnheit. Aber ich fands halt schrecklich!) – so lange, bis ich Volker bewiesen hatte, daß er gar nicht unbedingt merkt, wenn Jemand gut geschminkt ist….. denn das war der Sinn der Sache: er hatte mir einfach nicht glauben wollen, daß man eben nicht immer gleich sieht, ob Jemand geschminkt ist. Nun war nix mehr dran zu rütteln: anderthalb Stunden hatten wir gesessen und geschnackt – und nichts war ihm aufgefallen. Dann fragte ich nach: Sagmal, wie, findest Du, sehe ich heute aus? „Wieso? Wie immer“ war die Antwort.
Das zum Thema ausgeschlafen und frisch verliebt und…. *g* Das sah dann wohl nur der sensibilisierte Blick…..
Damit ich aber so (also wie immer…..) aussah, hatte Jemand, der sich mit dem ganzen Zeug richtig auskannte, mehr als eine Viertelstunde an mir herumgeschraubt!
Näh!
Keine Farbe im Haar, kein Puder, keine Grundierung, keine Tönungscreme, keine Dauerwelle, kein Mascara oder Lippenstift und auch nicht dieses Unaussprechliche, das auffe Arbeit im Laden hängt, von dem ich aber nach wie vor nicht weiß, wofür man’s nimmt*
Übrigens bin ich seit jeher eher selten ausgeschlafen, frisch verliebt und sorgenfrei. Erst recht nicht gleichzeitig. Und ich sehe genau so alt und besorgt und alltäglich aus, wie ich bin. Aber irgendwie stört mich das nicht im geringsten….. Innen kann ich mich häufig überhaupt nicht gut leiden, aber von außen stört mich wenig an mir, das ohne OP zu ändern wäre. Und das wenige stört mich offenbar nicht genug, um meinen Naturzustand aufhübschen zu wollen.

Und so kommt es, daß ich nur wegen ein paar Baumwollpads plötzlich ganz stolz verkünden kann, daß ich noch viel umweltfreundlicher lebe, als ich das je geahnt habe *g* – jede Menge Chemikalien, Plastik, Herstellungsprozesse, verschmutzte Abwässer, Müll – und Geld – gespart! Was übrigens gleich doppelt gilt, weil ich auch noch nie geraucht habe in meinem Leben. Dolles Ding, das! 😉

Denjenigen unter Euch, die mir aber nun aus unerfindlichen Gründen nicht sofort nacheifern wollen 😉 – denen sei gesagt, daß auch für Kosmetik gilt, was schon bei der Zahnpflege angesprochen wurde: auch wer nicht zum selbermachen neigt, kann schon viel tun, indem er auf „bio“ umsteigt. Ersteinmal kann man sich aber hier auf  wirklich einfache Art über die Inhaltsstoffe dessen informieren, was schon im Regal steht. Die „Zutatenliste“ mit zum Computer nehmen, „Dann kann es losgehen – zum Test“ anklicken, und dortdie ersten drei Buchstaben der unbekannten „Zutat“ ins Suchfeld eingeben, schon erscheint eine Kurzbewertung. Um die Bewertungskriterien zu sehen, muß man ein wenig länger gucken: rechts auf der verlinkten Seite sind blaue buttons „Risikosubstanzen“ und „Konservierung“, wer da drauf klickt, findet viele Infos. Danke an den Paradiesapfel für diesen hilfreichen Link

*Concealer heißt das unaussprechliche, ich habe nachgeguckt.


Aussortiert: doch noch ein weiteres paar Schuhe. Das eigentlich wirklich noch gut ist. Aber mir eben auch mit Einlagen zu eng, und die brauche ich inzwischen. Ab in den Container. Morgen. Steht schon bereit.

 

Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema Zähneputzen

Vor einiger Zeit schon bin ich umgestiegen. Es mag jetzt knapp ein Vierteljahr her sein. Ich habe einfach keine neue Tube Zahnpasta mehr gekauft, als die alte leer war, und putzte seither zunächst die Zähne einfach nur mit Natron.
Rein in den Streuer, das Pulver, drauf auf die Bürste und zack.
Anfangs hatte ich ein wenig Probleme damit, daß ich noch nach mehreren Stunden, trotz trinkens und essens, den Geschmack zu merken meinte. Das hat sich gegeben, als ich begann, mir gründlicher als sonst nach dem putzen den Mund auszuspülen.
Natron allein – das ist sicherlich nicht Jedermanns Geschmack. Für mich ists okay, aber als ich mitbekam, daß ravensfruityjoy seit langem mit selbstgemachtem Pulver putzt, fragte ich nach und las, daß sie Meersalz, Kurkuma und ein wenig Pfeffer, alles fein gemahlen, dazugibt. Jetzt schmeckt das zähneputzen indisch, meinte sie. Und daß das Kurkuma wohl die Bürste, nicht aber die Zähne gelb macht und gut fürs Zahnfleisch sei. Das gefiel mir! Aber Meersalz gibt es nur in sehr großen Portionen, und so habe ich ein wenig Kurkuma und Pfeffer in eine kleine Portion meines Natron gemixt. Testweise. Und letztlich, als ich in Kiel war, bin ich zum „Unverpackt“-Laden gegangen und habe auch noch ein kleines Portiönchen Meersalz erstanden und dazugetan. Daß es indisch schmeckt, finde ich nicht. Aber ich mag den Pfeffer, und der Mix schmeckt mir besser als Natron allein. Werde dabei bleiben.
Einziger bisher festgestellter Nachteil: das reisen. Mein Streuer hat keinen Deckel….. auf Reisen muß ich also den Herrn F. um seine Zahnpasta bitten *g*
Im Netz gibt es übrigens auch viele Rezepte für Zahnpasta, aber nuja – keine Lust auf die viele Zubereiterei, und mit Pulver gehts genauso gut.
Wers lieber süß mag: Stevia.
Und wer das frische Mundgefühl nicht missen will: Minze. Ich mochte dieses minzige nie so, aber es gab ja keine Alternative 😉 Da bin ich jetzt also sogar besser dran als zuvor.

Und wieso überhaupt umstellen?
Einserseits, klar, die nun eingesparte Plastikverpackung. Dann aber auch Mikroplastik, das inzwischen in sehr vielen Zahnpasten eingesetzt wird (ja, IN Zahnpasten. Man hat es also im Mund, man hat es im Magen und im Darm, und es ist noch gar nicht klar, ob das wirklich so unheimlich prima und unbedenklich ist, wie die Industrie und Glauben machen möchte) …. und es gibt noch mehr Argumente, warum auch Leute, die keine Lust auf selbermachen haben, zumindest mal über eine Bio-Zahpasta nachdenken sollten (*wink* zum Herrn F.):

Wer seine Zahncreme nicht selber machen will, sollte auf Produkte aus dem Bio-Laden zurückgreifen. Denn in herkömmlichen Zahnpasten sind bis zu 100 verschiedene Chemikalien enthalten, die von Kläranlagen nur zum Teil herausgefiltert werden können und so in die Umwelt gelangen. Zur Schaumbildung eingesetzte Tenside schädigen im Wasser bereits in geringen Konzentrationen Pflanzen und Tiere. Trifft Triclosan, das zur Haltbarkeit eingesetzt wird, in der Umwelt auf basische Flüssigkeiten, UV-Licht oder Wärme, entstehen krebserregende Dioxine und Furane. Diese Dauergifte werden durch Destillation weltweit verbreitet und reichern sich besonders dort an, wo sie aufgrund von Kälte, geringer Sonneneinstrahlung und mikrobieller Aktivität am schlechtesten abgebaut werden können. So gehören die Grönländer inzwischen zu den am höchsten mit langlebigen Umweltgiften belasteten Bevölkerungsgruppen der Welt.

Zitat aus bund.net


Drei Ergänzungen:

Erstens zum Thema Mikroplastik: in den Kommentaren wird erwähnt, daß das wohl in Zahnpasten nicht mehr gefunden wurde, aber in anderen Kosmetika – und da gibts dann auch einen Link zu einer Produktliste.

Zweitens: Eine (mir) neue Alternative gibts beim grünen Einhorn: Kokosöl. Diese Zahncreme ist auch schon bei Einab im Juni verlinkt – mein Pulver ergänze ich jetzt

Und drittens habe ich auf ein kleines Pillendöschen umgestellt, in dem das Pulver jetzt ist. Einfach die feuchte Zahnbürste einmal reindrücken – prima. Und auch das mit dem reisen klappt jetzt unfallfrei 😉

Vierte Ergänzung im Juli: inzwischen hat der Herr F. sich eine Bio-Zahnpasta zugelegt 🙂

Kleinvieh

KleinviehHeute wiedermal zum Thema Haare

Meine Shampooreste sind noch nicht alle, zum festen Shampoo kann ich also noch nix sagen – aber, der Leserschaft sei Dank: ich habe eine neue Haarbürste!

Nachdem meine Haare zum Herbst – Zeit der Schals und damit der filzenden Haaransätze – mal eben 20 Zentimeter gekürzt worden waren, hatte ich mir schon überlegt, ob jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für ein Borstenbürsten-Experiment sein könnte. Meine Befürchtung war ja gewesen, daß ich mit den Naturborsten einfach nicht durchkommen würde. Und nun, wo ich loslegen wollte, lief mir nirgends mehr eine solche Bürste über den Weg…. bis …. bis teff und Graf Olaf zum Sofakonzert anreisten und mit der Malerfreundin zusammen zum countdown vor Konzertbeginn nochmal einkaufen waren. Da erreichte mich ein Anruf vom Wochenmarkt: man habe hier einen Stand mit plastikfreien Bürsten! Holz mit Wildschweinborsten! Ob man mir eine mitbringen solle?

Also, nicht, daß ich meine oben beschriebenen Überlegungen zuvor mitgeteilt hätte – nein, die Drei haben einfach so an mich gedacht, weil ich doch irgendwann davon geschrieben hatte!!! 🙂

Okay, ich also so: Auja. Und dann haben sie mir das Teil auch noch geschenkt!!! Dankeschön!!!!

Nun benutze ichs also seither.

Meine Bedenken haben sich als halbrichtig herausgestellt. Tatsächlich komme ich zum normalen morgendlichen bürsten bestens zurecht. Auch verfilztes ist kein Problem, weder morgens noch nach der Wäsche. Aber: nach dem waschen kriege ich einfach keinen Scheitel hin! Ich war gewohnt, mit der Drahtborstenbürste alle Haare nach hinten zu kämmen – und schon fiel ein Scheitel einfach so auseinander! Das geht jetzt nicht mehr…

Manchmal ist es dann ja doch zu etwas gut, wenn frau aufhebt und nicht sofort aussortiert… meine Lösung: es liegt seit Jahrzehnten (ehrlich!) noch ein roter Plastikkamm bei mir rum, der schon auf der Wegwerf-Liste stand. Den hab ich jetzt für genau die mit der neuen Bürste nicht lösbare Aufgabe rekrutiert -und?

Alles gut! Ich musste kein neues Plastik kaufen, und der Scheitel sitzt!


Aussortiert: eine Haarbürste, Holz mit Plastikeinsatz, in dem die Drahtborsten mit Plastiknubsis obendrauf sitzen. SASSEN – diese Bürste ließ inzwischen bei fast jedem bürsten Borsten, es war dringend Zeit… in den Müll damit!

Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema „Arbeitswelt“

Letztens habe ich gelesen, daß Thermopapier, wie es in den meisten Bonrollen von Kassen und EC-Geräten genutzt wird, wesentlich umweltschädlicher ist als normales Papier. Seither frage ich auffe Arbeit immer die KundInnen, ob sie einen Extra-EC-Beleg brauchen, statt ihn, wie zuvor, standardmäßig einfach auszudrucken. Und siehe da: es sind sicher 90%, die den eh nicht brauchen (Edit Juni 2015: ich habe dies beibehalten, obwohl unser neues EC-Gerät es mir schwer macht: bei dem kommt nämlich der Kundenbeleg automatisch raus, solang man nicht SEHR fix auf ein Köpfchen drückt, das dem Gerät sagt. „KEINEN Kundenbeleg drucken!“ Man muß jetzt SOFORT nachdem der Kunde seine Geheimzahl eingetippt hat, fragen, ob ein Beleg nötig ist – sonst ists schon zu spät! Was natürlich zur Folge hat, daß ich inzwschen die Einzige bin, die überhaupt noch den Kundenbeleg aktiv „verhindert“ 😦
Beim Kassenbon kann ich nix machen, der kommt raus, ist auch nicht einstellbar. Aber immerhin….

Und jetzt mal aus KundInnensicht:
Als Kundin habe ich immer schon selten Bons mitgenommen (eigentlich nur, wenn ich sie wg. Garantie brauche). Eher aus Faulheitsgründen: ein Bon, der nicht im Portemonnaie steckt, muß nachher nicht weggeworfen werden. Aber nun werde ich noch mehr drauf achten, rechtzeitig drauf hinzuweisen, wenn ich keinen brauche – vielleicht ist es bei manchen ja so, wie ich’s zB auffe Tanke eingerichtet hatte: daß nämlich ein Bon nur auf Wunsch per Knopfdruck aus dem Gerät befördert wird.

Noch eine Ergänzung aus der Arbeitswelt Anderer: die Malerfeundin erzählte mir, als wir letztlich über dieses Thema sprachen, daß sie, Selbständige, aus steuerlichen Gründen jeden Beleg 10 Jahre lang aufbewahren muß. Bons auf Thermopapier aber sind schon nach 4-5 Jahren nicht mehr lesbar, selbst wenn sie dunkel aufgehoben werden. Es gibt Gerichtsurteile, nach denen man aber verpflichtet ist, Nachweise leserlich zu halten. Heißt: sie – wie jedeR andere Selbständige auch – müsste nun jeden Beleg extra kopieren, bevor er verblasst…. was für eine bescheuerte Papierflut! Wieso werden unter solchen Umständen nicht die verkaufenden Betriebe verpflichtet, normales Papier in ihre Geräte zu packen? Das versteh‘ mal EineR….

…und weil es so schön einfach ist, schnell mal eben den Kassenzettel nicht mitzunehmen, finde ich, daß das ein guter Tipp für Einab ist!


Aussortiert: einen ganzen Stapel Klamotten habe ich zu einer Kleidertauschparty mitgenommen. Einige haben neue Besitzerinnen gefunden, die Reste gehen an den Kleiderladen des Flensburger Hospizes. Die suchen sich raus, was sie zum verkaufen gut genug finden, der Rest davon geht dann an eine Art „Umsonstladen“. Prima!

Mitgenommen habe ich übrigens bloß ein Schlaf-T-shirt (Merkmale: lang und weit genug), eines für den Garten (Merkmale: ohne Ärmel, über Po-lang und schön schlabberig – zum überziehen, wenns heiß ist und ich vom uneinsehbaren Teil des Gartens ins Haus will und mir schnell mal was überwerfen muß – solche Teile sind schwer zu finden, derzeit ist ja im laden alles kurz und eng…) und ein Unterhemd.

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KleinviehDiesmal wieder nichts brandneues – aber mir ist noch etwas aufgefallen, das für uns seit Jahren selbstverständlich, aber vielleicht nicht deshalb auch allen Leuten völlig klar ist. Es handelt sich um Getränke Mein Hauptgetränk ist Apfelschorle. Jahrelang habe ich „selbstgesprudelt“, darüber hatten wir’s ja schon, aber für die Arbeit hatte ich trotzdem gekauftes Mineralwasser, weil der selbstgesprudelte Sprudel nicht so lang hält, bis ich das trinke. Dann irgendwann wurde mir klar, was für ein Blödsinn das ist, nur für ein bißchen Gesprudel das teure und energieaufwendig verpackte und transportierte Wasser zu kaufen. Jetzt trank ich meinen „Arbeitssaft“ unverdünnt. Lecker, aber nicht gerade gesund und außerdem ziemlich teuer. Denn wir kaufen (und kauften auch damals schon) den guten hiesigen Steinmeier-Apfelsaft. Der kommt aus Kaltoft, das hier umme Ecke liegt, und auch die Äpfel kommen großteils aus der Gegend, denn Steinmeier hat zur Apfelzeit überall Sammelstellen mit Containern, zu denen man Äpfel bringen kann. (Man bekommt dann den Saft günstiger). Anläßlich eines Buches über greenwashing, das ich gerade kapitelweise lese, ist mir erst wieder bewußt geworden, daß das umweltmäßig eigentlich so richtig prima ist. Denn auch wenn man oft lesen kann, daß Glasflaschen TetraPaks gegenüber sogar unterlegen seien, so stimmt das doch nur bedingt: Regional hergestellte (und abgefüllte) Getränke in Glas-Mehrwegflasche sind umweltmäßig unschlagbar. Nur wenn Tausende Transportkilometer dazukommen, stimmt, was die TetraPak- (und PET-) Werbung uns weismachen will: daß Mehrweg eigentlich Blödsinn ist, weil die Transportwege und die Reinigung das hehre Ziel kaputtmachen. Außerdem wäscht man ordentlich grün, indem man „thermische Wiederverwertung“ von Rohstoffen als Recycling verkauft – dabei ist thermische Verwertung bloß ein schöneres Wort für „Müllverbrennung“. Soviel dazu. Und inzwischen habe ich mich übrigens auch noch so gut dran gewöhnt, den Apfelsaft etwa 1:2 mit Wasser zu verdünnen (Leitungswasser natürlich!), daß wir auch damit noch den umweltfreundlichen Aspekt verstärken. (Der Herr macht’s schon immer so)

Und weil wir da einfach so so schön umweltfreundlich leben, gibt es einen Link zu Einab


Aussortiert: alte Schulbücher. Altpapier.

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KleinviehHeute zum Thema „Wege suchen“

Ich bin/ wir sind ja nicht erst auf dem Weg zum Umweltbewußtsein, seit ich hier wieder verstärkt darüber nachdenke. Schließlich bin ich Kind der 70er!
Zu Schulzeiten hab ich zu missionieren versucht, da ging das um Themen wie „keine Produkte aus Massentierhaltung“ , ich war in einer selbst mitgegründeten Umwelt-AG (Faltblätter zum Thema „Grün in der Stadt“, „keine Pelz- und Robbenfellmäntel“ etc.), ich versuchte, in der Gartenanlage der Eigentumswohnungsanlage, in der wir wohnten,  „Unkraut“ zum überleben zu bringen, machte einen Kurs mit eigenem Ackerstück Bio-Garten, einmal sind wir sogar heimlich in eine Legebatterie (Hintertür war offen) und haben Fotos gemacht, und solcherart Aktionen mehr.
Irgendwann schlich sich bei mir die Frustration aller Missionare ein, wenn sich kein Erfolg zeigt. ;-| An der T-Kreuzung, an der man sich zwischen Fanatismus&Bitterkeit und Resignation&eigenes-Süppchen-kochen entscheiden muß – es sei denn, man geht den bewundernswerten, schwierigen Geradeaus-Pfad namens „ich kann zwar wenig ändern, mache aber unbeirrt weiter“–  entschied ich mich für das eigene Süppchen. Mit anfänglich mehr, inzwischen aber deutlich weniger Resignations-Anteil. Liegt daran, daß ich mir das missionieren inzwischen ziemlich abgewöhnt habe, und doch wäre ändern , ohne missionieren aber über den eigenen Suppentellerrand hinaus etwas, was ich nach wie vor gern täte, wozu mir aber die Energie und manchmal auch der Mut fehlen.

Meine Suppe ist und bleibt ein SüppCHEN:
Wir haben seit langem 100% Ökostrom, ich habe schon vor Internetzeiten vor Käufen mühsam nach den besten Energie- und Wasserverbrauchswerten für Waschmaschine und andere Geräte gesucht, wir kaufen hauptsächlich „Bio“, schalten Geräte ganz aus, haben energiesparende Leuchtmittel, Komposthaufen, wassersparende Armaturen und Klokästen, Mehrwegflaschen und einen Regenwassertank fürs gießen draußen.  Und was ich sonst so an Kleinvieh beherberge, das wißt Ihr ja 😉
Doch auch der Anbau an meinem Haus ist mit Rockwolle gedämmt, das Dach mit Schaumstoff – es scheiterte an Sachverstand (Handwerker kennen nur ihr konventionelles Material, ich war nicht engagiert genug, mich so weit einzulesen, daß ich ohne sie hätte entscheiden können) und Geldbeutel (Öko-Material ist teuer!!)
Und unser ökologischer Fußabdruck ist auch fast ohne Fernreisen größer als der der Durchschnittsdeutschen – wegen der weiten Arbeitswege, die hier in der Provinz nur mit dem Auto zurückzulegen sind, und weil wir auf recht viel Wohnfläche in einem Altbau leben.
Ich suche mir also weiterhin meinen Weg durch Suppenteller und -tassen, zusammen mit dem Herrn F. und hoffentlich immer mehr Kleinvieh, und bevor Ihr Euch jetzt gemeinsam mit mir völlig im Labyrinth der unterschiedlichen Metapher-Konstruktionen hier verirrt, setze ich besser mal schnell den Schlußpunkt unter diesen Beitrag 😉

P.S. dies war schon längst geschrieben und in der „geplant“-Schleife geparkt (ja, er hing da sehr lange, ich weiß!), da erschien beim landlebenblog dies hier Klick  Mir scheint es ergänzend zu dem, was ich hier geschrieben habe, bloß (die Frau ist professionelle Schreiberin) klarer ausgedrückt und viel umfassender in der Thematik. Und das mit den Metaphern kriegt sie auch besser hin *gg* Vielleicht mag ja Jemand…


Aussortiert: heute hab ich ein Paar Keramikgummistiefel in quietschblau mit gelb, die ich beim Tauschbingo gewonnen hatte, einer neuen Nutzung zugeführt: in jede Sohle ein Loch bohren, und schon kann man die mit kleinen Wucherpflanzen bepflanzen und draußen versteckt hinstellen. Auf die Art als „Hi, was steht DA denn“-chen genutzt finde ich die knuffig.

 

 

Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema „Geburtstagsgeschenke“

Offenbar hat es sich schon ein wenig herumgesprochen im Freundeskreis, daß ich mich gerade auf einem Weg befinde: einige Geschenke gingen deutlich in diese Richtung:

  • gefreut habe ich mich über den Backpapier-Ersatz, eine Folie zum abwaschen und wiederverwenden. Die wird mich nun hoffentlich sehr, sehr lange begleiten, denn mein erster Gedanke war gewesen, ganz auf so etwas zu verzichten und einfach, wie früher, das Backblech einzufetten und später etwas mehr Mühe mit dem Abwasch zu haben. Das werde ich für Kuchen, Pizza etc auch tun. Aber dann ist da ja noch das Trockenobst und Fruchtleder- da braucht es dringend eine Unterlage, ohne geht nicht. Und dafür habe ich jetzt die müllsparende Alternative.
  • Schön war auch das hübsche Karton-Geschenkkästchen mit einem Stück festem Shampoo drin. Ich hatte nämlich bisher keines in den üblichen Läden gefunden. Jetzt kann ichs ausprobieren, sobald meine Flüssig-Reste aufgebraucht sind und muß mich nicht mehr selbst kümmern.
  • Und dann bekam ich ein leckeres, selbst gebackenes Brot – in prima Geschenkverpackung: nämlich einem sehr schönen Geschirrtuch. Frau Bäckerin bewahrt das Brot sogar darin auf, aber dafür haben wir einen Kasten. Ich kanns aber gut brauchen, weil bei uns aus unerfindlichen Gründen Geschirrtücher sehr schnell unauswaschbare Flecken bekommen und verschleißen. Die unerfindlichen Gründe sind natürlich so furchtbar geheimnisvoll dann doch nicht. Ich neige nämlich dazu, keine Lust zu haben, aus dem Keller extra ein „Schmutztuch“ zu holen, wenn ich mal eben was abwischen muß, das Flecken hinterlassen könnte. Und nicht daran zu denken, daß aus dieser Oberfläche immer mal ein Splitter ragt oder jene vielleicht grad im Moment etwas zu heiß ist…. und schwupps – Fleck. Oder Loch. Aber ich bemühe mich, insofern besteht Hoffnung fürs neue Tuch… das selbst gewebte einer anderen Freundin habe ich jahrelang fleckfrei halten können (bis zur vorletzten Wäsche, da bleib dann doch ein kleiner Fleck *seufz*)
  • UPDATE: der Beitrag war schon geschrieben, da kam gestern noch eine Freundin – mit einem Luffaschwamm! Nun kann ich das also auch mal ausprobieren! Außerdem gabs noch einen weichen Echt-Schwamm, mal schaun, was ich mit dem so tun werde. Vielleicht für die (Plastik- kein scheuern!!) Wanne?

Aussortiert: einige Arbeitshandschuhe. Immer gehen die rechten kaputt, es stapeln sich die linken. Aber mehr als 3 muß ich doch eigentlich nicht auf Halde haben, da nicht anzunehmen ist, daß ich in den nächsten Jahren zum Linkshänder mutiere… gibt es hier Linkshänder mit sehr kleinen Händen (kleinste Damengröße. Die, die’s nie irgendwo gibt, wenn man sie braucht), denen’s mit den rechten Handschuhen ähnlich geht? Dann können wir uns ab jetzt zusammentun…

 

Kleinvieh

KleinviehHeute mal ganz was anderes, nämlich ein Beitrag zur Kleinvieh-Verweigerung. 😉 

Mir ist nämlich letztlich ein Produkt (wieder mal) untergekommen, das ich genau in seinem umweltsäuischen Plastik- plus Einweg-Kleid trotzdem einfach toll finde und nicht mehr missen möchte!

Und das ist dies:

Maler-Krepp auf der Rolle mit (unterschiedlich langer) eingefalteter Malerfolie gleich dran.

Unglaublich praktisch, extrem hilfreich beim renovieren – und genau das, was ich sonst zu ersetzen versuche:

  • Plastik pur
  • mit unverhältnismäßig großer (und dank Abreißkante extrem nützlicher) Plastikverpackung
  • und dazu auch noch absolut nicht wiederverwendbar.

Ja, blöd, was?

Immerhin, ich brauche kein Abklebeband für normale Kanten, Türrahmen oder so- da reicht meine sichere Hand plus ein feuchtes Läppchen zum sofortigen abwischen von seltenen Ausrutschern. Und ich nutze seit vielen Jahren keine Folie mehr für die Fußbodenflächen. Wenn ich renoviere, dann sieht das so aus:

P1070446

Maler- und alte, sonst nicht mehr gebrauchte Decken

Die dünnen, versaubaren Malerdecken sind

  1. aus Recyclingmaterial
  2. spottbillig und
  3. bei mir nun schon seit über 15 Jahren im Einsatz und noch immer brauchbar. (Es gibt sie aber auch heute noch zu kaufen, wenn man auch zwischen all den Folien etwas suchen muß)

Überhaupt, streichen:

  • Ich habe Pinsel mit Holzstielen, aber es sind Billig-Pinsel, weil ich doch immer mal einen nicht mehr sauber kriege und wegwerfe
  • Ich habe seit 20 Jahren dieselben 2 Abstreich-Teile (die mit Vorratsbehälter. Aus Plastik.) Die Maler-Freundin braucht sowas nicht, die nimmt ihre Farben gleich aus dem Eimer. Bei mir geht das auch, tropft mir aber zu doll.
  • Die Rollenhalter sind auch uralt, die neuen Rollen aus Lammfell, was aber eher damit zu tun hat, daß ich mit denen auch bei Lack besser klarkomme als mit den Schaumstoffteilen
  • Meine Farben und Lacke sind allerdings auch keine Ökos. Damals, bevor ich hierherzog, hatte ich keine guten Erfahrungen damit gemacht, und habe mich dann von Volker (der auch Maler war) beraten lassen. Seither gibt’s Wandfarben vom Malerfachhandel und Acryllack für innen. Früher auch draußen, aber die Malerfreundin, die jetzt die Fenster streicht, weigert sich, solange es noch andere (lösungsmittelhaltige) gibt, Acrylfarben zu nehmen. Grund: schützt draußen-Holz schlechter und muß öfter erneuert werden. Stimmt, habe ich festgestellt, seit sie umgestiegen ist.
  • Mein Haus ist außen mit Silikatfarbe gestrichen. Das ist sehr umweltfreundlich und auch noch sehr haltbar.

P.S.: ja, das ist das Gespensterzimmer, das da renoviert wird. Aber das Gespenst muß bleiben… das andere ist so ’ne Art Bonus: die weiße Farbe gibts nur ab 2,5l aufwärts, und wegen der Kerzen dort hat der Treppenaufgang das streichen eh bitter nötig gehabt…. also hab ich den Treppenaufgang gleich auch noch gestrichen


Aussortiert: im Zuge des „Decken auflegens“ sowie des „Möbel raus“ hab ich gleich man einige der (vonne Arbeit, wo sie sonst im Müll landen, mitgenommene) Luftpolsterfolien sowie einige der Dutzende „kann man noch als Versende-Kartons brauchen“-Kartons entsorgt. Das stimmt, man braucht die. Aber meist doch nicht 5 hintereinander weg, die dieselbe Größe haben. Und wenn doch, dann ist das jetzt eben so. Punkt.

 

Kleinvieh

KleinviehDiesmal zum Thema: Was lange währt….

Habt Ihr schonmal versucht, in letzter Zeit einen mechanischen Wecker zu kaufen?

Ich schon.

Die Suche hat mich durch einige Städte und viele Läden geführt – „Sowas haben wir nicht!“, „Die führen wir nicht, die sind zu laut“ „Zum aufziehen? Der hier sieht schön altmodisch aus“ waren Antworten der Verkäufer.

Und dann sah ich diesen An- und Verkaufsladen in Nürnberg, geschlossen war er, und hatte gleich das Gefühl: das kann was werden. Also zu Öffnungszeiten wieder hin, und gerade drin, schon sah ich ihn: meinen neuen Wecker!

Mein Neuer

Mein Neuer

Schön isser nicht. Aber leise! Heißt ja auch „silencio“. Der Vorname, Junghans, läßt mich hoffen, daß mich dieser Kerl noch lange begleiten wird.  Er ist übrigens leiser als die letzten (Batterie-)Wecker nach jeweils etwa einem halben Jahr. Erst still, fangen sie nach ’ner Weile an, jede Sekunde zu klacken…. und gehen recht schnell kaputt, ich hatte nun den 3. in 4 Jahren, der nicht mehr piepte, wann er sollte….)
Mein Neuer hat sogar eine Einstellschraube, falls er vor- oder nachgeht. Dafür nehme ich die knallroten Deckel und das 60er-Design in Kauf, zumal das Teil mich grade mal 5 Euro gekostet hat. Und ich jetzt keine Batterien mehr kaufen muß. (Wir haben natürlich Akkus, aber auch die gehn irgendwann dahin. Und müssen geladen werden.)

Außerdem gab es auch noch Taschenuhren, und das half beim Zeitproblem Numero zwei: der Zur-Arbeit-Mitnehm-Uhr:
ich mag keine Armbanduhren und habe in letzter Zeit an einer Kette eine Billig-Armbanduhr ohne Armband mit Angelschnur befestigt (der Kettenhaken geht nicht durch die Armband-Laschen) – aber da geht mittlerweile immer wieder hinten das Deckelchen ab, nachdem ich es 2x zum Batteriewechseln abnehmen musste.
Auch hier wollte ich auf „mechanisch“ umstellen, und da bot sich eine Taschenuhr an. Nun sind viele der altmodisch aussehenden Taschenuhren, die man so sieht, Fakes mit Batterien, das war hier im Laden erstmal auch nicht klar. Also gefragt, und die, die mir gefielen und klein genug waren (entscheidend!!), die kosteten dann doch 55 Euro, das wollte ich für eine gebeutelte Arbeitsuhr nicht ausgeben. Aber dann meinte der Herr An- und Verkäufer, der seinen laden, wie er erzählte, schon seit 43 Jahren betreibt, er habe irgendwo noch kleinere günstigere. Wenn wir am nächsten Tag nochmal wiederkämen, würde er in die tiefen Schubladen tauchen und suchen.
P1070587 Das hat er dann auch getan, und so habe ich nun eine nicht allzu große, mechanische Taschenuhr. Leider nicht soooooo schön und ohne Deckel, aber nuja, okay sieht sie aus, und ich hoffe, daß das Glas nicht zu schnell springen wird. Und auch da: keine Batterien mehr. In meiner alten waren Knopfzellen, also nix mit „Akku“ … ich bin sehr zufrieden mit meinem Schritt in Richtung weniger Müll!!

Jetzt mache ich auch mit diesem Beitrag bei Einab mit 🙂

EDIT sagt 2017: der Wecker ist toll! Der Herr F. sagt, er sei laut. Ich aber höre nur des Herrn Wecker (einen batteriebetriebenen „Leisewecker“, der nicht lange leise blieb). Außerdem funktioniert er tadellos. Trotzdem habe ich die Chance ergriffen, als ich im Trödel einen weiteren solchen Wecker fand. Leider will der Herr F. partout nicht umsteigen….. Aber das mit der Taschenuhr war nix, so ungeschützt in meiner Hosentasche war das Glas recht schnell gesprungen, dann ging auch noch mehrfach die Öse kaputt, die die Uhr am Band hält, und auch eine zweite, von Muttern geerbte Taschenuhr MIT Deckel hat nicht lang gehalte, weil – erst Öse, dann nochmal Öse, dann Deckelmechanik 😦 Die sind halt doch für eine weniger belastete Westentasche gemacht, nicht für die Hosentasche einer Fjonka, die schleppt, abstützt, läuft, sich bückt…. jetzt lebe ich auffe Arbeit wieder ohne Uhr, zur Mittagspause nehme ich das Handy mit.


Aussortiert: ein klackender, nicht aber rechtzeitig piepender Wecker 😉

Kleinvieh

KleinviehHeute mal eins zum Thema „Was macht eigentlich….“

  • …… die Naseputzerei?  Sie klappt auch bei heftigster Erkältung wunderbar mit Stofftaschentüchern. Fazit nach zwei Wochen Hardcore-Schnupfen: Fünf Papiertaschentücher (weil ich auffe Arbeit nicht mit nassen Stofftatüs Kunden ekeln wollte) und eine total ungestresste Nase! Sonst hatte ich ab Tag drei alles wund! Experiment geglückt, ist im Alltag angekommen. Allerdings brauche ich für Schnupfen-Zeiten noch mehr Taschentücher… aber das sollte wohl kein Problem sein.
  • …. das ersetzen von Gebrauchsgegenständen? Noch nicht viel. Ich bin im Besitz einer Edelstahl- Essensdose für auffe Arbeit. Wunderbar. Ich bin auf der (dringlicher werdenden) Suche nach einer neuen Haarbürste und möchte (noch) nicht im Netz bestellen. Habe noch zwei Ideen für die Suche, aber extra fahren will ich nicht, das ist dann kontra-öko 😉 Die, die ich möchte, gibt es immer nur mit Plastik-Einlage… Und ich habe eine kleine Liste für Geburtstag und Weihnachten, es gibt da immer so ein, zwei Leutchen, die gern Tipps möchten….
  • …. die Putzerei? Nach warmen, empfehlenden Kommentaren im Blog habe ich den Edelstahlschrubber nochmal geduldiger getestet. Ist Gewöhnung, das geht! Also kein Plastikschrubbschwamm mehr. Für den (Rest-) Abwasch werde ich mich dann mal mit einer Kombi dessen mit einem normalen Lappen versuchen. Und ich habe mir einen Sisal-Recyclingkunststoff-Schwamm, waschbar, gekauft, weil ich fürs Bad trotzdem einen Schwamm mit Rubbelseite zu brauchen meine 😉
  • Unser selbstgemachtes Geschirrspülmittel macht mir etwas Kopfzerbrechen. Nach fulminantem Beginn wurde es, merkwürdigerweise nach vielen Wochen, plötzlich mit jedem Spülgang schlechter: mehr und mehr Reste blieben am Geschirr kleben. Wir experimentierten mit Dosierung etc., und derzeit geht es, warum auch immer, wieder recht gut. Ich hatte mal einen Durchgang leer nur mit 3 Eßlöffeln Zitronensäure dazwischengeschoben – aber danach gab es keine Verbesserung, die kam dann erst wieder später. Jetzt tu ich einen gehäuften Teelöffel vom selbstgemischten Spülmittel rein. Das gibt ab und an mal einen Restschmutz auf einem Teller, aber das ist ok. Tipps zu Ursachen und Lösungen werden gern entgegengenommen und ausprobiert, denn eigentlich mag ich nicht glauben, daß die „eierlegende Wollmilchsau des Abwaschs“ sich im Langzeitexperiment als Ente entpuppt…. ich bin, man kann’s rauslesen,  ein wenig mißtrauisch geblieben und hoffe bloß, daß es jetzt gut nutzbar bleiben wird.

Aussortiert: Ein Baustrahler ohne Halterung und Leuchtmittel. Ich kauf da eh kein neues für, weil ich auch noch einen mit Halterung zum hinstellen habe, das ist viel praktischer. Also, falls Jemand den brauchen kann, bitte zügig melden – die Sodastreammaschine hat hier schon eine neue Besitzerin gefunden, ich musste sie nicht wegwerfen *freu*

Kleinvieh

KleinviehZweierlei Kleinvieh heute: ein altes, das mir erst jetzt aufgefallen ist, und ein neu eingeführtes:

Alt: in unserer Duschwanne steht (fast) immer eine Gießkanne, 5l. Damit fange ich das kalte Wasser auf, das erstmal durchläuft, bevor ich Weichei unters warme steige. Zum blumengießen. (Aber nein, da laufen nicht jedesmal erst 5 L durch, keine Bange. Das dauert 3-4x duschen lang, bis die Kanne voll ist. *gg*)

Neu: Im Dorf ist ein Kiosk, in dem wir uns öfter mal Pommes holen. Erstmals haben wir jetzt dazugesagt: „und ohne Alu, bitte“ Damit haben wir ganz schön was an Müll eingespart, denn normalerweise wickelt man unsere Pommesportionen großzügigST in Alufolie ein, zum transportieren und warmhalten. Jetzt haben wir einfach auf dem Rückweg zu Fuß schon gefuttert, geht wunderbar. Man muß bloß drauf kommen…. hatte überlegt, auch noch Teller mitzunehmen, aber da das recht unpraktisch ist und es dort Papptellerchen gibt (Gabeln brauch ich eh nicht für Pommes) hab ich das nicht gemacht

Es tut sich was im Schädel 🙂


Aussortiert: mehrere Sweatshirts vom „das kann ich zum malern oder so nochmal anziehen“-Stapel. Wie viele Kleidergarnituren zum versauen braucht frau? Jedenfalls nicht 7-8, weil ich jedes Teil, das zu kaputt ist, um noch alltagstauglich zu sein, auf diesem Stapel parke….

Kleinvieh

KleinviehAus aktuellem Anlaß  ein Extra-Beitrag zum Thema „Energieversorger“

Einmal jährlich ist in Eckernförde ein Filmfest zum Thema „Natur und Umwelt“, das Greenscreen-Festival. In diesem Jahr waren wir erstmals dort und haben uns einen sehr interessanten Film über Hummeln und einen nicht weniger interessanten, aber extrem frustrierenden über „Saubere Energie“ angeschaut. Und wegen dieses Films gibt es diesen Beitrag hier.

Worum geht’s?

Energiewende. Wir VerbraucherInnen bekommen jeden Tag neue Heldentaten unserer Politiker serviert. Steinkohleförderung wird ab 2020 (glaub ich) eingestellt. Regenerierbare Energien werden gefördert. Die CO2-Bilanz wird verbessert, indem unterirdische Tanks entstehen sollen, in denen CO2 gelagert werden kann. Lauter sowas. Wunderbare Welt….

Leider sind unsere Politiker, ob EU oder hier im Lande, sehr geübt darin, Mist als Gold zu verkaufen. Und einige ihrer Erzählungen habe also auch ich, die ich mich für relativ informiert halte, geglaubt. Bis Sonntag. 😦

  • Steinkohle: auch ich habe mich gefreut. Ich kenne aus meiner Jugend den Ruhrpott. Alles schwarz, Staublungen, Dreck, riesige Industrieanlagen. Alles eingestellt, alles wech. Dachte ich. Schiet wat drop! Inzwischen sind die in Deutschland noch verbliebenen Steinkohleminen die saubersten der Welt, schon allein deshalb, weil das Methan – ein vielfach stärker wirkendes Treibhausgas als CO2 – bei uns abgesaugt und zur Stromerzeugung verwendet wird. (Der Herr F. und ich sind uns nicht sicher, was den Faktor angeht. 7x? Oder 25x? Jedenfalls SEHR…) Außerdem sind die Sicherheitsstandards hoch und die Filteranlagen gut. Jetzt also steigt Deutschland aus. Aber die Kraftwerke bleiben. Und Steinkohle wird weiterhin gebraucht. Was also macht Deutschland? Es kauft in steigendem Maße (schon jetzt!) Steinkohle zB aus Kolumbien. Ganz abgesehen vom Transport: dort wird Steinkohle im Tagebau abgebaut, das in ihr gebundene Methan geht einfach so in die Luft, schädigt nebenbei die Arbeiter, und in den jetzt kaputten Gebirgen entzündet sich beim Kontakt mit Luft von allein die Restkohle und brennt großflächig vor sich hin. Na, toll.
  • Der Braunkohletagebau, landfressend und wesentlich dreckiger als der Steinkohlebergbau, wird übrigens derweil ausgebaut …. Hier, in Deutschland …
  • Regenerierbare Energien: Daß ich kein Freund von Biogasanlagen (mehr) bin, das weiß, wer hier liest, schon länger. Immer noch finde ich sie grandios als Verwerter von Gülle, als Fresser von (zB) Kartoffelschalen von Lebensmittelfabriken undundund. Gefördert, hier in Deutschland, aber wurden lange Zeit nur (!) Biogasanlagen, die Feldfrüchte schlucken. Und jetzt gibt es so viele Biogasanlagen, daß immer mehr Dauergrünland umgebrochen wird- für Mais. Selbst Moore, große CO2-Speicher, werden für den Maisanbau genutzt, Fläche der „Umnutzung“: steigend. Hier in Angeln sind in den letzten Jahren die Pachtpreise für Land um das 3-5 fache gestiegen, unser Biobauer hat Flächen verloren, ein bekannter Bio-Milchbauer ebenfalls. Können da nicht mithalten. Da überall Mais angebaut wird, wird das Getreide für das Kraftfutter fürs Vieh importiert (es gibt einfach nix mehr). Aus Brasilien. Das dafür großflächig Regenwald abholzt, ebenso wie für die Palmölplantagen für den Sch**** „Bio“-Sprit. Nebenbei werden da gleich viele Kleinbauern, Handwerker, ganze Dörfer arbeits- und heimatlos. Macht nix, können ja als Tagelöhner auf den Feldern arbeiten…. und unsere Regierung, die tolle, setzt nicht auf Wind, nicht auf Wasser, nicht auf Sonne – nein, auf Biomasse. Und nennt das regenerierbare Energie. Übrigens: ein Ingenieur hat im Film erklärt, daß es keinerlei Vorschriften zur Kontrolle der Dichte der großen Plastikzelte gibt. Bei freiwilligen Kontrollen waren über 80% der Dinger undicht – und ein ausgasen von nur 4%(!) des (man erinnert sich: x Mal stärker treibhausgaswirkenden) Methans macht die ganze Einsparung von CO2, die man wegen der Biomasse hat, schon wieder wett…. noch gar nicht eingerechnet ist, daß zum füttern einer großen Biogasanlage (mit mehreren Reaktoren) vom Anbau des Mais bis hin zum „Pflanzenschutz“ und der Ernte jährlich 20.000 Liter Diesel verfahren werden. Hat ein Landwirt im Film vorgerechnet. Das zählt aber nicht mit in der Bilanz….
  • Holzpellets waren mal eine tolle CO2-neutrale Alternative. Waren. Als noch Abfälle aus Sägewerken verpreßt wurden. Inzwischen gibt es so viele Pellet-Heizungen (und es werden sogar Kraftwerke auf Holzvergasung umgestellt, wird gefördert, ist ja CO2-neutral….), daß Wälder in Rußland, Schweden aber auch den Tropen abgeholzt werden, einfach nur, um die Pellet-Nachfrage stillen zu können.

Tja.

Was nun, sprach Zeus?

Nun wollte ich Euch eigentlich unseren Stromlieferanten ans Herz legen. (Oder einen ähnlichen, mir geht’s dabei ja nicht um Werbung, sondern drum, klar zu machen, daß „Öko“-Tarife von Stromgiganten eben nur so halb „öko“ sind, weil die alle nur einprozentige Teile ihrer Gewinne in die erneuerbaren stecken und insgesamt eher dagegen Front machen) Denn als ich dorthin, zum jetzigen Lieferanten, gewechselt habe, vor mehreren Jahren, haben sie angegeben, daß ihr Strommix ausschließlich aus Wind und Wasser besteht. Und sie investieren gute Teile ihres Gewinnes auch wieder in den Ausbau dieser Energiequellen.

Ich also die Homepage rausgesucht, um sie zu verlinken – und: ach Du Schreck, jetzt steht da was von (auch) Biomasse!? (Sonne auch, aber das wusste ich und finde es ok) Ach Du Schreck ist, bitte, wörtlich zu nehmen- ich war so erschrocken und entsetzt, daß ich erstmal eine Mail dorthin geschrieben habe.

Hallo,

ich bin schon seit Jahren Kundin bei Ihnen und lese nun – als ich Ihre Firma gerade verlinken und weiterempfehlen wollte und deshalb die Seite aufgerufen habe –  mit Schrecken, daß Sie auch in Biomasse investieren!?
Damals, als ich anfing, Strom von Ihnen zu beziehen, hatten Sie in Ihren Strommixer- Seiten Wasser und Wind als alleinige Energieerzeuger für Ihren (meinen) Strom angegeben.
Wann hat sich das geändert und wieso?
Inzwischen ist doch völlig klar, daß Biomasse als Energielieferant extrem umweltschädlich ist, zumindest wenn Feldfrüchte verheizt werden, wie inzwischen ja gang und gäbe. Ich glaube kaum, daß ich Ihnen die Folgen extra aufzählen muß.

Ich bitte um Information zu diesem Thema, denn für Strom aus Biomasse bin ich nicht bereit, mehr Geld zu bezahlen und müsste dümmstenfalls den Anbieter wechseln, was ich eigentlich gar nicht möchte 😦

Mit besten Grüssen

Mal sehen, was für eine Antwort ich bekomme.

Edit: am Montag vormittag die Antwort

So, und jetzt noch eine Grafik, die die Zusammensetzung des in diesem Jahr erzeugten Stroms zeigt. Man beachte auch die Zusammensetzung des „regenerativen Anteils“. Ein Trauerspiel. (Anklicken zeigt’s groß genug)nettostrom1Bei Einab verlinkt! 🙂 Einab ist eine „Link-Party“ zum Thema „was kann ich tun, damit mein Leben auf einfache Art nachhaltiger wird“

Kleinvieh

KleinviehHeute die Folge zum Thema „Dat han mer schon immer esu jemaat“.

Drauf gekommen bin ich, weil ich natürlich auch mal bei den BookCrossern nachgefragt habe, was denn bei ihnen so läuft zum Thema „Kleinvieh“. Mit großer Resonanz.

Wie immer gibt es die unterschiedlichsten Ansätze- von denen, die täglich über 20 Km (EINE Strecke!!) mit dem Rad zur Arbeit fahren bis zu denen, denen Vieles neu ist, das mir selbstverständlich scheint, ist die ganze Bandbreite vorhanden.

Was mir aber klargeworden ist: so Einiges, was ich tu (oder lasse), ist mir schon so in Fleisch und Blut übergegangen, daß es mir gar nicht (mehr) als umweltschonend im Kopf ist. Ich zähl mal auf:

  • Alte Kalenderblätter als Geschenkpapier nutzen. Oder Zeitungen.
  • Als Geschenkband gesammelte Bänder von bekommenen Geschenken nehmen
  • Bei uns gibt es keine elektrischen Waagen, Dosenöffner, Messer oder ähnliche Dinge, die man auch mechanisch bekommen kann. Außer einer kleinen, die der Herr mitgebracht hat, die wird noch benutzt, bis die Batterie streikt. Bisher tut sie’s nicht, und er wohnt schon zehn Jahre hier!! Allerdings haben wir seit etwa einem halben Jahr eine elektrische Zahnbürste, auf Anraten der Zahnärztin. Werden wir mal beobachten, wenn sich die Zahnlage nicht bessert, geht’s wieder zurück zur normalen
  • Wo wir Batterien nutzen (müssen), also in Telefon, Rauchmeldern, Küchenuhr, Fernbedienung) haben wir Akkus zum wiederaufladen
  • Ich schreibe viel mit Füller, seit Ewigkeiten entweder mit dem mit „Tank“ oder mit Adapter zum aufziehen. Also brauch‘ ich keine Tintenpatronen, sondern nur alle Ewigkeit mal ein Glasfäßchen. Und keine Kuli-Minen (oder Einwegkulis, denn Minen gibt’s ja fast nirgends mehr) Allerdings schwirren noch viele Kulis im Haushalt rum- die werden natürlich „aufgebraucht“.
  • Es gibt bei uns keine Seifenspender, sondern „Stückseife“. Plastiksparend, aber eigentlich einfach „immer schon so“
  • Zum Rest-Abwasch, Bodenputzen, Flächenwischen etc gibt’s Neutralreiniger- aus dem Großmarkt im 10-Lirter-Kanister abgefüllt in kleinere, praktischere Flaschen
  • Keine Anzünder für den Ofen und fürs Grillfeuer. Stattdessen Zeitung plus Kleinholz (selbst aus dem Knick geholt und kleingemacht)
  • Manche Dinge benutzen wir schlichtwegs gar nicht. Feuchttücher, Küchenpapier, Einweg-Brillenputztücheraber auch batteriebetriebene Teelichter, Lichterketten, portionierte Käsestücke (Babybel oder diese kleinen Frischkäseportionen) gehören zu solchen ignorierten Produkten.
  • Ein (geerbtes) Bügeleisen besitze ich nur, damit ich zur Not Wachsflecken aus Möbeln/ Decken etc bügeln kann
  • Wir nutzen ein Buntwaschmittel (seit es nirgends mehr Baukastensysteme zu kaufen gibt), Entkalker extra und Gallseife am Stück „für bei Flecken“. Damit geht so gut wie alles raus. Wenn das Buntwaschmittel alle ist, werde ich’s mit einem selbstgemachten versuchen, das fast so leicht zu bauen ist wie das Geschirrspülmittel. Ich werde berichten, aber das dauert noch…

Aktuelle Frage: hat Jemand eine Öko-Alternative zu den gelben Schwämmen mit der grünen Scheuerseite?

Aktuelle Antwort vom Mai 2015: es gibt Schwämme aus Recylingmaterial mit Sisal-Schrubbseite, waschbar. Habe ich im normalen Supermarkt gefunden und natürlich gleich ausprobiert. Sind okay, mehr aber auch nicht – anfangs prima, werden sie dann doch allzu schnell wabbelig und die Scheuerseite scheuert nicht wirklich. Allerdings habe ich mich nach etwas innerlichem Gemurre dann doch auf die Edelstahl-Gewirr-Teile zum „echten“ schrubben eingelassen – gewöhnungsbedürftig, aber wenn dann mal dran gewöhnt, durchaus gut zu benutzen. Die Recycling-Schwämme werde ich aufbrauchen, mich aber weiter nach andern, weniger wabbligen Möglichkeiten umsehen.

Und, auch im Mai ’15: mache mit diesem Beitrag jetzt beid er Einab-Linkparade mit.


Aussortiert: eine kleine Öllampe. Oft benutzt, gern gemocht – aber das ist 20 Jahre her, ich kann mich nicht erinnern, sie benutzt zu haben, seit ich hier wohne… und ich wüsste auch nicht, wem ich sie geben könnte, der/ die sich drüber freute. Ist aus dickem Metall- liegt jetzt beim Schrott- schweren Herzens, aber sinnvollerweise.