Des Herrn Zimmer

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2006 bis 2007: noch wohnte ich allein im Haus, da habe ich – und hat der Herr F., immer, wenn er zu Besuch war – Tapeten abgekratzt, den Fußboden von den Faserplatten, die draufgeschraubt waren, befreit, die Leimfarbe unter den Tapeten abgekratzt …. der Herr F. bekam zum Geburtstag die renovierte Vitrine in der Rigipswand. Ich hatte, damit er’s auch merkt, ein großes Herz drumherum gemalt (das Bild ist leider nirgends auffindbar) und einen Pfeil aus brennenden Teelichtern auf dem Boden darauf zeigen lassen (man sieht sie noch auf dem Leimfarben-Kratz-Foto in der Nische stehen) – aber er hat es trotzdem nicht gemerkt, sich aber sehr über das Herz gefreut *gg*

Direkt nach dem „Umzug des Grauens“ im März 2007 (glaube ich) – aber der ist eine andere Geschichte, muß ich Euch unbedingt mal von erzählen!! – war das 1. freie Wochenende dem Bodenschleifen gewidmet. Flur und des Herrn zukünftiges Zimmer. All das sieht man in dieser Diashow:

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Und dann, als alles fertig war, konnten wir streichen und der Herr F. konnte sein Zimmer beziehen:

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Das mit dem Sofa musste sein, weil sein altes nach dem Umzug – muß feucht geworden sein – nicht mehr zu stinken aufhörte. Schwund ist immer….. aber ehrlich gestanden war das 50er-Jahre-Teil zwar hübsch, aber auch unbequem 😉

Ja, und damit ist endgültig Schluß mit dem tag „Umbau ’06“ – und, glaube ich, insgesamt mit den alten Renoviergeschichten….. ich denke, Alles ist jetzt hier im Blog zu finden. Und derzeit gibt es keine größeren Vorhaben, auch wenn hier und da schon wieder ein kleiner Renovierungsstau Fuß fassen will…..

Schlafzimmer

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Ich erinnere mich lebhaft:

  • Unendlich viel schleifen und streichen stand an, damit die Türen und ihre Rahmen nicht mehr dunkelbraun mit weiß waren und dicke, abplatzende Lackschichten verschwinden konnten (Jan/ Feb.2006)
  • „Das ist die schmutzigste Baustelle, auf der ich je gearbeitet habe“, sagte der helfende Freund. Klar – ich habe absolut nicht eingesehen, wieso ich auch noch täglich den neu entstandenen Baudreck wegmachen hätte sollen. Sysiphosarbeit…. aber normalerweise macht MAN das halt.
  • Unter dem Teppichboden fand sich ein tadelloser Holzboden, versiegelt mit einem so guten und harten Lack, daß ich einfach nur ein paar Teppichrückeitenreste abschaben musste- fertig
  • Schwieriger war die holzvertäfelte Wand. Ich hatte keine Lust auf Sauna-Look, aber vor dem grundieren und lackieren stand eine lange Zeit des fugenverschließens, um nachher, bei cremefarbenem Anstrich, nicht überall, dunkle Spalten, Risse und Löcher ansehen zu müssen.(Juni bis Nov. 2006 – alle Anstriche samt Spachtelei)
  • Und dann der große Tag: der Herr F. war länger nicht hiergewesen. Ich hatte still und heimlich das Schlafzimmer fertiggemacht, unsere Matratze nach oben geschleppt – und als er dann kam, der Herr, und erschöpft von der Tour München-Angeln sein müdes Haupt betten wollte – da stand er im kahlen Gespensterzimmer – DAS Gesicht ist erinnernswert, das sag‘ ich Euch *gggggggggggggg*  Ich führte ihn dann hinauf in unser neues Schlafgemach – schön war das und ich stolz wie Oskar! 🙂
  • Erst mit dem Umzug des Herrn F. ein halbes Jahr später wurde das Schlafzimmer dann auch möbliert: Bett, Nachtkästchen und Lampe sind seine. (April 2007)

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Mannmann, daß das auch schon wieder zehn Jahre her ist!!!

Ankleide

Ebenfalls 2006, nachdem das neue Dach fertig war, habe ich den kleinen, schrägen Raum hergerichtet, der zur Ankleide werden sollte. Auch da hatten die Mieter nicht Bescheid gegeben, daß es durchleckte 😦 Zum Glück war noch kein größerer Schaden entstanden, aber wie man so leben mag (zumal es auch im Wohnzimmer unterm Fenster einen riesigen feuchten Fleck gab) das verstehe ich einfach nicht.

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Da war schon was zu tun, damals *gg*…. aber es war auch ein echtes Fest, als dann zB die Bilder auf den Wänden zum Vorschein kamen. Und die Schufterei hat Spaß gemacht. Außer der Auskleidung der Abseiten *gg* Da hab ich gewartet, bis der herr F. zu Besuch war, zu 2. ging das leichter, mit messen, zuschneiden, kleben – im liegen… Wir haben sie mit Regalfolie versehen, weil sie nach hinten, zum Dach hin, allerhand große Spalten haben. Das Dach ist ja isoliert, aber den Staub will man ja nicht auf den Klamotten haben…
Lange Jahre hab ich gesagt: gern nochmal! Inzwischen denke ich anders, ich hätte derzeit die Kraft und Energie nicht, auch der Körper mag nicht mehr so mitmachen wie vor zwanzig Jahren.

Das Zimmerchen liegt neben dem Schlafzimmer und beherbergt nun mehrere Regale für unsere Kleidung. Und in den Abseiten sind Decken und solche Textilien, die nicht so oft benutzt werden.

Arbeitszimmer

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Ein Kommentar zu den letzten Magnetworten hat mich lang in meinem Blog suchen lassen – worauf ich festgestellt habe, daß ich ein begonnenes Projekt nicht weitergeführt hatte: meine leider nicht mehr vorhandene Uralt-homepage, die ich gestartet hatte, um Verwandten und Freunden zeigen zu können, was wir gerade im Haus so tun, in dies Blog zu überführen.
Damals, 2006, waren die Mieter in der Dachgeschoßwohnung ausgezogen, der Herr F. war in den Startlöchern, aus München hierher zu kommen, und das Dach war neu, samt Isolierung, Fenstern und Lattung. Im verlinkten Beitrag kann man sich anschauen, was da schon alles passiert war.

Jetzt hieß es, die Wohnung zu renovieren. Das war viel Arbeit, denn sie war „Stand 70er-Jahre“, und wir hatten vor, viel selber zu machen. Der Herr F. war dabei, wenn seine freien Wochenenden es zuließen, ich verbrachte freie Tage und Stunden mit Stemmeisen, Spachtel, Schleifpapier und Farbe.

Hier ist erstmal die Verwandlung der Mieter-Küche in das jetzige Arbeitszimmer zu sehen. Daß die Bilderqualität so schlecht ist liegt daran, daß ich zum Hochladezeit-sparen die Fotos extrem verkleinert hatte. Und die großen Varianten nicht aufgehoben. Jetzt finde ich das sehr schade 😦

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Endlich!*

So war das noch bis heute morgen. Jetzt ist es so:

 

Und weil man’s da nicht sieht, sei angemerkt: auch die schon arg mitgenommenen Fußleisten sind neu gestrichen worden. Ich hoffe, die Maler-Freundin hat recht und die Ausblühungen (nicht: Schimmel!) waren vor allem auf dies dunkle rot zurückzuführen und sind bei deutlich weniger pigmentierten Farben (wie dem jetzigen mint) nicht wieder zu erwarten. Wir werden sehen….

* Die Farbe hatte ich schon vor Weihnachten stehen, weil ich eigentlich die Tage „zwischen den Jahren“ nutzen wollte. Aber dann war ich ja krank….

Hmpf

Es ist nicht schwer, mich zu verärgern – man muß mich bloß warten lassen….. so wie der Tischler zum Beispiel. Manchmal denke ich, die Handwerker werden es niemals lernen, das mit der Kommunikation!
Aber fangen wir mal vorne an: Zwei der Wintergartenfenster schwächeln – weiche Stellen, einmal in der Wasserleiste, einmal sogar im Rahmen.

Erster Akt:

-Gut, sagt er, machen wir gern. Wir kommen dann gleich morgens als erstes zum angucken und sprechen dann weiter.
-Ähm – wann ist denn, bitte, gleich morgens?
-7 Uhr 15, sagt er.

Okaaaaay, ich also Wecker gestellt, mich um viertel vor sieben aus dem Bett gequält (ist ja alles nicht mehr so schlimm, ich bin ja eh immer schon eeeeewig früh wach – aber aufstehen und fit sein für ein Gespräch – das ist dann noch was anderes….). Und gesessen. Irgendwann wars halb acht, dann acht, und dann war ich voll genervt. Um viertel nach acht bin ich hochgelaufen, um die Nummer rauszusuchen – just in dem Moment fährt er vor. Kein Wort der Entschuldigung. Auch nicht, als ich erwähne, daß ich grad schon anrufen wollte. Aber okay, er ist da.

Es wird abgemacht, daß er dienstags im Laufe des Vormittags kommen soll.

Zweiter Akt:

Dienstag. Es wird elf, es wird zwölf, es wird zwei …. um halb vier versuche ich anzurufen, reichlich genervt – nur der AB. Also mach ich mich auf den Weg dorthin. Zum Glück ist Jemand da. Einer, der nix damit zu tun hat, aber meinen Ärger abkriegt – gefiltert, denn der Mann ist nett und kann nix dafür…. Er ruft an;

-Wo bist Du?
-In Böel
-In Böel? Und was ist mit den Fenstern in ***, hier ist die Frau, die sagt, das wäre für heute abgemacht?
-Der Chef hat gesagt, ich soll erstmal die Baustelle hier fertigmachen. Ich fahr morgen hin
-Wann morgen?

Hier interveniere ich: nix da, morgen geht nicht, Niemand daheim!
-Das mache doch nichts, er könne da ja von außen ran…
-NEIN! Erstens wollte ich das erst noch richtig durchsprechen, und zweitens hatten wir besprochen, daß er auch die Türe gängig macht, und an die kommt er nicht von außen.

Okay. Es wird abgemacht: Donnerstag, halb acht. Ich hake aber noch nach. Berichte vom ersten Termin. Und stelle klar, daß ich durchaus Verständnis dafür habe, wenn eine andere Baustelle länger dauert, nicht aber dafür, wenn ich nicht verständigt werde.

Dritter Akt

Mittwoch morgen, viertel nach neun. Ich krame so im Haus rum, will noch die kaputte Rahmenstelle fotografieren, gehe dafür hoch – und sehe in der Auffahrt einen Wagen der Tischlerei stehen. Hatte auch im Hinterkopf Maschinengeräusche wahrgenommen, das fällt mir jetzt auf…. schieße runter – ist da der Tischler bei der Arbeit!

-Ja, sagen Sie mal, das kann doch wohl nicht wahr sein – Was wollen Sie jetzt hier? Wir hatten morgen halb acht ausgemacht!
-Mein Chef hat gesagt, ich soll heute hierher.

Jetzt bin ich wirklich sauer, und das sag‘ ich auch deutlich. Der Mann ist ein wenig zerknirscht. Ich frage, wie er sich das denn wohl mit der Tür vorgestellt hat, ich müsse um viertel nach zehn los, und deshalb sei auch morgen abgemacht gewesen!

-Da kann ich ja dann nochmal wiederkommen!
-Und dann warte ich wieder zweimal vergeblich? Nee, wirklich nicht! Kriegen Sie das JETZT hin, bevor ich fahre? Dann machen Sie das bitte jetzt und danach den Rahmen. Und außerdem wollte ich noch x und y mit Ihnen besprechen (tu ich)

So wurde es dann auch gemacht. Abends kam ich heim, alles soweit fertig und okay – aber der ganze Müll (Schleifpapier, Reste des lackierten alten Rahmens etc) lag unter den Fenstern. Wäre ich daheim gewesen, hätte ich den Kerl so nicht vom Hof gelassen. Aber jetzt ists mir auch egal, diese Firma habe ich zum letzten Mal beschäftigt!
Und dabei hatte es so gut angefangen mit ihnen – die ersten Male kam immer ein erstens supernetter und zweitens sehr kompetenter Mann (der arbeitet jetzt nicht mehr dort….), dann kam noch die „Weihnachtstischler“- Überraschung….. sehr schade also, aber so isses. Die Zeiten ändern sich offenbar, und ich bin ein weiteres Mal auf Handwerkersuche….

Das Möbel

Das weiße da, hinter dem Sofa – ja, das. Das im Chaos versinkt und kaum zu erkennen ist. Dieses weiße, das ist „das Möbel“.P1110325

„Das Möbel“ ist extra für uns getischlert, und es beherbergt außer einer Abstellmöglichkeit für Gläser, Tassen und Strickzeuge etc. ein paar nette Gimmicks wie eine versenkbare Dreier-Steckdose incl. Computer-Anschluß-Buxe und einen Kasten mit Klapp-Deckel, in dem alles, was sonst unordentlich obendrauf stünde, ordentlich versenkt werden kann.

Diesen Kasten sieht man nun leider auf obigem Foto nicht schön heil und ordentlich unter der Klappe, sondern er steht grad auf dem Sofa… und der Klappdeckel schließt nicht, sondern liegt halb über dem Loch, das zum Kasten führen würde, wenn nicht…. ja, wenn nicht die Klappe kaputtgegangen wäre.

Ist sie aber. Und weil das ganze eine Sonderkonstruktion ist, die eigentlich nicht kaputtgeht (wenn sich nicht die Maler-Freundin zum malern draufgestellt hätte, was einen Knacks und mit monatelangem zeitlichen Versatz ein Chaos im Wohnzimmer verursacht hat. Denn erst, nach dem Knacks, wars noch provisorisch zu retten – bis dann ICH mal, um zum Telefon zu gelangen, den Ellbogen aufgestützt habe. Das wars dann endgültig), ja deshalb ist das ganze nur dann reparabel, wenn man alles, aber auch A-L-L-E-S auseinanderbaut.

Also haben wir alles, aber auch A-L-L-E-S auseinandergebaut, um dann zu 2. in den merkwürdigsten Verrenkungen hinter/unter dem Möbel zu hängen. Zwei Klötzchen, in denen die Klappdeckelbefestigung ruht, sollten erst angeleimt und dann verschraubt werden. Also halte ich die Klötzchen, und der Herr appliziert von unten senkrecht Holzleim in die Schraublöcher, als ich ein merkwürdiges Geräusch höre – so in der Art von Splotzsch, gefolgt von einem Schrei des Herrn…. und als wir dann unsere Arme, Beine und diverse Werkzeuge sowie Klötzchen, Schrauben etc einigermaßen wieder sortiert hatten, sahen wir weiß….

Was war passiert?

Das: P1110323Die Holzleimflasche, auch nicht mehr die jüngste, war offenbar auf ihre alten Tage etwas spröde geworden – und beim draufdrücken in den Händen des Herrn F.einfach mal explodiert … da sie gerade senkrecht gehalten wurde, mit der Öffnung nach oben, gab es ein lustiges Bild des Herrn F., das ich aber leiderleider nicht für Euch festhalten konnte, weil der Herr, als er das Wort „Foto“ hörte, unglaublich flink (und tropfend) Richtung Bad huschte… also leider kein Foto vom Herrn F. mit holzleimtriefenden Augenbrauen und Händen … nur eins vom zugegeben kleinen Holzleim-Rest, der statt auf dem Herrn auf dem Boden gelandet war:

P1110324

Schaaaaade!

—-

Sonderanfertigung "Schraubenzieher, doppellang".

Sonderanfertigung „Schraubenzieher, doppellang“.

Es hat dann noch einige Tage gedauert, bis aus dem Chaos wieder ein gemütliches Wohnzimmer wurde. Denn als wir mit der 3. Holzleimflasche (was sich so ansammelt im Laufe der Jahre und beim zusammenlegen zweier Haushalte) dann die Klötzchen angeleimt und die Zwingen befestigt hatten (nicht ohne daß zuvor die ZWEITE Flasche auch noch geplatzt wäre, aber – man ist ja schlauer geworden, schön überm Papierkorb und bei ausgestreckten Armen…), mußten wir ja warten, bis alles fest war. Und als alles fest war und die Zwingen wieder ab – da ging die Klappe nicht auf. Offenbar waren beim festschrauben der Zwingen die Klötzchen um einen Millimeter oder so verrutscht. Also wieder ab damit, wieder dran damit, AUSPROBIERT, wieder gewartet bis der Holzleim fest war, und dann…. ja, dann…. dann mussten wir ja auch noch den Innenkasten wieder befestigen. Das aber geht nur zu 2. Außerdem braucht es entweder einen Schraubenzieher mit schmalem Griff (haben wir, aber mit falschem Kopf und nicht mit Wechselbits) oder Findigkeit beim anfertigen eines Sondermodells (haben wir – in Form des Herrn F.) Bei zwei berufstätigen Menschen, die nach der Arbeit ruhebedürftig sind braucht das Vorlaufzeit …. aber jetzt! Jetzt ist alles wieder ordentlich und funktionstüchtig. Ganz ohne weitere unliebsame Überraschungen!

Bei „Fix it“ eingereicht

 

Fjonka bastelt

Vor bestimmt einem Jahr kamen wir nach dem Kino bei ein paar Rahmen vorbei, die grad in den Sperrmüll sollten. Ich fragte – weil: das waren angefertigte, riesengroße aus Holz – und durfte mitnehmen. Das habe ich getan. Drei Stück. Einer davon hat beim lagern einen Sprung im Glas bekommen und ist dann doch im Sperrmüll gelandet. Aber ein anderer, den gedachte ich mir anzuschauen, jetzt, wo unser Wohnzimmer in neuen Farben prangt. Er hätte nämlich eine Supergröße, um an der Wand zur Küche zu hängen. Das Bild drin ist ja kein Hindernis, schon eher die silbrigweiß glänzende Farbe. Aber wer weiß….

Also irgendwann letztens einen Schlechtwettertag mit Zeit und Energie genutzt und losgelegt:

17.8.

Erstmal musste ich herausfinden, wie das ganze überhaupt zusammenhält, aber dann warens nur Papierklebeband und Schußklammern

Das "Vorher"-Bild hab ich vergessen *g*

Das „Vorher“-Bild hab ich vergessen *g*

Dann runter in den Keller. Schwierig: PLATZ finden und eine Möglichkeit, den Rahmen gut zu befestigen. Denn für meine kleine Werkbank ist er zu groß. Also kam des Großvaters große, alte zu Ehren:

P1110060

Ich weiß. Aber das bin ICH! Hätte ich erst Platz machen sollen, ich hätte garnicht erst angefangen…. Und: et hätt noch emmer jootjejange, nä?

 

Der Schwingschleifer hat wunderbar mitgemacht, des Opas Werkbank auch. Und tatsächlich kam unter dem häßlichen Lack ein sehr schönes Holz zum Vorschein, das wunderbar zum neuen Wohnzimmer und den Bienenbildern vom Äppelken passen wird *freu* Ich hatte echt einen Lauf, schnell war alles so weit runter.

Winkel und die Laibungen wollte ich dann mit dem kleinen Dreiecksschleifer machen, und prompt schlug Murphy zu (*klick*) Na klar, ich hab das abbe Klettfilz wieder drangeklebt. Aber bis das durchgehärtet ist, das dauert. Und schon war der Elan flöten. Ich bin sehr gespannt, wann ich weitermache. Ich möchte da keinen Tipp abgeben, ich kenn‘ mich….. zumal die nächsten Tage voll durchgeplant sind und ich eher der „sofort oder nie“-Typ bin. Ich werde diesen Beitrag mal auf „in einem Monat“ vordatieren, vielleicht gibt es mir ja einen Schubs, wenn ich sehe, daß der bald erscheinen könnte…..

24.8.

Ein Tag mit Energie und trockenem Wetter, dazu zu viel Wind, um in Ruhe sitzen zu können – wunderbar! Raus auf den Kellervorplatz mit Böcken und Rahmen, denn die Ecken schleifen, das geht auch ohne Werkbank. Der Kleber hat gehalten, und so hat der Rahmen bald in der Dusche gehangen – so, dachte ich, kriege ich am besten die Schleifstaubreste runter. Prima!

Und jetzt???? Jetzt müsste ich ein Passepartout besorgen. Dafür müsste ich wissen, was denn rein soll in den Rahmen. Das aber weiß ich noch nicht. Also liegt er jetzt in Einzelteilen im grünen Zimmer. Mal sehn, wann es weitergeht…

30.8.

Eine Idee gehabt, ausprobiert, festgestellt: jau!, nach Flensburg gefahren, das Passepartout passend bestellt. Wozu Urlaub nicht alles gut ist! Nächste Woche kann ichs abholen. Wenn denn das dem Herrn auch gefällt…. ich bin recht zuversichtlich, meist findet er meine Wohnungsverschönerungsideen gut. Aber man weiß ja nie….

8.9.

Manchmal hilft ein Blog-Entwurf, manchmal eine gute Idee, manchmal die Tatsache, daß wir beide Urlaub haben, manchmal alles zusammen – jedenfalls haben wir gestern gleich das Passepartout abgeholt, und vorhin weitergebastelt – zum Glück fand der Herr F. meine Idee gut. Und zur endgültigen Umsetzung waren auch unbedingt vier Hände nötig, so daß ich vom heutigen Gebastel nur den Endzustand vorführen kann 😉

Bitte sehr. Und: die Fotos im Bilderrahmen sind – vom Äppelken! Aus mehreren Fotokalendern und unserem Garten!

Die Arbeit hat sich gelohnt. Uns gefällt’s! 🙂 Und hat nichtmal einen Monat gedauert, das!!!

Natürlich kommen dann gleich weitere Ideen – wahrscheinlich bekommen unsere beiden Bienchen überm Sofa noch das gleiche Passepartout, weil uns sowohl der etwas wärmere Ton als auch der Kontrast zu den Bildern selbst gut gefällt. Aber das hat noch etwas Zeit, erstmal ein paar Tage gucken….


Aussortiert: eine durchaus ganz hübsche, aber wirklich für nichts und Niemanden passige (weil auf ein viele Jahre zurückliegendes Ereignis verweisende) Brosche.

 

Murphy

Und gerade, wenn man so richtig schön im flow ist, und es klappt viel besser als gedacht, und jetzt nur noch die kleinen Ecken und dünnen Laibungen mit dem Dreiecksschleifer, und in einer halben Stunde bin ich fertig – genau dann passiert das:

DANKE!!! :-(

DANKE!!! 😦

Das ist NICHT das Schleifpapier, das da weghängt. Das ist der Klettfilz am Schleifteller, der das Schleifpapier hätte halten sollen

Jetzt guckt Euch bitte DAS mal an!

Aber bevor Ihr guckt, lasst Euch gesagt sein, daß das mysteriöse, große Paket, das vorgestern hier ankam, losgeschickt worden war, bevor ich den Beitrag hier postete, der die Wohnzimmerfarbe zeigt und mich über eine neue Bilderlösung für die große Wand und wärmere Holzfarben zum grau sinnieren ließ. Das behaltet nun mal sehr gut im Hinterkopf, und dann guckt, was zwischen einer ganzen Rolle Malervlies und viel Luftpolsterfolie zum Vorschein kam:

P1110024 P1110023

Also, nicht nur, daß das Äppelken (denn von ihr kam das Überraschungspaket) gerochen haben muß, wie das Wohnzimmer aussehen würde. Sie hat auch noch meine Gedanken vorweg- und mir jede weitere Sorge um die Wandgestaltung abgenommen, und das mit selbstgezeichneten Bienen! Ich war – ja, fast kann man schon sagen fix und fertig von dieser Großzügigkeit, zusammen mit Können und Einfühlung – stand so davor und konnte es kaum fassen! (Übrigens: und mutig war das auch noch, denn ich bin doch ein klitzekleines Bißchen speziell, was die Gestaltung der Wohnräume angeht, und so konnte sie sich eigentlich keinesfalls sicher sein, ob dieses wunderschöne Geschenk denn auch so geschätzt werden würde, wie es nun geschätzt wird)

Und jetzt schaut bitte mal, wie das vorläufig aussieht:

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Mit der Farbgebung und den Monitoren, das ist ja immer so ein wenig schwierig, aber ich denke, es ist zumindest vorstellbar!?

Erst war da noch die Überlegung, die beiden Zeichnungen weiter oben und die“alten“, quadratischen Fotos in neuem Rahmen darunter zu hängen, aber schon am nächsten Morgen, als ich etwas länger draufgeschaut hatte, fand ich, daß die beiden Bilder, gut gehängt, genug sind für diese Wand. Der Herr F. sagte das gleich abends schon. Und uns gefällt das zurückgenommene der Bleistiftzeichnungen ausgesprochen gut, das würden die ja doch aufdringlicheren Fotos dann eher kaputtmachen. Nein, um diese Wand müssen wir uns, wenn wir es ersteinmal geschafft haben, die Bienchen ohne größere Wandkrater aufzuhängen, keine Gedanken mehr machen; das wird wunderschön werden 🙂

Jetzt also endgültig: FERTIG!!

Nach dem grillen ist die Malerfreundin zum arbeitsurlauben dageblieben, und so sieht er also jetzt aus, der Ofen:

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Gestrichen ist er mit Silikatfarbe. Wir finden ihn wunderbar so, ebenso den Blick vom WiGa aus – denn Ihr seht schon, nicht nur der Ofen hat die Farbe gewechselt….

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Gewöhnungsbedürftig der Blick von der Küche ins Wohnzimmer, es ist doch SEHR anders jetzt. Und deutlich kühler auch. Ein wenig edler dafür.

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Und das große, bunte Bild paßt nun wirklich nicht mehr dahin. Also qualmt schon das Hirn im Versuch, eine gute Bilder-Lösung für die große Wand hinterm Sofa zu finden; und tatsächlich habe ich schon erste Ideen, die aber noch reifen müssen 😉

Seltsamerweise ists auf diesen Fotos genau umgekehrt – da wirkt das ganze von der Küche aus harmonischer und nicht so kalt wie aus Sicht vom WiGa … überhaupt ist das ganze sehr, sehr lichtabhängig: bei Sonnenschein ists wunderbar, bei wolkigem Wetter oder Lichtschein aber habe ich doch Probleme mit einem leichten frösteln …

Insgesamt brauche ich, glaube ich, noch etwas Gewöhnungszeit. Und habe das deutliche Gefühl, daß wir eigentlich nun auch die Türen und Fußleisten neu streichen müssten, und zwar in etwas hellerem Farbton sowie die ganze Farbgebung umstellen (zB finde ich die Holztöne zu dem lichten grau super, nicht aber die schwarzen Bilderrahmen….) *seufz*

Habe jetzt ein Weilchen gesucht und kein „vorher“-Bild zum Vergleich gefunden, also gibt es nur dies  zum Grob-Abgleich:

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kurz vor dem ersten Farbtupfer

Fertig!!! (Erstmal)

Als wir aus unseren paar Tagen Kulturelle Landpartie gestern nachmittag zurückkamen – da war er fertig, unser Ofen! Die Baustelle abgebaut, der Durchgang in die Küche wieder frei, der Ofen verputzt, das Dach drauf – hui!

Was soll ich sagen? Wir finden ihn sehr schön – und garnichtmal sooooo riesig! Nein, der passt gut in unser Wohnzimmer 🙂

So wird es etwa vom Sofa aus aussehen

So wird es etwa vom Sofa aus aussehen

und so von der Wibntergartentüre aus

und so von der Wintergartentüre aus

Wirkt doch garnicht zu groß :-) Man sieht schon an den Ecken, wie der Putz heller weil trockener wird.

Wirkt doch gar nicht zu groß 🙂 Man sieht schon an den Ecken, wie der Putz heller weil trockener wird. Und unter der oberen Fliese guckt der Griff der Anheizklappe raus

Unten am Fußboden guckt ein Stückchen ganz heller Boden vor. Da war zuvor die Eisenplatte vor dem alten Ofen drauf, das wird schon schnell nachdunkeln…. Im Flur ist übrigens hinter dem zu öffnenden Gitter der Durchbruch gefliest, so daß wir dort ein kleines Rost zB mit Apfelschnitzen zum trocknen reinstellen können. Aber im Grunde können wirs ja auch aufs Ofendach stellen, da haben wir nicht richtig nachgedacht….. Na, das Gitter hätte eh reingesollt, um den Flur mitheizen zu können – jetzt kann mans halt nutzen, weil  wir eines zum öffnen bekommen haben.

Was jetzt noch fehlt: das muß durchtrocknen, und dann kommt Tapetenkleister auf den Verputz (der jetzt noch ziemlich bröckelt) – ein Tipp vom Ofenbauer. Ich hätte Tiefgrund genommen, aber er sagt, daß Tapetenkleister umweltfreundlicher ist und denselben Effekt hat. Wunderbar! Und dann kann gestrichen werden. Empfehlung: Kaseinfarbe oder Silikatfarbe. Außerdem müssen die Fliesen noch verfugt werden, und natürlich im Wohnzimmer alle Wände neu gestrichen, ein Stück Fußleiste angepaßt und angebracht und solcher Kleinkram mehr…. aber das kommt NOCH später *seufz*

Wir haben gestern erstmal gesaugt, gefeudelt, alle Flächen feucht abgewischt und dann das Sofa wieder ins Wohnzimmer gebracht. Unser Teppich ist noch in der Reinigung, aber wir wollten uns hinsetzen und das Prachtstück begucken können.

Weiter gehts…

…mit Berichten vom Ofen:

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Die Heizklappe ist etwas, von dem ich zuvor nicht wusste, daß es hineinkäme und wozu. Man kann sie an dem langen Stab, der nach außen führt, auf – und zuklappen. Im Normalfall ist sie geschlossen. Aber wenn es zB draußen wärmer ist als im Haus, oder auch, wenn man mal mit einem kleinen Feuer nur fix das Wohnzimmer anwärmen möchte, ohne daß der ganze Ofen durchwärmt – dann macht man die Klappe auf. Sie bildet dann eine Art Bypass fürs Rauchgas, das dann, ohne durch den ganzen Ofen zu laufen, den direkten Weg gen Kamin nehmen kann. So zieht der Kamin an warmen Tagen beim anheizen besser, oder der ganze Schamott wird nicht warm und überhitzt das Haus, wenn man nur eben mal ein Stündchen am Abend ein warmes Wohnzimmer haben will. Praktisch!

Noch etwas: dadurch, daß die Ofenbauer neben dem Ofen den Wandschutz (Decke) angebracht haben, ist uns klar geworden: die Wandscheibe von Küche bis Schiebetür, an der der Ofen steht, werden wir wohl, für welchen Anstrich auch immer wir uns entscheiden, einfach weiß streichen. Das beruhigt – sieht nämlich so gleich viel besser aus, als wenn neben dem Ofen noch ein kleines Stückchen „unten gelb, oben weiß“ rausguckt.

Der Gigant

Als ich am Dienstag von der Arbeit heimkam, habe ich – total ko von Erkältung plus Arbeit – erst nicht an ihn gedacht, dem sonst in den letzten anderthalb Wochen mein täglicher erster Blick galt. Der Herr F. fragte dann, ob ich denn gar nicht ofengucken wolle, und dann kam ein echtes „huch“!

Denn dadurch, daß bisher alles so klein wirkte, war ich ü-ber-haupt nicht darauf eingestellt, daß von einem Tag auf den anderen unser neuer Ofen plötzlich so aussah, wie wir es vor Beginn der Bauarbeiten vermutet hatten – nämlich

groß

Aber seht selbst:

Zur Erinnerung: der Zustand am Abend davor:

P1080806

und dann jetzt:

P1080836Hollerfuchs, das wirkt schon ganz schön heftig! Man muß sich vorstellen, daß die Deckenplatte ja noch etwas höher wird Und gegenüber dem Teil über dem Heizeinsatz etwas zurückgesetzt – es bleibt also nicht so „kopflastig“.

Von der Sofaecke aus gesehen (allerdings näher dran, da wo das Sofa steht, sind jetzt Arbeitstische) sieht man ihn im unteren Bild. Dese Blickrichtung wirkt zierlicher, finde ich.

P1080837und von innen sieht man inzwischen dies:
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Es bleibt spannend! 🙂

 

 

Ofenbank!

D

P1080759Oh-ha, da tut sich was: erst wurden unten die Züge fertiggemauert. Dieses weiße Material, das man an einigen Stellen herauslugen sieht – das ist keramische Faser (ich dachte erst: Glasfaser, weil es auf der Rolle ähnlich aussieht). Die kommt in Dehnungsfugen, die es an vielen Stellen gibt – schließlich entstehen im Ofenkörper enorme Temperaturunterschiede, die bringen das Material zum arbeiten, und das muß irgendwie aufgefangen werden, damit keine Risse entstehen. Man sieht jetzt auch, daß Ecken zT im Bild schon „abgerundet“ sind, damit das Rauchgas besser fließt und nicht so viel Dreck entsteht

 

 

P1080761  P1080762dann kam ein Deckel drauf aus ganz festem Ton mit Luft, zwei Lagen. Links Lage eins, rechts Lage zwei – so langsam kann man sich vorstellen, wie die Bank werden wird…. und dann: die erste Keramik, die Sitzfläche!

Das ist ja so spannend, alles!!!!

Abgesehen davon ist der Ofenbauer auch noch ein richtig netter Mensch, mit dem in den Kaffeepausen zu plaudern so viel Spaß macht, daß es manchmal schade ist, wenn wieder weitergearbeitet wird. Ja, und dann:

P1080763und am Feierabend am Donnerstag war die Ofenbank sozusagen fertig!

P1080764 P1080766Links sieht man, wie viel sowas ausmacht – die großformatigen Fliesen lassen das ganze wieder größer wirken und auch durch die Farbe wieder völlig anders als noch heute morgen. Und rechts kann man hinten einen Bleistiftstrich erkennen – so weit wird der „Überbau“ auf der Bank aufsitzen. Noch sind die Fliesen nicht verfugt. Aber die Färbung kann man schon recht gut erkennen – uns gefällt das helle grau gut! Außerdem ist jetzt ganz klar: die Bank ist allemal groß genug, daß der Kater Platz hat, sich auszubreiten – ich bin gespannt, ob er es auch tun wird 😉 Und wir werden durchaus auch zu 2. drauf sitzen können. Die Sitzhöhe paßt schonmal – man darf nämlich schon probesitzen!

Tags drauf dann, gestern, kam ich nach der Arbeit heim – uuuuund….:

Der Weg des Rauches: aus der Heizkammer durch das große Rohr, das rechts herauskommt in den linken Zug nach unten, von dort durch die Schleife in der Ofenbank erst nach links, dann nach rechts und dann durch den rechten Zug aufwärts. Schließlich wieder ein wenig nach links, um dann durch die Wand in den Flur und dort in den Schornstein geleitet zu werden, schon ziemlich abgekühlt dann. Glaube ich. Oder geht er vorher noch in den Teil ÜBER der Hezkammer? Muß doch nochmal nachhaken; ich dachte, ich hätte es intus… Durch die superheiße Verbrennung entstehen übrigens wesentlich weniger Ruß, Asche und Abgase als im alten Ofen.

Und jetzt ist Wochenende, am Montag erst geht es weiter mit dem Ofen, am Dienstag werde ich hier berichten.