So schön!!!

Was für ein Tag, der heutige 🙂

  • ich konnte gut schlafen (in den letzten paar Wochen wieder eine seltene Freude)
  • als ich aufwachte, sah ich schon durch die Rollospalten: es sonnt!
  • aufgestanden – oho! Eingeschlafen bei Sturm und Regen, jetzt (und den ganzen Tag über) herrlicher Sonnenschein und blauer Himmel
  • Biens fliegen und sammeln Pollen, wir machen den Garten winterfest – ein paar Regenrinnen geleert, den Gartenschlauch abmontiert, den Wassertank auf „Winter“ umgestellt – sowas halt
  • nachmittags dann los, wir sind spazierengelaufen, durch Wald und Feld (nicht allzu weit, aber doch) und haben uns Faulück angeguckt (demnächst auf IHREM Schupfen-Blog: ein neuer Dorfspaziergang!! *gg*) Wirklich schön, im November bei milden 14° ohne Wind in der Sonne – sehr fein!
  • nach etwa drei Stunden wurde es dann merklich kühler, weil die Sonne so langsam niedriger stand. Wir sind dann weitergefahren zu den drei Irakern (Überraschung!!)
  • Und da waren wir bis eben, und das war ungemein fröhlich, entspannt und nett. Wir haben arabisch gelernt 😉 (Ani whe Ente – Ich und du, Ente dschamil: Du hübsch – an den Herrn. Ente dschamile: Du hübsch – an die Dame….daß das arabische „Du“ hier, im deutschen, ein Federvieh bedeutet hat für allerhand witzige Wortspiele gesorgt) Aber wir haben auch durchaus ernsthaft am deutschlernen interessierte Männer erlebt, die mehr gelernt (und auch zT aufgeschrieben) haben als wir. Ich hatte die welcomegrooves ausgedruckt und als CD mit, aber leiderleider: das CD-Gerät, das ich dot stehen sah war nur ein Kassettengerät! Trotzdem hat auch der Ausdruck schon Anklang gefunden, und bis Dienstag hab ich das locker noch auf Kassette gezogen, dann können sie auch ohne Kurs oder uns an ihrer Aussprache arbeiten. Wir haben Tee getrunken (Tee = Chai – egal, was für Tee) und Wasser (aber das Wort dafür hab ich schon wieder vergessen). Für großes Erstaunen hat gesorgt, daß es hier Schnee geben kann (HERE? In *am A*** der Welt*???????? Really here????) und Eis. Und daß wir 30° als heiß empfinden. Ich – ICH, die ich früher den Spitznamen „Frostbeule“ trug – saß in der Stube nachher im T-shirt und schwitzte, so warm hatten die drei es da…. und daß es heute mit 14° viiiiiel zu warm war für November, das konnten sie kaum glauben (normal colder? 5 or 0° – SO cold?) Sehr schwierig ist übrigens für Iraki die Aussprache des Ü (Ö geht, Ä ist kein Problem) Das mußten wir bei jedem neuen Wort mit ü wieder neu üben. Uben? ÜÜÜÜÜÜÜÜben uuuuuben  sag üüüüüüü   üüüü? Ja, that’s it, ü! Üben!!!

Ein schöner Herbst-Sonntag, das – einziger Wermutstropfen: immer noch – seit Wochen jetzt schon – ist mir immer wieder koddrig und übel. So auch leider heute den halben Tag lang. Aber nuja, irgendwas ist immer….

Gähnen…

...und das werde ich dann wohl auch mal ein Weilchen tun...

…und das werde ich dann wohl auch mal ein Weilchen tun…

… ist die Äußerung, die mir derzeit am häufigsten über die Lippen kommt. Und wer (außer wenn Lohnarbeit ansteht) hauptsächlich gähnt, dem fallen nicht unbedingt die Blogthemen zu. Was soll man auch schreiben, wenn man die Tage zwischen Sofa und Küchentisch, zwischen Buch und Essen vorbeigehen läßt?

Nieselregen, der seit über einer Woche fast ununterbrochen aus grauen, tiefhängenden Wolken sprüht, hat die Sache nicht besser gemacht –  zwar war ich die Tage schon wieder ein Weilchen im Garten (der Dunst hing höher, es kam sogar mal kurz die Sonne raus, und ich habe ordentlich Stauden abgeschnitten sowie den Strauch-Efeu* eingesetzt, den ich vom Herrn F. zum Geburtstag bekommen hatte), aber danach kamen auch schon wieder die nächsten tieferhängenden Wolken und Nebel zogen auf…. dann blieb es zwar ein Weilchen trocken, und warm auch mit 12-14°, aber an allen meinen Frei-Tagen war es dabei stockfinster-zugezogen. Und an denen, an denen ich arbeitete: goldener Herbst. Pechfjonka.

Seit anderthalb Wochen ist die Tageslichtlampe wieder in Gebrauch. Aber noch wirkt da nichts, und bis es so weit ist, halte ich dann wohl besser einfach mal die Klappe! 😉

Also – bis in Bälde denne! (Wobei, ich kenn’s ja schon: immer, wenn ich bisher angekündigt hatte, daß da jetzt mal ein Weilchen nix passiert – dann floß mir danach prompt wieder die Feder über; man wird sehen *g*)

Diesen Beitrag habe ich am 18. Oktober verfasst – seitdem ist so viel passiert**, daß ich ihn immer wieder vor mir hergeschoben habe – ich vermute also, daß Ihr auch nun weiterhin keine Blog-Pause bekommen werdet *ggggg*


*wen der Strauch-Efeu interessiert, der sollte auf der verlinkten Seite herunterscrollen bis zu den Fragen von Kunden! Da stehen die entscheidenden Hinweise, die auch uns bewogen haben, diese ganz besondere Pflanze in den Garten aufzunehmen!

** naja, „passiert“ 😉 was man so „passiert“ nennt. Aber immerhin immer wieder was, das aus mir raus ins Blog wollte. Und mehr muß auch garnicht „passieren“, meiner unerheblichen Meinung nach – mir reicht das so durchaus aus.

 

8/12

Momentan reicht ein Monatsabstand garnicht aus, um zu zeigen, was gerade geschieht. Deshalb habe ich mal einige Bilder zwischengeschoben 🙂 – Mauszeiger über das Bild fahren = Datum sehen können. Das letzte ist gleichzeitig das Zwölftelbild, man sieht: es blüht fast nix – eine Sorte Herbstzeitlose, 2 Sorten Astern (die anderen noch (noch!!) nicht, wer weiß, ob sie’s überhaupt noch bis zur Blüte schaffen)  Edit: das mit dem „nichts“ stimmt eigentlich nur aus dieser Perspektive. Gestern kamen wir mal über‘ n Gehweg ran ans Haus, und da sah es recht bunt aus: der Schlangenkopf blüht noch immer, einzelne Mädchenaugen, cremefarbene „keineAhnungwiedie heißen“ haben sich sogar versamt und es gibt noch eine dritte, weiße Aster, die auch blüht.

Ein Zwischen-Bild fehlt leider – ich habe meinen Rucksack samt Fotoapparat, auf dem das noch war, auffe Arbeit vergessen. Ich werde es „die Tage“ noch einfügen, wer also nochmal gucken mag, der möge das tun 🙂

Edit: falsch erinnert- kein weiteres Bild auf dem Apparat, der inzwischen wieder im Hause ist.


Aussortiert: zwei Decken, waren unten als „Maler-Decken“, nicht schön, deshalb für Sozialladen und Co. ungeeignet, aber noch nicht verunreinigt. Und dann habe ich mitgekriegt, daß meine Bauchtanzlehrerin Handtücher, Decken, Boxen für die „Puszta-Hunde“ sammelt, über die auch sie ihren Zweithund bekommen hat. Man mag von solchen Weitweg-Tierrettungsaktionen denken, was man will (ich persönlich denke, daß unsere Tierheime hier voll genug sind und zumindest GELDspenden hier mehr erreichen können, weil sie nicht in Reisekosten gehen), aber ich finde schon prima, daß die Leute sich so engagieren – meine Decken werden dort jedenfalls ein sinnvolles Zweitleben führen können 🙂 Außerdem tun diese Leute auch etwas für Hunde dort in Ungarn. Siehe hier. Falls also doch Jemand meint, Geld geben zu wollen…. bittesehr 😉

Das wollten wir schon seit drei Jahren…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir sind beide fix und fertig, dabei hat der Herr F. mehr Kondition und Kraft bewiesen als ich. Da wir das Teil auf den Acker hinten haben fallen lassen, mussten wir aber auch heute gleich alles wegschaffen. Schließlich kommt der Bauer sicher bald und will den Acker umbrechen….

Warum wir das seit drei Jahren verschieben? Damals sagte uns der Baumpfleger, daß diese Erle ziemlich am Ende sei, und seither wollten wir sie im Winter, wenns mal alles hartgefroren ist, fällen. Aber entweder war es nicht gefroren (und dann hätten wir dem Bauern seine frische Saat kaputtgemacht, der säte in 2 von 3 Jahren nämlich immer schon im Herbst Korn ein), oder es war so viel Schnee, daß wir keine Meinung hatten, anzufangen. Jetzt also den Urlaub nutzen und zwischen Ernte und Aussaat schnell fällen, den Baum. Und tatsächlich hatte die Erle ja auch schon einen großen, sehr morschen Kern – so morsch und humushaltig, daß ich in das unterste Stück (außer dem Stumpf), zu sehen auf dem letzten Bild, gleich eine Hängeglockenblume eingepflanzt habe *g* Der Rest wird Brennholz.

Das ganze war wirklich harte Arbeit – wir haben ja nur eine kleine Elektro-Kettensäge, und da ist es ganz schön schwierig, die dicken Stammteile überhaupt durchgesägt zu kriegen. Und Unmengen kleine Äste abzuknipsen gab es auch, obwohl diese Erle, vorher betrachtet, im Vergleich zu ihren Nachbarn eigentlich nur ein kleiner, schmaler Stecken mit sehr wenigen Ästen war.

Aber jetzt ists geschafft, und morgen – am letzten Urlaubstag des Herrn F. (ich habe noch zwei hintendran) machen wir gaaaaaaanz sutje. Ist schon beschlossen!

7/12

September

September

Vorgestern – ja, vorgestern, da war noch einmal Spätsommer. In Eckernförde saß ich mit a im Windschatten am Strand in der Sonne, im T-shirt. (Raus aus dem Windschatten, und man wünschte sich sofort die Vließjacke plus Mütze – aber auch nur direkt am Wasser. wo der Wind weiße Schaumkrönchen auf die sonst so ruhige Ostsee pfiff)

Abends dann das Letzter-Abend-Essen mit teff und dem Grafen – wie schnell so eine Woche vorbeigeht…. – als wir aus dem Restaurant kommen, ist es schon stockfinster, aber noch einmal kann man im Innen-Dreß ohne Frösteleien zum Parkplatz laufen, ein Spätsommerabend.

Gestern dann musste ich mir eine Regenlücke suchen, um das Foto zu machen. Und der Ofen ist an. Man sieht erste rötliche Schimmer an den Weinblättern am Haus, Montbretien und Strandastern sind die Blumen der Stunde – und natürlich der Schlangenkopf, dem ich das ausbreiten nicht mehr verwehren mag, seit ich sehe, wie unsere Bienen jede Sonnenminute nutzen, um sich in seine Blütenköpfe zu zwängen.

P1110150Bei unseren beiden Pflegevölkern arbeitet der Nassenheider Verdunster. Im Liegenvolk merkt man, daß es bitter nötig ist: 89/120/ 310 sind die an den ersten 3 Tagen gezählten toten Milben. Sonnen-und Mondvolk brauchen keine weitere Behandlung; jetzt, nach Ende der „Wartezeit“, waren mal keine, mal eine Milbe tot in der Windelschublade. Bei den Sternchen sind wir unsicher. Es fielen täglich 3-4 Milben; wir sind noch uneins, ob wir ihnen bei diesen Zahlen eine Zweitbehandlung zumuten sollen. Ansonsten scheint es allen Bienen recht gut zu gehen. Das Sonnenvolk ist das kleinste, aber ich denke, es ist groß genug, daß es den Winter wird schaffen können, sofern Frau Königin fit bleibt – aber das ist ja eh immer die Grundvoraussetzung für alles…. Ende des Monats werden wir zur Sicherheit nochmal wiegen, aber eigentlich sollten alle Völker genug Futter haben um gut und satt den Winter zu überstehen, selbst wenn es ein langer, kalter werden sollte.

Menno!

Irgendwie war es ja klar. Aber trotzdem muß ich jetzt mal jammern:

Einer der helleren Momente. Seht Ihr die Regen-Schnüre?

Einer der helleren Momente. Seht Ihr die Regen-Schnüre?

nach einem schlechten Sommer gab es pünktlich an unserem 1. gemeinsamen Urlaubstag (das Wochenende war ja noch recht gut) den angekündigten Temperatursturz gen Herbst, und jetzt haben wir unseren Sommerurlaub, den wir aus beiderbetrieblichen Gründen erst jetzt nehmen konnten, bei Regen, Sturm, dunklen Wolken. Okay, das wäre den ganzen Sommer weitgehend so gewesen – aber jetzt hats auch noch unter 15°. Da bringen mir auch Wolkenlücken nichts

Der Vorteil: auch lang aufgeschobene Dinge wie Keller saugen, ein Regalbrett nachstreichen, Bilder aufhängen werden jetzt erledigt. Der Nachteil: sie werden unmotiviert und k.o. erledigt (außer dem Bilderhängen, darüber konnte ich mich freuen). Den 2. Tag sitzen wir schon drin (gestern und heute kein Fuß vor der Tür) und selbst zu Draußen-Dingen, die man tun KÖNNTE (wie Stadtbummeln) kann ich mich bei dem Wetter einfach nicht aufraffen. Unsere Besucher tragen es tapfer (sind im Moment zB in Husum) und lassen sich nicht verdrießen. Ich mich schon.

Bis vorhin gabs noch einen superspannenden „Rizzoli/Isles“ zum Trost. Den hab ich jetzt auch ausgelesen, und jetzt muß ich zusehen, daß ich mich für morgen aus der wetterpassigen Stimmung raushole und aufraffe, sonst werde ich unleidlich. Das kenn ich schon – mehr als 2 Tage Sturm Schlechtwetter plus nix zu tun und keine Lust sind fatal….

Hat wer ’ne gute Idee für morgen? Ich hab schon Veranstaltungshinweise gewälzt, aber alles, was reizt, ist nächstes Wochenende …

Die Wettervorhersagen sagen: es bleibt so.


Aussortiert: als hätten wir nicht vorgestern Schrott weggebracht – da steht wieder ein Eimer voll, den ich beim kellersaugen aussortiert habe und den wir nun wegbringen müssen….

Das Tunu

Denn dieses Wesen sitzt seit vorgestern in unserem Garten!

Dieses Wesen sitzt seit vorgestern in unserem Garten!

Es scheint sich recht wohl zu fühlen in seinem kuscheligen Nest,

Es scheint sich recht wohl zu fühlen in seinem kuscheligen Nest,

auch wenn der Gesichtsausdruck noch etwas zaghaft wirkt

auch wenn der Gesichtsausdruck noch etwas zaghaft wirkt

Ein Hasenkörper mit einem Menschengesicht – das ist genau umgekehrt wie bei Unut, der ägyptischen Göttin (*klick* für ein Bild), deshalb gehe ich davon aus, daß es wohl ein Tunu ist 😉

Wir haben uns angestrengt, dem Tunu einen guten Ort zum leben zu geben – immerhin lag es jetzt über ein Jahr platt da rechts neben des Herrn F. Bein auf dem Baumstumpf herum.

P1110124Bis wir uns seiner annahmen, es mit Mühen zu zweit zu seinem jetzigen Platz gebracht und hingestellt haben. Das war nicht leicht – denn immerhin, das Tunu geht mir bis zur Hüfte, und ganz schlank ist es auch nicht!


Aussortiert: eine Garderobenleiste, Stil 80er, Kiefer lackiert mit Holzknöpfen. Wech.

 

 

***, den 19. September 2014

Liebe Fjonka,

ich weiß, es ist kalt.
Ich weiß, es ist naß.
Ich weiß, es ist grau.
Ich kenne Dich, Du kannst das soweit ab, bist aber genervt von der laaaaangen, dunklen Zeit, vielleicht auch noch versehen mit diesem fiesen, weißen Zeugs, das es da manchmal gibt. Du hast das Gefühl, das geht schon EWIG so, und es wird IMMER so bleiben. Deshalb schreibe ich Dir heute diesen Brief.
Ich möchte Dich an den 18. September diesen Jahres erinnern, an den gestrigen Tag also, genauer gesagt, an dessen Abend. Du warst recht heftig erkältet, hast den ersten Tag wieder gearbeitet. Aber es war sonnig und erstmals seit längerem auch windstill, und da hast Du von der Arbeit aus den Herrn F. angerufen, und mit ihm abgemacht, daß er ein paar Steaks aus dem Froster holt. Als Du heim kamst, wollte er gerade im Windschutz – es war doch ein wenig aufgefrischt – die Feuerschale anheizen. Ihr habt also ein Feuerchen aus duftendem Lärchenholz entfacht, später Grillkohle drübergekippt, als das ganze durchgeglüht war, habt Ihr Euer Abendbrot genossen, dann wieder den Dreifuß beiseite gestellt und Lärchenscheite aufgelegt.
Ein Weilchen später, es wurde schon dunkel, hörtet Ihr auf der anderen Seite des Palettenzauns den Mieter mit Freundin zurückkommen und charakteristische Geräusche machen.
„Willst Du grillen?“, riefst Du
„Ja, wieso“
„Kannst herkommen, hier ist schon Feuer“
Also wurde nochmal Grillkohle obenauf gelegt, und die zwei richteten ihr Abendbrot, ein wenig später kam dann – unerwartet, weil es schon so spät war – noch die Kieler Freundin und bekam auch noch ein Würstchen, danach wurde wieder Feuer angeschürt – und so habt Ihr zu 5. gemütlich im vom Feuer leicht aufgeheizten Windschutz ohne das Bedürfnis nach Jacke oder Halstuch – der Mieter, Angeliter Urgestein, sogar im T-shirt – gesessen, geschnackt und Euch immer wieder gesagt:
ANGELN!
18. SEPTEMBER!!
DRAUSSEN bis viertel nach elf!!!

Nein, liebe Fjonka, es ist nicht immer schon kalt und naß und grau und dunkel. Und es wird wieder sonnig und warm und hell und auch dieser Winter wird vorbeigehen! Bald schon!! Und wenn Du das liest, wird schon jeder Tag wieder merklich länger und damit auch heller!

Die allerbesten Grüsse aus einem vergangenen, wunderbaren Herbst schickt
Fjonka

Kompost

Daß mir beim Kompost umsetzen mal eine Kröte auf der Forke hing war schon nicht schön, empfinde ich aber als relativ normal (dies‘ Jahr war da auch wieder eine, die hab ich aber nicht erwischt)

Daß ich aber diesmal eine fürchterlich schreiende, durchbohrte Maus von ihrem Elend erlösen musste – das setzt mir zu. Warum nur ist sie nicht geflüchtet, hatte ich doch schon mindestens zehn Minuten da rumgerödelt!?

R.i.p.


Aussortiert: eine Glasvase. „Das geht noch, ist doch nur ’ne winzige Ecke angeschlagen! Die nehm ich mit, statt daß sie auffe Arbeit in den Müll kommt“. Nein, geht nicht. Zumal ich wirklich genug Vasen habe und transparente Glasvasen eher unpraktisch finde, weil man das ganze Schmodderzeugs an den Stengeln nach 2-3 Tagen da so prima sehen kann….

Herbstabend

Gestern haben sie im TV gesagt, dieses Jahr habe alle Chancen, zum wärmsten seit Beginn der Aufzeichungen zu werden.

Für mich hat es jetzt schon einen Platz im Olymp der wärmsten und sonnigsten und widstillsten – zusammengefaßt: schönsten – seit 1989, will heißen, seit ich hier lebe.

Gestern- erster November – wars bei sonnigen windstillen 17° auch wieder herrlich. Ich aber hetzte durch den Laden, denn noch immer haben wir die Flut von Weihnachtsartikeln, die uns am Mittwoch überschwemmte, nicht so ganz in den Griff gekriegt… überall rief es
„Hier, ordne uns“ ,
„Wir haben noch kein Preisschild!“,
„Hast Du gesehen? Unser Fach ist leer!“, und im Lager
„Wir wollen auch raus in den Laden!!“

Irgendwann aber war Feierabend. Um 17:15 etwas war ich daheim. 13°, windstill. Kaffee gemacht, rausgesetzt. Schnell wurde es zu dämmrig zum lesen, der Zabi war nicht da – langweilig. Also rein, Untensilien geholt – und in der Feuerschale ein Feuer gemacht. Da saß ich (später: saßen wir) dann, bis das runtergebrannt war, da war’s dann 18:45, und ich war hungrig. Also dann rein und was gekocht.
Aber mir kam’s (zumal ich eh noch in der alten Zeit lebe, gefühlsmäßig), vor, als hätte ich bis abends spät am Feuer gesessen 🙂

Schön!!! 🙂

Heute hält sich der Hochnebel leider bisher, das ist nix dolles da draußen.


Aussortiert: fast vergessen, aber zum Glück hab ich noch eine kleine Liste, so daß ich jetzt nicht suchen gehn muß. Aussortiert habe ich den Inhalt eines vor Jahren „geerbten“ Picknickkoffers. Die Becher sind jetzt Meisenbecher, das von Jahren in diversen Kellern und Dachböden angeschimmelte Innenleben (mit Plastik bespannte Hartfaserbretter, an denen die Gummizüge zum befestigen von Bechern, Besteck etc angetackert sind) habe ich entfernt (Müll) Der Koffer an sich ist allerdings sehr schön: aus Korb, mit Lederschließen. Was tun? Den hab ich gesäubert und als Wollkorb befüllt steht er jetzt da. Praktischer und schöner als die vorherige Lösung, denn nun kann ich per zuklappen dafür sorgen, daß die Wolle nicht einstaubt. Und Salz- und Pfefferstreuer werde ich demnächst mal als Natronstreuer testen, wenn endlich Natron statt Zahnpasta auf der Kleinvieh-Agenda nach oben rutscht.

War eine sehr befriedigende Aktion, das!!

Geschwatze

Alle paar Jahre erleb ich’s. Und immer kapier‘ ich erstmal nicht, was ich da erlebe.
Aber von vorn:
vor drei Stunden, um die Mittagszeit rum, geh‘ ich mit einer Tasse Kaffee (wieder) raus in den Garten.
Irgendwas ist anders.
Es dauert ein Weilchen, dann hab‘ ichs:
Es schwatzt!
Ich bin in meinem Garten und fühle mich wie in einer Voliere voller gut gelaunter Wellensittiche! Nur daß das ganze leiser ist, eher so eine Art Hintergrundmusik. Und das ist bei Wellensittichen ganz anders. Wer mal welche hatte, weiß: die sind l-a-u-t.
Ich sehe mich, während ich weiter nach hinten, gen Sonne gehe, näher um – und dann klickt es!
Stimmt! Das kenn‘ ich doch! Wo sind sie?
Und schon sehe ichs überall huschen und flattern und hüpfen!
Stare!
Hunderte! Oder gar mehr? Schwer zu schätzen.
Überall in den Buchen, und dann auch – als sie sich ein Weilchen an meine Anwesenheit gewöhnt haben – auch in den Büschen.
Ein riesiger Starenschwarm hat sich im Garten gesammelt, und heute durfte ich sehen, was ich noch nicht sah: man erntet systematisch meine Holunderbeeren ab. Die Holunderbeeren, die ich gerstern abend noch der Freundin des Mieters erlaubt hatte zu ernten (ich hab ja schon meinen Saft)


Jetzt, drei Stunden später, sind sie wech. Das allerdings habe ich diesmal nicht richtig mitgekriegt. Schuld hat der Bauer. Dem fiel nämlich gegen zwei ein, daß er das gestern gepflügte Feld nun eggen und (gleichzeitig) einsäen will. Und das war so laut, daß ich offenbar den Auszug der meisten verpaßt habe. Es schwatzte weiter, aber als der Bauer weg war, wurde es plötzlich totenstill – ich merkte auf und schaute – aber ich sah sie noch, die Stare im Holunder. Und dann, nach wenigen Minuten Starre – Abflug. Aber eben nur von etwa 2 Dutzend, der Rest war wohl schon weg, und ich habs nicht mitgekriegt. Dabei ist das sowas tolles, wenn sich da Hunderte Stare aus den Buchen schwingen, eine Ehrenrunde drehen und abziehen!
Der Bauer hat übrigens gestern gepflügt, heute geeggt und gesät – beides bis auf einen Randstreifen, der an einer Feldseite sehr schmal, bei uns und zur Kuhkoppel hin aber mindestens 3-4 Meter breit ist.
Ich bin ratlos, freue mich aber für Biens und Blums….

PS: unten in den Kommentaren wird erklärt, was es mit dem Streifen auf sich hat! 🙂


Aussortiert: abgelaufene Medikamente *hust*

Herbsttag

Es herbstelt.

Es herbstelt sehr warm, sehr schön, sehr sonnig – aber es herbstelt. Viele Blätter fallen schon. Unsere Bienenkästen (jedenfalls die Stapelbeuten) sind deutlich geschrumpft – auf die zwei Zargen bei den Leihvölkern bzw die eine, große bei den Dadant-Sternchen, auf denen die Bienen dann hoffentlich gut überwintern. Die Herbstblüher – Fette Henne, Astern, Goldrute, Herbstzeitlose – blühen. Es windet, zwischendurch fällt ein Starkregen hier und einer da – der Teich ist voller als seit anderthalb Jahren. Die Pilze schießen, ich habe immer noch nicht nachgezählt, wie viele Sorten wir in diesem Jahr beherbergt haben. Die Schwalben sammeln sich (wenn ich auch nicht weiß, wo) und letztlich zog ein laut rufendes Dreieck von Wildgänsen über mir längs.

Es herbstelt.
Ich bin ja überhaupt keine Gedicht-Mögerin – dies ist die Ausnahme, ich finde es seit vielen Jahren schon genau „richtig“ und trage es irgendwie mit mir mit – es paßt einfach so auf diese Zeit, der Herr Rilke hat genau die Stimmung eingefangen, die sich mit einem Herbst verbindet, finde ich!

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

In diesem Jahr paßt das ganze Gedicht. Der Sommer war sehr groß. Ich wünsche mir natürlich, daß es noch eher zweihundert als zwei südlichere Tage gibt. Und doch:

Herr, es ist Zeit! Der Sommer war sehr groß.
Leg Deine Hand jetzt auf die Motorsäge,
und auf dem Hofplatz laß die Keile los.

Befiehl den letzten Stubben, brav zu sein;
gib ihnen noch die allerletzten Schläge,
dränge sie zu der Matte hin, hau‘ träge
die letzten Keile nun noch fest hinein.

Wer jetzt kein Holz hat, dem wird später kalt.
Wem jetzt schon kalt ist, der wird lang‘ kalt bleiben.
Wird frösteln, zittern, sich die Hände reiben
und wird in Zimmerfluchten hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

So. Das hat Spaß gemacht 😉 Hat sich so ergeben, wegen des „Herrn“, und plötzlich war ich mittendrin …

 

Erntezeit

Dienstag

Das hier soll der Holundersaft fürs Fruchtleder werden

Das ist der Imkertabak fürs nächste Jahr (wir haben noch ziemlich viel vom letzten, sonst müsste das deutlich mehr sein *g*): Rainfarn aus eigener Zucht

P1070358

Das hier soll der Holundersaft fürs Fruchtleder* werden. Heut‘ abend dann, wenn’s draußen zu kalt ist. Denn heute ist es trocken (!) und sonnig (!!) und über 15° warm (!!!)

Abends dann... hätte gar nicht mit so viel Saft gerechnet...

Abends dann… hätte gar nicht mit so viel Saft gerechnet…

Beobachtet habe ich vorhin, daß auch Hornissen es sich leicht machen, wenn sie können: nachdem ein Beuteflug mehrfach danebengegangen war, hat die Frau H. sich man eben eine bereits tote, nicht aber eingewickelte Fliege aus einem Spinnennetz geholt, säuberlich zerlegt und den Torso abtransportiert.

*Fruchtleder: hier. Ich befinde mich nämlich in der erfreulichen Position, nicht mehr davon ausgehen zu können, daß eh JedeR MitleserIn immer schon hier mitliest – allein gestern gab es drei neue AbonnentInnen für mein Blog, die (denn das gibt es leider auch öfters) alle nicht so wirken, als abonnieren sie einfach mal so Hunderte Blogs, um traffic für ihr eigenes abzufischen. Willkommen hier, Ihr!! 🙂


Aussortiert: einen Birkenstocklatschen. Als das letzte Paar „auf“ war, habe ich den besseren aufgehoben, in der Hoffnung, daß beim nächsten Paar der vom anderen Fuß zuerst völlig hinüber ist – und tatsächlich! Als ich vorhin gucken ging, war es der Latsch für die richtige Seite, der da noch wartete! Jetzt habe ich also doch noch ein noch gutes und ein Garten-Paar. Bis von dem auch wieder einer nicht mehr zu retten ist….

Grün und blau. Und schwarz. Und braun. Und spitzschnäblig auch noch! Das braune jedenfalls.

Heute ist April. Am besten sieht man’s, wenn man diesen Himmel anschaut:

P1070346Unter dem blauen da rechts saß ich noch kurz vor dem Foto. Dann kam das schwarze links 😉 Und so geht’s die ganze Zeit! Was dazu führte, daß ich zwar immerhin den Rasen mähen konnte (denn geregnet hat es bis jetzt – jetzt GIESST es gerade –  immerhin nicht), aber da es alle augenblicks so aussah, als ob es spätestens in einer Viertelstunde regnen würde, auch nichts langwierigeres (wie Holz spalten zB) draußen anfangen mochte. Also hab ich etwas anderes gemacht, aber davon berichte ich noch gesondert 😉

Jetzt zeig ich Euch noch was schönes, nämlich den Dicken im Blütenmeer. Jetzt, bei grad mal 15°, setzt er sich auch wieder mitten in die Sonne….

P1070345
Und was noch schöneres gibt es, für das es allerdings ein winziges Bißchen Phantasie Eurerseits braucht….. aaaalso…. stellt Euch vor, die Fjonka sitzt da auf dem Gartenstuhl in der (da gerade sonnigen) EckeZaunkönigIst ja unschwer zu erkennen, auch wenn ich mich lieber weiß eingezeichnet hätte. Es war aber meinem paint.net nicht begreiflich zu machen, daß ich das lieber gehabt hätte. Beim ersten Versuch hat es schwarz gezeichnet, dann habe ich auf den „rückgängig“-Pfeil gedrückt, eine Weile vergeblich nach einer Möglichkeit der Farbveränderung gesucht, den Pinsel auf „dicker“ eingestellt und wieder gezeichnet – da wars dann grün, keine Ahnung, wieso….. Naja, also. Eine im echten Leben nicht so grüne Fjonka sitzt also da auf ihrem Stuhl und liest, da hört sie an ihrem Hinterkopf ein schnarrendes Rufen, das sie mit „Zaunkönig“ assoziiert. Vorsichtig wendet sie ihren Kopf, schaut, hört wieder, justiert den Blick in Geräuschrichtung, schaut wieder, sieht etwas huschen – und dann!! Zwei kleine Zaunkönige hüpfen im Geäst des Weidetors herum. Der, der weiter weg nur als huschen erkennbar ist, ruft laut. Der andere ist still, aber neugierig – und kommt immer näher gehüpft! Oben im Geäst ist ein (natürlich ebenfalls grüner) Pfeil eingezeichnet. So dicht kam der Kleine und guckte mich neugierig an. So schön!!! 🙂

Und damit ein Bericht über die Begegnung mit dem Zaunkönig nicht gar so zaunköniglos ist, hier also- ein Zaunkönig!! Aus einem ganz besonderen Zaun in Ekenis. In jedem Feld des eisernen Zauns nämlich war etwas anderes, es gab noch Rosen, Efeu und eine Amsel zu sehen. Sowas finde ich ja toll, also schaut nur gut hin:
ZaunkönigEkenis1

Zum Schluß dann noch ein zaghafter Hinweis auf die kategorie dieses Artikels. August ist ja nun eigentlich noch kein Herbst. Aber ein August nach einem grandiosen, heißen, langen Sommer – und dann tagelang große Quellwolken, Regen, Wind, 13-15° – der lässt schon Gedanken an den Herbst aufkommen.

Ich hoffe, daß es noch einen schönen Spätsommer geben wird. Vor allem unserer Bienen wegen- bei DEN Temperaturen ist an weitere Varroabehandlungen nicht zu denken. Die sind aber dringend nötig… Na, wie gesagt: ich hoffe noch.

P.S.: gemeinsam mit dem Herrn F. habe ich nach längerem suchen am Abend dann gefunden, wo ich die Fjonka hätte weiß machen können. Aber es war ganz wo anders als sonst, weiß der Himmel, wieso. Und dann haben wir das Programm ge-updated, und danach war’s zwar auch nicht da, wo’s vorher war, aber immerhin wieder auffindbar….. Jaja, Computer….