Pappschnee

… liegt. Gestern abend gings los mit Schneeregen, pünktlich nach unserem Fischmarkt-Ausflug mit vier Irakern.
War kalt, aber nett, und wir haben uns in einer Bäckerei bei heißer Schokolade gründlich wieder aufgewärmt.
Jetzt also kommt der Winter doch noch. In den nächsten Tagen ist Dauerfrost angesagt. Es ist schon wunderlich: Du guckst raus, es gibt keine Farben mehr – und prompt sinkt das Stimmungsbarometer in tiefe Tiefen. Dabei war in den letzten Tagen auch nichts tolles zu sehen: es war stockfinster wegen Hoch- und zeitweise gleichzeitig auch Tiefnebel. Und der Himmel hängt jetzt höher. Aber dieses weiß, das macht mir zu schaffen, und es liegt nicht an der Rutsch-Angst, denn Angst ist nicht zu spüren. Tja, ich hab ja inzwischen einen ganz gut gefüllten Werkzeugkasten (spricht’s und dreht die Tageslichtlampe auf)

 

Geschafft…..

…zu vergessen, Fotos zu machen 😦

Mein Garten ist nämlich um einige Kilo Gestrüpp leichter – den Flieder zu Nachbars rüber habe ich „entwildwuchst“, zumindest in die Richtungen, in die Wildwuchs nicht so willkommen ist. Und eine monströse Stachelbeere, die seit immerhin 20 Jahren (seit ich hier wohne) keine Schere mehr gesehen hatte, gestutzt. In den ersten fünfzehn Jahren war die eh eher bemitleidens- oder bewundernswert, je nach Sichtweise: Mitleid hatte sie verdient, weil sie im tiefsten Schatten stand, Bewunderung, weil sie weiterlebte. Sogar Beeren hatte, kleine, die aber nie reif wurden.

Dann fiel die Mirabelle. Licht kam an Stellen, die sonst keines sahen, so auch zur Stachelbeere. Sie dankte es mit vielen neuen Zweigen, ja sogar mit Stachelbeeren, dunklen (also wahrscheinlich Josta), die reif wurden und schmeckten. Jedes Jahr dachte ich mir „die müsste ich aber langsam mal schneiden“ – und jedes Jahr hab ichs nicht getan, weil ich nicht so die Obst-Schneide-Expertin bin und deshalb nicht richtig weiß, wie.

Obwohl ich sicher weiß, daß der Winter nun eigentlich nicht die richtige Zeit ist, habe ich sie nun geschnitten – einfach deshalb, weil ich jetzt beser erkennen kann: was ist neues Holz, was altes, und wo steht was wie. Meine allgemeine Erfahrung mit Pflanzen ist eh: solange man genug stehenläßt, sind sie nicht nachhaltig böse drum. Und genug stehenlassen hab ich. Das, was nun noch steht, wird mehr Licht haben. Ob ich im nächsten Jahr viele Stachelbeeren haben werde, weiß ich noch nicht, denn ich habe altes und neues stehen lassen, so, daß sich möglichst nichts gegenseitig behindert. Und so kann die alte, tapfere Stachelbeere nun schauen, was sie draus macht – mir kommts ja nicht auf großen Ertrag an….
Was sie in den letzten Jahren auch getan hat: per Absenker viele kleine neue Stachelbeerbüsche im Umkreis von ca 2 Metern geschaffen. Einige hab ich stehenlassen, andere (die zu dicht bei oder zu nah am Weg waren) nicht. Alle hab ich von der Mutterpflanze getrennt. Man darf gespannt sein, was geschieht. Black Box Gardening vom feinsten. Braucht Jemand einen widerstandsfähigen, kleinen Josta-Busch? Ich hätte da welche…..

Wenn das mit dem Wetter so weitergeht (Hochnebel, düster, aber windstill, relativ warm und trocken), dann geht’s morgen weiter. Das Staudenbeet will ein wenig freier werden von Blattschichten. Damit ich Schneeglöckchen, Krokus und Co auch sehen kann, wenn sie herausspitzen. Trotzig werde ich diesmal kein schlechtes Gewissen haben. Hab ich mir jedenfalls vorgenommen *g*

 

Ach, war das schön!

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Auf dieser Bank hab ich mir am Sonntag (unter anderem) die Sonne auf die Nase scheinen lassen, habe den Wellen, den kleinen, beim plätschern zugehört und den Gänsen draußen auf dem Wasser beim rufen. Und in der Siedlung die ersten Hoffnungszeichen entdeckt:

die Zaubernüßchen blühen schon

die Zaubernüßchen blühen schon

Heute

p1000204in einem Monat ist Weihnachten.

Ringsum werden überall kräftigst Plastikzweige, Kitschfiguren und Stromkabel um die Häuser verteilt….
Beleuchtungswahnsinn, Geschenkestreß, Arbeitsrummel, Inventurtage –

heute in nur anderthalb Monaten ist das alles wieder vorbei.

Und die Sonne scheint!
Prima!

Geht doch, das mit dem halbvollen Glas *gg*


PS: Sie hat gar nicht gebohrt!!!! 🙂

Och nöööö

Graupel! Jetzt schon!

Wir haben aber laut Ansage Glück – nur heut‘ nacht noch mehr davon, dann soll’s trocken bleiben. Gut so, schließlich will ich morgen meine neue Brille abholen (schon wieder sind die Augen schlechter geworden!)

Am Freitag wird’s dann eh wieder wärmer, sagen sie.

Auf die Plätze….

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Sonne: vom Schuppen heruntergeholt, um die Kringelbeute bemalen zu können (als Schablone benutzt)

Die Flora steht in den Startlöchern. Gestern, am eisekalten, aber zeitweise sonnigen und immer windstillen Sonntag sind wir raus gegangen.

Die Zierjohannisbeeren, das Geißblatt, der Holunder haben nicht nur Blatttknospen, sondern schon kleine Blattzacken vorgeschoben. Die Mirabelle zeigt weiße Tupfen, sie will blühen. Krokusse werden täglich mehr, Winterlinge und Schneeglöckchen auch. Auf der Koppel, über die wir mit dem Dicken liefen, blühen an geschützten Stellen schon wieder die kleinen, lila Taubnesseln, die den Bienen im Herbst die roten Pollenkeile auf den Rücken zauberten. Die Vögel singen, die Buchfinken sind im Hochzeitskleid.

Erster Tagesordnungspunkt: Bienen wiegen (um zu sehen, ob noch genügend Winterfutter drin ist) Da wir kaum glauben konnten, was wir wogen (nämlich daß seit September kaum ein Gewichtsverlust zu protokollieren ist), haben wir bei zwei Völkern kurz den Deckel gelupft und gesehen: überall Futterkränze. Okay. Haben unsere Bienen offenbar nicht getan, was überall besprochen wird: durchgebrütet nämlich und dadurch viel Futter verbraucht. Außerdem haben wir, gerade noch rechtzeitig, die Sternchenbeute umgestellt. Einzelne Bienen kamen etwas später aus den Beuten, die tapferen – wahrscheinlich um Wasser zu holen, ein gefährlicher Job bei diesen Temperaturen, aber Wasser ist nötig, will man als Bien brüten.

Wir wollten das Insektenhotel, aus dem immer mehr Elemente herausbrechen/-fallen, renovieren und dafür reinholen. Aber viele Bambusröhrchen sind fein säuberlich zugemauert, auch einige Baumscheibenlöcher (gelernt: Stirnholz ist eigentlich nicht so geeignet, lieber seitlich einbohren. Aber ein paar Muttis haben es doch gewagt, in ausfransenderen, die zarten Flügel gefährdenden Stirnholzlöchern ihre Brut zu plazieren…) und zwei Lehmlöcher sind geschlossen worden. Also haben wir das doch lieber hängenlassen.

Frau Tonari ruft zur Rostparade. Verlinken kann ich erst abends – wenn Ihr das lest, bin ich auffe Arbeit. Der Zahn der Zeit nagt an der Sonne, siehe Bild oben. Auch bei ihr gilt „Der Lack ist ab!“, aber ich finde, es steht ihr ganz gut. Sie wird auch schon kräftiger, trotz Rost 😉 Wo sie durch die Wolken kommt, wirkt es kurzfristig frühlingshaft warm, aber insgesamt ruft zwar die Natur laut „FRÜHLING!!!“, aber der läßt sich Zeit – wir kommen kaum über den Gefrierpunkt hinaus.

 

Warum es winters schön ist, nach der Arbeit ein Stück bis zum Parkplatz zu laufen

P1070836Ich kann ergänzen, daß wir momentan so eine Art „Winterwonderland“ hier haben – vorgestern ein wenig Schnee, dann nachts Nebel und starker Frost (das habe ich ja gestern gezeigt) – alles ist weiß umhüllt. Es fehlt nur bisher die schon gestern versprochene Sonne. Und das allerbeste: schon am Sonntag solls alles vorbeisein, Plusgrade 🙂

Das glaubt mir sonst ja keiner

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neun Uhr elf

Leider hab ich zu spät dran gedacht zu fotografieren – als ich um 8 das erste Mal geguckt habe, waren’s noch -10°!

P1110379Ja, und in der oberen Ecke des Elch-Fensters ein besonderes Spinnennetz – mit Eckverstrebungen! Okay, das ist ’ne windige Ecke – muß ja bedacht sein 🙂 Der Spinnerich allerdings war nirgends zu sehen- verständlich- bei so einem Frost würde ich mich auch in eine geschützte Ecke verzeihen und auf besseres Wetter warten. Heut‘ nachmittag soll’s schon so weit sein: der Nebel soll sich verzeihen und die Sonne scheinen, bei dann um die 0°C. Mal abwarten…

Lagen-Look

Momentan trägt im immer noch eisigen Ostwind allerdings jetzt bei herrlichem Sonnenschein nicht nur der Mensch, der sich draußen aufhalten möchte, Lagen-look! Nein, auch unser Teich hat sich dieses Modetrends angenommen und zeigt aufs schönste, wie gut sich eisige Farben mit transparenten Materialien und herbstlichen Accesoires verbinden lassen:

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Ufer. Rechts ein warmes Herbstbraun, kontrastreich arrangiert auf eisigem Kristallweiß. In fünf Stufen variiert der moderne Tümpel dieses weiß bis zu einem fast tüllartig-durchsichtigen Blick auf den Grund

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von unten nach oben: Luftblasen, braunes und grünes Blattmuster, weiß-kristalline Auf- und Durchbrüche sowie aufgetupfte Bucheckern-Applikationen

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Ein sehr schöner Einfall: ins transparente Grundmaterial eingefügte grüne Ranken-und Blatteinlagen, darunter in mehreren Lagen ein dreidimensionales Muster von eisigen Blasen

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Der Winter-Typ bevorzugt kühlere Farbtöne. Als großer Tümpel kann man beides gleichzeitig tragen – hier die Variante „blaugrün“ mit Hahnenfußblättern und mehreren Luftblasen-Lagen

Und das- das ist, als ich von der Fotosession wieder auftauchte: eht Ihr die 2 Köpfe dahinten? Ich konnte es an den Bewegungen genau erkennen: da fahren zwei auf der Überschwemmung Schlittschuh! Ein großer Mensch und ein kleiner. :-)

Und das- das ist, als ich von der Fotosession wieder auftauchte: seht Ihr die Köpfe dahinten? Ich konnte es an den Bewegungen genau erkennen: da fahren zwei auf der Überschwemmung in der Koppel-Senke Schlittschuh! Ein großer Mensch und ein kleiner. 🙂

 

Falschrummer Wind

Seit vorgestern bläst es eisig aus Osten.
Aus Osten bläst es nur selten, die Wolken fliegen „gefühlt falschrum“. Ofen und Heizungen tun ihr bestes, aber vernünftige Temperaturen gibt es nur immer für wenige Stunden, wenn der Ofen richtig loslegt. Die Wärme halten bis morgens? Bei -6° plus Sturm in einem Haus, das von 1920 ist und in dem es durch alle Ritzen zieht? Nein, das schafft auch der beste Ofen nicht, und so sind erstmals in diesem Jahr (nein, in diesem WINTER) morgens die Heizungen warm.
Auffe Arbeit aber ist die Heizung kaputt – ich hoffe, wir kriegen heute noch Jemanden ran zur Reparatur. Gestern hatten wir die Wärme der Lampen und einen kleinen Heizstrahler, aber da gings, weil alle Türen zu waren. Im Verkauf, mit offener Türe – das ist ein Spaß…. ich komme mir doof vor, habe aber meine warme, schöne Fellweste jetzt zur Berufskleidung erklärt. Darunter einen dicken Pullunder, drunter Sweatjacke, Rolli, Unterhemd. Lederhose ist im Winter eh Standard, jetzt auch noch Pulswärmer. Und, sowieso und immer: Schlauchschal oder Buff-Tuch.
Wahrscheinlich werde ich heute aber eh nur die letzten paar Stunden an der offenen Tür verbringen. Schließlich ist noch das Lager zu zählen, und in dieser Zeit wird unsere Aushilfe wohl die Kasse hüten.
Wie auch immer: die Erkältung wittert schon ihre Chance, und ich schätze, sie wird sie bekommen.
Bald ist aber auch der Erkältungshonig (von dem ich noch berichten werde) fertig, dann wollen wir mal sehn, wer stärker ist!

 

10/12

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Seht mal, wie grün das alles noch ist! Und unten links – das ist eine NEUE Rosenknospe! Das unordentliche ist übrigens Absicht: wer’s nicht wußte: in den alten Staudenstengeln überwintern viele Insekten, auch im Eierstadium. Wer da alles abschneidet, der bringt sich um die Vielfalt im nächsten Jahr! Und das Laub ist auch wichtig, für Kröten, Igel, zund auch für viele Kleintiere und Insekten – und damit für die Vögel!

So, genug kluggeschnackt! Im Adventskalender drüben gibt’s heut‘ Schweine!

April?

P1110312Nein. Nicht April. 8 Dezember 2015. Und auf dem Foto sieht es wesentlich weniger aus als es ist. Ein großes Gesumme im Garten, wie beim Reinigungsflug! Kein Wunder, denn:

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Geschützt an der dunklen Wand und in der Sonne. Ja. Aber es ist frühlingswarm!

Wir haben heute beschlossen, daß unter diesen Umständen die Winterbehandlung mit Oxalsäure nur bei den Völkern durchgeführt werden wird, die aufgrund der Varroazahlen auch im brütenden Zustand nach dem Motto „jede tote Varroa ist eine gute Varroa“ eine Dezimierung dringend brauchen. Normalerweise behandelt man ja mit Oxalsäure nur, wenn die Völker brutfrei sind, weil die Oxalsäure nicht durch die Brutzellen-Deckelchen dringt. Deshalb werden die meisten Varroen, nämlich alle, die in der verdeckelten Brut sitzen, nicht erwischt. Gewöhnlich haben die Bienen um Weihnachten herum keine Brut, weil die Königin bei Minustemperaturen das brüten einstellt und 21 Tage drauf keine verdeckelte Brut mehr im Kasten ist. In diesem Jahr gab es bisher aber nur in zwei aufeinanderfolgenden Nächten überhaupt mal um -2° … es ist unwahrscheinlich, daß die Bienen nicht brüten…

Montag, 23. November, 8:50 Uhr

Dieselben Ausblicke. Kaum zu glauben, oder?

Heute: Windstill bei herrlichem Sonnenschein und klirrendem Frost (-5°) Wäre schön, wenn der restliche Winter dieses Gesicht zeigen würde statt des gestrigen!