Altwerden

Altwerden ist bei uns derzeit Thema. Allerdings nicht unser eigenes – aber wenn man die 50 überschritten hat, dann ists ganz normal, sich im Freundeskreis darüber zu unterhalten, was denn die Pflegekasse zum einen Vater, was das Krankenhaus zur anderen Mutter, was die Sozialstation zu noch anderen Eltern zu sagen hat – und bei uns sinds halt in den letzten vier Wochen gleich drei ole Lüüd, über die wir uns Gedanken machen*: de ole Mann und sin ole Fru, Volkers Eltern, die beide Mitte 80 sind und bei denen mit ihrem Schlaganfall vor einigen Wochen einges anders werden muß. Wen’s interessiert: sie ist wieder daheim, nimmt das ganze mit stoischer Heiterkeit – für die ich sie sehr bewundere – und vor allem: jetzt, wo’s wirklich nötig ist, kann sie Hilfe zulassen, und das ganz ziemlich ohne zu hadern – jammern ist eh nicht ihr Ding. Seins schon, aber er regelt und macht so gut er kann. Für uns ists schon leichter, seit sie wieder daheim ist (vorher war jeder freie Tag mit Krankenhausbesuchen belegt, und die gingen nicht unter 4 Stunden ab, samt ihn abholen und zurückbringen), ab nächste Woche gibts dann auch Sozialstation zur Hilfe, dann können wir hoffentlich in unsere alte Rolle als „lieber Besuch“ zurückschlüpfen und sind nicht mehr nötig als Helfer und Stützen – „wir“ heißt dabei immer: ein anderes Paar und wir beide.

De ole Lüüd haben übrigens ein riesiges Netz an Menschen, die sie mögen und unterstützen: Freunde, Nachbarn, Verwandte sind dabei, aber auch der Schäfer (der Brot mitbringt, wenn er kommt) oder die Putzfee (die auch mal mit de ole Mann zum Krankenhaus fährt). Das ist schon doll, aber jahrzehntelang sind halt auch die beiden die Gebenden gewesen, JedeR fühlte sich stets willkommen und angenommen dort. Jetzt gibts retour ….. sie haben sich das auch wirklich verdient, aber selbstverständlich ist das ja trotzdem nicht! Leider ist er mental inzwischen wirklich SEHR alt geworden, so daß er vieles als selbstverständlich nimmt, das das wirklich nicht ist. Sie aber weiß das von ganz innen heraus zu schätzen.

Aber ich sprach ja von dreien – und die Nummer drei wohnt in unserem Haushalt: unser Katz, der ja in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern wird!

Letzte Woche abends plötzlich brach er hinten weg beim laufen – ein Riesenschreck für uns! Zweimal kurz hintereinander sahen wir das, danach war er zwar noch steif, aber es ging wieder. Und seither merken wir: er tut sich nochmal schwerer mit aufs-Sofa-hüpfen, auch das hinlegen dauert manchmal lange, es scheint zu schmerzen. Nun war guter Rat teuer – mit dem alten Kerl zum Tierarzt????? Och neeee….. drei Tage lang hab ich mit mir gerungen und dann beschlossen: ich fahre OHNE den Kater hin und schildere das ganze erstmal. Das habe ich heute getan, und dann war plötzlich alles ganz einfach:

„Ja“, sagt die Tierärztin „das ist ganz klassisch, das sind fast immer Arthrosen, die dazu führen. Da brauchen Sie mit dem alten Kerl nicht herzukommen, wir versuchen das erstmal mit einem Schmerzmittel, und wenn das nicht hilft, dann gucken wir weiter. Aber ich schätze, das wird nicht nötig sein.“

Jetzt bekommt der Katz also täglich einmal Tröpfchen. Wir müssen ein paar Tage warten, dann sollte sich zeigen, ob sich was ändert. Und dann kanns  die nächsten 20 Jahre so weitergehen, wenns nach mir geht ….


*Meine Eltern – der Herr Papa wird morgen auch schon 85!!! – und des Herrn Mama halten sich glücklicherweise wacker!!

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Konjunktiv

Wenn es draußen so aussieht,

dann ist es schön, vom holzholen reinzukommen und sich mit auf die warme Ofenbank gelegten Füßen im Schaffellsessel aufwärmen zu lassen.

WÄRE. Dann WÄRE es schön……

Rituaaaaaaaaaal

Es ist wohl so – je öller, je döller wird die Wichtigkeit bestimmter Rituale und Abläufe im Alltag. Ich kenne es ja von mir selbst. Wahrscheinlich deshalb bin ich ein wenig gnädiger dem alten Katz gegenüber als ichs normalerweise bin – und schwupps, schon weitet sich das ganz normale Morgenritual ordentlich aus….

Früher:

Ich stehe auf. Kaum gehe ich die Treppe runter, klappert die Katzenklappe: der Dicke kommt. Maumaumau, erstmal wird nun begrüßt.

Einmal herunterbeugen reicht nicht, mehrfach, etwa dreimal, will er schon angesprochen und gestreichelt werden. Inzwischen sind wir im Bad angekommen (der einzige Teil des Rituals, auf den ich bestehe: erst Bad, dann alles andere).

Ist er genügend beachtet und begrüßt worden, dann setzt sich der Dicke hin, und wir beide putzen uns….

Dann gehts gen Küche, und erst wird die Kerze auf dem Tisch angezündet, dann dem Dicken das Essen gerichtet, dann mein Frühstück.

Hier fand früher das Morgenritual sein Ende.

Jetzt:

Ich stehe auf. Manchmal klappert jetzt die Klappe – oft aber auch nicht. Der Dicke hört nicht mehr so gut…. aber irgendwann bekommt er mit, daß ich da bin – der Dicke kommt. Maumaumau, erstmal wird nun begrüßt, meist bin ich dann schon im Bad beim zähneputzen. Ein wenig anspruchsvoll, denn auch mit Schaum im Mund reicht einmal herunterbeugen nicht, mehrfach, etwa dreimal, will er schon angesprochen und gestreichelt werden. Ist er genügend beachtet und begrüßt worden, dann setzt sich der Dicke auf den Teppich dort und wir beide putzen uns fertig….

Dann gehts gen Küche.

Sesam, öffne Dich…. nicht, daß nicht gleich neben der Tür eine Katzenklappe wäre…..

Erst wird die Kerze auf dem Tisch angezündet, dann dem Dicken das Essen gerichtet, dann mein Frühstück. Manchmal mag der Dicke gern in Etappen essen, dann wird zwischendrin ein Putzgang eingelegt. Das ist schön für mich, seit das neue Ritual besteht, denn dann habe ich eine Chance, schonmal an meinem Kaffee zu nippen, bevor der Dicke fertig ist mit essen *g*

Man beachte DAS EINE Bröckchen Rest….

Ich sitze beim Frühstück, der Dicke hat aufgegessen. Nun läuft er unruhig herum, maunzt, setzt sich vor die Katzenklappe gen Flur, maunzt, läuft herum – er findet einfach keine Ruhe, und das nervt mich.

MRAAAAAAUAUAUAUUUUU!

Ich weiß ja, was er will: er will in den Flur und von dort wahlweise raus oder nach oben zum schlafen. Beides könnte er einfach so tun – durch die Wintergarten-Klappen raus, durch die Flurklappe raus und hoch, die Tür lasse ich inzwischen oben eh offen. Aber nein, das ist nicht, was der Dicke will. Der Dicke will durch die Menschentüre in den Flur. Und ich soll mitkommen.

Dann will er sich in Ruhe entscheiden, ob er nun raus will oder nicht. Falls er sich für „raus“ entscheidet, will er sich in der Haustür nochmal end-entscheiden können.

Vielleicht ist ihm ja das Wetter zu schlecht, dann dreht er um. Währenddessen wird mir kalt, denn in der Haustür pfeift ein kalter Wind – das mal nur nebenbei bemerkt, nicht daß es irgendwas ändern würde *g*…. Immerhin kann ich den Entscheidungsprozeß mit leichtem schieben gegen den Dicken-Hintern beschleunigen….. Dann

  • geht der Dicke raus und ich kann meinen inzwischen abgekühlten Kaffee trinken gehen.

Oder dann

  • entscheidet sich der Dicke, doch lieber im Haus bleiben zu wollen, es folgt, was sonst auch manchmal OHNE Haustür-Stop folgt:
  • es geht der Dicke zur Treppe, nicht aber hoch. Erst muß ich den Vorhang beiseiteschieben und die ersten drei Stufen hochgehn, um ihn und mich davon zu überzeugen, daß oben offen ist – er flitzt (oder an manchen Tagen auch eher fast schon“zieht sich“) die Treppe hoch und ich kann meinen inzwischen abgekühlten Kaffee trinken gehen. Den Dicken sehe ich für die nächsten Stunden eh nicht mehr, es sei denn, ich gehe ins Arbeitszimmer und gucke in die Ecke mit der Decke….

Was tut frau nicht alles………

 

Türchen 17.12.: „Warum hieß der Oedi eigentlich „Oedi“?

Der Oedi, das war mein Herzenskater. Gestorben ist er 2002, lang ists her, aber nach wie vor erinnert mein Screenname beoi BookCrossing an ihn.
Aber wieso hieß er ausgerechnet OEDI?
Das kam so:

Eines Abends, ich wohnte in einer 4er WG mit zwei Katzen und Hund (ähm –  vier Menschen PLUS Hund und Katzen *g*) in Munkwolstrup, hatte ich grad Besuch. Alle WG-MitbewohnerInnen waren weg, also ging ich hin, als es an der Tür klingelte.
Es stand ein Freund von Ladypark dort, er war ein wenig hektisch und erzählte mir folgende Geschichte:

Morgens war er mit seinem Hund, einem Katzenhasser und -töter, spazierengegangen, da hatte dieser Hund in einem Gebüsch etwas entdeckt. Es war eine Lebendfalle, drin saß ein kleiner, grauer Kater. Ohje, nicht gut! Denn freilassen konnte R. den Kater nicht, der Hund hätte ihm den Garaus gemacht! Und Zeit war auch nicht, die Arbeit wartete schon.
Abends ist R. dann aber nochmal hingefahren, ohne Hund, und tatsächlich – das Katerchen saß noch immer in der Falle! Nun konnte R. den Katz befreien. „Mach’s gut“, sagte R., ging zu seinem Auto – ein Bus, wichtig für den Fortgang der Geschichte – , setzte sich hinters Steuer und ließ den Motor an. Aber als er losfahren wollte, lief ihm der Kater vors Auto und stand dort maunzend.
R. ist ausgestiegen, hat die Seitentüre geöffnet und gesagt „Okay, wenn Du mit willst, steig ein!“ Das aber hat der Katz nicht getan, also hat R. ihn weggescheucht und ist wieder in seinen Bus gestiegen – und wieder stand der Kater maunzend davor…. nochmal dasselbe also – R. raus, Türe auf – „Das ist jetzt das letzte Mal! Steig ein, oder laß‘ es bleiben!“ – und das Wunder geschah: der Kater sprang in den Bus!
Nun war guter Rat teuer – daheim der katzenhassende Hund, das Tierheim schon geschlossen…. das war der Punkt, an dem R. vor unserer Tür stand und um Asyl für den Kater bat, für eine Nacht nur, am nächsten Tag würde er ihn zum Tierheim bringen!

Ich war skeptisch: wie würden unsere Katzen reagieren? Aber nuja, her mit dem Katz! Und so brachte R. den Kater also rein und verabschiedete sich. Ohje, was für ein Häufchen Elend hatte ich da im Arm! Die Nase wund, mager das Tier – der musste schon länger dort gesessen haben! Erst später habe ich gesehen, daß auch die Krallen bis auf kleine Reste abgewetzt waren. Er muß mit Nase und Krallen versucht haben, aus seinem Gefängnis herauszukommen!
Erstmal ab in die Waschküche, wo unsere Katzenfütterstelle war. Dort hab ich ihm einen Napf mit Futter gefüllt, der Kater begann sofort zu schlingen, und ging zurück zum Besuch (der auch noch mit einem Welpen da war *seufz*) zur Küche – und dann, im Flur:
Ein Plumps, ein „MAU!“, und hinter mir her kam, das Futterklümpchen noch im offenstehenden Maul, der kleine Kater!
Nein, alleine sein wollte er nicht, dann lieber hungrig! Ich musste neben ihm stehen bleiben, bis er aufgegessen hatte!
Das war der Moment, an dem es um mich geschehen war. Das war MEIN Kater, der musste nicht ins Tierheim! Unsere Katzen reagierten freundlich, der Hund sowieso – wir hatten einen neuen Mitbewohner!

Oedi am 3. Tag bei uns – noch mager und mit wunder Nase….

Mehrere Tage lang ist mir der Kater nicht mehr von der Seite gewichen. Ging ich ins Bad – ging er ins Bad. Musste er aufs Klo, maunzte er, bis ich mitkam. Es war wirklich rührend! Und da, unten auf der Treppe sitzend, wartend, daß der Kater fertigwurde, da hatte Folgä plötzlich den Namen: Oedipus musste er heißen, denn es war klar: hier liebte Einer seine „Mutti“! *g* Oedi wurde daraus, und so hieß er dann auch. Daß mir weder Name noch die Assoziation von mir als „Mutti“ gefielen, das kümmerte Niemanden – der Name blieb.

Daß die Geschichte, die R. mir erzählte, sogar noch schöner ist als man erstmal denkt, das weiß man, wenn ich noch berichte, daß der Oedi bis an sein Lebensende nicht ertragen konnte, in geschlossenen Räumen zu sein. Egal, ob er tief schlief oder fraß: wurde eine Tür hinter ihm geschlossen, und sei es die Tür meines 25qm-Zimmers – sofort stand er vor der Tür und maunzte, bis sie wieder einen Spalt offen war. Autofahren war ihm dementsprechend ein Graus! Und dieser Kater war freiwillig in den Bus gesprungen, nur um nicht alleine sein zu müssen! Wie schlimm muß es in der Falle gewesen sein! Mir steigen jetzt noch die Tränen in die Augen, wenn ich davon schreibe.

Und was macht eigentlich das Katertier?

Zotteltier, gestern abend

Der Dicke kommt selten vor in letzter Zeit hier im Blog. Das liegt wohl daran, daß er derzeit einen sehr ruhigen Alltag lebt, wie das so ist, wenn man im hohen Alter ist.Ich hatte ja im Mai mal eine Art Bestandsaufnahme gemacht, und seither hat sich da nicht allzuviel geändert.

Häh!? Zotteltier? Hömma!!! Statt lästern lieber Leckerchen geben!

Nach wie vor hält er sein Gewicht, mal hat er richtig Hunger, mal frißt er die Reste des Abendbrots erst am nächsten Morgen auf. Er mag manchmal spielen, aber nur kurz, nach anderthalb Minuten „Jagd“ spielt er im liegen weiter. Und vor zwei oder drei Wochen hat er den linken unteren Reißzahn verloren. (Schmerzt aber nicht, also wohl wirklich verloren, nicht abgebrochen) Ansonsten geht er raus, aber kurz, meist nur „aufs Klo“, manchmal sitzt er aber auch ne Weile draußen und guckt. Oder inspiziert den Garten. Mir scheint, er läßt es sich einfach wohlergehen, wenn ihn kein Zipperlein plagt. Satt, gemütlich-warm vor dem Ofen oder auf dem Schoß verschläft er die meiste Zeit. Es sei ihm gegönnt…..

Dann eben nicht. Dann geh ich eben schlafen.

Mäkelig

Dicker heute, 10 Uhr 15

Als unser Dicker frisch bei mir ankam, vier Jahre alt war er da, da mochte er nur das Trockenfutter von Yams fressen. Alles andere blieb stehen.

Anfangs, in der Eingewöhnungszeit, hab ich ihm das dann besorgt – aber für kastrierte Kater ists alles andere als gesund, nur Trockenfutter zu fressen, und so hab ich ihn dann langsam umgestellt auf Naßfutter – durch immer größer werdende Naß- und immer kleiner werdende Trockenfutteranteile pro Mahlzeit. Geholfen hat natürlich auch der Futterneid, denn was übrig blieb, hat der Kilian gefressen….

Viele Jahre lang waren wir nun gewöhnt, daß der Dicke fraß, was wir ihm gaben, und das schnell. Selten einmal – alle paar Monate für zwei, drei Tage – hatte er keinen Hunger, aber bevor wir uns richtig sorgen konnten, war wieder alles beim alten.

Jetzt aber, seit etwa anderthalb Wochen, muckt er. Frißt unwillig, läßt Reste über, maunzt uns an… nachdem wir so einiges ausprobiert haben, haben wir festgestellt: es liegt nicht am mangelnden Hunger/ Appetit, sondern er ist mäkelig, warum auch immer. Gibt es mal Trockenfutter (ab und an bekommt er das“für lecker“ nochmal), ist alles leergeputzt. Auch „Lamm/ Pute“ ist beliebt, wogegen „Hühnchen/Rind“ sogar schon einmal weggeworfen werden musste und ein Test mit Supermarktfutter eine Totalverweigerung als Ergebnis erbrachte. Bei „Lamm/ Kartoffel für ältere Katzen“ half es, ein paar Trockenfutterbröckchen dazwischenzumischen, um den Appetit anzuregen

Nun ist die Frage: was ist los?

Liegt’s am Futter (das er sonst immer gerne mochte, aber vielleicht haben die ja was geändert!?) Oder liegt’s am Dicken? Man liest ja öfter, daß im Alter manchmal der Geruchssinn leidet, und die Katzen dann ihr Futter nicht mögen, weil es zu wenig riecht und damit auch schmeckt.

Ganz insgesamt merkt man unserem Kater doch langsam sein stolzes Alter von neunzehn Jahren an

  • Das Fell glänzt zwar noch, liegt aber nicht mehr so schön glatt an wie früher
  • er springt, sogar noch auf Tischhöhe (manchmal), aber oft auch mühsam
  • er läßt sich viel Zeit, schlendert eher hinter uns her als uns wie früher voraus zu laufen, wenn wir gemeinsam im Garten unterwegs sind (vor allem jetzt, wo’s recht warm ist)
  • oft erinnert er uns nicht an die Futterzeit (womit er sonst spätestens anderthalb Stunden vorher begann)
  • die hinteren Krallen werden lang, was dafür spricht, daß er doch deutlich weniger unterwegs ist, obwohl er nach wie vor gern draußen ist
  • seine Statur ist anders (hinten etwas  eingefallen-knochig, zB), aber das Gewicht liegt mit ca sechs Kilo im normalen Bereich, glaube ich (wir erinnern uns beide nicht so genau…)
  • und dann halt diese Futter-Mäkeligkeit.

Und immer bin ich im Zweifel: ist da jetzt schon der Tierarzt gefragt? Gäbe es eine Verbesserung der Lebensqualität, würden wir ihn hinbringen und checken lassen? Oder sollen wir ihn einfach in Ruhe altwerden lassen, und das, was wir sehen, ist normal und okay so? Der Herr F. ist ebenso hin- und hergerissen. Altwerden ist nichts für Weicheier, es stimmt schon – und dabei zuzusehen offenbar auch nicht *seufz* 😉

PS

Gestern den Beitrag wollte ich ja am allgemeinen „WMDEDGT-Tag“ posten. Seit der Dicke ihn mir allerdings in die Tasten diktiert und dafür posiert hat ist nun fast ein ganzer Monat vergangen – und unser Dicker hat seinen Platz gewechselt. Er liegt jetzt nur noch in der Ecke zwischen Schreibtisch und Schrank im Arbeitszimmer. Dort aber lag nur eine Papptüte, an der er sich ziemlich abgearbeitet hat, um sie bequem zurechtzufalten. Irgendwann konnte ich’s nicht mehr mitansehen…

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Und dann, Geflügelpest sei dank, hat sich sein Tag ja auch gezwungenermaßen verändert. Aber er kommt gut klar damit, ist halt doch schon ein alter Knochen…. vor einigen Jahren hat er richtig, richtig Randale gemacht, wenn über Silvester die Katzenklappe zu war. Wir mussten sie verbarrikadieren, weil er sie einmal wirklich kaputtgemacht hat!!!! (Wir haben’s gleich gemerkt, deshalb konnte er nicht ausbüxen) Jetzt scharrt er, aber damit hat sich der Protest auch schon.

Wünsche schönes Nikolausi!

Gestern

Gestern war Winter wie ich ihn mag:

Sonne, windstill, 12°

Die Tiere mögen ihn auch so: gegen zwei Uhr summte es wie in der Obstblüte – alle drei Bienenkästen waren belagert von sonnenhungrigen Bienen. Der alte Kater hat sich das mit uns zusammen angeschaut, ist dann beim Gang um den Teich ein wenig zurückgeblieben. Nur um dann – ICH BIN EIN KATER IN DEN BESTEN JAHREN UND ZEIGE EUCH JETZT MAL, WIE ICH FLITZEN KANN – an uns vorbei zu rasen, den gestreckten Galopp immer noch einmal beschleunigend bis zur Wintergartentüre.

Das habe ich natürlich nicht eben mal festhalten können, wohl aber, wie wohlig unser Dicker aussehen kann, wenn Jemand weiß, was guttut. Nämlich so wohlig:

🙂

Des Abends dann ein Schreck: beim heimkommen sehen wir ein Schild am Ortsschild:

Geflügelpest Beobachtungsgebiet

Gerüchteweise hatte ich gehört, daß im Sperrgebiet Katzen nicht frei laufen dürfen, also erstmal zum recherchieren an den Computer – und tatsächlich: Ausgangsverbot auf mindestens 15 Tage Ohje! Noch vor einigen Jahren hätte das echte Randale bedeutet – mal sehen, wie’s unser Dicker jetzt aufnimmt. Mit seinen 18 Jahren ist er ja doch etwas ruhiger. Etwas (siehe oben)

 

… noch eine …

Außerdem hat es heute einen ganzen, vollständigen Tag lang nicht geregnet (jedenfalls nicht hier bei uns daheim), und ich habe meine Pläne „wegen Sonnenschein“ geändert, bin nach der Arbeit nicht zum Friseur gegangen, sondern sofort heimgefahren und habe dann – nach Kaffee und Bienengucken – bis halb neun draußen gesessen, im Sonnenschein, mit dem Kater auf dem Schoß, unter der laut summenden Linde, später mit dem Herrn F. neben mir. Gelesen, zwischendurch der Linde und dem wunderbaren Vogel gelauscht, der in diesem Jahr jeden Tag laut abwechslungsreichste Strophen singt und sich niemals sehen läß. Habe über die Koppel geschaut, dem alt werdenden Katertier die ersten kleinen Filzstellen an schwer putzbaren Stellen im Fell entfernt (gestern mit einem leichten Stich im Magen entdeckt, daß er sowas jetzt hat…), eine Bionade getrunken und mich wohlgefühlt (!)

Premiere

Unser Dicker ist nicht ängstlich, eigentlich.
Es kommt Besuch? Hallo, sagt er auf kätzisch und streicht um die Beine.
Es gibt was neues? Oh, sagt er auf kätzisch – stutzt und geht dann gucken. Ein Zimmer wird ausgeräumt? Der Dicke guckt in die Ecken, die vorher verstellt waren. Der Ofen wird aufgestellt? Der Dicke guckt sich allabendlich genau an, was neues geschehen ist. Ein großes Paket kommt an? Der Dicke ist dabei, wenn es geöffnet wird.
Nein, unser Dicker ist nicht ängstlich!

Allerdings ist unser Dicker skeptisch.
Als wir unseren neuen Teppich bekommen haben, da hat er sich mehrere Wochen lang geweigert, den zu betreten. Immer ist er, um aufs Sofa zu kommen, außenrum gegangen bis zu der Stelle mit dem kleinsten „Teppichrand“, um von dort ohne Teppichberührung aufs Sofa zu springen. Einmal, wir lagen abends auf dem Sofa, sagt der Herr F. „OH“, und „guck mal!“ Da saß doch der Dicke mitten auf dem Teppich!? – Bei näherer Betrachtung aber zeigte sich: nix da. Auf dem Teppich lag eine gefaltete Zeitungsseite. Und auf der saß unser Kater.
Kilian hatte schon längst die dem Ofen zugewandte Teppichecke als Lieblingsplatz, da lief der Dicke noch mit Storchengang (ehrlich! Wir haben uns gehögt!!!) die drei Schritte über den Teppich. Und dann, nach Mo-na-ten, endlich – dann plötzlich lag er lang ausgestreckt auf dem Teppich. Und fortan tat er so, als sei es nie anders gewesen.

Jetzt haben wir unseren neuen Ofen. Und alle, die auch so einen Ofen haben, berichten, daß der Lieblingsplatz ihrer Katzen sofort die warme Ofenbank war.
Nicht so bei uns: der Dicke sprang wohl drauf, um zu gucken, was denn da jetzt neues steht – aber dann wurde die Ofenbank ignoriert. Ab und an haben wir ihn mal bei angenehmer Wärme draufgehoben. Ein vernichtender Blick- und unten war er. Ein seltenes Mal hat er es sich auf meinem Schoß bequem gemacht, saß ich auf der Bank. Aber immer hat er drauf geachtet, mit keinem Haar den Ofen zu berühren. Auf mir saß diese Katze. Nicht auf der Ofenbank. Auf der saß ich eben grade zufällig. Nicht der Katz‘! Nein, nicht er! Daran hat auch eine (für uns hingelegte, aber auch ihm verfügbare) Strick-Unterlage nichts ändern können.

Bis zum 23.12., abends um 20 Uhr.

Da waren Al. und Ab gerade bei uns zu Besuch, auf Bahnticket-Suche für ihren Sylvester-Trip nach Berlin*. Und als ich so zufällig mal hochschaue vom Laptop, da sehe ich das:

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So ist das also! Der Bann ist gebrochen! 🙂 Mal sehn, ob das nun zur Dauereinichtung wird- bisher habe ich den Dicken nicht wieder auf der Ofenbank gesehen….

Drei MInuten nach Veröffentlichung. Der Herr F. kommt hoch, liest – und sagt „Gerade jetzt liegt er wieder!“ Soso….

* Am 30. wollen sie los, zu 6. ab nach Berlin. Am 1. kommen sie zurück. Einen Schlafplatz? „Oooooh, neinnein, nicht schlafen!“ Soso *gg* „In Bagdad TV- Berlin, Party, Straße. Now we Berlin!“ Na, dann – viel Spaß….

 

Such‘ den Dicken!

Na? Wo isser??

Na? Wo isser??

Geplant war dies:

Ein Einleger für den Kleinholzkorb gegen jede Menge Holzspäne auf dem Fußboden

Ein Einleger für den Kleinholzkorb gegen jede Menge Holzspäne auf dem Fußboden

Aber dann begann ich zu schnippeln, und während ich schnitt und riß huschte plötzlich ein Katz‘ her und war mitten im Stoff. Und dann drunter. Und dann legte er sich hin. Und dann musste ich mein Vorhaben um mehrere Stunden verschieben, denn DA isser:

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So viel zum Thema „neue Lieblingsplätze“ – nie zuvor hat sich der Dicke UNTER eine Decke gelegt! Als wir von ladyparks Geburtstag zurückkamen lag er immer noch ganz gemütlich dort (die Fotos hab‘ ich auch erst da gemacht), und er rührte sich erst, als ich vorsichtig unter das Laken spinkste ….

Der Dicke sucht und findet neue Lieblingsplätze

Kann DAS bequem sein? Offenbar ja

Kann DAS bequem sein? Offenbar ja

Das hier IST bequem. Ich weiß das, denn in den ersten Wochen nach meinem Geburtstag (da bekam ich ihn) konnte ich noch dort sitzen....

Das hier IST bequem. Ich weiß das, denn in den ersten Wochen nach meinem Geburtstag (da bekam ich diesen neuen Sessel) durfte ich noch dort sitzen….

2 Stunden nach dem 1. Sesselfoto....

2 Stunden nach dem 1. Sesselfoto….

Täusche ich mich, oder sehe ich da so einen winzigen Hauch von Triumph im Blick? *g*

Täusche ich mich, oder sehe ich da so einen winzigen Hauch von Triumph im Blick? *g*

Dieser Sessel ist echt kuschelig!

Dieser Sessel ist echt kuschelig!

ICH jedenfalls säße auch gern dort. Ah! Da kommt der Herr F.! Und etwas später ist Platz im Sessel. ???

ICH jedenfalls säße auch gern dort. Ah! Da kommt der Herr F.! Und etwas später ist Platz im Sessel. ???

Okay. Achso. Manchmal hasse ich meinen Kater....

Okay. Achso. Manchmal hasse ich meinen Kater….

Katz‘ und Hund

…wollte ich schon ganz lang mal zeigen, das, und habs immer vergessen:

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Leicht gepuschelt

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Nicht entspannt, aber de-eskaliert und ruhig selbst auf kurze Distanz

Wenn man bedenkt, was für einen Aufriß der Dicke bei Hunden immer gemacht hat, solange Kilian noch da war, und ihn beschützt hat Und jetzt!? Erst gibts Puschelschwanz, dann gibts ein wenig Rumgeschleiche, und wenn der Hund einigermaßen entspannt (oder, wie Zoey hier, gut erzogen) ist, dann gibts nach einer Weile immer wieder mal Annäherungen (allerdings als Machtdemonstration – MEIN Revier; aber ohne fauchen oder Puschelschwanz oder so) und entspanntes sitzen in relativ kleinem Abstand.