Heute

„Interessant“ ist, wie erschöpft wir alle beide heute sind. Jetzt erst merken wir so richtig, wie belastend die letzten vier Wochen dann doch waren. Aber insgesamt merken wir doch: wir hadern nicht. Der Zeitpunkt war einigermaßen richtig, der Dicke hatte ein langes, gutes Leben, die schlechte Zeit war vergleichsweise kurz. Und es ist gut, daß wir beide seit dem 1. Mai Urlaub hatten (und haben), um für ihn da sein zu können – und jetzt noch ein wenig durchzuschnaufen und etwas zu unternehmen, das auch. Ablenken ist manchmal garnicht so verkehrt.

Ich war schon viel im Garten, zusammen haben wir den Rest unseres „Projektraumes“ zuende von Grassoden befreit und abgesteckt, wie das mal werden soll, etwa:

Das gerade, links neben der weißen Schnur, wird der neue Weg, da kommt erstmal Tragschichtkies drauf, wie überall, um das Niveau wieder anzugleichen und das ganze etwas abzumagern (das mögen die meisten Wildpflanzen viel lieber), und im Herbst wird mähbarer Kräuterrasen eingesät (Mischung Strickler)

Rechts die Schnur, die krumm und schief liegt – so ungefähr soll die Mauer laufen, rechts dahinter kommt die Abstützschüttung sozusagen. Am Rand irgendwo werde ich eine Kuhle davor machen und Lehmsteine zum verwittern einfüllen. Damit Wildbienen sich dort für ihre Nestverschlüsse bedienen können. Und Schwalben für ihre Nester, wobei ich denke, daß das eher nix wird: zu wenig offen für Schwalben dort. Aber ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, daß jeder Bereich, den ich anlege, Freunde findet, an die ich garnicht gedacht hatte – so wird es dann dort wohl auch sein.

In die Mauer soll ein Sitzplatz integriert werden, obenauf so eine Art zweisitzige Mauer-Bank (die wird ja nicht hoch; Stuhlsitzhöhe höchstens), damit man gucken kann. Da muß dann noch ein Weg-Abzweig hin…. ich weiß noch nicht, ob ich den Rest genauso einsäe und bloß seltener mähe, oder mit lichtem Saum-Saat, die hab ich auch gekauft.

Nachher werden wir noch einen kleinen Gang machen und irgendwo Seelenfutter (Torte) essen, und hastDunichtgesehen wird schon wieder Abend sein und wir werden erschöpft ins Bett fallen – immerhin haben wir beide gut geschlafen in der letzten Nacht (bei mir war das schon der Fall, seit ich von der TÄ bestätigt bekommen hatte, daß der dicke Bauch des Katz nicht auch „Schmerzen“ bedeutet. Seitdem konnte ich ruhiger gucken und abwarten. Daß er sterben würde, bald, war ja nicht mehr wegzudiskutieren)

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Vorbei

Unsere Zeit mit dem Dicken ist nun vorbei. Heute morgen haben wir einmütig festgestellt, daß es nun an der Zeit ist, einzugreifen. Gestern mochte er schon nicht mehr viel fressen, heute garnichts. Er hat den Vormittag draußen an seinem Lieblingsplatz vor der Hauswand verbracht, zwischendurch etwas getrunken (das wir ihm hingestellt haben) und ansonsten eher gekauert als gemütlich gelegen und kaum noch auf irgendetwas reagiert.

Im Moment sind wir einfach bloß traurig und können uns auch irgendwie gleichzeitig noch nicht vorstellen, daß das wirklich so ist. Wir hatten gehofft, er würde in Ruhe alleine sterben können. Ich bin aber sicher, daß es richtig war, und die TÄ hat das auch so bestätigt.

Fast einundzwanzig Jahre alt ist unser Dicker geworden, davon war er 17 Jahre lang bei mir; der Herr F. kennt uns nur im Doppelpack. Seit vor sieben Jahren der Kilian gestorben ist, war er ein zufriedener, meist gesunder Einzelkatz – bis vor etwa vier Wochen.

Wir haben ihn an einem seiner Lieblingsplätze beerdigt, unter dem Stamm, auf dem er so gern lag

 

Upgedatet nach TÄ-Anruf :-)

Gestern.

Heute habe ich soeben die TÄ angerufen, wir haben gestern abend beschlossen, sie sich den heftig angeschwollenen Bauch einmal ansehen zu lassen (und den ganzen Kater) Mal sehen, wann sie Zeit hat zu kommen, sie wird zurückrufen. Auf uns macht der Dicke einen so stark unterschiedlichen Eindruck, daß wir uns ein weiteres Mal eine neutrale Meinung anhören möchten.

Update: heute ist leider keine Zeit zu kommen. Aber trotzdem hat das Telefonat geholfen: sie sagt, sie bekommt oft Tiere zu sehen, die erst in recht spätem Stadium mit Gewächsen im Bauch kommen, die schmerzen eigentlich nie, auch wenn sie schon recht grotesk aussehen. Daß er sich nicht mehr auf die Seite legt, mag eher daran liegen, daß das unangenehm ist mit dem dicken Bauch. Allerdings kann es passieren, daß so ein Tumor in ein Blutgefäß einwächst, das führt dann zu inneren Blutungen und schnellem schwächerwerden, aber selbst da sind keine Anzeichen für Schmerz zu bemerken.

Unser Tierarzt hat einen Notdienst, auch feiertags. Sollte also dramatisches sich abzeichnen, können wir uns jederzeit melden. Sie würde aber von dem, was ich berichte, erstmal nicht auf „sich quälen“ schließen können. Wir müssen halt drauf achten, daß der Dicke sich weiterhin entleeren kann, sonst kann das zu Schmerzen führen. Gekackt hat er auch heute bereits, sogar ohne Verstopfung. Momentan liegt er draußen auf seinem Lieblingsplatz an der Hauswand.

 

Imkerlatein – still umweiseln, Landbiene (und ein Kater-Update)

Es ist zwar schon wieder eeeeewig her, daß ich gefragt wurde, was für Bienen wir denn haben, trotzdem – jetzt kommt die Antwort. Besser spät als nie! 😉

Wir haben die „norddeutsche Landbiene“ – da wir keine Königinnen zukaufen und auch nicht künstlich befruchten (was m.E. eine üble Tierquälerei ist) weiseln unsere Völker immer mal still um, wenn sie nicht abschwärmen und sich dabei eine neue Königin zulegen (es schwärmt ja immer die alte mit ab) Still umweiseln bedeutet: wenn die Königin alt wird oder unfit, dann legen Biens eine neue Weiselzelle* an und ziehen sich eine frische, junge Königin selbst ran. Die paart sich dann „wild“ mit im Umkreis fliegenden Drohnen*, und das Ergebnis ist genetische Vielfalt.
Das Ergebnis WÄRE auch eine Auslese auf für hiesige Gegebenheiten passende Bienen – bloß sind ja die allermeisten Imker „voll auf Carnica“ oder Buckfast (das sind Bienenrassen, die auf bestimmte Eigenarten wie zB guten Honigertrag, Friedfertigkeit oder/ und wenig Schwarmbereitschaft hin gezüchtet wurden), und so stammen inzwischen viel zu viele Bienen aus einem viel zu kleinen Genpool. Dazu kommt, daß immer mehr ImkerInnen auch noch Königinnen von Werweißwo kaufen, selbst aus weit entfernten Ländern wie Spanien oder Polen oÄ. Weil die im Netz oft günstiger angeboten und heftiger angepriesen werden als hiesige. Die kommen dann per Paketpost mit ein paar Arbeiterinnen angereist und bringen zwar wieder mehr genetische Vielfalt, aber auch Krankheiten und weniger Angepaßtheit an hiesige klimatische Verhältnisse mit
Trotzdem ist es wohl noch immer so, daß hiesige Bienen härter im nehmen sind, was das Wetter angeht: vor wenigen Jahren gab es einen Versuch: ein hiesiger Imker stellte mehrere seiner Völker auf einen BaWü-Standplatz direkt neben dortige. Ergebnis: hiesige Völker flogen bei kühleren Temperaturen, also morgens früher und abends länger, wenn die südländischen Verwandten noch dachte „uh, ist das unfreundlich, ich warte auf bessere Zeiten“ – das Leben ist hart an der Küste!! 🙂


* – Fachworte wurden schon in anderen Imkerlatein-Beiträgen erklärt


Unser Kater: gestern vormittag hatten wir uns schon entschlossen, heute die TÄ anzurufen, mit der Bitte um kommen mit einschläfer-Option. Zu ruhig war uns der Dicke – kein „mrrrr“ mehr, wenn er EineN von uns sah; wohl ging er raus, dort lag er bei 12° aber ohne sich groß für irgendwas zu interessieren (Ohren!!) nur rum. Wollte man sich ihm zuwenden, wandte er sich demonstrativ ab.
Gefressen hat er seit über einer Woche nur noch halb so viel wie nötig wäre, anderes als sein Urin-Futter weigert er sich seit Tagen anzurühren, auch das Päppelfutter bleibt unbeachtet.

Nachmittags dann fraß er, saß mit gespitzten Ohren im Garten, kam gar auf den Schoß und schnurrte dort eine Stunde lang vor sich hin, köpfelte und reckte den Kopf: „HIER KRAULEN, BITTE!!“

Gestern, abends dann, konnten wir seit langem stolz feststellen: unser Kater hat eine volle Tagesration gefressen (nach wie vor nur „nach Vorlage“ im liegen, aber er hat!) Es lebt eine kleine Hoffnung auf, weil er auch sonst munterer wirkt. 🙂

Wir werden sehen, was der heutige Tag bringt. Aber heute arbeiten wir beide: wenig Zeit zum beobachten oder ihm alle Stunde eine kleine Trockenfutterportion zu verabreichen (die einzige Art, zumindest die halbe Tagesration in den Katz zu kriegen. Legen wir ihm nichts vor, frißt er 2-3x am Tag ein paar Bröckchen, wenn überhaupt)

Einig

Inzwischen sind der Herr F. und ich uns einig: wir begleiten unseren Kater in seiner letzten Lebensphase. Nach der Entwicklung der letzten Tage können wir nicht mehr daran glauben, daß er sich nach Ende der Antibiotikums-Wirkung erholt. Eigentlich glaube ich nichtmal wirklich, daß er dieses Ende noch erleben wird.

Päppelfutter, von dem er bloß eine kleine Portion brauchen würde, um für den Tag zu haben, was er braucht, hat er genau einmal gefressen. An diesem Tag, am Mittwoch, hat er auch sonst recht viel angenommen, da hatte ich schon wieder ein wenig Hoffnung. Tags drauf wendet er nur den Kopf ab. Auch vor die Nase gelegte Bröckchen – jetzt mal 3, gleich 7, nachher 2 – das war’s. So sieht das dann aus:

Auch sonst mag er nichts nehmen. Er möchte einfach nicht fressen, und ihm das Päppelfutter per Spritze einzugeben, was möglich wäre – das wollen wir nicht, haben wir beschlossen. Trotzdem wird der Bauch dicker, schon länger. Wer weiß, was sich da drin ausbreitet!?

Am Mittwochabend war unser Dicker draußen, als ich heim kam. Als wir nach ihm schauen wollten, wollte er rein, ist aber dann, als er merkte: wir bleiben draußen (es war schön, wir wollten einmal durch den Garten schlendern) plötzlich wieder draußen gewesen – und mit uns gegangen. Auch sonst ist er, meist 2x am Tag, wenn er mal muß und Durst hat, lange draußen. Dann sitzt er da, mit gespitzten Ohren, guckt, was auf der Straße passiert, und fast wirkt es, als sei alles gut. Und ich stehe drinnen, betrachte ihn, und die Tränen rollen.

Drin liegt er dann wieder stundenlang, meist im Bad, auf dem Teppich. Mal sieht’s entspannt und gemütlich aus, mal nicht – wer weiß das schon? Ich nicht.

Der Herr F. meint, solange er noch gute Stunden hat, ists das wert. Ich tue mich schwer, aber ich will auch nicht zu früh eingreifen, bloß weil ich es schwer ertrage, nichts tun zu können. Immer schon war ich ja eher die „lieber ein Ende mit Schrecken….“- Vertreterin, egal in welcher Frage- Beziehung, Arbeit, Wohnsituation…. aber dies ist ja immerhin doch ein Leben, und wenn der Herr F. recht hat, und unser Stackel manchmal doch noch Dinge genießen kann, dann gilt es für mich, aushalten zu üben.

Hier ist ein „gute-Stunden-Video“ vom Donnerstag, man sieht aber auch gut den dicken Bauch – obwohl er an diesem Tag bis dahin nur etwa ein Dutzend Trockenfutterbröckchen und Wasser gehabt hatte:

Danach hat er noch lange draußen bei mir im Schatten des Tisches gelegen – meine Aufgabe war, dafür zu sorgen, daß immer dort, wo der Stackel lag, Schatten war…. so konnte ich wenigstens etwas für sein Wohlbefinden tun, denn Sonne kann er gar nicht mehr ab.

Wenn ich bloß sicher sein könnte, daß der Herr recht hat …. und schon drehts wieder weiter. Das wird wohl noch eine Weile so gehen. Hofft mit uns, daß wir es richtig machen!


Ps: ich sehe es selbst: auf den Videos wirkt das eigentlich gar nicht sehr dramatisch, im Gegenteil, halt wie ein alter Katz. Tatsächlich aber ist es durchaus sehr extrem, wie schnell immer neue Verschlechterungen sich jagen. Auch heute wieder frißt der Dicke nur sehr wenig, in kleinsten Portionen in größeren Abständen. Davon abgesehen wirkt er, bis auf den dicken Bauch, nicht sehr „schlecht“, er war mit draußen, stackelt weniger, ist auch nicht so lethargisch wie an den beiden schlimmsten Tagen.

Auf die Achterbahn

der Gefühle schickt mich unser Dicker, auch Stackel genannt, derzeit täglich.

Vorgestern wirkte er, als könne er sich kaum auf den Füßen halten. Und hat fast nichts fressen wollen. Davor und seitdem ist er wieder etwas munterer und standfester, aber egal, was wir bisher versucht haben (unterschiedliches Futter, anwärmen, pürieren ….) und wie gut die Lage ist, er mag nur etwa die Hälfte dessen fressen, was in so einen Kater täglich mindestens reinsollte.

Die beste Taktik ist: ihn immer wieder dran erinnern, daß er doch eigentlich jetzt gerade ein bißchen was essen könnte. Sprich: wir legen ihm fünf oder sechs Bröckchen vor die Nase. Vorgestern führte das nur zu einem flüchtenden Kater, gestern und heute aber frißt er die aber meist auf. An Ohren und Blicken merkt man, ob Nachschlag erwünscht ist. Sind die Ohren gespitzt und Katz guckt interessiert? MEHR! Blick weg, Ohren normal? Schluß. Legt man dann noch mehr hin, stinkts ihm: er geht weg und mag für die nächste Zeit nix mehr sehen und hören….

Eben habe ich nochmal mit der TÄ telefoniert. Einig sind wir uns, daß keine größeren Untersuchungen oder Stressereien mehr gemacht werden sollen (wie Blutuntersuchungen oder röntgen). Also wird aber auch zunächst unklar bleiben, ob wir es derzeit mit Antibiose-Nebenwirkungen zu tun haben oder mit einer Nicht-Verbesserung der Lage.

Alte oder kranke Tiere, sagt sie, mögen manchmal plötzlich Futter, das sonst nie in Frage kam – testen, testen, testen also. Und wir holen ein pastöses Kalorienbomben-Päppelfutter, davon reichen kleine Mengen, und zur Not kann mans per Spritze eingeben. Das tun wir mit seinem Schmerzmittel seit Tagen, der Druck, daß er fressen MUSS, weil sonst auch das Schmerzmittel nicht im Kater ist, ist seither raus. Gut für alle Beteiligten.

Momentan „hoffe“ ich, daß nach den 14 Tagen, die das Antibiotikum wirkt, sich ein wenig wieder alles normalisiert. Wir werden sehen, ob und auf welchem Level.

 

 

Update: Tierarztbesuch. Jetzt mit Update *gg*

Eine Erkältung hat der Dicke!!!

Kein niesen, kein Nasetropfen, nix haben wir bemerkt, außer einem komischen Geräusch beim fressen, das ich gehört und den Herrn F. habe berichten lassen. Als Frau TÄ den Kehlkopf betastete, hat der Stackel dann auch verräterische Geräusche gemacht.
Und wenn Katz erkältet ist, dann kann er schlecht riechen, und wenn er nix riechen kann, dann schmeckt das Futter nicht und wenn er dann noch Probleme beim schlucken hat….. und daß er so besonders matt und steif ist, erklärt sich so auch.
Der Rest ist „alt“, meint sie, und sonst wirkt er ganz gut in Schuß.
Nun bekommt er heute abend eine Spritze, und wir hoffen, daß er dann wieder besser auffe Füße kommt.Dummerweise hatte sie die Medizin, die sie ihm hätte geben wollen, nicht dabei, und nun muß der Herr F. ran, er traut sich’s zu. Hoffentlich klappt das!

Update am „morning after the Spritze“:

Der eine Tag Verzögerung hatte sich bemerkbar gemacht: nun leckte ein Auge, der Katz lag platt am Boden und die Geräusche beim essen waren stärker (allerdings wäre meine Assoziation weiterhin nicht „Erkältung“ gewesen, gut, daß die TÄ da war!!) Also rein mit dem Medikament! Sowohl der Herr F. als auch der Kater haben sich gut geschlagen, was die Spritze angeht. Ich habe vorne schön abgelenkt und den Dicken auf dem Arm gehabt – er hat nichtmal gezuckt!

Jetzt warten wir auf die erhoffte Besserung. Und jedenfalls hat der Stackel über Nacht schon fast eine volle Portion Futter vertilgt. Gut so!

 

 

Tja

Um das mal zu vervollständigen – es wechselt heftig!

Gestern abend mochte der Dicke nur wenige Häppchen fressen, erstmals auch ging über Nacht nicht der Rest weg, und heute morgen – kein Hunger 😦

Einzeln(!) vorgelegt, hat er „mit langen Zähnen“ sieben(!) Trockenfutterbröckchen genommen.

Tja.

 

Heimliches Blog-Abo??

Ich glaube, unser Stackel liest hier mit!

Keine zwei Stunden nachdem ich über ihn geschrieben hatte, kam er ins Wohnzimmer, hat erstmal den Rest vom Frühstück verputzt (jedenfalls einen guten Teil davon) – und sich dann erst zu mir gesetzt, laut schnurrend, und danach auf des Herrn F. Bauch gelegt.

Und so liegen sie jetzt in diesem Moment da:

Wenn DAS nicht gemütlich und zufrieden aussieht!?

Wahrscheinlich hat der Katz keinen Bock auf Tierarztbesuch…….

Stackelchen

In den letzten zehn Tagen etwa ist es sehr schnell abwärts gegangen mit dem Befinden des Dicken. Er schläft fast nur noch, er zieht sich zurück, kommt höchstens einmal alle paar Tage für Minuten zum Herrn auf den Schoß. Er putzt sich nicht mehr. Er jagt keinen Bröckchen mehr nach, sondern geht nur, wenn überhaupt, SEHR gemächlich zu ihnen hin. Abends frißt er erstmal nur die kleine Medikamenten-Portion seines Futters, immerhin aber zuverlässig den Rest über die Nacht verteilt. Die Morgenportion wird meist bis abends nicht leer. All das war vor 14 Tagen noch anders.

Nach wie vor besteht er darauf, die Treppe zu des Herrn Zimmer hinaufzugehen. Dort liegt er den ganzen Tag über auf seiner Decke. Als die Malerfreundin da war, ist er auch auf das Bett im Gespensterzimmer gehopst (das Zimmer ist ihm sonst versperrt) – das geht noch, sieht aber deutlich mühsamer aus als noch vor wenigen Wochen

Nach wie vor geht er raus, um zu trinken und sich zu entleeren. Aber nur noch dafür. Da er recht lange draußen bleibt, bin ich gestern abend mal mitgegangen:

Erst ging er zur Emailleschüssel, stellte sich mit den Vorderbeinen auf den Rand und trank in mehreren Portionen. Zwischendurch längere Pausen. Dann ging er ein paar Schritte und stand rum. Das kann dauern. Er wirkte eher in sich versunken. Schließlich ein Gang unter den Buchsbaum. Hier saß er eine Weile. Dann ins Gebüsch, pinkeln, scharren, zurück zur Emailleschüssel. Trinken. Danach dann saß er lange am Eck, aber nun spielten die Ohren, reagierte er auch auf Geräusche oder wenn ein Auto an der Straße längsfuhr. Irgendwann dann, es zog doch sehr kalt, einmal ums Eck, dort ist es windmäßig ruhiger, und weiter durch die Gegend gucken, alles im sitzen. Und dann zurück in die Wohnung. Alles in allem etwa zwanzig Minuten.

Insgesamt wirkt unser Dicker sehr verlangsamt, teils auch wackelig. Besonders nach den langen Schlafphasen habe ich das Gefühl, daß es lange dauert, bis er ganz in der Welt angekommen ist. Und ich glaube, daß das hinlegen ihm wehtut, weil er’s gaaaaanz langsam und in Etappen tut. Trotz Schmerzmittel. Liegt er erst, wirkt das allerdings immerhin entspannt. Er kauert nicht, sondern rollt sich ein oder liegt platt auf der Seite

Wenn ich sicher sein könnte, daß das alles das ganz normale „jetzt gehts verstärkt dem Ende zu“ ist, wäre alles okay, wenn auch traurig. Bloß fällt es mir so verdammt schwer, dessen sicher zu sein. Es kann ebensogut sein, daß er starke Schmerzen hat, die über ein „ich bin uralt, da tun halt sämtliche Knochen weh“ hinausgehen und es nach Katzenart halt nur wenig zeigt.

Dummerweise habe ich in der nächsten Woche nur an den Feiertagen frei, aber ich werde morgen vormittag mal die Tierärztin anrufen und bitten, sich ihn mal anzusehen. Hier, zuhause. Muß dann halt der Herr F. mit ihr reden, wenn es mir auch lieber wäre, ich wäre dabei.

Wie auch immer, es kommt mir so vor, als rücke der Abschied von unserem Stackel merklich näher.

Auf der Leitung

Setze mich aufs Sofa.
Strecke gemütlich die Beine aus, nehme einen Schluck Kaffee und klappe mein Buch auf.
Fühle mich beobachtet. Sehe hoch.
Der Dicke sitzt auf der Sofaecke und starrt mich an.
Lade ihn ein, auf meinen Schoß zu kommen.
Der Dicke sitzt auf der Sofaecke und starrt mich an.
Klopfe auf meinen Schenkel.
Flöte “ Na, Dicker, komm her!“
Der Dicke sitzt auf der Sofaecke und starrt mich an.
Sage „Was ist denn? Komm schon!“
Der Dicke sitzt auf der Sofaecke und starrt mich an.
Sage “ na, dann eben nicht“
Der Dicke sitzt auf der Sofaecke und starrt mich an.
Lese drei Sätze. Kann mich nicht konzentrieren. Schaue hoch.
Der Dicke sitzt auf der Sofaecke und starrt mich an.

Der Dicke sitzt auf der Decke auf der Sofaecke und starrt mich an.

Ach so…….

Ich klappe den freien Teil der Decke über meine Beine und den Schoß.
Der Dicke steht auf, steigt auf meinen Schoß, setzt sich und beginnt laut zu schnurren.

 

Katz, gestern

Des Abends plötzlich ein Anfall von „ich bin ein kleines, verspieltes Kätzchen“

Der Kater jagt dem Leuchtpunkt hinterher wie lang nicht mehr (normalerweise spielt er inzwischen, wenn überhaupt, eher ortsfest *g* – will heißen, mit zwei Pfoten im sitzen oder liegen) und dann flitzt er auch noch leichtfüßig die Treppe hoch statt wie sonst eher gemächlich bis mühsam, je nach Tagesform, hinaufzugehen.

Danach liegt er schnurrend auf meinem Bauch. Das macht er meist, und ich finde es sehr schön, gerade weil es meist unser einziger naher Moment am Tag ist (er sitzt lieber beim Herrn F. und ganz allgemein findet er „Schoß“ und „Bauch“ inzwischen schneller unbequem und sucht seltener unsere Nähe als früher.)

Rituaaaaaal geändert

Ein Jahr später hat sich das Morgenritual des Dicken grundlegend geändert.

Der Anfang ist ähnlich: WENN er mich hört, kommt der Dicke mich im Flur abholen und geht mit ins Bad, um sich nach seinen ersten Morgen-Streicheleinheiten, die er lautstark einfordert, zu putzen. WENN. Oft liegt er noch auf dem Sofa, auf dem er derzeit oft den zweiten Teil der Nacht verbringt (nachdem er raus musste. Dann kommt er ja durch die Einbahnstraßenklappe oben nicht mehr rein). Er merkt dann erst, daß ich aufgestanden bin, wenn ich zur Küchentüre hineinkomme.

Dann gibt es Essen.

Das olle, Müllberge verursachende und Zucker enthaltende Sh*** konnten wir zum Glück inzwischen wieder auf „Null“ zurückfahren, der Dicke bekommt blasensteinauflösendes Diätfutter. Zum Glück mag er das zumindest in Trockenfutterform inzwischen gern, sogar, wenn wir es ordentlich mit Wasser versehen reichen. So weit, so gut. Aber dann –

dann besteht unser Kater sehr rigoros darauf, seinen Vormittag oben in des Herrn F. Zimmer zu verbringen. Dazu müssen aber zwei Türen geöffnet sein, die wir oft vergessen, morgens offen stehen zu lassen. Wenn ich nicht schnell spure (schließlich frühstücke ich grad) tigert der Katz rastlos durch die Zimmer und setzt sich manchmal sogar an die Katzenklappe, nur um laut mit ihr zu klappern.

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Wie man sieht, kann Katz‘ auch wortlos sehr deutlich klarmachen, was Mensch zu tun hat. Man beachte, daß stets ein Ohr nach hinten gedreht ist. „Sie wird doch wohl mitkommen…!?“ *gg*

Liegt er erst oben, ward der Dicke meist stundenlang nicht mehr gesehen. Er schläft tief. Soll er, heißt das doch, er muß nicht pinkeln oder ist sonstwie „getrieben“. Wenn er allerdings mitkriegt, daß der Ofen angeschürt wurde, dann kommt er manchmal runter und legt sich ins Fell

Die Decke in der Ecke, über lange Monate DER Platz des Katz, ist seit Monaten total abgemeldet ….

 

Katze mit Steinen …

Wir haben eine Urinprobe abgegeben: Bakterien waren zum Glück nicht mehr zu finden, wohl aber Blasensteine. Zum Glück die harmlosere, basische Art. Die ist mit speziellem Futter wohl einigermaßen gut in den Griff zu kriegen. Jetzt gibts also spezielles Urin-Diätfutter, das den Säuregehalt des Urins hochsetzt, zusätzlich ins Futter noch so viel Wasser wie der Katz akzeptiert. Nach einigen Wochen wird dann der PH-Wert des Urins kontrolliert und ggfls nochmal eine Probe auf Steine geprüft.

Erstmal habe ich Naß- und Trockenvariante des Diätfutters mitbekommen. Gestern Abend zeigte der 1. Versuch: das Naßfutter mag der Diva schonmal überhaupt nicht 😦 . Da ist er mal eben schlicht in den Hungerstreik getreten. Dabei hatte ich auf die Naß-Variante gehofft, denn „möglichst viel trinken“ gehört auch zu den Wünschen der TÄ zur möglichst schnellen Behebung der Beschwerden. Also die Trocken-Variante, mit möglichst viel Wasser im Freßnapf dabei – das haben wir ja beim anderen Futter sommers auch schon gemacht, das hat der Katz immer ganz gut weggeschlabbert. Das ging gestern abend auch. Mal sehen, wie es weiter läuft *seufz*


Übrigens: falls sich hier jetzt Jemand fragt, wie man wohl bei einer Katze eine Urinprobe abnimmt – ich wusste das auch nicht: es gibt spezielle Katzenstreu, die das Gepinkel nicht aufnimmt, so daß mans dann zusammenlaufen lassen und auf eine Spritze ziehen kann. Allerdings mochte diese Streu, ganz gegen die Vorhersage der TÄ, unser Katz NICHT. Er hat, vermenschlicht gesagt, ziemlich geflucht – zum Glück aber hat er dann in merklich großer Not (der Weg nach draußen abgesperrt, das Klo mit normaler Streu weg; der Dicke tigernd, immer wieder in der „falschen“ Streu scharrend und weggehend, doch wieder in den Klo-Raum, wieder raus, maunzend, wieder rein…..) doch das Klo gewählt und nicht (wie ich schon zu befürchten begann) aus lauter Protest den Teppich oder den Boden oder….. der Liebe!!! 🙂

Kaum zu glauben, aber….

…. die TÄ hat mal wieder recht behalten:

Rückruf vorhin, Alles geschildert. Absprache: Antibiotikum absetzen, das nützt so nix*, den Magen sich beruhigen lassen – und: S**** ausprobieren, das Markenfutter mit dem Petersiliensträußchen.

Ich noch so: neee, der liebt Trockenfutter, das wird bestimmt nix. Sie so: Die meisten Katzen lieben das. Ich so: naja, probieren kann ja nix schaden, ab ins Auto, zum Supermarkt, zurück – und:

1x unter die Nase gehalten, der Kater steht auf und frißt eine halbe Dose leer! Und das ganz ohne Petersiliensträußchen! *g* Der hätte auch noch mehr genommen, suchte rundum – aber ich will nicht, daß er nach der Fasterei und mit dem Durchfall und Co das gleich wieder auskotzt. Kriegt er lieber in zwei Stunden wieder was.

Aber was für eine Erleichterung!!!! Nie, nie, nie hätte ich gedacht, daß das klappt!!!!!


*was das absetzen des Antibiotikums angeht: sie meinte, da er ja schon auf viel längeren Intervallen ist, hofft sie, es langt so damit. Aber so würde es bloß immer schlimmer (was wir ja auch festgestellt hatten, der Durchfall ist heftig geworden) In einigen Tagen ist dann eine Urinprobe angesetzt, um rauszufinden, was genau da ist, und gezielter vorgehen zu können. Mal gucken….