Die gute Fee

Als Kind wusste ich genau, was ich mir wünsche, wenn die gute Fee eines Tages kommt: Einmal im Monat möchte ich für einige Stunden mit einem Menschen meiner Wahl tauschen können. Wenn ich dann zurück „bei mir“ bin, soll ich mich erinnern können, was im Kopf des anderen Menschen abgeht. Er sich aber nicht. So könnte ich vielleicht endlich andere Menschen verstehen könnenwar (und ist) es mir doch immer wieder ein Rätsel, wie sie sich verhalten …..
Jahrzehntelang war und blieb das der Wunsch meiner Wahl.
Wunsch 2 und 3 (die gute Fee vergibt ja immerdrei Wünsche) waren nicht so wichtig, das variierte immer mal, meist in großen Linien („Weltfrieden“, „keine Krankheiten mehr“..)

Aber jetzt! Jetzt musste ich feststellen, daß ich einen viel dringlicheren Wunsch habe. Es ist mir offenbar gar nicht mehr so wichtig, zu verstehen, wie andere Menschen ticken. Was ich aber wirklich, wirklich immer wieder dringend brauche ist die Chance, ab und an mal die Zeit einen Tag vorandrehen zu können. Immer dann, wenn einfach nicht klar ist, wie irgendetwas sich entwickelt und es schier unaushaltbar ist, das abzuwarten, man aber auch nichts beschleunigen kann.

Genau das will ich 😉 (Aus dem leider inzwischen geschlossenen wunderbaren Bönstruper Dorfmuseum. (Schausende ist ein Ortsteil von Glücksburg, in dem eine Ziegelei war)

Zum Beispiel heute (am 27.6. schreibe ich dies) abend, da ich einfach nicht weiß, was mit Elsa los ist. Ob sie nun ernstlich krank ist und wir sie quälen, indem wir bis morgen abwarten – oder ob wir morgen aufstehen und es ihr durch die Ruhe und Sicherheit schon deutlich besser geht und sie auch wieder Appetit hat.

Bitte, gute Fee! Komm nu‘!!!!

Übrigens: Wunsch zwei und drei beträfen derzeit Natur und Umwelt. Da brauch ich dann noch gute, möglichst umfassende Formulierungen 😉 Es reicht ja nicht, z.B. eben mal Glyphosat wegzuwünschen, da wird dann schnell was anderes erfunden…. aber heute abend hab ich keinen Kopf, mir diese guten Formulierungen zu überlegen. Falls die Fee jetzt gleich die Treppe hoch kommt, wünsch ich mir einfach als 2. Wunsch, Wunsch drei erst in einem Monat zu wünschen, und dann diskutieren wir das hier aus, und dannnnnnn …. dann wird die Welt eine bessere sein – aber erstmal will ich, daß es JETZT morgen nachmittag ist. Sofort!!!


Heute: natürlich ist die gute Fee wieder nicht gekommen. Wie’s vorläufig ausging, habt Ihr wohl gelesen – doch die Betonung liegt auf „vorläufig“. Gestern abend war die Katze wieder merklich verhaltener. Sie legte sich zwar auf des Herrn F. Schoß, aber war doch seeeeehr ruhig, und gefressen hat sie auch nichts mehr. Immerhin getrunken – wichtig bei Fieber. Und das wenige, das sie gefressen hatte, blieb drin.

Die Malzpaste allerdings findet Elsa widerlich (El Mauski LIEBT sie….) Der TA meinte: dann eben auf die Pfote streichen, sie leckt sie dann ab. Wäre schon gut, wenn sie sie bekommt. Aber ich krieg das nicht recht hin, sie zuckt regelrecht weg, flieht dann auch. Das will ich ihr grad nicht antun, bespreche ich nochmal mit meiner TÄ.

Heute morgen wirkt Elsa zwar munterer, kommt an, streicht um die Beine – aber sie frißt nichts. Wahrscheinlich ist ihr übel, denn sie schnuppert interessiert an jedem Futter, wendet sich dann aber ab – und hat Durchfall. Aber die Nase ist kühl und feucht …. wirkt nicht wie Fieber.
Tja, das ist jetzt GENAU so, daß ich nicht weiß: TÄ nötig oder nicht? Ich werde gleich mal anrufen und um Rückruf bitten (morgen müssen wir ja eh nochmal hin. Reicht das? Oder ists wichtig, daß sie jetzt noch irgendein Medikament bekommt?)

Wen’s interessiert: ich werde hier updaten.

10 Uhr: Hab mit der TÄ telefoniert. Werde in Absprache mit ihr nicht gleich hinfahren, sondern gleich losziehen und nach der KG Sheba, Leberwurst und Hefeflocken einkaufen. Mal sehn, ob ich die Elsa nicht doch noch zum essen anstiften kann

14 Uhr: mühsam nährt sich die Katze…. Leberwurst, frisches Rindergulasch (das fiel mir noch ein, die STÜRZTE sich auf die Stückchen, die ich ihr mal abgegeben hatte), Hefeflocken überm Futter, warm gemacht – alles BÄH. Sheba: einige Happen um 12, weitere wenige Happen eben. Und: ich krieg das Antibiotikum nicht rein 😦 Verstecken is‘ nich‘, wenn Katz eh keinen rechten Hunger hat. Nun hat die TÄ aber eh Pause bis 16 Uhr. Bis dahin will der Herr F. hier sein, dann versuchen wir’s mit „Maul auf“ zu 2., und wenns garnicht geht, müssen wir halt deshalb doch noch zur TÄ fahren. Sonst würde ich bis morgen warten.

17:30 Keine Chance. Sie wehrt sich so vehement, daß wir das auch zu 2. nicht reinkriegen, und da sie keinen Hunger hat ist auch nix mit verstecken. Ab zur TÄ 😥

22:30 Ein richtig guter Abend: Elsa frißt wie ein Scheunendrescher, liegt auf dem Schoß, putzt sich, spielt sogar kurz einmal wieder! Aber sie hat auch erneut einen Fiebersenker bekommen müssen, wieder 39,6°. Diesmal gehts ihr aber danach deutlich besser als gestern. Ich bin zuversichtlich. Trotzdem wurde Blut abgenommen – ist uns auch lieber so, FALLS es was schlimmeres ist als ein Infekt, möchten wir das lieber wissen, wenn nicht, können wir entspannen. Gute Nacht!!!

Flöhe UND Läuse….

Wir sind zurück vom tierärztlichen Notdienst.
Kein Unfall, keine Brüche. Das ist die gute Nachricht.

Mein Hausarzt sagt immer:

Man kann auch Flöhe UND Läuse haben

also zwei voneinander unabhängige Probleme. Und so ist es wohl bei Elsa.
DieSymptone: Fieber, heftige Verspannungen im Rücken, Erbrechen, frißt nicht

  • Es kann ein bakterieller Infekt sein oder ein viraler. Oder ein Haarballen, den sie nicht rauskriegt.  Und daß fiebrige Katzen nicht fressen ist wohl normal. Das sind die Flöhe
  • Die Läuse: das verhaltene laufen, die kleinen Schritte kommen vom Rücken. Da könnte El Mauski Schuld sein, denn der hat sie ja auf der Treppe übel erwischt, da kann sie sich verdreht haben, oder sie ist eine Stufe runtergeplumpst

Elsa bekam drei Spritzen: Fiebersenker, Antibiotikum, Immunaufbau. Dazu Antibiotika für 7 Tage, Malzpaste gegen den eventuellen Haarballen.

Zuhause angekommen war das erste was sie tat: fressen und trinken. 😃 Bis jetzt ists dringeblieben. Das zweite war: Schwänzchen hoch, und mir um dieBeine streichen.

Toll!! Inzwischen hat sie sich auch geputzt und läuft etwas mehr herum, ist auch zum 1. Mal in ihren geliebten Fellsessel gegangen.
Es kann aber sein, daß sie wieder Fieber bekommt, dann muß ich morgen gleich wieder zum Tierarzt. Wenns ihr besser geht, erst am DI zur Kontrolle und für eine weitere Spritze.

Vorerst aber setzt gerade Erleichterung ein!

Elsa.

Kurz nach dem ersten Regen hat der Herr F. Elsa gefunden. Sie saß am Wassertank. Als ich dazukam, saß sie UNTER dem Wassertank und war sehr verhalten.

Es hat dann vielleicht eine halbe Stunde gedauert – mit hinter ihr hergehen, zureden, blinzeln – bis sie einmal GANZ kurz zu mir kam, um meine Beine strich, maunzte und wieder wegging. In der ganzen Zeit blieb sie sonst immer auf über einer Armlänge Abstand

Dann nochmal etwa eine halbe Stunde, bis ich sie in der Auffahrt zu Nachbars nah genug herankam, sie kurzerhand hochgehoben und ohne daß sie sich irgendwie gesträubt hätte ins Haus getragen habe.

Trotz aller Erleichterung – nein. Es ist NICHT gut. Wir vermuten inzwischen, daß Elsa eventuell in der Nacht zu gestern einen Unfall gehabt haben könnte. Sie läuft irgendwie komisch hinten und ist sehr verhalten. Ist aber auf „ihren“ Stuhl gehüpft (und grad eben wieder runter) und zeigte auch keinen Schmerz, als ich sie hochnahm. Mag aber nicht fressen – bisher nur zwei Trockenfutterklümpchen, als ich sie ihr vor die Nase legte. Und das dritte schon nicht mehr.

Die Theorie von der Entscheidung, nicht mehr hier wohnen zu wollen, ist obsolet. Sie wirkt traumatisiert, sicher ist sie deshalb nicht gekommen. In der ersten Nacht muß etwas passiert sein, denken wir jetzt. Gut, daß der Herr F. sie gesehen hat!

Im besten Fall hat sie einen Schock und eine üble Prellung oÄ . Wir haben ja schon öfter gesagt. „hoffentlich tut sie sich nicht mal irgendwann was“, wenn sie draußen so wild herumspringt (halben Meter aus dem Stand hoch, dabei drehen, landen irgendwo, wo sie nicht sehen kann, ob da ein Loch, ein aufrechter Stecken oder wasauchimmer ist, und so manches Mal ist sie auch schon auf dem Rücken gelandet…..) Im schlechteren hatte sie einen „echten“ Unfall und es ist ernstlich etwas kaputt

Wir gucken mal, wie es ihr morgen geht, und haben schonmal nachgesehen, wer Notdienst hat. Erstmal soll sie wieder hier ankommen und in sicherem Raum schlafen…. wir hoffen, es war die richtige Entscheidung, nicht sofort loszudüsen.

Elsa!?

Was ist sonst los an der „Katzenfront“? Ein Alltag ist da – El Mauski weiterhin viel draußen, tags aber zurückgezogen viele Stunden lang schlafend an unterschiedlichen Orten. Diese Zeiten nimmt sich Elsa, um vorsichtig, aber gern draußen unterwegs zu sein. Am liebsten mit menschlicher „Vorhut“, begleitet aus den gefährlichen Gefilden des Winter- und vorderen Gartens bis hinten. Gern auch in Begleitung über die Kuhwiese. Aber auch alleine, auch GANZ alleine, wenn Niemand Zeit findet. Rein kommt sie fast nie allein, aber sie paßt gut auf und schießt heran, wenn wir rufen.

Abends liegt sie gern auf den Beinen eingerollt, schmust und schnurrt. Manchmal kommt sie mit ins Schlafzimmer und übernachtet dort, immer an meinem Fußende eingekringelt – da ist Mauski ja dann ausgesperrt durch die „nur raus“-Klappe.

Eigentlich ist El Mauski sehr nett zu ihr. Selbst wenn die beiden im Wintergarten aufeinandertreffen (sie zögert beim raus, er kommt rein), huscht sie schnell weg, aber er rast nicht mehr hinterher, sondern guckt nur. Auch sonst ist das dollste, was er mal macht, nach ihr zu tatzen, wenn sie ihn von unterm Buffet (unter dem sie aber auch nicht mehr so oft Zuflucht sucht) anfaucht. Und meist geht er sehr freundlich auf sie zu, stupst auch, wenn sie ihn läßt – aber oft kommt eine unbekrallte, aber warnende Elsapfote gaaaanz langsam nach oben in seine Richtung – und das akzeptiert er dann auch und geht. Könnte Elsa entspannen, eine Freundschaft könnte entstehen.Das wäre auch deshalb schön, weil El Mauski durchaus von Elsa verunsichert ist. Er meidet – was aber auch bedeutet, daß er sich nach wie vor im Wohnzimmer nicht wirklich entspannen kann, und das ist natürlich sehr schade, denn dort sind wir ja oft gemütlich beisammen. Das wären wir auch gern zu viert.

Letztens gab es aber EINEN Abend, da kam El Mauski, obwohl Elsa in der Küche und ich neben meinem Gatten saß einfach auf des Herrn F. Schoß, hat es sich so richtig gemütlich gemacht, sich durchkraulen und gründlich bürsten lassen – auch von mir. Toll!!!! Als er dann irgendwann genug hatte, dauerte es keine fünf Minuten, bis Elsa seinen Platz einnahm *g*

Übrigens mögen beide Katzen sehr, gebürstet zu werden – das ist für uns ganz neu, bis jetzt hatten wir Bürstenhasser. Ich freue mich darüber, denn so kann man doch ziemlich viele Haare auf Klamotten, Sofa, Boden etc vermeiden, und für mich ist es sehr befriedigend, immer wieder ein großes Haarbüschel aus der Bürste zu zupfen, ich bin ja große „Grooming“-Liebhaberin *g*

Ich hoffe, das mit dem „zu 4.“ kommt auch noch irgendwann. Jedenfalls habe ich insgesamt das Gefühl, daß beide Tiere es inzwischen gut haben bei uns und sich zuhause und wohl fühlen – wenn auch nicht immer, aber das geht uns ja auch nicht anders 😉

Dieser lange Bericht war für übermorgen geplant und Stand der Dinge – bis vorgestern.

Vorgestern morgen dann ein fellfetzentreibender Streit zwischen Elsa und El Mauski (Haare, nicht Haut!!) Und am Abend mochte Elsa nichts fressen. Da es 27° warm war und sie nachmittags einen kleinen „Snack“ verputzt hatte, dachten wir uns nicht viel. Aber daß sie so garnicht aufstehen mochte von ihrem Stuhl, das fanden wir schon seltsam. Kurz bevor wir zu Bett gingen, wollte Elsa dann aber nicht mit hoch, sondern unbedingt raus. Okay…..
Morgens dann: keine Elsa. Rufen in Abständen: nichts. Bis halb elf hatten wir sie nicht zu Gesicht bekommen, und wir waren ernstlich beunruhigt – das gabs noch nie!!! Dann aber kam sie einfach so umme Ecke gelatscht, als wäre garnichts. Wollte aber nicht rein, nichts fressen, nicht gestreichelt werden …. hat uns gepflegt ignoriert (nein, nicht ganz – die Ohren gingen zu uns, und der Schwanz ein My nach oben) – und ab über die Au zur Kuhkoppel. Und danach wieder: keine Elsa, nirgends. Normalerweise sieht man sie immer mal hier, mal da – nix. Nachmittags gings weg, wir kamen abends zurück, riefen – keine Elsa, schon wieder!

Heute morgen dasselbe. Keine Elsa, nirgends. Die Stimmung ist gedrückt. Immerhin: Ich bin heilfroh, sie kurz gesehen zu haben. So wissen wir zumindest: sie liegt in keinem Graben, ist in keinem Schuppen eingesperrt….. es ist ihre eigene Entscheidung, uns zu meiden.
Aber was ist da bloß los???? Hat sie beschlossen, auszuziehen? Wenn ja – warum? Wegen dieses einen Mauski-Streits? War es der eine zu viel nach der entspannten Zeit zuvor!?
Oder liegts an der Hitze – kein Hunger, anfassen ist eher unangenehm – also sucht sie sich draußen ein kühles Plätzchen und gut is‘?
Wir sind wirklich ratlos und auch ein wenig traurig – und hoffen, daß der für den Abend angekündigte Regen unsere Elsa zurück in die trockene, warme Stube treibt.

„Kleine Lage“

Hier ist alles wenig erfreulich. Ich kann im Grunde froh sein, daß wir unseren Urlaub canceln mussten, denn meine Schulter ist Sch***, so daß ich daran eh keine wirkliche Freude gehabt hätte. Außerdem ist der geerntete Honig so zäh, daß er nicht richtig fließt und wir recht hilflos vor der Pracht stehen, weil wir nicht wissen, wie wir sie vom Wachs trennen und später in die Gläser kriegen sollen (seit zwei Tagen bullert im Bienenzimmer die Heizung, denn warmer Honig ist dünnflüssiger. Einiges haben wir damit auch rausgekriegt aus dem Wachs, aber heute werden wir den Rest wohl aufgeben), und nun hat sich auch noch der Kater wieder übel geprügelt, mitsamt Wunde an der Backe.
Schon wieder!
Ich dachte, die beiden haben das immerhin so weit geklärt, daß sie sich nicht mehr verletzen!
Richtig gucken konnten wir noch nicht, und jetzt hat er sich irgendwohin verzogen- keine Ahnung, wohin, er ist nicht aufzufinden 😦
Wenn der Wurm drin ist, dann richtig.

Immerhin, das Wetter ist toll! (DAS bei Regen und Sturm wäre gleich nochmal viel schlimmer zu ertragen)
Und ich habe gestern eine ganze Ladung einheimischer Pflanzen bei der Arche-Gärtnerei (die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, die hiesigen Pflanzenarten am Leben zu halten und zu verbreiten) abgeholt. In Etappen pflanze ich sie jetzt langsam ein (2 Stück, dann reichts wieder für einen halben Tag für die Schulter) und gieße morgens und abends fein brav.

Je 2x habe ich

Allium vineale, Weinberglauch
Allium scorodoprasum, Schlangenlauch
Caltha palustris, Sumpfdotterblume (für die Emailleschüssel eine, für den Teich die andere)
Clinopodium vulgare, Wirbeldost
Echium vulgare, Natternkopf (durch den Kahlschlag ists jetzt so sonnig hinten, daß ichs einfach mal ausprobiere…)
Primula veris, Wiesenschlüsselblume (soll in die Wiese)

Gestern konnte ich nachmittags nochmal ein wenig schlafen, und die heutige Nacht war eigentlich völlig okay, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich trotzdem insgesamt erstens sehr k.o. und zweitens recht geknickt.

Eigentlich möchte ich nur dies von der Welt

…aber die Richtung ist eher diese

Juchu!!! 😃

Kam sehr k.o. und übermüdet heim. Irgendwie wollte die Freude über das endlich beginnende Wochenende nicht einsetzen. Der Tag zog sich enervierend in die Länge. Keine Lust zu nix, laßt mich alle in Ruhe heute, auf daß der Tag schnell ende! Dann endlich Zeit für Hundeprofi.

Plötzlich eine Bewegung im Augenwinkel. Was ist DAS? Eine Elsa hat sich von der Ofenbank auf den Teppich geschlichen und sitzt jetzt vor dem Sofa! Und das, während El Mauski im Fellsessel liegt! Und schon hüpft sie hoch und kringelt sich schnurrend auf meinem Schoß ein!!!!

Ein Quantensprung!

Tatsächlich hatten wir seit etwa einer Woche schon bemerkt, daß Elsa sich deutlich freier in der Wohnung bewegt und ein und aus geht, aber das nun? Das ist neu – und wirklich, wirklich schön 😃

Und El Mauski? Der hat das sicherlich bemerkt, aber geduldet, weil er grad so schön gemütlich da lag. Auch er wird entspannter Elsa gegenüber!

Der Tag ist gerettet, und jetzt mach ich den Festplattenrekorder auf play und gucke weiter in die Glotze!


 

Nachtrag zum verdeutlichen: wenn El Mauski im Raum war hatte sich Elsa zuvor nur zwischen Ofenbank und Küche vooooorsichtig bewegt, jederzeit die Fluchtmöglichkeit unters Buffet im Blick

Aus der Serie „bequem ist Geschmackssache“….

präsentiert El Mauski heute die Folge „entspannt dehnen“. Dieser Kater braucht kein Liebscher&Bracht-Training. NOCH nicht. (Komm Du mal in mein Alter, Du Jungspund, Du…)

Elsa ist ein wenig konventioneller in ihren Entspannungsvorlieben.

Herrlich, noch so jung zu sein, daß man auf so hartem Untergrund so gemütlich fläzen kann!! *seufz* Wer erinnert sich an lange Nachmittage auf der Decke auf dem Rasen, in Bauchlage aufgestützt ein Buch lesend. Oder Nächte auf Isomatten … für mich alles keine Verlockung mehr, im Gegenteil. Die beiden Els aber genießen ihre entspannten Zeiten, ganz egal, wie die Lage ist. 🙂

Eine Bildergeschichte

Finde die Katze

Krrrrr – da isse, da isse, da isse krrrrrrrr

Ach, da isse ja!

Ja, aber warum schimpfst Du denn so, kleiner Zaunkönig?

Oh, was ist das?

Ohwei – koooooomm, schnell, koooommmmm, Mauski!!!

P.S. auch Elsa ist nicht wirklich beliebt – die Zaunkönigbilder sind beim spazierengehn im Garten mit ihr entstanden! Der kleine Kerl läßt sie nicht aus den Augen, schimpft furchtbar – und kommt mir dabei noch viel näher als hier. Aber ist trotzdem sauschwierig zu knipsen… Es muß mindestens zwei Paare im Garten geben, den einen hier im Hof, wo El Mauski nah beim Nest herumturnt – und den Wüterich im Garten. Der begleitet uns von Frühstücksplatz bis zum blauen Vogelhäuschen, ich geh davon aus, daß sein Nest irgendwo im Gestrüpp der Totholzhecke sitzt, mag aber nicht genauer suchen.

Osterimpressionen

Tatsächlich blühen die allerersten beiden Blumen im Kräuterrasen! Das rosafarbene ist, wie vermutet, der Reiherschnabel (Erodium cicutarium) aus dem Tütchen. Das weiße ist die Vogelmiere (Stellaria media). Die ist überall, also auch dort *g*  Es sind unglaublich viele Sämlinge, verschiedene, zu sehen. Ich meine, Braunelle zu erkennen, was mich freuen würde, denn die fehlt mir schon lange im Garten. Ich hab sie nur an einem winzigen Fleck im Staudengarten-Beet-Weg. Da hat sie sich selbst hingesetzt und breitet sich jährlich um vielleicht einen Zentimeter aus *gg* Dann gibts einen neuen Käfer zu bewundern. Schokolinus Osterius, der Oster-Schokokäfer. Er hatte sich in der Mauer versteckt…. Und was ist das da rechts?  Das da rechts zeigt exemplarisch, wie der Herr F. kocht. Liebevoll und langsam…. hier ist er dabei, jedes einzelne Bärlauchblatt abzuwaschen und zum abtropfen aufzuschichten …. als ich reinkam und das sah, MUSSTE ich einfach ein Foto machen! 😉 Das Pesto ist superlecker, aber wenn ich da länger zusähe, bekäme ich ein Magengeschwür. Muß ich aber nicht, zum Glück *gg*

Was zeigt das nächste Foto? Das zeigt die beiden Els Sekunden NACHDEM sie freundlich genäselt haben. Wieder war ich zu spät…. Das haben sie übrigens auch gestern wieder getan – nur wenige Minuten nachdem Elsa vor lauter Angst wiedermal einen Haufen unter sich gelassen hatte: sie war in den Anbau gelaufen, etwas später war El Mauski reingekommen und auch dorthin gegangen. Und als der Herr gucken ging, Minuten später, saß Elsa aufs Bett gekauert in der hintersten Ecke und El Mauski kam dem Herrn F. von unterm Bett entgegen und wirkte verstört. Was genau vorgefallen ist, wissen wir ja nicht, aber es roch nicht gut, und als El Mauski und Elsa wieder glücklich getrennt und woanders waren und ich gucken ging, fand ich auf dem Bett in der Ecke, wo Elsa gekauert hatte, das Häufchen 😦 Ach je.

Tags zuvor hatte es Spot on gegeben, weil El Mauski mehrere fette Zecken angeschleppt hatte. Schon von den vorherigen Katzen kannten wir es, daß sie das völlig unterschiedlich wegstecken. Hier wieder eine Überraschung: El Mauski, das nervöse Hemd, hat sich kein bißchen dran gestört, daß ihm das Fell zwischen den Schultern auseinandergepult und das nasse Zeug draufgetropft wurde. Er fraß einfach weiter. Dagegen die sonst ja schön anfaßbare Elsa (ich kann sie inzwischen einfach von des Herrn Knien auf meinen Schoß heben – platsch, bleibt sie liegen und schnurrt. Zum Beispiel): Panik im Blick, und nix wie weg! Nicht mal ihr Futter konnte sie wieder vorlocken, und einige Zeit durfte keiner von uns sie anfassen. Den ganzen Tag über blieb sie schreckhaft und wirkte angeschlagen.

Dann noch die wilden Tierchen. Rotschopfige Pelzbiene (Fotos), Ölkäfer, Zitronenfalter, Kleinen Fuchs, Acker-, Stein-, Erdhummel gibts derzeit häufig zu sehen. Sonne auch. Wir haben angegrillt und ein Osterfeuer gemacht, außerdem die Bienen durchgeguckt und die Honigräume aufgesetzt, denn der Raps beginnt schon zu blühen. Viel zu früh mal wieder, höchstens die Kringelchen sind schon so weit. Die anderen Völker sind noch nicht stark genug, um ordentlich Honig einzutragen, und ihre Brutnester sind lückig. Es hat nachts ja ordentlich gefroren, und wenn dann zu wenig Bienenmasse da ist, um das Brutnest warmzuhalten, dann stirbt da schon die ein oder andere Made…. aber wir sind ja nicht auf riesigen Honigertrag angewiesen, solange die Völker gesund und munter sind ist alles gut. Und abends fliegen die Fledermäuse. Anja, die Fledermauspäpplerin, schrieb,

bei den Nachtfaltern und Fluginsekten schaut es wohl leider aktuell nicht so gut aus. (…) Überall fallen die Fledis abgemagert vom Himmel und schaffen es nicht mehr in ihre Quartiere.

Wir haben noch keine gefunden. Die, die wir sehen, sausen vor dem erleuchteten Fenster hin und her – wie jedes Jahr. Sie wissen halt: wo hell, da Insekten. Hoffen wir, daß es genügend für sie sind. Ich hoffe doch – wozu haben wir denn schließlich einen schönen Naturgarten??

Die blaue Blume Hoffnung…

… blüht: In den letzten ist es Wochen „normal bis ohje“ zugegangen (wobei „normal“ bedeutet: ignorieren bis fauchen, Elsa paßt auf und flieht, falls sie woanders als auf ihren sicheren Plätzen ist, wenn Mauski reinkommt. Manchmal gibt es sehr freundliche Nase-an-Nase-Begrüßungen. „Ohje“ heißt: Mauski trifft unvorhergesehen auf Elsa und geht sie daraufhin so heftig an, daß sie einen Haufen unter sich läßt vor Angst)

Seit zwei Tagen aber geschehen unerhörte Dinge:

  • Elsa wagt sich wieder ins Obergeschoß, läuft dort herum, kommt des Nachts mit hoch und schläft bei uns
  • Mauski begegnet ihr dort, beide gehen auf Spannung. Der Herr F. spricht Mauski an und geht (wie er es wollte) runter – und Mauski kommt mit! Elsa folgt, als Mauski mit dem Herrn im Bad ist.
  • im Garten: Elsa hat eine Maus gefangen und spielt mit ihr. Mauski kommt, sieht Elsa. Erstarrt. Schleicht zu ihr hin. Irgendwann sieht sie ihn und – spielt weiter! Mauski immer näher. Irgendwann flieht Elsa dann doch, Mauski hinterher – aber kein Geschrei, nirgends, und kurze Zeit später kommt Mauski zurück und sucht Elsas Maus (die die Chance ergriffen hat, in ihr Mauseloch zu fliehen)

Es ist wie ein geplatzter Knoten! Wir hoffen, daß es so bleibt, oder zumindest immer mehr in diese Richtung gehen wird, wenn Rückschläge kommen.

Ich hätte Euch soooo gern ein „Nase an Nase“-Foto gezeigt, aber niemals begrüßen die beiden sich so nett, wenn der Fotoapparat zur Hand ist….

 

Es frühlingt….

Alle Tiere suchen nach Nistmöglichkeiten 😉

Scherz beiseite – ich fürchte, die Vögel werden SEHR sorgsam ihre Nistplätze aussuchen müssen. Die Blaumeisen im blauen Häuschen sind fein raus, aber für Amseln und Co sehe ich schwierige Zeiten bevorstehen!

Bisher allerdings machte El Mauski seinem Namen Ehre und musste nicht in El Vogeli umbenannt werden. Möge es so bleiben!

Abendliches Beingewirr und andere Katzendingse

🙂

Tatsächlich hat sich in den Tagen vor und während unserer Abwesenheit einiges zurechtgeruckelt. Elsa geht selbstbewußter durch die Klappe (wenn sie auch lieber auf geöffnete Türen oder Fenster wartet), rein fällt ihr leichter als raus. Und untereinander ists meist recht ruhig. Auch da wird Elsa selbstbewußter, nun haut sie ab und an ohne vorheriges knurren oder fauchen nach El Mauski. Das läßt er sich allerdings nicht gefallen – das endet dann doch mit einer Elsa unterm Buffet und einem Mauski davor. Da aber selbst das nicht wirklich „ernst“ wirkt, habe ich beschlossen, zu versuchen, mich nicht mehr einzumischen. Mal sehen, ob ich das 1. hinkriege und 2. welche Folgen es hat. Mein Gefühl ist, daß sie das jetzt alleine geregelt kriegen.

Mauski hat ein lustiges Spiel neuentdeckt: Maus rein- und damit die Menschen auf Trab bringen. Nachdem ich zweimal mit Mauski (hocherhobenen Schwanzes, der fand das wirklich lustig!!) sowie derselben Maus die Runde grünes Zimmer- Flur- raus gemacht hatte, hab ich meine Taktik geändert: nun fliegt die Maus raus, aber der Mauski bleibt drin. Das findet er weniger lustig, und ich hoffe, daß das bedeutet, daß er sich früher oder später dieses Spiel wieder abgewöhnt….