-sinn

Als Kind ist schon einmal was von mir veröffentlicht worden- ein selbstverfasstes Gedicht, im Goldenen Blatt oder sowas ähnlichem. Da gabs sogar ein paar Mark dafür! Und jetzt- meine 2. Veröffentlichung, diesmal – tadaaaa- im Bauernblatt!

Euch kommt das irgendwie bekannt vor? Ach, nur in Teilen. Denn es ist sozusagen eine Zusammenfassung von un- und -wichtig, ergänzt durch ein paar neue Ideen vom Tonio. Der steht ja immer gern als Urheber samt vollem Namen mit dabei, deshalb ist er auch zu sehen, während ich nicht gern so mit allem im Netz bin und meinen Namen deshalb ein bißchen verschämt „geschwärzt“ habe. Ändert aber nix dran, daß ich ein bißchen stolz bin …

Lesebiographie

Durch einen thread bei BookCrossing angeregt, versuche ich mal, so rein interessehalber aufzudröseln, was für Lese-Phasen es bei mir so gab.
Gelesen hab ich ja schon, seit ich das kann (und im Grunde auch schon vorher, wir haben Stapel von Bilderbüchern aus der Bücherei heimgeschleppt), insofern ging’s wohl los mit

Bilderbüchern Mir fällt aus dieser Zeit aber kein besonders wichtiges ein, nur die Schreiblern-Fibel mit dem abwischbaren durchsichtigen Blatt aus dem Kindergarten, auf das man dann zB lauter Us malen konnte – und damit als Schindeln ein Dach decken, das auf der Seite drunter abgebildet war. Vielleicht kann ja die hier mitlesende Mutter was dazu beitragen!? Dann

Erste Kinderbücher, da weiß ich schon einige, die ich toll fand: das Zwieselchen, Die Gute-Nacht-Geschichten-Serie, Die Sandmännchen-Geschichten von Gina Ruck-Pauquet …. Ich hatte ja das Glück, daß mir, auch, als ich schon lesen konnte, noch viel vorgelesen wurde – und daß meine Eltern auch gut vorlesen KÖNNEN, es ist ja nicht so, daß das JedeR kann

– MENGEN von Kinderbüchern für jedes Alter – gut in Erinnerung ist mir die Pünkelchen-Serie, Mary Poppins, Die 3???, Die „Geheimnis um…“-Serie……, dann noch, später, Semi-Sachbücher über Tierforschung (Jane Goodall etc) in Mengen

– Als Teenie/ Anfangs-Twen dann eine heftige Hesse- Phase, nebenher Borchert, Brecht etc, zu dieser Zeit hab ich auch Sachbücher der Psycho-Schiene gelesen, zusätzlich unendlich viel über Umweltschutz jeder Art

– etwas später dann auch Frauenliteratur (Der Tod des Märchenprinzen, Der kleine Unterschied…..).

– über viele Jahre hauptsächlich Krimis/ thriller, auch heute noch sehr viel davon.

– Im thread hab ich eher über die WICHTIGSTEN Bücher geschrieben:

1. Das auf seine Art wichtigste Buch meines Lebens : „Ich bin ok- Du bist ok“, das ist ein Buch zur Transaktionsanalyse, und es hat mich im Teenie-Alter (so um 17) so sehr aufgerüttelt, daß es tatsächlich geschafft hat, mein Leben zu verändern. Danach hab ich es geschafft, mich zu zwingen, meine damals doch recht heftige Menschen-Ängstlichkeit zu überwinden („heute grüße ich einen Menschen, den ich vom sehen kenne, statt mich zu verstecken“ war der erste Schritt, und so gings dann laaangsam vorwärts)
2. „Das alte Haus“-Serie von Wilhelm Matthiesen – die hab ich als Kind geliebt und mag sie noch immer, und einige der Gestalten sind fest in meinem Unterbewussten verankert
3. „Katze mit Hut“ – der Zappergeck ist sogar bei mir (und inzwischen auch im Freundeskreis) Synonym für eine bestimmte Art Mensch geworden
4. Die James-Herriot-Serie, weil die mir schon durch viele schlechte-Laune-Phasen und Traurigkeits-Phasen geholfen hat

– Momentan scheint sich das ganze wieder etwas zu ändern. Bei vielen Thrillern hab ich das Gefühl „zu berechenbar“. Liegt ganz bestimmt an der puren Masse, ich kenn‘ einfach zu viel schon. Deshalb brauch ich immer mehr anderes zwischen den Krimis, aber so recht weiß ich oft nicht, was. Bienenlektüre ist natürlich interessant, aber mit Sachbüchern tu ich mich insofern schwer, daß ich die nicht in einem Zug weglesen kann.

– Spannend ist die ein oder andere Autobiographie, vor allem immer mal wieder von ZeitzeugInnen des 3. Reiches. Letztens hab ich mich an der von Nina Hagen versucht – aber, Holla, das ging GAR nicht, sowas wirres!! Weiß man vorher nie!! Es muß ja nicht nur ein interessantes Leben da sein, nein, der oder die AutorIn muß ja auch noch schreiben können… Oder zwischendurch gibts mal was fürs Gemüt, Dr.James Herriot oder Dear Doosie oder so.

– Und dann versuch ich mich an Allem, was ich von den Skandinaviern so in die Finger bekomme, die können einfach schreiben, da werden sogar einfache Familiengeschichten oft noch wirklich lesbar.

– Schließlich begleitet mich seit Jahrzehnten mein SPIEGEL-Abo. Nicht, daß mich alles interessieren würde oder ich mit allem übereinstimmte- aber das ist doch die einzige Zeitschrift, die mich dauerhaft so interessiert und informiert, daß ich noch nie überlegt habe, das Abo zu kündigen

Wenn ich das jetzt selbst mal so angucke, dann kann ich zusammenfassend sagen, daß mich sicherlich die Spät-Teenie-Früh-Twen- Zeit am meisten geprägt hat. Ist wahrscheinlich normal, da ist Aufbruch, Ablösung, man findet die Themen seines Lebens, die sich festsetzen, auch wenn man sich später nicht mehr so dolle damit beschäftigt ….

Ich bin gespannt, zu lesen, wie Eure Lese-Biographie wohl so aussieht!

Das Känguruh

Eins der besten Bücher, die ich in letzter Zeit in die Finger bekommen habe, ist

Das Känguru-Manifest

von Marc-Uwe Kling. Kurze Geschichten über ihn und das Känguruh, das schon seit dem Beginn von „Die Känguru-Chroniken“ bei ihm eingezogen ist. Was das Manifest noch so besonders klasse macht, ist, daß das Känguruh ein neues Hobby hat: es ordnet Zitate falsch zu, und dabei kommen geradezu geniale Dinge heraus:

„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ – Roland Koch

Das Känguruh ist eigentlich eine eher unsympathische Person – laut, dominant, schnorrig. Und Marc-Uwe ist ihm relativ hilflos ausgeliefert. Davon leben die Bücher, manchmal ist es eher anstrengend- aber dann kommt wieder was wie

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – Kurt Cobain

und Du bist versöhnt. Es sind ja nicht nur die Zitate. Es gibt staubtrockenen Humor, Alltag pur, den Pinguin, und es gibt den Herrn F., der als Vorleser für solche Art Geschichten einfach gran-di-os ist!

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ – Silvio Berlusconi

Wer mehr davon will, muß nun zum Buchladen laufen. Wer aber nur mehr zugeordnete Zitate will, der kann auch bei bookcrossing fündig werden, denn hier gibt es einen ganzen Thread damit. Nicht alle sind so auf den Punkt, aber manche haben mir schon sehr gut gefallen:

„Als ich ein junger Mann war, merkte ich, daß von zehn Dingen, die ich tat, neun fehlschlugen. Ich wollte kein Versager sein und arbeitete zehnmal so viel.“ – Ron Ackermann

Zum Beispiel, oder

2 x 3 macht 4 Widdewiddewitt und Drei macht Neune !! Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt …. – Angela Merkel

Ich empfehle: klickt UND lauft zum Buchladen. Und wundert Euch nicht über meine Rechtschreibung- mir wird flau, wenn ich das Känguruh ohne h schreiben muß. Aber als Buchtitel MUSS ich ja….

P.S. Zitate in obiger Reihenfolge im Original von Lincoln/ Matthäus (Bibel, nicht Lothar)/ Kant/ Shaw/ Langstrumpf

Hart aber herzlich…

Wie Ihr seht: ich bin faul. Scannen statt langem tippseln *g*

Trotzdem wollte ich Euch dieses Zitat nicht vorenthalten. Es ist einer der wenigen fast schon philosophischen Exkurse aus „Großmama packt aus“ von Irene Dische (dtv 2005, S. 338-340).

Der Rest ist handfester, trotzdem hat mir dies sehr gefallen, wenn ich auch den Abschnitt über den Geschlechterkampf in  mittlerem Alter so nicht unterschreiben könnte. Aber Großmama lebt in mittlerem Alter auch im Amerika der 70er-Jahre. Überhaupt hat sie viel erlebt, und jetzt, schon eine Weile tot, rekapituliert sie noch einmal. Und das tut sie hart, aber herzlich.

Nachdem ich erst einmal kapiert hatte, daß hier gar Niemand zu bedauern ist, hab ich das Buch ziemlich genossen! – Das hat allerdings gedauert: bei Kinder-Erziehungsmethoden wie „Du hast Angst vor Wasser? Dann wirst Du jeden Tag unter den Arm geklemmt und da, wo Du nicht stehen kannst, reingeschmissen. Irgendwie wirst Du schon aufhören, so ein Feigling zu sein!“ sogar eine ganze Weile  – aber da hier jeder Opfer wie Täter ist und auf eine sehr erfrischende Weise dann doch bleibt, wie er nunmal ist, klappte es irgendwann plötzlich mit mir und dem Buch und seinem Humor. Ab da hat mir das Ganze dann so richtig gut gefallen.

Und jetzt mag ich sogar sagen: lesen! Lohnt sich! Und wer das nun möchte: das Buch ist bei mir „bekommbar“, ich hab das (BookCrossing-)Exemplar noch hier liegen und schicke es gern weiter!

Fjonken.

Es gibt einige Worte, die versteht immer erstmal Keiner. Dabei sind sie, so finde ich, absolut selbst-erklärend, und trotzdem haben sie den Einlaß in den Duden noch nicht gefunden. Aber ich verwende sie gern und oft, und deshalb gibt es jetzt den

Fjonken

Gleich im allerersten Kommentar des allerersten Fjonken-Artikels wurde ich nach einem weiteren Wort gefragt, an das ich selbst überhaupt nicht gedacht hatte. Dieses Wort ist allerdings ein Eigenname und als solcher natürlich nicht selbsterklärend, aber nuja, es ist mein Eigenname (zumindest einer der meinen) und so will ich gern jetzt im Fjonken das Wort Fjonka erklären:

Fjonka ist eigentlich eine Abkürzung.

Es gibt in der „Mumin“ Serie von Tove Jansson viele sehr beeindruckende Personen, aber eine davon hat mich – wie soll ich sagen- irgendwie – naja, berührt ist das falsche Wort, aber – getroffen. Vielleicht sogar etwas mehr als nur etwas im doppelten Wortsinn….

Diese Person ist die Filifjonka. Ich kenne sie nur aus einem Buch, und da putzt sie gerade ihr Haus, in dem sie mutterseelenallein ist (bis ich auf der Suche nach einem Bild von ihr die oben verlinkte Seite aufrief, wußte ich nicht einmal, daß sie offenbar Kinder hat), und dabei kommt sie in die ziemlich doofe Situation, wegen eines zugefallenen Fensters auf dem Dach zu hocken. Dort kommt sie dann ins nachdenken- etwas, was sie zuvor strengstens vermieden hatte durch tun, tun, tun. Und im nachdenken fällt ihr so manches auf, was sie gar nicht so genau wissen wollte …. jedenfalls ist sie, als sie dann letztlich doch wieder vom Dach kommt, ganz schnell auf dem Weg zur Mumin-Familie. Aber da zu sein ist dann auch nicht gar so idyllisch, wie sie sich das vorher gedacht hatte…..

Lange Rede, kurzer Sinn: diese Handlung beschreibt natürlich nicht die Person. Aber in dieser Handlung zeigt sich eine ganz besondere Person, die mir zwar nicht wirklich sympathisch ist, die mich aber – naja, siehe oben *g*. Und das zusammen damit, daß ich das Wort Filifjonka einfach wunderhübsch im Klang, aber zu lang finde – das hat mich zur Fjonka werden lassen.

Ich empfehle aufs allerwärmste die Mumin-Bücher. Sie sind einfach wunderbar!

Leider gibt es einen Pferdefuß: im Laufe der vielen Jahre hat man viele ÜbersetzerInnen an die Bücher gelassen. Leider taugten nicht Alle was, und so fand ich mich in der blöden Lage wieder, mir sämtliche Mumin-Bücher gebraucht besorgt zu haben, aber beim lesen von einigen davon ganz fürchterlich enttäuscht zu sein. – Bis ich erst verstanden hatte, was da passiert war, war ich schier entsetzt über die Qualitätsunterschiede. WELTEN! Irgendwann hatte ich dann das mit den verschiedenen ÜbersetzerInnen kapiert, aber leider weiß ich die schlechten nicht mehr – ich habe die Bücher ins Altpapier gedrückt. (Nein, kein Bookcrossing, das ging in dem Fall nicht!) Aber ich hab die 2, die ich behalten habe, rausgesucht, und die Übersetzerinnen sind Dorothea Bjelfvenstam beim „Winter im Mumintal“  und Birgitta Kicherer bei „Komet im Mumintal“. Nur für den Fall, daß jetzt Irgendjemand zum Buchhändler seines Vetrauens laufen möchte…

Ansonsten: Heute ist nicht alle Tage – ich fjonke wieder, keine Frage….

aber irgendwie hab ich das Gefühl, daß ich mehr ???-Wörter nicht benutze. Wir werden sehen, ob mir noch eines über den Weg läuft, jetzt, wo ich dafür sensibilisiert bin, daß es sie gibt …. bis dahin: *winke*

Buchfrage. Die letzte.

Die erste Frage, die die treuen MitbeantworterInnen jetzt wahrscheinlich auf der Zunge liegen haben, lautet: Wieso die letzte?
Das liegt daran, daß ich festgestellt habe, daß wir hier so viel geschnackt haben, daß die restlichen Fragen, die da noch hätten kommen sollen, eigentlich in Euren und meinen Kommentaren bereits beantwortet wurden. Und die paar, bei denen das nicht so ist, finde ich einfach unspannend – deshalb sind sie ja auch noch über. Bis auf – na, eben
Die letzte. Und die ist diese:

Ein Buch muß __________ haben, dann liest Du es auf jeden Fall!

Schwierig, diese letzte. Was muß ein Buch denn haben, damit ich es lese? Ich könnte es mir jetzt leicht machen und schreiben „Es muß als Autor Cody MacFadyen draufstehen“, aber so isses dann doch nicht gemeint 😉 Obwohl das natürlich stimmt….

Also, auf jeden Fall braucht es einen Stil, der mir gefällt. Den allerdings näher in Worte zu fassen, das ist etwas, was ich schon des öfteren ohne Erfolg versucht habe, und so will ich’s hier nicht noch einmal versuchen…. ist wohl einfach Geschmackssache und nicht so gut beschreibbar.
Dann braucht es  Spannung. Das muß jetzt nicht Spannung à la Krimi sein. Es kann auch  emotionale Spannung sein, egal ob traurig oder witzig oder eine Beziehungsspannung. Nur Spannung muß es eben doch sein.

Noch was?
Ich dachte grad: es braucht Jemanden zum mich-damit-identifizieren. Aber ich glaube, das stimmt nicht, das erleichtert zwar das lesen, ist aber nicht unbedingt nötig. Und was anderes mag mir jetzt auch nicht einfallen, deshalb warte ich mal, was Ihr so schreibt, und ob ich dann 7-10 Mal „Achja, stimmt, natürlich!! DAS braucht’s!!“ schreiben werde….

Viel Spaß beim antworten und:
Danke fürs mitschreiben!!!
Ich hab allerhand Anregungen bekommen, ordentlich gelacht, ein bißchen nachgedacht – das war fein!!!

Buchfrage. Die achtzehnte.

Welches Buch hast Du als allererstes gelesen?

Schwierig, denn so weit reicht meine Erinnerung einfach nicht zurück – ich weiß, daß ich schon recht früh viel gelesen hab, und daß auch so einige Büchereien irgendwann ausgelesen waren (für meine Altersstufe). Ich weiß, daß ich das Pünkelchen und seine Abenteuer verschlungen habe (selbst), ich weiß nicht mehr, ob ich „Das alte Haus“ beim ersten Mal selbst gelesen hab, oder ob mir das vorgelesen wurde. Dann gabs da noch das Zwieselchen mit frühen Ausmalversuchen in den Zeichnungen – aber hab ich da schon selbst gelesen?

Mama, HILFE!!!!! *gg* Weißt DU das nicht vielleicht eher als ich zu beantworten? Sachma!!!

Buchfrage. Die siebzehnte.

Hier wird’s wieder etwas persönliche, aber, wie ich finde, auch spannend:

Gibt es ein Buch, das Du für eine schwierige Lebenslage als wirklich hilfreich empfunden hast?

Mir fällt dabei sofort die Zeit ein, nachdem mein bester Freund einen Unfalltod gestorben war. Zwei Bücher fand ich damals wirklich hilfreich:

„Der letzte Abschied“ von Ralf Jerneizig und Ulrich Schubert war das einzige Sachbuch, das mir wirklich geholfen hat – keine tränenduselige Laberei, kein „tiefes Mitgefühl“, keine Sinn- und Trostsprüche (auf die ich damals sehr agressiv reagiert habe), dafür eine recht nüchterne Zusammenfassung der Dinge, die passieren können, der möglichen Reaktionen, der Phasen und Zeiten. Hat einfach insofern geholfen, daß es beruhigt hat: „ok, ich bin nicht bekloppt, das ist also normal im Sinne von das geht mehr Leuten so.“  Und Mut gemacht: „ok, es könnte also tatsächlich sein, daß das sich wieder ändert (an besser werden wollte ich gar nicht glauben, aber ändern immerhin war schon ein guter Gedanke)

„Du fehlst mir! Du fehlst mir!“  von Peter Pohl habe ich einige Monate später in die Finger bekommen, als Alles sich schon wieder etwas normalisiert hatte. Es ist eigentlich ein Jugendbuch, aber es beschreibt so echt die Gefühlssituation, in der man sich befindet, die Reaktionen der Menschen ringsum, die Veränderungen über die Zeit hinweg, daß es mir geholfen hat, meine eigene Situation nochmal zu rekapitulieren.

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Buchfrage. Die sechzehnte.

…und die lautet:

Gibt es ein Buch, das Dich an einen Ort erinnert?

Ja, gibt es. Sogar mehrere, ganz spontan fallen mir ein:

  1. „Mondscheintarif“. Erinnert mich ans Innere meines Kangoo, weil ich’s da drin auf dem Weg nach Oldenburg einem Freund vorgelesen habe und wir uns vor lachen fast weggeschmissen haben.
  2. Ein dänisch-/englischsprachiger Fotoband übers Roskilde-Festival. Den hab ich auf sehr, sehr rührende Weise überraschend geschenkt bekommen, und er erinnert mich an:  zahlreiche Roskilde-Festivals.
  3. „Per Anhalter durch die Galaxis“ kann ich nicht lesen, ohne wieder in die Wohnung eines Kurzfrist- lovers versetzt zu sein, in der ich die Serie zum ersten Mal in die Finger bekommen habe. Ein Erweckungserlebnis!!! (Also, die Bücher *gg*)
  4. „Winter im Mumintal“ lässt mich in meinem Lesesessel hier in dieser Wohnung, aber im Wintergarten (wo der jetzt nicht mehr steht) sitzen und den Winter spüren
  5. Und wenn ich eins der „Das alte Haus“-Bücher von Wilhelm Matthiesen wieder mal lese, dann sehe ich immer die Wohnung meiner Großeltern in Bad Godesberg vor mir. Die Bad Godesberger Wohnung mit dem Blick auf einen fast schon parkähnlichen Garten. Allerdings ist mir ein Rätsel, wieso das so ist, denn die Bücher meine ich schon länger zu haben als erst seitdem die Oma und der Opa dort wohnten. Vielleicht kann Muddern helfen, wenn sie das hier liest?

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Buchfrage. Die fünfzehnte.

Die wieder eine Suchfrage ist ;-), nämlich

Welches Buch in Deinen Regalen hat die wenigsten Seiten?

Da ich nun aber nicht gerade zwanghaft veranlagt bin, löse ich diese Aufgabe nicht mit stundenlangem durchzählen (dazu hab ich nämlich gar keine Lust) sondern mit logischen Schlüssen:
es muss
ein Bilderbuch sein. Davon hab ich nicht so viele, aber eines, das 1. wirklich schön ist und empfehlenswert, und 2. leider, leider sehr, sehr dünn.
Hiermit beschließe ich, daß das das Buch mit den wenigsten Seiten ist, und es ist:

Zilly, die Zauberin

die (falls Jd. dem link folgt), offenbar im Original Winnie, the witch heißt und SCHWARZ liebt. Und weil sie schwarz liebt, kommt sie eines Tages auf die Idee, ihr ganzes Haus samt sämtlichem Interieur schwarz zu zaubern…. nun hat sie aber einen fetten Kater, der auf den bescheuerten Namen „Zingaro“ hört- und rabenschwarz ist. Und der ist gar nicht glücklich, denn immer, wenn er die Augen geschlossen hat, die als einziges an ihm nicht schwarz sind, sondern leuchtend grün, dann setzt sich Zilly auf ihn, oder sie stolpert über ihn.
Was tun?
Nun, Zilly, nicht dumm, zaubert ihren Kater regenbogenfarben. So kann sie ihn überall sehen. Aber ist der Kater nun glücklich? Nee, denn draußen lachen ihn sogar die Vögel aus!!
Nun ist guter Rat teuer, denn Zingaro droht mit Auswanderung….

Tolles Buch, herrliche Bilder!! Und außer dem doofen Kater-Namen nur einen einzigen Fehler: zu wenig Seiten…..

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Buchfrage. Die vierzehnte.

Eine, die für mich sehr schwer zu beantworten wäre, gäbe es da nicht…. aber das kommt weiter unten… Hier ist sie ersteinmal:

Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!! (Welches, Deiner Meinung nach?)

Da gibt es für mich bloß ein einziges, denn normalerweise habe ich große Schwierigkeiten damit, wenn mir ein Film mein Kopfkino zerstört (und sehe mir deshalb viele Filme auch garnicht erst an). Das eine ist:

Ronja Räubertochter

Das finde ich nämlich als Buch überhaupt gar nix Besonderes, dafür als Film wirklich grandios – die Naturaufnahmen, die Gestalten (jede einzelne einfach absolut gelungen, demjenigen, der hier die Rollen besetzt hat, sei von dieser Stelle aus ganz, ganz herzlich gedankt!!), dazu die Phantasiegestalten, die auch allesamt so glaubwürdig daherkommen – es ist einfach wunderbar, diesen Film anzuschauen! Nur Ronja selbst finde ich zeitweise ziemlich doof (zB die Stelle, wo sie den kleinen Wesen – wie heißen sie noch gleich-  ihre Wohnung zerstört.) Naja, auch Mattis ist manchmal ziemlich anstrengend, aber ok….

Nein, die Atmosphäre, die dieser Film vermittelt, ist so wunderbar, daß ich sehr froh bin, daß dieses Buch verfilmt worden ist!!

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Buchfrage. Die dreizehnte.

Auf die bin ich grad eben erst durch einen Kommentar bei Monchi bei der Trostbuch-Frage gekommen, aber ich finde sie höchst interessant:

Welches Buch hat Dir das schönste Vorlese-Erlebnis gegeben?

Ich kann mich da nicht so ganz entscheiden, denn ich bin in der privilegierten Lage, daß mir von klein auf viel vorgelesen wurde. Daran erinnere ich mich immer noch gern, allerdings nicht verbunden mit einem bestimmten Buch. Aber mir fällt die Entscheidung schwer zwischen dem schon erwähnten Evers, gelesen vom Herrn F. und einem Teenager- Erlebnis: wir waren zu mehreren ca 14-Jährigen Mädels bei den Großeltern einer Freundin im Teutoburger Wald, und der Opa der Freundin hat uns mehrfach (ob täglich, erinnere ich nicht mehr) „Und ewig singen die Wälder“ vorgelesen – daheim angekommen, war’s zum Glück im heimischen Bücherschrank, und ich habs inzwischen schon 3x gelesen (samt den Nachfolgebänden) und mag es noch immer fürchterlich gern.

Dann gibt es ja noch das Selbst-vorlesen-Erlebnis, und da ist die „Katze mit Hut“ ungeschlagen. Sie ist wie gemacht für meine Stimm- und Ausdruckslage, kein anderes Buch läßt sich so fein von mir vorlesen. Ob der geneigte Zuhörer das auch findet, das weiß ich nun nicht – aber für mich ists toll!

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Buchfragen: Das Dutzend ist voll.

Aber es kommt noch mehr, und es bleibt neugierig *g* (sonst wäre das ganze ja auch uninteressant). Die furchtbar neugierige Frage heute lautet:

Sagst Du mir, welches Buch das 9. von links in Deinem Regal ist?

Damit ist natürlich sonnenklar: Diese Fragen können nur von einem Nicht-BookCrosser stammen. Ich schätze nämlich, daß jedeR BookCrosserIn hier jetzt vor demselbenProblem steht wie ich: Das 9. von links in welchem der Regale?

In meinem Fall: ist das Regal im grünen Zimmer gemeint, in dem sich Lieblingsbücher, 3-4 Krimiserien sowie das Sammelmaterial für diverse Boxen steht? Oder das Regal im grünen Zimmer, das zweireihig mit 3 anderen Krimiserien befüllt ist? Oder ist das Wintergartenregal gemeint? Das an der Wand, in dem die PC ist? Oder das Stehregal, in dem Kinderbücher, Bestimmungsbücher, Natur- und Gartensachbücher, Reisebücher, der MTBR sind? Oder gar das Regal im Wohnzimmer, in dem sich von mir immerhin Kochbücher, Nicht-Natur-Sachbücher, Nachschlagewerke befinden?

Mit anderen Worten: diese Frage ist nicht zu beantworten!!! Bis zum nächsten Mal *g*

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Buchfrage. Die elfte.

Und das wäre diese:

Welches ist das schönste Liebes- oder Freundespaar aus einem Buch für Dich?

Da kamen mir sofort Kate Brannigan und ihr Musiker-lover Richard in den Sinn, aus der Krimireihe von Val McDermid. Die Beiden wohnen in 2 getrennten Bungalows, die aber durch einen Anbau verbunden sind. Schonmal klasse. Und ansonsten haben sie einfach eine nette, selbstverständliche Art des Umgangs miteinander – JedeR macht sein/ ihr Ding, aber man ist auch immer füreinander da, wennn’s nötig ist – wunderbar. Hat mir von Anfang an gut gefallen, und ich hab die gesamte Serie in meinem Regal stehen….

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Buchfrage. Die zehnte

Welches Buch kannst Du einfach nicht öfter als einmal lesen – obwohl es Dir gefallen hatte?

Ich habe Lemprieres Wörterbuch geschenkt bekommen. Ich hatte von mehreren Seiten gehört, daß es unsäglich zäh sei, und (auch) mein Exemplar war eines, das vom Käufer nicht gelesen wurde. Über die ersten 30 Seiten ist Niemand, mit dem ich bisher gesprochen habe, hinausgekommen. Außer mir: ich erinnere mich, die ersten ca 60-70 Seiten als sehr anstrengend empfunden zu haben, dann wurde es immer besser, und ich hab’s tatsächlich verschlungen. Und war zum Schluß traurig, daß es zuende war.
Trotzdem habe ich es niemals zum 2. Mal in die Hand genommen. Wieso, das verstehe ich selbst nicht wirklich. Denn eigentlich bin ich ja passionierte Mehrfach-Leserin!!
Ähnlich gehts mir beim „Schiffbruch mit Tiger“, von dem ich sogar wirklich begeistert war – hier bis auf die letzten Kapitel, von denen war ich enttäuscht. Aber das habe ich immerhin fest vor, demnächst wieder einmal zu lesen, wohingegen ich beim Wörterbuch noch nicht einmal ernsthaft gedacht habe: „Och, das würdest Du eigentlich auch gern nochmal lesen“.

Versteh Einer die Fjonka- ich tu’s jedenfalls nicht!! 😉

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