Geschützt: Auffe Arbeit….

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Der 1. Mai schmerzt

Und schon wieder bin ich eine schmerzensreiche Fjonka….. aber diesmal liegts leider nicht an einer feinen Gartenaktion, sondern daran, daß gestern offenbar ganz Schleswig den Eindruck hatte, es gäbe etwa 15 Tage lang nix mehr zu kaufen statt diesen einen Tag lang…. jedenfalls war der Arbeitstag das, was meine neuen Kolleginnen so bescheiden „sportlich“ nennen …. heftig! Wir haben denn auch eine halbe Überstunde drangehängt, um überhaupt das nötigste fertig zu kriegen: Kassenabschlüsse, Bestellung, alles säubern – das, was wir in der gestrigen Besetzung (die eine „normale“ war) und mit üblicher Vorarbeit (die gestern halt völlig wegfiel) sonst gut in der Arbeitszeit (Öffnungszeit plus 30 Minuten) schaffen.

Diese halbe Stunde wird bezahlt – das muß man ja in heutigen Zeiten extra dazusagen, leider. Ich erinnere an den Arbeitgeber des Grauens McP…., bei dem es täglich ganz regulär eine nichtbezahlte Viertelstunde gab (Minimum) und wöchentlich viel mehr, weil nur die Öffnungszeiten bezahlt wurden – Du aber die Kasse nicht in der Öffnungszeit einzählen/ abrechnen kannst, Altpappe nicht wegbringen, Geld nicht zur Bank …. und McP ist da nicht der einzige Arbeitgeber der mit sowas durchkommt.
Ich merke gerade schon wieder, wie sich beim schreiben der Magen zusammenballt. Genug davon!

(Schlechten Gewissens kann ich noch melden: ich gehe NICHT zu einer Demo, wie jedes Jahr….)

:-)

Erstmals war die neue Arbeit heute nicht „nur“ interessant, anstrengend, NEU, spannend, stressig …. sondern hat einfach mal Spaß gemacht.

Einerseits entwickelt sich langsam eine Art Routine, die hilfreich ist, andererseits war ich aber auch heute erstmals an anderer Stelle eingesetzt, die mir, scheint’s mir, einfach mehr liegt: ich habe morgens beim Gemüse/ Obst mit angepackt und dann den ganzen Tag „im Laden“ gewirbelt, sprich Ware aus- und nachgepackt, Pfand entgegengenommen und verräumt (eine Wissenschaft für sich in so einem Bioladen, es gibt drei etwa zweieinhalb Meter lange Gänge mit lauter unterschiedlichen Kästenstapeln, in die lauter unterschiedliche Pfandflaschen/-gläser gehören draußen in einer Art umzäunten, überdachten Gitter….), Etiketten mit neuen Preisen gesteckt (und mich dabei halbtotgesucht *gg*) Das schöne dabei:

  1. man kann zwischendurch einfach mal schuften ohne zu denken
  2. man hat nicht ununterbrochen menschlichen Kontakt, sondern kann sich auch mal rausziehen (ich bin ja eh nicht so die Smalltalkheldin, aber an der Theke ist das (NEBENBEI!!!!! Das auch noch!!! *gg*) gefragt, und es ist halt überhaupt ununterbrochen Kontakt da, auch wenn man nicht smalltalkt)
  3. man muß immer wieder NACHdenken, aber nicht so viel AN WAS denken, will heißen: überlegen, wie was am besten zu tun ist, aber nicht dauernd allem hinterherrennen, was ja auch noch zu tun wäre, man aber einfach noch nicht geschafft hatte – und wer weiß wann mans überhaupt schaffen kann.

Ich glaube, für sowas bin ich einfach besser geeignet. Und siehe da – nach 7 Stunden ohne Pause hab ich mich nach einer Kaffeepause sogar noch zum Herrn F. an den Holzspalter gesellt – der Körper ist dankbar für die größere Abwechslung, der Geist für weniger Beanspruchung nach außen – und schon sind Ressourcen frei….

Ach so!

gefunden auf webfail.com

Jetzt weiß ich, wieso ich so schnell eine neue Arbeit gefunden habe. Ich bin der stille Traum jedes Arbeitgebers!!! Obwohl- 5x die Woche arbeiten – mindestens? Da muß ich doch nochmal überlegen …

Groß „Neues ausse Arbeit“ gibts nicht – mir qualmt nach wie vor abends der Schädel vom vielen Input, obwohl natürlich Vieles, von dem am ersten Tag der Schädel gequalmt hatte, inzwischen einigermaßen „sitzt“. Von Automatismen kann allerdings noch keine Rede sein *g*. Drei Arbeitstage habe ich inzwischen hinter mir, heute ist dann der 4.

RBF* sind nach wie vor abends einigermaßen beleidigt, naja, auch sie haben über 50 Jahre hinter sich und stellen sich nicht mehr so leicht um wie mit zwanzig. Ich versuche, mit allen Beteiligten geduldig zu sein, was mir einigermaßen schwer fällt, möchte ich doch auffe Arbeit kein Klotz am Bein sein und zuhause – naja, zumindest schmerzfrei wäre fein … allerdings wache ich nachts lieber „wegen Hüfte“ auf als „wegen Kopfkino“. Insofern: alles gut so weit 😉


*RBF: Rücken, Beine, Füße. Hab so das dumpfe Gefühl, diese Abkürzung in Zukunft öfter mal zu brauchen …*g*

Jetzt, auffe Arbeit ….

… werde ich zumindest theoretisch diese Drohung wahrmachen können 😉

Nach dem ersten Tag „auffe Arbeit, neu“: mir qualmt abends der Schädel, weil ich so viel neues lernte – und eines davon war, ganz nebenbei: mit einer großen Siebträgermaschine diverse Kaffees herzustellen. Mein erster Test war ein Cappucchino unter Anleitung für mich selbst – denn JedeR kann täglich ein Heißgetränk umsonst trinken 🙂 Das mit dem noisy toy wird allerdings schwierig, denn Spielkrams verkaufe ich jetzt nicht mehr.

Eigentlich aber bin ich erstmal bei „Brot und Käse“, also in der Input- und arbeitsintensivsten Abteilung meiner neuen Arbeitsstelle, eines Biomarktes, gelandet. Die Kolleginnen dort: fit und nett. 🙂 Ich werde nach und nach alle Abteilungen durchlaufen, um dann zum Schluß in Abstimmung mit den Chefs in einer „festen“ Abteilung zu landen, so lautet die Ankündigung.


P.S. Die Aufnahme dieses wunderbaren Schilds harrt seit mehreren Jahren ihrer Verwurstung im Blog – das Schild hing in Wanderer in Nürnberg

Geschützt: Jepp!

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Neulich, auffe Arbeit (-56-)

Alter Mann anne Kasse. Grummelt vor sich hin. Erst um vier Uhr könne er wieder zum Urologen kommen, so lange warten! Er habe einen Termin…..

Ohje, sage ich, denn es ist noch vor zehn – so lange, und das trotz Termin!?

Der Termin ist um vier, sagt er. Ich hab gefragt, ob sie mich nicht vorziehen würden, aber die haben gesagt, machen sie nicht!

Naja, wende ich ein, wenn der Termin aber doch um vier….

aber beim Augenarzt letztens bin ich auch schon um neun gewesen, und der Termin erst um elf, da bin ich anstandslos drangekommen!

Keinerlei Rücksicht nehmen die auf Senioren!, grummelt er im rauslaufen weiter – und ich schwanke zwischen lachen und Verzweiflung…..

Plöd!

Gestern und heute im Laden richtig viel geschuftet, okay. Heute dann auch noch „aus Gründen“ das Kerzen-Lager sortiert- und danach hatte ich plötzlich Nacken – es knackt beim bewegen, und bei manchen Bewegungen schmerzts auch richtig doof.

Jammer!

 

 

Neulich, auffe Arbeit (-55-)

So richtig „neulich“ ist das nicht, was ich jetzt gleich erzähle – es stammt vielmehr aus der Anfangszeit bei meiner jetzigen Arbeit. Realkiku hat die Erinnerung davon durch einen Kommentar bei einem anderen Beitrag hervorgeholt!

Aber genug der Vorreden:

Ich so hinter der Kasse, kommt eine ältere Dame auf mich zu und fragt:
„Haben Sie Wünsche?“
Ich, etwas überrumpelt und irritiert
„Ja, natürlich! Wieso?“
Sie, seltsamerweise jetzt auch etwas irritiert wirkend:
„Ja, wo denn?“
An diesem Punkt  schwant mir, daß hier gerade eine Kommunikation aus dem Ruder läuft. *g* Ich hake nach:
„Ähm – habe ich Sie richtig verstanden? Sie fragten nach Wünschen?“
Die Dame:
„Ja, genau!“
„Ja, was genau meinen Sie denn damit?“
Und tatsächlich stellt sich heraus: Wünsche – so nennt man hier oben im Norden das, was ich unter Glanzbilder kenne – die altmodischen Papierbildchen, oft mit Glitter, die wir früher so gern gesammelt und/ oder in Poesiealben geklebt haben….

Inzwischen hab ich noch ein weiteres, aber nicht ganz so lustiges Wort dafür gelernt: Oblaten. Oblaten war für mich bisher das, was der Pastor einem in der Kirche in den Mund steckt (den Wein trinkt er aber alleine….)