Ostern

Vier freie Tage (!!!!) bei herrlichem Wetter – was also tun?

Einen Doppelkopfabend haben wir in der Planung, ein Osterfrühstück, einen Besuch bei de ole Lüüd und wir wollen an die Bienen. Das wars. Der Rest ist freie Zeiteinteilung, und das ist schonmal per se toll!

Ostersamstag will ich noch in irgendeine der Städte, so lange schon war keine Zeit, einfach mal sich in der Stadt treiben zu lassen.

Und dann kann ich nicht so ganz, wie ich will, denn freie Zeit bei gutem Wetter – das heißt immer auch „Garten“. Rumsitzen, lesen oder gucken, und „da – plötzlich hüpft sie wieder in die Beete! Ich hab schon drauf gewartet!“ , so drückte es die Malerfreundin aus, als sie kürzlich hier war. Aber das wird nur begrenzt gehen, denn wiedermal ist mein ganzer Körper auf „Laß mich bloß in Ruhe!!“-Modus. Anstrengend waren die Vor-Ostertage. Ich habe ordentlich Mehrstunden aufs Arbeitszeitkonto gehäuft – und Vor-Ostern ist offenbar im Zentraldorfbioladen eine heftige Zeit. Einerseits löst ein (in Worten nochmal EIN) Tag mit geschlossenen Läden offenbar immer noch Hungerfantasien aus – SA ist ja offen, trotzdem kaufen die Leute ein, als gebe es wochenlang nix – andererseits gab es noch vier Schiffslieferungen zu bearbeiten. Eine Besonderheit dieses Ladens: es gibt mehrere alte Segler, die Törns für bis zu 35 Leute und 14 Tage anbieten – und dafür vom Laden beliefert werden. Das erfordert logistische Leistungen, die sich mir erst langsam erschließen sowie körperliche und zeitliche Zusatzarbeit. Es gibt ein gutes, erprobtes System, das dafür sorgt, daß letztlich alles zum rechten Zeitpunkt am Laden ist (was bei 5-6 unterschiedlichen Lieferanten bzw sortimentsunterschiedlichen Bestellterminen nicht ganz ohne ist) und es gibt Chefins Kopf, der dafür sorgt, beim packen und bonen nicht den Überblick zu verlieren. Das macht Spaß, aber es ist halt auch nicht grad gelenkschonend, denn jeder einzelne Posten will oft bewegt werden:

Vom Liefer-Rolli in Kisten auf Rollbrettern (oft mit dem Umweg übers Ladenregal), dann von dort auf den Kassenscanner, in Kartons, die auf Rollis und dann nochmal ins Liefer-Auto. Die „kleine“ Lieferung gestern hatte bereits 5 Bananenkartons plus 4 kleinere. So war denn auch erst um halb acht statt um sieben Feierabend.

Also heißt es nun, viel rumzusitzen oder -zuliegen, um die Gelenke ausruhen zu lassen. Tja. Dabei liegen noch zwei große Findlinge rum, die ich mit des Herrn Hilfe an den rechten Platz bringen möchte, Holz ist zu spalten, Silber-Goldnesseln wollen ausgebuddelt werden, der Rest des Wiesenstücks will von Rasensoden befreit werden….. außerdem ist herrliches Wetter zum fensterputzen, die Wohnung gehört dringend gesaugt und …… ommmmmmmmmm ….. ich hole mir jetzt mal wieder mein Buch und setz mich hin *gg*

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Schichten

Auffe Arbeit, jetzt:

  1. Unterhemd. Darüber
  2. Merinowoll-Langarmshirt. (das erwähnte kackbraune) Darüber
  3. Baumwollrolli, langärmelig. Darüber
  4. Schafwoll-Pullunder. Darüber
  5. Plastik-Fleece-Sweatjacke (die erwähnte scheußliche in 80er-Optik oder eine eher in Outdooroptik im Wechsel). Dazu ein warmes Halstuch. Und bedauerlicherweise keine Lederhose, weil beide so hin waren, daß ich sie wegtun musste. Aber wenn ich obenrum warm bin, bin ichs glücklichwerweise auch sonst. Und darüber natürlich die
  6. Arbeitsschürze, jetzt in marineblau….

Nebenbei bemerkt: ich habe einen guten Tipp für streng zertifizierte Öko-Mode bekommen (dazu – zum Thema Zertifizierungen und Co – liegt übrigens schon eine Kleinvieh-Folge in der Warteschleife)
Achtung Werbung: bei Maas gibt es zu angemessenen Preisen nicht überkandidelte Kleidung in guter Qualität. Und sogar einige echte Läden (für uns hier, Provinz halt, natürlich erst wieder in HH. Aber immerhin nicht nur in den drei größten Städten….) Ich glaube, irgendwann hatte ich hier im Blog diese Firma auch schon einmal empfohlen bekommen. Damals war ich noch bockig im Sinne von „aber ich will im Laden einkaufen! Hier!“
Man wird bescheiden in seinen Ansprüchen…….

Gerührt….

mein Inneres nach außen gekehrt 😉
gefunden im Dörfchen bei Eutin

…. haben mich zwei der vier SchülerInnen, die auffe Arbeit/ alt arbeiten: am letzten Tag mit T. kamen er und R. nach der Schicht zu mir: „Wir haben noch was….“

???

Da hatten sie mir doch ein kleines Abschiedspäckchen zusammengestellt, mit einer Buddel, einer Tafel Schokolade, einem Energieriegel. Hübsch verpackt – „Von den Schülern. Mach’s gut“, stand dabei.

Mir hats die Tränen in die Augen getrieben vor Freude, hatten wir doch gar nicht groß Zeit, viel miteinander zu reden oder voneinander etwas mitzukriegen – und dann das. Üblich ist das nicht!

Überhaupt bekomme ich in den letzten Tagen dort viel Nettes zu hören. Daß es Spaß gemacht hat, mit mir zu arbeiten, daß es schade ist, daß ich gehe, daß ich doch bitte zurückkommen soll, falls es mir auf der neuen Arbeit nicht gefällt ….

Und ich – ich bin gerührt und freue mich sehr darüber!!

Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Ich hab mir eine kleine Überraschung für die KollegInnen ausgedacht, will, daß sie im neuen Jahr auf dem Personalzimmer-Tisch eine große Dose mit gemischter Nervennahrung (Süßis) finden, dazu eine Karte mit meinem Dank für die kleinen Momente, die das Arbeitsleben angenehmer machen, als da wären: Hilfe und Tipps zu Beginn, Hand-in-Hand-Arbeit, kleine Klönschnacks, dumme Sprüche zum lachen …..

alles in allem ein versöhnliches Arbeitsende, das!

Prozedur, die zweite

Geschrieben eine Stunde später als Teil eins, gestern also:

  1. Ich gehe zum Computer und versuche erneut, an meine Dokumente heranzukommen. Ich rufe die D****-Seite auf. Übrigens heißt sie irreführenderweise „Arbeitnehmer online“. Ich bin eine ArbeitnehmerIN – vielleicht lassen sie mich ja deshalb nur unter größten Sicherheitsvorkehrungen da rein!? ;-|
  2. „Sie wurden erfolgreich vom gesicherten Bereich des D****-Portals abgemeldet. Schließen Sie bitte nun aus Sicherheitsgründen den Browser und starten ihn neu, bevor Sie andere Angebote im Internet aufrufen“ Die ticken doch nicht sauber!
  3. Ich drücke „refresh“. TADAAAA, jauchzet und jubilieret: mir wird ein Versuch zugestanden, mich anzumelden! Ich melde mich an.
  4. Ich fordere eine TAN an
  5. Die TAN kommt (glücklicherweise gleich, ich hatte es auch schon, daß die SMS länger brauchte, und ich deshalb dann nicht weiterkam – Nase gedreht – zu spähäääät…..)
  6. Ich tippe sie ein, das Handy liegt ja noch oben neben dem Computer, slso muß ich nicht extra nach unten laufen….
  7. „Sie haben sich beim letzten Mal leider nicht abgemeldet. Nur durch einen Klick auf den Logout-Button wird Ihre aktuelle Sitzung sicher beendet und zuverlässig verhindert, dass Unbefugte in Ihre Privatsphäre eindringen können.“
  8. Innerlich bin ich schon beim HB-Männchen, schließlich konnte ich mich nicht abmelden, und eigentlich wollte ichs ja auch (noch) gar nicht. Bangend, daß man mich, wenn ich mich zu lange aufrege, wieder rausschmeißt, drücke ich aber schnell auf den „Jetzt mit der Anmeldung fortfahren“- Link und
  9. BIN DRIN!!!! Jetzt beginnt der Teil der Prozedur, für den weder Arbeitgeber noch D**** was können, sondern nur mein Ehegatte *gg*: mein schicker, schneller, neuer Computer läuft mit Linux, weil der Herr F. das gern mal ausprobieren wollte. Einer der drei Nachteile ist, daß unser Drucker keinen Treiber für Linux hat. Gibbet nich….Wenn ich also irgendetwas drucken will, beginnt ein langer Weg:
  10. Ich speichere das Dokument. Das macht „der Bildschirm“ (wie mein Vater hartnäckig alle Computer nennt) allerdings nicht gleich dorthin, wo ich das haben will, sondern immer nur auf den Desktop. Ist nicht zu ändern, sagt der Herr F. Liegt an dem Online- PDF- Anzeiger. Nicht schlimm, aber lästig.
  11. Nun verschiebe ich das Dokument in einen Ordner, den Computer und Smartphone gemeinsam haben.
  12. Ich laufe die Treppe runter, denn unten liegt das Musikabspiel-Smartphone mit WLAN-Option, und ich muß das WLAN anschalten, damit die Ordner abgeglichen werden
  13. Ich lese ein Weilchen, denn bis das passiert, dauert es eine Weile
  14. Ich laufe die Treppe wieder hoch, denn ich habe vergessen, den Drucker anzuschalten. (Dieses eine Mal jetzt übrigens nicht, weil ich die Prozedur ab Punkt 10 vor dem Tun beschreibe. Sonst jedes verdammte Mal)
  15. Ich laufe die Treppe runter, rufe im Smartphone die App mit dem gemeinsamen Ordner auf, woran ich ab und an scheitere, weil, wenn, was ab und an passiert, nicht sofort auf der Anfangseite dieser App dieser gemeinsame Ordner steht, es mir unmöglich ist, ihn in der App zu finden
  16. Ich rufe das Dokument auf
  17. Ich drücke „drucken“
  18. Ich laufe die Treppe hoch und nehme das gedruckte Dokument in Empfang, um es abheften zu können.

SCHON fertig!!!!!! *ggggg*

Ab und an fluche ich übrigens bei Punkt 15, weil: das zu druckende Dokument muß ein Pdf sein. JPGs, ODTs und andere kann nämlich die App nicht drucken. Dann muß ich nochmal die Treppe rauf, denn daran denke ich ebenfalls niemals vorher, und muß am Computer das Dokument in ein PDF umwandeln, was ich inzwischen meist hinkriege.

Liebe Leute, sagt selbst: bin ich nicht ein Lämmchen?

JEDER ANDERE MENSCH WÄRE SCHON AMOK GELAUFEN, nur ich, sanft und geduldig wie ich bin ……. bin auch deshalb noch einmal froh, bald eine andere Arbeit zu haben, in der Dienstpläne noch per Hand geschrieben statt per (anderem) Computerprogramm online eingestellt zu werden- ich vermute, daß ich dort auch wieder einen einfachen, unkomplizierten Zettel mit meiner Gehaltsabrechnung in die Hand gedrückt bekommen werde – und werde diesen Zettel mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit entgegennehmen!!

wirkt recht behaglich, gell?

P.S. KATER- UPDATE nachdem der Kater endlich einmal über drei Stunden am Stück hatte schlafen können, kam er mit Hunger in diese Welt zurück und hat eine kleine Futterportion samt Tabletten zügig aufgegessen. Eine Hoffnung keimte, daß es jetzt doch noch besser werden möge, obwohl er danach direkt gen Garten ging und immer wieder sich hinhockte, auch mehrfach wieder rausging, immer mehrmals weniges aus der Blase drückend…. Den Rest des Tages lag er relativ gemütlich da, auch (was in den letzten beiden Tagen nicht ging) zeitweise auf dem einen oder anderen Schoß. Und die Klozeiten waren länger als zuvor, aber weit entfernt von „normal“

Heute morgen: Durchfall, der Katz weigert sich, die Tabletten zu fressen, frißt nur ihm „jagdmäßig“ hingerollte Bröckchen. Bekommt die Medizin also ins Mäulchen „gestopft“, danach frißt er – etwa eine halbe Portion dessen, was er sonst kriegt. Daß er von den Antibiotika Durchfall und Appetitlosigkeit bekommt, kennen wir ja schon. Aber die schmecken eigentlich – bisher hat er sie immer mitgegessen…. ich bin gespannt, wie sich die „Klosituation“ entwickelt hat – nach dem Essen war er mehrfach draußen und am Klo, aber jetzt liegt er oben in des Herrn Zimmer.

Btw.: mir ist klar, daß das Niemanden da draußen in dieser Ausführlichkeit interessieren kann – mich erleichtert aber das aufschreiben, und da dies ja nunmal MEIN Blog ist und durchaus auch so ein wenig ein Tagebuch für mich, müsst Ihr da jetzt durch 😉 Einfach drüber weglesen ist absolut erlaubt, aber Eure netten Worte sind auch sehr erwünscht.

 

 

 

Prozedur

Bin grad schwer genervt.

Eh schon angeschlagen, nervlich, weil des Dicken Blase 1. nicht besser wird und er 2. a in der Nacht gekotzt hat und ihm 2. b jetzt offenbar so schlecht ist, daß er sein Frühstück (samt Tabletten) verweigert, finde ich in meinen Mailpostfach eine Mail von D****. Ich habe drei neue Dokumente von meinem Arbeitgeber.

Mein Arbeitgeber hat vor vielleicht einem halben Jahr beschlossen, daß wir alles, was wir da so kriegen, jetzt online eingestellt bekommen und selbst ausdrucken sollen. Gehaltsabrechnungen und so Kram.

Das bedeutete für mich: erstmal ein Konto anlegen. Damit will ich jetzt gar nicht nerven, es hat mich aber mindestens eine Stunde Zeit gekostet, weil ich ständig aus dem Dingen rausgeworfen wurde, und auch jetzt, wenn ich „einfach nur“ einloggen und ausdrucken will, ist das eine echte Prozedur. Ich drücke mich und mache es nur alle paar Mal, aber nun ist ja fast Ende, und ich muß mal gucken, daß ich das alles gemacht kriege, bevor der Account noch gesperrt wird.

Also los.

  • Seite aufrufen
  • Einloggen.
  • Auf „TAN zuweisen“ drücken.
  • Die Treppe runterlaufen
  • Handy holen, anmachen, SMS aufrufen
  • Die Treppe hochlaufen.
  • TAN eingeben
  • „Ihre Sitzung ist abgelaufen“
  • Grollen, „refresh“ drücken – „Zugriff verweigert – die von Ihnen aufgerufene Seite kann nicht angezeigt werden (Fehler 403). Sie verfügen nicht über die benötigte Berechtigung“
  • Mich erinnern – sowas hatte ich doch schonmal!? Ich hätte das Handy VORHER hochholen sollen, offenbar dauert die Toleranzzeit zwischen TAN-SMS und TAN-Eingabe etwa 10 Sekunden, brauche ich 20 Sekunden, ist meine Sitzungszeit abgelaufen ….
  • Grollen, die Seite neu aufrufen – „Zugriff verweigert – die von Ihnen aufgerufene Seite kann nicht angezeigt werden (Fehler 403). Sie verfügen nicht über die benötigte Berechtigung“
  • Wüten. Diesen Artikel bis hierhin schreiben.
  • Denken, daß ja nun wohl genügend Zeit vergangen sein sollte.
  • Die Seite neu aufrufen – „Zugriff verweigert – die von Ihnen aufgerufene Seite kann nicht angezeigt werden (Fehler 403). Sie verfügen nicht über die benötigte Berechtigung“
  • WÜTEN!!!! Vorerst genervt abbrechen, mit dem Plan, den Herrn F. zu konsultieren – wie lange dauert es denn wohl, bis so eine verschissene Seite meint, ich dürfe vielleicht doch noch meine mir zustehenden Dokumente abrufen!?

Will be continued

Auffe Arbeit …

…und so flanierte sie entspannt durch ihr Leben, bis daß….
*gg*
Norderstraßen-Katze

… das ganz normale Chaos: bin noch keine 5 Minuten aus dem krank zurück, schon stellt sich raus: nun ist eine Kollegin krank, niemand kann morgen arbeiten – „oh bittebitte, könntest Du nicht….?“ – und ja, ich kann, zumindest, wenn ich etwas später anfange. „Ganz egal, Hauptsache Du kommst!“

Das war vorgestern. Also hab ich diese Woche nur am Donnerstag und am Sonntag frei… aber, und jetzt kommt’s: wissend, daß ich eh bloß noch zwei Wochen dort verbringe, bin ich innerlich viel entspannter (ich habe auch vor dem kranksein schon mehrfach ergebnislos darüber gebrütet, wieso das wohl so ist), und so macht es mir nur wenig aus. Ich arbeite so vor mich hin. Was ich schaffe, schaffe ich, was nicht – dann halt nicht.

Eine sehr gute, gesunde Einstellung, weil ich (logo, mir liegt es nicht, mir beim laufen die Schuhe besohlen zu lassen) kaum weniger schaffe als sonst – aber entspannt.

Und ja, ich denke an Schulter und Gelenke. Was nicht heißt, daß ich sie schone *g*, aber wenn es zwei Alternativ-Arbeiten gibt und eine davon ist leichter für die beiden, dann wähle ich die. Bisher gehts.

So. Jetzt ab unter die Dusche, schließlich müssen die Haare trocken sein, bis es wieder losgeht zur Arbeit.

Die gute Nachricht des Tages – und die schlechte(re)

Die gute Nachricht:

Der Dicke ist wieder ganz der Alte.
Also, wirklich „der Alte“ *g*: nach wie vor sieht er oft struppig aus, es gibt Filzklümpchen im Fell, er ist oft etwas steif, selbst der Laserpointer lockt ihn höchstens mal für zwei, drei Minuten zum Spiel (und das nach einmal laufen meist liegend)…. aber er ist wieder laut, er hat gute Laune, er liegt auch wieder länger schnurrend zum schmusen auf des Herrn F.‘ Bauch, und er geht wieder raus statt aufs Katzenklo – es war wohl wie die Tierärztin meinte: Blasenentzündung UND Würmer, denn nach dem entwurmen wurde der Bauch wieder weich und der Kot hart. Es hat dann noch einige matte Tage gedauert, aber seit vorgestern ist unser Dicker wieder genau so wie vor der Krankheit. Das erleichtert uns sehr, ist es doch bei einem so alten Kerl nicht selbstverständlich 🙂 Sogar das Leckauge leckt nicht mehr.

Die schlechte Nachricht:

Ich bin auch wieder ganz die Alte.
Nach einer 5-Tage-Woche (Personalengpaß), von der drei Tage RICHTIG heftig waren, aus unterschiedlichen Gründen, fühle ich mich wieder k.o., der Rücken schmerzt, die Füße kribbeln, des Nachts wache ich auf, weil das rumdrehen wehtut, und die Fingergelenke…… tschä.

Aber – positiv denken – jetzt hab ich drei Tage zum erholen, und dann ist ja die nächste Woche auch eine kürzere, wg. Feiertag, der zum Glück auf einen meiner Arbeitstage fällt. Trotzdem überlege ich immer öfter, was denn wohl eine körperlich weniger (und seelisch ähnlich wenig) belastende Alternative zu meiner jetzigen Arbeit wäre – die mir prinzipiell ja Spaß macht, WENN einer der Tage ist, an dem ich sie „vernünftig“ machen kann, d.h. ohne ständige Hektik und daraus folgende Belastung für den ganzen Körper.

Neulich, auffe Arbeit (-58-)

HEISS ist es. Deshalb soll das große Rolltor zwischen „Käfig“ (dem vergitterten Platz mit Pfandflaschen, Müllplatz etc) und Lager möglichst unten bleiben. Also gehen wir durch die kleine, normale Tür raus, dann ums Eck, dann durch die (sonst abgeschlossene) „Käfigtür“ rein. Diese Käfigtür hat – ich nehme an, als Einbruchsschutz – innen einen angeschweißten, fetten Metallwinkel überm Schloß, kurz oberhalb meiner Nase.

Ich also Tür auf, rückwärts rein, Blick abwärts auf den Einkaufswagen mit Pfandflaschen, Kopf hoch –

KNIRSCH

Das war mein Nasenbein. Die Tränen schießen in die Augen, die Knie sind weich. Ohneeee, ne?
Erstmal weitermachen, wird schon besser werden.
Tat es auch.
Aber jetzt, zwei Tage später, ist da eine blaue Stelle, leicht geschwollen, hubbelig auch. Und wenn man rangeht, schmerzt’s.

Über 50 und zum allerersten Mal was (an-)gebrochen….

Krumm ist aber nichts, zu keiner Seite. Wird von allein wieder werden – paßt, wackelt (au!) und hat Luft 😉

Der 1. Mai schmerzt

Und schon wieder bin ich eine schmerzensreiche Fjonka….. aber diesmal liegts leider nicht an einer feinen Gartenaktion, sondern daran, daß gestern offenbar ganz Schleswig den Eindruck hatte, es gäbe etwa 15 Tage lang nix mehr zu kaufen statt diesen einen Tag lang…. jedenfalls war der Arbeitstag das, was meine neuen Kolleginnen so bescheiden „sportlich“ nennen …. heftig! Wir haben denn auch eine halbe Überstunde drangehängt, um überhaupt das nötigste fertig zu kriegen: Kassenabschlüsse, Bestellung, alles säubern – das, was wir in der gestrigen Besetzung (die eine „normale“ war) und mit üblicher Vorarbeit (die gestern halt völlig wegfiel) sonst gut in der Arbeitszeit (Öffnungszeit plus 30 Minuten) schaffen.

Diese halbe Stunde wird bezahlt – das muß man ja in heutigen Zeiten extra dazusagen, leider. Ich erinnere an den Arbeitgeber des Grauens McP…., bei dem es täglich ganz regulär eine nichtbezahlte Viertelstunde gab (Minimum) und wöchentlich viel mehr, weil nur die Öffnungszeiten bezahlt wurden – Du aber die Kasse nicht in der Öffnungszeit einzählen/ abrechnen kannst, Altpappe nicht wegbringen, Geld nicht zur Bank …. und McP ist da nicht der einzige Arbeitgeber der mit sowas durchkommt.
Ich merke gerade schon wieder, wie sich beim schreiben der Magen zusammenballt. Genug davon!

(Schlechten Gewissens kann ich noch melden: ich gehe NICHT zu einer Demo, wie jedes Jahr….)

:-)

Erstmals war die neue Arbeit heute nicht „nur“ interessant, anstrengend, NEU, spannend, stressig …. sondern hat einfach mal Spaß gemacht.

Einerseits entwickelt sich langsam eine Art Routine, die hilfreich ist, andererseits war ich aber auch heute erstmals an anderer Stelle eingesetzt, die mir, scheint’s mir, einfach mehr liegt: ich habe morgens beim Gemüse/ Obst mit angepackt und dann den ganzen Tag „im Laden“ gewirbelt, sprich Ware aus- und nachgepackt, Pfand entgegengenommen und verräumt (eine Wissenschaft für sich in so einem Bioladen, es gibt drei etwa zweieinhalb Meter lange Gänge mit lauter unterschiedlichen Kästenstapeln, in die lauter unterschiedliche Pfandflaschen/-gläser gehören draußen in einer Art umzäunten, überdachten Gitter….), Etiketten mit neuen Preisen gesteckt (und mich dabei halbtotgesucht *gg*) Das schöne dabei:

  1. man kann zwischendurch einfach mal schuften ohne zu denken
  2. man hat nicht ununterbrochen menschlichen Kontakt, sondern kann sich auch mal rausziehen (ich bin ja eh nicht so die Smalltalkheldin, aber an der Theke ist das (NEBENBEI!!!!! Das auch noch!!! *gg*) gefragt, und es ist halt überhaupt ununterbrochen Kontakt da, auch wenn man nicht smalltalkt)
  3. man muß immer wieder NACHdenken, aber nicht so viel AN WAS denken, will heißen: überlegen, wie was am besten zu tun ist, aber nicht dauernd allem hinterherrennen, was ja auch noch zu tun wäre, man aber einfach noch nicht geschafft hatte – und wer weiß wann mans überhaupt schaffen kann.

Ich glaube, für sowas bin ich einfach besser geeignet. Und siehe da – nach 7 Stunden ohne Pause hab ich mich nach einer Kaffeepause sogar noch zum Herrn F. an den Holzspalter gesellt – der Körper ist dankbar für die größere Abwechslung, der Geist für weniger Beanspruchung nach außen – und schon sind Ressourcen frei….

Ach so!

gefunden auf webfail.com

Jetzt weiß ich, wieso ich so schnell eine neue Arbeit gefunden habe. Ich bin der stille Traum jedes Arbeitgebers!!! Obwohl- 5x die Woche arbeiten – mindestens? Da muß ich doch nochmal überlegen …

Groß „Neues ausse Arbeit“ gibts nicht – mir qualmt nach wie vor abends der Schädel vom vielen Input, obwohl natürlich Vieles, von dem am ersten Tag der Schädel gequalmt hatte, inzwischen einigermaßen „sitzt“. Von Automatismen kann allerdings noch keine Rede sein *g*. Drei Arbeitstage habe ich inzwischen hinter mir, heute ist dann der 4.

RBF* sind nach wie vor abends einigermaßen beleidigt, naja, auch sie haben über 50 Jahre hinter sich und stellen sich nicht mehr so leicht um wie mit zwanzig. Ich versuche, mit allen Beteiligten geduldig zu sein, was mir einigermaßen schwer fällt, möchte ich doch auffe Arbeit kein Klotz am Bein sein und zuhause – naja, zumindest schmerzfrei wäre fein … allerdings wache ich nachts lieber „wegen Hüfte“ auf als „wegen Kopfkino“. Insofern: alles gut so weit 😉


*RBF: Rücken, Beine, Füße. Hab so das dumpfe Gefühl, diese Abkürzung in Zukunft öfter mal zu brauchen …*g*

Jetzt, auffe Arbeit ….

… werde ich zumindest theoretisch diese Drohung wahrmachen können 😉

Nach dem ersten Tag „auffe Arbeit, neu“: mir qualmt abends der Schädel, weil ich so viel neues lernte – und eines davon war, ganz nebenbei: mit einer großen Siebträgermaschine diverse Kaffees herzustellen. Mein erster Test war ein Cappucchino unter Anleitung für mich selbst – denn JedeR kann täglich ein Heißgetränk umsonst trinken 🙂 Das mit dem noisy toy wird allerdings schwierig, denn Spielkrams verkaufe ich jetzt nicht mehr.

Eigentlich aber bin ich erstmal bei „Brot und Käse“, also in der Input- und arbeitsintensivsten Abteilung meiner neuen Arbeitsstelle, eines Biomarktes, gelandet. Die Kolleginnen dort: fit und nett. 🙂 Ich werde nach und nach alle Abteilungen durchlaufen, um dann zum Schluß in Abstimmung mit den Chefs in einer „festen“ Abteilung zu landen, so lautet die Ankündigung.


P.S. Die Aufnahme dieses wunderbaren Schilds harrt seit mehreren Jahren ihrer Verwurstung im Blog – das Schild hing in Wanderer in Nürnberg