Wohoooooo – ein Tisch!!!

Dezember 2018

Irgendwie nervt mich das Wachstischtuch seit Tagen deutlich mehr als in 24 Jahren zuvor. Da muß ich allerdings weiter ausholen, um das zu erklären:

Dezember 1994

Volker und ich ziehen in dieses Haus ein. Aber wir kommen aus derselben WG, keineR von uns hat einen Küchentisch. Da ist es gut, daß die langjährige Freundin einen ausgemustert hat. Rund ist er, 1,10m Durchmesser, aus leicht angegammeltem, abgestoßenem dunklem Furnierholz. Das paßt. Rund ist prima, und auf die Platte kommt ein Wachstischtuch. Natürlich ist ein Wachstischtuch heutzutage kein Wachstischtuch, sondern ein Plastiktischtuch. Aber uns taugts. Das tut es viele Jahre lang, inzwischen ist

Dezember 2014 (ungefähr).

schnell heute morgen noch geknipst: der Alte

Das etwa 3. Wachs-(Plastik)tischtuch zieht ein. Irgendwann entstehen immer Flecken, die nicht mehr weggehen, oder man schneidet mal ohne Unterlage und hat einen Riß drin, oder ein Streichholzkopf, noch glühend, fällt drauf, und/ oder …. leider gibt es inzwischen aber keine schönen Wachs-(Plastik)tischtücher mehr. Der Massengeschmack tendiert deutlich gen „beige“ und „grau“, ich aber möchte Farbe auf dem Tisch und kaufe daher das einzig in meinen Augen hübsche als Fertigtuch statt als Meterware. Daheim angekommen, packe ich aus – und sehe: alle Kanten sind abgestoßen, farblich, und wulstig-hochstehend. Letzteres legt sich mit den Monaten einigermaßen, ersteres natürlich nicht. Ich bin tendenziell genervt davon, aber nuja…. und nun also

Dezember 2018

Warum auch immer, seit ein paar Tagen nerven mich die abgestoßenen Kanten mehr und mehr. Ich habe für de ole Fru just ein Meterware-Wachs-Plastiktuch gekauft und festgestellt: nach wie vor gibt es da keine, die ich leiden mag. Der Gedanke keimt, daß es nach 24 Jahren ja vielleicht auch ein frischer Tisch sein könnte…. je länger ich drauf rumüberlege, desto feiner scheint mir der Gedanke. Denn der andere Nachteil des Secondhandtisches ist: immer wenn mehr als fünf Menschen bei uns sitzen wollen, müssen wir vorher umbauen: von oben wird ein (ebenfalls vor über zwanzig Jahren geschenkter und leicht angegammelter, aber schöner) Furnier-Rechtecktisch, ausziehbar, durch den Engpaß „Flur und Treppe“ gezirkelt, ebenso die Ausziehplatten dafür, nachher alles wieder retour. Das könnte man doch vermeiden, indem man einen hübschen, runden, neuen, ausziehbaren Tisch kauft!?

Einen Tag später stelle ich meinen Gedanken dem Herrn F. vor, einen weiteren Tag danach fahren wir zu „Compact“, der ersten Anlaufadresse für Möbelkäufe seit vielen Jahren. Compact hat den Stil Möbel, den wir mögen, gepaart mit kompetenter und aufmerksamer, aber keinesfalls aufdringlicher Beratung.* Und eine Stunde später haben wir tatsächlich unseren Tisch!

Eichenholz aus Österreich (also, unserer. Nicht auf dem Bild – das ist Roteiche, glaube ich, sieht ganz anders aus). Massivholz, nicht lackiert aber mit Hartwachs – Öl behandelt. Hergestellt in Süddeutschland. Rund und ausklappbar ist der Tisch – von 1,10 auf 1,65, außerdem einfach schön, finden wir. Da hat die Chefin aber auch hart für gearbeitet: erstmal hat sie richtig, richtig gut hingehört. Dann hat sie gesucht. Irgendwie war das alles nix. Dann gab es doch noch einen Katalog mehr und den Tisch – gesehen, gemocht!!! Aber ach Du Sch***: im Katalog erst ab 1,20 mit Ausziehmechanismus, „Sonderanfertigungen nicht möglich“ stand da – also hat sie telefoniert. Worauf sich herausstellte: dochdoch, inzwischen gibt es den auch mit 1,10 zum ausziehen. Also Holzart und-farbe heraussuchen, andere Tische des Herstellers angucken, wegen der Bedienbarkeit des Mechanismus‘ und der Qualität der Ausführung (der Tisch war nicht in der Ausstellung) – dann ein Blick vom Herrn F. zu mir – einer von mir zu ihm – alles klar, wir nehmen den!

„Wie? Jetzt gleich?????“

Ja, klar, jetzt gleich. Wenn wir überzeugt sind, dann machen wir Nägel mit Köpfen, wir sind ja beide nicht die Gerne-Shopper. Warum noch rumgucken, wenn das richtige vor der Nase steht? Jetzt heißt es noch warten auf

Februar 2019

So lange dauert es nämlich, bis so ein Tisch ankommt. Und jetzt ist er da!!!

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Jetzt heißt es erstmal, sich an die neue Optik zu gewöhnen und nicht dauernd Bange zu haben, daß da ein Kratzer drankommt, an das schöne, neue Stück 😉 Aber für den Fall haben wir ein Pflegeset mitgekriegt, mit Schleif- und „Rubbel“papier, einem Poliertuch und einer großen Flasche Hartwachsöl. Und einer Anleitung, wie man das macht, auch zB bei Dellen. Und wie ich uns kenne, ist er in zwei Wochen eh ein Nutzmöbel *g* Sieht in unserer Küche auch gleich deutlich weniger stylish aus als im Katalog in durchdesignter Umgebung, gut so!


*P.S.: nein, da weiß niemand, daß ich hier was schreibe. Erst recht haben wir dafür nix bekommen. Ich schreibe das so, weil ich es genauso empfunden habe, die paar Mal, die wir dort bisher waren.

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Nie zuvor!!! :-)

Nie zuvor habe ich Mitte Oktober stundenlang nur in Unterbüx in der Sonne gesessen, während ringsum Blätter raschelnd im warmen Wind tanzen und die noch übrigen in den Bäumen vor einem strahlend blauem Himmel in allen Farben leuchten.

Seht Ihr die tanzenden Blätter? 🙂

Gestern haben wir unser Retro-bluetooth-Radio ins Fensterbrett gestellt und als Sahnehäubchen obenauf zu alldem auch noch gute Musik genossen, abends gegrillt und das wohl letzte Lagerfeuer des Jahres gemacht.

Alle (dringend nötigen) Arbeiten werden in die Morgen- oder späten Abendstunden oder, wie das schnippeln von Gemüse, nach draußen verlegt, denn es wäre Sünde, dieses Wetter nicht draußen zu nutzen!

Kein gelbgetrockneter Rasen, sondern jede Menge Blätter!

Lustiges Detail: nach über zwanzig Jahren wird erstmals klar, daß es Mitte Oktober erst ab 10:15, also nach der Frühstückszeit die schon niedrig stehende Sonne über die gegenüberliegenden Bäume und Häuser schafft. Haben wir noch nie zuvor drauf geachtet, war ja immer egal, denn im Oktober draußen frühstücken? Eh nicht möglich!

Auch heute nicht möglich: gute Musik nebenher. Der Nachbarsjunge hat dröhnende Hiphopbässe laufen. Da kann unser Radio nicht mithalten, obwohl des Nachbarn Fenster geschlossen ist. Ich fühle mich an meine 18plus-Zeiten erinnert, bloß daß damals in ebenso ohrenbetäubender Lautstärke Led Zeppelin und Co liefen *gg* Aber mit Hiphop kann ich gut leben. Wie ungeheuer gut, daß er nicht Techno hört! Das hätte uns schon aus dem Garten vertrieben, oder wir hätten „böse alte Nachbarn“ spielen müssen, eine Rolle, die uns nicht liegt.

 

 

So soll ein Garten sein, wenns nach mir geht. Ich mag ihn!!

(Anklicken oder über die Bilder fahren, um die Texte zu lesen)

(Anklicken oder über die Bilder fahren, um die Texte zu lesen)

Das jetzt ist die Zeit, in der ich meinen Garten einfach großartig finde, so wild und vor Kraft und Pflanzen und Tieren strotzend. Wenn ich da mittenmang sitze, dann gehöre ich in diese Welt 🙂

Könnte ich doch nur….

… eine Geruchsprobe hier einstellen –
ich kann gar nicht beschreiben, wie es aus den Bienenstöcken duftet – nach Nektar, aber vermischt mit dem schweren Pollenduft und der „Bienenluft“ natürlich, die die Bienen fleißig herauslüften, um dem Honig die überschüssige Feuchte zu entziehen. Wenn man hinter den Stöcken längsläuft, dann muß man einfach ganz tief einatmen…. ein klarer Fall für die „So soll es sein“- Kategorie 🙂 Überhaupt ist dieser ganze Abend einfach wunderbar gewesen: warm, windstill, schönes Licht – und das nach einem sonnigen Tag bei fast 20°, an dem ich richtig was weggeschafft habe noch dazu.

Ja. So soll es sein.

Wermutstropfen: ich bin schon wieder Strohwitwe, der Herr F. ist diesmal gen Köln unterwegs, wieder beruflich. Dienstag kommt er aber schon wieder.

 

#webseidank

BC1

BC2

#webseidank heißt eine Blogparade, die ich spannend zu lesen finde, und bei der ich wohl am besten mal einfach eine Liste mache, weil mir richtig, richtig viel dazu einfällt.

Das Thema lautet:

Was mir das Web Gutes gebracht hat

Und da gibt es wirklich viel! Ich tippsele mal los:

  • Musik. Im BC-Forum habe ich vor Jahren mal eine Aktion gestartet: JedeR MitmacherIn brennt eine CD mit ihren persönlichen „Best of“- Stücken, schickt sie mir, zusammen mit Porto, und ich mische durch, so daß JedeR eine andere CD bekommt. Grandios: ich konnte natürlich ALLE hören und mir sechs oder sieben CDs mit den Stücken zusammenmischen, die mir gefielen – höre ich immer noch hoch und runter!
  • Menschen. Ich kann garnicht sagen, wie sehr sich der Kreis an Menschen, die ich mag, erweitert hat, seit ich im Netz bin! Von Nur-Schreib-Bekannten über (Dutzende) inzwischen kennengelernte bis hin zu langjährigen Freundschaften – und auch den Herrn F. hab ich ja nunmal über ein Buch bei BookCrossing kennengelernt….
  • Ideen. Auch die Zahl der Ideen ist Legion…. dabei tut sich besonders das Thema „Umweltschutz/ Nachhaltigkeit“ hervor. Keine Ahnung, wie ich an so viele Ideen dazu hätte kommen sollen (und so viel Motivation hätte schöpfen können) ohne Internet!
  • Input. Ohne Internet hätte ich sehr, sehr vieles, das ich heute lese, nie kennengelernt. Weil es einfach „da ist“, bei BC, kostenlos und gemeinschaftlich. Wenn ich mir ein Buch für viel Geld kaufen muß, überlege ich natürlich viel länger, ob sich’s wohl lohnt, da reinzulesen, und in Büchereien suche ich viel zu eingeschränkt, stellte ich fest, seit ich via BookCrossing Bücher empfohlen bekomme
  • Bloggen. Ohne Netz kein Blog. Und dies Blog hier, die Kommunikation darüber sowie das mitlesen bei Anderen ist mir richtig wichtig geworden im Laufe der Jahre.
  • Informationen. Das hilft, besonders beim Thema „Biens“. Oder „Nachhaltigkeit“. Oder „Rezepte“. Oder „Wetter“. Oder…………………………………..
  • Urlaube. Im Urlaub erweitern sich die Möglichkeiten, Interessantes ausfindig zu machen, enorm. Für uns vor allem durchs geocachen. Wir sind zwar keine Herzenscacher, aber im Urlaub haben wir doch schon viele schöne und spannende Stellen entdeckt, die die Tourist-Info uns nicht genannt hat/ hätte. Zum Beispiel den Dansesten in Norwegen oder die
    Blick vom Dansesten - Einer großen Felsplatte, auuf der früher Tanzdeste stattfanden - im Nichts! Mit Geigern...

    Blick vom Dansesten – Einer großen Felsplatte, auf der früher Tanzfeste stattfanden – im Nichts! Mit Geigern…

    Buchenholzteergewinnung bei Schwerin. Aber auch durch die neuen Bekanntschaften sind wir ordentlich herumgekommen. Wir kennen Leut‘ vom Bodensee bis zur Hallig Oland, bei denen wir zu Besuch waren, und – für mich noch viel wichtiger:

  • Besuch. Wir bekommen von überallher Besuch, was ich unendlich genieße, da ich ja selbst nicht so gern reise. Toll unter diesem Aspekt ist auch, bei Couchsurfing Mitglied zu sein.
  • Und dann noch: Kontakt. Es ist eine andere Art des Kontaktes, mit Freunden, die weit weg wohnen über mails eben mal kurze Zeilen zu tauschen oder in den Blogkommentaren Aktuelles zu lesen als zu Vor-Web-Zeiten auf Briefe und Telefonate angewiesen zu sein. ANDERS. Nicht unbedingt auch besser (weil manchmal auch oberflächlicher), aber leichter aufrechtzuerhalten. Und auch bei Nahebei-Freunden ists so. Die wenigsten haben ein Blog. Aber bei denen, die eines haben bin ich einfach „näher dran“ und besser informiert, was bei ihnen grad los ist. Das finde ich schön.
...wenn das web nicht will....

…wenn das web nicht will….

Das meiste Gute, das das Web mir gebracht hat, folgt direkt oder indirekt daraus, daß ich BookCrossing (BC) gefunden habe. Oder BookCrossing mich *g*. Sogar ans bloggen bin ich über BC gekommen, als Bibo mir sozusagen vormachte, daß so ein Blog pipileicht zu führen ist. Und nein, das ist nichts kommerzielles, nur um das mal klarzustellen – denn für BC habe ich persönlich bisher ausschließlich per Spenden Geld gegeben – alles, was man dort machen kann, kann man kostenlos tun. Inzwischen bin ich weniger aktiv dabei, aber ich kann garnicht sagen, wie viel schönes mir das mitmachen dort gebracht hat! Insofern ist BookCrossing für mich, was für Thomas und Anette von der Blogparade ihre Themenchats und Foren sind: eine Basis, auf der sich unglaublich viel entwickelt hat.

Danke, Web! Danke, BC! Danke, Ihr Leut‘ hier!!

Noch eine Lösung gesucht!

Aus aktuellem Anlaß möchte ich nach dem eher marginalen von Donnerstag noch ein weiteres, ernsthafteres Problem vorstellen, für das ich seit mehreren Jahren eine Lösung suche:

Gesucht wird eine Platz für mich (uns) auf dieser Welt. Optimal wäre eine Gegend mit folgenden Eigenschaften:

  • Viel (nicht zu heiße) Sonne und kein Schnee, niemals! Aber auch
  • keine Regenzeit oder lange Dürren, keine Überschwemmungen oder Erdbeben. Ihr wisst schon … 😉 Außerdem
  • keine Kriege und bewaffneten Auseinandersetzungen anderer Art
  • die Möglichkeit, entweder mit einer hiesigen Niedrig-Rente ein einigermaßen vernünftiges Leben zu führen oder
  • sich sein Auskommen über bezahlte Arbeit zu sichern
  • eine Tierwelt, die Menschen weitgehend in Ruhe lässt (der Herr will keine Mückenplage oÄ – ich muß das auch nicht haben, finde den Gedanken aber nicht so schrecklich wie andere Punkte auf dieser Liste)
  • dann kommen sicher noch weitere „Kleinigkeiten“ dazu, ein Beispiel gibt die Bildunterschrift. Vielleicht darüber später einmal noch mehr….. Dies sind ersteinmal ganz grundsätzliche Wünsche zur groben Ortsfindung. Wie steht es so schön auf meinem selbstgemachten T-shirt: „Wünschen hilft!“ *g*
Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt lebensnotwendig wäre auch ein See direkt an der Grundstücksgrenze, mit weitem Blick. Aber nicht das Meer, und auch kein großer- ich will ja nicht dauernd irgendwelche neonfarbenen Segel ertragen müssen.... ;-)

Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt lebensnotwendig wäre ein See direkt hinterm Grundstück, mit weitem Blick. Aber nicht das Meer, und auch kein großer- ich will ja nicht dauernd irgendwelche neonfarbenen Segel ertragen müssen…. 😉

Bisher ist noch jede Gegend, die mir in den Sinn kam, vom Herrn F. schnell in Grund und Boden gestampft worden, mit jeweils guten Gründen. Angeln scheint die gemässigtste, angenehmste Gegend der Welt zu sein ;-)!
Aber ehrlich gestanden möchte ich die Hoffnung auf mein persönliches Shangri-La noch nicht ganz fahren lassen….

Ganz insgesamt suche ich gedanklich nach einem Ort zum altwerden. Ich weiß, daß es – so schön es hier ist – die Villa Fjonka nur dann sein wird, wenn gesellschaftlicher Wandel und Alterspyramide nicht zulassen, daß wir einen anderen Platz für uns finden können (will heißen: wenn wir die schöne, aber doch große und infrastrukturmäßig inzwischen wirklich schlecht gelegene Villa einfach nicht verkauft bekommen. Was nicht unbedingt unwahrscheinlich ist.)
Vielleicht wird der Ort, den ich suche, ganz einfach in 30 bis 100 Kilometer Umkreis in oder sehr nahe bei einer Stadt liegen. Von wegen „keine Auto mehr brauchen“ und „nicht im Kaff festsitzen, wenn man alt wird und nicht mehr so mobil ist“. (Schnee gäbe es dort zwar auch, aber zumindest müsste ich nicht mehr so viel mit dem Auto da durch)
Aber während ich bis vor vielleicht sieben, acht Jahren noch dachte, daß ich nie wieder aus Angeln weg will, hat sich inzwischen leise eine größere Offenheit für einen nochmaligen Umzug in vielleicht auch ganz andere Gegenden bei mir eingeschlichen. Und so könnte es – alles Gedankenspiele, aber in den Gedanken immerhin im Bereich des möglichen – durchaus so sein, daß dieser Ort auch irgendwo ganz anders auf dieser Welt liegt … von MeckPom bis Vietnam (beliebige Beispiele, das!) scheint vieles möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich.

Der Herr F. spielt in diesen Gedanken insofern eine recht kleine Rolle, als er sich sehr, sehr bedeckt hält *g*. Er mag nicht so gern „spekulieren“, wie man das hier so schön nennt, wenn Jemand auf freie Assoziationsreise geht. Aber er wird intervenieren, wenn ihm eventuelle konkretere Pläne nicht gefallen, so viel ist sicher, und er wird aktiv werden, sollten sie’s doch tun.

Nun wisst Ihr also, warum ich frage…. Ihr seid doch alle so weitgereist (verglichen mit mir ist das heutzutage JEDER, scheint mir!), sagt doch mal!


Aussortiert: ein Stopfei aus schönem, poliertem Stein. Aber ich habe noch eines, aus schönem, glattem Holz, ein echter Hand- und Augenschmeichler. Und zwei braucht kein Mensch. Hat einen neuen Besitzer gefunden.

DER Seifenhalter

Aus aktuellem Anlaß gibt es heute wiedermal etwas zur Kategorie „So soll es sein“.

Fjonka proudly presents: den Seifenhalter!

Gut, er ist aus Plastik. Aber er ist ein echter Dauerbrenner: ich habe ihn aus dem Elternhaus mitgenommen, dort stand er schon – immer in Benutzung – seit ich mich erinnern kann. Und ich bin nun auch schon bummelig 30 Jahre von daheim weg!

Form follows function at its best

denn er ist nicht nur hübsch, sondern nimmt auch weniger von diesem Seifenschmier, der nach der Benutzung der Seife so gern an allem haftet, auf das man die Seife legt, an, als jeder andere Seifenhalter den ich je sah. Und wenn man ihn dann nach Moooooonaten 😉 mal säubern muß – einfach einweichen und abbürsten! (Wie Ihr an den Tröpfchen auf den Fotos seht, musste ich das erst einmal tun, bevor ich die Fotos machte *räusper*)

Die Seife selbst – muß ich das extra schreiben? – trocknet in diesem Seifenhalter natürlich wunderbar ab. Keine ekligen Seifenwasserpfützen, nirgends (außer natürlich ggfls auf dem Waschbeckenrand, wo sie für die Seife unerreichbar sind *g*)

Der einzige Fehler, den dieses Prachtstück hat: er ist ein Einzelstück! Als wir vor Jahren unser Zweitbad renovierten habe ich mich auf die Suche begeben. Ausgiebig und gründlich. Und ich habe keinen wie ihn gefunden! Nirgends. Ich hätte ihn natürlich auch in Metall, in Ton, in wasauchimmer genommen. Aber es gibt so einen einfach nirgends. Außer gaaaaanz vielleicht demnächst in widerstandistzweckmäßigs‘ Bad *g*, denn durch ihre Seifenhaltersuche (die eigentlich, aber auch nur eigentlich abgeschlossen ist, Ihr lest’s, wenn Ihr obigem Link folgt) bin ich ja zu dieser Lobeshymne angeregt worden. Und wer weiß – sie töpfert …..

Musikgeschichte

Hier jetzt sozusagen als Nachtrag zum gestrigen Beitrag die komplette „rooster-Geschichte“:

Ich saß vorm TV und war Teenie, da schaltete ich zufällig in – den Rockpalast.
Kannte ich nicht. Meine Musik war bis dahin Abba, Boney M. und sowas.
Und dann: „Little red rooster“!!
Bis heute weiß ich nicht, welche Band spielte. Aber ich war wie vom Donner gerührt, das war die Art Musik, auf die ich, ohne es zu wissen, mein Leben lang gewartet hatte!!!

Hier ist eine Version, die sich etwa so anhört- guter, schwerer, rockiger Blues von Grateful Dead, hervorragend als soundtrack zum weiterlesen geeignet 😉

Als ich mich wieder bewegen konnte, bin ich gerannt, um meinen Kassettenrekorder zu holen. Zum Glück ist das Stück ellenlang, so daß ich noch Rest-Minuten auf Band bannen konnte 😉

Diese Minuten  hatten die üblichen Nebengeräusche aus dem Haus, denn ich hatte kein Überspielkabel *ggg*. Allerdings kann es bei genauerem überlegen auch sein, daß ich hier verschiedene Zeiten miteinander vermische. Die Kassette gibt es leider nicht mehr – Bandsalat – und so kann es durchaus sein, daß ich schon einen Überspielkabel-Rekorder hatte. Und ich meine mich auch zu erinnern, daß es am Fernseher aber keine passende Buchse gab, und ich deshalb eine Zeit lang bis auf Notfälle nur noch vom Radio aufnahm. Wie auch immer, ob Nebengeräusche oder eben doch nicht, Fakt ist jedenfalls: ich nahm’s auf und ging im Freundeskreis hausieren damit.
Doch Niemand konnte mir sagen

  • Wer ist das?
  • Wie heißt solche Musik?
  • Wie finde ich sowas?

Es gab noch kein Internet gab (zumindest nicht für mich verfügbar) und ich war nicht selbstbewußt genug, mit meinem Kassettenrekorder in den Plattenladen zu stiefeln, was mir, wenn ich mich recht erinnere, meine Mutter vorschlug. Also war es das erstmal mit dieser Art Musk.
Bis ich (gefühlte? Oder echte?? Wohl eher gefühlte) Jahre später eine Bekannte fand, die, das hörend, sagte: kenn ich nicht, aber so ein bißchen so ähnlich ist Creedence Clearwater Revival.
Angelika Haase, dadurch für mich unvergeßlich!!!!
Von CCR war dann auch meine 1. „ein bißchen so“-Platte, dann kam Little Feat und dann startete die Lawine und ließ sich nicht mehr aufhalten 😉 CCR ist natürlich für einen Blues-Kenner alles andere als ähnlich, und so avancierten sie auch nie auf den höheren Plätzen meiner persönlichen Band-Rangliste, aber ich mag ihre bluesigeren Stücke auch heute noch gern.

Das war die erste Musikoffenbarung für mich.

Musik ist derzeit nicht mehr so wichtig für mich wie viele, viele Jahre lang. Durch die ständige Beschallung auffe Arbeit höre ich in meiner Freizeit lieber gar nichts mehr. Doch ich merke durchaus, daß mir etwas fehlt – und allerspätestens zum Renteneintritt kann ich ja dann all die vernachlässigten Kassetten vorholen und Cream, The Doors und Eric Burdon werden wieder durch die Wohnung dröhnen …..

A propos Doors – die haben auch ’ne schöne Version vom kleinen roten Rost, aber die war’s definitiv nicht. Ich habe noch Erinnerungen an die Optik des Sängers, da passen Greatful Dead schon eher rein 😉 Aber anhören lohnt!! (Überhaupt: The Doors!!! Hach, sag ich damal nur vielsagend *gg*)

 

Abgekartet Nr.4

Mitten im Sommer wird es weihnachtlich!

KäseIst sie nicht schön?

Dabei habe ich erst ziemlich spät kapiert, was ich da eigentlich sehe. Nämlich durchaus nicht nur einen Engel. Nein! Hier sehe ich

  1. Kunst, mit der ich was anfangen kann
  2. aus Münnerstadt, meiner mehrjährigen Wahlheimat und
  3. Leerdamer, Schmelzkäse, Backpulver und Sanella! Und das hatte ich ein ganzes Jahr lang nicht kapiert!! Erst als ich die Karte abnahm, um sie Jemandem zu zeigen, weil ich sie so schön finde, habe ich hinten drauf gelesen, daß ich nämlich einen Einkaufszettel vor mir habe *g*

Einkaufszettel18 heißt das Werk, aber leiderleider gibts auf der homepage der Künstlerin keinen Hinweis auf die anderen mindestens 17 Einkaufszettel….

Jetzt also habe ich diesen Engel abgekartet – und stelle fest, daß ich mich aber trotzdem nicht davon trennen kann und will *seufz*

Und nun???

Gelächter

Wie oft gibt es das, daß es innerhalb einer einzigen Woche gleich zweimal Anlaß gibt, Tränen zu lachen?
Nun, bei mir ists schon nach einer halben so weit gekommen!!

Freitag: Improvistaionstheater vom allerfeinsten, das Lüdemann-Theater  war’s – bei einer Szene wäre ich fast erstickt, es war einfach grandios.

Und gestern abend dann Kino: Mittsommernachtstango. Staubtrocken, schon wieder Tränen, mehrfach. Angucken!!!!

Ich bin gespannt, was mich bis Freitag noch so erwartet…. geplant ist allerdings nichts, das mich vermuten ließe, meine Tränendrüsen würden noch mehr gefordert … doch wer weiß!?

Zum 40jährigen….

….Bühnenjubiläum in diesem Monat muß natürlich auch ich als alte Fanfrau mal gratulieren und von meinem persönlichen Leben mit den Jubilaren berichten, denn obwohl ich sie noch keine 40 Jahre lang kenne, so doch schon laaaaaaange.

Es handelt sich um

The Queen!!

Und rein zufällig (wirklich!!) verdanke ich The Queen (und noch viel mehr meinem Onkel Hans-Peter) mein allererstes Rockkonzert!!!

Und das kam so:
Mein Onkel Hans-Peter, einziger Musikfreak der Familie, meinte, ich sollte endlich mal was vernünftiges sehen mit meinen immerhin schon über 12 Jahren (War ich 13? Oder doch schon 14?)
Boney M., Pussycat, Harpo und ABBA – da musste endlich was passieren, damit das Kind nicht total verdorben wird!!
Ja, Onkel, da geb ich Dir Recht- und ich habe dieses Konzert, auch wenn ich absolut nicht mehr weiß, in welchem Jahr das war, nach wie vor als großartig und ein echtes Erlebnis in Erinnerung:
Diese Lightshow- nie hatte das kleine Fjonk geahnt, daß es sowas gäbe!
Die Lautstärke!
Und das winzige Männlein mit der großartigen Stimme, vielleicht daumengroß, vorn auf der Bühne! (Wir saßen gesittet auf der Tribüne. Bzw standen später auf den Klappsitzen…)
Ich habe immer eine Art Vampircape vor Augen, wenn ich mich erinnere…. und ein Cape hat er ja wohl auch wirklich immer mal angehabt, in der letzte Woche ausgestrahlten Doku konnte man’s einmal sehen.

Danach war längere Queen-Pause in meinem Leben. Das Konzert hatte mich nachhaltig beeindruckt, nicht aber die Musik als solche.
Erst als ich schon weg war von daheim lernte ich die zu schätzen, unter welchen Umständen- ich weiß es nicht mehr.
Dann wurde und blieb ich aber treue Hörerin, auch wenn sich meine Bewunderung längst nicht auf alles, was die vier Jungs da so produziert haben, erstreckt. Ab dieser unsäglichen Flash-Gordon-Platte war das irgendwie doch fast nur noch Murks. Discowelle und Dance hab ich nie gemocht und werde ich nie mögen.
Aber Bicyclerace, Spread your wings, Bohemian Rhapsody, Love of my life undundund … es gibt genug, das ich auch nach fünfundzwanzig Jahren noch absolut nicht „über“ habe. Wenn ich ein Lieblingsstück nennen müsste, dann wär’s wohl „Don’t stop me now“. Das kriegt mich wirklich bei jedem einzelnen Mal hören noch wieder in die Puschen. Stillsitzen unmöglich!
Queen gehört für mich unbedingt zu den Bands, die ich durch die Jahrzehnte mitnehme und mag, mag und immer wieder mag.

Ganz neu für mich war eine Version der Bohemian Rhapsody, die ich erst letzte Woche kennengelernt habe und Euch nicht vorenthalten möchte. Normalerweise finde ich nichts schlimmer als „Tribute to….“ – Stücke, aber das hier ist ANDERS. Und einfach toll!
Please welcome
„The Muppets“ mit
Bohemian Rhapsody!!!!

Die Draussen-Tischbank

Im Wald. Wir laufen so vor uns hin, sind schon wieder an einer kleinen Straße angekommen, da, plötzlich, strahlt etwas durch die Bäume. Was’n das?

Das:

P1060111Hab ich noch nie gesehen, das! Normalerweise muß man sich um diese Jahreszeit immer was unterlegen, um keinen nassen Hintern zu bekommen, wenn man mal ein Päuschen machen und sich hinsetzen will.  Nicht so in Ekenis. Hier waren beide Sitzbänke schön hochgeklappt und dadurch strohtrocken. Ganz einfach, und so sinnvoll!
Nach dem fotografieren und probesitzen habe ich die rechte Bank natürlich wieder aufgeklappt, für den trockenen Po des nächsten Wanderers!

Die Bank steht übrigens an einem alten Hügelgrab, von dem allerdings wirklich nur noch der Hügel zu sehen ist, ein gut erhaltenes zeig‘ ich Euch demnächst mal. Es gibt viele hier im Umkreis, und auf dem Schild (das kann man lesen, wenn man’s anklickt, ich hab’s größer gelassen), steht dazu und zu den Jagdsteinen, die man auch hier und da noch findet, büschen was erklärt.

Zu dem Stein wollen wir beim nächsten Mal- in den Wäldern um Ekenis hat es uns ausnehmend gut gefallen, da können wir gern nochmal....

Zu dem Stein wollen wir beim nächsten Mal- in den Wäldern um Ekenis hat es uns ausnehmend gut gefallen, da können wir gern nochmal hin, um so einen Jagdstein zu betrachten….

Der optimale Herbsttag

ist der letzte Samstag gewesen!

  • Morgens aufgewacht: sonnig, windstill.
  • Kaum hoch, klingelt die Bäckerin- Brötchen zur Frühstückszeit, das paßt nur gaaaaanz selten!
  • Herr und Frau F. beide gleichzeitig wohlauf, nicht auffe Arbeit müssend und voller Tatendrang. Auch was eher seltenes in dieser Gleichzeitigkeit 😉
  • Also raus in den Garten: erst das Schuppendach gefegt, dann weiter- typische Herbstarbeiten wurden erledigt

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Nachmittags dann gibt es bei diesem niedrigen Sonnenstand keine Sonne mehr im Garten- der rechte Zeitpunkt, sich für all die (sehr genossene) Arbeit zu belohnen. Ich hatte letzte Woche im Netz Gut Ludwigsburg entdeckt- das sah aus, als sollte es von uns dringend mal besucht werden, und so haben wir uns also auf den Weg gemacht- und ich bin begeistert!!! Ein echtes Kleinod haben wir da gefunden, Leicht heruntergekommen (bis aufs Herrenhaus), aber umso schöner anzusehen, es ist einfach herrlich dort! Und einen Hofladen sowie ein Cafe mit leckerer Torte und sehr netten Besitzern haben sie auch, die uns erstmal in die Küche riefen, um uns einen bei einer Kutschfahrt gefundenen Riesenbovisten zu zeigen, den der bulgarische Koch heute zubereiten will (Frau Hausherrin war skeptisch, aber ich konnte sie beruhigen- schließlich hatten wir in unserer WG in Ruhnmark damals auch einmal zu 4. zwei Mahlzeiten von einem solchen Teil bestritten) Wir haben uns Wild- und Schafssalami mitgebracht. Aber schaut Euch nun bloß mal dieses wunderschöne Gehöft an- da will ich wirklich noch öfter hin, allein schon, um mein Auge an diesen Gebäuden zu laben! (Bild anklicken zum größergucken und lesen, was ich dazu geschrieben habe)