Die Draussen-Tischbank

Im Wald. Wir laufen so vor uns hin, sind schon wieder an einer kleinen Straße angekommen, da, plötzlich, strahlt etwas durch die Bäume. Was’n das?

Das:

P1060111Hab ich noch nie gesehen, das! Normalerweise muß man sich um diese Jahreszeit immer was unterlegen, um keinen nassen Hintern zu bekommen, wenn man mal ein Päuschen machen und sich hinsetzen will.  Nicht so in Ekenis. Hier waren beide Sitzbänke schön hochgeklappt und dadurch strohtrocken. Ganz einfach, und so sinnvoll!
Nach dem fotografieren und probesitzen habe ich die rechte Bank natürlich wieder aufgeklappt, für den trockenen Po des nächsten Wanderers!

Die Bank steht übrigens an einem alten Hügelgrab, von dem allerdings wirklich nur noch der Hügel zu sehen ist, ein gut erhaltenes zeig‘ ich Euch demnächst mal. Es gibt viele hier im Umkreis, und auf dem Schild (das kann man lesen, wenn man’s anklickt, ich hab’s größer gelassen), steht dazu und zu den Jagdsteinen, die man auch hier und da noch findet, büschen was erklärt.

Zu dem Stein wollen wir beim nächsten Mal- in den Wäldern um Ekenis hat es uns ausnehmend gut gefallen, da können wir gern nochmal....

Zu dem Stein wollen wir beim nächsten Mal- in den Wäldern um Ekenis hat es uns ausnehmend gut gefallen, da können wir gern nochmal hin, um so einen Jagdstein zu betrachten….

Der optimale Herbsttag

ist der letzte Samstag gewesen!

  • Morgens aufgewacht: sonnig, windstill.
  • Kaum hoch, klingelt die Bäckerin- Brötchen zur Frühstückszeit, das paßt nur gaaaaanz selten!
  • Herr und Frau F. beide gleichzeitig wohlauf, nicht auffe Arbeit müssend und voller Tatendrang. Auch was eher seltenes in dieser Gleichzeitigkeit 😉
  • Also raus in den Garten: erst das Schuppendach gefegt, dann weiter- typische Herbstarbeiten wurden erledigt

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Nachmittags dann gibt es bei diesem niedrigen Sonnenstand keine Sonne mehr im Garten- der rechte Zeitpunkt, sich für all die (sehr genossene) Arbeit zu belohnen. Ich hatte letzte Woche im Netz Gut Ludwigsburg entdeckt- das sah aus, als sollte es von uns dringend mal besucht werden, und so haben wir uns also auf den Weg gemacht- und ich bin begeistert!!! Ein echtes Kleinod haben wir da gefunden, Leicht heruntergekommen (bis aufs Herrenhaus), aber umso schöner anzusehen, es ist einfach herrlich dort! Und einen Hofladen sowie ein Cafe mit leckerer Torte und sehr netten Besitzern haben sie auch, die uns erstmal in die Küche riefen, um uns einen bei einer Kutschfahrt gefundenen Riesenbovisten zu zeigen, den der bulgarische Koch heute zubereiten will (Frau Hausherrin war skeptisch, aber ich konnte sie beruhigen- schließlich hatten wir in unserer WG in Ruhnmark damals auch einmal zu 4. zwei Mahlzeiten von einem solchen Teil bestritten) Wir haben uns Wild- und Schafssalami mitgebracht. Aber schaut Euch nun bloß mal dieses wunderschöne Gehöft an- da will ich wirklich noch öfter hin, allein schon, um mein Auge an diesen Gebäuden zu laben! (Bild anklicken zum größergucken und lesen, was ich dazu geschrieben habe)

Eeeer haaaat eeeeein knall- gelbes Kurbelboot….

(Bild anklicken zum vergrössern)

So soll es sein- DER Ausflug!

Sommerregen, damals

Ein Sommerabend vor vielen Jahren.
Ich allein in unserem Garten in dem Resthof, in dem wir damals in einer WG wohnten.
Schön warm war’s, und plötzlich ging ein richtiger heftiger Dicke-Tropfen-Regen runter. Ich mir das T-shirt vom Leib gerissen, nur noch eine Unterbüx an, und mich gefreut. Aber im Gras wurde es kalt, die Teerstraße am Haus dampfte vor Wärme – und auf der Straße fuhr so gut wie nie irgendein Auto…  also raus auf die Straße, rumgeplanscht- das T-shirt hatte ich mit, falls….
und tatsächlich – plötzlich biegt ein Auto umme Kurve!
Ich versuch‘ mir das T-shirt überzuziehen- und scheitere an der Nässe.
Das Auto wird langsamer und langsamer, ich sehe die Scheibe heruntergehen und bereite mich innerlich auf saftiges schimpfen vor, weil ich spottende oder anzügliche Worte erwarte. Aber dann sehe ich hinter der Scheibe einen grauhaarigen Frauenkopf vorgucken. Sie strahlt über das ganze Gesicht und ruft: „Oooooh, das ist schön, das hab ich früher auch gemacht, als ich noch jung war!!!“

Aus der Abteilung: „Erfindungen, die die Welt noch braucht“

aus gegebenem Anlaß heute

Der Buch-Pager

Wenn den also bitte mal Jemand erfinden könnte? Hier ist die Grundidee (noch nicht zum Patent angemeldet!! Die Chance für jedeN technisch versierteN Blog-LeserIn!!!):

  • Feste Station: Pager-Knopf, festzuschrauben am Bücherregal (unverschlampbar!!)
  • An jedem Buch in den Einband eingebaut ein Empfänger, der bei Druck auf den Pager-Knopf am Regal laut zu klingeln beginnt und dessen Klingelton durch ein erleichtertes seufzen beim auffinden des verlegten Buches zu beenden ist.
  • Selbstverständlich muß der Empfänger insgesamt auch an- und ausschaltbar sein- man stelle sich den Lärm im Haus vor, wenn sämtliche Bücher zu klingeln beginnen, sobald der Knopf gedrückt wird!  Es soll ja nur das eine in Lesung befindliche aber verlegte Buch klingeln!

Kostenpunkt:

  • Pager einmalig bis zu 50 Euro (ein Exemplar kostenlos für die Ideengeberin!!)
  • Empfänger: im Buchpreis mit enthalten.

Zu diskutieren wäre noch über die Reichweite von Sender und Empfänger- ich wäre für mindestens 100 Meter!

 

Und jetzt geh ich weiter nach meinem Buch suchen….

Abend

Eben*, nach dem Tatort, guck ich so raus und sehe: noch immer ist es total windstill, und der Regen ist auch nicht hier angekommen. „Wollen wir noch einen kleinen Gang machen?“, frag ich den Herrn F. Er ist einverstanden, und so plünnen wir uns an (13° …) und als wir aus der Türe treten, huscht auch der Dicke mit heraus.

Es ist, wie gesagt, völlg windstill- und nicht nur das: es ist völlig still. Kein TV-Geplärre, keine Grillparty irgendwo- nichts. Und vor allem: kein Auto. Nirgends! Nicht mal von der großen Straße, sonst Quell steten Autorauschens, ist auch nur das leiseste Wispern zu hören.

Wir stehen auf dem Gehweg und lauschen.Der Dicke sitzt neben uns und lauscht auch.

Herrlich!

Irgendwann, es mögen fünf Minuten vergangen sein, gehen wir dann los- und der Katz schließt sich uns an. Zügig marschieren wir Richtung Kiosk, der Kater mal hintenan, mal voraus. Wir fragen uns, wo wohl seine Reviergrenze verlaufen mag- als wir es hören: ein leises „mrrrraunz“ hinter uns! Als wir uns umdrehen, sehen wir einen sehr zögerlichen Katz. Klar, was wir tun? Natürlich: wir drehen um!

Da der Spaziergang noch nicht lang genug war, biegen wir aber schräg gegenüber vom Zuhause nochmal ins Neubaugebiet ab- und siehe da- der Dicke kommt wieder mit! Einmal ringsum, und wieder gen Haus. Der Herr schließt die Türe auf, wir plünnen uns aus- und – oweh! Plumps, läßt sich der alte Kater auf den kalten Terrazzoboden fallen und liegt dort lang ausgestreckt.

Mir wird bänglich um’s Herz- haben wir ihn zu sehr angestrengt? War das zu viel für den alten Herrn? Der (in Katzenjahren) jüngere Herr hat die Schuhe aus und geht gen Küche- da springt der Kater auf und läuft voran. Und auch die kleine Stärkung in Form von wenigen Trockenfutterklümpchen verschmäht er nicht. Aber dann legt er sich wieder lang auf den Boden-

schlaf schön, und erhole Dich gut- das war schön mit uns Dreien da draußen!!

* das war, wenn Ihr dies lest, gestern

DAS Bier. Oder auch DER Energydrink.

P1000486Hier, erinnert sich da noch Jemand dran? Das waren Zeiten- die einzigen Zeiten, zu denen ich jemals „vorgeglüht“ habe. Immer, wenn ich wusste: eine lange Disse-Nacht liegt vor mir und (UND) ich muß nicht fahren. Also selten. Aber dann. Dann hab ich mir vonne Tanke ein Catch the Cat mitgebracht, und das hab ich dann genüßlich getrunken.

Ohne lange Nacht ging das nicht, denn da drin war „energy“, heißt für nix gewöhnte Fjonken: vor 3 braucht man nach so einem Teil nicht zu Bett.

Mit fahren-müssen ging das nicht, denn ein Bier heißt für nix gewöhnte Fjonken: fahren ist nicht mehr.

Aber das schmeckte, das Zeug! Hmmmmm!! Nicht so fies nach Gummibärchen wie andere Energydrinks. Und nicht so fies bitter wie andere Biere.

Allerdings war die Freude kurz, ich glaube, mich an vier passende Abende erinnern zu können- denn schon nach vielleicht ein, zwei Jahren hieß das gute Zeug plötzlich „Flens energy“, sah nicht mehr stylish aus und schmeckte nach Gummibärchen. Und noch etwas später gab’s das gar nicht mehr.

Jaja, die guten alten Zeiten- das war irgendwann zwischen ’97 und 2007, zu meinen Tanke-Zeiten …

Wenn ich einmal reich wär’….

Wir haben gestern einen Ausflug gemacht, und da kamen wir an einem „zu verkaufen“-Schild vorbei. Ich so zum Herrn „Wenn da so ein Schild steht, dann kann man da doch auch mal gucken gehen. Man könnte ja schließlich interessiert sein“. Und der Herr so: „Stimmt“. Wir uns so angeguckt und also los, von der Hauptstraße des Dorfes weg durch eine etwa 70m lange Linden(?)allee hin zu dem offenbar zu verkaufenden Haus.

Und – ach, mein Herz schmerzt! Wenn ich doch reich wäre, so richtig reich, so einfach mal ne halbe Million auf dem Konto liegen hätte und nicht wüßte, wohin damit. Wahrscheinlich würde ne Viertelmillion auch schon reichen.

Ich würde da anrufen. Und dann würde ich das Haus kaufen

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Und dann würde ich renovieren (bzw sanieren) lassen. Genauso, wie ich mir das vorstelle. Die feuchten Stellen an den Wänden, wo es vom Fundament naß hochzieht, die würden trockengelegt. Die Holz- und die Terrazzoböden, die man von draußen per Naseplattdrücken sehen konnte, die würden erhalten oder danach wieder verlegt. Die alten Türen mit den schlichten, aber schönen Klinken- abgeschliffen und neu gestrichen (aber nicht die Klinkenblätter. Die waren nämlich auch übergeschmiert. Die dürften wieder ihr altes Schmiedeeisen zeigen.) Vorn und hinten gab’s Ställe, die dürften ruhig Ställe oder Werkstätten oder so bleiben, der Wohnraum, der da ist, würde reichen. Links von dem hinteren Stall, den man im nächsten Bild sieht- da ist eine Ecke mit einer großen Eiche und Wildwuchs- und darauf hinaus gehen links diese grünen Türen. Da würden meine 2 Schweine später wohnen, mit Ausgang zum wühlen.

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Vorne gab’s einen schmalen Streifen Obstgarten, wie schön! Und hier sieht man einen geklinkerten Platz- leider nicht südlich gelegen und somit nicht als Terrasse prädestiniert, aber schön, so schön!

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Der Garten liegt auf der anderen Hausseite und ist eingewachsen von einer alten Hecke, gemütlich und nicht einsehbar von den 2 Häusern gegenüber, das ginge also auch.  Die wunderbaren Fenster würden renoviert und neu gestrichen, das Dach sah noch ganz gut aus, könnte aber als Reetdach erhalten bleiben.

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Eigentlich weiß ich nicht mal so recht, ob wir da wohnen würden- eigentlich schon, aber naja- fürs altwerden ist das auch wieder nix, zu weit ab von allem und  auch so ein Dorf, in dem NICHTS ist außer „schön“. Aber ist ja egal, wenn ich reich wäre, würde ich das alles erstens auch für 5 oder 10 Jahre wohnen machen können, und dann wieder umziehen- oder ich könnte es einfach überhaupt nur deshalb machen, weil  dieses wunderbare alte Haus es sich verdient hat, daß Jemand sich seiner annimmt, der es so wie es ist zu schätzen weiß.

Ach, mein Herz tut mir weh, wirklich! Es ist kaum zu ertragen, daß wir das Haus einfach wieder alleinlassen mussten. Aber noch schlimmer wird es sein, zu ertragen, wenn es dann eines Tages verkauft wird (das Schild ist da schon länger, wir sind nur noch nie hingegangen – wer weiß ….), und Jemand es nicht richtig renoviert.

Liebes, altes Haus, ich wünsche Dir so sehr, daß Dich jemand findet, der weiß, was er an Dir hat, der auf Dich aufpaßt und genug Geld und trotzdem auch Sinn für Altes hat, daß es Dir gutgehn kann, eines Tages!!

Milchschaum

Zwischen Weihnachten und Neujahr klingelt es an der Haustür. Der Herr geht hin, ich höre „Wohnt hier die Fjonka?“- und geh neugierig gucken
Da steht die Weihnachtsfrau, die mir ein Päckchen bringt, schön eingepackt mit besten Grüßen von der Ex-Mieterin-jetzt-Freundin!

Was das wohl sein mag?

Nix wie rein und ausgepackt, denn die Weihnachtsfrau (die eine in der Nähe lebende Freundin zur inzwischen weit weg wohnenden Ex-Mieterin-jetzt-Freundin ist) will nicht mit reinkommen.
Und was ist es?

Es ist DER Milchaufschäumer. Den Milchaufschäumer habe ich beim letzten Besuch bei der Ex-Mieterin-jetzt-Freundin kennengelernt und war hellauf begeistert, denn er macht ohne Batterien, ohne Verwässerung und ganz fix den allerbesten, festen Milchschaum. Das hatten wir schon mit einigen Geräten, die sich Milchaufschäumer nennen ausprobiert- batteriebetriebenen (die Batterie ist fast leer, der Schaum immer noch lasch), dem in die Espressomaschine eingebauten (der Wassertank ist fast leer, der Schaum nicht der Rede wert), einem in einer Kanne (mein Unterarm hat Muskelkater, der Schaum sieht aus wie schlechter Badeschaum) und seither unseren Kaffee OHNE Milchschaum getrunken. Geht auch. Manchmal wäre aber so ein Cappucchino was schönes. Aber man kann nicht alles haben, oder?

Doch. Jetzt schon.
Schaut nur!!!! Zur Info: es gibt neue Galerien bei wordpress- fahrt mit der maus über ein Bild, und Ihr seht dessen Beschriftung (zumindest, wenn sie nicht allzu lang ist). Klickt ein Bild an, und Ihr seid wie eh und je in der Vergrößerung und könnt auch die längeren Bemerkungen lesen.

Am Wasser

Ein Lieblingsort von mir ist die kleine Badestelle in Ulsnis  samt dem Weg von dort aus an der Schlei entlang zum Ulsnisser Cafe. Es ist einfach wunderschön dort, und keine 2x sieht es gleich aus- das Licht, das Wasser – jedes Mal anders und immer „richtig“. Ich mag ja das offene Meer nicht so, und hier kann man, wie an einem See, auch auf die andere Seite gucken, es verliert sich nicht alles so im Horizont. Das mag ich. Und die Landschaft außen rum ist schön: kaum Häuser, nicht zu viele weiße Segel (nicht mal im Sommer), gefällig fürs Auge zum erholen.

Aber zunächst sind wir ja mal am Parkplatz… als wir am 30.12. dort waren, gab’s das „Sonne kurz vor dem Unwetter“-Licht, das ja an sich schon wunderbar aussieht. Dies ist der Blick vom Parkplatz aus. Man ist von der Hauptstraße ins Nichts abgebogen, folgte einem kleinen Schild und dachte „Huch? Das ist doch ein Waldweg!? Ob das richtig ist?“ Es ist. Man fährt mitten durch ein kleines Wäldchen und an dessen Ende ist dann Platz zum wenden und halten.
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Und keine 25 Meter weiter auch schon der Badeplatz:

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Links sieht man, daß ein wenig Sand aufgeschüttet wurde, rechts ist schon Kuhkoppel, und wo das Land wieder ins Wasser hineinragt, da weiden die Kühe mit dem schönsten Blick der Welt *g* Unsereins dreht den Blick nach links und sieht das:

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Das ist auch schon der Weg zum Cafe, sozusagen. Man könnte auch sagen, es ist eine Liegewiese für diejenigen, die am „Strand“ keinen Platz mehr bekommen haben. Mit 5 Decken in angemessenen Abstand ist der nämlich voll besetzt *g* Man geht also direkt an der Schlei weiter und guckt so durchs oder übers RiedP1040246

Naja, und dann guckt man, jedenfalls am 30., kurz mal nach LINKS, zum Land, und sieht das:

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Dann dreht man schleunigst um und erreicht grade mal noch nur halbwegs naß das Auto – und so bekommt Ihr also heute weder den restlichen Weg samt weiteren schönen Ausblicken zu sehen, noch das Cafe. Pech gehabt – vielleicht ein anderes Mal…….

Hüttchen

Seit längerem bin ich Abonnentin von CabinPorn, einer echten Träum-Seite für Extrem-HausguckerInnen wie mich 😉

Seit längerem auch denke ich immer wieder an das wunderhübsche Hüttchen, das wir bei einem unserer Besuche beim Paradiesapfel entdeckten, und das ich am liebsten sofort eingepackt und mitgenommen hätte. Nun habe ich diese Bilder bei CabinPorn eingeschickt- ich bin sehr gespannt, ob sie sie veröffnetlichen.

Hier also meine Traum-Hütte:

Ein letztes Sommer-Bild

So soll eine Laube aussehen, wenn’s nach mir geht. Eingewachsen, lauschig, etwas heruntergekommen, aber nicht zu doll. Schön!!

gefunden in Stadtamhof (von Regensburg-Zentrum aus nur eben schnell zu Fuß über die steinerne Brücke rüber)

Tassen im Schrank

Seit Jahren habe ich DIE Kaffeetassen. Woher ich sie habe, weiß ich nicht mehr. Aber ich hatte vier Stück, und das hat gereicht. Irgendwann ist eine kaputtgegangen. Dann noch eine. Irgendwann auch eine Untertasse. Noch eine. Und noch eine. Schrecklich! Aber da gab es schon den Herrn F. in meinem Leben, und zum Geburtstag bekam ich gleich zwei neue. Dann war’s soweit: wieder gab es Bruch, Mist! Und keine neuen Tassen aufzutreiben, der Herr hat’s versucht! Nun war guter Rat teuer.

Monate verstrichen.

Eines Tages besuchten wir Freunde auf dem Campingplatz bei Langballigau, und dort am Imbiß seh‘ ich: MEINE Tassen! In großer Stückzahl! Ich hab mich ermannt und gefragt, ob ich nicht ein paar davon kaufen könne, aber ich biß auf Granit! Nicht mal eine einzige wollte man mir abgeben, man habe selbst nicht mehr so viele. Aber man glaubte mir nicht, als ich berichtete, diese Tassen seien nicht mehr zu bekommen- man habe sie im letzten Jahr erst im internet gekauft…. also hab ich mich selbst hingesetzt, und siehe da: gar nicht so schwierig, plötzlich! Bei amazon für 24, 90 Euro, 6 Stück!

Aber Fjonka, nicht dumm, guckt sich noch die hp des Verkäufers an- und da gab es die 6 für nur 18,40 Euro- gesehn, gekauft! Selbst mit Versand noch billiger als bei amazon….

DIE Kaffeetasse: schön anzusehen, gut in der Hand liegend, mit angenehmem Mundgefühl und optimal abgestimmt:  1 Löffel Espresso in die Kaffeemaschine, Tasse voll- optimaler Geschmack!

Und doch, auch hier bewahrheitet sich, was heutzutage wahrer ist denn je:

(*sing*) daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war (*nichtmehrsing*) – denn waren schon die vom Herrn besorgten Nachschubtassen farblich, was den modifizierten Schriftzug betraf und am Henkel etwas anders als das – optimale – Original, so stellte sich beim auspacken der Neulinge heraus: man hatte inzwischen den Schriftzug schon wieder leicht verändert, und leider sind auch Größe und Dicke nicht mehr ganz dieselbe. Die neuen Tassen sind etwas größer, dünner und leichter als die alten.

Von alt nach neu von links nach rechts. Ich gebe zu, man sieht auf dem Foto die Unterschiede nicht allzu gut.

Und?
Geschmacklich macht das, so weit ists inzwischen durchgetestet, nicht allzu viel aus.
Es paßt alles nicht so recht zusammen  – auch das nicht so schlimm, weil meist eh nur wir Beide diese Tassen nutzen.
Was aber schade ist, ist, daß durch das dünnere Material Mund- und Handgefühl nicht mehr so schön sind.

Ich werde ja niemals begreifen, warum man ständig Dinge ändern muß, wenn sie doch gut sind, wie sie sind- der Wahn, anders sei immer auch besser hat sich mehr und mehr durchgesetzt in den letzten Jahren, und so ist es inzwischen kaum noch möglich, irgendetwas nachzukaufen, was man durch ausprobieren für gut befunden hat:

  • die optimale Jeans, mit Etikett beim Händler angefordert, ist „nur ganz leicht im Schnitt angepaßt“ und paßt jetzt nicht mehr;
  • die bewährte Espressosorte wird nun etwas feiner gemahlen- und verstopft unsere Maschine;
  • für das feine Spülmaschinensalz, das es jahrelang überall gab, müssen wir inzwischen in einen Extra-Laden, der es als einziger (noch?) hat, besorgen – unsere alter Franz streikt aber mit jeder gröberen Sorte, und auch tabs kann er nicht ab.

Sowas halt.
Ich finde das je nachdem schade bis ärgerlich, aber diese Entwicklung ist wahrscheinlich nicht mehr zurückzudrehen.

Und nein, ich bin noch NICHT in dem Alter, da früher immer alles besser war….

Auszeit

Der ehrenWORT-Ausruf für diese Woche lautete „Auszeit“.

Nicht schwer, dachte ich. Kaffee, Katze, Garten, Buch, Musik… aber dann habe ich in meinen Fotos gewühlt und festgestellt: nein, für mich ist das Foto, das eine echte Auszeit für mich verkörpert, dieses.

Norwegen 2009. Mit dem Herrn F. unterwegs durch die Gegend und mal wieder auch auf der Suche nach einem Cache, gelangen wir in einem kleinen Ort an den Fuß eines Hügels. Es geht eine Treppe hinauf, und am oberen Ende der Treppe sehen wir dieses Bild.:

„Nett“, dachte ich zuerst. Doch es blieb nicht bei „nett“! Eine große Ruhe ging von  den Granitsteinen aus, den kantigen Proportionen, den kleinen Fenstern, der verwilderten Umgebung –

Es wurde eine dieser Zeiten, wo man sich ganz und gar gefangen fühlt von etwas anderem, wo man, um das mal pathetisch zu sagen, die Jahrhunderte in sich fühlen kann und ein kleines Teilchen davon ist. So eine Ruhe spüre ich nur ganz selten in mir.

Eine echte Auszeit.

Und ein bißchen was davon spüre ich  immer noch jedes Mall, wenn ich mir die Fotos anschaue.Vor allem aber das obige, denn ich meine, daß da nicht nur meine Erinnerung Ruhe spüren läßt, sondern auch das Bild selbst. Ob das stimmt, könnt Ihr mir ja mal schreiben… Wie auch immer:

Gewaltig, was ein gut gebautes Gebäude an gut gewählter Stelle auslösen kann!

(Ich habe mich entschlossen, diesmal nicht beim ehrenWORT mitzumachen, denn ich finde nicht, daß dieses Bild in einer Reihe von ganz verschiedenen anderen einen sinnvollen Platz finden kann)