Die Musik meines Lebens, Teil 1

Der Herr F. ist schon seit längerem im CD-aufstöber-Fieber. Will heißen, er hat ein paar Plattformen entdeckt, auf denen es sich ganz gut nach gebrauchten CDs zu angemessenen Preisen suchen läßt und füllt nun nach und nach seine Sammlung mit all dem, was er vermißt, weil er’s nur auf Platte – also Vinyl – hatte.

Wie schon mehrfach hier erwähnt, ist ja das Musikmedium meines Herzens immer die Kassette gewesen (und sie wird wohl auch nicht ersetzt werden können). Inzwischen aber habe ich keinen tatsächlich sich gut anhörenden Kassettenrekorder mehr. Mein Tapedeck schied dahin, das vom Dachboden eines Freundes klingt dumpf, vernünftige Auto-Anlagen (das heißt solche mit Kassettendeck) sind nicht mehr zu finden – wohl oder übel muß ich also in den sauren Apfel beißen und auf CD umstellen. Das fällt mir viel schwerer als LP-Freaks, aus mehreren Gründen

  1. Jahrzehntelang wars mir schnuppe, wie LP hießen. Ich habe auf meinen Kassetten-Covern Liedtitel und Band notiert, weiter nichts.
  2. Oft genug habe ich auch noch von verschiedenen Platten die Titel zusammengestellt, die ich mochte.
  3. Und da ich häufig die Platten aufgenommen habe, während man gemütlich beisammensaß, und ich dann keine Zeit gefunden habe, Titel zu notieren, hab ich manchmal auch bloß mir eingängige Refrain-Zeilen als Titel notiert. Ich wusste ja, was ich suche und wo ichs finde
  4. Außerdem habe ich natürlich unendlich viele unendlich gute Mix-Tapes

Das führt dazu, daß für Jemanden wie mich vielgeliebte Musik kaum noch hörbar ist, denn ich bin nicht der Typ Mensch, der nun Plattennamen recherchieren würde. Aaaaaaber- inzwischen hat der Herr F. viele seiner CD-Wünsche erfüllt, doch das Fieber ist offenbar nach wie vor nicht gesunken – also hat er mich gefragt, ob ich nicht irgendwelche Platten hätte, die ich gern endlich mal auf CD hätte, der Gute! Habe ich nicht, denn vor Abschaffung des Plattenspielers hatte ich sämtliche LP auf CD gebrannt. Aber Kassetten hatte ich! Allerdings mit oben erwähntem verschärftem Aufstöber-Schwierigkeitsgrad *g*

Nichtsdestotrotz hat der Herr F. sich auf Recherche-Tour begeben und tatsächlich im Laufe der Zeit einige der geliebten Platten als CDs aufgetrieben. Feine Sache, allerdings gibt es Probleme, die wahrscheinlich nur die Generation 40plus überhaupt noch nachvollziehen kann. Denn

  • nun muß ich Titel hören, die ich garnicht mag (oder besser gesagt, die ich vor 25 Jahren nicht mochte, deshalb nicht aufgenommen hatte und jetzt garnicht KENNE *g*)
  • Ich höre Musik in falscher Reihenfolge – ein Problem, das in Zeiten von „Shuffle“-Tasten wahrscheinlich Niemand mehr kennt: man hörte notgedrungen auf Kassette immer dieselbe Folge von Liedern, und so hakt es immer bös‘ im Kopf, wenn plötzlich ganz was anderes nach dem letzten Ton eines Stückes kommt. Und so ist es beim hören mancher Musik unabdingbar, daß Lieder in der richtigen Reihenfolge kommen! Die richtige Reihenfolge aber ist nicht unbedingt identisch mit der Reihenfolge auf CD….
  • Deshalb ist es zB auch unbedingt notwendig, daß nach der Cream-Platte ein paar Stücke „Them& Van Morrison“ kommen, sonst fehlt da was (schließlich wusste ich jahrelang nichtmal, daß da ein Bandwechsel auf der Kassette war) Und was wäre Melanie ohne Eric Clapton nach ihr? Denn so eine 90er-Kassettenseite ist ja mit 45 Minuten oft länger als eine ganze Platte, also hat man passendes aufgefüllt…..
  • Und es gibt sogar ganz unerhörte Sachen, nämlich daß eine Doppel-LP zur Einzel-CD gemacht wurde – mitsamt Verlust von über 10 Titeln – so sagt der Herr F., sei es bei einer Cat Stevens-Aufnahme, die ich mir überspielt hatte. Und ich hatte natürlich gedacht, es läge an mir und meinen Aufnahme-Techniken, daß da viel mehr Stücke drauf waren als ich in irgendwelchen CD-Angeboten gefunden hatte, aber weit gefehlt….

Tja, diese Art Bedürfnisse kann mir nicht mal der Herr F. erfüllen, aber ansonsten ists schon wunderbar, daß ich jetzt, nach sieben Jahren TIGER-bedingter Abstinenz* wieder Musik hören kann. Und dann noch wichtige Musik, die fast weg war!

Damit komme ich zum Ende des ersten Teils des Berichtes über die Musik meines Lebens, der sozusagen eine Einleitung ist. Denn im Zuge dieser komplizierten Musik-Wiederfindungen habe ich festgestellt, was ich zuvor so nicht gewußt hatte: daß es wirklich nur EINE Musik gibt, die ich kenne, seit ich 15 oder 16 bin und die mich seitdem ununterbrochen begleitet hat (im Sinne von: sie wurde kontinuierlich in allen Lebensphasen gehört und sie wurde ebenso kontinuierlich immer gemocht, wenn sich auch die Lieblingstitel innerhalb der LP/ Kassettenseite immer mal geändert hatten)

Gell, das ist mal ein Cliffhanger – ich hoffe, die Spannung ist unerträglich *gg*


*Wer 3-5x wöchentlich 8 Stunden lang zwangsbeschallt wird, der stellt irgendwann fest, daß alles außer Stille nicht aushaltbar ist. Nach wenigen Wochen ohne diese Beschallung finde ich mich vor dem CD-Regal wieder und merke, wie gut es tut, selbstgewählte Musik zu hören 🙂

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Alles faule Säcke!!!

Heute, Dienstag, ist Reformationstag. Feiertag, dies‘ jahr, ausnahmsweise. Okay, ist ja schön. Aber:

Bereits am Samstag hieß es im Bookcrossing-Forum, nun begänne das ziemlich lange letzte Oktoberwochenende. Das war der Samstag, an dem ich gearbeitet habe.
Dann kam Sonntag. Der war mein Wochenende.
Dann Montag, der Montag, an dem sowohl der Herr F. als auch ich arbeiteten. Aber auch der Tag, an dem ich zuvor bei meinem Schrauber anrufen wollte, um meinen Platten beheben zu lassen. Nur daß Niemand ans Telefon ging.
Was ist das denn?
Das ist offenbar Brückentag, etwas, das ich in meinem ganzen Berufleben noch nicht genossen habe, na toll!
Jetzt ist heute, also Dienstag. Für mich derzeit eh mein regulärer freier Tag, bloß daß ich nix machen kann – zum Beispiel nicht mit dem Finger, der seit Freitag auf doppelte Dicke angeschwollen ist, zum Arzt gehen. Oder meinen Platten beheben lassen. Allerdings werde ich mich genötigt fühlen, abends in öffentliche Räume (hier: Kino) zu flüchten, damit ich nicht auch noch irgendwelche Halloween-Gestalten verköstigen muß.
Morgen ist dann Mittwoch. Für die allerfaulsten Säcke immer noch „langes Wochenende“, weil die (nämlich zB die Bayern) auch noch morgen, am Donnerstag, einen Feiertag haben, ganz regulär jedes Jahr übrigens ein Grund zum ärgern, weil wir hier arbeiten müssen – und genüßlich ausbreiten werden, daß sie einen Brückentag genommen haben.

Im nächsten Leben werde ich vor der Job- und Wohnortwahl besser nachdenken…..

Zum allerersten Mal!

Also, ehrlich gestanden: ich hätte wirklich gern auf diese Premiere verzichtet:

Gestern auf der Heimfahrt von der Arbeit wurde es plötzlich laut im Auto. Ich war recht kurz vor daheim, deshalb bin ich trotzdem langsam weitergefahren, zumal keine Warnleuchten blinkte, aber mir schwante Böses. Und tatsächlich: auf dem Hofplatz angekommen sah ich: ein Platter hinten links 😦

Klar, daß sowas freitags abends passiert, wenn ich samstags um 7 auffe Arbeit sein soll, montags auch arbeite und dienstags Feiertag ist…. Aber ich hab ja den Herrn, und der hat gute Ideen:

Ich fahre mit seinem Auto, und er packt mir derweil einen Sommerreifen drauf. Montags kann ich dann einen neuen Reifen bestellen, und gut is’….

Abgekartet Nr. 12

Es ist auch schon wieder ein Jahr her, daß ich diese wunderschöne (und selbstfotografierte!) Karte von Gerburgis bekam. Leider spinnt der Scanner etwas, deshalb sind die Farben irgendwie komisch, in Wirklichkeit sind sie milder und schöner.

Mannmannmann

Familienzusammenführungen weiter aussetzen – was die CSU, die christlich soziale Union, da erreicht hat, für die doch die Familie als Keimzelle der Gesellschaft oberste Priorität hat – offenbar nur dann, wenn es die deutsche Familie ist – das kann nur begrüßen, wer erstens niemals nachdenkt (wie, bitteschön, soll sich Jemand hier einfügen, der jahrelang unter der Trennung von seiner Familie leidet – der es wahrscheinlich auch noch existenziell schlecht geht, während er hier gezwungenermaßen tatenlos wartet und immer weiter vertröstet wird) und wer zweitens niemanden auch nur ansatzweise kennt, der betroffen ist.

Ihr braucht einen SEHR langen Löffel, Ihr „Christen“!

Ich allerdings kenne Jemanden, der betroffen ist*, der vorgestern abend mit Tränen in den Augen vor mir saß und zu mir sagte „Was ist Dein Rat?“

Ich konnte ihm nur einen geben: warte zumindest mit irgendwelchen Entscheidungen noch ab, bis die Koalitionsverhandlungen durch sind. Immerhin gibt es da noch die Grünen, die mitverhandeln. Was CDU und CSU da ausgekungelt haben ist unmenschlich, aber es ist noch nicht „durch“. Und dann berate Dich mit Deinem Anwalt: Immerhin hast Du subsidiären Schutz bekommen, vielleicht gilt bestandsschutzmäßig was Dir, wie Du sagtest, schriftlich zugesichert ist: daß Du Deine Familie 2018, nach dann über DREI Jahren, nachholen darfst.


*Seine Frau und seine zwei Kinder hat M. seit über zwei Jahren nicht gesehen. Sie sind inzwischen in der Türkei. Er überlegt, ob er, wenn er denn Arbeit hat, vielleicht alle paar Wochen einmal dorthin zu Besuch fahren kann


Mich macht das zynisch-unmenschliche dieser Möchtegernchristen wütend, ebenso wie mich meine eigene Hilflosigkeit wütend macht.

Gestrandet

Sitze im Foyer eines IBIS-Hotels in Hannover.

Bin gestrandet.

War zu Besuch bei den Eltern im Rheinland – dann kam gestern der Sturm. Und nix mehr ging bei der Bahn. Okay, dachte ich, bis morgen früh wird das schon wieder….

Heute morgen dann hieß es: mit Verspätungen muß gerechnet werden. Okay, dachte ich, ich hab ja Zeit.

Was NICHT kommuniziert wurde ist: sämtliche Verbindungen nach Hamburg, nach Berlin, in den Osten waren lahmgelegt (und sind es zum Großteil noch immer) Ich steige also ganz fröhlich in den Zug gen Köln, will umsteigen – und etwa 10 Minuten vor Abfahrt heißt es plötzlich: der Zug fährt nur bis Dortmund. Tja. Gecoacht vom Herrn F. (heute war der erste Tag, an dem ich gern ein Smartphone gehabt hätte) fahre ich weiter und höre von Verbindungen und so – aber alles zerschlägt sich im Bahnhof Dortmund: erst dort wurde klar gesagt: nix geht Richtung Norden!

Aber ein (ein!!) Fernbus sollte irgendwann bis HH fahren, hieß es. Ich dorthin, wo der fahren soll – stehen da schon genug Leute für 3 Busse, und ständig werden es mehr. Kurze Zeit später erfahre ich von Mitreisenden, daß es riesige Stauzs auf den Autobahnen gibt.

Ich beschließe: lieber irgendwo im Hotel übernachten als ewig im Stau stehen und fahre bis Hannover  – aber Hannover war nun wirklich das nördlichste, was heute erreichbar war. Wir sollten uns alle am Servicepoint melden, heißt es im Zug. Ich raus in die Bahnhofshalle – Schlangen LÄNGS durch die ganze Halle – später erzählten Leute: man stand drei Stunden an!! Näh! Dann sehe ich doch lieber, auf eigene Faust ein Hotelzimmer zu kriegen, denke ich, und pfeife auf den Gutschein der Bahn. Also zur Tourist-Info, und ab zum IBIS. Wo ich mitkriegen musste, daß die Leute vor mir das letzte Zimmer bekommen hatten. OCH NÖ! Aber dann, als ich noch dumm dastand und nicht weiterwusste, sagt die Rezeptionsfrau „WArten Sie mal noch einen Moment, ich krieg da grad was….“ das „was“ war eine Stornierung – also hatte ICH jetzt das letzte freie Zimmer. Puh! Jetzt, 4 Stunden später, kommen, während ich hier tippe, noch dauernd Leute, die nach einem Zimmer fragen….

Na, ich geh jetzt in mein lautes, kahles Zimmerchen und hoffe, morgen gehts weiter…..

Aber in Hannover gibts eine sehr hübsche Kneipe, und eine Strickjacke hab ich auch gekauft *g*

Lärm

Vorgestern Nacht:

ein Riesengeschepper, LAUT, es hört sich an, als bricht irgendwas zusammen, ein Regal oder so. Ich stehe senkrecht im Bett

„WAS WAR DAS DENN?“

Von links ein schläfriges „Was ist denn?“

„HAST DU DAS NICHT GEHÖRT? DAS GESCHEPPER DA EBEN?“

„Nein, ich hab nix gehört, was ist denn?“

Ich auf und alle Räume hier oben abgesucht – nichts zu sehen. Ich frage mich, ob ich bloß geträumt habe und beschließe: für „das war unten“ wars zu laut. Wird schon nix schlimmes gewesen sein. Gehe wieder zu Bett.

Am nächsten Morgen wird klar, was war: die Plexiglasscheibe hat sich gelöst und ist auf den Terrazzoboden gefallen – mit scheppernder Zwischenstation auf dem Schuhschrank. Aber nichts ist kaputt. Die Glaser werden sie wieder befestigen – diesmal sicherheitshalber zusätzlich zum Kleber mit zwei Schrauben


P.S. Seit längerem schon sind die Links, die ich setze, nicht mehr unterstrichen. Grund: WordPress bietet das nicht mehr an in seiner Werkzeugleiste. Ja, ich weiß, es gibt HTML-Befehle dazu. Aber das ist mir zu umständlich. Also: Links jetzt nur noch farblich abgesetzt (das macht WordPress automatisch), in rot, wie oben bei der Plexiglasscheibe halt. Manchmal hab ich *klick* daneben geschrieben, aber nuja, das ist auch nicht so schön…. und jetzt wißt Ihr’s ja.

Den KommentatorInnen hier sei Dank: ich hab ihretwegen geguckt, was es denn SONST in dieser Werkzeugleiste so für Angebote gibt. Und da hab ich dann auf etwas nie geklicktes geklickt und festgestellt: es gibt Tastaturkürzel, u.a. eins für „unterstreichen“. STRG und U gleichzeitig drücken – ausprobiert– klappt! Also werden Links demnächst doch wieder unterstrichen und damit für Jede gut sichtbar sein 🙂

Eine Idee.

Ich hätte Lust, in diesem Jahr wieder einen Blog-Adventskalender zu machen, aber ich hatte bisher keine Themen-Idee.

Jetzt aber hab ich eine, vielleicht klappt es ja. Die Idee geht so:

Ich sammle hier in den Kommentaren Eure Vorschläge für „Kalendertürchen“. Will heißen, wer Lust hat, schreibt mir ein Thema oder einfach ein Wort, zu dem ich mir versuche, etwas einfallen zu lassen – ein Bild oder einen Text oder ein Zitat oder….

Das kann wirklich was sein, zu dem Jemand „immer schon“ gedacht hat „Dazu würde ich mal gern was von der Fjonka lesen“ (ich erinnere mich bei schreiben zB grad dran, daß vor JAHREN mal angefragt wurde, wie denn mein Herzenskater Oedi überhaupt zu seinem Namen gekommen war. Hab ich nie beantwortet, ist in Vergessenheit geraten – sowas könnte ja noch irgendwo schlummern, in den Gedanken von irgendeinem/ einer LeserIn hier)

Oder Ihr schmeißt mir, wie damals beim ehrenWORT, das mir ja immer viel Spaß gemacht hat, ein Wort hin – und ich denk‘ mir was aus. Oder……..

Gucken wir mal, ob Jemand Lust hat, mitzumachen und mir Stichworte zu geben, damit ich mir was ausdenken kann 🙂 Für den allerbesten Fall sag ich mal: bei 24 ist Schluß *gg* – und ganz optimistisch liste ich die Oedi-Geschichte fürs erste Adventskalendertörchen schonmal auf (die Reihenfolge kann/ wird sich noch ändern! 🙂 ):

  1. Warum hieß der Oedi Oedi?
  2. Mein bester Themenrelease (für Nicht-BookCrosser: das Wort werde ich erklären, wenn’s soweit ist 🙂 )
  3. Eine besondere WG-Erinnerung
  4. Wenn ich aus dem Küchenfenster gucke….
  5. Das ungewöhnlichste Fortbewegungsmittel
  6. – Couchsurfingbesuch
  7. Horizonte
  8. – Best Partylocation of the North
  9. – Mein allerliebster Cartoon.
  10. – Was ich in meinem Leben unbedingt noch machen möchte.
  11. – Die schönsten oder interessantesten Ecken in Schleswig.
  12. Mein liebstes Möbelstück.
  13. – Mein Dorf bei Nacht.
  14. Was ich an Weihnachten liebe.
  15. Das schönste Konzerterlebnis.

Dampf

Lange schon bin ich immer wieder vorbeigefahren an diesem Schild in Flensburg. Lange schon dachte ich mir „das mußt Du unbedingt mal fotografieren!“ Nun gab es gleich zwei gute Gründe: erstens, profan: ich war in der Nähe, und das auch noch zu Fuß. Und zweitens: ein anderes Schild in Rieseby, bei dem ich das auch seit Jahren gedacht hatte, ist – weg!

Dies hier allerdings war noch da, und mir gefallen sowohl die altmodischen Buchstaben als auch der ebenso altmodische Aufbau des Schildes. Tja, und dann gibt es auch noch den tagesaktuellen Bezug:

Ich hätte gern gejubelt: Ja, genau, die bleiben draußen!!! Aber nuja….. es ist Dampf im Kessel der Unzufriedenen, und dieser Dampf mußte wohl abgelassen werden 😦 Hoffen wir mal, daß es diesen Rechten genauso geht wie denen zuvor: daß sie sich selbst so zerlegen, daß sich das bis zum nächsten Mal erledigt.

Auch noch unentschlossen?

Sonntag wird gewählt, und mir fällt’s schwer wie nie, denn eigentlich finde ich die mir wichtigen Themen von allen zur Wahl stehenden parteien nicht entschieden genug vertreten. Wahrscheinlich ist der Umweltgedanke nicht mehr modern genug, und auch meine Auffassungen von „richtig“ bei den sozialen Themen finde ich zwar in Wahlprogrammen wieder, nicht aber habe ich das Gefühl, daß irgendeine der Parteien sich wirklich gerademacht dafür. Die Prioritäten liegen bei Allen bei anderen Themen oder Schwerpunkten, die mich kaltlassen.

Den Wahl-O-Maten nutze ich seit Jahren, aber eher aus Info-Gründen, denn er schlägt mir jedesmal dieselbe leider aus anderen Gründen für mich nicht wählbare Partei vor. Tatsächlich überlege ich diesmal, ob ich nicht doch mal auf ihn hören soll, aber eigentlich geht das nicht….
Beruhigend allerdings ist für mich jedesmal wieder, wie weit abgeschlagen bei mir sämtliche „Extremparteien“, egal in welche Richtung, sind.
Noch eine Zusatzinfo: bei der letzten S-H-Wahl hatte die AFD, so las ich, schlauerweise Antworten vorgegeben, die zT mit ihrem Wahlprogramm nicht übereinstimmten – um beim Wahl-O-Maten bei Gemäßigteren besser abzuschneiden! Ich hoffe, daß das nur eine Ente war (allerdings hatte ich mich bei diesem Wahl-O-Maten-Durchgang gewundert, daß sie diesmal nicht gar so abgeschlagen in meinem Ergebnis gewesen waren, insofern könnte was dran sein) Sollte es so sein, hoffe ich, man hat beim Wahl-O-Maten draus gelernt…..
aber der sollte ja eh nicht die einzige Entscheidungsfindungshilfe sein….

Beim verrückten Huhn fand ich nun in den Kommentaren noch eine andere Entscheidungshilfe:

Beim Wal wird gezeigt, wie die Parteien, die in der letzten Wahlperiode im Bundestag waren, bei realen Abstimmungen gestimmt haben – verglichen mit den eigenen Entscheidungen (die man natürlich erst eintippen muß) Es kann natürlich nur mit den Parteien verglichen werden, die auch abstimmen konnten, also mit Linker, Grünen, CDU und SPD. Schade eigentlich….. denn das ganze ist ziemlich spannend, muß ich sagen – und da lande ich dann doch wieder bei meiner „Stammpartei“.

Achach……

Ungeliebte Aufgaben, Folge eins…

Ich schiebe schon seit gestern…. ein weiterer Grund, warum das ungeliebte kochen ungeliebt ist und bleiben wird….

So. Auf jetzt, Fjonka, das macht sich nicht von alleine!!!!!

P.S. streng genommen, seh‘ ich grad, ist dies Folge zwei! Guckt mal hier 🙂

Im Allgäu befolgt man Anweisungen. Wörtlich.

Wo steht schließlich was von „antackern verboten???“
(Ich hoffe, man kann erkennen, daß rings um das Schild Hunderte Tackernadeln im Holz versenkt sind!?)

Stadtbekannt

Offenbar entwickle ich mich langsam zum Schleswiger Original:

Schon zum 4. Mal wurde ich jetzt, diesmal von der Bedienung der Eisdiele, bei der ich mir – übrigens ohne Buch vor der Nase – ein Feierabendkügelchen genehmigen wollte, drauf angesprochen:
schon lange sähe sie mich immer wieder, und jetzt endlich müsse sie mal fragen, wie das denn eigentlich möglich sei – gleichzeitig zu laufen und zu lesen!?

Dazu kann ich sagen, daß ich bloß eine halbe Stunde Mittagspause habe, und daß zu lesen für mich da geradezu essentiell für eine echte Auszeit von Kakophonie, Gehetze und Multitasking ist. Also wandert mein Buch meist schon an der Fußgängerampel vor die Nase, um erst am Kaffeetresen wieder heruntergenommen zu werden. Jahrzehntelange Übung sorgt dafür, daß ich noch nie Probleme damit hatte, bei solchen Lese-Gängen mit jemandem oder etwas zusammenzustoßen- zur Verwunderung offenbar der gesamten Schleswiger Fußgängerzonenbevölkerung…. das, in kürzerer Form, erzählte ich auch der Bedienungsfrau. Und, erklärte ich weiter, man sähe ja schließlich auch immer öfter Smartphoneguck-GängerInnen, und die habe ich schon öfter mal mit anderen zusammenstoßen sehen.

Stimmt, meint die Verkäuferin, aber mit Buch – da sei ich doch die Einzige, die sie je gesehen hätte.

Das scheint so zu sein, was ich allerdings, bevor ich immer wieder angesprochen wurde, nicht bemerkt hatte …. aber langsam überlege ich mir doch, ob ich diese Art von auffallen gut finden soll. *g* Andererseits ist das Kind ja nun schonmal in den Brunnen gefallen. Schließlich heißt es ja Ist der Ruf erst ruiniert lebt sich’s völlig ungeniert… also werde ich wohl weitere Jahrzehnte lang gehend lesen ….

 

Wackersteine purzeln…

… von meinen Schultern, von denen ich zuvor garnicht gemerkt hatte, daß sie auf ihnen lasten, seit ich – jetzt kann ichs auch ohne Paßwort schreiben, denn jetzt ists offiziell – weiß, daß ich die neue Arbeit habe und Ende September die alte Stelle verlassen werde.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja irgendwann sogar mal wieder gemütlich aufwachen statt wie in den letzten Monaten mit Adrenalinschub. Schlafen geht eh schon besser seit ich den Entschluß gefaßt und mich beworben hatte.

Andere, kleinere Wackersteine purzeln wahrscheinlich von Tausenden kleiner Bienenschultern: erschreckt mussten wir feststellen, daß bei Mondvolk und Kringelchen ü-ber-haupt keine Futtervorräte vorhanden waren! Und das, obwohl wir ja allen Völkern vor der ersten Varroabehandlung einen halben kanister Sirup gegeben hatten! Alles weg! Und – wahrscheinlich eine Folge des Futtermangels, vielleicht aber auch der Ameisensäurebehandlung geschuldet – keinerlei Brut, auch bei beiden Völkern. Nun fließt seit zwei Tagen der Sirup, die Aufregung ist groß – und seit gestern wird ordentlich Pollen „eingefahren“! Ein gutes Zeichen, denn Pollen ist ja zur Brutfütterung nötig, und offenbar bereitet man sich auf frische Brut vor. Im Sonnenvolk ist übrigens alles besser: Brutnest und Futter vorhanden. Auch das hat aber selbstverständlich Futter bekommen.