Ist soweit.

Mir geht jetzt auch langsam die Puste aus.

Die Tageslichtlampe leuchtet, ich habe mich sehr über eine nette Überraschung einer der Naturgartenfrauen gefreut, gestern war nach gefühlten Ewigkeiten mal wieder die Sonne da, ich war heute trotz Graupel und Eisschicht auf den ungeschützen Wegabschnitten draußen, „einen Gang machen“, auffe Arbeit läufts gut – will sagen: ich versuche, was in meinen Händen liegt zu tun dafür, daß ich die guten Dinge bemerke und würdige. Und doch:

der trübe Winter zollt seinen Tribut. Die typischen Anzeichen sind: ich komme morgens ganz schlecht aus dem Bett (und es ist KEIN wohliges umdrehen sondern die altbekannte „Bettlähmung“), der Bauch schmerzt wieder mehr und die netten kleinen Dinge des Lebens sind trotz ihres Schönseins anstrengend.

Eigentlich bin ich trotzdem noch ein wenig stolz auf mich. Dafür, wie schlecht es mir lange Zeit ging und wie lang sich die Durststrecke hingezogen hat, dafür, daß Vieles von dem, was ich gern tu, „aufgrund deer besonderen Situation“, sprich des doofen C, so lang schon nicht geht, habe ich mich ganz gut gehalten, finde ich. Jetzt aber brauche ich SONNE und FARBEN!!

Ich finde, es ist Zeit, daß der Frühling kommt! Oder daß der Winter ein freundliches (NICHT WEISSES!!!!! *gg*) Gesicht zeigt. Klarer, kalter, sonniger Frost- das wäre doch auch mal was, zur Abwechslung ….

A propos C: gestern hab ich 17 Minuten ununterbrochen in Impfterminangelegenheiten in der Telefonleitung gehangen. Von „garnicht erst ein Ton“ über „besetzt“ bis „aus dem Menü geschmissen werden“ war alles dabei, bis dann, nach 17 Minuten, die Ansage kam, alle freien Termine für unser Bundesland seien vergeben. Das trägt auch nicht grad zur guten Stimmung bei – obwohl: wahrscheinlich sollte ich dankbar sein, denn da man um 7 Uhr 58 das 1. mal wählt, konnte ich gestern zumindest der Bettlähmung trotzen….

Und Ihr so?

 


 

Beitrag veröffentlicht, danach ins BC-Forum geguckt – und laut gelacht:

(Seit vier Jahren, wenige Tage nach Trumps Wahl, läuft dort ein Countdown zum Ende seiner Amtszeit)

Danke, Lire!!!! :-))))

Zimmerreise. Mit B.

Weil pflanzwas und puzzleblume dazu animieren, eine Zimmerreise zu unternehmen und dabei nach etwas zu gucken, das mit A, B oder C beginnt und als Ausgangspunkt für eine kleine Reise dienen kann, bin ich durch meine Räume gestreift und habe Ausschau gehalten. Es hat ein Weilchen gedauert, aber dann sind sie mir doch aufgefallen – meine Messing-Bilderrahmen – manche sogar mit gewölbtem Glas, alle mit hübschen Details und trotzdem schlicht-zurückgenommen,

Sie waren für ne Mark oder 50 Pfennige einfach da, wenn frau grad irgendwas hatte, was sie einrahmen wollte und auf einem Flohmarkt rumgetrödelt ist. Hübsch fand ich sie schon immer, und so habe ich in Berlin, in Bonn und werweißwonoch ein paar dieser schönen Bilderrahmen zusammengesammelt. Leider zu wenige, und jetzt suche ich seit Jahren vergeblich auf den Straßenflohmärkten, die ich mit dem Herrn F., der nach CDs fahndet, gern besuche. Auch beim Trödler mit den Haushaltsauflösungen oder in Sozialläden gucke ich danach – Fehlanzeige. Ein seltenes Mal sehe ich einen an einem dieser Profiflohmarktstände. Dann wollen sie da 15 oder 20 Euro für haben, aber obwohl ich es mir ja leisten könnte – ich mag nicht mit was nach Hause gehn, wenn ihm der Geschmack des überdenTischgezogenwordenseins anhängt.

Nun, da ich die Fotos gemacht, den Text geschrieben habe, denke ich, ich hätte auch BookCrossing nehmen können. Aber andererseits – das wäre uferlos geworden. In jedem Zimmer an unzähligen Stellen nicht nur BookCrossing-Bücher! Nein:

Mix-CDs von unterschiedlichsten CrosserInnen aus einem CD-Projekt, das wir vor zig Jahren mal gemacht haben.

Selbstgemachte Lesezeichen von Hadija, die statt im Buch im Rahmen landeten, weil sie zum benutzen zu schön sind.

Das Hochzeitsbild aus Stoffresten – immer wieder gern beguckt!

Der knuffige Häkelmaulwurf von satay-spiess

Die Bilder von ParadizeApple, gezeichnet, gemalt, fotografiert. Hier nur EIN Beispiel

Der bemalte Teller von Komma (Oedi ist mein BC-Name, das running book BC-Logo)

Undundundund -Hier ein Button, da ein Mitbringsel … nein, SHELFISH sind BookCrosserInnen wahrlich nicht!!!

Das Engelchen mit den bunten Ringelsocken in einem der Bilderrahmen – auch das ist übrigens ein BC-Ding: ich hatte Socken gestrickt und meistbietend im BC-Forum für einen guten Zweck versteigert – und dies war eine „Danke“-Karte einer Beschenkten – ja, BESCHENKT – denn der Ersteigerer hatte die Socken zum verschenken ersteigert. So sind sie, die BookCrosserInnen: bedanken sich nicht nur beim Schenker, sondern auch noch bei der Strickerin!!!

Vielen Dank, puzzleblume und pflanzwas für die schöne Idee – sie hat mir gleich beim Versuch eins eine Menge netter Erinnerungen beschert 🙂 Ich bin aus meinen Zimmern in Dörfer ringsum gereist, auf unterschiedliche BC-Treffen und in die Vergangenheit. Nur das mit dem „ausgehend von einem einzigen Gegenstand hat so nicht wirklich geklappt. Ich gelobe Besserung *g*

Das doofe C und die Impferei

Gestern vormittag war ich bei de ole Lüüd. De ole Mann berichtete, er habe versucht, einen Impftermin zu bekommen und sei gescheitert. Die hätten immer irgendwas von Psychiatern gesagt. Also hab ich angerufen und wusste schnell, warum: der Telefondialog dort ist so verwirrend, daß auch ich, die in sowas ziemlich gut bin und nicht so schlecht hören kann wie er, nachher an der falschen Stelle gelandet bin. De ole Mann kam mit den Nummern garnicht erst klar, die er drücken sollte, und wenn man ohne drücken durchlaufen lässt, heißt es, man werde mit dem psychiatrischen Notdienst oder sowas ähnlichem verbunden *gg*

Ich kam irgendwie nicht nach S-H durch, sondern landete bei einer verständlicherweise gestressten Telefonistin, um mir dann sagen zu lassen, daß in S-H eh schon längst wieder alles zu spät ist. Ich war nämlich erst um 10 Uhr am Telefon, aber abends hörte ich dann: schon nach einer halben Stunde waren alle Termine belegt. DAS zumindest könnte man dann doch direkt in der Telefonmenüschleife kommunizieren!? *augenroll*

Und ich konnte bisher auch übers Netz keinerlei Info dazu bekommen, wie die Impferei denn in S-H bei über 80jährigen läuft, die daheim gepflegt werden und nicht ins Impfzentrum können. Musste ich also mit dieser Frage auch wieder die überlasteten Rufnummern weiter überlasten 😦 Habe erfahren, daß ich trotzdem nächsten Dienstag wieder die 116117 versuchen kann (diesmal früher, um in der halben Stunde durchzukommen *augenroll* und parallel online), und dort direkt dazusagen muß: nicht mobil, daheim impfen!!

Prosit Neujahr!

Bleibt (oder werdet) gesund!! Ihr und Eure Lieben.
Bleibt (oder werdet) zufrieden, wenn nicht gar glücklich!!
… und mehr, finde ich, muß ich Euch garnicht wünschen für 2021. Mehr als das braucht kein Mensch, oder?

Die Sache mit dem „gesund“ ist ja grad im letzten und wohl auch im neuen Jahr eine spezielle. Normalerweise lebt so vor sich hin, wer gesund ist, und nimmt gesundsein als gegeben hin. Wäre wohl auch nicht gesund, wenns anders wäre 😉 Derzeit nimmt gesundsein, -werden oder -bleiben einen viel zu großen Teil des Lebens ein, finde ich.

Bisher ist in meinem Umfeld noch Niemand am doofen C erkrankt. Habt genauso viel Glück, auf daß wir auch im nächsten Januar alle sagen können:

*gg*

(Illustration: T-shirt-Motiv von Rumpfkluft)

Tschö mit ö, Du olles Jahr!!

Warst schon anstrengend.

Für mich selbst wars ja 2020 mehr die doofe Schulter als das doofe C, von dem ich mich nach wie vor relativ unberührt fühle, ehrlich gestanden. Wirtschaftlich eh (wir arbeiten ja beide direkt bzw indirekt im Lebensmitteleinzelhandel), aber auch sonst.

Dann setze ich halt ne Maske auf. Dann bin ich halt nicht so viel unterwegs. Ist halt nötig, muß ich nicht viel Gewese drum machen….

Inzwischen arbeite ich wieder drei Stunden täglich (mit 2 hab ich begonnen, und ich schätze, bald werden es 4 werden können) und auffe Arbeit muß ich Neues lernen: im Privatleben kann ich gut um Hilfe fragen. Auffe Arbeit aber habe ich immer den Anspruch gehabt, im Zweifel Alles zu tun. Das geht jetzt nicht mehr. Oder noch nicht wieder, wahrscheinlich auf längere Zeit nicht; auch dann noch nicht, wenn ich wieder „richtig“, also nicht mehr krankgeschrieben im Wiedereinstieg, arbeite. Bisher tragen KollegInnen und Chefin das mit, freuen sich sogar, daß ich wieder da bin. 🙂 Ich bin dafür sehr, sehr dankbar. Ist ja nicht selbstverständlich!!

Und sonst? Hoffe ich, daß 2021 möglichst bald möglichst viele Menschen geimpft sind, damit Diejenigen, denen es schlechter geht mit dem doofen C bald aufatmen können und die Demoschwurbler von der Eso- und der rechten Sorte sich wieder einkriegen und merken, daß es eben doch keinen Grund gibt, die Diktatur kommen zu sehen, bloß weil man mal ein paar Monate nicht Party machen darf (in dem  Sinne, daß ich ich eine Ursache des überdimensionierten Unmuts darin sehe, daß meine Generation, zumindest im Westen, zum 1. Mal im Leben Einschränkungen erlebt. Vermutlich liegts daran, daß manche jetzt gleich freidrehen.)

Neee, dieses Jahr war wirklich eher suboptimal. Tschö!!! Wir werden Dich nicht vermissen, 2020!!!!

Blühgeschenke 👍und👎

👍Für Menschen mit Garten oder auch „nur“ Balkon hat der Wilde Meter Ideen. Da ich sie prima finde, hier der Link: bittesehr

👎Weniger schön ist, daß ich letztens in der Wochenzeitung von einem Projekt junger Leute las, die im nächsten Frühjahr eine Blühwiese anlegen wollen, für die sie PatInnen suchten. Ich hab mir die Website angeguckt und freute mich zunächst: es wurde explizit drauf hingewiesen, daß es auf einheimische Wildpflanzen ankomme, weil Wildbienen und andere Insekten oft spezialisiert seien; es las sich also nach nicht der 175. „EinmalhübschbuntundimHerbstuntergepflügt“-Wiese. Also suchte ich, was sie denn einsäen wollen und wunderte mich, schwer fündig zu werden. Dann, in den FAQ, endlich eine Saatliste – und was? NICHT einheimisch, NICHT wild: Ringelblume, Phacelia, Buchweizen und Co – der normale Billigsch*** 😦

„Das versteh ich jetzt nicht so richtig“, dachte ich mir. Da ich aber immer das beste annehme, hab ich ihnen eine wirklich SEHR freundliche und konstruktive Mail geschrieben, incl. Hinweisen auf die Diskrepanz zwischen Faktenwissen und Saatgut, auf besseres Saatgut und auf mögliche Hilfe und Beratung.

Antwort: keine. (Falls noch eine kommen sollte, gebe ich Bescheid)

So langsam geh ich davon aus, daß da nicht Nichtwissen das Problem ist, sondern der Wille, leicht gutes viel Geld zu machen. Phacelia, Buchweizen und Co sind saubillig, vernünftiges Saatgut ist es nicht. Man benutzt gutwillige, unwissende BienenfreundInnen, die Patenschaften kaufen oder verschenken, um sein Land ein Jahr lang zu verbessern (Phacelia ist zB eine stickstoffsammelnde Pflanze, Gelbsenf auch) und einen schönen Profit zu machen: 10qm Patenland sollen 20€ kosten. Selbst eine etwas vielfältigere 0/8/15-Mischung wie die im Projekt beschriebene kostet bei Raiffeisen 4,40€ für 10qm. (Leider hab ich keine Preise für Großgebinde gefunden…. ) Dann noch pflügen, eggen, Einsaat, Pacht, okay. Scheint ein gutes Geschäft zu werden, die Welt will beschubst werden….

Der Nutzen gegenüber normaler konventioneller Bewirtschaftung: ein Jahr lang wird nicht gespritzt, und Hummeln und Honigbienen freuen sich über viel Nektar. Das wars.

Bevor ich mich jetzt tierisch aufrege, ist es mir doch lieber egal……

Durchatmen!

Jetzt hab ich lang drüber geschrieben, was schlecht ist, und nur einen Satz zu meinem Positiv-Geschenktipp verloren. Das liegt daran, daß im verlinkten Artikel 1. alles wichtige dazu drinsteht und ich 2. nicht einfach klauen will 😉

👍Trotzdem nochmal der Hinweis, daß es beim wilden Meter gleich mehrere gute Ideen gibt, wie man eineN bienenfreundlicheN auch Balkon- GärtnerIn gut beschenken kann.

 

 

Jippieh

Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird generell verboten. Vom Zünden von Feuerwerk wird generell dringend abgeraten.

(Tagesschau.de von eben)

 

Die Antwort lautet: SEHR!

Wenn frau bei einer CD, die sie seit mindestens 13 Jahren besitzt, plötzlich bemerkt, daß unter dem Dingen, auf dem die CDs in ihren Hüllen aufsitzen, etwas silbrig schimmert….

und wenn sie dann feststellt, daß sie seit mindestens 13 Jahren im Besitz einer häufig genutzten Doppel-CD gewesen ist….

und wenn sie daraufhin, die 2., nie zuvor gehörte CD im Spieler, sich die Hülle genauer ansieht, nur um, wiederum erstmals das nicht grad klein und unauffällig aufgedruckte 2 CD zu bemerken…

wie doof ist frau dann wohl ?

Die Antwort kennen die gewogenen, aufmerksamen(!) Lesenden….🤓

1. Advent

Was ich heute nicht getan habe: Mich um Weihnachtsdekoration gekümmert. Offensichtlich als Einzige. Der Stromverbrauch alleine in unserer Straße hat sich verdreifacht, schätze ich.

Die Frau von dem Blog, in dem ich heute dies las, wohnt woanders. Hier bei uns hat sich der Stromverbrauch im ganzen Landkreis schon vor zwei Wochen verfünffacht, schätze ich. 😦 Selbst die Straßenweihnachtsdeko ist schon seit fast zehn Tagen angebracht und weihnachtelt vor sich hin.

Weihnachtsratte 2013

Ich dagegen hab nicht mal die Weihnachtsratte rausgesucht. Dafür aber einen Papier-, einen Aufgaben- und gestern tatsächlich auch noch einen 24-Päckchen-Adventskalender bekommen, von einer BookCrossing-Freundin!!! Danke, Xirxe!!!!!!

Der Herr F. und ich beadventskalendern uns in diesem Jahr nicht. Beide hatten kaum Chance, schöne Päckcheninhalte aufzustöbern. Man kam ja kaum unterwegs…. aber ich habe einen gebastelt, ohne Päckchen. Kann natürlich jetzt nicht ausplaudern, was das für einer ist.

Trotzdem: nie ist mir sehr weihnachtlich, aber selten war mir so unweihnachtlich wie in diesem Jahr. Na, da werde ich nicht die einzige sein. Und Kopfweh hab ich auch schon den ganzen Tag.

Tageshighlight war das mixen einer Mix-CD als Nikolausi für den Frühling. Da der Frühling hier nicht mitliest, kann ich ungehemmt davon schreiben. Wir kennen uns seit über 30 Jahren, und noch nie gab es Nikolausis. Der wird sich wundern (und hoffentlich freuen) – ich hatte einfach Lust dazu, und er ist Musikfreak. Der Frühling heißt er, weil er uns in der Disse, damals in Würzburg, schon lang bevor ich ihn kennenlernte aufgefallen war. Wir lachten immer: wenn der tanzt sieht es aus, als springt der Frühling über die Wiesen…..

 

Amtsschimmel.

De ole Fru möchte, daß ich ihr Geld von ihrem Postsparbuch abhebe. Also geh ich, wie seit Jahren schon, zum Postbankschalter im Dorf1, versehen mit einem Zettel als Vollmacht.

Diesmal aber geht das erstmal nicht. Dürfen sie nicht mehr! Aber da die Dame de ole Fru und mich kennt, drückt sie nochmal ein Auge zu und gibt mir schonmal ein Vollmachtformular in die Hand. Ich gebe das Geld ab und erkläre de ole Fru den Sachverhalt. Sie rollt mit den Augen. Ich sage „na, Du hast ja erstmal Geld, überlegs Dir“

Das war im April.

Anfang Oktober bittet mich de ole Fru wieder, ihr Geld zu holen. Ich sage „Na, das geht aber doch nicht, ich brauche doch jetzt eine Vollmacht. Erinnerst Du Dich?“ De ole Fru rollt mit den Augen. Sie hat recht, aber da uns das nicht weiterbringt, frage ich sie, ob sie das Formular noch hat. Sie hat. Ob wir’s denn nun angehen sollen. Sollen wir. Wir füllen das Formular aus, sie unterschreibt, ich hole mir ihren Perso und meinen und gehe tags drauf zur Post in Dorf2 in meiner Nähe. Das Formular wird angenommen, die Persos werden gescannt – ich warte. De ole Fru auch.

Vier Wochen später.
Ich gehe zur Post in Dorf3, weil ich da grad bin, um nachzufragen, wo denn meine Vollmacht bleibt. Die Frau kann mir keine Auskunft geben, zeigt mir aber eine Telefonnummer.

Ich rufe an. Die Dame am Telefon fragt nach de ole Frus Geburtstdatum, dann nach dem meinen, schweigt einen Moment lang – um mir dann zu sagen, daß sie mir keine Auskunft geben darf, weil ich keine Vollmacht habe. Ich rolle mit den Augen.
Da mich das nicht weiterbringt, mache ich sie darauf aufmerksam, daß ich anrufe, weil ich nach wie vor keine Vollmacht habe. Sie sagt, da müsse aber dann de ole Fru anrufen. Ich erkläre, daß ich ja ebendeshalb eine Vollmacht bekommen soll, weil sie das nicht kann. Schlaganfall, Sprachprobleme, schwere Schwerhörigkeit. Die Dame ist nett. Sie sagt es durch die Blume: „also, wenn es jetzt so wäre, daß es ZWEI Kontoinhaber gäbe, dann könnten wir so eine Vollmacht nicht bearbeiten, wenn nur einer davon unterschrieben hätte. WENN“. Ich verstehe. Auf die Idee, daß de ole Mann auch Kontoinhaber sein könnte, war ich nicht gekommen, denn seit Jahren weiß ich, daß de ole Fru ganz genau unterscheidet zwischen IHREM Geld (auf dem Postsparbuch, von dem de ole Mann nicht einmal wissen darf, wo der Schlüssel zu der Kassette, in dem es liegt, ist) und dem GEMEINSAMEN Geld. Ich gucke ins Buch und sehe: ja, da steht auch de ole Mann drin. Ich rolle mit den Augen.

Auch ’ne T-shirt-Aufschrift von rumpfkluft.de

Da mich das nicht weiterbringt, gehe ich tags drauf zur Post in Dorf4, weil ich da grad bin, und bitte um ein neues Formular. Die Formulare sind grad aus, aber im Laufe des Gespräches werde ich darauf hingewiesen, daß ohne die physische Anwesenheit der Kontoinhaber keine Vollmacht ausgestellt werden kann. Ich weise darauf hin, daß ich 1. wenn die Sache mit der Olemannsunterschrift nicht schiefgelaufen wäre, vor vier Wochen eine Vollmacht bekommen hätte, basierend auf unseren Ausweisen und 2. ich genau DESHALB eine Vollmacht bekommen soll, weil sie nicht mehr physisch anwesend in der Post sein können.
Ich könne sie ja im Auto sitzen lassen, dann gehe sie schnell raus. Nein, gute Frau, ich krieg die auch nicht ins Auto und dorthin! Tja, sie macht sich nochmal schlau. Ich rolle mit den Augen. Aber erst, als ich draußen bin, wer weiß, vielleicht brauche ich den Goodwill dieser Frau nochmal….

Tags drauf ab zu de ole Lüüd, seinen Ausweis geholt, Formular ausgefüllt. Als ich de ole Fru die Lage erkläre, sagt sie „Das hab ich mir schon gedacht! P.s Name steht ja auch mit drauf!“ Verd***, warum hat sie nix gesagt!? Ich rolle mit den Augen, aber nur innerlich, denn das würde mich jetzt auch nicht weiterbringen.
Mit drei Ausweisen und Formular fahre ich dann zur allerersten, nämlich der Postfiliale, in der man die beiden und mich noch kennt. Die ist ja bei de ole Lüüd in der Nähe. Das bringt mich aber auch nicht weiter, denn diese Postfiliale ist inzwischen keine mehr.
Auf dem Heimweg mache ich den Schlenker zur „physischen Filiale“ in Dorf4, weil das halt auf dem Weg liegt. Ich habe Pech – dieselbe Frau. Sie hat sich kundig gemacht: wenn die beiden nicht kommen können, darf der Hausarzt auf dem Formular einen Vermerk machen, daß sie nicht kommen können, mit Stempel und Unterschrift, und er muß auch bestätigen, dabeigewesen zu sein, als sie unterschrieben.
Ich weigere mich, ein drittes Formular, unausgefüllt, mitzunehmen und rolle mit den Augen, diesmal IN der Filiale, aber weiter bringt mich das auch nicht.

Ein weiterer Tag vergeht, dann versuche ichs in Dorf2 nochmal. Dort wird kein Ton über das Fehlen der ole Lüüd verloren, in eben mal 20 Minuten(!) der fertig ausgefüllte Antrag mit Scans der drei Personalausweise vervollständigt und angenommen….. ich bin sehr gespannt, ob nun nach nur vier Wochen (Bearbeitungszeit) meine Vollmacht hier ankommen wird.

Und ja, meine Augen sitzen noch im Kopf, trotz allen rollens….. 😉

Da!!

links: noch gestern. Rechts: seit heute

Das Sofa ist übrigens NICHT blau, sondern genau so grau wie in den Schieber-Bildern. Wir müssen uns jetzt erstmal dran gewöhnen. Das Ding ist GROSS *g* – dabei sinds nur wenige Zentimeter, aber es ist eine Ecke tiefer, und der Longchair ist breiter, das machts klobiger, optisch. Aber auch bequemer, wenn wir, wie so oft, zum lesen nebeneinander auf der auch wieder schön stufenlos klappbaren Seitenlehne liegen 🙂 Außerdem ists höher – nicht nur die Sitzhöhe (was ja für alternde BesitzerInnen und die mitalternden FreundInnen noch sehr angenehm werden kann ;-), sondern auch die Rückenlehnen. Überhaupt – die Lehnen! Das schwierigste am Sofakauf war, ein Sofa mit HÖCHSTENS 85cm Lehnenhöhe zu finden. Höher durfte das nicht werden, sonst würde es mit der Nische Kacke aussehen, und man könnte das Möbel kaum noch benutzen. Aber nahezu alle Sofas heute haben MINDESTENS 87cm Höhe. Diese Lehnen sind der Kompromiß. Wir finden diese nach hinten klappenden Kopfteile superspießig, optisch, aber nach X Möbelläden waren wir so glücklich, überhaupt ein Sofa mit 85cm Höhe UND mit klappbarer Seitenlehne am lang genugen Longchair zu finden, daß wir zugeschlagen haben….

Fazit: bequem isses, im sitzen und im liegen. Optisch isses okay. Aber wir haben leider zweierlei erst heute festgestellt: der Stoff ist viel feiner als wir dachten – und so fällt nun jedes Schmützelchen gleich auf. Und: die Seitenlehne ist prima zum liegen – uns war aber nicht aufgefallen, daß man sie garnicht richtig HOCHklappen kann, als echte Armlehne zum sitzen. Da brauch ich dann jetzt Kissen drunter.

Und jetzt geh ich aufs Sofa!!! 😉 *wink*


P.S. nochmal zum „tollen, neuen, einfachen Editor“ *augenroll*: Ich wollte die Schiebe-Spielerei mit dem Vergleich einbauen. Der Preis ist hoch: die Diashow sieht scheußlich-möchtegernstylish aus, und ich hab eeeeewig gebraucht, um die Bilder und Bildunterschriften so da zu haben, wie es im normalen Editor einfach so *schnips* gemacht ist

Weia….

Wie immer, wenn sowas ansteht, bekomme ich kurz vorher Angst vor der eigenen Courage: heute kommt unser neues Sofa….. ob wir es wirklich leiden mögen? Ob’s paßt? Ob’s bequem ist? Ob die Kompromiß-Rückenlehnen schlimmer aussehen als erhofft? Ob…ob….ob….