Geschützt: Drei und vier

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Abends, nach der Arbeit. Windstill, noch immer 19°

Gras zupfen
Schnecken sammeln
Farn aus dem Rasen stechen
endlich sehen, wer im Paradieshäuschen wohnt: Fam. Blaumeise nämlich
einen Eierlikör schlürfen
zwischendurch ein paar Worte mit dem Herrn F wechseln
dem Dicken beim sitzen zuschauen
Gundermann aus dem Beet ziehen – und tief einatmen – der riecht so gut!
sehen, was schon blüht
feststellen, daß der Garten wirklich schön ist. Will ich den wirklich verlassen???

Allmählich wird es dunkel und feucht. Noch ein paar Fotos machen – gute Nacht….

 

Was gut war

Das ist die Überschrift einer Beitrags-Welle, die seit vielleicht einem halben Jahr durch die Bloggerei schwappt. Einmal wöchentlich, glaube ich, schreibt, wer mitmacht, ebendies auf: was gut war.
Es liest sich nett, aber ich glaube, am nettesten ists für die SchreiberInnen. Es ist gut, sich klarzumachen, was funktioniert im Leben, statt dauernd nur zu wälzen, was nicht funktioniert.

Mein Freund Volker – ja, der, der schon über 20 Jahre tot ist – der war seiner Zeit weit voraus:
Er hat mir zu einem Geburtstag ein kleines, rotes DinA5-Büchlein geschenkt. Leer. Nur vorn drin stand, daß es dazu dienen sollte, daß ich täglich einmal Rückschau halten und hier notieren sollte, was gut war an diesem Tag. Mir ging es zu der Zeit ziemlich schlecht: heftiger, lange sich ziehender Liebeskummer, gepaart mit Weltschmerz und meiner Neigung zum Blues….
Volker hatte ja so recht – weiß ich jetzt. Damals hab ich es ihm nicht gedankt – ich habe es wenige Tage lang versucht und war erschüttert: nichts, aber auch garnichts aufschreibbares mochte mir einfallen! Und was ich dann schließlich schrieb, das schrieb ich mit dem unguten Gefühl, zu lügen. Also hab ich das schnell wieder aufgegeben. (Aber das Büchlein, das habe ich noch immer)

Nach wie vor gibt es in den dunkelsten Zeiten Tage, an denen finde ich nichts, was gut war. Keinen noch so kleinen Moment der Entspannung, keinen des Friedens, erst recht keinen der Freude. Der Unterschied zu damals ist : heute weiß ich, da sind Dinge zum freuen. Ich kann sie sehen, ich kann sie bloß nicht empfinden. Und ich weiß: dies wird sich wieder ändern.

Nicht der Dicke. Aber trotzdem gut. Gefunden in Flensburg.

An den allermeisten Tagen gibt es aber Momente, die gut sind. Und ich kann sie inzwischen bemerken, auch wenn sie kurz sind (das, finde ich, ist das entscheidende: sie überhaupt zu bemerken im Wust des Tages, und um das zu lernen hilft so ein Büchlein, oder auch ein regelmäßiger Blog-Beitrag): ein warmer Herr F. an der Seite beim fernsehen, ein plötzlicher Blick auf ein leuchtendes Rapsfeld, die Kollegin, die sich freut, daß ich aus dem Urlaub zurück bin, eine schöne Formulierung im Buch, das ich grad lese, der Dicke, der mir beim heimkommen mit hocherhobenem Schwänzchen entgegengelaufen kommt („Mrrrrauuu!“), ein lieber Kommentar hier im Blog, eine unvermutet freundliche Begegnung beim Einkauf, eine Pflanze da, wo sie im letzten Jahr noch nicht war…..
Schnell vorbei – aber kurz entspannt, gefreut, gelächelt. Und an vielen Tagen gelingt es auch, mir die entspannenden Momente zu holen, wenn sie sich nicht von selbst einfinden wollen. Da helfen dann die gelernten MBSR-Übungen, auch meine Trostbücher, wenns richtig schlimm wird, oder ein schön matschiges Essen *gg*

Danke, Volker – ich weiß jetzt, was Du gemeint hast.

Ich lerne.

Es wird besser.

 

Paket, Ende

Noch ein Anruf, einen Tag nachdem ich die Verlustmeldungsformulare gemailt hatte:  Ich möge bitte soweit möglich eine Titelliste der als Paketinhalt angegebenen Bücher schicken. Seufze. Suche raus. Maile.

Am nächsten Tag eine Mail: man könne das Paket nicht finden, es tue ihnen leid, man überweise mir jetzt einen formell nach § XY festgelegten Betrag nach Gewicht. Der Betrag ist okay, aber kann natürlich nicht die Kiste ersetzen.

Ich frage mich, wie man binnen eines halben Tages die Titel nachprüfen hat können, resigniere aber und schlage der Initiatorin der Bücherkiste Möglichkeiten vor, das ganze einigermaßen zufriedenstellend zu regeln. Zum Glück ist es eine pragmatisch-nette, mit der dies nicht schwierig ist.

Tja.

Sonntag in Schleswig-Holstein:

„Der Bienenfreund“ Hans Thoma, 1863

Heute im Plan:

  • wählen gehen
  • Bienen durchgucken

Daumen drücken, bitte sehr

  • daß die AFD unter 5% kommt (GANZ unrealistisch ist das nicht, die Prognosen gehen gen 6%. Aber nuja, Prognosen….)
  • daß wir zumindest nur EIN Volk auflösen müssen (die Kringelchen sind zu 98% sicher buckelbrütig) und einige Drohnenbeobachtungen beim Mondvolk nichts böses bedeuten

Tschä, das also habe ich gestern, Samstag, Mittag geschrieben. Und dann bin ich rausgegangen, wo zu meiner großen Verwunderung trotz Bewölkung und nicht gerade warmen Temperaturen knapp über 10° vor allen Völkern die Bienen in Massen unterwegs waren. Aber was für Töne musste ich hören? Es summte viel zu hoch, viel zu laut – und auch beim Mondvolk: DROHNEN! Jemine…. Also haben wir umdisponiert, nachdem der Herr F. auch dazugekommen war, und haben gleich heute geschaut, hoffend, daß wir abends noch Bienenbesitzer sein würden….

Die Bienen sind immer, aber auch immer für Überraschungen gut!
Diesmal für schöne Überraschungen: Mondvolk und Sonnenvolk hatten zwar nicht gerade üppige und lückenlose, aber doch vorhandene Brutnester mit Arbeiterinnen- und Drohnenbrut. Das war prima, denn bei diesen Witterungen ist nicht zu erwarten, daß die Königinnen sehr viel stiften. Trotz Raps- und Obstblüte haben wir Futterwaben dringelassen, denn Biens haben keine Chance, die schönen Trachten genügend zu nutzen, um auch nur ihre Brut zu versorgen, geschweige denn, Honig einzutragen. Außerdem ist es außer zu kalt auch viel zu trocken (jetzt auch bei uns), was durch den dauernden starken Wind noch verstärkt wird. Und wenn es sehr trocken ist, dann honigen die Pflanzen auch nicht gut. Aber uns ist ja alles recht, wenn es den Bienen bloß gut geht, selbst wenn wir gar keinen Honig bekommen ….

Und dann zu den Kringelchen – und: juchhu! Tatsächlich waren größere Flächen inzwischen verdeckelt – und nicht buckelbrütig, die Königin lebt also und kann befruchtete Eier legen 🙂 Alle drei Völker wohlauf!!!

Wir sind uns einig, noch nie im Mai so viele Drohnen gesehen zu haben – aber offenbar meinen die Bienen, daß sie das so haben wollen, jedenfalls liegt es nicht daran, daß die Völker ihre Königinnen verloren haben 🙂

Unsere Pläne, doch noch einen vorweggenommenen Schwarm zu machen, mit dem wir eine der TBH neubesiedeln könnten, sind damit wieder in erreichbare Nähe gerückt. Und Honig gibt’s dann vielleicht ja noch von der Linde….. oder eben nicht…..

Übrigens… (Paket, Folge drei)

…hatte die Klärungsstelle wg. des Pakets natürlich auch zwei Tage nachdem sie spätestens hätte anrufen sollen, nicht angerufen. Also habe ich wieder angerufen, man hat es „mit Dringlichkeitsvermerk“ nochmal dorthin weitergegeben. Ich könne mit diesen Leuten dann auch klären, daß ich langsam wirklich auch wegen der Telefongebühren nölig bin. Okay, bisher 60 Cent sind nicht die Welt – aber 60 Cent, die ich bezahle, um deren Fehler auszubügeln??? Diese Telefonkostennölerei ist so eine Art Schmerzensgeldforderung wg akutem Streß…. Im Grunde hab ich das Paket schon fast aufgegeben – aber es muß doch irgendwo sein, und warum zur Hölle liefern sie es nicht ganz einfach an den ADRESSATEN statt an den ABSENDER?????

Tags drauf der Rückruf auf dem AB – kaum zu glauben: ich wurde als ADRESSATIN des Pakets und auch mit dem Namen der Adressatin angesprochen, und ich möge mich doch, wenn möglich, bitte mit der Absenderin in Kontakt setzen, um genau schildern zu können, wie das Paket aussehe….. also wieder 20 Cent augegeben, zurückgerufen, wieder alles geschildert, wieder die Daten eingegeben, wieder geschult-verständnisvolle Dame am Hörer, wieder null Ergebnis – und am selben Tag ein Schreiben von hermes mit Verlustmeldungs-Formular. Na toll. Das wird noch schwierig: wie soll ich einen Wert angeben, wenn ich eine Kiste voller BC-Bücher versendet habe. Und schon garnicht habe ich Kaufbelege der versendeten Bücher….. Oh Mann!

IMMER.

Ging munter weiter heute: Wollte grad los zu einem Termin, da klingelt das Telefon. Arbeit. Ausnahmesituation bei der Chefin, ob ich kommen könne. Musste ich ja wohl, würde ich mir auch wünschen, wenn bei mir die Lage wäre wie bei ihr jetzt. Sie wird diese Woche nicht mehr arbeiten können.

Heißt für mich:

bis FR jeden Tag arbeiten, und am SA schlechtes Gewissen haben, weil ich ab da Urlaub habe. Denn momentan hat Kollegin Urlaub, und das bedeutet, daß wir nur noch zu 2. sind, ohne Chefin. 2 müssen aber jeden Tag arbeiten.

Warum Kollegin am SA noch Urlaub hat, ist mir schleierhaft, denn als ich meinen Urlaub eintrug, war das nicht der Fall. Bin gespannt, was Chefs dazu sagen werden. Wir hatten um Rückruf gebeten, aber bekamen keinen. Irgendwer wird SA arbeiten müssen, und das müssen Chefs regeln….

PS das Wetter tut, als könne es kein Wässerchen trüben: Schnee weg, Sturm weg, Sonne strahlt… bloß kalt ists noch immer. ZU kalt für Biens.

Ticktack

Große Uhren machen TICKTACKTICKTACK
kleine Uhren machen ticktackticktack
und die winzigkleine Taschenuhr macht ticketacketicketacketicketacke

Kennt Ihr das?

Geht mir seit heute morgen im Kopf herum, seit ich – endlich mal, es kommt selten vor,  weil er so leise ist weil ich inzwischen offenbar einige Frequenzen nur mehr schlecht hören kann, denn der Herr F. sagt, er ist ziemlich laut* – meinen mechanischen Wecker ticken gehört habe. Ebenso lang geht mir durch den Kopf, ob wohl Kinder heutzutage diesen Reim überhaupt noch verstehen werden. Tickende Uhren? Hä?

Ich mag „echte“ Uhren. Ich mag das Gefühl des aufziehens, ich mag das Geräusch, das das macht, ich mag auch das kleine, allabendliche Ritual – und allabendlich rufe ich dem Herrn zu: „Wie spät?“, denn ganz genau richtig geht der kleine Reisewecker dann doch nie, und der Herr F. ist inzwischen auch zu so Jemandem mutiert, der immer sein Handy gleich zur Hand hat – mitsamt funkgesteuerter Uhr.

Was anderes: wenn ich den Wecker aufziehe, dann muß ich das gegen den Uhrzeigersinn tun. Weiß ein Kind heute noch, was das bedeutet? Wo es zwar noch Kirchturmuhren gibt oder mal eine Küchenuhr, wo aber diese Art Uhr ihre Wichtigkeit verlore hat, wo doch Jeder ständig ein Handy in der Hand hat.

Läuft die Zeit der „echten“ Uhren ab? Wahrscheinlich. Retro-Uhren allerdings sind ja auch wieder modern, insofern wird das Zifferblatt vielleicht doch noch für ein, zwei Generationen lesbar bleiben … dabei gibt es sie ja soooooo lange noch garnicht, die Uhren. Zumindest die überall verfügbaren. Sie sollen ja wohl überhaupt erst mit der Industrialisierung aufgekommen sein – zuvor gab es die Kirchturmuhr und das Statussymbol für die Reichen, entweder als ehrwürdige Standuhr in der Stube oder als schwere Taschenuhr an der Kette. Dem gemeinen Volk reichte die grobe Zeiteinteilung, die am Licht ablesbar war. Oder hörbar, durchs läuten der Kirchglocken.
Diese letztere Variante habe ich selbst nur ein einziges Mal erlebt: als Lehrling beim Gärtner, auf dem Feld. Da hatte ich zwar ein kleines Transistorradio zum Musikhören dabei, aber wann Frühstück oder Mittag war – das wurde durchs Kirchturmläuten angezeigt – und wenn’s heiß war, durch die Gärtnersfrau, die dann mit einer Kanne voll Apfelmost angeradelt kam, aus der wir dann reihum trinken konnten.


*Leider allerdings höre ich SEHR gut des Herrn batteriebetriebenen Wecker. Der hektikt in einer Art Rollgeräusch vor sich hin, ganz furchtbar, aber der Herr F. weigert sich aus ungenannten Gründen, einen anderen Wecker zu benutzen….

 

Sturmtief

Äußerlich wie innerlich befinde ich mich derzeit in einem Sturmtief.

Äußerlich ists ja Euch allen bekannt, es ist ja nirgends besser in Deutschland, höchstens anders. Hier: Aprilwetter bis 7° mit heftigem Sturm. An sich weder ungewöhnlich noch schlimm, bloß dauert’s mich für Biens: seit einigen Tagen blühen die Wildkirschen, auch der Raps beginnt nun, und was? Biens können nicht raus. Die Kringelchen platzen aus allen Nähten, eigentlich toll- bloß müssten wir dringend mal gucken, daß sie nicht, wie ich aus der Gemüllschublade sehen zu können meine, hinterm Trennschied wild bauen – trotz des aufgesetzten Honigraums! Das wäre nämlich echt Mist! Aber reinschauen geht ebensowenig wie sie rausschauen können…. und: ob ihnen das Futter noch reicht??? Wir haben sogar Waben im Vorrat mit Futter, aber bei dem Wetter kann ich einfach nicht ran.

Innerlich paßt sich der Zustand dem Wetter sehr gut an, was mir nicht gefällt. Derzeit ist um 5 die Nacht spätestens zuende, ich schaffe es aber nicht, aufzustehen, obwohl ich sogar wach genug bin um zu wissen, daß das besser wäre. Tags bin ich dann damit beschäftigt, mich einigermaßen ruhig zu halten und die verquollenen Augen nicht allzu doll zu beachten. Dann falle ich ins Bett, schlafe auch sofort ein, kaputt wie ich bin – und mitten in der Nacht, gegen 5 eben, ists dann wieder so weit: wach mit Bauchweh und Adrenalin pur, und dabei todmüde…. Ich hasse das, und es ist ja auch tatsächlich schon seltener geworden. Meine Maßnahmen greifen zeitweise. Aber eben nur zeitweise. Momentan nicht.

Jetzt bin ich auch noch Strohwitwe, ganz kurzfristig hat der Herr F. ein interessantes Seminar angeboten bekommen – bis Freitagnacht ist er weg. Auch nicht schön, zumal heute ja auch noch unser Hochzeitstag ist – etwas, das uns zwar beiden nicht sooooo wichtig ist, aber nuja, wenn dann sowieso alles zuquer ist, dann kommt das als Puzzleteilchen halt auch noch ungut dazu.

Ich hoffe in jedem Sinne auf die nächste Woche: da bekommen wir lieben Besuch, haben Urlaub – und das Wetter soll sich auch endlich bessern. Möge es so kommen!!!!!

P.S. Nach wie vor nix neues vom Paket, auch nicht in der Sendungsverfolgung….

P.P.S. Und heute abend geh ich zu einem Klangschalenkonzert! Bin ja sonst eher so eine Rock-, Blues- und Jazz-Tante, aber Klangschalen und Gongs finde ich ungeheuer beruhigend und entspannend. Hoffe, das wird eine sehr wirksame Maßnahme …..

Ja, ist es denn die Möglichkeit????

Heute (am 13. April – KEIN Freitag, das ist wichtig für den Fortlauf der Geschichte 😉 ), an der Türe: der Hermes-Bote mit einem Paket. Das könnte jetzt eine gute Nachricht sein. Ein Paket zu bekommen ist immer was schönes, sollte man meinen – aber nuja, diesmal ist das anders. Aber von vorne:

Am 6. April habe ich in Schleswig an der Tanke ein Paket abgegeben.

Am 8. hatte ich eine Karte von Hermes im Kasten, im Carport sei ein Paket. Ich hin – lag da dasselbe Paket, allerdings ohne Adreßaufkleber. Sch***, was‘ das? Okay, kann passieren, ich also am Sonntag – ich musste ja eh zur Arbeit, die schwere Bücherbox wieder zur Tanke geschleppt, versehen mit einer Kopie des Adreßaufklebers. Wieder losschicken, alles gut, dachte ich.

Weit gefehlt: an der Tanke wollte man das Paket nur annehmen, wenn ich – bezahle. No way! Ja, neee, er sei nur Aushilfe, und er wisse auch nicht, wie man jetzt vorgehen könne, ich solle doch morgen wiederkommen, da seien Leute da, die Bescheid wissen.

Ich schon leicht genervt, aber nuja, also schleppe ich tags drauf, ich musste eh zur Arbeit, das schwere Paket zum 3. mal in die Tanke.

Also, nein, so gehe das nicht – ich müsse das mit der Hotline klären, sie könne nur das Paket ganz normal gegen Geld wieder annehmen, die Hotline gebe mir aber bestimmt einen Gutschein, wenn ich dort anriefe.

Ich reichlich genervt, aber letztlich blieb mir ja nix anderes übrig – also bezahlt, das Paket zum 2. Mal auf den Weg gebracht.

Tags drauf die Hotline angerufen, 20 Cent aus dem Festnetz…. Lage erklärt- oh, dann sind Sie ja Privatkundin? Ja, klar – ja, dann sind Sie bei der falschen Nummer, die ist nur für Geschäftskunden. Gute Frau, ich habe bei der Nummer angerufen, die auf dem Schein im Briefkasten war. Ja, aber da kann ich nichts machen, da müssen Sie die andere Nummer anrufen, ich sage sie Ihnen mal….

Die andere Nummer angerufen. SEHR genervt gewesen. Ewig rumdiskutiert, weil die in ihren Daten Chaos hatten, dann einen Gutschein versprochen bekommen. Genervt genug gewesen, um mich an den 40 Cent Telefonkosten aufzuhängen. Erfolglos geblieben.

Gestern einen Schein von Hermes im Kasten gefunden, man habe mich nicht angetroffen und komme morgen nochmal. Ja, wieso legen die das Paket nicht wie sonst ins Carport??? Wobei….ich erwarte gar kein Paket – das WIRD DOCH WOHL NICHT….

Doch. Es ist. Eben hat es geklingelt, der Hermes-Bote, im Arm – mein Paket! Den Adreßaufkleber DURCHGESTRICHEN! Ja, aber guter Mann, da steht doch ganz richtig die Adresse drauf, und die bin nicht ich, ich bin der Absender, wieso haben Sie den Adreßaufkleber durchgestrichen???? Hab ich nicht, sagt er, der war durchgestrichen. Ja, was haben Sie denn dann gescannt, wo meine Adresse stand? Hier, an der Seite! Ja, aber der ist doch garnicht von mir, warten Sie, ich hole mal einen Edding und streiche das durch!

Der Mann sagt, er kümmere sich drum. Man soll ja für die kleinen Dinge dankbar sein, dies war seit Monaten der erste Hermes-Bote, der so gut deutsch spricht, daß ich das überhaupt erklären konnte …

man darf gespannt sein…. heute ist Samstag, der 13…….

Edit Dienstag – noch nix neues, aber es war ja auch Ostern. Feiertage und so. Bei der Sendungsverfolgung behauptet man, es gäbe diese Sendung nicht – sehr beruhigend….

Geschützt: Wartezeit

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Erfolgreich gejagt

Das letzte „Kleinvieh“ hab ich mir zu Herzen genommen, und so habe ich gestern kaum gemault, als der Herr F. mich bei eisigen Temperaturen zum Flohmarkt am Eckernförder Hafen mitschleppen wollte 😉

Soooo kalt war’s dann auch garnicht, und der Flohmarkt riesig. Im Visier: Jeans für mich, im Bestfall auch Schuhe (bei Größe 36 allerdings nahezu aussichtslos, aber gucken schadet ja nicht), evtl eine Uhr für die Arbeit (mechanisch, natürlich), und „malsehnwasessonstnochsogibt“ natürlich. Derweil im Visier des Herrn F.: CDs.

Und die Ausbeute?

Der Flohmarkt brachte eine Zuhauseschlunzleggins für mich (2,-), eine riesige Kerze (0,50 Euro) und eine DoppelCD für den Herrn F. Okay. Dann erstmal einen Cappucchino – am Ostsee-Infocenter schmeckt der erstaunlich gut, und allermeistens sitzt man auf deren Terrasse auch noch sehr windgeschützt und mit schönem Strandblick – also wirklich richtig gut. So ließ es sich auch ohne jeden Sonnenstrahl aushalten. Danach in die Stadt, und da fielen wir über einen Secondhandladen – für mich gab es dort nix, aber der Herr F. kam mit einer Schafwollstrickjacke, die richtig schön ist und einem wenig-Kunstfaser-in-Wolle-Pulli, der okay ist, wieder raus. Leider war ihm ein sich einfach wunderbar anfühlender Kaschmirpulli viel zu groß….

Ja, das kann man doch durchaus als erste Textilkauf-Erfolge durchgehen lassen, oder? Wenn konventionelle Klamotten, dann wenigstens secondhand – guter Kompromiß, schöne Beute.

Mal sehn, ob und wann es weitere Jagderfolge gibt 😉

Derweil wird auffe Arbeit müllvermeiden immer schwieriger: wir dürfen jetzt abgeschriebene Dinge nicht mehr mit nach Hause nehmen – will heißen, Kerzen mit angeschlagenen Stellen? Müll.
Notizbücher mit geknicktem Cover? Müll. Bleistiftpakete, aus denen ein Stift rausgeklaut wurde? Müll.
Schalen mit kleiner „abber Ecke“? Müll.
Geschenkschachteln mit Ratscher im Deckel? Müll.
Alles Müll jetzt, was wir vorher mitgenommen und weiterverwendet haben 😦
Warum?
Begründung gibts nicht. –
Okay, das ist normal im Sinne von „woanders auch so“. Aber wenn es vorher anders war, fragt man sich natürlich schon, was das jetzt soll. Egal, sich fügen und nicht denken ist gefragt, denn man weiß ja, was sonst kommt – das kann Dich den Job kosten, wenn Du so eine zerbrochene Kerze nicht in den Müll schmeißt….
Mir fällt das schwer, ich denke halt ganz gern, und daß es bei dieser Arbeitsstelle noch bis vor etwa einem halben Jahr geschätzt wurde, wenn man mitdachte, das wusste ich immer zu schätzen.
Things, they are a’changin‘ …. aber das werde ich jetzt nicht weiter ausführen, keine Lust auf schlechte Laune – ich geh jetzt runter ins Wohnzimmer, betrachte meine riesige 50-Cent-Kerze beim brennen und übe mich im OMMMMMMM 😉

Pipiparade *gg*

Unterwegsmitmir hat eine Blogparade gestartet, die ich erst zwar lustig fand, aber zu der ich meinte, nichts interessantes beizutragen zu haben. Bis mir „Schweden“ wieder einfiel – aber lest selbst…..

    Was ist Eure früheste Erinnerung  zum Thema Outdoor-Pinkeln?

Ich erinnere mich, irgendwann unbedingt gemußt zu haben, aber mich einfach hinhocken? Das konnte ich mir nicht vorstellen … ich weiß nicht, wie alt ich da war und auch nicht, wo das war und wie’s ausgegangen ist – aber das ist die früheste Erinnerung dazu *g*

    Was ist der am weitesten entfernte Ort, von Eurem heutigen Wohnsitz aus gesehen, beim Outdoor-Pinkeln

Ich bin ja nicht weitgereist – Südnorwegen.

    Was war Euer seltsamstes Klo?

Das in meiner dritten WG: die hatte so ein Alles-aus-einem-Guß-Bad, eine Naßzelle, in die man über eine Schwelle trat, und dann gab es auf vielleicht anderthalb Quadratmetern Waschbecken mit Spiegel, Klo, dahinter Dusche. Wände, Boden, Klo, Decke – alles aus beigebraunem Plastik….. nur die Eingangstür war knallrot. Vielleicht könnte ich aber auch das Roskilde-Festival nennen – auf dem Zeltplatz war man in den ganz überfüllten Jahren (das Festival wuchs schneller, als die Organisatoren es sich hatten vorstellen können, und die Karten waren noch nicht limitiert; statt 60.000 waren 100.000 gekommen….) darauf angewiesen, sich fürs kleine Geschäft zwischen Hunderten von Menschen einfach hinzuhocken…. nicht ganz angenehm, auch geruchlich nach fünf Tagen nicht mehr, aber nuja – wir waren jung und guter Laune….

    Was war Euer schönstes Erlebnis, zB Austattung oder Ausblick?

Norwegen, outdoor „mit Blick“, im Bach hockend *gg*

    Was war der schwierigste Klogang?

Das war in Schweden. Wir, Teenie-Gruppe, erstmals allein weit von daheim, im Ferienhaus – und dort gabs ein Klo…. unterm Sitz ein großer Karton, darin ein fester Plastiksack – und eine Gebrauchsanweisung in schwedisch… wöchentlich einmal musste dieser Sack fest geschlossen werden, der Karton darum herum auch, und nach draußen an die Straße gebracht, zur Abholung. Nun waren wir zu 4. oder 5. unterwegs, dementsprechend voll war der Sack… es schwappte ordentlich und die Zumachtechnik ließ zu wünschen übrig…. tragen ging nicht, aber es gab ein Trolley-Untergestell, auf das man das ganze hieven konnte. Und dann ab durch die ganze Wohnung, raus, bis an die Straße – leider gab es Türschwellen, und so begann es zu tröpfeln….. also, der Klogang selbst war nicht soooo schwierig, aber diese Prozedur war schon – lustig *gg*

    Was war der höchste Punkt bei an dem Ihr entweder draußen oder drinnen ….na Ihr wisst schon.

Wie gesagt, ich bin nicht so weitgereist, insofern tippe ich mal auf eine Hochhauswohnung, in der ich mal zu Besuch war 😉