Abgekartet Nr. 17

Das ist eine besondere Karte! Sie stammt nämlich von meiner Lieblingskollegin bei TI***, und ich habe sie zum Abschied dort von ihr bekommen, zusammen mit einem extrem leckeren Likör, selbstgemacht, und mich arg drüber gefreut. „Ganz normal“ wanderte sie ihren Weg – aber dann kam sie nicht mehr weg von der Magnetschnur. Ich hatte sie nötig, die ganze Zeit über, als Aufmunterung. Immer wieder wurden andere Karten abgekartet, wenn neue ankamen. Manche habe ich hier im Blog „aufbewahrt“.

Nun habe ich wieder eine neue Karte geschickt bekommen. Vielleicht ist es ja voreilig, aber mein Gefühl sagte JETZT! Ich muß die Ohren nicht mehr steifhalten! Also habe ich diese Karte nun abgekartet. Und weiß, was ich das ganze letzte Jahr über an ihr hatte – immer wieder musste ich lächeln, wenn sie mir gelb entgegengeleuchtet hat! Tjüs, Karte. Ein guter Abschied, das! 🙂

 

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Und was gab’s zum drüber freuen?

  • den allabendlichen Anblick unserer eigenen, schön brennenden Bienenwachskerze
  • daß das erste Mal „alleine zumachen“ auffe Arbeit samt Abrechnung problemlos geklappt hat (nach zwei Fast-Herzinfarkte aus anfänglichen Mißverständnissen meiner Notizen heraus *gg*)
  • zwei (!) Überraschungspäckchen
  • die ersten Winterlinge
  • daß der erste von mir verfaßte Rundbrief für den Naturgarten-Verein gut ankam. Und
  • daß es mir dank tätiger Hilfe des Herrn F. überhaupt ermöglicht wurde, den abzusenden (Word und Thunderbird und …. also technische Dinge, die ich allein nicht hätte lösen können)
  • den Ofen und seine Wärme
  • den Dicken und seine Wärme (und sein schnurren)
  • den Herrn F. und seine Wärme – wobei: für einen HERRN ist der Herr F. alles andere als warm *g* – aber das bißchen, was er hat, teilt er mit mir! 🙂
  • wenn wir schon bei „Wärme“ sind: daß ich die furchtbar häßliche 80er-Optik-100%Plastik- dicke-lange-warme Jacke noch nicht weggegeben hatte, wo’s doch auf der letzten Arbeit so warm war – jetzt kann ich sie wieder ganz nötig brauchen, ebenso wie das scheußlich-kackbraune, aber (wohl deshalb) stark heruntergesetzte 100%-Merino-Langarmshirt, das auch schon auf der Weggeb-Liste gelandet war.
  • in allen Bienenvölkern saust es (angeschaltete Flugmuskelvibrationsheizung)
  • daß es „auffe Arbeit, neu“ Teamsitzungen gibt. Regelmäßig und ab und an mit Leitung von außen. Die erste war spannend und motivierend
  • einige Treffen mit Freundinnen
  • ein frisch geputztes Wohnzimmerfenster, befreit von Dreck und viele Wochen altem Vogelschiß (ein verbranntes Wort, ich muß da jetzt immer an Hündchenkrawatten und Schreihalsfratzen denken. 😦 Keine schöne Assoziation) ChaosHH’s Ersatzvorschlag im BC-Forum, wo ich diesen Punkt meiner Liste auch bereits erwähnt habe, lautet „Flatterkaka“ *gg*  – hübsch eigentlich, aber ob ich mich DARAN gewöhnen werde?
  • ein sonniger Tag im sonst üblichen Wintergrau, an dem ich auch noch Zeit hatte, das Wetter für einen Spaziergang an der Schlei zu nutzen
  • das imponierende Geräusch, das die Flügel dreier niedrigfliegender Schwäne verursachen
  • daß auf die Frage woher sie denn bloß das Recyclingpapier-Druckerpapier hat (ich bin durch mehrere Geschäfte gewesen und kriege keines mehr), Frau Chefin nicht nur „Memo“ sagte (das ist der Öko-Bürokramsversand) sondern gleich das Angebot anschloß, von ihr welches zu bekommen, wenn unsres aus ist
  • ein wunderschön-verschmitztes Lachen der olen Fru, das sogar fotografisch festgehalten ist!!
  • natürlich die Entfristung!
  • daß es mir ganz egal ist, wenn weißes vom Himmel fällt (solange das nicht Richtung „Schneekatastrophe“ geht jedenfalls. Was dann geschähe, sei dahingestellt, möge ich es nicht testen müssen)
  • daß diese Liste länger ist als die der Dinge, die mich geärgert haben

Doof, ….

  • daß die Haare bei diesem Wetter auch frischgewaschen immer so aussehen, als hätte ich sie seit vierzehn Tagen nicht mehr unter Wasser gehabt
  • daß die bei einem Verlag bestellten Bücher, die es secondhand nicht gab, völlig unnütz in Plastik eingeschweißt in ihrem sicheren Büchersendungs-Umschlag lagen
  • daß genau dann, wenn ich sie am dollsten brauche (Frost, feucht) die Scheibenbelüftung im Auto ausfiel – und daß sie in DEM Moment wieder einsetzte, in dem ich zuhause einparkte
  • daß ich mir zum fünftausenddreihundertsiebenundachtzigsten Mal vorgenommen habe „erst denken, dann reden“, und zum fünftausenddreihundertachtundachtzigsten Mal doch wieder was vom Hirn ungefiltert auf die Zunge gerutscht ist
  • daß ich bei der Post nur Briefumschläge bekomme, die sich per abziehbarem Plastikstreifen verschließen lassen (dabei gibt es selbsthaftende und solche zum lecken).
  • daß mir ausgerechnet einer der beiden BookCrossing-Becher vom Grubber gerutscht und zerbrochen ist (mit dem Grubber verfrachte ich immer die Meisentassen an ihren Zweig)
  • daß meine Schulter und Hand mir nach wie vor das stricken verbieten (geht sehr schnell, daß sie dann wehzutun beginnen)
  • daß seit gestern die Tabs oben im Computer an einer Stelle sind (oberhalb von Lesezeichen und Menüleiste), wo ich sie absolut nicht haben will (UNTERhalb sollen sie sein, da oben komme ich so schwer ran mit dem Mauszeiger) Bisher hat der Herr F. das immer noch wieder hingekriegt, seit sie das geändert haben. Mit Getrickse, denn offenbar ist das nicht (mehr) vorgesehen. Jetzt sagt er, das wäre ein Tag Arbeit, WENN es denn klappt, und das ist es dann auch nicht werrt. Es nervt aber unsäglich und ist das ärgerlichste der ganzen Liste 😦

Alles ärgerlich – aber gar nicht soooooo viel, immerhin 🙂 Und nichts wirklich heftig blöd schlimm ärgerliches dabei.

Demnächst folgt die „Gegenliste“ der erfreulichen Dinge….

Ick freu mir so!

Eben haben der Herr F. und ich mit Glühwein draußen in der eisigen Nachtluft angestoßen, denn:

vorhin hat mir Frau Chefin gesagt, daß sie meine Befristung aufheben möchte, wenn das okay für mich ist.

Und ob!!!!

Ich betrachte das als großes Kompliment, nach nur drei Wochen 🙂

Kleiner Ausflug

Zu Ladyparks Geburtstag mitten im Schmuddel-November ’18 haben wir endlich mal getan, was wir schon lange wollten: ihren Kindheitsort Stexwig an der Schlei aufgesucht. Zum fotografieren eignet der sich nicht so gut, denn was schön ist, oist schwer knipsbar: Daß es mitten im Dorf ein Tal mit einem natürlich sich windenden Bachlauf und Wald drumherum gibt zum Beispiel. Die Anfahrt durch schönest Angeliter Hügellandschaft. Oder die Lage direkt an der Schlei. Eins aber habe ich dann doch festgehalten, nämlich den kleinen „Zier-Leuchtturm“, der das trostlos-angegammelte 60er-Jahre-Hafengelände aufmuntert:

Wenn man sich ein wenig anstrengt….

… und die Riedbüschel in ihrer Herbstfärbung gut nutzt, siehts auch schon etwas freundlicher aus, und:

DAS ist natürlich toll für meine Sammlung*!!!!

*Sammlung? Ich erinnere an meinen Windfähnlein-Adventskalender im Schupfenblog nebenan: hier die Zusammenfassung incl aller später noch zusammengetragenen Fähnlein 🙂 Ein Wunder, wie viele es hier in der Gegend gibt, immer wieder entdecke ich neue Motive,wie jetzt halt diesen moppeligen Fisch in Stexwig.

So.

Nun hat er auch noch Kaudrops, die helfen, die Darmflora wieder zu stabilisieren, der Katz. Heute war ich bei der TÄ, hab mich erstmal fürs Telefoncoaching gebührend bedankt und die dann mitgenommen. Weil er immer noch, wenn er denn aufs Klo will (was wieder in normalen Intervallen geschieht), viele unterschiedliche Plätze aufsucht, scharrt, sich hinhockt – nix, weiterläuft, scharrt, sich hinhockt….. und der Bauch nicht mehr bretthart, aber auch noch nicht normal-weich ist.

Ansonsten schnurrt er, ist deutlich lebhafter, frißt wie ein Scheunendrescher, maut wieder viel, flitzt hingerollten Bröckchen hinterher – benimmt sich also wie immer. Was un-glaub-lich erleichternd und schön anzusehen ist.

Im neuen Jahr dann, wenn die Antibiotika raus sind aus dem Körper, gibts dann eine Urinuntersuchung. Mal sehn, was dabei rauskommt. Aber erstmal ist jetzt „entspannen und genießen“ angesagt 🙂

(K)eine Weihnachtsgeschichte

Gerne erzählt die Nixofenfreundin aus unserer gemeinsamen WG-Zeit um 1990 herum mit leisem Spott von den Fjonk’schen Listen. Ich war und bin nämlich eine Anhängerin von To-do-Listen!

  1. Was aufgeschrieben ist, kann ich aus meinem Kopf verbannnen und muß keine Energie mehr daran verwenden, es nicht zu vergessen, und
  2. To-do-Listen erzeugen die Illusion der totalen Beherrschung des Alltags, ja des Lebens insgesamt.

Was nun die Nixofenfreundin gern berichtet ist, daß sie eines Morgens auf dem Küchentisch der WG eine Liste fand, die begann mit

  • aufstehen
  • Zähneputzen
  • anziehen
  • …..

was die Freundin auch nach Jahren noch ziemlich witzig findet. Und sämtliche Leute, denen sie’s erzählt (oder denen ich’s erzähle) ebenso.

Rein sachlich betrachtet haben sie ja nicht unrecht, das muß ich gestehen.

Aber.

Aber was die Freundin nicht berücksichtigt ist das herrliche Gefühl, einen Punkt auf so einer Liste abhaken oder durchstreichen zu können. Was also liegt näher, als sich die Bestätigung zu gönnen, doch immerhin schon zwei oder drei Dinge geschafft zu haben, wenn frau sich an den Frühstückstisch setzt?

Dieses herrliche Gefühl sei, so dachte ich seit mindestens 18 Jahren (nämlich, seit ich mit dem leisen „Listen-Spott“ lebe), mir allein vorbehalten und eine echte Schrulle. Jetzt durfte ich feststellen: weit gefehlt! Punkt 2 oben ist nämlich ein Zitat und stammt aus einem Blogbeitrag von Myriade, in dem ich lesen konnte, daß ich tatsächlich eine Schwester im Geiste habe! Sie trickst, wie unschwer bemerkt wer den Beitrag liest, auf ein wenig andere Art, aber hej – ich bin nicht allein!!!!

🙂

Euch wünsche ich, daß auch Ihr Euch nicht alleine fühlt – nicht zu Weihnachten und am liebsten überhaupt nie. Es sei denn, auf die wohlige, selbst gewünschte Weise, die ja sehr schön sein kann.

Fröhliche Weihnachten!!!!

Brösel

Gestern abend, nach dem langen Arbeitstörn – zusätzlich war der gestrige Tag ein wirklich heftiger: NOCH eine Kollegin krank, kein Ersatz für sie, und langsam merkt man doch arg, daß Weihnachten vor der Tür steht. Am Kundenaufkommen. Will sagen,

gestern abend, ich richtig k.o. – da gehe ich ins grüne Zimmer und entdecke eher zufällig: in meinen Wollvorräten haben die Motten gehaust!

Verdammt noch eins!!

Also gestern noch Notvorkehrungen getroffen (eine Lockstoffbox aufgehängt und den Kasten, in dem die Wolle ist, zugemacht)

Jetzt gerade habe ich alles mal durchforstet: mehrere Knäuel waren schlicht kaputt, ab in den Ofen. Ebenso meine letzten 3 Stränge selbstgefärbter Heidschnuckenwolle (ach, ich merke grad – das muß ich Euch mal getrennt erzählen *gg*) Die anderen Knäule, an denen nichts zu sehen war außer Larvenhäuten (?) hab ich jetzt ausgeschüttelt und eingefroren. Ich hoffe, das macht auch etwaigen Eiern den Garaus.

Nebenbei habe ich bemerkt, daß oben in der Kleiderkammer, wo ich sie im Sommer aufgehängt hatte, auch welche an der Lockstoffbox hingen. Der ganze Befall kann noch nicht allzu alt sein, denn nach dem Boxen-aufhängen hatte ich in den ersten Wochen immer wieder nachgesehen, weil ja auch Motten im Schlafzimmer unterwegs waren und ich nicht wusste, ob das „gefährliche“ sind oder nicht – Bis September war nie etwas gewesen. Und die Wolle unten hatte ich erst im Frühsommer überhaupt umgepackt, auch da war noch nichts….

Hat Jemand einen (selbstausprobierten, wirksamen) Tipp, was man noch gegen Kleidermotten tun könnte? Weil gerade jetzt, wo ich doch einige teure reine-Wolle-Klamotten angeschafft habe, kann ich sowas garnicht brauchen!!!!

Lang her, aber….

et jitt Minsche, die verjißte nie

(BAP)

Eine davon ist eine alte Dame, die ich erst kennenlernte, als sie in den letzten Tagen ihres Lebens angelangt war. Ich machte damals, frisch von der Schule, ein freiwilliges soziales Jahr im Altenheim. Dort war ich normalerweise auf der Pflegestation eingesetzt, aber jeder Pflegestation waren auch einige Zimmer zugeteilt, in denen Menschen wohnten, die noch weitgehend allein zurecht kamen. Dorthin ging man meist nur, um vielleicht ein Bett zu machen, einen Rücken zu waschen, an den Jemand selbst nicht mehr herankam oder sowas. Die Dame, die ich nicht vergessen werde, lebte in einem solchen Zimmer, war aber nun am Ende ihrer Zeit angekommen. Sie konnte nicht mehr aufstehen, und so waren wir oft bei ihr. Meine Aufgabe war eines Morgens, ihr ihr Frühstück zu bringen – und möglichst auch dafür zu sorgen daß sie etwas isst, denn darauf hatte sie nun häufig keine Lust mehr. Sie war sehr dünn, der Kopf wirkte schon ein wenig wie ein Totenschädel, aber sie war bei klarem Verstand und wusste sehr genau, was sie will und was nicht.

Da stand ich nun, naives Mädel, gerade mal 18, aus gut behüteter Kinderstube vor der sterbenden Frau – und bot ihr unterschiedlichste Leckereien an. Nichts wollte sie. Nein, keinen Appetit auf Brot, keinen auf Marmelade, Käse, Wurst, Müsli – auf nichts. „Das mag ich nicht!“, war immer die Antwort. Irgendwann war ich mit meinem Latein am Ende und stieß ein „Ja, was mögen Sie denn bloß?“ aus,
worauf die alte Frau grinsend zu singen begann:

„Schnaps, das war ihr letztes Wort…..“ (das Lied ist im Rheinland ziemlich bekannt und geht weiter: „dann trugen sie die Englein fort…“)

—-

Schade eigentlich – ich war mit diesem Galgenhumor völlig überfordert. Es wäre schön gewesen, ich wäre eine gestandene Frau gewesen wie diese hier . Die hätte sicher gewusst, wie reagieren, dachte ich gerade eben beim lesen.

Ich kann garnicht sagen, wie oft ich mich in meinem Leben schon an dieses Erlebnis erinnert habe, in den unterschiedlichsten Momenten. Ich wünsche mir sehr, daß ich, sollte mir ein so schweres Lebensende bevorstehen, auch meinen Humor werde behalten können. Die alte Frau jedenfalls ist keine zwei Tage später gestorben. Ich werde sie nicht vergessen.

 

So ein schönes Wort!!!! :-)

…. und so ein schöner Zustand! Und so schwer zu erreichen! *gggggggg*

Als ich vorhin sah, daß der NDR offenbar ein direktes zeigen nicht erlaubt, mußte ich mich gleich mal üben, das Wort nicht zu vergessen 😦 Man muß „auf Youtube ansehen“ klicken, das geht dann. Habe noch versucht, das zu ändern, aber keine Chance. Was das soll? Ich weiß es wirklich nicht! Aber klicken lohnt!!!

Übrigens: ab nächsten Dienstag gibt es neue Tatortreiniger-Folgen (den spielt „the one and only“ Bjarne Mädel!) Leider sind es die letzten, die Schreiberin mag nicht mehr, las der Herr F. Und wieder sind sie „undankbar“ verteilt: an zwei Abenden spät jeweils zwei hintereinander.

An den Tagen zuvor werden alte Folgen wiederholt, also, wers noch nicht kennt…. heute abend gehts los

Novemberwetter

Jetzt, in der Adventszeit, ist das typische Novemberwetter hier angekommen: es fisselt ständig, teils regnet’s auch ergiebig, den ganzen Tag wird es nicht hell, und die Temperaturen liegen bei 10°.

Mir solls recht sein, solange das nicht glatt ist – die Nässe braucht der Garten, und draußen sein ist eh nur noch in kleinen Häppchen wie an dem einen schööööönen Tag in Eckernförde möglich.

Derweil habe ich heute zum 1. Mal Krankengymnastik gehabt – und eine Gewichtsmanschette mitbekommen, mit der ich die kranke Schulter „pendeln“ soll: in Schrittstellung leicht vorgebeugt hinstellen, mit der linken Hand abstützen, die rechte mit Manschette runterhängen lassen. Dann anschubsen – nach vorn oder seitlich – und ohne Kraft und Führung(!) per Schwerkraft auspendeln lassen. Immer mal neuen Anschubs geben, aber sonst ganz lose lassen.

Okay, Frau KG, wird gemacht….

Und sonst? Ofen, Katze, TV, lesen, ole Lüüd besöken, Friseur, Weihnachtsgeschenke besorgen – ich habs schon gut, finde ich….. gestern war ich auffe neuen Arbeit, erste Dienstpläne abholen, und als ich mit Frau Chefin sprach, sagte ich so, daß ich mich auf die neue Arbeit freue – da schallte es aus dem Off „Wir freuen uns auch!“ – das war die neue Kollegin, mit der ich auch beim probearbeiten zusammengearbeitet hatte.

Hab ich mich ziemlich drüber gefreut!

 

Ein schöööööner Tag….

Ich bin krankgeschrieben.

Das liest sich jetzt erstmal alles andere als schön. Aber ist es eigentlich nicht, denn ich bin krankgeschrieben mit einer Entzündung in der Schulter, die runterzieht bis in den Daumen, und die mich am Montag auffe Arbeit nicht richtig arbeiten ließ: Kartons heben? Sachen einräumen? Alles nur unter Schmerzen möglich, und mit Hinfall-Risiko, weil ich schwerere Dinge (und das ist in dem Fall schon, Daumengelenk, eine Kilopackung Mehl) einfach nicht richtig festhalten kann. Also zum Doc. KG und eine Cortison-Stoßtherapie.

Aber: im Privatleben stört das nicht wirklich, schonen ist oberste Maxime, aber schulterschonend kann ich im schönsten Sonnenschein Eckernförde besuchen, endlich die lange bestellte und schon vor 14 Tagen angekommene Jacke abholen, die ich mir gegönnt habe: Mufflon, sauteuer, aber 100% Wolle, gefilzt und schön warm,  mir super passend, schön aussehend und bis auf die Reißverschlüsse plastikfrei. Dachte ich jedenfalls, bis ich unten ein Zuziehbänzel entdeckte, das völlig überflüssig ist, nuja….

*räusper* – also, in echt sieht die wirklich schön aus…. und nicht so rustikal *g*

Dann hatte ich noch über eine Stunde Zeit, bis ich mich mit Anja treffen wollte, also habe ich noch in einen Secondhandladen geguckt, und da sprang SIE mich an – sowas hatte ich noch nie, aber ich finds ausnehmend schön, die passt wie angegossen und ich fühlte mich trotz „das sieht aber ganz schön edel aus“ gleich richtig wohl drin. Ist leichtere Wolle, gewebt:

Auch hier: irgendwie ist das schwierig mit dem fotografieren…..

So soll shoppen sein, rein, sehen, paßt, kaufen, alles gut!!!! 🙂

Dann noch im Strandkorb in der Sonne am Strand gesessen, mit Cappuccino – solange es irgendwie geht, draußen zu sein, kann ich die Location direkt am Strand am Ostseeinfozentrum wirklich sehr empfehlen! Drin ists allerdings nix, da sitzt man wie im Kiosk.

Dann ein schönes Treffen mit Anja, und auch noch die Latschen, die im 1. Versuch de ole Fru nicht passten, umgetauscht – und jetzt ab vor den Ofen, allerdings vorher noch duschen, da steh ich ja nicht so drauf, aber irgendwas ist ja immer 😉

Ein guter Tag!!!!

Was ist ein Test?

Wenn Euch Jemand fragt

möchtest Du mal ausprobieren, ob es Dir taugt, einen Automatik zu fahren statt des gewohnten Autos mit Schaltgetriebe? Vielleicht findest Du’s ja toll!?

Und Du sagst

Okay, kann ich ja mal testen

Dann heißt das nach meinem Verständnis: ich setz mich mal rein und fahre ein paar Kilometer, und dann kann ich sagen „ohja, fein, der ist ja super“, oder ich sage „oh, Kacke, das paßt mir aber garnicht, ich will zurück in mein gewohntes Auto!!“

WordPress scheint das anders zu sehen.

WordPress hat mich gefragt, ob ich mal den neuen Editor testen mag, und weil ich aus bisheriger Erfahrung schon Bauchgrimmen bekomme, wenn ich von WordPress nur das Wort „neu“ höre, hab ich mir gedacht „okay, Fjonka, bevor Du jetzt schon genervt bist, daß irgendwann wieder so eine Katastrophen-Änderung auf Dich zu kommt, guckst Du Dir den halt mal an. Vielleicht ists ja nicht so schlimm, dann kannst Du es ruhig auf Dich zukommen lassen. Oder Du überlegst echt mal, ob Du irgendwo anders hin wechselst.“

Gesagt, getan – festgestellt: ohweh, das ist richtig, richtig blöde!!! Verkomplizierung ohne Nutzwert! Verdammt!!! Ich wollte den Test beenden – aber, und jetzt wird es erst richtig blöde: nirgends gehts zurück zum alten Editor!

Ich konnte es erst nicht glauben, aber es ist wohl wirklich so: wenn WordPress fragt

Möchtest Du testen?

Dann meint das

Laß mich Dir etwas neues dauerhaft aufzwingen

Ich komme tatsächlich aus der Nummer nicht mehr raus 😦

Ich hab schon alles mögliche probiert:

  • auf der Seite im Dashboard nach dem entsprechenden „klick“ zu suchen natürlich als erstes,
  • mir dort den „Erklärbär“ zum Editor anzusehen, der ALLES erklärt außer was der Sch*** soll und wie man da wieder rauskommt
  • Cookies und Browserverlauf zu löschen
  • und, nach einem Tipp aus dem BC-Forum, ein entsprechendes Plugin zum deaktivieren des neuen Editors zu nutzen – aber Plugins installieren geht nur auf kostenpflichtigen Seiten….

Nach zwei Tagen, nach unendlicher Sucherei und sinnlosem Herumgeklicke, nach genervtem Gefluche und, ja, nach „den Tränen nahe“ – Abbrüchen habe ich jetzt immerhin herausgefunden wie man innerhalb dieses neuen Kack-Editors an die Funktionen herankommt, die ich als elementar und ganz normal empfinde und deshalb unkompliziert weiter nutzen möchte – sowas wie kursiv oder fett zu schreiben, ein Wort farblich abzusetzen, eine Liste anzulegen …… – all das ist im neuen Editor nur auf komplizierteste Art und nicht, wie zuvor, eben mal nebenher erreichbar. Ich habe jetzt aber immerhin rausgefunden, daß es möglich ist (wenn auch, weil nicht von vorneherein angeboten, offenbar unerwünscht), innerhalb der

wunderbaren, neuen Welt der Blöcke

(Zitat WordPress, ich könnte kotzen!!)

auf Umwegen an einen Block namens „classic“ zu gelangen, der ähnlich einfaches schreiben wie zuvor zuläßt. Das hat mich allerdings Stunden sinnlosen Genervs gekostet. Und wird vor dem schreiben jeden neuen Beitrags einige Zeit beanspruchen, um genau dorthin zu gelangen, wo man vorher automatisch war. Fast genau – denn ein paar Dinge funktionieren trotzdem nur über mehr klicken und umständlichere Prozeduren. Wahrscheinlich sollte ich dankbar sein, daß sie überhaupt funktionieren, denn – dem geschenkten Gaul…. aber wenn der geschenkte Gaul vorher ein freundlicher, angenehm zu reitender war, der jetzt gegen einen bissigen, buckelnden ausgetauscht wurde, dann ist das mit der Dankbarkeit schwierig.

Also, liebe Leute – sollte Euch eine Website je fragen, ob Ihr irgendetwas ausprobieren wollt: ich warne Euch! Tut das nur, wenn Ihr sicher seid, im Zweifelsfall das auszuprobierende auf Dauer ertragen zu können! Denn wer weiß schon, welche alternativen Bedeutungen Eure Website dem Wort „Test“ verleiht…….


P.S.: Natürlich könnte ich jetzt zu zahlen beginnen, dann könnte ich das Plugin herunterladen, das dazu führt, daß ich wieder wie zuvor meine Beiträge schreiben kann. Aber dort, wo ich nachgelesen hatte steht auch, daß auch zahlenden Menschen diese Möglichkeit nur noch kurz offenstehen wird. Denn WordPress hat angekündigt, die Welt bald schon vollständig zwangszubeglücken. Der neue Editor wird eingeführt – nicht als Wahlmöglichkeit, sondern alternativlos. Das bringt also auch nichts.


PPS Hallelujah! Auf absolut unlogische Art KANN man aus der Nummer raus, wattundmeer hat mich in den Kommentaren drauf gebracht, dankedankedankedanke!!!! :-))))))))

Unterwegs – eine Sommer-Exkursion

14. Juli 2018

So hübsch behütet kann der alte Stamm noch lange als Futter- und Nistort für Vögel und Insekten dienen

Dunkle Wolken liegen über Schwansen, als wir am Straßenrand parken, um endlich mal wieder bekannte und (uns noch) unbekannte Naturgarten-Liebhaber zu treffen. Wir sind vom Naturgarten e.V. eingeladen, den Garten von Ilse gezeigt zu bekommen, und gemeinsam Insekten-Nisthilfen aus Tonröhren und Lehm zu bauen. Danach soll es noch in einen Schmetterlingsgarten einige Kilometer weiter gehen. Wir sind gespannt.

Der erste Eindruck: hier bei Ilse ist es richtig schön kuschelig! An allen Wänden wachsen Klimmpflanzen, überall sind Wege, Nischen, Sitzplätze, und eine uralte, hohle Eiche beschirmt das Gelände. Je mehr man schaut, desto mehr kann man entdecken: Nisthilfen überall, für Vögel und für Insekten. Totholzzäune. Steine. Durchgänge. Wir sind beeindruckt.

Nach einer kurzen Begrüßung werden wir – fast dreißig Leute sind gekommen – in zwei Gruppen aufgeteilt. Ilse erklärt die Vorbereitung für unsere Nisthilfenbastelei, denn damit kann Gruppe eins schonmal anfangen, während Gruppe zwei den Garten gezeigt bekommt. Es stellt sich schnell heraus: was wir da bewundert haben, war erst ein Anfang! Es gibt auch noch einen großen Sonnengarten hinterm Haus, und hier blühen Karde, Steinklee, Oregano, Teufelsabbiß und jede Menge anderer Pflanzen ungeachtet der wochenlangen Trockenheit prächtig, Wildbienen und Hummeln sind in Hundertschaften unterwegs.

Die alte Eiche beschattet das Garten-WC

Und dann ist da ja auch noch der Senkgarten, angelegt in der ehemaligen Klärgrube, deren eine Hälfte noch Teich ist- und an diesem Teich dann der tiefe, windgeschützte Sitzplatz, umgeben von Findlingen und natürlich wild wuchernden Pflanzen – aber zurück in den Hof, nun wird gearbeitet. Das Rezept für die Lehmröhrennisthilfen hab ich Euch hier im Blog ja letztlich schon verraten, also überspringen wir hier mal den Bericht über die arbeitsame Zeit 😉

Nun setzen wir uns ans verdiente Essen, jedeR hat etwas fürs Buffet mitgebracht, und so können wir ordentlich schlemmen und dabei jede Menge spannende Gespräche führen.

Sehr schnell ist schon Zeit, weiterzufahren, es erwartet uns ja noch der Schmetterlingsgarten auf dem Biohof Schoolbek. Und der ist auf eine ganz andere Art beeindruckend! Hier wurde Mutterboden abgetragen, Kies-Schotter-Sand kam hin, es wurden kleine Hügel und eine Senke mit Steintreppen und Teich drin angelegt. Die ganze Bepflanzung ist darauf ausgerichtet, daß Schmetterlinge hier nicht nur für sich selbst Nektar, sondern auch für ihre Nachkommen Futterpflanzen finden können, wie uns Marx Harder erklärt.

warme Senke mit Teich, dahinter die sonnige, magere Wiese

Aber auch Kreuzottern, jede Menge Käfer, Wildbienen, Wanzen undundund leben hier. Und pünktlich kommt auch die Sonne hervor, denn ohne Sonne ist das ja schwierig mit dem beobachten von Schmetterlingen. 😉 Überall sieht man jetzt Menschen sitzen oder knien, die Niströhren im Boden studieren, versuchen, Pflanzen zu bestimmen oder sich erklären lassen, was einen Hauhechel-Bläuling von einem Faulbaum-Bläuling unterscheidet. Mark Harder erkennt sie sogar bei zusammengeklappten Flügeln…..

Als Bonbon obenauf gibt es dann noch eine kurze Wanderung (vorbei an kornduftendem Roggenfeld mit Kamille, Ochsenzunge und Kornblume – weil biologisch bewirtschaftet) zu einer ganz besonderen Fläche: wir erklimmen eine leichte Kuppe und stehen plötzlich im Paradies: eine Dauerweide, seit 30 Jahren ökologisch bewirtschaftet, auf leichtem Sandboden ist per se der Traum jedes Naturgärtners – hier bietet sie auch noch den Blick auf See-, Au- und Waldflächen.

Die Lerchen singen (wirklich, mehrere!!!!), die Sandglockenblumen blühen, der Himmel zeigt sich himmelblau mit Schäfchenwolken – wenn wir uns hier umsehen, dann wissen wir wieder ganz genau, warum wir uns weiterhin für mehr Natur stark machen wollen….

Ich möchte mich noch gerne einem eindringlichen Appell Frau v. Redeckers anschließen: Politisch wählen können wir nur alle paar Jahre mal, und ob unsere Wahlen so viel ändern, das sei noch dahingestellt. Aber wir können täglich wählen, ob wir Bioware einkaufen und dadurch solche Flächen wie diese oder den blühenden Roggenacker fördern wollen oder ob wir mit unseren Einkäufen die konventionelle Landwirtschaft unterstützen – wir haben es (mit) in der Hand, wie unsere Landschaft aussieht!


Fast genauso ist dieser Artikel übrigens just in der neuen „Natur & Garten“ erschienen. Ich wollte dem nicht vorgreifen, daher erst jetzt hier. Und auch mein Beitrag über die selektive Wahrnehmung wurde, umgearbeitet und mit neuen Fotos versehen, auf mehreren Seiten abgedruckt. Das ist schon toll, so gedruckt wirkt das nochmal anders, und ich bin durchaus ein wenig stolz … 🙂