…und weiter geht’s … im Keller…

Jubiduuuu!!!

Im Keller ist PLATZ jetzt, und ORDNUNG!!!!

Der Herr F. hat eines Morgens fast ganz allein, bevor ich’s auch nur mitgekriegt hatte, das Regal oben ab- und unten wieder aufgebaut („eigentlich wollte ich nur mal gucken, was für Schrauberbits ich brauche….“*g*), und keine zwei Tage später hatte ich Alles wieder eingeräumt – außer ein paar Kisten. Die muß der Herr F. erstmal durchgucken – aussortieren ist Trumpf!! 😉

Auch ich hab dabei allerhand aussortiert. In den Schuppen ein wenig, aber das meiste davon in den Müll (zB sind alle Farbdosen und -eimer geprüft worden. Und Einiges war nicht mehr brauchbar). Wieder was wech. Eine Luftmatratze, die die Luft nicht mehr hält, Ersatzteile, von denen Niemand mehr weiß, wofür sie sind – lauter so Kram, der sich ansammelt: weg!!!

Jetzt ist im Keller weniger Zeugs, es gibt eine übersichtliche Ordnung, und sauberer ists auch. Wobei das sich da unten im Keller leider immer SEHR schnell ändert (ich sag nur: Asseln und Spinnen….)
Der kühlschrankgroße Gefrierschrank ist auch weg: nachdem im Amt kein Bedarf war hab ich ihn bei ebay eingestellt, und schon hat ihn Einer abgeholt- für die UkrainerInnen, die grad in seinem Ferienhaus wohnen. Gut!!

Und dann haben wir noch – nach ichweißnichtwievielen Jahren den Inhalt unserer beiden Werkzeugkästen rausgeholt, vergnaddelte Schraubenzieher, total verrostete Zangen und Doppeltes raussortiert, Alles zusammengeschmissen, die Kästen gesäubert und einen Kasten für „brauchen wir dauernd“ und den zweiten für „was man selten braucht“ wieder einsortiert. Beide Kästen gehen wieder zu und werden dadurch auch nicht mehr so schnell so dreckig werden. Herrlich!

Wieder was geschafft! 🙂 Das ist sooooo befriedigend, jetzt in diesen Keller gehen und dort etwas TUN zu können, ohne vorher umzuräumen, damit dafür überhaupt Platz ist.
Oder sich einfach nur umzusehen und den Platz zu bewundern und die Ordnung!!! 🙂

P.S. Warum DAS jetzt unter der Kategorie „renovieren und sanieren“ steht? Weil es 1. fast so viel Arbeit war als hätte man renoviert, und weil es 2. irgendwie noch zum renovieren gehört, als Folge des Heizungsumbaus.

Weiter geht’s … im Behördendschungel

Das Amtsgericht hat sich gemeldet. Das Testament soll eröffnet werden. Dazu wird de ole Mann gebeten, fünf(!) Seiten Formular auszufüllen und eine Sterbeurkunde (Original!) einzuschicken. Also setz ich mich ans Formular.

Und stelle fest: die spinnen, die Behörden!!!
Wenn dieses Formular vollständig ausgefüllt ist, dann muß das Testament eigentlich nicht mehr eröffnet werden, denn Alles, was da drin steht, fragen Die jetzt schon ab.

Alles – und noch viel mehr: wer, zum Henker, weiß die Sterbedaten von den Eltern von de ole Fru? Die stehen nichtmal im Familienstammbuch, und ich hab beschlossen, daß für die Testamentseröffnung einer Neunzigjährigen die Info ausreichen muß, DASS die beiden verstorben sind.
Und woher sollen de ole Mann oder ich beurteilen können, wie hoch das Vermögen, das ja beiden zusamnmen gehört (Gemeinschaftskonten) der ole Fru ist? Die Hälfte? Ich jedenfalls weiß das nicht.

Lauter so Kram, den ich „nach bestem Gewissen“ ausgefüllt habe, dem ole Mann zum unterschreiben gab und nun abschicken werde. Mal sehn, was drauf folgt. Hoffentlich bald der Erbschein, ohne den wir Einiges nicht regeln können….

Montags dann ein Treffen mit dem Nachbarn, der ja das Haus gekauft hatte, und der nun auch sämtliche Nebenkosten übernehmen muß.
Zum Glück ist der Mann sachorientiert-pragmatisch. Das ging alles im besten Einvernehmen – und zu meiner Freude muß ich wohl garnicht viel tun: Vieles wird er anleiern können und mich kontaktieren, sollte doch noch irgendwas gebraucht werden. Wir haben dann auch noch viel über Marga gesprochen, und auch über die schlimme Zeit nach Folgäs Tod, auf die er ja eine ganz andere Perspektive als Nachbar und Kinderfreund hat als ich, die ich damals ja de ole Lüüd eher von Ferne kannte und ganz anderes erlebte.
Das war sehr interessant und schön, aber auch wieder anstrengend, wie immer, wenn Erinnerungen nahe rücken. Inzwischen ist es aber auch bei Erinnerungen an diese Zeit so, daß das anstrengende vergeht, aber das bereichernde bleibt.

So langsam scheint sich vieles zu richten – auf jeden Fall aber verringert sich das Tempo, in dem ich immer wieder was anderes oder auch neues regeln muß, deutlich. Gut so!


Und mein eines, einziges Neujahrsvorhaben? Ist auf den Weg gebracht!!!😃

Abgekartet No 25

So fröhlich diese Postkarte auch ist, so absurd-melancholisch ist die lange Geschichte, die sie zu erzählen hat. Und die geht so:

Es war einmal – vor so vielen Jahren, daß ich gar nicht mehr weiß, ob ich noch daheim im Rheinland wohnte oder doch schon in Franken, also vor MINDESTENS 33 Jahren(!) – da fand diese Postkarte zu mir. Ich habe sie selbst gekauft, weil sie mir beim angucken gute Laune machte. Dann hab ich sie in meinen Postkartenstapel der „irgendwann, wenn’s mal paßt“ zu verschickenden Karten gelegt.

Dann verging Zeit.

Viel Zeit.

Immer mal wieder sah ich die Karte an, immer war sie in meinem Hirn latent anwesend, nie habe ich sie losgeschickt – weil das Mäuschen zwar weiterhin gute Laune machte, das Leben aber immer mal wieder ganz schön, nie aber HERRLICH war – oder/ und ich, wenn es kurzfristig mal HERRLICH war, entweder Niemand Passenden hatte, dem ich die Karte schicken konnte/ wollte, oder aber ich dem Andauern des HERRLICHEN Zustandes so wenig traute, daß ich sie lieber nicht verschickt habe.

Dies fand ich irgendwann irgendwie eher traurig. Die fröhliche Maus verursachte ein Pieken im Magen, die Karte kam an eine Postkartenwand (den Vorläufer der Magnetwand), auch zeitweise in einen Rahmen. Ich glaubte nicht mehr recht daran, daß mein oder Jemand Anderes‘ Leben irgendwann HERRLICH GENUG für sie werden würde, aber die Karte sollte mich daran erinnern, daß es doch immer mal wieder herrlich-unbeschwerte Momente darin gibt.

Das führte dazu, daß – weitere Jahre waren vergangen – die Karte sich nun leicht angegilbt und mit Tesastreifenrändern an den Ecken präsentierte. Nicht mehr verschick-, aber immer noch unwegwerfbar.
Das mit dem mahnen hat nicht wirklich funktioniert; zu stark war das traurige Pieken inzwischen, das das Lächeln über die niedliche Maus übertönte.

Endlich bin ich nun so weit, mich von der Karte und den an ihr klebenden unerfüllten Erwartungen an ein Leben zu trennen, das gefälligst einmal HERRLICH werden sollte, aber niemals HERRLICH GENUG wurde.

Mehrere Jahre hat die Karte noch als Datei gewartet, und offenbar war das gut so, denn inzwischen fühlt sich das folgendermaßen an, wenn ich sie anschaue:

Eine frohe kleine Maus tanzt; ganz für sich genießt sie den Moment

Und so schreibe ich diesen Beitrag etwas melancholisch, aber mit einem wiedergefundenen Lächeln für die kleine Maus, die ganz sicher nichts von der bedeutungsschweren Überschrift weiß, die über ihr dreut.

Mein Leben wird nicht mehr HERRLICH – dafür bin ich wohl einfach nicht der Typ.
Ich begnüge mich damit, weiter dran zu arbeiten, daß es nicht (wieder) ängstlich, verzagt und traurig wird, sondern ich hoffentlich immer öfter einfach ruhig vor mich hinleben und jeden Tag ein paar frohe und ein paar zufrieden-gemütliche Momente haben darf.
Und wenn ich die dann auch noch bemerke – Herz, was willst Du mehr?

Und was heißt eigentlich „abgekartet“? Hier gucken: klick

Geschützt: Rührend

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Um die Kommentare zu sehen, musst du dein Passwort eingeben. Veröffentlicht inSonst so

Splitter

Ein Sohn demonstriert heute in Lützerath mit. Ich schreibe einen Kommentar in den „Liveticker“ der Sohnesmutter

Tja – ich stecke da nicht so drin, frage mich aber tatsächlich,
1. warum EIN kleines Restdorf so wichtig sein soll für RWE, aber auch
2. warum so ein Gewese um dieses eine kleine Dorf gemacht wird – der Kompromiß ist doch an sich echt okay!?
Ich hab das Gefühl, daß beide Seiten hier prinzipienreiten und finde es ziemlich traurig, daß dadurch jetzt Grüne und junge Umweltszene so auseinandergetrieben werden. Wer, meinen die, soll sich denn wirksam für Umweltschutz einsetzen, wenn sie nachher die Wahlen verweigern, weil Kompromisse nicht mehr modern sind??? :hmmm:

und merke dabei, wo eigentlich der Kasus Knacktus für mich steckt:

die Kompromißlosigkeit ist es.
Die sich, so empfinde ich es, durch sämtliche Schichten zieht: rechts oder links, woke oder rückwärtsmoralisch, alt oder jung: der Konsens geht verloren, daß man miteinander redet. Daß das, was dabei rauskommt und getan wird, niemals genau das sein wird, was man gefordert hat! Daß sich jeder Diskutant ein Stück bewegen muß, sonst geht nix.

Das ist, glaub ich, warum ich alte Ökotante FFF, Letzte Generation und Co einfach nicht wohlmeinend betrachten kann, obwohl ich deren Ziele ja teile.

Meine Befürchtung ist, daß diese Kompromißlosigkeit dazu führt, daß letztlich die Populisten von AfD und Co die Oberhand bekommen, weil der Wert der Demokratie an sich einfach nicht mehr verstanden wird, wenn Jeder nur noch 100% der eigenen Forderungen als akzeptabel betrachtet.


Btw: hier denke ich mal wieder beim schreiben 😉
Das hier ist also eher ein Beschreiben meiner Gefühls- und Gedankenlage als ein gut durchdachter Diskussionsbeitrag.

Räumen

Ex Kaffe-, Schwarztee-, Münzdose auf Aussteuerhandtuch mit Monogramm. Jetzt weiter in Gebrauch, hier bei uns.

Einige Male war ich nun schon „im Haus“. Mit ole Mann, allein, mit dem Herrn, mit den Freunden….
Jedes Mal ist es seltsam.
In fremden Schubladen wühlen – mit konkretem Auftrag ists okay („un in de grote Stuuv in de rechte Schapp chanz unten, dor is de Patiententestament….“) aber einfach nur suchen, ob man noch was wertvolles findet oder etwas, was man selbst gern haben möchte – und dabei auf Fotos stoßen, auf gestickte Monogramme in Bettwäsche und Taschentüchern mit dem Mädchennamensbuchstaben der ole Fru, und sogar auf solche, die man garnicht zuordnen kann – das ist dann schon was anderes.

Oben auf dem Boden stehen die schönsten Dinge: die aussortierten, von denen de ole Fru NIE verstanden hat, daß ich sie mochte: Emailleeimer und -kännchen hab ich eingepackt, zum Beispiel. „De dor de ole Krom!“ höre ich sie grummeln.

Besser hätte ihr gefallen, daß ich das gute WMF- Besteck mitgenommen habe. Spülmaschinenfest, ungebraucht in de Flur oben, Du weißt schon in einer Schublade – wer hat ihnen, die doch für gut das Silber, sonst das immer gleiche uralte Besteck hatten, DAS wohl mal geschenkt? – Wir haben jetzt erstmals zusammenpassende Messer und Gabeln, auch wenn mal 8 Leute um den Tisch sitzen sollten. Allerdings nur Messer und Gabeln. Löffel gab es nicht.)

Ja, und daß ich den kleinen, pastellgelben angegammelten 50er- Jahre- Krug, den sie bis zum Schluß täglich in Benutzung hatte, mitgenommen habe? Tüünkroom, schätze ich.
Dabei hat sie doch selbst lieber Mouders ole Stock benutzt, wenn sie in den letzten Jahren ein seltenes Mal aus dem Haus musste als den geschmähten neuen Rollator! Und benutzte die 50er-Jahre(?)-Dosen bis zum Schluß, die ich jetzt mitgenommen habe.
Es wird vieles hier zuhause an de ole Fru erinnern – und per Gebrauch geschätzt werden!

Beim nächsten Termin, allein mit dem Herrn F., dann noch ein übersehener Schrank. Weitere Fotoalben, und diesmal auch Poesiealben, Glanzbilder – und Postkarten vom „Vati“, mit deutschen, dann französischen, dann englischen Motiven vorn drauf, von 1940, 1942 („hoffentlich bin ich beim nächsten Weihnachtsfest zurück. Wir haben es ja nicht in der Hand…“), 1945.
De ole Mann erzählte, daß der Vater erst 1954(?) zurückkam – aus schottischer Kriegsgefangenschaft. Da waren schon Flüchtlinge daheim einquartiert, die eine Frau suchte sich erst eine Wohnung, als de ole Lüüd heiraten wollten und Platz im Haus brauchten  („eigentlich hab ich das ja nicht nötig….“ war ihre Meinung) Aber Oma und Opa (der Vati) wohnten schließlich auch dort, es war eh recht beengt in der Kate.

Kännchen vom Boden, Ex-Kakaodose, Ex-Mehltasse, Aluschöpfer.

Zurück zum räumen:
Noch immer sind wir nicht „durch“, aber fast.

Mal schaun, ob wir (also de ole Mann) für Schmuck, Goldzähne, Silberbesteck und Manschettenknöpfe noch ein paar Euro bekommen, ob die Reichstaler von achtzehnhundertschlagmichtot im kleinen Kästchen mehr als Erinnerungswert haben…. und dann – nach uns der Nachbar…. eventuell ziehen dann vorläufig wieder Flüchtlinge ein. Diesmal welche aus der Ukraine. Aus Geschichte lernen? Unmöglich, scheint’s. Immer wieder gibt es Größenwahnsinnige. Immer wieder kommen sie an die Macht, heute und in Ewigkeit…. dankbar darf sein, wer in Frieden leben darf – es ist zum heulen, eigentlich.

Schon wieder abgeschweift …..
Jedenfalls ist das räumen anstrengend – manchmal auch schön, aber hauptsächlich anstrengend. Mental.
Aber beim drüber schreiben ist de ole Fru oft ganz nah!

Happy new year

…. es MUSS doch nun besser werden!!!

Die Beerdigung haben wir hinter uns, das doofe C wütet zwar, aber auf weniger schädlichem Niveau, nun muß noch

  • der dämliche Oberrusse da drüben kapieren, daß Gewalt keine Lösung ist, dann kann er
  • seine Kompagnons aus China, Nordkorea, Syrien, der Türkei, Somalia, dem Irak, dem Iran uswusw von seiner neuen Linie überzeugen,
  • und dann können wir uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren: Musk, Trump und die anderen stinkreichen Soziopathen wegsperren, deren Milliarden dazu verwenden, die Schäden wiedergutzumachen, die sie angerichtet haben und uns der Verlangsamung des Artensterbens und des Klimawandels annehmen.

So mok wi dat, ne?? 😉

Im Ernst – ich würde mir wirklich wünschen, daß es mal ein friedliches, ruhiges Jahr auf allen Ebenen gibt….. das wäre soooooo schön!!
Dran glauben tu‘ ich nicht, leider,  und so wünsche ich mir im kleinen: möge es zumindest Euch, die Ihr hier mit dabei seid, im Jahr 2023 wohl ergehen!

Für mich persönlich wünsche ich mir für 2023: freundlichen Alltag, Ruhe und Schmerzfreiheit. Und habe einen einzigen echten kleinen Vorsatz gefasst – aber den verrate ich Allen außer dem für mich besten aller Ehemänner erst, wenn ich ihn auch wirklich umgesetzt habe 😉

Wünschen hilft – ich wünsch‘ mir, daß das stimmt…..

Papiere

Leute, ich kann Euch nur empfehlen: ordnet Euren Papierkram, solange Ihr noch fit genug dafür seid.

Es KANN doch nicht so schwer sein, zwei, drei Ordner mit Trennblättern und vernünftiger Beschriftung anzulegen und dann jedes neu dazugekommene Blatt Behördenpapier einfach nur an passender Stelle obenauf zu heften!?

Ich habe hier zwar dicke Aktenordner mit Beschriftung, aber das bedeutet dummerweise absolut nicht, daß da, wo zB „Rente“ draufsteht, auch wirklich ausschließlich – und dann auch alles über Rente drin ist.
Es gibt zusätzlich Dutzende von vollgestopften Umschlägen an unterschiedlichsten Stellen, aus denen wild durcheinander von Rentenangelegenheiten über Versicherungen, Grundstückskauf- und verkaufsangelegenheiten bis hin zu Festsaalsrechnungen aus den 50ern und Konfirmationssprüchen die Leben von Oma, ole Fru, ole Mann, Folgä usw herausflattern.

Also, ich persönlich verspüre ja eine gewisse Freude und Befriedigung, wenn ich mich hier durch hundertzwanzig Jahre „fremdes Leben in Akten“ wühle. Das liegt an meiner allerdings offenbar nicht wirklich alltäglichen inneren Struktur: Ich mag es schon immer, Dinge zu SORTIEREN, ich schätze Listen, Trennblätter, Heftstreifen, Register, Dokumentenhüllen mit Heftlochung und solcherart Zubehör, und es bereitet mir große Genugtuung, wenn mich Jemand nach meinem Versicherungsverlauf fragt, ich an den Schrank gehe und schwupps- ein Griff, da isser!
Und da ich schon länger mit de ole Lüüds Papierkrams befasst bin, habe ich auch jetzt das Nötige fix zur Hand gehabt. (Trotzdem liegen noch einige Stunden sortieren vor mir….)
Das geht aber längst nicht Jedem so – ganz im Gegenteil: so gut wie immer, wenn ich das erwähne, sehe ich Kopfschütteln, verständnislose Minen und zT auch deutliches Augenrollen. Bisher war noch auf jeder einzelnen meiner Arbeitsstellen Irgendwer glücklich, solche Dinge an mich abgeben zu können, also:
es hilft Angehörigen oder auch AmtsbetreuerInnen oder werauchimmer irgendwann Euren Kram regelt, wenn Ihr’s nicht mehr könnt, ungemein, wenn Ihr eine gewisse Ordnung haltet. Außerdem ist es ja emotional auch noch ganz was anderes, ob es zwar gute Freunde, aber eben doch „fremde Leute“ sind, oder ob irgendwann trauernde Nächste sowas leisten müssen.

Allerdings bin ich sehr, sehr froh und dankbar, daß de ole Lüüd vor einigen Jahren notariell sowohl Patienten- Und Betreuungsverfügungen als auch ein Testament hinterlegt und mir im Laufe der Jahre einige Vollmachten anvertraut haben. Ich wollte damals echt nichts davon wissen und habe mich gegen jede einzelne so lange gesträubt, bis ich merkte: jetzt gehts wirklich nicht mehr anders. Aber jetzt (und „jetzt“ bedeutet in diesem Fall: seit einigen Jahren schon) hilft es ungemein.

Sonst??

Heute wäre der 91. Geburtstag vonne ole Fru gewesen.
Ich bin froh, daß ich ihr ihren 90. noch einigermaßen nett gestalten konnte.
Am 30., übermorgen, ist ihre Beerdigung.

 

Frohe Weihnachten Euch!!!

Heute morgen hab ich schon Weihnachtspost geöffnet, ebenso die letzten Adventskalendertürchen.
Dankeschön an Euch Post-SchickerInnen schonmal von hier aus!!!

Ich wünsche Allen, die hier mitlesen, ein frohes Fest.

Für uns wird es wie immer ruhig, aber diesmal auch sehr anders:

zur Kaffeezeit holen wir de ole Mann ab. Das erste Weihnachten ohne de ole Fru, die vor einigen Tagen gestorben ist – für den ole Mann seit 65 Jahren, für mich seit 25 Jahren, für den Herrn F. seit er hier im Norden ist, also auch schon seit 15 Jahren- also auch für uns als Paar das erste Weihnachten ohne de ole Fru. Viele Jahre lang hat sie uns festlich bekocht, hatte die Stube geschmückt, die Tafel gedeckt – ich musste mich nur noch setzen und essen…. dann gabs eine Bescherung, und nichtmal den Abwasch durfte ich machen!
Irgendwann dann war Der Herr F. in mein Leben getreten und wurde ebenso herzlich eingeladen, dabei zu sein, wie vor noch viel mehr Jahren ich in de ole Lüüds Leben willkommen geheißen wurde, als Volker mich Ende der 80er „mitbrachte“. Bzw habe ich mich genaugenommen selbst eingeladen: Volker und ich, wir hatten uns ja in Würzburg kennengelernt, wo wir beide damals lebten. Er hatte schon öfter gesagt, ich solle doch mal mitkommen, wenn er seine Eltern besuche und sein Zuhause kennenlernen. Ich mochte nie: in eine fremde Familie mit kommen, dort mit wohnen? Huh….. aber irgendwann kam mir dann die Idee, ihn dort zu überraschen – und so rief ich bei den mir völlig unbekannten Eltern an, um zu fragen, ob das wohl okay sei, wenn ich als Überraschung für den Sohn auftauche und 2 Tage bleibe. Es WAR okay, und sie haben dichtgehalten – ich ließ mich mit dem Taxi bis zur Ecke bringen und lief das restliche Stück, klingelte – und hörte von drin de ole Fru: „FOLGÄÄÄÄÄÄÄ! DE DÖR!!!!“

Das Gesicht, als er um die Ecke bog, bleibt unvergeßlich! Ebenso die Freundlichkeit, die Selbstverständlichkeit, mit der ich aufgenommen wurde!

Ab und an fuhr ich mal mit zu „Vader un‘ Mudder“, dort wohnte ja auch noch Oma, die ich sehr mochte – und jedes Jahr nach dem Roskilde-Festival sind wir – dreckig, wie wir waren und übenächtigt – als erste Station nach Ausacker-Westerholz gefahren, um uns einen Kaffee abzuholen und zu erzählen.
Ansonsten aber hatte ich nicht allzuviel zu tun mit de ole Lüüd – bis Volker 1996 starb. Es hat sogar noch eine Weile gedauert, bis ich mich ans „DU“ gewagt habe, da hat mich die Freundin ermutigt, die meinte: wenn ich drauf warte, daß die beiden mir das anbieten, könne ich alt und grau werden, so laufe das nicht (so kenne ich es aber)
Wir waren uns in dieser Zeit gegenseitig Hilfe und Stütze (ich denke noch heute: eher die beiden für mich! Unvergessen die Beerdigung, wo de ole Fru mich nicht nur ganz entschieden in die erste Reihe neben sich winkte, sondern mich auch beim aus-der-Kirche-gehen resolut unterhakte, und mich so davor bewahrte, mit meinen mehr als weichen Knien umzukippen)

In den letzten Jahren hat sich sutje das Verhältnis gedreht: wo ich vorher nahm, nahm, nahm konnte und kann ich jetzt zurückgeben. Vom doch noch erlaubten helfen beim Abwasch, dann dem nun mitgebrachten Weihnachtsessen über meine Rolle als Geldbotin, als die beiden nicht mehr mobil waren bis hin zum Jetzt, wo ich seit einigen Jahren letztlich allen formellen Kram regele.

Tjüs, Liebe. Wir werden heute, wenn Dein Mann frisch verwitwet allein zu uns zum Kaffee und Abendbrot kommt, viel über Dich sprechen. Und Dich vermissen.

Geschützt: Danke!!

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Um die Kommentare zu sehen, musst du dein Passwort eingeben. Veröffentlicht inSonst so

Geschützt: Vorbei.

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Um die Kommentare zu sehen, musst du dein Passwort eingeben. Veröffentlicht inSonst so

Jetzt auch noch krank. Löppt.

Vorgestern haben wir uns die Corona-Impfung No4 abgeholt.
Gestern war ich VOLLSCHLAPP, garnix ging, und dann kam noch ein Magendarminfekt obendrauf. Und auch heute noch ist mir sehr übel und schlapp.
Bin jetzt krankgeschrieben.

Der Herr F. war gestern los, aber heute hat er sich auch krankgemeldet. Ihn hatte es auch bei No3 schon insoweit erwischt, daß er total schlapp war und nix ging – am Tag2 danach, wie jetzt auch. (Bei mir hatten die ersten drei eigentlich nur ein wenig Schmerzen im Arm verursacht, sonst nix.)

Erfreut haben mich gestern mehrere schöne Weihnachtskarten und ein Überraschungspäckchen aus Rath, und jeden Tag wieder: die Adventskalender!
Gestern gabs vom Äppelken sogar ein Gedicht, denn die Glocken läuteten sowohl in der Stadt (Äppelkens Kalender) als auch im Dorf (der meine)
Und damit Ihr auch rechtzeitig an Weihnachten denkt (WeihWAS???? …. jaja….), sende ich Euch unser Glockengeläut:

Die städtischen Glocken läuten:

Liebe Leute, lasst Euch sagen…
die Turmuhr hat Klock Een geschlagen.
Nun eilt mal, es ist höchste Zeit,
Weihnachten ist nicht mehr weit.
Bringt eure Post in den Versand
schickt Grüße jetzt schon übers Land.
Jetz schon? Ist doch noch so früh?
Jedoch die Post, die spart wie nie.
Päckchen kommen grad noch an,
Briefe höchstens dann und wann.
Undsoweiterundsofort,
Klagen gibts an jedem Ort.
Schlaue schicken statt der Karten
Emails, dann muss keiner warten.

Und auf dem Dorf:Und im Dorfe mahnen Glocken:
Leute, macht Euch auf die Socken
wollt Ihr Eure Lieben sehn,
denn auch die Bahn hat ein Problem!

🙂


Hatte ich Euch schon auf Miesis Adventskalender für gute Zwecke aufmerksam gemacht? Ich habe schon 2x den Zuschlag bekommen!! (3x hab ich mitgeboten. Oder 4x? Bin momentan grauslig vergeßlich, mein Kopf ist zu klein für all das, was drin rumschwirrt!)

Der gute Zweck: *klick*

Geschützt: Isso.

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Um die Kommentare zu sehen, musst du dein Passwort eingeben. Veröffentlicht inSonst so