…aber erstens kommt es anders….

Ladypark hat uns gestern darauf aufmerksam gemacht, daß Flensburg am Ostersamstag (der ja eigentlich nicht der Ostersamstag ist, wie ich gestern in den Kommentaren gelernt habe) der Horror ist: überrannt von Dänen, voll!!!!! Also vielleicht Eckernförde? Aber Eckernförde wird heute auch übervoll sein.

Von „warum eigentlich wollte ich in die Stadt?“ zu „ich will eigentlich gar nicht in die Stadt“ ist es nur ein winziger Schritt, und so sitze ich jetzt mit grünen Fingern am Computer, weil ich grad zum 1. Mal den Rasen gemäht habe, hinten, wo wir sitzen wollen und vielleicht heute spätnachmittags ein Feuer machen und grillen. Vorn ist das mähen noch nicht nötig – und ich mähe natürlich erst, wenn sonst kein vernünftiges durchkommen und sitzen mehr möglich ist. Die Gänseblümchen, der Ehrenpreis und der Gundermann freuen sich, zur Blüte zu kommen.

Derweil steht der Herr F. am Spalter, und ich gräme mich, weil ich wegen der ollen Gelenke nicht selbst dort stehe. Nuja… stattdessen werde ich mich gleich mal über das Bad hermachen. Schlechter Ersatz, aber nötig. Morgen kommt Besuch und ich habs auch selbst gern sauber 😉

Es ist schön, bei solchem Wetter noch mehrere Tage zur freien Verfügung zu haben!

Euch Lesenden (und hoffentlich öfter auch mal Kommentare schreibenden) da draußen wünsche ich ein ebenso entspanntes Osterfest,

die Fjonka

Werbeanzeigen

Ostern

Vier freie Tage (!!!!) bei herrlichem Wetter – was also tun?

Einen Doppelkopfabend haben wir in der Planung, ein Osterfrühstück, einen Besuch bei de ole Lüüd und wir wollen an die Bienen. Das wars. Der Rest ist freie Zeiteinteilung, und das ist schonmal per se toll!

Ostersamstag will ich noch in irgendeine der Städte, so lange schon war keine Zeit, einfach mal sich in der Stadt treiben zu lassen.

Und dann kann ich nicht so ganz, wie ich will, denn freie Zeit bei gutem Wetter – das heißt immer auch „Garten“. Rumsitzen, lesen oder gucken, und „da – plötzlich hüpft sie wieder in die Beete! Ich hab schon drauf gewartet!“ , so drückte es die Malerfreundin aus, als sie kürzlich hier war. Aber das wird nur begrenzt gehen, denn wiedermal ist mein ganzer Körper auf „Laß mich bloß in Ruhe!!“-Modus. Anstrengend waren die Vor-Ostertage. Ich habe ordentlich Mehrstunden aufs Arbeitszeitkonto gehäuft – und Vor-Ostern ist offenbar im Zentraldorfbioladen eine heftige Zeit. Einerseits löst ein (in Worten nochmal EIN) Tag mit geschlossenen Läden offenbar immer noch Hungerfantasien aus – SA ist ja offen, trotzdem kaufen die Leute ein, als gebe es wochenlang nix – andererseits gab es noch vier Schiffslieferungen zu bearbeiten. Eine Besonderheit dieses Ladens: es gibt mehrere alte Segler, die Törns für bis zu 35 Leute und 14 Tage anbieten – und dafür vom Laden beliefert werden. Das erfordert logistische Leistungen, die sich mir erst langsam erschließen sowie körperliche und zeitliche Zusatzarbeit. Es gibt ein gutes, erprobtes System, das dafür sorgt, daß letztlich alles zum rechten Zeitpunkt am Laden ist (was bei 5-6 unterschiedlichen Lieferanten bzw sortimentsunterschiedlichen Bestellterminen nicht ganz ohne ist) und es gibt Chefins Kopf, der dafür sorgt, beim packen und bonen nicht den Überblick zu verlieren. Das macht Spaß, aber es ist halt auch nicht grad gelenkschonend, denn jeder einzelne Posten will oft bewegt werden:

Vom Liefer-Rolli in Kisten auf Rollbrettern (oft mit dem Umweg übers Ladenregal), dann von dort auf den Kassenscanner, in Kartons, die auf Rollis und dann nochmal ins Liefer-Auto. Die „kleine“ Lieferung gestern hatte bereits 5 Bananenkartons plus 4 kleinere. So war denn auch erst um halb acht statt um sieben Feierabend.

Also heißt es nun, viel rumzusitzen oder -zuliegen, um die Gelenke ausruhen zu lassen. Tja. Dabei liegen noch zwei große Findlinge rum, die ich mit des Herrn Hilfe an den rechten Platz bringen möchte, Holz ist zu spalten, Silber-Goldnesseln wollen ausgebuddelt werden, der Rest des Wiesenstücks will von Rasensoden befreit werden….. außerdem ist herrliches Wetter zum fensterputzen, die Wohnung gehört dringend gesaugt und …… ommmmmmmmmm ….. ich hole mir jetzt mal wieder mein Buch und setz mich hin *gg*

Brrrrrrrrr – exit

(Diese Kolumne hat Tonio Keller geschrieben und es mir netterweise erlaubt, sie hier zu veröffentlichen. Ich fand sie so witzig und treffend, daß ich ihn darum gebeten hatte. Danke, Tonio!)

Jeder sich selbst

Der italienische Schriftsteller Leonardo Sciascia hat einmal beschrieben, wie er als Lehrer im Sizilien der 1950er Jahre in einer verwilderten Schulklasse das Amt des Klassensprechers einführen wollte, um sie zur Demokratie zu erziehen. Beim ersten Wahldurchgang stellte er fest, dass jeder sich selbst gewählt hatte. Das blieb noch ein paar Mal so, bis den Schülern allmählich dämmerte, dass es so wohl nicht geht.

Ähnliches können wir derzeit im britischen Parlament beobachten, der ältesten noch bestehenden Demokratie der Welt. Da werden gerade immer wieder aufs Neue verschiedene Vorschläge zum Brexit zur Abstimmung gebracht. Auch hierbei sollte es rein rechnerisch klar sein, dass schon bei mehr als zwei Anträgen mit genügend großer Unterstützung nie einer von diesen die Mehrheit bekommt, wenn jeder immer alle außer dem eigenen ablehnt – erst recht bei acht oder zwölf Anträgen, wie sie in London derzeit vorgelegt werden.

Wie ging übrigens die sizilianische Geschichte aus? Nach zähem Ringen gelang es einem, durch Versprechungen und Drohungen genügend Anhänger um sich zu scharen. Kaum gewählt, sah er es als seine Hauptaufgabe an, die anderen zu drangsalieren. Dies nur der Vollständigkeit halber, mit den Briten hat das natürlich nichts zu tun.

 

freitags für die Zukunft

Nicht „auf der Straße“, sondern in einem Naturgarten – schon lange VOR Beginn der Schülerdemos gesehen. Ist durchaus kompatibel (der Garten mit den Demos) 🙂

Heute „streiken“ sie wieder, die jungen Leute. Immer freitags, immer „für die Zukunft“

Inzwischen habe ich verstanden, für was sie auf die Straße gehen – das hat eine ganze Weile gedauert, weil ich zu Beginn nur Allgemeinplätze auf den Schildern las, nur Wortblasen in den kurzen Interviews hörte. Oder „gegen“s, nicht „für“s. (Gegen den Kohleabbau, gegen ein „weiter so“ ) Außer „für das Klima“ – najaaaaaa …. ein ganz winziges bißchen konkreter dürfte das schon sein – Atomkraftwerke sind auch klimafreundlich. Also, nur zum Beispiel mal. *gg*

Inzwischen aber haben sie ein wenig konkretisiert, worum es ihnen geht, und ich finde toll, was sie auf die Füße stellen, jede Woche wieder – und in welchen Mengen (mehr als 1,5 Millionen letztens), in wie vielen Ländern (120, laut „Time“)!

Schade finde ich nach wie vor, daß sie das in der Schulzeit machen. Anfangs konnte ich die Gründe einigermaßen nachvollziehen und glaube tatsächlich, daß sie das auch richtig eingeschätzt haben: ohne die „Schulschwänzdebatte“ hätte man sie einfach totgeschwiegen. Inzwischen denke ich, dies Argument zählt nicht mehr – und sie könnten viel mehr Leute mobilisieren, wenn sie ihre Demos auf den späteren Nachmittag legen würden. Kann doch nicht schaden, arbeitende Menschen mit einzubeziehen!?

Trotzdem kann ich die Selbstgefälligkeit, mit der die Herren und Damen, die normalerweise in der Öffentlichkeit vornan stehen, das Geschehen kommentieren, nur erbärmlich finden: Streik dürfe man das nicht nennen, weil das Wort den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen bezeichne, so wortklauben die einen. Die anderen sprechen den Jugendlichen das Recht auf Protest ab „weil sie nicht alle globalen Zusammenhänge verstehen können“. Und die nächsten hängen sich am Schulschwänz-Thema auf und lassen das, worum es geht, links liegen.

Daß die SchülerInnen und StudentInnen sich durch sowas nicht entmutigen lassen, finde ich gut. Ich hoffe, sie beweisen langen Atem, auch wenn sie nicht mehr jede Woche die große Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben und auch, wenn es wieder mal seeeeeeeehr lange dauert, bis sich was ändert. Und ich hoffe, sie machen mehr als demonstrieren: ich hoffe, sie alle ändern bei sich selbst daheim im kleinen, was sie ändern können. Lassen sich nicht vom Mutti-Taxi überall hin chauffieren, sondern setzen sich aufs Rad. Nehmen sich auf die Demo eine Trinkflasche mit, statt sich zum aufwärmen in der Bäckerei Kaffee im ToGo-Becher zu kaufen. Gucken sich mal den Fellbüschel an ihrem Mantelkragen an und kaufen das nächste Mal keine 100%-Polyacryl mit Echtfellkragen. Nur mal so als Beispiel.

So viel dazu, wie ich ganz persönlich diese „jungen Demos“ sehe – wer ein paar mehr Fakten möchte und ein gut fundiertes Plädoyer für mehr Respekt für sie und ihre Anliegen lesen mag (das mich zu diesen Zeilen veranlaßt hat), der klicke hier

 

 

Tränen lachen

Gestern zur Nacht hat mir der Herr F. eine Geschichte vorgelesen. An einer Stelle mußte ich so lachen, daß ich zeitweise überhaupt keine Luft mehr bekam! Die Tränen rollten, immer wieder ging es von neuem los, und selbst jetzt beim schreiben gluckse ich schon wieder. Das Zwerchfell hat noch immer Muskelkater – unglaublich!

Kennt Ihr das?

Ich weiß noch, ich lachte Tränen beim Improtheater vor einigen Jahren und auch bei einigen Horst – Evers- Geschichten. Aber so ein richtiger alberner Lachanfall, bei dem man nicht mehr aufhören kann zu lachen – das schien mit Volkers Tod vor nun auch schon über 22 Jahren aus meiner Welt verschwunden zu sein, bis vor wenigen Wochen – da hatte ich schonmal einen, auch beim vorgelesen-bekommen. Daß dies also nicht unwiderruflich weg ist – das will niedergeschrieben sein, damit es nicht in Vergessenheit gerät!

 

 

 

Abgekartet Nr. 17

Das ist eine besondere Karte! Sie stammt nämlich von meiner Lieblingskollegin bei TI***, und ich habe sie zum Abschied dort von ihr bekommen, zusammen mit einem extrem leckeren Likör, selbstgemacht, und mich arg drüber gefreut. „Ganz normal“ wanderte sie ihren Weg – aber dann kam sie nicht mehr weg von der Magnetschnur. Ich hatte sie nötig, die ganze Zeit über, als Aufmunterung. Immer wieder wurden andere Karten abgekartet, wenn neue ankamen. Manche habe ich hier im Blog „aufbewahrt“.

Nun habe ich wieder eine neue Karte geschickt bekommen. Vielleicht ist es ja voreilig, aber mein Gefühl sagte JETZT! Ich muß die Ohren nicht mehr steifhalten! Also habe ich diese Karte nun abgekartet. Und weiß, was ich das ganze letzte Jahr über an ihr hatte – immer wieder musste ich lächeln, wenn sie mir gelb entgegengeleuchtet hat! Tjüs, Karte. Ein guter Abschied, das! 🙂

 

Und was gab’s zum drüber freuen?

  • den allabendlichen Anblick unserer eigenen, schön brennenden Bienenwachskerze
  • daß das erste Mal „alleine zumachen“ auffe Arbeit samt Abrechnung problemlos geklappt hat (nach zwei Fast-Herzinfarkte aus anfänglichen Mißverständnissen meiner Notizen heraus *gg*)
  • zwei (!) Überraschungspäckchen
  • die ersten Winterlinge
  • daß der erste von mir verfaßte Rundbrief für den Naturgarten-Verein gut ankam. Und
  • daß es mir dank tätiger Hilfe des Herrn F. überhaupt ermöglicht wurde, den abzusenden (Word und Thunderbird und …. also technische Dinge, die ich allein nicht hätte lösen können)
  • den Ofen und seine Wärme
  • den Dicken und seine Wärme (und sein schnurren)
  • den Herrn F. und seine Wärme – wobei: für einen HERRN ist der Herr F. alles andere als warm *g* – aber das bißchen, was er hat, teilt er mit mir! 🙂
  • wenn wir schon bei „Wärme“ sind: daß ich die furchtbar häßliche 80er-Optik-100%Plastik- dicke-lange-warme Jacke noch nicht weggegeben hatte, wo’s doch auf der letzten Arbeit so warm war – jetzt kann ich sie wieder ganz nötig brauchen, ebenso wie das scheußlich-kackbraune, aber (wohl deshalb) stark heruntergesetzte 100%-Merino-Langarmshirt, das auch schon auf der Weggeb-Liste gelandet war.
  • in allen Bienenvölkern saust es (angeschaltete Flugmuskelvibrationsheizung)
  • daß es „auffe Arbeit, neu“ Teamsitzungen gibt. Regelmäßig und ab und an mit Leitung von außen. Die erste war spannend und motivierend
  • einige Treffen mit Freundinnen
  • ein frisch geputztes Wohnzimmerfenster, befreit von Dreck und viele Wochen altem Vogelschiß (ein verbranntes Wort, ich muß da jetzt immer an Hündchenkrawatten und Schreihalsfratzen denken. 😦 Keine schöne Assoziation) ChaosHH’s Ersatzvorschlag im BC-Forum, wo ich diesen Punkt meiner Liste auch bereits erwähnt habe, lautet „Flatterkaka“ *gg*  – hübsch eigentlich, aber ob ich mich DARAN gewöhnen werde?
  • ein sonniger Tag im sonst üblichen Wintergrau, an dem ich auch noch Zeit hatte, das Wetter für einen Spaziergang an der Schlei zu nutzen
  • das imponierende Geräusch, das die Flügel dreier niedrigfliegender Schwäne verursachen
  • daß auf die Frage woher sie denn bloß das Recyclingpapier-Druckerpapier hat (ich bin durch mehrere Geschäfte gewesen und kriege keines mehr), Frau Chefin nicht nur „Memo“ sagte (das ist der Öko-Bürokramsversand) sondern gleich das Angebot anschloß, von ihr welches zu bekommen, wenn unsres aus ist
  • ein wunderschön-verschmitztes Lachen der olen Fru, das sogar fotografisch festgehalten ist!!
  • natürlich die Entfristung!
  • daß es mir ganz egal ist, wenn weißes vom Himmel fällt (solange das nicht Richtung „Schneekatastrophe“ geht jedenfalls. Was dann geschähe, sei dahingestellt, möge ich es nicht testen müssen)
  • daß diese Liste länger ist als die der Dinge, die mich geärgert haben

Doof, ….

  • daß die Haare bei diesem Wetter auch frischgewaschen immer so aussehen, als hätte ich sie seit vierzehn Tagen nicht mehr unter Wasser gehabt
  • daß die bei einem Verlag bestellten Bücher, die es secondhand nicht gab, völlig unnütz in Plastik eingeschweißt in ihrem sicheren Büchersendungs-Umschlag lagen
  • daß genau dann, wenn ich sie am dollsten brauche (Frost, feucht) die Scheibenbelüftung im Auto ausfiel – und daß sie in DEM Moment wieder einsetzte, in dem ich zuhause einparkte
  • daß ich mir zum fünftausenddreihundertsiebenundachtzigsten Mal vorgenommen habe „erst denken, dann reden“, und zum fünftausenddreihundertachtundachtzigsten Mal doch wieder was vom Hirn ungefiltert auf die Zunge gerutscht ist
  • daß ich bei der Post nur Briefumschläge bekomme, die sich per abziehbarem Plastikstreifen verschließen lassen (dabei gibt es selbsthaftende und solche zum lecken).
  • daß mir ausgerechnet einer der beiden BookCrossing-Becher vom Grubber gerutscht und zerbrochen ist (mit dem Grubber verfrachte ich immer die Meisentassen an ihren Zweig)
  • daß meine Schulter und Hand mir nach wie vor das stricken verbieten (geht sehr schnell, daß sie dann wehzutun beginnen)
  • daß seit gestern die Tabs oben im Computer an einer Stelle sind (oberhalb von Lesezeichen und Menüleiste), wo ich sie absolut nicht haben will (UNTERhalb sollen sie sein, da oben komme ich so schwer ran mit dem Mauszeiger) Bisher hat der Herr F. das immer noch wieder hingekriegt, seit sie das geändert haben. Mit Getrickse, denn offenbar ist das nicht (mehr) vorgesehen. Jetzt sagt er, das wäre ein Tag Arbeit, WENN es denn klappt, und das ist es dann auch nicht werrt. Es nervt aber unsäglich und ist das ärgerlichste der ganzen Liste 😦

Alles ärgerlich – aber gar nicht soooooo viel, immerhin 🙂 Und nichts wirklich heftig blöd schlimm ärgerliches dabei.

Demnächst folgt die „Gegenliste“ der erfreulichen Dinge….

Ick freu mir so!

Eben haben der Herr F. und ich mit Glühwein draußen in der eisigen Nachtluft angestoßen, denn:

vorhin hat mir Frau Chefin gesagt, daß sie meine Befristung aufheben möchte, wenn das okay für mich ist.

Und ob!!!!

Ich betrachte das als großes Kompliment, nach nur drei Wochen 🙂

Kleiner Ausflug

Zu Ladyparks Geburtstag mitten im Schmuddel-November ’18 haben wir endlich mal getan, was wir schon lange wollten: ihren Kindheitsort Stexwig an der Schlei aufgesucht. Zum fotografieren eignet der sich nicht so gut, denn was schön ist, oist schwer knipsbar: Daß es mitten im Dorf ein Tal mit einem natürlich sich windenden Bachlauf und Wald drumherum gibt zum Beispiel. Die Anfahrt durch schönest Angeliter Hügellandschaft. Oder die Lage direkt an der Schlei. Eins aber habe ich dann doch festgehalten, nämlich den kleinen „Zier-Leuchtturm“, der das trostlos-angegammelte 60er-Jahre-Hafengelände aufmuntert:

Wenn man sich ein wenig anstrengt….

… und die Riedbüschel in ihrer Herbstfärbung gut nutzt, siehts auch schon etwas freundlicher aus, und:

DAS ist natürlich toll für meine Sammlung*!!!!

*Sammlung? Ich erinnere an meinen Windfähnlein-Adventskalender im Schupfenblog nebenan: hier die Zusammenfassung incl aller später noch zusammengetragenen Fähnlein 🙂 Ein Wunder, wie viele es hier in der Gegend gibt, immer wieder entdecke ich neue Motive,wie jetzt halt diesen moppeligen Fisch in Stexwig.

So.

Nun hat er auch noch Kaudrops, die helfen, die Darmflora wieder zu stabilisieren, der Katz. Heute war ich bei der TÄ, hab mich erstmal fürs Telefoncoaching gebührend bedankt und die dann mitgenommen. Weil er immer noch, wenn er denn aufs Klo will (was wieder in normalen Intervallen geschieht), viele unterschiedliche Plätze aufsucht, scharrt, sich hinhockt – nix, weiterläuft, scharrt, sich hinhockt….. und der Bauch nicht mehr bretthart, aber auch noch nicht normal-weich ist.

Ansonsten schnurrt er, ist deutlich lebhafter, frißt wie ein Scheunendrescher, maut wieder viel, flitzt hingerollten Bröckchen hinterher – benimmt sich also wie immer. Was un-glaub-lich erleichternd und schön anzusehen ist.

Im neuen Jahr dann, wenn die Antibiotika raus sind aus dem Körper, gibts dann eine Urinuntersuchung. Mal sehn, was dabei rauskommt. Aber erstmal ist jetzt „entspannen und genießen“ angesagt 🙂

(K)eine Weihnachtsgeschichte

Gerne erzählt die Nixofenfreundin aus unserer gemeinsamen WG-Zeit um 1990 herum mit leisem Spott von den Fjonk’schen Listen. Ich war und bin nämlich eine Anhängerin von To-do-Listen!

  1. Was aufgeschrieben ist, kann ich aus meinem Kopf verbannnen und muß keine Energie mehr daran verwenden, es nicht zu vergessen, und
  2. To-do-Listen erzeugen die Illusion der totalen Beherrschung des Alltags, ja des Lebens insgesamt.

Was nun die Nixofenfreundin gern berichtet ist, daß sie eines Morgens auf dem Küchentisch der WG eine Liste fand, die begann mit

  • aufstehen
  • Zähneputzen
  • anziehen
  • …..

was die Freundin auch nach Jahren noch ziemlich witzig findet. Und sämtliche Leute, denen sie’s erzählt (oder denen ich’s erzähle) ebenso.

Rein sachlich betrachtet haben sie ja nicht unrecht, das muß ich gestehen.

Aber.

Aber was die Freundin nicht berücksichtigt ist das herrliche Gefühl, einen Punkt auf so einer Liste abhaken oder durchstreichen zu können. Was also liegt näher, als sich die Bestätigung zu gönnen, doch immerhin schon zwei oder drei Dinge geschafft zu haben, wenn frau sich an den Frühstückstisch setzt?

Dieses herrliche Gefühl sei, so dachte ich seit mindestens 18 Jahren (nämlich, seit ich mit dem leisen „Listen-Spott“ lebe), mir allein vorbehalten und eine echte Schrulle. Jetzt durfte ich feststellen: weit gefehlt! Punkt 2 oben ist nämlich ein Zitat und stammt aus einem Blogbeitrag von Myriade, in dem ich lesen konnte, daß ich tatsächlich eine Schwester im Geiste habe! Sie trickst, wie unschwer bemerkt wer den Beitrag liest, auf ein wenig andere Art, aber hej – ich bin nicht allein!!!!

🙂

Euch wünsche ich, daß auch Ihr Euch nicht alleine fühlt – nicht zu Weihnachten und am liebsten überhaupt nie. Es sei denn, auf die wohlige, selbst gewünschte Weise, die ja sehr schön sein kann.

Fröhliche Weihnachten!!!!

Brösel

Gestern abend, nach dem langen Arbeitstörn – zusätzlich war der gestrige Tag ein wirklich heftiger: NOCH eine Kollegin krank, kein Ersatz für sie, und langsam merkt man doch arg, daß Weihnachten vor der Tür steht. Am Kundenaufkommen. Will sagen,

gestern abend, ich richtig k.o. – da gehe ich ins grüne Zimmer und entdecke eher zufällig: in meinen Wollvorräten haben die Motten gehaust!

Verdammt noch eins!!

Also gestern noch Notvorkehrungen getroffen (eine Lockstoffbox aufgehängt und den Kasten, in dem die Wolle ist, zugemacht)

Jetzt gerade habe ich alles mal durchforstet: mehrere Knäuel waren schlicht kaputt, ab in den Ofen. Ebenso meine letzten 3 Stränge selbstgefärbter Heidschnuckenwolle (ach, ich merke grad – das muß ich Euch mal getrennt erzählen *gg*) Die anderen Knäule, an denen nichts zu sehen war außer Larvenhäuten (?) hab ich jetzt ausgeschüttelt und eingefroren. Ich hoffe, das macht auch etwaigen Eiern den Garaus.

Nebenbei habe ich bemerkt, daß oben in der Kleiderkammer, wo ich sie im Sommer aufgehängt hatte, auch welche an der Lockstoffbox hingen. Der ganze Befall kann noch nicht allzu alt sein, denn nach dem Boxen-aufhängen hatte ich in den ersten Wochen immer wieder nachgesehen, weil ja auch Motten im Schlafzimmer unterwegs waren und ich nicht wusste, ob das „gefährliche“ sind oder nicht – Bis September war nie etwas gewesen. Und die Wolle unten hatte ich erst im Frühsommer überhaupt umgepackt, auch da war noch nichts….

Hat Jemand einen (selbstausprobierten, wirksamen) Tipp, was man noch gegen Kleidermotten tun könnte? Weil gerade jetzt, wo ich doch einige teure reine-Wolle-Klamotten angeschafft habe, kann ich sowas garnicht brauchen!!!!

Lang her, aber….

et jitt Minsche, die verjißte nie

(BAP)

Eine davon ist eine alte Dame, die ich erst kennenlernte, als sie in den letzten Tagen ihres Lebens angelangt war. Ich machte damals, frisch von der Schule, ein freiwilliges soziales Jahr im Altenheim. Dort war ich normalerweise auf der Pflegestation eingesetzt, aber jeder Pflegestation waren auch einige Zimmer zugeteilt, in denen Menschen wohnten, die noch weitgehend allein zurecht kamen. Dorthin ging man meist nur, um vielleicht ein Bett zu machen, einen Rücken zu waschen, an den Jemand selbst nicht mehr herankam oder sowas. Die Dame, die ich nicht vergessen werde, lebte in einem solchen Zimmer, war aber nun am Ende ihrer Zeit angekommen. Sie konnte nicht mehr aufstehen, und so waren wir oft bei ihr. Meine Aufgabe war eines Morgens, ihr ihr Frühstück zu bringen – und möglichst auch dafür zu sorgen daß sie etwas isst, denn darauf hatte sie nun häufig keine Lust mehr. Sie war sehr dünn, der Kopf wirkte schon ein wenig wie ein Totenschädel, aber sie war bei klarem Verstand und wusste sehr genau, was sie will und was nicht.

Da stand ich nun, naives Mädel, gerade mal 18, aus gut behüteter Kinderstube vor der sterbenden Frau – und bot ihr unterschiedlichste Leckereien an. Nichts wollte sie. Nein, keinen Appetit auf Brot, keinen auf Marmelade, Käse, Wurst, Müsli – auf nichts. „Das mag ich nicht!“, war immer die Antwort. Irgendwann war ich mit meinem Latein am Ende und stieß ein „Ja, was mögen Sie denn bloß?“ aus,
worauf die alte Frau grinsend zu singen begann:

„Schnaps, das war ihr letztes Wort…..“ (das Lied ist im Rheinland ziemlich bekannt und geht weiter: „dann trugen sie die Englein fort…“)

—-

Schade eigentlich – ich war mit diesem Galgenhumor völlig überfordert. Es wäre schön gewesen, ich wäre eine gestandene Frau gewesen wie diese hier . Die hätte sicher gewusst, wie reagieren, dachte ich gerade eben beim lesen.

Ich kann garnicht sagen, wie oft ich mich in meinem Leben schon an dieses Erlebnis erinnert habe, in den unterschiedlichsten Momenten. Ich wünsche mir sehr, daß ich, sollte mir ein so schweres Lebensende bevorstehen, auch meinen Humor werde behalten können. Die alte Frau jedenfalls ist keine zwei Tage später gestorben. Ich werde sie nicht vergessen.

 

So ein schönes Wort!!!! :-)

…. und so ein schöner Zustand! Und so schwer zu erreichen! *gggggggg*

Als ich vorhin sah, daß der NDR offenbar ein direktes zeigen nicht erlaubt, mußte ich mich gleich mal üben, das Wort nicht zu vergessen 😦 Man muß „auf Youtube ansehen“ klicken, das geht dann. Habe noch versucht, das zu ändern, aber keine Chance. Was das soll? Ich weiß es wirklich nicht! Aber klicken lohnt!!!

Übrigens: ab nächsten Dienstag gibt es neue Tatortreiniger-Folgen (den spielt „the one and only“ Bjarne Mädel!) Leider sind es die letzten, die Schreiberin mag nicht mehr, las der Herr F. Und wieder sind sie „undankbar“ verteilt: an zwei Abenden spät jeweils zwei hintereinander.

An den Tagen zuvor werden alte Folgen wiederholt, also, wers noch nicht kennt…. heute abend gehts los