Altwerden

Altwerden ist bei uns derzeit Thema. Allerdings nicht unser eigenes – aber wenn man die 50 überschritten hat, dann ists ganz normal, sich im Freundeskreis darüber zu unterhalten, was denn die Pflegekasse zum einen Vater, was das Krankenhaus zur anderen Mutter, was die Sozialstation zu noch anderen Eltern zu sagen hat – und bei uns sinds halt in den letzten vier Wochen gleich drei ole Lüüd, über die wir uns Gedanken machen*: de ole Mann und sin ole Fru, Volkers Eltern, die beide Mitte 80 sind und bei denen mit ihrem Schlaganfall vor einigen Wochen einges anders werden muß. Wen’s interessiert: sie ist wieder daheim, nimmt das ganze mit stoischer Heiterkeit – für die ich sie sehr bewundere – und vor allem: jetzt, wo’s wirklich nötig ist, kann sie Hilfe zulassen, und das ganz ziemlich ohne zu hadern – jammern ist eh nicht ihr Ding. Seins schon, aber er regelt und macht so gut er kann. Für uns ists schon leichter, seit sie wieder daheim ist (vorher war jeder freie Tag mit Krankenhausbesuchen belegt, und die gingen nicht unter 4 Stunden ab, samt ihn abholen und zurückbringen), ab nächste Woche gibts dann auch Sozialstation zur Hilfe, dann können wir hoffentlich in unsere alte Rolle als „lieber Besuch“ zurückschlüpfen und sind nicht mehr nötig als Helfer und Stützen – „wir“ heißt dabei immer: ein anderes Paar und wir beide.

De ole Lüüd haben übrigens ein riesiges Netz an Menschen, die sie mögen und unterstützen: Freunde, Nachbarn, Verwandte sind dabei, aber auch der Schäfer (der Brot mitbringt, wenn er kommt) oder die Putzfee (die auch mal mit de ole Mann zum Krankenhaus fährt). Das ist schon doll, aber jahrzehntelang sind halt auch die beiden die Gebenden gewesen, JedeR fühlte sich stets willkommen und angenommen dort. Jetzt gibts retour ….. sie haben sich das auch wirklich verdient, aber selbstverständlich ist das ja trotzdem nicht! Leider ist er mental inzwischen wirklich SEHR alt geworden, so daß er vieles als selbstverständlich nimmt, das das wirklich nicht ist. Sie aber weiß das von ganz innen heraus zu schätzen.

Aber ich sprach ja von dreien – und die Nummer drei wohnt in unserem Haushalt: unser Katz, der ja in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern wird!

Letzte Woche abends plötzlich brach er hinten weg beim laufen – ein Riesenschreck für uns! Zweimal kurz hintereinander sahen wir das, danach war er zwar noch steif, aber es ging wieder. Und seither merken wir: er tut sich nochmal schwerer mit aufs-Sofa-hüpfen, auch das hinlegen dauert manchmal lange, es scheint zu schmerzen. Nun war guter Rat teuer – mit dem alten Kerl zum Tierarzt????? Och neeee….. drei Tage lang hab ich mit mir gerungen und dann beschlossen: ich fahre OHNE den Kater hin und schildere das ganze erstmal. Das habe ich heute getan, und dann war plötzlich alles ganz einfach:

„Ja“, sagt die Tierärztin „das ist ganz klassisch, das sind fast immer Arthrosen, die dazu führen. Da brauchen Sie mit dem alten Kerl nicht herzukommen, wir versuchen das erstmal mit einem Schmerzmittel, und wenn das nicht hilft, dann gucken wir weiter. Aber ich schätze, das wird nicht nötig sein.“

Jetzt bekommt der Katz also täglich einmal Tröpfchen. Wir müssen ein paar Tage warten, dann sollte sich zeigen, ob sich was ändert. Und dann kanns  die nächsten 20 Jahre so weitergehen, wenns nach mir geht ….


*Meine Eltern – der Herr Papa wird morgen auch schon 85!!! – und des Herrn Mama halten sich glücklicherweise wacker!!

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Nochmal nachgelegt. Aber anders.

Allgemeines Unbehagen, im Allgäu offenbar schon länger ein Thema ….

Zu einem ganz anderen Thema nämlich:

Als ich letztlich über DIE MENSCHEN schrieb, über das, was sie wollen könnten oder MAN meint daß sie wollen würden und darüber, wie ignoriert ich mich dabei mit meinem Wollen fühle, da kam ein Kommentar eines mir unbekannten Menschen hereingeflattert, der sich zum echten Zeitfresser entwickeln sollte (der Kommentar, nicht der Mensch *g*). Der Kommentar wies mich auf einen Text zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen hin, den ich großartig fand. (Ihr, die Ihr Verfechter des BGE seid, laßt Euch bitte nicht vom Titel abhalten zu lesen – das ganze ist sehr viel differenzierter als der vermuten läßt!!) Darüber kam ich auf den dort verlinkten Ergänzungstext, der sich mit dem Feedback zum Text befaßt, dann wollte ich wissen: wer schreibt denn da und warum, und dann – waren Stunden vergangen…..

Ich habe nun ganz am Anfang dieses Blogs, Ende 2016,  zu lesen begonnen und bedauere sehr, daß ich zu spät dran bin, um sozusagen in Echtzeit mitzuverfolgen, was sich da getan hat – denn ich musste feststellen, daß auch die Kommentare sehr interessant und bereichernd für mich sind.

Womit startet dieser Blog? Mit einem Text über die Ursache seines Entstehens, genannt „Das große Unbehagen“ ….  und damit beißt sich die Katze sozusagen in den Schwanz, denn ein ähnlich gelagertes allgemeines Unbehagen, auf einen Punkt kristallisiert, der mich halt grad besonders genervt hatte, hat ja auch mich zu meinem Text veranlaßt.

Ich werde mich langsam aber sicher da durchackern. Vielleicht finde ich ja ein paar Antworten – auf jeden Fall aber Anregung, Ideen, Nachdenkenswertes. Und jetzt wißt auch Ihr Bescheid und könnt klicken oder nicht *g* – wer weiß?


Und jetzt noch was zum lachen, in dieser Minute beim durchforsten meiner Newsfeeds entdeckt bei Onkel Maike

Ich jedenfalls hab mich gut gehögt!!! 🙂

Knapp vorbei ist auch daneben. Zum Glück.

Dabei bin ich schon Die, die in jedem Dorf mal an den Rand fährt um die Spacken vorbeizulassen….Gestern mittag fuhr ich zur Arbeit und geriet bei 0°C in eine Art Pappschnee-Sturm. Es schneite heftig, gleichzeitig taute es, und außerdem fror das Getaute wieder an.

War nicht angenehm zu fahren, und dann kam auch noch eine kurze Strecke, auf der viel schlechter gestreut war als zuvor. Ich fuhr so um die 60, 65km/h und überlegte just, ob das nicht ein wenig schnell sei, da setzte hinter mir ein Lieferwagen zum überholen an- und kam prompt ins schleudern.

Unser Glück: er schleuderte erst auf die gegenüberliegende Fahrbahn, auf der Niemand fuhr. Deshalb war er beim gegenlenken schon ganz HINTER mir, und ich habe ohne betroffen zu sein im Rückspiegel betrachten können, daß er gegenlenkte und dann über meine Spur und Grünstreifen bis über den Radweg rutschte und mit einem Hinterreifen im niedrigen Straßengraben stehenblieb.

Die nächsten Kilometer hat mein Fuß auf dem Gaspedal herumgezittert, daß ichs kaum getreten halten konnte, aber anhalten ging auch nicht …. Glück gehabt!

Der Spacken ist übrigens auch wohlbehalten weitergefahren.

Nachgelegt

Nachdem meine Tipps zu guten Naturgartenblogs hier so gut aufgenommen worden sind, kann ich freudig vermelden, daß es etwas nachzulegen gibt 😉
Gefunden habe ich ein Blog, das durch eine wunderbare Mischung aus Information und Witz besticht:
Naturgartenfreude
bereitet genau solche 🙂 Der obige Link weist auf einen eher informativen Bericht, aber es gibt auch ziemlich witzige sowie sehr schöne Insektenfotos vom Balkon des Blogbetreibers.

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Als zweites ist da ein Blog, das mir in manchem aus der Seele spricht, zum Beispiel in diesem Plädoyer für das liegenlassen von gefallenen Blättern. Aber auch darin, daß die Schreiberin sich offenbar, ähnlich wie ich, schwer damit tut, ihre Wünsche und Einstellungen im „echten Leben“ offensiv zu vertreten. Im Blog geht’s, und ich nehme an, sie hofft wie ich, auf diese Art auch Jemanden oder etwas zu erreichen. Sie stellt aber auch auf sehr persönliche Weise unbekanntere Pflanzen vor und berichtet aus ihrem eigenen Garten. Mir gefällt’s gut 🙂


Nebenbei kurz berichtet: erstmals war letzte Woche ein Dompfaff an unserer Futtersäule zu sehen!

„Die Menschen wollen …“

  • nicht über Personal reden, sondern über ….
  • jetzt Antworten von uns hören zu…..
  • daß wir die Themen aufgreifen, die sie interessieren, und das sind…..
  • daß wir uns wichtigen Themen zuwenden wie……

höre ich in den letzten Wochen aus den Nachrichtensendungen tönen. Wer das sagt, das sind unsere PolitikerInnen, die ein neues Lieblings-Dummsprech gefunden haben, nämlich das von „den Menschen„, von denen sie allesamt behaupten genau zu wissen, was die wollen.

Sie wissen es aber nicht! Denn es gibt nicht „die Menschen“ – es gibt sehr unterschiedliche, und die wollen ganz unterschiedliches. Meineeine zum Beispiel möchte eine Menge Dinge, von denen keine Rede (mehr) ist. Ich möchte zB

  • eine Agrarwende hin zum ökologischen, und zwar sofort
  • die Erhöhung des Mindestlohnes, vielleicht sogar das bedingungslose Grundeinkommen – das weiß ich immer noch nicht so genau *g*
  • eine Bürgerversicherung, mindestens, lieber aber eine Änderung des ganzen Gesundheitsystems
  • das Ende der Braunkohle
  • Familiennachzug auch für subsidiär geschützte Flüchtlinge, und zwar sofort (man könnte ja, wenn man zu viel Angst vor zu vielen Flüchtlingen hat, bestimmen, daß das eine Bestandsschutzregelung für alle die ist, die schon hier sind – aber nicht gilt für Diejenigen, die meinetwegen erst ab Sommer hier ankommen. Die wissen dann, auf was sie sich einlassen. Die jetzt schon hier bzw auf dem Weg sind, sind ja unter der Prämisse der Nachzugsmöglichkeit gestartet!!! Ich finde das zutiefst unmenschlich, ihnen jetzt zu sagen „och, Du bist 2 Jahre hier und wartest, daß es endlich losgeht – jetzt erzählen wir Dir mal, daß alles anders ist und Du Deine Kinder nicht wiedersehen wirst“)
  • Umstellung der „Energiewende“ auf umweltverträgliche Maßnahmen (zB ein Ende des Vollwärmeschutzes und der Biogasanlagen, die Ackerfrüchte vergasen)
  • und ganz sicher keine Groko, lieber eine Minderheitsregierung

Ich weiß mich mit diesen Wünschen nicht alleine. „Die Menschen“ gibt es nicht, aber all die, die meine Wünsche teilen, werden derzeit einfach ignoriert. Es wird stattdessen behauptet, man wisse, was „die Menschen“ wollen, nämlich das, was man als Groko gerade so zusammengekungelt hat …. ich fühle mich bei diesem ständigen „die Menschen“ für dumm verkauft, genauso wie wenn das Immergleiche Weiterso als „Erneuerung“ tituliert wird.

Das übrigens ist das, was wirklich „die Menschen“ zu bewegen scheint, egal wohin man horcht: nämlich, daß sie so dumm nicht sind und sich gegen diese Ignoranz zur Wehr setzen. Leiderleider scheint das immer mehr Denen in die Hände zu spielen, die „die Menschen“ auf noch viel schlimmere Weise für dumm verkaufen als unsere Weitersos, den Populisten. Mich gruselt!

Ich hoffe sehr auf die Basis-Abstimmung in der SPD, auch wenn es verdammt unsicher ist, was geschähe, wenn jetzt, wo es eigentlich meinem Gefühl nach eher „zu spät“ ist, die Groko noch verhindert wird.

Warten wir’s ab.

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P.S. Kennt Ihr das auch, das sich ein Wort umso absurder anhört und anfühlt, je öfter man’s sagt oder schreibt? Mir geht das grad so – hab mich sogar kurz gefragt, ob man „die Menschen“ tatsächlich so schreibt *gg*

 

Über die Integrationsleistung von Arbeit

Wünsche M., Iraker und seit ca drei Jahren in Deutschland, per Telegram* ein gutes neues Jahr und frage, ob er inzwischen Arbeit hat. Hat er, schreibt er, in einer Autolackiererei in der Stadt.

Und, frage ich, ist die Arbeit gut, sind die Kollegen und der Chef nett?

Die Arbeit ist okay, antwortet er. Aber Chef und Kollegen sprechen nur polnisch.


* sowas wie WhatsApp ohne Datensammelei

Der Michelmann möwt mich ins neue Jahr

Dies ist eine Geschichte vom Michelmann:

Arnis

Ich weiß nicht, wie bekannt den LeserInnen von weiter wech die hiesige Saatkrähenproblematik ist, also werde ich das vorweg mal eben mal in Ruhe erläutern:

Saatkrähen stehen unter Schutz, denn sie sind in Deutschland selten. Fast überall. Nur nicht hier bei uns. Hier bei uns gibt es viel zu viele Saatkrähen. Sie brüten in Kolonien in großen Bäumen, die beieinander stehen.
Außer zu vielen Saatkrähen haben wir hier aber auch zu wenig große, beieinanderstehende Bäume, denn hier ist die krähenreichste, aber auch die waldärmste Gegend Deutschlands.
Das führt dazu, daß die großen Saatkrähenkolonien mit den Menschenkolonien in Konflikt geraten, denn beide halten sich gern an denselben Orten auf:  auf Friedhöfen, Grundstücken mit baumumstandenen Häusern oder in kleinen Wäldchen. Außerdem sind Saatkrähen ausgesprochen kommunikativ veranlagt. Sie befinden sich in ununterbrochenem Austausch miteinander. In lautem ununterbrochenen Austausch.
Krähen sind übrigens Singvögel – man mag manchmal nicht glauben, wie absurd Menschen Tiere kategorisieren! Denn Krähen singen nicht, Krähen schreien! Das tun sie unmelodisch und rauh. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Immerzu. Es ist gruselig.
Ein völlig neuer Geschäftszweig ist schon daraus entstanden, der des Krähenvergrämens. Man versucht es mit lautem klappern oder indem man allabendlich kurz vor Dunkelwerden die Nester zerstört, hoffend, daß die Krähen sich dann einen anderen Ort zum nisten suchen. (Das darf man aber nur, bis das 1. Ei liegt, denn die Krähen sind ja geschützt – ich habe bisher noch nicht mitgekriegt, daß es funktioniert hätte….)

Und jetzt also der Michelmann.

Der Michelmann hat ein Haus mit einem großen, schönen Garten dicht an einem kleinen Wäldchen, in dem Hunderte Saatkrähen leben. Ich, dort zu Besuch, sagte einst: „Du hast es ja echt schön hier, aber die Sch***krähen, Mann, ist das laut!!“.
Darauf der Michelmann: „Ach, die stören mich nicht. Ich tu einfach so als wären es Möwen, dann fühle ich mich wie am Strand!“

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Mein Vorsatz für 2018:

Die Welt ist doch gleich viel schöner, wenn man nicht alles glaubt, was man zu wissen meint! Deshalb schließe ich mich dem Michelmann, Pippi und der Frau Merkel* an und singe so oft es geht und mindestens so melodisch wie die Möwen beim Michelmann das schöne Liedchen:

Dreimal drei macht vier widdewiddewitt und drei macht neune
ich mach mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt

 

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Ich wünsche allerseits ein gutes neues Jahr mit ausreichend Möwen und viel Gesang!!!!!

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*Känguruh!

 

Fast vorbei

Durchstrecken und wieder hinlegen ist das Motto für den Rest….

…ist dieses 2017, und es endet, wie’s durchgängig war: naß und grau.

Im Außen stimmt diese Aussage zu 100%, sowohl Wetter als auch des Herrn F. und meine Nase und Gesichtsfarbe machen’s möglich 😉 Wir verbringen also die letzten Tage des Jahres damit, uns warmzuhalten und zu pflegen… und ich habe pflanzliche Kreislauftropfen für mich entdeckt, denn in den letzten Tagen ist „der Rest“ ganz gut aushaltbar, aber mein Kreislauf läßt die Welt schwanken und kippeln, wann immer ich zur Ruhe komme – und Ruhe braucht „der Rest“ noch dringend….
Im Innen sieht das ganze besser aus, worüber ich sehr froh bin, denn dieses nahezu sonnenlose Jahr hätte mir sicher viel mehr zugesetzt, wäre ich innerlich nicht viel besser zupaß als in den letzten Jahren.
Trotzdem fällt es mir nicht schwer, dieses Jahr zu verabschieden – das war nix dolles, ehrlich jetzt …

So. Und jetzt zurück aufs Sofa also! Dort werden wir den Rest des Jahres verbringen, zusammen mit den Kreislauftropfen, Hühnerbrühe und dicken Socken – und immerhin auch Schwiegermutters Weihnachtsplätzchen.

 

 

Hmpf

Bin gestern nachmittag spontan krank geworden und schleppe mich nun nach schlechter Nacht unausgeschlafen mit schnupfender Nase, brennenden Augen und geschwollenem Hals durch den Tag. Draußen stürmt es so, daß es mir drin trotz Ofen, zwei Decken und Wärmekissen unter den Füßen nicht recht warm wird (naja, liegt wohl eher am Zustand als am Sturm – das Thermometer behauptet, es habe über 21° im Wohnzimmer), in der Glotze läuft eh nix G’scheit’s und lesen ist in diesem Zustand nur begrenzt möglich, so daß es auch noch langweilig ist.

So hatte ich mir den letzten freien Tag nicht vorgestellt.

Türchen 24.12.: Was ich an Weihnachten liebe

Überraschungen!

🙂

Die liebe ich zwar nicht nur an Weihnachten, aber um Weihnachten herum gibt’s offenbar öfter welche als sonst im Jahr.

Eine großartige Überraschung war damals die Weihnachtsfrau mit dem weltbesten Milchschäumer, im letzten Jahr dann kam ein Paket vom Christkind!!!, aber auch de Wiehnachtdischer hat mich sowas von überrascht – verrückt und schön war das alles!

In diesem Jahr liegen gleich drei überraschende Päckchen auf unsrem Gabentisch – immerhin kenne ich (fast schon muß ich sagen: leider! *g*) die Absender: der Jungimker und seine Frau sind die einen, Xirxe ist die zweite, und gestern kam noch ein Paket vom Paradiesapfel 🙂 Und dann kam auch noch geradezu massenhaft überraschende Weihnachtspost –  gleich von mehreren Derer, die hier mitlesen und auch von nichtvirtuellen Bekanntschaften, von denen ich keine Post „erwartet“ hatte!! Einerseits bin ich immer ein wenig beschämt, weil ich selbst doch garnicht…. aber andererseits – Überraschung, dann Freude und jetzt das gespanntsein auf den Inhalt der Päckchen überwiegen doch bei weitem, ich geb’s zu!! Dankedankedanke Euch Alle, und

Frohe Weihnachten Euch allen!!!

Türchen 23.12.: Noch ein Fähnlein!!! Und WG-Erinnerungen.

Surfen.

Surfen würde ich, glaube ich, nicht ausprobieren wollen. Ansonsten aber finde ich eine der schönsten WG-Erinnerungen, daß ich, die ich immer in WGs mit völlig fremden Menschen gezogen bin, so viel neues dadurch kennengelernt habe und ausprobieren konnte:

  • im Sozius und hinten auf dem Motorrad mitfahren
  • mit einem Ölofen zurechtkommen (das ist NICHT einfach, und ich überlege immer noch, ob die Dinger kaputt waren, oder ob es tatsächlich normal ist, ein Fetzchen Papier, angezündet, auf einem See von Öl schwimmen zu lassen…..)
  • feststellen, daß es möglich ist, mit zwei starken Raucherinnen zusammen zu leben, ohne daß es im eigenen Zimmer stinkt
  • Zusammenleben mit psychisch Kranken (das ist jetzt nicht unbedingt etwas, das ich als SCHÖNE ERINNERUNG einordnen würde, aber für meinen Alltag – besonders beruflich – doch dauerhaft nützlich gewesen ist und mir außerdem einige Geschichten geliefert hat, die ich noch meinen nicht vorhandenen Enkelkindern erzählen werde würde)
  • einen Hund haben
  • Welpen mit großziehen (bzw beides ohne Verpflichtungen mit beobachten dürfen)
  • Entrümpeln von 11 Jahren WG-Geschichte (weißte noch, ladypark?? Eingetrocknete Schuhcreme, eine mobile Bühne, Säcke voller ungetragener Kleidung – einige Unterhemden trage ich heute noch, btw- , undundund)
  • in einer voll ausgerüsteten Tischlerwerkstatt selbst Regale und Klorollenhalter bauen
  • unterschiedlichste Konzepte von „mehrere Menschen einigen sich darauf, wie man gemeinsam einen Haushalt sauberhält“ durchtesten
  • mitten in der Nacht einen erzürnten Mitbewohner davon abhalten, Jemandem Zucker in den Tank zu kippen
  • Katzenjunge großziehen
  • plötzlich dem schönsten aller Männer im eigenen Flur begegnen (und feststellen, daß ich absolut nicht in der Lage dazu bin, ein einziges Wort zu sprechen, wenn ich ohne Vorwarnung dem schönsten aller Männer gegenüberstehe). Ist Jahrzehnte her, nur um das mal klarzustellen *g*
  • gemeinsames Pflaumenessen nachts um halb drei (Pflaumen aus dem Glas sind unabdingbar nach durchtanzten Stunden!!!)
  • die Tür zum Bad öffnen und zu Tode erschreckt die Mitbewohnerin samt Freund in der Badewanne entdecken
  • tägliches Apelsaftmachen, gefühlt wochenlang, weil der Baum im Hof supersaftige und -leckere Äpfel hat, die sich aber absolut nicht aufbewahren lassen
  • Toleranzübungen von allen Seiten à la „laute Musik um halb drei nachts ist aushaltbar, wenn’s nicht allnächtlich ist“, „ui, die beiden nebenan scheinen’s nett zu haben miteinander“, „die Frage ist, ob ich mir Ohrstöpsel kaufe oder gleich platze, weil der schon wieder morgens um halb acht die Spülmaschine ausräumt“ oder auch „super, sie haben dran gedacht, daß ich zum Frühstück ein Stück Sahnetorte will und kein Brötchen“

Geschützt: S.

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Türchen 21.12.: Mein Dorf bei Nacht, oder: über den Unterschied zwischen Licht und Licht

Heute, endlich, ist Wintersonnenwende.

Ab heute, endlich, wird es laaaangsam aber sicher immer ein wenig heller.

Ich freue mich sehr darüber, und ich versuche, auch in dieser dunklen Jahreszeit ganz bewußt immer wieder nach draußen zu gehen, wenn (falls) die Sonne mal rauskommt, um aufzutanken. Licht. ECHTES Licht, so bitter nötig für Körper und Seele.

Bis hierhin wird mir JedeR folgen können.

Schwieriger wird es bei der Kehrseite dessen, der Dunkelheit – denn gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, aber auch ganz allgemein in den heutigen Zeiten ist es fast nicht mehr möglich, einfach mal Dunkelheit um sich zu haben. Und Dunkelheit – schöne, natürliche, ECHTE Dunkelheit ist meiner Meinung nach mindestens ebenso wichtig für Körper und Seele!

In unserem Dorf zum Beispiel bietet sich bei Nacht derzeit dieses Bild:

Im Grunde war ich bisher immer relativ froh über die Weihnachtsbeleuchtung an der Straße, hat sie doch bedeutet, daß die großen Peitschenlampen, die sonst nur zwischen 23 Uhr und 6 Uhr aus sind, ganz aus bleiben. Selbst dann ist allerdings noch jede 3. an, und obwohl die direkt vor unserem Haus keine 3. ist, beleuchtet die weiter die Straße längs stehende 3. gemeinsam mit der die ganze Nacht scheinenden kleinen aus dem Neubaugebiet gegenüber leider unser Schlafzimmer und den Garten ganz prima *seufz*.  Aber immerhin….. Nun aber gibt es offenbar neue LED-Birnen an den Weihnachtssternen. Wenigstens sind sie orangefarben, aber doch deutlich heller als die alten, normalen Glühbirnen – und die ganze Nacht über an.

Frau Myhratoori beschreibt hier genau das, was ich auch empfinde *klick*

Licht ist halt nicht gleich Licht – Beleuchtung, ständige, ist eine echte Belastung für Körper und Seele! Mein Empfinden ist, daß dank der energie- und geldsparenden LED das ganze sich sogar noch verschlimmert hat.* Und der Nachbargarten wird sowieso jedes Jahr mehr zur weihnachtlichen Beleuchtungsorgie….. inzwischen ist nach 22 Uhr, als sonst die ganze Pracht ausschaltete, leider auch kein Dunkel mehr dort: die Lichtergirlande an der Dachrinne bleibt nachts an *seufz*

Von der Straße aus ists bloß noch ein Lichtwust, von oben kann man zumindest noch erkennen, daß einzelne, unterschiedliche Dinge sich häufen…..

Mein Dorf bei Nacht- so klein es ist, es erlaubt sich keine dunkle Ruhephase.

*Offenbar liege ich mit meinem Eindruck richtig: eine Studien-Fazit-Zitat aus dem Geoforschungszentrum Potsdam:

(…) Anscheinend, so die Interpretation (Ergänzung Fjonka: der Daten) der Forscher, stecken Städte das Geld, das sie mit den billigeren, nicht so energiehungrigen Leuchtdioden sparen, direkt in neue oder hellere Beleuchtung, in Reklametafeln und angestrahlte Gebäude. „Der ganze Effekt der LED besteht offenbar darin, nur noch mehr Licht zu erzeugen“,

 

Türchen 19.12.: Mein allerliebster Cartoon

Ich habe mich ja schon des öfteren als Hägar-Fan geoutet, und ein bestimmter „Hägar“ war’s dann auch, der mir zuallererst einfiel, als Ladyparks Vorschlag kam. Aber dann musste ich doch feststellen: mein allerliebster ist ein anderer, nämlich dieser:

Hach, ich kann mich da immer wieder dran freuen – dieses Gesicht! Wie einfach und wie grandios – ein echtes Kunstwerk 🙂 Und dann die Erinnerung daran, daß ich beim ersten sehen überhaupt nicht verstanden hatte, wo der Witz liegt – so selbstverständlich hatte mein Hirn die Wechstaben zurückverbuchselt.

Und Ihr?

Welches ist Euer allerliebster?? (Wer ihn im Kommentar nicht eingefügt kriegt – ich kann leider auch keine Anleitung dazu geben, sorry) kann ihn mir unter aggewaas(ätt)posteo(punkt)de schicken, dann stelle ich Eure Liebsten hier vor, das wäre toll 🙂