In der großen Stadt Glück gehabt!

Kaum in Berlin, schon geht was:

Zufälliges schlendern – in einen einzigen Naturklamottenladen gegangen- und eine stretchlose mir passende und gefallende nicht wurstpellige Biobaumwolljeans erstanden.

Sogar eine aus richtigem, festem Jeansstoff, nicht so ein dünnlappiges Teil!

Heruntergesetzt auf 69 Euro (WEIL nicht wurstpellig, übrigens. Ich hab gefragt. Wird derzeit nicht mehr so oft nachgefragt, das leicht ausgestellte Bein….)

Leider gab es in meiner Größe nur noch eine.

 

 

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Das war nämlich so:

Der Herr F und ich, wir saßen bei herrlichen 25 Grad in Berlin im Park. JedeR mit einer Flasche Saftschorle in der Hand. Und was stand auf meiner Rhabarbersaftschorle?

GEMÜSEsaftschorle!

Was?, sag ich, Guck mal, was da steht!

Ja und, sagt der Herr F, und ich sage: ja, aber Rhabarber ist doch kein Gemüse!

Was denn sonst, fragt der Herr F.

Na, Obst natürlich.

Neee, natürlich ist der Gemüse!

Im Leben nicht, sag ich, Rhabarberkuchen, Grütze mit Vanillesoße, Saft…. Obst! Ich habe zwar noch nie explizit drüber nachgedacht und doch kann der ja garnichts anderes sein!

Ich, sagt der Herr, hab zwar auch noch nie explizit drüber nachgedacht, aber ich wäre nie drauf gekommen, daß der Obst sein könnte!

Naja, und wie das so ist im Leben 2.0 schalten wir das Fönchen an und ich suche erstmal eine Begriffsdefinition von Obst und von Gemüse

Okay. Bleibt unklar. Nach diesen Definitionen kann der beides sein. Also suche ich „Rhabarber“, und da steht es dann: Rhabarber ist, biologisch gesehen, Gemüse!!!

Immerhin steht da, daß er kulturell bedingt mal so, mal so empfunden wird.

Naja, und das ist der Grund, warum ich mal wissen wollte….. und Umfrage und so….und tatsächlich zeigt meine kleine Umfrage: stimmt. Ist strittig. Kurz führte Obst, aber jetzt, da ich dies schreibe, steht es zu meiner großen Verwunderung 7:5 für Gemüse!!

Dankeschön fürs mitmachen 🙂

Umfrage

Bitte um Spontanantwort. Bloß ein Wort, keine Links oä:

Rhabarber:

OBST oder GEMÜSE?

Erzähle die Tage dann, warum mich Eure Antworten so interessieren 🙂

In aller Herrgottsfrühe klingelt mein Wecker. 6 Uhr 40. Ich habe heute frei, aber schon um acht Uhr früh einen Termin in Flensburg.

Bin un-glaub-lich müde. Quäle mich aus dem Bett, gehe ins Bad, trinke einen Kaffee, mache die Spülmaschine an  – und gehe um kurz nach sieben, also ein paar Minuten bevor ich losmuß, nochmal zum Kalender, um ganz was anderes wegen unseres Urlaubs nachzugucken.

Was sehe ich?

Mein Acht-Uhr-morgens-Termin in Flensburg IST AM DONNERSTAG!

Kaltgestellt

Kann mich nicht erinnern, je wegen eines grippalen Infekts drei Tage am Stück im Bett/ Sofa gelegen zu haben, samt schlafen zwischendrin und ohne längere Aufzeiten als fürs nötigste unerläßlich. Aber jetzt. Bin noch nicht sicher, ob’s heute besser wird, jedenfalls musste ich mich nach 1/2 Std. Wartezimmer beim Doc erstmal auf die Liege flachlegen: der Kreislauf wollte nicht, daß ich so lange hoch bin.

Auf dem Weg dorthin flogen die Amseln tief – die spinnen grad, die Herren Amseln, voll im Hormonrausch, scheint mir. Dabei ist draußen wirklich noch nicht das geringste Anzeichen von Frühling zu entdecken. Oder vielleicht ja doch, in den 3 Tagen mag sich was getan haben. Würde mich aber wundern, Temperaturen um 6° ohne einen Sonnenstrahl wecken nicht grad Frühlingsgefühle….

 

Pechvogel!?

Dem Herrn F. müssen bitteschön heute die verfügbaren Daumen gedrückt werden: er fährt (bzw, schlimmer, WIRD GEFAHREN, Kleinbus) des nachmittags, genau dann, wenn das angekündigte Schneegebiet auch genau dort unterwegs ist, von Köln bis Kiel und von dort, abends, wenn die Schneeschauer auch hier ankommen sollen, selbst dann heimwärts.

Hier stürmt es seit gestern heftig. War in Eckernförde und kam am Hafen zu Fuß kaum vorwärts. Soll heute so heftig bleiben und morgen nochmal doller werden.

Na, ich bin froh, wenn erstmal der Herr gut zuhause ist……

Frauenleiden

Dringend benötigt: eine Jeans. Wieder durch diverse Läden getigert. Und durch das Internet, aber die Jeans, deren „Daten“ ich noch habe, gibt es nicht mehr. Und Jeans kaufen ohne Anprobe? Nö. Diese Hin-und Herschickerei taugt mir aus mehreren Gründen nicht. Ich habe inzwischen meine Ansprüche auf zwei Kriterien heruntergeschraubt

  1. Es sollte eine Jeans mit leicht ausgestelltem Bein sein, „straight“ oder „bootcut“ also (Ich hasse diese Wurst-in-Pelle-Optik, die derzeit in vielen Läden tatsächlich ausschließlich(!) zu haben ist. „Slim fit“, oder „skinny“ heißen die – furchtbar!)
  2. 100% Baumwolle

Ich finde eigentlich nicht, daß diese Ansprüche zu hoch sind. Sind sie aber. Wäre ich ein Mann (oder eine Frau, die groß genug ist, Männerjeans zu tragen) – kein Problem. Aber Frauenjeans?

Der Tipp war C&A, die haben inzwischen Biokollektionen und ganz gute Auswahl, sagte man mir. Dort habe ich dann letztendlich zwei Kompromißhosen gekauft:

  1. immerhin nicht knalleng und mit Gürtel einigermaßen, aber auch nicht wirklich gut sitzend. Sehen halt ein wenig nach „Billighose“ aus, haben aber dann auch nur 39,- gekostet.
  2. Biobaumwolle! Aber trotzdem 2% Plastik. Gegen die 10-20% in anderen Läden wenig, trotzdem sowohl optisch als auch ökomäßig ärgerlich – zumal ein Stockwerk weiter oben in der Männerabteilung der Herr F. zum selben Preis Jeans OHNE Plastikanteil kaufen konnte, die sogar auch noch schicker geschnitten sind.

Jetzt habe ich noch genau zwei Hosen, die ich mag. Alle anderen sind „was besseres gibts halt nicht“ 😦

 

Was wünscht Ihr Euch?

Das stand vorhin als Thread-Überschrift im BookCrossing-Forum.
Und? 🙂

Geht es Euch wie mir?
Ich hatte beim lesen sofort einen Wunsch im Kopf:

Einmal wieder durch- und dann auch noch ausschlafen können, das wünsche ich mir!!


Als ich den thread angeklickt habe, um die Wünsche der Anderen zu lesen, ging es allerdings in dem thread bloß um Bücherwünsche  – man liest in der Übersicht nur die Überschrift,. und manche Leute schreiben ihre Überschriften halt ziemlich un-aussagekräftig *g*. Die Threadstarterin wollte drei Buchringe starten und wissen, welche Bücher sich Leute im Forum dazu wünschen würden

Irrtümer

„Bohrer für Öl? Sie meinen, in die Erde bohren und versuchen Öl zu finden? Sie sind verrückt!“
Bohr-Arbeiter vor dem ersten Öl-Bohr-Projekt, 1859.

„Pasteurs Theorie von Bazillen ist lächerliche Fiktion.“
Pierre Pachet, Professor der Physiologie in Toulouse, 1872

„Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.“
‘Western Union‘, Interne Meldung, 1876.

„Schwerer als Luft? Flugmaschinen sind unmöglich.“
Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895.

„Alles, was erfunden werden kann, ist erfunden worden.“
C. H. Duell, Beauftragter des US-Patentamts, 1899.

„Wer zur Hölle will Schauspieler reden hören?“
Warner Brothers‘ über Tonfilme, 1927.

„Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.“
Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, 1943

„Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1.5 Tonnen wiegen.“
Die Zeitschrift ‘Populäre Mechanik‘, 1949

„Ich kann Ihnen versichern, dass Datenverarbeitung ein Tick ist, welcher dieses Jahr nicht überleben wird.“
Der Herausgeber einer Geschäftsbuch-Reihe, 1957

„Wir mögen den Sound nicht und außerdem ist Gitarrenmusik sowieso am aussterben.“
Decca Recording Co.‘ begründet die Zurückweisung der Beatles, 1962.

„Aber für was ist das gut?“
Ein IBM-Ingenieur über den Mikroprozessor, 1968

„Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.“
Ken Olson, Präsident der Digital Equipment Corp., 1977

„640 Kilobyte sind genug für jeden.“
Bill Gates, 1981

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Zusammengetragen aus mehreren Irrtümer-Listen, die so im Netz kursieren

Altwerden

Altwerden ist bei uns derzeit Thema. Allerdings nicht unser eigenes – aber wenn man die 50 überschritten hat, dann ists ganz normal, sich im Freundeskreis darüber zu unterhalten, was denn die Pflegekasse zum einen Vater, was das Krankenhaus zur anderen Mutter, was die Sozialstation zu noch anderen Eltern zu sagen hat – und bei uns sinds halt in den letzten vier Wochen gleich drei ole Lüüd, über die wir uns Gedanken machen*: de ole Mann und sin ole Fru, Volkers Eltern, die beide Mitte 80 sind und bei denen mit ihrem Schlaganfall vor einigen Wochen einges anders werden muß. Wen’s interessiert: sie ist wieder daheim, nimmt das ganze mit stoischer Heiterkeit – für die ich sie sehr bewundere – und vor allem: jetzt, wo’s wirklich nötig ist, kann sie Hilfe zulassen, und das ganz ziemlich ohne zu hadern – jammern ist eh nicht ihr Ding. Seins schon, aber er regelt und macht so gut er kann. Für uns ists schon leichter, seit sie wieder daheim ist (vorher war jeder freie Tag mit Krankenhausbesuchen belegt, und die gingen nicht unter 4 Stunden ab, samt ihn abholen und zurückbringen), ab nächste Woche gibts dann auch Sozialstation zur Hilfe, dann können wir hoffentlich in unsere alte Rolle als „lieber Besuch“ zurückschlüpfen und sind nicht mehr nötig als Helfer und Stützen – „wir“ heißt dabei immer: ein anderes Paar und wir beide.

De ole Lüüd haben übrigens ein riesiges Netz an Menschen, die sie mögen und unterstützen: Freunde, Nachbarn, Verwandte sind dabei, aber auch der Schäfer (der Brot mitbringt, wenn er kommt) oder die Putzfee (die auch mal mit de ole Mann zum Krankenhaus fährt). Das ist schon doll, aber jahrzehntelang sind halt auch die beiden die Gebenden gewesen, JedeR fühlte sich stets willkommen und angenommen dort. Jetzt gibts retour ….. sie haben sich das auch wirklich verdient, aber selbstverständlich ist das ja trotzdem nicht! Leider ist er mental inzwischen wirklich SEHR alt geworden, so daß er vieles als selbstverständlich nimmt, das das wirklich nicht ist. Sie aber weiß das von ganz innen heraus zu schätzen.

Aber ich sprach ja von dreien – und die Nummer drei wohnt in unserem Haushalt: unser Katz, der ja in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern wird!

Letzte Woche abends plötzlich brach er hinten weg beim laufen – ein Riesenschreck für uns! Zweimal kurz hintereinander sahen wir das, danach war er zwar noch steif, aber es ging wieder. Und seither merken wir: er tut sich nochmal schwerer mit aufs-Sofa-hüpfen, auch das hinlegen dauert manchmal lange, es scheint zu schmerzen. Nun war guter Rat teuer – mit dem alten Kerl zum Tierarzt????? Och neeee….. drei Tage lang hab ich mit mir gerungen und dann beschlossen: ich fahre OHNE den Kater hin und schildere das ganze erstmal. Das habe ich heute getan, und dann war plötzlich alles ganz einfach:

„Ja“, sagt die Tierärztin „das ist ganz klassisch, das sind fast immer Arthrosen, die dazu führen. Da brauchen Sie mit dem alten Kerl nicht herzukommen, wir versuchen das erstmal mit einem Schmerzmittel, und wenn das nicht hilft, dann gucken wir weiter. Aber ich schätze, das wird nicht nötig sein.“

Jetzt bekommt der Katz also täglich einmal Tröpfchen. Wir müssen ein paar Tage warten, dann sollte sich zeigen, ob sich was ändert. Und dann kanns  die nächsten 20 Jahre so weitergehen, wenns nach mir geht ….


*Meine Eltern – der Herr Papa wird morgen auch schon 85!!! – und des Herrn Mama halten sich glücklicherweise wacker!!

Nochmal nachgelegt. Aber anders.

Allgemeines Unbehagen, im Allgäu offenbar schon länger ein Thema ….

Zu einem ganz anderen Thema nämlich:

Als ich letztlich über DIE MENSCHEN schrieb, über das, was sie wollen könnten oder MAN meint daß sie wollen würden und darüber, wie ignoriert ich mich dabei mit meinem Wollen fühle, da kam ein Kommentar eines mir unbekannten Menschen hereingeflattert, der sich zum echten Zeitfresser entwickeln sollte (der Kommentar, nicht der Mensch *g*). Der Kommentar wies mich auf einen Text zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen hin, den ich großartig fand. (Ihr, die Ihr Verfechter des BGE seid, laßt Euch bitte nicht vom Titel abhalten zu lesen – das ganze ist sehr viel differenzierter als der vermuten läßt!!) Darüber kam ich auf den dort verlinkten Ergänzungstext, der sich mit dem Feedback zum Text befaßt, dann wollte ich wissen: wer schreibt denn da und warum, und dann – waren Stunden vergangen…..

Ich habe nun ganz am Anfang dieses Blogs, Ende 2016,  zu lesen begonnen und bedauere sehr, daß ich zu spät dran bin, um sozusagen in Echtzeit mitzuverfolgen, was sich da getan hat – denn ich musste feststellen, daß auch die Kommentare sehr interessant und bereichernd für mich sind.

Womit startet dieser Blog? Mit einem Text über die Ursache seines Entstehens, genannt „Das große Unbehagen“ ….  und damit beißt sich die Katze sozusagen in den Schwanz, denn ein ähnlich gelagertes allgemeines Unbehagen, auf einen Punkt kristallisiert, der mich halt grad besonders genervt hatte, hat ja auch mich zu meinem Text veranlaßt.

Ich werde mich langsam aber sicher da durchackern. Vielleicht finde ich ja ein paar Antworten – auf jeden Fall aber Anregung, Ideen, Nachdenkenswertes. Und jetzt wißt auch Ihr Bescheid und könnt klicken oder nicht *g* – wer weiß?


Und jetzt noch was zum lachen, in dieser Minute beim durchforsten meiner Newsfeeds entdeckt bei Onkel Maike

Ich jedenfalls hab mich gut gehögt!!! 🙂

Knapp vorbei ist auch daneben. Zum Glück.

Dabei bin ich schon Die, die in jedem Dorf mal an den Rand fährt um die Spacken vorbeizulassen….Gestern mittag fuhr ich zur Arbeit und geriet bei 0°C in eine Art Pappschnee-Sturm. Es schneite heftig, gleichzeitig taute es, und außerdem fror das Getaute wieder an.

War nicht angenehm zu fahren, und dann kam auch noch eine kurze Strecke, auf der viel schlechter gestreut war als zuvor. Ich fuhr so um die 60, 65km/h und überlegte just, ob das nicht ein wenig schnell sei, da setzte hinter mir ein Lieferwagen zum überholen an- und kam prompt ins schleudern.

Unser Glück: er schleuderte erst auf die gegenüberliegende Fahrbahn, auf der Niemand fuhr. Deshalb war er beim gegenlenken schon ganz HINTER mir, und ich habe ohne betroffen zu sein im Rückspiegel betrachten können, daß er gegenlenkte und dann über meine Spur und Grünstreifen bis über den Radweg rutschte und mit einem Hinterreifen im niedrigen Straßengraben stehenblieb.

Die nächsten Kilometer hat mein Fuß auf dem Gaspedal herumgezittert, daß ichs kaum getreten halten konnte, aber anhalten ging auch nicht …. Glück gehabt!

Der Spacken ist übrigens auch wohlbehalten weitergefahren.

Nachgelegt

Nachdem meine Tipps zu guten Naturgartenblogs hier so gut aufgenommen worden sind, kann ich freudig vermelden, daß es etwas nachzulegen gibt 😉
Gefunden habe ich ein Blog, das durch eine wunderbare Mischung aus Information und Witz besticht:
Naturgartenfreude
bereitet genau solche 🙂 Der obige Link weist auf einen eher informativen Bericht, aber es gibt auch ziemlich witzige sowie sehr schöne Insektenfotos vom Balkon des Blogbetreibers.

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Als zweites ist da ein Blog, das mir in manchem aus der Seele spricht, zum Beispiel in diesem Plädoyer für das liegenlassen von gefallenen Blättern. Aber auch darin, daß die Schreiberin sich offenbar, ähnlich wie ich, schwer damit tut, ihre Wünsche und Einstellungen im „echten Leben“ offensiv zu vertreten. Im Blog geht’s, und ich nehme an, sie hofft wie ich, auf diese Art auch Jemanden oder etwas zu erreichen. Sie stellt aber auch auf sehr persönliche Weise unbekanntere Pflanzen vor und berichtet aus ihrem eigenen Garten. Mir gefällt’s gut 🙂


Nebenbei kurz berichtet: erstmals war letzte Woche ein Dompfaff an unserer Futtersäule zu sehen!

„Die Menschen wollen …“

  • nicht über Personal reden, sondern über ….
  • jetzt Antworten von uns hören zu…..
  • daß wir die Themen aufgreifen, die sie interessieren, und das sind…..
  • daß wir uns wichtigen Themen zuwenden wie……

höre ich in den letzten Wochen aus den Nachrichtensendungen tönen. Wer das sagt, das sind unsere PolitikerInnen, die ein neues Lieblings-Dummsprech gefunden haben, nämlich das von „den Menschen„, von denen sie allesamt behaupten genau zu wissen, was die wollen.

Sie wissen es aber nicht! Denn es gibt nicht „die Menschen“ – es gibt sehr unterschiedliche, und die wollen ganz unterschiedliches. Meineeine zum Beispiel möchte eine Menge Dinge, von denen keine Rede (mehr) ist. Ich möchte zB

  • eine Agrarwende hin zum ökologischen, und zwar sofort
  • die Erhöhung des Mindestlohnes, vielleicht sogar das bedingungslose Grundeinkommen – das weiß ich immer noch nicht so genau *g*
  • eine Bürgerversicherung, mindestens, lieber aber eine Änderung des ganzen Gesundheitsystems
  • das Ende der Braunkohle
  • Familiennachzug auch für subsidiär geschützte Flüchtlinge, und zwar sofort (man könnte ja, wenn man zu viel Angst vor zu vielen Flüchtlingen hat, bestimmen, daß das eine Bestandsschutzregelung für alle die ist, die schon hier sind – aber nicht gilt für Diejenigen, die meinetwegen erst ab Sommer hier ankommen. Die wissen dann, auf was sie sich einlassen. Die jetzt schon hier bzw auf dem Weg sind, sind ja unter der Prämisse der Nachzugsmöglichkeit gestartet!!! Ich finde das zutiefst unmenschlich, ihnen jetzt zu sagen „och, Du bist 2 Jahre hier und wartest, daß es endlich losgeht – jetzt erzählen wir Dir mal, daß alles anders ist und Du Deine Kinder nicht wiedersehen wirst“)
  • Umstellung der „Energiewende“ auf umweltverträgliche Maßnahmen (zB ein Ende des Vollwärmeschutzes und der Biogasanlagen, die Ackerfrüchte vergasen)
  • und ganz sicher keine Groko, lieber eine Minderheitsregierung

Ich weiß mich mit diesen Wünschen nicht alleine. „Die Menschen“ gibt es nicht, aber all die, die meine Wünsche teilen, werden derzeit einfach ignoriert. Es wird stattdessen behauptet, man wisse, was „die Menschen“ wollen, nämlich das, was man als Groko gerade so zusammengekungelt hat …. ich fühle mich bei diesem ständigen „die Menschen“ für dumm verkauft, genauso wie wenn das Immergleiche Weiterso als „Erneuerung“ tituliert wird.

Das übrigens ist das, was wirklich „die Menschen“ zu bewegen scheint, egal wohin man horcht: nämlich, daß sie so dumm nicht sind und sich gegen diese Ignoranz zur Wehr setzen. Leiderleider scheint das immer mehr Denen in die Hände zu spielen, die „die Menschen“ auf noch viel schlimmere Weise für dumm verkaufen als unsere Weitersos, den Populisten. Mich gruselt!

Ich hoffe sehr auf die Basis-Abstimmung in der SPD, auch wenn es verdammt unsicher ist, was geschähe, wenn jetzt, wo es eigentlich meinem Gefühl nach eher „zu spät“ ist, die Groko noch verhindert wird.

Warten wir’s ab.

——

P.S. Kennt Ihr das auch, das sich ein Wort umso absurder anhört und anfühlt, je öfter man’s sagt oder schreibt? Mir geht das grad so – hab mich sogar kurz gefragt, ob man „die Menschen“ tatsächlich so schreibt *gg*