Novemberwetter

Jetzt, in der Adventszeit, ist das typische Novemberwetter hier angekommen: es fisselt ständig, teils regnet’s auch ergiebig, den ganzen Tag wird es nicht hell, und die Temperaturen liegen bei 10°.

Mir solls recht sein, solange das nicht glatt ist – die Nässe braucht der Garten, und draußen sein ist eh nur noch in kleinen Häppchen wie an dem einen schööööönen Tag in Eckernförde möglich.

Derweil habe ich heute zum 1. Mal Krankengymnastik gehabt – und eine Gewichtsmanschette mitbekommen, mit der ich die kranke Schulter „pendeln“ soll: in Schrittstellung leicht vorgebeugt hinstellen, mit der linken Hand abstützen, die rechte mit Manschette runterhängen lassen. Dann anschubsen – nach vorn oder seitlich – und ohne Kraft und Führung(!) per Schwerkraft auspendeln lassen. Immer mal neuen Anschubs geben, aber sonst ganz lose lassen.

Okay, Frau KG, wird gemacht….

Und sonst? Ofen, Katze, TV, lesen, ole Lüüd besöken, Friseur, Weihnachtsgeschenke besorgen – ich habs schon gut, finde ich….. gestern war ich auffe neuen Arbeit, erste Dienstpläne abholen, und als ich mit Frau Chefin sprach, sagte ich so, daß ich mich auf die neue Arbeit freue – da schallte es aus dem Off „Wir freuen uns auch!“ – das war die neue Kollegin, mit der ich auch beim probearbeiten zusammengearbeitet hatte.

Hab ich mich ziemlich drüber gefreut!

 

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Ein schöööööner Tag….

Ich bin krankgeschrieben.

Das liest sich jetzt erstmal alles andere als schön. Aber ist es eigentlich nicht, denn ich bin krankgeschrieben mit einer Entzündung in der Schulter, die runterzieht bis in den Daumen, und die mich am Montag auffe Arbeit nicht richtig arbeiten ließ: Kartons heben? Sachen einräumen? Alles nur unter Schmerzen möglich, und mit Hinfall-Risiko, weil ich schwerere Dinge (und das ist in dem Fall schon, Daumengelenk, eine Kilopackung Mehl) einfach nicht richtig festhalten kann. Also zum Doc. KG und eine Cortison-Stoßtherapie.

Aber: im Privatleben stört das nicht wirklich, schonen ist oberste Maxime, aber schulterschonend kann ich im schönsten Sonnenschein Eckernförde besuchen, endlich die lange bestellte und schon vor 14 Tagen angekommene Jacke abholen, die ich mir gegönnt habe: Mufflon, sauteuer, aber 100% Wolle, gefilzt und schön warm,  mir super passend, schön aussehend und bis auf die Reißverschlüsse plastikfrei. Dachte ich jedenfalls, bis ich unten ein Zuziehbänzel entdeckte, das völlig überflüssig ist, nuja….

*räusper* – also, in echt sieht die wirklich schön aus…. und nicht so rustikal *g*

Dann hatte ich noch über eine Stunde Zeit, bis ich mich mit Anja treffen wollte, also habe ich noch in einen Secondhandladen geguckt, und da sprang SIE mich an – sowas hatte ich noch nie, aber ich finds ausnehmend schön, die passt wie angegossen und ich fühlte mich trotz „das sieht aber ganz schön edel aus“ gleich richtig wohl drin. Ist leichtere Wolle, gewebt:

Auch hier: irgendwie ist das schwierig mit dem fotografieren…..

So soll shoppen sein, rein, sehen, paßt, kaufen, alles gut!!!! 🙂

Dann noch im Strandkorb in der Sonne am Strand gesessen, mit Cappuccino – solange es irgendwie geht, draußen zu sein, kann ich die Location direkt am Strand am Ostseeinfozentrum wirklich sehr empfehlen! Drin ists allerdings nix, da sitzt man wie im Kiosk.

Dann ein schönes Treffen mit Anja, und auch noch die Latschen, die im 1. Versuch de ole Fru nicht passten, umgetauscht – und jetzt ab vor den Ofen, allerdings vorher noch duschen, da steh ich ja nicht so drauf, aber irgendwas ist ja immer 😉

Ein guter Tag!!!!

Was ist ein Test?

Wenn Euch Jemand fragt

möchtest Du mal ausprobieren, ob es Dir taugt, einen Automatik zu fahren statt des gewohnten Autos mit Schaltgetriebe? Vielleicht findest Du’s ja toll!?

Und Du sagst

Okay, kann ich ja mal testen

Dann heißt das nach meinem Verständnis: ich setz mich mal rein und fahre ein paar Kilometer, und dann kann ich sagen „ohja, fein, der ist ja super“, oder ich sage „oh, Kacke, das paßt mir aber garnicht, ich will zurück in mein gewohntes Auto!!“

WordPress scheint das anders zu sehen.

WordPress hat mich gefragt, ob ich mal den neuen Editor testen mag, und weil ich aus bisheriger Erfahrung schon Bauchgrimmen bekomme, wenn ich von WordPress nur das Wort „neu“ höre, hab ich mir gedacht „okay, Fjonka, bevor Du jetzt schon genervt bist, daß irgendwann wieder so eine Katastrophen-Änderung auf Dich zu kommt, guckst Du Dir den halt mal an. Vielleicht ists ja nicht so schlimm, dann kannst Du es ruhig auf Dich zukommen lassen. Oder Du überlegst echt mal, ob Du irgendwo anders hin wechselst.“

Gesagt, getan – festgestellt: ohweh, das ist richtig, richtig blöde!!! Verkomplizierung ohne Nutzwert! Verdammt!!! Ich wollte den Test beenden – aber, und jetzt wird es erst richtig blöde: nirgends gehts zurück zum alten Editor!

Ich konnte es erst nicht glauben, aber es ist wohl wirklich so: wenn WordPress fragt

Möchtest Du testen?

Dann meint das

Laß mich Dir etwas neues dauerhaft aufzwingen

Ich komme tatsächlich aus der Nummer nicht mehr raus 😦

Ich hab schon alles mögliche probiert:

  • auf der Seite im Dashboard nach dem entsprechenden „klick“ zu suchen natürlich als erstes,
  • mir dort den „Erklärbär“ zum Editor anzusehen, der ALLES erklärt außer was der Sch*** soll und wie man da wieder rauskommt
  • Cookies und Browserverlauf zu löschen
  • und, nach einem Tipp aus dem BC-Forum, ein entsprechendes Plugin zum deaktivieren des neuen Editors zu nutzen – aber Plugins installieren geht nur auf kostenpflichtigen Seiten….

Nach zwei Tagen, nach unendlicher Sucherei und sinnlosem Herumgeklicke, nach genervtem Gefluche und, ja, nach „den Tränen nahe“ – Abbrüchen habe ich jetzt immerhin herausgefunden wie man innerhalb dieses neuen Kack-Editors an die Funktionen herankommt, die ich als elementar und ganz normal empfinde und deshalb unkompliziert weiter nutzen möchte – sowas wie kursiv oder fett zu schreiben, ein Wort farblich abzusetzen, eine Liste anzulegen …… – all das ist im neuen Editor nur auf komplizierteste Art und nicht, wie zuvor, eben mal nebenher erreichbar. Ich habe jetzt aber immerhin rausgefunden, daß es möglich ist (wenn auch, weil nicht von vorneherein angeboten, offenbar unerwünscht), innerhalb der

wunderbaren, neuen Welt der Blöcke

(Zitat WordPress, ich könnte kotzen!!)

auf Umwegen an einen Block namens „classic“ zu gelangen, der ähnlich einfaches schreiben wie zuvor zuläßt. Das hat mich allerdings Stunden sinnlosen Genervs gekostet. Und wird vor dem schreiben jeden neuen Beitrags einige Zeit beanspruchen, um genau dorthin zu gelangen, wo man vorher automatisch war. Fast genau – denn ein paar Dinge funktionieren trotzdem nur über mehr klicken und umständlichere Prozeduren. Wahrscheinlich sollte ich dankbar sein, daß sie überhaupt funktionieren, denn – dem geschenkten Gaul…. aber wenn der geschenkte Gaul vorher ein freundlicher, angenehm zu reitender war, der jetzt gegen einen bissigen, buckelnden ausgetauscht wurde, dann ist das mit der Dankbarkeit schwierig.

Also, liebe Leute – sollte Euch eine Website je fragen, ob Ihr irgendetwas ausprobieren wollt: ich warne Euch! Tut das nur, wenn Ihr sicher seid, im Zweifelsfall das auszuprobierende auf Dauer ertragen zu können! Denn wer weiß schon, welche alternativen Bedeutungen Eure Website dem Wort „Test“ verleiht…….


P.S.: Natürlich könnte ich jetzt zu zahlen beginnen, dann könnte ich das Plugin herunterladen, das dazu führt, daß ich wieder wie zuvor meine Beiträge schreiben kann. Aber dort, wo ich nachgelesen hatte steht auch, daß auch zahlenden Menschen diese Möglichkeit nur noch kurz offenstehen wird. Denn WordPress hat angekündigt, die Welt bald schon vollständig zwangszubeglücken. Der neue Editor wird eingeführt – nicht als Wahlmöglichkeit, sondern alternativlos. Das bringt also auch nichts.


PPS Hallelujah! Auf absolut unlogische Art KANN man aus der Nummer raus, wattundmeer hat mich in den Kommentaren drauf gebracht, dankedankedankedanke!!!! :-))))))))

Unterwegs – eine Sommer-Exkursion

14. Juli 2018

So hübsch behütet kann der alte Stamm noch lange als Futter- und Nistort für Vögel und Insekten dienen

Dunkle Wolken liegen über Schwansen, als wir am Straßenrand parken, um endlich mal wieder bekannte und (uns noch) unbekannte Naturgarten-Liebhaber zu treffen. Wir sind vom Naturgarten e.V. eingeladen, den Garten von Ilse gezeigt zu bekommen, und gemeinsam Insekten-Nisthilfen aus Tonröhren und Lehm zu bauen. Danach soll es noch in einen Schmetterlingsgarten einige Kilometer weiter gehen. Wir sind gespannt.

Der erste Eindruck: hier bei Ilse ist es richtig schön kuschelig! An allen Wänden wachsen Klimmpflanzen, überall sind Wege, Nischen, Sitzplätze, und eine uralte, hohle Eiche beschirmt das Gelände. Je mehr man schaut, desto mehr kann man entdecken: Nisthilfen überall, für Vögel und für Insekten. Totholzzäune. Steine. Durchgänge. Wir sind beeindruckt.

Nach einer kurzen Begrüßung werden wir – fast dreißig Leute sind gekommen – in zwei Gruppen aufgeteilt. Ilse erklärt die Vorbereitung für unsere Nisthilfenbastelei, denn damit kann Gruppe eins schonmal anfangen, während Gruppe zwei den Garten gezeigt bekommt. Es stellt sich schnell heraus: was wir da bewundert haben, war erst ein Anfang! Es gibt auch noch einen großen Sonnengarten hinterm Haus, und hier blühen Karde, Steinklee, Oregano, Teufelsabbiß und jede Menge anderer Pflanzen ungeachtet der wochenlangen Trockenheit prächtig, Wildbienen und Hummeln sind in Hundertschaften unterwegs.

Die alte Eiche beschattet das Garten-WC

Und dann ist da ja auch noch der Senkgarten, angelegt in der ehemaligen Klärgrube, deren eine Hälfte noch Teich ist- und an diesem Teich dann der tiefe, windgeschützte Sitzplatz, umgeben von Findlingen und natürlich wild wuchernden Pflanzen – aber zurück in den Hof, nun wird gearbeitet. Das Rezept für die Lehmröhrennisthilfen hab ich Euch hier im Blog ja letztlich schon verraten, also überspringen wir hier mal den Bericht über die arbeitsame Zeit 😉

Nun setzen wir uns ans verdiente Essen, jedeR hat etwas fürs Buffet mitgebracht, und so können wir ordentlich schlemmen und dabei jede Menge spannende Gespräche führen.

Sehr schnell ist schon Zeit, weiterzufahren, es erwartet uns ja noch der Schmetterlingsgarten auf dem Biohof Schoolbek. Und der ist auf eine ganz andere Art beeindruckend! Hier wurde Mutterboden abgetragen, Kies-Schotter-Sand kam hin, es wurden kleine Hügel und eine Senke mit Steintreppen und Teich drin angelegt. Die ganze Bepflanzung ist darauf ausgerichtet, daß Schmetterlinge hier nicht nur für sich selbst Nektar, sondern auch für ihre Nachkommen Futterpflanzen finden können, wie uns Marx Harder erklärt.

warme Senke mit Teich, dahinter die sonnige, magere Wiese

Aber auch Kreuzottern, jede Menge Käfer, Wildbienen, Wanzen undundund leben hier. Und pünktlich kommt auch die Sonne hervor, denn ohne Sonne ist das ja schwierig mit dem beobachten von Schmetterlingen. 😉 Überall sieht man jetzt Menschen sitzen oder knien, die Niströhren im Boden studieren, versuchen, Pflanzen zu bestimmen oder sich erklären lassen, was einen Hauhechel-Bläuling von einem Faulbaum-Bläuling unterscheidet. Mark Harder erkennt sie sogar bei zusammengeklappten Flügeln…..

Als Bonbon obenauf gibt es dann noch eine kurze Wanderung (vorbei an kornduftendem Roggenfeld mit Kamille, Ochsenzunge und Kornblume – weil biologisch bewirtschaftet) zu einer ganz besonderen Fläche: wir erklimmen eine leichte Kuppe und stehen plötzlich im Paradies: eine Dauerweide, seit 30 Jahren ökologisch bewirtschaftet, auf leichtem Sandboden ist per se der Traum jedes Naturgärtners – hier bietet sie auch noch den Blick auf See-, Au- und Waldflächen.

Die Lerchen singen (wirklich, mehrere!!!!), die Sandglockenblumen blühen, der Himmel zeigt sich himmelblau mit Schäfchenwolken – wenn wir uns hier umsehen, dann wissen wir wieder ganz genau, warum wir uns weiterhin für mehr Natur stark machen wollen….

Ich möchte mich noch gerne einem eindringlichen Appell Frau v. Redeckers anschließen: Politisch wählen können wir nur alle paar Jahre mal, und ob unsere Wahlen so viel ändern, das sei noch dahingestellt. Aber wir können täglich wählen, ob wir Bioware einkaufen und dadurch solche Flächen wie diese oder den blühenden Roggenacker fördern wollen oder ob wir mit unseren Einkäufen die konventionelle Landwirtschaft unterstützen – wir haben es (mit) in der Hand, wie unsere Landschaft aussieht!


Fast genauso ist dieser Artikel übrigens just in der neuen „Natur & Garten“ erschienen. Ich wollte dem nicht vorgreifen, daher erst jetzt hier. Und auch mein Beitrag über die selektive Wahrnehmung wurde, umgearbeitet und mit neuen Fotos versehen, auf mehreren Seiten abgedruckt. Das ist schon toll, so gedruckt wirkt das nochmal anders, und ich bin durchaus ein wenig stolz … 🙂

 

 

Tanzen!?

Dieses Wochenende steht im Zeichen der Musik:

Sonnaaaahm’d Abend, also heute, ist im Kühlhaus „Tanzwerk“ – ich hoffe sehr auf tanzbare Musik für mich. Auf alle Fälle ist es sowas wie die einzige Chance, wenn frau in Flensburg als Ü-50-jährige weder Lust auf Tanztee noch auf Wolle Petry und Helene Fischer hat. Und auch nicht auf Techno.

Vielleicht hat ja von Euch noch Jemand nix davon mitgekriegt und mag sich nun auch auf die Beine machen!?

Und morgen abend haben wir Konzertkarten für ein Flensburger Urgestein, die Charlie-Schreckschuß-Band.

Ich kann mich vage erinnern, daß ich die einmal zu meiner Anfangszeit hier, Angang der 90er also, gesehen und gut gefunden habe. Mal gucken, ob das was wird für uns. Auf alle Fälle sind wir in guter Gesellschaft und essen in dieser zuvor noch lecker indisch. Und sollte es dann „nichts sein“, so kann ich, hoffentlich vom heutigen Abend noch gut durchtanzt, einfach bräsig in der Ecke sitzen 😉

Die Tanzerlaubnis ist übrigens fotografiert im leiderleiderleider aufgelösten wunderbaren Bönstruper Dorfmuseum

Abgekartet Nr. 15

… und wieder hat der Paradiesapfel es geschafft, mir eine Karte zukommen zu lassen, die es laaaaange an der Magnetschnur gehalten hat. Der Poststempel sagt, es sind zweieinhalb Jahre! Kein Wunder, „Kuhtilda, Muhlrike und Heulinde bei der Probe fürs Weihnachtsballett“ (Zitat Rückseite) zuzusehen macht einfach ein grinsen ins Gesicht!

Btw: huhu, Äppelken *wink*

Fünf Nüsse für zwei Menschen

Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren,da wohnte der Michelmann für eine Zeit in Hessen. Und von dort hat der Michelmann mir ein Walnußbäumchen mitgebracht, ganz klein war es noch! Aber ich wusste: Walnußbäume werden GROSS. Und im Garten war kein Platz, wo ein Baum gut hätte groß werden können. Also pflanzte ich mein Bäumchen vorläufig in einen großen Topf und grub den im Staudengarten ein. Aber die Fee kam nicht, die mir drei Wünsche erfüllen hätte können, der Garten wurde einfach nicht größer, und es vergingen fünf oder sechs Jahre. Das Bäumchen kümmerte ein wenig vor sich hin, es musste also etwas passieren:

2011 haben wir es im Knick eingepflanzt

2014. Sieht schon besser aus, aber dann –

2015! Doppelt so hoch. Die Walnuß merkt, daß sie Platz hat 🙂

Ab da wächst sie und wächst und wächst – was allerdings nicht wächst, das sind Nüsse an ihr. Aber Walnußbäume sind ja auch bekannt dafür, daß sie etwa 12 werden müssen, bis die ersten Nüsse kommen. Unsere hat sich ziemlich genau daran gehalten, trotz der wachstumsverzögernden Topfjahre….:

FÜNF? Das sind doch VIER????

Ja. Stimmt. Eine ist schon aufgegessen! Und wie ich genossen habe, das Häutchen abzupulen! 🙂 Das hab ich seit Kinderjahren ja nicht mehr gemacht, denn die Walnüsse, die man heute kaufen kann, sind alle schon so alt, daß das Häutchen braun und hart ist. Keine Ahnung, wieso man damals offenbar FRISCHE Walsnüsse kaufen konnte, heute aber nicht mehr. Na, jetzt haben wir sie ja selbst im Garten – ich hoffe, es werden jedes Jahr mehr werden 🙂

Abgekartet Nr. 14

Auch eine Karte, die schon laaaange hängt – einfach, weil sie so richtig für mich ist – in einem Haus zu wohnen, das fest im Boden verwurzelt ist- was kann besser sein für das eigene Wohlbefinden? (Nein, ich bin kein Fan von Wohnmobilen *gg*)

Danke, ParadizeApple, für diese schöne Karte!

(Was ist eigentlich „abgekartet“? – Das: *klick*)

Laut lachen?

Laut lachen müssen ist doch was schönes, oder? Passiert aber nicht allzu oft, daß man das muß. Mir ists gestern passiert, beim Bloglesen.

Wer auch mal laut lachen mag, klicke hier:

*klick*

Endlich Urlaub!

Heute haben wir was richtig gemacht: es ist Sturmwetter mit Sonnen- und Regenfeldern, in der Sonne eigentlich recht warm, aber keinerlei Chance in unserem Garten irgendwie eine angenehme Zeit zu verbringen.
Wir mussten aber eh nach Eckernförde, und dann hatte ich die Idee am Schlei-Infozentrum einen Capp. zu trinken, und das war die beste Idee des Monats, glaube ich: das Schlei-Infozentrum* ist gleich am Strand und hat am Rand mit Blick aufs Meer eine schmale Terrasse mit Strandkörben. Wir haben den letzten ergattert und dort gefühlte 3 Stunden gesessen: Regen, Sturm, Sonne im Wechsel – aber nur die Sonne erreichte das Innere des Korbes, und es war ein echtes Urlaubsgefühl, sich die Sonne auf die Nase bratzen zu lassen, das Treiben am Strand anzugucken und den Wind Wind sein zu lassen.

Dann kam dazu, daß heute „Einkaufstag“ war, will sagen, daß ich, meist der absolute Shoppingmuffel, heute freudig und mit offenen Augen durch die Stadt bummeln konnte. Ergebnis: Zwei sündhaft teure (aber vom Honiggeld des letzten Jahres, das wir eh für Besonderes auszugeben beschlossen hatten ohne schlechtes Gewissen gekaufte) wunderhübsche runde Ringelfilzsitzkissen für die Küchenstühle, außerdem einmal „durch alle Cocktailtomaten-Sorten“ beim Marktstand mit UN-GLAUB-LICH vielen Tomatensorten – die gibts dann heute Abend statt Chips beim Hundeprofi-gucken. Die 3 Sorten, die wir als G’schmäckle angeboten bekamen, ließen keine Wünsche offen – sehr unterschiedlich und sehr intensiv schmeckend. Und dann hab ich mir noch eine ebenfalls sündhaft teure, aber qualitativ gute, nachhaltig in der Nähe hergestellte und schon länger auf der Wunschliste stehende Mufflon-Filzjacke bestellt. Beim ältesten noch offenen Kleiderladen, den ich kenne (seit 1760, mit alten Vitrinen, Regalen, Fotos an den Wänden, wenig Platz für Selbstbedienung und großer Auswahl an guten Pullis, Hemden, Jacken und eben auch einfach mal einer XS-Jacke zum anprobieren im Sortiment – was schon an sich toll ist, denn ich kauf mir keine so teure Jacke, ohne wenigstens mal Größe und Paßform getestet zu haben, und XS konnte ich nirgends sonst zum testen kriegen) Auf die Jacke freu ich mich schon, es wird aber einige Wochen dauern, bis die kommt.

Und jetzt mach ich den Ofen an und spiralisiere weitere Äpfel, und abends gibts den Hundeprofi und die aufgenommene heute-show. Gestern waren wir nämlich im Flensburger Programmkino und haben uns den Wackersdorf-Film angeguckt. Der Herr F. war damals öfter dort zum protestieren, das war ja bei ihm ums Eck, und hat danach gleich die Videos rausgesucht, die er noch hat. Also gibts in den nächsten Tagen auch „Spaltprozesse“ zu sehen (ist mir noch ein Begriff, der Titel – ich weiß nicht, ob Euch auch) Leider hat der Kinofilm sich unserer Meinung nach viel zu stark am Landrat Schuierer orientiert (wer kennt noch die „Lex Schuierer“?) und viel zu wenig die Geschichte des WAA-Widerstandes bzw des Hin und Her zwischen Regierung und Widerstand gezeigt.

Überhaupt habe ich, seit es dem Dicken besser geht, endlich das Gefühl, mehr und mehr den Urlaub zu merken (der am MO zuende ist *seufz*) und endlich auch ein wenig zu genießen. Der Katz ist inzwischen auch entwurmt, es muß sich aber noch zeigen, ob das der Grund für den Durchfall war. Insgesamt zeigt er sich aber wieder lebhafter und lauter, wie vor der Blasenentzündung. Nur daß er jetzt seit 2 Tagen niest …… beobachten ….

Ein guter Tag, der ja noch nicht vorbei ist!

*Das Schlei-Infozentrum ist übrigens gar keines, sondern ein Ostsee-Infozentrum: *klick* Ich hab mir die Ausstellung, die ziemlich interessant sein soll, noch immer nicht angesehen….

Woooohoooo!!!

Klingelt es an der Tür. Geht der Herr F. hin. Kommt er zurück mit einem Stapel Post und einem Päckchen. Ist da eine Karte für mich, mit mir nicht ganz verständlichem Text. Etwas von „man soll den Apfel frisch vom Stiel verarbeiten“ und von einem vorgeburtstaglichen Päckchen, das irgendwann komme. Denke ich

??

und gucke erstmal weiter. Ist das Päckchen von einem Absender, den ich nicht kenne. Ein Shop. Überlege ich, ob ich was bestellt und vergessen habe, stelle ich fest: Nö. Packe ich aus – fange ich an zu strahlen!
Bauen wir, probieren wir, finden wir raus, fahren wir schnellschnell nochmal zu den Freunden mit den vielen überzähligen Äpfeln, holen wir Äpfel, testen wir sofort: (unten rechts Untertitel-Symbol anklicken, bitte 🙂 Das links neben dem Zahnrad.)

 

Haben wir (bzw habe ICH *gg*) doch tatsächlich vom Jungimker und seiner Frau diese grandiose Maschine bekommen, von der sie letztlich beim Inder geschwärmt hatten, wie ruckzuck man mit der Äpfel trockenfertig macht, und die wir uns beide nicht so genau vorstellen hatten können.

Dolles Ding! Macht Spaß, ist unglaublich schnell und einfach. Eine Zaubermechanik, die wundersam prima funktioniert. Wer denkt sich sowas aus??????? Muß ein Genie sein!

Einziger Pferdefuß: Meine schöne Maschine ist damit überflüssig geworden. Aber der Herr F. sagt, das ist schon okay so….

„Im ganzen Land heute noch einmal sonnig und warm“ …..

… sagt der NDR. „Nur in Nordfriesland einige Wolken, aus denen es auch mal leicht regnen kann“

Offenbar wohne ich in Nordfriesland, ohne das mitgekriegt zu haben: dichte Wolkendecke mit fieselndem Regen, den ganzen Tag schon…..

Okay, Carpe Diem ist das Motto – ich war händeröntgen (gehe nun doch auch den Hausarzt-Weg, denn trotz Urlaub und wenig Belastung tun mal Knie, mal Hände, Füße, Hüften weh …), habe Kretenmarmelade gemacht, der Abwasch ist in einer gemeisamen Aktion auch beseitigt, und nun holen wir nochmal Äpfel zum trocknen – denn der Paketbote hat geklingelt…. was diese kryptische Aussage nun genau bedeutet, das ist der Cliffhanger zum Tage *gg*  Ihr dürft gerne raten, falls Ihr grad nix anderes zu tun habt 😉

 

Hilfreich!

Habe von Ladypark den Link zu einem Artikel geschickt bekommen, der mir mit meiner Frage danach, was wohl all die Anti -Flüchtlings/ -Merkel/ -wasauchimmer-Demonstranten umtreibt, weitergeholfen hat.

Ist nicht allzu lang, lesen lohnt:

*klick*

Erschreckend, in mehr als einer Hinsicht:

  • Jemand beschimpft Leute, rudert aber dann zurück, wenn er feststellt, daß es LEUTE – also, ECHTE Leute – sind?
  • Social media – ich bin dort nicht vertreten, aber in irgendwelchen Filterblasen sicherlich auch, allein dadurch, daß ich lese, was ich lese (zB Printmedien, und da bestimmte, statt FB und Co) sehe, was ich sehe (zB Tagesthemen statt RTL-news) und höre, was ich höre (zB DLF statt RSH) Daß es SO heftig sein kann, war mir allerdings nicht klar und IST erschreckend,
  • denn: bin ich weniger naiv als beliebige andere Nachrichtenkonsumenten, was das Faktum angeht, daß ich erstmal Nachrichten als echt ansehe, die ich lese/ sehe? Nein.
  • Ich wüßte übrigens auch garnicht, wie ich Nachrichten auf ihren Echtheitsgehalt überprüfen könnte. (Wie geht eine Rückwärts-Bildsuche??? Nur als Beispiel)

Allerdings ist der Artikel auch erfreulich – dahingehend, daß dieser Mensch Konsequenzen gezogen hat. Wobei dann ja gleich das nächste Erschreckende auf dem Fuße folgt: daß seine „Freunde“ ihn so anfeinden, als er sie aufmerksam machen will, daß er den Rückzug antritt. Was ich verständlich, aber schade finde. Wer könnte besser als so Jemand als Multiplikator wirken??

Wobei der Artikel mir allerdings nicht hilft: bei der Antwort auf die Frage „Und jetzt???“ Jeden Hetzer persönlich aufzusuchen ist ja wohl keine realistische Option. Was aber ist eine?

(Der verlinkte Artikel ist ein Kapitel eines neuen Buches. Dessen Rezension hab ich gleich mal gelesen, aber der Schwerpunkt des Buches scheint anders zu liegen. Schade! Falls es doch jemand besorgt, bin ich aber an einer Ausleihe interessiert, vielleicht ist ja nur die Rezension unvollständig)


Nachtrag. Gestern nicht Tagesthemen, aber heute-journal gesehen. Die Umfragen des Politbarometers liessen mich hoffen, daß die ganze Berichterstattung eben doch das Problem nochmal größer erscheinen läßt als es ist – und daß mein Empfinden, daß in meiner realen Umgebung eigentlich nix zu merken ist vom Rechtsruck, nicht der Filterblase, sondern der Realität entspricht:
77% der Befragten sehen rechtsextremes Gedankengut in der AfD weit verbreitet. Und, andere Frage, ergänzend-erhellende Antwort: für 79 Prozent der Befragten stellt der Rechtsextremismus eine große Gefahr für unsere Demokratie dar. (Bleibt nur eine Frage offen: wie viele davon sind FROH, daß die Demokratie in Gefahr geraten könnte?? Fällt mir gerade jetzt erst beim schreiben ein – vorher hatte ich einfach mal als gesetzt gesehen, daß die 79% allesamt ERSCHRECKT sind von dem Gedanken, aber das muß ja garnicht sein….)

Besser.

GESTERN haben wir dann doch lieber die Hecke zu Nachbars geschnitten als wandern zu gehen, denn die Temperaturen hatten sich erfreulich erhöht, und im Hof wars auch nicht so naß, daß das unmöglich gewesen wäre. Dann wollten wir uns ein Käffchen machen – und rrrrring – de ole Mann konnte einen Tag früher aus dem Krankenhaus als geplant. Gut, daß wir nicht grad mitten in der Geltinger Birk waren…. also ab nach Damp, ihn eingepackt – und danach war ich auch wirklich gartenreif: de ole Mann hat uns geschlagene zwei Stunden lang ohne Unterlaß vollgesabbelt – offenbar musste jedes Wort raus, das er in den letzten drei Tagen an Niemanden hatte richten können. Von „was war im Krankenhaus“ über Kindheitserinnerungen, altbekannte Verwandtschaftsthemen und zum gefühlt dreihundersiebenundzwanzigsten Mal die leidige Einkaufsliste (die sie donnerstags durchgeben müssen, um freitags beliefert zu werden, und die wöchentlich für kleinere Katastrophen sorgt, weil de ole Fru nach ihrem Schlaganfall noch Wortfindungsstörungen, aber trotzdem ganz bombenfeste Vorstellungen von Erstellungszeitpunkt, Aufteilung und Inhalt der Liste hat, ungeachtet dessen, daß ER sie schreiben und auch vorlesen muß ….) war alles dabei und ich danach total erschossen…. Bevor es heim ging, fuhren wir aber noch bei Freunden vorbei, um die angebotenen Äpfel zum trocknen zu sammeln – und spontan auch noch Zwetschgen. Dann ENDLICH nochmal anderthalb Stunden RUHE und SONNE (und buddeln und steineschleppen – Entspannung halt *gg*), bis es klamm wurde. Also rein, Zwetschgen, Hefeteig, Streusel, Abendbrot bereiten, essen, Zwetschgenkuchen und Crumble machen – und nicht allzulange danach ins Bett fallen….. so kanns weitergehen (allerdings ohne Wörterdurchfall, bitte *gg*) Aber das Wetter soll schlechter werden. Mal sehn.

HEUTE ist das Wetter wieder düsterer, aber wir wollen trotzdem los. Mal sehn, vielleicht sogar mit wotansweb und ihrem Hund. Wir hoffen, daß das Regengebiet ein wenig weiter nörd- oder südlich abregnet und wir es „nur“ mit fehlendem Sonnenschein und Wind zu tun haben werden. Die TÄ hab ich angerufen. Sie meint, da das Antibiotikum offenbar anschlägt (pieschen und trinken sind kein Thema mehr), kann die Geschichte mit dem Durchfall auch eine schlichte Wurm-Sache sein, die Gleichzeitigkeit sieht sie als Zufall. Also mal abwarten, was nach dem Antibiotikum, also ab Montag, passiert (gleichzeitig entwurmen sollen wir nicht) und es dann evtl mit entwurmen versuchen. So ein Antibiotikum kann auch als Nebenwirkung Durchfall machen, aber der ging ja schon vor der Medizingabe los. Trotzdem – KANN ja auch sein, ohne das Antibiotikum wäre er schon wieder weg. KANN vieles…… Jedenfalls macht der Dicke einen deutlich muntereren Eindruck als noch vor zwei Tagen, hat Hunger und benimmt sich wieder ganz normal, insofern hab ich Muße, das abzuwarten.