Nichts!

Komme in die Küche, gucke auf die Uhr

Oh mein Gott!!!

In einer Stunde muß ich schon los zur Arbeit! Wie kann das sein, ich habe doch nocht nichts gemacht, und ich bin doch schon um halb neun aufgestanden!?

Innegehalten.

Nachgedacht.

Nichts:

  • den nächsten Rundbrief für den Naturgartenverein vorbereitet
  • die Abrechnung für gestern, Insektentag in Unewatt, Stand für ebenden Vrrein, gemacht
  • mehrere Mails beantwortet
  • Spülmaschine ausgeräumt
  • Gepflanzt, gesät
  • Silbergoldnessel gerupft
  • Entengrütze abgefischt
  • Varroen gezählt

…und danach kam ich also in die Küche….

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Wenn der Schwanz nicht weiß, was der Kopf sich ausgedacht hat…..

dann kommt sowas dabei raus:

Die Post will Büchersendungen abschaffen. Bzw will sie, daß man Bücher, die dicker als 5cm MIT VERPACKUNG sind, als Päckchen schicken muß, für 3,79 Euro statt wie bisher für 1,70 Euro.
Nun gibt es aber eine Übergangsfrist bis 31.12., und ich weiß das. Nicht aber die Angestellte- und in der neuen Preis-Info wird es nicht erwähnt. Also hat sie sich geweigert, meine Büchersendung anzunehmen.
Wenn sie’s annähme, sagte sie, dann würde sie Ärger kriegen, man sähe dann ja, daß der Kasten hinterm Tresen von ihr befüllt sei. Sie war völlig überfordert …. Ich also: okay, dann geben Sie mir die Marken, ich werf’s draußen in den Kasten …. *g*
Aber das wäre ja zu einfach: Büchersendungen dürfe man garnicht in Briefkästen werfen (!) Die müsse man abgeben, wie Päckchen, das sei immer schon so gewesen!
Ich konnte von Glück sagen, daß sie mir die Marken noch verkauft hat…..
Habe ihr gesagt, daß ich nicht die einzige bin, die seit Jahren den Postkasten benutzt, aber auch das hat sie mir nicht geglaubt. Langsam war’s mir dann auch wurscht, ich hab das Buch reingeworfen und Schluß! Zum Glück war’s nicht zu dick für den Schlitz….

Hier steht übrigens die Info, die man bei der Post offenbar nicht nötig hat, zu kommunizieren:
https://www.deutschepost.de/—/buechersendung_national.html

Allet jut!

Vorhin war ich zum letzten Termin in der Klinik – die Fäden sind raus, und ich darf wieder zur Arbeit. Hach!! Noch 4x Lymphdrainage, dann ist dieses Kapitel abgeschlossen. Achja, und das Pedelec muß noch abgeholt werden. Und wahrscheinlich kommt von der Berufsgenossenschaft noch was (die werden sich ja von des SUV-Besitzers Versicherung Geld zurückholen wollen)

Aber sonst.

Ich hab auch zeitlich echt Glück gehabt: die ganze Zeit war Draußenwetter, erst in den letzten Tagen ist es umgeschlagen. Jetzt ist hier Regenzeit: 18°, zwischen Niesel und „ich seh nix mehr“ – Regen ist alles dabei, und so soll es auch in den nächsten Tagen bleiben.

Drückt die Daumen fürs Wochenende: samstags gibts eine Exkursion vom Naturgartenverein, und sonntags haben wir einen Stand beim Insektentag im Landschaftsmuseum Unewatt. Draußen…..

Zeitgefühl

Surfer in den Wogen der Zeit.
Oder???
(gefunden bei Eutin)

Zwei Wochen lang war ich in der Klinik.

Gefühlt.
In der Realität war’s bloß Mittwoch bis Freitag.

Seit ich allerdings wieder daheim bin, rast die Zeit als wollte sie wieder aufholen. Kann es wirklich sein, daß ich schon Ende nächster Woche voraussichtlich wieder arbeiten soll, daß die unglaublichen zwei Wochen „seit Krankenhaus“ schon zur Hälfte vorbei sind? Dabei bin ich doch erst seit vorgestern wieder daheim!?

Gefühlt.
In der Realität ist es schon eine ganze Woche her, seit ich entlassen wurde.

Dafür arbeite ich ganz insgesamt bestimmt schon zwei Monate lang nicht mehr, ist ja wirklich eeeeeewig her, seit der SUV mich mitgenommen hatte.

Gefühlt.
Tatsächlich sind es nicht mal ganz drei Wochen.

Und ich musste jetzt, beim schreiben, jede einzelne „Echtzeit“ im Kalender nachschlagen!

Home sweet home

Nä, wat schön, wieder zuhause zu sein! Die drei Tage kommen mir vor wie Wochen!

Erst die Angst, dann die Erschöpfung nach der ersten, sehr schmerzhaft- unruhigen Nacht, und dann die Warterei und das unglaublich schlechte Essen dazu…. mir war garnicht bewußt, WIE gut wir hier zuhause essen! (Und ich frage mich, wie man es schafft, Brokkoli so zu kochen, daß nur mit Mühe „grün“ zu schmecken ist, keinesfalls aber die Gemüsesorte. Nur mal als Beispiel, wobei „nach nix schmecken“ ja ein großer Fortschritt ist, wenn es tags zuvor lauwarme Pappe gab. Der Speiseplan behauptete übrigens, die sei ein Seelachsfilet)

Aber ich war die ganze Zeit allein im Zimmer, hatte direkten Zugang zu Terrasse mit Balkonmöbeln und Garten, und wurde im großen und ganzen sehr freundlich behandelt.

Und alles verheilt gut.

Puh!!! 🙂

…doch noch…

OP.

Am Mittwoch. Und ich muß bis FR in der Klinik bleiben.
MENNO! Nur, weil der doofe Bluterguß sich verkapselt hat!

Willnich!! *stampftmitdemFußquengeltundfühltsichwiedreieinhalb*

Nach dem Chaos ist vor dem Chaos

Hier ist heute weiter „aufklaren“ angesagt:

  • aufräumen,
  • saubermachen,
  • Abwasch,
  • auch vom Dörrgerät. Das ist was aufwendiges nach den supersaftigen Kirschen – erst in der Wanne einweichen, dann mit Spülbürste und Co. Die Kirschen richtig trocken zu kriegen hat trotz halbierens fast zwei Tage gedauert. Wir haben beschlossen, daß der Test erfolgreich war (schmecken super!), wir uns aber wegen Zeit, (daurch hohem) Energieverbrauch, Plastik pur als Material und aufwändiger Säuberung so ein Dingen für uns nicht taugt
  • Wäsche
  • Einkauf
  • der Sonnenwachsschmelzer ist zum vorerst letzten Mal in Betrieb und muß später dann auch noch gereinigt werden – eine Neuanschaffung, die nach ersten Pannen (nicht aufgepaßt, winzign Spalt zwischen Deckel und Corpus übersehen – Bieneninvasion) prima funktioniert und sicherlich energiesparender ist als das schmelzen in Topf oder Entsafter
  • diverse Baumaterialien gehören noch an ihre Plätze gebracht,
  • ein Gästebett neu bezogen,
  • der frisch gekaufte Klositz muß angebracht werden. Diesmal Bambus, nachdem alle FSC/ Rainforest-alliance geprüften aber sowas von garnicht bei uns reinpassten! Reparieren des alten Sitzes ging nicht, Sch*** gekauft, ohne daß man das hätte ahnen können. Hat grad mal 2 Jahre gehalten 😦
  • ole Lüüd wurden besucht
  • und den alten Knochen geht es schon so viel besser, daß ich überlege, die Schmerzmittal testweise mal wegzulassen. Bloß daß der olle Bluterguß einfach nicht dünner wird – das macht mir, an den nächsten Arzttermin denkend, Sorgen. Inzwischen ist – das ganze Blut verteilt sich – das ganze untere Bein grün, gelb und blau, aber der dicke Zentralhubbel bewegt sich einfach nicht, sticht nur mehr hervor, weil’s ringsum abschwillt durch Abbau und Schwerkraft-umverteilung.
  • Und das Wetter? Es stürmt bei 24°. Macht keinen Spaß, druaßen zu sein, nicht mal im Windschutz.
  • Achja, wieso „vor dem Chaos?“ Weil: Besuch plus vielleicht OP plus vorhergesagte Unwetter. Auf ersteres allerdings freue ich mich schon, was aber Chaos nicht ausschließt 🙂

Und Ihr so?????

Viel und heiß

Mit 29° liegen wir zwar noch unter veilen anderen Gegenden, aber heiß ists schon!*

Ich musste morgens wieder zum Doc, Befund: der Bluterguß ist zwar ordentlich geschrumpft, aber Montag könnte trotzdem noch operiert werden müssen 😦 Aber der Doc sagt: eigentlich ist er zuversichtlich, daß nicht, doch er wolle kein Risiko eingehen, deshalb MO erscheinen. Nüchtern.

Da mir einige Zerrungen ein wenig Schmerzen bereiten, habe ich noch „Zwangsentspannung“ per Tabletten zusätzlich verordnet bekommen – ist aber alles völlig normal und im grünen Bereich. Man muß den Muskeln mitteilen, daß sie sich jetzt mal ruhig wieder entspannen dürfen, dann geht das schnell wech, meinte er.

Jetzt werde ich also ganz gemütlich die Kirschen pflücken, bevor die Amseln das erledigen, dann entkernen und dörren – habe vom Jungimker einen Automaten leihen dürfen.

So ist das – im Grunde plagt mich am dollsten das schlechte Gewissen den Kolleginnen gegenüber, denn: ich wurde auch noch weiter krankgeschrieben, verhandeln unmöglich, dabei fühle ich mich doch sogar jetzt schon deutlich besser und dachte, bis Montag leicht wieder arbeiten zu können…. nix da!


*Nachtrag: nicht, daß hier Irgendwer denkt, ich maule!

Es ist HERRLICH !!!!!

Das hätte jetzt nicht sein müssen!

Auf dem Weg zur Arbeit gestern wurde ich mit meinem Pedelec angefahren. Ich: Radweg. SUV steht in Ausfahrt. Ich gucke noch, weil da auch Linksabbieger und Gegenverkehr waren, da wird ja gern mal was übersehen – der Linksabbieger aber war weg, der SUV steht noch immer, also gut, dann wartet er ja – ich fahre also weiter – und fliege.
Jetzt hab ich ein gestauchtes Steißbein (evtl mit Riß, aber das war im Röntgenbild nicht abschließend zu erkennen und würde eh nix ändern) und einen so großen Bluterguß unterm Knie, daß noch nicht klar ist, ob der operiert werden muß.Musste – Arbeitswegeunfall – zum Durchgangsarzt, aber schlimmeres ist zum Glück nicht. Wurde mit Salbenverband und Ibuprofenrezept entlassen, muß morgen hin, um den Bluterguß zu kontrollieren („Sie sind ja noch eine junge Frau, mal sehen, ob der Körper das allein in den Griff kriegt“ – WAS? Wo endet „jung“, bitte???? *gg*)

Heute morgen, vor dem Ibu, wars wie Ganzkörpermuskelkater der übelsten Sorte plus Prellungen hier und da. Also, wie „junge Frau“ bewege ich mich derzeit nicht gerade…. aber nuja, das hätte schlimmer ausgehn können, und nun hab ich bei allerbestem Wetter eine Woche frei. (Das nennt man „positiv denken“! *gg*) Und meine Kolleginnen haben schon wieder „eine Urlaub und eine krank“, Schiete!!!

Und ich habe ein kaputtes Pedelec, das mir aber bezahlt wird. Der SUV- Mann hat mich zur Arbeit gefahren (anfangs dachte ich noch, nur büschen Prellung, kann arbeiten), einen Hänger geholt und das Rad zum Reparateur gebracht. Auch nicht selbstverständlich.

Alltagstragödie

Vorhin. Ich hatte mir ein Brot mit der frisch fertigen schwarze-Johannisbeer-Marmelade gemacht (LECKER!!!!), da kommt der Herr F., will sich auch ein Brot machen, nimmt die letzte Butter, will eine neue in die Butterdose packen und –

KEINE BUTTER MEHR DA

Heulen, klappern und zähneknirschen – denn wenn es fünf Lebensmittel gibt, ohne die es nicht geht, dann sind das

  1. Espresso
  2. Brot
  3. Butter
  4. Sahne und

das wars.

Also sogar nur vier wirklich wichtige Zutaten zu einem Tag, an dem es keine ernährungsbedingt schlechte Laune geben soll ;-|

Raaaaah

Ich habe schon überlegt, ob ich auffe Arbeit „einbrechen“ soll (ich hab ja einen Schlüssel, insofern ginge das), aber nuja, irgendwie ist mir nicht wohl dabei. Muß besser vorher mal mit Chefin sprechen.

Also wird sich der Herr F. gleich nach Langballig aufmachen – dort ist ein Edeka, der sonntags geöffnet hat. Nun braucht der Herr F. keine Butter zu seinem Lebensglück, aber ich mußwill ja noch saubermachen, und darum schlägt er sich nun auch nicht grad, also fährt er und ich sauge und putze.

 

Kaum hab ich frei, ist mir langweilig.

Das kenn ich schon: wenn so richtig viel los war, ich voll von all dem bin und zu wenig Zeit für mich zum verarbeiten und sacken lassen hatte, dann hab ich ein Problem, wenns endlich ruhig wird.

Sonnabend. Morgens 2 Stunden gearbeitet, um die Schiffslieferung fertig zu machen und noch so’n paar andere Dinge, damit die Kolleginnen dann einigermaßen entspannt arbeiten können ohne „und das noch, und das, und das….“, dann nach Haus, gleich ab zu Biens – Honigernte und Durchsicht. Danach hier was und da was, schon ist Abend – und dann: nix geht mehr.

Zu früh zum schlafen.
Keine Lust zum lesen.
Keine Lust und keine Energie, noch irgendwas anzufangen.
Glotze angemacht – läuft auch nix interessantes.
Der Herr F. will in Ruhe lesen – und ich? Ich langweile mich, bin quengelig, kann nichts mit mir anfangen. Die Zeit, die ich hergesehnt hatte, hab ich jetzt – und weiß sie nicht zu füllen.

Schlafen gehn. Morgen gehts wieder.

Gute Nacht.

 

Alltag

Momentan überrollt mich mal wieder das alltägliche Leben – Urlaubszeit bedeutet, wie immer in Betrieben mit Öffnungszeiten und wenig Angestellten viele Überstunden. Mein Teilzeitjob entwickelt sich damit gen Vollzeit, zumal jetzt auch noch eine Kollegin krank wurde – just jetzt, als Chefin eine Wohe weg ist, die ja eh immer viele Stunden ableistet und also ein großes Loch reißt

De ole Lüüd wollen besucht sein, die Wohnung wenigstens grundreinegemacht, bevor ab WE bei uns Besuchszeit anbricht (worauf ich mich übrigens schon freue!!!), Termine gemacht und Besorgungen erledigt werden, Honigernte und Völkerdurchsicht stehen an, es muß gegessen werden und getrunken und geduscht und geschlafen – alles Zeitfresser, alles ausstehend (also außer essen, duschen und so, das mach ich schon noch *gg*) denn eigentlich möchte ich dies:

  • im Garten sein
  • lesen
  • Freunde treffen
  • Zeit zum rumpüsseln haben (und DAZU gehört dann auch saubermachen und essen und trinken und schlafen und so, aber eben dann, wenns an der Reihe ist und mit Muße, nicht, weil es halt sein muß eben schnell und eigentlich würde ich doch lieber….)

Nuja,

Das Leben kann Spuren von müssen enthalten,

sagt die Postkarte, über die ich derzeit am häufigsten schmunzele ….

und so heißt es halt zur Zeit: arbeiten, sich von der Arbeit erholen und aufs Wochenende hoffen (an dem ich eigentlich 2 Tage frei hätte, aber zumindest ein paar Stunden auffe Arbeit gehen werde. Weil eine riesengroße Schiffslieferung zuende gepackt werden muß. Gestern haben wir zu 2. über eine Stunde damit verbracht, nur die Obst-/Gemüselieferung zu packen und zu bongen. Wobei es absolut natürlich viel länger gedauert hat, etwa drei Stunden, weil das ja neben der normalen Kundenbedienung läuft.
Prinzipiell übrigens fühle ich mich nach wie vor wohl da auffe Arbeit, aber die Dosierung gehört unbedingt niedriger. 😉 Und ich hatte schon von allen drei Kolleginnen die niedrigste….. ) Merke, daß ich heilfroh bin, mir Teilzeit leisten zu können – ich könnte die Arbeit in Vollzeit nicht durchhalten, sowohl körperlich als auch sonst: an einem Arbeitstag kann ich nicht allzuviel anderes. Bin einfach zu schnell „überfüllt“, innerlich, und dann geht nix mehr. Und beim jetzigen Pensum merke ichs dann auch körperlich deutlichst, wobei es mir insgesamt körperlich viel besser geht als bei der vorigen Arbeit. Der körperliche Unterschied: die Hektik ist jetzt nicht mehr da, das macht viel aus.

Vorgestern abend war schön, da sind wir gleich nach der Arbeit zusammen mit einer Kollegin zu einem Konzert gefahren. Eine Oneman-Bluesband, viele Gitarren, Mundharmonikas, Stimme und Fuß-Percussion. Im Publikum etwa ein Dutzend Leute, echt schade – aber hat Spaß gemacht.

 

!?

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nach wie vor gut. Obwohl der Fachkräftebedarf ständig steigt, hat Deutschland dennoch einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa. Nach einer DIW-Studie sind inzwischen – unter Berücksichtigung der Teilzeit- und Nebenjobs – bundesweit mehr als 9 Millionen Menschen davon betroffen. Der Bruttolohn von 10,80 Euro ist die nach internationalen Standards in Deutschland geltende Grenze für Niedriglohn.

Zweierlei finde ich an diesem Zitat aus dem Akopol-Blog interessant:

  1. Daß ich offenbar ganz knapp nur am Niedriglohn vorbeischramme – und dabei im Vergleich mit Anderen auf ähnlichen Arbeitsplätzen einen normalen bis höheren Stundenlohn habe
  2. Daß sich der Mangel an Arbeitskräften so nachhaltig nicht aufs Lohnniveau auswirkt.

Inzwischen ist es selbst hier auf dem Land angekommen: unsere Eisdiele zB hat wg. Personalmangel mitten in der Saison mittwochs Ruhetag, fast jeder Handwerkerbus trägt einen „Wir suchen Verstärkung“- Aufdruck, in jedem Laden, den ich kenne, werden VerkäuferInnen gesucht. Es betrifft inzwischen nicht mehr nur FacharbeiterInnen, auch Ungelernte wie ich haben sehr gute Chancen (wie man hier lesen konnte), wenn sie versuchen, die Arbeitsstelle zu wechseln.

Nun kann man natürlich schon fragen, ob höhere Löhne denn auch wirklich helfen würden, wenn es nunmal nicht genug Menschen für die Arbeit gibt. Aber gibt es wirklich nicht genug Menschen für die Arbeit? Oder hapert es daran, daß zu Viele einfach keine Lust haben, sich beim arbeiten die Hände schmutzig zu machen? („Berater“, „Manager“ und „Coaches“ etc gibt es ja zuhauf, genau wie Studierende, die eigentlich nicht wirklich wissen, was sie denn wohl nachher mit ihrem Studium anfangen können) Und andererseits: kommt die o.g. Eisdiele billiger weg, wenn sie einen Tag schließt statt besser zu bezahlen (Nicht, daß ich wüsste, was die bezahlt!!)?

Ein Gedanke ist ja auch, daß bessere Arbeitsbedingungen nicht nur in Euro und Cent zu messen sind. Man betrachte sich die KrankenpflegerInnen, bei denen es nach wie vor Dreierwechselschichten Früh/ Spät/ Nacht gibt. Dazu würde man mich auch mit dem besten Gehalt nicht bringen, solange es IRGENDEINE Alternative gibt.

Na, sicher ist jedenfalls: Höhere Löhne sind gerade im Niedriglohnsektor dringend nötig, unabhängig davon, ob sie mehr Leute zur Arbeit locken könnten. Beispiel: eine Exkollegin, die, soweit ich weiß, ebenso knapp UNTER der oben genannten Niedriglohngrenze liegt wie ich inzwischen drüber liege, ist alleinstehend. Sie hat eine kleine Mietwohnung, und arbeitet Vollzeit. Das Geld ist so knapp, daß jede größere Reparatur/ Anschaffung auf Pump bezahlt werden muß. (Es passiert ja mal, daß eine Waschmaschine kaputtgeht oÄ) Ganz zu schweigen von der (Un-)Möglichkeit, in die Betriebsrente einzuzahlen. Sie steuert als zeitlebens in Vollzeit Arbeitende (sie arbeitet, seit sie 16 ist) also auch noch stracks Richtung Altersarmut. Und das liegt NICHT daran, daß sie in anderen Bereichen so prassen würde, soweit ich das beurteilen kann.

Wie kann dann Jemand vernünftig leben, der nicht nur „Oberkante Niedriglohn“, sondern „gesetzlichen Mindestlohn“ hat!? Eben gar nicht, jedenfalls nicht alleinstehend mit einer Vollzeitarbeit. (Btw.: Ich finde gut, daß es inzwischen überhaupt einen Mindestlohn gibt!)

Wie auch immer: warum der Mangel an arbeitenden Menschen nicht dazu führt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, das verstehe ich einfach nicht. In diesem Sektor klappt der Angebot/ Nachfrage-Mechanismus einfach nicht (mehr), aber wieso?

Fragen über Fragen….

 

 

Neulich beim Kreolen

Habe Kiba bestellt. Die Kellnerin kommt, von weitem sehe ich mein Glas. Oh neeee, ne? Verdammt, hab ich schon wieder vergessen „ohne Strohhalm, bitte“ zu sagen!

Dann kommt sie näher.

Wow, da ist ja ein Glas- Trinkhalm drin!!!

Äußere meine Freude und höre: man habe ein wenig umgestellt, Trinkhalme haben sie jetzt aus Edelstahl oder Glas, und auch die „to go“-Boxen sind nun aus nachwachsenden Rohstoffen und kompostierbar. Sie wollen nachhaltiger arbeiten.

🙂

Es geht was voran!!!!

Case Kreol, Kappeln. Leckeres kreolisches Essen, Lehmputz und jetzt auch Glas-Trinkhalme!!! Da mach ich doch gern Werbung

 

Ich hab ein knall-

-rotes Pedelec
mit diesem Pedelec
fahr ich jetzt aus

Ich hab ein knall-
rotes Pedelec
und nach der Arbeit spät
radle ich nach Haus!


Für die jungen LeserInnen hier (gibt es die??? *gg*): hier reinhören, ist von 1970 und der Spargeltarzan ist Ilja Richter – „Licht aus! Spot an!!„:

 

Übrigens ist radeln für mich keine echte Freude: das Radtempo ist einfach nicht mein Tempo. Zu langsam, auch mit Tretverstärkung, um effektiv von A nach B zu kommen, zu schnell, um was zu sehen. Will heißen: auch mit Unterstützung fahre ich noch doppelt so lange zur Arbeit als per Auto – und was ich interessant finde (nämlich die Pflänzchen am Wegesrand, Insekten – solche Sachen) da husche ich viel zu schnell dran vorbei, um sie betrachten zu können (auch mit nicht unterstützem Fahrrad übrigens) Für mich ist das nach wie vor eine Umweltmaßnahme.

Ich hatte übrigens einen Öko-Vergleich gefunden, bei dem nicht nur das fahren selbst, sondern auch Herstellung etc der unterschiedlichen Transportmittel einflossen, und trotz Akku etc schnitt das Pedelec deutlichST besser ab als Auto, Bahn, Bus, etc. Aber natürlich schlechter als Rad oder Zu Fuß gehn, logo. Aber blöderweise habe ich mir den betreffenden Artikel nicht abgespeichert und konnte ihn in den Weiten des Netzes nicht wiederfinden, dabei war eine so schöne, anschauliche Vergleichsgrafik dabeigewesen! 😦

Aber für den Arbeitsweg ist das Pedelec trotz der nichtgesehenen Blümchen und Tierchen eine schöne Sache: immerhin rieche ich jetzt mehr Gerüche als im Auto. Raps zum Beipiel. Und Schwein. Pferd. Sowas. Und ich habe auch schon recht nah einige (Groß-)Tiere gesehen, ein von meiner lautlosen Ankunft sehr überraschtes Reh zB, Bachstelzen und Hasen.

Jetzt, nach über drei Wochen, ist auch mein Fuß wieder einigermaßen okay – und so hat gestern der Herr F. sein Rad startklar gemacht, und wir sind zum Bio-Erdbeerfeld gefahren, haben gepflückt und danach lecker Waffeln mit Erdbeeren gegessen, dort, im Bio-Feld-Café, während über uns die Feldlerche sang. Echtes Urlaubsfeeling bei herrlichstem Wetter! 🙂 Den gepflückten Erdbeeren hat die Radtour allerdings nicht so gut getan, zu holperig sind die Radwege in Angeln *gg*, aber sowas ist toll, denn der Weg wäre zum laufen definitiv zu weit gewesen, und es gab keinen Termindruck, so daß das langsamere Tempo (verglichen mit dem Auto) egal ist.

Mein Fazit bisher: So ein Pedelec ist super zum zur-Arbeit-radeln und zum gezielte-Ausflüge-in-die-nähere-Umgebung-machen.

🙂