Von nun an gehts bergan ;-)

So!!!

Geschafft!!!!

Ich bin jetzt Mitte 50, und damit ist der Tiefpunkt statistisch gesehen, aber auch nach meiner eigenen Erfahrung überwunden:

am unentspanntesten sind die Leut‘ Anfang bis Mitte Fünfzig, das war mir schon als Teenie aufgefallen, und später wunderte ich mich, daß diese Altersgrenze sich nicht mit den alternden Menschen nach hinten verschob. Nein, es blieb so – auch als ich Mitte zwanzig oder Mitte dreißig war, oder damals, 2012, bei einem dieser Erlebnisse : die unentspanntesten Leute sind immer Anfang bis Mitte fünfzig

Die (mir bis vor ca einem Vierteljahr, als ich davon las, unbekannte) Statistik sagt dasselbe: es gibt eine U-Form des Lebensalters bei der Zufriedenheit. Ab Mitte zwanzig gehts damit bergab, um die fünfzig ists am schlimmsten, und dann gehts wieder aufwärts.

Got it!!!!! 🙂

Schwerst beeindruckt

…hat mich der Podcast „180°- Geschichten gegen den Haß“.

Weil er Preise bekommen hat, wurde er in den Nachrichten erwähnt, und weil ich derzeit ja viel laufe und dabei Zeit zum hören habe, habe ich mal reingehört – und konnte garnicht wieder aufhören, bis ich die sieben Folgen plus „Bonusfolge“ durchgehört hatte.

Einerseits die Geschichten selbst, die mit den O-Tönen der das erlebt Habenden extrem spannend sind – andererseits das Format: der Zusammenträger und Rechercheur Bastian Berbner und eine sehr skeptische Journalistenfreundin, Alexandra Rojkow, die ebenso nichtwissend, was da noch kommt, zuhört wie die da draußen vor dem Radio – aber im Gespräch mit dem Bastian Berbner ist. Das ist ne schöne Mischung, um das ganze noch interessanter zu machen. Man hat ja auch selbst Gedanken beim hören und Zweifel oder auch nicht. Beim den-beiden-zuhören wurde ich manchmal überhaupt erst auf meine eigenen Gedankengänge aufmerksam. Normalerweise bleibt ja im mithören von so einer Sendung dafür gar keine Zeit!

Hier könnt Ihr sie finden und hören *klick*

Ich empfehle dringend, erstens die Reihenfolge einzuhalten – denn manches baut aufeinander auf – und zweitens vorher nicht mehr als die dortigen wenigen Sätze zu den Folgen zu lesen!

Ich gestehe, ein wenig neidisch auf Euch zu sein, die Ihr diesen Podcast frisch und neu hören „dürft“! Schon lange hat mich keine Sendung/ kein Buch oÄ mehr so mitgenommen!

Es gibt übrigens auch ein Buch desselben Namens, ich habe es gekauft und gelesen. Einiges ist doppelt – und in allen Fällen finde ich (die ich ja eigentlich Leserin bin, selten hören mag) die Hörversion besser und spannender – aber zu lesen gibt es auch andere, ebenfalls interessante Geschichten und ergänzende Fakten. Insofern: ich verleihe das Buch gern.

Bin gespannt, ob Jd. Von Euch den podcast schon kennt und ob Ihr auch so beeindruckt wart. Oder auf die Höreindrücke, falls Jd. meiner Empfehlung folgt. Berichtet doch mal, bitte!!😃


PS: Jemand, der auch schon seit Jahren gegen den Haß unterwegs ist, ist Gerburgis, die mir eigentlich über ihren Bienenblog bekannt ist. Durch den kamen wir in langen Abständen ins mailen und dann auch auf andere Themen.

Neu ist diese Website: Kurze Interviews mit Geflüchteten vieler Jahrzehnte : *klick*  Ansehenswert und ebenfalls sehr beeindruckend. Und für Die, die grad nicht so viel Zeit haben, auch häppchenweise zu genießen 😉

Heute in Flensburg

D’accord!!

P.S. In diese Kneipe wollten wir schon lange mal. Wird offenbar Zeit…. (Ich würde ja eine Website verlinken, so sie denn eine hätten. Ich HASSE es, wenn die Leute NUR auf dem Fratzenbuch zu finden sind)

Vertagt

Letztens hatte ich ja über die Sache mit den Schweinen im Kastenstand berichtet – seit 2007 schon ist die Haltung, so wie sie jetzt ist, rechtwidrig. Trotzdem sollte – üblerweise mit einem von unserem schleswig-holsteinischen Landwirtschafts- und Umweltminister Albrecht von den Grünen (!) mit erarbeiteten Kompromißvorschlag  – der Status Quo noch einmal für 7-10 Jahre zementiert werden – als „Kompromiß“ zu den von der unsäglichen Frau Klöckner geplanten siebzehn Jahren!

Gestern war Abstimmungstermin, ich habe das ganze, warum auch immer, erst am Montag zuvor dem SPIEGEL entnommen, da lief schon eine Petition von campact, erfuhr ich von cubusregio (DANKE!!!)

Ich habe noch fix – zusätzlich zu meiner Mail, auf die ich bislang noch keine Antwort bekommen habe – unterzeichnet, aber eigentlich schien es zu spät. Jetzt aber wurde die Entscheidung vorgestern noch einmal vertagt, also macht es Sinn, auf die Petition hinzuweisen – der Druck muß verstärkt werden!

Foodwatch hat die Petition mitorganisiert, dort schreibt man über die Vertagung der Entscheidung von Freitag:

Der heutige Tag hat gezeigt, dass offenkundig auch die Grünen nur unter massivem öffentlichem Druck bereit sind, für ihre vollmundigen Versprechen einzutreten. Unser vielstimmiger Protest und die kritische Berichterstattung in SPIEGEL, FAZ und anderen Medien haben den Grünen klar gemacht, dass sie sich nicht auf Kosten von Millionen gequälten Muttersauen durchmogeln können. Das ist einerseits ein Erfolg, andererseits aber nur ein Etappensieg: Die Entscheidung ist noch einmal vertagt, eine Verbesserung für die Tiere ist dadurch noch nicht erreicht.

Wer also mag, der zeichne hier: Campact

Oder schreibe an unseren grünen Minister, hier: EmailMinisterium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Oder tue beides, gehe auf die Demos, tue IRGENDWAS … zeige jedenfalls: So nicht, Du „Tierwohllügnerministerin“, so nicht, Ihr Grünen!!!!

😦

 

Das ist jetzt hoffentlich NICHT wahr!

Habe eine Mail an den Herrn Minister geschrieben und bin gespannt, ob die „Insider“ vielleicht doch fehlinformiert sind – ich hoffe es sehr. Allerdings ist mein Eindruck des neuen Umweltministers eh kein guter, der scheint sich nicht anlegen zu wollen – bisher habe ich noch wirklich nichts substanzielles von ihm mitgekriegt, nur freundliche Ringelshirt-Bilder und Wortblasen.

Übrigens scheint Umweltschutz auch nicht grad eines seiner Schwerpunkt- und Herzensthemen zu sein, wenn man seine Vita liest: *klick* Wenn man unten auf der Seite auf „alle Themen“ klickt, bestätigt sich dieser Eindruck. Ein Landwirtschafts- und Umweltminister, der sich für zahlreiche Themen interessiert, aber nicht für Landwirtschaft und Umweltschutz 😦

Fragt sich, warum so Jemand an diesem Platz ist.

Billigbilligbillig!!!

So schreit es von allen Zeitungsseiten! Preisverfall bei Öl und Benzin!!!

Sachma‘, bin ich wirklich sooooo falsch, wenn ich diese spottbilligen Preise eigentlich ziemlich hoch finde?

Ich hab mal gesucht, und:

Quelle: Heizöl24.de

was jetzt grad superbillig schreit, war 2009 ziemlich teuer. Okay, 2009 ist lange her, und früher hatten wir auch noch ’n Kaiser, ja. Aber wenn man sich da weiter durchklickt, sieht man: ab 2010 steigen die Preise heftigst an (im Grunde ja schon seit Ende 2009 absehbar), und vorher waren sie durchgängig wesentlich niedriger. Wenn man dann noch weiß: nein, insgesamt gibt es schon länger einen tatsächlichen Preisverfall beim Öl, verursacht uA durch das monsterumweltschädliche Fracking-Öl der Amis, dann fragt man sich schon, warum davon fast nix ankommt beim Heizöl- oder Spritkäufer.

Ich hätte ja nicht allzuviel zu meckern, läge es an Preisaufschlägen, die zugunsten von Umweltschutz (neudeutsch: KLIMA-) projekten genutzt würden. Ist aber nicht so, und deshalb fühle ich mich durchaus verar***t, wenn ich die jetzigen Preise spottbillig finden soll….

Daß überhaupt Öl und Benzin grad günstiger sind als lange, das liegt – am Virus. Und ich finde es prinzipiell erfreulich: keine Flieger am Himmel, wesentlich weniger Autos etc. Ich fände es wirklich erfreulich, wenn mir nicht tatsächlich bange vor den mittel- bis langfristigen Folgen wäre. Ich kann so garnicht abschätzen, wie das nun wirklich ist und wird mit der Weltwirtschaft. Schön wäre, wenn sie umgebaut werden könnte, für uns alle. Weg vom „Wachstumsmantra“, hin zu Nachhaltigkeit. Dran glauben tu ich nicht, zu viele Interessen hängen dran. Und wenn ich jetzt schon höre, daß die Fluggesellschaften befürchten, durch Corona sei ja so vieles ohne Geschäftsreisen möglich geworden, vielleicht behielte man davon einiges ja nachher bei? – dann weiß ich, daß sie ziemlich viel tun werden, damit dieser umweltfreundliche Kollateralnutzen möglichst vollständig wieder abgebaut wird. Nur mal als Beispiel….

Mulmig

Langsam wird mir mulmig, wenn der Herr F. mir die ständig eintrudelnden Meldungen vorliest.

Geschlossene Schulen, Betriebe und Grenzen, abgesagte Veranstaltungen noch und nöcher, Empfehlungen, sich einzuigeln, de ole Lüüd besser nicht zu besuchen etc.

Langsam wird mir mulmig. Aber nicht wegen des Virus, sondern wegen all dieser Maßnahmen!

Neulich, auffe Arbeit (-60-)

Volle Einkaufswagen rollen durch den Laden.
Menschen äußern sich lobend darüber, daß wir (wie immer) Brot und Brötchen nicht mit blanken Händen in die Tüten packen.
Uns gehen Konserven, Aufstriche, Flocken und Nudeln aus.
Gestern geliefertes ist heute schon wieder ausverkauft.
Die ersten „Kleingeld nur mit Handschuhen“- KäuferInnen grobmotoriken in ihren Portemonnaies herum.
KundInnen berichten von großen Lücken in den Regalen auch der Supermärkte.

Steht der nächste Weltkrieg bevor?
Eine Hungersnot?
Oder gar ein langes Wochendende durch mehrere Feiertage in Folge?
Nein. In Hamburg ist der erste Coronainfizierte entdeckt worden.


Man verzeihe mir meinen Sarkasmus.
Ich persönlich denke, daß es absolut sinnvoll und nötig ist zu versuchen, die Infektionsketten zu unterbrechen und das Virus einzufangen, solange es für Vorerkrankte keinen Impfschutz gibt.
Vorräte zu horten scheint mir jedoch ziemlich übertrieben.
Es wird sich weisen, ob ich naiv bin.

Splitter

EU-bio erlaubt 49 Zusatzstoffe in Lebensmitteln.
Bioland erlaubt 22, Demeter erlaubt 13.

In konventionellen Lebensmitteln sind 330 Zusatzstoffe erlaubt.

(Nein, kein Schreibfehler. Nicht 33, sondern dreiHUNDERTdreißig.)

Sabine tobt ums Haus

Der Thermokomposter ist abgedeckt. Die alte Birke am Wintergarteneck schwankt. Also, nicht die Äste meine ich jetzt, sondern der Stamm. Bei der Mirabelle in der Einfahrt könnte es sein, daß sie sich aus dem Boden hebeln läßt, so wie sie grad gegen ihre Wuchsrichtung gedrückt wird (und sie ist eh nicht mehr ganz fit), aber da würde nicht allzuviel passieren, schätze ich. Der Sturm kommt von Süden – eine sehr ungwöhnliche Richtung für uns, an die die Bäume nicht gewöhnt sind. Die Böen sind heftig, aber erst nach 16 Uhr soll es allmählich etwas weniger werden, vorher sogar noch zunehmen bis auf Christian-Niveau.

Ihr erinnert Euch? 2013? Christian?

Hier – so sah das danach bei uns aus: *klick*, und so ringsum *klack* (da müßt Ihr mal die einzelnen Artikel anklicken, das war schon echt beeindruckend!!)

Könnte ich jetzt an sowas glauben, würde ich ein paar Wünsche ins Universum/ Gebete zu einem Gott oder wasauchimmer schicken. Da mir diese Art Selbsthypnose aber (manchmal finde ich: leider) nicht zur Verfügung steht muß ich einfach hoffen, daß es bald Abend wird….


20:40 Uhr: das war nix mit 16 Uhr…. pünktlich gegen 17 Uhr wurde verkündet: ab 20 Uhr wirds RICHTIG dolle, und das ist es auch. Es heult und pfeift und tost. Bin gespannt, was ich morgen zu sehen bekomme, aber – toitoitoi – bisher gibts hier wohl nix schlimmeres, denn wäre einer der Bäume gekippt, würden wir’s mitkriegen.

Erst ab 22Uhr sollen die Windstärken langsam nachlassen…. und den Rest verfolgt Ihr ja sicher selbst in den nachrichten, bei so Einigen von Euch steht das schlimmste ja erst noch später bevor. Ich drücke allerseits die Daumen, daß nix passiert!

Uaaah.

Wie man sieht: das Uaaah fällt heute schon etwas kürzer aus: die Situation hat sich leicht entspannt:

  • offenbar gibt es keine Drittmaus im Haus – weder angespannt irgendwo hockende Katzen noch Köttel oder Angenagtes weisen in eine andere Richtung
  • das Internet ist zurück, ebenso das Telefon. Eine der schlechtesten Entscheidungen ever war, das Telefon auf Internet umzustellen. Irgendwann wäre es wohl eh nicht anders gegangen, sagt der Herr F., weil die Leitungen alle umgestellt werden. Aber es ist schon Sch***, doppelt abgeschnitten zu sein, bloß weil die olle Telekom es nicht fertigbringt, uns einen längerfristig funktionierenden Router zur Verfügung zu stellen. Ich sehe schwarz für die Umstellung auf Glasfaser, die ja auch droht
  • beide Katzen haben die Entwurmung offenbar gut weggesteckt. Es kann Durchfall als Nebenwirkung geben, und das dann mit einer Elsa, die nicht wann immer gewünscht aufs Klo kann…. et hätt jootjejange! 🙂

Das also sind die guten Nachrichten. Dazu kommt, daß ich nach viel Telefoniererei und noch mehr Falschinfos herausgefunden habe, daß es DOCH möglich ist, ein kostenfreies Girokonto bei meiner Bank zu führen UND Telefonbanking zu machen. Man zahlt halt 2,50 Euro im Vierteljahr zusätzlich – aber nicht, wie zuvor, über 8,- monatlich. Dann wieder viel Telefoniererei: das mit PIN und Key und PINänderung klappte einfach nicht – und dann war ja das Internet kaputt. Aber jetzt hab ichs endlich hingekriegt! Man lagert das drucken der Kontoauszüge nun an mich aus (wobei ich fürs schicken zuvor schon Extrageld bezahlen musste), aber ansonsten hab ich jetzt ein günstiges Konto MIT Telefonbanking (und damit ohne die umständliche TAN-Eingeberei mit Computer UND Handy. Das ist mir einfach nix!)

Inzwischen stehen den Katzen wieder zwei Klos zur Verfügung, obwohl ich keine Idee habe, was das ändern könnte. Der Problempunkt ist ja, daß Mauski Elsa zeitweise(!) keine Bewegungsfreiheit zugesteht und daß sie deshalb eigentlich allermeistens nur sehr zögerlich irgendwohin geht. Das ändert sich ja nicht, wenn an mehreren Stellen Klos stehen. Es gibt nach wie vor keine Lösung für dieses Problem – und es IST eines, es betrifft ja auch das raus- und reingehen Elsas. Und in einigen Wochen fahren wir für einige Tage weg…. das wird dann entweder bedeuten, daß Elsa sich gerade macht oder, daß sie drei Tage nur drin oder irgendwann (falls sie raus- aber nicht wieder rein geht) nur draußen ist. Gestern jedenfalls ist sie, nachdem ich sie um halb eins rausgelassen hatte und zur Arbeit gefahren war, immer wieder um die Katzenklappe herumgeschlichen (Wildkamera!!), aber nicht reingegangen – erst als gegen halb sechs der Herr F. heimgekommen war und sie gelockt hat ist sie durchgegangen. Nach einigen friedlicheren Tagen war gestern auch mal wieder Großalarm samt Prügelei. Feliway scheint auch nicht die Lösung zu sein. Heute morgen dann wieder freundliche Nasenstüber… auch Elsa geht inzwischen mal einen Schritt auf Mauski zu, um ihn zu beschnüffeln. Entspannen klappt prima: Elsa hat tiefenentspannte Zeiten im Sessel, auf dem Schoß, auf der Ofenbank oder ihrem Stuhl, auch wenn Mauski auf dem Sofa liegt (er ist in den letzten Tagen meist dort, also nahebei) – aber bewegen halt nicht … und schon sind wir wieder beim Kloproblem …..

 

 

Heute gehen Sternfahrten von Landwirten gen Berlin. Man protestiert, daß die Landwirte am Limit sind, daß es so nicht weitergehe. „Recht haben sie“, dachte ich. Bis ich kapierte: die sagen das richtige, aber die Konsequenzen, die sie gezogen haben wollen, sind genau die falschen! Sie sehen ihren Berufsstand durch die Auflagen zum Naturschutz kaputtgemacht, durch Gewässerschutz und Dünger-Kontrollen. Und sie sind, wie immer, wenn man diese Art Proteste mitkriegt, wiedermal aufgewiegelt vom allmächtigen Bauernverband, der sich ganz offenbar nicht mehr als Bauern-, sondern als Agrarindustrielobbyisten versteht. Jetzt juckt es mich in den Fingern, übles zum Thema „Bauernverband“ zu schreiben, aber ich bleibe lieber konstruktiv, dieser Text fordert Euch eh längeres lesen ab 😉

Der Leiter des DNR (Deutscher Naturschutzring) sagt zu den Bauernprotesten Richtiges:

„Die heutigen Proteste zeigen: Die Landwirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Doch weder das Aktionsprogramm Insektenschutz noch die Auflagen zum Schutz unseres Grundwassers haben die Landwirte in diese Krise gebracht, sondern eine Agrarpolitik, die seit Jahrzehnten auf maximale Intensivierung und Exportorientierung setzt.

Die Fortsetzung einer solchen Politik kann daher keine Option sein. Sie treibt Landwirte in einen ruinösen Wettbewerb, in dem die Wertschätzung ihrer Arbeit und für Lebensmittel auf der Strecke geblieben ist. Und sie ist mitverantwortlich für die tiefe Biodiversitäts- und Klimakrise. Ein Fakt, der weder geleugnet noch kleingeredet werden kann.

Wir brauchen daher eine Politik, die das Höfe- und Artensterben aufhält. Das kann nicht gelingen, wenn die berechtigten Interessen von Bauern und Bürgern gegeneinander ausgespielt werden. Ein Neustart in der Agrarpolitik ist überfällig. Die milliardenschweren Agrarsubventionen müssen endlich so eingesetzt werden, dass sie Landwirten und dem Klima-, Umwelt- und Tierschutz zugutekommen.

Wenn es also einen „Reset“ braucht, wie der Bauernverband fordert, dann nicht, um Umweltauflagen weiter zu schleifen, sondern um Landwirte zu unterstützen, diese besser zu erfüllen. (…)“

Dieses Zitat fand ich, als ich über den Naturgartenverein heute einen Aufruf zur Beteiligung an einer europäischen Bürgerinitiative (EBI) zugeleitet bekam. Diese Initiative hat „eine andere Form der Lebensmittelproduktion, ohne Agrochemikalien, gesünder und nachhaltiger für Natur und Mensch“ zum Ziel. damit will man „sicherstellen, dass die unschätzbare Vielfalt an Lebensmitteln und bäuerlichen Traditionen in Europa erhalten bleibt.“ Genaueres kann man hier lesen (es ist bei weitem nicht so vage, wie’s sich in meiner Kurzzusammenfassung anhört!!) *klick* und hier gehts gleich zur Unterschrift *klick*, denn es werden 1 Million Unterschriften gebraucht, um die EU dazu zu bringen, einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Solche EBI waren schon früher erfolgreich, Ihr erinnert Euch vielleicht an die gegen die Privatisierung der Trinkwasserinfrastruktur, also lohnt es wirklich, sich zu beteiligen.

Bitte, tut das!

Dürre???

Es regnet.

Seit ein paar Wochen wieder öfter, und doch war, als ich am Donnerstag heim kam von meiner Fortbildung, der Gartenteich schon wieder sehr geschrumpft. Seit gestern abend regnets nun andauernd, zeitweise auch stärker (übrigens auch Bucheckern, unglaublich – ein kleiner Windstoß und es prasselt nur so runter!!) – Zeit für einen Rückblick auf die große Dürre. War es wirklich sooooo schlimm? Mein Gefühl war ja immer „na, sooooo schlimm ist das doch nun auch wieder nicht“ – und doch nimmt zumindest meine Lieblingsbuche, von der ich ja schonmal geschrieben hatte, die Dürre offenbar übel. Hoffentlich nicht auf Dauer!
„Gefühlte Trockenheit“ ist wahrscheinlich ähnlich zuverlässig wie „gefühlte Temperatur“. Was also ist wirklich los gewesen?

Bei naturaufdembalkon geb es letztlich einen sehr interessanten Link dazu! Es gibt nämlich einen DÜRREMONITOR! Hier kann JedeR nachgucken, wie weit sein Heimatort von der Dürre seit letztem Jahr tatsächlich betroffen ist. Insgesamt ist spannend oder besser gesagt erschreckend, daß es in den meisten Teilen des Landes lange Zeiten über bis in Tiefen von 1,80m staubtrocken ist oder zumindest war. Heftig!

Dürre bezeichnet die Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015), keine absolute Trockenheit.

Will heißen, die Bilder dort sind relativ und nicht absolut zu lesen. Das zur Einordnung, es macht es allerdings nicht besser….

Wenn man sich das nun für unsere Gegend anschaut, dann siehts recht gut aus eigentlich. Weiß bis gelb, egal ob für die oberen oder die tiefen Schichten, da stimmt mein Eindruck offenbar – aber es gibt auch einen Rückblick auf letztes Jahr, und da gibts im Winter auch bei uns knalliges „rot“ für „extreme Dürre“.

Na, es wird spannend zu sehen, wie das weitergeht. Eigentlich wünscht man sich jetzt viel Nasses von oben – aber ich persönlich tendiere trotzdem ganz egoistisch dazu, mir noch einen sonnigen Herbst zu wünschen und wenig weiß im Winter. Abwarten….

 

Wenn der Schwanz nicht weiß, was der Kopf sich ausgedacht hat…..

dann kommt sowas dabei raus:

Die Post will Büchersendungen abschaffen. Bzw will sie, daß man Bücher, die dicker als 5cm MIT VERPACKUNG sind, als Päckchen schicken muß, für 3,79 Euro statt wie bisher für 1,70 Euro.
Nun gibt es aber eine Übergangsfrist bis 31.12., und ich weiß das. Nicht aber die Angestellte- und in der neuen Preis-Info wird es nicht erwähnt. Also hat sie sich geweigert, meine Büchersendung anzunehmen.
Wenn sie’s annähme, sagte sie, dann würde sie Ärger kriegen, man sähe dann ja, daß der Kasten hinterm Tresen von ihr befüllt sei. Sie war völlig überfordert …. Ich also: okay, dann geben Sie mir die Marken, ich werf’s draußen in den Kasten …. *g*
Aber das wäre ja zu einfach: Büchersendungen dürfe man garnicht in Briefkästen werfen (!) Die müsse man abgeben, wie Päckchen, das sei immer schon so gewesen!
Ich konnte von Glück sagen, daß sie mir die Marken noch verkauft hat…..
Habe ihr gesagt, daß ich nicht die einzige bin, die seit Jahren den Postkasten benutzt, aber auch das hat sie mir nicht geglaubt. Langsam war’s mir dann auch wurscht, ich hab das Buch reingeworfen und Schluß! Zum Glück war’s nicht zu dick für den Schlitz….

Hier steht übrigens die Info, die man bei der Post offenbar nicht nötig hat, zu kommunizieren:
https://www.deutschepost.de/—/buechersendung_national.html