Das doofe C und die Impferei

Gestern vormittag war ich bei de ole Lüüd. De ole Mann berichtete, er habe versucht, einen Impftermin zu bekommen und sei gescheitert. Die hätten immer irgendwas von Psychiatern gesagt. Also hab ich angerufen und wusste schnell, warum: der Telefondialog dort ist so verwirrend, daß auch ich, die in sowas ziemlich gut bin und nicht so schlecht hören kann wie er, nachher an der falschen Stelle gelandet bin. De ole Mann kam mit den Nummern garnicht erst klar, die er drücken sollte, und wenn man ohne drücken durchlaufen lässt, heißt es, man werde mit dem psychiatrischen Notdienst oder sowas ähnlichem verbunden *gg*

Ich kam irgendwie nicht nach S-H durch, sondern landete bei einer verständlicherweise gestressten Telefonistin, um mir dann sagen zu lassen, daß in S-H eh schon längst wieder alles zu spät ist. Ich war nämlich erst um 10 Uhr am Telefon, aber abends hörte ich dann: schon nach einer halben Stunde waren alle Termine belegt. DAS zumindest könnte man dann doch direkt in der Telefonmenüschleife kommunizieren!? *augenroll*

Und ich konnte bisher auch übers Netz keinerlei Info dazu bekommen, wie die Impferei denn in S-H bei über 80jährigen läuft, die daheim gepflegt werden und nicht ins Impfzentrum können. Musste ich also mit dieser Frage auch wieder die überlasteten Rufnummern weiter überlasten 😦 Habe erfahren, daß ich trotzdem nächsten Dienstag wieder die 116117 versuchen kann (diesmal früher, um in der halben Stunde durchzukommen *augenroll* und parallel online), und dort direkt dazusagen muß: nicht mobil, daheim impfen!!

Tschö mit ö, Du olles Jahr!!

Warst schon anstrengend.

Für mich selbst wars ja 2020 mehr die doofe Schulter als das doofe C, von dem ich mich nach wie vor relativ unberührt fühle, ehrlich gestanden. Wirtschaftlich eh (wir arbeiten ja beide direkt bzw indirekt im Lebensmitteleinzelhandel), aber auch sonst.

Dann setze ich halt ne Maske auf. Dann bin ich halt nicht so viel unterwegs. Ist halt nötig, muß ich nicht viel Gewese drum machen….

Inzwischen arbeite ich wieder drei Stunden täglich (mit 2 hab ich begonnen, und ich schätze, bald werden es 4 werden können) und auffe Arbeit muß ich Neues lernen: im Privatleben kann ich gut um Hilfe fragen. Auffe Arbeit aber habe ich immer den Anspruch gehabt, im Zweifel Alles zu tun. Das geht jetzt nicht mehr. Oder noch nicht wieder, wahrscheinlich auf längere Zeit nicht; auch dann noch nicht, wenn ich wieder „richtig“, also nicht mehr krankgeschrieben im Wiedereinstieg, arbeite. Bisher tragen KollegInnen und Chefin das mit, freuen sich sogar, daß ich wieder da bin. 🙂 Ich bin dafür sehr, sehr dankbar. Ist ja nicht selbstverständlich!!

Und sonst? Hoffe ich, daß 2021 möglichst bald möglichst viele Menschen geimpft sind, damit Diejenigen, denen es schlechter geht mit dem doofen C bald aufatmen können und die Demoschwurbler von der Eso- und der rechten Sorte sich wieder einkriegen und merken, daß es eben doch keinen Grund gibt, die Diktatur kommen zu sehen, bloß weil man mal ein paar Monate nicht Party machen darf (in dem  Sinne, daß ich ich eine Ursache des überdimensionierten Unmuts darin sehe, daß meine Generation, zumindest im Westen, zum 1. Mal im Leben Einschränkungen erlebt. Vermutlich liegts daran, daß manche jetzt gleich freidrehen.)

Neee, dieses Jahr war wirklich eher suboptimal. Tschö!!! Wir werden Dich nicht vermissen, 2020!!!!

Jippieh

Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird generell verboten. Vom Zünden von Feuerwerk wird generell dringend abgeraten.

(Tagesschau.de von eben)

 

Von nun an gehts bergan ;-)

So!!!

Geschafft!!!!

Ich bin jetzt Mitte 50, und damit ist der Tiefpunkt statistisch gesehen, aber auch nach meiner eigenen Erfahrung überwunden:

am unentspanntesten sind die Leut‘ Anfang bis Mitte Fünfzig, das war mir schon als Teenie aufgefallen, und später wunderte ich mich, daß diese Altersgrenze sich nicht mit den alternden Menschen nach hinten verschob. Nein, es blieb so – auch als ich Mitte zwanzig oder Mitte dreißig war, oder damals, 2012, bei einem dieser Erlebnisse : die unentspanntesten Leute sind immer Anfang bis Mitte fünfzig

Die (mir bis vor ca einem Vierteljahr, als ich davon las, unbekannte) Statistik sagt dasselbe: es gibt eine U-Form des Lebensalters bei der Zufriedenheit. Ab Mitte zwanzig gehts damit bergab, um die fünfzig ists am schlimmsten, und dann gehts wieder aufwärts.

Got it!!!!! 🙂

Schwerst beeindruckt

…hat mich der Podcast „180°- Geschichten gegen den Haß“.

Weil er Preise bekommen hat, wurde er in den Nachrichten erwähnt, und weil ich derzeit ja viel laufe und dabei Zeit zum hören habe, habe ich mal reingehört – und konnte garnicht wieder aufhören, bis ich die sieben Folgen plus „Bonusfolge“ durchgehört hatte.

Einerseits die Geschichten selbst, die mit den O-Tönen der das erlebt Habenden extrem spannend sind – andererseits das Format: der Zusammenträger und Rechercheur Bastian Berbner und eine sehr skeptische Journalistenfreundin, Alexandra Rojkow, die ebenso nichtwissend, was da noch kommt, zuhört wie die da draußen vor dem Radio – aber im Gespräch mit dem Bastian Berbner ist. Das ist ne schöne Mischung, um das ganze noch interessanter zu machen. Man hat ja auch selbst Gedanken beim hören und Zweifel oder auch nicht. Beim den-beiden-zuhören wurde ich manchmal überhaupt erst auf meine eigenen Gedankengänge aufmerksam. Normalerweise bleibt ja im mithören von so einer Sendung dafür gar keine Zeit!

Hier könnt Ihr sie finden und hören *klick*

Ich empfehle dringend, erstens die Reihenfolge einzuhalten – denn manches baut aufeinander auf – und zweitens vorher nicht mehr als die dortigen wenigen Sätze zu den Folgen zu lesen!

Ich gestehe, ein wenig neidisch auf Euch zu sein, die Ihr diesen Podcast frisch und neu hören „dürft“! Schon lange hat mich keine Sendung/ kein Buch oÄ mehr so mitgenommen!

Es gibt übrigens auch ein Buch desselben Namens, ich habe es gekauft und gelesen. Einiges ist doppelt – und in allen Fällen finde ich (die ich ja eigentlich Leserin bin, selten hören mag) die Hörversion besser und spannender – aber zu lesen gibt es auch andere, ebenfalls interessante Geschichten und ergänzende Fakten. Insofern: ich verleihe das Buch gern.

Bin gespannt, ob Jd. Von Euch den podcast schon kennt und ob Ihr auch so beeindruckt wart. Oder auf die Höreindrücke, falls Jd. meiner Empfehlung folgt. Berichtet doch mal, bitte!!😃


PS: Jemand, der auch schon seit Jahren gegen den Haß unterwegs ist, ist Gerburgis, die mir eigentlich über ihren Bienenblog bekannt ist. Durch den kamen wir in langen Abständen ins mailen und dann auch auf andere Themen.

Neu ist diese Website: Kurze Interviews mit Geflüchteten vieler Jahrzehnte : *klick*  Ansehenswert und ebenfalls sehr beeindruckend. Und für Die, die grad nicht so viel Zeit haben, auch häppchenweise zu genießen 😉

Heute in Flensburg

D’accord!!

P.S. In diese Kneipe wollten wir schon lange mal. Wird offenbar Zeit…. (Ich würde ja eine Website verlinken, so sie denn eine hätten. Ich HASSE es, wenn die Leute NUR auf dem Fratzenbuch zu finden sind)

Vertagt

Letztens hatte ich ja über die Sache mit den Schweinen im Kastenstand berichtet – seit 2007 schon ist die Haltung, so wie sie jetzt ist, rechtwidrig. Trotzdem sollte – üblerweise mit einem von unserem schleswig-holsteinischen Landwirtschafts- und Umweltminister Albrecht von den Grünen (!) mit erarbeiteten Kompromißvorschlag  – der Status Quo noch einmal für 7-10 Jahre zementiert werden – als „Kompromiß“ zu den von der unsäglichen Frau Klöckner geplanten siebzehn Jahren!

Gestern war Abstimmungstermin, ich habe das ganze, warum auch immer, erst am Montag zuvor dem SPIEGEL entnommen, da lief schon eine Petition von campact, erfuhr ich von cubusregio (DANKE!!!)

Ich habe noch fix – zusätzlich zu meiner Mail, auf die ich bislang noch keine Antwort bekommen habe – unterzeichnet, aber eigentlich schien es zu spät. Jetzt aber wurde die Entscheidung vorgestern noch einmal vertagt, also macht es Sinn, auf die Petition hinzuweisen – der Druck muß verstärkt werden!

Foodwatch hat die Petition mitorganisiert, dort schreibt man über die Vertagung der Entscheidung von Freitag:

Der heutige Tag hat gezeigt, dass offenkundig auch die Grünen nur unter massivem öffentlichem Druck bereit sind, für ihre vollmundigen Versprechen einzutreten. Unser vielstimmiger Protest und die kritische Berichterstattung in SPIEGEL, FAZ und anderen Medien haben den Grünen klar gemacht, dass sie sich nicht auf Kosten von Millionen gequälten Muttersauen durchmogeln können. Das ist einerseits ein Erfolg, andererseits aber nur ein Etappensieg: Die Entscheidung ist noch einmal vertagt, eine Verbesserung für die Tiere ist dadurch noch nicht erreicht.

Wer also mag, der zeichne hier: Campact

Oder schreibe an unseren grünen Minister, hier: EmailMinisterium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Oder tue beides, gehe auf die Demos, tue IRGENDWAS … zeige jedenfalls: So nicht, Du „Tierwohllügnerministerin“, so nicht, Ihr Grünen!!!!

😦

 

Das ist jetzt hoffentlich NICHT wahr!

Habe eine Mail an den Herrn Minister geschrieben und bin gespannt, ob die „Insider“ vielleicht doch fehlinformiert sind – ich hoffe es sehr. Allerdings ist mein Eindruck des neuen Umweltministers eh kein guter, der scheint sich nicht anlegen zu wollen – bisher habe ich noch wirklich nichts substanzielles von ihm mitgekriegt, nur freundliche Ringelshirt-Bilder und Wortblasen.

Übrigens scheint Umweltschutz auch nicht grad eines seiner Schwerpunkt- und Herzensthemen zu sein, wenn man seine Vita liest: *klick* Wenn man unten auf der Seite auf „alle Themen“ klickt, bestätigt sich dieser Eindruck. Ein Landwirtschafts- und Umweltminister, der sich für zahlreiche Themen interessiert, aber nicht für Landwirtschaft und Umweltschutz 😦

Fragt sich, warum so Jemand an diesem Platz ist.

Billigbilligbillig!!!

So schreit es von allen Zeitungsseiten! Preisverfall bei Öl und Benzin!!!

Sachma‘, bin ich wirklich sooooo falsch, wenn ich diese spottbilligen Preise eigentlich ziemlich hoch finde?

Ich hab mal gesucht, und:

Quelle: Heizöl24.de

was jetzt grad superbillig schreit, war 2009 ziemlich teuer. Okay, 2009 ist lange her, und früher hatten wir auch noch ’n Kaiser, ja. Aber wenn man sich da weiter durchklickt, sieht man: ab 2010 steigen die Preise heftigst an (im Grunde ja schon seit Ende 2009 absehbar), und vorher waren sie durchgängig wesentlich niedriger. Wenn man dann noch weiß: nein, insgesamt gibt es schon länger einen tatsächlichen Preisverfall beim Öl, verursacht uA durch das monsterumweltschädliche Fracking-Öl der Amis, dann fragt man sich schon, warum davon fast nix ankommt beim Heizöl- oder Spritkäufer.

Ich hätte ja nicht allzuviel zu meckern, läge es an Preisaufschlägen, die zugunsten von Umweltschutz (neudeutsch: KLIMA-) projekten genutzt würden. Ist aber nicht so, und deshalb fühle ich mich durchaus verar***t, wenn ich die jetzigen Preise spottbillig finden soll….

Daß überhaupt Öl und Benzin grad günstiger sind als lange, das liegt – am Virus. Und ich finde es prinzipiell erfreulich: keine Flieger am Himmel, wesentlich weniger Autos etc. Ich fände es wirklich erfreulich, wenn mir nicht tatsächlich bange vor den mittel- bis langfristigen Folgen wäre. Ich kann so garnicht abschätzen, wie das nun wirklich ist und wird mit der Weltwirtschaft. Schön wäre, wenn sie umgebaut werden könnte, für uns alle. Weg vom „Wachstumsmantra“, hin zu Nachhaltigkeit. Dran glauben tu ich nicht, zu viele Interessen hängen dran. Und wenn ich jetzt schon höre, daß die Fluggesellschaften befürchten, durch Corona sei ja so vieles ohne Geschäftsreisen möglich geworden, vielleicht behielte man davon einiges ja nachher bei? – dann weiß ich, daß sie ziemlich viel tun werden, damit dieser umweltfreundliche Kollateralnutzen möglichst vollständig wieder abgebaut wird. Nur mal als Beispiel….

Mulmig

Langsam wird mir mulmig, wenn der Herr F. mir die ständig eintrudelnden Meldungen vorliest.

Geschlossene Schulen, Betriebe und Grenzen, abgesagte Veranstaltungen noch und nöcher, Empfehlungen, sich einzuigeln, de ole Lüüd besser nicht zu besuchen etc.

Langsam wird mir mulmig. Aber nicht wegen des Virus, sondern wegen all dieser Maßnahmen!

Neulich, auffe Arbeit (-60-)

Volle Einkaufswagen rollen durch den Laden.
Menschen äußern sich lobend darüber, daß wir (wie immer) Brot und Brötchen nicht mit blanken Händen in die Tüten packen.
Uns gehen Konserven, Aufstriche, Flocken und Nudeln aus.
Gestern geliefertes ist heute schon wieder ausverkauft.
Die ersten „Kleingeld nur mit Handschuhen“- KäuferInnen grobmotoriken in ihren Portemonnaies herum.
KundInnen berichten von großen Lücken in den Regalen auch der Supermärkte.

Steht der nächste Weltkrieg bevor?
Eine Hungersnot?
Oder gar ein langes Wochendende durch mehrere Feiertage in Folge?
Nein. In Hamburg ist der erste Coronainfizierte entdeckt worden.


Man verzeihe mir meinen Sarkasmus.
Ich persönlich denke, daß es absolut sinnvoll und nötig ist zu versuchen, die Infektionsketten zu unterbrechen und das Virus einzufangen, solange es für Vorerkrankte keinen Impfschutz gibt.
Vorräte zu horten scheint mir jedoch ziemlich übertrieben.
Es wird sich weisen, ob ich naiv bin.