Geplättet… (Nachtrag zum Frühjahrsputz)

Geplättet bin ich, daß Ihr offenbar Alle keinen vernünftigen Frühjahrsputz macht!
Also, ich bügle jedes Jahr meine Wände. Wie soll ich denn sonst die Falten da rauskriegen? Mache ich immer! Immer am 1. April!

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*

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Na???
Groschen gefallen? *g*

April, April, Ihr Lieben 🙂 Ganz dollen Dank für Eure wunderbaren Kommentare, sie haben mir meine Mittagspause versüßt, und auch jetzt beim schreiben grinse ich wieder über alle Backen und Wangen!

Das Foto hat übrigens der Herr F. gemacht, als ich das Wachs, das ja im letzten Jahr bis hoch an die Decke gespritzt war, weggebügelt habe…..

Gute Wünsche

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Ein unbeabsichtigt lustiger, aber auch sehr schöner Wunsch, den mir D da an mein Geburtstagsgeschenk geheftet hatte! Unten der Gruß ist von A. Könnte auch Jemand von hier geschrieben haben, gell?
Nachdem sie mitgekriegt hatten, daß ich Geburtstag gehabt habe, habe ich vor einigen Tagen von jedem von ihnen noch nachträglich ein Geschenk bekommen. Und ein Ständchen von allen zusammen. Sie kommen bei den deutschen Sitten an (im Irak feiert man Geburtstage nur bei Kindern) und ich habe, arabisch-höflich, meine Geschenktüten erst daheim geöffnet. Und mich sehr gefreut.

Die Fallstricke der fremden Sprache und Kultur: vorn auf den Anhängern steht „frohe Weihnachten“, weil die Geschenktüten Weihnachtstüten sind…. *gg*

D ist jetzt fast schon „unser Vierter“ *seufz* – immer mit dabei, ein wirklich netter Kerl übrigens – aber ich weiß auch schon jetzt, daß wir irgendwann, wenn’s drauf ankommt, nicht sagen können „Komm allein klar, wir sind nicht Deine Lotsen“. Glücklicherweise wird’s ja weniger, was wir noch mit-regeln müssen.

 

Jetzt guckt Euch bitte DAS mal an!

Aber bevor Ihr guckt, lasst Euch gesagt sein, daß das mysteriöse, große Paket, das vorgestern hier ankam, losgeschickt worden war, bevor ich den Beitrag hier postete, der die Wohnzimmerfarbe zeigt und mich über eine neue Bilderlösung für die große Wand und wärmere Holzfarben zum grau sinnieren ließ. Das behaltet nun mal sehr gut im Hinterkopf, und dann guckt, was zwischen einer ganzen Rolle Malervlies und viel Luftpolsterfolie zum Vorschein kam:

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Also, nicht nur, daß das Äppelken (denn von ihr kam das Überraschungspaket) gerochen haben muß, wie das Wohnzimmer aussehen würde. Sie hat auch noch meine Gedanken vorweg- und mir jede weitere Sorge um die Wandgestaltung abgenommen, und das mit selbstgezeichneten Bienen! Ich war – ja, fast kann man schon sagen fix und fertig von dieser Großzügigkeit, zusammen mit Können und Einfühlung – stand so davor und konnte es kaum fassen! (Übrigens: und mutig war das auch noch, denn ich bin doch ein klitzekleines Bißchen speziell, was die Gestaltung der Wohnräume angeht, und so konnte sie sich eigentlich keinesfalls sicher sein, ob dieses wunderschöne Geschenk denn auch so geschätzt werden würde, wie es nun geschätzt wird)

Und jetzt schaut bitte mal, wie das vorläufig aussieht:

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Mit der Farbgebung und den Monitoren, das ist ja immer so ein wenig schwierig, aber ich denke, es ist zumindest vorstellbar!?

Erst war da noch die Überlegung, die beiden Zeichnungen weiter oben und die“alten“, quadratischen Fotos in neuem Rahmen darunter zu hängen, aber schon am nächsten Morgen, als ich etwas länger draufgeschaut hatte, fand ich, daß die beiden Bilder, gut gehängt, genug sind für diese Wand. Der Herr F. sagte das gleich abends schon. Und uns gefällt das zurückgenommene der Bleistiftzeichnungen ausgesprochen gut, das würden die ja doch aufdringlicheren Fotos dann eher kaputtmachen. Nein, um diese Wand müssen wir uns, wenn wir es ersteinmal geschafft haben, die Bienchen ohne größere Wandkrater aufzuhängen, keine Gedanken mehr machen; das wird wunderschön werden 🙂

Ohweh …

Irgendwie schon - aber diese Dachrinne fühlt sich sicher auch nicht wirklich geliebt ... und das Bild habe ich in Flensburg, Norderstraße, gemacht.

Irgendwie schon – aber diese Dachrinne fühlt sich sicher auch nicht wirklich geliebt … und das Bild habe ich in Flensburg, Norderstraße, gemacht.

Zuallererst eine Vorwarnung: diesen Beitrag kann nur begreifen, wer auf den Link im Text klickt und sich das Foto anschaut. Ich habe überlegt, aber keine Idee, wie ichs so beschreiben könnte, daß es auch ohne geht. Und jetzt also geht der Beitrag los 😉

Der Herr Ackerbau hat mir letztlich mit diesem Beitrag eine ganz neue Flause in den Kopf gesetzt (unteres Bild) Beim lesen passierte zweierlei: ich musste lachen, erstens, und zweitens wusste ich mit absoluter Sicherheit:
von nun an werde ich jedes einzelne Mal, wenn ich so eine Ampel sehe, einen mitfühlenden Blick voller Zärtlichkeit absenden. Absenden müssen. Eine neue Zwangshandlung, so wie ich – Agnostikerin mit deutlich atheistischer Tendenz – seit Kindertagen bei jeder Tierleiche am Straßenrand schnell ein Kreuz schlage (-n muss) – es könnte ja sein, daß das dem Tier den Zugang zum Himmel sichert …. oder so wie ich, auch seit Kindertagen, stets mit dem anderen Fuß als mein Vor-Läufer eine Treppenstufe betrete. Aus Gerechtigkeitsgründen. Wie muß sich eine Stufe fühlen, der ständig Jemand auf genau dieselbe Stelle stampft?
Okay. Das wars auch schon, ich neige zu vielem, aber wirklich nicht zu Zwängen *g*, und so sind das auch eher Marotten – aber welche, die sich so festgesetzt haben, daß es mir wirklich schwerfällt, einfach per Verstand über diese eine Taube mal nicht mein symbolisches Kreuz zu schlagen, oder bei jener Treppe zuzulassen, daß sie so fürchterlich unfair von mir behandelt wird … man wird sehen, ob der spontane Ampel-Gedanke wahr wird und ich von nun an tatsächlich erst wahrnehme, was doch so offensichtlich ist: der gravierende Mangel an Wertschätzung und Liebesbekundungen Ampeln gegenüber, der sich sicher ebenso auf Straßenlaternen, Schilder, Gossen undundund beziehen läßt, auch wenn die nicht so deutlich Veränderung anmahnen….

Katzenblick

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Da längs, bitteschön, da gehts zum Novemberregen.

Selten hat Jemand so gut beschrieben, was passiert, wenn …

Ich möchte Euch heute deshalb hierhin bitten

klick

Ich habe sehr lachen müssen über Katze Lily und das Protozoon, zumal ich sowohl die Erstarrung als auch den Blick sehr, sehr gut kenne.


Aussortiert: ein Lesezeichen, das ich (den Lesezeichen sei dank) nie benutzt habe und nie brauchen werde

OBCZ

Seit einigen Jahren gibt es in Flensburg eine Art öffentliches Büchertauschregal- die Art, die BookCrossing-gelabelte Bücher enthält und deshalb auf bookcrosserisch Offizielle BookCrossingZone, kurz OBCZ, heißt.

Diese OBCZ befindet sich in der Roten Straße im Gasthof Roter Hof. Dort haben wir ein Stück Regalbrett im Eingangsbereich neben (bzw im Sommer, wenn die Türen offen stehen, leider hinter) der Tür zum Gastraum zur Verfügung gestellt bekommen. Und obwohl das nun wahrlich kein besonders doller Platz ist, scheint sich das Regal insofern zu bewähren- daß es immer öfter relativ leer ist 😉

Wir bekommen nicht sehr viele Einträge, aber Bücher verschwinden und tauchen wieder auf (das merken wir, weil wir immer mal eine Bestandsaufnahme machen und dabei weggeholte Bücher als solche eintragen- und davon immer mal wieder welche bei weiteren Bestandsaufnahmen Monate später wieder dort stehen)- aber die meisten verschwinden nur. Und hinterlassen Lücken. Die von den wenigen nahebei wohnenden und aktiven BookCrosserInnen treu und brav immer wieder aufgefüllt werden.

Ich persönlich finde ja nun bei BookCrossing das sogenannte wild releasen am spannendsten: die Bücher, die man einfach an einen Busch hängt, auf einem Cafétisch liegen oder auf einer Bank stehen läßt. Mehr und mehr fehlte mir in den letzten Monaten jedoch dafür der „Stoff“, weil unsere OBCZ gefräßig „Nachschub! Nachschub!“ rief.

Diese Situation hat mir nicht gefallen, andererseits wollte ich aber auch nicht, daß das Regalstück im Roten Hof leer bliebe. Und so habe ich einen Hilferuf geschickt.

[OBCZ sucht] (recht neue) Romane, Krimis uÄ

habe ich im Forum meinen Spendenaufruf vor zwei Wochen betitelt, und nun seht, was passiert ist:

Tag eins. Drei Pakete mit Büchern sind angekommen.

Tag eins.
Drei Pakete mit Büchern sind angekommen.

Tag 2 uiui!! :-)

Tag 2 uiui!!
🙂

Tag 3 ...und noch ein Paket!

Tag 3
…und noch ein Paket!

Bevor Ihr Euch wundert, warum es beim letzten Foto etwas weiter unten wieder so leer aussieht auf dem Tisch, zitiere ich mal aus einem Jounaleintrag von gestern:

Gerade heute hatte ich ein wenig aufgeräumt in den „will ich auch noch lesen“ und „darf gleich in die OBCZ“-Stapeln, die ja auch noch zwischen „noch nicht eingetragen“ und „eingetragen“ sortiert sind (ja, vier große Stapel!! *g*) und ein paar Stapel ihren endgültigen Zwischenlagerplätzen zugeführt- da kommt der Postbote mit dieser Kiste :-)))
Natürlich kommt dieses Buch (das aus dessen Eintrag ich hier zitiere) nach Deiner persönlichen Empfehlung auf der beigelegten Karte auf den Reststapel mit „will ich noch lesen und ist schon eingetragen“-Büchern. Die anderen landen erstmal auf den beiden „noch nicht eingetragen“- Stapeln, und in den nächsten Tagen werde ich dann auch dafür Einträge schreiben.
Jetzt schonmal ein ganz dickes DANKE – die OBCZ wird sich freuen – und ich freu mich jetzt schon, denn da ist so einiges dabei, das ich auch lesen mag 🙂

Tag 4- gerade hatte ich begonnen, wegzuräumen, da kam - ein Paket!! :-)

Tag 4
gerade hatte ich begonnen, wegzuräumen, da kam – ein Paket!! 🙂 Der nach aufräumen und Paketbüchersortieren größte Stapel ist nun der „noch nicht eingetragen, will ich noch lesen“-Stapel *g*

Ganz dollen Dank an Leseliese, calisson, catbook, kissyberlin, Nordkind, Hadija und weddingring für ihre wunderbaren Bücherkisten – der Nachschub für die OBCZ ist damit sicherlich für Monate gesichert!
Ob nun „schon“ das Ende der Päckchenzeit gekommen ist, das weiß ich nicht genau – es bleibt spannend!

Und an alle Nicht-BookcrosserInnen hier:
ja, so sind sie, die BookCrosserinnen 🙂 Nicht, daß ich’s nicht schon mehrfach erwähnt hätte, aber das kann man ja eigentlich auch garnicht oft genug erwähnen, oder??

Fest

Unser jährliches Fest ist wieder vorbei. Wir hatten ein Sauglück mit dem Wetter: morgens noch Regen, mittags dann kam die Sonne raus, und obwohl die Sonne nicht blieb, war’s warm und, vor allem, auch windstill und trocken- besser geht nicht!

Eine ganz andere Zusammenstellung von Gästen war auch fein (nicht absichtlich- ein paar ganz neu geladene waren wohl dabei, aber der Mix ergibt sich ja vor allem aus Zu- und Absagen) – und wieder klappte, was mich immer besonders freut: man mischt sich bunt untereinander.
Ob regionale Unterschiede (man kam aus Stuttgart, Köln, Bremen, Nürnberg, Detmold, Hamburg, Regensburg, Cuxhafen, Rendsburg und von „umme Ecke“), ob BookCrosserInnen, Uralt-Freunde, Neu-Bekanntschaften, Kollegenkreis, Nachbarschaft oderoder – JedeR mit JedeM hat wunderbar funktioniert, und die Mixes haben sich auch immer wieder geändert.

Für mich ist toll, daß es sich langsam auf- und abbaut: Der erste Gast kam schon am Donnerstag, freitags waren wir dann schon zu 7., zu besten Partyzeiten um die 35 Menschen, zum Sonntagsfrühstücknoch immer elf Gäste und nachmittags dann noch zu 8. Die letzten werden wohl am Wochenende abreisen. Ich genieße diese Zeit, auch weil ich dadurch trotz Party noch Zeit für Diejenigen von weit weg finde, die wir ja oft nur dieses eine Mal im Jahr sehen.
Und es hat auch so was von WG-Zeiten, das gefühlsmäßig ähnlich ist. Vertraute, aber wechselnde Menschen um mich herum, jederR macht so sein Ding (während ich hier tippe, sonntags 17 Uhr, bin ich zB allein im Haus, die anderen sind in drei unterschiedlich großen Grüppchen unterwegs) und doch geht’s Hand in Hand. Wenn ich zB mitten in der Party von draußen in die Küche komme und grad ein Stammgast die Spülmaschine ein- oder ausräumt, dann geht einer der vielen, kurzen Glücksschauer durch und durch!

Es ist ja auch so, daß wir immer bitten: wir besorgen Getränke und Würstchen (und Grillkohle und genug zum frühstücken für den „day after“) – aber, bitte, bringe JedeR was leckeres für’s Buffet mit!
In diesem Jahr hatte ich mir gedacht: och, bisher lief das immer super, nie war zu wenig da- diesmal frag ich gar nicht erst JedeN. Wird schon reichen… 14 Tage vor Party bekam ich dann doch noch Muffensausen- was, wenn jetzt 22 Dips und leckere Saucen da sind, aber kein Brot und nichts, das den Magen füllt? Die 2 oder 3, die dann noch gefragt haben, wurden gebeten „egal, aber bitte was nahrhaftes“ *g*, ich hab doch noch einen Nudelsalat gemacht und beim Bäcker zwei Meterbrote vorbestellt…. und?
Klar: das Buffet lief über, die Leckerchen der späten Gäste fanden schon kaum noch AbnehmerInnen, weil Alle pappsatt waren. Ehrlich, ich finde das zu und zu schön!!!!!

Und noch was: wir sagen ja immer: keine Geschenke, bitte! Was zu essen und, wenn Ihr was habt, was für’s Bücherbuffet (das auch wieder prima war, was bringen UND mitnehmen angeht) Aber exlibri hat dann doch zusätzlich zur superleckeren, inzwischen schon traditionellen Kräuterschnecke noch was mitgebracht, das unbedingt eine ganz besondere Extra-Erwähnung als das WOW des Tages verdient:

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Ein Ballycumber aus Metall!

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Habe ihm heute gleich einen Stammplatz gesucht und gefunden
🙂

Echt wahr!

Habe in einer einzigen (dieser!) Woche zweimal unangekündigten Spontanbesuch bekommen!

benvenuti

Herrlich. Passiert auf dem Dorf sonst eher nie….

BookCrossing meets Blog, oder: der wahrscheinlich beste Wildcatch meines Lebens

Wooooohoooooo, wie geil ist das denn?

Gucke ich in mein Postfach und sehe eine Journal-Meldung. Reingeklickt: oh, schön- ein wild freigelassenes Buch aus dem Wendland-Urlaub wurde eingefangen und :

Habe das Buch an der Villa Wendland in Güstriz während der Kulturellen Landpartie gefunden und mit nach NRW genommen. Demnächst wird es in Münster (Westf.) wieder freigelassen – aber noch will ich es lesen … Der Garten hat aber derzeit noch Vorrang 🙂

Fein! Und- ah, da ist ja gleich noch ein Eintrag für dasselbe Buch darunter!

Habe meine Kennung doch noch gefunden und werde nach der Lektüre das Buch bald in Münster aussetzen ..

Hmmmm… Profil anklicken: ja, da hat Jemand seit 2011 ein BookCrossing- Profil, aber nur ein einziges Buch registriert… ich habe eine Karteileiche reaktiviert 😉 wie schön!

Aber dann kommt’s erst so richtig: ein Kommentar hier im Blog, beim Wendland-Artikel!

Hat Die(?)jenige doch tatsächlich auch mein Blog besucht, den Artikel über die Kulturelle Landpartie gefunden und dort auch noch was über den Buchfund geschrieben

Wir sind auch gerade von der Kulturellen Landpartie zurück in NRW – es ist immer wieder super dort :-) Habe auch dein Buch am Zaun der Villa Wendland gefunden und werde es bald lesen … Jetzt wartet nach 1 Woche Abwesenheit aber der Garten auf mich … LG Steineflora

Ich freu mir grad einen Klops ans Bein!!!!!!

Juijui, willkommen hier, und willkommen zurück bei BookCrossing, steineflora

Die Birnen von Ribbeck

Heute habe ich seit langem mal wieder dagestanden mit breitestem grinsen der Welt  im Gesicht und Tränen in den Augen.
Grund: ein Buch, den Namen seht Ihr oben im Titel
Aber nicht wegen des Inhaltes, nein! Sondern wegen der Geschichte, die dieses Exemplar zu mir geführt hat. Und die beginnt im Jahre 2005:

Damals besuchte ich ein BookCrosser-Treffen in Kiel, und da stand im Regal ein dünnes, kleines Buch, in dem ich mich schon während des Treffens etwas festgelesen hatte, und das ich dann mit nach Hause nahm. Es war ein Exemplar von „Die Birnen von Ribbeck“, geschrieben von Friedrich Christian Delius. Gefallen hat mir das damals ganz gut. Überwältigt war ich nicht, aber beeindruckt, daß man ein ganzes Buch in nur einem einzigen Satz schreiben kann, ohne daß das unlesbar wird.
Dieses Buch habe ich dann auch in meine Bookbox „deutsche Sprache“ gesteckt. Da passte es gut rein.

Was ich damals noch nicht wusste, ist, daß dieses Buch mich wirklich nachhaltig beeindruckt hatte. Immer wieder habe ich an es gedacht- ob ich eine Birne gegessen habe, oder ob es hier oder da in einem Gespräch um „Sprache in Büchern“ ging- immer dachte ich an die „Birnen“ und immer wieder habe ich auch gedacht- och, eigentlich würde ich das wirklich gern noch einmal lesen.
Es war aber nie so vordringlich, daß ich mich drum gekümmert hätte.

Nun war in den letzten Wochen im BC-Forum ein thread namens „Sprachstil-talk“ , und auch in diesem thread habe ich mich wieder an das Buch erinnert und geschrieben:

Ich habe eine Allergie gegen

fehlende Groß-/Kleinschreibung. Halte ich selbst bei Blogs nur ganz schwer aus (da muß mich der Blog schon extrem interessieren, damit ich weiterlese). In Büchern: gar nicht. Kommt so-fort weg. *g*
Sonst habe ich auch oft Stil-Probleme, kann die aber nie so recht orten oder auf den Punkt bringen.
Ich hatte mal ein ganzes Buch, das nur aus einem einzigen Satz bestand, und der Autor hat es geschafft, das lesbar und interessant zu halten. Das war immerhin so beeindruckend, daß ich heute noch oft dran denke.
Das würd ich inzwischen- eben weil ich so oft dran denken muß- gern nochmal lesen….
Ja, und nun?
Nun lag eben grade  in meinem Briefkasten ein Päckle- angekündigt durch eine Adreß-Anfrage von lady-liberty wegen einer Überraschung. Ich hatte nicht die geringste Ahnung- eine Überraschung finde ich aber immer gut, und nun war sie also da. Ich öffne das Päckle, und- ein Exemplar von den „Birnen“!!!!!!
Da war diese Frau auf dem riesigen, mehrtägigen BookCrossertreffen in Leipzig, sieht da, im Gewimmel von Menschen und Büchern auf dem Büchertisch das Buch liegen- und denkt an mich und diesen Beitrag im Forum!!!!!!!  Steckt das Buch ein- und schickt es mir zu!!!! Ist das zu glauben????
Eigentlich nicht. Aber genauso ist es passiert.
Danke, Du Liebe! YMMD!!!!

Päckchen.

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P1040607??

P1040609???

P1040608????

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!!!!!

DANKE, Du Äppelken

🙂

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

P.S. Das hat ’ne gaaaaaanze Weile gedauert, bis ich auf diese Lösung gekommen bin. Ist es überhaupt die, die Du Dir gedacht hattest? Sieht klasse aus, das!!

Nach Jahren! Wißt Ihr überhaupt, was heute für ein Tag ist!?

Großer Elch, Du hörst mein Klagen
darum laß mich Eines sagen
Du bist groß und ich bin blöd
das schwöre ich beim Smörebröd

Seit vielen Jahren im Kopf gehabt, immer wieder, aber eben leider nicht vollständig.  Jetzt nochmal wieder im Blog-Archiv davon gelesen und auf die Idee gekommen, zu googeln. Lange gebraucht, aber fündig geworden!

Original hier, auffe Ohren:
Da erfahrt Ihr dann auch, daß dies nicht nur ein besonderer Tag ist, weil ich dies wiedergefunden habe, sondern auch …. aber hört selbst 🙂
Hörprobe, schon auf die richtige Stelle eingestellt (auf „Hörprobe“ klicken, grün sind hier im Blog immer verlinkte Worte/ Sätze)

Damals hatte Folgä das als Bilderbuch, und so hörte ich monatelang immer, wenn es Grund zum klagen gab, seine Stimme durch die Wohnung schallen: „Großer Elch….“ – Ganz dieselbe Stimme ists ja nicht, aber die norddeutsche Klangfarbe ist doch sehr ähnlich, das macht’s umso schöner, denn Folgäs Stimme ist ja nunmal leider nicht mehr zu hören! Seit fast siebzehn Jahren nicht mehr, inzwischen! Es gibt nicht mehr allzu viel, dessen ich mich völlig klar und „wie vor 5 Minuten“ entsinnen kann – aber sein „näh!?“ gehört dazu, das grinsen – und eine ganz bestimmte, kleine Geste, die ganz genauso auch (und ausschließlich auch) der Michelmann manchmal macht, und die mich jedesmal in mich hineinlächeln läßt, wenn ich sie bei ihm sehe.

Heute schon gelacht?

Nein? Dann WTF, evolution? angucken

Ein Beispiel?

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Dark thoughts keep evolution awake some nights. It tosses and turns for hours, tormented by visions of creatures too twisted for anyone else to see—creatures, like the stargazer fish, that it knows no decent natural force would ever even imagine. In a desperate attempt to feel normal evolution tries to bury these demons within the murky sand of its subconscious. Deep down, though, it knows that this is a futile effort—that sooner or later, the beasts will creep back out.

*grins* – und davon gibt’s mehr: mal gibt’s Dialoge mit „Evolution“, mal wird sie direkt angesprochen, mal führt sie Selbstgespräche- und immer gibt es dazu seeeeehr passende, faszinierend-häßlliche Tiere zu sehen. Klasse, das! Ich jedenfalls hatte Späßken und hab’s jetzt abonniert.

Noch’n schneller Verpackungstipp

Nun soll man ja eigentlich keine Tiere unter den Weihnachtsbaum legen, aber bei solch tiefenentspannten kann man ruhig eine Ausnahme machen, gell?

(Ich hab mich grad sowas von weggeschmissen- das MUSSTE ich Euch noch vorführen!)

Nostalgie …

Da hat doch humptydumpty einen BC-thread von vor FÜNF Jahren herausgekramt und wieder nach oben (im Forum) gepusht, und dieser thread war von mir eröffnet und ist Nostalgie pur für Alle, die in den 70ern und 80ern groß wurden.
Ich habe ganz zu Beginn dieses threads von meiner Jeans erzählt. Von DER Jeans. Der mit den vielen Lederflicken. Damals gab’s sie noch, wenn auch schon seit Jahren im Schrank. Inzwischen – *seufz*- ist sie tatsächlich im Müll gelandet. Aber auch nur, weil sie im Schrank (dem im fast unbeheizten Gäste“trakt“) Schimmel angesetzt hatte. Und daß ich sie nie wieder tragen würde, das war eh klar….
Aber lest selbst die Geschichte meiner Lederflickenjeans- Anlaß war damals ein Buchring- Gernot Gricksch „Im Schrank“:

Habe nun doch schon die erste Geschichte (Anm.:des Buches) gelesen, und – ohweh – Gernot Gricksch und seine alte Lederjacke – das ist die Geschichte von mir und meiner Lederflickenjeans!!!!
Die Gute hab ich seit 1986.
Das weiß ich deshalb so genau, weil sie ein Einkauf für meinen großen Schritt weg von daheim war: weg vom Rheinland, hin zur Lehre in Franken, wo ich keinen Menschen kannte.
Damals war sie noch ne normale Jeans.
1988 dann war ich um einiges dicker geworden und trug eh nur noch Pumphosen, selbstgeschneidert (das allerdings nicht, weil ich SO furchtbar dick gewesen wäre, sondern weil ich die toll fand). Da hab ich sie meinem damaligen Freund geliehen.
ICH meine: geliehen. ER sagt: geschenkt. Naja.
Jedenfalls, als er mich dann schändlich verraten und verlassen hatte, da hab ich sie mir zurückgeholt, schon aus Prinzip. Und weiter nicht getragen, weil ich ja meine Pumphosen hatte.
Aber dann: 1989!!! Der Umzug nach Flensburg, Neuanfang, ich kurze Zeit später fast 10 Kilo leichter – und stolz in meiner Jeans!!! Die ungeheuer bequem und schön war. Und getragen wurde. Und getragen. Und getragen.
Dann das erste Loch, und da mein (nun anderer) Freund gut nähen konnte und sogar Maschinen zur Verfügung hatte, die Leder schafften: der erste Lederflicken. Am Knie.
Dann gings rapide: 5 Jahre, in denen ich fast keine andere Hose trug, und die Flickenlandschaft wurde immer ausgedehnter. Und ich hab diese Hose GELIEBT!!!!
Tja, und dann?
Sie liegt immer noch im Schrank. Sie paßt auch noch, das ist es nicht.
Aber ich bin inzwischen 41, und deshalb paßt sie dann irgendwie doch nicht mehr, und das auch schon seit – na, vielleicht etwa 9 oder 10 Jahren.
Jedes Jahe ein- oder 2 mal hab ich so richtig Lust auf meine Hose.
Dann zieh ich sie an – stell mich vor den Spiegel – sehe eine von diesen übriggebliebenen Altfreaks, die gar nix mehr merken, seufze SEHR tief, zieh sie wieder aus – und schmeiße sie NIE in den Müll!!!!
Genausowenig wie die Lieblingspumphose, die hat aber immerhin noch ne Aufgabe: einmal im Jahr erschreckt sie den Schornsteinfeger, weil der im Keller das Licht anmacht – und da hängt sie, zusammen mit den wunderbaren Elefantenschuhen mit den Wollsocken drin, einer Lieblings- Rüschen- ewiglang- Flowerpowerbluse und einem Windeltuch um den nichtvorhandenen Hals das Abbild der Oedi, wie sie sich 1992 am liebsten mochte…….
*S_E_U_F_Z*!!!!!

Und da man mich da nun WIRKLICH nicht wieder erkennt, hier ganz öffentlich ein Bild aus der Pumphosenzeit (’86)- und 2 aus der Fast-noch-ungeflickten-Flickenjeanszeit (’89) Übrigens: die 10 abgespeckten Kilos kamen einzig und allein daher, daß es in Franken superleckere Torten bei jedem Bäcker gibt- und Flensburg damals die totale Torten-Diaspora war. Zum Glück habe ich die 10 Kilo noch nicht wieder drauf, obwohl sich das geändert hat *g* Die 5, die wieder drauf sind, die liegen aber auch nicht an Torten. Eher an Chips. Und am Alter.

  

Und wer jetzt auch nostalgisch aufgelegt und etwa in dem richtigen Alter ist, dem empfehle ich den thread- da gibts ziemlich viel „damals pur“: hier klicken zum lesen

Und für Diejenigen, die sich jetzt vielleicht wirklich da festlesen: die besprochene Party in Frankfurt hat es dann wirklich gegeben, schön war’s 🙂