Hy(ü)ggelig

Oh, eine Bank! Laß uns mal setzen!!! 🙂

*räusper* – vielleicht doch besser nicht!?

Jetzt, wissend, mal genau hingucken: die ganze Bank versinkt langsam im großen Waldameisenhaufen!  🙂 Und wo? Am Konik-Weg an der Geltinger Birk

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Burgenland Angeln.

Dochdoch, diese Burg steht wirklich in Angeln, in Rügge genauer gesagt!! Wir haben nach laaaaanger Zeit mal wieder einen Dorfspaziergang gemacht……. 🙂

Wer mehr von Rügge sehen will, bitteschön, im Schupfenblog könnt Ihr mitspazieren.

32 Sorten Äpfel

haben wir heute vom Ausflug an die Geltinger Birk mitgebracht, ein Fest für Nase, Augen und Gaumen!

32 verschiedene Apfelsorten!

Gestern hatten wir uns gedacht: och, mal wieder Birk, das wäre was… das war ja schon im Urlaub ein Vorhaben gewesen und hatte nicht geklappt.
Also los – wir gingen neue Wege, die wir noch nicht kannten, weil wir 1. noch nicht häufig an der Birk waren, 2. diese Wege noch nicht soooooooo lange offen sind und man 3. dazu neigt, „ganz außenrum“ zu laufen, immer am Wasser lang. Dabei ists viel schöner so: vor der Mühle Charlotte parken, am (auch nicht mehr gaaaaaanz) frisch wiedervernässten Teil der Birk mit vielen Seevögeln, Schlick, Wasser vorbei – und dann abbiegen quer durchs Stiftungsland mit den Koniks (Wildpferden) und Highländern, die wir allerdings nicht zu Gesicht bekamen. Die haben einfach zu viel Platz 😉

SEHR abwechslungsreich und schön ist es da – und die Runde ging an einem eeeewig langen Stück Weg mit unglaublich vielen Obstbäumen lang. Am Sonnabend hab ich, bis ich nicht mehr konnte, unter jedem Baum von einem Fallobst-Apfel einmal abgebissen – Wahnsinn. Und dann den ganzen Abend über gedacht: Ach, hätten wir doch einen Büdel mitgehabt – also heute nochmal los, mit Büdel.

32 Sorten Äpfel habe ich gezählt, denn jeder von uns hatte in seinem Büdel einen pro Baum eingesteckt. Aber da waren noch mehr, denn einige Bäume waren schon leer oder alles Fallobst matschig (dort waren trotz Sonne-Wolken-Wechsel und Wind viele Admirale zu beobachten), außerdem gabs noch einige Sorten Birnen

und auch Zwetschgen und Kirschen! Daheim angekommen, hab ich gleich mein neues Kurbelmaschinchen angeworfen und die 1. Charge zum trocknen fertiggemacht. Zwei waren allerdings nur außen noch gut, nuja…

Vorher haben wir aber noch Rast gemacht. Erst bis die Sonne hinter einem Baum verschwand am Birk-Kiosk, wo es ganz guten Cappucchino gibt (wenn man bereit ist, viel Zeit zum warten zu investieren – der junge Mann dort war tiefenentspannt….) und vor allem windgeschützte Draußen-Sonnen-Bänke, danach noch in einem neuen Café/ Bistro am Wegesrand namens Lehbek29, das wir abends demnächst nochmal besuchen wollen, denn es war wirklich schön da drin, und die Torten haben uns schonmal gut geschmeckt.

Ein gelungener Nachmittag, ich fühl mich wie nach einem Kurzurlaub! 🙂

 

Haus am See

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Im größeren Haus dahinter wohnen die Besitzer, und nebenan sind Isländer auf der Koppel. Das Häuschen selbst hat nur um die 50qm, aber es ist richtig gemütlich eingerichtet und absolut ausreichend für 2 Leute. Mitten in der holsteinischen Schweiz liegt es, bei der Plöner Seenplatte, dichter an Eutin als an Plön – schön!! Die Gegend dort ist wirklich toll, viele uralte Eichen, all die Seen, Wald, Koppeln, die alten Häuser…. doch, da läßt sich gut Urlaub machen!
Okay, Eutin ist jetzt nicht gerad eine Metropole – zwei Tage langen da aber sowas von dicke zum angucken, sogar samt Schloß und Museum – aber hübsch ist das Städtchen schon, und wers gern ruhig hat und wandern mag, der ist da in der Gegend gut aufgehoben

Verdamp‘ lang her

seit 2017 Tag des offenen Denkmals war. Seitdem lagern die Fotos und warten darauf, Euch gezeigt zu werden. Wir waren diesmal endlich (endlich, weil wir’s 2016 auch schon versucht hatten und daran gescheitert waren, daß wohl der Führer, nicht aberder Mann mit dem Schlüssel auftauchte *g*) im Eckener Haus in Flensburg, einem wunderschönen, alten Haus, das leider seit Jahren schon vor sich hin verfällt, nachdem die Stadt es verkauft hatte:

Aus Sicht von Denkmalpfleger Eiko Wenzel ist Folgendes passiert: Zur Begrenzung ihres Haushaltsdefizits verkaufte die Stadt das Haus an der Norderstraße 8 am 22. Juni 2004 an die Firma Densch & Schmidt. Die „projektierte“ es neu wie es in der Maklersprache heißt und verkaufte es weiter – nach eigenen Angaben nach einem Jahr an einen dänischen Investor. Heute gehört es einer Immobiliengesellschaft mit den Initialen VSG, die ihren Sitz in Rendsburg hat – oder hatte. Die Gesellschaft ist insolvent. Nach Einschätzung von Wenzel handelt es sich um einen ehemaligen En-Bloc-Einkäufer von Mietshäusern, um im großen Stil Geld anzulegen. In irgendeinem der Einkaufspakete befand sich wohl auch das Eckener-Haus.

2010 wurde der Stadt dann das Unheil verkündet: In dem leer stehenden Gebäude hatte es eine Leckage an der Heizung gegeben. Tagelang war unbemerkt heißer Dampf in das Haus geströmt. Katastrophal für die alten Holzdecken; sie sind nun nicht mehr tragfähig.

– Quelle: https://www.shz.de/5214546 ©2018

Nun konnten wir also rein, das Interesse war riesig, die Gruppe für die Führung deshalb auch. Hier meine Bilder, per Mausklick kann man die Beschriftungen ansehen:

Ich hoffe sehr, daß irgendwann doch nochmal irgendeiner der Pläne für das schöne Haus etwas wird!

Daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.

Das Jahr 2017 hatte, Ihr wisst es, kaum schöne Tage für uns hier im Norden. Und so kam es, daß wir vieles nicht getan haben, das wir gern getan hätten. Lagerfeuer gab es zum Beispiel nur erbärmliche zweimal, in Schlei oder Ostsee gebadet haben wir garnicht, keine Dorfspaziergänge gemacht. Auch ein Besuch im Gulde-Garten war beim Nichtstattgefundenen, und nun DAS:

Vorbei

Ach, was’n Mist! Ich war ziemlich betrübt, als ich das las, fast sogar geschockt, und beim durchgucken der Rest-Website merkte ich irgendwann, daß ich innerlich sang – immer wieder einige Zeilen aus dem einen Lied vom Herrn Wader, das ich mag:

So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar
daß nichts bleibt
daß nichts bleibt, wie es war

Mal abwarten, wohin der angekündigte Umzug geht, und ob da auch wieder ein Garten entsteht, oder ob’s bloß ein Atelier wird.

Überhaupt sind schon mehrere unserer Lieblingsstätten nicht mehr, zB das schöne Café in Ulsnis und das wunderbare Restaurant, in dem wir unsere Hochzeit gefeiert haben….. auch Café Grünlund hat nur noch sehr eng eingeschränkte Öffnungszeiten und Kuchenangebote – alles sehr schade, da sich weit und breit kein adäquater Ersatz auftut. Es gibt wohl neue Cafés, Orte und Restaurants, aber nichts annähernd ähnlich schönes oder gutes.

Was sagt uns das?

Nicht aufschieben!
Carpe diem!

Vernissage mit Rost

Endlich kann ich mal wieder bei Frau Tonaris Rostparade mitspielen, denn ich habe ein Motiv gefunden, das ich am liebsten gleich mit heimgenommen hätte. Dieses:

Und das kam so:

Im Kultur-Newsletter Flensburgs gab es den Hinweis auf eine Vernissage zu einer Ausstellung mehrerer Töpfer. Okay, die Beispielsstücke sahen wirklich schön aus, aber was mich denken ließ „Da MUSS ich hin“ war, daß dort stand, das ganze finde in einem neuen Kunstquartier statt, in frisch renoviertem alten Gemäuer.

Da musste ich natürlich gleich nach mehr suchen, und ich fand sehr spannendes: ein Häuser-Ensemble, nach dem ich auf einem Stadtspaziergang nur wenige Wochen vorher den Hals gereckt hatte: vorn ein relativ unscheibares älteres Haus, gelegen am Hang in der Schloßstraße – dann aber, etwas weiter oben, ein altes „Nutzgebäude“ (Stall?), das ich von vorher als ziemlich baufällig in Erinnerung gehabt hatte, und das jetzt weiß und renoviert strahlte! Zwischen Stall und Haus ein Innenhof, ummauert, in den man nur wenig reinlugen konnte – aber genug, um von oben zu sehen, daß er offenbar zweistöckig ist, Und als Querriegel am Hang noch ein Haus – eine Ruine mit halb eingefallenem Dach- ob das auch dazugehört?

Also los, ab zur Vernissage!!

Fahrt mit dem Mauszeiger über die Bilder, dann kapiert Ihr die Anlage des Quartiers etwas besser

Tja, drin war auch so Einiges schönes zu sehen, von alten Türen und Balken bis zu Fliesenböden (auch alt) und Rest-Wandmalereien. Und natürlich die Kunst….. wer mehr gucken möchte, bitteschön

Es sind wirklich schöne Sachen dabeigewesen, aber fast nur Stehrümchen (bzw eher Stehrums, ganz schön groß zum Teil *g*) – Kunst aus Ton halt, und ich bin ja was das angeht, echte Banausin. Angucken, schön finden oder nicht – in einer Viertelstunde getan und gut.

Aber die Arbeit, die die Leute an den Häusern geleistet haben, die konnte ich wirklich bewundern und würdigen! Ich bin sehr gespannt, wie es dort weitergeht und sehr froh, daß sie uns zum gucken hineingelassen haben!

 

 

 

 

Schwer beeindruckt

Am Montag haben wir uns aufgerafft, nach der Arbeit gleich weiter zu ziehen.
Es gab einen Vortrag über Insekten im Garten, mit Fotos, und zwar von Lennart Bendixen, der hier gleich nahebei wohnt und sich offenbar auf der Überholspur in nur 4 oder 5 Jahren von Jemandem „für den Ökologie kein Thema war“ zu einem echten Experten gemausert hat. Ihn hat, so erzählte er, einfach interessiert, wie viele Tiere in einem Garten leben können – und er hat angefangen zu bestimmen und zu zählen.
Wie das so ist, wenn man erstmal…., hat sich sein Grundstück von etwa 3000 recht sonnigen Quadratmetern in dieser Zeit zum Naturgarten und Interesse wie Garten zum Schwerpunkt Insekten gemausert. Wiese, heimische Gehölze, Tümpel, viel auch aufrecht stehendes Totholz und ein sandiger, sonniger „Steilhang“ von 90cm sind die Zutaten, bisher bestimmt hat er um die 3000 Tiere, meine ich mich zu entsinnen.
Dreitausend Tiere!
Verschiedene!
Das größte ein Damhirsch, das kleinste (von ihm per gutem Fotoapparat bestimmbare) eine Milbe von 0,15 cm Länge, wenn ich mich recht entsinne.
Und er hat tolle Fotos gemacht, von einer parasitären Schlupfwespe zB, die gerade auf einem Raupenkopf ihr Ei ablegt. Oder von einer Grabwespe, die die von ihr gelähmte Spinne innerhalb einer sehr anstrengenden Stunde in das zuvor gegrabene Loch an einem Totholzstamm schleppt (wo die Spinne gelähmt und deshalb frischgehalten wartet, daß die Grabwespenlarven schlüpfen und von ihr essen können)
Zwei Tierarten, die er entdeckt hat, waren zuvor für S-H noch nicht als hier lebend bekannt. Ein Plattwurm und irgendwas anderes.

Also, ich habe ja was übrig für Leute, die sich so schnell und so sehr in eine Materie hineinknien. Mir ist das sowas von total fremd, es widerspricht sozusagen meinem ganzen Wesen *g* – aber ich finde es einfach großartig, daß es solche Leute gibt und stehe voller Bewunderung vor diesem Phänomen!

Nebenbei bemerkt ist der Herr F. jetzt bald NABU-Mitglied, und wir hoffen, hier in der Gegend mehr mit Gleichgesinnten tun zu können. (Ich bin ja bereits Zustifterin) Der Vortrag war nämlich vom NABU angeboten worden.

3. Advent: Schöne Ecken in Schleswig

Das St. Johannis-Kloster habe ich ja schon öfter hier gepriesen – am 1. Advent gab es dort wieder ein Konzert des Hamburger Gitarrenorchesters. Nachdem ich beim letzten Mal so begeistert davon gewesen war, wollte ich da unbedingt wieder hin, diesmal zusammen mit dem Herrn F.

Ein guter Moment, um doch noch schöne Ecken in Schleswig fotografieren zu können, bitte sehr! (Anklicken -> Beschreibung lesen)

Schleswig hat, soweit ich’s kenne, leider nicht allzu viele schöne Ecken. Aber die Altstadt um den Holm und der Teil um den Dom herum sind schon wirklich toll und bieten eine sehr schöne und sehr ruhige Atmosphäre.

Auf dem letzten Bild sieht man etwas, das ich recht schade finde: seit letztem Jahr ist der Dom in für mich zu hellem und zu kaltem Licht angestrahlt, das ist wirklich schade, denn ich mag seine Gestalt sehr, und es ist einfach was schönes, wenn man im Dunklen durch die Stadt läuft und den Turm aufragen sieht. Da wurde selbst ich, die Lichtverschmutzungs-Hasserin per se, von der Beleuchtung erfreut. Das ist leider jetzt vorbei, der Dom wirkt unfreundlich und kühl, die Kontraste von Licht und Schatten schmerzen die Augen. Trotzdem: wer nach Schleswig kommt sollte den Dom, aber unbedingt auch das Kloster anschauen! Und am Holm und in der Altstadt die breiteren Gassen verlassen und sich durch die kleinen schlängeln. Es lohnt!

Auf das Gitarrenkonzert im nächsten Jahr freue ich mich schon jetzt, nebenbei bemerkt. Die Atmosphäre in den alten Räumen, dazu die (nauch neue) Musik – wirklich etwas besonderes! Allerdings sollte man eine Decke mitnehmen – es war diesmal wärmer als letztes Jahr, aber die Kälte zog gegen Ende doch durch den Körper, trotz Jacke, Schals, Decke und Fellstück zum draufsetzen

 

Schnüff!!!

Aus dem Allgäu. Woher sonst???? *g*

Ort des Geschehens: Kreuzung Zentraldorf.
Ampelkreuzung Zentraldorf.

Ich bin auf dem Weg nach Flensburg und möchte nach rechts abbiegen. Die Ampel dort ist so geschaltet, daß die vier Richtungen nacheinander grün bekommen. Ich fahre also auf die Kreuzung zu und sehe, daß vor mir bereits drei Autos warten. In Gegenrichtung steht etwa 4-5 Autolängen hinter der Kreuzung ein LKW geparkt, bei dem gerade Leute Ware ausladen. Im anfahren sehe ich aus Richtung Flensburg einen Linksabbieger in meine Richtung einbiegen und bleibe daher ein gutes Stück hinter dem vor mir Wartenden stehen, damit der Linksabbieger gut am LKW vorbei weiterfahren kann. Das tut er auch und bedankt sich per winken höflich. Das empfinde ich auch als angemessen *g*.
Ich schließe nicht auf, schließlich meine ich zwar, daß „wir“ bald dran sind mit der grünen Ampelphase, aber man weiß ja nie – und tatsächlich: vor uns sind noch einige andere Fahrer „dran“. Von denen ziemlich viele in meine Richtung abbiegen, und

jetzt kommt’s:

Jeder einzelne davon hat sich winkend bei mir bedankt!!!

Das mag jetzt manchem übertrieben scheinen, aber ich merkte beim 5. oder 6., daß mir die Tränen in die Augen stiegen. Vor Rührung.

Engel, brav.

Begegnung an leerstehendem Gebäude in Flensburg. Verdacht nach lesen des Banners, das der Engel hält: Ex-Schule.

„Werdet stets weiser und besser“

Jo. Wird gemacht. Null Problemo.


Übrigens ists wirklich eine Schule gewesen. Ein wenig weiter an dem großen Gebäude stand noch der Name, aber ich hab ihn vergessen.

 

Dampf

Lange schon bin ich immer wieder vorbeigefahren an diesem Schild in Flensburg. Lange schon dachte ich mir „das mußt Du unbedingt mal fotografieren!“ Nun gab es gleich zwei gute Gründe: erstens, profan: ich war in der Nähe, und das auch noch zu Fuß. Und zweitens: ein anderes Schild in Rieseby, bei dem ich das auch seit Jahren gedacht hatte, ist – weg!

Dies hier allerdings war noch da, und mir gefallen sowohl die altmodischen Buchstaben als auch der ebenso altmodische Aufbau des Schildes. Tja, und dann gibt es auch noch den tagesaktuellen Bezug:

Ich hätte gern gejubelt: Ja, genau, die bleiben draußen!!! Aber nuja….. es ist Dampf im Kessel der Unzufriedenen, und dieser Dampf mußte wohl abgelassen werden 😦 Hoffen wir mal, daß es diesen Rechten genauso geht wie denen zuvor: daß sie sich selbst so zerlegen, daß sich das bis zum nächsten Mal erledigt.

Im Allgäu befolgt man Anweisungen. Wörtlich.

Wo steht schließlich was von „antackern verboten???“
(Ich hoffe, man kann erkennen, daß rings um das Schild Hunderte Tackernadeln im Holz versenkt sind!?)