Herbst – heuer mal so richtig!!

…und heute gleich nochmal: herrliches Wetter und viel draußen. Heute mit gleich zwei Freundinnen ums Haddebyer Noor (lohnt!!!!) So schön!!! 🙂

Die Pfaffenhütchen fruchten ungeheuer reich, ebenso Eichen und Eßkastanien – dafür gibts keine einzige Krete und fast keine Bucheckern.

Auch daheim Herbstfarben en masse:

Das Wiesenbild zeigt ganz gut die drei Abschnitte, der Kater verfolgt meine Wege und die Hortensien sind gelbgelbgelb

Ich habs wirklich gut zur Zeit!

 

URLAUB!!

Mein Jahresurlaub hat ganz spontan stattgefunden: gestern morgen rief die WÜ-Freundin an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr und ihrem Wohnmobil einen Ausflug zu machen, sie möchte so gern einmal Sort sol sehen! Und ob ich vielleicht ich wisse, wo – obwohl sie vermute, es könnte schon zu spät sein. Das vermutete ich auch, aber wir beschlossen, daß das auch egal sei, wir würden dann einfach einen schönen Tag haben. Ich schlug die große Breite vor, denn wir wollten nicht so weit fahren, und ich hatte gehört, auch dort gebe es die Sort sol zu bestaunen

Bevor jetzt Jemand enttäuscht ist, 1. nein, es WAR zu spät und 2. hier könnt Ihr trotzdem gucken:

Wir aber hatten trotzdem einen Tag mit echtem Urlaubs- und für mich, die ich wohnmobilunerfahren bin auch Abenteuergefühl!

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Die große Breite ist wunderbar, das wusste ich schon länger, denn ab und an (viel zu selten) sind wir hingefahren, um dort zu laufen. Ab Kosel oder ab Weseby (näher dran) kommt man gut hin, und so haben wir uns auch in Weseby einen (nicht ganz vorschriftsmäßigen *räusper*) Stehplatz gesucht, und sind dann erstmal losgegangen – am Strand entlang dann durch den Wald, den man hinten schon sieht, und an der Siedlung mit kleinen Ferienhäusern, die man rechts einen Hang entlang sähe, hätte ich dorthin geknipst, zurück Toller Weg, schönes Abendlicht, verwunschener Wald – aber nicht ein einziger Star *g*

Dann gabs (Abend-)Brot und (Gesellschafts-)Spiele, Hyggepunsch dazu, und gegen elf waren wir bettschwer. Heute morgen nach dem Frühstück einen ausgiebigeren Gang, kreuz und quer durch den Wald. Mich haben am meisten die Ameisenhaufen beeindruckt, sicher 8-9 davon haben wir gesehen!!!

Und dann gab es noch einen Schupf. Direkt an der Schlei. Nee, wat scheun!!

Außerdem natürlich das wunderbare Herbstlicht – bloß ist auf beiden Fotos, auf denen man das gut sehen kann, auch die Freundin drauf. Also müsst Ihr selbst mal hinfahren und Euch das ansehen. Am besten nächsten Oktober, aber nicht zu spät. Dann mit Sort Sol….

…danke, WÜ-Freundin, für diese Idee – ich habs sehr genossen! 🙂

Fix wie nix!

Freitagabend stand ein Tieflader mit Wänden auf der Baustelle. Samstagabend stand das Doppelhaus. Und gestern, Montag, morgen beim ersten Gang sah ich zwei Dachbalken. Das Bild entstand zur Kaffeezeit….

Und das alles bei über 30°Celsius! Puh!

Ich freu mich, daß kein 2. Geschoß draufkommt und hoffe auf eine balkon- und fensterlose Seite zu uns hin (das wäre dann die bei DIESEM Haus hintere Breitseite, glaube ich, die ich superschlecht im Kopf Objekte drehen kann), denn das andere Eckhaus würde uns sonst von oben aus ein wenig in unser bisher uneinsehbares Gartenstück luschern können. Aber ich schätze eh, daß da oben nur Dachboden ist, zu viel Schräge…. es sei denn, da kommen noch riesige Gauben, fällt mir grad ein. Nicht zu früh freuen….

 

In the neighbourhood

Blick aus dem Arbeitszimmer. Die grüne Halle sah man nie, da war ein Knick vor. Weg.

Zwei Grundstücke weiter war jahrzehntelang „Hundewiese“. Die war als Gewerbegebiet ausgewiesen, aber kein Gewerbe wollte hin. Man hörte munkeln, es sei viel zu feucht von unten. Jetzt werden auf dem Grundstück, das vielleicht (wenn überhaupt) 2000qm hat, im Halbkreis um die Zuwegung SECHS Häuser gebaut, eben mal schnell wurde es zum Bauland umgewidmet, und der Bagger schaufelt derzeit an die 2m tiefe Baugruben aus, die mit Sand verfüllt werden. Die Gemeinde war froh, das Land los zu sein, sagt man. UPDATE vom gestrigen Abendspaziergang: man sagte uns: die Tiefe ist, weil beim ausheben Moorboden hervorgekommen ist – und der muß vollständig weg, sonst sackts später.
Bin froh, daß das Nachbarhaus rechts vieles abpuffern wird, sowohl was derzeitige Bodenvibrationen als auch was Baustellen- und später Sechsjungefamilienlärm angeht. Doch wahrscheinlich wird man mindestens vom 1. Stock/hinterstes Eckhaus zur eigentlichnichtmehrunsere-Wiese einen guten Einblick haben. Aber vielleicht kommen ja genau da gar keine Fenster hin…..
Derzeit fahren LKW mit Hängern im Viertelstundentakt, es paßt ganz schön viel Sand in so tiefe Gruben.
Abends gegen zwischen neun und halb elf, je nachdem, gehen wir täglich zum baustellenwatching. El Mauski kommt meist mit. Ihm gefallen die planierten Sandebenen, er wälzt sich ausgiebig darauf und beschnüffelt danach jeden neuen Erdhügel und angelieferte Materialien genau. Wir gehen dann weiter durchs „Neubaugebiet“ (die jüngsten Häuser dort entstanden im Jahr 2004, als ich einzog) eine Schleife zurück. El Mauski flitzt munter mit. Ein wenig Sorge auch, schließlich fahren Autos…. aber wir sagen uns, daß er alleine ja auch dort unterwegs ist, und es macht ihm und uns viel Freude, gemeinsam spazieren zu gehen.

 

Am Oreganofeld in unserem Garten heute gleichzeitig vier Tagpfauenaugen, ein Admiral und unzählige Hummeln und Bienen. Gut besucht sind auch Lavendel und Storchschnabel in einem ansonsten gruslig neugestalteten Neubaugebietsgarten (Pflaster, Schotter, ständig heruntergezogene Rolladen, Hackschnitzelfelder mit besagten Insektenlieblingen und Gräsern, Rasenmäherroboter) Einziges Lob an konventionelle Gartenplaner, die da drin waren: sie pflanzen oft mehrere gleiche Stauden hübsch versetzt – so daß der Anflug für die Viecher lohnt. Einige Häuser weiter versucht eine Hummel vergeblich, einen Durchgang in einer Wand aus Thuja zu finden. Keine Chance, solche Hecken klemmen potentiell vernetzte Biotope wirksam voneinander ab.

Nie bin ich so viel in der Nachbarschaft rumgelaufen wie in den letzten Wochen, mindestens ein Morgen- und ein Abendgang sind zur Schmerzbekämpfung täglich unabdingbar, meist gibt es tags weitere ein, zwei Rundgänge. Und manchmal auch mitten in der Nacht einen. Seit die Mittelchen hochdosiert sind aber nicht mehr.

Die Kuhkoppel wird kleiner. An der Straße gibt es zwei Stellen, an denen die Kühe bis zum Bürgersteig gucken gehn können. Eine dieser Stellen soll mit zwei weiteren Häusern bebaut werden, heißt es. Ich hoffe auf die neben dem Dorfplatz, die andere ist schöner, so wie sie ist. Ein Apfelbaum steht dort und am Rand eine Kastanie. Wäre schade, wenn dort gebaut würde.

Direkt nebenan, links, ist derweil ein junger Hund aus Ungarn eingezogen. Das Grundstück ist jetzt eingezäunt. Während wir „El-sssa, kommmm“ und „Mauski!?“ rufen, schallt es von drüben „Oskar, hiiiiiiieeeer“

Nachts um halb drei ist das Dorf ähnlich hell wie um halb zehn, obwohl die Straßenlaternen aus sind: beleuchtete Hausnummern, in die Erde gesteckte Solarlampen, Gartenlichter, sogar Außenlichterketten um Fenster leuchten die menschenleere Nacht aus. Auch zu Zeiten massenhaften Insektensterbens sorgt die Dorfbevölkerung dafür, daß möglichst wenige Nachtfalter überleben können.

Rauswärts soll ein richtiges Neubaugebiet entstehen, 8 Bauplätze auf dem Acker am Straßenrand (auf der anderen Straßenseite sind ältere Einzelhäuser). Ich versteh garnicht, was hier plötzlich los ist: Das letzte Baugebiet mit um die 10 Plätzen hat ebensoviele Jahre gebraucht, bis es voll war, in diesem Jahr erst stand bei den letzten beiden Plätzen ein „Verkauft“-Schild

Manchmal nehme ich einen Podcast mit durch die Nachbarschaft. Habe „Zeitzeichen“ von NDR Info und „Hintergrund“ vom DLF abonniert. Die Autos sind aber laut, der Wind auch. Meist höre ich die deshalb lieber, wenn grad wieder „hinlegen“ dran ist.

Weiter die Straße runter gehen einige Bäume ein, Nadelbäume und auch ein Weißdorn. Weitere wurden bereits letztes Jahr runtergenommen. Trockenschäden, schätze ich.

 

Als ich einmal grad rein will, Rückenlage ist angesagt, mir schwindelt schon wieder, werde ich angesprochen: ob sie sich Saat vom Fingerhut in der Auffahrt abnehmen darf fragt eine der täglichen Hundespaziergängerinnen. Klar darf sie 🙂

Am Eck zur Durchgangsstraße ist wie jedes Jahr ein „Blumen-selber-pflücken“-Feld. In diesem Jahr war ich schon mehrfach gucken, was da so blüht. Bisher: Ringel- und Kornblumen, Malven, Sonnenblumen, erste Schmuckkörbchen und Dahlien. Und ein Stück „Insektenmischung“ der nicht nachhaltigen Art (einjährige Acker“unkräuter“, Phacelia…) Viele Hummeln und Honigbienen freuen sich drüber.

 

 

 

 

 

Wie kahl und jämmerlich würde manches Stückchen Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse!

Wilhelm Raabe, 1831 – 1910*

Genau so kahl und jämmerlich! Glyphosat-Land im Februar 2020. Zuletzt gespritzt im Spätsommer 2019.

Das konnte man sich achtzehnhundertschlagmichtot noch garnicht vorstellen, daß einmal weite Teile freien Landes für Monate so kahl und jämmerlich aussehen würden, und daß das als ganz normal empfunden werden würde! In manchen Dingen ging es den Leuten damals doch besser als heute! (Mir fallen da spontan noch die Möglichkeit von Stille und Dunkelheit ein, zumindest auf dem Land)

*Raabe beobachtete besonders stark die irreparablen Risse zwischen Altem und Neuem, zwischen Geborgenheit und technischer Industrialisierung, welche sich auf Kosten der Natur und der Gemütskultur vergrößerten und vertieften. Als einer der ersten Umweltromane gilt sein Werk Pfisters Mühle, in dem er das Schicksal eines idyllischen Ausflugslokals der Wasserverschmutzung durch eine Zuckerrübenfabrik gegenüberstellte. Das Lokal musste dann dem Neubau einer Fabrik weichen.

(Zitat aus Wikipedia)

A. Krause auf dem Acker

Beim Spaziergang mit Elsa sammeln wir regelmäßig Glasscherben, Plastik und auch Porzellanteile vom Acker. Letztens war dies interessante Ding dabei

Der Rest eines Bügelflaschenverschlusses.

Ich hab gesucht – Brandenburg/Holstein gibts nicht, aber Brandenburg/Havel, eine kreisfreie Stadt in Brandenburg. Über eine Getränkefirma namens A. Krause habe ich aber nichts gefunden…..


Ergänzung:

ICH nicht – aber herzwild!!! 🙂 (siehe Kommentare)

Es gibt historische Adreßbücher im Netz, und da isser, der A. Krause:
August hieß er, 1927 war er in der Jakobstraße 29, Brandenburg/ Havel Mineralwasserfabrikant und Bierverleger: *klick*

Frank hat auch noch Fotos von Bieretiketten ebenjenes August Krause im Netz gefunden, es ist der helle Wahnsinn!!!! 🙂 Bitte sehr: *klick*

wardawas ergänzt: ein Bierverleger bekam damals das Bier in Fässern, füllte es ab und verkaufte es in Flaschen weiter. Klar, das Bier wird vom Faß VERLEGT in die Flasche. Logisch. Oder?

Nö! Das Wort hat einen anderen Ursprung:

Das Verb „verlegen“ bedeutet im Mittelhochdeutschen „Geld ausgeben“ oder „etwas auf seine Rechnung nehmen“; in diesem Sinne ist ein Bierverlag für den Brauer, was ein Verlag für den Autor ist.

Wer noch mehr über das bierverlegen wissen möchte, bitte: *klick*

Danke, Frank, herzwild und wardawas, ich freue mich sehr über all diese Zusatzinfos! 1927 – die Zeit paßt übrigens ganz gut, offenbar war der Herr Hausbauer nicht nur erfolgfreicher Meierist und Butterverleger*, sondern auch eine echte Umweltsau! Hinten bei der Totholzmauer bis zum Teich hin ist ja seit jeher Müllkippe (verlinkt ist ein gutes Beispiel, aber unter dem tag „Fundstücke“ ist ja noch viiiiiiel mehr…), aber offenbar zieht die sich noch ein ganzes Stück in den Acker hinein. Nur gut, daß es damals wenigstens noch nicht so viel Plastik gab – und sehr vieles eh unverpackt gekauft oder selbst hergestellt wurde, sonst wäre das schlimmer als jetzt, wo’s außer Alu hauptsächlich Glas und Porzellan ist, was da wieder auftaucht

 

Guckstu …

Die neuen Kühe sind zwar schon eine Weile auf der Koppel, aber das Wetter war so schlecht, daß sie noch keine Gelegenheit hatten, uns und unser werkeln kennenzulernen. Aber jetzt!!

Jedes Jahr wieder ein Spektakel, das mir große Freude macht! (Und ich habe festgestellt: sie mögen Kletten! Wunderbar, kriegen sie jetzt die ausgerupften, dann können die wenigstens nicht mehr aussamen)

Hy(ü)ggelig

Oh, eine Bank! Laß uns mal setzen!!! 🙂

*räusper* – vielleicht doch besser nicht!?

Jetzt, wissend, mal genau hingucken: die ganze Bank versinkt langsam im großen Waldameisenhaufen!  🙂 Und wo? Am Konik-Weg an der Geltinger Birk

Haus am See

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Im größeren Haus dahinter wohnen die Besitzer, und nebenan sind Isländer auf der Koppel. Das Häuschen selbst hat nur um die 50qm, aber es ist richtig gemütlich eingerichtet und absolut ausreichend für 2 Leute. Mitten in der holsteinischen Schweiz liegt es, bei der Plöner Seenplatte, dichter an Eutin als an Plön – schön!! Die Gegend dort ist wirklich toll, viele uralte Eichen, all die Seen, Wald, Koppeln, die alten Häuser…. doch, da läßt sich gut Urlaub machen!
Okay, Eutin ist jetzt nicht gerad eine Metropole – zwei Tage langen da aber sowas von dicke zum angucken, sogar samt Schloß und Museum – aber hübsch ist das Städtchen schon, und wers gern ruhig hat und wandern mag, der ist da in der Gegend gut aufgehoben

Daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.

Das Jahr 2017 hatte, Ihr wisst es, kaum schöne Tage für uns hier im Norden. Und so kam es, daß wir vieles nicht getan haben, das wir gern getan hätten. Lagerfeuer gab es zum Beispiel nur erbärmliche zweimal, in Schlei oder Ostsee gebadet haben wir garnicht, keine Dorfspaziergänge gemacht. Auch ein Besuch im Gulde-Garten war beim Nichtstattgefundenen, und nun DAS:

Vorbei

Ach, was’n Mist! Ich war ziemlich betrübt, als ich das las, fast sogar geschockt, und beim durchgucken der Rest-Website merkte ich irgendwann, daß ich innerlich sang – immer wieder einige Zeilen aus dem einen Lied vom Herrn Wader, das ich mag:

So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar
daß nichts bleibt
daß nichts bleibt, wie es war

Mal abwarten, wohin der angekündigte Umzug geht, und ob da auch wieder ein Garten entsteht, oder ob’s bloß ein Atelier wird.

Überhaupt sind schon mehrere unserer Lieblingsstätten nicht mehr, zB das schöne Café in Ulsnis und das wunderbare Restaurant, in dem wir unsere Hochzeit gefeiert haben….. auch Café Grünlund hat nur noch sehr eng eingeschränkte Öffnungszeiten und Kuchenangebote – alles sehr schade, da sich weit und breit kein adäquater Ersatz auftut. Es gibt wohl neue Cafés, Orte und Restaurants, aber nichts annähernd ähnlich schönes oder gutes.

Was sagt uns das?

Nicht aufschieben!
Carpe diem!

Schwer beeindruckt

Am Montag haben wir uns aufgerafft, nach der Arbeit gleich weiter zu ziehen.
Es gab einen Vortrag über Insekten im Garten, mit Fotos, und zwar von Lennart Bendixen, der hier gleich nahebei wohnt und sich offenbar auf der Überholspur in nur 4 oder 5 Jahren von Jemandem „für den Ökologie kein Thema war“ zu einem echten Experten gemausert hat. Ihn hat, so erzählte er, einfach interessiert, wie viele Tiere in einem Garten leben können – und er hat angefangen zu bestimmen und zu zählen.
Wie das so ist, wenn man erstmal…., hat sich sein Grundstück von etwa 3000 recht sonnigen Quadratmetern in dieser Zeit zum Naturgarten und Interesse wie Garten zum Schwerpunkt Insekten gemausert. Wiese, heimische Gehölze, Tümpel, viel auch aufrecht stehendes Totholz und ein sandiger, sonniger „Steilhang“ von 90cm sind die Zutaten, bisher bestimmt hat er um die 3000 Tiere, meine ich mich zu entsinnen.
Dreitausend Tiere!
Verschiedene!
Das größte ein Damhirsch, das kleinste (von ihm per gutem Fotoapparat bestimmbare) eine Milbe von 0,15 cm Länge, wenn ich mich recht entsinne.
Und er hat tolle Fotos gemacht, von einer parasitären Schlupfwespe zB, die gerade auf einem Raupenkopf ihr Ei ablegt. Oder von einer Grabwespe, die die von ihr gelähmte Spinne innerhalb einer sehr anstrengenden Stunde in das zuvor gegrabene Loch an einem Totholzstamm schleppt (wo die Spinne gelähmt und deshalb frischgehalten wartet, daß die Grabwespenlarven schlüpfen und von ihr essen können)
Zwei Tierarten, die er entdeckt hat, waren zuvor für S-H noch nicht als hier lebend bekannt. Ein Plattwurm und irgendwas anderes.

Also, ich habe ja was übrig für Leute, die sich so schnell und so sehr in eine Materie hineinknien. Mir ist das sowas von total fremd, es widerspricht sozusagen meinem ganzen Wesen *g* – aber ich finde es einfach großartig, daß es solche Leute gibt und stehe voller Bewunderung vor diesem Phänomen!

Nebenbei bemerkt ist der Herr F. jetzt bald NABU-Mitglied, und wir hoffen, hier in der Gegend mehr mit Gleichgesinnten tun zu können. (Ich bin ja bereits Zustifterin) Der Vortrag war nämlich vom NABU angeboten worden.