Im Allgäu befolgt man Anweisungen. Wörtlich.

Wo steht schließlich was von „antackern verboten???“
(Ich hoffe, man kann erkennen, daß rings um das Schild Hunderte Tackernadeln im Holz versenkt sind!?)

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Die Schlei knistert

Brodersby, heute.
Von oben kommend, war der erste Gedanke: oh, superniedriger Wasserstand, das hatten wir ja noch nie gesehen!

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Kaum waren wir etwas näher dran, sahen wir die Fehlinterpretation: was wir als „feuchter Sand“ gedeutet hatten, waren in Wirklichkeit Eis-Reste, winzige Eisschollen, die Teile des ufernahen Wassers bedecken!

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Und deshalb das Knistern, ein nie gehörtes Geräusch: wenn kleine Wellen kommen, all die Schöllchen aneinanderstoßen oder sich gar in einer richtigen Strömung bewegen, dann dringt das als zischendes Knistern an unsere Ohren. Am Strand zusammengespülte Eis-Berge:

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Weiter hinten offenes Wasser ohne Eis. Also gab es

  • knisterndes Eis
  • plätschernde Wellen
  • hupende Gänse
  • quakende Enten
  • sowie leise sich unterhaltende F.s

zu hören. Auf dem Rückweg hab ich dann den Herrn F. gebeten, ein weiteres Foto zu machen: am Strand war das Ried gemäht worden (oder das Strandgras, oder… keine Ahnung, wie das richtig heißt) Auf dem Foto sieht man das Ergebnis von vielleicht zweieinhalb Minuten „trash out“.

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Auf dem Hinweg hatte ich auch schon zwei Hände voll gesammelt – aber richtig volle Hände voll – und in den ganzjährig dortstehenden Mülltonnen deponiert. Würde jeder Spaziergänger bloß zweieinhalb Minuten investieren, sähe unsere Rest-Natur schon ganz anders aus…..

Und ja: dies ist ein Appell, denn Müll liegt nicht nur am Strand…

Die Läden meiner Kindheit

lc3a4den-alltagskulturMeine Erinnerungen stammen aus einer Kindheit in den 70er und 80er-Jahren. Ich nehm Euch mal mit auf einen kleinen Dorfspaziergang!

Raus aus dem Haus, links, ein Stück weit geradeaus, dann rechts, die Straße runter und nochmal links – ganz schön weit, wenn man vielleicht sieben oder acht Jahre alt ist und eine laaaaange Liste im Kopf behalten muß, um auch keinen Einkauf zu vergessen. Und so lief ich also, ununterbrochen vor mich hin singend (ob laut oder nur in meinem Kopf, das weiß ich nicht mehr):

Ich möchte drei normale Brötchen und ein kleines Eifler

, denn das Ziel war unser kleiner Bäcker. Endlich angekommen, stand ich in einem Laden, der in meiner Erinnerung sehr warm beleuchtet ist und ansonsten aus einer Theke, den Brotregalen dahinter und ein wenig Platz für Kundschaft davor bestand. Dort bekam ich, was ich, von meinem Auftrag ganz durchdrungen, bestellte und machte mich dann, erleichtert, alles behalten zu haben, auf den Heimweg.

Erschreckend, daß ich nicht mehr weiß, wie der Bäcker hieß….

Dann gab es, in der Straße, die man zum Bäcker runterlief, den kleinen Schreibwarenladen – unvergessen, weil es wichtige Dinge dort zu finden gab: die Sammelbildertütchen fürs Mainzelmännchenalbum zum Beispiel. Oder den HABENMUSS „Blimpy“ – tatsächlich habe ich ein Bild im Netz gefunden *klick*, aber natürlich auch ganz normalen Kram wie neue Heftumschläge. Sehr geliebt habe ich übrigens diese kleinen Büchlein, in denen man durch übermalen der Seiten mit einem Buntstift ein Bild hervorzaubern konnte, kennt Ihr das noch? All sowas gab es beim Trommeschläger – der mir übrigens auch in bleibender Erinnerung geblieben ist, weil er in späteren, wilden(!) Teenie-Jahren meinen ersten und dadurch auch einzigen Tramp-Versuch meinen Eltern verpetzt hat – nachdem er mich zuerst immerhin mitgenommen hatte *g*. Damals war ich ziemlich empört; heute, als gestandene ältere Dame, die auch schonmal einen Jugendlichen verpetzt hat, der sich von einem Älteren bei mir anne Tanke Schnaps hatte kaufen lassen, sehe ich das ein wenig anders.

Und drittens möchte ich Euch noch eine Straße weiter mitnehmen – vom Bäcker ein Stückchen, dann links hoch, im Grunde wieder zurück Richtung zuhause – da gab es eine Drogerie! Pickepacke vollgestellt war der kleine Laden mit unglaublich viel Krams, der mich null interessierte – aber etwas sehr wichtiges gab es: hier konnte man nach dem Urlaub die Filme abgeben, um irgendwann Fotos zu bekommen. Sooooo schnell und einfach ging das allerdings nicht! Erster Schritt: Abgeben. Dann hat man etwa eine Woche gewartet, und dann wurde es spannend: Man ging zur Drogerie und bekam eine Tüte mit Negativstreifen. Orange-bis braungetönte Dinger. Mit der ging man dann ums Eck in die hinterste Ecke des Ladens. Dort stand so eine Maschine, auf die man die Streifen, von unten beleuchtet, legte. Vorsichtig, denn Fettfingerabdrücke hätte man später auf dem Foto gesehen… Man schaute dann durch eine Art Vergrößerungslinse – und sah sich die nun ein wenig größeren, aber immer noch winzigen und negativ-orangebraun gefärbten Bildchen an. Jetzt ging die Diskussion los: war Bild 13 nicht etwas verwackelt? Und konnte man erkennen, ob bei 21 der Kopf vom Vater oben abgeschnitten war? War das überhaupt der Vater? Oder doch eher der Zimmernachbar von der Pension, in der man abgestiegen war? Und das da auf Bild 7b, war das Eutin? Oder doch Celle? Und wenn, lohnte es, genau dieses Bild zu bestellen, oder war Bild 8, das auf dem winzigen orangen Negativ eigentlich ziemlich gleich aussah, vielleicht besser?

Die Nummern der Negative, die wir ausgesucht hatten, notierten wir in der kleinen Tabelle auf der Tüte, suchten noch aus, ob es einen weißen Rand drum herum geben sollte, und dann hieß es wieder warten. Nach einer weiteren Woche dann die Auflösung der spannenden Foto-Jagd: hatten wir die richtigen Fotos rausgesucht? Mensch, die 13 war DOCH verwackelt, Mist aber auch! Aber die anderen Bilder konnten nun zuhause ins Fotoalbum eingeklebt werden, mit den Fotoecken, die wir noch in der Drogerie gekauft hatten (und die sich, inzwischen wissen wir’s, nach gerade mal 35 Jahren schon fast alle abgelöst haben. Empörend!) Dann wurde noch über den Bildunterschriften gebrütet, und endlich – endlich konnte man stolz der Verwandt- und Bekanntschaft die Fotos vom letzten Urlaub präsentieren!

Bäcker und Drogeriemarkt sind übrigens inzwischen verschwunden. Aber den Schreibwarenladen – den gibt es noch!

Im Teestübchen Trithenius kann man wunderschöne Einkaufsläden-Geschichten lesen, klickt mal rüber. Mich hat’s zum mitmachen angestiftet. Und ich habe, beim lesen der Erinnerungen Anderer, den Geruch der Heißmangel ebenso gerochen wie ich das fürchterliche Gefühl wiedergefühlt habe, wenn die Zähne aus Versehen an die Leckmuschelschale stoßen….uaaaaah! Die Gänsehaut war wieder spürbar, und der Mund verzog sich unvermittelt, um das Gefühl an den Zähnen wegzusaugen…. dies nur, weil ich das Wort „Leckmuschel“ las! Lohnt sich also, dort mal in den unterschiedlichsten Läden zu stöbern

 

 

Mühlentag

Gestern haben wir einen vergnüglichen und interessanten Mühlentag-Nachmittag mit F. aus dem Jemen und Ab. bei der Mühle Renata verbracht.

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Die Mühle zu besichtigen war schon fein, wir waren alle vier recht beeindruckt von den riesigen Holzkonstruktionen, dem zuschaltbaren Motor aus den 30ern (der zu Showzwecken trotz reichlicher Windstärken lief) und den großen Mühlsteinen. Für die beiden Araber aber war der Hit der Leierkastenmann im Hof – F.wäre am liebsten in den Kasten hineingekrochen, war mein Eindruck, und hat sich sehr in die Drucklufttechnik vertieft (es war ein echter Leierkasten!)

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Lochkarte einlegen – Bei „Donna Klara“ haben ein alter Mann und ich laut mitgesungen…

Der Leierkastenmann hat gern erklärt und war auch sonst recht kommunikativ, und so wurden Filme und Fotos gemacht ohne Ende. Im Schuppen gab’s Kaffee und Kuchen, und zu dem haben wir zum Wetter passende Themen gehabt: Eisbaden zum Beispiel. Und skifahren *gg*

Danach sind wir dann zum aufwärmen noch ein Stück gelaufen, bis zum Reiterhof in der Nähe – und der kam dann so richtig gut an! F. hat fast die ganze Stunde, die wir dort verbracht haben, mit dem Herrn F. bei den ersten drei Pferdeboxen verbracht. Ist ja auch was schönes, so eine weiche Pferdenase … währenddessen haben Ab. und ich den ganzen Stall besichtigt und auf dem Platz den Leuten beim reiten zugeschaut. Und ganz zum Schluß hat ein Pferd noch eine besondere Überraschung parat gehabt- eine Selbsttränke hatten alle beide offenbar noch nie gesehen „Deutschland gut!“, war der Kommentar, nachdem erstmal die erstaunte Frage „was ist das“ und dann ein fassungsloses „Warum???“ zu hören war *gg*

Auf dem Weg habe ich dann noch vieles von Ab. erfahren, z.B. warum er überhaupt nach Deutschland gekommen ist (Zusammenfassend könnte man sagen: „Sch***-Krieg und, dadurch, null Perspektive“), und der Herr F. hat Heftiges von F. erzählt bekommen. F. kann nicht zurück, er würde, wenn stimmt, was er sagt (wovon ich ausgehe) nicht lange überleben.

Ich habe F. gestern zum ersten Mal über längere Zeit präsent (geistig) und dazu auch noch gutgelaunt erlebt. So oft hatten wir noch nicht miteinander zu tun, aber immer war er nach kurzer Zeit in sich zusammengesunken und wie abwesend gewesen. Heute gab es das nur ein-, zweimal ganz kurz, dann war er wieder „anwesend“. Ein schönes Erlebnis. Es war sehr deutlich, daß die beiden den Nachmittag genossen haben, und sie haben das auch beim Abschied sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Und wir haben auch wieder viel ausgiebiger geschaut und mehr mitgekriegt als wenn wir allein losgewesen wären.

Vormittags waren wir übrigens trotz kalter 12° mit Sturmböen bei erstaunlich friedlichen Biens. Musste sein, denn einerseits kann jetzt jederzeit die Schwarmzeit losgehn, andererseits müssen wir auch zusehn, daß sie genug Platz haben. Wir hatten ja vor einer Woche versuchsweise das Absperrgitter entnommen, hoffend, daß sie dann den Honigraum besser annehmen würden. Die Sternchen habens auch getan (UND ihre zwei neuen Waben fast vollständig ausgebaut), sie bauen, und was bebaut ist, das ist auch mit Nektar gefüllt. Beim Mondvolk will man weiterhin leiber im Brutraum Honig haben – oben waren sie aber immerhin bei einer Wabe auch mit bauketten aufgehängt…. wir haben die Absperrgitter wieder eingelegt und durchgeschaut: riesige Brutnester mit größtenteils verdeckelter Brut, und auch genug Futtervorräte. Alles gut. Keine Weiselzellen, aber Spielnäpfchen. Wenn all die Brut ausgeschlüpft ist, wirds wohl lisgehn mit dem schwärmenwollen, schätze ich… Schade natürlich, daß JETZT alles blüht, aber DANN die vielen Bienen schlüpfen – bis das soweit ist, ist die Haupttracht rum…. nuja, kannste machen nix

 

 

Ein Bett am Waldesrand

… fanden wir gestern in Ekenis:

Genial, oder?

Wer die Matratze genauer betrachten möchte, das Ekenisser Hügelgrab oder eine lange Marienkäferreihe bewundern, den bitte ich ins Schupfenblock: bitte hier lang 🙂

P.S. Mir fällt grad auf, daß man das auf dem Foto nicht sieht – dieser Garten liegt tatsächlich direkt am Waldesrand, Ihr müsste t Euch nur umdrehen, dann würdet Ihr’s sehen können 😉

Für die Tante Marianne

Gesehen – an die Tante gedacht (die keine Nilpferde sammelt, dafür aber verdammt viele ihr Eigen nennt), geknipst, gefreut.

P1010775Deutschland – Schleswig-Holstein – Angeln – Fahrtoft

Von der Nichte Fjonka mit besten Grüssen 🙂

Bekannt?

P1040849Manchen wird dieses Bild bekannt vorkommen. Diese treuen LeserInnen bitte ich, mir den Verweis auf einen Beitrag, den ich sehr mag, zu verzeihen. Die anderen bitte ich, hier zu klicken, denn mein heutiger Beitrag zu Frau Tonaris Rostparade ist nur ein kleiner, aber feiner Teil einer Fotostrecke – wir hatten damals, 2013, einfach so am Ackerrand einen uralten, bereits eingewachsenen Trecker gefunden….

Os

Regen, dustere Wolken, 16° Tageshöchsttemperatur _ aber am Wochenende soll es wieder etwas schöner werden! Zum überbrücken ein paar Bilder von einem Spätsommer-Ausflug:

Gleich ums Eck ist es ja bekanntlich manchmal schöner als man vermutet. Und wir haben auch mal wieder so ein Eck gefunden. Wir wussten schon lange, daß es es gibt, aber wir haben es uns nie wirklich angeschaut: das Naturschutzgebiet Os bei Süderbrarup. An einem der letzten Spätsommertage vorletzte Woche waren wir endlich mal dort.

Ein Flüßchen namens Oxbek fließt durch ein Gletschertunneltal. Als die Eiszeit endete, bildete sich durch Ablagerungen aus dem Schmelzwasser ein sandiger, langgestreckter Hügel. Und sowas nennt man „Os“. Weiß ich, weil’s zum Schutzgebiet ein Faltblatt gibt.

Heutzutage gibt es 30 Hektar unter Schutz, aber leider nur einen Weg quer durch das langgezogene Gebiet, keinen rundum und auch keinen längs. Den Querweg sind wir gelaufen, und noch einen anderen kleinen Stichweg. Und so sieht es dort aus:

Wer keinen Wert auf Spektakuläres legt, sondern vielleicht einfach mal einen Eindruck davon bekommen möchte, wie vielfältig die Natur hier sein KÖNNTE (und wohl einmal gewesen ist) – der ist hier richtig. Außer der Blumenwiese – dem Hang des Os – kann man auch sumpfige Flächen und Apfelbäume, knorrige Eichen und Weiden sehen – und eine große Zahl von Schmetterlingen (wenns nicht grad schauert…. wir wurden ziemlich naß….), auch eher ungewöhnlich bei uns hier. Ein schöner Klein-Ausflug für wechselhafte Tage.


Aussortiert: 2 Regalhalter, Metall. Brauch ich nicht mehr.

Geschwimmt

???

???

!?!

!?!

!! Was für ein tolles Geschwimmt! "Gefährt" passt da ja nicht ;-)

!!

Was für ein tolles Geschwimmt! („Gefährt“ passt da ja nicht ;-)) Beim kaffeetrinken in Missunde brauste das an uns vorbei. Auf der Schlei. Ich glaube, so würde selbst mir Böötchenfahren Spaß machen!


Aussortiert: ein DSL-Router, den wir nicht mehr brauchen können, den der Herr F. aber aufgehoben hat. Es ist ein  Speedport W700V soll ich schreiben. Denn vielleicht kann ihn ja hier Jemand brauchen, ist alles dabei, Kabele und so. Na???? Wenn nicht, dann kommt er in den Elektroschrott.

Mal woanders…

… wollten wir am vorletzten Sonntag trotz Kopfweh und latenter Übelkeit meinerseits ein wenig spazierengehen. Das sonnige, kalte, trockene Wetter nutzen. Ein Weilchen überlegt, und dann beschlossen wir, auf die „andere“ Kappelner Seite zu fahren. Auf der Karte sah man dort einen Fußweg direkt an der Schlei, zwischen Kopperby und Lüttfeld. Vielleicht 800 Meter nur, aber angesichts meines Zustands war das völlig okay so.

Also los.

Und was soll ich sagen?

Die ganze Zeit hatte die Sonne geschienen. Aber nun: kurz vor Kappeln wurde es neblig, weiß, dann dunkel – und fing zu schneien an….. Zum Glück hatten wir unseren optimistischen Tag. Das konnte nur ein Schneeschauer sein, und den würden wir ganz elegant im Café aussitzen!

Gesagt, getan. Gleich hinter der Brücke ist ein kleines, nettes Café, von dem wir nicht gewusst hatten, daß es exakt seit Sonnabend neueröffnet hatte. Glück gehabt, Torte gegessen, und dann aber los. Sonne gabs zwar noch nicht (die kam erst wieder, als wir auf der Rückfahrt waren *augenroll*) aber der Schnee war vorbeigezogen, der Himmel wieder hoch. Und der Weg wirklich nett:

Was ich nicht gewußt hatte, ist, daß Arnis so nah bei auf der anderen Seite liegt! Das entsprechende Bild habe ich extra etwas größer gelassen, damit gucken kann, wer will.

Entlang des Weges steht sowohl in Kopperby als auch in Lüttfeld eine Bausünde neben der anderen. Von der Nurdachhaussiedlung aus den 80ern (denke ich) über Rustikal-Türmchenanbauten und Häuser, die direkt aus dem Fertighauskatalog übernommen schienen bis hin zum feuchten Traum des modernen Provinzarchitekten – alles ist da zu bewundern. Wir waren nachher so weit, unisono ein ganz stinknormales 50er-Jahre-Siedlungshaus zu bejubeln, weil es unseren Augen Trost bot…. aber meist haben wir ja eh zur anderen Seite geschaut. 😉 Und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten!

Inzwischen ist übrigens nirgends mehr Schnee zu sehen, es darf nun auch gern Frühjahr werden!!!


Aussortiert: mehrere MP3-CDs. Wir ‚aben keinen MP3-Spieler, auch kein Laufwerk in den Computern … trotzdem kommen irgendwoher immer wieder irgendwelche MP3-CDs.

ein Lächelzaun …

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in Satrup

Dieser Zaun hat uns ein gaaaaanz breites Lächeln entlockt, als wir letztlich erstmals daran vorbei liefen. Genau hingucken: jedes „Vogelhäuschen“ hat sogar eine Sitzstange!! In der Mitte sitzt schon wartend die Katze, aber der Schutzengel ist nicht weit 😉

Nein, so faszinierend wie der hier ist dieser nicht – aber liebevollst gemacht und einfach sehr, sehr niedlich, finde ich!


Aussortiert: mehrere Stabfeuerzeuge mit undichten Dichtungen. Eigentlich ist das ja eher „weggeworfen“ al“aussortiert“, würde nicht mit diesem wegwerfen einhergehen, daß kein Stabfeuerzeug-Nachschub mehr gekauft wird. Denn immer halten sie nach ein, zwei Jahren das Gas nicht mehr, egal welche Marke, und sind dann – Müll. Jetzt werden sttdessen Streichhölzer genutzt. Deren Reste kommen in den Ofen, ebenso die Schachteln. Bloß daß um jede Schachtel bei den langen, die wir zum Ofenanzünden brauchen, noch Plastik ist, ist blöd. Aber ich kanns verstehen – die Leute fingern an ALLEM rum im Laden, und wenn kein Plastik drum ist, hat man irgendwann lauter angegrabbelte (und die schaffen das, daß das dann auch wirklich angegrabbelt aussieht) und halbleere Schachteln 😦 Naja, weniger Müll ists allemal!

 

Zuhülf!!! Zuhülf!!!

In Goltoft steht ein Kran. Und im Zweitblog wird gegrübelt, was der denn wohl für einen Zweck haben könnte:

Hier sind ja so ein paar Leute, die mehr Bezug zu „de ole Tieden“ haben als ich – vielleicht hat ja Jemand eine Idee?

Hier sieht man noch einen Blick von weiter weg (Umgebung!!) und die Spekulationen, die schon angestellt wurden. (Heuballen heben? Säcke?? Oder ein altmodischer Wagenheber eines Stellmachers o.ä. Handwerkers???) Der Kran ist fest an den zwei Gebäuden angebracht und nicht schwenkbar.

Edit: bei diesem Beitrag lohnt es, die Kommentare zu lesen – dort wird einiges klarer, wenn auch nicht endgültig geklärt ;-)… und noch’n edit: später hat sich Jemand aus Goltoft oder Umgebung gefunden, der den Kran und seinen Zweck kennt: im Schuppen sei eine Holzäge zum aufsägen von Baumstämmen eingebaut gewesen und der Kran sei für diese Säge genutzt worden, schrieb er im Schupfen-Blog.

Notgeld

Da war doch noch was….
ja, da war noch was im Bönstruper Dorfmuseum. Eine Vitrine mit Notgeld nämlich.
Ich hatte schon von Notgeld gehört, aber ehrlich gesagt: genau wusste ich nicht, was es damit auf sich hatte – und hier hing nun hinter Glas jede Menge davon, liebevollst gestaltet – offenbar hat jede Gemeinde selbst Geld auflegen dürfen…
In Bönstrup haben wir nichts dazu gelernt, da sind die Dinge einfach nur ausgestellt – aber daheim habe ich mich dann doch mal hingesetzt und im Netz gesucht. Aber erstmal guckt Euch die mal an – een Deel is op platt beschriftet, schön gestaltet sind sie alle….:

Auf dem Schein mit den Angelner Rindern steht:

Cheldschien för de chrundchude Chechend, wo Egen un Bögen(?) Chastn(?) un Chrass chräsich(?) chut chedeih’n.

Ich verstehe nur einen Teil: Geldschein für die grundgute Gegend, wo ? und ?? und Gras ? gut gedeihen. Versteht Jemand mehr???

Was die Geschichte betrifft, zitiere ich hier mal aus papiergeld.de:

Notgeld – wie der Name schon sagt: aus der Not geboren. Mit Beginn des 1. Weltkrieges wurden die Reichsgoldmarkmünzen eingezogen, bald folgten die größeren Silbernominale zu 2, 3 und Fünfmark. Mit Ausgabe der kleineren Stückelungen der Darlehenskassenscheine ersetzten diese nach und nach das Silbergeld, auch das kriegswichtige Kupfer und Nickelkleingeld wurde stillschweigend eingezogen. Die steigende Geldentwertung beschleunigte das Verschwinden der Münzen im Zahlungsverkehr. Es bestand also ein echter Bedarf Geldersatzmittel zu schaffen. Die ersten Ausgaben von Notgeld wurden im Kriegsjahr 1914 bekannt. Normalerweise gehörte das Münzrecht zum staatlichen Hoheitsrecht. Das heißt der Staat sorgt für seine Bürger für mehr oder minder geordnete Zahlungsverhältnisse. Auch in anderen Perioden der Geschichte ist es zu Notgeldausgaben infolge Zahlungsmittelknappheit gekommen. (Belagerungsgeld etc.) Der Staat duldete die Notgeldausgaben zwangsläufig, denn er konnte die Zahlungsmittelknappheit nicht befriedigend beseitigen. Besondere Knappheit herrschte in den ersten Kriegsmonaten in Teilen von Westpreußen, Niederschlesien, Posen, Rheinprovinz und Westfalen und Elsaß.

1914/1915 wurden ca. 451 Ausgabestellen von örtlichem Notgeld bekannt. Es kam in dieser Periode zu ca.1630 Ausgabenominalen in bis heute nicht mehr genau feststellbarer Auflagenhöhe. Diese Ausgaben wurden aber bald wieder eingezogen, da der Staat die Knappheit mit vermehrter Ausgabe von Darlehenskassenscheinen kompensierte.

Es folgten noch verschiedene Notgeldepochen, je nachdem welche Münzen hauptsächlich fehlten.

(…)

Ab 1918 wurde mehr Sorgfalt auf die Gestaltung der Notgeldscheine gelegt. Die Ausgabestellen erkannten bald, daß schön gestaltete Scheine in Sammlerhand blieben und nicht eingelöst wurden. (Die Differenz vom Nominal zu den Druckkosten waren der Gewinn für die Ausgabestellen)  Ab 1920 wurde die Ausgabe von Notgeldscheinen zum richtigen Geschäft, es wurden große Mengen Serienscheine verausgabt, welche sich in großer Stückzahl bis heute erhalten haben. Das Sammeln von Notgeld kam so in Mode, daß es erste Sammelclubs gab. Auch sind Notgeldausstellungen Anfang 1921 bekannt geworden.


Aussortiert: eine kleine Fahrradtasche, die ich mal als Geschenk ersteigert hatte, dann aber doch nicht so passend fand. Wurde vom Mitnehmtisch mitgenommen.