Designwelten

p1070945Damals. Lange her, ich tippe mal auf Mitte 90er. Ich hatte selbst noch keinen Computer, aber ich hatte einen guten Freund. Und dieser Freund hatte zusammen mit einem hauptberuflichen Computerseitenmacher (Ihr wißt, was ich meine – ich aber weiß den Namen dieses Berufs nicht, sorry) eine Website für seine Leder-und Fellbekleidungsmanufaktur auf die Füße gestellt. Lange hatten sie daran herumgebastelt, der Freund inhaltlich, der Computerseitenmacher (den Herrn F. gefragt. Er sagt, sie heißen wohl Webdesigner) programmierend. Dann hatten sie sich zusammengesetzt, der Freund war inzwischen glücklich über das Ergebnis, und ich war auserkoren, die Testerin zu geben, bevor die Seite online gehen sollte. Man gab mir also die URL, ich gab ein, klickte – und es erschien eine große, grüne Seite mit einem hübschen Foto samt Namen und Logo der Firma. Und sonst nichts.

Und sonst nichts!

Ich, die ich zuvor erst vier-, fünfmal im Netz gesurft war, schaute mir die Seite an und versuchte, ein anklickbares Menü zu finden. Es gab keines. Hm, dachte ich, und sagte (etwa) „Du, das ist ja wirklich hübsch. Aber man sieht ja nur eine einzige Lederhose, und es ist nichtmal eine Telefonnummer da, wie soll denn da Jemand was bestellen?“

Fassungslose Gesichter beim Freund und beim Computerseitenmacher, der natürlich dabei war.

Was ich dort sah, war die „Eintrittsseite“, damals ein sehr beliebtes, todschickes Designelement. Hätte ich einfach IRGENDWO auf die Seite geklickt, hätte sich die ganze restliche Pracht, samt anklickbarer Menüs, geöffnet – aber das wusste ich weder, noch wäre ich auf die Idee gekommen!


P.S.: es wurde ein kleines, sichtbar anklickbares „Hier geht’s zum Shop“ (oder so) eingefügt. Mir wurde sehr gedankt, aber ich kam mir doch ziemlich blöd vor. Angesichts der Klientel für den Laden (hauptsächlich Förster und Jäger, für die der Freund spezielle, warme Leder- und Fellkleidung herstellt. Nicht gerade Computer-Nerds, die durch Anzeigen in der schönen Zeitschrift „Wild und Hund“ auf des Freundes Seite aufmerksam gemacht wurden *g*) war mein Feedback allerdings sicherlich tatsächlich hilfreich…

 

Fjonka mbsrt

Bin fast ein wenig froh, daß ich schon vor zwei Jahren auf meinen MBSR-Kurs gekommen bin – derzeit rollt die Welle der Achtsamkeit durch alle Blogs und Foren, und ich glaube, hätte ich’s nicht vorher ganz allein und zufällig entdeckt, und unter dem für mich „einfacheren“, weil keine Eso-Assoziationen erweckenden  Namen (Mind Based Stress Reduction), dann würde mich das jetzt eher abschrecken.

gaaaanz entspannt im Hier und Jetzt

Dabei ist es doch wirklich was richtig gutes, hilfreiches – und so vielfältig in der Umsetzung, daß es leicht ist, Dinge zu finden, die Einem liegen. Für mich hat sich herausgestellt, daß ich gut runterfahren kann, wenn ich mich auf eine bestimmte Wahrnehmung konzentriere. – Wer lauscht (zB), der kann nicht denken – das Karussell stoppt kurz. Und wenn man das übt, dann kann man’s selbst ohne allzuviel Dranbleiben (ich habe NICHT geschafft, was sicher toll wäre: sich täglich 20 Minuten dafür zu nehmen) auch nachts (zB), wenn man im Halbschlaf ängstliche Karussellfahrten macht. Andere atmen. Oder essen. Oder gehen. Oder schnippeln (Essen) Also- atmen oder essen oder schnippeln NUR.
Damit wird geübt für das, worum es eigentlich geht: Im ganzen Leben innerlich nicht dauernd an mehreren Stellen gleichzeitig zu sein, sondern der Sache, die man momentan tut, die volle Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht leicht!

Der zweite Punkt ist: nicht zu bewerten. Zu bemerken, was gerade passiert, aber das nicht zu bewerten. Auch nicht leicht. Wie schnell schimpfe ich mit mir selbst, wenn schon wieder die Gedanken abschweifen. Wie oft sage ich innerlich „Jetzt stell Dich nicht so an“. Undsoweiter.

Zusätzlich habe ich mir ein Buch gekauft, in dem es viele Übungen gibt. Vorgeschlagen wird, immer eine Woche lang eine zu wiederholen.  Manche krieg‘ ich hin (Immer wieder mal was mit links statt mit rechts machen. Oder mehrfach täglich auf seine Körperhaltung zu achten – und sie ggfls zu korrigieren, weg vom fläzen), andere nicht (1x täglich irgendjemandem ein ernstgemeintes Kompliment zu machen. Kam ich mir blöd bei vor, so mit Vorsatz. Oder eben alle Mahlzeiten bewußt NUR zu essen. Furchtbar! Hab ich nichtmal EINE Mahlzeit lang hingekriegt *g*Aber der Test ist allemal interessant. Wieso zB komm‘ ich mir blöd dabei vor, Jemandem was nettes zu sagen, bloß, weil ich’s mir vorher vorgenommen habe? Sowas…)

Persönliches Fazit nach zwei Jahren MBSR, angefangen mit angeleitetem Kurs, dann auf eigene Faust fortgesetzt: Ja, es hilft weiter, aber ich benutze das ganze vielleicht zu sehr zweckbezogen. Als Hilfsmittel in den Momenten, in denen es mir nicht gut geht. Das ist mir lange nicht aufgefallen, erst in den letzten Wochen eigentlich. Wenn ich wirklich möchte, daß es mir gut geht, werde ich dranbleiben müssen, mir auch zu normalen Zeiten, im Alltag, bewußte Momente einzubauen. Daß mir das jetzt aufgefallen ist, ändert ja an sich schon etwas. Ich bleibe dran….

Wer sehr gestresst oder schlecht drauf ist, wenn er auszuprobieren beginnt, dem empfehle ich dringend einen angeleiteten Kurs. Wenn man zehn Wochen lang einmal wöchentlich drei Stunden lang sowas macht und „Hausaufgaben“ bekommt plus Theorie, das verändert tatsächlich allerhand zum besseren. Allein wird das auch mit CDs und Büchern so nicht funktionieren, schätze ich. Und die Krankenkasse bezahlt das sogar! Aufbauen kann man dann ja allein, je disziplinierter, desto hilfreicher.

Nur zu, auch wenns noch so modern ist, denn nicht alles, was trendy ist, ist auch gleich schlecht
sagt

Fjonka
die Trendsetterin
*g*

P.S. welches Wort ist eigentlich hip grad? Trendy und hip sowie modern sind’s jedenfalls nicht, schätze ich *g*

 

…könnte ich auch mal wieder machen….

schmeckt nämlich ausnehmend gut: Knäckebrot nach geschenktem Rezept. Die Fotos sind vom letzten Jahr, da hab ich’s einige Male gemacht und für so gut befunden, daß ich’s Euch immer mal vorstellen wollte. Fotos anklicken zum vergrößern – dann kann man auch das Rezept lesen. Eines mach‘ ich anders: ich breche Stücke, nach dem backen. Zusatzinfo: es schmeckt auch in anderer Körnerzusammensetzung wunderbar 🙂

Kleinvieh

KleinviehEine Biokiste mit für diese Jahreszeit ungewöhnlichem Inhalt hat mich veranlaßt, mal wieder etwas auszuprobieren: einen Badreiniger aus Orangenschalen!

Das Rezept stammt, mal wieder, von langsamerleben – Leute, macht’s wie ich und schreibt Euch die für Euch interessanten Sachen raus da – sie hat zu bloggen aufgehört und überlegt leider, das Blog über kurz oder lang sogar zu löschen 😦 *Klick*

Aber jetzt mein Erfahrungsbericht (und natürlich das Rezept):

Rezept:

  • Schalen von Zitrusfrüchten (Orangen, Zitronen, Grapefruit…) in ein
  • Glas tun, mit
  • Essig bedecken. Zwei Wochen ziehen lassen, durch ein
  • Küchentuch in eine passende
  • Flasche (für mich paßt die Sprühflasche) abfüllen
  • 1:1 mit Wasser verdünnen
  • Fertig.

 

Hier isser, vor dem abseihen:

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild nach Orange.

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild statt wie zuvor nach Essig.

Nutzwert: vorhanden. Funktioniert genauso gut oder schlecht wie der Frosch-oder terra-Badreiniger, den wir vorher hatten. Offene Frage: ob die (Plastik-)Badewanne den wohl abkann, oder ob er für die zu agressiv ist. Vorsichtshalber putze ich die lieber mit Neutralreiniger. Aber im gekauften Badreiniger, auf dem extra steht, daß auch Plastik gehe, ist Zitronensäure drin, insofern bin ich vielleicht zu ängstlich. Weiß nicht….

Übrigens kann man den nicht nur fürs Bad nutzen, sondern auch um Flächen sauberzuwischen, den Kühlschrank auszuwaschen, Waschbecken woanders als im Bad zu säubern 😉 oder als Sauber-Zusatz beim staubwischen….

Obwohl’s „geklaut“ ist, ist es doch etwas, das unser Leben wieder etwas müllfreier und nachhaltiger macht – deshalb darf dieser Beitrag auch mal wieder zur aktuellen EINAB wandern

 

 

Unkompliziert und schnell

Brief von der „Schleswig-Holstein Netz AG“. Soll meinen Zählerstand (Strom) ablesen. Früher kam da immer Jemand klingeln – die Zeiten sind vorbei. Seit einigen Jahren gab es einen Brief mit Kärtchen zum zurückschicken. Kennt man ja, daß solche Arbeiten an den Kunden ausgelagert werden.
Füllte also das Kärtchen aus, Briefmarke drauf, ab in den Kasten. Dauerte keine fünf Minuten.

Nun ist da auf dem Brief aber ein QR-Code drauf, unkompliziert und schnell online den Zählerstand eingeben steht da. Und ein Smartphone ist ja inzwischen im Haushalt vorhanden und sogar mit liebevollem Spitznamen versehen (Fönchen) Hoho, das will ausprobiert sein!

Fönchen an, App an, QR-code gescannt, klappt prima, uiuiui – aber was ist das? Es lädt—– und lädt—— und lädt———- leitet weiter – und zeigt eine leere Seite an. Kann nicht sein, geht doch unkompliziert und schnell, das? Da hab ich sicher was falsch gemacht.
Zweiter Versuch. Dasselbe Ergebnis.
Dritter Versuch mit anderem Browser – vielleicht liegts ja am Adblock. Dasselbe Ergebnis.

Gehe also zum Computer. Gebe die Internetadresse ein. Es lädt—– und lädt—— und lädt———- leitet weiter – und zeigt eine leere Seite an. Versuche es über die Homepage. Keine andere Möglichkeit vorhanden. Inzwischen ist eine Viertelstunde vergangen, außerdem bin ich schwer genervt.

Ich fülle das Kärtchen aus. Dauert keine fünf Minuten. Aber ’ne Briefmarke tu‘ ich da dies‘ Jahr nicht drauf!

 

 

Pudding

Ich zitiere hier mal eine Mail, die ich zum Thema „Pudding ohne Oetker und Co“ bekam, erstens, weil sie interessant ist und zweitens, weil ich immer so schlecht bin im mail-aufheben und die schon fast untergebuddelt war. Musste lang suchen…. also, Merkzettel und Anregung hier:

@Pudding: Liebe Fjonka, da muss ich doch mal reingrätschen in die Puddingpäckchendiskussion. In einen richtigen Pudding „wie von früher“ gehört keine Stärke. Das ist eine Erfindung der (Nach-)Kriegshausfrauen, weil Eier knapp waren und Stärke billig bzw. beim verarbeiten von Kartoffeln angefallen ist (als es noch keine Knödel/Rösti/Reibekuchenpäckchen gab).
 Das hab ich sogar noch in der Ausbildung gelernt (das gute bayerische Kochbuch, das verpasst einem Grundlagen die will man gerne wieder vergessen, aber man kanns nicht *gg)
Zum Beispiel so:
125g Zartbitterkuvertüre (im Wasserbad schmelzen lassen)
2 Eigelbe mit 2 El Zucker (den am besten fein feiner am feinsten oder vermahlen bei Mascovado) im heißen Wasserbad schaumig schlagen, die flüssige Schoki unterheben
150 ml aufgekochte Milch nach und nach unterrühren
2 El Schlagsahne unterheben
in Gefäße verteilen, erkalten lassen und fertig.
Das geht auch mit weißer Schoki und gemahlener Vanille. Vanille in der dunklen Schoki schadet auch nicht. Oder ein wönziger Schlock Rum. Oder Zimt und ne Prise Nelken oder was einem grad so einfällt. Kardamom. Mommmmmmmmm.
Wer eine Mousse haben will, schlägt den Eigelbschaum, sobald er fest ist, im kalten Wasserbad wieder kühl, die Schokolade muss auch nur noch handwarm, also gerade noch flüssig sein.
Statt Milch 150 ml geschlagene Sahne dazu und die Eiweiße, steif geschlagen, am Schluss darunter rühren. 20 Min im Tiefkühler schaden dann nicht. Und dann ab in den Kühlschrank oder ins Mäulchen.
Ach ja: da in den Puddingsen und Moussen soviel Milch und Sahne drin sind, darf die verwendete Schokolade ruhig sehr dunkel sein, sonst wirds nur bäppsüß. Ich empfehle Kuvertüre von Zotter obwohl teuer (dafür Biofair), man bekommt sie in etwa 10er Abstufungen bis 100%, auch in der Sojavariante.
Ein Test steht noch aus, ich bin mir sicher, daß das super schmecken wird – allerdings bin ich mir nicht sicher, daß ichs je testen werde, weil es ja doch eine Heidenarbeit ist (ich sag nur: „Wasserbad“!!), da ist die Variante mit Stärke dann doch einfacher zu machen. Der Herr F. hat ja manchmal Sinn für komplizierteres kochen (und eine Schwäche für Pudding) – vielleicht liest der  das ja, und ich profitiere 😉

Birkenporling

2. November

Der Herbst steht im Zeichen des dörrens….. nachdem weitere 3 Kilo Quitten „verbrotet“ sind, zwei Bleche Kirschmus verfruchtledert, zusätzlich zu den Apfel-Fliederbeer- und Mirabellen-Chargen, kamen nun auch noch Pilze in die Dörrgitter:

Der Birkenporling, so hatten wir’s gehört, sei gut bei Magenbeschwerden. Und jetzt klingelte es an der Tür, und die beiden, die im letzten Jahr einen Bienenschwarm von uns bekommen hatten, und zu denen seither der Kontakt nicht abgerissen ist, weil wir uns gut verstehen, standen dort. Er kennt sich beruflich super mit Bäumen aus und hatte angeboten, irgendwann mal einen Birkenporling mitzubringen (denn mit Baumpilzen kennt er sich auch aus) – nun hatte er also wirklich dran gedacht, und ich kann testen.

Aber vor dem testen kommt das verarbeiten: in 4-5mm dicke Scheiben schneiden und trocknen, bis sie beim brechen richtig knacken.

drei Porlinge

drei Porlinge

geschnitten und auf drei Dörrgitter verteilt

geschnitten und auf drei Dörrgitter verteilt

fertig getrocknet - und in der kleinen Dose auch gemahlen.

fertig getrocknet – und in der kleinen Dose auch gemahlen.

und dann als Tee aufgießen und ‚runterkriegen (die Geschmacksbeschreibungen reichen von ein wenig wie Hühnersuppe über pilzig mit leichter Bitterkeit im Nachgang bis eklig bitter) – man darf gespannt sein…. also los, hier heißt es:

Man übergieße 2 bis 3 Teelöffel davon mit 0,5l kalten Wassers. Es wird bis zum Sieden erhitzt. Dann lässt man es 20 bis 30 Minuten lang leicht köcheln. Danach abseihen.

Das habe ich also getan, und dann vorsichtig gekostet – und festgestellt: kann man problemlos trinken, aber ich schmecke einzig (und zwar wirklich einzig) bitter. Nicht schlimm bitter, aber eben bitter. Ohne Beigeschmack. Ich hab im allgemeinen nichts gegen bitter als allgemeine Geschmacksrichtung einzuwenden. Ich mag Pampelmusen, bittere Schokolade lieber als Milchschokolade und auch bittere Medizin nehme ich lieber solo ein als zB auf Zucker. Allerdings habe ich noch nie „bitter ohne Geschmack“ gekostet.  Tja. Nun werde ich das also mal drei Wochen lang testen, wie empfohlen, und schauen, ob ich irgendwas merke. Und wenn ja, was.

4. Dezember

Okay. Das war der Plan.

Erstens kommt es anders…. nach dem oben beschriebenen allerersten Versuch ging das nicht weiter mit mir und den Birkenporlingen – denn:

am nächsten und sogar noch am übernächsten Tag hat ALLES, was ich aß oder trank, bitter geschmeckt. Am dritten Tag wurde es deutlich besser, und dann war’s vorbei. Ob das nun vom Birkenporling-Tee kam oder davon, daß ich gleichzeitig einen Rückfall hatte, was mein „Magen-Darm“ anging, das weiß ich nicht. Mehrfach schon hatte ich einige Tage lang leichte Magenkrämpfe gehabt oder andere Magen-Darm-Probleme, seit ich den Spuck-Tag im Oktober (?) gehabt hatte, so auch dann ab dem 3.11. wieder.

Also hatte ich mir vorgenommen, mit weiteren Porling-Tests abzuwarten, bis endlich wirklich Schluß wäre mit der Magen-Darmerei. Und das ist immer noch nicht der Fall einerseits, und andererseits war diese „Bitterkeit“, von der ich nicht sicher bin, ob sie vom Porling kam, so abschreckend, daß ich mich noch nicht wieder drangewagt habe.

Frage: hat hier schonmal Jemand sich am Birkenporling versucht?

Adventskalender

 

Rote-Bete-Chips

DAS ist, was gestern auf den Fotos zu sehen war. Ein fertiger Rote-Bete-Chip (und nebenbei bemerkt der Beweis, daß ich manchmal auch noch anderes denke als „Flüchtlinge“ *g*) Ihr habt gut geraten; das ging schnell – und daß die Bete-Expertin, Purpur-Bête das sofort sehen würde – logo *g* – habt Ihr Anderen schon bemerkt, daß sie ein – dasrote-Bete-Blog schreibt? Leckere Sachen gibt da zum nachkochen! Aber jetzt erstmal mein Rezept 😉

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Dazwischen kommt das natürlich oben auf den Ofen – und nach dem ersten Tag gern auch aufs Dörrgitter, damit besser Luft drankommt (anfangs sind die zu naß, das gäbe Sauerei!) Der in den Kommentaren gestern vermutete Aschemantel ist übrigens nicht irgendwelchen Funktionsstörungen unseres Ofens geschuldet – nein, die „Asche“ sind Pfeffer- und Salzstückchen. A propos: ruhig ordentlich salzen – aber Vorsicht mit dem Pfeffer! Die erste Charge war höllenscharf, jetzt geh ich mit der Pfeffermühle eher lässig-schnell von weit oben (zur besseren Verteilung) drüber, das paßt dann.
Leider ist die Ausbeute relativ gering, der Schwund beim dörren enorm. Aber schmecken tut’s!! 🙂

P.S.: „Kaduuns“ diesmal am Sonntag 🙂

Wer rät, was das ist?

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Größe?

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Das dicke da oben ist mein Finger. (Dies ist dasselbe Objekt, nur mit mehr Licht dahinter)

Auflösung (falls Niemand es schon vorher rät9 morgen – samt Entstehungsgeschichte 😉

Quittenbrot ohne Zucker – ein Versuch

Rezept (das einzig gefundene übrigens ohne massiven Zuckerszusatz! Dämlicherweise ein Videorezept; musste es 3x anschauen, bis ich alle Mengen notiert hatte):

Ein Kilo Quitten trocken abreiben (Pelz weg!), waschen, vierteln, Gehäuse entfernen, in Stücke schneiden.

Fjonk’sche Anmerkung: Eigentlich wollte ich alle Quitten verarbeiten. Dann habe ich die erste geviertelt, und mir war klar: ich bin sehr, sehr, sehr froh, wenn ich ein Kilo klein habe.
Daß die hart sind, wusste ich. Daß die so hart sind, war mir vorher nicht möglich erschienen. So habe ich mir dann auch beim Gehäuse-entfernen bei der vorvorletzten Quitte mal gleich schön in den Daumen geschnitten – gut, daß der Herr F. da war und die zwei restlichen schnitt, während ich so vor mich hin blutete. Er fands übrigens „Och, das geht doch!“. Okay, falls das Experiment glückt, weiß ich, wen ich die ganzen Restquitten schneiden lasse….

Rest. Nachdem ein Kilo und mein Daumen geschnitten waren.

Rest. Nachdem ein Kilo und mein Daumen geschnitten waren.

Mit Wasser bedecken, eine halbe Stunde kochen, bis sie butterweich sind.

Ein Kilo Quitten in Stückchen

Ein Kilo Quitten in Stückchen

Schön. Das war einfach; weich sind sie auch.

Durch ein Sieb passieren

Das hab ich mir gespart, wofür gibt es Passierstäbe?

1/2 TL Zimt,
1 Prise Nelken, gemahlen,
Abrieb einer Zitronenschale und
700ml Honig dazugeben

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Mus. Duftet!

Jetzt war Zeit zum abschmecken; Effekt: wir haben, da wir es normalerweise nicht so süß mögen, erstmal nur ein ca 250ml-Glas Honig dazugegeben. Das hat uns an Süße dicke ausgereicht, mehr muß da nicht rein. Leider stellten wir auch fest, daß winzige, harte Stückchen in der Masse sind – also versuchte ich, die Nummer mit dem Sieb nachzuholen. Klappte nicht, da ging fast nix durch. Hm. Okay, falls es ein nächstes Mal gibt, versuche ichs doch gleich zuerst mit dem Sieb und schaue, was dabei rumkommt.

Nä. Dat is Fubbes!

Nä. Dat is Fubbes!

Bei sanfter Hitze einkochen bis eine zähe Masse entsteht. Rühren!

Jetzt bekommt der Ofen seinen Auftritt. Darin kanns eindampfen, hoffe und denke ich. Denn ewig da rumstehen und rühren ist meine Sache nicht… wir werden sehen, ob diesmal die Faulheit siegt, oder ob wieder irgendwas nicht so ganz funktioniert *g*

Hinter Gittern (nur zum fotografieren so weit geöffnet!)

Hinter Gittern (nur zum fotografieren so weit geöffnet!)

Und tatsächlich, das klappt!

Etwa 1,5cm hoch auf ein Backblech streichen, über Nacht kühl trocknen lassen. Erst dann dörren.

Dampfschwaden kan sehen, wer genau hinschaut

Dampfschwaden kann sehen, wer genau hinschaut

Wer kann auf einem Blech sehen, wie hoch 1,5cm sind, bitte? Ich jedenfalls nicht. Ich glaube, es ist dünner. Aber egal.

Wenn trocken, in Stücke schneiden. Fertig.

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Ja, fertig. Fazit: schmeckt sehr anders als Fruchtleder (süßer, eher wie Konfekt oder so. Und eben quittig.), schmeckt (mir nicht ganz so) gut. Die kleinen, harten Stückchen stören im fertigen Quittenbrot nicht. Seltsam, aber wahr. Aber: für mich ist die Arbeit das Ergebnis nicht wert. Ich mag lieber das Fruchtleder, und das macht deutlich weniger Mühe. Dem Herrn aber schmeckt das sehr gut, und ich schätze, wir werden in Coproduktion deshalb auch die restlichen Quitten noch ver-broten. Er die harten Sachen (schneiden, Gehäuse raus) ich den Rest. Oder er auch den, das ist ja egal 😉

EDIT: nach einigen Wochen schmeckt das Quittenbrot wesentlich besser! Jetzt mag ich’s auch, sogar richtig gern. Und die 2. Charge haben wir viel dicker gemacht, die fertigen Stücke fast 1cm dick. Lecker!!

Gerade fällt mir noch ein: Fallobst, das Niemand haben will, mit selbsthergestelltem Honig ohne Strom gedörrt – mangels momentaner größerer Neuigkeiten zum Thema sollte dies für Einab im Oktober  als einigermaßen passender Beitrag zum Thema „Nachhaltigkeit“ gerade noch durchgehen 😉

Kleinvieh

KleinviehHeute ein vorläufiges Küchen-Putz-Fazit mit neuen Anteilen, sozusagen 😉

Rein optisch hat sich in unserer Küche inzwischen ein wenig was verändert: guckt mal, das sieht doch schon ganz schön „Öko“ aus *gg* Die Holz-Abwaschbürste mit Wechselkopf habe ich „schon immer“, ich bin ja kein Neu-Öko; abgewaschen wird mit Neutralreiniger, auch das schon seit Jahren; wir kaufen lange schon im Großmarkt Neutral- und Essigreiniger im 10-Liter-Kanister und füllen in handliche Flaschen um. Das spart Plastik.

Was neu ist: Schwamm und Stahlwolle

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Das Küchenputz-Sortiment

Ich hatte – im Blog kann man sowas so herrlich nachlesen *g* – im letzten Oktober ein Pack Recycling-Schwämme mit Sisal-Schrubb-Seite von Sonett im  Bioladen gekauft. So ganz 100% glücklich bin ich nicht damit, die Sisal-Seite schrubbt recht schnell nicht mehr wirklich gut, und jetzt geht sie – sieht man auf dem Bild- auch noch ab. Nun mag man sagen: okay, nach fast einem Jahr darf das auch – aber da wir einen Geschirrspüler haben, wird soooo oft nicht abgewaschen. Da hält der normale Schwamm länger und schrubbt viel länger viel besser – aber was tut frau nicht alles. 😉 Ich benutze deutlich häufiger die Stahlwolle, die ich unbenutzt noch liegen hatte. Auch da: 100% zufrieden ist anders, denn sie schrubbt gut und scheint eeeeewig haltbar zu sein – aber sie ist umständlicher zu nutzen, und man hat halt zwei Teile, zwischen denen man dauernd hin und her wechseln muß statt eines Schwamms. Beide zusammen sind immerhin funktionell genauso gut wie ein guter Plastik-Spülschwamm. Und man schmeißt halt kein Plastik weg…. Allerdings habe ich momentan noch von den guten, alten Plastikschwämmen über – ich hatte sonst immer jeden, wenn er für die Küche nicht mehr taugte, fürs Bad genommen. Jetzt nutze ich sie umso länger nur fürs Bad. Dafür kann ich mir den Sonett-Schwamm nicht vorstellen, da muß ich dann mal in mich gehen, wenn’s so weit ist 😉

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Schwammvergleich alt-neu

EDIT im März 2016: leider hat auch in-mich-gehen zu keinem Resultat geführt: ich kaufe wieder Glitzi-Plastikschwämme. Die Stahlwolle behalte ich aber bei, was hoffentlich zu einer (noch) längeren Lebensdauer der Plastikschwämme beiträgt.

Dann habe ich noch Putztücher für die Flächen, die habe ich vergessen mit aufs Bild zu packen. Da ich die Dinger viele Jahre lang benutze und wasche, bis sie auseinanderfallen, gab es noch keinen Bedarf, sich was zu überlegen – ich habe die „normalen“ aus dem Supermarkt und ein paar Mikrofasertücher; ein Versuch mit einem Waschbär-Tuch, das ich mal mitbestellt habe, ist gescheitert: obwohl es nichtmal 100% plastikfrei ist, fasern die Nähte schon nach dem 1. waschen aus – hier liegt die schlechte Qualität an der Verarbeitung, nicht am Material. Ich freue mich schon drauf, wenn ich die Dinger guten Gewissens wegschmeißen kann *g* Schade! EDIT im März 2016 meint: ich bin wild entschlossen, die Nähte nachzunähen. Aber nochmal kaufen würde ich die Teile trotzdem nicht. Äppelken hat mit zum testen ein Bambus-Tuch geschickt, das ist prima, das wird wohl das „Tuch der Wahl“, wenns um Nachschub geht.

Geht zu Einab, als Beispiel dafür, was ohne viel Aufwand aber mit ganz ein wenig Bereitschaft zum leiden möglich ist 😉


Aussortiert: ein Pfanneisen, mit dem wir Beide nicht so gut zurechtkommen. Pfanneisen braucht man laut Liste in Satrup für die Flüchtlinge auch noch. Also werde ich das am nächsten Donnerstag zum Treffen mitnehmen.

Kleinvieh, oder: Fidibus, ganz ohne Hokuspokus!

KleinviehKurz nachdem ich mich gestern so über das Reh geärgert hatte – ich war sogar noch oben am Computer – hat es geklingelt. Es war der Ofenbauer – er hatte die offene Tür gesehen, und er wollte man gucken, ob wir denn auch zufrieden sind und wie weit es schon mit dem trocknen des Ofens ist.

Wir sind zufrieden! Der Ofen gefällt uns täglich besser. Und dann – dann!!!! Dann haben wir ein Probefeuerchen gemacht!!!! Und das dürfen wir jetzt immer mal ruhig abends tun. Noch keinen richtigen Abbrand. Aber ein Probefeuer:

Anheizklappe auf, Zuluftgitter auf, etwas Kleinholz, vier, fünf Scheite obendrauf (später, beim richtigen heizen, werden das auf einmal 10 Kilo sein, also um die 10-11 Scheite!), anzünden. Kurz die Türe angelehnt lassen, bis es gut anbrennt, dann gucken. Wenn es ordentlich brennt, die Anheizklappe schließen – und brennen lassen. Unten das Gitter (unterm Schamott im Boden des Feuerraums) wird erst geschlossen, wenn 2/3 weggebrannt sind und fast nur noch Glut da ist.

Was soll ich sagen? Schön, das! 🙂

Und während wir so Käffchen haben und zugucken und schnacken, gehts ums anzünden. Bisher haben wir das mit 2 Blatt Zeitungspapier und Buschholz gemacht. Aber das mit dem Zeitungspapier ist nicht so gut, gibt zu viel Asche. Besser sollte man Anzünder nehmen, aber das will ich nicht. Die meisten sind Chemie pur (es gibt auch die Öko-Version), alle sind verpackt. Ich hatte mir überlegt, aus dem Schmutzwachs, das beim wachsklären anfällt (und das bisher im Müll gelandet ist), „mit irgendwas“ Fidibusse selber herzustellen. Zu sammeln hatte ich schon begonnen! Aber mit was? Die Küchentücher aus Papier vom auswischen des Topfs hatte ich aufgehoben, aber Küchentuch kaufen, um dann Fidibusse draus zu machen? Neeee, wirklich nicht. Holzwolle wäre klasse, aber woher nehmen?

Ja, woher?

Daher!

:-)

🙂

Kein Wort hat er verlauten lassen, der Ofenbauer! Aber als ich später nochmal in den Wintergarten ging (die Tür war ja offen), da stand da dieser Sack mit Holzwolle!!!! Mann, hab ich mich gefreut!!! 🙂 Und bin natürlich gleich nach oben gewetzt, um die restlichen Zutaten zum ausprobieren zu holen:

Schmutzwachs schmelzen (das geht übrigens auch mit Kerzenresten - Tipp für Leute ohne Bienen, aber mit Ofen

Schmutzwachs schmelzen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Die Ausbeute

Die Ausbeute

Dolles Ding, das! Ich muß noch ein wenig an der Technik arbeiten. Man kann erkennen, daß einige Fidibusse Knoten haben – das ist prima, wenn man längere Fasern hat: nicht so viel, was runterfällt *g* Ich bin gespannt, wie die selfmade- Konsum-und-Chemiespar-Fidibusse sich bewähren. Da wir jetzt ja anfeuern dürfen, werde ichs bald wissen 🙂

Übrigens: da ich noch nicht genug Schmutzwachs gesammelt hatte, hab ich einen Stumpenkerzenrest (Paraffin) dazugenommen. Geht natürlich ebensogut, und ist eine Art, recht sauber und müllsparend die Kaufkerzen-Reste zu verwerten. Da damit dieser Tipp auch für Ofenbesitzer umsetzbar ist, die keine Bienen haben, werde ich ihn bei Einab verlinken.

Hätte ich nicht den Sack vom Ofenbauer bekommen, hätte ich bei unserer Tischlerei nachgefragt. Oder die Inlets der Klopapierrollen benutzt: längs in 2cm breite Streifen reißen, aufrollen, mit Wachs tränken. Geht auch, ist bloß nicht ganz so aschesparend (was für einen Kaminofen ja völlig egal ist)


Falls ich mal Sägespäne kriege, hier noch, was das Äppelken in einem Kochbuch(!) entdeckt hat, ein Rezept für Holzanzünder nämlich. Ich zitiere aus ihrer mail:

Anleitung zur Herstellung von Holzanzündern aus Wachsresten:
Man braucht Sägespäne und Wachsreste im Verhältnis 1:4.
Wachs schmelzen, Sägespäne einrühren. Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (die möglichen, Müll sparenden Alternativen dazu kennt ihr ja alle, ne?) streichen, erkalten lassen. Platte in Stücke mit etwa 4-5 cm Seitenlänge schneiden oder einfach in Stücke brechen. Fertig. 🔥

Danke Dir, das liest sich sehr prima!


Und noch eine Idee, fiefhusen nutzt  alte Staudenstengel

Tag der (Haus)arbeit

Eigentlich war ja Himmelfahrt – aber da das Wetter so kacke war, haben wir das mal eben zum Tag der Arbeit gemacht. Dem Tag der Hausarbeit nämlich *g*

Ergebnis:

  • fünf Flaschen Rhabarbersaft (Dampfentsafter, stückig rein, bißchen Zucker dazu, warten, abfüllen – lecker!)
  • fünf Gläser Bärlauchpaste (nicht Pesto, Paste) Bärlauch schneiden, Olivenöl, Salz. Ab zum pürieren, mischen, fertig. Rezept bei und von widerstandistzweckmäßig. Diese 5 Gläser sind etwa von der doppelten Menge Bärlauch. Hält (hoffentlich) erheblich länger als das Pesto und kann dann, wenns keinen Bärlauch mehr gibt, zu lecker Pesto weiterverarbeitet werden.
  • zwei Gläser Schoko-Honigbutter. Die hatte a letztlich da, als wir bei ihr zu Besuch waren, und die war hmmmmm!! Also hat der Herr F., während ich mit meinem Rhabarber beschäftigt war, gemischt:

250g Butter, 125g  Honig, 3 gehäufte Teelöffel Kakaopulver (richtiges. Nicht Instantpulver), 1 Eßlöffel plus 1 Teelöffel Mandelmus, 1 Prise Salz. Alles mischen, fertig. Schmeckt besser als jedes Nußnougat.

Die Ausbeute ;-)

Die Ausbeute 😉

Dann noch abwaschen. Für mich genug Nahrungsmittelverarbeitung für die nächsten vier Wochen. Aber hat gelohnt!


Freitag: gute Nachrichten von Biens: das Mondvolk hat fleißig Weiselzellen zu bauen begonnen, es baut sich also eine neue Königin 🙂

 

Kleinvieh

KleinviehHeute mal wieder zum Thema „Haare“, und zwar deshalb, weil ich doch nochmal auf die Bürstensache zurückkommen muß: wer hier länger mitliest, weiß: meine normalen Haarbürsten (lackiertes Holzgerüst, Draht“borsten“ in Plastik) machten schlapp, und getreu dem Motto: wenn was neues, dann umweltfreundlicher begab ich mich auf die Suche nach der besseren Bürste. Das stellte sich als garnicht so einfach heraus, weil ich ein wenig Bange hatte, meine leicht verknotenden Haare eventuell vergeblich von Naturbürsten entfilzen zu lassen (wer weiß, daß so eine Naturborstenbürste schnell mal über 20 Euro kostet und dann natürlich nicht mal eben im Laden ausprobierbar ist, der weiß, warum ich mich vor dem Test scheute). Dann kamen die Haare ab – ein idealer Zeitpunkt zum umstellen – und natürlich fand ich von dem Moment an nirgends mehr Naturborstenbürsten … Murphy grüßt schön …. Wochen später kam Steffi zu Besuch – und fand eine Wildschweinborstenbürste auf dem Markt. Die hat sie mir mitgebracht, und ich dachte: Na prima- haste wieder für die nächsten 3 Jahre Ruhe. Mein Fazit nach vielleicht 14 Tagen lautete:

Meine Bedenken haben sich als halbrichtig herausgestellt. Tatsächlich komme ich zum normalen morgendlichen bürsten bestens zurecht. Auch verfilztes ist kein Problem, weder morgens noch nach der Wäsche. Aber: nach dem waschen kriege ich einfach keinen Scheitel hin! Ich war gewohnt, mit der Drahtborstenbürste alle Haare nach hinten zu kämmen – und schon fiel ein Scheitel einfach so auseinander! Das geht jetzt nicht mehr… Manchmal ist es dann ja doch zu etwas gut, wenn frau aufhebt und nicht sofort aussortiert… meine Lösung: es liegt seit Jahrzehnten (ehrlich!) noch ein roter Plastikkamm bei mir rum, der schon auf der Wegwerf-Liste stand.

Aaaaaber. Leider hat sich herausgestellt, daß die heftige elektrische Aufladung der Haare beim bürsten nicht, wie ich gedacht hatte, dem zu dieser Zeit wochenlang über Angeln liegendem Hochdruckwetter geschuldet war. Nein, das blieb so, und außerdem merkte ich, daß die Borsten leider wirklich sehr schnell fettig wurden – und von ihnen dann meine Haare. Ich habe die Bürste dann gesäubert, aber das hielt bloß kurze Zeit vor und war noch dazu recht schwierig zu bewerkstelligen. Und zugunsten einer Bürste öfter Haarewaschen? Nein, das will ich auch nicht (und wäre auch kontraproduktiv im Sinne des Umweltgedankens) Ebensowenig habe ich Lust, wöchentlich meine Bürste zu säubern (und mit säubern meine ich nicht „Haare raus“, das mach ich eh nach jedem bürsten) Ich ging also wieder auf Bürstensuche, beschließend, daß diese eigentlich ja tolle Haarbürste fürs obere Bad super wäre (in dem ich mich immer mal zwischendurch bürste) nicht aber für „jeden Tag und nach dem waschen“. Es dauerte diesmal nicht gar so lange, daß mir ein Waschbär-Katalog ins Haus flatterte. Waschbär beantwortete mir, was weder unser hiesiger Bioladen noch der Bürsten-Spezialladen (Fachgeschäft kann man dan wohl nicht sagen, wenn sie so schlecht über ihre Waren Bescheid wissen….), den es seit kurzem in Flensburg gibt, mir sagen konnten: aus welchem Material ist bitteschön der Borstenträger für Eure Holzborstenbürsten? Bei der Bürste, die ich mir nun also gekauft habe, handelt es sich da um Naturkautschuk. Steht im Katalog. Im Netz leider nicht.

Von Holz-Plastik-Draht über Holz-Wildschwein zu Holz-Naturkautschuk-Holz

Von Holz-Plastik-Draht über Holz-Wildschwein zu Holz-Naturkautschuk-Holz

Diese Bürste habe ich jetzt länger getestet, bevor ich etwas dazu schreibe 😉 Und was soll ich sagen? Immer noch genauso gut wie die Drahtbürste. Scheitel-geeignet, leicht zu säubern und ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Nun kann ich bloß hoffen, daß das mit dem Naturkautschuk nicht auf irgendeine andere, mir noch nicht bekannte Art wieder ganz fürchterlich ist. Man kann ihn wohl umweltverträglich gewinnen – oder nicht. Und das ist bei keiner Stelle ausgewiesen, bei der ich bisher Bürsten mit Kautschuk gesehen habe – denn wenn man erstmal weiß, daß das Zeug Naturkautschuk heißt, kann man durchaus auch günstigere Orte im Netz zum Einkauf finden als den Waschbären. Ein Beispiel findet Ihr, wenn Ihr den Link anklickt. Ich bin jetzt versorgt für die nächsten Jahre, aber vielleicht hilft es Jemandem… Diesen Beitrag werde ich wieder bei der Linksammlung von Einab einreichen. Ich habe mal die vom letzten Monat verlinkt (jeden Monat am 10. gehts in einem anderen Blog weiter), weil dort in den Kommentaren unglaublich viele Tipps und Gedanken zusammengekommen sind – lohnt sich, die mal durchzugucken!

Kleinvieh

KleinviehDaß man auf die allereinfachsten Sachen nicht von allein kommt….: unser Vanillinzucker ist aus. Ich habe Zucker in ein Glas gefüllt, ein paar Stücke Vanilleschote dazugetan, warte nun vierzehn Tage (den nächsten Vanillezucker brauchen wir eh erst wannweißichmal *g*) und habe auf ewig guten Vanillezucker. Doll.

Müllfrei, billig, besser:

  • Besser: Vanillezucker. Nicht Vanillinzucker: Vanillinzucker ist mit synthetischen Aromastoffen. Mein Vanillezucker ist „echt“.
  • Müllfrei: Im Laden gibts das in Papiertüten, mehrere zusammen in Plastik. Das spare ich mir jetzt.
  • Das ganze hätte ich sogar mit einem weiteren potentiellen Müll herstellen können: der bereits ausgekratzten Vanilleschote. Wir brauchen bloß nie Vanilleschoten, deshalb habe ich eine unausgekratzte, die da lange schon rumlag genommen.
  • Billig: Und wenn man den Berichten, durch die ich auf diese supereinfache Idee gekommen bin, glauben kann, kann man den Zucker eeeeewig immer wieder nachfüllen.

Danke an foolfashion, die Ideengeberin.


Aussortiert: weitere Fliesenreste. In einem anderen Kellerregal gefunden. Wo kommen die bloß alle her????