Neue Mitbewohnerin ;-)

Es ist ein Elend: das Haus (viel zu) groß, seit Jahren keine Putzhilfe zu finden, und nun auch noch ich seit über einem Jahr nur sehr bedingt einsatzbereit in Haus und Garten – der Herr F. kommt garnicht hinterher mit all den Aufträgen, die ich für ihn habe:

  • Hecken schneiden: „Könntest Du nicht bitte mal…?“
  • Holzteer streichen: „Ich würde ja so gern, aber – und es muß – kannst nicht Du….“
  • Arbeitszimmer wieder bewohnbar machen: „Ach, bitte – die Malerin hat keine Zeit, und ich kann doch nicht….“
  • undsoweiterundsofort

– und dann auch noch saubermachen!? Selbst das ist für mich erst unmöglich, dann schwierig gewesen mit der Schulter, letztens ging das meiste, aber nicht alles – und jetzt ists wieder nur in Etappen und bedingt machbar, wegen der Knochenhautentzündung.

Aber jetzt ist Hilfe da:

als teff und der GrafOlaf uns von ihren Saubären vorgeschwärmt haben, hab ich kurzentschlossen eine Bestellung aufgegeben – und seit drei Wochen saugt nun Ute das Haus.

Ute on tour

Ute?

Die echte Ute möge uns verzeihen, irgendwie blieb ihr Name (als Synonym für den sauberen Haushalt zu den guten Zeiten, in denen sie noch einmal wöchentlich hier wirkte) an unserer neuen Mitbewohnerin hängen *g*

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Schmodd dieses Dingen auch nach drei Wochen regelmäßiger Benutzung noch aufsaugt – und natürlich hilft das nicht nur, dem Boden eine gewisse Grundsauberkeit zukommen zu lassen: wo kein Staub am Boden ist, setzt sich auch weniger auf den Möbeln ab – und bleibt mir mehr Zeit und schmerzfreier Raum, abzustauben, Spinnweben zu entfernen, feucht zu wischen etc.

Wir mögen die Utes sehr – die echte wie die Nachfolgerin. Erstere wegen ihres netten Wesens, letztere, weil sie uns wieder das Gefühl gibt, nicht langsam im Staub zu versinken! Und selbst den Keller „schafft“ sie mit ihren kleinen rotierenden Bürsten vorn und der Saugwalze, der sie mit diesen Bürsten den Schmodd zuführt – dort ist es ja immer ein wenig feucht, es gibt Milliarden von Asseln und Spinnweben – kein einfaches Unterfangen, das sie prima wuppt! Wenn der Auffangbehälter voll ist, bleibt sie stehn, piept und schaltet sich ab, ebenso, wenn sie sich irgendwo festfährt – was nur ab und an passiert, weil sie zuvor mehrere Taktiken zur Befreiung nacheinander austestet. So verschwendet sie keinen unnötigen Strom. Prinzipiell ist sie immer angeschaltet, weil man sie auch programmieren kann, alle xy Stunden loszufahren – aber bei uns fährt sie, lädt – oder wir knipsen den Ausschalter.

Es gibt unterschiedliche Programme, die ganz nützlich sind, aber nuja – normalerweise drücke ich einfach ihren blauen Schalter – und los gehts. Da sie abwechselnd mit Stoß- oder Lichtsensor untewegs ist, mal per Zufallsmodus wendet, mal die Kanten abfährt kriegt sie erstaunlich viele Ecken und Winkel gesaugt. Dabei hilft natürlich, daß sie schön flach und rundlich ist.

Wir sind angetan – und da ich natur(garten-)gemäß was gegen Rasenmäherroboter habe, mich aber der optischen Faszination des zufallsgesteuerten fahrens trotzdem nie entziehen konnte, sitze ich auch manchmal einfach da und gucke beim fahren zu. Krieg ich bisher nicht genug von! *g*

Feine neue Mitbewohnerin, die!

Unsere Katzen sehen das allerdings anders. *g*

Elsa guckt genervt, verzieht sich nach oben (Stuhl, Sofa….) und wartet, wenn sie irgendwohin will einfach, bis Ute sich woandershin wendet, El Mauski aber hat ganz schön Bange! Inzwischen traut er sich mit laaangem Hals und gaaaaanz dünn in großem Abstand vorbei, aber geheuer ist Ute ihm noch lang nicht. Schade eigentlich – aber wir hatten schon geahnt, daß unsere Katzen nicht der Typ Unerschrockene sind, die auf Ute spazierenfahren….

„Mittlere Bevorzugung hellhäutiger gegenüber dunkelhäutigen Menschen“

Ups. DAS war frustrierend! Eben habe ich einen IAT-Test der Uni Harvard gemacht, bei dem man herausfinden kann, wie voreingenommen man ist. Ich habe den Test „Hautfarben“ gemacht. Der Test beruht darauf, daß man Begriffe oder Bilder Tasten am Computer schnell zuordnet. Beispiel: Wenn man sich vor Insekten ekelt, Blumen aber schön findet, wird man es leichter finden, eine Taste, die mit „Freude“ belegt ist beim Anblick einer Blume zu drücken und damit schneller sein, als wenn man die „Freude“-Taste drücken soll, wenn man ein Insekt sieht. Wie schnell man drückt zeigt so die Präferenzen, die das Hirn hat.

Und so wurde mir also am Ende des Tests (dazu gehören auch mehrere Fragen, die zu beantworten sind) mitgeteilt, daß ich voreingenommener bin als ich dachte. Ich hatte auf „schwache Bevorzugung“ gehofft, auf KEINE wagte ich nicht zu hoffen, nachdem ich per Zufall eine sehr interessante Doku über subtilen Rassismus gesehen hatte, in der auch dieser Test vorkam.

Selbst ausprobieren? Hier

Es gibt übrigens auch Testversionen über Sexualität, Wessi-Ossi, Länder…… auch da werde ich nach und nach mal schauen, wie mein Selbstbild mit den Auswertungen übereinstimmt. Spannend!!!

+++++

Und gleich noch ne Internet-Empfehlung, für alle die, die immer schimpfen, daß wir mit zwei Autos unterwegs sind und überhaupt, bei ihnen fahren die Bahnen ja auch nur alle halbe Stunde, ein bißchen Ungemach kann man schonmal auf sich nehmen für die Umwelt…. : SO ist das auf dem Land nämlich

(Und ja, ich weiß, man kann auch umziehen.)


Aussortiert, Tag 16, 5.3. Ein Zyklus-Kalender, drei Uralt-Ohrstöpsel, Staub und kaputte Gummibänder – ich habe meine Nachttischschublade aufgeräumt …. für was so ein „aussortiert“ alles gut ist! *freu*

Tag 17, 6.3. Eine Videokassette aus meiner (kleinen) Sammlung. Der Beschluß lautet: die Filme nochmal anschauen und beurteilen, ob das weg kann. Per Video aufzunehmen ist ja nun nicht mehr soooooo aktuell *g* Das täglich grüßende Murmeltier wird oft genug wiederholt, und das Schweinchen namens Babe fand ich jetzt nicht mehr soooo dolle – Müll.

Tag 18, 7.3. Achachach…. lange hab ich mir verkniffen, die kurze Hose (abgeschnittene rote Jeans, die an den Knien kaputt war), wegzutun. Es MUSS doch zu machen sein, nächsten Sommer wieder da rein zu passen. Viele Sommer lang war es nicht zu machen, inzwischen bin ich, FrozenShoulder sei Dank NOCH mehr aus den Nähten gegangen und sehe: manches muß frau einfach mal einsehen….Müll.

Endlich Schuhe, die….

  • auf Anhieb passen
  • bequem sind,
  • mir optisch gefallen, die außerdem
  • wasserfest sind,
  • nicht rutschig (unter normalen Bedingungen) und
  • warm!

Nachdem die letzten drei Paare, die ich gekauft habe, das nicht geschafft haben, bin ich bisher mit meinen neuen Winterschuhen (von Zaqq) richtig zufrieden 🙂 Nun muß ich noch die Füße dran gewöhnen: es sind Barfußschuhe, die soll frau langsam einlaufen. Es läuft sich tatsächlich anders drin, der Fuß rollt eher seitlich ab, und die Muskeln in den Füßen sind erstmal angestrengt, weil sie das nicht so kennen. Ich finde sehr angenehm, daß frau viel mehr vom Bodenbelag fühlt, obwohl nichts schmerzt, auch keine Bucheckern (die ich barfuß so garnicht ertrage)

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Jetzt müssen sie noch wasserfest BLEIBEN und einige Jahre halten.

Das hatte ich nämlich mit den letzten schönen und bequemen Schuhen: nach einem halben Jahr(!) waren die Sohlen gebrochen – und dadurch die Füsse naß, sobald ein My Feuchtigkeit den Boden benetzte. (Josef Seibel) Die anderen bequemen Schuhe (Helvesko) sind superrutschig, sobald es leicht feucht wird, und deshalb als Arbeitsschuhe untauglich (der Boden auffe Arbeit wird natürlich feucht, wenn KundInnen rein und raus laufen), und die Wanderschuhe (Timberland) waren nach etwa einem Jahr nicht mehr wasserfest (trotz Pflege und sogar Imprägnierung, und ich weiß nicht, wo genau die Feuchtigkeit durchkommt) und rutschen auf nassem Stein auch ….

Der Praxistest lief bisher prima, selbst auf Schnee oder frisch gefeudeltem Boden ist der Grip der Kautschuksohlen gut, nur auf den richtig glatten Fahrspuren rutsche ich. Aber das ist okay, für sowas gibts unterschnallbare Spikesohlen (Schnee, über den Autos fahren, der angetaut und dann wieder angefroren ist) Wasserdicht sind sie auch, selbst in tiefem Schnee und bei Pfützen im Regen. Die längste gelaufene Zeit bisher waren so um die vier Stunden. Leider fühlt sich rechts das Fell ständig so an, als hätte ich eine Falte in der Socke. Das ist lästig, weil ich unwillkürlich immer wieder den Fuß so zusammenziehe, daß ich die vermeintliche Falte nicht bemerke und der Fuß dadurch verkrampft. Unangenehm. Ich hoffe, das gibt sich, wenn das Fell etwas runtergetrampelt ist, denn wäre das nicht, hätte ich endlich DEN Schuh!! Eine anfängliche gereizte Stelle dort ist jetzt nicht mehr aufgetreten, es besteht also Hoffnung.

Ich bin übrigens auch schon barfuß im Schuh gelaufen, auch das ist relativ warm, aber ich fühle mich besockt wohler, weil das Fell barfuß recht rutschig ist. Ist wohl Gewohnheit.


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Tag 6 von 365: eine Outdoor-Fototasche. Klassischer Fehlkauf, ich dachte damals: wenn ich eine vernünftige Tasche habe, kann ich die Knipse immer gut mitnehmen. Daß ich das niemals tun würde, weil die Tasche wieder lästig ist (zu groß für die Hosentasche und baumelt beim umhängen), hätte ich mir denken können…. in den Sozialladen

Tag 7 von 365, heute: den Fotoapparat, den ich drin noch gefunden hab. Noch für zu entwickelnde Filme. In den Elektroschrott. Und die Batterie, die da drin war, zu den zu recycelnden Batterien.

Zimmerreise. Mit E wie Essen.

Vielleicht kennt Ihr auch das, daß ein bestimmtes Essen Euch an einen Ort, in eine Situation versetzt, sobald Ihr davon auch nur hört!?
Mir jedenfalls geht es so. Und hier ist mein persönliches Rezeptbuch, das ich schon habe, seit ich von den Eltern weg bin. Glaube ich. Kann auch sein, daß ichs in den letzten Monaten dort schon begonnen habe, ich bin nicht sicher. Eins von den damals so verbreiteten schwarzen mit roter Ecke. Irgendwann ist der Aufkleber drauf gelandet, um es schnell von anderen, genauso aussehenden Notizbüchern unterscheiden zu können (die es inzwischen nicht mehr gibt)

Drin eine Zeitreise durch meine verschiedenen Lebensstationen, an den verklecksten Buchstaben sieht man, daß das Buch viel benutzt wird – schließlich sind hauptsächlich Lieblingsessen drin! Viele Jahre lang hab ich mit Füller geschrieben, erst in den letzten Jahren nicht mehr, weil ich aufgegeben habe zu glauben, daß ich ohne zu klecksen kochen könnte *g*

1.Florentiner Topf.

Ein Rezept von Frau Ehlenbröker, der Mutter einer Schulfreundin. Von meiner Mutter häufig nachgekocht, weil sehr lecker. Aber nicht ganz unarbeitsreich, so daß ich ihn selten mache und immer noch gern serviert bekomme, wenn Muddern ihn auf Besuch daheim macht 🙂 Wo ist übrigens das Rezept von Zitronen-Joghurtspeise? Das gehört zum Elternhaus wie Hühnchen mit Reis oder selbstgeriebene Riievkooche mit Apfelkompott…. leider auch wie Spinat mit Spiegelei oder Erbsensuppe *g* Nudelsalat immerhin steht auch in meinem Büchlein, den Kaiserschmarrn hatte ich mir auch mal aufschreiben lassen – wo ist denn bloß das Rezept dafür gelandet? Im Büchlein jedenfalls nicht.

Mama!? Bitte um Wiederholungslieferung ….

2.Kartoffelgemüse

Stefan aus meiner ersten Mürschter WG hat das immer gemacht. Einfach und lecker! Und besetzt mit Bildern von Bobtail Jana, riesenhaften Großmarktpackungen Klopapier (die Margit von daheim mitbrachte) und dem Flugzeugkabinen-alles-aus-einem-Guß-beigebraunen Duschbad. Was wir dort sonst noch gegessen haben, weiß ich nicht mehr – nur daß in jedem, aber auch wirklich JEDEM Brot (und sei es im Rosinenbrot) irgendwo mindestens EIN Kümmel war. Einmal sogar in einem Stück Sahnetorte (das ich damals gern zum Frühstück aß)

3.Baileys, selbstgemacht

versetzt mich im Nullkommanix zurück in die 1. Flensburger WG. Weisste noch, Nix-Ofen-Freundin? 🙂 Den hab ich nicht oft gemacht. Aber leer war er immer SEHR schnell!! *g* Für Pflaumen aus dem Glas braucht man ja kein Rezept, aber Essen sind sie auch – das ich immer ganz unbedingt brauchte, wenn wir vom tanzen aus dem Roxy heimkamen…. Tapfere Freundin, die sich dann, nach 2 Uhr nachts, noch mit dazusetzte, um unsere nächtlichen Abenteuer durchzuschnacken, obwohl sie (im Gegensatz zu mir, die ich auch damals schon Spätdienste hatte und liebte) morgens in aller Herrgottsfrühe aufstehen musste

4.Käsesuppe

gab es nicht allzuviel später – aber der Ort ist ein anderer, an den ich reise: die gabs nämlich oft auffe Arbeit, damals. Im Bauernhof der Mürwiker Werkstätten. Ich arbeitete im Wohnheim dort (inzwischen nennt man sowas politisch korrekt Wohngemeinschaft), und ein prima mit den Küchendamen wochenends, wenn ich auch fürs sattwerden von 16(?) Personen zuständig war, herzustellendes Essen ist – Käsesuppe. Oder Rotkohlauflauf, auch den mag ich immer noch, auch der ist fest in Dollerup verortet – der Bauernhof steht inzwischen zum Verkauf. Schade!!

Tja, so könnte frau lang weitermachen. Es ist mir beim blättern aber auch aufgefallen, was fehlt: meine allererste Würzburger WG. Zu der gehören Grünkernfrikadellen. Weil man die so gut abends schon in eine Dose stecken kann, um sie sich am nächsten Morgen VIEL ZU FRÜH aus dem Kühlschrank zu holen, damit man in der Mittagspause der langen, harten Arbeit als Gemüsegärtnerin-Lehrling seinen Hunger stillen kann. Oder die Ruhnmark- und Munkwolstrup-WG, in der ich, ladypark sei Dank, nie kochen musste, aber immer gut gegessen habe. Ihr Geschnetzeltes hab ich noch in guter Erinnerung. Aber ladypark nicht, die, als ich sie mal nach einem Rezept fragte (Jahre her!!) nur meinte „keine Ahnung, ich koche ja nicht nach Rezept“. Tja.
Jetzt soll es aber wirklich genug sein, wer mehr Zimmerreisen lesen mag, klicke hier.

Lohnt! 🙂


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Tag 4 von 365, heute: Einlegesohlen von 3 Paaren Schuhe. Keine Ahnung, warum die nicht schon viel früher rausgeflogen sind. Immer dachte ich „vielleicht zieh ich die Schuhe ja doch nochmal ohne Einlagen an, dann brauch ich die. Tu ich seit Jahren nicht, und das eine Paar ist mit gebrochenen Sohlen sogar schon im Müll…..

Oh, bittebitte nicht!!!! :-(

Eben hat WordPress mir gedroht, daß ab 1. Juni für Alle der neue, verbesserte Editor freigeschaltet wird. Als Test hatte ich den ja vor einiger Zeit mal aktiviert und war schier verzweifelt (einerseits weil der FURCHTBAR ist, andererseits, weil ich den „Test“ nicht mehr beendet bekam), hier könnt Ihr es nachlesen *klick*

Ich hab Bauchweh 😦

 

 

Ein Wurzelspaten!!!

Bis zum Knickpflegeseminar wusste ich nichtmal, daß es sowas gibt….. einen Wurzelspaten!

Dort kam ich mit einer anderen Teilnehmerin auf das leidige Thema „invasive Neophyten“, und dann „Schneebeeren“. Sie hat sie nämlich auch – und sie hat einen Wurzelspaten. Und schwärmte mir davon vor. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, ich flitzte gen Eckernförde – denn dort sollte es das magische Teil zu besichtigen und zu kaufen geben.

Gab es auch. Hier ist er, der vielgenutzte:

Seit dieser Kerl im Garten ist tu ich mich tatsächlich leichter mit den ollen Ausläufern der Schneebeere! Bis zu einem gewissen Wurzeldurchmesser ist das Teil wirklich super! Wo man mit einem normalen Spaten buddelt und hebelt und ächzt, da geht der einfach durch und schneidet Seitenwurzeln einfach ab, so daß man den Stock deutlich leichter ausbuddeln kann.

Hier präsentiert er stolz sein neuestes Werk: wo vor Jahren die Weide gefallen war, hatte sich in den letzten Jahren ein Storchenschnabel erfolgreich gegen den Giersch durchgesetzt, aber jetzt – Schneebeerenausläufer trieben durch den gerade austreibenden willkommenen Selbstsiedler!

Bis der vielleicht 2x1m große Fleck so traurig-kahl aussah wie jetzt hat es bummelig zwei Stunden gedauert…. Den Storchenschnabel habe ich wieder eingesetzt, und man sieht ihn inzwischen schon stramm und grün vorlugen (die Aktion ist über eine Woche her) Ich hab aber auch gegossen, es ist knochentrocken hier, dabei windig…. und kein Regentropfen in Aussicht, wieder mal….

Einen Nachteil hat der Wurzelspaten allerdings: die Innenseiten des gegabelten Blattes sind schön scharf geschliffen gewesen – das nutzt sich jetzt natürlich schon ab, und ich bin nicht die Frau, die gut nachschleifen kann, ebenso wie der Herr F. nicht der geborene Schleifer ist. Wir haben uns das Procedere schon mehrfach zeigen lassen, vom Jäger-Freund, der ja auch seit Jahren selbst Messer schmiedet, wunderschöne Teile mit Holz- oder Horngriffen und scharf wie Nachbars Hasso 😉 Aber bei uns will nichts richtig scharf werden, obwohl wir meinen, es genauso zu machen wie gezeigt *seufz*

Vielleicht nehm ich den Spaten demnächst mal auf ne Stippvisite mit-. Wir treffen uns ja eh nur mal draußen und auf Abstand, da kann man sowas vielleicht einfach mal nebenher machen – lassen 😉

Was ist ein Test?

Wenn Euch Jemand fragt

möchtest Du mal ausprobieren, ob es Dir taugt, einen Automatik zu fahren statt des gewohnten Autos mit Schaltgetriebe? Vielleicht findest Du’s ja toll!?

Und Du sagst

Okay, kann ich ja mal testen

Dann heißt das nach meinem Verständnis: ich setz mich mal rein und fahre ein paar Kilometer, und dann kann ich sagen „ohja, fein, der ist ja super“, oder ich sage „oh, Kacke, das paßt mir aber garnicht, ich will zurück in mein gewohntes Auto!!“

WordPress scheint das anders zu sehen.

WordPress hat mich gefragt, ob ich mal den neuen Editor testen mag, und weil ich aus bisheriger Erfahrung schon Bauchgrimmen bekomme, wenn ich von WordPress nur das Wort „neu“ höre, hab ich mir gedacht „okay, Fjonka, bevor Du jetzt schon genervt bist, daß irgendwann wieder so eine Katastrophen-Änderung auf Dich zu kommt, guckst Du Dir den halt mal an. Vielleicht ists ja nicht so schlimm, dann kannst Du es ruhig auf Dich zukommen lassen. Oder Du überlegst echt mal, ob Du irgendwo anders hin wechselst.“

Gesagt, getan – festgestellt: ohweh, das ist richtig, richtig blöde!!! Verkomplizierung ohne Nutzwert! Verdammt!!! Ich wollte den Test beenden – aber, und jetzt wird es erst richtig blöde: nirgends gehts zurück zum alten Editor!

Ich konnte es erst nicht glauben, aber es ist wohl wirklich so: wenn WordPress fragt

Möchtest Du testen?

Dann meint das

Laß mich Dir etwas neues dauerhaft aufzwingen

Ich komme tatsächlich aus der Nummer nicht mehr raus 😦

Ich hab schon alles mögliche probiert:

  • auf der Seite im Dashboard nach dem entsprechenden „klick“ zu suchen natürlich als erstes,
  • mir dort den „Erklärbär“ zum Editor anzusehen, der ALLES erklärt außer was der Sch*** soll und wie man da wieder rauskommt
  • Cookies und Browserverlauf zu löschen
  • und, nach einem Tipp aus dem BC-Forum, ein entsprechendes Plugin zum deaktivieren des neuen Editors zu nutzen – aber Plugins installieren geht nur auf kostenpflichtigen Seiten….

Nach zwei Tagen, nach unendlicher Sucherei und sinnlosem Herumgeklicke, nach genervtem Gefluche und, ja, nach „den Tränen nahe“ – Abbrüchen habe ich jetzt immerhin herausgefunden wie man innerhalb dieses neuen Kack-Editors an die Funktionen herankommt, die ich als elementar und ganz normal empfinde und deshalb unkompliziert weiter nutzen möchte – sowas wie kursiv oder fett zu schreiben, ein Wort farblich abzusetzen, eine Liste anzulegen …… – all das ist im neuen Editor nur auf komplizierteste Art und nicht, wie zuvor, eben mal nebenher erreichbar. Ich habe jetzt aber immerhin rausgefunden, daß es möglich ist (wenn auch, weil nicht von vorneherein angeboten, offenbar unerwünscht), innerhalb der

wunderbaren, neuen Welt der Blöcke

(Zitat WordPress, ich könnte kotzen!!)

auf Umwegen an einen Block namens „classic“ zu gelangen, der ähnlich einfaches schreiben wie zuvor zuläßt. Das hat mich allerdings Stunden sinnlosen Genervs gekostet. Und wird vor dem schreiben jeden neuen Beitrags einige Zeit beanspruchen, um genau dorthin zu gelangen, wo man vorher automatisch war. Fast genau – denn ein paar Dinge funktionieren trotzdem nur über mehr klicken und umständlichere Prozeduren. Wahrscheinlich sollte ich dankbar sein, daß sie überhaupt funktionieren, denn – dem geschenkten Gaul…. aber wenn der geschenkte Gaul vorher ein freundlicher, angenehm zu reitender war, der jetzt gegen einen bissigen, buckelnden ausgetauscht wurde, dann ist das mit der Dankbarkeit schwierig.

Also, liebe Leute – sollte Euch eine Website je fragen, ob Ihr irgendetwas ausprobieren wollt: ich warne Euch! Tut das nur, wenn Ihr sicher seid, im Zweifelsfall das auszuprobierende auf Dauer ertragen zu können! Denn wer weiß schon, welche alternativen Bedeutungen Eure Website dem Wort „Test“ verleiht…….


P.S.: Natürlich könnte ich jetzt zu zahlen beginnen, dann könnte ich das Plugin herunterladen, das dazu führt, daß ich wieder wie zuvor meine Beiträge schreiben kann. Aber dort, wo ich nachgelesen hatte steht auch, daß auch zahlenden Menschen diese Möglichkeit nur noch kurz offenstehen wird. Denn WordPress hat angekündigt, die Welt bald schon vollständig zwangszubeglücken. Der neue Editor wird eingeführt – nicht als Wahlmöglichkeit, sondern alternativlos. Das bringt also auch nichts.


PPS Hallelujah! Auf absolut unlogische Art KANN man aus der Nummer raus, wattundmeer hat mich in den Kommentaren drauf gebracht, dankedankedankedanke!!!! :-))))))))

Der lange Weg zum Tivoli

Schon länger hatten wir gespart, Ziel waren vernünftige, aber kleine Boxen fürs Wohnzimmer. Nun war da so ein Tag…. so einer, von denen….., und an so einem Tag faßte ich den Entschluß: so, los jetzt:
wi fohr’n to Mediamarkt
und gucken nach Boxen.

Kapitel eins
In der neuen Zeit

Mediamarkt war’s dann nicht, sondern die Konkurrenz aus demselben Hause – allein, daß das so war (bzw daß wir beide dachten, an diesem Ort sei eben ein Mediamarkt) zeigt schon die Wichtigkeit von Elektronikmärkten für mich/ uns: sie liegt bei knapp über null *g* und dementsprechend selten halten wir uns auch dort auf. Das wiederum führte zu ziemlichem Erstaunen, als wir feststellen mussten: Boxen? Sowas scheint man heutzutage nicht mehr zu benötigen – es gab genau 3 Sorten, und die waren nicht klein, sondern im Gegenteil ähnlich sperrig wie die bei uns daheim bereits vorhandenen (Die deshalb seit 20 Jahren aus dem Nebenzimmer tönen, zumindest der Subwoofer, seit ich die richtig großen aussortiert hatte, weil die Hochtöner nicht mehr gingen und die etwas kleineren rübergepackt….. was bedeutet, daß man Musik nur noch bei geöffneter Scheibetür gut hören kann, was im Winter sehr energieverschwendend ist….)
Hmmmmm…. wir gingen also weiter.
Da- da sind doch auch noch Boxen!?
Näher ran, stehen da kryptische Wortfolgen, aus denen der Herr F. immerhin zu schließen vermochte, daß das zwar Boxen sind, abr solche, die per irgendwas mit Smartphones oder Computern verbunden werden – also nix für uns.

Frust auf der ganzen Linie.

Beim rausgehen kamen wir an Radios vorbei – halt!! RADIO!! Also, wenn wir schon in der Stadt sind, dann könnten wir doch….. unser altes, schönes Röhrenradio ist nämlich seit einigen Jahren nur noch Deko, weil es nach einigen Minuten sowas von seltsam rumbrummt, daß es nicht auszuhalten ist. Oder wahlweise ganz ohne Bass spielt – was auch Sch*** ist. Und da war der Gedanke schon länger da, sich so ein Radio anzuschaffen, wie ichs von der Freundin kenne – sieht schick aus, ist schön klein und hat guten Sound. Tivoli heißt es.

Kapitel zwei
Die Ausschaltung der kleinen Verkäufer

Also fuhren wir zur Roten Straße, denn dort im Kontorhaus gibt es diese Radios seit Jahr und Tag, und immer stand ich bewundernd davor – heute also sollte der Tag sein, an dem ich endlich zuschlagen würde.
Aber was ist DAS?
Auf dem Platz, an den die Tivoli gehören, steht anderes? Und auch sonst sehe ich sie nirgends!?
„Ja, das ist so eine Sache“, verkündet die Verkäuferin, „die Firma Tivoli hat beschlossen, daß wir und alle anderen kleinen Läden faktisch ihre Radios nicht mehr verkaufen dürfen – weil sie nur noch mehr als 50 (? Wir wissens nicht mehr genau, VIELE jedenfalls) auf einmal abgeben, und das können wir nicht!“
Oh.
Und wohin jetzt?
„Das tut mir leid, das weiß ich auch nicht. Hier in Flensburg ist niemand mehr, vielleicht in Hamburg?“

Kapitel drei
In Hamburg – oder im Internet.

Also ins Internet (nachdem ich kurz mit mir gerungen habe, denn im Grunde gehört so ein Verhalten natürlich mit Boykott bestraft. Aber.) Im Internet stellte sich dann raus: wenn schon, denn schon: die Dinger gibt’s inzwischen auch mit Bluetooth-Funktion (was heißt: der Herr F. könnte im Radio seine Musik vom Fairphone aus abspielen) Kostet bloß 20 Euro mehr. Bestellt.

Das war vor Weihnachten, der Händler schrieb im Netz, ab 3.1. werde geliefert.

Kapitel vier
Schöne neue Versandwelt

Januar wurde es. Geliefert wurde aber nicht!
Anfang Februar hat der Herr F. angerufen – nö, die haben noch(!) keine Radios da – ob er stornieren wolle? Ja.
Ich, ziemlich stinkig, musste mich belehren lassen, sowas sei normal: die schreiben einfach nicht hin, daß sie garnichts auf Lager haben, sonst würde ja Keiner bestellen, und sammeln dann, bis genug Bestellungen da sind.
ICH nenne das Beschiß, aber offenbar wird das so hingenommen…..
also nochmal weitergeguckt, nochmal woanders bestellt, wo ausdrücklich stand „auf Lager“ – und tatsächlich stand binnen weniger Tage das Radio auf dem Tisch.

Kapitel fünf
Juchu!
Oder???

Wunderbar – hübsch isses, guter Sound, Antenne, die jede Menge Sender bekommt –
aber es läßt sich nicht mit dem Fairphone verbinden! Und auch nicht mit dem zum testen geliehenen Smartphone der Bekannten. Beide Telefone sagen, im Umkreis gebe es kein Bluetooth-fähiges Gerät.

Tags drauf ruft der Herr F. die Firma an, ob sie eine Idee haben, aber eigentlich ists ganz einfach: Knopf auf „Bluetooth“-Stellung – dann findet das sendende Gerät das Radio, und los geht’s. Kann man nicht viel falsch machen, wird wohl was kaputt sein….. das sagt dann auch die Firma und empfiehlt, den Händler zu kontaktieren, um das Gerät umzutauschen

Kapitel sechs
Hotline oder nicht hotline- das ist hier die Frage

Und die Antwort lautet: Nicht hotline! Puh! Glück gehabt! Am Telefon ist der Händler selbst! Am selben Tag haben wir einen Retourschein in der Mail, natürlich behält sich der Herr Harrer (so heißt auch der Shop – und das ist jetzt eine Empfehlung!!) vor, das nachzuprüfen. Wir schicken das Gerät weg, zwei Tage drauf eine Mail: ja, es ist kaputt, Ersatz ist in der Post, und

Kapitel sieben
Ende gut, alles gut

schon am Tag drauf steht unser neues Radio an seinem Platz. Es ist wirklich ganz einfach: Bluetooth-Knopf gedreht, schon findet das Fairphone Verbindung und des Herrn F. Musik dudelt aus dem Radio……. Super Sound für so ein kleines Dingen, wir freuen uns!!

Kapitel acht:
Zwei Wochen später

Jepp, das war eine gute Investition von Zeit, Geld und Nerven: inzwischen habe ich auf des Herrn Fairphone eine eigene, ständig erweiterte Hör-Liste, mit der ich von Bob Dylan, Schandmaul, Bowie und ähnlichen Verirrungen in des Herrn Hörwelten verschont bleibe und fühle mich fast wieder in Zeiten der geliebten Mix-Kassetten zurückversetzt. Leider hat der Herr F. nur meine Original-CDs auf sein Phone überspielt, nicht die ganzen gebrannten, und so vermisse ich noch viel Lieblings-Mukke – aber nuja, ich kann die Liste ja eh nur abhören, wenn er daheim ist. Daß das Radio mono spielt, hört man nur bei ganz wenigen Stücken, der Sound ist prima, und uns macht das neue Spielzeug Spaß.

Designwelten

p1070945Damals. Lange her, ich tippe mal auf Mitte 90er. Ich hatte selbst noch keinen Computer, aber ich hatte einen guten Freund. Und dieser Freund hatte zusammen mit einem hauptberuflichen Computerseitenmacher (Ihr wißt, was ich meine – ich aber weiß den Namen dieses Berufs nicht, sorry) eine Website für seine Leder-und Fellbekleidungsmanufaktur auf die Füße gestellt. Lange hatten sie daran herumgebastelt, der Freund inhaltlich, der Computerseitenmacher (den Herrn F. gefragt. Er sagt, sie heißen wohl Webdesigner) programmierend. Dann hatten sie sich zusammengesetzt, der Freund war inzwischen glücklich über das Ergebnis, und ich war auserkoren, die Testerin zu geben, bevor die Seite online gehen sollte. Man gab mir also die URL, ich gab ein, klickte – und es erschien eine große, grüne Seite mit einem hübschen Foto samt Namen und Logo der Firma. Und sonst nichts.

Und sonst nichts!

Ich, die ich zuvor erst vier-, fünfmal im Netz gesurft war, schaute mir die Seite an und versuchte, ein anklickbares Menü zu finden. Es gab keines. Hm, dachte ich, und sagte (etwa) „Du, das ist ja wirklich hübsch. Aber man sieht ja nur eine einzige Lederhose, und es ist nichtmal eine Telefonnummer da, wie soll denn da Jemand was bestellen?“

Fassungslose Gesichter beim Freund und beim Computerseitenmacher, der natürlich dabei war.

Was ich dort sah, war die „Eintrittsseite“, damals ein sehr beliebtes, todschickes Designelement. Hätte ich einfach IRGENDWO auf die Seite geklickt, hätte sich die ganze restliche Pracht, samt anklickbarer Menüs, geöffnet – aber das wusste ich weder, noch wäre ich auf die Idee gekommen!


P.S.: es wurde ein kleines, sichtbar anklickbares „Hier geht’s zum Shop“ (oder so) eingefügt. Mir wurde sehr gedankt, aber ich kam mir doch ziemlich blöd vor. Angesichts der Klientel für den Laden (hauptsächlich Förster und Jäger, für die der Freund spezielle, warme Leder- und Fellkleidung herstellt. Nicht gerade Computer-Nerds, die durch Anzeigen in der schönen Zeitschrift „Wild und Hund“ auf des Freundes Seite aufmerksam gemacht wurden *g*) war mein Feedback allerdings sicherlich tatsächlich hilfreich…

 

Fjonka mbsrt

Bin fast ein wenig froh, daß ich schon vor zwei Jahren auf meinen MBSR-Kurs gekommen bin – derzeit rollt die Welle der Achtsamkeit durch alle Blogs und Foren, und ich glaube, hätte ich’s nicht vorher ganz allein und zufällig entdeckt, und unter dem für mich „einfacheren“, weil keine Eso-Assoziationen erweckenden  Namen (Mind Based Stress Reduction), dann würde mich das jetzt eher abschrecken.

gaaaanz entspannt im Hier und Jetzt

Dabei ist es doch wirklich was richtig gutes, hilfreiches – und so vielfältig in der Umsetzung, daß es leicht ist, Dinge zu finden, die Einem liegen. Für mich hat sich herausgestellt, daß ich gut runterfahren kann, wenn ich mich auf eine bestimmte Wahrnehmung konzentriere. – Wer lauscht (zB), der kann nicht denken – das Karussell stoppt kurz. Und wenn man das übt, dann kann man’s selbst ohne allzuviel Dranbleiben (ich habe NICHT geschafft, was sicher toll wäre: sich täglich 20 Minuten dafür zu nehmen) auch nachts (zB), wenn man im Halbschlaf ängstliche Karussellfahrten macht. Andere atmen. Oder essen. Oder gehen. Oder schnippeln (Essen) Also- atmen oder essen oder schnippeln NUR.
Damit wird geübt für das, worum es eigentlich geht: Im ganzen Leben innerlich nicht dauernd an mehreren Stellen gleichzeitig zu sein, sondern der Sache, die man momentan tut, die volle Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht leicht!

Der zweite Punkt ist: nicht zu bewerten. Zu bemerken, was gerade passiert, aber das nicht zu bewerten. Auch nicht leicht. Wie schnell schimpfe ich mit mir selbst, wenn schon wieder die Gedanken abschweifen. Wie oft sage ich innerlich „Jetzt stell Dich nicht so an“. Undsoweiter.

Zusätzlich habe ich mir ein Buch gekauft, in dem es viele Übungen gibt. Vorgeschlagen wird, immer eine Woche lang eine zu wiederholen.  Manche krieg‘ ich hin (Immer wieder mal was mit links statt mit rechts machen. Oder mehrfach täglich auf seine Körperhaltung zu achten – und sie ggfls zu korrigieren, weg vom fläzen), andere nicht (1x täglich irgendjemandem ein ernstgemeintes Kompliment zu machen. Kam ich mir blöd bei vor, so mit Vorsatz. Oder eben alle Mahlzeiten bewußt NUR zu essen. Furchtbar! Hab ich nichtmal EINE Mahlzeit lang hingekriegt *g*Aber der Test ist allemal interessant. Wieso zB komm‘ ich mir blöd dabei vor, Jemandem was nettes zu sagen, bloß, weil ich’s mir vorher vorgenommen habe? Sowas…)

Persönliches Fazit nach zwei Jahren MBSR, angefangen mit angeleitetem Kurs, dann auf eigene Faust fortgesetzt: Ja, es hilft weiter, aber ich benutze das ganze vielleicht zu sehr zweckbezogen. Als Hilfsmittel in den Momenten, in denen es mir nicht gut geht. Das ist mir lange nicht aufgefallen, erst in den letzten Wochen eigentlich. Wenn ich wirklich möchte, daß es mir gut geht, werde ich dranbleiben müssen, mir auch zu normalen Zeiten, im Alltag, bewußte Momente einzubauen. Daß mir das jetzt aufgefallen ist, ändert ja an sich schon etwas. Ich bleibe dran….

Wer sehr gestresst oder schlecht drauf ist, wenn er auszuprobieren beginnt, dem empfehle ich dringend einen angeleiteten Kurs. Wenn man zehn Wochen lang einmal wöchentlich drei Stunden lang sowas macht und „Hausaufgaben“ bekommt plus Theorie, das verändert tatsächlich allerhand zum besseren. Allein wird das auch mit CDs und Büchern so nicht funktionieren, schätze ich. Und die Krankenkasse bezahlt das sogar! Aufbauen kann man dann ja allein, je disziplinierter, desto hilfreicher.

Nur zu, auch wenns noch so modern ist, denn nicht alles, was trendy ist, ist auch gleich schlecht
sagt

Fjonka
die Trendsetterin
*g*

P.S. welches Wort ist eigentlich hip grad? Trendy und hip sowie modern sind’s jedenfalls nicht, schätze ich *g*

 

…könnte ich auch mal wieder machen….

schmeckt nämlich ausnehmend gut: Knäckebrot nach geschenktem Rezept. Die Fotos sind vom letzten Jahr, da hab ich’s einige Male gemacht und für so gut befunden, daß ich’s Euch immer mal vorstellen wollte. Fotos anklicken zum vergrößern – dann kann man auch das Rezept lesen. Eines mach‘ ich anders: ich breche Stücke, nach dem backen. Zusatzinfo: es schmeckt auch in anderer Körnerzusammensetzung wunderbar 🙂

Kleinvieh

KleinviehEine Biokiste mit für diese Jahreszeit ungewöhnlichem Inhalt hat mich veranlaßt, mal wieder etwas auszuprobieren: einen Badreiniger aus Orangenschalen!

Das Rezept stammt, mal wieder, von langsamerleben – Leute, macht’s wie ich und schreibt Euch die für Euch interessanten Sachen raus da – sie hat zu bloggen aufgehört und überlegt leider, das Blog über kurz oder lang sogar zu löschen 😦 *Klick*

Aber jetzt mein Erfahrungsbericht (und natürlich das Rezept):

Rezept:

  • Schalen von Zitrusfrüchten (Orangen, Zitronen, Grapefruit…) in ein
  • Glas tun, mit
  • Essig bedecken. Zwei Wochen ziehen lassen, durch ein
  • Küchentuch in eine passende
  • Flasche (für mich paßt die Sprühflasche) abfüllen
  • 1:1 mit Wasser verdünnen
  • Fertig.

 

Hier isser, vor dem abseihen:

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild nach Orange.

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild statt wie zuvor nach Essig.

Nutzwert: vorhanden. Funktioniert genauso gut oder schlecht wie der Frosch-oder terra-Badreiniger, den wir vorher hatten. Offene Frage: ob die (Plastik-)Badewanne den wohl abkann, oder ob er für die zu agressiv ist. Vorsichtshalber putze ich die lieber mit Neutralreiniger. Aber im gekauften Badreiniger, auf dem extra steht, daß auch Plastik gehe, ist Zitronensäure drin, insofern bin ich vielleicht zu ängstlich. Weiß nicht….

Übrigens kann man den nicht nur fürs Bad nutzen, sondern auch um Flächen sauberzuwischen, den Kühlschrank auszuwaschen, Waschbecken woanders als im Bad zu säubern 😉 oder als Sauber-Zusatz beim staubwischen….

Obwohl’s „geklaut“ ist, ist es doch etwas, das unser Leben wieder etwas müllfreier und nachhaltiger macht – deshalb darf dieser Beitrag auch mal wieder zur aktuellen EINAB wandern

 

 

Unkompliziert und schnell

Brief von der „Schleswig-Holstein Netz AG“. Soll meinen Zählerstand (Strom) ablesen. Früher kam da immer Jemand klingeln – die Zeiten sind vorbei. Seit einigen Jahren gab es einen Brief mit Kärtchen zum zurückschicken. Kennt man ja, daß solche Arbeiten an den Kunden ausgelagert werden.
Füllte also das Kärtchen aus, Briefmarke drauf, ab in den Kasten. Dauerte keine fünf Minuten.

Nun ist da auf dem Brief aber ein QR-Code drauf, unkompliziert und schnell online den Zählerstand eingeben steht da. Und ein Smartphone ist ja inzwischen im Haushalt vorhanden und sogar mit liebevollem Spitznamen versehen (Fönchen) Hoho, das will ausprobiert sein!

Fönchen an, App an, QR-code gescannt, klappt prima, uiuiui – aber was ist das? Es lädt—– und lädt—— und lädt———- leitet weiter – und zeigt eine leere Seite an. Kann nicht sein, geht doch unkompliziert und schnell, das? Da hab ich sicher was falsch gemacht.
Zweiter Versuch. Dasselbe Ergebnis.
Dritter Versuch mit anderem Browser – vielleicht liegts ja am Adblock. Dasselbe Ergebnis.

Gehe also zum Computer. Gebe die Internetadresse ein. Es lädt—– und lädt—— und lädt———- leitet weiter – und zeigt eine leere Seite an. Versuche es über die Homepage. Keine andere Möglichkeit vorhanden. Inzwischen ist eine Viertelstunde vergangen, außerdem bin ich schwer genervt.

Ich fülle das Kärtchen aus. Dauert keine fünf Minuten. Aber ’ne Briefmarke tu‘ ich da dies‘ Jahr nicht drauf!

 

 

Pudding

Ich zitiere hier mal eine Mail, die ich zum Thema „Pudding ohne Oetker und Co“ bekam, erstens, weil sie interessant ist und zweitens, weil ich immer so schlecht bin im mail-aufheben und die schon fast untergebuddelt war. Musste lang suchen…. also, Merkzettel und Anregung hier:

@Pudding: Liebe Fjonka, da muss ich doch mal reingrätschen in die Puddingpäckchendiskussion. In einen richtigen Pudding „wie von früher“ gehört keine Stärke. Das ist eine Erfindung der (Nach-)Kriegshausfrauen, weil Eier knapp waren und Stärke billig bzw. beim verarbeiten von Kartoffeln angefallen ist (als es noch keine Knödel/Rösti/Reibekuchenpäckchen gab).
 Das hab ich sogar noch in der Ausbildung gelernt (das gute bayerische Kochbuch, das verpasst einem Grundlagen die will man gerne wieder vergessen, aber man kanns nicht *gg)
Zum Beispiel so:
125g Zartbitterkuvertüre (im Wasserbad schmelzen lassen)
2 Eigelbe mit 2 El Zucker (den am besten fein feiner am feinsten oder vermahlen bei Mascovado) im heißen Wasserbad schaumig schlagen, die flüssige Schoki unterheben
150 ml aufgekochte Milch nach und nach unterrühren
2 El Schlagsahne unterheben
in Gefäße verteilen, erkalten lassen und fertig.
Das geht auch mit weißer Schoki und gemahlener Vanille. Vanille in der dunklen Schoki schadet auch nicht. Oder ein wönziger Schlock Rum. Oder Zimt und ne Prise Nelken oder was einem grad so einfällt. Kardamom. Mommmmmmmmm.
Wer eine Mousse haben will, schlägt den Eigelbschaum, sobald er fest ist, im kalten Wasserbad wieder kühl, die Schokolade muss auch nur noch handwarm, also gerade noch flüssig sein.
Statt Milch 150 ml geschlagene Sahne dazu und die Eiweiße, steif geschlagen, am Schluss darunter rühren. 20 Min im Tiefkühler schaden dann nicht. Und dann ab in den Kühlschrank oder ins Mäulchen.
Ach ja: da in den Puddingsen und Moussen soviel Milch und Sahne drin sind, darf die verwendete Schokolade ruhig sehr dunkel sein, sonst wirds nur bäppsüß. Ich empfehle Kuvertüre von Zotter obwohl teuer (dafür Biofair), man bekommt sie in etwa 10er Abstufungen bis 100%, auch in der Sojavariante.
Ein Test steht noch aus, ich bin mir sicher, daß das super schmecken wird – allerdings bin ich mir nicht sicher, daß ichs je testen werde, weil es ja doch eine Heidenarbeit ist (ich sag nur: „Wasserbad“!!), da ist die Variante mit Stärke dann doch einfacher zu machen. Der Herr F. hat ja manchmal Sinn für komplizierteres kochen (und eine Schwäche für Pudding) – vielleicht liest der  das ja, und ich profitiere 😉

Birkenporling

2. November

Der Herbst steht im Zeichen des dörrens….. nachdem weitere 3 Kilo Quitten „verbrotet“ sind, zwei Bleche Kirschmus verfruchtledert, zusätzlich zu den Apfel-Fliederbeer- und Mirabellen-Chargen, kamen nun auch noch Pilze in die Dörrgitter:

Der Birkenporling, so hatten wir’s gehört, sei gut bei Magenbeschwerden. Und jetzt klingelte es an der Tür, und die beiden, die im letzten Jahr einen Bienenschwarm von uns bekommen hatten, und zu denen seither der Kontakt nicht abgerissen ist, weil wir uns gut verstehen, standen dort. Er kennt sich beruflich super mit Bäumen aus und hatte angeboten, irgendwann mal einen Birkenporling mitzubringen (denn mit Baumpilzen kennt er sich auch aus) – nun hatte er also wirklich dran gedacht, und ich kann testen.

Aber vor dem testen kommt das verarbeiten: in 4-5mm dicke Scheiben schneiden und trocknen, bis sie beim brechen richtig knacken.

drei Porlinge

drei Porlinge

geschnitten und auf drei Dörrgitter verteilt

geschnitten und auf drei Dörrgitter verteilt

fertig getrocknet - und in der kleinen Dose auch gemahlen.

fertig getrocknet – und in der kleinen Dose auch gemahlen.

und dann als Tee aufgießen und ‚runterkriegen (die Geschmacksbeschreibungen reichen von ein wenig wie Hühnersuppe über pilzig mit leichter Bitterkeit im Nachgang bis eklig bitter) – man darf gespannt sein…. also los, hier heißt es:

Man übergieße 2 bis 3 Teelöffel davon mit 0,5l kalten Wassers. Es wird bis zum Sieden erhitzt. Dann lässt man es 20 bis 30 Minuten lang leicht köcheln. Danach abseihen.

Das habe ich also getan, und dann vorsichtig gekostet – und festgestellt: kann man problemlos trinken, aber ich schmecke einzig (und zwar wirklich einzig) bitter. Nicht schlimm bitter, aber eben bitter. Ohne Beigeschmack. Ich hab im allgemeinen nichts gegen bitter als allgemeine Geschmacksrichtung einzuwenden. Ich mag Pampelmusen, bittere Schokolade lieber als Milchschokolade und auch bittere Medizin nehme ich lieber solo ein als zB auf Zucker. Allerdings habe ich noch nie „bitter ohne Geschmack“ gekostet.  Tja. Nun werde ich das also mal drei Wochen lang testen, wie empfohlen, und schauen, ob ich irgendwas merke. Und wenn ja, was.

4. Dezember

Okay. Das war der Plan.

Erstens kommt es anders…. nach dem oben beschriebenen allerersten Versuch ging das nicht weiter mit mir und den Birkenporlingen – denn:

am nächsten und sogar noch am übernächsten Tag hat ALLES, was ich aß oder trank, bitter geschmeckt. Am dritten Tag wurde es deutlich besser, und dann war’s vorbei. Ob das nun vom Birkenporling-Tee kam oder davon, daß ich gleichzeitig einen Rückfall hatte, was mein „Magen-Darm“ anging, das weiß ich nicht. Mehrfach schon hatte ich einige Tage lang leichte Magenkrämpfe gehabt oder andere Magen-Darm-Probleme, seit ich den Spuck-Tag im Oktober (?) gehabt hatte, so auch dann ab dem 3.11. wieder.

Also hatte ich mir vorgenommen, mit weiteren Porling-Tests abzuwarten, bis endlich wirklich Schluß wäre mit der Magen-Darmerei. Und das ist immer noch nicht der Fall einerseits, und andererseits war diese „Bitterkeit“, von der ich nicht sicher bin, ob sie vom Porling kam, so abschreckend, daß ich mich noch nicht wieder drangewagt habe.

Frage: hat hier schonmal Jemand sich am Birkenporling versucht?

Adventskalender