…könnte ich auch mal wieder machen….

schmeckt nämlich ausnehmend gut: Knäckebrot nach geschenktem Rezept. Die Fotos sind vom letzten Jahr, da hab ich’s einige Male gemacht und für so gut befunden, daß ich’s Euch immer mal vorstellen wollte. Fotos anklicken zum vergrößern – dann kann man auch das Rezept lesen. Eines mach‘ ich anders: ich breche Stücke, nach dem backen. Zusatzinfo: es schmeckt auch in anderer Körnerzusammensetzung wunderbar 🙂

Pudding

Ich zitiere hier mal eine Mail, die ich zum Thema „Pudding ohne Oetker und Co“ bekam, erstens, weil sie interessant ist und zweitens, weil ich immer so schlecht bin im mail-aufheben und die schon fast untergebuddelt war. Musste lang suchen…. also, Merkzettel und Anregung hier:

@Pudding: Liebe Fjonka, da muss ich doch mal reingrätschen in die Puddingpäckchendiskussion. In einen richtigen Pudding „wie von früher“ gehört keine Stärke. Das ist eine Erfindung der (Nach-)Kriegshausfrauen, weil Eier knapp waren und Stärke billig bzw. beim verarbeiten von Kartoffeln angefallen ist (als es noch keine Knödel/Rösti/Reibekuchenpäckchen gab).
 Das hab ich sogar noch in der Ausbildung gelernt (das gute bayerische Kochbuch, das verpasst einem Grundlagen die will man gerne wieder vergessen, aber man kanns nicht *gg)
Zum Beispiel so:
125g Zartbitterkuvertüre (im Wasserbad schmelzen lassen)
2 Eigelbe mit 2 El Zucker (den am besten fein feiner am feinsten oder vermahlen bei Mascovado) im heißen Wasserbad schaumig schlagen, die flüssige Schoki unterheben
150 ml aufgekochte Milch nach und nach unterrühren
2 El Schlagsahne unterheben
in Gefäße verteilen, erkalten lassen und fertig.
Das geht auch mit weißer Schoki und gemahlener Vanille. Vanille in der dunklen Schoki schadet auch nicht. Oder ein wönziger Schlock Rum. Oder Zimt und ne Prise Nelken oder was einem grad so einfällt. Kardamom. Mommmmmmmmm.
Wer eine Mousse haben will, schlägt den Eigelbschaum, sobald er fest ist, im kalten Wasserbad wieder kühl, die Schokolade muss auch nur noch handwarm, also gerade noch flüssig sein.
Statt Milch 150 ml geschlagene Sahne dazu und die Eiweiße, steif geschlagen, am Schluss darunter rühren. 20 Min im Tiefkühler schaden dann nicht. Und dann ab in den Kühlschrank oder ins Mäulchen.
Ach ja: da in den Puddingsen und Moussen soviel Milch und Sahne drin sind, darf die verwendete Schokolade ruhig sehr dunkel sein, sonst wirds nur bäppsüß. Ich empfehle Kuvertüre von Zotter obwohl teuer (dafür Biofair), man bekommt sie in etwa 10er Abstufungen bis 100%, auch in der Sojavariante.
Ein Test steht noch aus, ich bin mir sicher, daß das super schmecken wird – allerdings bin ich mir nicht sicher, daß ichs je testen werde, weil es ja doch eine Heidenarbeit ist (ich sag nur: „Wasserbad“!!), da ist die Variante mit Stärke dann doch einfacher zu machen. Der Herr F. hat ja manchmal Sinn für komplizierteres kochen (und eine Schwäche für Pudding) – vielleicht liest der  das ja, und ich profitiere 😉

Rote-Bete-Chips

DAS ist, was gestern auf den Fotos zu sehen war. Ein fertiger Rote-Bete-Chip (und nebenbei bemerkt der Beweis, daß ich manchmal auch noch anderes denke als „Flüchtlinge“ *g*) Ihr habt gut geraten; das ging schnell – und daß die Bete-Expertin, Purpur-Bête das sofort sehen würde – logo *g* – habt Ihr Anderen schon bemerkt, daß sie ein – dasrote-Bete-Blog schreibt? Leckere Sachen gibt da zum nachkochen! Aber jetzt erstmal mein Rezept 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dazwischen kommt das natürlich oben auf den Ofen – und nach dem ersten Tag gern auch aufs Dörrgitter, damit besser Luft drankommt (anfangs sind die zu naß, das gäbe Sauerei!) Der in den Kommentaren gestern vermutete Aschemantel ist übrigens nicht irgendwelchen Funktionsstörungen unseres Ofens geschuldet – nein, die „Asche“ sind Pfeffer- und Salzstückchen. A propos: ruhig ordentlich salzen – aber Vorsicht mit dem Pfeffer! Die erste Charge war höllenscharf, jetzt geh ich mit der Pfeffermühle eher lässig-schnell von weit oben (zur besseren Verteilung) drüber, das paßt dann.
Leider ist die Ausbeute relativ gering, der Schwund beim dörren enorm. Aber schmecken tut’s!! 🙂

P.S.: „Kaduuns“ diesmal am Sonntag 🙂

Wer rät, was das ist?

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Größe?

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Das dicke da oben ist mein Finger. (Dies ist dasselbe Objekt, nur mit mehr Licht dahinter)

Auflösung (falls Niemand es schon vorher rät9 morgen – samt Entstehungsgeschichte 😉

Quittenbrot ohne Zucker – ein Versuch

Rezept (das einzig gefundene übrigens ohne massiven Zuckerszusatz! Dämlicherweise ein Videorezept; musste es 3x anschauen, bis ich alle Mengen notiert hatte):

Ein Kilo Quitten trocken abreiben (Pelz weg!), waschen, vierteln, Gehäuse entfernen, in Stücke schneiden.

Fjonk’sche Anmerkung: Eigentlich wollte ich alle Quitten verarbeiten. Dann habe ich die erste geviertelt, und mir war klar: ich bin sehr, sehr, sehr froh, wenn ich ein Kilo klein habe.
Daß die hart sind, wusste ich. Daß die so hart sind, war mir vorher nicht möglich erschienen. So habe ich mir dann auch beim Gehäuse-entfernen bei der vorvorletzten Quitte mal gleich schön in den Daumen geschnitten – gut, daß der Herr F. da war und die zwei restlichen schnitt, während ich so vor mich hin blutete. Er fands übrigens „Och, das geht doch!“. Okay, falls das Experiment glückt, weiß ich, wen ich die ganzen Restquitten schneiden lasse….

Rest. Nachdem ein Kilo und mein Daumen geschnitten waren.

Rest. Nachdem ein Kilo und mein Daumen geschnitten waren.

Mit Wasser bedecken, eine halbe Stunde kochen, bis sie butterweich sind.

Ein Kilo Quitten in Stückchen

Ein Kilo Quitten in Stückchen

Schön. Das war einfach; weich sind sie auch.

Durch ein Sieb passieren

Das hab ich mir gespart, wofür gibt es Passierstäbe?

1/2 TL Zimt,
1 Prise Nelken, gemahlen,
Abrieb einer Zitronenschale und
700ml Honig dazugeben

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Mus. Duftet!

Jetzt war Zeit zum abschmecken; Effekt: wir haben, da wir es normalerweise nicht so süß mögen, erstmal nur ein ca 250ml-Glas Honig dazugegeben. Das hat uns an Süße dicke ausgereicht, mehr muß da nicht rein. Leider stellten wir auch fest, daß winzige, harte Stückchen in der Masse sind – also versuchte ich, die Nummer mit dem Sieb nachzuholen. Klappte nicht, da ging fast nix durch. Hm. Okay, falls es ein nächstes Mal gibt, versuche ichs doch gleich zuerst mit dem Sieb und schaue, was dabei rumkommt.

Nä. Dat is Fubbes!

Nä. Dat is Fubbes!

Bei sanfter Hitze einkochen bis eine zähe Masse entsteht. Rühren!

Jetzt bekommt der Ofen seinen Auftritt. Darin kanns eindampfen, hoffe und denke ich. Denn ewig da rumstehen und rühren ist meine Sache nicht… wir werden sehen, ob diesmal die Faulheit siegt, oder ob wieder irgendwas nicht so ganz funktioniert *g*

Hinter Gittern (nur zum fotografieren so weit geöffnet!)

Hinter Gittern (nur zum fotografieren so weit geöffnet!)

Und tatsächlich, das klappt!

Etwa 1,5cm hoch auf ein Backblech streichen, über Nacht kühl trocknen lassen. Erst dann dörren.

Dampfschwaden kan sehen, wer genau hinschaut

Dampfschwaden kann sehen, wer genau hinschaut

Wer kann auf einem Blech sehen, wie hoch 1,5cm sind, bitte? Ich jedenfalls nicht. Ich glaube, es ist dünner. Aber egal.

Wenn trocken, in Stücke schneiden. Fertig.

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Ja, fertig. Fazit: schmeckt sehr anders als Fruchtleder (süßer, eher wie Konfekt oder so. Und eben quittig.), schmeckt (mir nicht ganz so) gut. Die kleinen, harten Stückchen stören im fertigen Quittenbrot nicht. Seltsam, aber wahr. Aber: für mich ist die Arbeit das Ergebnis nicht wert. Ich mag lieber das Fruchtleder, und das macht deutlich weniger Mühe. Dem Herrn aber schmeckt das sehr gut, und ich schätze, wir werden in Coproduktion deshalb auch die restlichen Quitten noch ver-broten. Er die harten Sachen (schneiden, Gehäuse raus) ich den Rest. Oder er auch den, das ist ja egal 😉

EDIT: nach einigen Wochen schmeckt das Quittenbrot wesentlich besser! Jetzt mag ich’s auch, sogar richtig gern. Und die 2. Charge haben wir viel dicker gemacht, die fertigen Stücke fast 1cm dick. Lecker!!

Gerade fällt mir noch ein: Fallobst, das Niemand haben will, mit selbsthergestelltem Honig ohne Strom gedörrt – mangels momentaner größerer Neuigkeiten zum Thema sollte dies für Einab im Oktober  als einigermaßen passender Beitrag zum Thema „Nachhaltigkeit“ gerade noch durchgehen 😉

Tag der (Haus)arbeit

Eigentlich war ja Himmelfahrt – aber da das Wetter so kacke war, haben wir das mal eben zum Tag der Arbeit gemacht. Dem Tag der Hausarbeit nämlich *g*

Ergebnis:

  • fünf Flaschen Rhabarbersaft (Dampfentsafter, stückig rein, bißchen Zucker dazu, warten, abfüllen – lecker!)
  • fünf Gläser Bärlauchpaste (nicht Pesto, Paste) Bärlauch schneiden, Olivenöl, Salz. Ab zum pürieren, mischen, fertig. Rezept bei und von widerstandistzweckmäßig. Diese 5 Gläser sind etwa von der doppelten Menge Bärlauch. Hält (hoffentlich) erheblich länger als das Pesto und kann dann, wenns keinen Bärlauch mehr gibt, zu lecker Pesto weiterverarbeitet werden.
  • zwei Gläser Schoko-Honigbutter. Die hatte a letztlich da, als wir bei ihr zu Besuch waren, und die war hmmmmm!! Also hat der Herr F., während ich mit meinem Rhabarber beschäftigt war, gemischt:

250g Butter, 125g  Honig, 3 gehäufte Teelöffel Kakaopulver (richtiges. Nicht Instantpulver), 1 Eßlöffel plus 1 Teelöffel Mandelmus, 1 Prise Salz. Alles mischen, fertig. Schmeckt besser als jedes Nußnougat.

Die Ausbeute ;-)

Die Ausbeute 😉

Dann noch abwaschen. Für mich genug Nahrungsmittelverarbeitung für die nächsten vier Wochen. Aber hat gelohnt!


Freitag: gute Nachrichten von Biens: das Mondvolk hat fleißig Weiselzellen zu bauen begonnen, es baut sich also eine neue Königin 🙂

 

Gefruchtledert

Erwähnte ich’s bereits? Ja, ich erwähnte es: in diesem Jahr ist alles anders.

Zum Beispiel auch: daß zur Apfelzeit der Ofen noch nicht befeuert ist! Die Falläpfel purzeln, ich habe welche gesammelt, der Holundersaft wartet, und es hat 22° draußen!!! Bis abends noch!!! Aber ich konnte es einfach nicht abwarten und habe trotzdem meine erste Portion Fruchtleder hergestellt!

Eines ist schonmal klar: weitere Portionen nur noch in der Heizperiode…. aber von vorn:

  • Am Heimweg kurz angehalten und Äpfel aufgesammelt (seit Tagen schon lachten die mich an, und offenbar wollte Niemand sie ernten!)
  • Heimzu hingesetzt und diese Äpfel geschnippelt. Mit Schale.
  • In einen Topf, zusammen mit dem Fliederbeersaft von letztens, etwas Rest-Johannisbeersaft vom Juli, einer viertel Zimtstange, 2 Sternanis, einer „Kaffeeportion“ (so ein Papierdingsdich, was man im Cafe bekommt) Zucker (nur zum safttreiben) und 3 Nelken
  • köcheln
  • ärgern: ich finde Anis, Zimt und Nelken nicht zum rausfischen und muß daher die Chose durch einen Durchschlag geben. Normalerweise hätte ich passiert, dann wären die Schalen auch dabeigeblieben. Nuja, nächstes Mal mit Säckchen….
  • den fertigen Brei, der köstlich duftet, auf ein Backblech mit Backpapier gestrichen (hab ich noch, ist aber auch so eine Sache, die ich nicht nachkaufen werde!)
  • und bei etwa 70° in den Ofen, der einen winzigen Spalt offen bleibt, um die Feuchte abziehen zu lassen.

Und das ist der Punkt, an dem’s hakelt: das braucht Stunden. Viele Stunden. Ungefähr zehn oder so. Energieverschwendung pur. Irgendwie habe ich zwar im Vorfeld dran gedacht, aber es war für sonntags kälteres Wetter angesagt (samstags hab ich die Äpfel mitgebracht), und dann hatte ich schon alles geschnippelt und mochte nicht mehr warten … so viel zum Kleinvieh …

Irgendwann war’s oben schon recht ledrig, unten aber noch Brei. Also haben wir’s gewendet, das ging ziemlich gut. Und dabei gekostet – huiuiui!!  Schmeckt einfach saugut, schonmal, auch wenns einem im ersten Moment den Mund zusammenzieht vor „sauer“ – ich mag das ja, süßer dürfte etwas so fruchtiges gar nicht sein. Und dem Herrn schmeckt es auch schonmal.

Fertig ist das ganze nun einfach köstlich!! Anders kann ichs nicht beschreiben. Man kanns auf der Zunge zergehen lassen, hat lange von so einem Stückchen gut, und – hach, wie das duftet!

Tags drauf haben Freunde Zwetschgen und Äpfel angeboten- also habe ich mich gleich nochmal ans schnippeln und köcheln gemacht. Diesmal ganz ohne Zucker, und trotzdem ist der Brei süßer als beim ersten Mal. Ich habe die Gewürze in ein altes Teesieb gepackt, dem ich den Metallbügel gezogen hatte, und das ganze verknotet. So konnte ich diesmal zum Schluß passieren – also gab’s mehr Substanz und weniger Abfall. Das Konzept lautet: warten, bis geheizt werden muß. Also werde ich den (viel größeren) Topf voller Mus portionsweise in Dosen einfrieren, ist eigentlich nix drin, was dagegenspräche. Charge zwei also mit Zwetschgen, anderen Äpfeln (süsseren, übrigens), Gewürzen und im Verhältnis weniger Fliederbeersaft. Und ohne Johannisbeersaftrest, dafür mit einem Schuß Himbeersirup. Aber den laß‘ ich beim nächsten Mal, der ist so süß und riecht auch so – das hat mir nicht so gefallen.

Abends dann, es hatte geregnet und ordentlich gewindet, war’s doch recht kühl- und so habe ich die 1. Portion doch gleich auf einem Blech ins Wärmfach vom Ofen geschoben. Ob’s klappt?

Charge2 , Portion 1 ;-) weniger Fliederbeersaft, Äpfel, Zwetschgen

Charge2 , Portion 1 😉
weniger Fliederbeersaft, Äpfel, Zwetschgen

Obwohl das Blech von unten recht heiß ist und die Masse nach 3 Stunden Wärmfach oben schon etwas trocken wirkt, hat’s überhaupt nicht geduftet (wie aus dem Backofen oder aus dem Topf immer), und wendbar ists auch noch nicht, unten ist alles noch musig. Habe für die Nacht ein Backpapierstück aufgelegt, damit’s nicht einstaubt. Mal sehn, was morgen ist…

„morgen“ wars abends auch kalt genug – und dann ging irgendwann auch das wenden. Und am nächsten Tag war dann auch Charge 2 fertig zum kleinschneiden. Schmeckt besser als im musigen Zustand. Schmeckt sogar gut! Süsser noch immer als das 1., pflaumig. Anders gut halt, aber gut!

 


Aussortiert: heute nix. Hab den ganzen Tag so geschuftet, daß ich keine Lust hatte, noch was rauszusuchen….

 

 

Bio: Richtigstellung und Ergänzung ….

… zum Bio-Thema:

hab ich noch nie im "bio"-Regal gesehen: Drachenfleisch

hab ich noch nie im „bio“-Regal gesehen: Drachenfleisch

Hier hatte ich aufgeschrieben, was ich zum Thema Bio-Siegel/-marken recherchiert hatte bzw zu wissen glaubte. (Ich habe das editiert, also beim nachlesen nicht wundern, daß da jetzt nix falsches mehr steht *g*)

Nun haben wir – Bienen sind ja zu so manchem gut *g* – die Bekanntschaft von einer Bio-Landwirtschafts-Kontrolleurin gemacht, die seit 20 Jahren den Job hat, die unterschiedlichen Bauernhöfe diverser Bio-Erzeuger daraufhin zu kontrollieren, ob das, was sie tun, auch den Richtlinien entspricht. Wir haben uns folgendes berichten lassen:

  • es stimmt, daß man als VerbraucherIn gut fährt, wenn man sich an demeter- oder Bioland-Produkte hält. Was die Tierschutz-Richtlinien betrifft, ist Bioland sogar in manchen Dingen noch strikter als demeter, zB dürfen bei demeter Kälber ab 6 Monaten angebunden werden, bei Bioland nicht.
  • es stimmt nicht, daß das deutsche Biosiegel für besseren Bio-Standard steht als das europäische. Das deutsche ist ein freiwilliges Zusatzsiegel, das keinerlei andere Regeln vorgibt als die des europäischen Biosiegels.
  • es stimmt, daß beim europäischen Siegel Zusätze bis 5% von nicht-bio-Dingen erlaubt sind. ABER!!!!! Das heißt NICHT, daß in der Milch bis 5% konventionell erzeugte Milch untergepanscht sein darf oÄ! Es gibt nur GANZ BESTIMMTE ZUTATEN, die in Bio nicht oder zu wenig erhältlich sind (wie zB Salz oder getrocknete Himbeeren), die bis 5% von bearbeiteten Lebensmitteln ausmachen dürfen. Wer also frisches Gemüse oder Obst mit europäischem Biosiegel kauft, kauft bio nach Europa-Standard, nicht aber einen Teil “ daruntergemogelter“ konventioneller Ware. Das, so erzählte sie uns, wissen sogar einige Neu-Erzeuger nicht, so schlecht funktioniert da die Kommunikation nach außen!
  • Der Europa-Standard ist allerdings niedriger als der von Bioland oder von demeter. Auch Naturland ist eine Marke, auf die man als überzeugteR Bio-KäuferIN nur ausweichen sollte, wenn’s nix „richtiges“ im Regal gibt, denn bei Naturland ist das Regelwerk wohl sehr schwammig und damit sehr breit auslegbar, so daß ihrer Meinung nach diese Marke auch eher ein Halb-Bio ist.

Nach der Küken-Schredderei habe ich nicht gefragt, das Gespräch drehte sich um anderes, so daß ich speziell daran nicht gedacht hatte. Auch konkreteres zum europäischen Siegel kann ich (noch?) nicht liefern, weil wir dann wieder über anderes gesprochen haben. Falls Ihr aber konkrete Fragen habt, habe ich jetzt eine Fachfrau an der Hand, bei der ich mal nachhaken könnte.

 

Bärlauchsoße

Letztens im Schleswig-Holstein-Magazin als Lachssauce gesehen, gedacht: das könnte auch mit Nudeln schmecken, getestet und für gut befunden. Und so langsam kommt jetzt auch bei uns der Bärlauch hoch. Noch reicht es nicht fürs Pesto, aber für dies‘ Gericht kann man was zusammensammeln …

Für zwei Personen

  • 2 Alfredotassen  Milch und
  • 1 Alfredotasse Sahne mit
  • Salz (ruhig ordentlich!!) erhitzen.
  • Derweil in anderm Topf Nudeln kochen
  • Bärlauchblätter nach Geschmack (ich hatte 12 mittelgroße, beim nächsten Mal würde ich mehr nehmen) grob zerkleinern und dazugeben. Pürieren. Wenn die Sauce kocht, etwas Binder dazu, damit sie nicht zu dünn bleibt

– und fertig!!

Nun bestehe ich ja bei sämtlichen Rezepten, die ich gern nachkochen möchte, auf sehr genaue Angaben. Liegt daran, daß ich wirklich nicht die geborene Köchin bin und das brauche, um zurechtzukommen.

Dieses Rezept ist allerdings so dermaßen einfach, daß selbst ich mit den „Ein Drittel Sahne, zwei Drittel Milch“-Angaben zurechtkam, deshalb habe ich mir jetzt auch nicht die Mühe gemacht, nachzumessen, wie viel in so eine Tasse reingeht. Der Rest ist ja dann eh abschmeck-Sache.

Uns hat das gut geschmeckt, und es ist so schön einfach!!!!

Guten Appetit!

 

Fruchtleder

Es ist eine ganze Weile her, da habe ich an einem Wettbewerb teilgenommen. Elke von „Günstig gärtnern“ hat einige Gartenbuch-Leseexemplare, die sie von verschiedenen Verlagen bekommen hatte, als Preise ausgeschrieben für alle, die ihr Fotos von eigenen Upcycling-Gartenideen schicken würden.

Und ich habe tatsächlich gewonnen 🙂

Das hier hatte ich eingeschickt

..und das ist draus geworden (ruhig hinklicken, da sind noch mehr nette Upcyclingideen- mir persönlich gefällt ja das Futterhausdach aus altem Plastiktopf am besten)

Gewonnen habe ich das Buch „Wo die Seele aufblüht“ – und jetzt hab ich’s durch. Es ist eine jahreszeitlich geordnete Sammlung von kleinen Geschichten aus dem (Schreber-Großstadt-)Garten. Deshalb habe ich sie mir im WC aufs Fensterbrett gelegt und vom allerersten Vorfrühling bis jetzt immer wieder gelesen. In einem durch ging nicht, dafür war’s mir ein wenig zu enthusiastisch-schwärmerisch 😉 Aber in kleineren Häppchen war gerade das wirklich schön. Die Frau braucht kein MBSR, die Übungen die wir da gemacht haben*, macht sie von ganz allein in ihrem Garten- ein ganzes Kapitel übers ausbuddeln, zubereiten und essen von drei Roten Beten (hej, PurpurBete, das könnte Dir gefallen!!), eins über den Himmel, übers hören, über Farben…. das nenne ich „den Moment genießen“; manchmal wurde ich ganz neidisch über ein solches Naturtalent…. am besten haben mir aber zwei Rezepte gefallen:

  1. wie sie die Herstellung von Moosbrei ausprobiert (nicht zum essen, sondern um einen häßlichen Beton-Pfeiler bewachsen zu lassen. DAs ist nämlich gar nicht soooo einfach, es muß schon das richtige Moos für den richtigen Standort sein, damit das klappt. Dieses Moos (eine Handvoll) im Mixer mit 2 Tassen Joghurt, 1/2 TL Zucker und evtl etwas Wasser mischen und aufstreichen- Moosgrafitti, wenn’s anwächst! Toll.
  2. das Fruchtleder-Rezept! Das werde ich unbedingt im Herbst ausprobieren müssen! Äpfel schnippeln, Ingwer, Koriander, Zimt, Holundersaft, etwas Zucker dazu und ein paar Stunden köcheln (ha! Bis dahin haben wir ja unseren neuen Ofen, wenn ich das da drauf stelle, kann es simmern, daß es eine Lust haben wird ;-)) Dann nochmal pürieren, die Masse auf Backbleche streichen und die oben auf die (ha!) Lüftungsgitter oder (nochmal ha!) Fliesen stellen. Und warten. Zitat: „Es hat die Konsistenz weichen Leders, die Leuchtkraft farbiger Kirchenfenster und schmweckt ungefährwie der geschmorte Saft, der sich bei der Bratapfelherstellung am Topfrand absetzt und fest wird: eine Symphonie aus Sonne, Äpfeln, Feuer und Zeit“

Hört sich gut an, gell? Ich werde berichten… und in der Zwischenzeit kann, wer mag, gern das Buch ausleihen und sich von der Begeisterung der Frau Bewernitz für die kleinen, schönen Dinge anstecken lassen….


 

*MBSR: MindBasedStressReduction. Auch Achtsamkeitstraining genannt. So einen Kurs hab ich grad hinter mir, war gar nicht schlecht- wenn ich jetzt weitermachen würde, so für mich, würde das allerhand bringen. Aber ich wieder….. vielleicht erzähl ich später mal genaueres dazu, derzeit wiedermal: keine Zeit, das wäre nicht eben mal so fix hingeschrieben.

Großstadtmahlzeit

Ich war in einem „befreundeten“ Blog auf ein Rezept gestossen, das meine Geschmackspapillen beim lesen auf „Speichelproduktion“ gesetzt hatte

Gebackene Bete mit Feigen und Ziegenkäse

heißt es, und es las sich einfach zu machen und lecker.
Ok, dachte ich also, kaufste mal eben fix auf dem Weg nach Hause ein, und dann—-Yummie!
Pustekuchen! Nicht, daß in der Kreisstadt die Feigen das Problem gewesen wären- nein, Feigen gab es- obwohl ich extra den Herrn F. gebeten hatte, die schonmal mitzubringen. Was ich nicht bekommen konnte (und ich war gleich in ZWEI Supermärkten!!), waren Rote Beten!! Damit hatte ich nicht gerechnet- Versuch eins gescheitert.
Zwei Tage später hatte der Herr F. Rote Beten mitgebracht. Inzwischen hatte sich aber herausgestellt, daß die Feigen nicht von bester Qualität gewesen waren- die waren nämlich inzwischen schimmlig….- Versuch zwei gescheitert.
Am nächsten freien Tag hab ich mich wieder auf die Räder gemacht.  Ab ins nächste Dorf, Feigen kaufen. Diesmal gab es Rote Beten zu Genüge – aber Feigen gab es nicht!! Zumindest nicht bei Supermarkt eins und zwei, aber inzwischen gibt es ja in den meisten noch so kleinen Käffern- gelobet sei der Verdrängungskampf- mindestens drei. So auch bei uns- und siehe da: im Discounter gab’s Feigen, frisch.

Manchmal ist das Leben hart an der Küste… oder eben auf dem Land, das trifft’s diesmal eher: was für die Großstadtpflanze ein schnelles Gericht ist,  ist für das Landei nur mit langem Einkaufs-Vorlauf machbar! Aber jetzt konnte ich endlich loslegen, schön nach Rezept, und das wollt Ihr sicher jetzt wissen, gell?

Bitte schön, hier isses.

Wenn Ihr das mal kochen solltet, dann empfehle ich: unbedingt mehr Rote Bete als nötig  in Öl-Salz schütteln und vorbacken- die Dinger schmecken so lecker, wenn sie aus dem Ofen kommen (auch kalt, übrigens), daß ich mich schwer zurückhalten musste, um Versuch drei nicht durch übermäßiges Vorausnaschen zum scheitern zu verurteilen! Aber da ich ja als  Vorbild in Sachen Mäßigung und Selbstdisziplin weit und breit bekannt bin, hat es natürlich abends für den Herrn F. und mich doch noch eine Mahlzeit gegeben.

Danke fürs Foto :-)

Danke fürs Foto 🙂

Mahlzeit?? Ja. Natürlich gibt es bei uns nicht sowas wie Vor- und Hauptgericht, nicht, solange ich kochen muß *g* Dementsprechend gab’s einfach für JedeN ein paar mehr von den Schmackofatzen 😉
Und Schmackofatze, das sind die kleinen Dinger wirklich! Die Mühe lohnt, denn die schmecken klasse! Dieser Mix von süß und Ziegenkäse ist einfach toll (wobei ich beim nächsten Mal die Ziegenkäsescheiben dicker, die Feigenscheiben dünner machen werde als bei diesem Mal), und die Rote Bete sowie der Honig dazu- hmmmmmm!

Eine kleine Anmerkung: es ist natürlich schön, wenn man eigenen Honig für eine Mahlzeit nutzen kann 🙂 aber selbst wenn man nur gekauften hat: Wasser dazuzugeben ist meiner Meinung nach die schlechtere Alternative, um ihn streichfähiger zu machen. Wenn’s sein muß (und bei unserem musste es sein), dann vorsichtig erwärmen (am liebsten nicht über 40°!), das macht ihn weicher bis hin zu flüssig- so kann man ihn wunderbar aufstreichen oder unterrühren.

Das nachmachen sei Euch wärmstens ans Herz gelegt- und für Diejenigen von Euch, die in der Großstadt wohnen, ist das Ganze auch wirklich gaaaaaanz einfach!! 😉

Pasta mit Spinat, Blauschimmelkäse und gerösteten Pinienkernen

Das hab ich vorhin gerade nachgekocht. Schmeckt gut und geht schnell- und die Pinienkerne sind so der kleine Pfiff dabei! Das gibt’s ab jetzt bestimmt öfter mal in der Villa Fjonka.

Juliakocht's Blog

Ein riskantes Gericht – wurde doch vom Esspublikum vorab schon reklamiert, was dieser grausige verschimmelte Käse im Kühlschrank sein soll … und Spinat ist ja auch nicht der große Freund. Es wurde ansatzweise dann aber doch gegessen. Ich fand es gut – und es geht verdammt schnell!

Zutaten:
200 bis 250 g Nudeln (Farfalle, Fusilli, Spagetti, …)
4 Handvoll frischer Spinat (in diesem Fall tiefgefroren, aber aus dem eigenen Garten), klein geschnitten
1 mittleres Stück Blauschimmelkäse vom freilaufenden Käsebauern, in kleine Würfel geschnitten
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
eine Handvoll Pinienkerne
1 Knoblauchzehe, gehackt

Zubereitung:
Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch anschwitzen (nicht bräunen!), Spinat zugeben und zugedeckt leicht dünsten lassen.
Kurz vor Ende der Pasta-Garzeit den Käse zum Spinat geben und Hitze wegnehmen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Spinat mit den Nudeln vermischen, Pinienkerne drüber streuen, servieren.

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Schmacket!

Am Sonntag bekam ich die Anfänge des neuen Paradiesapfelblogs zum gegengucken anempfohlen. Hab ich getan- aber naja, da stand dann schon das erste Rezept, ein Apfelbrot, und das hörte sich sowas von superduper-lecker an, daß ich nicht widerstehen konnte und glieks man Äpfel geraspelt und zum ziehen in den Kühlschrank verfrachtet habe. Mit Zucker. Mit Macobado-Zucker. Mit BITTE????

Wir führen ja einen Haushalt, der eigentlich eher nicht auf Dinge wie „kochen“ oder „backen“ eingestellt ist. Und jetzt also Macobado-Zucker. What the hell is Macobado-Zucker??? Natürlich hätte ich nachfragen können, aber ich bin etwa 267%ig sicher, den nie wieder zu brauchen, also hab ich stinknormalen Zucker genommen, und statt des Roggen-Vollkornmehls gab’s Weizen-Nichtvollkorn. Den Rest hab ich aber ganz wie angegeben gekauft und dann gestern den Ofen angeworfen. Und da kam es dann also rein, das, was mal ein Apfelbrot werden sollte. Nicht, wie gedacht, in der Kastenform- so selten benötigte Sachen wie Backformen sind nämlich in wichtigen Momenten unauffindbar. Wie zB in dem Moment, da man mit teigverklebten Händen dasteht, der Ofen fertig vorgeheizt ist und man feststellt: Alles hab ich zurechtgelegt, aber nicht die Backform. Dann suchen geht und eine Viertelstunde später beschließt, daß das ja auch in der Guglhupfform wunderbar gehen müsste….

A propos „alles zurechtgelegt“: gestern hatte ich noch laaaaaange nach dem Zimtpulver gesucht. Ich war sicher: wir hatten welches. Nachdem ich den Gewürze-Schrank zweimal umgekrempelt hatte, hab ich heute neues gekauft. Und dann, beim EINräumen der Gewürze, als das Apfelbrot im Ofen war- da sehe ich das Zimtpulver dastehen. Ganz vorn sogar, in der ersten Reihe…. Aber das nur so nebenbei.

Hier ist also das im werden begriffene Apfelbrot nach Paradiesapfelrezept (jedenfalls fast) vor dem verschwinden im Ofen.

Ich bin sehr gespannt, wie es da rauskommt und wie es nachher schmeckt …. denn momentan, während ich das hier schreibe, bäckt es grad so vor sich hin.

——–

2 Stunden später:

Ich habe bereits nach 30 Minuten abgedeckt, weil es doch schon recht dunkel war, und nachdem ich mehrfach gepiekst hatte, hab ichs vorsichtshalber auch schon nach 60 Minuten rausgenommen- und das war auch gut so. Hier isses:

Schmeckt sehr lecker, ist aber nix für Gebißträger- man muß schon gut zubeißen können, um ans flauschig-feine Innere zu kommen 😉 Wird wohl am Nicht-Vollkorn liegen, nehm ich an. (Äppelken?? Sachma‘!)

Da wir aber noch herzhaft zubeißen können, wird uns das nicht dran hindern, das leckere Teil ziemlich schnell zu verspeisen!

Beim nächsten Versuch werde ich’s wohl mal bei 150° und 60 Minuten versuchen. Kann sein, dann ists noch nicht durch- sieht man dann. Aber nochmal versuchen werd‘ ichs sicher, denn das SCHMECKT!!!!

Und so kann ich durchaus sagen: heute bin ich…

Kennt Ihr das? Herrliches Buch! Heißt „Heute bin ich“, und mehr Bilder gibt’s, wenn’s mal paßt 😉

Bärlauchpesto

Der Höhepunkt jeden Frühjahrs seit vier Jahren: des Herrn Bärlauchpesto.

Vor fünf Jahren nämlich bekam ich von der netten Nachbarin eine dicke Handvoll Bärlauchknollen geschenkt. Ich habe sie in drei Teile geteilt und an drei verschieden schattigen Stellen mit Wuchererlaubnis (vorsorglich, man hört ja so Einiges …) ausgepflanzt, und tataaaaa, bereits ein Jahr später hatten wir unser erstes Pesto.

Ein Gläschen voll.

Es war GUT!!!!

Im nächsten Jahr waren es bereits mehrere Gläser, darauf das Jahr mehrere Ernten und im letzten Jahr haben wir erstmals feststellen müssen, daß das Pesto im Kühlschrank auch schlecht werden kann…. nicht, weil wir’s satt hatten, sondern weil es so viel war, daß es so weit kam. Wir benutzen es übrigens nicht als Nudelsoße, sondern als superleckeren Brotaufstrich.

Bärlauch- vorher und nachher:

  

Anläßlich der ersten Gläser in diesem Jahr hier jetzt das wunderbare Rezept des Herrn F.

Die einfachste Apfel-Tarte

Ich hab diese Apfeltarte ausprobiert und finde sie schön einfach zu machen und sehr lecker- am 2. Tag sogar noch besser als lauwarm am ersten (ich hätte vermutet, es wäre umgekehrt…)
Danke für das feine Rezept!
Außerdem ist dies ein Test für die neue Art, zu „re-bloggen“- ich bin gespannt, wie das nun gleich bei mir im blog aussieht.