Wer rät, was das ist?

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Größe?

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Das dicke da oben ist mein Finger. (Dies ist dasselbe Objekt, nur mit mehr Licht dahinter)

Auflösung (falls Niemand es schon vorher rät9 morgen – samt Entstehungsgeschichte 😉

Quittenbrot ohne Zucker – ein Versuch

Rezept (das einzig gefundene übrigens ohne massiven Zuckerzusatz! Dämlicherweise ein Videorezept; musste es 3x anschauen, bis ich alle Mengen notiert hatte):

Ein Kilo Quitten trocken abreiben (Pelz weg!), waschen, vierteln, Gehäuse entfernen, in Stücke schneiden.

Fjonk’sche Anmerkung: Eigentlich wollte ich alle Quitten verarbeiten. Dann habe ich die erste geviertelt, und mir war klar: ich bin sehr, sehr, sehr froh, wenn ich ein Kilo klein habe.
Daß die hart sind, wusste ich. Daß die so hart sind, war mir vorher nicht möglich erschienen. So habe ich mir dann auch beim Gehäuse-entfernen bei der vorvorletzten Quitte mal gleich schön in den Daumen geschnitten – gut, daß der Herr F. da war und die zwei restlichen schnitt, während ich so vor mich hin blutete. Er fands übrigens „Och, das geht doch!“. Okay, falls das Experiment glückt, weiß ich, wen ich die ganzen Restquitten schneiden lasse….

Rest. Nachdem ein Kilo und mein Daumen geschnitten waren.

Rest. Nachdem ein Kilo und mein Daumen geschnitten waren.

Mit Wasser bedecken, eine halbe Stunde kochen, bis sie butterweich sind.

Ein Kilo Quitten in Stückchen

Ein Kilo Quitten in Stückchen

Schön. Das war einfach; weich sind sie auch.

Durch ein Sieb passieren

Das hab ich mir gespart, wofür gibt es Passierstäbe?

1/2 TL Zimt,
1 Prise Nelken, gemahlen,
Abrieb einer Zitronenschale und
700ml Honig dazugeben

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Mus. Duftet!

Jetzt war Zeit zum abschmecken; Effekt: wir haben, da wir es normalerweise nicht so süß mögen, erstmal nur ein ca 250ml-Glas Honig dazugegeben. Das hat uns an Süße dicke ausgereicht, mehr muß da nicht rein. Leider stellten wir auch fest, daß winzige, harte Stückchen in der Masse sind – also versuchte ich, die Nummer mit dem Sieb nachzuholen. Klappte nicht, da ging fast nix durch. Hm. Okay, falls es ein nächstes Mal gibt, versuche ichs doch gleich zuerst mit dem Sieb und schaue, was dabei rumkommt.

Nä. Dat is Fubbes!

Nä. Dat is Fubbes!

Bei sanfter Hitze einkochen bis eine zähe Masse entsteht. Rühren!

Jetzt bekommt der Ofen seinen Auftritt. Darin kanns eindampfen, hoffe und denke ich. Denn ewig da rumstehen und rühren ist meine Sache nicht… wir werden sehen, ob diesmal die Faulheit siegt, oder ob wieder irgendwas nicht so ganz funktioniert *g*

Hinter Gittern (nur zum fotografieren so weit geöffnet!)

Hinter Gittern (nur zum fotografieren so weit geöffnet!)

Und tatsächlich, das klappt!

Etwa 1,5cm hoch auf ein Backblech streichen, über Nacht kühl trocknen lassen. Erst dann dörren.

Dampfschwaden kan sehen, wer genau hinschaut

Dampfschwaden kann sehen, wer genau hinschaut

Wer kann auf einem Blech sehen, wie hoch 1,5cm sind, bitte? Ich jedenfalls nicht. Ich glaube, es ist dünner. Aber egal.

Wenn trocken, in Stücke schneiden. Fertig.

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Ja, fertig. Fazit: schmeckt sehr anders als Fruchtleder (süßer, eher wie Konfekt oder so. Und eben quittig.), schmeckt (mir nicht ganz so) gut. Die kleinen, harten Stückchen stören im fertigen Quittenbrot nicht. Seltsam, aber wahr. Aber: für mich ist die Arbeit das Ergebnis nicht wert. Ich mag lieber das Fruchtleder, und das macht deutlich weniger Mühe. Dem Herrn aber schmeckt das sehr gut, und ich schätze, wir werden in Coproduktion deshalb auch die restlichen Quitten noch ver-broten. Er die harten Sachen (schneiden, Gehäuse raus) ich den Rest. Oder er auch den, das ist ja egal 😉

EDIT: nach einigen Wochen schmeckt das Quittenbrot wesentlich besser! Jetzt mag ich’s auch, sogar richtig gern. Und die 2. Charge haben wir viel dicker gemacht, die fertigen Stücke fast 1cm dick. Lecker!!

Gerade fällt mir noch ein: Fallobst, das Niemand haben will, mit selbsthergestelltem Honig ohne Strom gedörrt – mangels momentaner größerer Neuigkeiten zum Thema sollte dies für Einab im Oktober  als einigermaßen passender Beitrag zum Thema „Nachhaltigkeit“ gerade noch durchgehen 😉

Kleinvieh

KleinviehHeute ein vorläufiges Küchen-Putz-Fazit mit neuen Anteilen, sozusagen 😉

Rein optisch hat sich in unserer Küche inzwischen ein wenig was verändert: guckt mal, das sieht doch schon ganz schön „Öko“ aus *gg* Die Holz-Abwaschbürste mit Wechselkopf habe ich „schon immer“, ich bin ja kein Neu-Öko; abgewaschen wird mit Neutralreiniger, auch das schon seit Jahren; wir kaufen lange schon im Großmarkt Neutral- und Essigreiniger im 10-Liter-Kanister und füllen in handliche Flaschen um. Das spart Plastik.

Was neu ist: Schwamm und Stahlwolle

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Das Küchenputz-Sortiment

Ich hatte – im Blog kann man sowas so herrlich nachlesen *g* – im letzten Oktober ein Pack Recycling-Schwämme mit Sisal-Schrubb-Seite von Sonett im  Bioladen gekauft. So ganz 100% glücklich bin ich nicht damit, die Sisal-Seite schrubbt recht schnell nicht mehr wirklich gut, und jetzt geht sie – sieht man auf dem Bild- auch noch ab. Nun mag man sagen: okay, nach fast einem Jahr darf das auch – aber da wir einen Geschirrspüler haben, wird soooo oft nicht abgewaschen. Da hält der normale Schwamm länger und schrubbt viel länger viel besser – aber was tut frau nicht alles. 😉 Ich benutze deutlich häufiger die Stahlwolle, die ich unbenutzt noch liegen hatte. Auch da: 100% zufrieden ist anders, denn sie schrubbt gut und scheint eeeeewig haltbar zu sein – aber sie ist umständlicher zu nutzen, und man hat halt zwei Teile, zwischen denen man dauernd hin und her wechseln muß statt eines Schwamms. Beide zusammen sind immerhin funktionell genauso gut wie ein guter Plastik-Spülschwamm. Und man schmeißt halt kein Plastik weg…. Allerdings habe ich momentan noch von den guten, alten Plastikschwämmen über – ich hatte sonst immer jeden, wenn er für die Küche nicht mehr taugte, fürs Bad genommen. Jetzt nutze ich sie umso länger nur fürs Bad. Dafür kann ich mir den Sonett-Schwamm nicht vorstellen, da muß ich dann mal in mich gehen, wenn’s so weit ist 😉

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Schwammvergleich alt-neu

EDIT im März 2016: leider hat auch in-mich-gehen zu keinem Resultat geführt: ich kaufe wieder Glitzi-Plastikschwämme. Die Stahlwolle behalte ich aber bei, was hoffentlich zu einer (noch) längeren Lebensdauer der Plastikschwämme beiträgt.

EDIT im Januar 2018: ENDLICH- ich habs!!! Stahlwolle plus selfmade-Putzschwamm = zufriedene Fjonka

Dann habe ich noch Putztücher für die Flächen, die habe ich vergessen mit aufs Bild zu packen. Da ich die Dinger viele Jahre lang benutze und wasche, bis sie auseinanderfallen, gab es noch keinen Bedarf, sich was zu überlegen – ich habe die „normalen“ aus dem Supermarkt und ein paar Mikrofasertücher; ein Versuch mit einem Waschbär-Tuch, das ich mal mitbestellt habe, ist gescheitert: obwohl es nichtmal 100% plastikfrei ist, fasern die Nähte schon nach dem 1. waschen aus – hier liegt die schlechte Qualität an der Verarbeitung, nicht am Material. Ich freue mich schon drauf, wenn ich die Dinger guten Gewissens wegschmeißen kann *g* Schade! EDIT im März 2016 meint: ich bin wild entschlossen, die Nähte nachzunähen. Aber nochmal kaufen würde ich die Teile trotzdem nicht. Äppelken hat mit zum testen ein Bambus-Tuch geschickt, das ist prima, das wird wohl das „Tuch der Wahl“, wenns um Nachschub geht.

Geht zu Einab, als Beispiel dafür, was ohne viel Aufwand aber mit ganz ein wenig Bereitschaft zum leiden möglich ist 😉


Aussortiert: ein Pfanneisen, mit dem wir Beide nicht so gut zurechtkommen. Pfanneisen braucht man laut Liste in Satrup für die Flüchtlinge auch noch. Also werde ich das am nächsten Donnerstag zum Treffen mitnehmen.

Kleinvieh, oder: Fidibus, ganz ohne Hokuspokus!

KleinviehKurz nachdem ich mich gestern so über das Reh geärgert hatte – ich war sogar noch oben am Computer – hat es geklingelt. Es war der Ofenbauer – er hatte die offene Tür gesehen, und er wollte man gucken, ob wir denn auch zufrieden sind und wie weit es schon mit dem trocknen des Ofens ist.

Wir sind zufrieden! Der Ofen gefällt uns täglich besser. Und dann – dann!!!! Dann haben wir ein Probefeuerchen gemacht!!!! Und das dürfen wir jetzt immer mal ruhig abends tun. Noch keinen richtigen Abbrand. Aber ein Probefeuer:

Anheizklappe auf, Zuluftgitter auf, etwas Kleinholz, vier, fünf Scheite obendrauf (später, beim richtigen heizen, werden das auf einmal 10 Kilo sein, also um die 10-11 Scheite!), anzünden. Kurz die Türe angelehnt lassen, bis es gut anbrennt, dann gucken. Wenn es ordentlich brennt, die Anheizklappe schließen – und brennen lassen. Unten das Gitter (unterm Schamott im Boden des Feuerraums) wird erst geschlossen, wenn 2/3 weggebrannt sind und fast nur noch Glut da ist.

Was soll ich sagen? Schön, das! 🙂

Und während wir so Käffchen haben und zugucken und schnacken, gehts ums anzünden. Bisher haben wir das mit 2 Blatt Zeitungspapier und Buschholz gemacht. Aber das mit dem Zeitungspapier ist nicht so gut, gibt zu viel Asche. Besser sollte man Anzünder nehmen, aber das will ich nicht. Die meisten sind Chemie pur (es gibt auch die Öko-Version), alle sind verpackt. Ich hatte mir überlegt, aus dem Schmutzwachs, das beim wachsklären anfällt (und das bisher im Müll gelandet ist), „mit irgendwas“ Fidibusse selber herzustellen. Zu sammeln hatte ich schon begonnen! Aber mit was? Die Küchentücher aus Papier vom auswischen des Topfs hatte ich aufgehoben, aber Küchentuch kaufen, um dann Fidibusse draus zu machen? Neeee, wirklich nicht. Holzwolle wäre klasse, aber woher nehmen?

Ja, woher?

Daher!

:-)

🙂

Kein Wort hat er verlauten lassen, der Ofenbauer! Aber als ich später nochmal in den Wintergarten ging (die Tür war ja offen), da stand da dieser Sack mit Holzwolle!!!! Mann, hab ich mich gefreut!!! 🙂 Und bin natürlich gleich nach oben gewetzt, um die restlichen Zutaten zum ausprobieren zu holen:

Schmutzwachs schmelzen (das geht übrigens auch mit Kerzenresten - Tipp für Leute ohne Bienen, aber mit Ofen

Schmutzwachs schmelzen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Die Ausbeute

Die Ausbeute

Dolles Ding, das! Ich muß noch ein wenig an der Technik arbeiten. Man kann erkennen, daß einige Fidibusse Knoten haben – das ist prima, wenn man längere Fasern hat: nicht so viel, was runterfällt *g* Ich bin gespannt, wie die selfmade- Konsum-und-Chemiespar-Fidibusse sich bewähren. Da wir jetzt ja anfeuern dürfen, werde ichs bald wissen 🙂

Übrigens: da ich noch nicht genug Schmutzwachs gesammelt hatte, hab ich einen Stumpenkerzenrest (Paraffin) dazugenommen. Geht natürlich ebensogut, und ist eine Art, recht sauber und müllsparend die Kaufkerzen-Reste zu verwerten. Da damit dieser Tipp auch für Ofenbesitzer umsetzbar ist, die keine Bienen haben, werde ich ihn bei Einab verlinken.

Hätte ich nicht den Sack vom Ofenbauer bekommen, hätte ich bei unserer Tischlerei nachgefragt. Oder die Inlets der Klopapierrollen benutzt: längs in 2cm breite Streifen reißen, aufrollen, mit Wachs tränken. Geht auch, ist bloß nicht ganz so aschesparend (was für einen Kaminofen ja völlig egal ist)


Falls ich mal Sägespäne kriege, hier noch, was das Äppelken in einem Kochbuch(!) entdeckt hat, ein Rezept für Holzanzünder nämlich. Ich zitiere aus ihrer mail:

Anleitung zur Herstellung von Holzanzündern aus Wachsresten:
Man braucht Sägespäne und Wachsreste im Verhältnis 1:4.
Wachs schmelzen, Sägespäne einrühren. Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (die möglichen, Müll sparenden Alternativen dazu kennt ihr ja alle, ne?) streichen, erkalten lassen. Platte in Stücke mit etwa 4-5 cm Seitenlänge schneiden oder einfach in Stücke brechen. Fertig. 🔥

Danke Dir, das liest sich sehr prima!


Und noch eine Idee, fiefhusen nutzt  alte Staudenstengel

Tag der (Haus)arbeit

Eigentlich war ja Himmelfahrt – aber da das Wetter so kacke war, haben wir das mal eben zum Tag der Arbeit gemacht. Dem Tag der Hausarbeit nämlich *g*

Ergebnis:

  • fünf Flaschen Rhabarbersaft (Dampfentsafter, stückig rein, bißchen Zucker dazu, warten, abfüllen – lecker!)
  • fünf Gläser Bärlauchpaste (nicht Pesto, Paste) Bärlauch schneiden, Olivenöl, Salz. Ab zum pürieren, mischen, fertig. Rezept bei und von widerstandistzweckmäßig. Diese 5 Gläser sind etwa von der doppelten Menge Bärlauch. Hält (hoffentlich) erheblich länger als das Pesto und kann dann, wenns keinen Bärlauch mehr gibt, zu lecker Pesto weiterverarbeitet werden.
  • zwei Gläser Schoko-Honigbutter. Die hatte a letztlich da, als wir bei ihr zu Besuch waren, und die war hmmmmm!! Also hat der Herr F., während ich mit meinem Rhabarber beschäftigt war, gemischt:

250g Butter, 125g  Honig, 3 gehäufte Teelöffel Kakaopulver (richtiges. Nicht Instantpulver), 1 Eßlöffel plus 1 Teelöffel Mandelmus, 1 Prise Salz. Alles mischen, fertig. Schmeckt besser als jedes Nußnougat.

Die Ausbeute ;-)

Die Ausbeute 😉

Dann noch abwaschen. Für mich genug Nahrungsmittelverarbeitung für die nächsten vier Wochen. Aber hat gelohnt!


Freitag: gute Nachrichten von Biens: das Mondvolk hat fleißig Weiselzellen zu bauen begonnen, es baut sich also eine neue Königin 🙂

 

Kleinvieh

KleinviehHeute mal wieder zum Thema „Haare“, und zwar deshalb, weil ich doch nochmal auf die Bürstensache zurückkommen muß: wer hier länger mitliest, weiß: meine normalen Haarbürsten (lackiertes Holzgerüst, Draht“borsten“ in Plastik) machten schlapp, und getreu dem Motto: wenn was neues, dann umweltfreundlicher begab ich mich auf die Suche nach der besseren Bürste. Das stellte sich als garnicht so einfach heraus, weil ich ein wenig Bange hatte, meine leicht verknotenden Haare eventuell vergeblich von Naturbürsten entfilzen zu lassen (wer weiß, daß so eine Naturborstenbürste schnell mal über 20 Euro kostet und dann natürlich nicht mal eben im Laden ausprobierbar ist, der weiß, warum ich mich vor dem Test scheute). Dann kamen die Haare ab – ein idealer Zeitpunkt zum umstellen – und natürlich fand ich von dem Moment an nirgends mehr Naturborstenbürsten … Murphy grüßt schön …. Wochen später kam Steffi zu Besuch – und fand eine Wildschweinborstenbürste auf dem Markt. Die hat sie mir mitgebracht, und ich dachte: Na prima- haste wieder für die nächsten 3 Jahre Ruhe. Mein Fazit nach vielleicht 14 Tagen lautete:

Meine Bedenken haben sich als halbrichtig herausgestellt. Tatsächlich komme ich zum normalen morgendlichen bürsten bestens zurecht. Auch verfilztes ist kein Problem, weder morgens noch nach der Wäsche. Aber: nach dem waschen kriege ich einfach keinen Scheitel hin! Ich war gewohnt, mit der Drahtborstenbürste alle Haare nach hinten zu kämmen – und schon fiel ein Scheitel einfach so auseinander! Das geht jetzt nicht mehr… Manchmal ist es dann ja doch zu etwas gut, wenn frau aufhebt und nicht sofort aussortiert… meine Lösung: es liegt seit Jahrzehnten (ehrlich!) noch ein roter Plastikkamm bei mir rum, der schon auf der Wegwerf-Liste stand.

Aaaaaber. Leider hat sich herausgestellt, daß die heftige elektrische Aufladung der Haare beim bürsten nicht, wie ich gedacht hatte, dem zu dieser Zeit wochenlang über Angeln liegendem Hochdruckwetter geschuldet war. Nein, das blieb so, und außerdem merkte ich, daß die Borsten leider wirklich sehr schnell fettig wurden – und von ihnen dann meine Haare. Ich habe die Bürste dann gesäubert, aber das hielt bloß kurze Zeit vor und war noch dazu recht schwierig zu bewerkstelligen. Und zugunsten einer Bürste öfter Haarewaschen? Nein, das will ich auch nicht (und wäre auch kontraproduktiv im Sinne des Umweltgedankens) Ebensowenig habe ich Lust, wöchentlich meine Bürste zu säubern (und mit säubern meine ich nicht „Haare raus“, das mach ich eh nach jedem bürsten) Ich ging also wieder auf Bürstensuche, beschließend, daß diese eigentlich ja tolle Haarbürste fürs obere Bad super wäre (in dem ich mich immer mal zwischendurch bürste) nicht aber für „jeden Tag und nach dem waschen“. Es dauerte diesmal nicht gar so lange, daß mir ein Waschbär-Katalog ins Haus flatterte. Waschbär beantwortete mir, was weder unser hiesiger Bioladen noch der Bürsten-Spezialladen (Fachgeschäft kann man dan wohl nicht sagen, wenn sie so schlecht über ihre Waren Bescheid wissen….), den es seit kurzem in Flensburg gibt, mir sagen konnten: aus welchem Material ist bitteschön der Borstenträger für Eure Holzborstenbürsten? Bei der Bürste, die ich mir nun also gekauft habe, handelt es sich da um Naturkautschuk. Steht im Katalog. Im Netz leider nicht.

Von Holz-Plastik-Draht über Holz-Wildschwein zu Holz-Naturkautschuk-Holz

Von Holz-Plastik-Draht über Holz-Wildschwein zu Holz-Naturkautschuk-Holz

Diese Bürste habe ich jetzt länger getestet, bevor ich etwas dazu schreibe 😉 Und was soll ich sagen? Immer noch genauso gut wie die Drahtbürste. Scheitel-geeignet, leicht zu säubern und ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Nun kann ich bloß hoffen, daß das mit dem Naturkautschuk nicht auf irgendeine andere, mir noch nicht bekannte Art wieder ganz fürchterlich ist. Man kann ihn wohl umweltverträglich gewinnen – oder nicht. Und das ist bei keiner Stelle ausgewiesen, bei der ich bisher Bürsten mit Kautschuk gesehen habe – denn wenn man erstmal weiß, daß das Zeug Naturkautschuk heißt, kann man durchaus auch günstigere Orte im Netz zum Einkauf finden als den Waschbären. Ein Beispiel findet Ihr, wenn Ihr den Link anklickt. Ich bin jetzt versorgt für die nächsten Jahre, aber vielleicht hilft es Jemandem… Diesen Beitrag werde ich wieder bei der Linksammlung von Einab einreichen. Ich habe mal die vom letzten Monat verlinkt (jeden Monat am 10. gehts in einem anderen Blog weiter), weil dort in den Kommentaren unglaublich viele Tipps und Gedanken zusammengekommen sind – lohnt sich, die mal durchzugucken!

Kleinvieh

KleinviehDaß man auf die allereinfachsten Sachen nicht von allein kommt….: unser Vanillinzucker ist aus. Ich habe Zucker in ein Glas gefüllt, ein paar Stücke Vanilleschote dazugetan, warte nun vierzehn Tage (den nächsten Vanillezucker brauchen wir eh erst wannweißichmal *g*) und habe auf ewig guten Vanillezucker. Doll.

Müllfrei, billig, besser:

  • Besser: Vanillezucker. Nicht Vanillinzucker: Vanillinzucker ist mit synthetischen Aromastoffen. Mein Vanillezucker ist „echt“.
  • Müllfrei: Im Laden gibts das in Papiertüten, mehrere zusammen in Plastik. Das spare ich mir jetzt.
  • Das ganze hätte ich sogar mit einem weiteren potentiellen Müll herstellen können: der bereits ausgekratzten Vanilleschote. Wir brauchen bloß nie Vanilleschoten, deshalb habe ich eine unausgekratzte, die da lange schon rumlag genommen.
  • Billig: Und wenn man den Berichten, durch die ich auf diese supereinfache Idee gekommen bin, glauben kann, kann man den Zucker eeeeewig immer wieder nachfüllen.

Danke an foolfashion, die Ideengeberin.


Aussortiert: weitere Fliesenreste. In einem anderen Kellerregal gefunden. Wo kommen die bloß alle her????

Husten

Jetzt also auch noch Husten. Heftigster, schmerzender. Sch***, das, aber immerhin ein Anlaß, auszuprobieren, was ich las. Daß nämlich eine Wachskompresseauf die Brust gelegt, vorzüglich hülfe. Ich habe zwar keinerlei Idee, wie die da helfen können sollte, aber ich habe Zellstoff und Wachs, und probieren geht über studieren.

Also los.

Das hier ist relativ sauberes Wachs, geschmolzen.

Das hier ist relativ sauberes Wachs, geschmolzen.

Das sind 3 Soft-Papiertaschentücher auseinandergefaltet, übereinander gelegt und gemeinsam einmal längs wieder zusammengefaltet.

Das sind 3 Soft-Papiertaschentücher auseinandergefaltet, übereinander gelegt und gemeinsam einmal längs wieder zusammengefaltet.

Und das hier ist meine Wachskompresse, noch tropfend und schweineheiß.

Und das hier ist meine Wachskompresse, noch tropfend und schweineheiß.

Da wir ja schonmal gewachste Tücher für Biens gemacht haben, bei denen das gar kein Problem war, hatte ich diese Hitze nicht vermutet und musste das Dingen gegens tropfen drehend und immer wieder die Hand wechselnd in den Keller laufen, um eine Wäscheklammer zum festhalten zu holen. Aber das wars auch schon an Aggewaas. Und jetzt habe ich seit einigen Stunden eineWachskompresse unterm Unterhemd auf Lungenhöhe klemmen und hoffe, daß es wirklich hilft.

Abwarten.

Tags drauf: entweder ist der Husten von allein SEHR schnell SEHR viel besser geworden, oder das hilft! Jedenfalls tut heute nichts mehr weh, und der Husten ist deutlich weniger und sitzt nicht mehr so fest. Werde ich wieder tun, das! 🙂

Über Tag (ich war auffe Arbeit) musste ich dann doch wieder viel abhusten (was raus muß, muß raus) und es kam mehr und mehr Reizhusten dazu. Daheim angekommen, hab ich mir die Kompresse wieder draufgepackt – und was soll ich sagen? Zwei Stunden später nur noch normales abhusten, kein Reizhusten mehr.

Also, mir scheint da wirklich was dran zu sein,

Zusatzinfo: Der  Freund von a hat Asthma. Ihm hat sie bei mir auch eine Kompresse gebastelt, und er sagt: tut gut!! Hilft!!


Aussortiert: wieder nix. Bin krank.

Gefruchtledert

Erwähnte ich’s bereits? Ja, ich erwähnte es: in diesem Jahr ist alles anders.

Zum Beispiel auch: daß zur Apfelzeit der Ofen noch nicht befeuert ist! Die Falläpfel purzeln, ich habe welche gesammelt, der Holundersaft wartet, und es hat 22° draußen!!! Bis abends noch!!! Aber ich konnte es einfach nicht abwarten und habe trotzdem meine erste Portion Fruchtleder hergestellt!

Eines ist schonmal klar: weitere Portionen nur noch in der Heizperiode…. aber von vorn:

  • Am Heimweg kurz angehalten und Äpfel aufgesammelt (seit Tagen schon lachten die mich an, und offenbar wollte Niemand sie ernten!)
  • Heimzu hingesetzt und diese Äpfel geschnippelt. Mit Schale.
  • In einen Topf, zusammen mit dem Fliederbeersaft von letztens, etwas Rest-Johannisbeersaft vom Juli, einer viertel Zimtstange, 2 Sternanis, einer „Kaffeeportion“ (so ein Papierdingsdich, was man im Cafe bekommt) Zucker (nur zum safttreiben) und 3 Nelken
  • köcheln
  • ärgern: ich finde Anis, Zimt und Nelken nicht zum rausfischen und muß daher die Chose durch einen Durchschlag geben. Normalerweise hätte ich passiert, dann wären die Schalen auch dabeigeblieben. Nuja, nächstes Mal mit Säckchen….
  • den fertigen Brei, der köstlich duftet, auf ein Backblech mit Backpapier gestrichen (hab ich noch, ist aber auch so eine Sache, die ich nicht nachkaufen werde!)
  • und bei etwa 70° in den Ofen, der einen winzigen Spalt offen bleibt, um die Feuchte abziehen zu lassen.

Und das ist der Punkt, an dem’s hakelt: das braucht Stunden. Viele Stunden. Ungefähr zehn oder so. Energieverschwendung pur. Irgendwie habe ich zwar im Vorfeld dran gedacht, aber es war für sonntags kälteres Wetter angesagt (samstags hab ich die Äpfel mitgebracht), und dann hatte ich schon alles geschnippelt und mochte nicht mehr warten … so viel zum Kleinvieh …

Irgendwann war’s oben schon recht ledrig, unten aber noch Brei. Also haben wir’s gewendet, das ging ziemlich gut. Und dabei gekostet – huiuiui!!  Schmeckt einfach saugut, schonmal, auch wenns einem im ersten Moment den Mund zusammenzieht vor „sauer“ – ich mag das ja, süßer dürfte etwas so fruchtiges gar nicht sein. Und dem Herrn schmeckt es auch schonmal.

Fertig ist das ganze nun einfach köstlich!! Anders kann ichs nicht beschreiben. Man kanns auf der Zunge zergehen lassen, hat lange von so einem Stückchen gut, und – hach, wie das duftet!

Tags drauf haben Freunde Zwetschgen und Äpfel angeboten- also habe ich mich gleich nochmal ans schnippeln und köcheln gemacht. Diesmal ganz ohne Zucker, und trotzdem ist der Brei süßer als beim ersten Mal. Ich habe die Gewürze in ein altes Teesieb gepackt, dem ich den Metallbügel gezogen hatte, und das ganze verknotet. So konnte ich diesmal zum Schluß passieren – also gab’s mehr Substanz und weniger Abfall. Das Konzept lautet: warten, bis geheizt werden muß. Also werde ich den (viel größeren) Topf voller Mus portionsweise in Dosen einfrieren, ist eigentlich nix drin, was dagegenspräche. Charge zwei also mit Zwetschgen, anderen Äpfeln (süsseren, übrigens), Gewürzen und im Verhältnis weniger Fliederbeersaft. Und ohne Johannisbeersaftrest, dafür mit einem Schuß Himbeersirup. Aber den laß‘ ich beim nächsten Mal, der ist so süß und riecht auch so – das hat mir nicht so gefallen.

Abends dann, es hatte geregnet und ordentlich gewindet, war’s doch recht kühl- und so habe ich die 1. Portion doch gleich auf einem Blech ins Wärmfach vom Ofen geschoben. Ob’s klappt?

Charge2 , Portion 1 ;-) weniger Fliederbeersaft, Äpfel, Zwetschgen

Charge2 , Portion 1 😉
weniger Fliederbeersaft, Äpfel, Zwetschgen

Obwohl das Blech von unten recht heiß ist und die Masse nach 3 Stunden Wärmfach oben schon etwas trocken wirkt, hat’s überhaupt nicht geduftet (wie aus dem Backofen oder aus dem Topf immer), und wendbar ists auch noch nicht, unten ist alles noch musig. Habe für die Nacht ein Backpapierstück aufgelegt, damit’s nicht einstaubt. Mal sehn, was morgen ist…

„morgen“ wars abends auch kalt genug – und dann ging irgendwann auch das wenden. Und am nächsten Tag war dann auch Charge 2 fertig zum kleinschneiden. Schmeckt besser als im musigen Zustand. Schmeckt sogar gut! Süsser noch immer als das 1., pflaumig. Anders gut halt, aber gut!

 


Aussortiert: heute nix. Hab den ganzen Tag so geschuftet, daß ich keine Lust hatte, noch was rauszusuchen….

 

 

Bio: Richtigstellung und Ergänzung ….

… zum Bio-Thema:

hab ich noch nie im "bio"-Regal gesehen: Drachenfleisch

hab ich noch nie im „bio“-Regal gesehen: Drachenfleisch

Hier hatte ich aufgeschrieben, was ich zum Thema Bio-Siegel/-marken recherchiert hatte bzw zu wissen glaubte. (Ich habe das editiert, also beim nachlesen nicht wundern, daß da jetzt nix falsches mehr steht *g*)

Nun haben wir – Bienen sind ja zu so manchem gut *g* – die Bekanntschaft von einer Bio-Landwirtschafts-Kontrolleurin gemacht, die seit 20 Jahren den Job hat, die unterschiedlichen Bauernhöfe diverser Bio-Erzeuger daraufhin zu kontrollieren, ob das, was sie tun, auch den Richtlinien entspricht. Wir haben uns folgendes berichten lassen:

  • es stimmt, daß man als VerbraucherIn gut fährt, wenn man sich an demeter- oder Bioland-Produkte hält. Was die Tierschutz-Richtlinien betrifft, ist Bioland sogar in manchen Dingen noch strikter als demeter, zB dürfen bei demeter Kälber ab 6 Monaten angebunden werden, bei Bioland nicht.
  • es stimmt nicht, daß das deutsche Biosiegel für besseren Bio-Standard steht als das europäische. Das deutsche ist ein freiwilliges Zusatzsiegel, das keinerlei andere Regeln vorgibt als die des europäischen Biosiegels.
  • es stimmt, daß beim europäischen Siegel Zusätze bis 5% von nicht-bio-Dingen erlaubt sind. ABER!!!!! Das heißt NICHT, daß in der Milch bis 5% konventionell erzeugte Milch untergepanscht sein darf oÄ! Es gibt nur GANZ BESTIMMTE ZUTATEN, die in Bio nicht oder zu wenig erhältlich sind (wie zB Salz oder getrocknete Himbeeren), die bis 5% von bearbeiteten Lebensmitteln ausmachen dürfen. Wer also frisches Gemüse oder Obst mit europäischem Biosiegel kauft, kauft bio nach Europa-Standard, nicht aber einen Teil “ daruntergemogelter“ konventioneller Ware. Das, so erzählte sie uns, wissen sogar einige Neu-Erzeuger nicht, so schlecht funktioniert da die Kommunikation nach außen!
  • Der Europa-Standard ist allerdings niedriger als der von Bioland oder von demeter. Auch Naturland ist eine Marke, auf die man als überzeugteR Bio-KäuferIN nur ausweichen sollte, wenn’s nix „richtiges“ im Regal gibt, denn bei Naturland ist das Regelwerk wohl sehr schwammig und damit sehr breit auslegbar, so daß ihrer Meinung nach diese Marke auch eher ein Halb-Bio ist.

Nach der Küken-Schredderei habe ich nicht gefragt, das Gespräch drehte sich um anderes, so daß ich speziell daran nicht gedacht hatte. Auch konkreteres zum europäischen Siegel kann ich (noch?) nicht liefern, weil wir dann wieder über anderes gesprochen haben. Falls Ihr aber konkrete Fragen habt, habe ich jetzt eine Fachfrau an der Hand, bei der ich mal nachhaken könnte.

 

Bärlauchsoße

Letztens im Schleswig-Holstein-Magazin als Lachssauce gesehen, gedacht: das könnte auch mit Nudeln schmecken, getestet und für gut befunden. Und so langsam kommt jetzt auch bei uns der Bärlauch hoch. Noch reicht es nicht fürs Pesto, aber für dies‘ Gericht kann man was zusammensammeln …

Für zwei Personen

  • 2 Alfredotassen  Milch und
  • 1 Alfredotasse Sahne mit
  • Salz (ruhig ordentlich!!) erhitzen.
  • Derweil in anderm Topf Nudeln kochen
  • Bärlauchblätter nach Geschmack (ich hatte 12 mittelgroße, beim nächsten Mal würde ich mehr nehmen) grob zerkleinern und dazugeben. Pürieren. Wenn die Sauce kocht, etwas Binder dazu, damit sie nicht zu dünn bleibt

– und fertig!!

Nun bestehe ich ja bei sämtlichen Rezepten, die ich gern nachkochen möchte, auf sehr genaue Angaben. Liegt daran, daß ich wirklich nicht die geborene Köchin bin und das brauche, um zurechtzukommen.

Dieses Rezept ist allerdings so dermaßen einfach, daß selbst ich mit den „Ein Drittel Sahne, zwei Drittel Milch“-Angaben zurechtkam, deshalb habe ich mir jetzt auch nicht die Mühe gemacht, nachzumessen, wie viel in so eine Tasse reingeht. Der Rest ist ja dann eh abschmeck-Sache.

Uns hat das gut geschmeckt, und es ist so schön einfach!!!!

Guten Appetit!

 

Fruchtleder

Es ist eine ganze Weile her, da habe ich an einem Wettbewerb teilgenommen. Elke von „Günstig gärtnern“ hat einige Gartenbuch-Leseexemplare, die sie von verschiedenen Verlagen bekommen hatte, als Preise ausgeschrieben für alle, die ihr Fotos von eigenen Upcycling-Gartenideen schicken würden.

Und ich habe tatsächlich gewonnen 🙂

Das hier hatte ich eingeschickt

..und das ist draus geworden (ruhig hinklicken, da sind noch mehr nette Upcyclingideen- mir persönlich gefällt ja das Futterhausdach aus altem Plastiktopf am besten)

Gewonnen habe ich das Buch „Wo die Seele aufblüht“ – und jetzt hab ich’s durch. Es ist eine jahreszeitlich geordnete Sammlung von kleinen Geschichten aus dem (Schreber-Großstadt-)Garten. Deshalb habe ich sie mir im WC aufs Fensterbrett gelegt und vom allerersten Vorfrühling bis jetzt immer wieder gelesen. In einem durch ging nicht, dafür war’s mir ein wenig zu enthusiastisch-schwärmerisch 😉 Aber in kleineren Häppchen war gerade das wirklich schön. Die Frau braucht kein MBSR, die Übungen die wir da gemacht haben*, macht sie von ganz allein in ihrem Garten- ein ganzes Kapitel übers ausbuddeln, zubereiten und essen von drei Roten Beten (hej, PurpurBete, das könnte Dir gefallen!!), eins über den Himmel, übers hören, über Farben…. das nenne ich „den Moment genießen“; manchmal wurde ich ganz neidisch über ein solches Naturtalent…. am besten haben mir aber zwei Rezepte gefallen:

  1. wie sie die Herstellung von Moosbrei ausprobiert (nicht zum essen, sondern um einen häßlichen Beton-Pfeiler bewachsen zu lassen. DAs ist nämlich gar nicht soooo einfach, es muß schon das richtige Moos für den richtigen Standort sein, damit das klappt. Dieses Moos (eine Handvoll) im Mixer mit 2 Tassen Joghurt, 1/2 TL Zucker und evtl etwas Wasser mischen und aufstreichen- Moosgrafitti, wenn’s anwächst! Toll.
  2. das Fruchtleder-Rezept! Das werde ich unbedingt im Herbst ausprobieren müssen! Äpfel schnippeln, Ingwer, Koriander, Zimt, Holundersaft, etwas Zucker dazu und ein paar Stunden köcheln (ha! Bis dahin haben wir ja unseren neuen Ofen, wenn ich das da drauf stelle, kann es simmern, daß es eine Lust haben wird ;-)) Dann nochmal pürieren, die Masse auf Backbleche streichen und die oben auf die (ha!) Lüftungsgitter oder (nochmal ha!) Fliesen stellen. Und warten. Zitat: „Es hat die Konsistenz weichen Leders, die Leuchtkraft farbiger Kirchenfenster und schmweckt ungefährwie der geschmorte Saft, der sich bei der Bratapfelherstellung am Topfrand absetzt und fest wird: eine Symphonie aus Sonne, Äpfeln, Feuer und Zeit“

Hört sich gut an, gell? Ich werde berichten… und in der Zwischenzeit kann, wer mag, gern das Buch ausleihen und sich von der Begeisterung der Frau Bewernitz für die kleinen, schönen Dinge anstecken lassen….


 

*MBSR: MindBasedStressReduction. Auch Achtsamkeitstraining genannt. So einen Kurs hab ich grad hinter mir, war gar nicht schlecht- wenn ich jetzt weitermachen würde, so für mich, würde das allerhand bringen. Aber ich wieder….. vielleicht erzähl ich später mal genaueres dazu, derzeit wiedermal: keine Zeit, das wäre nicht eben mal so fix hingeschrieben.

Großstadtmahlzeit

Ich war in einem „befreundeten“ Blog auf ein Rezept gestossen, das meine Geschmackspapillen beim lesen auf „Speichelproduktion“ gesetzt hatte

Gebackene Bete mit Feigen und Ziegenkäse

heißt es, und es las sich einfach zu machen und lecker.
Ok, dachte ich also, kaufste mal eben fix auf dem Weg nach Hause ein, und dann—-Yummie!
Pustekuchen! Nicht, daß in der Kreisstadt die Feigen das Problem gewesen wären- nein, Feigen gab es- obwohl ich extra den Herrn F. gebeten hatte, die schonmal mitzubringen. Was ich nicht bekommen konnte (und ich war gleich in ZWEI Supermärkten!!), waren Rote Beten!! Damit hatte ich nicht gerechnet- Versuch eins gescheitert.
Zwei Tage später hatte der Herr F. Rote Beten mitgebracht. Inzwischen hatte sich aber herausgestellt, daß die Feigen nicht von bester Qualität gewesen waren- die waren nämlich inzwischen schimmlig….- Versuch zwei gescheitert.
Am nächsten freien Tag hab ich mich wieder auf die Räder gemacht.  Ab ins nächste Dorf, Feigen kaufen. Diesmal gab es Rote Beten zu Genüge – aber Feigen gab es nicht!! Zumindest nicht bei Supermarkt eins und zwei, aber inzwischen gibt es ja in den meisten noch so kleinen Käffern- gelobet sei der Verdrängungskampf- mindestens drei. So auch bei uns- und siehe da: im Discounter gab’s Feigen, frisch.

Manchmal ist das Leben hart an der Küste… oder eben auf dem Land, das trifft’s diesmal eher: was für die Großstadtpflanze ein schnelles Gericht ist,  ist für das Landei nur mit langem Einkaufs-Vorlauf machbar! Aber jetzt konnte ich endlich loslegen, schön nach Rezept, und das wollt Ihr sicher jetzt wissen, gell?

Bitte schön, hier isses.

Wenn Ihr das mal kochen solltet, dann empfehle ich: unbedingt mehr Rote Bete als nötig  in Öl-Salz schütteln und vorbacken- die Dinger schmecken so lecker, wenn sie aus dem Ofen kommen (auch kalt, übrigens), daß ich mich schwer zurückhalten musste, um Versuch drei nicht durch übermäßiges Vorausnaschen zum scheitern zu verurteilen! Aber da ich ja als  Vorbild in Sachen Mäßigung und Selbstdisziplin weit und breit bekannt bin, hat es natürlich abends für den Herrn F. und mich doch noch eine Mahlzeit gegeben.

Danke fürs Foto :-)

Danke fürs Foto 🙂

Mahlzeit?? Ja. Natürlich gibt es bei uns nicht sowas wie Vor- und Hauptgericht, nicht, solange ich kochen muß *g* Dementsprechend gab’s einfach für JedeN ein paar mehr von den Schmackofatzen 😉
Und Schmackofatze, das sind die kleinen Dinger wirklich! Die Mühe lohnt, denn die schmecken klasse! Dieser Mix von süß und Ziegenkäse ist einfach toll (wobei ich beim nächsten Mal die Ziegenkäsescheiben dicker, die Feigenscheiben dünner machen werde als bei diesem Mal), und die Rote Bete sowie der Honig dazu- hmmmmmm!

Eine kleine Anmerkung: es ist natürlich schön, wenn man eigenen Honig für eine Mahlzeit nutzen kann 🙂 aber selbst wenn man nur gekauften hat: Wasser dazuzugeben ist meiner Meinung nach die schlechtere Alternative, um ihn streichfähiger zu machen. Wenn’s sein muß (und bei unserem musste es sein), dann vorsichtig erwärmen (am liebsten nicht über 40°!), das macht ihn weicher bis hin zu flüssig- so kann man ihn wunderbar aufstreichen oder unterrühren.

Das nachmachen sei Euch wärmstens ans Herz gelegt- und für Diejenigen von Euch, die in der Großstadt wohnen, ist das Ganze auch wirklich gaaaaaanz einfach!! 😉

Pasta mit Spinat, Blauschimmelkäse und gerösteten Pinienkernen

Das hab ich vorhin gerade nachgekocht. Schmeckt gut und geht schnell- und die Pinienkerne sind so der kleine Pfiff dabei! Das gibt’s ab jetzt bestimmt öfter mal in der Villa Fjonka.

Juliakocht's Blog

Ein riskantes Gericht – wurde doch vom Esspublikum vorab schon reklamiert, was dieser grausige verschimmelte Käse im Kühlschrank sein soll … und Spinat ist ja auch nicht der große Freund. Es wurde ansatzweise dann aber doch gegessen. Ich fand es gut – und es geht verdammt schnell!

Zutaten:
200 bis 250 g Nudeln (Farfalle, Fusilli, Spagetti, …)
4 Handvoll frischer Spinat (in diesem Fall tiefgefroren, aber aus dem eigenen Garten), klein geschnitten
1 mittleres Stück Blauschimmelkäse vom freilaufenden Käsebauern, in kleine Würfel geschnitten
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
eine Handvoll Pinienkerne
1 Knoblauchzehe, gehackt

Zubereitung:
Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch anschwitzen (nicht bräunen!), Spinat zugeben und zugedeckt leicht dünsten lassen.
Kurz vor Ende der Pasta-Garzeit den Käse zum Spinat geben und Hitze wegnehmen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Spinat mit den Nudeln vermischen, Pinienkerne drüber streuen, servieren.

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Katastrophe abgewendet – und dabei im Servicewunderland gestrandet

Es hat geklappt, und es hat gar nicht so lange gedauert, wie es hier im Blog scheinen mag:

Nachdem unsere alte Espressomaschine ihren Geist aufgegeben hatte, bin ich gleich am nächsten Tag mit dem Paradiesapfel nach Eckernförde gefahren, wo es angeblich ja eine jura- Testmaschine geben sollte.
Gab es aber nicht. Die waren dort mitten im Umbau ihres Ladens und hatten keine Ahnung von der Aktion sowie keine Maschine da. Der freundliche Herr versprach mir aber, sich zu kümmern und zu melden.

Das war freitags. Dienstags habe ich angerufen. Nach drei Tagen mit nur mäßig gutem Herdplattenkaffee war ich der Meinung, zumindest könne man mir nun Bescheid geben, ob das klappt mit der Testerei. Ohnehin hatten wir noch immer keinen Plan B, denn ohne Geschmackstest eine immerhin mehrere hundert Euronen kostende Maschine zu kaufen- nein, das konnten wir uns nun auch nicht vorstellen.
Also, Dienstag am Telefon: keiner wusste von irgendwas. Na., toll! Diesmal habe ich mir den Namen des freundlichen Herrn von Euronics geben lassen. Grrrr. Am Mittwoch dachten wir schon, daß unsere Testträume zerstoben seien wie die Milch im Aufschäumer der Maschine (na, ist das nicht ein poetisches Bild??? *g*), doch am Nachmittag wurden wir angerufen: wir können eine Maschine holen!
Gleich rief ich den Herrn F. auffe Arbeit an, damit er auf dem Rückweg einen Schlenker mache- und nachts war an schlafen nicht zu denken, denn noch am gleichen Abend haben wir getestet. Und 2 Espressi nach sechse abends führt nunmal zu Schlafmangel….

Testmaschine

Testmaschine

So sieht sie aus, und sie steht noch immer hier- denn aus den drei Tagen wurden mehr. Weil wir nämlich angerufen haben und gesagt: schmeckt, taugt, wollen wir- aber in silbern.
Haben sie nicht da, sagte der nächste freundliche Herr von Euronics. Werde aber unverzüglich bestellt.
Worauf nach drei Minuten das Telefon klingelte:
Sei doch da, könne geholt werden.
Worauf der Herr F. tags drauf die obige Maschine einpackte, ich gespannt abends von der Arbeit kam- und sie, dieselbe Maschine nämlich, wieder dastehen sah:
Der Herr F. war in den Laden gekommen, hatte lange auf den freundlichen Herrn von Euronics gewartet, war dann zum bezahlen geschickt worden, der freundliche Herr von Euronics hatte gesucht und gesucht und gesucht – und musste dann feststellen, daß er falsch informiert worden war: die Maschine, die da war, war keine Micro easy one touch, sondern eine Micro easy 9. Oder so. Der Herr F. war also ganz umsonst nach Eckernförde gefahren, konnte aber immerhin erreichen, daß unsere Testphase mit der Leihmaschine bis zum 13. 9. verlängert wurde.

Vorhin dann – ich war grad mit dem Baumgutachter draußen, aber das ist eine andere Geschichte – das Telefon:
der freundliche Herr von Euronics sprach auf den Anrufbeantworter: er habe sich jetzt kundig gemacht bei jura, wir können eine Testmaschine bekommen, leider sei die Anfrage kurzfristig vergessen worden, weil (das hab ich nicht verstanden), aber falls ich noch Interesse hätte, wie gesagt, jederzeit….
Hm. Das war wohl ein anderer freundlicher Herr von Euronics *ggg*

Wollen wir mal hoffen, daß unsere Bestellung nicht auch in Vergessenheit geraten ist, schließlich hat der Herr F. ja schon bezahlt (aber immerhin als Beweis auch einen Abholschein mitgekriegt) Noch ist ja nicht der 13. 9.
Man darf gespannt bleiben ….