Schmacket!

Am Sonntag bekam ich die Anfänge des neuen Paradiesapfelblogs zum gegengucken anempfohlen. Hab ich getan- aber naja, da stand dann schon das erste Rezept, ein Apfelbrot, und das hörte sich sowas von superduper-lecker an, daß ich nicht widerstehen konnte und glieks man Äpfel geraspelt und zum ziehen in den Kühlschrank verfrachtet habe. Mit Zucker. Mit Macobado-Zucker. Mit BITTE????

Wir führen ja einen Haushalt, der eigentlich eher nicht auf Dinge wie „kochen“ oder „backen“ eingestellt ist. Und jetzt also Macobado-Zucker. What the hell is Macobado-Zucker??? Natürlich hätte ich nachfragen können, aber ich bin etwa 267%ig sicher, den nie wieder zu brauchen, also hab ich stinknormalen Zucker genommen, und statt des Roggen-Vollkornmehls gab’s Weizen-Nichtvollkorn. Den Rest hab ich aber ganz wie angegeben gekauft und dann gestern den Ofen angeworfen. Und da kam es dann also rein, das, was mal ein Apfelbrot werden sollte. Nicht, wie gedacht, in der Kastenform- so selten benötigte Sachen wie Backformen sind nämlich in wichtigen Momenten unauffindbar. Wie zB in dem Moment, da man mit teigverklebten Händen dasteht, der Ofen fertig vorgeheizt ist und man feststellt: Alles hab ich zurechtgelegt, aber nicht die Backform. Dann suchen geht und eine Viertelstunde später beschließt, daß das ja auch in der Guglhupfform wunderbar gehen müsste….

A propos „alles zurechtgelegt“: gestern hatte ich noch laaaaaange nach dem Zimtpulver gesucht. Ich war sicher: wir hatten welches. Nachdem ich den Gewürze-Schrank zweimal umgekrempelt hatte, hab ich heute neues gekauft. Und dann, beim EINräumen der Gewürze, als das Apfelbrot im Ofen war- da sehe ich das Zimtpulver dastehen. Ganz vorn sogar, in der ersten Reihe…. Aber das nur so nebenbei.

Hier ist also das im werden begriffene Apfelbrot nach Paradiesapfelrezept (jedenfalls fast) vor dem verschwinden im Ofen.

Ich bin sehr gespannt, wie es da rauskommt und wie es nachher schmeckt …. denn momentan, während ich das hier schreibe, bäckt es grad so vor sich hin.

——–

2 Stunden später:

Ich habe bereits nach 30 Minuten abgedeckt, weil es doch schon recht dunkel war, und nachdem ich mehrfach gepiekst hatte, hab ichs vorsichtshalber auch schon nach 60 Minuten rausgenommen- und das war auch gut so. Hier isses:

Schmeckt sehr lecker, ist aber nix für Gebißträger- man muß schon gut zubeißen können, um ans flauschig-feine Innere zu kommen 😉 Wird wohl am Nicht-Vollkorn liegen, nehm ich an. (Äppelken?? Sachma‘!)

Da wir aber noch herzhaft zubeißen können, wird uns das nicht dran hindern, das leckere Teil ziemlich schnell zu verspeisen!

Beim nächsten Versuch werde ich’s wohl mal bei 150° und 60 Minuten versuchen. Kann sein, dann ists noch nicht durch- sieht man dann. Aber nochmal versuchen werd‘ ichs sicher, denn das SCHMECKT!!!!

Und so kann ich durchaus sagen: heute bin ich…

Kennt Ihr das? Herrliches Buch! Heißt „Heute bin ich“, und mehr Bilder gibt’s, wenn’s mal paßt 😉

Bärlauchpesto

Der Höhepunkt jeden Frühjahrs seit vier Jahren: des Herrn Bärlauchpesto.

Vor fünf Jahren nämlich bekam ich von der netten Nachbarin eine dicke Handvoll Bärlauchknollen geschenkt. Ich habe sie in drei Teile geteilt und an drei verschieden schattigen Stellen mit Wuchererlaubnis (vorsorglich, man hört ja so Einiges …) ausgepflanzt, und tataaaaa, bereits ein Jahr später hatten wir unser erstes Pesto.

Ein Gläschen voll.

Es war GUT!!!!

Im nächsten Jahr waren es bereits mehrere Gläser, darauf das Jahr mehrere Ernten und im letzten Jahr haben wir erstmals feststellen müssen, daß das Pesto im Kühlschrank auch schlecht werden kann…. nicht, weil wir’s satt hatten, sondern weil es so viel war, daß es so weit kam. Wir benutzen es übrigens nicht als Nudelsoße, sondern als superleckeren Brotaufstrich.

Bärlauch- vorher und nachher:

  

Anläßlich der ersten Gläser in diesem Jahr hier jetzt das wunderbare Rezept des Herrn F.

Die einfachste Apfel-Tarte

Ich hab diese Apfeltarte ausprobiert und finde sie schön einfach zu machen und sehr lecker- am 2. Tag sogar noch besser als lauwarm am ersten (ich hätte vermutet, es wäre umgekehrt…)
Danke für das feine Rezept!
Außerdem ist dies ein Test für die neue Art, zu „re-bloggen“- ich bin gespannt, wie das nun gleich bei mir im blog aussieht.

Leibgericht

Vor einiger Zeit habe ich auf der Suche nach Kichererbsengerichten dies hier gefunden- seither ist es mein Leibgericht und schon mindestens 10x auf den Tisch gekommen. Es schmeckt wirklich grandios, und schnell geht’s dazu- so soll ein Essen sein!

Blitzschnelles Kichererbsen-Bananen-Curry … nach der Arbeit dieses Curry zubereitet, das praktischerweise so schnell gekocht ist, dass Ungelduld erst gar nicht aufkommen kann. Die Idee dafür habe ich mir hier auf Gourmandises végétariennes geholt, bei mir ist es dann aber doch etwas anders geworden. Geschmacklich ist es auf jeden Fall eher ungewöhnlich und wohl nicht unbedingt jedermanns Sache, aber ich persönlich finde es toll… Read More

via Homemade deliciousness

Eine Bahnfahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt, die ist schööööön….

Eine Überschrift, die ich voll unterschreiben kann. Ich fahre gern Bahn. Gemütlich im Warmen sitzen, stricken, lesen, die Landschaften an sich vorbeiziehen lassen – wunderbar entspannend!

„Ja, da kann man was erleben, und da kann man etwas sehn“ – so geht das schöne Lied weiter, und da fühlt sich die Bahn offenbar in die Pflicht genommen (und jetzt meine ich mal diese Firma, die sich ja nur noch die Bahn nennen lässt – als gäbe es keine Konkurrenz, aber das ist ein anderes Thema)

In den letzten Jahren habe ich wirklich viel erlebt und geseh’n. Ein besonders nettes und spannendes Erlebnis von vor etwa einem halben Jahr:

Volle Bahnsteige mit wartenden Menschen (bunt anzusehen, ich bin im Hamburger Hauptbahnhof – einem Landei wie mir erschließen sich ungeahnte modische Paralleluniversen vom Turban über den Kaftan bis zum VokuHila – die Bahn sorgt für meine Weltoffenheit, indem sie uns allen mindestens eine halbe Stunde Zeit gibt, uns gründlich umzusehen), die sich – endlich ist der Zug da – versuchen, in den Wagen zu pressen. Ich steh schon drin, dicht an die Menschen vor mir gedrückt (wann hat man in modernen Zeiten schonmal die Chance auf so viel Körperkontakt??) Hinter mir ein Mann mit Kinderwagen, das größere Kind (vielleicht 3) wird noch von einer freundlichen Dame von draußen reingehoben, wir versuchen, zentimeterweise nach vorne zu rücken, denn hinter uns warten noch Dutzende auf den Einstieg.

Da! – Die Türen schließen, und auf die Minute pünktlich fährt der ICE ab!!!

Ich stutze, schaue rückwärts – fassungslose Gesichter auf dem Bahnsteig!! Im losfahren sehe ich noch gestikulierende Arme, Menschen, die versuchen, die Türen noch zu öffnen – ja, was wollen die? Ständig das Gejammer wegen der Verspätungen, nun wird kon-se-quent Pünktlichkeit vorgelebt, und es ist auch nicht richtig?

„Falleri, fallera, falleriariariafallera!!“

Ich bin ja drin, alles gut, also warte ich, bis die Staus sich auflösen. Sorgen machen muß ich mir nicht, ich hab ja einen Platz reserviert. Wobei- da fällt mir ein – Die Bahn wird doch  nicht…… einige Zeit vorher waren wir zu 2. unterwegs, hatten Sitzplätze reserviert – der Zug kam auch tatsächlich (irgendwann) angefahren – aber ohweh! Ohne den Waggon, in dem unsere reservierten Plätze sind!!

Aber: ois easy!! Inzwischen bin ich am Sitzplatz. Abteil gabs diesmal nicht. Also kann ich ganz entspannt sein, denn ich kann mich eh nicht auf eine ruhige Fahrt freuen. Nicht wie damals: da hatte ich extra einen Platz im  Ruheabteil gebucht. Prima, ich setze mich da rein und freute mich – bis 5 Minuten später meine AbteilgenossInnen auftauchten: eine junge Mutter mit 3 Kindern im Alter von wenigen Monaten bis zu ca 3-4 Jahren. Mein verzweifelter Blick zu dem „Psssst“-Symbol an der Wand entging ihr nicht, die Frau war wirklich nett und entschuldigte sich sogar- sie hatte nicht Ruheabteil gebucht, aber ihre Platzreservierungen lauteten auf diesen Wagen und diese Plätze …. das Ganze ging übrigens gut aus: ich habe mir im (diesmal recht leeren) Zug einfach einen anderen Platz gesucht.

Puh, mein Platz ist frei, ich muß ihn mir also nicht einmal mit einem schlechten Gewissen ersitzen wie auf der Fahrt, auf der in meinem Abteil im total überfüllten Zug auch ein wirklich uraltes Pärchen saß. Kein Problem – bis ein junger Mann kam, der den Platz des zittrigen, gehbehinderten Herrn reserviert hatte….. auch das ging gut aus – jedenfalls für die alten Leute (die übrigens, ganz vom alten Schlag,  sofort den Platz räumen wollten. Sie bestand auch darauf, zu stehen, aber er durfte sitzenbleiben – wir anderen 4 haben uns mit stehen abgewechselt) Jetzt kann das „lustig und schön“ kommen…..

Gut, ich gebe zu, für das letzte Abenteuer hatte nicht die Bahn gesorgt – aber man muß zugeben, das Unternehmen tut, was es kann, damit das schöne Volkslied nicht Lügen gestraft wird. Ich bin schon ganz gespannt, was sie sich für morgen ausgedacht haben. Ich werde das Wagnis eingehen, von hier nach Bonn zu fahren!!
Heute gabs schonmal Lokführerstreiks… Ich werde auch älter und bin nicht mehr ganz so abenteuerlustig wie früher, deshalb hab ich den Herrn F. gebeten, mich schonmal bis Kiel mitzunehmen – eine Möglichkeit weniger, bis zum ICE in Hamburg so viel Verspätung zu haben, daß ich ihn nicht mehr kriege. Das passiert nämlich zimelich häufig auf der Strecke Süderbrarup-Kiel-HH.
Gerne erinnere ich mich immer noch an damals, als Altona Stellwerksausfall hatte, wir Alle S-Bahn bis Hauptbahnhof fahren mussten, von der S-Bahn im Laufschritt Richtung ICE-Gleis rannten – und ich (die Bahn hat extra für die dramatische Wirkung eine lange Schautreppe zu den Gleisen errichtet) von der Treppe aus zusehen durfte, wie der ICE – auch diesmal auf die Minute pünktlich- die Türen schloß und mehrere Dutzend Leute zum service-point (!) stürmten – auf meine zugegebenermaßen in relativ patzigem Ton vorgebrachte Frage, wieso der Zug nicht gewartet habe, spätestens 5 Minuten später seien wir Alle drin gewesen, wurde mir beschieden „Ein ICE wartet nicht“

Da sieht man: Die Pünktlichkeitsoffensive wirkt!! Service wird großgeschrieben!! Erlebnis pur!!

Wie gesagt: ich bin schon gespannt….

Tiramisu

Gleich noch was zum Thema „So soll es sein – Dinge, die sich nicht mehr verbessern lassen“

Ich habe nämlich schon seit mehr als 10 Jahren das Rezept für das beste Tiramisu, das ich je gegessen habe (und es ist bei weitem nicht das einzige – falls das jetzt Jemand glaubt *g*)

Hier isses:

1 Tasse starken Espresso abkühlen lassen (und da bitte nicht diesen Pulver-„Espresso“ nehmen, und auch nicht  Tassimo oÄ, sondern RICHTIGEN Espresso aus dem Kännchen auf dem Herd oder einer vernünftigen Maschine- schließlich soll’s ja GUT schmecken, gell?)
Die Hälfte von ca 200g Löffelbisquit in einer Form auslegen, mit der Hälfte des Espresso beträufeln.
4 Eigelb,
100g Puderzucker
2 cl Amaretto (das sind 2 Schnapsgläschen voll. Sag ich nurmal so, weil, in den Anfängen hatten wir mal 2 SAFTgläser voll genommen – dsssschmeckte durchaussss auchganzguttt…. aber….nuja….)
und 500g Mascarpone mischen,
2 Eiweiß (ääähm, die Eier sollten aber bitteschön, damit’s dann auch wirklich schmeckt, mindestens aus Freilandhaltung sein. Ja, das macht was aus!! *g*) steifschlagen und unterheben. Die Hälfte auf die Löffelbisquits geben, dann nochmal eine Schicht Bisquits – beträufeln – 2. Hälfte der Creme drauf. MINDESTENS 2 Stunden kühlstellen, dann
Kakao (also, nicht Nesquik. Kakao.) nach Geschmack drüberstäuben.

Guten Appetit!!

Ursprünglich hab ich dieses Rezept von meinem Freund Peter. Der wiederum hat’s aus einer uralten Stern-Ausgabe. Vielen Dank dafür!!!

Und jetzt verrate ich auch noch, wieso ich grad heute darauf komme: der Herr F. hat nämlich morgen Geburtstag, und da hat er sich das gewünscht! Lieber, falls Du das rechtzeitig liest, kannst Du Dich schonmal freuen, ich hab 2 miniwinzigkleine Portionen extra gemacht, für heute abend, zum kosten….

Essen fassen!!

Wir Beiden haben vor einigen Monaten beschlossen, daß wir nur noch Bio-Fleisch und -Wurst kaufen wollen. Grund: Das Unbehagen über die Tierhaltung sowie den Anbau des Futters in der konventionellen Tierproduktion. Ich bin wahrlich keine Expertin, was die ganzen Zusammenhänge angeht, und sicherlich bin ich in Vielem, was ich dazu so zu sagen habe, schnell widerlegbar. Aber mein Gefühl ist, daß es einfach nicht richtig sein kann, wenn

  • Tiere in viel zu engen Ställen gehalten werden,
  • sie kein Tageslicht zu sehen bekommen,
  • mit immer mehr Medikamenten verhindert wird, daß sie ob dieser Bedingungen krank werden
  • ihr Futter so angebaut wird, daß ihre wilden „Kollegen“ auf den Feldern kein Auskommen mehr haben

usw.. Deshalb dieser Entschluß. Gemüse und Obst kaufen wir schon länger hauptsächlich „Bio“, aus geschmacklichen Gründen und aus Naturschutzgründen.

Nun sind wir ja doch PragmatikerInnen durch und durch, und wenn des Herrn Mama uns leckeres „G’reichert’s“ schickt, dann schmeißen wir das nicht weg. Und wir gehen auch nicht nur in die 2 Restaurants im Umkreis, die Biofleisch auf der Karte haben. Aber daheim gibts (selbstgekauft) nun nur noch Fleisch und Wurst vom Biohof.

Lange Jahre hab ich gedacht: „Irgendwann will ich mal Vegetarierin werden“, aber irgendwie ist es nie so weit gekommen, und der Gedanke lag mir mit den Jahren eher ferner als näher, denn: mir schmeckt erstens Tierisches einfach gut, und zweitens lässt sich’s mit oft einfacher kochen als ohne. Und so bin ich jetzt mit dieser Halb-Lösung ganz zufrieden.
Was mir noch ziemlich stinkt, sind meine Mittagspausen: im kleinen Städtchen ist es einfach nicht möglich, eine schnelle, günstige Mittags-Kost zu finden, die mich ohne ein schlechtes Gefühl zubeißen lässt: ich habe die Wahl zwischen belegten Brötchen mit Fleischsalat (garantiert billigst und aus Quäl-Fleisch, aber schmeckt), belegten Brötchen mit Ei (garantiert billigst und aus dem Hühner-KZ, aber schmeckt) und belegten Brötchen mit Käse. Käse heißt: lappiger junger Gouda frisch aus der Plastikfolie. Kann mit etwas besserem Gewissen verzehrt werden, weil es Milchkühen ja noch verhältnismäßig gut geht, schmeckt aber nicht 😦
Das wars dann auch schon mit der Auswahl, denn im kleinen Städtchen gibt’s zwar eine Suppen-Bar (was für mich Suppen-Liebhaberin ja eigentlich super ist) – ich vermute aber, daß die Suppen aus der großen 5l-Dose vom citti oder so ähnlich kommen – jedenfalls schmecken sie leider so, ich habs mehrfach ausprobiert – das kann ich nicht essen!!

Na, aber nun bin ich wiedermal ins schwatzen geraten, denn was ich berichten wollte, ist, daß ich auf eine interessante Seite gestoßen bin, die sich Bio-Themen widmet, und die mir mit diesem Artikel netterweise erklärt, daß das, was wir da machen, so ganz doof ja auch noch aus anderen Gründen als unserer Faulheit nicht ist. Und ein ganz klein bißchen missionieren wollte ich natürlich auch…. vielleicht gibt’s ja noch Jemanden „da draußen“, der/die ein bißchen seine/ ihre Kauferei zu überdenken bereit ist:

10 gute Gründe für die Verwendung von Bio-Produkten könnt Ihr  hier nachlesen

inter-garnicht-nett-Druckerei

Irgendwo hatte ich einen Gutschein abgefischt, vistaprint, Gratis-Fotokalender zu reduzierten Lieferkosten, wenn man die Gutscheinnummer eingibt.
Prima, dachte ich, ich will für de ole Fru zu Weihnachten eh noch ’nen Kalender „basteln“, und im letzten Jahr hatte das bei einer anderen Firma gut geklappt mit einem ähnlichen Angebot (toll, DEN Namen weiß ich jetzt nicht mehr)
Also los.
Merkwürdig war zuerst nur, daß überall (im Netz auch) nur REDUZIERTE Liefergebühren stand. Nicht aber, wie viel. Aber ich dachte, das kann ja für so einen Kalender nicht allzuviel sein.
Weiter.
Alles so weit fertiggemacht (ca 3/4 Std. Arbeit), dann ab zum Warenkorb. Bis ich zur Kasse kam, musste ich erstmal 3 (!) Seiten Werbung durchlaufen, Supersonderangebote allesamt. Naja, aber gut, wenn ich was gratis haben will, kann ich verstehen, daß sie versuchen, mir noch was gegen Geld anzudrehen. Ich kam mir schon vor wie auf der Kaffeefahrt. Aber dann, endlich an der Kasse:
Nun soll ich mich anmelden. Wie jetzt? Anmelden? Nee, DAS will ich aber nicht!! Gut geguckt, und traraaaa, ganz unten das Angebot, als Gast, ohne Anmeldung, zu bestellen. Angeklickt.
Weiter.
1 Kalender, gratis, Standardpapier (oder vielleicht doch premium zu 6 Euro irgendwas zusätzlich? Nee, Leute!!) inclusive macht 2,51.
Häh??
Aha, Upload-Gebühr, na super!!! Gehts noch???? Aber naja, so ein Kalender für 2,51 und ich hab ja schon so lange damit rumgetüdelt…. weiter… Lieferzeiten. Standard 21 Tage
WAS?????
7 Tage für 5 (wenn ich mich recht erinnere, jedenfalls extrem VIELE) Tacken mehr oder zum übernächsten Tag für 8? Ja, gehts noch? 21 Tage!!
Weiter.
„Jetzt geben Sie bitte hier Ihre mailadresse für die Bestätigungsmail ein, wir versorgen Sie dann mir Gratis-Spam“ (ähm, die nannten das irgendwie anders, aber Ihr wißt, was ich meine) „und Werbepost kostenlos“, und nirgendwo ein Häkchen, um das abzubestellen. Genau hingucken, weil, ich gucke IMMER, daß ich diese Häkchen setze – nix!! Ganz kleiin unten drunter der Hinweis, daß ich das dann in meinem Bnutzerkonto unter „Einstellungen“ jederzeit abbestellen könne.
BENUTZERKONTO???? Hab ich nicht vor weniger als 3 Minuten angekreuzt, ich wolle als Gast ohne Anmeldung dort bestellen? Leute, das merk ich mir!!!
Weiter.
Kasse. Letzter Schritt, betätigen der Bestellung. 9,24 Euro für den Gratiskalender.
§*$’#§?!!!!!
Die wollen 5,25 „Versand- und Bearbeitungskosten“ zusätzlich zur „Upload-Gebühr“ von vorhin, der Rest ist Mehrwertsteuer.
Jetzt renne ich erstmal zum Herrn F., HB-Frauchen spielen, aber letztlich hab ich dann nach etwas Getobe doch keine Lust, woanders nochmal ne 3/4 Std. dasselbe zu machen, nur um dann (weils da KEIN Gratisangebot gibt) auch um die 9 Euro zu bezahlen. Ich lasse mich also bescheißen und bestelle das Teil.
Danach – SOFORT danach- gehe ich zu meinem Benutzerkonto, ändere email etc und setze trotzdem mein Häkchen (ne fake-email geht nämlich nicht, also nehm ich eine aus meinem SPAM-Ordner – Rache der kleinen Frau….) und schreibe einen wütenden Kundenbrief. Diese Firma sieht mich NIE wieder. VISTAPRINT heißt sie.

Nachsatz: mitten im schreiben ist mir erst aufgefallen, daß ich nirgends was über die Maße des Kalenders gelesen habe…..

to be continued…..

Der Jet ist just gelandet….

…. und es herrscht wieder Stille im Haus.

Die Nachbarn nehmen die Stöpsel aus den Ohren, und es kann sich nur noch um Minuten handeln, bis die Kater, langsam und mißtrauisch in alle Richtungen äugend und dicht an den Boden gedrückt, wieder ins Wohnzimmer schleichen….

Nein, GANZ so schlimm ist es nicht. Aber doch fast. Und somit wäre schon eigentlich klar, über WAS ich hier den „Testbericht“ schreibe. Oder? Doch nicht? Dann weiß ich schon, Du hast KEINEN Dyson *g*

Wir haben den Kerl nun seit einigen Wochen, und, um’s vorab zu sagen: ich bin froh, daß wir ihn haben, denn:

  1. Er saugt wirklich richtig gut, und die Katzenhaare sind deutlich weniger geworden
  2. ES macht Spaß, in dem durchsichtigen Auffangbehälter anzugucken, was und wie viel(!) sich da drin ansammelt
  3. Und der Behälter ist leicht zu leeren.
  4. Nach dem saugen herrscht kein typischer Ich-hab-grad-gesaugt-Muffelgeruch mehr vor
  5. Ich spare mir die Odysee von Laden zu Laden, um irgendwo vielleicht doch noch endlich mal die zu meinem Staubsauger passenden Beutel zu finden
  6. Ich ärgere mir keinen Klops mehr ans Bein, wenn ich sehe, was die Dinger dann kosten, und daß es die wenigstens etwas preiswerteren normalen PAPIERbeutel nicht mehr gibt
  7. Ich muß die schweineteuren Mikrofaserbeutel (deren den Preis rechtfertigende Vorteile ich noch nicht erkannt habe) dann nicht, weil ich so Punkt 5 und 6 umgehen kann, per Hand ausräumen, mich dabei von oben bis unten einstauben und dazu noch furchtbar ekeln
  8. Ich komme mit der Hartbodendüse in jeden kleinen Winkel, weil dieses tolle Gelenk in wirklich A-L-L-E Richtungen drehbar und die Düse sehr schmal ist.

Womit wir aber auch schon bei den Nachteilen wären, die es leider auch nicht so knapp gibt:

  1. Dieses tolle Gelenk sorgt nämlich auch dafür, daß ich keine Chance habe, eben mal auch die Fußmatte mitzusaugen, die auf dem Hartboden liegt – denn die Hartbodendüse kippelt dann erbarmungslos vor und zurück – aber saugen tut sie nicht.
  2. Der Dyson ist LAUT!!
  3. Bei uns ist saugen nötig, wenn gesaugt wird. Das heißt auch: da liegen dann Blätter, Steinchen, Holzstückchen undundund. Der Dyson saugt STAUB. Um Blätter, Holzstückchen etc zu entfernen, muß ich schon einen gewissen Aufwand treiben. Manchmal reicht es, die Düse im richtigen Winkel an das zu entfernende größere Teilchen zu führen. Oft aber muß die Düse extra abgenommen werden. Das nervt, denn von meinen alten Staubsaugern bin ich gewöhnt, daß Blätter, Steinchen etc einbfach -schlurps- im Schlund verschwinden.
  4. Habe ich erwähnt, daß der Dyson ganz schön laut ist?
  5. Und er ist LAUT!!!!
  6. Daß man auch noch jedesmal die Düse wechseln muß, wenn man dann einen Teppich/ das Sofa etc saugen will – ok, das ist lästig, aber da wir nur den einen großen Teppich haben, auf dem dann auch- praktisch, praktisch- gleich das Sofa steht, will ich mich da man nicht beklagen, denn – und nun startet die Endlosschleife: er saugt wirklich richtig gut, und die Katzenhaare sind deutlich weniger geworden.