Honig, Honig, Honig

Unsere Bienen verstehe wer will:

Die Kringelchen sind grad fleißig dabei, ihren DRITTEN Honigraum* zu füllen.

Der erste war ja voll mit zähem Honig, der nicht durchfließen wollte. Davon haben wir trotzdem noch ca 11 Kilo geerntet, mit albernen Maßnahmen wie den Raum auf über 20° zu heizen, damit der Honig flüssiger wird (was auch durchaus geholfen hat, aber ja im Grunde eine Energieverschwendung ohne Ende ist) Den Rest haben wir dann mit viel Wasser so angelöst, daß wir nun einen dicken Sirup haben, den wir den Bienen bei Futternot, die ja oft zwischen Raps und Linde entsteht, geben können.

Am 1.6. haben wir dann den 2. Honigraum abgenommen. WIR bedeutet übrigens immer „der Herr F. hat“, denn ich bin so lädiert, daß es mir nicht möglich ist, mehr als Handlangerdienste beizutragen. Dieser Honig hat getan, was er sollte: binnen weniger Stunden war er durchgeflossen, ein ganzer Eimer voll steht nun da und wartet, wie es normal ist, darauf, daß er eintrübt und dann gerührt und schließelich abgefüllt werden kann.

Am 3.6. haben wir geguckt, ob die Kringelchen wieder eine Weiselzelle gebaut haben (haben sie nicht, oder der Herr hat sie nicht gesehen – wir werden es merken *g*) – und dabei merkte der Herr: auch dieser frisch am 1. aufgesetzte Honigraum hat inzwischen Gewicht bekommen…. es ist nicht zu fassen: der Raps ist so gut wie verblüht, die Trockenheit so stark, daß selbst zähe Pflanzen wie die Porzellanblümchen Probleme habe – und Biens sammeln Honig. Wo kriegen sie den bloß her???? Denn nicht nur die Kringelchen sind fleißig, auch das Mondvolk, das vor 10 Tagen noch nur winzige Anfänge im Honigraum überhaupt ausgebaut hatte, hat nun fast den ganzen Raum erobert und vollgetragen, das meiste ist verdeckelt. Da haben wir also die Bienenflucht eingelegt*, um morgen, am 4. ernten zu können. Hoffentlich ist das nicht so zähes Zeug….

Und das Sonnenvolk? Auch das beginnt jetzt, Honig einzutragen. Zaghaft zwar, aber einige Waben sind da. Da warten wir noch ein wenig: nach den Regentagen gucken wir erstmal, ob sie den gesammelten Honig nicht für ihre eigene Ernährung brauchen.

Braucht Jemand Honig ???? 😉

Taubnesseln (und ein Bienen-P.S.)

Sie sind wirklich tolle Pflanzen für einen Naturgarten: Hummeln lieben sie, auch Schmetterlinge und Bienen gehn gern ran, es ist je nach Art ganz unterschiedlich. Hübsch sind sie, bleiben relativ niedrig und geben einen schönen Bodendecker.
Erstmal die eine, die immer schon hier war, die sich auch in Knicks behauptet und die durchsetzungsstark ist (will heißen: lieber nur in Ecken pflanzen, wo es nicht stört, wenn sie sich ordentlich ausbreitet. Durch Wurzelausläufer) Sie wird in guten Jahren auch mal kniehoch und ist damit die größte Derer, die in meinem Garten stehen: Lamium album, die weiße Taubnessel:

Die Weiße Taubnessel wächst am Weg- und Wiesenrand sowie in Gräben, Hecken und auf Schuttplätzen. Sie gedeiht besonders auf stickstoffreichem Böden. Nach Ellenberg ist die Weiße Taubnessel eine Halblichtpflanze, ein Frischezeiger, an übermäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und ist in Mitteleuropa eine Verbandscharakterart der Klettenfluren (Arction lappae).

(Wikipedia) Ich kann all diese Aussagen nur bestätigen *gg* Mein Garten ist offenbar ein Superstandort für diese Pflanze. 🙂

Dann gibt es, seit vor drei Jahren plötzlich überall welche standen, auch in meinem Garten nun diese hier, die purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum) Die lieben auch unsere Bienen, besonders, wenn sie im Herbst noch einmal auf dem Acker zur Blüte ansetzt. Dann kommen Biens mit roten Pfeilen auf dem Rücken nach Hause *gg* In meinem Garten ist die Lütte – nur wenige Zentimeter hoch – (noch?) sehr verhalten unterwegs. Sie mag es sonniger, scheint mir, denn an Straßenbanketten ist sie in großen Placken zu sehen.

 

Nicht mehr so beliebt bei mir, wohl aber bei den Hummeln ist die Silber-Goldnessel (persönlicher Spitzname „Sigone“), Lamium argentatum. Die treibt, wie sattsam bekannt, lange oberirdische Ausläufer, die sie an jedem Knotenpunkt sofort bewurzelt *seufz* Und sie rankt auch in Büsche, Stubben etc, so daß sie gern auch schöne Gartenelemente verdeckend zuwächst, wenn frau nicht aufpaßt.

Ich bin fast selbst erstaunt, aus wie weiten Teilen des Gartens ich sie in relativ kurzer Zeit nun doch schon fast vollständig verbannen konnte. (Das will ich, weil sie ein invasiver Neophyt ist – also ein Zuwanderer, der andere, heimische Arten verdrängt)

Als Ersatz hatte ich die heimische Art bekommen, die gewöhnliche Goldnessel Lamium galeobdolon

Es sieht aus, als reißt sie ganz schön das Maul auf – aber von allen Taubnesseln ist sie derzeit am verhaltensten unterwegs. Das soll sie aber auch anders können, aber sie soll wohl nicht so heftig sein/ werden wie die Sigone…. sie ist aber auch mit langen Ranken unterwegs, mal gucken, wie sie sich so entwickelt…..

Last not least die zweite, die ich als Sigonen-Ersatz bekam, die gefleckte Taubnessel Lamium maculatum

Wie man sieht fühlt die sich bei mir SEHR wohl und ist auf Expansionskurs. So sehr, daß ich sie, so gut mir dieser große Flecken im Bild gefällt, nach der Blüte umsiedeln werde, an eine oder mehrere noch auszusuchende Stelle(n), wo sie keine zarteren Pflänzchen unterbuttern kann.

Ich mag die Taubnesseln, weil sie einzeln ganz unscheinbar, aber in der Menge dann richtig hübsch sind. Weil sie sich selbst etwas zurücknehmen und dabei andere, auffälligere Blumen so gut beim strahlen unterstützen. Weil sie tolle Insektennahrung bieten. Weil sie in Dürrezeiten stramm stehenbleiben und den Boden unter sich gut schützen. Und weil ich sie so mag, tut es mir schon auch leid, wenn ich auf Sigonenjagd bin und die zähen, willensstarken Ranken so unerbittlich samt Wurzeln herausreiße. Aber es kommt anderen, zarteren Pflanzen und dem ganzen Garten zugute.

P.S. Gestern beim Mondvolk. Nochmal ne Wabe mit Stiften zu- und eine total krumme (die alte Futterwabe, die mit Wildbau verbaut hinterm Trennschied gewesen war) entnommen – und was? In DER waren jetzt Stifte und kleine Maden!? Kann es wohl sein, daß sie sich tatsächlich eine neue Königin gebastelt hatten, die wieauchimmer nach ihrem Hochzeitsflug HINTERS Trennschied gekommen ist, dort geblieben ist und dort zu legen begonnen hat? Wie blöd kann’s denn laufen, bitte??? Wenn es so sein sollte, dann müsste sie jetzt mitten im Volk sein, durchs abfegen. Oder – Murphy’s law – wir haben sie bei der Aktion aus Versehen umgebracht und haben jetzt das Problem, das vorher nicht dagewesen war. SEUFZ!!

 

*staun*

Ich versteh die Viecher einfach nicht!!!!

  • Das Sonnenvolk (das ohne einen Tropfen Futter) hatte jetzt plötzlich ordentlich Vorräte (jenseits der zugehängten Wabe), da müssen wir uns also keine Gedanken mehr machen
  • Aber das Mondvolk: es hat nach wie vor keine Brut, alles voll mit Futter – aber trotzdem haben sie sich aus den vorhandenen Stiften keine Königin gezogen!? Der Herr F. wollte ihnen partout nicht eine weitere Brutwabe reinhängen, erst, wenn sich dann immer noch nix tut, MItte nächster Woche. Na gut…. ich hätte es getan, weil ich fürchte, daß sie drohnenbrütig* werden könnten

Tja.


*-Wörter sind solche Imker- Fachwörter, die ich im tag „Imkerlatein“ schonmal erklärt hatte. Sie sind verlinkt.

Imkerlatein: Räuberei

Im April hatte alles so gut ausgesehen!
Das Mondvolk war ein wenig schwächlich, aber sonst?? Alles prima

Vorgestern dann:

  • Kringelchen: den Kringelchen gehts super 🙂 Starkes Volk, schönes Brutnest, der Honigraum ist fast ausgebaut, aber noch längst nicht vollgetragen – so soll es sein! Und ich vermute, daß sie letztes Jahr umgeweiselt* haben, denn sie sind in diesem Jahr sehr friedlich – sonst waren sie ja immer die unruhigsten, agressivsten. Da die Königin diese Eigenart bestimmt (Hormone, Gene, Duftstoffe) liegt diese Vermutung nahe.
  • Sonnenvolk: in der besten Trachtzeit (nach dem Regen, Raps und Obstbäume in Vollblüte, Löwenzahn auch) gänzlich ohne Futter! Nichtmal Futterkränze*hatten sie, aber ein grooooßes Brutnest! Nur von der hinters Trennschied gehängten Winterfutterrestwabe gab es noch etwas zu holen, da saßen denn auch Viele und versuchten, das harte Winterfutter zu verdünnen und aufzusaugen. Nichts wie rein mit einer dicken Futterwabe vom Mondvolk! Aber das kann ja nicht alles sein, denn wenn da nix ist, muß es ja einen Grund haben! Wir vermuten Räuberei, wenn auch zu ungewöhnlicher Zeit – will heißen: ein anderes, stärkeres Volk hat gemerkt, daß da nicht gut verteidigt wird und holt sich sämtliche Vorräte des schwachen Volkes. Das stirbt, wenn nix getan wird – normalerweise geht Räuberei mit Kämpfen, sehr unruhigen Bienen, die auffliegen, sobald man die Beute öffnet und lauten sausen einher. Nichts davon war zu bemerken – deshalb sind wir unsicher. (Es könnte sein, daß das Volk bereits resigniert hat und es deshalb so ruhig dort ist) Wir beschließen, uns anzusehen, was mit der zugehängten Futterwabe geschieht (wird wirklich geräubert, dann ist die in kurzer Zeit auch leer). Falls wir morgen wirklich Räuberei feststellen, werden wir das Mondvolk zur Anti-Gentechnik-Freundin bringen. Dort sind keine Bienen, die wissen, daß das Mondvolk Probleme hat, sie können sich erholen. Den Wildbau haben wir beseitigt, ein Rähmchen eingehängt.
  • Beim Mondvolk das genau umgekehrte Bild: alles voller Futter – aber keine Brut! Sie hatten blöderweise Wildbau (Wabenbau außerhalb des dafür vorgesehenen Rähmchens) hinterm Trennschied* – da waren wir wohl zu zögerlich gewesen mit dem geben neuer Rähmchen, schließlich ist ja der Honigraum zum bauen obendrauf. Aber da wollten sie offenbar nicht rein. Im Wildbau waren noch verdeckelte Brutwaben, aber nirgends eine Made, nichts! Sind sie weisellos?? Wir haben ihnen von den Kringelchen eine Weiselproben*Wabe eingehängt und sind gespannt, was passiert. Es kann nämlich auch sein, daß sie wegen der Trockenheit/ des Nachtfrosts eine Brutpause eingelegt haben und ganz viele Stifte* in den Zellen sind, in denen kein Nektar war. Aber wir haben beide so schlechte Augen, daß wir schon mehrfach Stifte nicht bemerkt haben. Morgen sollten, wenn es so ist, schon kleine Maden zu sehen sein, so daß wir wohl morgen sehen können, was wirklich los ist

Nun bin ich wirklich gespannt auf morgen! Heute haben wir den Sonnenwachsschmelzer aufgestellt, den wir uns letztes Jahr zugelegt haben. Damit wollen wir die Waben schmelzen, die wir den Völkern entnommen hatten, um Wachs zu bekommen. Mal sehn, obs warm genug dazu ist, heute.


*-Wörter sind solche Imker- Fachwörter, die ich im tag „Imkerlatein“ schonmal erklärt hatte. Sie sind verlinkt.

Honig

20.7.
Dieses Jahr war das nichts dolles mit dem Honig – erst der melozitosehaltige Honig im Frühjahr – vieles davon ist ja nicht durchgeflossen und musste deshalb wiederverfüttet werden – wie gut man den verbliebenen Honig letztlich wird aus dem Glas kriegen können steht noch in den Sternen. Auch andere ImkerInnen hatten das Problem, schleudern war nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Melozitose ist ein Dreifachzucker, der sehr hart auskristallisiert. Manche Blattläuse scheiden den aus, meist im Herbst ernten ihn die Bienen. Diesmal aber trugen Biens den gleich im Frühling ein – das lag wohl daran, daß sie weder von Löwenzahn noch Raps noch Obstblüte viel hatten. Zu kalt und schlecht war das Wetter (der heiße Frühling war VOR der Blühphase). Dann haben sie, als sie endlich rauskonnten, genommen, was sie nur kriegen konnten – und das war halt Blattlaus-Honigtau, ausgerechnet von DEN Blattläusen, die Melozitose ausscheiden

Danach mussten wir zwischenfüttern, zu wenig gabs für Biens zwischen Raps und Linde

Und dann – in dem Moment als die Linden aufblühten – kamen wieder Kälte und Sturm und Regen – Biens hatten keine Chance. Als es schließlich wieder schön wurde, summte es zwar heftig in den Linden, aber rum kam nicht viel – die Bienen mussten sehen, daß sie über die Runden kommen, und da sie ja zuvor knappgehalten waren, haben sie erstmal im Brutraum* die Notreserven aufgefüllt – und dann wars das schon fast.
Heute haben wir geerntet – von drei Völkern zusammen wurde bloß ein Honigraum* voll, und selbst da: die Waben waren meist nicht ganz ausgebaut, geschweige denn vollgetragen. Aber der Honig, der da ist, schmeckt sehr gut. Einigen befreundeten ImkerInnen gehts das ganz genauso, aber gestern sprachen wir mit Anja – da gabs aus vier Völkern 60 Kilo Honig …. seltsam!!


Leider mussten wir feststellen, daß die Kringelchen ihre Königin verloren und offenbar keine Chance hatten sich aus einem Stift selbst eine zu „basteln“. Wir haben ihnen eine Wabe mit Stiften* vom Sonnenvolk reingehängt und hoffen, daß sie sich nun eine Königin nachziehen – und das geht so:

Wenn eine Königin „schnell genug“ stirbt, merkt das Volk das sofort. Biens gehen dann auf Suche nach Stiften, die nicht älter als drei Tage alt sind. Davon suchen sie sich ein oder zwei aus und geben ihnen eine Sonderbehandlung: dieses Bienenbaby bekommt Extrafutter (das berühmte Gelée Royale), wird wärmer gehalten als die anderen und sehr umsorgt, seine Brutzelle wird zur Weiselzelle lang ausgezogen – und wenn alles gut geht, haben Biens dann bald eine neue Königin. Das nennt man „still umweiseln“

In unserem Fall scheint es, als die Königin starb, schon keine jungen Stifte mehr gegeben zu haben. Tragisch fürs Volk, das dann zum Tode verurteilt ist – außer es hat Imker, die helfen.

Hoffentlich klappt’s!

EDIT 25.7. Hmmmm – der Herr hat sich die Wabe angeschaut: gut genährte, propere Maden – aber keine einzige als Königin herangezogen. Und nach wie vor sonst, soweit er sehen konnte (2 Waben daneben) keine Brut.

Unsere einzige Idee: die Kringelchen hatten evtl VOR unserer Aktion bereits freiwillig still umgeweiselt, und die neue Königin ist noch nicht soweit, daß sie stiftet. Wenn das der Fall ist, müsste sie aber dann doch nächste Woche spätestens mal soweit sein und neue Brut anlegen! Sonst haben wir auch keien Idee mehr….

* bezeichnet Fachausdrücke, die bereits in anderen Beiträgen erklärt wurden, Ihr findet sie unter dem Tag „Imkerlatein“

Die Linde blüht!!!

Endlich ist die Lindenblüte auch hier bei uns angekommen! Sehnlichst erwartet, weil wir letzte Woche unsere Bienen noch zwischenfüttern mussten – so gut wie kein Futter war in den Beuten. Und so bin ich eben fernglasbewehrt zu Nachbars drei Häuser weiter gestapft, um zu gucken, ob nicht vielleicht endlich – ganz oben – auf der Sonnenseite – vielleicht….., denn es war doch ganz schön viel los bei Biens. Aber gestern war noch nix!

Und dann hab ich das Fernglas gar nicht gebraucht: auch unten und im Schatten waren schon Blüten geöffnet, und Bienen überall 🙂

Also nix wie zurück, den Schutz und Handschuhe und die fürs füttern aus dem Honigraum entfernten leeren Rähmchen geholt. Auf die Deckel, raus die Futterschalen (waren eh leergeputzt – da sieht man, daß sie’s noch nötig gehabt hatten) und rein die Rähmchen. Alles bei großem Tummelum im Honiraum *freu*

Jetzt bin ich gespannt. Eigentlich dürfte ordentlich was abfallen: feucht ist es im Boden immer noch, sonnig ists auch, und allzuviel Wind, der den Nektar gleich wieder wegverdunsten ließe, ist auch nicht.

Abwarten….

Honig

Schon vor unserer Hannover- Tour haben wir von den Kringelchen und vom Mondvolk Honig geerntet.

Beim Mondvolk war auch, wie sich das gehört, am nächsten Morgen der Honig durchgelaufen, und wir konnten das Wachs den Bienen zum ausschluppen geben.

Ganz anders beim Kringelchen-Honig: der wollte nicht durchlaufen. Gaaaanz langsam und zäh floss immer ein wenig, und als wir aus Hannover zurückkamen, war immer noch viel Rest im Wachs. Seltsam, denn das Refraktometer zeigt 18%, das ist wirklich viel Feuchte! Der Honig war denn auch im Eimer schon schnittfest….

Nuja, lange Rede, kurzer Sinn: in diesem Moment sitzt der Herr F. im grünen Zimmer und spachtelt Honig in Gläser … und der vom Mondvolk ist nach wie vor flüssig!

Eben telefonierte ich mit der No-Genfood- Freundin, bei ihren Bienen war derHonig sogar zT schon in den Waben fest, nicht schleuderbar. Und ihren Bekannten war es genauso ergangen.

Immer mal was neues…… 😉


Melezitosehonig ist es! Von diesem Dreifachzuckerhonig, aus gutem Grund auch „Zementhonig“ genannt, der von manchen Blattläusen als Honigtau geerntet wird, hatte ich natürlich gehört – aber immer nur gegen Herbst, als Problem im Winterfutter. Es war mir nicht klar, daß der auch im Frühjahr auftreten kann. Es wird wohl, so beschreibt es der neuste Bienenbrief daran liegen, daß es durch die fiese Kälteperiode leere Honigräume gab, die die Bienen dann, als es endlich warm wurde, aber nicht mehr viel von Raps, Obst etc zu sehen war, durch Eintrag von Honigtau zu füllen suchten – erfolgreich- ABER eben …. Melezitose. Es bleibt abzuwarten, wie groß der Dreifachzuckeranteil ist, will heißen, ob uns nun der Honig in den Gläsern noch vollends zementiert, oder ob genug anderes drin ist.

… und jetzt sind auch noch BEIDE Fotoapparate gleichzeitig kaputt …. mit update ;-)

…aber immerhin: wir haben kurz vor dem Gewitter in nahezu 100% Luftfeuchte und dunklen Wolken noch 8 volle Honigrähmchen bei den Kringelchen und 8 mittelvolle beim Mondvolk geerntet. Keine gute Voraussetzung, aber am DO fahren wir los, und wir MUSSTEN einfach heute, um das noch soweit fertig zu kriegen…. der Honig schmeckt super, würzig-fein!

Man könnte glatt maulig werden:

Erst die Sache mit dem Fuß. Immer noch nicht ausgestanden, immerhin hat er den gestrigen ersten Test mit „in normalem Schuh laufen“ bestanden. Muß er auch, denn durch das ununterbrochene Gelatsche in Billig-Latschen, den einzigen Schuhen, in denen es überhaupt funtkionierte zu laufen, hab ich jetzt unterm anderen Fuß das erste Hühnerauge meines Lebens 😦 Zumindest vermute ich, daß eine fest-dicke und schmerzende Stelle unterm Fußballen ein Hühnerauge ist. MOrgen geh ich mal in die Apotheke.

Dann der Start in den Urlaub mit kranksein. Auch das auf dem Wege des besserwerdens, aber auch das: durch ists noch nicht.

Und dann DIESES Wetter: Regen, dunkle Wolken, Wind – gestern wurde es dann nachmittags noch prima, so war der Ausflug mit Freunden zum Gut Ludwigsburg und dem Flohmarkt in dessen Nähe denn auch wirklich schön, und danach haben wir noch draußen im Garten sitzen können. Da es vormittags aber eiskalt und naß war, hatten wir keine Zeit, um an die Bienen zu gehen. Und heute geht auch nix, und für morgen wird die Wettervorhersage stündlich schlechter *seufz*

Auch da ein „immerhin“: „Immerhin“ haben wir gestern in einer Regenpause noch die TBH geöffnet. Eigentlich nur, um neues Futter zu bringen, was dringend nötig war – aber hurra!: sie bauen jetzt Waben 🙂

Heute werden wir, wenn wie vorhergesagt zumindest die 16° mit Wind und dunklen Wolken ab 13 Uhr trocken werden (das beste, was wettermäßig heute ansteht), kurz den Kringelchen die Bienenflucht einlegen – genug Zeit zur Honigpflege hatten sie, und bevor wir am DO ins Wochenende nach Hannover starten, müssen wir den Honig ernten, den sie eingetragen haben. (Bei den anderen ist nichts bis wenig – Folge von Sch***-Wetter und Schwarm….)

Auch hier im Blog ist irgendwie eher nix los, um die 50 Aufrufe bloß an jedem Tag, nur wenig Kommentare … offenbar ist anderswo der Sommer angekommen, so daß man anderes im Sinn hat als Käferchen im Internet zu gucken und sich das Gejammer einer Fjonka anzuhören. Kann ich gut verstehen, ist aber auch eher doof, wenn frau drin festsitzt und genervt ist.

Jedenfalls ist das derzeit alles nicht so richtig fein – man könnte glatt maulig werden – wenn nicht die „immerhins“ da wären, die darauf hoffen lassen, daß die nähere Zukunft besser wird ….

Schwarmzeit!

Nach dem letzten grandiosen Insektenjahr (warm! trocken!), und nachdem in den letzten beiden Jahren wenig Schwarmaktivität geherrscht hatte war es eigentlich klar, daß in diesem Jahr etwas passieren musste. Und es passiert. Überall und massiv. Selbst erfahrene ImkerInnen, die brav Drohnenbrut geschnitten haben, Ableger gemacht undundund…. finden sich knapp eine Woche danach mit Schwärmen konfrontiert: trotz „Entnahme von Bienenmasse“ und trotz gründlicher Durchsicht hatten die Bienen eben doch eine Schwarmzelle gut versteckt, und schwupps – weg! Gleich von mehreren bekannten ImkerInnen hatten wir solche Geschichten gehört, und in den Zeitungen liest man’s auch allerorten.

Uns haben die Kringelchen anders an der Nase herumgeführt, noch bevor wir all das wussten: „ja, sie sind ein kräftiges Volk. Aber es ist ja noch längst nicht Schwarmzeit Anfang Mai, nächste Woche gucken wir mal gründlich durch…“ Das war samstags. Dienstags hing ein Schwarm – in über 25m Höhe in der Linde *seufz*. Dabei hätte ich doch so gern einmal wieder eine TopBarHive besetzt, „zum gucken“

Dann war ich auffe Arbeit und der Herr F. hatte Heimarbeit, als gestern ein Anruf der Süder-Imker kam: NOCH ein Schwarm. Für den haben sie nun wirklich keinen Platz mehr. Ob wir vielleicht…..

Ja, und ob! Also hat der Herr F. die ganze Arbeit getan: ganz allein die schwere TBH rausholen, zusammen- und aufbauen

den Schwarm holen

Futter anmischen, den Schwarm einlogieren –

Als ich, nach Arbeit und Doko-Runde, spät heimkam, blieb mir nur, die Geschichte anzuhören. Puh!! Morgens bei Wolken und kaltem Wind dann natürlich hin:

 

Von unten habe ich durchs Gitter geguckt: an der Wand zum Trennschied eine groooße Bienentraube, die in absoluter Stille da hängt (!!)(??) Vorne eine zweite (!) winzig kleine. Null Betrieb Richtung Futter. Stille.

Na, das wird spannend… heute nachmittag soll das Wetter besser werden, sonnig und warm (in den letzten Tagen war das auch schon so: morgens eiskalt und wolkig, dann schwülwarm) Leider sind wir beide nicht daheim, um zu sehen, was passiert. Vielleicht ziehen sie ja wieder aus – aber unten in der Schublade sieht man immerhin einige kleine, durchsichtige Wachsplättchen.

Daumen drücken!!! 🙂

 

Frühling im Februar

Gestern abend, halb elf, nach dem übrigens hervorragenden Essen in der Hafenküche bei 7°C zum Auto geschlendert! Um halb elf! Im Februar! Vor zwei Jahren hat die Schlei geknistert …. Da ich eh nix ändern kann, freue ich mich einfach am guten Wetter, statt mich zu ängstigen, ob das jetzt der Anfang vom Ende ist. ;-|

Heute morgen ist es hochnebelgrau, aber gegen Mittag soll die Sonne rauskommen, sagt die Wetterapp. – Wäre schön!

Gestern, so gegen eins, flogen alle Bienenvölker Pollen ein. Wir haben die Völker gewogen – alle haben noch genug Winterfutter, um die sicher noch kommende kalte Zeit auch mit ordentlich Brut im Bau zu überleben. Wenn es kalt ist, sammelt sich die Wintertraube der Bienen um die Waben, die Brut enthalten. Wenn in diesen und den danebenliegenden Waben kein Futter ist (sondern nur weiter weg), kann das Volk trotz genügend Futter verhungern, denn die Bienen können dann das Futter nicht erreichen: bis die Biene dorthin gekrabbelt ist und den Honig so weit erwärmt hat, daß er flüssig genug zum essen ist (so das eine einzelne Biene überhaupt hinkriegt), ist die Biene schon verklammt und stirbt. So verhungern immer wieder ganze Bienenvölker neben vollen Futterwaben …. wir setzen darauf, daß Biens, wie es sich gehört, langsam ihrem Futter hinterherwandern, oder es an warmen Tagen nahe zur Brut holen. Man hätte die Völker öffnen und nachschauen können, leere Waben entfernen und volle Futterwaben an den Brutsitz rücken. Aber ein Öffnen an solch doch noch kühlen Tagen birgt auch Gefahren, wir gehen also davon aus, daß Biens wissen, was zu tun ist.

 

Prosit…..

…. am besten mit Rachenputzer*

Zum 3. Mal in drei Jahren bin ich pünktlich zum Jahreswechsel halbkrank, grippaler Infekt, heute: Ohren- und Halsweh. Nuja, ich muß ja nix *g*

Jetzt aber das Rezept, damit es noch rechtzeitig zum anstoßen fertig wird 😉 – schmeckt genial und ist gesund:

*RACHENPUTZER

    • 300g Ingwer samt Schale in grobe Stücke schneiden
    • 5 Zitronen halbieren. Schale dranlassen. Beides zusammen mit
    • 1 Liter Wasser etwa 20 Minuten köcheln lassen. Danach durch ein feines Sieb abgießen (gebraucht wird die Flüssigkeit, aber erstmal auch noch die Zitronen!!) und auf unter 40° herunterkühlen. Wenns oben im Sieb kühl genug ist, daß man sie gut anfassen kann, die Zitronen nochmal auspressen, die Flüssigkeit kann mit durchs Sieb. Dann können Zitronen- und Ingwerreste in den Kompost. Wenn die Flüssigkeit weniger als 40° hat,
    • 250g Honig dazugeben. (Die unter 40° sind wichtig, um des Honigs Enzyme nicht zu zerstören) Gut rühren, der verflüssigt sich schon durch die Zitronen und die Restwärme, keine Bange 😉
    • Abfüllen. Am besten im Kühlschrank lagern, am besten in abgekochten, kleinen Flaschen wegen der besseren Haltbarkeit.
    • Etwa ein halbes Schnapsglas Sirup, aufgefüllt mit warmem Wasser, schmeckt super und Update: wir nehmen ihn pur, schmeckt uns viel besser! Ist gut für das Immunsystem.

Ja, ja – ich weiß: „Und das empfiehlt eine halbkranke Fjonka??“ Tut sie. Sie war schon angeschlagen, bevor sie den Rachenputzer bei Freunden kennengelernt hat, und sie hat versäumt, sich rechtzeitig um Erkältungshonig zu kümmern…..

Guten Rutsch – bis nächstes Jahr dann!!! Prosit Neujahr!!!

Tjüs!!

Professionalisiert

Den Handrührer vom letzten Jahr haben wir nun durch einen bohrerbetriebenen ersetzt. Bei den Honigmengen ist handrühren einfach zu anstrengend. Täglich jeden Eimerinhalt mindestens fünf Minuten lang rühren, da werden fünf Minuten ungeahnt lang…. und so hatten wir nun 2x letztlich zu wenig gerührt und „kratzharten“ Honig im Glas. U’o’g’nähm! 😉

Inzwischen sind aber beide Honige „fertig“ und abgefüllt. Der hellere deutlich schneller als der dunkle. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Kauf nicht nur der Anstrengung, sondern auch des Komforts des Endprodukts wegen gelohnt hat und der besser gerührte Honig nun auch schön cremig bleibt.

KALT ist es heute….

nur 21 Grad, dazu eine dichte Wolkendecke und wieder der verdammte Wind, der dafür sorgt, daß man selbst im Windschutz nicht angenehm sitzen kann! Nein, ich hab lieber windstille 29°, vor allem, wenn sie mit trockener Luft einhergehen. Immer noch.

Vom letzten Starkregen müffelt unser Keller feucht. Immer noch, trotz tagelangem lüften. Ich überlege, mal anzufragen, ob sich eine Ventilklappe (heißt das so?) einbauen ließe, die dafür sorgen würde, daß Wasser am Bodenabfluß nur rausfließen kann, nicht rein. Soll ja nun öfter kommen, sowas. Allerdings fürchte ich, daß das müffeln weniger von dem Wasser kommt, das durch den Bodenablauf hochgedrückt war, sondern daß eher die Wand seitlich durchfeuchtet ist. Schlagregen oder zu langsamer Abfluß von Stufen und Schachtboden – ich weiß es nicht, wir waren ja beide nicht da.

Dann ab zu den Bienen. Sieht alles sehr gut aus dort:

Das Sonnenvolk brütet weniger, aber das ist um diese Jahreszeit ja normal so – Futter ist massig drin, aber es wäre noch Platz für mehr. Sollen sie erstmal noch ordentlich was verbrauchen…. genauso die Situation beim Mondvolk. Weniger Waben, weniger Bienen – aber kleine und große Maden (heißt: die Königin hat die Varroabehandlung gut überstanden und legt weiter), jede Menge Futter. Dann öffnen wir den Stock der Kringelchen – und werden davon überrascht, daß sie hinter dem Trennschied Waben gebaut haben mit dunklem Nektar drin. Oh! Sie haben mit 10 Rähmchen eigentlich dicke genug Platz – offenbar aber wollen sie noch weiter bauen. Gerade haben wir den Wildbau entfern – da schüttet es plötzlich! DAS war nicht angekündigt! Gut, unserer Stöcke liegen unter den Bäumen, so bleibt Zeit, noch ein Leerrähmchen zu holen und einzuhängen und dann die Beute zu schließen ohne das Biens naß werden. Wir gehen einfach davon aus, daß die Kringelchen Brut haben und beenden die Durchsicht. Bis wir fertig sind, ist der Regen auch schon wieder Vergangenheit – aber so dunkel wie das momentan ist, war das nicht so sicher….

Wie machen wir weiter jetzt? Es soll bis DO nochmal heiß werden und dann bei 21, 22° bleiben. Also warten wir mit der Varroabehandlung von Sonnenvolk und Kringelchen bis zum Wochenende, damit’s bei ihnen nicht auch zu schnell verdunstet – auch wenn das Mondvolk offenbar gut damit klargekommen ist. Dann sind sie dran. 10 Tage soll das dauern, dann hoffen wir, daß wir danach sehen, daß der Waldhonig weniger geworden ist und wir auffüttern können. Sollte es nicht so sein – dann müssen sie halt damit klarkommen, auf Waldhonig zu überwintern. Soll nicht sooo gut sein, weil der mehr Ballaststoffe hat. Das führt dazu, daß die Kotblase im Winter schneller voll ist. Und das KANN problematisch sein, falls es keine wärmeren Winterphasen gibt, in denen Biens mal „aufs Klo fliegen“ können. Wir werden sehen… zum Glück bin ich was Biens angeht ein gutes Stück gelassener als in den ersten Jahren.

Insgesamt ist das für die Bienen ein toller Sommer gewesen: starke Völker, kein „Zwischentrachthunger“, wenige Varroen und viel Honig für uns zeigen dies.

 

Das Insekt des Jahres wohnt in unserem Garten :-) Außerdem Vermischtes.

Der Herr F. hat ein seltsames Tier abgelichtet, und bei der Suche – ich dachte erst, es müsse eine Wespenart sein – stieß ich darauf, daß diese Fliege (!) als Insekt des Jahres 2018 ausgewählt wurde!

Es ist die gemeine Skorpionsfliege

Diese Fliege lebt, ebenso wie ihre Larven, von toten oder geschwächten Insekten, und sie klaut sogar Spinnen deren Beute aus dem Netz! Das obige Exemplar ist ein Weibchen. Die Männchen haben ihr Genital hinten skorpionsartig verdickt – daher kommt der Name -, was man auf dem unteren Foto gut sehen kann – denn ganz offensichtlich ist auch das Tierchen, das Ende Juni, meine ich zu erinnern, auf GrafOlafs Arm gelandet war, eine solche Skorpionsfliege, aber eben ein Männchen:

Daß das Weibchen schwarz-gelb gestreift wirkt, das Männchen aber eher grün mit schwarz – das ist der Perspektive geschuldet: beide Tiere sind ober- und unterseits schwarz-gelb, die Flanken aber sind grün.

Die Skorpionsfliege ist übrigens ein häufig vorkommendes Insekt und in ihrem Bestand bisher nicht gefährdet. Sie mag dunkle, feuchte Lebensräume wie Wälder, Waldränder – oder unseren Garten. Mehr über sie kann man hier lesen, zB, wie sie mit Spinnen zurechtkommt(!)

In dem ist es übrigens neuerdings tatsächlich (wieder) feucht: nach dem 2. Unwetter mit Starkregen wundert man sich, wie schnell sich die Pflanzen, die ja zT tatsächlich wie tot wirkten, wieder erholen. Jetzt ist es auch noch bei um die 28° bewölkt, windstill und tropisch-schwül. DAS finde ich nicht angenehm, die trockene Hitze liegt mir deutlich mehr. Ab und an lösen sich auch Tröpfchen aus der Luft, mal nieselig-klein, mal dick, aber immer eher vereinzelt. Seltsames Wetter, aber ich behaupte mal einfach, daß das jetzt reicht zum pflanzen, rupfen, schneiden und hole nach, was in den trockenheißen Wochen liegengeblieben war: das Weidentor ist geschnitten, der Frauenmantel und so einige andere unansehnlich gewordene Stauden, die nachtreiben, wenn man sie schneidet, auch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erstmals versucht, die Bommelblume (das Brandkraut) ein wenig zu verkleinern. Bisher war das noch nicht nötig gewesen, es wächst ja recht langsam. Jetzt stellte sich heraus: das Gewächs hat steinharte Rhizome von 5-6cm Durchmesser gleich unter der Erde, die ich zT rausgraben musste, so hart sind sie. Puh! Bin ganz schön ins schwitzen geraten!

Ich hadere übrigens: ich habe ja meine Wiese in drei Abteilungen aufgeteilt, die ich im Abstand von mehreren Wochen mähen wollte. Nun war aber seit der Mahd des 1. Stücks Mitte Juni kein Regen gefallen, das 2. Stück hab ich Anfang Juli zuversichtlich gemäht – mit dem Ergebnis, daß Stück 1 und 2 jetzt exakt gleich aussehen *g* In der letzten Naturgartenzeitschrift war zu finden, was ich zuvor vermißt hatte: ein Plan zur sinnvollen Mahd in 3 Abteilungen. Damit fange ich dann im nächsten Jahr an. Aber was tu ich jetzt mit Abteil 3? Wahrscheinlich werde ichs Mitte Oktober mähen und dann wieder im Juli, wie es für eins der 3 Abteile empfohlen wird. Demnächst mehr zum warum und wie.

Auch bei Biens hadern wir: das Mondvolk ist fertig behandelt (zumindest erstmals), und jetzt wäre jahreszeitlich gesehen eigentlich dran, mit dem auffüttern zu beginnen. Alle 3 Völker hatten von uns vor der Behandlung, also vor 10 Tagen, 1/3 Kanister etwa bekommen (Zwei Kanister wären die 20 Kilo, die sie für den Winter haben sollten), und nun haben wir gewogen. Und was? Alle Völker wiegen um die 40 Kilo – das ist normalerweise der ENDSTAND nach erfolgter Fütterung! Jetzt einfach was dazugeben ist evtl kontraproduktiv: haben Biens zu viel Futter, belegen sie damit zu viele Zellen und die Königin findet keinen Platz für die Brut.

Wahrscheinlich liegts dran, daß nach wie vor Waldtracht vorhanden ist, also nicht wie sonst um diese Zeit mal grad genug für den akuten Verbrauch der Völker. Was nun??? Warten und später in zeitlichen Konflikt mit den dann ja wahrscheinlich nötigen Varroabehandlungen der beiden anderen Völker kommen? Oder diese einfach jetzt behandeln nach dem Motto „was weg ist ist weg“, auch wenn sie noch unterhalb der Schadschwelle sind? Zu letzterem neigt der Herr F., ich bin mir noch nicht recht klar…. werde gleich mal die Schubladen einlegen und schauen, wie sich die Lage in den letzten 10 Tagen entwickelt hat bei Sonnenvolk und den Kringelchen, und dann entscheiden wir.