Einfüttern, Varroen und sonstige Bienenneuigkeiten

Seit wir den Verdunster entfernt hatten, haben wir jeden Tag Varroen gezählt, und wir kamen täglich auf 15 bis 20. Wieder einmal waren wir unsicher: waren das jetzt noch die, die im Verdunster-Ameisensäurenebel umgekommen waren und jetzt beim schlüpfen der Brut tot aus den Zellen fielen? Oder war es schon unabhängig davon ganz normale Sterblichkeit?

Falls es letzteres war, waren deutlich zu viele Varroen in unserem Volk. Wir haben beschlossen, dann doch mal zu testen. Vorgestern Abend haben wir ein Schwammtuch mit 24ml 65%iger Ameisensäure aus dem Kühlschrank (damit der Säuregehalt für die Bienen nicht zu schnell ansteigt) unten in die Schublade gelegt – und es vorhin entfernt.

Holla! 170 Varroen hab ich gezählt- das bedeutet: unser Volk ist doch stärker befallen als erhofft (vor dem einhängen des Verdunsters war ja sehr wenig Befall vorhanden, aber es heißt auch immer, daß es um diese Zeit so richtig losgeht mit den Milben). Nun haben wir die 2. Portion Zuckersirup eingefüllt, halten die Wartezeit von ca 5 Tagen ein und werden dann wieder ein Schwammtuch einlegen. So lange, bis das deutlich weniger wird.

Außerdem haben wir immer wieder Wespen am Volk beobachtet, zT sind sie auch in den Fluglöchern verschwunden. Also haben wir jetzt, wo es nicht mehr so viel Belüftung wg. d. Ameisensäure braucht, unsere Fluglöcher mir Stopfen versehen, so daß sie nur noch halb so groß sind.

Und bevor wir das getan haben (und auch, wichtig, bevor wir das neue Futter reingestellt haben- schließlich wollen wir ja nicht noch die Wespen anlocken), haben wir mal grob durchs Volk geguckt.

Naja, es gilt weiterhin: „verhalten optimistisch“. Aber daß nun endlich vom gegebenen Futter auch ordentlich was eingelagert wird, das beruhigt mich ungemein.

NACHTRAG am frühen Abend:

Plötzlich war’s total hektisch bei unseren Bienen- Betrieb ohne Ende, aber eben aufgeregt und zappelig – wieder Räuber?? Oder sind sie bloß aufgeregt, weil plötzlich wieder viel Futter im Angebot ist? Kämpfe haben wir nicht gesehen, bis auf 2x in diesen Stunden (in denen wir viel gesessen und geguckt haben). Vorsorglich haben wir wieder die Fluglöcher eingeengt, was allerdings massive Staus zur Folge hatte: vorn alles dunkel von Bienen…. aber besser das als ausgeraubt.

Merkwürdig auch, daß sonst um die Uhrzeit (ab 16:30 haben wir’s bemerkt) schon längst nicht mehr so viel Betrieb ist. Allerdings ists auch heute endlich mal warm und windstill, und Fette Henne, Sigmarswurz und Oregano wimmeln noch vor Bienen- wieder einmal wäre guter, erfahrener Rat teuer, ist aber nicht zu haben….

Input

Heute waren wir auf Hof Lücke, denn dort war heute wieder Backtag: regelmäßig schüren sie dort ihren in den 80ern renovierten Steinbackofen an, und wir sind dann oft dort, um leckeres Brot zu kaufen und Kaffee zu trinken. So auchvorhin, diesmal sogar mit dem Fahrrad.

Unseren Kuchen hatten wir gegessen, das Brot eingepackt. Nun standen wir vor der Kräuterspirale. Ich wollte dem Herrn F. zeigen, daß dort die Minze schon blüht, damit er sehen konnte, wie etwa die unsere (andere Sorte) aussehen würde. Da sprach uns die eine „Chefin“ an, auf die Kräuter, und ratzfatz waren wir bei den Bienen – und schon stellte sie uns „unsere A.“ vor. Und die ist, wie im Laufe des Gespräches klar wurde, Besitzerin von bummelig 90 Bienenvölkern sowie Obmann für Bienengesundheit…. oha!! Eine chte Bienerin- und das wird auch der Name, den ich ihr von jetzt an hier verpassen werde: die Bienerin. Ich hoffe, er gefällt ihr, falls sie ihn je hört oder liest 😉

Wir haben laaaaaange gesprochen …. aber hier nur mal die Quintessenz:

  • Unseren vor 5 Tagen eingehängten Verdunster haben wir statt, wie gedacht, nächsten Sonntag, heute bereits aus der Kiste geholt – sagte sie uns doch, daß um diese Zeit eine Langzeitbehandlung überhaupt nicht angesagt sei, weil die Queenmum sonst eventuell zu legen aufhört – und auch nicht wieder beginnt!! Schreck!!! Sollen doch die Winterbienen überhaupt erst noch im September schlüpfen!! Glücklicherweise sollte schlimmste noch abgewendet sein: nach 5, 6 Tagen kann das passieren – und heute ist der 5., außerdem hatten wir erst gestern den Docht des Verdunsters vergrößert, weil zu wenig Ameisensäure entwichen war. Also sollte das hoffentlich noch gut gegangen sein….
  • Uns wurde geraten, den Futterteig durch Flüssigsirup zu ersetzen, weil die Bienen es dann leichter haben, den einzutragen- sie müssen nicht so viel Wasser holen, und er ist einfacher „einzuschlürfen“ Der Futterteig ist wohl besser für Zwischenfütterungen oder Notfütterungen, aber ab Ende August sollte – gerade, wenn, wie bei uns, fraglich ist, ob’s noch reichen wird mit dem einlagern, besser Sirup gegeben werden. Das ist dann was für morgen: einkaufen fahren, und dann- oweh, wie kriegen wir die vielen Bienen aus dem Teig, die da dran sitzen und knuspern?? Na, das wird ein Spaß!!
  • Imkerverein Mittelangeln, ab September 1. Montag im Monat 20 Uhr Hamester Süderbrarup- ruhig hintrauen.

Und wir haben Adressen/ Tel.nrn. ausgetauscht, denn sie würde gern mal unsere TBH angucken, und wir sind natürlich glücklich über fachkundigen input.

Ja. Das war ein lohnender Nachmittag. Puh.

BTW: Varroafall in den letzten Tagen: 9,10,10,24,19. Das geht ja noch, finde ich!

Geschützt: Erwischt!!

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Immer noch Kämpfe bei den Bienen

Unsere Bienen wehren sich erbittert- aber immer noch sind die Räuber unterwegs und offenbar nicht ohne Erfolg, denn sonst wären ja wohl nicht mehr solch erbitterte Kämpfe nötig, wie wir sie leider ständig sehen- wir sind sehr im Zweifel, ob unser Bienenvolk das überleben wird-  und selbst wenn: wird es unter diesem Streß genügend Futter einlagern können und den Winter überstehen?

Wir haben nur noch 2 sehr eng geöffnete Fluglöcher, was aber auch heißt, daß unsere eigenen Bienen manchmal vier, fünf Versuche starten müssen, bis es ihnen überhaupt gelingt, mit ihren Pollenhöschen in den Kasten zu kommen. (knapp 2 Bienen aneinander vorbei)

Im Moment ist es keine Freude, unsere Bienen zu beobachten 😦 Drückt ihnen die Daumen, sie können es brauchen.

 

-?-

Heute hat’s sich ordentlich geknäult bei Biens. Ist eng, wenn man 5 Fluglöcher gewöhnt ist, und nun nur noch eines halb offen ist…. manche schieben sich sogar in Rückenlage durch *g*

Die Lage bleibt ungewiß. Es wirkte alles recht normal – es war viel los um das Flugloch herum, und wir haben, wie geraten, gestern Abend noch eingefüttert (den eigentlich für die Wintereinfütterung nach der Varroabehandlung gedachten 15-kg- Futterteig), so daß auch beim Futter ordentlich action war- allerdings längst nicht so aufgeregt wie vorgestern. Das KANN bedeuten, daß nun die Verteidigung klappt – aber wir wissen es nicht, es ist für uns nicht ersichtlich.

Es werden weiter Pollen eingetragen, ich werte das einfach mal als Hoffnungszeichen (wo die Brut verhungert, da wird kein Pollen benötigt)

(Die Fotos sind übrigens von ParadizeApple)

Viele Tote liegen auf dem Gitterboden, aber ich habe nachgesehen: da sind so gut wie nur Drohnen- wahrscheinlich frisch geschlüpfte, denen gleich das Futter verwehrt wird.

Ansonsten haben wir getan, als sei alles normal und 3 Tage nach der letzten Windelprobe zum 2. Mal eine ausgezählt.
Vor 3 Tagen lagen da 8 Varroen, heute 5. Das bedeutet: an dieser Front immerhin kein Grund zur Besorgnis: hätten bei einer der Proben 15 dort gelegen, hätten wir sofort eine Behandlung einleiten müssen- das hätte uns grad noch gefehlt…..

Hoffen und harren…

… ist das einzige, was uns mit unseren Bienen jetzt noch bleibt. Ich hoffe, auf uns trifft Teil 2 dieses geflügelten Wortes am Ende nicht zu…

denn es ist wohl nicht mehr zu leugnen: es sind die räubernden Bienen, die Aufregung in unserem Stock verursachen. Heute ging’s weiter, zwar deutlich weniger als gestern, aber eben doch. Und das, obwohl, wie geraten, zur Irreführung der fremden und Hilfe unserer Brumsel ein belaubter Zweig vor dem einen, noch offenen, aber bis auf 2-Bienen-Größe verengten Flugloch steht und wir damit wohl Alles getan haben, was wir tun können. Und obwohl gar kein Futter mehr übrig sein kann.

Unsere Patenimkerin sagt: wenn unser Volk es trotz unserer Hilfe  nicht schafft, sich zu wehren, dann stimmt dort irgendetwas nicht. Es sah schön stark aus, als sie letztlich hier war, und es müsste ganz klar in der Lage sein, sich zu verteidigen. Wir können heute noch einmal wieder Futter geben, abends, nach Einstellung des Flugverkehrs, und abwarten. Aber letztlich: kann es sich nicht verteidigen, wird unser Volk das nicht überleben, und das muß dann auch so sein. Das passiert, und wir können nichts dafür, aber auch nichts daran ändern

Et kütt wie et kütt – aber ich bin schon ziemlich angeschlagen.

Räubernde Bienen – oder ängstliche Jung-Imker

Zuhülf – wieder fehlt uns Fachwissen!!

Es war am heutigen Nachmittag ganz ungewohnt viel los am Kasten, gefühlt Hunderte Bienen sind rein und raus und auch am Zuckerwasser zugange. Das Treiben ist sehr hektisch, deutlich hektischer als sonst. Für uns gibt es zwei mögliche Erklärungen:
1. es ist relativ warm und leicht schwül, die Bienen haben nur noch sehr wenig Honig, Nachwuchs ist alt genug, um hinausgeschickt zu werden und man sammelt eifrigst, damit man seine Vorräte für die nächsten Regentage auffüllen kann
2. Nachbars Bienen haben mitbekommen, daß es in unserem Kasten Zuckerwasser gibt, entern die Villa und räubern unsere Brumsel aus.
Leider können wir auch nach wirklich langem davorsitzen und gucken nicht enscheiden, was nun stimmt. Vorsichtshalber haben wir von 5 auf 3 Fluglöcher eingeengt, um es unseren Bienen leichter zu machen, die Villa zu verteidigen – jetzt wäre ein erfahrener Imker, der zur Hilfe eilt und uns sagt, was Sache ist (und was wir noch tun könnten) Gold wert. So aber müssen wir wohl abwarten, weiter beobachten und hoffen.

Der Herr F. ist sehr beunruhigt und tendiert zu Erklärung 2 – ich bin diesmal (an sich schon ein nie dagewesenes Phänomen *g*) die Gelassenere und denke an 1.
Eben nochmal im Netz recherchiert, da gibt’s das Bienen-Wiki. Dort heißt’s bei „Räuberei-Anzeichen“:

Eine Räuberei lässt sich leicht am Flugloch des beräuberten Volkes erkennen: Zuerst nur vereinzelte, bei fortgeschrittener Räuberei eine Vielzahl von Bienen fliegt nicht zielsicher wie heimkehrende Trachtbienen, sondern ruckartig und suchend vor dem Flugloch hin- und her, um zuletzt doch zügig im Flugloch zu verschwinden. Abfliegende Bienen starten meist nicht direkt vom Flugloch, sondern klettern erst einige Zentimeter heraus oder außen an der Beute hoch bis sie abfliegen.

Im Flugloch und vor der Beute findet man zu Beginn der Räuberei meist kämpfende Bienen, die regelrecht verknäult sind. Räubernde Bienen verlieren durch solche Kämpfe mit der Fluglochwache schnell ihre Haarborsten, wodurch ihr Körper schwarz und glänzend erscheint.

Nichts davon haben wir gesehen.
„Doch“, sagt der Herr F., „die eine da!“
Stimmt. In etwa 20 Minuten beobachten haben wir eine Biene gesehen, die sich in die Flügel einer anderen regelrecht verbissen hatte und versuchte, ihr Opfer von Flugbrettchen zu kippen. Und im Mäusegitter lagen – außer so einigen Drohnen- 3 tote Arbeitsbienen.
Mir erscheint das wenig als Anzeichen für einen Überfall, aber sicher- tja, sicher bin ich mir eben leider auch nicht….

Hunger!!!

Gestern haben wir mal geguckt, ob unsere Bienen beim derzeit ja wirklich nicht gerade berühmten Wetter und nach Ende der Lindenblüte denn überhaupt noch genug Honig haben – und wir mussten mit Schrecken feststellen: da war fast gar nichts mehr – ein schmaler Streifen Verdeckeltes über den Brutwaben, nix in den hinteren Waben, wo es noch vor wenigen Tagen so schön feucht geglitzert hatte!!
Schnell haben wir etwas Puderzucker mit etwas Wasser angerührt und ihnen gebracht, und jetzt schlürfen sie eifrig…

Die Drohnenschlacht läuft vermindert noch – kein Wunder, gab’s doch noch verdeckelte Drohnenbrut zuhauf, und all die frisch Geschlüpften sollen dann ja immer noch wieder ausgehungert/ rausgeschmissen werden.

Abseits des Bienenstocks ist gestern der erste Grill-Besuch eingetroffen nämlich der paradiesapfel, auch eine weitere Zu- sowie einige weitere Absagen gibt’s zu verzeichnen.
Noch immer liegt die Anzahl der Mit-GrillerInnen zwischen 13 und 21 Leuten… ok, damit läßt sich zurechtkommen. Ich soll mich wohl in Flexibilität üben – keine leichte Übung für mich. Schließlich ist der Spruch „flexibel wie ein Amboß“ wie für mich gemacht….

Imkerlatein: Drohnenschlacht

Geh ich eben, bewaffnet mit Gummistiefeln und Regenschirm, raus. Will mal wieder Fallrohre entstopfen, gucke aber auch bei den Bienen längs.
Und was? Sie haben sich offenbar vorgenommen, diesen miesen Tag für miese Geschäfte zu nutzen:

Seltsame Knäuel im Flugloch, irgendwie benehmen sie sich komisch. Ich hock mich hin und gucke ’ne Weile, da kommt eine schwer bepackt aus dem Flugloch.
Was hat sie da? Eine andere Biene. Entsorgen sie also die Toten.
Nein, die rührt sich noch.
Und groß ist sie.
Das wird doch nicht….
Noch eine. Und noch eine.  Es ist so: wir haben Schlacht-Tag. Drohnenschlacht!! Die Brumsel merkt: langsam wird die Tracht weniger – da entledigt man sich der unnützen Mit-Esser, der Drohnen.
Es ist ganz schön fiese, immer wieder werden noch fitte Drohnen lebend aus der Villa gedrängt und fliegen weg in eine ungewisse Zukunft. Andere kriechen gleich zum nächsten Flugloch wieder rein – wahrscheinlich verstehen sie die Welt nicht mehr: zeitlebens verwöhnt und umsorgt, wenden sich nun die Schwestern ab und zeigen sich als Todesfeindinnen!
Am Flugbrettchen sind dramatische Szenen zu sehen. Ein Drohn versucht zu fliehen, aber eine Biene sticht auf ihn ein, packt ihn, fliegt mit ihm – nur ein paar Zentimeter weit, dann plumpsen beide auf den Boden, aber nur eine erhebt sich wieder und fliegt heim.

Irgendwie paßt das ganze ziemlich zu diesem Tag – und Ihr müsst verzeihen: zu  Fotos kann ich mich nicht bereitfinden, zu gänsehäutig ist mir das Ganze- ich käme mir vor wie ein Voyeur, der sich am Tode Anderer weidet. Klar, ist das nötig zum überleben des Volkes- trotzdem.

Ein Fragezeichen bleibt mir: wieso gibt es so viel Drohnenbrut im Vorfeld? Wusste die Brumsel letzte Woche, als wir sogar neugebaute Drohnenzellen sahen, noch nicht, daß diese Woche entschieden wird, den Bienenherbst einzuläuten? (Offenbar richten sie sich nach Tageslänge und Sonnenstunden, las ich) Ist das immer so? (Ja) Wird nicht einfach das Drohnen-brüten eingestellt? (Jetzt ja *g*)

PS: In Birgittas Blog gibt es die mörderischen Fotos, falls Jemand gucken mag:  Drohnenschlacht

Aus Abfall wird man klug….

Unser Bienenkasten hat eine Schublade unter seinem Gitter-Boden. Das hat er deshalb, damit man da, wenn man gegen die böse Varroa-Milbe behandelt, ’ne Windel einlegen kann und Milben zählen. Aber ich habe festgestellt, daß diese Schublade auch ganz ohne Varroa-Gedanken richtig nützlich ist. Denn ich kann inzwischen was draus lesen: ob unsere Bienen gerade Waben bauen oder nicht, zum Beispiel. Oder WO sie das tun.

Das ist die ganze Schublade.

Und das durchsichtige da, das sind ganz stark vergößerte Wachspartikelchen. Die hat irgendeine schlunzige Biene mühsam ausgeschieden – und dann fallenlassen, statt sie ordentlich zu verbauen. Und da die Bienen zwar sehr fleißig, aber offenbar nicht so 100%ig effektiv arbeiten, kann man genau sehen, ob sie gerade Waben bauen, und wo. Wenn man das Bild oben per anklicken vergrößert und genau schaut, kann man sehen: sie sind eher hinten dabei, anzubauen (vorne ist da, wo’s so gelb ist, dazu komm ich gleich), und außerdem sieht man ungefähr mittig einen senkrechten Wachsstückchen-Streifen. Da fangen sie gerade den Ausbau einer neuen Wabe an, jetzt, wo die Linde blüht und viel Nektar und Pollen eingetragen werden.

Das gelbe (aber auch einige graue oder dunkle Flecken), das sind Pollen. So viel Mühe, das alles zu sammeln, und dann lassen sie so viel davon einfach fallen!!! Auf dem oberen Bild sieht man, daß Pollen vor allem direkt hinter den Fluglöchern verloren zu gehen scheint. Schade drum.

Ja, und der Rest – das ein oder andere Bienen-Beinchen meine ich zu erkennen *grusel*, Varroas seh ich nicht (aber sie sind sicher da…) – und all der Abfall stammt nur von einem einzigen Tag, denn tags zuvor hab ich erst die Windel gewechselt – will meinen, hab das Ganze mit einem Spachtel saubergekratzt…..

9 Waben, in sechsen ist Nachwuchs im Werden

Ihre Majestät geruht, eine Audienz zu geben

Ihro Hochwohlgeboren befindet sich nicht etwa neben dem weisenden Finger, sondern etwas weiter links daneben zwischen mehreren weißen Zellen.

Eine Großaufnahme: Also, schön ist anders – ich finde sie sogar, ehrlich gestanden, ein klein bißchen eklig – aber ihre Nachfahren sind so hübsch, fleißig und freundlich, daß ich ihr das gut nachsehen kann 😉 Außerdem ist Queen Mum selbst ja auch ein echtes Wunder – das schaff mal Jemand, Zehntausende von Nachfahren in die Welt zu setzen und dabei noch mittels Duftstoffen und Hormonen ein ganzes Volk zu regieren!!! Meine Hochachtung hat sie!!! Und ich bin sehr froh, daß sie eine Audienz gewährt hat, denn sonst wären wir immer noch bange, ob denn bei unserem Volk Alles in Ordnung ist.

Erste Durchsicht unter Aufsicht ;-)

Da wir an diesem Wochenende Besuch einer Bekannten haben, die eine etwas erfahrenere Imkerin ist als wir zwei, wollten wir es uns trotz 13 Grad und (leichtem) Wind nicht nehmen lassen, mit ihr zusammen unsere allererste Durchsicht der Villa Brumselia vorzunehmen.  Recyclemouse hat auch noch einen prima Fotoapparat, die Hoffnung bestand, Stifte, die wir evtl so erstmal nicht entdecken, nachher auf dem Computerbildschirm problemlos sehen zu können…. also los – Smoker, TBs zum erweitern, falls nötig, sowie Bienenbesen sind zur Hand – es darf losgehn! Kasten öffnen….

  Ab der 3. Wabe war was los – das heißt, 5 von 8 Top Bars sind schon in Bebauung, bei DEM Gewimmel ist allerdings schwer, genau zu erkennen, was die Bienen so getan haben. Oben an sieht man, daß bereits Honig verdeckelt wurde (was bedeutet, daß die Bienen meinen, der Honig, den sie eingetragen haben, hat in der „offenen“ Zeit genug Wasser verdunstet, um nun gut haltbar zu sein und als Vorrat genutzt werden zu können.) Auf dem nächsten Bild gibt’s  gleich mehrere interessante Dinge zu sehen: Unten hängt eine Bienenkette – so hängen sie sich aneinander auf, wenn sie ihre Wabe weiterbauen. Dann ist mittig eine grooooße Biene zu sehen, das ist ein dicker Drohn. Und wer gut ist, findet auch Queen Mum Herself!! Was noch ein wenig fehlt: Enstpannen, Frau F.!!! *g* Angesichts der Tatsache, daß ich aber, während ich gerade eine Bienenwabe in den Händen hielt, merkte, daß ein Bienchen mir offenbar ins Hosenbein gekrabbelt war – worauf ich immerhin genug Nerven hatte, die Wabe einigermaßen in Ruhe abzustellen, die Hose auszuziehen, um dann die Biene, die dort noch immer saß, von meinem Bein (lebend und ohne daß ich einen Stich abbekam) zu entfernen, meine ich aber doch, ein bißchen stolz auf mich und Biene Nr. 2734 sein zu dürfen… *g* Übrigens: das Futter von letztens ist schon so gut wie leer, da müssen wir morgen nachlegen. Und wir haben 2 TBs dazugegeben.  Was wir nicht gesehen haben, sind Stifte (Eier). Da aber Alles so gut läuft und wir ja auch gesehen haben, daß die Königin da ist, denken wir mal – und das meint auch unsere persönliche „Fachberaterin“: alles gut!!

IM Bienenkasten

Eigentlich wollten wir ja heute morgen, wenn Alle noch daheim sind, zur Villa und reingucken, weil wir dachten, dann könnten wir auch gleich den Schwarm mit Milchsäure einsprühen gegen Varroa. Nun ist es aber heute sehr warm, fast schon schwül dabei, und wir waren deutlich zu spät dran: als wir ankamen, war richtig was los an den Fluglöchern.
Auffällig: heute sind deutlich mehr Pollenträgerinnen angekommen als an den 2 Tagen zuvor, eigentlich war immer mindestens eine zu sehen.
Eben hab ich dann mal die Schublade unten rausgezogen, und wir haben uns angeguckt, was da so liegt. Wir haben Pollenbröckchen entdeckt, einen ganzen Wulst aus Wachskristallen, Schietflecken gab’s auch (sind die nicht stubenrein??) und allerlei, was wir nicht deuten konnten. Aber nichts davon sah, auch unter der Lupe, nach Milbe aus. Also haben wir beschlossen, das mit dem besprühen zu lassen, schließlich ist sowas ja auch immer eine Belastung.
Netter Nebeneffekt: dann können wir ja aber doch eigentlich jetzt reingucken, denn normalerweise guckt man ja eher, wenn möglichst viele Bienen unterwegs sind ….
also los, Besen, Smoker, Imkerhut (ein bißchen bänglich war ich ja doch), vorsichtshalber – falls sie nix mehr hätten- unser Puderzucker-Futter, den Stockmeißel mitgenommen – Dach ab, gucken:

ok, Futter haben sie also noch.

wow!! Sie bauen :-)))

beim groß-zoomen kann man sehen: in einzelnen Zellen ist Nektar!!

124 ruht sich aus. Ist sie nicht hübsch??

Die Damen waren absolut friedfertig, sie haben sich nicht wirklich stören lassen, jedenfalls nicht so, daß sie erbost waren. Nervös waren allerdings wir: obwohl wir uns vorher besprochen hatten, haben wir dann vergessen, daß ja ein Zweck des Ganzen auch gewesen war, zu schauen, ob die Brumseln genug Platz haben – wir haben aber nur eine der vorderen Waben gezogen, und ich hab eine mehr, die im Bau war, sehen können – also wissen wir jetzt nicht, ob wir noch mehr TopBars hätten einlegen sollen. Anfänger *seufz*

Nach Ende der Rapsblüte, was bald schon ist, sollen wir aber eh unser Puderzucker-Futter reingeben, dann gucken wir da. Dürfte in  zwei, drei Tagen so weit sein….

Tag eins

Heute hab ich frei. Das paßt. Außerdem sagt das Wetter der Brumsel ein herzliches Willkommen: warm, sonnig, windstill. Nun muß die Sonne nur noch beim Kasten ankommen… Wer sich interessiert, sollte heute immer mal diesen Artikel anklicken, ich will öfters aktualisieren, wenn sich was tut….

7 Uhr 30    Ein erster Blick vor dem Frühstück. Immer noch hängen 2 kleine Trauben draußen rum. Warum nur sind die nicht reingegangen? Die Villa liegt noch in tiefem Schatten, keine größeren Bewegungen zu sehen.

2 "Träubchen", unten hängt auch noch eine dran, wenn man genau guckt...ob davon Viele überlebt haben?

Übrigens: wir haben einen „vorweggenommenen Schwarm“. Das bedeutet: die Bienen wollten schwärmen, denn sie hatten bereits neue Königinnen herangezogen, aber noch bevor die schlüpfen, hat unsere Imkerin die alte Königin mit einem Hofstaat von etwa 20000 Bienen abgenommen und uns gegeben. So wird das andere Volk eine neue Königin bekommen, aber nicht ausschwärmen.

9 Uhr   Langsam kommt Bewegung in die Sache: immer wieder lösen sich einzelne Brumseln aus den Trauben, „stehen“ eine Weile in der Luft vor der Villa und schlüpfen dann in eins der Fluglöcher. Ganz ab und an kommt auch mal Eine raus und fliegt sich ein.  Die Sonne kommt halt ‚rum, Richtung Villa Brumselia. – Mich überkommt unterdessen das immer stärkere Bedürfnis nach einem Hut *gg*. Man ist durchaus nicht feindselig, aber ich sitze ja doch nahe bei und werde in die Erkundung der Umgebung mit eingeschlossen, und wenn sich so eine Biene in den Haaren verfängt, dann kommt sie da allein nicht mehr raus, fühlt sich bedrängt- und piiiieks. Muß ja nicht…. mal sehen, ob ich mein Baseball-Käppi finde – und morgen hol ich mir „von auffe Arbeit“ einen hübschen Strohhut 😉

9 Uhr 30 jetzt ist wirklich action im Bienenstock. Ein Ein und Aus an den Fluglöchern, viele Bienen stehen in derLuft, Kopf Richtung Villa, ringsum ein Gesumme und Gebrumme…. aber die Trauben, die Trauben….  *sorg*

         hier sieht man, daß ich’s mir gemütlich gemacht habe *g*- ein fester Beobachtungsposten. Sollen sie sich mal gleich dran gewöhnen!

10 Uhr 05  Das war der genaue Zeitpunkt, an dem ich Brumsel Nr 12.752 mit gelben Pollenhöschen habe ins Flugloch brummen sehen!!!! Und sie war nur die Erste 😉  In der Traube sind jede Menge Bienen, die merkwürdige Schüttelbewegungen mit ihrem ganzen Hinterkörper machen. Ach, hätte ich bloß Ahnung!!!! Ich konnte das nur als Tänze deuten, von denen kannte ich das aus Videos, so daß dort Bienen Anderen zeigten: wo gibt’s was leckeres? – Da ich dann auch einige Pollenhöschen-Trägerinnen dorthin statt zu den Fluglöchern kommen sah, hab ich mir ein Herz gefasst und getan, wovon ich nicht weiß, ob“s richtig ist:  ich habe die Trauben abgefegt. Hoffe, daß die Bienen sich nun aufrappeln und in den Kasten einfliegen, schließlich stehen dort sterzelnde Wegweiserinnen, und viele Andere gehen ein und aus…. Drückt die Daumen!!!

13 Uhr 08  Mir deucht, Alles wird gut… keine Trauben mehr, Bienen mit Pollenhöschen, ein eifriges Gesumse in der Luft – ich habe ja keine Ahnung, aber für mich sieht das gut aus! Bis eben war ein Freund zum „Bienkiek“ da – ich hab’s nicht geschafft, ihm eine behoste Biene sichtbar zu machen. Bin ich also doch schon ein ganz klein wenig blicksicherer….

15 Uhr 20   Un-er-müd-lich bei  der Arbeit….

17 Uhr 28   Die Villa liegt wieder im Schatten, der Wind hat aufgefrischt, es wird Abend- man merkt’s. Es ist deutlich weniger Betrieb. Es sei ihnen gegönnt, wenn (falls) sie sich jetzt ausruhen. Aber vielleicht wird innen ja auch noch eifrig gebaut, schließlich will ja auch untergebracht werde, was eingetragen wurde!

Gute Nacht, Ihr Brumseln!!