Oh- hauehauehauehauehauehaue-ha!

Beim echten Angeliter merkt man an der Zahl der „haue“s im Oh-haue-ha, wie heftig das Ereignis, das es zu o-haue-ha-en gilt, ausgefallen ist. Je mehr „haue“s, desto heftiger. Also wißt Ihr schon, was Euch jetzt erwartet: starker Tobak.

Wir haben uns nämlich, ich hatte es schon angekündigt, drangegeben, unser Haus2-Volk nach Weiselzellen abzusuchen. Schließlich wollten wir nicht noch einen Schwarm riskieren. Also Messer und Wassereimer, Stockmeißel, Flederwisch und rauchenden Smoker eingepackt- und los ging’s.
Zum Glück waren die Damen und Herren äußerst friedfertig gestimmt, denn letztlich haben wir eine ganze Stunde in ihrem Zuhause herumgefuhrwerkt: eine Wabe anlösen (sind immer etwas verklebt), hochheben, gucken:

P1050067Aaaah-ha. Eine frische, unbebrütete (weil noch ganz helle) Honigwabe, noch nicht ganz ausgebaut und beidseitig voll mit leckerem, verdeckeltem Honig. Diese Wabe hätten wir so, wie sie ist, ernten können. Allerbest. Aber wollten wir nicht- schließlich hat das Volk jetzt, mit nur wenigen Arbeiterinnen und vorerst ohne brütende Königin, eine harte Zeit vor sich. Da braucht es Vorräte. Nächste Wabe:

P1050069Oben etwas verdeckelter Honig, unten noch Drohnenbrut. Aber auf der Rückseite:

P1050070 Arbeiterinnen, noch in den verdeckelten Zellen. Die brauchen wir dringend, jede, die wir haben können (sonst hätten wir die Drohnenbrutwabe entfernt), denn wir haben mit leichtem Schrecken gesehen, daß von den Bienen, die im Volk sitzen, sehr, sehr viele Drohnen sind. Normalerweise bis zu 10%. Hier schienen sie manchmal in der Überzahl zu sein….Oh- hauehauehaue-ha!
Es ist eigentlich schon zu viel abgeschwärmt, scheint uns. Da sind wir froh, daß wir noch mehrere große Waben mit großen Brutbrettern mit Arbeiterinnenbrut entdecken konnten!
Nach dieser Drohnenbauwabe haben wir eine Wabe nach der anderen herausgezogen. Immer dasselbe Bild: oben ein kleiner Futterkranz (ein Honigvorrat), darunter verdeckelte Arbeiterinnenbrut -und Weiselzellen über Weiselzellen!!! Insgeamt hatten wir nachher über ein Dutzend herausgebrochen, allein an einer einzigen Wabe waren 8 Stück! Oh- hauehauehauehaue-ha!

P1050071Hier liegen einige herausgebrochene und warten drauf, entsorgt zu werden. Anfangs hab ich sie in eine Tupperdose getan- bis es aus der Dose heraus plötzlich summte: in der Dose waren zwei Jungköniginnen geschlüpft!!!!
Oh- hauehaue-ha! Die eine habe ich kaltblütig ermordet, aber die hatte es damit besser getroffen als die andere, die weggeflogen ist- so ohne Volk kann diese arme Biene nicht überleben! Nach dem Schreck habe ich erstmal alle weiteren Weiselzellen sofort plattgetreten.

Weiselzelle

Die hängen immer seitlich oder unten. FAST immer, manchmal hängen sie auch mitten auf der Wabe 😉

Dann rief der Herr plötzlich: „Königin!!!“ – und da sah ich sie auch.
Sie.
Eine von ihnen müßte ich sagen- mindestens eine weitere haben wir noch herumlaufen sehen, konnten sie aber nicht erwischen… diese erste aber hat nun einen Punkt. Ich nämlich: Stift in der Tasche, zücken, öffnen, zielen- gezeichnet!! Falls nun also diese Königin diejenige wird, welche…. dann haben wir auch in diesem Volk eine, die wir gut wiederfinden können.
Ganz zum Schluß, die letzten beiden Waben, da gab’s dann nochmal Honig zu sehen- und dann haben wir erschöpft den Kasten geschlossen. Nun hoffen wir, daß die zwei Königinnen, die wir gesehen haben, auch wirklich die beiden einzigen sind und keine von ihnen abschwärmt. Wahrscheinlich wird eine totgestochen, es gibt aber wohl auch Völker, die einige Zeit mit zwei Königinnen parallel „fahren“

Achja, und noch eine kleine Sensation: wir haben das vielbeschworene quaken und tuten, das Geräusch, das die Jungköniginnen vor dem Schlupf machen, mehrfach ganz deutlich gehört! 🙂 Der Herr F. ist sogar sicher, die ganz neue Erkenntnis gewonnen zu haben, daß Jungköniginnen manchmal auch nach dem Schlupf noch quaken. Denn wir hörten es von der Wabe mit der gepunkteten Königin quaken, und er wollte meine Befürchtung, wir hätten doch noch eine Weiselzelle übersehen, nicht gelten lassen. Hatte er doch grad zuvor noch die Königin gesehen- und genau von der Ecke kam nun das Getute!

Oh- hauehauehauehauehauehauehauehaue-ha! (Man muß sich das übrigens so vorstellen, daß jedes „haue“ in der Tonhöhe ein winziges bißchen über dem davor liegt, so daß eine dramatische Steigerung bis zum vorletzten, das nochmal ganz besonders hervorgehoben und betont wird, zu verzeichnen ist. Dann kommt das kontrapunktische, kurze, dunkle HA am Schluß. Bis ins letzte ausgeklügelt, das ganze, und hocheffizient in der Wirkung) 😉

Unsere Damen halten uns derzeit echt in Arbeit, und eine Aufregung (oder Attraktion) jagt die nächste!

Ohje…

Schwärmen, die dritte:

Der Schwarm, der letztens wieder eingezogen war, hat nun doch noch einen zweiten Versuch gestartet, ein neues Leben zu beginnen- diesmal erfolgreich, leider.  Am Mittwoch morgen um halb elf hat es wieder getost und gesaust- und wohin ging die Reise? Diesmal noch höher, in den allerhöchsten Buchenwipfel, um 20 Meter hoch! Unbenannt

Ich habe mich also noch verabschieden können, bevor ich zur Arbeit fuhr- da war wirklich nichts zu wollen!P1050066

Leider wurde keiner unserer beiden Lockkästen angenommen, dieser Schwarm ist auf Nimmerwiedersehen fort.
Nun sollte aber bitte auch Schluß sein- noch haben wir ein durchaus nicht schwaches Volk im Haus 2 sitzen, und wenn nun eine neue Königin sich ranhält und es ab ca. 22.6. wieder Brut gibt, kann alles noch gut werden. Aber noch ein Schwarm wäre einer zuviel, denken wir. Und so wollen wir zeitnah nach weiteren Weisel (Königinnen-)zellen suchen und sie ausbrechen, damit nicht noch mehr Schwärme nachkommen.

And now something completely different 😉

Unsere Kleinen werden groß! Offensichtlich ist die Königin jetzt in die Hufe gekommen, wir haben mehrere Waben mit schönen, großen Brutbrettern vorgefunden.

P1050056

So also sieht  das aus in einer Magazinbeute, einer „Stapelbeute“: Rähmchen aus Holz, versehen mit vorgeprägten  Mittelwänden aus Wachs (Wabenmuster), die die Bienen nur noch auf die volle Dicke ausbauen müssen. Zehn solcher Rähmchen hängen in einem Element, einer Zarge. In der untersten Zarge brütet die Königin, darauf gestapelt ist der Honigraum -oder später, wenn’s klappt, SIND DIE Honigräume, bis zu drei Stück, wenn’s super läuft. Bei uns aber sind im Brutraum ein paar schwere Honigwaben, und im Honigraum geht’s erst so langsam los… in 3 Rähmchen erst ist Honig, ein weiteres Rähmchen wird gerade ausgebaut- darin wollen sie also demnächst mal Honig einlagern. P1050057

Und bei richtigen Imkern hat die Königin einen Punkt auf dem Rücken. Sehr praktisch, so findet man sie schön leicht wieder! Bitte sehr, gaaaaanz einfach 🙂 P1050058

Mich freut, daß unsere Kleinen jetzt doch so loslegen- wenn die viele Brut schlüpft, dann geht’s sicherlich auch mit dem Honig ordentlich los. Wenn, ja, wenn die Pflanzen welchen liefern… der Raps ist so gut wie durch, jetzt müssen die Bienen in Wald und Feld suchen- und da gibt es bekanntlich in der durchindustrialisierten Landschaft oft zu wenig.
Leute, wenn Ihr mal wieder Pflanzen für Eure Gärten kauft- vielleicht guckt Ihr vorher mal hier Da ist eine Seite mit Bienenweidepflanzen.Vielleicht findet Ihr ja Pflanzen, die nicht nur Euren Wünschen entsprechen, sondern die auch den Bienen ein wenig durch die schweren Zeiten helfen….

Ich faß‘ es nicht!

Wenn ich richtig gedeutet habe, was ich gegen 15 Uhr30 aufgenommen habe- dann ist der Schwarm zurückgekommen in die TBH, aus der er ausgeflogen war! Jedenfalls war zeitgleich mit diesem Wahnsinnsbetrieb der Schwarm in der Lärche futsch.

Es ging los damit, daß ich bemerkenswert viele Bienen sterzeln sah, fünf Minuten später dann – siehe Film – und nochmal 20 Minuten später- als wäre nie was gewesen.
Ich bin fertich mit Jack‘ und Büx!
Und jetzt???? Werden sie morgen wieder ausfliegen? Oder werden sie die frischgeschlüpfte Königin abstechen und bleiben?
Ratlos.

hier sieht man nochmal, wie viel da in der Luft war! Das MUSS der Schwarm gewesen sein!

hier sieht man nochmal, wie viel da in der Luft war! Das MUSS der Schwarm gewesen sein!

Mistmistmist

Um 13Uhr zufällig gen Bienenstand gelaufen- und ohweh- wieder ein Schwarm! Und wo hat er sich gesammelt? In der Hofeinfahrt, in der Lärche, auch wieder auf mindestens 7-8m Höhe. Sehen kann ich ihn nur vom Nachbarsgrundstück aus, ein großer Nachschwarm (Nachschwarm: die begattete Altkönigin ist ja mit dem ersten Schwarm ausgezogen, nun zieht noch eine unbegattete samt Teil-Volk aus, zugunsten einer weiteren unbegatteten, die heute schlüpft- das heißt auch, daß sich unsere Hoffnungen auf baldiges wieder-brüten um eine Woche nach hinten verschieben. Weil die junge Königin ja auch erstmal wieder 4-5 Tage braucht, bis sie zum Hochzeitsflug ausfliegt)

Ich werde nix unternehmen, bin allein hier, es stürmt und der Schwarm hängt wieder hoch.

Aber ich habe drei Lockkästen mit Honigwabenstückchen drin aufgestellt, vielleicht haben wir ja gaaaaanz viel Glück, und der Schwarm sucht sich einen davon aus. Abwarten.

Habe Fotos gemacht, aber das ist so weit oben und so versteckt, daß da nix erkennbar ist.

Die Villa Brumselia ist wieder bewohnt!!

Gestern, nachdem die Gewitter durchgezogen waren, haben wir unseren Bienenschwarm zunächst gewogen (1,5 Kilo ohne Pappkarton, etwa) und dann in die Villa Brumselia gekippt. Als Anfangszehrung (und Bestechung im Sinne von „ah- hier ists gut- hier bleiben wir“) gabs eine mit leckeren Honigwabenstücken gefüllte Schüssel.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Jetzt wollen wir mal allerhand hoffen- ganz allgemein sah es gestern abend so richtig gut aus:

  1. daß sich die Villa-Brumseln gut einleben  – Im Pappkarton hatten sie schon ein wenig mit dem Wabenbau begonnen, sie futtern, sie sterzeln, abends unten im Gemüll schon richtig viele Wachsplättchen – wunderbar! 🙂
  2. daß die im Haus zwei zurückgebliebenen es bei dem einen Schwarm bewenden lassen und ihre jungfräuliche neue Königin den Hochzeitsflug gut übersteht (das wissen wir sicher erst in ca 2 Wochen: ab morgen KÖNNTE die Königin – frühestens- zum Hochzeitsflug aufbrechen, dann, zurück, 4-5 Tage, bis sie beginnt, Eier zu legen und dann nochmal bummelig eine Woche, bis wir Maden sehen können- falls wir ans Brutnest rankommen (sie bauen ja aneinander) Wären wir fitter, könnten wir Stifte, Eier, sehen. Dann wüssten wir schon nach etwa anderthalb Wochen, was los ist. Dann sollte es aber auch daran zu merken sein, daß wieder ordentlich Pollen eingetragen werden. Oder wir warten volle 3 Wochen. Wenn wir dann noch Deckelchen von Brut im Gemüll sehen, dann wissen wir sicher: jetzt geschlüpfte Bienen können nur von der neuen Königin stammen! Gestern flogen sie wie verrückt, es schien endlich ordentlich Nektar zu geben, und das führt zu Hoffnung drei:
  3. daß nun endlich, endlich, auch das Wetter mitspielt, so daß zumindest die letzten Rapsblüten-Reste und die Kastanie noch für ordentliche Nektarvorräte sorgen (Vorhersage sieht ganz gut aus, aber das hatten wir ja schon öfter mal)  und, last not least,
  4. daß unsere „Kleinen“ ordentlich in die Puschen kommen. Und auch da gibt es erfreuliche Nachrichten: gestern hab ich oben im Honigraum nochmal geschaut, und: da ist deutlich mehr Honig als nur das, was schon in der einen zur Brutwabe zugehängten Wabe drin war. In der Brutwabe, in der zugehängten und in noch einer mehr glitzerte es verheißungsvoll, und einiges ist auch verdeckelt – darüber hab ich mich sehr gefreut! Vielleicht sind sie ja dann jetzt auch unten, im Brutraum, ordentlich in die Gänge gekommen- im Bestfall war deshalb so wenig Brut zu sehen, weil ganz viel frisch geschlüpft war und wir mal wieder die vielen, vielen natürlich(!) sofort(!) in die freiwerdenden Zellen gelegten Stifte nicht gesehen haben- wollen wir’s mal annehmen 😉

Ein guter Brumseltag, das!!!

Ganz zum Schluß noch was unbieniges: das kleine Vögelchen aus dem Mirabellenbaum hat inzwischen mindestens ein Küken! Und ich hatte schon gedacht, ich hätt’s vertrieben, aber gestern abend konnte ich kurz, aber deutlich den breiten, typischen Kükenschnabel-Rand erkennen. Baby dachte wohl gaaaaanz kurz, es käme Jd. zum füttern- aber es war bloß ich, also- nix wie Kopf einziehen 😉

„Komm mal rein!“

So begrüßte mich ein aufgeregter Herr F., als ich vom Spätdienst heimkam. Erste Reaktion: „EIN SCHWARM???“ Der Herr: „Komm rein, ich muß Dir was zeigen, am Computer!“ Und dann hat er mir was gezeigt. Langsam. Mit vielen Erklärungen. Viel mehr Bilder als Ihr gleich gucken könnt. Ich empfehle, das 1. Bild anzuklicken, damit Ihr besser lesen könnt, was passiert ist.

Und erst als er mir alles erzählt und gezeigt und erklärt hat, und ich gebangt hatte (Das ist HOCH! Und ich stell‘ mir vor, der Herr ganz oben auf der Leiter, in den Händen die abenteuerliche Konstruktion aus 2 ausgefahrenen Teleskop-Werkzeugen, schwankend mit schlechter Sicht wegen Imker-Anzug senkrecht hoch sägend und… unten der Mieter, anreichend und Leiter haltend) konnte ich endlich fragen:

“ Ja, und? Habt Ihr ihn?“

„Komm mal mit!“

Da stand dann draußen, in meinem großenteils zerstörten Blumenbeet, der Schwarmfangkasten mit offenem Flugloch. Drin ein Schwarm, wie schwer er ist, das haben wir noch nicht gewogen (2 Kilo wären gut, aber tippen würde ich vom tragen her und gucken eher auf höchstens eines). Oben hängen noch ’ne große faustvoll Bienen im Baum, mal sehn, was die tun. Die im Kasten müssen jetzt bis Donnerstag ausharren, da haben der Mieter und der Herr F. ihnen wohl das Leben gerettet, denn es gießt jetzt. Das würden sie wahrscheinlich nicht überleben.

Den Schwarm gehört hatte der Mieter gegen zwölfe mittags. Er sagte dem Herrn Bescheid, der erst dachte: Nix zu machen, zu hoch! Gegen zweie hingen die Bienen noch immer da oben, da haben sie dann mit werkeln angefangen. Um halb vier lagen die abgesägten Bienen am Boden, zwei Kartons drübergestülpt, etwas später hat der Herr die Bienen dann doch noch in den einen Karton gekehrt. Da sie schön gesterzelt haben (also ihre versprengten Kumpane herangerufen) war davon auszugehen, daß die Königin mit drin ist- bis ich dazukam, war deshalb noch das Flugloch offen.

Wir werden die Bienen zwei Tage im Karton lassen- einerseits weil wir Beide morgen arbeiten müssen, andererseits, weil sie so gut als möglich die Orientierung zum alten TBH verlieren sollen- schließlich werden sie in die Villa Brumselia einziehen, und die wird direkt daneben stehen, Deshalb werden wir sie auch in die Villa SCHÜTTEN und nicht einlaufen lassen. Man wird sehen, wie das alles klappt.

Wow:

Ich bin froh, daß das so geklappt hat- allein hätte der Herr das nicht geschafft, auch Mieter und ich wäre nicht die richtige Konstellation gewesen (ich wäre da nicht hochgekraxelt) – und ich bin nicht sicher, ob ich bei der Konstellation Herr F. und ich nicht vehement mein Veto gegen diese Aktion eingelegt hätte… Aber alles ist so weit gut gegangen, und jetzt freuen wir uns über einen eigenen Schwarm 🙂 Hoffentlich hat die Königin den Sturz aus  9-10 m Höhe (!) sowie das in-den-Karton-gefegt- werden gut überstanden, wir hätten allzu gern ein zweites Volk von dieser guten Mutter.

Uiuiuiuiui….

16.Mai: Natürlich haben wir, nach ganzen drei Tagen, in denen unsere Bienen ohne Beobachtung waren, auch mal geguckt, was da so los ist 😉

Nein, es war wirklich ok so- denn: Bei „den Kleinen“ (dieser Name hat sich inzwischen bei uns fürs Zander-Volk eingebürgert, weil das halt deutlich kleiner ist als das TBH-Volk) mussten wir eh zweierlei nachschauen:

  1. ist der Drohnenrahmen inzwischen bebaut und großenteils verdeckelt? Dann hätten wir die Drohnenbrut rausgeschnitten. Dem war aber nicht so, erst 2 oder 3 bucklige Zellen waren zu sehen
  2. haben sie den Honigraum angenommen? Wenn nicht, so wurde empfohlen, solle man die Bienen durch umhängen einer Brutwabe nach oben dazu zwingen, auch oben aktiv zu werden. Sonst ist nämlich bei der derzeitigen vielen Nektarernte (Kirsche blüht noch, Raps ist aufgeblüht, Apfel beginnt) vor lauter Honig kein Platz mehr für die wichtige Brut. Wir haben eine Brutwabe mit verdeckelter Brut und Rundmaden sowie eine Honigwabe daneben mittig nach oben gehängt, damt draufsitzender Bienen und- zumindest hoffen wir das, weil wir sie nicht erblickt haben- ohne Königin und dafür 2 Mittelwände nach unten. Die sollen dann die Bienen ausbauen, damit die Königin wieder Platz zum Eierlegen (= „stiften“) hat. Wollen wir hoffen, daß sie’s tun. 🙂

Und bei den „Großen“ wollte ich gucken, ob wir die Wabenreste, die wir ihnen zum auslutschen hingehängt hatten, jetzt rausholen konnten. – Doch- Oh Schreck- nix da: sie hatten sogar frischen Nektar dort eingelagert!! Na gut, das soll so nicht sein, also habe ich

  1. diese Wabenreste samt Honig bienenfrei gefegt, entnommen und in unsere leere Villa Brumselia im Keller eingehängt. Dort kann sie dann entweder ein Schwarm für die ersten Tage bekommen oder wir lassen sie später austropfen. Frage an mitlesende ImkerInnen: wie lange kann man unverdeckelten Nektar so lagern?
  2. Die unten reingelegten Wabenreste, die auch ausgelutscht werden sollten (und die inzwischen so gut wie leer waren) bienenfrei gefegt, entnommen und eingeschmolzen und
  3. 2 Stunden später nochmal nachgedacht… *g*  —- Wieso wohl tragen die Bienen den Nektar so nestfern ein, obwohl wir sehen konnten, daß sie an den letztlich neu eingehängten TBs bauen?? (das sieht man, weil an den Stellen unten viele verlorengegangene Wachsplättchen liegen) Mal durch den Gitterboden unten reingeguckt- und- holla! Da war von vorn bis zum Trennschied nichts zu sehen- außer bis unten Massen von Bienen! Haben sie vielleicht tatsächlich schon all die eingehängten leeren TBs völlig ausgebaut und nun keinen Platz mehr???? – Nochmal aufgenmacht, das Trennschied zur Seite gerückt und geguckt: tatsächlich!!!! Auch die hinterste TB hing bis unten voller Bienen und war schon eine ganze, große Wabe!!! Also, schnellschnell:
  4. weitere 3 leere TB dahintergehängt. Denn wenn die Bienen zu wenig Platz haben, dann kommt Schwarmstimmung auf – das müssen wir also gut beobachten, die guten Brumseln arbeiten viel schneller als wir vermutet hatten!

Ja, wir lernen …. *g* Schön wäre natürlich gewesen, die 3 leeren TBs VORN reinzuhängen und den Rest weiter nach hinten zu rutschen. Dann würden sie hinten Honig einlagern und man könnte stetig aus nicht ganz alten, aber doch bebrüteten Waben ernten und gleichzeitig Wabenhygiene betreiben, indem die bebrüteten, in denen sich eher Krankheitskeime befinden, samt Honig hinten rausgeholt werden.  Aber daran habe ich erstens in dem Moment nicht gedacht und zweitens machen wir sowas lieber zu zweit 😉

Jetzt hoffe ich, daß unsere Brumseln noch nicht in Schwarmstimmung geraten sind, weil wir zu langsam waren- andererseits war es ja gerade mal acht Tage her, seit wir ihnen allerhand weggenommen und auch noch leere TBs gegeben hatten… wir werden sehen, was geschieht!

Nachtrag 17. Mai heute nochmal 2 TBs nachgelegt- VORNE. Auf des Herrn Wunsch. Allerdings mussten wir feststellen, daß hinten doller gebaut wird als vorn. Verdeckelte Arbeiterinnen- und Drohnenbrut gesehen und glänzenden Nektar, allerdings von allem wenig. denn – Mann, was sind da viele Bienen!!! Wenn die nicht demnächst schwärmen, dann weiß ich’s nicht! Das Nest scheint schier aus den Nähten zu platzen! Im Grunde wollen wir ja gern einen Schwarm von diesen Bienen- bloß würden wir’s halt mitkriegen wollen. Und daß sie sich so hinsetzen, daß wir sie gut einfangen können…. huh, aufregend, das!

Wir….

…sind dann mal weg. Aber nur kurz. Im Wendland zur kulturellen Landpartie.

Vorher haben wir noch bei den neuen Bienen geguckt.

12. Mai: „Geht so“ ist das derzeitige Fazit: den aufgesetzten Honigraum haben sie noch nicht angenommen, unten sehen die 10 Waben „von rechts nach links“ so aus:

  • 3x verdeckelter Honig und glänzender, noch nicht verdeckelter Honig sowie Pollen,
  • 4x Brut und Nektar/ Honig (Brut zT verdeckelt, aber nicht allzuviel. Rundmaden haben wir auch gesehen, Pollen wird fleißig eingetragen, Stifte sehen wir ja irgendwie eh nie… Jedenfalls ists leider nicht so viel Brut wie erhofft, wir hatten auf viiiiiiel verdeckeltes gehofft, damit sie ordentlich in die Puschen kommen und die bevorstehende Rapsblüte gut nutzen können) Auch 3 oder 4 verdeckelte DROHNENbrutzellen haben wir auf den normalen Mittelwändchen gesehen, so ganz klappt das also wohl nicht mit dem Drohnenrahmen:
  • Der Drohnenrahmen ist bebaut, die Königin saß grad drauf  (Danke @Jungimker für den tollen Service mit der gepunkteten Königin*, das hilft!!). Noch nichts verdeckelt. Den hatten wir vor wenigen Tagen schonmal kurz gezogen, da war er noch nicht bebaut (bei den „normalen“ Imkern gibt man ein Rähmchen rein, das ohne Mittelwand ist. Das nutzen die Bienen dann, um größere Zellen für Drohnen zu bauen. Das wiederum nutzt der Imker, um Varroen zu beseitigen. Wie und warum siehe hier)
  • Daneben noch 2 Waben mit Futter.

Wenn wir zurück sind und oben immer noch nix zu sehen ist, werden wir tun, was empfohlen wird: eine Brutwabe samt Bienen nach oben hängen, damit die Bienen zum hochgehn gezwungen sind und den Honigraum annehmen. Damit sie unten Platz haben zum brüten und nicht alles voll Honig ist.

Aber ersteinmal sagen wir

*tjüs*

und bis bald…. wordpress sorgt in diesen Tagen dafür, daß Ihr keine Langeweile bekommt 😉 – ich habe was zu lesen eingespeichert….

*Die Königin ist mit einem farbigen Punkt gekennzeichnet, so daß man sie im Bienengewimmel gut sehen kann

Eingriffe

7. Mai: Unsere neuen Mädels haben sich gut eingelebt! Sie hatten es aber auch gut getroffen, was den Zeitpunkt ihrer Ankunft betrifft: am Sonntag kamen sie an, am Montag war die Bar an der großen Mirabelle, die keine 10 Meter von den Bienen entfernt steht, voll geöffnet: es war fast wie zur Lindenblüte- der ganze Baum hat gesummt! Also haben wir beschlossen, daß wir nicht erst noch warten, bis auch die Kirschen honigen, sondern schon den Honigraum aufgesetzt:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das ging schnell und hat die Bienen kaum gestört. Sie sind auch sehr sanftmütig, auch bei ihnen kann ich mich gleich neben’s Flugloch hocken und gucken- no problem! 🙂 Von oben haben wir mal in die untere Zarge hineingelugt: verdeckelter Honig in rauhen Mengen! Nun bauen die Bienen ihre Waben ja auch nach dem Muster auf: oben ein Honigvorrat, dann büschen Pollen und in der Mitte Brut. Wenn man also von oben guckt, ist es kein Wunder, wenn man Honig zu sehen bekommt. Aber ich glaube, es ist schon ok, wenn sie den Platz für mehr Nektar haben.

Weniger erfreut waren unsere TBH-Damen. Wir mussten ja ran und endlich die abgerissenen Waben entfernen, und da das Wetter so wunderbar war und sie den entstehenden Futterschwund durch die Mirabelle sicher gut wieder würden auffrischen können, haben wir beschlossen: jetzt ist die richtige Zeit.
Das war schon ein heftiger Eingriff: alle hinteren Waben (4 Stück, glaube ich, waren noch hinter den abgerissenen) waren sehr krumm, aneinandergebaut und an den Seiten fest. Zum Teil haben wir sie ganz entfernt, zum Teil haben wir Stücke abgemacht und die Reste mit den restlichen Honigwaben-Stücken haben wir hinten hinter’s Trennschied, das den Nest-Raum vom Rest-Raum trennt, sozusagen, hingehängt. Unsere Hoffnung: daß sie diesen Honig umtragen nach vorn, ins Nest. (in den Waben war ordentlich Honig! Verdeckelter, frischer, und noch nicht verdeckelter! Verhunger-Sorgen muß man sich jetzt nicht mehr machen) Dann haben wir ihnen noch Wabenstücke zum auslutschen hingelegt, und der Rest (nicht allzuviel) tropft nun in der Küche- den können wir dann essen 🙂

Tropfhonig- hmmmmm!  P1040762 

P1040765   P1040766

Von oben links nach unten rechts: Tropfhonig; weiße neue und unterschiedlich oft bebrütete, dunkele Waben; eingeschmolzen; ein Wachskuchen
Die abgerissenen Waben dahinter waren fast leer. Keine Brut, nur wenig Nektar. Die haben wir ganz rausgeholt und werden sie einschmelzen.
Und dahinter hat das Brutnest begonnen, schöne, verdeckelte, geschlossene, große Brutfläche! Eigentlich toll- nur sollte die in der Mitte hängen, wegen der Wärme. Jetzt hängt- das war nicht zu ändern- diese Brutwabe ganz hinten, dahinter 2 leere TB zum neubauen (unser Kalkül: da werden sie schnell bauen und den Honig von hinterm Trennschied einlagern)
Dann haben wir noch die ganzen restlichen Waben – es waren, das haben wir zu zählen versäumt, etwa 5-7 Stück – im Ganzen nach hinten gerutscht und 3 leere TBs vorn beim Flugloch vorgehängt. Das soll erstens dazu dienen, Wabenerneuerung zu betreiben (Hygiene) und zweitens hoffen wir, daß sie dort wieder wie im letzten Jahr schön gerade bauen, so daß man von hinten alles, was krumm und schief wird, wieder gut wegnehmen kann.

Ob die Bienen dieselbe Taktik verfolgen wie wir und das nun alles so fein machen, oder ob sie nun bei den kaputten Waben hinterm Trennschied bauen und wir die dann entfernen müssen- das wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Erstmal sind wir froh, daß das ganze recht ruhig und freundlich (von Seiten unserer Brumseln) vonstatten gegangen ist, und wir alles so fertig bekommen konnten, wie wir das geplant hatten. Wir haben redlich versucht, nicht zu kleckern (Räubereigefahr), und das ist auch ganz gut gelungen. Trotzdem sind die Bienen jetzt ziemlich unruhig und am Flugloch spielen sich Kämpfe ab… wir hoffen, daß es die allgemeine Vorsicht und Nervosität nach einem solchen doch ziemlich drastischen Eingriff ist, und nicht wirklich Räuber unterwegs sind. Eigentlich sieht’s nicht nach Räubern aus, denn die, die angefeindet werden, sind durchwegs auch solche mit gelben Streifen (also keine reinen Carnica wie zB unsere neuen Damen. Die sehen deutlich anders aus, wie auch die Bienen  der Nachbarn. Hoffen wir. *g*), und sogar solche, die mit dicken Pollenhöschen rein wollen *Kopfschüttel*  2 Stunden geht das jetzt schon so. Ich hoffe, daß sich das Geschehen jetzt bald wieder beruhigt!

Derweil dreht in der Beute das reparieren auf Hochtouren- klar, natürlich ist auch den bienen nicht recht, wenn ihr kostbarer Honig aus den kaputten Waben tropft… Unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, daß er nur bis auf die Schublade tropft, nicht raus (wegen der Räuber wieder)

P.S. In unserem nun schon bald achtjährigen Zusammensein habe ich erst eine einzige Möglichkeit entdeckt, die gelassenere von uns beiden zu sein, und das ist die: die Bienenbeute öffnen und bei den Bienen rumpulen. Da wird nämlich der Herr F. schneller nervös! Immer dann, wenn die ersten Bienen etwas nervös werden. Ich dagegen: die Ruhe selbst, mit nackten Armen und ohne Imkerhut die vor Bienen wimmelnden abgebrochenen Wabenstücke unten aus der Beute holend, die Bienen abfegend, in Honigeimer und Wachseimer sortierend ….. und nicht die Spur aufgeregt, die ganze Zeit nicht. Schönes Gefühl, das! 🙂

Leiharbeiterinnen

… war der schöne Begriff, den der Herr F. für unsere neuesten Mitbewohnerinnen geprägt hat.
Gestern haben unsere Bienen nämlich neue Nachbarinnen bekommen, und die sind wirklich Leiharbeiterinnen: Jungimker hat uns ein Volk geliehen, samt Behausung (einer Holz-Zander-Beute), damit wir mal für eine Saison testen können, ob wir vielleicht doch mit den Stapelbeuten klarkommen.

Gut verschnürt kommen die Brumseln bei uns an

Gut verschnürt kommen die Brumseln bei uns an

erste zaghafte Ausflüge, Nase gen Beute zum orientieren

erste zaghafte Ausflüge, Nase gen Beute zum orientieren

Deckel drauf, nun werden (was man hier nicht sieht) sogar schon Pollen eingetragen- man hat sich mit dem Umzug abgefunden :-)

Deckel drauf, nun werden (was man hier nicht sieht) sogar schon Pollen eingetragen- man hat sich mit dem Umzug abgefunden 🙂

Diese Beute ist momentan einzargig. Das heißt, erst ein Stockwerk ist bewohnt und wird für Brut und Honig gleichermaßen genutzt. Wenn dann auch bei uns die Kirschblüte einsetzt (also wohl in ein paar Tagen), dann kommt das 2. Stockwerk obendrauf: ein Absperrgitter, damit die Königin, die da nicht durchpaßt, unten bleibt (die Bauteile sieht man, wenn man den Link oben anklickt) und das 2. Stockwerk nicht mit Eiern belegt- und da drauf dann eine zweite Zarge (die Außenhülle jeden Stockwerks, sozusagen) gefüllt mit Rähmchen* und Mittelwänden* – das wird der Honigraum, der Ort, an den nur die Arbeitsbienen kommen, um dort Honig einzulagern. Vorteil für den Imker: man hat garantiert nur Honig in den Waben und macht beim ernten keine Brut kaputt.

Fjonka und Herr F. proudly present: unser Bienenstand im Jetzt-Zustand!

P1040752

Auf den leeren Platz mittig hoffen wir, noch die Villa Brumselia samt Bewohnerinnen stellen zu können. Bewohnerinnen: entweder ein eigener Schwarm oder dunkle Bienen von Kai aus Kiel. Abwarten…..

Die Ursache der Idee mit den Leihbienen war übrigens, daß der Jungimker mitgekriegt hat, daß es doch ein paar Haken gibt bei unseren schönen, selbstgebauten TopBarHives, allem voran die bis jetzt alljährlichen Wabenabrisse beim auffüttern. Diese Haken haben Konsequenzen, die blöd sind:

  1. wir können nicht mehr richtig im Volk nachgucken, was  los ist
  2. Die Winter-Varroabehandlung gestaltet sich schwierig
  3. Auch die Sommer-Varroabehandlung wird schwieriger, weil das geplante „wir behandeln mal testweise von oben, weil das besser wirkt (weil Oxalsäure nach unten sackt- ist schwerer als Luft)“ ausfallen musste
  4. Im Frühjahr wissen wir nicht, wieviel Futter unsere Damen noch haben- auch das, weil wir die TBs* nicht verrutschen können, ohne zu viel kaputtzumachen- und ohne verrutschen kein nachgucken

Außerdem haben wir inzwischen kapiert, daß man auch in Stapelbeuten durchaus weniger aufwändig imkern kann, als uns das als Frischlingen bewußt war: auch in ihren Rähmchen kann zB Naturbau* betrieben werden. Es gibt aber auch noch mehr Unterschiede in der Betriebsweise zwischen den beiden Arten von Bienenbehausungen.

Wir haben jetzt die schöne Chance, beide parallel zu „fahren“, ohne uns vorerst in große Unkosten stürzen zu müssen (Beute, Rähmchen etc kosten ja auch viel Geld), und uns dann entschließen zu können, wie wir weitermachen wollen. Dafür sind wir dem Jungimker wirklich dankbar :-), aber vorerst freuen wir uns vor allem, endlich einmal ZWEI Bienenvölker dastehen zu haben. Nun kann das große vergleichen starten *gg*

*Rähmchen: in normalen Beuten hängen nicht nur TBs, sondern ganze Holzrahmen, innerhalb derer konventionelle Imker maschinell gepreßte Wachs-Wände (= *Mittelwände) mit Wabenzellenstruktur einlöten. Dann brauchen die Bienen nur noch diese vorgegebenen Zellen auszubauen (dicker zu ziehen), um sie nutzen zu können.
Das bedeutet weniger Aufwand für die Bienen, aber auch schlechtere Kommunikation (weil die Bienen auch mittels Vibrationen auf den Waben kommunizieren sowie mittels Hormeonen, die die Königin aussendet, und die schlechter duurchs ganze Volk ziehen können

*TBs: Top Bars, die Holzleisten mit den Dreiecksleisten dran, an denen die Bienen ihre Waben ankleben

*Naturbau: KEINE Mittelwände, die Bienen bauen ihre gesamten Waben selbst. Das können sie auch innerhalb der Rähmchen tun. Die geben den Waben dann aber trotzdem Halt, so daß (hoffentlich) weniger Abrisse entstehen.

Mal wieder: ein Rätsel.

Frage: auf welcher Pflanze tummeln sich derzeit unsere Brumselchen?

Lesen Sie auch morgen wieder dieses spannende und abwechslungsreiche Blog und erfahren Sie, wie es ist, wenn Couchpunker die Villa Fjonka mit serbischen Speedfolk infizieren … wat’n cliffhanger, hähä!!!

Im Landeanflug

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Übrigens: offenbar gibt es derzeit Pollen von

  1. Weide (blaßgelbe Höschen)
  2. Haselnuß (giftiggelbe -„-)
  3. Scilla (vereinzelte Bienen kommen mit dunkelblauen „Jeans“) – hinter dem link verbirgt sich ein schön bebilderter Artikel aus meinem Lieblings-Gartenblog)
  4. immer noch Krokus (orangegelbe Höschen)

Wenn das hier so weitergeht mit dem „Frühling“, dann besauf ich mich.

MitP1040565

Gefunden – na klar- in Flensburg. (Norderstrasse)

So weit geschrieben gestern, halb zwölf mittags. Die Krokusse waren weit geöffnet, und ich lief an ihnen vorbei und schüttelte mit dem Kopf:
„Was wollt Ihr? 8°, Wind, trübe- da kommt kein Bestäuber vorbei!“
Aber die Krokusse lachten mich aus- und sie haben recht behalten! Es ist kaum glaubhaft, aber es ist wahr:
die Sonne hat nicht geschienen. Den ganzen Tag wehte eine steife Brise- aber, und das hat den Unterschied gemacht, nicht wie sonst von Nordost- sondern jetzt aus Südwest.
Das hat die Temperaturen dann tatsächlich auch ohne Sonne auf die angekündigten Temperaturen von 14° hochgetrieben- und das wiederum macht eine Aufzählung möglich, die ich mittags, halb zwölf, noch in den Bereich der Phantasie verwiesen hätte:

Erste Blühsichtung in meinem Garten oder näherer Umgebung Sonntag, 14.4., nachmittags:

  • Scilla
  • Scharbockskraut
  • Buschwindröschen
  • Weidenkätzchen (und die haben Nektar für unsere Bienen!)
  • Kornelkirsche (dito!)
  • Lenzrose

Außerdem schlagen nun mit Macht die Bäume und Sträucher aus- nicht so, wie im Süden, aber immerhin: es geht sichtbar los. Heute ist weiterhin „trüb“ angesagt, aber bis 18° bei Sprühregen. Gut so, solange es nicht dauerregnet, denn: auch unsere Bienen wurden erstmals wieder seit Anfang März in größeren Massen außerhalb der TBH sichtbar! Und sie sammeln Pollen wie die Weltmeister!
Ich habe, ebenfalls wie ein Weltmeister, versucht, sie an den Sirup zu bekommen. Während sie das in Sirup getunkte Stöckchen, mit dem ich sie aufgesammelt habe, garnicht wieder verlassen wollte und gesogen haben wie verrückt, haben sie den Sirup in der Tupperdose konsequent verweigert. Zum Schluß hab ich Tropfen an die TBH-Wand und von da aus eine Spur gen Dose gelegt. Vielleicht klappt das ja…
Außerdem haben sie gearbeitet -im Stock- wie verrückt. Morgens hatte ich die Gemüllschublade gesäubert, nachmittags lagen Haufen von wat-weet-ick unten. Keine Ahnung, was die da machen….
Ich bin gespannt, was sich heute noch so tut, langsam, langsam, laaaaaangsaaaaaam werde ich tatsächlich leicht zuversichtlich…

Sie leben. Immer noch.

Unsere Bienen nämlich.
Aber da es inzwischen Anfang April und immer noch schweinekalt und keineswegs frühlingshaft ist, haben wir nun versucht, etwas zu helfen.
Gestern hatten wir sensationelle 8° (noch nie gab es so kalte 8°, es taut nach wie vor fast nur da, wo die Sonne direkt hinkommt, und nachts friert’s bis -5°), und in den wärmsten Stunden haben sich ein paar Brumseln vor die Tür gewagt. Heute soll’s ähnlich werden- und so hat der Herr gestern etwas Zuckersirup angerührt, und wir haben es ihnen so nah wie eben möglich hingestellt.
Das ist ja bei uns nicht so einfach- bei kalten Temperaturen ist Naturbau recht brüchig, außerdem haben die Bienen ja wegen der Wabenabrisse da, wo sie sitzen (also mittendrin bei den größten Waben) an die Wände und zwischen die Waben gebaut, um die gerissenen Waben zu stabilisieren. Also können wir da nicht ran.
Wir hoffen, daß sie bei der „Wärme“ nachmittags  in der Lage sind, den Sirup zu finden und aufzunehmen. Abwarten. Die Befürchtung ist realistisch, daß bei dem langen Winter jeden Tag das Futter zuende sein und der Hungertod kommen kann. In den einschlägigen Publikationen wird ständig gewarnt, und der gesunde Menschenverstand sagt auch: Ohje!!

Derzeit meinen die Wettervorhersagen, daß sie „nur noch“ etwa bis zum 10. aushalten müssen, dann soll’s richtig wärmer werden (obwohl „wärmere Temperaturen“ ja nicht gleich heißt „gutes Futterangebot- aber die Krokusse und Märzenbecher sagen ENDLICH, die Osterglocken treiben auch endlich Knospen, und heute sah ich die ersten geöffneten Scillas. Will sagen: die Pflanzen beginnen zu denken, es könnte Februar sein … erfahrungsgemäß geht’s hier dann explosionsartig. Ein schönes, langes Frühjahr werden wir nicht bekommen- aber evtl. fix genug genügend Bienenflora. Hoffentlich)

Über alle 4 Backen …

… strahle ich gerade! Die Sonne scheint, ich bin draußen und ziehe tote Bambusstangen- da höre ich plötzlich ein summen hinter mir-

P1040462

Die Krokusse vorn im Garten sind Anziehungspunkte

P1040465

Sie haben guten Pollen zu bieten!

Ja! Die Damen sind unterwegs!! Ihr erster Tag, sie sind noch recht planlos, fliegen hin, weg, rundherum- aber nach Monaten im Dunklen muß man sich ja auch erst einmal daran gewöhnen, wieder draußen zu sein. Die Seniorinnen vom letzten Jahr müssen sich neu einfliegen- wenn man im Winter die Kiste umgestellt hätte, kämen sie damit zurecht. Und die Neugeborenen müssen eh noch alles lernen… aber nein, sie lassen sich nicht einen Tag Zeit- ich habe schon einige von meinen Mädels Pollen eintragen sehen 🙂 Und das heißt: alles ok da drinnen: Brut da, Königin am Leben- wir dürfen in unser erstes vollständiges Bienenjahr starten!!

Kein schönes Foto- das nicht! Aber ein Dokument der Freude!!

P1040469

Wo es schattig ist, sieht’s derwil noch so aus- aber in der Sonne hat’s erstmals über 10°