Schlechte Augen

Mondvolk und Sternchen brüten. Alles gut. Wir hatten es einfach wiedermal nicht gesehen.

Es wird ordentlich Nektar eingetragen, man weigert sich allerdings, in den Honigraum* hinauf zu ziehen. Das hat bei den Sternchen dazu geführt, daß sie am Absperrgitter* wilde Waben gebaut haben, sie hatten nicht genug Platz für ihren Honig. Also tropfte bei uns der erste Honig… allerdings nur zum sofortigen Verzehr, der ist ja noch nicht reif, erst ganz frisch eingetragen, und so könnte er beim lagern schlecht werden. Ist ja auch nicht viel…

Wir haben den Völkern je zwei Waben zum ausbauen dazugegeben. Im letzten Jahr war es auch schon ein Problem, daß Biens so spät erst den Honigraum genutzt haben. Wir haben keine wirkliche Idee, warum das so ist. Morgen wollen wir nochmal die Völker ganz durchschauen (vielleicht gibt es Anlaß, einen Ableger zu erstellen, falls sie nämlich schon Weiselzellen angesetzt haben) und dann evtl mal die Absperrgitter* herausnehmen – vielleicht sind ja die der Grund!?

Am Sonntag waren wir als Vertreter des Naturgartenvereins im Naturerlebnisraum Kollhorst. Dort standen auch Dadant-Beuten*, Imker gabs auch, und ich hab gleich mal nachgefragt, ob von denen Jemand dieselben Schwierigkeiten hat und weiß, warum und/ oder was tun – aber leider gab es Dadantbeuten und Imker – aber keine Imker, die Dadantbeuten hatten 😉 Tja. Die Stand-Betreuung war übrigens interessant, habe ich doch sowas bisher erst ein eintziges Mal als Imkerin (mit-) gemacht, nun sollte ich hir als Naturgarten-Tippgeberin auftreten, dabei sind wir ja selbst erst gaaaaanz kurz dabei. Aber das ging erstaunlich gut. Erstens rannten wir dort offene Türen ein, weil das Publikum standortgemäß naturaffin war, zweitens merkte ich schnell, daß ich dann doch mehr weiß als Ottine Normalgärtnerin und drittens war für die Expertenfragen eine Expertin da ;-), eine ausgebildete, srudierte und professionelle Landschaftsgärtnerin.


* mit dem Sternchen gekennzeichnete Begriffe werden im Imkerlatein erklärt

Zwei. Eigentlich.

Nach der sonntäglichen Durchsicht war eines sonnenklar: daß das Sonnenvolk keine Zukunft hat. Durchfall, noch immer, und alle Bücher, die ich seit dem zeitigen Frühjahr konsultiert habe, sagen dazu eines: das einzige Gegenmittel ist schnelle Ablösung der betroffenen Bienen durch neue, schlüpfende Bienen, möglichst viele. Egal, ob’s Nosema ist oder eine der anderen möglichen Krankheiten. Die aber (die neuen, schlüpfenden Bienen in Mengen) haben sie nicht, denn es gibt nach wie vor keine Brut. Und Brut (in Form einer Brutwabe zum nachziehen einer neuen Königin) werden sie von uns auch nicht bekommen, da sie einfach zu schwach sind, die Brut überhaupt großziehen (wärmen und füttern) zu können. Die restlichen Bienen werden über kurz oder lang sterben, und dann räumen wir die Beute aus. Etwas besseres wissen wir nicht, weil wir diese kranken Bienen nicht den anderen Völkern vorfegen wollen.

Beim Mondvolk und den Sternchen war Flugbetrieb von morgens 7° bis abends, ein schönes Bild! Lautes Gesumme, Pollensammlerinnen in Mengen unterwegs – das sah alles gut aus. Aber: in keinem Volk konnten wir Stifte oder Maden sehen. Möglicherweise hat der Kälteeinbruch, verbunden mit zu wenig Futter (? Siehe weiter unten), dafür gesorgt, daß die Königinnen zu stiften aufgehört haben. Es kann aber auch sein, daß wir wiedermal (es wäre ja nicht das 1. Mal) nicht in der Lage waren, die Stifte und Maden zu sehen. Wir haben beschlossen, uns das Ganze Ende der Woche, sofern das Wetter es zuläßt, nochmal anzusehen. Es hat ja nun doch endlich nachmittags zweistellige Temperaturen und friert auch nachts nicht mehr, so daß die Königinnen das stiften wieder beginnen sollten. Und dann sehen wir Ende der Woche Maden. Wenn wir nicht zu doof dazu sind bzw zu schlechte Augen haben, jedenfalls…. Ich mache mir jedenfalls keine größeren Sorgen, daß beide Völker so viele Pollen sammeln spricht mE dafür, daß alles soweit okay ist. Natürlich ists nicht schön, wenn zu der Zeit, zu der sie ordentlich brüten sollen, eine Pause entsteht – aber da wir ja eh nicht auf Honigmassen aus sind, ists uns egal- und Biens werden es leicht abkönnen. Ihnen tut’s – Stichwort Varroa – eh eher gut, eine Zeit lang keine Brut zu haben, in der sich die Varroen vermehren können.

Na, ich bin gespannt, ob’s unsere Augen waren – oder doch mangelnde Temperaturen und Futtermengen.

Die Futtersituation war übrigens – okay. Kein Überfluß, bei weitem nicht, aber es war glitzernder Neu-Nektar da, und auch verdeckeltes Futter in kleineren Mengen. Jetzt, wo es warm genug sein sollte um Nektar zu sammeln – jetzt waren bei den Sternchen Bienen im Sirup. Den sie ja vorher nicht angenommen hatten. Na, sollen sie …

Imkerlatein: Bannwabe, Ammenbiene

Letzten Sonntag hatten wir uns mit der Antigenfoodfrau ( 😉 ) verabredet. Sie hatte im letzten Jahr zu imkern begonnen und jetzt nahe bei unserem Dorf ein Bienenvolk in einer Golzbeute (hatte ich ja letztlich schon verlinkt, Ihr wißt ja, schon, was das ist *g*) Nun soll in die frisch gekaufte Zweitbeute unser letztes Pflegevolk einziehen, das ja bisher in einer Zanderbeute gesessen hatte.
Problem: die Rähmchen der Zanderbeute sind breiter als die der Golzbeute. Deshalb müssen Biens ohne ihr Wabenwerk umziehen. Eine Woche zuvor hatten wir die Bienen schon an ihren neuen Platz gebracht, damit sie sich nach diesem rigorosen Einschnitt in ihr Leben zumindest schonmal in der Gegend auskennen (sich eingeflogen haben) Und dann gings los: Zuerst die Zanderbeute zur Seite rücken, die neue Golzbeute an den Platz stellen, den Biens kennen. Und dann….

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Das ging sehr friedlich vonstatten, wenn man bedenkt, daß es ein harter Eingriff ist, der auch noch bei knapp 10° und Sturmböen passierte… damit die Bienen im neuen Zuhause bleiben würden, haben wir zuvor vom schon alteingesessenen Volk eine Brutwabe mit frischer Brut herausgenommen und in die neue Beute gehängt. Bienen haben ja je nach Lebensalter bestimmte „Berufe“. Und die Bienen, die nun gerade Ammenbienen sind, d.h. mit der Pflege der Maden beschäftigt, die sind so auf ihre Aufgabe gepolt, daß sie auch in der neuen Beute sofort beginnen werden, die Brut zu pflegen. Und damit halten sie das ganze Volk sozusagen fest im neuen Zuhause, das sie evtl empört verlassen würden, wenn wir ihnen eine solche Bannwabe (also eine Wabe mit noch nicht verdeckelter Brut, die die Bienen sozusagen an ihr neues Zuhause „bannt“, weil sie niemals zu pflegende „Kinder“ dem Hunger- oder Kältetod überlassen würden) nicht gegeben hätten. Außerdem gibt es als „Grundausstattung“ noch zwei Waben mit Futter  für die Erstversorgung, denn das Wetter ist nicht so gut, daß Biens gute Chancen haben, schnell ihre Vorräte neu anzulegen.

Das alles hat erstaunlich gut geklappt und speziell für dieses Volk noch einen echten Nutzwert: es war das Volk, das auch jetzt, im Frühjahr, noch zu stark mit Varroen belastet war. Und die sitzen ja zu über 80% in der verdeckelten Brut – und sind somit jetzt aus dem Volk entfernt! Den restlichen Varroen geht die Antigenfoodfrau in 10 Tagen, wenn die Königin hoffentlich schon wieder angefangen hat, zu stiften, noch mit Milchsäure zuleibe. Und damit hoffen wir dann, das Volk für die Zukunft gut aufgestellt zu haben. Abwarten ….

Vielleicht überlegt jetzt Mancher hier, was denn nun mit all den alten Waben geschieht!? Wir haben die Brutwaben eingefroren (für den schonenden Tod der armen Maden) – die bekommen nun nach und nach die Vögel. Zwei sind schon leergefuttert. Die anderen Waben haben wir vom meisten Futter freigeschnitten, diese Teile gestampft und den Bienen in einem Topf neben ihr neues Nest gestellt. Können sie leerschluppen und zusätzlich als Futter verwenden. Der Rest wird später eingeschmolzen. Gibt bestimmt nochmal wieder eine hübsche Kerze….

Heute dann haben wir – die wir mit Schrecken festgestellt hatten, wie enorm hoch derzeit der Futterverbrauch bei Biens ist (sie brüten ordentlich, aber können kaum raus; und selbst wenn: bei unter 10° honigen nur sehr wenige Pflanzen…) – nochmal nach unseren eigenen Bienen geguckt. Und tatsächlich nachgefüttert! Alle hatten nur noch wenige Vorräte! Ansonsten sahs aber bei Sonne und Sternchen sehr schön aus, ein großes, geschlossenes Brutnest und viele Bienen zum pflegen. Das Mondvolk allerdings schwächelt extrem. Die Königin ist da, ein wenig auslaufende Brut – aber soweit wir sahen keien frische Brut – und nur wenige Bienen! Außerdem viel zu wenig Futter – und vielleicht liegt’s (auch, das Volk war eh schwach aus dem Winter gekommen) daran. Bei zu wenig Futter stellen die Königinnen das stiften ein und Maden – die ja nicht vernünftig versorgt werden können – werden aufgefressen. Wir haben ordentlich Futter gegeben, als (letzte) Chance für dieses Volk (Völkchen), sich noch aufzurappeln. Ob das gelingt, ist nicht klar. Wir wollen aber, auch weil sie seit der Auswinterung Durchfall haben, dieses Volk nicht auflösen und einem anderen Volk vorfegen. Die Königin ist da, Futter ist da – jetzt müssen sie gucken, ob sie was draus machen können…

Drei

Heute bringe ich dann auch das zweite Pflegevolk an seinen neuen Wohnort. Dort dürfen sie sich erstmal einfliegen – und am Wochenende ziehen sie um in eine Golzbeute, eine Beutenart, die ich auch erst dort zum ersten Mal gesehen habe. Das wird ein harter Einschnitt, denn Biens können ihre Brut und ihre Waben nicht mitnehmen. Andererseits ist gerade das nicht schlecht, denn dieses Volk hat nach wie vor ziemlich viele Varroen und kann wegen dieses harten Eingriffs viele davon verlieren (die meisten sitzen ja in den verdeckelten Brutzellen) und andererseits nochmal mit Milchsäure behandelt werden. Ich bin gespannt, wie’s laufen wird…. wir hoffen, daß das Volk, das schon am neuen Ort steht, sehr stark ist. Denn es wird den Neuen eine Brutwabe und Futter abgeben müssen, damit die es leichter haben….

Vier

Da warens nur noch vier…..

Denn gestern wurde eins der Pflege-Bienenvölker abgeholt.
Von nun an wird es in Flensburg wohnen, ganz nah bei seinem Herkunftsort – und es wird pädagogisch tätig werden: die zwei jungen Frauen, die Biens geholt haben, haben ein Garten-Kinder-Projekt, und da werden die Bienen mit eingegliedert!
Viel Erfolg und ein gutes Leben Euch Biens, und bitte: immer friedlich bleiben! 🙂

Durchgeguckt!

Einer der spannendsten Momente jeden Bienenjahres ist immer die erste Durchsicht. Wir haben uns gestern drangemacht – das Wetter war zwar nicht ganz so gut wie vorhergesagt, weil meist die Sonne fehlte, aber alle Bienen flogen fleißig, es war recht windstill und bei 15°C sehr mild. Nun liest man ja immer wieder Tipps wie „erste Durchsicht nicht bei unter 20°/ aber auch nicht bei den ersten Pollenflügen/ nie vor der Stachelbeerblüte“. Sowas können nur Imker aus dem Süden schreiben. Wenn wir hier auf 20°C warten, dann können wir in manchem Jahr vor der Rapsblüte garnicht an die Bienen ran – und auch die Stachelbeeren sind noch weit vom blühen weg… also: ran da!

Die beiden Pflegevölker waren als erste dran, mit gutem Grund: eins der Völker soll nächste Woche zu seinen neuen Besitzern wechseln, und da wollten wir, wenn möglich, gucken, daß wir eine Zarge* wegnehmen. Ist eh an der Zeit. Und tatsächlich: leicht konnten wir beide Völker auf eine Zarge einengen. Genug Futter haben sie trotzdem noch – und überrascht konnten wir feststellen: es ist schon ordentlich frisches Futter eingelagert!! Sowas!! Damit hatte ich nicht gerechnet, so wenig Sonnenschein und milde Tage gab es erst, und es blüht ja noch nicht allzuviel. Aber Kornelkirsche, beginnende Weidenblüte, Krokusse und andere Zwiebelblüten, dazu Mirabellen und erste Schlehen – das scheint unseren Bienen zu langen! Schön!!

Alte, dunkle Waben* wurden also entfernt, es gab auch etwas Schimmel zu beklagen- und es waren Brutnester vorhanden. Keine riesigen, leider, aber Brutnester…

Weil’s so gut ging, und weil uns aufgrund des eingetragenen Nektars sinnvoll schien, auch schonmal an Honigräume zu denken, haben wir dann unsere Dadant-Völker auch noch durchgeguckt. Insgesamt ist die Lage so:

  • viel Winterfutter ist „übrig“ (war klar, vom wiegen her)
  • die Völker sind mäßig stark, das Sonnenvolk sogar eher etwas schwächlich
  • es gibt auch hier Brutnester, frischen Nektar und Pollen
  • aber auch bei diesen drei Völkern sind die Brutnester nicht sehr groß.

Mit anderen Worten: okay, aber kein Grund zum jubeln 😉

Die Sternchen sitzen jetzt auf 7, das Mondvolk auf 6, das Sonnenvolk auf 5 Waben. Eigentlich hätten wir noch mehr reduzieren können/ sollen, aber wir sind ja immer ein wenig bänglich, daß das kleine Brutnest dann auch noch verhonigt wird, oder daß es doch nicht genug Futter gibt, oder…. und deshalb lassen wir ihnen doch eher zu viel Platz…

Jetzt sitzen wir auf einem riesigen Berg Wabenwerk, das gerade verarbeitet wird: unten simmert der Dampfentsafter mit Wachs vor sich hin, weiteres Wabenwerk mit und ohne Zucker drin liegt, schon aus den Rähmchen* geschnitten, und wartet, daß Platz wird, und viele Waben sind noch unberührt … das herausschneiden (jetzt kristallisierten) Futters aus den Rähmchen ist übrigens echte Arbeit mit Muskelkaterpotential. Noch schlimmer, die Rähmchen dann von den Wachsresten zu säubern (abschaben mit dem Stockmeißel*), des Herrn F. Arbeit, weil meine Handgelenke das nicht mitmachen. Man könnte die Rähmchen auch mit Natronlauge auskochen (lassen), aber nuja, bisher gehts auch so.

*erklärt im Imkerlatein

Jui!

Gestern haben erstmals alle BewohnerInnen dieses Grundstücks draußen den Frühling gefeiert – zwei mit Käffchen und Kuchen, einer mit Spielereien mit kleinem Gezweig – und Tausende mit Nektarnaschereien in Kroküßchen, Winterlingen, Märzenbechern undundund. Ich habe in drei von fünf Völkern die ersten Pollitas gesehen – Und Ihr wißt ja: Pollen bedeutet Brut!! 🙂

Auf die Plätze….

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Sonne: vom Schuppen heruntergeholt, um die Kringelbeute bemalen zu können (als Schablone benutzt)

Die Flora steht in den Startlöchern. Gestern, am eisekalten, aber zeitweise sonnigen und immer windstillen Sonntag sind wir raus gegangen.

Die Zierjohannisbeeren, das Geißblatt, der Holunder haben nicht nur Blatttknospen, sondern schon kleine Blattzacken vorgeschoben. Die Mirabelle zeigt weiße Tupfen, sie will blühen. Krokusse werden täglich mehr, Winterlinge und Schneeglöckchen auch. Auf der Koppel, über die wir mit dem Dicken liefen, blühen an geschützten Stellen schon wieder die kleinen, lila Taubnesseln, die den Bienen im Herbst die roten Pollenkeile auf den Rücken zauberten. Die Vögel singen, die Buchfinken sind im Hochzeitskleid.

Erster Tagesordnungspunkt: Bienen wiegen (um zu sehen, ob noch genügend Winterfutter drin ist) Da wir kaum glauben konnten, was wir wogen (nämlich daß seit September kaum ein Gewichtsverlust zu protokollieren ist), haben wir bei zwei Völkern kurz den Deckel gelupft und gesehen: überall Futterkränze. Okay. Haben unsere Bienen offenbar nicht getan, was überall besprochen wird: durchgebrütet nämlich und dadurch viel Futter verbraucht. Außerdem haben wir, gerade noch rechtzeitig, die Sternchenbeute umgestellt. Einzelne Bienen kamen etwas später aus den Beuten, die tapferen – wahrscheinlich um Wasser zu holen, ein gefährlicher Job bei diesen Temperaturen, aber Wasser ist nötig, will man als Bien brüten.

Wir wollten das Insektenhotel, aus dem immer mehr Elemente herausbrechen/-fallen, renovieren und dafür reinholen. Aber viele Bambusröhrchen sind fein säuberlich zugemauert, auch einige Baumscheibenlöcher (gelernt: Stirnholz ist eigentlich nicht so geeignet, lieber seitlich einbohren. Aber ein paar Muttis haben es doch gewagt, in ausfransenderen, die zarten Flügel gefährdenden Stirnholzlöchern ihre Brut zu plazieren…) und zwei Lehmlöcher sind geschlossen worden. Also haben wir das doch lieber hängenlassen.

Frau Tonari ruft zur Rostparade. Verlinken kann ich erst abends – wenn Ihr das lest, bin ich auffe Arbeit. Der Zahn der Zeit nagt an der Sonne, siehe Bild oben. Auch bei ihr gilt „Der Lack ist ab!“, aber ich finde, es steht ihr ganz gut. Sie wird auch schon kräftiger, trotz Rost 😉 Wo sie durch die Wolken kommt, wirkt es kurzfristig frühlingshaft warm, aber insgesamt ruft zwar die Natur laut „FRÜHLING!!!“, aber der läßt sich Zeit – wir kommen kaum über den Gefrierpunkt hinaus.

 

Biens

Obwohl ich, seit ich letztlich bei Mario was nettes gesehen hatte, überlegt hatte, ob ich unsere neue, letzte Dadant-Beute, die ich in den letzten 14 Tagen bezugsfertig gemacht habe, auch be-brennen sollte, habe ich mich letztlich doch für Farbe entschieden.

Wir haben also jetzt eine Sternchen-, eine Mond-, eine Sonnen – und, neu, eine Spiralbeute! Und auf deren Design bin ich wirklich stolz – erstens finde ichs richtig hübsch, und zweitens war ich, damit es so werden konnte, mit Pinsel und Zahnstocher als Malwerkzeugen unterwegs – und das war nicht leicht!

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Nun bin ich gespannt, wer dort einmal einziehen wird. Bisher sieht’s so aus als würden alle Bienenvölker den Winter überleben. Das Mondvolk wirkt am agilsten und am größten, da müssen wir bald wiegen – mal sehn, ob das Futter reicht. Die Sternchen sind die schwächsten, aber auch bei ihnen ist noch Leben, und wenn die Königin sich nun ordentlich anstrengt, kann das durchaus noch was werden. Aber für Bienen gilt: die kritische Phase ist erst rum, wenn die Salweide blüht. Und das dürfte noch einige Zeit dauern. Bisher – Stand 14. Februar – gibt es erst einige Schneeglöckchen- und Winterlingsblüten zu bewundern. Und Zaubernuß, blühend. Die Hasel hat Kätzchen, aber die sind noch klein und geschlossen. Ebenso siehts mit ersten, voreiligen Weiden aus. Und die Temperaturen sind bisher so niedrig, daß auch bei – seltenem – Sonnenschein keine Biene zum Reinigungsflug ansetzt. Letzte Nacht erst hat es wieder gefroren…. Also, warten wir’s ab!