Home sweet home

Nä, wat schön, wieder zuhause zu sein! Die drei Tage kommen mir vor wie Wochen!

Erst die Angst, dann die Erschöpfung nach der ersten, sehr schmerzhaft- unruhigen Nacht, und dann die Warterei und das unglaublich schlechte Essen dazu…. mir war garnicht bewußt, WIE gut wir hier zuhause essen! (Und ich frage mich, wie man es schafft, Brokkoli so zu kochen, daß nur mit Mühe „grün“ zu schmecken ist, keinesfalls aber die Gemüsesorte. Nur mal als Beispiel, wobei „nach nix schmecken“ ja ein großer Fortschritt ist, wenn es tags zuvor lauwarme Pappe gab. Der Speiseplan behauptete übrigens, die sei ein Seelachsfilet)

Aber ich war die ganze Zeit allein im Zimmer, hatte direkten Zugang zu Terrasse mit Balkonmöbeln und Garten, und wurde im großen und ganzen sehr freundlich behandelt.

Und alles verheilt gut.

Puh!!! 🙂

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…doch noch…

OP.

Am Mittwoch. Und ich muß bis FR in der Klinik bleiben.
MENNO! Nur, weil der doofe Bluterguß sich verkapselt hat!

Willnich!! *stampftmitdemFußquengeltundfühltsichwiedreieinhalb*

Nach dem Chaos ist vor dem Chaos

Hier ist heute weiter „aufklaren“ angesagt:

  • aufräumen,
  • saubermachen,
  • Abwasch,
  • auch vom Dörrgerät. Das ist was aufwendiges nach den supersaftigen Kirschen – erst in der Wanne einweichen, dann mit Spülbürste und Co. Die Kirschen richtig trocken zu kriegen hat trotz halbierens fast zwei Tage gedauert. Wir haben beschlossen, daß der Test erfolgreich war (schmecken super!), wir uns aber wegen Zeit, (daurch hohem) Energieverbrauch, Plastik pur als Material und aufwändiger Säuberung so ein Dingen für uns nicht taugt
  • Wäsche
  • Einkauf
  • der Sonnenwachsschmelzer ist zum vorerst letzten Mal in Betrieb und muß später dann auch noch gereinigt werden – eine Neuanschaffung, die nach ersten Pannen (nicht aufgepaßt, winzign Spalt zwischen Deckel und Corpus übersehen – Bieneninvasion) prima funktioniert und sicherlich energiesparender ist als das schmelzen in Topf oder Entsafter
  • diverse Baumaterialien gehören noch an ihre Plätze gebracht,
  • ein Gästebett neu bezogen,
  • der frisch gekaufte Klositz muß angebracht werden. Diesmal Bambus, nachdem alle FSC/ Rainforest-alliance geprüften aber sowas von garnicht bei uns reinpassten! Reparieren des alten Sitzes ging nicht, Sch*** gekauft, ohne daß man das hätte ahnen können. Hat grad mal 2 Jahre gehalten 😦
  • ole Lüüd wurden besucht
  • und den alten Knochen geht es schon so viel besser, daß ich überlege, die Schmerzmittal testweise mal wegzulassen. Bloß daß der olle Bluterguß einfach nicht dünner wird – das macht mir, an den nächsten Arzttermin denkend, Sorgen. Inzwischen ist – das ganze Blut verteilt sich – das ganze untere Bein grün, gelb und blau, aber der dicke Zentralhubbel bewegt sich einfach nicht, sticht nur mehr hervor, weil’s ringsum abschwillt durch Abbau und Schwerkraft-umverteilung.
  • Und das Wetter? Es stürmt bei 24°. Macht keinen Spaß, druaßen zu sein, nicht mal im Windschutz.
  • Achja, wieso „vor dem Chaos?“ Weil: Besuch plus vielleicht OP plus vorhergesagte Unwetter. Auf ersteres allerdings freue ich mich schon, was aber Chaos nicht ausschließt 🙂

Und Ihr so?????

Honig

20.7.
Dieses Jahr war das nichts dolles mit dem Honig – erst der melozitosehaltige Honig im Frühjahr – vieles davon ist ja nicht durchgeflossen und musste deshalb wiederverfüttet werden – wie gut man den verbliebenen Honig letztlich wird aus dem Glas kriegen können steht noch in den Sternen. Auch andere ImkerInnen hatten das Problem, schleudern war nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Melozitose ist ein Dreifachzucker, der sehr hart auskristallisiert. Manche Blattläuse scheiden den aus, meist im Herbst ernten ihn die Bienen. Diesmal aber trugen Biens den gleich im Frühling ein – das lag wohl daran, daß sie weder von Löwenzahn noch Raps noch Obstblüte viel hatten. Zu kalt und schlecht war das Wetter (der heiße Frühling war VOR der Blühphase). Dann haben sie, als sie endlich rauskonnten, genommen, was sie nur kriegen konnten – und das war halt Blattlaus-Honigtau, ausgerechnet von DEN Blattläusen, die Melozitose ausscheiden

Danach mussten wir zwischenfüttern, zu wenig gabs für Biens zwischen Raps und Linde

Und dann – in dem Moment als die Linden aufblühten – kamen wieder Kälte und Sturm und Regen – Biens hatten keine Chance. Als es schließlich wieder schön wurde, summte es zwar heftig in den Linden, aber rum kam nicht viel – die Bienen mussten sehen, daß sie über die Runden kommen, und da sie ja zuvor knappgehalten waren, haben sie erstmal im Brutraum* die Notreserven aufgefüllt – und dann wars das schon fast.
Heute haben wir geerntet – von drei Völkern zusammen wurde bloß ein Honigraum* voll, und selbst da: die Waben waren meist nicht ganz ausgebaut, geschweige denn vollgetragen. Aber der Honig, der da ist, schmeckt sehr gut. Einigen befreundeten ImkerInnen gehts das ganz genauso, aber gestern sprachen wir mit Anja – da gabs aus vier Völkern 60 Kilo Honig …. seltsam!!


Leider mussten wir feststellen, daß die Kringelchen ihre Königin verloren und offenbar keine Chance hatten sich aus einem Stift selbst eine zu „basteln“. Wir haben ihnen eine Wabe mit Stiften* vom Sonnenvolk reingehängt und hoffen, daß sie sich nun eine Königin nachziehen – und das geht so:

Wenn eine Königin „schnell genug“ stirbt, merkt das Volk das sofort. Biens gehen dann auf Suche nach Stiften, die nicht älter als drei Tage alt sind. Davon suchen sie sich ein oder zwei aus und geben ihnen eine Sonderbehandlung: dieses Bienenbaby bekommt Extrafutter (das berühmte Gelée Royale), wird wärmer gehalten als die anderen und sehr umsorgt, seine Brutzelle wird zur Weiselzelle lang ausgezogen – und wenn alles gut geht, haben Biens dann bald eine neue Königin. Das nennt man „still umweiseln“

In unserem Fall scheint es, als die Königin starb, schon keine jungen Stifte mehr gegeben zu haben. Tragisch fürs Volk, das dann zum Tode verurteilt ist – außer es hat Imker, die helfen.

Hoffentlich klappt’s!

EDIT 25.7. Hmmmm – der Herr hat sich die Wabe angeschaut: gut genährte, propere Maden – aber keine einzige als Königin herangezogen. Und nach wie vor sonst, soweit er sehen konnte (2 Waben daneben) keine Brut.

Unsere einzige Idee: die Kringelchen hatten evtl VOR unserer Aktion bereits freiwillig still umgeweiselt, und die neue Königin ist noch nicht soweit, daß sie stiftet. Wenn das der Fall ist, müsste sie aber dann doch nächste Woche spätestens mal soweit sein und neue Brut anlegen! Sonst haben wir auch keien Idee mehr….

* bezeichnet Fachausdrücke, die bereits in anderen Beiträgen erklärt wurden, Ihr findet sie unter dem Tag „Imkerlatein“

Viel und heiß

Mit 29° liegen wir zwar noch unter veilen anderen Gegenden, aber heiß ists schon!*

Ich musste morgens wieder zum Doc, Befund: der Bluterguß ist zwar ordentlich geschrumpft, aber Montag könnte trotzdem noch operiert werden müssen 😦 Aber der Doc sagt: eigentlich ist er zuversichtlich, daß nicht, doch er wolle kein Risiko eingehen, deshalb MO erscheinen. Nüchtern.

Da mir einige Zerrungen ein wenig Schmerzen bereiten, habe ich noch „Zwangsentspannung“ per Tabletten zusätzlich verordnet bekommen – ist aber alles völlig normal und im grünen Bereich. Man muß den Muskeln mitteilen, daß sie sich jetzt mal ruhig wieder entspannen dürfen, dann geht das schnell wech, meinte er.

Jetzt werde ich also ganz gemütlich die Kirschen pflücken, bevor die Amseln das erledigen, dann entkernen und dörren – habe vom Jungimker einen Automaten leihen dürfen.

So ist das – im Grunde plagt mich am dollsten das schlechte Gewissen den Kolleginnen gegenüber, denn: ich wurde auch noch weiter krankgeschrieben, verhandeln unmöglich, dabei fühle ich mich doch sogar jetzt schon deutlich besser und dachte, bis Montag leicht wieder arbeiten zu können…. nix da!


*Nachtrag: nicht, daß hier Irgendwer denkt, ich maule!

Es ist HERRLICH !!!!!

Das hätte jetzt nicht sein müssen!

Auf dem Weg zur Arbeit gestern wurde ich mit meinem Pedelec angefahren. Ich: Radweg. SUV steht in Ausfahrt. Ich gucke noch, weil da auch Linksabbieger und Gegenverkehr waren, da wird ja gern mal was übersehen – der Linksabbieger aber war weg, der SUV steht noch immer, also gut, dann wartet er ja – ich fahre also weiter – und fliege.
Jetzt hab ich ein gestauchtes Steißbein (evtl mit Riß, aber das war im Röntgenbild nicht abschließend zu erkennen und würde eh nix ändern) und einen so großen Bluterguß unterm Knie, daß noch nicht klar ist, ob der operiert werden muß.Musste – Arbeitswegeunfall – zum Durchgangsarzt, aber schlimmeres ist zum Glück nicht. Wurde mit Salbenverband und Ibuprofenrezept entlassen, muß morgen hin, um den Bluterguß zu kontrollieren („Sie sind ja noch eine junge Frau, mal sehen, ob der Körper das allein in den Griff kriegt“ – WAS? Wo endet „jung“, bitte???? *gg*)

Heute morgen, vor dem Ibu, wars wie Ganzkörpermuskelkater der übelsten Sorte plus Prellungen hier und da. Also, wie „junge Frau“ bewege ich mich derzeit nicht gerade…. aber nuja, das hätte schlimmer ausgehn können, und nun hab ich bei allerbestem Wetter eine Woche frei. (Das nennt man „positiv denken“! *gg*) Und meine Kolleginnen haben schon wieder „eine Urlaub und eine krank“, Schiete!!!

Und ich habe ein kaputtes Pedelec, das mir aber bezahlt wird. Der SUV- Mann hat mich zur Arbeit gefahren (anfangs dachte ich noch, nur büschen Prellung, kann arbeiten), einen Hänger geholt und das Rad zum Reparateur gebracht. Auch nicht selbstverständlich.

Woher, bitte, kommt DER denn?

Ein kleiner Stackel, vielleicht 30cm hoch, mit winzigen Blütelein, stach mir vor einigen Tagen am Beetrand zum Rasen hin ins Auge. Was’n DAS??? Mir völlig unbekannt!

Plantnet half, eine ziemlich tolle App fürs Smartphone, bei der man Fotos knipsen und hochladen kann, die dann abgeglichen werden und oft sehr gute Bestimmungsergebnisse zeitigen. So auch hier (nachdem ich in meinen Bestimmungsbüchern auch nicht annähernd auf etwas derartiges gestoßen war).

es ist der Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia), tatsächlich sogar eine hier beheimatete Pflanze, die es aber in Norddeutschland nur verstreut geben soll. Ungeklärt bleibt: warum ist er nun plötzlich in meinem Garten???? Willkommen ist er mir, ich finde ihn sehr hübsch und hoffe, daß er sich aufmacht, mit Ausläufern von hier aus die norddeutsche Welt zu erobern!

Alltagstragödie

Vorhin. Ich hatte mir ein Brot mit der frisch fertigen schwarze-Johannisbeer-Marmelade gemacht (LECKER!!!!), da kommt der Herr F., will sich auch ein Brot machen, nimmt die letzte Butter, will eine neue in die Butterdose packen und –

KEINE BUTTER MEHR DA

Heulen, klappern und zähneknirschen – denn wenn es fünf Lebensmittel gibt, ohne die es nicht geht, dann sind das

  1. Espresso
  2. Brot
  3. Butter
  4. Sahne und

das wars.

Also sogar nur vier wirklich wichtige Zutaten zu einem Tag, an dem es keine ernährungsbedingt schlechte Laune geben soll ;-|

Raaaaah

Ich habe schon überlegt, ob ich auffe Arbeit „einbrechen“ soll (ich hab ja einen Schlüssel, insofern ginge das), aber nuja, irgendwie ist mir nicht wohl dabei. Muß besser vorher mal mit Chefin sprechen.

Also wird sich der Herr F. gleich nach Langballig aufmachen – dort ist ein Edeka, der sonntags geöffnet hat. Nun braucht der Herr F. keine Butter zu seinem Lebensglück, aber ich mußwill ja noch saubermachen, und darum schlägt er sich nun auch nicht grad, also fährt er und ich sauge und putze.

 

Kaum hab ich frei, ist mir langweilig.

Das kenn ich schon: wenn so richtig viel los war, ich voll von all dem bin und zu wenig Zeit für mich zum verarbeiten und sacken lassen hatte, dann hab ich ein Problem, wenns endlich ruhig wird.

Sonnabend. Morgens 2 Stunden gearbeitet, um die Schiffslieferung fertig zu machen und noch so’n paar andere Dinge, damit die Kolleginnen dann einigermaßen entspannt arbeiten können ohne „und das noch, und das, und das….“, dann nach Haus, gleich ab zu Biens – Honigernte und Durchsicht. Danach hier was und da was, schon ist Abend – und dann: nix geht mehr.

Zu früh zum schlafen.
Keine Lust zum lesen.
Keine Lust und keine Energie, noch irgendwas anzufangen.
Glotze angemacht – läuft auch nix interessantes.
Der Herr F. will in Ruhe lesen – und ich? Ich langweile mich, bin quengelig, kann nichts mit mir anfangen. Die Zeit, die ich hergesehnt hatte, hab ich jetzt – und weiß sie nicht zu füllen.

Schlafen gehn. Morgen gehts wieder.

Gute Nacht.

 

Alltag

Momentan überrollt mich mal wieder das alltägliche Leben – Urlaubszeit bedeutet, wie immer in Betrieben mit Öffnungszeiten und wenig Angestellten viele Überstunden. Mein Teilzeitjob entwickelt sich damit gen Vollzeit, zumal jetzt auch noch eine Kollegin krank wurde – just jetzt, als Chefin eine Wohe weg ist, die ja eh immer viele Stunden ableistet und also ein großes Loch reißt

De ole Lüüd wollen besucht sein, die Wohnung wenigstens grundreinegemacht, bevor ab WE bei uns Besuchszeit anbricht (worauf ich mich übrigens schon freue!!!), Termine gemacht und Besorgungen erledigt werden, Honigernte und Völkerdurchsicht stehen an, es muß gegessen werden und getrunken und geduscht und geschlafen – alles Zeitfresser, alles ausstehend (also außer essen, duschen und so, das mach ich schon noch *gg*) denn eigentlich möchte ich dies:

  • im Garten sein
  • lesen
  • Freunde treffen
  • Zeit zum rumpüsseln haben (und DAZU gehört dann auch saubermachen und essen und trinken und schlafen und so, aber eben dann, wenns an der Reihe ist und mit Muße, nicht, weil es halt sein muß eben schnell und eigentlich würde ich doch lieber….)

Nuja,

Das Leben kann Spuren von müssen enthalten,

sagt die Postkarte, über die ich derzeit am häufigsten schmunzele ….

und so heißt es halt zur Zeit: arbeiten, sich von der Arbeit erholen und aufs Wochenende hoffen (an dem ich eigentlich 2 Tage frei hätte, aber zumindest ein paar Stunden auffe Arbeit gehen werde. Weil eine riesengroße Schiffslieferung zuende gepackt werden muß. Gestern haben wir zu 2. über eine Stunde damit verbracht, nur die Obst-/Gemüselieferung zu packen und zu bongen. Wobei es absolut natürlich viel länger gedauert hat, etwa drei Stunden, weil das ja neben der normalen Kundenbedienung läuft.
Prinzipiell übrigens fühle ich mich nach wie vor wohl da auffe Arbeit, aber die Dosierung gehört unbedingt niedriger. 😉 Und ich hatte schon von allen drei Kolleginnen die niedrigste….. ) Merke, daß ich heilfroh bin, mir Teilzeit leisten zu können – ich könnte die Arbeit in Vollzeit nicht durchhalten, sowohl körperlich als auch sonst: an einem Arbeitstag kann ich nicht allzuviel anderes. Bin einfach zu schnell „überfüllt“, innerlich, und dann geht nix mehr. Und beim jetzigen Pensum merke ichs dann auch körperlich deutlichst, wobei es mir insgesamt körperlich viel besser geht als bei der vorigen Arbeit. Der körperliche Unterschied: die Hektik ist jetzt nicht mehr da, das macht viel aus.

Vorgestern abend war schön, da sind wir gleich nach der Arbeit zusammen mit einer Kollegin zu einem Konzert gefahren. Eine Oneman-Bluesband, viele Gitarren, Mundharmonikas, Stimme und Fuß-Percussion. Im Publikum etwa ein Dutzend Leute, echt schade – aber hat Spaß gemacht.

 

Endlich!

Ein Bulle auf der Koppel, den man auch so nennen kann, selbst wenn er noch sehr kindlich guckt 🙂

Schön!! Nun haben wir entweder mehrere, oder der Bauer hat den Bullen ausgetauscht. Denn 2x sahen wir zuvor einen milchkuhtypisch-spindeldürren Hänfling in schwarzweiß.

Die Kühe freuen sich, schätze ich, über die fehlende Sonne. Denn sobald die mal ein Viertelstündchen durchkommt, sieht das so aus auf einem Kuhrücken an den Stellen, an die weder Schwanz noch Kopf rankommen:

Traurig ist….

… daß es nicht geklappt hat mit den Rauchschwalben bei uns.

Das eine, kleinere Nest wurde schon bald nicht weiter gebaut, aber auf dem vorderen, größeren, hat Frau Rauchschwalbe drei Tage lang gebrütet – seither sind da nur noch Federchen zu sehen.

In diesem Jahr liegt kein Brutglück auf zumindest den Nestern, die wir bemerken. Dreimal Amsels – einmal zerbrochenes Ei als Rest, zweimal „einfach verlassen“. Zaunkönig im Kirschbaum? Weg. Und jetzt die Schwalben.

Wer räubert da so? Ist es Nachbars Katze? Seit der Dicke nicht mehr ist, ist sie mehr und mehr bei uns im Garten, und sie mag es, Vögel zu jagen. Auch, Nester auszunehmen? Ich weiß nicht. Oder ist es das Eichhörnchen? Eher wohl, denn vor einer Woche habe ich es 1. gesehen (seit laaaangem wiedermal) und 2. habe ich es deshalb gesehen, weil über ein Dutzend Spatzen, Kohl- und Blaumeisen in engem Umkreis ein Riesengeschrei veranstaltet haben und ich gucken gegangen bin. Die Vögel sind dem Eichhorn durch den ganzen Garten gefolgt, ich immer hintendran, weil mir sowohl Luftlinie als auch das schwingen durch dünnste Zweiglein nicht gegeben sind, und so konnte ich sehen, daß es unser blaues Paradiesvogelhaus inspiziert hat. Dessen Einflugloch ist definitiv zu klein für Eichhörnchen, aber Amselnester und auch das Rauchschwalbennest sind auf jeden Fall erreichbar

Vielleicht ist es aber auch immer Jemand anders, vielleicht auch mal eine Krankheit oder in des Zaunkönigs Fall die Frau Zaunkönig, die sich schlicht ein anderes der präsentierten Nester ausgesucht hatte? Oder vielleicht doch das mysteriöse Riesenvieh, das immer mal nachts im Dachboden poltert (das muß gefühlt mindestens Dachsgröße haben…. wir hatten schon Waschbärenangst, aber dann wäre das doch regelmäßig!?)

Bin ein bißchen traurig, aber hoffe doch, daß vielleicht ein weiterer Versuch im nächsten Jahr glücklicher verläuft

 

Ganz viele Käfer….

…und zwar Rotgelbe Weichkäfer, Rhagonycha fulva waren am 12. und 13.7. schwer beschäftigt hinterm Weidentor auf einem kleinen Fleck mit bisher ungemähten Gräsern. Dutzende flogen und krabbelten dort 🙂

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Wie ich zu lesen bekam, als ich diese Käfer erst einmal identifiziert hatte (hier!), sind sie sehr häufig, mögen vor allem Doldenblüter (ich hätte ja auf Gräser getippt *gg*) und leben ein Jahr lang als Larven von Schnecken und Insekten, danach kurz (vor allem Juli bis August) als Käfer von kleinen Insekten. Ich hätte ja gern mal ein Larvenbild gesehen (Schnecken? Da müssen die doch ganz schön groß sein, verglichen mit den nur bis 10mm langen Erwachsenen? Oder nur winzige Jungschnecken???). Aber nirgends konnte ich eines finden, das etwas über die Größe ausgesagt hätte.

!?

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nach wie vor gut. Obwohl der Fachkräftebedarf ständig steigt, hat Deutschland dennoch einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa. Nach einer DIW-Studie sind inzwischen – unter Berücksichtigung der Teilzeit- und Nebenjobs – bundesweit mehr als 9 Millionen Menschen davon betroffen. Der Bruttolohn von 10,80 Euro ist die nach internationalen Standards in Deutschland geltende Grenze für Niedriglohn.

Zweierlei finde ich an diesem Zitat aus dem Akopol-Blog interessant:

  1. Daß ich offenbar ganz knapp nur am Niedriglohn vorbeischramme – und dabei im Vergleich mit Anderen auf ähnlichen Arbeitsplätzen einen normalen bis höheren Stundenlohn habe
  2. Daß sich der Mangel an Arbeitskräften so nachhaltig nicht aufs Lohnniveau auswirkt.

Inzwischen ist es selbst hier auf dem Land angekommen: unsere Eisdiele zB hat wg. Personalmangel mitten in der Saison mittwochs Ruhetag, fast jeder Handwerkerbus trägt einen „Wir suchen Verstärkung“- Aufdruck, in jedem Laden, den ich kenne, werden VerkäuferInnen gesucht. Es betrifft inzwischen nicht mehr nur FacharbeiterInnen, auch Ungelernte wie ich haben sehr gute Chancen (wie man hier lesen konnte), wenn sie versuchen, die Arbeitsstelle zu wechseln.

Nun kann man natürlich schon fragen, ob höhere Löhne denn auch wirklich helfen würden, wenn es nunmal nicht genug Menschen für die Arbeit gibt. Aber gibt es wirklich nicht genug Menschen für die Arbeit? Oder hapert es daran, daß zu Viele einfach keine Lust haben, sich beim arbeiten die Hände schmutzig zu machen? („Berater“, „Manager“ und „Coaches“ etc gibt es ja zuhauf, genau wie Studierende, die eigentlich nicht wirklich wissen, was sie denn wohl nachher mit ihrem Studium anfangen können) Und andererseits: kommt die o.g. Eisdiele billiger weg, wenn sie einen Tag schließt statt besser zu bezahlen (Nicht, daß ich wüsste, was die bezahlt!!)?

Ein Gedanke ist ja auch, daß bessere Arbeitsbedingungen nicht nur in Euro und Cent zu messen sind. Man betrachte sich die KrankenpflegerInnen, bei denen es nach wie vor Dreierwechselschichten Früh/ Spät/ Nacht gibt. Dazu würde man mich auch mit dem besten Gehalt nicht bringen, solange es IRGENDEINE Alternative gibt.

Na, sicher ist jedenfalls: Höhere Löhne sind gerade im Niedriglohnsektor dringend nötig, unabhängig davon, ob sie mehr Leute zur Arbeit locken könnten. Beispiel: eine Exkollegin, die, soweit ich weiß, ebenso knapp UNTER der oben genannten Niedriglohngrenze liegt wie ich inzwischen drüber liege, ist alleinstehend. Sie hat eine kleine Mietwohnung, und arbeitet Vollzeit. Das Geld ist so knapp, daß jede größere Reparatur/ Anschaffung auf Pump bezahlt werden muß. (Es passiert ja mal, daß eine Waschmaschine kaputtgeht oÄ) Ganz zu schweigen von der (Un-)Möglichkeit, in die Betriebsrente einzuzahlen. Sie steuert als zeitlebens in Vollzeit Arbeitende (sie arbeitet, seit sie 16 ist) also auch noch stracks Richtung Altersarmut. Und das liegt NICHT daran, daß sie in anderen Bereichen so prassen würde, soweit ich das beurteilen kann.

Wie kann dann Jemand vernünftig leben, der nicht nur „Oberkante Niedriglohn“, sondern „gesetzlichen Mindestlohn“ hat!? Eben gar nicht, jedenfalls nicht alleinstehend mit einer Vollzeitarbeit. (Btw.: Ich finde gut, daß es inzwischen überhaupt einen Mindestlohn gibt!)

Wie auch immer: warum der Mangel an arbeitenden Menschen nicht dazu führt, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, das verstehe ich einfach nicht. In diesem Sektor klappt der Angebot/ Nachfrage-Mechanismus einfach nicht (mehr), aber wieso?

Fragen über Fragen….

 

 

Wer kennt schon den Moosen?

Der Moosen bedeckt bei uns all die Stellen, an denen wir gern regelmäßig sitzen oder laufen – und ich mag ihn seit je, habe deshalb nie versucht, etwas gegen seine Entwicklung zu unternehmen. Aber nie hatte ich gewußt, daß er ein Moosen ist *gg* – bis Bibo mir einmal dieses Wort beigebracht hat. Und jetzt hat sie sogar einen sehr schönen Artikel über den Moosen und seine zweifellos vorhandenen Vorzüge geschrieben, der auch noch lustig zu lesen ist.

Ich lege Euch sehr ans Herz, über den „Moosen in Zeiten des Klimawandels“ zu lesen und ein für den Standardgärtner mit schattigen Gartenteilen zuvor ständiges Ärgernis danach mit neuen Augen zu betrachten – denn der Moosen ist außer weich und angenehm auch noch gut fürs Klima,

  • indem er dafür sorgt, daß weniger gemäht werden muß,
  • indem er CO2 speichert,
  • indem er Humus aufbaut
  • und indem er mannigfaltiges Leben zuläßt.

Also bitteschön, laßt Euch vom Moosen überzeugen!!