Fix wie nix!

Freitagabend stand ein Tieflader mit Wänden auf der Baustelle. Samstagabend stand das Doppelhaus. Und gestern, Montag, morgen beim ersten Gang sah ich zwei Dachbalken. Das Bild entstand zur Kaffeezeit….

Und das alles bei über 30°Celsius! Puh!

Ich freu mich, daß kein 2. Geschoß draufkommt und hoffe auf eine balkon- und fensterlose Seite zu uns hin (das wäre dann die bei DIESEM Haus hintere Breitseite, glaube ich, die ich superschlecht im Kopf Objekte drehen kann), denn das andere Eckhaus würde uns sonst von oben aus ein wenig in unser bisher uneinsehbares Gartenstück luschern können. Aber ich schätze eh, daß da oben nur Dachboden ist, zu viel Schräge…. es sei denn, da kommen noch riesige Gauben, fällt mir grad ein. Nicht zu früh freuen….

 

Sensation!!!!!!

Nach nur(!) zehn Monaten und 13 Tagen ist Elsa gestern zum allerersten Mal ganz allein durch beide Katzenklappen (von draußen rein UND vom Wintergarten ins Wohnzimmer) gestiefelt – und hat diesen waghalsigen Gang seitdem todesmutig mehrfach wiederholt!!!!

RAUS hatte schon seit einigen Wochen geklappt, aber REIN – nö, sagte Elsa. Nur, wenn EineR von Euch Menschen dabei ist und Ihr mir garantiert, daß drinnen kein Mauski auf mich lauert.

Aber jetzt!

Ick freue mir! 🙂

Aussaaten

Hier mal eine Auflistung, vor allem für mich zum Überblick-bewahren. Die Saatlisten, die man so nicht lesen kann, sind anklickbar und dann gut lesbar.


Fläche eins: Saattüte „Druiden“ , ausgesät Frühling ’19, glaube ich

2019

Blüte Jahr 1(2019):

Lein, Boretsch, Mohn, Koriander, Dill, Kornblume, wilde Malve, Phacelia, Schwarzkümmel, Färberkamille und Ringelblume

 

 

Blüte Jahr 2 – wird laufend ergänzt – (2020):

1.7.2020

Kleiner Wiesenknopf

Ringelblume, kleiner Wiesenknopf, Margerite, (Barbarakraut, Ackerstiefmütterchen – fortan sind in Klammern gesetzte Pflanzenarten da, aber nicht in der Tütenauflistung enthalten) Färberkamille, wilde Malve, Knirrkohl, wilde Möhre, großblütige Königskerze

An dieser Mischung hab ich Freude, denn nach der Enttäuschung über all den nicht-heimischen „Füllstoff“ im 1. Jahr sieht man jetzt: doch, da kommt viel Nettes!


Fläche zwei: Kräuterrasen (von Fa.Strickler) ausgesät im September 2019. Im April ’20 die allerersten beiden Blüten! Reiherschnabel – den es vorher in meinem Garten noch nicht gegeben hatte – und die gewöhnliche Vogelmiere, also nicht die Miere aus der Mischung

Blüte Jahr 1(2020): Reiherschnabel, (Vogelmiere), Gänseblümchen. Braunelle, (Pyrenäenstorchschnabel)


Fläche drei, Schattsaum (von Fa. Strickler), ausgesät August 2019. Im Mai erscheinen zaghafte erste Sämlinge. Noch kann ich nicht erkennen, was das wird. Vielleicht, wenn das so zaghaft bleibt, säe ich im Herbst nochmal nach….

1.7.2020

Blüte Jahr 1 (2020) – wird laufend ergänzt inzwischen ist da doch so einiges zu sehen: wilde Möhre, Braunelle, Ruprechtskraut, rote Lichtnelke, (Wald-Ziest), knotige Braunwurz, Wirbeldost

 

 

 


Fläche vier, Saum aus NRW, Tütchen von der Mama bekommen und ausgesät April 2020 – ach Menno – beliebtes Katzenklo….. aber Mitte Mai sehe ich: doch, da kommt was. Aber im August schauts dann doch aus, als ists bloß eine versprengte Knoblauchrauke. Abwarten, die Katzen jedenfalls gehn jetzt nicht mehr dorthin, wahrscheinlich weil gleich daneben im Boden ein großes Wespennest ist…

 

 

 

 

 


Fläche fünf, Arche-Saatgut, Probetütchen, von dem ich leider die Saatliste nicht mehr finde, ausgesät April 2018,

13.6.18

Juni 19

… an der dominierenden wilden Rauke (Diplotaxis tenuifolia) habe ich einen Kohlweißling Eier ablegen sehen.

Blüte Jahr 2 (2019) Margerite, Rauke, wilde Malve, Rotklee, Hasenklee

Blüte Jahr 3 (2020): knotige Braunwurz, Margerite, Rauke, Weißgelbes(?)Labkraut, Rainkohl, Moschusmalve, weiße Lichtnelke, Wiesenflockenblume, Hasenklee, Färberkamille

 

 

 


Fläche sechs: Neben der Birke vorn am Staudengarten habe ich 2016 ein Saattütchen ausgesät, das ich vom Naturgarten eV bekommen hatte. 2017 habe ich Fotos gemacht von dem, was da schon kam: *klick*:

Blüte Jahr2 (2017): Knirrkohl, Ferkelkraut, weißes Labkraut, Hornklee. Alle die sind bis letztes jahr wiedergekommen, außerdem blüht die wilde Karde jährlich.

Jahr 5 (2020): Knirrkohl, Hornklee, Wiesen- oder weißes Labkraut, echtes Leinkraut, Natternkopf, Hornklee, wilde Karde, Moschusmalve, Natternkopf (EINER, winzig – aber da!!!!)

Hitzewelle

Diese jetzt ist so heftig, daß ich mir wirklich Sorgen um die Bäume mache.

Die Büsche zeigen’s deutlicher: Sämtliche Holunder bis auf einen sind letztes Jahr schon geschädigt gewesen und knicken jetzt ganz ein (2 halbtot, die anderen ganz), und jetzt läßt auch das Pfaffenhütchen die Blätter hängen 😦

Der Staudengarten knistert beim durchlaufen: die Blätter der Stauden sind größtenteils so trocken, daß sie wie Herbstlaub unter den Schritten zerbrechen.

Große, erfreuliche Ausnahmen:

  • die gelbe, einheimische große Fetthenne , als winziger Ableger vor 3 oder 4 Jahren in der Geltinger Birk geklaut habe, blüht nicht nur schön, sondern hat auch gleich mehrere Kinder – muß ausgesät haben, denn die sitzen neben der Einfahrt und unter der Birke (so ziemlich der trockendste Ort im Staudenbeet) Und ja, ich weiß, Ableger ziehen verboten – Naturschutzgebiet. War auch bloß ein Ästchen, das sich auf den Weg vorgewagt hatte. Wäre eh zertrampelt worden)
  • die anderen fetten Hennen: die einheimische rote große Fetthenne, (Hylotelephium telephium subsp. telephium) und eine Zuchtsorte
  • der Rainfarn
  • der Oregano
  • die Bergamottminze (Mentha piperita var.citrata)
  • Stachelnüßchen
  • der Wasserdost (zumindest, wo er nicht in der prallen Sonne steht. Wobei – an den noch etwas feuchten Plätzen halten sich auch ein paar andere wacker: Gartengamander, Eisenhut, Storchschnabel, Beifuß und sogar Kornblume )
  • der Odermennig
  • die Nachtkerze
  • die wilde Möhre
  • der Mauerpfeffer
  • die Montbretie
  • die gelbe Skabiose
  • die Japananemone

Beim klebrigem Salbei bin ich nicht sicher – hab ihn zweimal gegossen, weil ich so begeistert war, daß er jetzt, im 3. Jahr, endlich Blüten ansetzte – und er steht SEHR schattig.

Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. telephium)

Große Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. maximum)

Habt Ihr noch Tipps für (möglichst heimische ), auch in der Sonne trockenresistente Stauden? Ich werde vorn sukzessive darauf umstellen, denn dort müsste ich sonst in jedem Jahr immer wieder gießen, und das will ich nicht Bisher hatte ich immer wohlgetan, keine Pflanzen, die „sonnig“ mögen, anzupflanzen, denn selbst vorn ist am frühen Nachmittag die Sonne weg, hinten kommt sie dann überhaupt erst an. Aber in den letzten Jahren ist 1. der Garten sonniger geworden (Fall der Mirabelle, Kahlschlag des Mieters im Knick) und 2. das Wetter so viel trockener, daß doch manche der Pflanzen, die sonst prächtig wuchsen, jetzt einknicken oder immerhin umgepflanzt werden mussten. Bestes Beispiel ist die große Sterndolde, eine meiner Lieblinge. Hatte mehrere im letzten Herbst versetzt, weil sie nach dem Fall der Mirabelle immer mehr kümmerten – und dann kam der Mieter, und nun muß ich sie an beiden(!) auseinanderliegenden(!) schattig-feuchten Stellen, die ich ausgesucht hatte, dauernd gießen, weil die jetzt trocken-sonnig sind *seufz*. Aber ich habe gesehen: sie hat sich an einer Stelle, wo man immer um einen Kirschbaum herumlaufen muß, um sie überhaupt sehen zu können, selbst ausgesät – und dort steht sie sehr groß und prächtig!

Splitter

Ich stelle fest, daß ich ungeheuer gern Kühen beim essen zuhöre. Neuentdeckte kleine Freuden, wenn frau wenig Möglichkeiten hat….

(*rupfrupf* *rülps* *rupf* *mööööööööh* *rupfrupfrupf*)

Gefräßig

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Binnen weniger Tage sah die Stachelbeere so aus…. immerhin durften wir noch naschen, die Beeren sind reif. Wer ist das?

Es ist KEIN Schmetterling – und somit keine Raupe, sondern eine Larve. Und zwar die der Gelben Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii), eines nur wenige Millimeter großen Insekts. Hatte ich auch noch nie…. *g*

All you Zombies….

11.8. Elsa hat den Herrn F. auf einen Zombie aufmerksam gemacht. Tatzte sie ihn an, hat er wild geruckt, das ist bei Elsa eine schlechte Überlebensstrategie – sie ist ein echtes Spielkind. Egal ob ein wehendes Blatt oder ein sich windender Zombie – was sich bewegt wird totgespielt. Aber der Herr F. kam grad vorbei und hat, Monster, das er ist, dem armen Kätzchen das Spielzeug weggenommen und dann mich samt Knipse gerufen.

HUCH!? Erst als das Tier aus seiner Schockstarre erwachte (die es einnahm, als es nicht mehr angeschubst wurde), und es sich mit dem Horn zuhinterst aus dem Staub zu machen begann, kam mir die Erleuchtung: Horn HINTEN? Raupe!

HINTERteil. Leider hab ich kein scharfes Foto vom Gesicht hingekriegt, Frau Zombie wollte nicht mehr modeln, sondern nur noch weg.

Also das Buch „Raupen und Schmetterlinge Europas und ihre Futterpflanzen“ geholt. In so einem Fall ist das hilfreich, denn vorn drin sind die typischen Silhouetten unterschiedlicher Schmetterlingsfamilien aufgezeichnet. Ein Horn hinten? Schwärmer!!

Also weiter, Feinabstimmung. Grobsuche auf den Bildtafeln, dann lesen – denn ein blaßlila Zombie mit gelbem „Gesicht“ hinten und blauem Horn war da nicht zu finden. Aber im Beschreibungsteil gabs 3x „blaues Horn“: Nachtpfauenauge, Taubenschwänzchen, Lindenschwärmer. Bei letzterem war zu lesen, daß er sich vor der Verpuppung blaugrau verfärbt. Ab in die Bude, zum Computer, und – tadaaaaaa:

der Lindenschwärmer , Mimas tiliae, ists! Gleich noch’n paar andere Seiten aufgerufen, und: Das mit dem rucken konnte ich nachlesen („vor der Verpuppung, bei Störung“), daß die Raupe nicht nur in Linden, sondern auch mal in Birken frißt (unter der trafen wir Elsa mit ihr an), und daß sie sich kurz unterm Boden, in lockerer Erde (ohje! JETZT lockere Erde….) oder Grasbüscheln/ unter Laub verpuppt. Okay, das kann sie tun, wir hatten sie zur Sicherheit (vor Elsa und vor Menschenfüßen) in den Giersch unter der Birke gelegt.

Raupen

Die Raupen werden 55 bis 65 Millimeter lang und sind grün oder blaugrau. Nach dem Schlupf sind die noch sehr schlanken Tiere blassgrün und etwa sechs Millimeter lang. Das Analhorn ist dunkel und etwa so lang wie ein Drittel des Körpers. Nach und nach bilden sich seitlich am Körper zunächst hellgelbe, später dunkelgelbe Schrägstreifen aus. Im vierten Stadium können sich an der Vorderseite der Schrägstreifen kleine rote Streifen ausbilden. Der Körper ist dann gelb- oder blaugrün gefärbt und trägt zahlreiche kleine gelbe Tuberkel. Ausgewachsene Raupen sind schlanker als die der anderen Arten der Gattung. Ihr Körper ist am vorderen Teil deutlich schlanker als im hinteren. Die Kopfkapsel ist fast dreieckig. Das Analhorn ist oberseits blau oder violett, die Seiten und die Unterseite sind rot und gelb. Die Analplatte ist rötlichgelb und mit Tuberkeln versehen. Kurz vor der Verpuppung verfärben sich die Tiere auf der Unterseite blass grün-violett, auf der Oberseite graubraun. Die Tuberkel sind dann cremefarben, die roten Streifen verblassen. Der Körper der Tiere schrumpft in diesem Stadium deutlich.

https://www.biologie-seite.de/

14.8. – auch ElMauski meint, zu unserer naturkundlichen Bildung beitragen zu wollen: nur 3 Tage später hat er ein jüngeres Raupenexemplar vorgeführt:

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Möget Ihr den Schrecken, die Fotosession, die Hitze und die Verpuppungszeit überstehen, kleine Zombies!!! Wir sehen uns im nächsten Mai 🙂

Schnepfe …

10.8. So langsam bekomme ich „einen Blick“. Auf den allerersten dachte ich, ich hätte es hier mit einer Schnake oder Mücke zu tun, aber das Foto ließ mich auf „Fliege“ tippen, und bei denen fand ich das Tier dann auch. Es ist eine goldgelbe Schnepfenfliege, (Rhagio tringarius)

Die Goldgelbe Schnepfenfliege (Rhagio tringarius) findet man von Juni bis September an Waldrändern, in Gärten oder auf der Wiese. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in feuchte Erde, die im Boden lebenden lebenden Larven fressen Kleininsekten und deren Larven. Auch die Imagines ernähren sich räuberisch, kleine Insekten werden erbeutet und mit dem Stechrüssel ausgesaugt. Die Imagines dieser Art können eine Größe von 8 bis 14mm erreichen.

digital-nature.de

Ich kann hinzufügen: man findet sie auch in Wintergärten an der Scheibe 😉 Nirgends gefunden habe ich, woher denn wohl ihr Name kommt – goldgelb erschließt sich ja – aber es gibt eine ganze Familie namens „Schnepfenfliegen“, zu deren Namensgebung ich nichts finden konnte. Den Schnepfen (Vögeln) sehen sie jedenfalls meiner Ansicht nach nicht ähnlich…..

 

 

Fleißkärtchen

Der alte, kaputte Badwasserhahn ist aus-, der neue eingebaut (Herr F.) Das Waschbecken ist gesäubert, als der Hahn draußen war, so daß der Kalkrand, der nicht wegzukriegen war, weg ist (Fjonka). Auch Fliesenspiegel und Boden drunter sind sauber (Fjonka)

Frühstücksplatz und „Dreieck“ sind gemäht (Herr F.)

Der Keller ist gesaugt, so daß der Bauschadensexperte sich morgen hoffentlich nicht allzusehr ekeln muß, wenn er sich ansieht, woher denn nun das Wasser im Keller kommen könnte (Fjonka)

Und es ist erst Mittag………

Die Fleißkärtchen haben wir uns verdient. Und ein Eis!!!!

Tjüs….

P.S. Gabs bei Euch noch Fleißkärtchen? Mir sind sie ein Begriff, aber selbst erlebt hab ich sie schon nicht mehr (Einschulung 1971) Und die sehen alle so mädchenhaft aus – freute sich früher auch ein Junge über so ein Kärtchen???

Kleinvieh: Ferkel

Meine täglichen Dorfrundgänge stehen, sofern es der Zustand zuläßt, immer auch unter dem Motto „trash out“.

Heißt: ich sammle während der Gänge Müll und weiß inzwischen auch, wo es am Wegesrand Mülleimer gibt. Am Dorfplatz zum Beispiel, an der Bushaltestelle oder auch am Feuerwehrhaus. Und einige freundliche Mitbürger haben ihre Tonnen gleich am Bürgersteig stehen.

Ich gehe täglich – und ich finde täglich 😦

Die größten Ferkel sind immer noch die Raucher. Zigarettenkippen, aber auch die Plastikhüllen, die man abzieht, bevor man eine neue Packung öffnen kann oder später die leeren Packungen – ex und hopp ist das Motto.
Nein, Leute, Zigarettenkippen sind NICHT übermorgen Kompost!! Eine Kippe mit Filter versaut einen 20l-Eimer Wasser mit ihren Schadstoffen, und auch die filterlosen sind nicht ohne. Es kann doch nicht so schlimm sein, die nach dem austreten aufzuheben und zum nächsten Mülleimer zu bringen!?

Die zweitgrößten Ferkel? Baustellen. Die erwähnte gibts derzeit, aber es wird ja auch kräftig Glasfaserausbau im Dorf betrieben…..
Ein Plastikteil wurde vom Bagger kaputtgefahren? Flatterband ist gespannt, aber ein Stück hat sich gelöst? Klebebandstücke, die beim abpfriemeln runtergefallen sind? – Muß man nicht einsammeln, das. Tritt sich fest…. ja. In immer kleineren Bruchstücken in der Gosse, auf der Straße und dem Bürgersteig, in der Wiese. Danke!

Große Ferkel sind aber auch die Bauern. Man findet größere und kleinere Fetzen der allgegenwärtigen schwarzen Abdeckfolie, Teile der Plastikkordeln, die Heu- und Strohballen halten, Teile von Netzen und immer wieder lange weiße Fasern von diesen faserverstärkten Folien, die für Bigpacks etc genutzt werden. Alles sehr gern auch im Garten, mitgebracht von eifrigen Nestbauern. Ganze Nester, die ich finde, entsorge ich inzwischen im Restmüll, so viel Plastikfaser ist da drin verbaut 😦

Und dann ist da noch „das normale“. Heute zB ein Schraubverschluß, ein größeres und mehrere kleine Styroporteile, mehrere Plastikbruchstücke ab von den Baustellen, zwei Bonbonpapierchen, ein Papiertaschentuch, benutzt, ein Bierfilz. Alles beim Morgengang zum Briefkasten und durchs „Neubaugebiet“ zurück. Fast alles an der Hauptstraße.

Man kann sich jetzt ärgern (und ja, das tu ich!!) Ich möchte aber auch anmerken: wenn jedeR einzelne von uns sich bei jedem Gang sagen wir mal zweimal bücken würde – das täte der Fitness der alten Knochen gut, und es wäre ganz schön viel sauberer. Weniger Tiere würden sich in Plastikfasern verfangen und sterben, weniger Mikroplastik würde in unseren Meeren (und unseren Körpern!!) landen!

Ich hoffe ein wenig, daß mein Beispiel Schule macht – jedenfalls wurde ich schon einige Male fragend beäugt…… (und ja, ich habe jedes Mal das Gefühl, mich jetzt rechtfertigen zu müssen, daß ich nix „böses“ tu. Und fühle mich als schräger Vogel und hoffe, nicht angesprochen zu werden. Aber das heißt wohl bloß, daß ich an meinem Standing arbeiten muß, gell? 😉 )

:-)

Vor einer Stunde im Garten:

Mauski hat einen schönen neuen Schlafplatz gefunden

sooooo gemüüüütlich!!!

… und dann kommt Elsa! Mauski sieht sie garnicht, aber er kratzt sich hinterm Ohr, so daß Elsa aufmerksam wird. Huuuuuh – reckt sie den Kopf hoch und guckt…. wir erwarten, daß sie sich zurückzieht – aber nix da:

So bleibt sie bei uns liegen – mit gespitzten Ohren, aber da. Erst nach einer ganzen Weile gehts sie wieder, legt sich ins Grün am Teich. Und Mauski? Der hat sie da noch immer nicht bemerkt …. 🙂

Monate

Gestern beim Orthopäden. Beim ANDEREN Orthopäden.

Frozen shoulder.

Schmerzmittel/ Kortison/ Dosierung – alles richtig so, sagt er, und sehr nötig, sagt er. Und ansonsten: NICHTS. Schonen, höchstens ein wenig armpendeln.

Das Syndrom ist nicht verstanden. Was man weiß ist: es geht von allein weg. Aber das dauert Monate, kann auch Jahre gehen (bis es GANZ weg ist) KG ist erstmal ausgesetzt.

Im Internet liest man unterschiedliches, auch konträres dazu. Aber Orthopäde und Hausärztin sind sich einig. Ich muß geduldig sein, und die Schmerzen müssen daran gehindert werden, sich zu verselbständigen.

Das Kortison schleiche ich ab morgen über sechs Tage aus und hoffe, hoffe, hoffe, daß es dann nicht wieder schlimmer wird, denn am schlimmsten momentan ist, daß ich bis mittags total kodderig bin, und das kommt wahrscheinlich hauptsächlich vom Kortison.

In the neighbourhood

Blick aus dem Arbeitszimmer. Die grüne Halle sah man nie, da war ein Knick vor. Weg.

Zwei Grundstücke weiter war jahrzehntelang „Hundewiese“. Die war als Gewerbegebiet ausgewiesen, aber kein Gewerbe wollte hin. Man hörte munkeln, es sei viel zu feucht von unten. Jetzt werden auf dem Grundstück, das vielleicht (wenn überhaupt) 2000qm hat, im Halbkreis um die Zuwegung SECHS Häuser gebaut, eben mal schnell wurde es zum Bauland umgewidmet, und der Bagger schaufelt derzeit an die 2m tiefe Baugruben aus, die mit Sand verfüllt werden. Die Gemeinde war froh, das Land los zu sein, sagt man. UPDATE vom gestrigen Abendspaziergang: man sagte uns: die Tiefe ist, weil beim ausheben Moorboden hervorgekommen ist – und der muß vollständig weg, sonst sackts später.
Bin froh, daß das Nachbarhaus rechts vieles abpuffern wird, sowohl was derzeitige Bodenvibrationen als auch was Baustellen- und später Sechsjungefamilienlärm angeht. Doch wahrscheinlich wird man mindestens vom 1. Stock/hinterstes Eckhaus zur eigentlichnichtmehrunsere-Wiese einen guten Einblick haben. Aber vielleicht kommen ja genau da gar keine Fenster hin…..
Derzeit fahren LKW mit Hängern im Viertelstundentakt, es paßt ganz schön viel Sand in so tiefe Gruben.
Abends gegen zwischen neun und halb elf, je nachdem, gehen wir täglich zum baustellenwatching. El Mauski kommt meist mit. Ihm gefallen die planierten Sandebenen, er wälzt sich ausgiebig darauf und beschnüffelt danach jeden neuen Erdhügel und angelieferte Materialien genau. Wir gehen dann weiter durchs „Neubaugebiet“ (die jüngsten Häuser dort entstanden im Jahr 2004, als ich einzog) eine Schleife zurück. El Mauski flitzt munter mit. Ein wenig Sorge auch, schließlich fahren Autos…. aber wir sagen uns, daß er alleine ja auch dort unterwegs ist, und es macht ihm und uns viel Freude, gemeinsam spazieren zu gehen.

 

Am Oreganofeld in unserem Garten heute gleichzeitig vier Tagpfauenaugen, ein Admiral und unzählige Hummeln und Bienen. Gut besucht sind auch Lavendel und Storchschnabel in einem ansonsten gruslig neugestalteten Neubaugebietsgarten (Pflaster, Schotter, ständig heruntergezogene Rolladen, Hackschnitzelfelder mit besagten Insektenlieblingen und Gräsern, Rasenmäherroboter) Einziges Lob an konventionelle Gartenplaner, die da drin waren: sie pflanzen oft mehrere gleiche Stauden hübsch versetzt – so daß der Anflug für die Viecher lohnt. Einige Häuser weiter versucht eine Hummel vergeblich, einen Durchgang in einer Wand aus Thuja zu finden. Keine Chance, solche Hecken klemmen potentiell vernetzte Biotope wirksam voneinander ab.

Nie bin ich so viel in der Nachbarschaft rumgelaufen wie in den letzten Wochen, mindestens ein Morgen- und ein Abendgang sind zur Schmerzbekämpfung täglich unabdingbar, meist gibt es tags weitere ein, zwei Rundgänge. Und manchmal auch mitten in der Nacht einen. Seit die Mittelchen hochdosiert sind aber nicht mehr.

Die Kuhkoppel wird kleiner. An der Straße gibt es zwei Stellen, an denen die Kühe bis zum Bürgersteig gucken gehn können. Eine dieser Stellen soll mit zwei weiteren Häusern bebaut werden, heißt es. Ich hoffe auf die neben dem Dorfplatz, die andere ist schöner, so wie sie ist. Ein Apfelbaum steht dort und am Rand eine Kastanie. Wäre schade, wenn dort gebaut würde.

Direkt nebenan, links, ist derweil ein junger Hund aus Ungarn eingezogen. Das Grundstück ist jetzt eingezäunt. Während wir „El-sssa, kommmm“ und „Mauski!?“ rufen, schallt es von drüben „Oskar, hiiiiiiieeeer“

Nachts um halb drei ist das Dorf ähnlich hell wie um halb zehn, obwohl die Straßenlaternen aus sind: beleuchtete Hausnummern, in die Erde gesteckte Solarlampen, Gartenlichter, sogar Außenlichterketten um Fenster leuchten die menschenleere Nacht aus. Auch zu Zeiten massenhaften Insektensterbens sorgt die Dorfbevölkerung dafür, daß möglichst wenige Nachtfalter überleben können.

Rauswärts soll ein richtiges Neubaugebiet entstehen, 8 Bauplätze auf dem Acker am Straßenrand (auf der anderen Straßenseite sind ältere Einzelhäuser). Ich versteh garnicht, was hier plötzlich los ist: Das letzte Baugebiet mit um die 10 Plätzen hat ebensoviele Jahre gebraucht, bis es voll war, in diesem Jahr erst stand bei den letzten beiden Plätzen ein „Verkauft“-Schild

Manchmal nehme ich einen Podcast mit durch die Nachbarschaft. Habe „Zeitzeichen“ von NDR Info und „Hintergrund“ vom DLF abonniert. Die Autos sind aber laut, der Wind auch. Meist höre ich die deshalb lieber, wenn grad wieder „hinlegen“ dran ist.

Weiter die Straße runter gehen einige Bäume ein, Nadelbäume und auch ein Weißdorn. Weitere wurden bereits letztes Jahr runtergenommen. Trockenschäden, schätze ich.

 

Als ich einmal grad rein will, Rückenlage ist angesagt, mir schwindelt schon wieder, werde ich angesprochen: ob sie sich Saat vom Fingerhut in der Auffahrt abnehmen darf fragt eine der täglichen Hundespaziergängerinnen. Klar darf sie 🙂

Am Eck zur Durchgangsstraße ist wie jedes Jahr ein „Blumen-selber-pflücken“-Feld. In diesem Jahr war ich schon mehrfach gucken, was da so blüht. Bisher: Ringel- und Kornblumen, Malven, Sonnenblumen, erste Schmuckkörbchen und Dahlien. Und ein Stück „Insektenmischung“ der nicht nachhaltigen Art (einjährige Acker“unkräuter“, Phacelia…) Viele Hummeln und Honigbienen freuen sich drüber.

 

 

 

 

 

Froschland

Juchhu, es geht los! Unser Teich wird amphibienfreundlich optimiert!! Der Vertrag mit „Froschland“ ist unterschrieben, der Bagger kommt, wenn der Mais nebenan abgeerntet ist und die Molche an Land ihre Winterverstecke aufgesucht haben. Also wohl gen Oktober.

Und das ist Froschland:

Alte Gewässer werden saniert, neue angelegt und die Habitate möglichst großräumig vernetzt. Das Projekt startete Ende 2009 und wird zu 100 % vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gefördert. Die Anlage von Teichen wird komplett aus diesen Mitteln finanziert, so dass die Eigentümer, die der Natur ein Stück zurück geben möchte, selbst kein Geld in die Hand nehmen brauchen. Sie verpflichten sich im Gegenzug, die Gewässer langfristig zu erhalten und nicht für private Zwecke zu nutzen.

Seit dem Jahr 2009 sind schon mehr als 400 Teiche im Rahmen des Projektes entstanden oder konnten wiederhergestellt werden. Die Zielarten sind vor allem Amphibien wie Laubfrosch, Moor- und Grasfrosch, die Wasserfrösche, Erd- und Knoblauchkröten sowie Berg-, Teich- und Kammmolche. Gewässer sind aber immer ein Kristallisationspunkt für die Artenvielfalt in einer Landschaft. Insekten wie Libellen und Wasserkäfer gehören zu den ersten Bewohnern der neuen Lebensräume, gefolgt von Wasserpflanzen, Reptilien und – meist zuletzt – den Brutvögeln der Feuchtgebiete.

(Zitat von www.komittee.de)

Hier ist die Internetseite, verlinkt ein Beitrag, in dem auch ein „Krater“ wieder zum Teich wurde.

Leider endet das Projekt in diesem Jahr wohl endgültig, d.h. unser Teich wird einer der letzten sein, die noch in diesen Genuß kommen…. Ganz so wie im verlinkten Text wird es bei uns nicht werden, dafür fehlt der Platz. Aber zu Nachbars hin wird die Schneebeere weggeschoben (ich hoffe, mit VIEL Wurzelwerk!!!), so daß dort ein flacherer Bereich, der auch Sonne bekommt, entstehen kann. Die Iris kommt weg, ebenso die Weide, die sich nach Sturm Christian aus einem ins Wasser gefallenen Ast selbst angesiedelt hatte. Und es wird viel Aushub anfallen, Schmodder und Blätter von mindestens 35 Jahren…. der wird wohl erstmal auf dem Rasendreieck gelagert werden müssen, bis wir ihn per Schubkarre langsam abtragen können …. mal sehn, wie viel es wird – Ideen zur sinnvollen Entsorgung habe ich, es hängt aber natürlich alles von der Masse ab….

Mit Glück ist beim modellieren des Flachwasserbereichs Lehm zu finden, der würde dann gen Au geschoben, um zu versuchen, den Teich etwas langsamer Wasser verlieren zu lassen. Das wars dann auch schon. Der Sinn des ganzen: mehr Licht, mehr Wärme, flachere Bereiche – damit die Frösche wärmeres Wasser finden, in dem sie dann auch laichen können/ mögen. Und vielleicht taucht dann ja auch mal eine Ringelnatter auf. Oder mehr Molche. Oder andere/ mehr Frösche…..

Damit allerdings der Bagger aufs Land kommt, müssen wir zuvor eine Zweimeter-Schneise in die Weidenhecke hinten zum Maisacker schlagen (macht nix, wächst nach). Und danach ist sicher erstmal ordentlich Wüstenei und Chaos – die ganzen Schneebeeren müssen ja auch irgendwohin und später zerkleinert und aufgebrannt werden. Ich hoffe bloß, daß ich bis dahin wieder fit bin.