Geplättet… (Nachtrag zum Frühjahrsputz)

Geplättet bin ich, daß Ihr offenbar Alle keinen vernünftigen Frühjahrsputz macht!
Also, ich bügle jedes Jahr meine Wände. Wie soll ich denn sonst die Falten da rauskriegen? Mache ich immer! Immer am 1. April!

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Na???
Groschen gefallen? *g*

April, April, Ihr Lieben 🙂 Ganz dollen Dank für Eure wunderbaren Kommentare, sie haben mir meine Mittagspause versüßt, und auch jetzt beim schreiben grinse ich wieder über alle Backen und Wangen!

Das Foto hat übrigens der Herr F. gemacht, als ich das Wachs, das ja im letzten Jahr bis hoch an die Decke gespritzt war, weggebügelt habe…..

Frühjahrsputz

Die alljährlichen Arbeiten sind wiedermal erledigt. So rechte Lust hab ich dazu nie, aber nuja – wat mutt, dat mutt.

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Heute habe ich Arbeits-Samstag, und der Herr F. macht den praktischen Teil – tataaaaa – seines Motorsägeschein-Kurses! Gestern abend kam er vom Theorie-Teil heim, ganz überrascht von all dem, was er bisher schon mit unserem kleinen Elektro-Säglein falsch gemacht hatte…. naja, et hätt ja joot jejange *g*. Von jetzt an läuft’s besser!

DAS Leberblümchen (EINE Blüte)

Das Wetter übrigens sommert was das Zeug hält! Gestern 20°, am letzten März-Tag!!! Die Mirabelle steht schneeweiß voller Blüten, Biens wissen garnicht, wo sie all die Weidenpollen noch verstauen sollen, die sie eintragen, und ich habe Frau Amsel aus meinem Fahrradkorb vertrieben, in den sie schon wieder ein halbes Nest gebaut hatte. Und: mein geplanter Frühlingsblütenteppich wird – drei Stellen mit üppigen (ingesamt) fast zwanzig Buschwindröschenblüten, überall kleine Lerchenspörnchen – und zu meiner Überraschung ist „die einzige“ genau das nicht mehr: an sogar zwei neuen Stellen sind kleine Leberblümchen aufgetaucht, und „DAS“ Leberblümchen (links das Foto vom 11. März) hat noch weitere zwei Blüten bekommen!

Nachtrag am 2.4.: hach, neee! Noch einmal war ich zu früh dran: immer mehr Buschwindröschenknospen schieben sich aus dem Boden, tatsächlich habe ich zwar noch keinen Teppich, aber zwei „kleine Läufer“, davon einen an einer ganz neuen Stelle, wo sie sich offenbar selbst neu angesiedelt haben, und zwei „Tischsets“, und es sind sicher an die fünfzig Blüten bzw Knospen! In diesem Jahr endlich also geht das richtig ab 🙂

Quak

Vorhin in Flensburg – rechts und links der St.Jürgen-Treppe, mitten in der Stadt, sind naturnahe Anlagen, durch die man statt stracks treppauf gehen kann. Schön. In der einen Anlage ein winziger Tümpel, und da dann tat mir im vorbeigehen Jemand den Gefallen, sich zu bewegen. Sonst hätte ich sie übersehen: Dutzende Frösche! Eine Weile ruhig verhalten, dann ging das Froschkonzert los, und man fing an, zu hüpfen, zu schwimmen, sich zu paaren…. Eine ganze Weile habe ich im Tröpfelregen gehockt und geguckt, und als ich ging fiel mir auf, daß ich lächelte

Kleinvieh

Ein relativ neues Thema (für mich) ist Plastikvermeidung beim Kleiderkauf. Neu deshalb, weil es bisher nie schwierig gewesen war, ein Unterhemd, ein T-shirt, eine Jeans oder eine Unterbüx zu kaufen – bzw, es war schwierig, aber aus anderen Gründen (Paßform, Farbe…. Geschmacksfragen halt). Erschwerend kommt nun neu hinzu, daß es kaum noch möglich ist, ein Kleidungsstück ohne Mikrofaser-/Elasthan- /Polyacrylanteil zu kaufen. Die letzte Jeans habe ich gezwungenermaßen mit Stretch-(also Plastik-) anteil gekauft; ich war durch X Läden, und es gab keine Nur-Baumwoll-Jeans, die mir auch nur ansatzweise gepaßt hätte. Auch der Unterhemdenkauf hat sich vor Jahren schon schwierig gestaltet: Mikrofaser überall, und die mag ich nichtmal anfassen, geschweige denn überziehen!! Ich habe dann einen großen Stapel gekauft, als ich welche aus 100% Baumwolle fand, nehme aber an, daß das Problem nicht kleiner geworden ist, wenn ich in zwei oder drei Jahren wieder los muß, um Ersatz zu beschaffen (ewig hält auch Baumwolle nicht) Und auch Unterbüxen machen inzwischen nicht mehr nur ihrer Form wegen Probleme, sondern auch noch, weil sie aus reiner Baumwolle sein sollen. Die Plastikanteile sind nämlich nicht nur deshalb problematisch, weil sie das recyceln der Stoffe und das kompostieren erschweren, sondern auch, weil mittlerweile 35% des Mikroplastik, das sich in unseren Meeren tummelt, aus Textilien stammt, wie ich las.
Mir ist durchaus klar, daß auch Baumwolle nicht unproblematisch ist (ich sag nur: Herbizide!! Wasserverbrauch!!!) Möchte frau aber auch noch bio kaufen, wird der Kleiderkauf schier unmöglich: vor Ort „geht nicht wegen gibt’s nicht“, im Netz mag ich nicht, denn ich möchte anprobieren, und gefallen tut mir eh das meiste, was da angeboten wird, nicht.Aber es gibt noch ein anderes Problem: nämlich, daß ein kleiner Kunstfaseranteil die Sachen deutlich haltbarer macht, ohne diesen Anteil aber, weil inzwischen offenbar „exklusiv“, sehr teuer.  Diese Problematik hat sich in diesem Beispiel für den Herrn F. gezeigt:
vor nichtmal anderthalb Jahren hat er viel Geld in gute Naturfaserkleidung gesteckt: einen horrend teuren Schurwoll-Pulli, und ebenso überteuerte teure reine-Wolle-Socken, mehrere Paare. Letztere waren schön, waren bequem, alles gut. Aber dann – waren sie nach kürzester Zeit am kaputtgehen! Die Socken haben nicht mal ein Vierteljahr gehalten, dann hatten sie riesige Löcher, unstopfbar. Und der Pulli bekam nach gerade mal einem Jahr des Nicht-Dauertragens fadenscheinige Stellen an beiden Ellbogen.

Immerhin haben wir eine Lösung für Letztere gefunden:

Die Socken aber sind im Müll 😦 Und ehrlich gestanden bin ich wirklich nicht sicher, ob ich bereit bin, für mich etwas so teures zu kaufen, das dann so kurz nur tragbar ist. Denn erstens habe ich gern Dinge lange um mich, zweitens bin ich ein absoluter Einkaufsmuffel, und drittens tut es mir einfach leid um die in großen Teilen ja noch guten Sachen. Da ich aber selbst nicht nähen kann und will, gebe ich auch so schon Zeit und Geld dran, Sachen zum flicken zu bringen. Das nach so kurzer Tragezeit bei so teuren Dingen wie diesem Pulli zu tun, das widerstrebt mir sehr.

Letztens habe ich mir aber dann doch eine Reine-Wolle-Filzjacke gekauft, für viel Geld, von Ivanhoe. Man darf gespannt sein, wie lange die hält – allerdings „fürchte“ ich, lange *gg* – weil sie sehr hübsch ist, aber längst nicht so warm, wie ich von Filz erwartet hatte. Und schon neige ich dazu, meine Notkauf-Plastik-Fleecejacken mehr zu tragen als die gute Wolljacke…. Notkauf, weil es seit Jahren nirgends mehr Sweatshirtjacken (aus Baumwolle) ohne Kapuze gibt und meine alten auf waren.

 

Kurzkiek

Gestern bei schönem Sonnenschein waren alle drei Völker ordentlich unterwegs – Zeit für uns, zum ersten Mal reinzuschauen. Dr Plan lautete: leere Waben entfernen, gucken, ob noch genug Futter da ist.

Ja, der Plan….

tatsächlich konnten wir konstatieren: es sieht gut aus wie nie: Sternchen und Mondvolk besetzen alle Waben, und alle Waben sind auch voll – bis hinten mit Nektar! (in der Mitte sitzt die Brut, daß die vorhanden ist, sehen wir ja an den Pollitas) Wenn da 2 volle Futterwaben sind, dann ist das allemal genug (zumal erfahrungsgemäß auf der anderen Seite des Brutnests auch nochmal mindestens 1 Futterwabe sitzt) Also haben wir nicht weiters was aufgemacht, alles gut.

Kringelchen haben ja nur 5 Waben, eine davon war auch noch abgerissen, da konnten wir also nur hinten rein gucken, denn zum alles kaputtmachen (was wir müssen, um die reparierte abgerissene Wabe rauszuholen) ist es noch zu kalt. Aber auch sie hatten die dicke hinterste Wabe voll mit Futter, auch sie haben Brut.

Wunderbar soweit, es fragt sich, wann der rechte Zeitpunkt für eine richtige Durchsicht und Wabenerweiterung ist; wenn die so weitermachen, muß auch schon bald der Honigraum drauf, denn obwohl wir es fast nicht glauben können, sind wir doch Beide der Meinung: der offene Honig ist frischer. Sieht ganz so aus, so hell, glitzerig und die Deckelchen, wo welche draufsind, auch ganz neu und nicht eingesunken….

So war das

Geschätzt 350-400 DemonstrantInnen (Fotos: das wirkt wenig, weil die Fläche sehr groß war, auf die sich das verteilte – eine laaaange Auffahrt zur Mühle und ein breiter Platz davor, außerdem noch längs der Straße. Unheimlich die vielen PolizistInnen, alle martialisch in schwarz mit Schußwesten und Helmen. Dabei war nix (agressives) los, nur Trillerpfeifen und Sprechchöre. Für mein Empfinden war es gut, daß so viele DemonstrantInnen da waren. Ich glaube nicht wirklich daran, daß sich die AfD „schon von selbst erledigt“ (Zitat Nachbar), denn sie ziehen ihr Potential aus der Angst vor Veränderung. Und ich denke, daß sich Vieles in den nächsten Jahren verändern wird, nicht nur zum Guten. Doch hilft das abschotten gegen alles Neue Niemandem weiter, das schüren der Ängste nicht und einfache Lösungen wird es, ganz gegen deren Propaganda, wirksam nicht geben. Deshalb denke ich, daß es nötig ist, etwas zu tun, damit sie nicht tatsächlich zur Volkspartei mutieren können.
Allerdings hätte ich lieber FÜR als GEGEN demonstriert (oder zumindest für UND gegen, aber dies war halt ausschließlich eine GEGENdemo, das wussten wir ja auch vorher) und lieber gegen Pegida als gegen die AfD – aber auch Denen (und denjenigen, die sich dort nicht öffentlich zeigen, aber sympathisieren) möchte ich zeigen, daß sie halt NICHT „das Volk“ repräsentieren, wie sie es immer für sich reklamieren. Das ist auch ein Grund, aus dem ich es für richtig halte, dorthin zu gehen – weil diese Leute dazu neigen, sich umso stärker zu fühlen, je weniger der Wind ihnen ins Gesicht bläst. Und zu proklamieren, daß Alle ihrer Meinung sind, wenn nicht deutlich ist, daß das nicht stimmt. Und weil unsere Politiker viel zu sehr auf die Schreihälse hören – also müssen wir, die wir anderer Meinung sind, auch Laut geben und in der Öffentlichkeit sichtbar sein. Ich weiß ja auch von mir selbst, daß ich erleichtert bin, wenn ich von GegendemonstrantInnen lese oder höre und mitkriege, daß deren Zahl höher war als die der Rechten, die sich versammelten.
Auch in Westerholz war das so: ich schätze etwa 50 BesucherInnen der Veranstaltung. Größtenteils die Sorte „braune Feincordhose und weißes Hemd“ (Mann, die Mehrheit) oder „marineblaues Kostüm, weiße Bluse und Halstüchlein“ (Frau), Ende fünfzig bis Mitte sechzig. Leider habe ich auch einen Laden-Kunden gesehen.

Ich persönlich muß feststellen, daß demonstrieren mir keinen Spaß macht. Ich bin allergisch gegen gleichgeschaltete Menschenmengen, sogar, wenn ich ganz auf deren Wellenlänge liege. Sprechchöre verursachen bei mir Übelkeit, und wenn ich merke, daß es mehr werden, die sich anschließen, rücke ich ganz automatisch weg und distanziere mich innerlich. Ich glaube, daß das immer noch die Folge von einer Art Klein-Trauma meiner Jugendzeit ist: irgendwann hatte ich Originalaufnahmen aus der Nazizeit gesehen – in demselben Film sowohl welche von den lebenden Leichnamen bei den KZ-Befreiungen als auch Bilder von den jubelnden Heil-Hitler-Menschenmassen. Das hat mich damals tagelang nicht losgelassen und nachhaltig beeindruckt – für Massendynamik bin ich offenbar nach wie vor unempfänglich. Allerdings reagiere ich leider schon immer heftig auf wabernde Stimmungen, und da war natürlich vieles, was da waberte …. dementsprechend ging es mir zwischenzeitlich mal richtig schlecht, so daß ich dachte „Das kann ich nicht! Nie wieder!!“. Aber ich habe dann hier und da mal geschnackt, unter anderem auch mit einer Polizistin, und dann ging es auch wieder.

Übrigens: der Herr Habeck war auch da, wie es schien so privat, wie das ein Herr Habeck so kann. Das finde ich richtig gut, denn sonst war bis auf einen Lokal-SPDler (die SPD hatte diese Gegenveranstaltung angemeldet) Niemand von der Polit-Prominenz zu sehen. Und auch Niemand vom NDR, geschweige denn von anderen Sendern. Ich hoffe zumindest auf einen Bericht in der Zeitung….. schließlich würde mich schon interessieren, wie die offiziellen Zahlen lauten und was es sonst zu berichten gab, was ich nicht mitgekriegt habe.


Heute, im Netz gut versteckt, Folgendes: 50-60 AfDlerInnen, 300-400 DemonstrantInnen, 150 PolizistInnen, weil sich die Antifa angekündigt hatte. Waren auch da, ein kleiner „schwarzer Block“ von vielleicht 30 Leuten. Drei Anzeigen, eine davon wegen Körperverletzung (Antifaler -> Polizist) Es muß ganz zu Beginn kleinere Rangeleien um die Räumung der Zufahrt gegeben haben, da waren wir noch nicht da.

Edit: In den Kommentaren wurde noch ein Link zu einem ausführlichen Bericht gepostet, danke dafür: *klick*

Raus aus die Pantoffeln….

Erstmals seit den Friedensdemos der 80er ist für mich heute wieder demonstrieren angesagt: die AfD hat umme Ecke die olle von Storch eingeladen (ja, eingeladen. Rein kommt nur, wer sich vorher eine Einladung per Mail erfragt): Wahlkampfauftakt in Schleswig-Holstein in der schönen Westerholzer Mühle 😦

Am späten Nachmittag gehts los (17 Uhr Treffen, um 18 Uhr Einlaß bei der Mühle). Ich bin sehr gespannt, wie viele Menschen dort (auf beiden Seiten) sein werden und wie sich das gestalten wird. Vielleicht liest ja noch Jemand mit, der oder die Zeit und Meinung dazu hat.

 

Will wer was…

…für die Bienen tun? Klar! In allen Zeitungen werden sie derzeit gehypt, modern sind sie! Jeder mag Bienen, fragt man in die Gegend, wenn nicht „persönlich“, dann doch als Prinzip, sozusagen 😉 Prima, eigentlich!

Dann gucke ich in die Vorgärten und sehe: Kiesaufschüttungen. Pflastersteine. Möblierung. „Pflegeleichtes“ Gestrüpp ohne Blüten.

Dann lausche ich ins Dorf und höre: Kettensägen.
Gekappte Großbäume überall, gekappte Linden, Buchen, Birken gar! Baumtod auf Raten, weil diese Baumarten das nicht abkönnen.

Dann schnuppere ich und rieche: nichts. Sofern nicht grad Gülle gefahren wird. Weil da kein Heu trocknet, keine Blüten in die Nacht duften.

Dabei wäre es so leicht! Pflegeleicht sogar – einfach alles ein wenig in Ruhe lassen. Wachsen lassen. Nicht mehr wöchentlich den Rasen mähen, sondern zweimal im Jahr. Da wachsen dann an manchen Orten auch Brennesseln. Oder Disteln. Aber genau über die freuen sich die Bienen (Schmetterlinge/ Vögel/ Käfer/ ……….) Und die zweimal sind natürlich etwas aufwändiger, ersparen aber unzählige andere Male! Ich zB mache es so, daß ich die Plätze mähe, an denen ich sitzen oder liegen möchte und deren Zuwegungen. Der Rest ist in meinem Garten hohes Gras (weil: dunkel, unter den großen, ungekappten Buchen)
Auch die Staudenbeete kann man ruhig in Ruhe lassen, gucken: welche Pflanze mag diesen Ort – die wächst. Die anderen, die man dauernd schützen oder nachpflanzen müsste – gehen lassen. Die, die bleiben, sind allermeistens prima für die Insekten, weil es robuste, unkomplizierte Sorten sind, die oft ungefüllte und nektarbietende Blüten haben.
Belohnt wird der faule Gärtner durch große Blütenfelder – ich mache das seit Jahren so (seit wir die Bienen haben fällt deutlich weniger Zeit zum zupfen und rupfen ab). In meinen Staudenbeeten ist das wichtigste und arbeitsintensivste, einmal im Jahr von den Rändern her den Giersch dran zu hindern, hineinzuwachsen. Ansonsten merke ich, wenn mir etwas so nicht mehr taugt und mache dann erst was. Im letzten Jahr habe ich zB ein riesiges Asternfeld ausgegraben, weil die Astern an dieser Stelle eh selten zur Blüte kamen, aber alles andere verdrängten. Nun werde ich sehen, wer sich den Platz erobert, der dadurch frei geworden ist. Da überall Saat ist und Zwiebeln eh, siehts bereits jetzt nicht mehr leer aus. Und immer, wenn ich so rumlaufe, zupfe ich hier, da und dort Grasbüschelchen aus. Achja, und an einigen Stellen muß ich dicke Laubschichten entfernen. Die dünnen auf den größten Flächen dürfen bleiben. Das wars.
Dann noch drauf achten, daß irgendwo ein Reisighaufen rumliegt (und liegenbleibt, mit Nachschub immer mal) , und sollte man einen Baum oder Strauch pflanzen, sich vorher informieren: wer paßt und ist möglichst noch insektenfuttertauglich. Schon hat man zwar keinen Gottweißwie anspruchsvollen Naturgarten mit X unterschiedlichen Biotopen für jedes einzelne Insekt – aber doch einen Garten, der vielen Insekten und Vögeln und Pflanzen und Kleinsäugetieren Heimat bietet.

Das ist dann gar nicht so viel arbeitsintensiver als ein Kiesschüttgutvorgarten mit Gabiolen oÄ: wenn der nicht nach ein bis zwei Jahren nur noch verwahrlost aussehen soll, muß man Laub einsammeln, Unkraut zupfen, was gegen Grünalgen tun (will heißen: Dampfreiniger oder Giftspritze) Als Minimum. Wenn das viele Menschen merken und es wagen würden, ihren Garten unordentlich sein zu lassen, dann gäbe es ein wenig Hoffnung für die derzeit massiv einbrechende Insekten- und Vogelpopulation auf unseren Dörfern. Und auch die Bienen müssten wir Imker nicht, wie in den letzten Jahren immer öfter, zwischen Raps und Linde mit Zuckerwasserfütterungen am Leben halten, weil sie mangels Blütenangebot sonst verhungern würden. Und das wiederum müsste doch Ansporn sein für all Die, die wenn nicht die gehypten Bienen, dann doch Igel, Fledermäuse oder zumindest niedliche Eichhörnchen und buntschillernde Schmetterlinge wieder öfter hüpfen und flattern sehen wollen!?
Und stellt Euch vor, dann würde auch noch die Landwirtschaft umgestellt oder zumindest würden endlich die Subventionen auf andere Füße gestellt (nicht nach Fläche, sondern nach Qualität zB)

Hoffen und harren hält manchen zum Narren, ich weiß. Aber träumen muß erlaubt sein, wenn ich demnächst, wenn der Frühling richtig kommt, wieder meinen Bienen zuschaue, hier und da ein Vogelnest entdecke, vielleicht ja sogar mal wieder einen Molch oder einen Kolibrischwärmer sehe und abends die Fledermäuse ums erleuchtete Wohnzimmerfenster flitzen……. ich jedenfalls versuche, meinen Garten so zu gestalten, daß möglichst viel davon noch möglichst lange zu sehen sein wird.

 

 

Hier werde ich geholfen!

Oft habe ich so irgendwie-unkonkret-nichtformulierbar-ungute Gefühle bei irgendwelchen Sachen, die so um mich herum vorgehen.
Leider nicht immer, aber immer wieder einmal geschieht es, daß ich ein paar Tage später irgendwo im Netz einen Artikel oder auch „nur“ einen Kommentar lese, der genau dieses ungut-wabernde in klare Worte faßt und mir im besten Fall auch noch begründet, warum sich das für mich so ungut anfühlte. Meist schreibe ich dann einen dankbaren Kommentar *g*

Ein Superbeispiel ist mir jetzt erst untergekommen:  die Sache mit der Präventivhaft für Gefährder. Immer, wenn ich davon hörte, fühlte sich das ungut an, waberte irgendwie als leichtes Schaudern durch den Körper – aber so recht fassen konnte ichs auch nicht. Erst recht nicht formulieren oder gar begründen. Denn wäre es nicht eigentlich gut zu finden, wenn Leute, die im (konkreten) Verdacht stehen, Böses im Schilde zu führen, aus dem Verkehr gezogen werden?
Dann kam ein neusprech-Beitrag in meinen Reader, und jetzt weiß ich, was ich fühle und sogar warum 😉

DARUM ist das ungut! (klick)

Dankeschön an Euch da draußen, die Ihr nachdenkt, klarer seht als ich und Euch die Mühe macht, zu recherchieren!!


Einige Tage später bin ich noch über das neue „Gemeinsame Zentrum zur Unterstützung der Rückkehr“ gestolpert. Hört sich ja auch nicht schlecht an – WENN man schon weniger Fremde hier haben will, dann diejenigen zu unterstützen, die zurückkehren wollen. Aber Pfeifendeckel: in diesem Zentrum sollen Sammelabschiebungen organisiert werden! Da wusste ich zwar gleich, warum ich das ungut finde, das musste mir Niemand erst erklären – aber was soll das, die Leut‘ mit solchen Worthülsen, die sich netter anhören, zu ver**schen??

Des Herrn Zimmer

Dies ist die Fortsetzung von hier

2006 bis 2007: noch wohnte ich allein im Haus, da habe ich – und hat der Herr F., immer, wenn er zu Besuch war – Tapeten abgekratzt, den Fußboden von den Faserplatten, die draufgeschraubt waren, befreit, die Leimfarbe unter den Tapeten abgekratzt …. der Herr F. bekam zum Geburtstag die renovierte Vitrine in der Rigipswand. Ich hatte, damit er’s auch merkt, ein großes Herz drumherum gemalt (das Bild ist leider nirgends auffindbar) und einen Pfeil aus brennenden Teelichtern auf dem Boden darauf zeigen lassen (man sieht sie noch auf dem Leimfarben-Kratz-Foto in der Nische stehen) – aber er hat es trotzdem nicht gemerkt, sich aber sehr über das Herz gefreut *gg*

Direkt nach dem „Umzug des Grauens“ im März 2007 (glaube ich) – aber der ist eine andere Geschichte, muß ich Euch unbedingt mal von erzählen!! – war das 1. freie Wochenende dem Bodenschleifen gewidmet. Flur und des Herrn zukünftiges Zimmer. All das sieht man in dieser Diashow:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und dann, als alles fertig war, konnten wir streichen und der Herr F. konnte sein Zimmer beziehen:

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Das mit dem Sofa musste sein, weil sein altes nach dem Umzug – muß feucht geworden sein – nicht mehr zu stinken aufhörte. Schwund ist immer….. aber ehrlich gestanden war das 50er-Jahre-Teil zwar hübsch, aber auch unbequem 😉

Ja, und damit ist endgültig Schluß mit dem tag „Umbau ’06“ – und, glaube ich, insgesamt mit den alten Renoviergeschichten….. ich denke, Alles ist jetzt hier im Blog zu finden. Und derzeit gibt es keine größeren Vorhaben, auch wenn hier und da schon wieder ein kleiner Renovierungsstau Fuß fassen will…..

Geburtstagsgruß

Er speist vergnügt sein Leibgericht,
und in den Nächten wälzt er nicht
schlaflos sein Haupt, er ruhet warm
in seiner treuen Gattin Arm.

Heinrich Heine

Dies schöne, heitere und zufriedene Lebensgefühl wünsche ich Dir, liebes Geburtstagskind, fürs nächste Lebensjahr (und gern auch alle weiteren)

Purzelbaum

Vorhin habe ich einen Purzelbaum geschlagen. Den ersten seit mindestens zwanzig Jahren. Mir war so danach, und ich wusste garnicht, ob ichs noch kann. (Ich kann)
Danach hab ich noch ’ne Rolle rückwärts versucht. (Geht auch)