Leise rieselt….

… nein, nicht der Schnee *gg*

Es rieseln weiße Blütenblätter der Mirabellen! Schon jetzt! In der Nacht zum 1.4. hat es heftig gefroren, seitdem ist kein Halten mehr.

Und auf dem Weg zum Frauen-Doko-Turnier am letzten Wochenende sah ich auf einem Feld tatsächlich Raps, der schon Knospen hat, die sich gelb zu färben begannen. Ob der den Frost überstanden hat? Auf den anderen, „normalen“ Feldern beginnt der Raps sich aus den Rosetten zu erheben, auch das viel zu früh! Ich finds toll (wie ich alles toll finde, was mit Wärme und Sonnenschein zu tun hat), aber für die Insekten taugt das nicht! Mal sehn, wie das sich weiterentwickelt.

Mit den Hummeln – das ist nicht so einfach! Erstmal das grundsätzliche: man darf Hummeln nicht der Natur entnehmen! Also bin ich halb-brav. Ich gucke nur in meinem Garten, in dem sie eh fliegen. Und ich schaue natürlich, ob sie gerade auf Nistplatzsuche sind. Das kann man recht leicht erkennen: Hummelköniginnen, die suchen, fliegen dicht über dem Erdboden langsam herum und setzten sich immer wieder hin, kriechen hier unter ein Blatt, dort in einen Spalt….. weil sie eben nach einer geeigneten Höhlung suchen. So eine Hummel muß erstmal gefunden werden, dann auch gefangen – was auch nicht so leicht ist. Oft sehe ich welche an Blüten, aber da weiß ich dann ja nicht: stärkt sie sich zur weiteren Suche – oder hat sie schon ein Nest! Solche Hummeln möchte ich nicht beim Aufbau ihres Nestes behindern, auch nicht für die 20 Minuten, die einem Fang folgen: ich fange sie in einem Filmröllchen (zum Glück hab ich von denen noch einige, Ihr wißt schon, diese schwarzen, in denen früher, als man noch Filme in Fotoapparate einlegen musste, die Filme aufbewahrt wurden ….), dann gehts ab zum Nistkasten. Rein läuft Frau Königin von allein, schließlich möchte sie raus aus dem Röhrchen – dann schnell ein Klötzchen vor den Eingang. Zwanzig Minuten wird sie zwangsinhaftiert, um sich im Kasten umgucken zu können und hoffentlich festzustellen: „Och, das wäre ja geradezu i-de-al für meine Nachkommenschaft hier!!“ Dann weg mit dem Klötzchen – und bisher geschah nach wenigen Minuten dies:

Aber dann – stracks Abflug, weg!

Würde der Kasten gefallen, würde die dicke Königin sich auf ihn einfliegen: in immer größer werdenden Kreisen um ihn herum fliegen, um ihn wiederfinden zu können.

Drei Versuche hatten wir bislang, aber keine Königin mochte den Kasten annehmen. Nuja, ich habe bereits von Anderen mitgekriegt „die siebte blieb“. Oder auch nicht.

Wenn nicht, bleibt ein Trost: bei den langen Verfolgungsjagden zickzack durch den Garten habe ich gelernt, was Hummelköniginnen gefällt: Erdlöcher. Oder Spalten zwischen Steinen. Böschungen. Auch meine Totholzhecke vom letzten Jahr, die schon ein wenig zusammengesackt ist und unten mit angewehtem Laub bedeckt. Da drin suchen sie auch nach geeigneten Höhlungen, vorzugsweise dort, wo die Chance am kleinsten ist (das Gestrüpp am dichtesten liegt), aber auch der Schutz am größten, sollte sich eine Kuhle finden, die groß genug ist. Also werde ich gezielter gucken können, um vielleicht doch endlich mal den Eingang zu einem natürlichen Nest zu finden.

Aber noch haben wir Zeit – bisher waren wenige Hummeln unterwegs, doch ich habe auch schon eine mit Pollenhöschen gesehen. Die hat schon ein Nest mit Brut irgendwo angelegt, sonst bräuchte sie keine Pollen zu sammeln.

Abwarten und weiter gucken….

 

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Wenn Einer Äpfel und Birnen hat, sei sicher, daß er sich nach Quitten sehnt

Aus Armenien.

Isso. Oft genug jedenfalls.

Mir fallen da grad meine Haare ein, nur so als Beispiel, weil ich just beim Friseur war: Ich habe viele davon – so viele, daß es bei jedem Friseurbesuch irgendwann heißt „Sie haben aber auch wirklich viele Haare!!“ Sie sind so „straßenköterblond“, daß die grauen/ weißen erst langsam aufzufallen beginnen, obwohl ich schon 53 bin. Und sie haben genug Wirbel, daß sie nie platt rumliegen, sondern sich auch ohne fönen so hinlegen, daß es meistens ganz okay aussieht.

Äpfel und Birnen zu Genüge!

2017: „lang“ Viel länger wirds nicht.

Aber ach – sie wachsen nie so lang, daß man eine wirklich hübsche Hochsteckfrisur hinkriegen kann, vorher splissen sie kaputt. Aber sie sind auch zu viele, daß eine kurze Frisur so schön fransig aussieht wie bei anderen Frauen- bei mir sieht’s immer sehr brav stufig aus. Und, das schlimmste: keine Locken! Nirgends!

Quitten, Zwetschgen und Bananen!!! *gg*

Okay. Das ist wahrlich ein Beispiel mit wenig Leidenspotential 😉  aber so ist es immer wieder in allen möglichen Bereichen. Kennt Ihr sicher auch, oder?

Mein Aprilvorsatz: Äpfel und Birnen genießen!
Im April bedeutet das wahrscheinlich vor allem: Sich nicht nach warmen Sommertagen sehnen, sondern sich über die frühlingshaften freuen, darüber, was alles schon blüht und daß es schon (hoffentlich) Tage gibt, an denen draußen zu sein Spaß macht!
Sich darauf konzentrieren, wie lang so ein Vormittag vor der Arbeit ist und was frau da alles machen kann, wenn sie um sieben schon hoch ist (heute prompt um acht, der Zeitumstellung sei Dank….) statt sich nach den Zeiten zu sehnen, zu denen ich um halb zehn erholt gemütlich aufstand (und mir wünschte, ich wäre früher wach und hätte mehr vom Tag, logo *g*. Jetzt bin ich’s, aber eben nicht erholt….)
Die klare Luft an sonnigen Tagen zu genießen, statt sich an einen wärmeren Ort zu wünschen.

Wenn das gelingt, dann gibt es demnächst ein „Motto des Monats“.
Und vielleicht macht ja die und der ein oder andere mit und läßt auch Quitten Quitten sein 🙂

 

Rote Samtmilbe

Diese kleinen, roten Viecher gabe es früher, als ich Kind war, in Massen – ich erinnere mich noch, wie sie auf den Gehsteigen herumliefen.

Jetzt (oder hier? Es ist Zeit vergangen, aber ich lebe auch 650km nördlicher….) sehe ich sie eher selten, aber derzeit häufiger – was mit den Infos bei Wikipedia übereinstimmt:

Diese Milbenart ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas beheimatet. Sie ist in verschiedenen Lebensräumen wie in der Wüste, im Wasser, zwischen Felsen, in Gärten, im Mehl und in den Teppichen sowie in trockenem Holz, in der Bodenstreu von Mischwäldern, Moos und Laub anzutreffen, besonders im Frühling tritt sie vermehrt in Buchenwäldern am Boden auf.

Größenvergleich – das Erdklümpchen, auf dem das Spinnentier sitzt, war etwa einen Zentimeter lang …. obwohl die rote Samtmilbe mit bis zu 4mm Länge eine der Größten Milben ist, ist sie so klein, daß mir das Furchenmuster auf ihrem Rücken ohne Foto niemals aufgefallen wäre.

Interessant finde ich diesen Wikipedia-untypisch fast schon emotionalen Teil des Artikels über die rote Samtmilbe:

Der Umweltschutz beginnt im Boden, er ist einer unserer wichtigsten Ressourcen, ein Lebensraum für nützliche Pflanzen und Tiere. Darunter zählt auch die Rote Samtmilbe, die einen wichtigen Teil dazu beiträgt, dass der Boden gesund bleibt. Deshalb ist das Vorhandensein der Roten Samtmilbe für das Klima und für die Vegetation des Bodens extrem wichtig. Die Rote Samtmilbe ist ein Teil einer Gemeinschaft der Bodengliederfüßer, die für die Aufspaltung des Bodens und für den Erhalt der Bodenstruktur im gesamten Ökosystem eine wichtige Rolle spielt. Vor allem verspeist sie schädliche Insekten und ernährt sich unter anderem auch von Pilzen und Bakterien und regt somit den Aufspaltungsprozeß des Bodens an. Des Weiteren wird die Rote Samtmilbe von den Gärtnern als sehr nützlich angesehen, da sie im erwachsenen Alter die Eier und die Larven der Blattläuse vertilgt.

freitags für die Zukunft

Nicht „auf der Straße“, sondern in einem Naturgarten – schon lange VOR Beginn der Schülerdemos gesehen. Ist durchaus kompatibel (der Garten mit den Demos) 🙂

Heute „streiken“ sie wieder, die jungen Leute. Immer freitags, immer „für die Zukunft“

Inzwischen habe ich verstanden, für was sie auf die Straße gehen – das hat eine ganze Weile gedauert, weil ich zu Beginn nur Allgemeinplätze auf den Schildern las, nur Wortblasen in den kurzen Interviews hörte. Oder „gegen“s, nicht „für“s. (Gegen den Kohleabbau, gegen ein „weiter so“ ) Außer „für das Klima“ – najaaaaaa …. ein ganz winziges bißchen konkreter dürfte das schon sein – Atomkraftwerke sind auch klimafreundlich. Also, nur zum Beispiel mal. *gg*

Inzwischen aber haben sie ein wenig konkretisiert, worum es ihnen geht, und ich finde toll, was sie auf die Füße stellen, jede Woche wieder – und in welchen Mengen (mehr als 1,5 Millionen letztens), in wie vielen Ländern (120, laut „Time“)!

Schade finde ich nach wie vor, daß sie das in der Schulzeit machen. Anfangs konnte ich die Gründe einigermaßen nachvollziehen und glaube tatsächlich, daß sie das auch richtig eingeschätzt haben: ohne die „Schulschwänzdebatte“ hätte man sie einfach totgeschwiegen. Inzwischen denke ich, dies Argument zählt nicht mehr – und sie könnten viel mehr Leute mobilisieren, wenn sie ihre Demos auf den späteren Nachmittag legen würden. Kann doch nicht schaden, arbeitende Menschen mit einzubeziehen!?

Trotzdem kann ich die Selbstgefälligkeit, mit der die Herren und Damen, die normalerweise in der Öffentlichkeit vornan stehen, das Geschehen kommentieren, nur erbärmlich finden: Streik dürfe man das nicht nennen, weil das Wort den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen bezeichne, so wortklauben die einen. Die anderen sprechen den Jugendlichen das Recht auf Protest ab „weil sie nicht alle globalen Zusammenhänge verstehen können“. Und die nächsten hängen sich am Schulschwänz-Thema auf und lassen das, worum es geht, links liegen.

Daß die SchülerInnen und StudentInnen sich durch sowas nicht entmutigen lassen, finde ich gut. Ich hoffe, sie beweisen langen Atem, auch wenn sie nicht mehr jede Woche die große Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben und auch, wenn es wieder mal seeeeeeeehr lange dauert, bis sich was ändert. Und ich hoffe, sie machen mehr als demonstrieren: ich hoffe, sie alle ändern bei sich selbst daheim im kleinen, was sie ändern können. Lassen sich nicht vom Mutti-Taxi überall hin chauffieren, sondern setzen sich aufs Rad. Nehmen sich auf die Demo eine Trinkflasche mit, statt sich zum aufwärmen in der Bäckerei Kaffee im ToGo-Becher zu kaufen. Gucken sich mal den Fellbüschel an ihrem Mantelkragen an und kaufen das nächste Mal keine 100%-Polyacryl mit Echtfellkragen. Nur mal so als Beispiel.

So viel dazu, wie ich ganz persönlich diese „jungen Demos“ sehe – wer ein paar mehr Fakten möchte und ein gut fundiertes Plädoyer für mehr Respekt für sie und ihre Anliegen lesen mag (das mich zu diesen Zeilen veranlaßt hat), der klicke hier

 

 

Insektennisthilfe – was taugt?

„Kaum nutzbar“ seien die meisten Baumarkt-Insektenhotels, schrieb ich gestern.

Aber was ist sinnvoll – worin mögen Wildbienen nisten? Und was ist nur billiger Füllstoff, vielleicht hübsch anzusehen, aber sicherlich nicht bewohnbar (außer vielleicht von ein paar Ohrenkneifern und Asseln)?

Diese Grafik stammt von Dr.Wolfram Eckloff, der mir netterweise erlaubt hat, sie hier zu benutzen – und mehr noch: er freut sich über Verbreitung!

Wer selber bauen möchte:

  • Hartholz, (ob entrindet oder nicht, darüber streiten sich die Geister, entrindet ist aber wohl besser),
  • Bohrungen immer seitlich (also senkrecht zur Faser, nicht ins Hirnholz)
  • mindestens eine Bohrerlänge tief (besser: extralange Bohrer, die allerdings, wie ich feststellen musste, schwer zu kriegen sind) und hinten geschlossen (also nicht DURCHbohren)
  • 2 – 9mm (am meisten 3 – 6 mm),
  • ausgefranstes unbedingt wegschleifen – die Wildbienen kriechen rückwärts rein und meiden splittriges Holz/ Bambus…., weil sie wohl instinktiv wissen, daß sie sich daran ihre Flügel verletzen könnten
  • aufhängen oder -stellen geschützt und sonnig.
  • Oder Röhrchen, siehe Grafik-Text. Kann man auch einfach in eine Konservendose eingipsen (also die Rörchen am Boden in etwas Gips oder Lehm stecken, damit die Vögel sie nicht so leicht rausziehen können. Und damit sie hinten zu sind)
  • Oder natürlich eine schöne Lehmröhre, wie wir sie letztes Jahr gebaut haben.

Zum Glück gibt es auch einige Hersteller von fertig zu kaufenden, sinnvollen Bienenwohnungen, hier sind sie aufgelistet: *klick*

Nicht vergessen: die allermeisten Wildbienen bauen ihre Nester eh in den Boden! Da helfen offene, gelockerte Bodenstellen, gerne sandig und sonnig gelegen, die in Ruhe gelassen werden. (Unsere Hummeln zB brauchen keinen Nistkasten von uns. Der ist eher für uns, damit wir mal so einem Volk zusehen können; ich hatte die letzten drei jahre vergeblich versucht, eines im Garten ausfindig zu machen. Normalerweise sind Hummeln mit einem alten Mausebau vollauf zufrieden, manche auch mit einer Höhlung in einem dicken, alten, nicht abgerasenmähten Grasbüschel oder einem Wandspalt; sie graben nicht selbst ….)

 

 

Hummelhummel….

Guckt mal, was da steht!!!! 🙂

Nicht zu erkennen? Okay, näher ran:

   

Es ist ein Hummel-Nistkasten! (Ein funktionaler – wetterfest, hummelgeeignet und mit Wachsmottenklappe, der auch noch gut aussieht? Das war nicht leicht zu finden! Die meisten sind, wie all die Baumarkt-„Insektenhotels“, schlecht gemacht und kaum nutzbar. Schade!!)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die große Klappe ist jetzt offen, damit eine nistplatzsuchende Hummelkönigin gucken gehn kann. Wenn sie eingezogen ist, wird die Klappe geschlossen, Ihro Majestät muß dann durch die seitliche Mottenklappe rein. Die ist erst mit dem Draht offengehalten, wird dann täglich ein wenig mehr geschlossen, bis die Hummelin sich dran gewöhnt hat, sie von außen öffnen zu müssen, um in ihr Nest zu kommen. Das ist deshalb gut, weil Wachsmotten, die ein ganzes Hummelnest zerstören würden, dadurch ferngehalten werden.

Auf dem letzten Bild sieht man einen Belüftungsschieber halb offen. Der bleibt erstmal drin; erst wenn die Tage warm werden, wird er gezogen, um guten „Durchzug“ zu gewährleisten. Alle Belüftungslöcher im Holzkasten sind mit feinem Gitter gegen die Wachsmotten abgeschottet.

Der Hummelkasten steht schattig, das muß sein, denn Sonne ist schwierig für die Tiere, die ja gern auch in Erdlöchern wohnen.

Ich bin sehr gespannt, ob Jemand einzieht – an den warmen Tagen Ende Februar haben wir schon zwei suchende Königinnen gesehen, aber es war noch SEHR früh, und der Kasten eh noch nicht da. Und seither war besch*** Wetter. Ich hatte, weil es kaum einen Tag nach Aufstellung des Kastens Sturm, Nachtfrost, Dauerregen für 14 Tage gab, die Klappen erstmal wieder geschlossen – Königinnen fliegen nicht bei 4° und Regen, und ich wollte nicht, daß sich eine Maus oÄ dort einnistet. Sobald das Wetter wieder gen „Frühling“ mäanderte, machte ichs wieder auf. Ich bin höllisch gespannt!! Aber selbst an den etwas sonnigeren Tagen letztes Wochenende habe ich nicht eine Hummel gesehen. (Also, nicht nur am Kasten nicht – insgesamt nicht)

Drückt die Daumen, daß es bei uns bald so aussieht:

Leider gibt es die Seite „Hummelfreund.com“, auf die am Ende des Films hingewisesen wird nicht mehr – der Betreiber ist verstorben. Wer mehr über Hummeln wissen möchte, kann unter Pollenhöschen gucken, außer einem Forum gibt es viel Wissen, auch einen Nistkastenvergleich – leider weiß auf schwarz, was ich sehr schlecht lesbar finde. Aber irgendwas ist ja immer 😉

 

 

Verwöhnt!!!!

Die Herren und Damen Amsel habe ich offenbar zu sehr verwöhnt – DAS kenne ich ja schon:

So bleibt ein Apfel lange liegen, nur wenn einige Tage kein Nachschub kommt, wird die Schale auch aufgepickt

aber DAS ist echt der Gipfel …. *ggg*

(Erkennbar? Das Kerngehäuse schwebt, ringsum freigepickt, am Stielansatz hängend mitten im freien Raum)

Der „Pilz des Jahres“ 2017 – auch im Fjonk’schen Garten!!

Beim Totholzmauer-abbauen sah ich diesen erstmal recht unscheinbar wirkenden Holunderast

Aber was ist da dran?????

Kurze Suche im Netz ergab:

es ist das Judasohr,

Auricularia auricula-judae

ein häufiger Pilz, der sich gerne am Holunder aufhält und deshalb sogar auch „Holunderpilz“ genannt wird. Sieht witzig aus, gell?

Was ich da so genau fotografiert habe ist allerdings die Unterseite. Das wusste ich nicht, weil mir der Ast erst aufgefallen ist, als er schon am Boden lag. Die Oberseite sieht unscheinbar-glatt hutartig aus, man sieht es im verlinkten Beitrag.

Wo????

Hier jedenfalls nicht!

Was?

Sonne.

Herrlicher Frühling, Sonnenschein, 14° scholl es aus den Nachrichten – überall, bloß nicht bei uns: diesige Wolken, kalter Wind, 8°, so ists hier.

Aber die Frühlingsboten häufen sich:

  • heute sah ich Herrn und Frau Stockente wieder, die alljährlich um diese Zeit auf unserem Teich offenbar um die 14 Tage Urlaub machen 😉 Denn vorher und nachher sind sie niemals zu sehen.
  • Lerchensporn, Buschwindröschen, Lungenkraut, drei (DREI!! Wieder eines mehr!! Es geht rasant vorwärts mit der Ausbreitung ;-)) Leberblümchen, Osterglocken, Mirabelle, Weiden – alle blühen um die Wette und warten vergebens auf Bienen, Hummeln und Co
  • gestern: der erste Zitronenfalter in den 3-5 Sekunden Sonne, die immerhin hier und da noch zwischen den Wolken vorspitzten (heute: exakt 0 Sekunden Sonnenschein bis jetzt!!)
  • und ein Zaunkönig huschte mit Nistmaterial im Schnabel in meine Totholzhecke an der Grundstücksgrenze (das ältere Stück; das neue ist noch zu dünn und ungeschützt für so eine Zaunkönigsnestkugel, schätze ich)

Ich habe den Kompost versetzt. Für diese körperliche Arbeit war’s „warm“ genug, aber holla, jetzt schmerzen mit wieder die Hände…. leider hat sich das auch auffe Arbeit, neu, nicht geändert; scheint eine bleibende Schwachstelle zu sein und der erste echte Dauerschmerz (außer meinen Bauchweh. aber die hab ich schon so lange, die zählen gar nicht!!). Mist, denn Hände brauchts nun mal, die kann man nicht mal eben an freien Tagen schön schonen

Diesmal hab ichs aber hingekriegt, ohne Kröten oder Mäuse zu morden: die untersten 20cm Komposterde hab ich vorsichtshalber mit Schaufel statt Forke hochgenommen.

Aber nun sagt mal: wo ist „überall“? Ist bei Euch die angekündigte frühlingshafte Sonne mit zweistelligen Temperaturen angekommen?

Et jibt nix, wat et nit jibt

Was es zu meiner Überraschung offenbar auch gibt: den

WELTSPATZENTAG

Und der ist heute!

Warum?

Weil es immer weniger von den frechen Viechern gibt, so daß sie sogar auf der roten Vorwarnliste stehen.

Und warum das?

„Problematisch ist zum einen die Sanierung von Gebäudefassaden, zum anderen aber auch der Wohnungsneubau, der mit Flächenverdichtung und –verlusten einhergeht“, erläutert Anja Sorges, Geschäftsführerin und Pressereferentin vom NABU Landesverband Berlin. Wo Brutraum an Gebäuden fehlt oder die Sperlinge kein Nistmaterial mehr auf den großen Freiflächen finden oder ihre natürliche Nahrung aus Grassamen und Insekten knapp wird, fühlt sich auch der robusteste Haussperling auf Dauer nicht wohl.

(Zitat von berlin.nabu.de)

Also, laßt sie uns feiern, die kleinen Tschilper, die in Horden den Garten der Villa Fjonka bevölkern, die hier schon seit 14 Tagen eifrig an ihren Nestern bauen und dazu harte Arbeit leisten, um Pflanzenfasern und kleine Wurzeln aus dem Boden zu lösen und alte Staudenstengel abzubrechen! (Letzteres habe ich, die ich ja in diesem Jahr im Staudengarten so viele Staudenstengel wie möglich beim laubrechen stehen lassen habe, schon mehrfach beobachten können: da setzt sich so ein frecher Spatz auf den Stengel und arbeitet und zieht und flattert – bis das dünnere Ende abgeht, und er damit triumphierend abzieht)

Aber bitte – nicht nur feiern! Auch selbst dafür sorgen, daß sie wieder überall zahlreich tschilpen und hopsen, flattern und sandbaden und …………

Aber wie?

Nisthilfen schaffen ist eine Möglichkeit – zum Beispiel durch Spatzenhäuser an der Wand oder, viel, viel besser: durch Anlage von Hecken, durch stehenlassen alten Efeus (oder wilden Weins, bei uns wohnen sie da drin) an Hauswänden – denn im Gegensatz zu Nistkästen bieten die Kletterpflanzen nicht nur Nistplätze, sondern auch gleich Nahrung. Und da ist auch gleich die umfassendere Möglichkeit, den Spatzen zu helfen: dadurch, daß Ihr Euren Garten oder Balkon so naturnah wie möglich anlegt. Und, wenn Ihr dazu mutig genug seid: Euch bei Euch zuhause dafür einsetzt, daß das auch Eure Gemeinde, Eure Nachbarn, Eure Freunde, Eure Stadt endlich lernen 🙂

 

Repariert und ergänzt – nun glänzt und leuchtet sie wieder ….

Im Sperrmüll in FL gefunden. Genauso, bloß ohne Birnen

Daheim erstmal getestet: Funktioniert!

Dann bemerkt, was (außer einem Lampenschirm) fehlt:

Schutz für die Elektrik und der gesamte Aufbau, an dem sich der Lampenschirm überhaupt erst befestigen läßt. Aber hier sieht man, was mir gleich so gefallen hatte: die schönen Gravuren in Ständer, Halterungen und Fuß. Und die Füße *gg*

Also überlegt. Und gebastelt:

Links: Schutz für die Elektrik aus durchbohrtem Medikamentendosendeckel. Rechts: eine grad nochmal nicht entsorgte Metallschale mit Loch an der richtigen Stelle, farblich passend durch Edelrost (*räusper*)

Sieht jetzt schief aus, wird aber gerade, wenn erst die Gewindestange drin ist, die den Schirm halten wird. Zusammen mit weiterem Gebasteltem…..

Danach ist der Herr F. dran, er hat nämlich eingekauft (außer dem Schirm, den haben wir gemeinsam besorgt), und ich habe nicht so ganz kapiert, wie er sich das gedacht hat: Eine Gewindestange hat er gekauft, einen Winkel und Muttern. Das Werkzeug hatten wir zum Glück hier, eine Eisensäge und die Schraubenschlüssel. Los gehts:

Hier hat er schon den Winkel in zwei Platten zersägt.

Von oben hineingeknipst:

die Gewindestange führt durch Rostschale und Medikamentendosendeckel in das Gewinde. Nun eine Mutter und eine der Winkelhälften auf die richtige Höhe geschraubt (das mussten wir einige Male justieren), dann die zweite Platte und Mutter drauf – fertig.

Fast – denn ohje, das Gewinde ist schief! Und dadurch der ganze Lampenschirm!

Aber zum Glück reichte da ein ausgebranntes Streichholz – das wird auf der niedrigeren Seite dazwischengeklemmt, und schon ist alles schön gerade! Gewußt, wie!

Und nun – tadaaaaaaaa: Hier ist das ganze Prachtstück, fertig und mit angeknipsten Lampen.

A propos knipsen: was auch fehlt ist ein Schalter – wir werden den Stecker ziehen müssen. Wahrscheinlich gabs im fehlenden Aufbau ein Ziehschnürchen!? Und ein sinnvoller Platz für unsere alte, neue Lampe. Der  wird sich finden….

Kleinvieh

„Ich weiß jetzt, warum es nirgends mehr schöne Butterdosen gibt“, sagte der Herr F. gestern zu mir.

„Na?“, fragte ich

„Es braucht kaum noch wer eine Butterdose, die haben alle so eine Plastikdose mit Deckel auf dem Tisch, und fertig“

„Das ist Margarine, Butter kann man da doch kaum rauskriegen“

„Deshalb ist da ja auch Öl drin, zur besseren Streichfähigkeit in diesen Plastikdosen-Butterdingern“

„Echt jetzt???“

„Ja, bei uns auffe Arbeit bei den Mitarbeiterfrühstücken hab ich mir das angeguckt, für die ist das total normal – das nennen die alle Butter, das fällt denen garnicht auf! Und dann hab ich im Supermarkt mal geguckt, da ist alles voll mit diesen Plastikdosen.“

Kleinvieh, ja. Mit billigem Öl gestreckte Butter wird uns als verbessert angeboten, weil streichbar, und ist dadurch schön praktisch in viel Plastik verpackbar.

Des Herrn F. KollegInnen verkörpern für mich inzwischen den Hardcore-Scheißegal-Konsumenten per se. Käse, Aufstriche, Wurst – alles im Plastik auf den Tisch, und keinem fällts auch nur auf. Getrunken werden Energydrinks aus der Dose oder Zeugs aus Plastikflaschen, der Herr F. mit seiner Mehrweg-Glasflasche ist Exot. Hauptsache billig und praktisch. Und wir fragten uns erst gestern erneut: Sind wir wirklich sowas von in der Minderheit, ist DAS Normalität, trotz der täglichen Plastik-in-den-Meeren-Nachrichten, trotz „Friday for future“ und Volksabstimmung zum Artensterben?

Heute las ich dann in Pflanzwas‘ Blog diesen Bericht namens „Plastik- für manche kein Thema?“ und schlagartig war das gestrige Gespräch wieder präsent.

Wie ists denn bei Euch auf dem Frühstückstisch? Käsetresen und Fleischtheke oder Selbstbedienung, eingeschweißt? Butter im Plastikbecher oder aus dem Papier in die eigene Butterdose? Denkt Ihr drüber nach, oder greift Ihr zu, Hauptsache es schmeckt, oder habt Ihr vielleicht gerade wegen der vielen Berichte die Nase voll und ein „laßt mich doch in Ruhe“ im Kopf?


Ergänzung: bei diesem Text lohnt es die Mühe, auch die Kommentare zu lesen!!


EinaB- Thema!

Achateule

Ein beeindruckendes Portrait, finde ich! Das „Auge“ ist keins, sondern eine Zeichnung!

Der Falter saß reglos auf dem Fensterbrett – erst dachte ich, er sei schon tot, aber beim vorsichtigen anstupsen regten sich die Beinchen. Als ich versuchte, ihn auf den Finger zu bekommen, fiel er um und blieb auf dem Rücken liegen, sehr geschwächt anscheinend. Ich bekam ihn nicht anders aufgerichtet, als ihn bei den Beinchen zu fassen. Und dann hab ich auch gleich die Fotos gemacht, wenn schon…..

Dieses, von oben, ist nicht so gelungen, aber zum bestimmen hats ausgereicht. Als ich den Falter draußen hinsetzte, konnte er sich zum Glück wieder halten und auch wegkrabbeln, in den Schutz der Buchsbaumblätter.

Es ist eine Achateule, Phlogophora meticulosa. (Im verlinkten Beitrag sieht man das „Auge“ nicht, aber auf anderen Seiten schon. Dafür sieht man die Flügelzeichnung viel besser.) Ein Nacht- und Wanderfalter, dessen Sommergeneration aber wohl manchmal auch hier bei uns überwintert – und eigentlich erst ab Mai wieder fliegt, aber auch an milden Wintertagen erwacht und frißt. Hoffentlich war dieser durch den Zimmer-Aufenthalt noch nicht zu geschwächt!

Tränen lachen

Gestern zur Nacht hat mir der Herr F. eine Geschichte vorgelesen. An einer Stelle mußte ich so lachen, daß ich zeitweise überhaupt keine Luft mehr bekam! Die Tränen rollten, immer wieder ging es von neuem los, und selbst jetzt beim schreiben gluckse ich schon wieder. Das Zwerchfell hat noch immer Muskelkater – unglaublich!

Kennt Ihr das?

Ich weiß noch, ich lachte Tränen beim Improtheater vor einigen Jahren und auch bei einigen Horst – Evers- Geschichten. Aber so ein richtiger alberner Lachanfall, bei dem man nicht mehr aufhören kann zu lachen – das schien mit Volkers Tod vor nun auch schon über 22 Jahren aus meiner Welt verschwunden zu sein, bis vor wenigen Wochen – da hatte ich schonmal einen, auch beim vorgelesen-bekommen. Daß dies also nicht unwiderruflich weg ist – das will niedergeschrieben sein, damit es nicht in Vergessenheit gerät!

 

 

 

Schädel!?

Im Garten gefunden. Wurde offenbar vom Winter und den Tieren aus dem Boden geholt, lag neben einem Maulwurfshaufen.

Verglichen und gesucht, aber weder Katze noch Marder, Hund, Vogel, Schlange … weisen Ähnlichkeiten auf. Es fehlen diese langen, dünnen Dinger seitlich.

Länge ohne die langen Dinger etwa 6-7cm

Oder ist es gar kein Schädel, und das in der Mitte ist eine Wirbelsäule???

für „Vogel“ spricht, das wirklich SEHR geringe Gewicht des fast schon hauchdünnen Knochens

In der Runde zu des Herrn F. Geburtstag ging das Teil rum, aber obwohl auch der Jägerfreund da war und er diese Fotos auch im Vorfeld schon Bekannten, darunter eine Tierarzt, gezeigt hatte, gab es kein weiterkommen. Tags drauf eine Mail des Jungimker – ob es sich vielleicht um eine Kröte handeln könne. Daraufhin habe ich im Netz mal nach „Krötenskelett“ gesucht, aber kam auch damit nicht wirklich weiter – immerhin hat die längst ausgestorbene Beelzebufo (ja, die heißt wirklich so) längliche Auswüchse:

Skelettrekonstruktion von Beelzebufo ampinga.

Quelle: Wikipedia

Bitte – weiß hier Jemand mehr und kann weiterhelfen?

EDIT: Bibo wusste es sofort: ein Vogel-Beckenknochen ist es:

Quelle. Wikipedia