Stadtbekannt

Offenbar entwickle ich mich langsam zum Schleswiger Original:

Schon zum 4. Mal wurde ich jetzt, diesmal von der Bedienung der Eisdiele, bei der ich mir – übrigens ohne Buch vor der Nase – ein Feierabendkügelchen genehmigen wollte, drauf angesprochen:
schon lange sähe sie mich immer wieder, und jetzt endlich müsse sie mal fragen, wie das denn eigentlich möglich sei – gleichzeitig zu laufen und zu lesen!?

Dazu kann ich sagen, daß ich bloß eine halbe Stunde Mittagspause habe, und daß zu lesen für mich da geradezu essentiell für eine echte Auszeit von Kakophonie, Gehetze und Multitasking ist. Also wandert mein Buch meist schon an der Fußgängerampel vor die Nase, um erst am Kaffeetresen wieder heruntergenommen zu werden. Jahrzehntelange Übung sorgt dafür, daß ich noch nie Probleme damit hatte, bei solchen Lese-Gängen mit jemandem oder etwas zusammenzustoßen- zur Verwunderung offenbar der gesamten Schleswiger Fußgängerzonenbevölkerung…. das, in kürzerer Form, erzählte ich auch der Bedienungsfrau. Und, erklärte ich weiter, man sähe ja schließlich auch immer öfter Smartphoneguck-GängerInnen, und die habe ich schon öfter mal mit anderen zusammenstoßen sehen.

Stimmt, meint die Verkäuferin, aber mit Buch – da sei ich doch die Einzige, die sie je gesehen hätte.

Das scheint so zu sein, was ich allerdings, bevor ich immer wieder angesprochen wurde, nicht bemerkt hatte …. aber langsam überlege ich mir doch, ob ich diese Art von auffallen gut finden soll. *g* Andererseits ist das Kind ja nun schonmal in den Brunnen gefallen. Schließlich heißt es ja Ist der Ruf erst ruiniert lebt sich’s völlig ungeniert… also werde ich wohl weitere Jahrzehnte lang gehend lesen ….

 

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Wackersteine purzeln…

… von meinen Schultern, von denen ich zuvor garnicht gemerkt hatte, daß sie auf ihnen lasten, seit ich – jetzt kann ichs auch ohne Paßwort schreiben, denn jetzt ists offiziell – weiß, daß ich die neue Arbeit habe und Ende September die alte Stelle verlassen werde.

Wer weiß, vielleicht kann ich ja irgendwann sogar mal wieder gemütlich aufwachen statt wie in den letzten Monaten mit Adrenalinschub. Schlafen geht eh schon besser seit ich den Entschluß gefaßt und mich beworben hatte.

Andere, kleinere Wackersteine purzeln wahrscheinlich von Tausenden kleiner Bienenschultern: erschreckt mussten wir feststellen, daß bei Mondvolk und Kringelchen ü-ber-haupt keine Futtervorräte vorhanden waren! Und das, obwohl wir ja allen Völkern vor der ersten Varroabehandlung einen halben kanister Sirup gegeben hatten! Alles weg! Und – wahrscheinlich eine Folge des Futtermangels, vielleicht aber auch der Ameisensäurebehandlung geschuldet – keinerlei Brut, auch bei beiden Völkern. Nun fließt seit zwei Tagen der Sirup, die Aufregung ist groß – und seit gestern wird ordentlich Pollen „eingefahren“! Ein gutes Zeichen, denn Pollen ist ja zur Brutfütterung nötig, und offenbar bereitet man sich auf frische Brut vor. Im Sonnenvolk ist übrigens alles besser: Brutnest und Futter vorhanden. Auch das hat aber selbstverständlich Futter bekommen.

Geplatzt sind sie,

die Hoffnungen bzgl. der Lehrstellen für die Iraker:

Ab. bekommt die Lehrstelle nicht, und A. und S. sind raus aus dem Sylt-Programm – weil sie den Integrationskurs abgebrochen hatten. Klar, daß ihnen das irgendwann auf die Füße fällt. Aber daß es bei dieser Gelegenheit wäre, hatte ich nicht vermutet.

D. droht dasselbe, bloß daß er den Kurs jetzt, frisch, WEGEN des Programms abgesagt hatte, weil er die Arbeitsagentur-Beraterin beim ausbildungssuchend-melden so verstanden hatte, daß er sich abmelden MÜSSE, um sich ausbildungssuchend zu melden. Alle dort schwören Stein und Bein, sowas nie gesagt zu haben, er wird wohl etwas falsch verstanden haben, was aber auch nicht hilft. Momentan hat die VHS Sommerpause, sobald es wieder Sprechstunden hat, versuchen wir, das Kind noch aus dem Brunnen zu holen.

Ach, Sch***!

Im Allgäu….

haben wir einfach so, am Wegesrand, allerhand Bienenhäuser vorgefunden. Bitteschön:

Okay, Campus Galli ist nicht am Wegesrand, sondern ein sehr beeindruckendes Projekt, das wir extra besucht haben. (Lohnt!!)

Aber die anderen. Und bei dem großen Haus – da fliegen Biens tatsächlich an einer Kreuzung einer nichtmal allzu kleinen Dorfstraße direkt über die Straße aus. Dafür braucht’s schon eine tolerante Dorfgemeinschaft, ich würde das nicht wagen – laß mal aus dummem Zufall Jemanden einen Stich bekommen….

„Abendrot…

– Schlechtwettertod, heißt es doch“, sag‘ ich heute morgen, als wir vom prasselnden Regen aufwachen, zum Herrn F. Und hatten wir nicht abends ein herrliches Abendrot über der Kuhkoppel angeschaut? Doch, hatten wir.

„Nö“, sagt der Herr F. „Es heißt: „Abendrot, Gutwetterbot“

„Hä?? Wieso Boot?“

„Nicht Boot! Bot‘, von Bote!“

„Ach so, das kenn ich nicht“

Egal, die Botschaft ist dieselbe. Und wieso, bitte, regnet das nach wie vor ununterbrochen?

Emsig

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Auch Andere sind fleißg tätig, und so gibt’s im Insektenhotel in disem jahr viele belegte Zimmer 🙂

Keine Ahnung, wie die Mieter heißen. Aber ich freue mich über sie.

Egal. Ist ja legal.

Vielleicht liege ich ja total falsch, aber ich dachte immer, wenn man Politiker (PARTEIpolitiker) wird, dann tut man das aus Überzeugung, nicht wegen Geld oder Pöstchen oder Macht oder…. natürlich können sich Überzeugungen ändern, und dann kann man ja auch aus der einen Partei aus- und in die andere eintreten. Alles okay.

Aber wenn man für eine Partei in eine Regierung gewählt wurde, und dann erfährt man, daß man für die nächste Wahl nicht gelistet wird – und man bespricht sich daraufhin mit einer anderen Partei. Und dann wechselt man die Partei, und weil die Regierungsmehrheit der Partei, der man vorher angehörte, sehr dünn ist, stellt das alle Mehrheiten auf den Kopf und es muß neu gewählt werden – liege ich dann total falsch, wenn ich finde: das ist aber sowas von daneben, wenn es auch legal ist!?
Meiner Ansicht nach hätte diese Dame, die das in Niedersachsen gestern genau so gemacht hat, ihr Mandat zugunsten eines Parteimitgliedes ihrer alten Partei niederlegen müssen. Aber das will sie nicht tun.
Die Dame hat selbst als Grund für ihr Verhalten angegeben, daß es nix mit Überzeugungen zu tun hat, sondern mit dem sonst verlorenen Posten. Da liegt der Gedanke nahe, daß ihr vielleicht ja doch – was die Beteiligten abstreiten – ein Pöstchen in der neuen Partei zugesichert worden war, denn sonst würde ihr der Wechsel ja nix nutzen, was ihre Versorgungssicherheit angeht. Aber vielleicht liege ich ja auch da total falsch ….

Im Grunde ists mir ja ziemlich latte, wer in Niedersachsen regiert, aber dieses Verhalten finde ich einfach unerhört! Oder übersehe ich da was? Sagt’s mir!

😦

… und noch’n Update

  • Vor der Arbeit zwei Stunden telefoniert: Ausländerbehörde und Frau vom Programm. Ungeahnte Komplikationen …. Was mich immer wieder freut ist, wie sich die Leute – wenn man sie dann erstmal an der Strippe hat, was allerdings nicht leicht ist – Zeit nehmen und nachfragen und hilfsbereit und informativ sind. Auch bei den Behörden, soweit es in ihrer Macht steht. Ich glaube aber, um jetzt mal ein wenig eingebildet zu sein, daß ich sowas auch ganz gut kann: in Situationen, wo es nicht NUR sachlich sein sollte, sondern man bei den Leuten etwas erreichen möchte, das ganze dann etwas persönlich zu gestalten (ohne sie mit Blödsinn zuzutexten) Von Angesicht zu Angesicht kann ich das nicht so gut, aber telefonisch oder per Mail schon. „Rein sachlich“ kann der Herr F. besser, oder Gespräche, wo’s Einem persönlich nahegehen könnte. Die überlasse ich gern ihm *g*
  • Mail vom anderen Lotsen: Ab. darf eine Woche Praktikum machen. Davon, wie er sich dabei anstellt, wird es dann abhängen, ob er eine Ausbildungsstelle bekommt.
  • Nach der Arbeit weitergeregelt, Mails und Co.

Jetzt ab aufs Sofa!

Update zum weiteren Daumendrücken

Heute Telegram-Nachrichten von S., wir sind dann hingefahren und erfuhren, daß es recht gut aussieht für die drei – von denen dann zweie Koch werden würden und der 3. Hotelfachmann.

16 Ausbildungsplätze, 25 BewerberInnen.

Sie haben den „Auftrag“ mit heim bekommen, bei der Ausländerbehörde nachzuhaken, ob sie mit Ausbildungsplatz „umverteilt“ werden können. Ja, so heißt das – sie müssen einen Umverteilungsantrag stellen, um vom einen Landkreis in den anderen, enachbarten umziehen zu dürfen. Von hier aus kann man unmöglich nach Sylt pendeln.
Für S. hatten wir um eine Umverteilungserlaubnis vor kurzem erst wegen einer evtl Arbeitsstelle in NRW nachgefagt – nix da. Aber für eine Ausbildungsstelle müsste es doch wohl möglich sein, zumal sie dort ja erwünscht wären! Daumen also weiter drücken 😉

Der Tag auf Sylt muß übrigens sehr spannend gewesen sein, mit schriftlichen und mündlichen Sprachtests, Videos zu den Arbeitsstellen und Gesprächen mit potentiellen Chefs („Haben Sie ein Problem, Schweinefleisch zuzubereiten?“ „Neinnein, kein Problem. Ist mein Job!“)

Und No. 4, Ab., der Jüngste, hat morgen ein Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz bei einer metallverarbeitenden Firma ganz in der Nähe. Ein anderer Lotse hat sich drum gekümmert. Ein weiterer Anlaß. die Daumen gedrückt zu halten.

Ich würde es ihnen so sehr gönnen!

Was richtig gemacht! :-)

Ich erwähnte ja, daß zwei Iraker beim „Festmachen auf Sylt“ morgen einen Termin bekommen haben. Drei aber hatten sich beworben und auch eine Bestätigung bekommen. HEUTE nun dachte ich: „Eigentlich kann es doch nicht sein, daß die für nur 16 Lehrstellen zweimal einladen. Und aufgrund von was sollen sie vorher schon sieben? Also, irgendwie kommt mir das komisch vor, vielleicht besser doch nochmal nachfragen? Nicht, daß da was schiefgegangen ist?“

Also hab ich den Herrn F. angestiftet, dort nochmal anzurufen und zu fragen, wieso D. nicht mit eingeladen ist. (Ich meine immer, sowas kann der Herr F. besser als ich. Eben so sachlich, ohne daß es wie ein Vorwurf rüberkommt odr anders doof oder so)

Das hat er auch getan – und was? Nein. D.s Unterlagen habe man nicht! Aber er hat doch eine Bestätigung bekommen, bloß keine Einladung!? Tja, aber da sei nichts. Das tue ihr leid, aber vielleicht wolle er ja trotzdem kurzerhand einfach noch kommen, könne er! Und ob es irgendwie noch möglich sei, die Unterlagen nochmal zuzuschicken.

Also meldet sich der Herr F. bei D. per Telegram, der kurz drauf anruft, weil er verständlicherweise garnichts versteht *g* – und sich freut, und ja, er fährt hin, klar! Der Herr F. schickt die Unterlagen und fragt nochmal nach, ob sie denn auch angekommen sind – und bekommt noch ne Mail, in der steht, daß es einen sehr guten Eindruck macht, daß D. so spontan willens ist, noch loszufahren.

Und ich freu mich wie Hulle, daß ich da noch nachgehakt habe 🙂

Kleinvieh

Heute paradieren meine Entchen zu gleich zwei Themen (siehe ganz unten) 🙂

Heute zum Thema „Kalk- und Urinsteinablagerungen im Klosett“

Jahrelang habe ich mich geärgert über diese fiesen, gelben Streifen, die sich regelmäßig dort bilden, wo im Klo das Wasser vom Kasten in die Schüssel fließt. Wenn man nicht regelmäßig was tut, hat man schnell eklige braungelbe Ablagerungen, alle paar Wochen mußte ich schrubben (neben dem „normalen“ putzen natürlich) Jahre bevor ich hier mit der Kleinviecherei angefangen habe, die dicke Chemiekeule: Kalk- und Urinsteinentferner. Der hat geholfen, ja, und ich hab immer noch davon stehen und ihn regelmäßig benutzt. Eben weil er als einziges geholfen hat, alles andere war Schweiß und einweichen – und genauso gelb und braun wie vorher. Wohl gefühlt allerdings habe ich mich mit diesem Zeug schon lang nicht mehr. Was habe ich nicht alles alternativ versucht: Schwamm, Scheuerschwamm, Edelstahlschwamm. Essig, Zitronensäure, Scheuermilch, Badreiniger … nichts davon half wirklich. Die gelbe Farbe ging weg, war aber nach wenigen Tagen wieder da, außer mit der Chemiekeule. Da hielt das, wie erwähnt, ein paar Wochen.

Und dann?

Dann erwähnt eine ältere Dame ganz nebenbei, daß sie früher im Krankenhaus (da hat sie jahrelang geputzt) dagegen immer dieses kleine Ding hier benutzt haben:

Bimsstein

Okay, dachte ich mir. Versuch macht kluch, so einer liegt seit vielen Jahren bei mir rum, um der Hornhaut an der Ferse beizukommen.
Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn wie soll das gehen, wo alles andere außer der übelsten Chemiekeule versagt.  Aber ich wurde eines besseren belehrt:

vor die Schüssel gekniet, gerubbelt – zackzack, verschwanden die Streifen, lösten sich in Schmiere auf, sozusagen – weg!!!! Ganz oben an den Wasserlöchern unter dem Rand, wo die Chemie nicht rankommt, gab es inzwischen schon dicke, braune Ablagerungen – hin mit der Spitze, gerubbelt. Hier gings nicht ganz so einfach, anstrengend war das Gerubbele. Aber dann – von unten bröckelten kleine Stücke ab, und flupps- weg! Beim nachspülen machte das dann noch plopp – und ein ganzer Placken braunes lag unten in der Schüssel, vielleicht 4x5cm groß! Das hatte wohl noch weiter oben geklebt, wo ich’s nicht hatte sehen können, und hat sich auch noch gleich mit abgelöst!

Es ist einfach nicht zu glauben! Und ich werde nichts anderes mehr benutzen (müssen), so viel ist klar. Inzwischen sind einige Testwochen vergangen. Es hat sich herausgestellt, daß ich recht schnell sehe, wenn sich wieder Streifen zu bilden beginnen, erstmal noch nicht gelbbraun. Dann muß ich mit dem Bims einfach 3,4x fest drüberrubbeln – das wars. Wunderbar!! Ich bin wirklich begeistert!

Nachahmen erwünscht!! 🙂 Und deshalb auch ab zu Einab, wo gesammelt wird, was Leuten so zum Thema „EInfach NAchhhaltig Besser leben“ tun. Tipp von mir: im Archiv die alten Einabs angucken – derzeit ist das ganze für meinen Geschmack viel zu DIY- und Rezeptlastig, aber die Macherinnen meinen, daß das mit dazu gehört.

Und was mache ich jetzt mit dem Rest Chemiekeule????? 😉

PS Lese grad so in meinem Newsreader rum – und tadaaaa, da ist ja auch noch Frau Tonaris Rostparade, bei der ich seit gefühlter Ewigkeit nicht mehr mitgemacht habe, mangels Fotos. Und was? Was ist mit meinem wunderbaren Kleinvieh-Schild? Ist das etwa nicht schön rostig??? Also los, die Rostparade – endlich mal wieder bin ich dabei *gg*

„Festmachen auf Sylt“

Auch bei den Irakern tut sich was – am Mittwoch dürfen Daumen gedrückt werden:

Vor einiger Zeit las ich zufällig von einem Programm namens „festmachen auf Sylt„. Es richtet sich an Flüchtlinge auf Ausbildungssuche, und das Gute ist: im Gegensatz zu allem anderen helfenden reicht dort ein Sprachniveau von A2 erstmal aus, um sich zu bewerben. Es geht darum Flüchtlingen für drei Berufe einen Ausbildungsplatz zu verschaffen: als Koch, als Restaurant- oder als Hotelfachmann (oder Köchin/ -fachfrau) Auf Sylt leidet die Gastronomie schon sehr unter Personalmangel, deshalb haben sie sich mit der IHK zusammengetan – und zu Mittwoch sind nun zwei von Dreien eingeladen worden:  ein ganzer Tag Vorstellung des Programms, Sprachtest, Bewerbungsgespräche.

Ehrlich gesagt bin ich nicht allzu zuversichtlich. Keine Ahnung, wie viele Leute sich um die (meine ich zu erinnern) 16 Plätze mit Sprachkurs und Unterstützung durch die IHK bewerben werden, ich denke aber, es werden viele sein. Aber die Chance will genutzt sein, und das sehen auch die Drei so. Nur Ab. wollte sich nicht bewerben. Warum? Er mochte es mir nicht sagen.