Wintergartenarbeit à la Naturgarten, Folge 3

Habe letztens in der Nähe des Zentralortes an einem Haus ein Schild gesehen „Lehmsteine zu verschenken“ Natürlich gleich an Anja gedacht, die demnächst in Eckernförde ihren Unverpackt-Laden eröffnen wird und dort auch einen Rollrasen-„Garten“ hat, den sie noch in einen Naturgarten umbauen möchte …. angehalten und ein wunderbares Sanierungsprojekt gezeigt bekommen:

schon seit Jahren hatte ich gesehen, daß dort sehr allmählich eine zuvor schon einstürzende Reetdachkate wieder aufgebaut wurde. Jetzt stellt sich heraus: in Abersowasvon-Eigenleistung, ich bin vor Bewunderung gerade noch so nicht in die Knie gesunken:

  • fürs Reetdach wurde das Reet selbst geerntet; gedeckt haben sie eh selbst, logo…. 😉
  • Balken fürs Fachwerk? Selbst gesägt.
  • Steine für die Fächer? Aus Abbruchhäusern geholt.
  • Steinfliesen? Aus Alt-Steinen selbst aufgeschnitten.
  • Alle Innenwände aus Lehmsteinen gebaut, mit Lehmputz verputzt.
  • Fundament? Aus Altsteinen von Friedhöfen
  • Fensterrahmen mit Bleigußfenstern? Alles selbstgemacht – die Bleieinfassungen mit einer Kurbelmaschine von 1734 gezogen. Dabei durften wir mal zusehen, man hat ja keine Ahnung, wie sowas geht – die Kurbel hat sicher 1,20m Länge! Die Übersetzung braucht sie aber auch, trotzdem muß der Bauherr sich mit Kraft reinlegen, damit sich die dreht.  – Ja, und so geht das weiter. Sieben Jahre arbeiten sie da schon, aber der Plan ist, diesen Sommer einzuziehen. Wow!

Anja hat tatsächlich eine Menge Steine brauchen können und letztlich abgeholt. Nun waren wir dran…. Ergebnis siehe oben.

Und nun dürft Ihr mal raten, warum der Stapel Lehmsteine, der da jetzt im Carport lagert, unter der Überschrift Wintergartenarbeit à la Naturgarten abgebildet ist 😉 EIN Teil ist ja schonmal klar, wir haben die bei klirrendem Frost und Sonnenschein ein- und wieder ausgeladen, zwei Kofferräume voll. Winter und Arbeit wären damit abgehakt 😉

P.S.: gestern haben der Herr F. und ich dann das nächste Stück der Buchenhecke rasiert – das ist zwar Winter und Arbeit aber nicht gerade á la Naturgarten. Nötig ists aber, denn nun sind wir an der „Bürgersteigfront“, und zT kamen schon Wurzeln aus dem Bürgersteig hoch…. außerdem hatte der nur noch 2/3 Breite, den Rest hat die Hecke sich erobert…. okay. Jedes Jahr etwas – die Spatzen haben noch genug Platz zum ausweichen, und übernächsten Winter werden sie dann wohl auch wieder den im letzten Winter gekappten Teil nutzen können.

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Ick freu mir so!

Eben haben der Herr F. und ich mit Glühwein draußen in der eisigen Nachtluft angestoßen, denn:

vorhin hat mir Frau Chefin gesagt, daß sie meine Befristung aufheben möchte, wenn das okay für mich ist.

Und ob!!!!

Ich betrachte das als großes Kompliment, nach nur drei Wochen 🙂

Kleinvieh

… heute zum Thema „Kerzen“

gerade jetzt im Winter stehen bei uns an allen Ecken Kerzen herum: auf dem Küchentisch, im Fensterbrett, im Bad, im Flur an mehreren Stellen…. nicht alle sind immer angezündet, aber irgendwo erhellt eigentlich immer eine eine dunkle Ecke, und das mag ich auch nicht missen. Aber unsere eigenen Bienenwachskerzen sind zwar schön, aber läääääängst nicht ausreichend für so einen langen Winter, und so habe ich sehr häufig auch gekaufte Kerzen brennen. Stinknormale. Stinknormal, ja. Denn die meisten Kerzen sind aus Paraffin:

Paraffin wird aus den sogenannten Schmierölschnitten der Vakuumdestillation von Erdöl gewonnen. (…) Daneben wird es aus Braunkohle, aus bituminösen Schiefern und Torfkohlen hergestellt. (…) Hauptabnehmer von Paraffin ist weltweit die Kerzenindustrie (Teelichter, Haushalts- und Dekorationskerzen). Es ist preiswerter als Stearin oder Bienenwachs, dem es beigemischt sein kann

(Quelle: Wikipedia)

Schön, aber nicht umweltfreundlich: Paraffinkerze

Das ist nichtmal als „peanuts“ abzuschreiben, denn, so las ich, 2005 (Beispielsjahr) wurden 163.532 Tonnen Kerzen in Deutschland verkauft, davon 93% aus Paraffin! Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, aber seit es mir ins Bewußtsein gerückt ist, sehe ich diese Kerzen mit anderen Augen. Denn einerseits verbrennt da ja vieles in meiner direkten Umgebungsluft, das ich da vielleicht nicht so unbedingt haben möchte, und andererseits verschwende ich Rohstoffe, wo es andere Möglichkeiten gibt. Da wäre einerseits Stearin:

Stearin wird zu 100 % aus pflanzlichen, bzw. tierischen, und somit nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und kann – im Gegensatz zum Paraffin aus Erdöl – im Idealfall als CO2-neutral gelten. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn zur Gewinnung pflanzlichen Öls oder Fettes zunächst Natur-Vegetation beseitigt wird, wie dies beispielsweise bei der Verwendung von Palmöl sehr häufig der Fall ist. Im Extremfall kann durch die Brandrodung von Torfwald das bis zu Siebenfache der CO2-Emissionen im Vergleich zu Paraffin entstehen.

Als Bio-Kerzen dürfen daher nur Stearinkerzen bezeichnet werden, die aus nachhaltig angebauten Rohstoffen hergestellt werden. Die Produktion nach RSPO-Richtlinien („Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl“ unter Beteiligung des WWF) ist neben dem Siegel für kontrolliert biologischen Anbau bislang das einzige existierende so genannte Nachhaltigkeits-Siegel für Palmöl auf dem Markt. Bei vielen Umwelt- und Naturschutzorganisationen ist der RSPO jedoch umstritten, unter anderem, weil Palmölfirmen ihre Zertifizierer selbst auswählen und bezahlen, weil der RSPO keine unabhängigen Prüfungen der Zertifikate beinhaltet und weil die Palmöl-Industrie im RSPO stimmenmäßig dominiert.

Eine angeblich höhere Schadstoffbelastung beim Abbrand von Paraffinkerzen im Vergleich zu Stearinkerzen durch Bildung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) oder Dioxinen und Furanen wurde durch Untersuchungen nicht bestätigt.

(Quelle: Wikipedia)

Recycling: abgebrannter Selfmade-Kerzen-Rest mit Teelicht, selfmade, im Glas bestückt ergibt richtig schönes Licht

Ich weiß nicht recht: aufwendig Ackerfrüchte anbauen, um die Produkte zu verbrennen? Ein wenig so wie der Mais für die Biogasanlagen…. Zweifelhaft für mich. Vielleicht nutzbar, wenn bio angebaut. Aber eigentlich, finde ich, nicht wirklich empfehlenswert. Dann gibt es noch Kerzen aus Sojafett, Sonnenblumenöl etc. Für die gilt genau dasselbe.

Als „echte“ Alternative taugen Kerzen aus recycelten Fetten, zb diese hier, Erhältlich sind sie evtl im Bioladen oder Reformhaus, sicher aber im Netz – sogar ganz ohne das böse Am****, das ich zu vermeiden versuche. Vielleicht hat ja schonmal Jemand sie benutzt und kann hier berichten!?

Bienenwachskerzen scheinen mir das beste zu sein: ein Naturprodukt, und bei der Bienenhaltung eh anfallend. Die Bedenken einiger Hardcore-Tierschützer halte ich schlicht für Blödsinn, denn zumindest bei in Deutschland gehaltenen Bienen kann kein Mensch, der sich das mal anguckt, ernstlich behaupten, die Insekten würden schlecht gehalten oder gar ausgebeutet.

Auch Bienenwachs gibt es in Bio-Qualität oder „normal“.

neu, die 1.: Stabkerze, selfmade

Ich persönlich denke, hier ist sinnvoll, entweder „bio“ oder jedenfalls unbedingt Bienenwachs aus Deutschland zu kaufen. Denn in anderen Ländern sind zT heftige Mittel gegen Varroen und andere Krankheiten erlaubt, die sich im Wachs anreichern.

Am besten für uns als Bienenhalter ist natürlich eigenes Wachs!
Ich habe mir zwei weitere Silikon-Kerzenformen besorgt und war schon sehr gespannt, wie die lange Stabkerze abbrennt – ob der laaaange Docht nicht krumm wird im heißen, flüssigen Wachs der dünnen Form, und die Kerze dann leckt ohne Ende?? Letztlich ging es gut: die Kerze leckt zwar, hört aber immer wieder von allein damit auf. Das ist bei den gekauften dieses Formats auch so und sieht schön aus. Man muß halt was drunterstellen, für uns taugen dazu alte Holz-Frühstücksbrettchen. Das Rest-Wachs schmelzen wir beim nächsten Kerzengießen einfach wieder mit ein.

unsere anderen Kerzenarten 🙂 Neu, die 2.: ganz links, mit dezentem Rillenmuster. Das leuchtet schön durch beim Abbrand.

Die weißlichen Beläge sind übrigens bei Bienenwachskerzen normal. Sie entstehen durch Lagerung. Länger gelagerte Kerzen brennen besser und länger, heißt es. Auf dem Bild sehen die Beläge übrigens doller aus als in echt.
Sollten wir zu wenig Wachs haben, dann kaufe ich halt Bienenwachskerzen nach, wenn mein Vorrat an Paraffinstumpen und -stabkerzen aufgebraucht ist.* Nur schade, daß Bienenwachskerzen, abgesehen von Teelichtern, fast ausschließlich zur Vorweihnachtszeit zu kriegen sind. Und selbst da hatte ich jetzt mehrere Weihnachtsmärkte vergeblich nach Imkern mit einer größeren Auswahl an Kerzen abgesucht, bis wir schließlich fündig wurden – in Flensburg, aber offenbar ausschließlich an Samstagen…..


*Harte Prüfung nur eine Woche nachdem ich diesen Beitrag geschrieben und in die „Warteschlange“ zum veröffentlichen geschoben hatte: vorhin war ich in der Stadt und sah, daß meine langjährigen Lieblingsblockkerzen, die großen vom TIG**, gerade jetzt für einige Tage nur noch zwei statt drei Euro kosten sollten. Erstmals nach zehn Jahren gedankenlosen Nutzens habe ich aufs Etikett drunter geguckt und gesehen, was ich erwartet hatte: „100% Paraffin“ – Eine Weile bin ich noch drumrumgeschlichen. Aber dann habe ich beschlossen, meinen frisch gefaßten Grundsätzen treu zu bleiben und nur noch die Restbestände dieser Kerzen aufzubrauchen. Und jetzt, zwei Stunden später, fühlt sich das richtig gut an 🙂

 

Ab zur Einab!!

 

Kleiner Ausflug

Zu Ladyparks Geburtstag mitten im Schmuddel-November ’18 haben wir endlich mal getan, was wir schon lange wollten: ihren Kindheitsort Stexwig an der Schlei aufgesucht. Zum fotografieren eignet der sich nicht so gut, denn was schön ist, oist schwer knipsbar: Daß es mitten im Dorf ein Tal mit einem natürlich sich windenden Bachlauf und Wald drumherum gibt zum Beispiel. Die Anfahrt durch schönest Angeliter Hügellandschaft. Oder die Lage direkt an der Schlei. Eins aber habe ich dann doch festgehalten, nämlich den kleinen „Zier-Leuchtturm“, der das trostlos-angegammelte 60er-Jahre-Hafengelände aufmuntert:

Wenn man sich ein wenig anstrengt….

… und die Riedbüschel in ihrer Herbstfärbung gut nutzt, siehts auch schon etwas freundlicher aus, und:

DAS ist natürlich toll für meine Sammlung*!!!!

*Sammlung? Ich erinnere an meinen Windfähnlein-Adventskalender im Schupfenblog nebenan: hier die Zusammenfassung incl aller später noch zusammengetragenen Fähnlein 🙂 Ein Wunder, wie viele es hier in der Gegend gibt, immer wieder entdecke ich neue Motive,wie jetzt halt diesen moppeligen Fisch in Stexwig.

Zu früh!,

rief ich nachmittags den beiden gelben Krokussen zu, die aus der Wiese leuchteten.

Sie haben nicht auf mich gehört, und jetzt? Jetzt werden sie im frisch gefallenen Schnee versinken, dem ersten in diesem Jahr für uns.

Goldgelber Zitterling

Da ist es wieder, das, was ich so liebe: die wunderbare Namensgebung bei manchen Pflanzen und vielen Pilzen!

Dieser Pilz hier, der ist hat den wunderschönen Namen „goldgelber Zitterling“. Den muß man sich mal richtig auf der Zunge zergehen lassen!

Goldgelber Zitterling

Goldgelber Zitterling

Hach!!! 😉

Man kann dem Pilz auch gleich ansehen, wieso er so heißt. Tolle, leuchtend-warme Farbe, und die Konsistenz ist halt durchaus etwas zittrig…. allerdings wären auch Hirniger Goldwabbler oder Goldgelbes Gelgehirn gute Namen gewesen,Goldiger Wabbelhirnling oder …. ach, was weiß ich???? *gg*

der Herr F. hat ihn gefunden, sowohl im Garten als dann auch später im Netz. Er ist ein Schmarotzerpilz, der zum Leben an Zystidenrindenpilzen an dünnen Zweigen/ Ästen von Laubbäumen parasitiert – was bedeutet, daß ich für meine Liste gleich ZWEI neue Sorten von Pilzen bekommen habe, und das mitten im Winter 🙂

Wintergartenarbeit à la Naturgarten, Folge2

Momentan habe ich mir die „Natur&Garten“-Hefte vorgenommen, die bei mir herumliegen.

Mein eigener Beitrag in der neusten Sonderausgabe, in der unterschiedlichste Gärten vorgestellt wurden, hat mich dazu veranlaßt, im Shop Hefte zum verschenken zu bestellen, und da habe ich gleich zugeschlagen und mir die früheren Sonderausgaben mitbestellt. Außerdem habe ich ja die Hefte, die man als Vereinsmitglied eh bekommt, und so gibt es einen ganzen Stapel, den ich mir nach und nach zu Gemüte führe.

Das Heft, das mir mit am besten gefallen hat, weil es ungeheuer informativ, dazu sachlich fundiert, praxisnah UND auch noch gut zu lesen ist, ist das Heft über Nisthilfen für Wildbienen und Wespen. Das hab ich Silvester zu lesen begonnen, und trotz Erkältung und Mattigkeit konnte ich Neujahr – die Sonne schien, der Sturm toste – nicht an mich halten und habe in minutenlanger Arbeit eine Nisthilfe für Bewohner markhaltiger Stengel gebaut.

Ja, minutenlange Arbeit *g*

Das ist nämlich wirklich, wirklich einfach!

  • Raus in den Knick,
  • Brombeerranken suchen (ich habe Brombeer- und Heckenrosen gefunden)
  • lange, dicke Stücke abknipsen. Jetzt kommt das schwierigste:
  • eine sonnige Stelle suchen. Tja. Aber da ist ja die Dachdeckerleiter am Wintergarten. Die Clematis, die da hochranken hätte sollen, ist schon vor einigen Jahren eingegangen. So richtig, richtig sonnig ist das nicht, aber sonniger geht in unserem Garten nunmal nicht, immerhin ist vormittags bis in den Nachmittag hinein Sonne da.
  • Die Stengel einzeln möglichst wackelfrei befestigen (denn, so steht es für sämtliche Nisthilfen geschrieben: die „drei großen S“ des Nisthilfenbaus lauten Sonnig, Sicht frei, Stabil)
  • fertig

So sieht das jetzt aus:

Brombeeren, einzeln senkrecht befestigt, werden am besten besiedelt, schreibt Werner David, der „Wildbienenpapst“. In die Erde stecken ist nicht so sinnvoll, weil die Stengel dann zu schnell rotten und umkippen. „Einzeln“ ist deshalb gut, weil die zukünftigen Mütter auf der Suche nach guten Nistplätzen die Umgebung fliegend nach einzelnen, senkrechten oder schrägstehenden Strukturen absuchen, die sie dann näher angucken. „Einzeln“ ist wohl relativ – bezogen auf die winzigen Wildbienen sind auch 15cm auseinander angebundene Stengel „einzeln“, das sieht man auf den Beispielfotos von gut angenommenen Nisthilfen. Nicht so gut funktionieren aber Bündel.

Es gibt zwölf Wildbienenarten (darunter mehrere Grab- und Mauerbienen), elf Grabwespenarten und eine Lehmwespe, die solche Stengel als Nistplatz brauchen. Und zehn parasitär lebende Wespenarten, die dort nach Opfern suchen. Da lohnt sich doch die „Arbeit“!! 🙂

Wer nun auch loslegen möchte (das geht auch auf Balkonien und ist so schön einfach!!): es eignen sich außer Brombeeren, die am besten angenommen werden, auch Beifuß, Königskerze, Distel, Heckenrose, Sonnenblume und Himbeere. Man kann auch eingetrocknete Pflanzenstengel im Garten einfach auf ca 1,50m Höhe abschneiden und stehenlassen. Das werde ich nächsten Herbst machen, wenn hoffentlich die 2018 endlich wieder zahlreichen Königskerzen geblüht haben- die Tierchen müssen abgebrochene oder -geknickte Stengel finden, sie können sie ja nicht selbst abbrechen.

Ich hoffe, von Beobachtungen berichten zu können – vielleicht Ihr ja auch? Ich würde mich freuen, wenn ich Jemanden zur Tat motiviert hätte 🙂

Katze mit Steinen …

Wir haben eine Urinprobe abgegeben: Bakterien waren zum Glück nicht mehr zu finden, wohl aber Blasensteine. Zum Glück die harmlosere, basische Art. Die ist mit speziellem Futter wohl einigermaßen gut in den Griff zu kriegen. Jetzt gibts also spezielles Urin-Diätfutter, das den Säuregehalt des Urins hochsetzt, zusätzlich ins Futter noch so viel Wasser wie der Katz akzeptiert. Nach einigen Wochen wird dann der PH-Wert des Urins kontrolliert und ggfls nochmal eine Probe auf Steine geprüft.

Erstmal habe ich Naß- und Trockenvariante des Diätfutters mitbekommen. Gestern Abend zeigte der 1. Versuch: das Naßfutter mag der Diva schonmal überhaupt nicht 😦 . Da ist er mal eben schlicht in den Hungerstreik getreten. Dabei hatte ich auf die Naß-Variante gehofft, denn „möglichst viel trinken“ gehört auch zu den Wünschen der TÄ zur möglichst schnellen Behebung der Beschwerden. Also die Trocken-Variante, mit möglichst viel Wasser im Freßnapf dabei – das haben wir ja beim anderen Futter sommers auch schon gemacht, das hat der Katz immer ganz gut weggeschlabbert. Das ging gestern abend auch. Mal sehen, wie es weiter läuft *seufz*


Übrigens: falls sich hier jetzt Jemand fragt, wie man wohl bei einer Katze eine Urinprobe abnimmt – ich wusste das auch nicht: es gibt spezielle Katzenstreu, die das Gepinkel nicht aufnimmt, so daß mans dann zusammenlaufen lassen und auf eine Spritze ziehen kann. Allerdings mochte diese Streu, ganz gegen die Vorhersage der TÄ, unser Katz NICHT. Er hat, vermenschlicht gesagt, ziemlich geflucht – zum Glück aber hat er dann in merklich großer Not (der Weg nach draußen abgesperrt, das Klo mit normaler Streu weg; der Dicke tigernd, immer wieder in der „falschen“ Streu scharrend und weggehend, doch wieder in den Klo-Raum, wieder raus, maunzend, wieder rein…..) doch das Klo gewählt und nicht (wie ich schon zu befürchten begann) aus lauter Protest den Teppich oder den Boden oder….. der Liebe!!! 🙂

Kleinvieh

Heute die werweißnichtwievielte Folge von

Auf der Suche nach dem perfekten plastikfreien Spülschwamm

und wer weiß, vielleicht ist es ja sogar die letzte Folge? Denn ich hab gehäkelt!

Irgendwo im Netz fand ich Jemanden, die hatte aus Sisalschnur Seifenhalter gehäkelt – und da dachte ich mir: Sisal? Häkeln? Das könnte doch passen!?

Aber woher Sisal nehmen??? Da kam mir zupaß, daß ich einige Wochen zuvor in einem Dorf-Haushaltswarenladen eine laaaaaaange Sisal-Wäscheleine gefunden hatte. Die hatte ich gleich eingepackt, denn momentan hängt in unserem Garten „Plastik, drahtverstärkt“, aber auch das ist erfahrungsgemäß endlich, und es durch eine sicherlich weniger lang haltbare, aber kompostierbare Sisalleine zu ersetzen schien mir eine ziemlich gute Idee. Noch aber hält die Plastikleine, und so habe ich mich hingesetzt und die dreifach verzwirnte Sisalwäscheleine aufgedröselt (nein, natürlich nicht ganz, bloß ein vielleicht anderthalb Meter langes Stück), die drei enstandenen Schnüre auf ein Knäul gewickelt und zu häkeln begonnen.

10 Maschen, feste-Maschen-Reihen bis es groß genug ist, eine Schlaufe aus dem Endfaden zum aufhängen, fertig.

Ich musste feststellen, daß die im Prototyp ausprobierten Stäbchen zu löcherig werden, also blieb ich bei festen Maschen. Die blödeste Arbeit  ist übrigens tatsächlich das aufdröseln. Fasern im ganzen Zimmer, endlos verdrehte Schnüre, und bei längerer Arbeit auch aufgeschürfte Finger…. vielleicht gibt es ja doch bessere Sisal-Quellen als dreifach verzwirnte Wäscheleinen 😉 Das häkeln geht schnell und ist einfach.

Inzwischen spüle ich seit einigen Wochen damit ab, mein Fazit: noch nicht perfekt – eine ein wenig dünnere Schnur wäre besser, denn der Schwamm (oder eher Lappen!?) ist ein wenig zu steif. Aber in der Leistung ist er super. Der kratzt Gläser nicht kaputt, kriegt aber auch ab, was ein normaler Lappen nicht wegkriegt. Damit ist er genau das, was mir gefehlt hat, nämlich ein guter Ersatz für die ScotchBritt- oder Glitzi-Schwämme, die ich wegen des Mülls und des Plastik-Abriebs im Wasser nicht mehr nutzen möchte.

Bei den ersten Spülgängen sind ziemlich viele Fasern im Wasser gelandet, aber bei Sisal macht das ja nix – und spätestens beim abtrocknen verschwinden die auch vom Geschirr.

Die Schlaufe zum aufhängen ist übrigens SEHR sinnvoll, denn das Sisal saugt sich ziemlich voll Wasser und läßt sich nicht so supergut ausdrücken, weil der Lappen doch recht fest ist. Aufgehängt über der Spüle kann er gut abtropfen und trocknen.

Kann also gut sein, daß meine lange Suche hiermit beendet ist – jetzt hängts bloß noch am finden einer etwas dünneren Sisalschnur – wer hat da Tipps????

…ab zur Einab 🙂

Abend –

bei Eutin gefunden

Gestern abend wollte ich zu Bett, habe aber nochmal kurz das Fenster geöffnet, um frische Luft in das Ofenwarm zu lassen. Diese Luft war so klar und kalt und gut, daß ich mich angezogen habe und rausgegangen bin.
Draußen war es sternenklar und dunkel.
Letzteres allerdings erst, als ich ein gutes Stück gelaufen war, raus aus dem Dorf – die Lichtverschmutzung ist groß: an der Hauptstraße Peitschenlampen, im „Neubaugebiet“ aus den 80ern (glaube ich) kleine, grelle Straßenlaternen. Dazu Bewegungsmelder, übrige Weihnachtsbeleuchtung, Hauslampen und natürlich das Licht, das aus Fenstern fällt. Letzteres das einzige mit Nutzen, denn auf dem ganzen Weg hin und zurück bin ich nicht einem Menschen begegnet. Und ich selbst hätte es lieber dunkel gehabt.
Dann stand ich also draußen, in der kalten, klaren Luft, Blick nach oben, und bewunderte die unzähligen Sterne. Auch die Milchstraße war gut zu erkennen. Kein Wind wehte, es war still und dunkel – wunderschön! Eine ganze Weile stand ich und guckte, bis der Nacken zu schmerzen begann.
Also drehte ich um und ging zurück nach Hause. Ich sinnierte grad so vor mich hin, wie schön es doch wäre, wenn die neue Arbeit so angenehm bliebe, wie sie begonnen hat, da schoß eine Sternschnuppe vor mir über den Himmel.

……..Tiefes durchatmen……

Genauso passiert! Und heute morgen ist es richtig arg neblig.

Ergänzung: ich finde es traurig, daß Dunkelheit immer mehr als Bedrohung und immer weniger als Erholung empfunden wird. Dabei braucht der menschliche Körper sie, ganz zu schweigen von Tieren und Pflanzen, für die die Lichtverschmutzung zur echten Bedrohung geworden ist (Insekten, die die Orientierung verlieren; Winterruher, die zur Unzeit aktiv werden; Pflanzen, die die Jahreszeiten nicht mehr gut auseinanderhalten können; …..)
Die energiesparenden LED tun das ihre dazu, seither gibt es nachweislich noch mehr Beleuchtung draußen – kost‘ ja nix…..

Wintergartenarbeit à la Naturgarten, Folge1

Sonntag. Der letzte für 2018.

Endlich einmal wieder scheint die Sonne, ein milder Wind pustet bei 8° – und so ist ein tolles Wetter für den Garten. Der Herr F. hat Dachrinnen gesäubert, ich Büsche versäubert. Das heißt, ich habe, wie im natürlichen Garten zugunsten von Insekten und Vögeln empfohlen, wenige vollständig runtergeschnitten (bis wenige cm überm Boden – damit sie von unten dichter nachwachsen, oben nicht so hoch werden), die meisten in Ruhe gelassen (damit nicht Vögeln und anderem Getier per Kahlschlag allzuviel auf einmal weggenommen wird).
So ganz hab ich mich allerdings nicht dran gehalten: manche der „neuen“, die ja auch schon seit vier Jahren stehen, wirkten mir zu spillerig, um sich von einem totalen Rückschnitt zu erholen. Ich habe ja sehr starken Schatten, da wachsen die neu gepflanzten eher mit wenigen Ästen schnell gen Licht, statt sich schön zu verzweigen. Dann hilft es meist, die Hälfte dieser langen, dünnen Dinger ganz runterzuschneiden (sonst wachsen sie so weit oben wie möglich wieder raus) Ein wenig Kraft aus der übrigen Hälfte bleibt erhalten, und nächstes oder übernächstes Jahr ist die Resthälfte dran

(Ein Bild anklicken, bitte, denn 1. steht was drunter und 2. kann man das erste in der Galerie nicht richtig erkennen, ist oben abgeschnitten)

Sieht lütt aus? Ist aber über 3m hoch und mit zwei (kleinen, weil meinen) Händen unten nicht mehr zu umfassen

Die neue Totholzhecke soll mal die Grenze zu Nachbars anzeigen, wenn sie „groß ist“, denn der Wall, der da mal war, ist im Laufe der Jahre fast verschwunden, und mehr und mehr wuchern Gartengeräte, alte Rohre etc zu uns rüber *gg*. Außerdem ist deren neuer Wellblechschupf ästhetisch nicht das allerschickste und wird so ein wenig mehr verdeckt. Für Nachbars ists halt die „Rummelecke“ hinter den Holzschupfen, für uns aber sichtbares Gartengelände…. Groß wird die neue Totholzhecke schnell werden: der erste Abschnitt von 2016 kann gar nicht so schnell wegrotten wie es Nachschub an Ästen gibt, und er ist schon so hoch wie er darf.

Außerdem hab ich noch was richtig gemeines getan: Es gibt da einen Weißdorn, der sich selbst ausgesät hat. Auch der ist wegen des Schattens als einstämmiger Baum statt als Busch gewachsen, und er wurde höher und höher, im Kronenbereich auch immer ausladender. Da die Dinger unglaublich übel pieken, und er sowohl den Mirabellen, von denen ich gern naschen möchte, als auch dem Weg hinterm Tunu-Gebüsch Platz streitig machte und ich in den letzten Jahren trotz wegschneiden hier und da immer wieder mit den Haaren in seinen Dornen hängengeblieben bin, habe ich mich jetzt zu Grausamem entschlossen:

dieser Weißdorn wird ein natürliches Insektenhotel.

Baumfrevel.

Dafür muß er sterben – heute habe ich unten am Fuß eine tiefe Kerbe ringsum eingesägt, so daß der arme Kerl nun von seinen Wurzeln nicht mehr versorgt werden kann. Aber stehenbleiben wird er, noch sehr lange, und – das Holz ist hart – nur langsam von Käfern, Pilzen, Vögeln als Brutplatz- und Nahrungsspender zernagt werden. Im Moment nagt allerdings erst meine Tat, und zwar an meinem Gewissen. 😐 Ein schnelles absägen ist schlimm genug, für einen langsamen Tod verantwortlich zu sein – ich weiß noch nicht, ob ich damit so wirklich gut um kann…. andererseits möchte ich gern zusehen, was geschieht.

Zum neuen Jahr

Herr, setze dem Überfluß Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.

(…)

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, daß wir in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.

 

Pfarrer Hermann Kappen von St. Lamberti zu Münster, 1883(!)

 

Da könnte man glatt auf den Gedanken kommen, wiedermal, daß sich im Grunde allzuviel nicht ändert über die Jahrhunderte *seufz*

Euch ein gutes neues Jahr, und daß in diesem Jahr 2019 die uralten Wünsche endlich erfüllt werden. Danach aussehen tut es allerdings nicht. Mauern und Zäune verstärken Grenzen noch, alternative Fakten ersetzen Wahrheiten und unsere Regierenden? Schwurbeln munter weiter vor sich hin von KONsequenzen, DIStanzierung und VERsprechungen (achtet mal drauf, die falsche Erstsilbenbetonung greift im POlitischen Berlin gerade MAssiv um sich) Vielleicht sollte ich öfter mein „wünschen hilft“- T-shirt tragen!?

Prosit…..

…. am besten mit Rachenputzer*

Zum 3. Mal in drei Jahren bin ich pünktlich zum Jahreswechsel halbkrank, grippaler Infekt, heute: Ohren- und Halsweh. Nuja, ich muß ja nix *g*

Jetzt aber das Rezept, damit es noch rechtzeitig zum anstoßen fertig wird 😉 – schmeckt genial und ist gesund:

*RACHENPUTZER

    • 300g Ingwer samt Schale in grobe Stücke schneiden
    • 5 Zitronen halbieren. Schale dranlassen. Beides zusammen mit
    • 1 Liter Wasser etwa 20 Minuten köcheln lassen. Danach durch ein feines Sieb abgießen (gebraucht wird die Flüssigkeit, aber erstmal auch noch die Zitronen!!) und auf unter 40° herunterkühlen. Wenns oben im Sieb kühl genug ist, daß man sie gut anfassen kann, die Zitronen nochmal auspressen, die Flüssigkeit kann mit durchs Sieb. Dann können Zitronen- und Ingwerreste in den Kompost. Wenn die Flüssigkeit weniger als 40° hat,
    • 500g Honig dazugeben. (Die unter 40° sind wichtig, um des Honigs Enzyme nicht zu zerstören) Gut rühren, der verflüssigt sich schon durch die Zitronen und die Restwärme, keine Bange 😉
    • Abfüllen. Am besten im Kühlschrank lagern, am besten in abgekochten, kleinen Flaschen wegen der besseren Haltbarkeit.
    • Etwa ein halbes Schnapsglas Sirup, aufgefüllt mit warmem Wasser, schmeckt super und ist gut für das Immunsystem.

Ja, ja – ich weiß: „Und das empfiehlt eine halbkranke Fjonka??“ Tut sie. Sie war schon angeschlagen, bevor sie den Rachenputzer bei Freunden kennengelernt hat, und sie hat versäumt, sich rechtzeitig um Erkältungshonig zu kümmern…..

Guten Rutsch – bis nächstes Jahr dann!!! Prosit Neujahr!!!

Tjüs!!