Gestern

windstill plus Sonne. Erste Blüten am Mistmistmistichweißesnichtmehrstrauch*, erste Bienen vor den Kästen, dringend nötige Holzspaltaktion (des bereits geng getrockneten, aber bisher erst gesägten Holzes, das wir dazugekauft hatten) und dann noch einen Spaziergang über die Kuhkoppel, die selbst an den höchsten Stellen und trotz Drainage patschnaß ist (quatschquatsch bei jedem Schritt), obenauf noch die Schneereste von Donnerstag.

*Gerade lange gesucht, aber offenbar hab ich hier im Blog nur notiert, was ich evtl mal für das neue Gebüsch haben WOLLTE, nicht, was ich wirklich gepflanzt habe. Und jetzt hab ich den einen Strauch vergessen 😦 – es waren je zwei

  • Kornelkirschen von Purpurbête
  • Purpurweiden
  • Salweiden
  • Felsenbirnen
  • Traubenkirschen
  • Erbsensträucher
  • Kreten, die sich aber dann als Pflaumen (oder Zwetschgen!?) entpuppt haben
  • Winterforsythien
  • und JA!!! BEIM auflisten ist es mir jetzt doch wieder eingefallen: zwei Geißblätter!!!

Außer den beiden Erstgenannten haben alle schon geblüht. Bei den Kornelkirschen hoffe ich auf dies‘ Jahr, denn inzwischen haben sie mich schon an Größe überholt!!

Erst wenige Jahre ists her, und doch würde ich bei der Auswahl inzwischen etwas anders machen – denn jetzt wäre ein Faulbaum dabeigewesen, oder ein Pfaffenhütchen – jedenfalls wäre heutzutage nicht nur Nektar- und Pollenvorkommen für mich wichtig, sondern auch, daß alle einheimisch sind. Tja. Nichtsdestotrotz finde ich’s schön, daß da schon etwas blüht. Und die Schneeglöckchen spitzen auch schon raus. Weiße Köpfchen sind erst an 2 Stellen in Anfängen zu sehen, aber immerhin.

Montagmorgen: gut, daß wir die Zeit gestern genutzt haben und draußen waren. Heute nämlich ists grau- weiß und schneit wieder. Und dann soll es viel wärmer werden, aber regnen.

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Konjunktiv

Wenn es draußen so aussieht,

dann ist es schön, vom holzholen reinzukommen und sich mit auf die warme Ofenbank gelegten Füßen im Schaffellsessel aufwärmen zu lassen.

WÄRE. Dann WÄRE es schön……

Kleinvieh

Heute aus der Reihe „Umweltschutz durch seinlassen“

Diese Sorte Umweltschutz liegt mir, ich erwähnte es ja bereits des öfteren, besonders nahe *g* Als natural born Faultier ist nichts schöner, als wenn man ganz einfach feststellt: OH! Ich muß ja nur dies weglassen, das nicht tun oder jenes ignorieren – schon ist mein Leben wieder ein Quentchen umweltfreundlicher!

Diesmal hat mir Anja dabei geholfen, wahrscheinlich ganz unbeabsichtigt *g*
Anja nämlich, die ich hier bei vollem (Vor-)Namen nenne, weil sie’s in den Kommentaren selbst auch tut *g*, hat mir zum vorletzten Geburtstag eine Buddel selbstgepreßtes(!) Bio-(!)-Rapsöl geschenkt. Eigentlich ja für Salat und so – aber nuja, ich und Salat … Salat ist umständlich (waschen! schleudern! rupfen! anrichten!), man wird nicht satt davon und er ist kalt im Bauch…. drei gute Gründe, Salat nur zu machen wenn es 25° und mehr hat, was bei uns so gut wie nie der Fall ist. Also habe ich etwas anderes getan: ich habe begonnen, meine Körperpflege umzustellen.
Bevor Anja mir die Buddel geschenkt hat, habe ich nach jedem duschen Gesicht, Arme, Füße und Beine mit Lotion oder Creme eingeschmiert, weil ich an diesen Stellen zu trockener Haut neige. Lotion oder Creme aber ist nur in Plastikverpackung zu haben. Warum also nicht gutes Öl verwenden, dachte ich mir, zumal ich eh bereits davon gelesen hatte, daß Rapsöl wunderbar für die Haut zu benutzen ist. Also hab ich umgestellt.
Nun ist Rapsöl allerdings ein Öl. Das bedeutet: es zieht langsamer ein als Lotion oder Creme. Manchmal hatte ich aber nicht genug Zeit zu warten, bis ich meine Socken anziehen konnte. Dann hab ichs weggelassen – und siehe da:
seit etwa einem Jahr schon hat es sich jetzt so eingespielt, daß ich sogar an den Fußseiten und Unterschenkeln nur noch ganz selten einschmiere, wenn ich merke: es schuppt oder spannt. Offenbar hat sich die Haut durchs wenig- bis nichtstun so regeneriert, daß sie bloß noch selten nach Öl verlangt! Im Gesicht ists anders, das spannt meistens. Wenige Tropfen Öl reichen aus, mit dem Rest reibe ich die Hände ein – gut is‘!

Wenn die Buddel Rapsöl nicht irgendwann umkippt, werde ich genug Hautpflege bis an mein Lebensende haben – und jede Menge Müll und industriell gefertigten Kosmetiksch*** eingespart. Und eine gesündere, sich selbst passende Haut hab ich gratis dazu. Ich kann also Rapsöl als Hautpflege uneingeschränkt empfehlen!

Danke, Anja 🙂

 

Gartennotizen und -bewohner

Gestern bin ich in dem schönen Band „Schmetterlinge Schleswig-Holsteins“, der im Überraschungsweihnachtspäckchen vom Jungimker-Paar war, sozusagen beim lesen über einen bereits gefaßten und wieder vergessenen Vorsatz fürs nächste Gartenjahr gestolpert:

der Schornsteinfeger war im letzten Jahr bei uns unterwegs, sogar recht viele Exemplare – und er braucht, so konnte ich lesen, Gräser, auch länger ungemähte Flächen, zur Eiablage.

Da fiel mir wieder ein, worüber wir (auch) beim durchgehen des Gartens für die eventuelle Prämierung gesprochen hatten: daß es nämlich im Naturgarten sinnvoll ist, nicht alle Flächen gleichzeitig zu mähen.

Beim Rasen tu ich das eh nicht, allein schon aus zeitlichen Gründen und weil ich sowieso immer nur da mähe, wo es zur Nutzung gerade wirklich nötig wird. Aber die Wiese, das einzige Stück Fläche mit Gräsern, wo es längere ungemähte Zeiten gibt, die mähe ich zwar bloß 2x, aber immer alles auf einmal. Das soll im nächsten Jahr anders werden, ich will mal gucken, in wie viele Zonen ich sie dann aufteile, aber jedenfalls in mehrere, die versetzt gemäht werden. Drei vielleicht!?

Auch Ende Juli bei uns fotografiert: das Landkärtchen, 2. Generation (die der ersten sehen total anders aus!!) Die Raupen fressen Brennesseln, die Erwachsenen leben in „feuchten Waldsaumstrukturen“- da ist unser Garten also ideal.

Und auch den nächsten hat der Herr F. am selben Tag fotografiert. Es ist ein Mädchen! 🙂 Und zwar ein Faulbaum- Bläuling, ein sehr häufiger Falter, wie uns Buch und Bestimmungshilfe sagen, wohnhaft auf Efeu, Hopfen und – Logo – Faulbaum.

Der NABU Eckernförde hat eine richtig hilfreiche Bestimmungshilfe (1. PDF) sowie Links, die auch gut weiterhelfen.

Schwer beeindruckt

Am Montag haben wir uns aufgerafft, nach der Arbeit gleich weiter zu ziehen.
Es gab einen Vortrag über Insekten im Garten, mit Fotos, und zwar von Lennart Bendixen, der hier gleich nahebei wohnt und sich offenbar auf der Überholspur in nur 4 oder 5 Jahren von Jemandem „für den Ökologie kein Thema war“ zu einem echten Experten gemausert hat. Ihn hat, so erzählte er, einfach interessiert, wie viele Tiere in einem Garten leben können – und er hat angefangen zu bestimmen und zu zählen.
Wie das so ist, wenn man erstmal…., hat sich sein Grundstück von etwa 3000 recht sonnigen Quadratmetern in dieser Zeit zum Naturgarten und Interesse wie Garten zum Schwerpunkt Insekten gemausert. Wiese, heimische Gehölze, Tümpel, viel auch aufrecht stehendes Totholz und ein sandiger, sonniger „Steilhang“ von 90cm sind die Zutaten, bisher bestimmt hat er um die 3000 Tiere, meine ich mich zu entsinnen.
Dreitausend Tiere!
Verschiedene!
Das größte ein Damhirsch, das kleinste (von ihm per gutem Fotoapparat bestimmbare) eine Milbe von 0,15 cm Länge, wenn ich mich recht entsinne.
Und er hat tolle Fotos gemacht, von einer parasitären Schlupfwespe zB, die gerade auf einem Raupenkopf ihr Ei ablegt. Oder von einer Grabwespe, die die von ihr gelähmte Spinne innerhalb einer sehr anstrengenden Stunde in das zuvor gegrabene Loch an einem Totholzstamm schleppt (wo die Spinne gelähmt und deshalb frischgehalten wartet, daß die Grabwespenlarven schlüpfen und von ihr essen können)
Zwei Tierarten, die er entdeckt hat, waren zuvor für S-H noch nicht als hier lebend bekannt. Ein Plattwurm und irgendwas anderes.

Also, ich habe ja was übrig für Leute, die sich so schnell und so sehr in eine Materie hineinknien. Mir ist das sowas von total fremd, es widerspricht sozusagen meinem ganzen Wesen *g* – aber ich finde es einfach großartig, daß es solche Leute gibt und stehe voller Bewunderung vor diesem Phänomen!

Nebenbei bemerkt ist der Herr F. jetzt bald NABU-Mitglied, und wir hoffen, hier in der Gegend mehr mit Gleichgesinnten tun zu können. (Ich bin ja bereits Zustifterin) Der Vortrag war nämlich vom NABU angeboten worden.

Rituaaaaaaaaaal

Es ist wohl so – je öller, je döller wird die Wichtigkeit bestimmter Rituale und Abläufe im Alltag. Ich kenne es ja von mir selbst. Wahrscheinlich deshalb bin ich ein wenig gnädiger dem alten Katz gegenüber als ichs normalerweise bin – und schwupps, schon weitet sich das ganz normale Morgenritual ordentlich aus….

Früher:

Ich stehe auf. Kaum gehe ich die Treppe runter, klappert die Katzenklappe: der Dicke kommt. Maumaumau, erstmal wird nun begrüßt.

Einmal herunterbeugen reicht nicht, mehrfach, etwa dreimal, will er schon angesprochen und gestreichelt werden. Inzwischen sind wir im Bad angekommen (der einzige Teil des Rituals, auf den ich bestehe: erst Bad, dann alles andere).

Ist er genügend beachtet und begrüßt worden, dann setzt sich der Dicke hin, und wir beide putzen uns….

Dann gehts gen Küche, und erst wird die Kerze auf dem Tisch angezündet, dann dem Dicken das Essen gerichtet, dann mein Frühstück.

Hier fand früher das Morgenritual sein Ende.

Jetzt:

Ich stehe auf. Manchmal klappert jetzt die Klappe – oft aber auch nicht. Der Dicke hört nicht mehr so gut…. aber irgendwann bekommt er mit, daß ich da bin – der Dicke kommt. Maumaumau, erstmal wird nun begrüßt, meist bin ich dann schon im Bad beim zähneputzen. Ein wenig anspruchsvoll, denn auch mit Schaum im Mund reicht einmal herunterbeugen nicht, mehrfach, etwa dreimal, will er schon angesprochen und gestreichelt werden. Ist er genügend beachtet und begrüßt worden, dann setzt sich der Dicke auf den Teppich dort und wir beide putzen uns fertig….

Dann gehts gen Küche.

Sesam, öffne Dich…. nicht, daß nicht gleich neben der Tür eine Katzenklappe wäre…..

Erst wird die Kerze auf dem Tisch angezündet, dann dem Dicken das Essen gerichtet, dann mein Frühstück. Manchmal mag der Dicke gern in Etappen essen, dann wird zwischendrin ein Putzgang eingelegt. Das ist schön für mich, seit das neue Ritual besteht, denn dann habe ich eine Chance, schonmal an meinem Kaffee zu nippen, bevor der Dicke fertig ist mit essen *g*

Man beachte DAS EINE Bröckchen Rest….

Ich sitze beim Frühstück, der Dicke hat aufgegessen. Nun läuft er unruhig herum, maunzt, setzt sich vor die Katzenklappe gen Flur, maunzt, läuft herum – er findet einfach keine Ruhe, und das nervt mich.

MRAAAAAAUAUAUAUUUUU!

Ich weiß ja, was er will: er will in den Flur und von dort wahlweise raus oder nach oben zum schlafen. Beides könnte er einfach so tun – durch die Wintergarten-Klappen raus, durch die Flurklappe raus und hoch, die Tür lasse ich inzwischen oben eh offen. Aber nein, das ist nicht, was der Dicke will. Der Dicke will durch die Menschentüre in den Flur. Und ich soll mitkommen.

Dann will er sich in Ruhe entscheiden, ob er nun raus will oder nicht. Falls er sich für „raus“ entscheidet, will er sich in der Haustür nochmal end-entscheiden können.

Vielleicht ist ihm ja das Wetter zu schlecht, dann dreht er um. Währenddessen wird mir kalt, denn in der Haustür pfeift ein kalter Wind – das mal nur nebenbei bemerkt, nicht daß es irgendwas ändern würde *g*…. Immerhin kann ich den Entscheidungsprozeß mit leichtem schieben gegen den Dicken-Hintern beschleunigen….. Dann

  • geht der Dicke raus und ich kann meinen inzwischen abgekühlten Kaffee trinken gehen.

Oder dann

  • entscheidet sich der Dicke, doch lieber im Haus bleiben zu wollen, es folgt, was sonst auch manchmal OHNE Haustür-Stop folgt:
  • es geht der Dicke zur Treppe, nicht aber hoch. Erst muß ich den Vorhang beiseiteschieben und die ersten drei Stufen hochgehn, um ihn und mich davon zu überzeugen, daß oben offen ist – er flitzt (oder an manchen Tagen auch eher fast schon“zieht sich“) die Treppe hoch und ich kann meinen inzwischen abgekühlten Kaffee trinken gehen. Den Dicken sehe ich für die nächsten Stunden eh nicht mehr, es sei denn, ich gehe ins Arbeitszimmer und gucke in die Ecke mit der Decke….

Was tut frau nicht alles………

 

Freufreufreu!!!!

Wooohoooo!
Zum Glück hatte ich noch nicht bei der Stunde der Wintervögel gemeldet, denn wer saß eben an den Erdnüssen? Ein Distelfink!!!
Wir haben in all den Jahren hier überhaupt erst vorletztes Jahr im Sommer EINMAL einen einzigen hier im garten gesehen, und noch nie an der Futterstelle!
Ob das an den neu angesäten Karden liegt, die erstmals geblüht und gesamt haben und ja angeblich echte Magneten für Distelfinken sind?

Hier ein (sehr schlechtes, aber immerhin) Beweisfoto

Nachtrag, was die Wäsche betrifft

Nicht JedeR mag ja Aufwand treiben und Waschmittel aus Kastanien selbst machen. Und nicht JedeR traut dem einfachen und schnipselt ein paar Efeublätter in ein Säckchen.

Für all die, die doch lieber ein „richtiges“ Waschmittel benutzen (auch wir haben ja immer eines rumstehen und nutzen mal dies, mal jenes), habe ich Interessantes gefunden.

Bisher konnte ich nämlich nie so recht begründen, warum ich, wenn, Öko-Waschmittel kaufe statt eines normalen Baukasten-Mittels (außer, daß sowas kaum noch zu kriegen ist….) Denn die Zutatenliste hinten drauf hilft mir da nicht recht weiter, weil ich sie nicht richtig verstehe und vergleichen kann. Jetzt hat mein Bauchgefühl Fakten gefüttert bekommen, und die sind interessant. Ich habe nämlich auffe neuen Arbeit ein Bio-Handel-Fachblatt rumliegen sehen, im Personalraum, also auch zur gefälligen Bedienung, und da gab es einen Waschmittel-Beitrag. Also hier die Unterschiede zu konventionellen Waschmitteln:

  • Öko-Waschmittel waschen auf Seifen- oder Tensidbasis
  • Diese Seifen/ Tenside werden ausschließlich aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt (konventionell: oft Zutaten auf Erdöl-Basis)
  • Keine synthetischen Farb- und Duftstoffe (außer Ecover!!)
  • keine Gentech-Enzyme
  • keine optischen Aufheller
  • keine Konservierungsstoffe (alles Inhaltsstoffe, die in konventionellen Waschmitteln enthalten sind, und deren Reste nachher im Wasser landen)
  • nach Gebrauch sind alle Öko-Waschmittel vollständig biologisch abbaubar

Markenunterschiede:

  • Ecover und Klar: Tensidbasis, Zutaten der Tenside aus konventionellem Anbau (Öko ist nicht gleich bio!!) oder aus Waschnüssen (Problematik: werden aus Indien herangekarrt und sind dort inzwischen aufgrund des Kaufdrucks in Europa überteuert, was dazu führt, daß dort vermehrt mit konventionellen, aber billigeren Waschmitteln gewaschen wird. Absurdistan, mal wieder……)
  • Sonett: Baukastenprinzip (Seifenbasis)
  • Sodasan: ökologische und CO2-freie Produktion

Soweit also die Infos aus dieser Zeitschrift, kurz zusammengefaßt (und, es sei extra betont, nicht selbst nachgeprüft!!) Vielleicht kann dies manchem/r bei der Entscheidungsfindung helfen, der/ die nicht selbstbasteln möchte, aber trotzdem überlegt, ob das derzeit benutzte Waschmittel okay ist.

Übrigens musste ich auch lesen, daß Frosch (von denen hab ich Kanister mit Neutralseife und Essigreiniger im Keller) mitnichten so Öko ist wie gedacht, aber die Info in der Zeitschrift ist schwammig:

Zahlreiche Produkte dieser Marken waschen mit Tensiden aus Erdölbestandteilen und Enzymen von gentechnisch veränderten Organismen

Okay, dachte ich, such ich mal, tasächlich gibt es auf der Froscheite auch Inhaltsstoffe zu sehen, Beispiel hier. Dumm bloß: die kapiere ich wieder nicht. Und unten, der Link zu den wieterführenden Infos – tadaaaa – führt auf eine Seite der EU-Kommission da kapiere ich erst recht nichts, das hilft NULL weiter…. aber meinen Essigreiniger mache ich ja inzwischen eh selbst, da überbrücke ich mit dem Restkanister nur die zitrusfruchtlosen Zeiten, und für den Neutralreiniger überlege ich dann weiter, wenn sich die Kanister leeren……

Einab!

 

Über die Integrationsleistung von Arbeit

Wünsche M., Iraker und seit ca drei Jahren in Deutschland, per Telegram* ein gutes neues Jahr und frage, ob er inzwischen Arbeit hat. Hat er, schreibt er, in einer Autolackiererei in der Stadt.

Und, frage ich, ist die Arbeit gut, sind die Kollegen und der Chef nett?

Die Arbeit ist okay, antwortet er. Aber Chef und Kollegen sprechen nur polnisch.


* sowas wie WhatsApp ohne Datensammelei

Der Michelmann möwt mich ins neue Jahr

Dies ist eine Geschichte vom Michelmann:

Arnis

Ich weiß nicht, wie bekannt den LeserInnen von weiter wech die hiesige Saatkrähenproblematik ist, also werde ich das vorweg mal eben mal in Ruhe erläutern:

Saatkrähen stehen unter Schutz, denn sie sind in Deutschland selten. Fast überall. Nur nicht hier bei uns. Hier bei uns gibt es viel zu viele Saatkrähen. Sie brüten in Kolonien in großen Bäumen, die beieinander stehen.
Außer zu vielen Saatkrähen haben wir hier aber auch zu wenig große, beieinanderstehende Bäume, denn hier ist die krähenreichste, aber auch die waldärmste Gegend Deutschlands.
Das führt dazu, daß die großen Saatkrähenkolonien mit den Menschenkolonien in Konflikt geraten, denn beide halten sich gern an denselben Orten auf:  auf Friedhöfen, Grundstücken mit baumumstandenen Häusern oder in kleinen Wäldchen. Außerdem sind Saatkrähen ausgesprochen kommunikativ veranlagt. Sie befinden sich in ununterbrochenem Austausch miteinander. In lautem ununterbrochenen Austausch.
Krähen sind übrigens Singvögel – man mag manchmal nicht glauben, wie absurd Menschen Tiere kategorisieren! Denn Krähen singen nicht, Krähen schreien! Das tun sie unmelodisch und rauh. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Immerzu. Es ist gruselig.
Ein völlig neuer Geschäftszweig ist schon daraus entstanden, der des Krähenvergrämens. Man versucht es mit lautem klappern oder indem man allabendlich kurz vor Dunkelwerden die Nester zerstört, hoffend, daß die Krähen sich dann einen anderen Ort zum nisten suchen. (Das darf man aber nur, bis das 1. Ei liegt, denn die Krähen sind ja geschützt – ich habe bisher noch nicht mitgekriegt, daß es funktioniert hätte….)

Und jetzt also der Michelmann.

Der Michelmann hat ein Haus mit einem großen, schönen Garten dicht an einem kleinen Wäldchen, in dem Hunderte Saatkrähen leben. Ich, dort zu Besuch, sagte einst: „Du hast es ja echt schön hier, aber die Sch***krähen, Mann, ist das laut!!“.
Darauf der Michelmann: „Ach, die stören mich nicht. Ich tu einfach so als wären es Möwen, dann fühle ich mich wie am Strand!“

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Mein Vorsatz für 2018:

Die Welt ist doch gleich viel schöner, wenn man nicht alles glaubt, was man zu wissen meint! Deshalb schließe ich mich dem Michelmann, Pippi und der Frau Merkel* an und singe so oft es geht und mindestens so melodisch wie die Möwen beim Michelmann das schöne Liedchen:

Dreimal drei macht vier widdewiddewitt und drei macht neune
ich mach mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt

 

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Ich wünsche allerseits ein gutes neues Jahr mit ausreichend Möwen und viel Gesang!!!!!

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*Känguruh!

 

Fast vorbei

Durchstrecken und wieder hinlegen ist das Motto für den Rest….

…ist dieses 2017, und es endet, wie’s durchgängig war: naß und grau.

Im Außen stimmt diese Aussage zu 100%, sowohl Wetter als auch des Herrn F. und meine Nase und Gesichtsfarbe machen’s möglich 😉 Wir verbringen also die letzten Tage des Jahres damit, uns warmzuhalten und zu pflegen… und ich habe pflanzliche Kreislauftropfen für mich entdeckt, denn in den letzten Tagen ist „der Rest“ ganz gut aushaltbar, aber mein Kreislauf läßt die Welt schwanken und kippeln, wann immer ich zur Ruhe komme – und Ruhe braucht „der Rest“ noch dringend….
Im Innen sieht das ganze besser aus, worüber ich sehr froh bin, denn dieses nahezu sonnenlose Jahr hätte mir sicher viel mehr zugesetzt, wäre ich innerlich nicht viel besser zupaß als in den letzten Jahren.
Trotzdem fällt es mir nicht schwer, dieses Jahr zu verabschieden – das war nix dolles, ehrlich jetzt …

So. Und jetzt zurück aufs Sofa also! Dort werden wir den Rest des Jahres verbringen, zusammen mit den Kreislauftropfen, Hühnerbrühe und dicken Socken – und immerhin auch Schwiegermutters Weihnachtsplätzchen.

 

 

Kleinvieh

Der Herr F. und ich, wir leben, Ihr wißt es, nach dem Motto „Ich spüre das Tier in mir! Es ist ein Faultier!“… deshalb dachte ich, das waschen mit Efeu ist super für uns. Weit gefehlt: jedesmal nach draußen zu laufen, um Efeublätter zu holen, sie dann zu zerschnippeln – da machte der Herr nicht mit und ich (die ich eh seltener wasche) habe auch des öfteren lieber zum griffbereit stehenden Öko-Waschmittel gegriffen. Gewurmt hat mich das aber schon, denn da es bei uns in der Nähe nach wie vor keinen Unverpackt-Laden gibt (der in Kiel ist faktisch nicht erreichbar, weil des Herrn Arbeitsroute dafür nochmal um eine halbe Stunde länger würde) bedeutet diese Faulheit immer auch: mehr Müll.

Ich habe dann hier und da Rezepte für selbstgemachte Waschmittel gelesen, aber Anrührerei am Tag vor jedem Waschgang, reiben von Kernseife oder ähnliche Mühen sind für uns einfach nicht realistisch. Wie schön daher, als ich bei Alttrifftneu auf die grandioserweise bereits getestete Methode des Faultierwaschens mittels Roßkastanien stieß!! Das wollte ausprobiert sein, denn eine Großaktion für monatelanges Waschmittel – das ist eher meine Variante des Umgangs mit solchen Sachen. Angenehmerweise fiel das erscheinen des Beitrags auch noch mit der Kastanienzeit zusammen – also nix wie los, suchen. Letztlich hatte ich 2 Baumwolltaschen voll, genug für längere Experimente. Die Kastanien hab ich erstmal vorgetrocknet, Unser Ofendach eignet sich für sowas super.

… und das ist längst nicht alles…

Dann mußte ich Hilfe finden, denn wir besitzen keine Küchenmaschine, und die Kastanien mussten gehackt werden…. ich wusste, im Freundeskreis gibt es zwei der leistungsstarken Dinger, und a hat sich netterweise meiner und der Kastanien erbarmt. Mann, war das LAUT – Leute, Ohrstöpsel sind beim nachmachen Pflicht!! (Allerdings muß ich sagen: Dackel und Jack Russel von a haben es bei meiner Ankunft gemeinsam geschafft, genauso laut zu sein. Mindestens. *g*) Das Maschinchen hatte keine Probleme, die zwei Beutel Kastanien zu hacken. Danach kamen sie nochmal zum fertigtrocknen auf den Ofen

Nachtrocknen ist dringend geboten, wenn’s nachher nicht schimmeln soll.

Noch während es alles angenehm riechend vor sich hintrocknete habe ich den ersten Test gemacht. Das Kastaniengehackte kommt in einem Säckchen in die Waschtrommel: Mein Säckchen ist ein großes, dünnes Stofftaschentuch (eh viel zu groß, um es in der Hosentasche mit sich zu tragen – wo hat Vaddern, von dem ichs geerbt habe, das bloß früher hingestopft??? Muß ihn mal fragen) Der Verschluß ist ein kleines Gummi. Sollte sich diese Art zu waschen etablieren, werde ich da noch was besseres zaubern, ich denke an einen Ziehverschluß oder so. Mal sehen. Vorerst kommt das Provisorium mit in die Trommel, gefüllt mit 4 Eßlöffeln Kastanienhack (etwa 70g). Warum etwa 70g? Weil’s im verlinkten Beitrag so steht *g* Vielleicht teste ich demnächst mal aus, ob weniger gleich wirkt.

Als erstes hab ich nach dem waschen das Säckchen entfernt und dran gerochen – hmmmmm, das riecht frisch nach Kastanien, lecker. Leider rochen nicht alle Kleider so – ein Arbeitspulli hatte offenbar im Wäschesack Feuchtigkeit gezogen und müffelte nun ganz fürchterlich nach feucht getrockneter Wäsche. Damit hatte er anliegende Wäschestücke „infiziert“, so daß ein Teil der Wäsche müffelte, der andere ganz normal frisch roch. Nach dem trocknen war allerdings davon nichts mehr zu riechen, und bei den folgenden Wäschen trat das auch nie mehr auf. Es lag also, wie vermutet, nicht an den Kastanien.

Inzwischen haben wir mehrere Kastanienwäschen bei 30° gemacht, und alles ist gut. Meine Arbeitsschürze hatte einen Fettfleck, den hab ich – wie beim normalen Waschmittel auch – mit Gallseife vorbehandelt. Im Grunde ists so: es gibt keinen merklichen Unterschied zwischen Kastanie und Kauf-Waschmittel, außer dem fehlenden Geruch. Wer’s lieber duftend mag, der kann ein Tröpfchen ätherisches Öl nach Wahl ins Waschmittelfach geben. Achja, und noch ein wichtiger Tipp: wer wirklich faul ist wie wir und die Kastanien vor dem hacken nicht schält, der sollte damit keine Weißwäsche waschen. Die Schalen färben nämlich etwas, hier sieht man’s am Taschentuch:

Naja, soooo gut sieht man’s nicht *g* Ist halt leicht gelblich, und es hängen kleine Schalenkrümel drin. Insgesamt habe ich übrigens jetzt vier riesengroße Weckgläser voll Kastanienhack

Also, ich habe bislang keinen Nachteil an dieser Art des müllfreien waschens gefunden – die Kastanienhäcksel können nach Gebrauch in den Kompost- ich will aber mal versuchen, was ich las: daß sie auch mehrfach verwendbar sind. Ich denke, dazu werde ich sie zwischendrin wieder trocknen, denn sonst schimmelt das vielleicht noch. Wir waschen ja seit Marias genialem Wäschepflege-Artikel seltener als vorher – auch das ein guter Beitrag zum Umweltschutz 🙂 Mein Kastanienwaschmittel ist zwar nur „nachgemacht“, trotzdem will ichs bei Einab verlinken – dort gucken ja immer mal wieder neue Leute rein, und solange es keinen Index gibt, sucht man sich tot – vielleicht nützt es ja da etwas, wenn doppelt gemoppelt wird…..

 

 

Hmpf

Bin gestern nachmittag spontan krank geworden und schleppe mich nun nach schlechter Nacht unausgeschlafen mit schnupfender Nase, brennenden Augen und geschwollenem Hals durch den Tag. Draußen stürmt es so, daß es mir drin trotz Ofen, zwei Decken und Wärmekissen unter den Füßen nicht recht warm wird (naja, liegt wohl eher am Zustand als am Sturm – das Thermometer behauptet, es habe über 21° im Wohnzimmer), in der Glotze läuft eh nix G’scheit’s und lesen ist in diesem Zustand nur begrenzt möglich, so daß es auch noch langweilig ist.

So hatte ich mir den letzten freien Tag nicht vorgestellt.

Türchen 24.12.: Was ich an Weihnachten liebe

Überraschungen!

🙂

Die liebe ich zwar nicht nur an Weihnachten, aber um Weihnachten herum gibt’s offenbar öfter welche als sonst im Jahr.

Eine großartige Überraschung war damals die Weihnachtsfrau mit dem weltbesten Milchschäumer, im letzten Jahr dann kam ein Paket vom Christkind!!!, aber auch de Wiehnachtdischer hat mich sowas von überrascht – verrückt und schön war das alles!

In diesem Jahr liegen gleich drei überraschende Päckchen auf unsrem Gabentisch – immerhin kenne ich (fast schon muß ich sagen: leider! *g*) die Absender: der Jungimker und seine Frau sind die einen, Xirxe ist die zweite, und gestern kam noch ein Paket vom Paradiesapfel 🙂 Und dann kam auch noch geradezu massenhaft überraschende Weihnachtspost –  gleich von mehreren Derer, die hier mitlesen und auch von nichtvirtuellen Bekanntschaften, von denen ich keine Post „erwartet“ hatte!! Einerseits bin ich immer ein wenig beschämt, weil ich selbst doch garnicht…. aber andererseits – Überraschung, dann Freude und jetzt das gespanntsein auf den Inhalt der Päckchen überwiegen doch bei weitem, ich geb’s zu!! Dankedankedanke Euch Alle, und

Frohe Weihnachten Euch allen!!!