Brummer

Seit Jahren fliegen die Hornissen bei uns im Garten herum, meist sehen wir sie im Frühsommer am Palettenzaun, da holen sie Nistmaterial. Oder dann im späteren Sommer hinten am Staudenbeet. Da jagen sie Insekten. Haben sie eine Fliege oder Biene erbeutet, werden Kopf, Flügel und Beine sorgfältig abgebissen. Den nahrhaften Rest nimmt die Hornisse dann mit. Immer geht es gen Knick, Richtung Nachbar. Nie konnten wir verfolgen, wohin genau es geht. Und immer sind sie zu flink unterwegs, um fotografiert zu werden.

Jetzt saß im September eine sterbende Hornisse auf dem Gartentisch hinten. Gelegenheit für mich, mal genauer hinzugucken und Fotos zu machen, nachdem sie verstorben war.

Ein beeindruckendes Gesicht

Gedrungener als erwartet ist sie, und garnicht sooooo groß.

Daß die Fühler gelb sind hatte ich auch noch nie so recht wahrgenommen.

Ich mag Hornissen sehr. Ihr tiefes brummen ist beruhigend anzuhören, sie sind eher freundlich (ich habe schon mit dem Fotoapparat wenige Zentimeter entfernt eine beim morsches-Holz-holen zu knipsen versucht, und als Madame sich gestört fühlte, weil ich so nah kam, ist sie – einfach weggeflogen, dicht an meinem Ohr vorbei. Und selbst dem Nest, das wir mal auf einem Ausflug in einem Wurzelstock gefunden hatten, durfte man bis etwa einen Meter nahekommen mit dem Fotoapparat, bevor das lauter und höher werdende brummen der Wächterinnen ein deutliches „jetzt is‘ genug!“ signalisierte. Wenige Zentimeter zurückweichen – schon beruhigten sie sich wieder.

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Armer Kerl

Geradezu rasend schnell hat sich des Dicken Leiden verschlimmert. Abends nach der „Pipi“- Notiz und bis vorgestern mittag noch sah es so aus, als gäbe sich das Ganze von allein, und dann – keine Ruhe mehr, Klo- und Rausgänge im Viertelstundentakt, und das für uns Menschen schlimme daran: der Dicke suchte wieder offenbar nach Orten, an denen es weniger unangenehm wäre, zu pinkeln. Und er suchte erfolgreich aus:

einen Kleiderhaufen

einen Trolley

*seufz*

Also zur nächstmöglichen Gelegenheit, gestern morgen, ab zur Tierärztin. Zwei Arbeitshypothesen (die aber auch zusammenhängen):

  1. alte Katze -> Griesel in der Blase -> in den Furchen dieser Griesel können sich Krankheitserreger wunderbar halten, und schon kann schnell so eine Infektion wieder aufflammen
  2. Evtl PH-Wert im Urin zu hoch, dann durch (alte Katze…) nicht mehr so tolles Immunsystem die sich im sauren Milieu pudelwohlfühlenden Krankheitskeime schwerer kleinzuhalten -> Infektion

Also gibts wieder Antibiotikum, und ich werde versuchen, Urin zum testen aufzufangen. Dafür gibt es – böseböse, aber in diesem Fall leider nötig – winzigkleinkörnige PLASTIK-Streu, die alles durchleitet und nichts aufsaugt und eine nadellose Spritze zum aufziehen des durchgelaufenen Urins. Die Menge dieser Streu ist immerhin WINZIG (ungefähr ein Handteller voll) Mir ist schleierhaft, wie der Dicke das in einem Katzenklo als Streu identifizieren können soll, aber die TÄ hat Erfahrungswerte, die sagen: doch, das klappt. Mal abwarten. Zuerst aber soll es ihm wieder besser gehen. Wenn das so schnell anschlägt wie letztlich, sollte das schon heute der Fall sein.

Wollen wir’s hoffen!

Update 8.11.: scheint schon besser zu gehen, aber so ganz leicht machts uns der Dicke nicht, das zu beurteilen: er geht manchmal stundenlang nicht raus, manchmal dann aber auch 2x kurz nacheinander. Das Klo beschnüffelt er nur und geht dann raus, ich kann also auch nicht sehen, ob die Pinkelmengen mehr werden geschweige denn was auffangen – und in die Zimmer mit den potentiellen „ich such mir ein Ersatzklo“-Stellen mögen wir ihn noch nicht wieder lassen. Anstalten, sich in den anderen Zimmern Stellen zu suchen macht er aber nicht.

Abgekartet Nr. 15

… und wieder hat der Paradiesapfel es geschafft, mir eine Karte zukommen zu lassen, die es laaaaange an der Magnetschnur gehalten hat. Der Poststempel sagt, es sind zweieinhalb Jahre! Kein Wunder, „Kuhtilda, Muhlrike und Heulinde bei der Probe fürs Weihnachtsballett“ (Zitat Rückseite) zuzusehen macht einfach ein grinsen ins Gesicht!

Btw: huhu, Äppelken *wink*

Pipi

Offenbar hat der Dicke erneut Probleme mit der Blase 😦

Seit heute: rastloses herumtigern alle halbe Stunde, gefolgt von Klogängen drin oder draußen mit jeweils „Drei Tröpfchen“-Erfolg, leider sucht er auch drin nach Pinkelplätzen. Bisher haben wir Unglücke noch verhindern können.

Also morgen früh ab zum Tierarzt…..

Gewöhnliche Wespe

Ich dachte, ich hätte eine ganz besondere Art gefunden, denn die Wespen, die an der Insektentränke zu finden waren, sahen so ganz anders aus als die anderen, viel dunkler gefärbt. Aber weit gefehlt, es sind wiedermal die „breitgespannten Farbvarianten“, die es auch bei der gemeinen oder gewöhnlichen Wespe gibt.

Immerhin war es mit der Kopfansicht einer Toten möglich, sie überhaupt genauer zu bestimmen:

eine Kurzkopfwespe ist sie (weil die Augen unten bis an die oberen Kauwerkzeuge reichen), und die Färbung des Gesichts ließ mich dann feststellen: och nö, nix besonderes, im Gegenteil: die häufigste Wespenart Deutschlands…. und eine der beiden nervigen, die sich mit Menschen im Spätsommer um Früchte, Marmeladenbrot und Wurst streiten…. *g*

Diese hier ist keine so dunkle – leider hatte ich die Fotos zum Vergleich leichtfertig gelöscht.

Pflanzen im Fjonk’schen Garten

Hier ist alles aufgelistet, was auf unserem Grundstück wächst und für mich bestimmbar ist. Ich ergänze laufend. (sicher heimische Arten sind kursiv gedruckt)

BÄUME

  1. Birke
  2. Buche
  3. Eiche
  4. Erle
  5. Linde
  6. Mirabelle, 2 Sorten
  7. Sauerkirsche, 2 Sorten
  8. Trompetenbaum
  9. Walnuß
  10. Weide: Sal-,
  11. Purpur-
  12. Silber(?)-
  13. sowie 2 Sorten, von denen ich nicht weiß, welche es sind

BÜSCHE/ HECKEN

  1. Ahorn (Hecke)
  2. Brombeere (wird nur hinterm Knick geduldet, ist aber immer wieder auch im Garten…)
  3. Buchsbaum
  4. Efeu, Buschform
  5. Felsenbirne, Kupfer-
  6. Flieder
  7. Forsythie
  8. Gelber Blasenstrauch
  9. Hartriegel
  10. Hasel
  11. Himbeere
  12. Holunder
  13. Johannisbeere; rote-,
  14. schwarze-,
  15. Kornelkirsche
  16. Krete
  17. Lonicera purpusii (Geißblatt, Buschform)
  18. Perückenstrauch
  19. Pfaffenhütchen
  20. Rose, 5 Sorten
  21. Rotbuche (Hecke)
  22. Scheinquitte
  23. Schneeball, runzelblättriger
  24. Schneebeere
  25. Schneeforsythie
  26. Spiere: Kolben-
  27. Schnee- (Braut-)
  28. Stachelbeere; grüne-,
  29. Josta(?)
  30. Traubenkirsche
  31. Weißdorn

MEHRJÄHRIGE

  1. Akelei
  2. Ampfer: krauser
  3. stumpfblättriger-
  4. Wiesensauer-
  5. Astern, mehrere Sorten
  6. Aronstab, gefleckter
  7. Baldrian
  8. Beinwell
  9. Bergflockenblume
  10. Blutweiderich
  11. Brandkraut (Bommelblume)
  12. Breitwegerich
  13. Brennessel
  14. Christrose, 2 Sorten
  15. Ehrenpreis: Persischer-,
  16. Stauden-
  17. Eisenhut, 2 Sorten
  18. Elfenblume, zwei Sorten
  19. Ellenrispe (Schein-Alraune)
  20. Eselsohr (ich glaube, das ist der wollige Ziest!?)
  21. Farn: Hirschzungen-,
  22. Straußen– (der „Farn des Grauens“)
  23. Wurm (oder Wald-Frauen-?)
  24. Felberich,
  25. auch Gold-
  26. Fingerkraut, kriechendes
  27. Ferkelkraut, gemeines X
  28. Fetthenne,
  29. auch 2 Zuchtsorten
  30. Gänseblümchen
  31. Garten-Gamander
  32. Gedenkemein (Omphalodes verna)
  33. Giersch. (*seufz*)
  34. Glockenblume: pfirsichblättrige,
  35. nesselblättrige,
  36. eine mit herzförmigen Blättern und Rhizomen, die nur alle paar Jahre blüht
  37. und eine winzige, aber nicht die Zwerg-
  38. Goldmohn
  39. Günsel, kriechender
  40. Gundermann
  41. Goldrute (hoffentlich seit 2018 nur noch die heimische…)
  42. Gräser Glatthafer(?)
  43. Quecke 😦
  44. Wiesen-Rispen-(?)
  45. Knäuel-(?)
  46. Hahnenfuß, scharfer-  (Butterblume),
  47. kriechender-
  48. Helmkraut, hohes
  49. Hornveilchen (seit Jahren nicht mehr, wahrscheinlich zu wenig offener Boden)
  50. Iris, 4 Sorten
  51. Kälberkropf, (Taumel-?)
  52. Karde, schlitzblättrige
  53. Kaukasus-Vergißmeinnicht
  54. Klee: Horn-,
  55. Rot-
  56. Schnecken- (Zwerg-?)
  57. Weiß-
  58. Knöterich: Kerzen-
  59. Schlangen- („Pfeifenreiniger“)
  60. Schnecken-
  61. Knotige Braunwurz
  62. Labkraut, weißes-,
  63. Kletten-
  64. Lavendel
  65. Leberblümchen
  66. Lenzrose
  67. Lichtnelke, rote
  68. Löwenzahn
  69. Lungenkraut, geflecktes
  70. Margerite: Wiesen-,
  71. Stauden-
  72. Mauerpfeffer, weißer –
  73. Minze, 3 Sorten
  74. Mutterkraut
  75. Mutter-Malcha-Blume
  76. Nelkenwurz: Bach-
  77. echte-
  78. Ochsenzunge, ausdauernde (Pentaglottis sempervirens) Das mit dem „heimisch“ ist etwas zweifelhaft, bei Wikipedia steht sie aber als an wenigen Orten S-Hs wild vorkommend
  79. Oregano
  80. Phlox
  81. Porzellanblümchen
  82. Primula elatio (Waldprimel)
  83. und 4 andere Primelsorten
  84. Rainfarn
  85. Rhabarber
  86. Sauerklee, europäischer-
  87. Wald-
  88. Erdbeere, Schein-,
  89. Wald-
  90. Schlangenkopf
  91. Seifenkraut
  92. Sigmarswurz
  93. Silber-Goldnessel (leider. Wird versucht zu entfernen, weil invasiver Neophyt)
  94. Stauden-Mohn
  95. Stendelwurz, entferntblättrige (letzte Blüte 2016, kommt aber eh nur alle paar Jahre, mal sehen….)
  96. Sternmiere, große
  97. Stinkende Nieswurz
  98. Stockrose
  99. Storchschnabel, 14 Sorten. U.a. Brauner-,
  100. blutroter-(sanguineum)
  101. glattfrüchtiger (-aequale) oder weicher (-molle)
  102. stinkender-(robertianum), Ruprechtskraut
  103. Wiesen-(pratense)
  104. Taubenkropf-Leimkraut (Knirrkohl)
  105. Taubnessel, weiße-,
  106. rote-,
  107. gefleckte-
  108. gelbe
  109. Thymian, 2 Sorten
  110. Türkenbund, gelber
  111. Veilchen
  112. Veronika, 3 Sorten
  113. Wald-Geißbart
  114. Walderdbeere
  115. Waldmeister
  116. Wald-Ziest
  117. Wasserdost
  118. Weidenröschen, zottiges-
  119. schmalblättriges-
  120. Wiesenraute, akeleiblättrige-
  121. gelbe-
  122. Zimbelkraut

EIN-BIS ZWEIJÄHRIGE

  1. Ackergauchheil
  2. Ackerstiefmütterchen
  3. Distel, Rauhe Gänse-
  4. Fingerhut (in manchen Jahren)
  5. Hirtentäschel, gewöhnliches
  6. Hohlzahn, gemeiner
  7. Königskerze, wollige
  8. Klatschmohn
  9. Kornblume
  10. Labkraut, Kletten- (*seufz*)
  11. Nachtkerze
  12. Rainkohl, gewöhnlicher
  13. Schöllkraut
  14. Silberblatt
  15. Sonnenwend-Wolfsmilch
  16. Spörgel, Spergula arvensis
  17. Vergißmeinnicht (Mysotis. Welches???)
  18. Vogel-Knöterich
  19. Wiesen-Bocksbart (2jährig)
  20. Wiesenkerbel
  21. Wilde Möhre (2jährig)

KNOLLEN und ZWIEBELN

  1. Buschwindröschen
  2. Bärlauch
  3. Hasenglöckchen
  4. Krokus, mehrere Sorten
  5. Kugellauch
  6. Leberblümchen
  7. Lerchensporn, gefingerter-
  8. hohler-
  9. Märzenbecher
  10. Milchstern
  11. Montbretie, 2 Sorten
  12. Osterglocke, mehrere Sorten
  13. Schachbrettblume
  14. Scharbockskraut
  15. Schneeglöckchen, 3 Sorten
  16. Schneeglanz
  17. Scylla
  18. Strahlenanemone
  19. Traubenhyanzinthe
  20. Tulpe, 3 Sorten
  21. Wald-Goldstern
  22. Winterling

KLIMMENDE

  1. Clematis
  2. Efeu
  3. Geißblatt, 3 Sorten
  4. Hortensie
  5. Wilder Wein, selbstklimmender
  6. und rankender

SONSTIGE

  1. Froschkraut, schwimmendes (Wasser)
  2. Krebsschere (Wasser)
  3. Moose, mindestens mal 4 für mich deutlich auseinanderhaltbare Arten
  4. Sumpfcalla (Drachenwurz, Wasser)
  5. Tannenwedel (Wasser)

PILZE (Ja, eigentlich nicht wirklich Pflanzen. Aber Tiere ja irgendwie erst recht nicht….)

  1. Birkenpilz
  2. Brandkrustenpilz (hoffentlich nicht mehr….)
  3. Champignon, brauner Kultur-
  4. weißer-
  5. Hallimasch
  6. Täubling

Und, EINZIG:

  1. der zweigstielige Herrling

Kleinvieh

Seit fast schon einem Jahr habe ich ein neues Deo:

Ein von der Oma geerbtes Glasdöschen mit Deckel hat Natron pur zum Inhalt.
Wenn ich mich morgens unter den Armen gewaschen habe, nehme ich mit feuchtem Zeigefinger ein kleines Bißchen davon auf und verreibe es in der Achsel – fertig. War überrascht, daß das sommers wie winters selbst anstrengende Arbeitstage stinkefrei hält..

Da ich ungern „fremde“ Gerüche an mir habe, finde ich das wunderbar:

  • ich übertünche Eigengeruch nicht durch anderes
  • das ganze ist extrem kostengünstig
  • man verbraucht nur SEHR wenig
  • ich müffele nicht, und
  • ich bin nahezu verpackungsfrei unterwegs (in meinem Falle sogar GANZ, weil ich das Natron beim Besuch im Unverpacktladen gekauft hatte)

EinaB!!

Sowas hab ich ja noch nie gesehen!!!

Dieses Foto hab ich mal extragroß gelassen, klickt es mal an, dann seht Ihr: hier ist ein Falter mit Fächerflügeln wie aus Federn! Winzigklein (etwa daumennagelbreit) saß er an der Tür zur Küche!

Ich war ratlos, und nach einigem suchen dachte ich „naja, vielleicht ist das ja nichtmal ein Falter!“ und habe kurzerhand eine „bitte um Hilfe“- Mail geschrieben – und nichtmal eine halbe Stunde später diese Antwort vorgefunden:

besten Dank für Ihre Anfrage. Dass Sie den Falter nicht auf unseren Seiten finden konnten, ist kein Wunder: Es ist ein (im landläufigen Sinne so genannter) Kleinschmetterling und wir haben uns seither auf die Großschmetterlinge beschränkt.

Zufällig kenne ich den aber: Es ist ein Federgeistchen der Gattung Alucita, nämlich Alucita hexadactyla. Weitere Abbildungen finden Sie hier: http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Alucita_Hexadactyla und bei Wikipedia finden Sie einen kleinen Überblick über die Familie Alucitidae: https://de.wikipedia.org/wiki/Federgeistchen_(Familie).

Freundliche Grüße

Herbert Fuchs

*************************************
Naturschutzbüro Zollernalb e.V.

Auch von hier aus nochmal: DANKEDANKEDANKE!!!! 🙂

Jetzt ist er also da – der Herbst, so wie man ihn hier kennt

Sturm, Regen, einstellige Temperaturen. Alle bunten Blätter sind wech, heruntergepustet, und was noch nachkommt hat keine Zeit, bunt zu werden. Grau und windig – keine gute Kombi für Fjonkas.

Jetzt muß ich aufpassen, daß die Stimmung nicht so schnell kippt: mich erinnern, wie lange es wunderschön war und wie das war. Und die guten Seiten der jetzigen Zeit wahrnehmen: der Ofen ist an; der Dicke freut sich über Schoß-Zeit; abends ist es dunkel genug, eine selbstgegossene Kerze aus eigenem Wachs anzuzünden; drin ists kuschelig, wenns draußen unwirtlich ist; Zeit genug, das wunderbare Geburtstagsgeschenk des Herrn F., ein Gebraucht-Smartphone mit all meiner Musik drauf zum hören übers Tivoli, auszukosten; Kino ist was schönes, wenns draußen unwirtlich ist; und natürlich: sobald die Sonne rauskommt: rausgehn, und wenn es nur kurz ein Gang durch die raschelnden Blätter im Garten ist;

hmmmm, mehr fällt mir grad nicht ein …

Xirxe, „BC-Freundin“, hat mir vor 10 Tagen eine Karte geschickt . Drauf steht:

Herbst und Winter wurden für warme Decken und dicke Bücher erfunden

Tja. Dicke Bücher gehn auch im Sommer auf der Gartenliege, und auf warme Decken könnte ich gut verzichten, aber ja – beides zusammen hat schon was …

 

Fledermäuse päppeln

Mit Anja, die hier öfters auch unterwegs ist, habe ich letztlich über Threema hin- und hergeschrieben. (Threema, das ist wie WhatsApp, bloß ohne datensaugen *g*) Und da man da auch Fotos schicken kann, bekam ich eines mit Fledermauskot in einem Vogelkasten.

Daraufhin gingen Fragen und Antworten von hier nach da und von da nach hier – und letztendlich hatte ich so viele mir neue und wichtige (ja, wichtige!!) Infos über Fledermäuse bekommen, daß ich Anja fragte, ob es okay wäre, die in einem Bericht hier zu verbreiten. War es. Danke dafür!

Also los:

Es ist nämlich so, daß es ganze 15 Fledermausarten gibt, die hier bei uns in Schleswig-Holstein zuhause sind! Ich sehe Silhouetten „groß“ und „klein“ am Haus vorbeihuschen, das wars an Unterscheidung *g*. (Anja kann manche am Kot erkennen!!) Aber zweimal in meinen vielen Jahren hier hatte ich eine nähere Begegnung mit einer Fledermaus: einmal fand der Dachdecker beim Abriß der alten Gaubenverkleidung eine vor, der er aber leider den Flügel gebrochen hatte. Wir haben sie getötet, weil wir dachten, etwas anderes können wir nicht für sie tun 😦

Beim 2. Mal habe ich eine aus einem Fallrohr befreit. Die hab ich getrocknet, gewärmt, und als sie munter wurde in einen Spalt entlassen, in den sie auch gekrabbelt ist.

solche perforierten Stellen können allein wieder zuwachsen. Wie zart die Haut ist, wie dünn die kleinen Knochen….!

Nun stellt sich im Dialog mit Anja heraus: beides war nicht die beste Lösung. Anja ist nämlich (auch) Fledermauspäpplerin, das heißt: wenn eine Fledermaus in Nöten ist, ist sie bei ihr in guten Händen. Sie läßt sie verarzten und päppelt sie danach wieder auf, bis sie ausgewildert werden kann. Und da las ich nun dies:

Ich habe gerade zwei Katzenopfer.
Der eine hatte auch einen offenen Bruch, wo ein Stück amputiert werden musste, aber er fliegt wieder. Wollte mein vogelkundliches und fledermausfreundliches Tierärzte-Ehepaar in Kiel auch nicht glauben, aber ich verbinde die dann immer mit Frau Dr. Keil (Fledermausexpertin in Hannover) und die behandeln dann nach ihrer Vorgabe.

Fledermaus eins hätte also sogar gerettet werden können, denn, siehe oben und hier (samt Beispielfotos; überhaupt lohnt es sich, da mal rumzuklicken – ich hab ein-, zweimal die Tränen in den Augen gehabt!): mit Zahnstochern uÄ, Pins und Knowhow werden heute Fledermausflügel geschient und Brüche geheilt!!! Hätte ich nicht gedacht!

Fledermaus 2 war nach der Zeit im Fallrohr sicher gestreßt, wahrscheinlich aber nicht nur naß von außen, sondern auch dehydriert und hungrig von innen. Sie kann nicht allzu lange drin gewesen sein, denn nachmittags zuvor hatte ich zum letzten Mal das Rohr gesäubert. Und doch ….

Hier kommt jetzt zusammengefaßt das, was ich für uns LaiInnen wichtig finde, nämlich:

Was kann man tun, wenn man eine Fledermaus findet?

  1. Eine Fledermaus hat sich in die Wohnung verirrt? – Fenster öffnen, rausfliegen lassen. Auch tagsüber, das können die 😉 P.S. offenbar sind sich da die unterschiedlichen FledermauspäpplerInnen nicht so einig, siehe Kommentare unten. Besser also: erst nachts fliegen lassen, evtl sogar mal eineN PäpplerIn vorher draufgucken lassen
  2. Auch wenn die Fledermaus offenbar ganz normal rumhängt und nicht krank aussieht: eine Fledermaus, die tags für Unsereins sichtbar dahängt oder herumkrabbelt, mit der stimmt was nicht. Beobachten also. Und wenn sie nach einiger Zeit (kurzer! Nicht über Nacht hängen lassen! Warum? *klick*) noch immer da ist: eingreifen. Erste Hilfe: in einen warm aufgestellten Schuhkarton (gut geschlossen, aber mit Luftlöchern versehen) setzen. Aber nur mit Arbeitshandschuhen, denn so ein kleines Tierchen kann schmerzhaft beißen („meine“ beiden allerdings waren superfriedlich…) und es kann Tollwutübeträger sein.
  3. Einer geschwächten Fledermaus kann man dann Wasser anbieten. Anja sagt, Wassertropfen, an einem Wattestäbchen von unten ans Mäulchen gehalten werden oft gern angenommen. Nähere Tipps zur „ersten Hilfe“ gibt es hier (auch auf dieser Seite ist „weiterklicken“ sehr lehrreich und spannend!)
  4. Mehlwürmer sind dann eine gute Option. Oder Drohnenlarven. Aber wer hat schon Mehlwürmer zuhause, oder Drohnenlarven? *g* Selbst Insekten fangen geht auch, aber Anja schreibt, daß die Tierchen ganz schön heikel mit Essen sein können…. Also heißt es, sich an eineN FledermauspäpplerIn zu wenden. Wo man eineN findet? Über die Fledermaushotline des NABU.
  5. Dasselbe gilt, wenn man eine Verletzte findet. Viele Tierärzte kennen sich nämlich mit Fledermäusen nicht aus, aber es gibt durchaus welche, und die können dann telefonisch dem Haustierarzt unter die Arme greifen. Auch da also: Hotline anrufen.
  6. Nicht zu lange warten, denn diesem Tierchen links, einer Großen Abendseglerin, ging es so: Sie lief mindestens fünf Tage auf Beton zwischen Wohnblocks, bis eine Anwohnerin die NABU-Hotline anrief. Nun sind die Daumenkrallen abgelaufen und wachsen leider nur sehr, sehr langsam nach*. Hinten sieht man das Moskitozelt, wo die Fläuse bei Anja leben.
  7. Kann eine Fledermaus letztlich guten Gewissens wieder in die Freiheit entlassen werden, dann bitte NICHT in die Luft werfen, sondern selbst abfliegen lassen – das minimiert die Verletzungsgefahr.
  8. Wenn die gefundene Fledermaus schon tot ist: auch dann ist es sinnvoll, sich zu melden, denn, so Anja:

Vor kurzem haben z.B. Katzen im Sauerland an einem Winterquartier-Ausflug Fledermäuse „abgeklatscht“. Dabei waren auch Bechstein-Fledermäuse (FFH-Anhang-II-Art*) unter den Toten, die zuvor trotz Kartierungen in der Höhle nicht gefunden worden waren.

*FFH-Anhang-II-Art: besonders geschützte Arten. Dort stehen nur 15 Säugetiere, darunter 7 Fledermausarten!

Interessant ist vielleicht auch noch die Info, dass man leicht denken kann, dass eine Fledermaus tot ist, wenn sie in Tagesstarre ist. Anja hat mal eine vermeintlich tote Flaus abgeholt und in der Hand im Auto ist sie dann aufgewacht. Das dauert rund eine halbe Stunde, bis die richtig wach sind.

Mir war vieles davon völlig neu, deshalb bin ich mal einfach davon ausgegangen, daß es Vielen genauso geht, die hier mitlesen. Wenn man schonmal weiß, daß es so eine Notfall-Hotline gibt, dann setzt sich das sicherlich im Kopf fest, und man kann bei Bedarf auf Suche danach gehen, so meine Hoffnung. Ich jedenfalls finde Fledermäuse ziemlich knuffig und bin ein bißchen traurig, daß ich aus lauter Unwissenheit nicht „besser“ geholfen habe. Vielleicht bekomme ich ja nochmal eine Chance….


* Anja schreibt dazu: „Vielleicht abgestürzt, Prellungen und zu kalt? Flügel waren okay. Auch keine anderen äußeren Verletzungen. Nur arg mit Ungeziefer voll. Sie hatte auch kaum Untergewicht, war viel in Starre, aber saß wohl jeden Tag woanders auf dem Boden und wurde von den Leuten immer wieder in Büsche gehängt…“

Gut gemeint ist halt nicht immer gut gemacht!

Hy(ü)ggelig

Oh, eine Bank! Laß uns mal setzen!!! 🙂

*räusper* – vielleicht doch besser nicht!?

Jetzt, wissend, mal genau hingucken: die ganze Bank versinkt langsam im großen Waldameisenhaufen!  🙂 Und wo? Am Konik-Weg an der Geltinger Birk

Wer hat das gesagt?

Ich weiß nicht immer, wovon ich rede. Aber ich weiß, daß ich recht habe!

Na, wer fällt Euch spontan ein? Niemand?? Dann vielleicht nach lesen des nächsten Zitates!?

Es ist schwierig, bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist wie ich.

Okay. Alles klar!?
Das muß doch von ….. sein, oder?

Aber jetzt wird es tückisch:

Ich sagte, ich bin der Größte.
Ich sagte nicht, ich bin der Klügste!

Hmmmm……
Wieso ich so frage?

Eben bin ich beim „ich guck mal durch mein eigenes Blog“- klicken in einem Beitrag vom Januar 2013 auf diese Zitate gestoßen und hatte beim ersten drüberfliegen sofort „Ah! Trump!“ im Kopf. Bloß daß der mir damals noch gar kein Begriff gewesen ist.
Und dann las ich Zitat 3 nochmal richtig. Nein, so ein Understatement liegt dem nicht 😉

Laut Dirk Luther stammen diese Zitate denn auch nicht von Donald Trump sondern von Muhammed Ali. Ich hatte sie mir damals beim Schleswig-Holstein-Magazin-gucken rausgeschrieben und hier veröffentlicht.

 

 

 

Grüne Stinkwanze

Eine der häufigsten Baumwanzen ist die, heißt es, die sich vor dem überwintern braun verfärbt. Diese hier hat der Herr F. Mitte September aufgenommen – da dachte sie offenbar noch nicht ans einwintern. Kein Wunder, bei DEM Wetter! Bombastisch, nach wie vor…. ein echter goldener Herbst, in jeder Beziehung (Wetter, Farben – alles paßt)

 

Nie zuvor!!! :-)

Nie zuvor habe ich Mitte Oktober stundenlang nur in Unterbüx in der Sonne gesessen, während ringsum Blätter raschelnd im warmen Wind tanzen und die noch übrigen in den Bäumen vor einem strahlend blauem Himmel in allen Farben leuchten.

Seht Ihr die tanzenden Blätter? 🙂

Gestern haben wir unser Retro-bluetooth-Radio ins Fensterbrett gestellt und als Sahnehäubchen obenauf zu alldem auch noch gute Musik genossen, abends gegrillt und das wohl letzte Lagerfeuer des Jahres gemacht.

Alle (dringend nötigen) Arbeiten werden in die Morgen- oder späten Abendstunden oder, wie das schnippeln von Gemüse, nach draußen verlegt, denn es wäre Sünde, dieses Wetter nicht draußen zu nutzen!

Kein gelbgetrockneter Rasen, sondern jede Menge Blätter!

Lustiges Detail: nach über zwanzig Jahren wird erstmals klar, daß es Mitte Oktober erst ab 10:15, also nach der Frühstückszeit die schon niedrig stehende Sonne über die gegenüberliegenden Bäume und Häuser schafft. Haben wir noch nie zuvor drauf geachtet, war ja immer egal, denn im Oktober draußen frühstücken? Eh nicht möglich!

Auch heute nicht möglich: gute Musik nebenher. Der Nachbarsjunge hat dröhnende Hiphopbässe laufen. Da kann unser Radio nicht mithalten, obwohl des Nachbarn Fenster geschlossen ist. Ich fühle mich an meine 18plus-Zeiten erinnert, bloß daß damals in ebenso ohrenbetäubender Lautstärke Led Zeppelin und Co liefen *gg* Aber mit Hiphop kann ich gut leben. Wie ungeheuer gut, daß er nicht Techno hört! Das hätte uns schon aus dem Garten vertrieben, oder wir hätten „böse alte Nachbarn“ spielen müssen, eine Rolle, die uns nicht liegt.