III: Glück

Normalzustand:
Wetterschutz ist immer dann da, wenn Du ihn nicht brauchst.

Heute:

Nach 6 sonnigen Wanderstunden angekommen, gucken wir uns vom überdachten Balkon aus an, wie das Unwetter vorbeizieht

 

Froschbiß? Neeee!!!

Er blüht!!! Der, so dachte ich, Froschbiß. Obwohl die Blätter ein wenig anders ausgesehen hatten als auf den Fotos, aber nuja, büschen anders heißt ja nichts. Oder?

Jetzt blüht er, erstens, und zweitens hat der Herr F. eine neue App für unsere Wandertour auf sein Fairphone geladen: Pl@ntNet. Da hat er dieses Foto gemacht und gesucht, eigentlich nur zum testen – und gefunden, daß es das schwimmende Froschkraut gibt. Und das sieht nicht nur ähnlich aus, sondern halt wirklich genau so 🙂 Hab ich mir den Namen beim Einkauf falsch gemerkt!

Außerdem ist es auf der roten Liste als stark gefährdet aufgeführt – doppelt schön, daß es nun bei mir wachsen darf. Vielleicht ja so gut, daß ichs später mal teilen und verbreiten kann!? Wer weiß?

Das Foto ist übrigens von vorgestern – gestern hatte sich die Blütenzahl bereits verdreifacht!!!

Hach-Faktor von der Realität eingeholt ;-)

Vorhin sind wir einfach vorbeigefahren beim Haus von gestern.

Gegenüber Naturwald (der älteste von S-H, sahen wir auf einer Tafel stehen, wusste ich garnicht), dahinter das Naturschutzgebiet/ Moor, dazwischen die Hauskoppel – ja, das ist berückend, finde ich nach wie vor.

Weniger berückend: davor die Straße mit recht viel Durchgangsverkehr (selbst am Sonntagvormittag), vor allem aber: was ich auf den Bildern als Schupfen gesehen hatte, war in Wirklichkeit auf beiden Stockwerken als Wohnraum ausgebaut – doof, weil wir ja grad weniger Wohnraum brauchen, und schon gar keinen in schlecht isoliertem Nebengebäude, das ich aber als solches gewollt und gebraucht hätte. Außerdem liegt das Haus parallel zur Straße mit Blick auf ebendiese, nur zwei kleinere Fenster gehen gen Garten und Süden. Und schon von außen war zu sehen: hier wird einiges zu tun sein: Einscheibenfenster, Reetdach ausbesserungsbedürftiger als es auf den Fotos wirkte… Innen haben wir ja nix gesehen, von außen wirkt es allerdings wie „renoviert 1979“. Prinzipiell finde ich das besser als wenn alles schickimickineu-häßlich ist und man vor dem Zwiespalt steht: neues, gutes rausreißen oder „in häßlich“ leben. Aber wenn in den 70ern gründlich renoviert wurde, kann das auch böses bedeuten: alte Türen weg, Plastikboden statt Dielen undundund.

Naja, aber der „einiges zu tun“-Punkt ist überhaupt nix schlimmes, die Punkte davor sind schon schlechter, ganz abgesehen davon, daß ja stimmt, was der Herr F. zu bedenken gibt: wenn wir umziehen, um dann auch wieder weitab vom Ort zu sein, können wir auch hier wohnen bleiben.

Stimmt alles. Und doch: Naturschutzgebiet. Naturwald. Hauskoppel. Garten gen Süden. Platz.

Das Hach ist leiser, aber verhallt ist es nicht…. 😉

 

Neee, ne?

Ganz genau das, was ich damals, als ich dann irgendwann kompromißmäßig hier in die Villa Fjonka eingezogen bin, für meinen Geldbeutel einfach nicht bekommen konnte – ganz genau das gibt es jetzt auf einer Immobilienseite zu sehen, und auch damals wäre das für den Geldbeutel passend gewesen: Näher an Flensburg (und am Zentralort, aber längst nicht IM, wie eigentlich ja gewünscht), bedeutend kleiner, dafür mit Hauskoppel und Nebengebäuden, schön dazu (und was nicht schön ist, wäre budgetmäßig noch änderbar, wenn nicht in der genaueren Beschreibung noch Seltsames auftaucht, das in der Vorankündigung noch nicht sichtbar ist)

Ich zweifle seit etwa einer Dreiviertelstunde an allen Kriterien, die wir je überlegt haben, und ich werde mir das, glaube ich, auf alle Fälle mal angucken müssen, um den Pferdefuß zu finden.

Aber keine Bange, ich kenne mich auch inzwischen so gut, daß ich weiß: 2x drüber schlafen relativiert einiges. Und es ist heute ja Sonnabend, also ist 2x schlafen eh nötig, bevor irgendwas passieren KÖNNTE…..

Noch’n Neuer

Hab ich doch glatt vergessen, zu erwähnen, daß ich auf Diebestour war…

An der St.Jürgen-Treppe in Flensburg ist eine sehr schöne, wilde Gartenanlage – und da blühen viele Storchenschnäbel, deren eine Sorte mir unlängst ins Auge stach. Da sie dort viele, viele Quadratmeter bedeckt, habe ich mich fast gar nicht geschämt, ein winziges Pflänzchen ganz am Wegesrand abzupulen und mitzunehmen, und tatsächlich: es blüht schon!

Naja, SCHON… die letzte Blüte hab ich noch erwischt, 6 Stück gab es!

Also sind es nun, vergaß ich keinen, wilde Dreizehn, die sich bei mir tummeln!

Ach, noch was: die Amsel, der ich letztlich fast den Schwanz abgeschnitten hatte, ist eine Singdrossel 😉 Das Nest ist gleich neben einem oft begangenen Weg, den ich jetzt nur noch mit geradeaus gerichtetem Kopf, aber scharf einknickendem Blick begehe. Ich bilde mir ein, sie guckt schon weniger panisch….. – jedenfalls habe ich mit diesem scharf eingeknickten Blick genau gesehen, daß die Brust cremefarben mit braunen Tupfen ist. Und einmal, als das Nest leer war (und ich noch dachte, Frau Amsel säße dort) bin ich gucken gegangen und habe vier sehr hübsche, grün-türkisfarbene Eier gesehen. Es freut mich sehr, daß die Drosselsche so tapfer ist, denn der Gemahl hat uns in diesem Jahr so ausgiebig und schön besungen, daß ich an weiteren Gesangstalenten, die da heranwachsen, sehr interessiert bin 🙂

 

Neulinge

Eigentlich ist er ja voll, der Garten. Voll mit Storchschnäbeln, Akeleien, Porzellanblümchen, Walderdbeeren, Japananemonen, Bergflockenblumen und was da sonst noch so an sich wohlfühlenden Pflanzen wächst (Giersch zum Beispiel, aber auch Buchen oder die bei allen Insekten hochangesehene Schneebeere….)

Trotzdem muß ich ab und an nochmal einem Lockruf folgen – diesmal habe ich den Emaillebottich, dem meine Sumpfdotterblume entwachsen war, neu bepflanzt. Nun also wohnen eine Schwanenblume und ein Froschbiss dort – wer kann solchen Namen schon widerstehen???

Außerdem hatte ich ja im letzten Jahr Platz für die Saatmischung gemacht, die ich zum Eintritt in den Naturgarten eV bekommen hatte. Dies Jahr passiert da mehr als im letzten: Der Hornklee ist wieder da, und ein Taubenkropf-Leimkraut, das ich von nun an (falls ichs mir merken kann) mit seinem viel hüscheren Zweitnamen „Knirrkohl“ ansprechen werde, blüht als Neuling und viele andere lassen noch mit geschlossenen Knospen auf ihre Identifizierung warten.

Hornklee

Knirrkohl 🙂

noch unidentifiziert….

aber geht bald auf. Und dann….. dann wird es mir seinen Namen offenbaren!

A propos Naturgarten ev: mein Garten wird demnächst

  1. Ziel einer Exkursion sein, im Juli,  und 2. Testgarten für ein Vorhaben des Vereins, nämlich aufgrund von bestimmten Kriterien Gärten (deren Besitzer dies wünschen) als Naturgarten einzustufen – oder eben nicht – so daß man anhand dieser „Zertifizierung“ sehen kann: wo stehe ich in meinem Wunsch, den Garten naturfreundlich zu gestalten und was gäbe es noch zu verbessern? Ich bin sehr gespannt, denn ich kenne die neugeschaffenen Kriterien ja nicht und habe auch bisher immer nur so ganz für mich und mit kleinen Mitteln gemacht, was ich so dachte. Mal sehn, was die Experten nun dazu zu sagen haben werden.

Auf beides bin ich sehr gespannt 🙂


Eine Woche später (12.6. hat sich die Blüte geöffnet – diese Pflanze sieht man oft am Straßenrand, „was besonderes“ ist sie nicht – trotzdem (oder gerade deshalb, es gibt viele, die ähnlich aussehen) habe ich lange gesucht und bin zum Schluß gekommen, daß es wohl das Gemeine Ferkelkraut ist, das da so sparrelig herumsteht. In meinem Pflanzenführer ists nicht zu finden, und auch das Netz hat lang gebraucht, bis es mir den Namen offenbart hat …

…und heute habe ich eine winzige, abr trotzdem am pelzigen Hinterleib weiß-schwarz gestreifte Wildbiene ausgiebig naschen sehen.

Ganz klein und sehr unscheinbar gleich daneben wächst etwas sehr niedliches, das ich zuvor noch nie gesehen habe. Das aber liegt laut Pflanzenführer wohl eher an mir als am weißen Labkraut – das ist nämlich sehr häufig, heißt es.

 

 

 

 

 

 

 

Hier, jetzt:

  • Je wärmer es ist, desto weniger Hunger hat der Dicke, aber da ich inzwischen weiß „Trockenfutter geht immer“ und insofern: „mäkelig, nicht krank“ mache ich mir keine Sorgen mehr. In der kühleren Zeit hat er dann auch wieder gefuttert auf Vorrat *g*
  • Bald haben wir Urlaub. Wir werden wandern gehen, im Allgäu. Ohne Gepäck, aber mit abendlichem Hotelzimmer. Ich freu mich sehr drauf 🙂
  • Im Blog: Sommerloch. Aber nicht ich trete kürzer, die Leserschaft tut’s. Derzeit täglich nur knapp über 50 Aufrufe (AUFRUFE, nicht LeserInnen). Nuja….
  • Wind. Gestern nicht, aber da war ich auffe Arbeit. Heute wieder. Aber immerhin, trotzdem, 20°. Gstern abend nache Arbeit gegrillt und Lagerfeuer gemacht, halb elf rein, aber eigentlich hätten wir auch noch länger sitzen können. Schön!!!
  • Der Schwarm scheint doch noch etwas vorzuhaben, endlich bauen sie (etwas): heute konnte ich von unten durchs Gitter sehen, daß mindestens eine Wabe „schon“ bis einige Zentimeter über den Boden gebaut ist. Aus den eingehängten Stiften in der Tasche haben sie sehr merkwürdige Gebilde gemacht, klein, aber weiselzellenartig. Wir haben beschlossen, daß wir sie einfach machen lassen und abwarten, was das wird. Währenddessen, bekommen sie das ausgetropfte Wabenwerk der Anderen als Futterstrom, zumindest, bis wir in Urlaub fahren.
  • Vorhin habe ich fast einer Amsel den Schwanz abgeschnitten… ja, ich weiß, daß jetzt keine Zeit ist, Hecken zu schneiden, aber das Gebüsch gen hinten hat so gewuchert, daß ichs trotzdem getan habe, um noch durchlaufen zu können. Und bei sowas bin ich eine „Don’t stop me now“ und kann mich schwer einbremsen. Das hatte zur Folge, daß ich plötzlich auch von oben klippte, und dann – auf Augenhöhe ein Nest, und Frau Amsel todesmutig noch drauf, obwohl die Klippschere um sie herum tanzte. Et hätt noch emmer jot jejange, vielleicht ist mir das ja jetzt eine Lehre. Vielleicht.
  • Derzeitiger Lieblingsplatz, wenn der Wind es zuläßt: hinten, mit Blick auf die Kuhkoppel
  • Noch zweimal arbeiten vor dem Urlaub, übrigens. Und wahrscheinlich beginnt für mich nach dem Urlaub das gemäßigte arbeitssuchen. Es wird nämlich immer doller, was „die da oben“ mit uns anstellen, und ich denke, umschuen macht inzwischen Sinn. Sollte also EineR der (sehr) nördlichen LeserInnen was hören/ lesen, was für mich in Frage käme – immer her damit. Danke.
  • Vorher Bewerbungen für ein Ausbildungsprogramm mit den Iraki fertigmachen. Wird wohl ihre einzige Chance sein (Sprache!!), denn dies geht ab A2-Niveau und ist mit vorbereitendem und begleitendem Sprachunterricht. Gastronomie und Hotelwesen auf Sylt….. habe (ich meine, berechtigte) Zweifel, denke aber, daß es trotzdem einen Versuch wert ist.
  • zum guten Schluß noch ein Getränketipp: wenn man den Salbei und Thymian, den man von der Freundin mitgenommen hat, um Erkältungshonig anzusetzen, aufgrund von Zutatenmangel über Nacht erstmal in ein Wasserglas stellt, am nächsten Tag dann verbraucht und nachmittags vergessen hat, daß das in dem Glas da Blumenwasser war und man es in dem Glauben, es sei Honigwasser, mit Apfelsaft auffüllt – dann schmeckt diese Apfelschorle extrem lecker würzig!

Abgekartet

40001Seit der Jungimker dem Herrn F. diese Erinnerungskarte geschickt hat sind nun auch schon wieder mehrere Jahre vergangen… hintendrauf steht übrigens in trockener Schlichtheit nur das Datum (heute vor 13 Jahren!!!) und ein „LG“. SEHR fein, aber nun muß der Herr F. selbst gucken, wo er sich diese Erinnerung aufbewahrt….

Meckerliese

Na, toll

Hab ich nach einer anstrengenden Arbeitswoche endlich frei, angesagt ist tolles Wetter, ich freue mich schon – und dann?

Mir ist übel, Kreislauf auf minus 50 zu 30 oder so, und draußen stürmt ein kalter Wind durch die Sonne, also nix mit „Beine hoch hinlegen“.

Mit „action“ hab ichs schon versucht, bisher ohne Erfolg. Aber ich bleibe dran, irgendwie muß dieser Kreislauf doch auf die Füße zu kriegen sein!!

Irgendwas ist immer…… 😦

 

Eine Empfehlung

Maria Widerstand hat einen so ausführlichen und vollständigen Beitrag über

Wäschepflege aus ökologischer Sicht

geschrieben, daß ich Jedem und Jeder hier ans Herz legen möchte, den mal zu lesen (Zeit mitbringen!!) Es geht nicht nur ums waschen: sie setzt weit vorher an – welche Kleidung ist pflegeleicht im Sinne von „seltener waschen ist die umweltfreundlichste Wäschepflege“ – und endet beim trocknen der Wäsche. Dazwischen gibt es Gedanken zur Aufbewahrung der Schmutzwäsche ebenso wie Ideen dazu, wie die Kleidung weniger schnell verschleißt.

Ich hatte gedanklich beim lesen „abgehakt“, und dabei war es gut zu lesen, daß wir ohne es zu wissen aus purer Bequemlichkeit manches richtig machen (zB schmeiße ich meine Schmutzwäsche abends einfach erstmal locker auf den Boden – schon ist sie nicht mehr tragefeucht im Sammelkasten, was, wie ich lernte, Gerüchen vorbeugt) Auch habe ich mir schon länger angewöhnt, wirklich nur noch nach Verschmutzung/ Geruch zu waschen, nicht mehr „nach Routine“, weil „man“ halt ein Unterhemd nicht so lange trägt zB. Und auch über 40°-Wäsche sowie gefaltetes in der Trommel gibt es bei uns nicht. Und immer schon haben meine Sachen ewig lang gehalten, jetzt gerade trage ich eine Jacke, die auch schon ihre mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, ein Unterhemd, das ca 10 Jahre alt ist (und eine Leggins, die „neu“ vom Flohmarkt kommt)
Aber Reißverschlüsse/ Knöpfe schließen? Sachen auf links drehen? Sowas, nur als Beispiel, hab ich noch nie gemacht – Stichwort Bequemlichkeit – und werde nun mal in mich gehen, denn ich habe verstanden, wieso das sinnvoll ist.

 

Es gibt ja so viel Wissenswertes…

… über Erlangen, ich weiß!! Kennt Ihr das Lied? Musste ich grad dran denken….. aber eigentlich wollte ich Euch mal berichten, wie das mit den fleißigen Bienchen und dem Honig ist (danke, unterwegsmitmir, für die Anregung im Kommentar gestern)

Es ist nämlich schier unglaublich, was diese Tierchen in welcher Geschwindigkeit schaffen – manchmal sammeln sie an einem einzigen Tag mehrere Kilo Nektar, und wenn man dann weiß, daß

  • eine Biene 50 mal ausfliegen muss, um 1 Gramm Nektar zu sammeln weil in die Honigblase nicht so viel reinpaßt, Bienchen muß ja auch noch fliegen können…..
  • für 1 Kilo Honig also 150.000 Ausflüge notwendig sind!!
  • eine Biene pro Tag 40 Ausflüge macht, und pro Ausflug etwa 100 Blüten besucht
  • eine Biene für 1 Kilo Honig bis zu sieben Mal die Erde umfliegen müsste (von der Flugstrecke her gesehen)
  • die höchste Fluggeschwindigkeit von Bienen „leer“ etwa 70 km/h beträgt, und „beladen“ etwa 20 km/h
  • 1 Kilo Honig die Lebensarbeit von 350-400 Bienen darstellt
  • für 1 Kilo Honig die dreifache Menge Nektar benötigt wird (weil Nektar sehr viel mehr Wasseranteil hat als Honig)
  • ein Bienenvolk etwa 50-80 Kilo Honig im Jahr zur eigenen Ernährung benötigt*

dann muß man schon hartgesotten sein, um nicht vor Ehrfurcht zu erstarren….

So ein Bienenvolk hat im Sommer, wenn es sehr groß ist, etwa 40.000 Bienen, davon sind etwa 10.000 in dem Alter, in dem sie Nektar sammeln. Wenn also 10.000 Bienen am Tag mal sagen wir mal 3 Kilo Nektar sammeln, dann sammelt eine 0,3 Gramm, macht also etwa 15 Ausflüge am Tag. Das liest sich jetzt schon etwas humaner *g* – die schiere Masse ists, die die Zahlen so riesig macht. Und doch….. immer, wenn ich solche Zahlen lese, bin ich beim nächsten Gang zum Honigeimer plötzlich viel geiziger damit, wie viel „Rest“ nach dem umfüllen ins Spülwasser darf….. so viel Arbeit, einfach weggespült!

Nebenbei gefundene Info, die ich auch noch extrem doll finde: Um ein Kilo Honig einzulagern, braucht es nur 20g Wachs als Material für die Wabe. Unglaublich, wie stabil so eine Wabe ist!*


Nachtrag: ich sollte wohl erwähnen, daß ich beim suchen nach den Infos oben auf dieser Seite fündig geworden war, und daß obiges von dort abgekupfert ist. Denn mir Zahlen zu merken, das fällt mir immer wieder schwer, und dieser Imker hat alles schon so wunderbar zusammengetragen 🙂

Frühlingsernte beendet

Gestern war noch einmal „ernten“ angesagt – auch der Honig des Sonnenvolkes hatte nun 18,5% Feuchte, also wenig genug, um geerntet werden zu können.

Wir haben jetzt

  • von den Kringelchen 21 Kilo Honig
  • vom Mondvolk 11 Kilo
  • und vom Sonnenvoll 7 Kilo

geerntet! Puh, 39 Kilo Honig!!! Und das ist erst die 1. Ernte!! *g*

Der Kringelchen-Honig war nun schon so weit, daß wir ihn abfüllen konnten! Das sieht jetzt so aus:

Rechts drei Reihen Kringelchen, 1. Ernte, links 2. Ernte. Der Honig der 2. Ernte ist viel zäher und heller, hat also offenbar einen höheren Rapsanteil. Wir hatten nicht viel Zeit zu rühren*, jetzt hoffe ich, daß er nicht steinhart wird….

Die Etiketten sind diesmal unterschiedlich. Hat sich so ergeben 😉

*rühren: Wenn der Honig im Eimer ist, dann wird er ersteinmal ein paar Tage in Ruhe gelasssen. Eventuelle Wachsreste, aber auch nach oben steigende Luftbläschen setzen sich dann als Schaum oben ab, der mit einer Teigkarte gut abgenommen werden kann. Dann wartet man, bis der Honig beginnt, sich einzutrüben. Das kann, je nach der Zusammensetzung des eingetragenen Nektars, von wenige Tage bis zu Wochen dauern. Ist es soweit, wird täglich gerührt. Das bewirkt, daß die Kristalle, die der Zucker im Honig bildet, zerkleinert werden, und dadurch wird der Honig schön cremig statt hart. Wenn die Schlieren, die sich beim rühren bilden, perlmuttartig auszusehen beginnen, dann ist der Honig fertig zum abfüllen.

Bei unserem Honig waren es diesmal nur wenige Tage vom trübwerden bis zum Perlmutt….  mal gucken, ob wir genügend rühren konnten 🙂

 

Gökotta*

Das kann ich inzwischen auch öfters.

Ich muß zugeben, daß es sehr schön und still ist (singende Vögel gehören für mich durchaus zu „still“, manchmal sogar schnorchelnde Herr F.s *g*), und auch das Licht ist toll und überhaupt. Trotzdem wäre es mir entschieden lieber, ich würde wie in den ersten 49,5 Jahren meines Lebens nie, nie, niemals von alleine vor halb neun aufwachen und bis dahin oder auch mal länger schlafen wie ein Murmeltier….


*Gökotta (schwedisch): morgens ganz früh aufwachen, um aufzustehen und die ersten Vögel singen zu hören