Der Ritter

Ein Fundstück habe ich vor ein paar Tagen wieder einmal bewußt wahrgenommen- im Grunde eines der ersten, wenn nicht sogar das erste hier im Hause.
Denn noch bevor Volker und ich hier einziehen wollten, haben wir einige Räume neu gestrichen. Darunter auch den Flur. Und im Flur, gleich neben dem Lichtschalter, wohnt ein kleiner Ritter!

Nun war Volker dabei, dort zu streichen, und irgendwann, ich war woanders im Gange, fiel mir siedendheiß ein- ich hatte gar nicht gesagt, daß er doch unbedingt den Ritter aussparen müsse, das wäre doch unschön, den zuzustreichen.
Ich also raus, und ohweh! Volker war schon weiter als gedacht! Er wird doch nicht….
nein, er hatte natürlich nicht, so gut hätte ich ihn eigentlich kennen können, daß er schön um den Ritter herumgemalt hatte!
Oder war es genau andersherum gewesen? War Volker hergestürzt und hatte vergessen … und war ganz erleichtert, daß ich nicht….? Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Aber daß wir Beide froh waren, daß wir gleich getickt hatten.- daran erinnere ich mich noch ganz genau 🙂

Und als ich vor jetzt vielleicht 2 Jahren die Raufaser im Flur abgerissen habe- da hab ich natürlich den kleinen Ritter ausgespart, logisch! Ein bißchen lädiert sieht er aus nach den vielen Jahren- aber wir werden ja Alle nicht jünger, gell???

Babies!! :-)

Heute haben wir uns an eines der Dinge gemacht, die auf unserer ToDo-Liste für den Urlaub standen: Holz reinholen.
Eine Baustahlmatte voller Holz sollte für den Winter in den Schuppen (und da ist es jetzt auch). Also runter mit der Folie, aufmachen die Verschlüsse und rein mit dem Kram.

Aber da gab es nicht nur Holz zu sehen –
nein, ein wunderhübsches (zum Glück bereits verlassenes) Vogelnest – ich glaube, Amsel- kam uns entgegen und wartet jetzt in der Hecke auf neue Bewohner.

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Weiter unten Mengen von Kirschkernen, alle fein säuberlich mit einem Löchlein oben drin- hier hatte eine Maus einen gemütlichen, katzensicheren Platz gefunden, um im Winter ihre Vorräte zu verspeisen.Eines hab ich mal fotografiert:

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So weit, so gut – alles Holz ist im Schuppen, jetzt noch aufräumen. Zu 2. angefaßt, die Palette hochgehoben, die zum Nässe-Schutz immer drunter liegt – und

Ein Igelnest!

Muttern flüchtete 3 Schritte weit zur Seite, wir haben schnell, schnell die Palette vorsichtig wieder hingelegt- und hatten so nur ganz kurz mal einen Blick auf mindestens 3 kleine Babies. Die Stacheln schon schwarz-weiß, aber ansonsten sahen sie schon noch recht lütt aus.
Wir haben nun die Baustahlmatte wieder drumrum gestellt, zum Schutz, und eine Plane drüber gebreitet, damit sie sich nicht ganz so ungeschützt-hell fühlen – und jetzt heißt es abwarten, ob Mutter Igel beschließt, daß sie trotzdem die Kleinen dort großziehen möchte, oder ob sie beschließt, des Nachts umzuziehen.
Ein Foto hab ich leider nicht anzubieten, uns war’s wichtiger, die Störung möglichst schnell zu beenden. Aber- süüüüüüüüüüüüß waren die 🙂
Das kugelige Laubnest, in dem sie lagen, hat die Palette mit hochgerissen- aber wir haben es ganz gut wieder übergestülpt bekommen, glaube ich. Nun muß Mutter Igel nur noch zurück zu den Kleinen, aber da Igel ja nicht so fürchterlich ängstlich sind, denke ich, daß das wohl klappen wird.

Natürlich musste ich sofort wieder ganz arg an meine Gundula denken, die ich, nachdem sie winzigklein in meinen Kellerschacht gefallen war, bei mir aufgenommen und im (jetzt) grünen Zimmer überwintert habe. Anfangs war ein S-Paket mit Türchen drin viiiiiiel zu groß für sie- aber schon nach einer Woche brauchte sie ein größeres Haus, und im Mai durfte sie dann wieder raus, groß und dick und flohlos, wie sie war. Zu meiner großen Freude habe ich sie einige Wochen später, als hinten das Feld gemäht worden war, noch einmal wiedergesehen. 3 Igel waren da unterwegs, aber 2 davon sahen völlig anders aus, und beim 3. dachte ich „….das könnte doch mein Gundelchen sein….?“- zweifelsfrei erkannt hab ich sie an ihren Zehennägeln- es war noch deutlich erkennbar, daß ich die geschnitten hatte 🙂
Seither mache ich jeden Spätsommer den Kellerschacht dicht- in diesem Jahr hatte ich das vorgestern erst erledigt.

Upcyclen tu ich ja schon länger, sozusagen….

… bitte sehr:

Wandmalereien, unter der Tapete entdeckt, recycelt als Medaillon- Wandschmuck (vor vielleicht 6 Jahren entstanden)

vor ‚zig Jahren im Schuppen gefunden, jetzt zum Schlüsselhalter geworden (2007 etwa)

dieser alte Hut ist, eigegipst und lackiert, seit über 20 Jahren als Lampenschirm in Gebrauch

das Neuste, vor 2 Jahren im Adventskalender des Herrn F.: alter Bilderrahmen plus Plexiglas = Terminkalender

last not least: ein blinder Spiegel, gezielt zertrümmert, ergibt mit einer Schränkchen-Rückwand zusammen einen schönen neuen Spiegel. (2005)

Noch ’ne Mauer

Letzte Woche wollte ich unsere Einfahrt mähen. Den Randstreifen jedenfalls. Auf dem Bild hier unten ist er schon gemäht, aber trotzdem: angucken, das hat einen Grund *g*. Jedenfalls mäh ich so, und zum gefühlt (und wahrscheinlich auch wirklich) hundertundsiebten Mal gerate ich mit dem Mähermesser an einen der ein winziges Bißchen über den Boden herausragenden Steine.

„Kacke. Jetzt aber!!“ Denke ich, hole den Spaten, um diesen blöden Stein endlich auszubuddeln. Zwei Stunden später finde ich mich mit Rückenschmerzen und einer Schubkarre voll Gierschwurzeln, aber auch mit etwa zweieinhalb Metern neuer Mauer, neuem Beet und gestutzter Hecke wieder: an der Grundstücksgrenze entlang muß es wohl früher mal eine niedrige Natursteinmauer gegeben haben, die inzwischen bis auf die 2, 3 Steine, an denen sich der Rasenmäher aufhängte, völlig in Boden und Giersch versunken war

 

Alle diese Steine lagen im Boden!! (Die anderen Meter hab ich tags drauf ausgebuddelt, der Rest kommt dann später mal) Mein reifer Kompost ist so gut wie alle, alles in den Beeten – und wenn es denn mal regnen würde, würde ich auch noch ordentlich was sich-von-Giersch-nicht-unterkriegen-lassendes einpflanzen.

Dieser Geselle mit der netten Baskenmütze und dem entenschnabelähnlichen Mund hat einen Ehrenplatz bekommen, leider sieht man auf dem Foto nicht so gut, daß sogar kleine Augen-Knubbel an den richtigen Stellen sitzen.

P.S.

5 Minuten, nachdem der vorherige Artikel fertig ist. Frau F. beschließt, daß das einfach nicht sein kann: so ein Wetterchen, und sie drinnen. Geht raus. Denkt: es ist genau die rechte Zeit, um meine Forsythien zu beschneiden. Sucht die große Astschere.

10 Minuten später: hat die große Astschere schließlich im Keller gefunden. Jetzt erinnert sie sich auch: klar, hatte sie extra reingeholt, damit das Teil im Winter im Schuppen nicht rostet. Geht raus. Schneidet 3 Forsythien. Die 3. steht in einem Gebüsch. Am Rand des Gebüschs stehen 2 Stachelbeerbüsche. Im tiefen Schatten unter einer großen Buche und mehreren anderen Sträuchern. Deshalb hängen die auch mehr Richtung Sonne, als daß sie stehen. Könnte frau doch auch gleich mitschneiden…. die stehen da seit Frau F. 1994 einzog, unberührt rum.

ca. 45 Minuten später:  unter und neben den Stachelbeersträuchern fand sich eine Natursteinmauer!!

vorn, das ist Alles nur Stachelbeer (hinten liegt noch büschen Friedhofsgewächs von Nachbars Hecke, das zu doll zu uns hin wucherte)

hier sieht man sie schon, die Mauer.  (Den grossen Brocken links hat man natürlich vorher auch schon gesehen, aber ich dachte, es sei ein Einzel-Teil.) Vorher hab ich natürlich kein Bild gemacht, da wusste ich ja von nix *g*

Die Mauer ist jetzt freigelegt, Gierschwurzeln so weit entfernt, daß es keinen „Abhang“ mehr gibt, die Stachelbeeren sind geschnitten. Der Weg ums Gebüsch wird nun etwa einen halben Meter weiter links an der Mauer entlang verlaufen ….  Dieser Garten ist einfach ein Schatzkistchen, es ist nicht zu glauben, daß sich nach so vielen Jahren immer noch wieder ein neues Goldstückchen findet!

Hach!! Noch siehts kahl aus, aber das kommt schnell….

Frau F. ist im Moment wirklich glücklich!

P.P.S: Der Verdacht, daß Frau F. nicht vom Affen, sondern vom Wildschwein abstammt, verdichtet sich immer mehr – wer sonst ist am glücklichsten, wenn er Wurzeln und/ oder Steine ausbuddeln kann?

P.P.P.S: die restlichen 2 Forsythien stehen ungeschnitten im Garten rum….

Hühnergötter

Hier, das ist einer:

Ein Stein mit einem Loch drin, nämlich. Und weil mich nun auch interessiert hat, wieso, zum Teufel, sowas so heißt, hab ich mal nachgeguckt:

Hier stehts, und jetzt glaube ich, daß die ParadizeApple mir von ganz da unten keinen anderen Namen wird sagen können, denn: bei Euch gibts sowas ja garnicht – ääääätsch *gg*

Oder??

Noch’n Fund

Nachdem ich in den letzten Tagen vor allem Schneckenhäuser gefunden habe (eignen sich prima zum Schutz frisch beschnittener Rosenästchen oÄ, hübsch aussehn tut’s auch noch….), aber auch 2 Hühnergötter, die jetzt im Garten rumhängen, war heute der Herr auf aktiver Suche. Er wollte Weinbergschneckenhäuser finden, weil er die schöner findet als die kleinen. Aber Weinbergschneckenhäuser gibts im Moment nur mit lebendigem Inhalt, musste er feststellen, und kam dann mit ganz was anderem an:

Das dürfte ein alter Isolator  sein,obwohl die mir bisher immer nur in weiß begegnet sind, nie in grün -seltsam, aber:

Et jibt nix, watt et nit jibt …. vor allem in unserem Garten *gg*

Übrigens: heute war schon Sommer – herrlichstes Wetter; im T-shirt bei der Geburtstagsfreundin im Garten gespeist, davor und danach im Garten rumgespielt, es ist einfach herrlich!!!!!!! Und wir haben knallrote Nasen – sonst eher meine Spezialität, aber heute hats den Herrn auch erwischt.

zusätzliche Info: wollte über mein wordpress-profil einen Kommentar schreiben, wurde mir mehrfach verweigert. „Anonym“ klappte dann.
Seltsam….

Fundstück- Rätsel

Was ist das?????????????

Vorhin lags auf einem Maulwurfshügel, aber es ist nicht das erste dieser Sorte, das ich im Garten finde. Das schwarze innendrin scheint was graphitartiges zu sein, es färbt ab und bröckelt auf der einen Seite raus. Die Größenverhältnisse seht Ihr auf dem Bild mit dem Bleistiftstummel daneben, und das weiße ist Plastik.

Im Bekanntenkreis (jedenfalls soweit ich ihn befragt habe) wußte Niemand was damit anzufangen, vielleicht aber ja im „erweiterten Kreis“ der internet-Bekanntschaften … wir werden sehen!!

Übrigens: hier wird auch noch ordentluich spekuliert, aber auch hier kennt das Dingen Niemand wirklich.

Und wieder: fündig!!

Bei herrlichstem Sonnenschein und (immerhin lauem) heftigem Wind heute in etwa 2stündiger Buddelei ein solches Feld freigelegt:

fertig!

Dabei gefunden:

eine ganze Schubkarre voller Wurzelwerk (hauptsächlich natürlich Giersch…. aber auch Scharbockskraut und Buntnessel in rauhen Mengen)

diese Tiere, die sich leider sehr schlecht fotografieren ließen – mein Fotoapparat hat sich geweigert, sie nahe dran scharfzustellen, trotz extra-Einstellung

(Davon gabs in dem Stück Erde eingegraben so ungefähr 7-8; wer weiß, was das ist, möge es mir bitte kundtun!!) sowie viele dicke Regenwürmer und Schneckchen (die „guten“, mit Haus)

P.S. Danke, Mrs.Golightly aus dem BookCrosser-Forum: es sind Bockkäfer-Larven, die fertigen Käfer dazu hab ich zwar im Garten noch nicht gesehen, aber wer weiß, wohin die dann abmarschieren…

und 2 neue Fundstücke:

eine Sicherung und ein Messer (ja, von wegen "rostfrei" *g*, aber scharf isses noch!!

und warum das Alles?
Darum:

Der Standplatz für die Villa Brumselia- relativ gerade jetzt!

Gestiefelter Eisfall

Ich liebe ja diese alten Stiefel, die ein Mieter vor über 10 Jahren beim Auszug dort hat stehen lassen – und die seither dort so laaaaangsam das Zeitliche segnen – nicht so hübsch wie dieser Anblick ist allerdings seine Ursache: wie immer hab ich im Herbst die Außenwasserhähne innen im Keller zugedreht, draußen aber offengelassen, damit nix zufrieren kann. Was ich offenbar NICHT getan habe: nachgucken, ob’s auch gewirkt hat – innen der Hahn schließt nicht mehr richtig, und so kam es, daß der Herr F. gestern rief, ich solle doch mal schauen, hier wäre was schönes zu sehen….. jetzt hab ich erstmal den Sanitär-Menschen angerufen, denn das Ganze ist nicht tropffrei zu kriegen. Ich will garnicht wissen, wie viele Liter Wasser da im ganzen Winter weggetropft sind *seufz*

Fundstücke

Die „Villa Fjonka“ (danke, exlibri, für diesen schönen Namen …) ist erbaut im Jahre 1920. Das ist fein, denn dadurch gibts in ihr drin viel schönes zu entdecken, angefangen von den Holzdielen bis hin zu den Türstöcken, hohen Decken oder den unter den Tapeten auftauchenden Wandgemälden.

Im Garten ist das in vielen Teilen auch nett, denn hier finde ich alljährlich auch nach 17 Jahren noch immer Neues:
mal grabe ich so im Giersch rum und stelle fest, daß der eine große Stein, den man da immer so sah, eigentlich nur Teil eines Fast-schon-Hünengrabs ist.

vorher sah man bloß den höchsten Stein.

Ein anderes Mal finde ich im Teich eine hübsche Emailleschale mit nur einem kleinen Loch:

das ist jetzt schon seit Jahren unsere Kompostschale

dann sehe ich ein merkwürdig geformtes Steinchen auf dem Weg nach hinten liegen, hebe es auf – und stelle fest: das ist ja ein Porzellanpüppchen!!

...das ist übrigens keine 5 cm groß

Ok, ok, das waren jetzt auch schon alle highlights *g*. Allermeistens siehts eher so aus, daß ich im Giersch buddle und auf Relikte dessen stoße, was offenbar früher Usus im Umgang mit Restmüll war: „Och, das ist über? Dann vergrab ich das mal…“.
Auf diese Art finde ich rostige Scharniere und Türgriffe, Porzellanreste, Alufolienstücke (DICK!! Sowas kriegt man heute garnicht mehr *g*) und natürlich Glasscherben. Glasscherben jeder Größe und Couleur. Grün, durchsichtig, braun, winzigklein und spitz, groß und abgestumpft, Flaschenhälse und einmal sogar eine ganze Flasche

das isse

Nach diesem Fund hab ich mich gefragt, wie zum Teufel schafft man es, sowas zu zerbrechen? Die ist so dick, die wiegt schon ohne Inhalt fast ein Kilo. Geschätzt. *g*  Aber leider: ich finde trotzdem Scherben. Jedes Jahr wieder. Die wachsen aus dem Boden, denn ich finde sie nicht nur beim buddeln, nein: sie liegen auf den Wegen, sie sind im Auffangkorb vom Rasenmäher, sie sind allgegenwärtig. Was sie zum Glück nicht (mehr) sind: scharf. Geschnitten hab ich mich bislang noch nicht.

Noch etwas hab ich übrigens in den ersten Jahren gefunden: Spielzeug. Jungsspielzeug, genauer gesagt, und Hundespielzeug. Das kam aber vom Vorbesitzer, der beides sein eigen nannte, und inzwischen scheine ich alle verbuddelten Knochen gefunden zu haben. Auch Autos und Plastikschwerter-Reste sind mir schon seit einigen Jahren nicht mehr in die Finger gefallen, und der letzte zerkaute Tennisball ist auch schon so 4, 5 Jahre her…

Naja, momentan( es ist ja FAST noch Winter)  finde ich sowieso eher Anderes, und das VIEL. Nämlich  interessante blogs anderer Leute – zu diesem Artikel wurde ich zB durch diesen Beitrag angeregt…. viel Spaß beim blogsurfen denne – aber vergesst mich nicht!!!!