Nichts als heiße Luft

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Die kommen von der Sekundärluft, die beim Vollbrand von hinten aus dafür extra in der Rückwand befindlichen Löchern hinzugefügt wird

P1110362Diese Luft (die angewärmt hineinströmt) sorgt dafür, daß Rauchgase und Sauerstoff der immer von außen zugeführten Verbrennungsluft nochmal besser durchmischt und gezündet werden und dadurch der Ofen noch umweltfreundlicher und effektiver brennt. Was dann letztlich wieder dazu führt:

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Und das ist doch wirklich immer wieder ein friedlicher, schöner Anblick, gell? (Und nein, der Kater bekommt kein größeres Kissen!!!)

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Tag der….

..Äpfel!

P1110206Gestern nach der Arbeit eine Tasche voll Äpfel am Wegesrand gesammelt, und jetzt:

  • Die Tarte Tatin ist fertig vorbereitet für die Gäste, die gleich kommen werden
  • Auf dem Ofen dörrt ein Blech mit Fruchtleder aus den restlichen Äpfeln und Fliederbeersaft, mit Sternanis, Zimt, Kardamom und Nelken verfeinert, vor sich hin – und ich muß nicht aufpassen, ob was verbrennt
  • und obendrüber baumeln die Schalen der Tarte-Äpfel. Zum duften und getrocknet-knabbern

Nichts verkommt! Dieser Ofen ist klasse! 🙂 Und bereits den 3. Tag in Folge an…. was man merkt: während wir vorher bei 21° (Thermometer) noch unter Decke und mit dicken Socken im Wohnzimmer saßen, ist es jetzt bei ebenfalls 21° so kuschelig warm, daß ich die Strickjacke beim Teigausrollen lieber ausziehe, um nicht zu arg ins schwitzen zu geraten! Die Wärme ist eben viel gleichmäßiger, so daß jetzt, wie versprochen, Wände, Decke, Boden und Möbel mit erwärmen. Das fühlt sich dann natürlich viel kuscheliger an, als wenn nur die Lufttemperatur steigt.

Und wie man sieht, ist es durchaus angenehm, auf der Ofenbank vor der warmen Glastüre zu sitzen und zu lesen – das Buch hatte ich wegzulegen vergessen….

So hatte ich das mir erhofft *strahl*

Saisonstart!!!

Erstmals habe ich gestern Äpfel geschnibbelt und aufs Rost oben im Ofen gelegt – in den neuen Dörrgittern, die aber – Schande über Online-Käufe – dann nicht wie erwartet vollständig aus Edelstahl waren, sondern deren Seitenwände aus Plastik sind. Schadeschade!! Ich habe sie aber trotzdem behalten, denn Nach-nachforschungen ergaben, daß es wohl vollständig plastiklose nicht gibt. Jedenfalls konnte ich keine finden, und jetzt isses so….

Außerdem steht dort der erste Block eingefrorenes Fruchtmus zum auftauen. Das wird dann das erste Fruchtleder! 🙂 Der ganze Gefrierschrank ist voll: Erdbeermus, Johannisbeermus, Stachelbeermus, Mirabellenmus, Kirschmus…. dieses erste wird pur. Denn der Holunder ist noch nicht reif, ich kann noch keinen Saft unterrühren – aber ich wollte eh verschiedene Sorten testen, und so mache ich jetzt auch welches ohne Holunder und ohne Gewürze. Mal gucken, was wir lieber mögen.

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Es gibt ja auch noch das Wärmfach im Flur – aber ich glaube fast, für die Plastikteile ist das zu heiß… auch auf dem Ofengitter oben habe ich vorsichtshalber lieber noch ein Drahtgitter unter den Dörrgitterstapel gepackt … das Wärmfach kann ich eher zum aufwärmen von Essen nutzen, schätze ich – das wird alles ausprobiert, wenn der Ofen erst richtig läuft- derzeit haben wir nur ab und an mal ein Feuer und müssen auch damit ein wenig vorsichtig sein, denn wenn es draußen warm (15° bei Sturm ist schweinekalt, aber in Bezug auf den Ofen „warm“), aber drin kalt ist(zu kalt, um sich wohlzufühlen, weils im Sturm so auskühlt), dann kann es uns das Wohnzimmer einräuchern, weil sich der Sog des Schornsteins umkehrt… haben wir jetzt einmal gehabt, will ich nicht wieder erleben! In der Übergangszeit war es also mit dem alten Kaminofen einfacher, der zog immer! Dafür reicht ein kleines Feuer in diesem Ofen derzeit auch, um das Wohnzimmer für zwei Tage angenehm temperiert zu halten. Hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

Nachtrag HEUTE: das mit dem Äpfeltrocknen geht schonmal viel einfacher als früher. Es duftet genauso schön, und nichts verbrennt, wenn man nicht aufpaßt 🙂 Heute morgen waren alle Schnitze „durch“


Aussortiert: einen Bodum-Milchaufschäumer (Glaskanne mit Einsatz) Wir haben ja das Superteil mit der herrlichen Geschichte. Kennt Ihr sowas, daß man jedesmal innerlich lächelt, wenn man ein bestimmtes Teil aus dem haushalt benutzt? Danke nochmal, Du liebe Freundin!!! 🙂 Braucht das, das wir aussortiert haben, EineR da draußen? Sonst kommts in die nächste Sozialladen-Kiste.

Jetzt also endgültig: FERTIG!!

Nach dem grillen ist die Malerfreundin zum arbeitsurlauben dageblieben, und so sieht er also jetzt aus, der Ofen:

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Gestrichen ist er mit Silikatfarbe. Wir finden ihn wunderbar so, ebenso den Blick vom WiGa aus – denn Ihr seht schon, nicht nur der Ofen hat die Farbe gewechselt….

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Gewöhnungsbedürftig der Blick von der Küche ins Wohnzimmer, es ist doch SEHR anders jetzt. Und deutlich kühler auch. Ein wenig edler dafür.

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Und das große, bunte Bild paßt nun wirklich nicht mehr dahin. Also qualmt schon das Hirn im Versuch, eine gute Bilder-Lösung für die große Wand hinterm Sofa zu finden; und tatsächlich habe ich schon erste Ideen, die aber noch reifen müssen 😉

Seltsamerweise ists auf diesen Fotos genau umgekehrt – da wirkt das ganze von der Küche aus harmonischer und nicht so kalt wie aus Sicht vom WiGa … überhaupt ist das ganze sehr, sehr lichtabhängig: bei Sonnenschein ists wunderbar, bei wolkigem Wetter oder Lichtschein aber habe ich doch Probleme mit einem leichten frösteln …

Insgesamt brauche ich, glaube ich, noch etwas Gewöhnungszeit. Und habe das deutliche Gefühl, daß wir eigentlich nun auch die Türen und Fußleisten neu streichen müssten, und zwar in etwas hellerem Farbton sowie die ganze Farbgebung umstellen (zB finde ich die Holztöne zu dem lichten grau super, nicht aber die schwarzen Bilderrahmen….) *seufz*

Habe jetzt ein Weilchen gesucht und kein „vorher“-Bild zum Vergleich gefunden, also gibt es nur dies  zum Grob-Abgleich:

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kurz vor dem ersten Farbtupfer

Glodernde Luht …*

… ist das, was unser sauschlechtes Wetter (13°! Mitte Juni!Aber heute ist, erster Tag wieder, Sonne da und mehr als 15°- das Ergebnis davon lest Ihr morgen 😉 ) zum Vorteil, wenn auch nicht zur Freude macht. Denn weil es letzte Woche so saukalt war, konnte der Ofenbauer kommen, um mit uns zum ersten Mal einen „richtigen“ Abbrand zu starten!

8 Kilo Holz kommen in den Feuerraum, ungefähr. Auf einmal! Ist nicht so schwierig wie’s sich anhört, denn es stellte sich bei ein, zweimal wiegen heraus: knallvoll packen, das, dann sind das etwa 8 Kilo…

Erst kleine, brennfreudige Winzscheite, vier quer, vier längs drauf, nochmal vier quer, ungefähr (inzwischen hab ich mein Handbeil, gekauft vor 19 Jahren, als ich noch dachte, ich könnte damit vielleicht selbst Holz hacken, wieder rausgekramt – damit geht das ganz gut) Dann eine Kehrschaufel voll Buschholz, dazwischen einen meiner Fidibus, und den Rest dicht an dicht längs reingeschoben. Heizklappe zu, Bodenluftzufuhr ganz auf – und anzünden. Nach 10 weiteren Minuten loderts dann schon. Jetzt noch etwas warten (bis draußen im Flur das Ofenrohr schön heiß ist), dann kann die Anheizklappe zu, und die Rauchgase nehmen ihren langen Weg durch Ofenbank und Korpus. Das ganze lodert dann vielleicht eine, anderthalb Stunden, dann hat man fast nur noch Glut. Dann kann die Bodenluftzufuhr geschlossen werden, dann hälts länger.

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Zu Anfang der Heizperiode (und so also auch an unserem ersten Abbrandtag) legt man nochmal volle 8 Kilo nach, wenn nur noch Glut da ist, damit der Ofen einmal richtig gut durchheizt. Und holla, das tut er wirklich *g* Sogar nachmittags drauf, als der Herr F. meinte, ich könne doch gut nochmal den Ofen…. es sei doch so kalt…. merkte ich noch leichte Wärme, als ich den Feuerraum öffnete, und auch der Korpus war noch „beschlagen“. Morgens wars noch mollig warm überall, obwohl wir – erstmal muß ja auch der Lack vom Heizeinsatz noch richtig einbrennen, und das stinkt!!! – tags zuvor die ganze Zeit auch parallel gelüftet hatten. Und obwohl wir mal wieder Sturmböen im starken Wind hatten, was richtig(!) gut auskühlt. Man kann sich also vorstellen, wie das abgeht, wenn der ganze Ofen erst regelmäßig in Gange ist und gar nicht erst dazu kommt, sich abzukühlen….

Nun kommt bald auch der Schornsteinfeger zum abnehmen, und an dem Tag wird dann auch verfugt und andere kleine Restarbeiten werden fertiggemacht – und dann kann auch schon die Malerfreundin kommen und unser Wohnzimmer streichen – es wird nicht mehr gelb werden….. parallel kann ich dann auch den Putz des Ofens streichen, und dann isser richtig ganz fertig, und der Winter kann – was das angeht, sonst aber bittebitte noch gaaaaaaaanz lange nicht) kommen.

* seit er von der glodernden Luht gesprochen hat, bin ich bekennender Stoiber-Fan. Als Comedian zumindest, solange er nicht versucht, Politiker zu sein – viel Spaß!! (Es startet bei der Luht, aber das vorher und nachher ist durchaus auch hörenswert *gg*)

Kleinvieh, oder: Fidibus, ganz ohne Hokuspokus!

KleinviehKurz nachdem ich mich gestern so über das Reh geärgert hatte – ich war sogar noch oben am Computer – hat es geklingelt. Es war der Ofenbauer – er hatte die offene Tür gesehen, und er wollte man gucken, ob wir denn auch zufrieden sind und wie weit es schon mit dem trocknen des Ofens ist.

Wir sind zufrieden! Der Ofen gefällt uns täglich besser. Und dann – dann!!!! Dann haben wir ein Probefeuerchen gemacht!!!! Und das dürfen wir jetzt immer mal ruhig abends tun. Noch keinen richtigen Abbrand. Aber ein Probefeuer:

Anheizklappe auf, Zuluftgitter auf, etwas Kleinholz, vier, fünf Scheite obendrauf (später, beim richtigen heizen, werden das auf einmal 10 Kilo sein, also um die 10-11 Scheite!), anzünden. Kurz die Türe angelehnt lassen, bis es gut anbrennt, dann gucken. Wenn es ordentlich brennt, die Anheizklappe schließen – und brennen lassen. Unten das Gitter (unterm Schamott im Boden des Feuerraums) wird erst geschlossen, wenn 2/3 weggebrannt sind und fast nur noch Glut da ist.

Was soll ich sagen? Schön, das! 🙂

Und während wir so Käffchen haben und zugucken und schnacken, gehts ums anzünden. Bisher haben wir das mit 2 Blatt Zeitungspapier und Buschholz gemacht. Aber das mit dem Zeitungspapier ist nicht so gut, gibt zu viel Asche. Besser sollte man Anzünder nehmen, aber das will ich nicht. Die meisten sind Chemie pur (es gibt auch die Öko-Version), alle sind verpackt. Ich hatte mir überlegt, aus dem Schmutzwachs, das beim wachsklären anfällt (und das bisher im Müll gelandet ist), „mit irgendwas“ Fidibusse selber herzustellen. Zu sammeln hatte ich schon begonnen! Aber mit was? Die Küchentücher aus Papier vom auswischen des Topfs hatte ich aufgehoben, aber Küchentuch kaufen, um dann Fidibusse draus zu machen? Neeee, wirklich nicht. Holzwolle wäre klasse, aber woher nehmen?

Ja, woher?

Daher!

:-)

🙂

Kein Wort hat er verlauten lassen, der Ofenbauer! Aber als ich später nochmal in den Wintergarten ging (die Tür war ja offen), da stand da dieser Sack mit Holzwolle!!!! Mann, hab ich mich gefreut!!! 🙂 Und bin natürlich gleich nach oben gewetzt, um die restlichen Zutaten zum ausprobieren zu holen:

Schmutzwachs schmelzen (das geht übrigens auch mit Kerzenresten - Tipp für Leute ohne Bienen, aber mit Ofen

Schmutzwachs schmelzen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Holzfasern zusammendrehen, unteres Ende eintunken, ein Weilchen drinlassen, damit es sich vollsaugen kann, abtropfen lassen, trocknen lassen

Die Ausbeute

Die Ausbeute

Dolles Ding, das! Ich muß noch ein wenig an der Technik arbeiten. Man kann erkennen, daß einige Fidibusse Knoten haben – das ist prima, wenn man längere Fasern hat: nicht so viel, was runterfällt *g* Ich bin gespannt, wie die selfmade- Konsum-und-Chemiespar-Fidibusse sich bewähren. Da wir jetzt ja anfeuern dürfen, werde ichs bald wissen 🙂

Übrigens: da ich noch nicht genug Schmutzwachs gesammelt hatte, hab ich einen Stumpenkerzenrest (Paraffin) dazugenommen. Geht natürlich ebensogut, und ist eine Art, recht sauber und müllsparend die Kaufkerzen-Reste zu verwerten. Da damit dieser Tipp auch für Ofenbesitzer umsetzbar ist, die keine Bienen haben, werde ich ihn bei Einab verlinken.

Hätte ich nicht den Sack vom Ofenbauer bekommen, hätte ich bei unserer Tischlerei nachgefragt. Oder die Inlets der Klopapierrollen benutzt: längs in 2cm breite Streifen reißen, aufrollen, mit Wachs tränken. Geht auch, ist bloß nicht ganz so aschesparend (was für einen Kaminofen ja völlig egal ist)


Falls ich mal Sägespäne kriege, hier noch, was das Äppelken in einem Kochbuch(!) entdeckt hat, ein Rezept für Holzanzünder nämlich. Ich zitiere aus ihrer mail:

Anleitung zur Herstellung von Holzanzündern aus Wachsresten:
Man braucht Sägespäne und Wachsreste im Verhältnis 1:4.
Wachs schmelzen, Sägespäne einrühren. Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (die möglichen, Müll sparenden Alternativen dazu kennt ihr ja alle, ne?) streichen, erkalten lassen. Platte in Stücke mit etwa 4-5 cm Seitenlänge schneiden oder einfach in Stücke brechen. Fertig. 🔥

Danke Dir, das liest sich sehr prima!


Und noch eine Idee, fiefhusen nutzt  alte Staudenstengel

Fertig!!! (Erstmal)

Als wir aus unseren paar Tagen Kulturelle Landpartie gestern nachmittag zurückkamen – da war er fertig, unser Ofen! Die Baustelle abgebaut, der Durchgang in die Küche wieder frei, der Ofen verputzt, das Dach drauf – hui!

Was soll ich sagen? Wir finden ihn sehr schön – und garnichtmal sooooo riesig! Nein, der passt gut in unser Wohnzimmer 🙂

So wird es etwa vom Sofa aus aussehen

So wird es etwa vom Sofa aus aussehen

und so von der Wibntergartentüre aus

und so von der Wintergartentüre aus

Wirkt doch garnicht zu groß :-) Man sieht schon an den Ecken, wie der Putz heller weil trockener wird.

Wirkt doch gar nicht zu groß 🙂 Man sieht schon an den Ecken, wie der Putz heller weil trockener wird. Und unter der oberen Fliese guckt der Griff der Anheizklappe raus

Unten am Fußboden guckt ein Stückchen ganz heller Boden vor. Da war zuvor die Eisenplatte vor dem alten Ofen drauf, das wird schon schnell nachdunkeln…. Im Flur ist übrigens hinter dem zu öffnenden Gitter der Durchbruch gefliest, so daß wir dort ein kleines Rost zB mit Apfelschnitzen zum trocknen reinstellen können. Aber im Grunde können wirs ja auch aufs Ofendach stellen, da haben wir nicht richtig nachgedacht….. Na, das Gitter hätte eh reingesollt, um den Flur mitheizen zu können – jetzt kann mans halt nutzen, weil  wir eines zum öffnen bekommen haben.

Was jetzt noch fehlt: das muß durchtrocknen, und dann kommt Tapetenkleister auf den Verputz (der jetzt noch ziemlich bröckelt) – ein Tipp vom Ofenbauer. Ich hätte Tiefgrund genommen, aber er sagt, daß Tapetenkleister umweltfreundlicher ist und denselben Effekt hat. Wunderbar! Und dann kann gestrichen werden. Empfehlung: Kaseinfarbe oder Silikatfarbe. Außerdem müssen die Fliesen noch verfugt werden, und natürlich im Wohnzimmer alle Wände neu gestrichen, ein Stück Fußleiste angepaßt und angebracht und solcher Kleinkram mehr…. aber das kommt NOCH später *seufz*

Wir haben gestern erstmal gesaugt, gefeudelt, alle Flächen feucht abgewischt und dann das Sofa wieder ins Wohnzimmer gebracht. Unser Teppich ist noch in der Reinigung, aber wir wollten uns hinsetzen und das Prachtstück begucken können.

Weiter gehts…

…mit Berichten vom Ofen:

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Die Heizklappe ist etwas, von dem ich zuvor nicht wusste, daß es hineinkäme und wozu. Man kann sie an dem langen Stab, der nach außen führt, auf – und zuklappen. Im Normalfall ist sie geschlossen. Aber wenn es zB draußen wärmer ist als im Haus, oder auch, wenn man mal mit einem kleinen Feuer nur fix das Wohnzimmer anwärmen möchte, ohne daß der ganze Ofen durchwärmt – dann macht man die Klappe auf. Sie bildet dann eine Art Bypass fürs Rauchgas, das dann, ohne durch den ganzen Ofen zu laufen, den direkten Weg gen Kamin nehmen kann. So zieht der Kamin an warmen Tagen beim anheizen besser, oder der ganze Schamott wird nicht warm und überhitzt das Haus, wenn man nur eben mal ein Stündchen am Abend ein warmes Wohnzimmer haben will. Praktisch!

Noch etwas: dadurch, daß die Ofenbauer neben dem Ofen den Wandschutz (Decke) angebracht haben, ist uns klar geworden: die Wandscheibe von Küche bis Schiebetür, an der der Ofen steht, werden wir wohl, für welchen Anstrich auch immer wir uns entscheiden, einfach weiß streichen. Das beruhigt – sieht nämlich so gleich viel besser aus, als wenn neben dem Ofen noch ein kleines Stückchen „unten gelb, oben weiß“ rausguckt.

Der Gigant

Als ich am Dienstag von der Arbeit heimkam, habe ich – total ko von Erkältung plus Arbeit – erst nicht an ihn gedacht, dem sonst in den letzten anderthalb Wochen mein täglicher erster Blick galt. Der Herr F. fragte dann, ob ich denn gar nicht ofengucken wolle, und dann kam ein echtes „huch“!

Denn dadurch, daß bisher alles so klein wirkte, war ich ü-ber-haupt nicht darauf eingestellt, daß von einem Tag auf den anderen unser neuer Ofen plötzlich so aussah, wie wir es vor Beginn der Bauarbeiten vermutet hatten – nämlich

groß

Aber seht selbst:

Zur Erinnerung: der Zustand am Abend davor:

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und dann jetzt:

P1080836Hollerfuchs, das wirkt schon ganz schön heftig! Man muß sich vorstellen, daß die Deckenplatte ja noch etwas höher wird Und gegenüber dem Teil über dem Heizeinsatz etwas zurückgesetzt – es bleibt also nicht so „kopflastig“.

Von der Sofaecke aus gesehen (allerdings näher dran, da wo das Sofa steht, sind jetzt Arbeitstische) sieht man ihn im unteren Bild. Dese Blickrichtung wirkt zierlicher, finde ich.

P1080837und von innen sieht man inzwischen dies:
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Es bleibt spannend! 🙂

 

 

3/12

Mai2015Man gut, daß ich am 11. mein Foto mache und nicht zB am 7. – daß man am Haus schon etwas vom Wein sieht, das ist nämlich to-tal frisch, erst in den letzten zwei Tagen. Und auch am Boden blüht jetzt wieder ein wenig was – in diesem Jahr gibt es keine blaue Phase – erst war nach Osterglocken und Co das große NICHTS – und jetzt, seit vorgestern etwa, kommen der kleine blaue Ehrenpreis, die Blausternchen – aber auch rote Tulpen und Blutstorchschnäbel. Heute, am 11., soll es kurz sogar mal warm werden. 20°. Aber noch immer ist es sehr windig, und die Sonne kommt auch nicht so recht durch. Warten wirs ab, schließlich will/ muß ich heute bei Biens gucken. Wenn Ihr dies hier lest, habt Ihr wahrscheinlich schon die Ergebnisse bekommen – gestern. *g*

Beim Ofen gehts auch ordentlich weiter:

P1080806

Ofenbank!

D

P1080759Oh-ha, da tut sich was: erst wurden unten die Züge fertiggemauert. Dieses weiße Material, das man an einigen Stellen herauslugen sieht – das ist keramische Faser (ich dachte erst: Glasfaser, weil es auf der Rolle ähnlich aussieht). Die kommt in Dehnungsfugen, die es an vielen Stellen gibt – schließlich entstehen im Ofenkörper enorme Temperaturunterschiede, die bringen das Material zum arbeiten, und das muß irgendwie aufgefangen werden, damit keine Risse entstehen. Man sieht jetzt auch, daß Ecken zT im Bild schon „abgerundet“ sind, damit das Rauchgas besser fließt und nicht so viel Dreck entsteht

 

 

P1080761  P1080762dann kam ein Deckel drauf aus ganz festem Ton mit Luft, zwei Lagen. Links Lage eins, rechts Lage zwei – so langsam kann man sich vorstellen, wie die Bank werden wird…. und dann: die erste Keramik, die Sitzfläche!

Das ist ja so spannend, alles!!!!

Abgesehen davon ist der Ofenbauer auch noch ein richtig netter Mensch, mit dem in den Kaffeepausen zu plaudern so viel Spaß macht, daß es manchmal schade ist, wenn wieder weitergearbeitet wird. Ja, und dann:

P1080763und am Feierabend am Donnerstag war die Ofenbank sozusagen fertig!

P1080764 P1080766Links sieht man, wie viel sowas ausmacht – die großformatigen Fliesen lassen das ganze wieder größer wirken und auch durch die Farbe wieder völlig anders als noch heute morgen. Und rechts kann man hinten einen Bleistiftstrich erkennen – so weit wird der „Überbau“ auf der Bank aufsitzen. Noch sind die Fliesen nicht verfugt. Aber die Färbung kann man schon recht gut erkennen – uns gefällt das helle grau gut! Außerdem ist jetzt ganz klar: die Bank ist allemal groß genug, daß der Kater Platz hat, sich auszubreiten – ich bin gespannt, ob er es auch tun wird 😉 Und wir werden durchaus auch zu 2. drauf sitzen können. Die Sitzhöhe paßt schonmal – man darf nämlich schon probesitzen!

Tags drauf dann, gestern, kam ich nach der Arbeit heim – uuuuund….:

Der Weg des Rauches: aus der Heizkammer durch das große Rohr, das rechts herauskommt in den linken Zug nach unten, von dort durch die Schleife in der Ofenbank erst nach links, dann nach rechts und dann durch den rechten Zug aufwärts. Schließlich wieder ein wenig nach links, um dann durch die Wand in den Flur und dort in den Schornstein geleitet zu werden, schon ziemlich abgekühlt dann. Glaube ich. Oder geht er vorher noch in den Teil ÜBER der Hezkammer? Muß doch nochmal nachhaken; ich dachte, ich hätte es intus… Durch die superheiße Verbrennung entstehen übrigens wesentlich weniger Ruß, Asche und Abgase als im alten Ofen.

Und jetzt ist Wochenende, am Montag erst geht es weiter mit dem Ofen, am Dienstag werde ich hier berichten.

 

Irgendwas ist immer….

Tags nachdem ich den letzten Ofen-Beitrag gepostet hatte, stellte sich eine unerwartete Komplikation ein:
direkt neben dem Loch, durch das später das Ofenrohr laufen wird, erschien beim aufstemmen ein altes Rohr mit Kabeln drin. Elektrik an einer Stelle, wo eigentlich keine sein sollte!
Also den Elektriker angerufen.
Schnell war klar: dieses Kabel wird nicht mehr genutzt. Aber trotzdem könnte es stromführend sein, und das geht nicht direkt neben einem Ofenrohr in der Wand, bei aller Dämmung nicht!

Eine Stunde lang hat der Elektriker gesucht, verfolgt, leider auch gehämmert – bis klar war: tatsächlich: da ist Strom drauf! Nun hat er das Kabel erstmal abgeklemmt und entfernt, später kommt er nochmal wieder (schließlich hat er eigentlich eine geplante Baustelle in Gang) und setzt eine Enddose an einer Stelle wo’s nicht stört. Heißt: ein Stück neuer Verputz auch im Flur. Nuja. Bin froh, daß der Mann immer so schnell kommt, wenns brennt 🙂  – Wer also eine Elektriker-Empfehlung des Hauses Fjonka möchte und im Umkreis Süderbrarup wohnt, der piepe 😉

Im Wohnzimmer geht derweil der Aufbau weiter, momentan wird die Unterkonstruktion für die Ofenbank gebaut, auch die Züge, die die nachher heizen, kommen jetzt dazu, wie man sieht. Oben sind die Wege schon grob zu sehen, die das Rauchgas nehmen wird. (Anklicken, da ists näher erklärt) Dabei werden sie durch Stein und Schamott geführt, den sie aufheizen. Ich bin gespannt, und ich lerne dazu. ZB hatte ich gedacht, daß die Rauchgaszüge in Rohren verlaufen. Stimmt nicht. Sind einfach ausgesparte Wege im Stein/ Schamott, die dem Rauchgas den Weg weisen.

Die armen Ofenbauer….

In meinem Haus habe ich eigentlich meist folgendes Problem: ich möchte ein Bild/ ein Regal … aufhängen, und Nagel/ Dübel….. kommen mir bei Belastung stante pede entgegen, zusammen mit bröckeligem Steinstaub… schlechte Wände halt. Und so hatte ich die Ofenbauer schon gewarnt, daß sie damit rechnen müssen, daß ihnen die halbe Wand entgegenkommt, wenn sie Löcher für die Flur-Belüftungsgitter  zu machen versuchen. Und sie eventuell Stürze einziehen müssen.

So sieht das normalerweise aus. Im Bestfall- immerhin bleibt der Dübel drin...

So sieht das normalerweise aus. Im Bestfall- immerhin bleibt der Dübel drin…

Heute nun war es so weit – sie wollten die Durchbrüche zum Flur machen. Und was?
Da, wo die besagten Löcher hinsollen, ist offenbar die einzige wirklich stabile Wand im Haus.
Und wirklich stabil heißt in diesem Fall wirklich stabil: nach klopfen höre ich bohren, fluchen, hämmern, schließlich wird der Schlagbohrer eingesetzt, um die Konturen des zu schlagenden Durchbruchs mit einem hübschen Lochmuster aus dicht aneinanderliegenden Bohrlöchern anzudeuten und dann die Steine dazwischen herauszuklopfen. Staub im ganzen Haus, erschöpfte Ofenbauer und ein geflohener Kater sind der Erfolg – immerhin aber auch zwei Löcher an den richtigen Stellen.P1080739

Danach wurde der Heizeinsatz aufgestellt, auch eine heftige Arbeit für einen Menschen, der vor einem halben Jahr noch einen üblen Bandscheibenvorfall hatte… aber das Dingen steht schließlich, oben auf den Ständern waagrecht ausgerichtet.

Da steht er also, der Neue...

Da steht er also, der Neue…

Dann haben sie den Schamott reingepackt, ein bißchen wie bei IKEA oder so – H15R muß oben rechts, aber erst L14. Wie, aber das paßt doch garnicht? „L14 oben hinter die Deckenplatte einschieben“, steht da. Okay, aber wie ist das gemeint? Und sollte nicht doch erst H14M hinten links vorne hin???? 😉 (Bezeichnungen frei erfunden, ebenso die Dialoge. So ähnlich wars aber durchaus….)

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Innenleben. hinten Extra-Zuluftlöcher und unten kein Rüttelgitter mehr.

Und wie immer – zum Schluß paßt es dann doch irgendwie. Feierabend für die armen Ofenbauer nach einem anstrengenden Tag.

 

Der Wiederaufbau hat begonnen

Gestern war ein besonderer Tag. Schon wieder *g*:

Seit JAHREN bin ich zum ersten Mal wieder so richtig ans tanzen gekommen, denn wir waren beim „Funk in den Mai“ in Torsballig. Rundum klasse: Mitten auf dem Land in Einzellage ein kleines Gehöft mit ausgebautem Schupf. Und in diesem Schupf finden seit einigen Jahren regelmäßig Konzerte statt, das ganze nennt sich: Land-Art Und dort nun trat Grand Slam auf. Vom ersten Stück an so richtig in die Beine gehend, da hat man schnell vergessen, wie wenig Leute da waren – anfangs sah es aus, als gucken grad mal doppelt so viele Leute zu wie auf der Bühne stehen ;-| aber dann kam doch noch was nach…. na, egal, die Jungs haben sich nicht verdrießen lassen und richtig gefetzt, und jetzt paßt dieses Stück sehr gut zu meiner 1.-Mai-Stimmung

Insgesamt war das ganze allerdings sehr viel fetziger, mit Hiphop-Einschlägen und hat einfach richtig viel Spaß gemacht. Wir 5 haben 3 CDs und eine LP gekauft….

Hier noch ein fetzigeres:

Und das könnt Ihr Euch jetzt um die Ohren wehen lassen, während Ihr Euch die neusten Ofenbilder anschaut:

Ich bin übrigens aufgewacht mit Schmerzen ü-ber-all: Kniie, Schultern, Rücken und vor allem Kopf. Auau!! Aber jetzt wirds schon besser, hatte wohl ein winziges Schleudertrauma, und die Knie sind auch gewöhnt, daß sie nach der Arbeit ausruhen und nicht noch 3 Stunden tanzen …. Der Lack ist ab, und dabei hab ich mich schon zurückgehalten und hab nicht richtig gefetzt; allerdings eher, weil das kleine, aber deutlich Ü-50-Publikum zwar durchaus für Angelner Verhältnisse ordentlich in Wallung war, aber dann doch zu klein, um richtig abzugehen. Und ich nicht auffallen mochte. Man gut… *g*

Alles kaputt!

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Alles kaputt jetzt… ohje …. das mit den „nur 20 cm“ bedeutet auch, daß wir nun gaaaaaanz vielleicht doch noch dran denken können, den Wohnzimmerfußboden nachträglich zu dämmen. Aber da es JETZT, wo das Loch schon da wäre, zeitlich nicht klappt, müssen wir mal sehen…. werden den Fachmann demnächst mal kontaktieren. Denn am selben Abend schon ist kein Loch mehr, wo ein Loch war. Bin ganz angetan, hätte nicht gedacht, daß das so schnell geht!

Aufgefüllt ist mit einem Tonkugel-Beton-Gemisch, das als Fundament und gleichzeitiog dämmend wirkt. In Lagen eingefüllt und mit Stampfer verdichtet, trocknet das jetzt. Wenn ichs richtig verstanden habe, kann es morgen schon die ersten, leichten Belastungen ab. Aber da wollen sie dann eh erstmal die Keramik-Teile verkleben. Die kommen dann als ganzes – also zB alle Ofendach-Teile zusammen verklebt – auf den Ofen drauf bzw an ihn dran.