Die Birnen von Ribbeck

Heute habe ich seit langem mal wieder dagestanden mit breitestem grinsen der Welt  im Gesicht und Tränen in den Augen.
Grund: ein Buch, den Namen seht Ihr oben im Titel
Aber nicht wegen des Inhaltes, nein! Sondern wegen der Geschichte, die dieses Exemplar zu mir geführt hat. Und die beginnt im Jahre 2005:

Damals besuchte ich ein BookCrosser-Treffen in Kiel, und da stand im Regal ein dünnes, kleines Buch, in dem ich mich schon während des Treffens etwas festgelesen hatte, und das ich dann mit nach Hause nahm. Es war ein Exemplar von „Die Birnen von Ribbeck“, geschrieben von Friedrich Christian Delius. Gefallen hat mir das damals ganz gut. Überwältigt war ich nicht, aber beeindruckt, daß man ein ganzes Buch in nur einem einzigen Satz schreiben kann, ohne daß das unlesbar wird.
Dieses Buch habe ich dann auch in meine Bookbox „deutsche Sprache“ gesteckt. Da passte es gut rein.

Was ich damals noch nicht wusste, ist, daß dieses Buch mich wirklich nachhaltig beeindruckt hatte. Immer wieder habe ich an es gedacht- ob ich eine Birne gegessen habe, oder ob es hier oder da in einem Gespräch um „Sprache in Büchern“ ging- immer dachte ich an die „Birnen“ und immer wieder habe ich auch gedacht- och, eigentlich würde ich das wirklich gern noch einmal lesen.
Es war aber nie so vordringlich, daß ich mich drum gekümmert hätte.

Nun war in den letzten Wochen im BC-Forum ein thread namens „Sprachstil-talk“ , und auch in diesem thread habe ich mich wieder an das Buch erinnert und geschrieben:

Ich habe eine Allergie gegen

fehlende Groß-/Kleinschreibung. Halte ich selbst bei Blogs nur ganz schwer aus (da muß mich der Blog schon extrem interessieren, damit ich weiterlese). In Büchern: gar nicht. Kommt so-fort weg. *g*
Sonst habe ich auch oft Stil-Probleme, kann die aber nie so recht orten oder auf den Punkt bringen.
Ich hatte mal ein ganzes Buch, das nur aus einem einzigen Satz bestand, und der Autor hat es geschafft, das lesbar und interessant zu halten. Das war immerhin so beeindruckend, daß ich heute noch oft dran denke.
Das würd ich inzwischen- eben weil ich so oft dran denken muß- gern nochmal lesen….
Ja, und nun?
Nun lag eben grade  in meinem Briefkasten ein Päckle- angekündigt durch eine Adreß-Anfrage von lady-liberty wegen einer Überraschung. Ich hatte nicht die geringste Ahnung- eine Überraschung finde ich aber immer gut, und nun war sie also da. Ich öffne das Päckle, und- ein Exemplar von den „Birnen“!!!!!!
Da war diese Frau auf dem riesigen, mehrtägigen BookCrossertreffen in Leipzig, sieht da, im Gewimmel von Menschen und Büchern auf dem Büchertisch das Buch liegen- und denkt an mich und diesen Beitrag im Forum!!!!!!!  Steckt das Buch ein- und schickt es mir zu!!!! Ist das zu glauben????
Eigentlich nicht. Aber genauso ist es passiert.
Danke, Du Liebe! YMMD!!!!

Come in…..and find out, was das gestern sollte

Vielen Dank fürs assoziieren- ich war neugierig, ob ich wohl richtig oder falsch liege, mit meinen Vermutungen, daß diese Firmennamen kaum verstehbar sind. 
Das war nämlich so, mit den Charladies: des öfteren sieht man hier Autos fahren, da steht dieser Begriff groß drauf. Und eine Telefonnummer, sonst aber nicht viel. Ich hab lang gerätselt, was das wohl sein mag, hatte es aber auch immer wieder vergessen, wenn ich heimkam, so daß ich nie nachgeguckt habe. Für mich dachte ich- das einzige, was ich mir vorstellen kann ist so ’ne Art Lionsclub für Mädels- CHARity Ladies halt. Irgendwann sah ich dann an einer Tanke eine Werbung-

Charladies, Ihr Reinigungsservice

Und war total überrascht. Daheim hab ich dann doch mal nachgeguckt und festgestellt- Charladies ist englisch für Putzfrau!! Damit ist das natürlich ein völlig passender Name für eine Reinigungstruppe! Nur: welche ganz stinknormalen Leute hier in Deutschland (in Angeln, auf dem Land speziell, aber überhaupt auch) verstehen das, wenn sowohl ich mit Englisch-Leistungskurs als auch der Herr, der immerhin auf englisch ganze Bücher liest, am verstehen scheitern??? So eine gebräuchliche Vokabel scheint das nicht zu sein … obwohl einige von Euch sie kennen- aber auch längst nicht alle.

Im Zuge der Recherchen und der Gespräche zu den Charladies fiel mir auch wieder eine Begegnung auffe Arbeit ein: Ein Herr kommt immer mal in Firmenjacke mit dem Aufdruck Motion Center bei uns rein – auch so ein Firmenname, unter dem ich mir nichts vorstellen konnte! Meine Vermutung: ein Fitneßstudio oder eine Eventagentur oder sowas.
Total falsch!
Irgendwann hab ich gefragt, und vor mir stand: der Verkäufer eines Sanitäts- und Orthopädiefachgeschäftes … na, toll! Auch da frag ich mich dann: was hat es für einen Sinn, wenn ich einen schicken, englischen Namen habe- und kein Mensch versteht, für was ich Werbung laufe? Was in diesem Fall ja wirklich zutrifft- auch Ihr habt ausnahmslos nicht assoziiert, was der Verkäufer mit zurechtschwurbelte: „Naja, wir bringen ja Leute wieder in Bewegung, wir mobilisieren die ja….“ Das hat weder im Bookcrossing-Forum, wo ich auch fragte, noch hier irgendjemand intuitiv verstanden…..

In diesem Sinne: Come in and find out  – das (grün= anklickbar, wie immer) ist erstmal ein Artikel zum Thema „verstehen von englischen Slogans in der deutschen Werbung“. Dann gibt’s da noch ein Denglish-Quiz und eine Fotostrecke mit Slogans und dem, was die Leute so verstehen (oder nicht) Macht Spaß!

Assoziieren, bitte

Rein intuitiv, schnell und spontan.
Ich nenne Firmennamen, Ihr sagt, was Ihr Euch unter dieser Firma vorstellt. Also:
1. Eine Firma namens

    Charladies

Was macht die wohl??

2. Die 2. Firma heißt

    Motion Center

Was assoziiert Ihr mit diesem Firmennamen?

Morgen Auflösungen und Grund dieser Fragen. Bitte nicht googeln, es geht ja darum, was man damit in Verbindung bringt oder sich darunter vorstellt.

Reliquien

Wie jetzt, email im Reliquiar??

Ach neee, klar: Email, von Emaille…. Und was ist DAS???

Reliquien von Pastor Bong …. ähm- Pastor Bone, paßt ja, der Knochenpastor, aber das Dingen ist doch ALT!? Und dann *VordenKopfhau* Das ist LATEIN, Pastor Bone- der gute Hirte!!

Das ist übigens nicht nur im Urlaub so, daß solche Lesefehler passieren, grad das Computerdeutsch ist mir schon oft als Stolperstein in den Lesefluß geraten. Bloß hatte ich dann nie den Fotoapparat zur Hand…

Ich bin beeindruckt!

Hund‘ san’s, die Bayern!

Da kann sich unsereins echt mal ne Scheibe von abschneiden! Wo kommen wir denn auch hin, wenn so ein Alarm bei Einbruch einfach losgeht – ist doch viel besser, wenn der Einbrecher vorher nochmal einen kleinen Sicherungshebel umlegen muß. Gut, daß er das dann auch vorher gesagt bekommt.
Und meine Videos werde ich demnächst auch überwachen- wer weiß, was die so treiben, wenn ich aus dem Haus bin! Wieso das allerdings extra an der Haustür steht- das weiß ich auch nicht.
(gefunden in Regensburg)

Lange gerührt….

… habe ich damals in der Buchstabensuppe meiner Gedanken, um meiner Küchenwand eine Geschichte aus ineinander verschachtelten Worten zu verpassen. War richtig Arbeit, hat aber auch wirklich Spaß gemacht. Einen Ausschnitt gibt’s hier- oder am Montag beim ehrenWort

Und so sieht jetzt der Gesamteindruck aus. – Ist alles schon ein Weilchen her, und ich überlege derzeit angestrengt, wie ich meine gelbe Ecke samt Buchstabengeschichte über eine Renovierung wegretten kann. Nicht so leicht wird das.

-sinn

Als Kind ist schon einmal was von mir veröffentlicht worden- ein selbstverfasstes Gedicht, im Goldenen Blatt oder sowas ähnlichem. Da gabs sogar ein paar Mark dafür! Und jetzt- meine 2. Veröffentlichung, diesmal – tadaaaa- im Bauernblatt!

Euch kommt das irgendwie bekannt vor? Ach, nur in Teilen. Denn es ist sozusagen eine Zusammenfassung von un- und -wichtig, ergänzt durch ein paar neue Ideen vom Tonio. Der steht ja immer gern als Urheber samt vollem Namen mit dabei, deshalb ist er auch zu sehen, während ich nicht gern so mit allem im Netz bin und meinen Namen deshalb ein bißchen verschämt „geschwärzt“ habe. Ändert aber nix dran, daß ich ein bißchen stolz bin …

Tralalalalalalalaaala

Es frühlingt. Und wie ich mich da so richtig frühlingshaft fühle und in meinen Beeten zupfe, da höre ich, wie es innerlich singt:

Es tönen die Lieder

der Frühling kehrt wieder

es spielehet deher Hirte

auf seineher Schahalmei

tralalalalalalalaaaala, tralalalalalalalaaaah

Bekannt? Ich denke doch, oder? Alter Kanon. Ich hab den jeden Frühling irgendwann mal einen Tag lang als Ohrwurm im Kopf. Als einziges Volkslied überhaupt. Aber die Melodie ist auch wirklich schön! Wäre der Paradiesapfel hier gewesen, hätten wir es richtig als Kanon grösingen können, aber so…. so innen-singe ich lautlos vor mich hin. Und dabei  fällt mir erstmals in diesen ganzen Jahrzehnten auf, daß ich überhaupt nicht weiß, was eine Schalmei ist!

Sowas kenne ich ja – wenn ich ein englisches Lied mitsinge, dann fällt mir ja oft erst nach Jahren überhaupt auf, was ich da singe. Wenn überhaupt. Blödestes Beispiel: Springsteen, „I’m on fire“- tolles Stück. Bis mir eines schönen Tages auffiel, was ich da so begeistert mitsinge.

Hey little girl is your daddy home
did he go and leave you all alone
I got a bad desire
Oh oh oh I’m on fire

Tell me now baby is he good to you
can he do to you the things that I do – oh
I can take you higher
Oh oh oh I’m on fire

Na, toll. Seither fühl ich mich immer latent unwohl, wenn ich das höre.

Aber daß ich in einem muttersprachlichen Lied nicht mal bemerke, daß ich’s gar nicht völlig verstehe, das ist dann doch neu – also zurück zur Schalmei: Ein Instrument, so viel ist klar. Irgendwas ganz hinten im Kopf meint, es sei ein Saiteninstrument- aber ein Hirte mit einem Saiteninstrument? Haben die nicht eher Hasel-Flöten und so?

Irgendwann wird’s kalt, ich also rein und nix wie gesucht.

Und- tataaaa, bitte sehr- hier, ein Klangbeispiel einer Schalmei.

Gut hört sich das an, aber nicht, wie ich’s von einem Hirten gedacht hätte- da hätt ich was helleres, flötigeres erwartet.

un-

Über den Anhang „un“ habe ich auch schon nachgedacht. Zum Beispiel gibt es Wörter, die mit un dasselbe bedeuten wie ohne und nicht etwa das Gegenteil.

Diese Reaktion erreichte mich von Tonio auf meinen -wichtig Beitrag hin, den ich ihm gemailt hatte.

Stimmt.

Oder jedenfalls fast.
Denn kleine, feine Unterschiede gibts dann doch bei den Beispielswörtern und ihren un-s:

Wenn ich zum Beispiel durch Münchens Prachtstraßen laufe und mir angucke, was da eine kunstvoll zerrissene Jeans kostet, dann ist das eine ganz schöne Summe Geldes, die ich dafür hinlegen muß. Okay.
Aber eigentlich ist es schon eher eine Unsumme! Die mich gehörig erschreckt, denn ich betrachte einige Hundert Euro für eine Jeans als einen Preis, der schon ungehörig ist.
Das sind eh Kosten, die ich mir nimmernienicht aufhalsen würde, selbst wenn ichs mir leisten könnte. Aber meine laufenden Unkosten sind zu hoch, als daß ichs könnte, und dann gibts ja noch eine Menge Sachen, für die ich eher meine, Geld ausgeben zu wollen.
Eigentlich gibt es sogar eine Unmenge an solchen Sachen: Bücher, Pflanzen, Katzenfutter, Farben, Bienenzubehör- und was nicht noch alles…

Womit ich auch schon die 3 Wörter, die mir der Tonio als Beispiele geschickt hat samt ihrer un-s, verwurstet habe- und sogar noch eines untergebracht, bei dem allerdings wieder das un- eine noch unterschiedlichere Bedeutung hat als bei Tonios Beispielen, den Unsummen, -kosten und -mengen……

 

-wichtig

Es ist ja so eine Sache mit unserer Sprache.

Man könnte zum Beispiel meinen, wenn ich sinnig durch meinen Garten wandle, dann wäre ich mit Sinn und Verstand bei der Gartenplanung, vielleicht schon eine Harke in der Hand, denn schließlich ist der Sinn das Gegenteil vom Unsinn (naja, nicht so ganz, aber doch ungefähr), und deshalb müsste ich doch irgendwas in ihm (dem Sinn) haben, wenn ich sinnig durch meinen Garten laufe. Aber weit gefehlt! Denn ich laufe einfach nur in aller Ruhe und ganz gemächlich herum und habe mal Zeit, eben gerade nichts besonderes im Sinn zu haben.

So ist es mit ganz vielen Wörtern und ihren un- Gegenstücken. Ich kann nicht wirsch sein, obwohl ein Kunde freundlich zu mir ist. Obwohl ich durchaus unwirsch werden kann, wenn er’s nicht ist.
Ich kann ihm Rat geben, wenn ich Bescheid weiß. Unrat gebe ich ihm aber besser nicht, selbst wenn ich keine Ahnung habe.
Verschämt kann ich mich zwar fühlen – aber nicht, wenn ich eigentlich nur nett sein will statt unverschämt.
Es gibt keine liebsamen Zwischenfälle, keine Terbüxen und Terhemden, und wenn mir das Chili zu lasch geworden ist, dann ist es trotzdem nicht unscharf.

Und wenn mich dann alles so richtig nervt, dann werde ich unflätig schimpfen und Jeder weiß, was los ist. Aber wenn ich später ruhig und sinnig durch den wunderbar blühenden Garten wandele und flätige Lobeshymnen anstimme- dann versteht mich wieder Keiner…

Ab morgen: Der Neue

Ich komm, ich komm!
Ihr wartet schon zu lang.
Ich zieh ins Tal mit Sonne und Gesang,
mein warmer Hauch belebt die kahlen Fluren,
und tausend Veilchen blüh’n in meinen Spuren,
und Himmelsschlüssel folgen meinem Lauf,
und alle grünen Knospen springen auf.

Joachim Gauck

P.S 1. Falls Jemand zweifelt: ja, dies IST ein falsch zugeordnetes Zitat (die Idee kennt Ihr ja bereits, vom Känguruh ) Das Original stammt von Mrs Hermans, und es handelt vom Frühling. Aber es deuchte mich so passend … und morgen kommt der  Neue dann ja wohl auch endlich …. Aber, bitte: ich hab nichts gegen den Mann und hab auch noch nicht festgestellt, daß er zur Selbstbeweihräucherung neigt. Dies ist also keineswegs bösartig gemeint, es passte bloß so gut ;-).
Er folgt auf diesen hier:

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Christian Wulff

P.S 2 . Auch der hat das nicht gesagt. Er gibt lieber gar kein Statement dazu ab, daß er seinen Ehrensold nicht ablehnt oder zumindest einen Teil davon – was er ja einst gefordert hatte (den Ehrensold zu kürzen). Das Zitat stammt von Konrad Adenauer.

Noch’n P.S.: letzt‘ war im SPIEGEL so ein Kommentar von wegen, wenn Jemand am Boden sei, dann solle man nicht immer noch nachtreten, und einen eh schon gefallenen Politiker, der am Ende sei, müsse man mit Nachsicht und ein bißchen Mitleid betrachten und man solle sich mal vorstellen, wie der Wulff jetzt in seinem Eigenheim säße und sich langsam bewußt werde, daß er nie mehr in die Politik zurückkönne und keiner mehr ein Buch, das er schreibe, lesen wolle…
Seltsam, mir kamen nicht die Tränen bei dem Gedanken!! Allerdings schon beim betrachten dieses Videos vom Zapfenstreich am Tag danach! Da tat der Mann mir wirklich leid. Obwohl ich fand, daß die Demonstranten recht haben, war ich richtig erschüttert. Bis ich ne Minute Zeit zum nachdenken hatte. Da fand ich dann zu dieser Einstellung:
Wenn Jemand erst den Karren in den Dreck fährt und dann so damit umgeht, dann ist Nachsicht unangebracht.
Wulff hätte es nicht schwer gehabt, das Ganze schnell wieder vergessen zu machen. einigermaßen einzurenken. Und er könnte auch jetzt noch leicht die Meinung der bösen Hetzer (meine zB) verändern. Er müsste nur endlich zu verstehen geben, daß er wenigstens IRGENDWAS kapiert hat. Indem er auf seine unverdienten, wenn auch juristisch wohl nicht anfechtbaren Privilegien verzichtete (Ehrensold und Fahrer und Büro und…) und 3-5 Worte dazu sagte.
Das tut er nicht, also hat er mE kein Mitleid und keine Nachsicht verdient.

Politsch korrekt – oder vielleicht doch erstmal informieren????

Jetzt wissen wir es: „Schwarzfahren“ ist rassistisch!
Darauf aufmerksam gemacht hat der Münchener Linken-Stadtrat Orhan Akman. Der Begriff denunziere unsere dunkelhäutigen Mitbürger als notorische Schummler im öffentlichen Nahverkehr, findet er. Das wollen wir ja wirklich nicht. Doch wie sollen wir die Trittbrettfahrer in Bussen und Bahnen denn dann nennen? Nichtzahler? Das sind auch die, die dubiose Rechnungen zurückweisen.
Leistungsverweigerer? Das sind auch die, die ein Aufsatzblatt leer abgeben.
Oder sollte etwa auf Warnschildern stehen: „Missachten der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Verkehrsbetriebe lohnt sich nicht“?
Und was ist mit Schwarzwild, Schwarzpulver, Schwarzsauer, dem Ort Schwarzenbek oder dem Tee Schwarzer Friese?
Wie singen wir „Schwarzbraun ist die Haselnuss“?
Wie sprechen wir künftig den Präsidenten unseres Bauernverbandes an?
Noch nie hat sich übrigens jemand über ein Weißbuch, über Weißblech oder eine Weißwurst beschwert – es sei denn, sie ist kalt. Vielleicht weil wir Weiße sind? Aber das sind wir ja in Wirklichkeit gar nicht, sondern rosa! Das sollte man den Roten in München mal sagen – und ich betone, dass damit sind nicht die Indianer gemeint sind!

Tonio Keller

Tja, politisch korrekt sein zu wollen ist eine Gratwanderung immer dicht am Abgrund der Absurdität entlang … und Herr Akman hängt schon mit mehr als einem Fuß in der Luft, was?

Und dann, wo er schon so korrektelt, dann vergißt er das Innen hinter Mitbürger!! Also ehrlich!!

Danke, Tonio, das war mal wieder eine richtig schöne Glosse, und ich überlege schonmal, wo ich mich beschweren kann, weil der Name des Örtchens Mohrkirch ganz klar rassistisch ist: „MOHR“kirch!!!! Das beleidigt sämtliche dunkelhäutigen MitbürgerInnen (!) nicht-christlichen Glaubens! Wen kümmert’s da, daß der Ursprung ein ganz anderer ist, genau wie übrigens auch beim schwarzfahren

Huch!

An Türen klopfen, auf Rechte pochen

lautet in diesem Jahr das Motto der Sternsinger.

Ok, ich mag auch keine Neonazis, aber den Sternsingern hätte ich die Propagierung solch drastischer Methoden gar nicht zugetraut…..

P.S. der Herr F. hat’s bemerkt, als wir in den Nachrichten Frau Merkel beim singen mit den Jungs betrachteten. Ich war zu beeindruckt von diesem seltenen Bild, um die oben zitierte Aufschrift auf dem Hintergrundtransparent zu bemerken….

Heute

Ein Schlick auf die Blei zeigt: es ist wieder mal trüblig neb heute. Die Zeiten, als es lohnte, die kurzärmelige Hose rauszuholen, sind lange vorbei, und manchmal fühle ich mich wie das sprichwörtliche führerlose Brötchen auf sturmgepeitschter See – ein typisches Herbstgefühl.

P.S: Unsere gesammelten Ver-sprech- und -les -er sind, finde ich, manch anderer Sammlung hochhaus überlegen!