Anfänge wurden gemacht

Seht mal, da, am gegenüberliegenden Ufer….

Nicht gesehen? Aber jetzt….

Einige Findlinge sind in der Baggerschaufel aufgetaucht, und ein paar haben schön glatte Oberseiten – mal gucken, ob es Tritt- oder doch nur Randsteine werden, jedenfalls liegen sie da nach einigem buddeln und schuften des Herrn F. schonmal richtig gut!

Außerdem hatten wir den Plan, mit Freunden bei Punsch draußen an der Brenntonne schonmal ordentlich was an Wurzelwerk und Zweigen wegzubrennen…. das hat sich allerdings als nicht wirklich gute Idee rausgestellt: eisekalter Wind, eine Brenntonne, die in alle Richtungen qualmte …. ein wenig was ist weggebrannt, denn wir wollten schon gut angeheizt haben, bevor der Besuch kam. Aber wir haben den Freunden rechtzeitig Bescheid gegeben, daß der Plan nix war, und haben dann den Punsch drin getrunken, dem großen C zum Trotze….(das war VOR den Regelverschärfungen) Außerdem hab ich schon laaaaaaangsam Stücklein für Stücklein begonnen, die Grasnarbe des Exweges abzutragen- und damit im Matsch eine neue anzulegen. An wetter- und schultermäßig guten Tagen vielleicht 10-12 Grassoden, dann reichts dem Arm wieder, aber ja – Kleinvieh macht auch Mist, ich bin draußen und es passiert was 🙂

Uns‘ Elsa ist oft mit draußen und folgt mir auf Schritt und Tritt. Rast los, als würde ich auf sie drauftreten, flitzt zurück, um zu gucken, saust auf den Holunder und wieder runter, sprintet quer übers Gelände – und ist die allererste, wenns eeeeeendlich zurück ins warme geht. Und abends sind wir dann Alle gaaaaanz müüüüde….. 🙂

Seit das Wetter naß ist, ist der Spaß leider vorbei: Elsa geht bei Regen erst garnicht raus, sonst auch bloß fix mal pinkeln. Und auch mich zieht es momentan nicht raus, zumindest nicht in unsere Schlammwüste 😉

Überblick

Hätte ich zuallererst machen sollen: hier ist ein Überblick über die „Baustelle“. Ich habe das Bild etwas größer gelassen, so daß man besser sehen kann, wenn man es anklickt.

rosa: die neue Verrohrung vom Dachwasser zum Teich

hellblau: die „Froschlandbaustelle“ umfasst vom Schneebeeren entfernen über das ausbaggern des Modders IM Teich bis zum abflachen des Ufers zur Kuhkoppel hin das Gelände, ich habe aber auch mit umrandet, was durch den Bagger kaputt ist und bis wohin er Weiden und Findlinge entfernt und neu „aufgesetzt“ hat

hellgrün „das Dreieck“

pink: der Grillplatz. Den sieht man nicht ganz, er ist auf der rechten Seite aus diesem Blickwinkel HINTER den Bäumen. Und noch DANEBEN liegen die ganzen ausgerissenen Schneebeeren kreuz und quer….

dunkelgrün: der neue Totholzhaufen neben der kleinen, unangepackten „Insel“ aus Holunder und Geißblatt

gelb: der Riesenplacken Iris aus dem Teich, den der Baggerfahrer oben auf den Wall zur Au/ Kuhkoppel hin gepackt hat

Hilft das? 😉

Unten noch einmal ein Uraltbild zum Vergleich, leider ein wenig zu weit links, daß man ALLES sähe. Aber man kann gut erkennen, wie viel Schneebeere weg ist, nämlich alles „hinter“ den Bienenkästen (bis auf den schmalen Streifen, den ich erwähnte, an den der Bagger nicht mehr rangekommen war) und alles gegenüber (auf dem Foto links davon)

Alles tief verschneit

Pläne…

Die vielen Quadratmeter Schneebeeren, die nun weg sind, zusammen damit, daß der Bagger da eh ganz viel kaputtgemacht hat – das bietet neben Schrecken auch Chancen…. wir haben hin-und herüberlegt, und es wird wohl so werden:

Der Grill- und Sonnenplatz ganz hinten war ja immer etwas zu schmal, wenn man einen Tisch und mehrere Stühle darumherum hinstellen wollte. Nun werden wir den Weg um den Teich verlegen. Der Durchgang zum Grillplatz wird nicht mehr mittig sein, sondern am einen Rand hinein- und am anderen Ende hinaus führen. Der Weg zwischen Teichrand und Grillplatz wird überflüssig und zum Beet. Der Grillplatz wird, in der Hoffnung auf geselligere Zeiten, breiter.


Vorher (also, genau genommen jetzt immer noch). Genau von der anderen Seite aus, allerdings. Ein schmaler Grillplatz, ein schmales Beet, rechts daneben der Weg am Teichrand


Plan:
Ein wenig Beet muß weichen (wo es bisher endet, kann man ja noch erkennen), zugunsten von mehr Platz, aber gen Teich kommt umso mehr dazu. „Das Dreieck“, der ehemals schattige Platz am Teich, wird kleiner, das macht nix, weniger Rasen KANN nur gut sein, und es langt noch zum sitzen. Rechts der „Ausgang“ vom Grillplatz, Ex-Beet 😉


Hier sieht man: wo „Beet“ steht, da ging bisher der Weg von Biens nach hinten weiter gen Dreieck. Wo Sparrel in Matsch übergehen war der bisherige Durchgang zum Grillplatz. Von nun an wird der neue Eingang mitten durchs jetzige Beet führen („WEG“). Ich hab schon Lauch-Zwiebeln gerettet *g*


Nun kommen noch zwei Vorher-Nachher-Fotos.

1. Blick vom Dreieck über den Grillplatz bis zum Weidentor. Man beachte am Sommervorherfoto die rosablühenden Wasserdoste, die hohen, nicht die links unten im Bild, das sind Japananemonen.

Vorher

Nachher

Dasselbe Bild jetzt. Die drei trockenen Strapse (optisch) mitten im Weidentor sind die Wasserdoste. Man sieht gut, wie plattgewalzt das eigentlich einst hügelige Beet ist. Und daß ein guter Teil „Weidenhecke“ fehlt. Die Findlinge rechts hinten im Bild hat der Bagger uns wieder hingelegt, auch die eine Weide, die man bei genauem hinsehen direkt links neben der Findlingsreihe sieht war rausgeholt und wieder reingesteckt worden, damit der Monsterbagger durchkam. Er brauchte also den gesamten Platz vom Weidentor bis fast zum rechten Bildrand! Man sieht die weiße Kordel daliegen, sie bezeichnet das, was Beet werden soll (rechts der Kordel) und den neuen „Ausgang“, links der Kordel.


2. die hohle Gasse von hinten Richtung Bienenplatz geknipst.

Vorher

Nachher

Alles, was links grünte, ist noch da. Fast alles, was rechts grünte, ist weg. Die paar Steckeli, die man da noch sieht, sind ein Streifen von ca 50cm Breite und 2m Länge gen Teich, der Rest des großen Schneebeergebüschs. Wir haben beschlossen, die paar Dinger stehen zu lassen, bis neues Grün uns wieder ein kuscheliges Gefühl gibt. Dann können sie weg (und MÜSSEN, sonst war das ganze sinnlos, denn die Dinger wuchern ohne Ende.)

Wirkt momentan alles recht traurig, gell? Aber wir sind dran….


Ganz insgesamt ist eigentlich ungeheuer viel zu tun diesen Winter! Der letzte Abschnitt der Buchenhecke soll auf den Stock gesetzt werden. Damit hat der Herr gestern schon begonnen. Alles in Heckenhöhe ist nun fertig, was noch fehlt ist das übermannshohe Stück ganz hinten. Ich habe derweil den neuen Totholzhaufen „vervollständigt“. Will heißen, weitere Holzstrücke wild draufgeworfen, so daß genug Höhlungen für Kröten, Igel, Mäuse undundund entstehen. Und dann einige lange Eichenäste büschen zeltartig drübergestellt, so daß auch die Spatzen, Zaunkönige etc im Frühjahr Schutz finden. (A propos Eichenäste – Der Baumpfleger war nämlich auch nochmal da. Die Eiche mit den vielen Käfern sollte ja entlastet werden, damit sie noch länger stehen kann. Oben aus dem Kronenbereich sollte Einiges raus, gegen den hohen Winddruck. Dafür hatte er den Hubsteiger mit, und es ist immer wieder dasselbe: kleine Ästchen werden oben abgesägt, und unten kommen kleine Bäume an 😉 Von diesen kleinen Bäumen – unten leicht wadendick, Länge um zwei Meter fuffzich) habe ich drei aufgestellt.

Dann liegt da noch viel Holz, das gesägt werden muß. Und gespalten. Und in die Baustahlmatte geworfen. Und die ganzen restlichen Eichenäste natürlich auch noch… erst das dünne Zeugs abknipsen, dann sägen und zT spalten. Und der ganze Kleinkram, der bei all diesen Arbeiten anfällt – Wurzeln, Zweige …. der muß immer mal aufgebrannt werden, denn schon jetzt – wir haben kaum angefangen – ist nur noch wenig Lagerplatz frei.

Tja, all das ist zu tun – und ich bin nach wie vor nicht voll einsatztauglich. ABER: ich kann schon was tun, wenn ich aufpasse, was und wie viel bin ich nicht ganz unnütz!!! Und außerdem ists fein, daß wir auf diese Art – und weil die Katzen Spaziergänge geradezu einfordern, verrücktr, die zwei!!! – viel draußen sind. Mehr jedenfalls als in anderen Wintern.

Im Garten. Anfänge.

Die unberührte Holunder-Geißblatt-Insel inmitten des Kahlschlags hat einen Totholzhaufen gen Teich angegliedert bekommen. Unterschlupf für potentielle TeichbewohnerInnen, Brutplatz für Insekten

ein kleines Beetstück ist schon renoviert, die geretteten Pflanzen überleben hoffentlich den winterlichen Umzug….

die prächtige, riesige Moschusmalve ist vom Hängemattenpfosten neben das Weidentor umgezogen

jeder lebende Regenwurm, den wir finden, kommt vorsichtig ins unberührte Terrain unter Blätter

Findlinge finden wir auch, und zwar nicht wenige. Dieser hat eine neue Aufgabe als Rand- und Trittstein. Obenauf Gierschwurzeln. Ich kann ja sonst nix, also widme ich mich der sinnlosen Aufgabe, die, die ich sehe, abzusammeln….

Das hatte ich zu berichten vergessen: der Kleinbagger der Verrohrer hat uns den Gefallen getan, diese große „Findlingsbank“ an eine Stelle zu setzen, an der wir sie nutzen können.

Schneebeerenwurzellager No1

und (hinten) No.2. Hier sieht man das größte Problem: Herr Baggerfahrer hatte nicht kapiert, daß die Schneebeere WEG muß, und drei winkende Menschen kamen zu spät: kreuz und quer und unter Erde begraben liegen die ganzen Schneebeeren. Ob wir sie per Hand wegkriegen ist unklar. Wenns nicht anders geht, müssen wir uns im nächsten Herbst einen Kleinbagger mieten, um den Haufen auseinanderzupulen.

Teichvergleich

Vergleich No.1. Vorher, links: Ich stehe neben den Kringelchen und blicke Richtung Kuhkoppel. Es ist Sommer 2020. rechts im Vordergrund Schneebeere (warum die weg soll? Sie ist ein invasiver Neophyt. Und das ist sie wirklich, auch in meinem Garten – sie schiebt sich mit Wurzelausläufern immer weiter vor, besonders seitdem seit dem Fall der Mirabelle mehr Licht in den Garten kommt. Und wo sie wächst, wächst nichts anderes. Außer Silbergoldnessel, dem anderen invasiven Neophyten) Im Teich die inzwischen riesige Sumpflilie. Nachher, rechts: Die ist weggebaggert, weil sie sonst den Teich völlig zum verlanden gebracht hätte. Und links daneben war eine Weide. Die raus sollte, weil die Biologin sagt: die schluckt, wenn sie größer wird, einfach zu viel Wasser für diesen Teich.

Vergleich No.2: Vom anderen Ufer aus. Rechts und links ragen Schneebeergebüsche ins Bild, gegenüber die grüne Wand – das ist das „neue Gebüsch“ Wo die Weide war, kann man gut erkennen, weil dort drunter Lehm ist – das ist kurz über dem Wasserpegel der helle Fleck am gegenüberliegenden Ufer.

Übrigens: der neue Editor ist nach wie vor ein Graus, ich habe STUNDEN gebraucht, um diesen Artikel hinzukriegen. Nach wie vor ist mir ein Rätsel, warum manche Bildvergleiche RIESIG (und deshalb auch etwas unscharf) sind, andere weiter unten eine vernünftige Größe haben. Aber prinzipiell finde ich für diesen Zweck dieses Schiebereglergimmick fein, also nutze ich dafür (und NUR dafür diese benutzerunfreundlichste aller mir bekannten Oberflächen trotzdem. Aber weiter mit dem Teich….

Vergleich No.3: Teich, trocken, von der Kuhkoppelseite aus fotografiert… hier sieht man, wie viel Schmodder da drin war, denn der Bagger hat den Teich nicht „tiefergelegt“. Alles, was jetzt an Tiefe dazugekommen ist, ist weniger an jahrzehntealten Blättern und Co. Wieder „vorher“ dominant: die Iris

Vergleich No.4: an diesem Ufer ist, außer Schneebeere, auch Boden weggekommen. Letzteres: Flachwasserbereich, um Fröschen die Möglichkeit zum laichen zu geben. Ersteres: Sonne, Licht = wärmer=amphibienfreundlicher. Deswegen wird an dieser Seite kein neues Gebüsch gepflanzt. Man kann, glaube ich, ganz gut erkennen, wie viel flacher das Ufer jetzt abfällt

Vergleich No.5: dasselbe Ufer, von unterhalb der Schneebeeren geknipst. (Die Iris bietet Orientierungshilfe) Insgesamt stelle ich fest, daß es für Jemanden, der den Garten nicht kennt, wahrscheinlich kaum möglich sein wird, meine Fotos und Beschreibungen zu verstehen. Ich hoffe, zumindest Denjenigen, die schonmal drin waren, eine Vorstellung ermöglichen zu können.

Vergleich No.6: Überblick

Was mir derzeit am meisten Sorge macht, ist allerdings der Nicht-Teich-Bereich. Da gibt es inzwischen leichte Fortschritte und Ideen, aber dazu ein anderes Mal. Nur eines: Der Herr F. war fleißig und hat eine teils knöchelhohe Schlammschicht dort, wo der Bagger stand und fuhr weggeschaufelt, die vorher entfernten Pflanzen sind wieder in der Erde – der Rest ist ZEIT und laaaangsames vorankommen, auch, weil ich nach wie vor längst nicht so kann, wie ich will. (Nur deshalb hab ich die Zeit, hier Blogbeiträge zusammenzufummeln, das ist ja immerhin was – aber anders wärs mir lieber)

 

Froschland war da

Gestern. Und zwar mit dem GROSSEN Bagger (weil ein kleiner in diesem Jahr nicht mehr zu kriegen war, und es MUSSTE ja in diesem Jahr noch geschehen – das Projekt läuft leider aus)

Daß der GROSSE Bagger käme, erfuhren wir einen Tag vorher, und ich gebe zu, daß ich nicht soooo gut geschlafen habe in der Nacht. Umso besser heute Nacht, ich war fix und fertig….

Aber seht selbst:

Damit das Monster (nicht 2m, sondern 3,20 breit – GROSSER Bagger….) überhaupt zum Teich kommt, mussten Hängemattenpfosten und zwei Weiden aus der Hecke mehr als geplant sowie einige Steine weichen. Findlinge, die wir zu 2. mit Not bewegen konnten, rollt der gaaaaanz vorsichtig mit einer kleinen Ecke der Schaufel

Das kleine Dingen, das schräg gen Bagger ragt – ist ein Hängemattenpfosten

2-3 Hapse mit der Schaufel, und ca 20qm Schneebeere verschwinden…. Zu diesem Zeitpunkt war ich zwischen aufsteigenden Tränen und gespannter Erwartung hin- und hergerissen und konnte nicht mitzählen. Fotos musste der Herr F. warten

Ein Haps Schneebeere wird durch die Luft geschwenkt, um ihn erstmal hinten abzulegen

Etwa 6 oder 7 Schaufeln Blättermodder hat der Bagger aus dem Teichgrund hervorgeholt. Der landete zum Schluß gut verteilt Ichweißauchnichtwo. Zwischendurch dachte ich, unser halbes Grundstück würde unter Modder und Aushub verschwinden, aber dann ist garnicht so viel übrig gewesen.

Hier kann man erahnen, wie gewaltig dieser Bagger ist

Ich möchte das Ergebnis gern dem „Vorher“ gegenüberstellen, aber dafür werde ich noch einige Zeit brauchen, wer es nicht abwarten kann, kann ja gern vorbeikommen und sich unsere Schlammwüste ansehen…. ;-|

Neinnein, soooo schlimm isses nicht! Ich habe genug Vorstellungsvermögen, um mir denken zu können, wie Teich und Böschung in ein, zwei Jahren aussehen werden. Was mir Sorgen macht, sind die plattgewalzten Strukturen, formerly known as „Beete“, mit tiefen Fahrspuren etc. Da fehlt mir noch die Idee, wie wir das wieder einigermaßen hinkriegen sollen *seufz* Aber kommt Wochenende, kommt Rat (hoffe ich)

Der Rest ist „Arbeit“, aber machbar. Und da – worüber ich mich eigentlich freue – auch die Schneebeere auf der anderen Teichseite mit weggekommen ist (Reste sind an allen Rändern da und fallen unter den Punkt „machbare Arbeit“) muß ich mir nun auch überlegen, was dieses Gebüsch ersetzen soll. Werde wohl einige Zeit über Pflanzlisten vom Naturgartenverein brüten…. Vieles wird zu hoch, ich brauche GEBÜSCH (höchstens 2-3m natürliche Wuchshöhe, struppig wachsend), keine weiteren Bäume, auch keine halbhohen oder solche, die dauernd zurückgeschnitten werden müssen. Tipps werden gern entgegengenommen, aber heimisch solls schon sein!!!

 

 

Froschland

Juchhu, es geht los! Unser Teich wird amphibienfreundlich optimiert!! Der Vertrag mit „Froschland“ ist unterschrieben, der Bagger kommt, wenn der Mais nebenan abgeerntet ist und die Molche an Land ihre Winterverstecke aufgesucht haben. Also wohl gen Oktober.

Und das ist Froschland:

Alte Gewässer werden saniert, neue angelegt und die Habitate möglichst großräumig vernetzt. Das Projekt startete Ende 2009 und wird zu 100 % vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gefördert. Die Anlage von Teichen wird komplett aus diesen Mitteln finanziert, so dass die Eigentümer, die der Natur ein Stück zurück geben möchte, selbst kein Geld in die Hand nehmen brauchen. Sie verpflichten sich im Gegenzug, die Gewässer langfristig zu erhalten und nicht für private Zwecke zu nutzen.

Seit dem Jahr 2009 sind schon mehr als 400 Teiche im Rahmen des Projektes entstanden oder konnten wiederhergestellt werden. Die Zielarten sind vor allem Amphibien wie Laubfrosch, Moor- und Grasfrosch, die Wasserfrösche, Erd- und Knoblauchkröten sowie Berg-, Teich- und Kammmolche. Gewässer sind aber immer ein Kristallisationspunkt für die Artenvielfalt in einer Landschaft. Insekten wie Libellen und Wasserkäfer gehören zu den ersten Bewohnern der neuen Lebensräume, gefolgt von Wasserpflanzen, Reptilien und – meist zuletzt – den Brutvögeln der Feuchtgebiete.

(Zitat von www.komittee.de)

Hier ist die Internetseite, verlinkt ein Beitrag, in dem auch ein „Krater“ wieder zum Teich wurde.

Leider endet das Projekt in diesem Jahr wohl endgültig, d.h. unser Teich wird einer der letzten sein, die noch in diesen Genuß kommen…. Ganz so wie im verlinkten Text wird es bei uns nicht werden, dafür fehlt der Platz. Aber zu Nachbars hin wird die Schneebeere weggeschoben (ich hoffe, mit VIEL Wurzelwerk!!!), so daß dort ein flacherer Bereich, der auch Sonne bekommt, entstehen kann. Die Iris kommt weg, ebenso die Weide, die sich nach Sturm Christian aus einem ins Wasser gefallenen Ast selbst angesiedelt hatte. Und es wird viel Aushub anfallen, Schmodder und Blätter von mindestens 35 Jahren…. der wird wohl erstmal auf dem Rasendreieck gelagert werden müssen, bis wir ihn per Schubkarre langsam abtragen können …. mal sehn, wie viel es wird – Ideen zur sinnvollen Entsorgung habe ich, es hängt aber natürlich alles von der Masse ab….

Mit Glück ist beim modellieren des Flachwasserbereichs Lehm zu finden, der würde dann gen Au geschoben, um zu versuchen, den Teich etwas langsamer Wasser verlieren zu lassen. Das wars dann auch schon. Der Sinn des ganzen: mehr Licht, mehr Wärme, flachere Bereiche – damit die Frösche wärmeres Wasser finden, in dem sie dann auch laichen können/ mögen. Und vielleicht taucht dann ja auch mal eine Ringelnatter auf. Oder mehr Molche. Oder andere/ mehr Frösche…..

Damit allerdings der Bagger aufs Land kommt, müssen wir zuvor eine Zweimeter-Schneise in die Weidenhecke hinten zum Maisacker schlagen (macht nix, wächst nach). Und danach ist sicher erstmal ordentlich Wüstenei und Chaos – die ganzen Schneebeeren müssen ja auch irgendwohin und später zerkleinert und aufgebrannt werden. Ich hoffe bloß, daß ich bis dahin wieder fit bin.

Nochmal Teich

Zum Vergleich: 29.4., vor dem Regen

2.Mai, nach zweieinhalb Tagen mit „immer wieder Regen“

So schnell tut sich da was, das sind locker mal 20cm mehr Pegelhöhe!

Die Biologin von „Froschland“ war da und meinte, sie läßt sich das nochmal durch den Kopf gehen übers Wochenende, aber sie meint schon, unser Tümpel lohnt den Einsatz. Sie hat gesehen, was ich nie gesehen hatte, jetzt aber plötzlich auch alleine sehe: Wasserasseln und jede Menge Wasserflöhe („Wasserfloh“ ist ein verallgemeinernder Oberbegriff für alle möglichen Arten winziges Gewusel *g*) Und war beeindruckt von den Kammmolch-Fotos 🙂

Wasserassel, sich auf dem Rücken liegend totstellend

… und gen Wasser flüchtend

Prinzipiell: „der Teich funktioniert“. Aber er könnte besser funktionieren.

  • wenn einmal grundsätzlich der jahrzehntealte Modder aus Tonnen von Blättern entfernt würde. Der sich, klar, danach wieder sammelt. Aber dann gäbe es wieder Jahrzehnte Aufschub, bis der Teich „umkippen“ könnte – was prinzipiell durch die Faulgase passieren könnte oder aber durchs langsame verlanden. Beim reinstecken eines Stocks begann es zu blubbern und hörte minutenlang nicht wieder auf – nicht gesund für die Teichbewohner.
  • Außerdem würde die Schneebeere auf der Au-zugewandten Seite weggeschoben und dort ein Flachwasserbereich entstehen. Gut für viele Tiere – und mehr wärmere Bereiche (Flachwasser) und Sonne (Gebüsch weg), so daß sich zB die Frösche auch noch wohler fühlten und evtl mal laichen würden
  • Iris und Weide (die sich aus einem reingefallenen Ast der Christian-abgeknickten Weide selbst angesiedelt hat) kämen weg (die Iris wird zu schnell zu groß -> Verlandung; die Weide ist per se problematisch -> Wachstum/ fallende Zweige führen zu weiteren Weiden….)
  • und man würde gucken, ob es Lehm zu finden gibt, den man dann, im Versuch die Wasserstandswechsel etwas zu entschleunigen, abdichtend gen Au schieben würde. ODER man fände beim auskoffern tatsächlich eine Rohrleitung, die man dann wegnähme – sie vermutet aber, nein. Die Au ist ja eine tief gelegene Entwässerungsau aus der Flurbereinigung. Wahrscheinlich fließt das Wasser einfach durch die Bodenschichten so schnell ab
  • Der Rest wäre „in Ruhe lassen“ – also nix bunter „Vorzeigenaturgartenteich“ – das ist ein Waldtümpel, das bleibt ein Waldtümpel. Und daß wir Molche und (seit es durch den Mirabellenfall mehr Licht gibt) auch Frösche da haben heißt: der ist okay

Das also läßt sich die Biologin durch den Kopf gehn, und dann ist da noch die Frage: wie kriegt man einen wenn auch kleinen Bagger auf unser Grundstück…. WENN das losgeht, dann gegen Oktober, wenn man am wenigsten Schaden in der fauna anrichtet. Ich bin sehr gespannt, ob nun ein Vertrag zustandekommt und was von den angedachten Dingen geht und getan wird.

Teich

Unser Teich hat viele Gesichter….

Idealzustand

 

Sommer 2019

 

Winter 19/20

 

meistens ist es irgendwas dazwischen („vor dem Regen“, gestern)

 

und auch das gab es einstmals… …in der Wintersonne 2011…

Da die Wasserstände so extrem wechseln, außerdem der Teich eher so eine Art Krater ist (wie tief isser eigentlich wirklich, da sind ja noch meterweise Blättermodderschichten… keine Ahnung), bis die Mirabelle in Sturm Christian fiel auch noch zappenduster lag und mit großem Gerät nicht zugänglich ist, liegt er da so rum. Vielleicht ändert sich das demnächst – nachher kommt M. von der Initiative „Froschland“. Erstmal zum gucken. Eventuell zum Tippgeben. Und wer weiß – ganz vielleicht werden wir in deren Programm mit aufgenommen, dann passiert größeres. Ich bin hammergespannt!