Die Villa hat ein Dach!!

Die recyclemouse hat uns ja das Dach ihrer Beuten überlassen, und es paßt so ziemlich wie dafür gemacht auf unsere Villa. Heute haben wir den hiesigen „Imkerfachmarkt“, Uwes Bienenkorb, besucht und uns noch nötiges Zubehör gekauft, und aus diesem Anlaß, gepaart mit allerbestem Wetter, die Villa nochmal zum anprobieren und wiegen nach draußen gebracht. Uns wurde nämlich der Tipp gegeben, den Kasten im leeren Zustand zu wiegen, um später besser beurteilen zu können, ob und wieviel Zufütterung unser Volk braucht.

Er wiegt ohne Dach, aber mit Böcken und einigen Top Bars 32,5 kg.

Und hier nun in voller Pracht. Draußen stehenbleiben durfte er aber nicht, der Herr F. seufzt schon bei dem Gedanken, daß er (der Kasten *g*, der Herr selbst ist da unempfindlicher) Wind und Wetter, Nutzung und Bienen ausgesetzt ist – und bevor die Bienen nicht da sind, soll kein Regentropfen den Guten netzen 😉

Bitte sehr, Herr und Frau Fjonka proudly present: Der schönste Bienenkasten der westlichen Welt!!!!

So soll er mal stehen.

zwischen Dach und Kasten kommt noch ein Sperrholzbrett und ein wachsgetränktes Tuch zum „einkuscheln“ – so, wie’s jetzt ist, wäre es zu zugig.

… und das ist sozusagen die Perspektive der Biene im Anflug. Wollen wir hoffen, daß sie den Anblick mag…

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Wie geschmiert

Derzeit läufts wie geschmiert mit unserem Bienenkasten, und deshalb sieht er auch inzwischen aus wie geschmiert: gestern und heute bin ich dran gewesen und habe ihn 3x geschmiert:

erst mit halbe-halbe Leinöl/ Balsamterpentinöl, beim 2. mal etwas weniger verdünnt und heute dann die 3. Behandlung mit Leinöl pur. Dazwischen natürlich immer fein die Überstände abgerieben, damit’s nachher nicht klebt, und den Schwamm (mit dem ich’s aufgebracht habe) schön in ein zugeschraubtes Glas: das Zeug kann sich selbst entzünden, also Vorsicht beim nachmachen. Das Balsamterpentinöl duftet herrlich, und das kaltgepreßte Leinöl klebt eigentlich eh nicht, scheint mir – jedenfalls viel weniger als die Leinölfirnis, die ich sonst in Ermangelung einer Bezugsquelle für’s „richtige“ immer hatte. Danke, recyclemouse und Raffizack, der Tipp mit Kremer-Pigmente ist prima!!

Gleichzeitig hat der Herr auch noch die erste Schublade gebaut (die für die Varroa-Windelprobe) Es geht wirklich zügig jetzt…

Auf diesen Böcken soll dann unsere Villa Fjonka auch draußen einmal stehen.

Das Wetter ist unterdessen wirklich unter aller Sau, es ist nichts mehr zu merken vom nahenden Frühling: gestern Schnee, kein Tauwetter plus Sturm. Aber nuja, wenn wir nicht rauskönnen, können wir eben was anderes machen – die Villa wäre sonst noch nicht so weit.

Fluglöcher für die Brumseln

Der Herr war in der letzten Woche emsig: was jetzt da steht, das kann schon nicht mehr als Rohbau bezeichnet werden. Im Grunde könnten die Brumseln schon einziehen, es fehlt zwar noch allerhand – aber nix mehr, was die Bienen selbst vermissen würden:

  • der Unterbau (der Kasten soll ja nicht im Giersch versinken, ich hab Schwerlast-Böcke mitgebracht, aber auf denen muß die Kiste noch sicher befestigt und alles zusammen noch sturmsicher im Boden verankert werden. Wie, das wissen wir noch nicht so genau *g* – Kommt Zeit, kommt Rat.)
  • die Schublade, die unten raus gezogen werden kann, damit wir die in Imkerkreisen bekannte Windelprobe machen können – damit kann man rausfinden,wie viele Varroamilben es im Volk gibt, um dann evtl eine Behandlung einzuleiten
  • das Dach. Erst kommt oben drauf entweder ein Wachstuch oder eine Sperrholzplatte, das entscheiden wir noch, dann obendrüber ein richtiges Dach. Das holen wir demnächst bei der recyclemouse ab – darauf freu ich mich schon 🙂

Aber jetzt des Herrn Werk:

Nein, das ist kein Kindersarg! Das ist unser neuer Bienenkasten!

Juli 2012: beim Hin und Her mit dem auslagern des Bienenteil des Blogs und dem zurück sind sämtliche umgelagerte Fotos von WP als „nicht eingebunden“ klassifiziert worden. Und ich habs geglaubt und habe zu löschen begonnen. Bis ich gemerkt habe, daß keineswegs nur doppelte oder dann doch nicht genutzte Bilder dort lagen, ist leider allerhand verloren gewesen, vor allem betreffend den bau der Villa. Diesen Text möchte ich trotzdem behalten (ein paar Artikel hab ich auch gelöscht)- also bitte nicht wundern.

Wir mögen ja so unsere Leichen im Keller haben – dies aber ist, nun schon erkennbar, unser erster Bienenkasten!!!
Wenn er nachher dasteht, dann mit der schmalen Seite nach UNTEN. Die überstehenden Kopfwände sind absichtlich so, unten (also, im Bild jetzt OBEN) kommt dann noch ein Gitterboden dran, an einer Längsseite mehrere kleine Anfluglöcher (für die Bienen leichter zu verteidigen gegen Hornissen oder räuberische Bienen anderer Völker als ein großes Loch),  und vor die Löcher ein Anflugbrett, das aber eher für UNS ist, damit wir besser gucken können, was da so wimmelt.

Heute hat der Herr richtig viel geschafft: erst hat er 2 Trennschiede nach Maß (im Bauplan) gebaut:

rechts kann man schon erkennen, daß oben drauf so eine Leiste ist, das ist die „Top bar“, damit hängt man das Teil in den Kasten ein. Später braucht man die Trennschiede, um den Raum für die Bienen zu verkleinern oder zu vergrößern. Eins davon bekommt noch ein Gitter innen rein, da können nur die Arbeitsbienen durch, nicht aber die Königin. Damit können wir dann verhindern, daß wir beim Honiggewinnen Brut zerstören – die Arbeitsbienen horten den Honig hinterm Gitter, die Königin legt ihre Eier nur in Waben davor ab… heute aber dienten die Trennschiede dem Herrn als Platzhalter, um nachher die schrägen Wände paßgenau zusammenzubringen: (das dunklere sind die Trennschiede)

Hier sieht man dann noch, daß die rechte Wand zweigeteilt ist (auf dem rechten Bild fehlt der kleinere Teil)  Diese Wand ist die Rückwand, der kleinere Teil wird mit Vorreibern befestigt. Den können wir dann immer mal abnehmen, um unten in den Kasten reinzugucken, ohne allzu dolle zu stören. Dann können wir rein theoretisch (falls wir je den geschulten Blick entwickeln, sowas zu erkennen….) z.B. neue Weiselzellen sehen. (Das sind Zellen, in denen neue Königinnen rangezüchtet werden, was darauf hinweisen könnte, daß unsere Bienen demnächst schwärmen möchten. Oder daß unserer Königin was passiert ist).

Man sieht, der Herr hat sich ziemlich Gedanken gemacht, wofür ich wiederum sehr dankbar bin,denn das  sind so Gedanken, für die ich gänzlich ungeeignet bin – ich bin eher der „ich fang dann mal an, und währenddessen merk ich dann schon, was ich alles vergessen und falschgemacht hab“-Typ.  Gaaaaaaaanz schlecht für größere Projekte wie den Bau einer TBH…. wie gut, daß wir zu 2. sind…. Im Leben hätt ich nicht die Schrägen alle richtigrum reingesägt z.B.. Dabei halte ich mich nicht für handwerklich total ungeschickt – aber mein Ding sind eher so die groben Sachen, bei denen nicht viel falschzumachen ist: schleifen, streichen, Brennholz sägen- sowas eben. Der Herr kann besser denken als ich, das gebe ich (zwar nicht neidlos, aber offen*g*) zu.

Mein part war, den Anfang zu machen:  den Imkerkurs finden und buchen und herausfinden, mit welcher Art der Bienenhaltung wir denn Beide kompatibel sein könnten z.B.. Derzeit bin ich, was unsere Bienen angeht, eher arbeitslos 😉  Später kann ich dann streichen, mit Leinöl. Das kann ich *g*

Jetzt grad aber freu ich mir erstmal einen Klops ans Bein, daß der Bienenkasten schon so weit ist. Er steht jetzt über Nacht auf der ersten kurzen Wand, die angeschraubt und verleimt ist, und dieser Leim muß nun trocknen….

brumseln

Mit unseren Brumsel-Vorbereitungen gehts irgendwie so garnicht weiter, derzeit.
Gestern aber dann doch ein bißchen: Herr F. war im Baumarkt und hat „Holz geguckt“ für den Bienenkasten. Nur geguckt, erstmal.
Leimholz solls sein, 28mm dick, sagt die Bauanleitung, mit wasserfestem Leim, D3, verleimt.
Hmmmm.
Kein Hinweis auf den Leim drauf.
luc, Du liest doch hier mit – weisst DU vielleicht, wie so ’ne Leimplatte standardmäßig verleimt ist? Wenn ich mir so meine (sogar noch mehrfach lackierte) Küchenarbeitsplatte angucke, dann glaub ich eher nicht an wassefesten D3-Leim …. aber wenn nicht, woher, bitte, haben dann die Bauanleitungsschreiber diese Leimholzplatten? Oder was kann man stattdessen nehmen?
Ach, läsen doch ganz viele Tischler hier mit 😉

Dann haben wir uns eben mal über die Bauanleitungen gesetzt und uns ausgetauscht – Ergebnisse:

  1. unsere TBH bekommt einen Wetterschutz. Aber nicht, wie vorgeschlagen, „nur“ Wellpappe mit Steinen beschwert und draufgelegt, sondern Wellpappe auf verschieden hohen Latten auf dem Deckel festgeschraubt, so daß Regen auf der Rückseite abfließen kann
  2. Wahrscheinlich stellen wir sie auf ein Konstrukt aus Holz, mit Beinen, weil das am besten gegen Ameisen schützbar ist, und zwar mittels Leimringen um die Beine. Wir werden beobachten müssen, ob wider Erwarten Bienen sich da festkleben – dann müssen wir umdisponieren auf die (irgendwo mal gelesene) Lösung: Beine in Blechdosen, die mit Wasser (?) gefüllt sind
  3. Der Boden wird schwierig werden: es soll ein Mäusegitter geben (keinen festen Boden) wg. Belüftung und der Möglichkeit der Windelprobe gegen Varroa. Das bedeutet aber auch eine herausziehbare Konstruktion statt einfach einem festgeschraubten Boden.*seufz*

Tja, in der Theorie sind wir also wieder ein winziges Bißchen weiter…. ich bin SEHR gespannt auf die Praxis….

Entscheidungen über Entscheidungen….

Doch, es tut sich was, die Imkerei betreffend.
Allerdings hauptsächlich im Kopf, bisher *g*
Wir sind inzwischen wild entschlossen, uns mit der Top-bar-hive zu versuchen – das heißt aber auch, daß wir uns mit Bauplänen und Materialbeschaffung herumschlagen müssen, anstatt bequem im Netz mal eben ne Beute zu ordern…
Außerdem ist der Herr ziemlich angetan von der Dunklen Biene, die zu den stark bedrohten Tierarten gehört, eigentlich aber viel besser ins nördliche Klima zu passen scheint als die allseits verbreitete carnica. Sie wird auch deshalb gut zu uns passen, weil
– wir nicht auf Hochleistungserträge aus sind
– sie besser mit Naturbau zurechtkommt (und in der TBH gibt es ja keine vorgefertigten Bauelemente und Rähmchen für die Bienen)
– sie Kälte besser ab kann, was für uns nicht ganz unwichtig ist, weil wir ja keinen geschützt-sonnigen Standort anbieten können
Die carnica aber wird wesentlich einfacher zu bekommen sein (erst recht als Schwarm, und für die top-bar-hive braucht man eigentlich zum Anfang einen Schwarm, alles andere ist schwieriger – ich befürchte, für uns blutige Anfänger ZU schwierig)
In Kiel gibt es einen dunkle-Bienen-Züchter, aber ob der auch Schwärme abgibt???
Naja, erstmal das gemütliche Heim bauen, und los gehts ja eh erst im späten Frühjahr….

Top bar hive

Na, ist das nicht ein hübsches Wort?? 😉
Es bezeichnet eine neue Idee, die wir eventuell unsere Bienen betreffend haben. Nämlich: einen einfacheren Kasten, der billiger und mit weniger Arbeitsaufwand zu bewirtschaften sein soll.
Mir war ja immernoch etwas mulmig bei dem Gedanken, so viel Zeit und ersteinmal auch Geld in den Versuch der Hobbyimkerei zu stecken, aber die Bienenkiste als bisher uns einzig bekannte einfachere Alternative war nicht das richtige für uns. Also doch normale (Holz-)kästen?
Gestern bin ich dann über diverse links auf dieses System gestoßen, wir haben uns büschen reingelesen, und bisher hört sich’s gut an für uns.
Heute hab ich dann noch eine mail an die Seite von De Immen geschickt, in der Hoffnung, daß dort Jd. in der Nähe einen Imker weiß, der schon damit imkert. (Das sind norddeutsche Imker, die sich der wesensnahen Imkerei verschrieben haben)
Mal sehen, ob sich was tut….
Wen’s interessiert: eine spannende Seite darüber