Wech gewesen. Wieder da.

Weg waren wir, übers lange Wochenende und des Herrn F. 50. vor nun schon wieder einiger Zeit. Lüneburg haben wir angeschaut. Durchaus ’ne schöne Stadt, die Einiges zu bieten hat:

  • Große (und prächtige) Altstadt
  • schöne Cafés
  • Läden auch jenseits der allgegenwärtigen Ketten mit
  • einer Unzahl nie gesehener und richtig netter Postkarten – ich habe ZUGESCHLAGEN – es gibt bald für viele LeserInnen Post 😉
  • Das Salzmuseum – lohnt!!
  • Ein richtig guter Buchladen – auch da: ich habe zugeschlagen!
  • Und ich habe endlich (nach anderthalb Jahren etwa….) einen zumindest wesentlich plastikärmeren Rucksack gefunden als ich sonst je sah. Und auch da: zugeschlagen!! 🙂
  • Unbedingt buchen: Stadtführung. Wir hatten eine mit einem Nachtwächter, 500 Jahre alt. Ich glaube, das war eine sehr gute Wahl, denn des nachts ist Lüneburg in der Altstadt besonders schön, einerseits, und andererseits haben wir wirklich was gelernt UND es war sehr, sehr gut aufgemacht

Was Lüneburg leider nicht zu bieten hatte, waren Sonne und Temperaturen jenseits der 5°. Das hatte zur Folge, daß wir nicht so viel gesehen haben wie wir gern gesehen hätten, weil wir uns viel zum aufwärmen irgendwo „drin“ aufgehalten haben. Außerdem hatte das Lüne-Kloster noch zu, das wir gern angesehen hätten, und im Sommer kann man sicher super draußen rumgammeln dort – und wir haben zu spät festgestellt, daß wir noch eine Rathausführung hätten machen sollen. Heißt: wir kommen wieder, in einer wärmeren Jahreszeit irgendwann.

Anklicken zeigt die Fotos besser (jedenfalls zT) und die Texte dazu, was in diesem Fall mal ganz sinnvoll ist, um drunter den Text ganz zu verstehen 😉

Der Herr. dem Lüneburg seine Altstadt verdankt, das ist ein Architekt aus Hamburg, der Ende der 60er nach Lüneburg kam, um dort Zeichnungen der alten Häuser zu machen. Damals war der ganze Altstadt-Teil, der in der Senkung lag, schon fest zum Abriß vorgesehen, ein Parkplatz und eine Stadtautobahn geplant.

Die Senkung: der Salzstock, der in Lüneburg an die 1000 Jahre lang (!) per ausspülen der Sole ausgebeutet wurde, ist ca 4km tief, aber nur ca 1x1km breit (sofern ich mich recht erinnere). Und voll bebaut mit uralter Stadt. All die Häuser, die dort standen, waren inzwischen krumm und schief und voller Risse, weil durch die im Salz entstandenen Höhlen der Boden sich senkte. Und übrigens immer noch senkt, um 20cm JÄHRLICH)

Nun, jedenfalls hat der Herr Architekt sich in diese halbverfallenen Häuser verliebt und in kurzer Zeit die noch dort auf gepackten Koffern sitzenden Bewohner gegen die Abrißpläne aufgebracht – so nachhaltig, daß tatsächlich nicht abgerissen, sondern saniert wurde. Nur deshalb ist Lüneburg jetzt so ein Touristenziel, so schön und hat einen so wertvollen Altbaubestand! Allerdings sind doch immer wieder ganze Häuserzeilen und auch zwei Kirchen an die Senkung verlorengegangen (ich weiß allerdings nicht, wann genau) Wir wohnten in einem alten Haus in der Straße „Auf dem Meere“. Und die verdankt ihren Namen einem solchen Geschehen: Irgendwann vor ein paar hundert Jahren hatte sich in der Straße plötzlich ein großes Loch aufgetan, das sich schnell mit Salzwasser gefüllt hat ….

Eingetragen bei stories&places

DAS war klasse!

Der hoefi kommt aus Lauf, und dort waren wir denn auch einmal. Schönes Städtchen, aber das beste war, daß wir vom Vadder, der dort Stadtführungen macht, eine kleine Privatführung bekamen. Schloß, Schleifmühle, Stadt und – Felsenkeller!! 8 Meter unterhalb der Altstadt gibt es nämlich ein großes Geflecht von mehrstöckigen Kellern, älteste Inschriften von sechzehnhundertschlagmichtot – genutzt als Privatkeller, Lager für Zollwaren, Eiskeller und – natürlich, wir befinden uns in Franken – Bierkeller der vielen Brauereien. Und in den diversen Kriegen als Bunker, deshalb sind auch seit dem Weltkrieg (ich meine, erst dem 2.), viele der Keller untereinander verbunden, um im Falle eines Verschüttetwerdens die Chance zum rauskommen an anderem Ort zu haben.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es dann Kühlmaschinen, die Eis- und Bierkeller überflüssig machten, und so wurden die alten Gänge, Gewölbe  und Kammern mit allem, was die Leut‘ obendrüber nicht mehr brauchten, zugeschüttet. Tonnenweise Bauschutt, alte Möbel, Dreck und Krams haben die Altstadtfreunde Laufs per Schubkarren da rausgeholt, um das ganze wieder zugänglich zu machen – insgesamt mehrere tausend Quadratmeter inzwischen!! Was eine Arbeit!! In vielen der kleinen Abteile sieht man noch den Schutt bis obenhin liegen, unklar, ob dahinter noch weitere Gänge sind.  Und dolle Dinge haben sie entdeckt – klickt die Fotos an, dann könnt Ihr lesen (ähm- aber nicht alles, was wir sehen konnten und drunter steht, ist auch auf den Fotos zu sehen, also nicht „totsuchen“ *g*)

Die Bilder können nur sehr unzureichend wiedergeben, wie das da unten war. Leicht elektrifiziert, aber nicht überall, still und dunkel, aber fast überall so hoch, daß auch größere Menschen als ich gut aufrecht laufen können. Dann wieder enge Durchlässe, die in 3 Meter hohe Räume münden. Teils gemauerte Gewölbedecken, teils alles in die Sandsteinfelsen gehauen, je nach Untergrund. Ein Labyrinth!

Unbedingt eine Führung buchen, solltet Ihr je nach Lauf in Mittelfranken, an der Pegnitz, kommen!


Aussortiert: Das dämlicherweise doppelt gekaufte Ally McBeal Vhs-Video-Dreierpaket „Season1, Teil2“ Falls es Jemand haben möchte, es ist noch rauskrambar. Aber außer uns hat ja eh Niemand mehr einen Videorekorder….

Von Nürnberg…

… habe ich aufgrund nettester Gesellschaft und herrlichsten Sonnenwetters zwar die allerbesten Eindrücke- trotzdem aber so gut wie keine Fotos. Denn obwohl es immer mal wieder etwas (in meinen Augen) schönes zu sehen gab, ist Nürnberg als Stadt für mich nicht so wirklich was besonderes geblieben. Ja, es hat eine beeindruckende, alte Burg – aber von der Altstadt drumherum ist vieles im 2. Weltkrieg kaputtgegangen, so daß es in dieser Hinsicht mit (zB, weil relativ nahebei) Regensburg nicht mithalten kann. Und das gilt scheinbar auch für meine zweitliebsten Fotoobjekte (nach alten Häusern und deren Details): witzige Ideen.

Am schönsten in dieser wie auch anderer Hinsicht: der Wanderer. Der Wanderer liegt direkt unter der alten Stadtmauer beim Albrecht-Dürer-Haus – und ist ein winziges Hüttchen, in dem neben einer Selbstbedienungstheke mit wenigen Barhockern, guter Musik und einem  ebenfalls winzigen Nebenraum (Platz für, eng gesetzt, vielleicht 7-8 Menschen) nur noch jede Menge Ansichtskarten, Fotos und Spruch- sowie andere witzige Schilder Platz finden. Hinter der Theke: immer zwei, immer sehr entspannte (aber nicht: langsame) Bedienungen für die vielen Treppen-, Bank-, Kunst-  und Pflastersitzer sowie die wenigen, die einen der vielleicht 20 Stühle draußen ergattern können.

P1070584

Wanderer-Deko

Außerdem ein wirklich winziges Gelaß „ums Eck“, auf dem dann auch von draußen schon „Behelfstoilette“ steht, was es auch ist. Aber sauber. Und sehr entspannte, sehr gute Atmosphäre zu jeder Tag- und Abendzeit (nachdem wir das einmal entdeckt hatten, waren wir jeden Tag einmal dort) sowie sehr, sehr guter Cappucchino. Herrlich, dort zu sitzen, dem Treiben zuzusehen, etwas zu lesen und sich Sonne (oder Laternenlicht) auf die Nasen scheinen zu lassen.

Wir waren auch im Dokumentationszentrum am Reichsparteitagsgelände. Aber das war mir nix: extrem duster, Audioguides (ich hasse Audioguides, ich bin einfach kein Hörmensch) und nur sehr reduzierte Leseinfos, trotzdem aber ein solches Übermaß an Informationen, daß man eigentlich nur aufgeben kann. Ich war froh, als ich durch war.

Schöner wars im Dürer-Haus. Seinem Wohnhaus.
Wer je dorthin kommt, dem sei wärmstens ans Herz gelegt, zweifuffzich mehr auszugeben, um die Agnes-Führung mitzumachen. Wir sind einfach so los, da uns fünf Euro auch schon teuer erschienen, und ich wie gesagt eh nicht der Hörmensch bin. Dann sind wir Frau Agnes und ihren ZuhörerInnen begegnet – und haben es nicht mehr geschafft, uns zu lösen (nachbezahlen wollte ich zum Schluß, aber der Kassiererin hat es, so schien mir, so gefallen, daß ich das wollte, daß ich’s nicht musste!)
Die Frau (die die Gattin des Herrn Dürer, die Dürerin, spielt) hat so spannend, lebendig und detailliert vom Leben in diesem Haus berichtet, daß es eine einzige Freude war! Die Geschichte vom eigens für sie konstruierten Türöffner möchte ich als Beispiel wiedergeben:
Wir hatten schon gesehen, daß in einer Ecke einer Kammer ein Draht aus dem Boden kam, der oben wieder in der Decke verschwand. Mit einer Art Ring mittig drin. Ich hatte eine Klingel fürs Gesinde vermutet.
Von diesem Draht erzählte Frau Agnes, daß ihr Mann eigens für sie einen Türöffner erfunden und eingebaut hat, nachdem sie mehrfach mit ihren langen Röcken gestürzt war, als sie zum öffnen schnell die Treppen herunterlaufen wollte. Auch heute noch kann man daran ziehen, und die Eingangstüre öffnet sich wie von Zauberhand etwa 20cm weit. So etwas aber war damals völlig unbekannt, und da man durchaus an böse und nicht so böse Geister glaubte, hatte Herr Dürer nun höllischen Spaß daran, neue Gäste zu beobachten, wie sie, wenn sie sahen, daß Niemand hinter der geöffneten Türe stand, sich vorsichtig mit ängstlichem Gesicht durch die Diele und die knarrenden Stufen hoch tasteten, bis sie dann am Treppenabsatz mit lautem Gelächter empfangen wurden….


Aussortiert: Bucheckern. Hunderttausende, gefühlt (wir haben Bürgersteig und Gosse gesäubert. Schubkarrenweise Bucheckern)

(Ja, schon klar, das ist nichts „echtes“. Hätte also auch schreiben können: heute nichts. Wollte ich aber nicht. Pschüschologisch; nicht abreißenlassen der Aussortiersträhne oder so.)

 

Bin da-haaaa!

Den Meisten wirds dank der Timer-Funktion für die Artikelplanung gar nicht aufgefallen sein – aber wir waren tatsächlich eine ganze Woche wech, in Nürnberg! Am Wochenende war BookCrosser-Treffen, und dann sind wir gleich beim hoefi geblieben und haben noch richtig was unternommen.

Gestern abend sind wir wiedergekommen, und es berichtet jetzt eine noch recht geschlauchte Fjonka – denn 4 Minuten vor Ankunft am Kieler Bahnhof hat sich Jemand mit dem Hals auf die Schienen vor uns gelegt. Da wir unseren Anschlußzug hatten erwischen wollen, waren wir etwas vorher ins vorderste Abteil gelaufen. Glücklicherweise haben wir nichts sehen müssen! Ihr könnt mir glauben, daß ich wie angeklebt auf meinem Sitz saß, während Rettungsdienst, Krisennotdienst der Bahn, Kripo und Feuerwehr ein und aus gingen (die mussten ja alle mit Zugführer und -begleitern reden), damit ich nicht im aufstehen einen Blick auf etwas erhasche, das ich keinesfalls sehen wollen würde.

Als wir erstmal wussten, daß Jemand das ganze absichtlich herbeigeführt hatte, begann es mir besser zu gehen, zuvor hatte ich den Gedanken an spielende Kinder oder Bauarbeiter oder…. So ist es zwar auch übel gewesen, aber doch erträglicher.

Ein schlimmes Ende (mit überraschenderweise dann doch nur anderthalb Stunden Verzögerung für uns) eines ansonsten sehr schönen Urlaubs!

So, das musste ich offenbar jetzt auch noch büschen loswerden (denn eigentlich wollte ich nur eben schreiben, daß wir wieder da sind) – mehr (und angenehmeres) vom Urlaub später, wir haben allerhand erlebt und vor allem fast durchgängig wunderbares Spätsommerwetter gehabt, das wir sehr genossen haben

Hiraeth*

*Hiraeth, walisisch: die Sehnsucht nach einem Ort, an den man nicht mehr zurückkehren kann

Ich las dies inmitten einer Aufstellung von Worten, für die es im deutschen keine Entsprechung gibt – und ich hatte ihn vor Augen, meinen Sehnsuchtsort:

Die Hytte

Die Hytte

Mehrmals war ich für einige Tage dort gewesen, oberhalb von Ulvik in Nordnorwegen: abgebogen von einer kleinen (in Norwegen also ganz normalen) Straße. Erst einem Impuls folgend, dann dem Weg. Und schließlich rechts vom Weg mein Platz: eine Hytte, alt und innen ganz kaputt, ein Flecken mit Gras, Fels in lichtem Kiefernwald, Halbinsel umspült von einem kleinen Flüßchen – sonst nichts. Und Niemand.

Ulvik943

Das Flüßchen

Dort habe ich mich – ich frage mich, ob es wirklich nur zweimal war oder öfter – für mehrere Tage niedergelassen. Im Auto geschlafen, tags am Flüßchen gelegen, gestrickt, gelesen, Musik aus dem Walkman gehört, die Umgebung erkundet, Dämme gebaut (nicht im Flüßchen, da war ganz schön Strömung. Aber in Bachläufen, die dorthin führten) In leere Selterflaschen füllte ich mir Wasser, das ich in die Sonne stellte – zum haarewaschen und „duschen“, denn das Flüßchen war unglaublich kalt. Aber zum abkühlen an den heißen Tagen war’s toll, durchzuwaten. Abends gab’s Dosenkost vom Campingkocher, frühstücken hieß Geitost und Mørs flatbrød, denn da ich keine Kühlmöglichkeit hatte, ging alles andere eh kaputt. Gut hatte ich’s!

Einmal kamen Wanderer. Da lernte ich, daß ein Wanderweg in der Nähe abzweigte, den ich nie gesehen hatte. Er führt direkt auf einen Gletscher, und von dem kamen sie. Ich bin dann auch mal dort längs gelaufen, zwei Stunden durch ein Tal, wunderschön! Aber natürlich bin ich nicht annähernd in Gletschernähe gekommen.

Das Tal

Das Tal, hinten der Gletscher

Ein anderes Mal hatte doch tatsächlich Jemand sein Zelt keine 50 Meter von meinem Auto aufgeschlagen, als ich von einer Tour zurückkam. Huch! Abends haben wir dann zusammen am Lagerfeuer gesessen und ein wenig geklönt, auf englisch.

Und ein drittes Mal stellte ich, als ich vom Dämmchenbauen zurückkam, fest: ich hatte meinen Autoschlüssel verloren!! Den ganzen Weg samt Bach habe ich abgesucht. Weg war er! Und den Ersatzschlüssel hatte ich im Rucksack, und der war – im Auto. Das abgeschlossen war.
Dachte ich jedenfalls.
Nach mehrstündiger Suche beschloß ich, mich zu Fuß ins nächste Dorf aufzumachen, um Hilfe zu finden, habe mich aber nochmal vorher ans Flüßchen setzen wollen – und da sah ich ihn: den Rucksack! Friedlich geparkt auf meinem Fell, daneben die Selterflasche…. Ich hatte vergessen, meine Sachen ins Auto zu packen, bevor ich losgegangen war.

Ulvik944

Jahre später wollte ich dem Herrn, der erstmals in Norwegen war, diesen meinen Platz zeigen. Es gab ihn noch – aber ringsum wurden neue Hytter gebaut, der Weg war baumaschinenvergrössert, „meine“ Lichtung hinter einem Zaun….

Hiraeth.

Gestern, am Info-Point

Komme in Kiel zum Info-Point der Bahn. Info-Point! Immerhin sitzen, stelle ich erstaunt fest, die MitarbeiterInnen nicht mehr völlig ungeschützt im Zug (also, im Wind-Zug *gg*), sondern haben jetzt eine Art Plexiglasschutz. Finde ich gut, die haben mir immer sehr leid getan. Aber auf  meine Sprachempfindungsschmerzen hat leider Niemand Rücksicht genommen, das Teil heißt immer noch Info-Point. Egal jetzt….
Trotz komfortablen 20 Minuten Umsteigezeit hab ich meinen Anschlußzug verpaßt, weil mein Zug über 30 Minuten Verspätung hatte. Das übliche also, eigentlich. Komme kaum je ohne eine Stunde Verzögerung zuhause an (der IC-Anschlußzug fährt bloß 1x stündlich)
Mache meine Angaben, frage wg. „Verspätungsstempel“ (Sonderpreisticket….), brauche keinen, weil ich mit Regionalzug weiterfahre, alles klar, will schon weiter, da höre ich dies:
„Ich gebe Ihnen mal einen Getränkecoupon mit, weil Sie jetzt so lange warten müssen. Können Sie überall hier im Bahnhof einlösen, aber da vorn schmeckt der Kaffee richtig gut“

!!!

Teneriffa – auf dem Weg zum und am Teide

Zweierlei hat uns dann doch noch in die – uns zunächst beim durchfahren nicht wirklich anziehende – Teide-Lavalandschaft gebracht:

  1. Das Wetter. Denn, ich erwähnte es schon, wir mussten eine Taktik finden, den stets am Nachmittag aufkommenden Wolken und der damit verbundenen Kälte zu entkommen. Und da war naheliegend, über den Wolken die Sonne zu suchen. Und
  2. meine lädierten Knie. Die sagten nämlich nach unserer Bergwanderung ganz deutlich „wir wollen nicht bergab laufen!!“. Und so suchten wir nach möglichst ebener Laufstrecke- und Carmen (die auch geführte Wandertouren anbietet) hat uns einen Drei_Stunden-Rundweg am Teide empfohlen.

Also gut … Lava, Pflanzenleere, Ödnis und Geröll….

Auf geht’s, wir fahren bergan.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Teneriffa – Vilaflor, unsere Café con leche -Station

Nein. Wir trinken nicht viel Kaffee. Das nicht! Aber wenn wir unsere drei Tassen (etwa) am Tag zu uns nehmen, dann sind wir dekadent und wählerisch. Wir möchten guten Kaffee. Für unseren Geschmack guten. Und also haben wir’s manchmal nicht leicht, wenn wir in Urlaub sind. *g*

Nun sollte man meinen, Spanien mit seinem Café con leche sei für uns ideal- aber weit gefehlt! Zumindest in dem Teneriffa, das wir kennengelernt haben, haben wir nur an zwei Stationen einen insofern guten Kaffee bekommen, daß er

  • einerseits nicht wie deutscher Filterkaffee schmeckte (wie leider in unserer Unterkunft- das eine, große Manko….) und
  • andererseit nicht gesüßt war. Denn offenbar machen viele Bars in/ auf Teneriffa ihren Kaffee mit vorgesüßter Milch. Igitt!!

Und hier kommt Vilaflor ins Spiel – denn in Vilaflor gibt es ein Restaurant, das zwei Seltenheiten vereint:

  1. guten Kaffee und
  2. ruhige Sitzplätze draußen in der Sonne.

Letzteres, sollte man meinen, ist auf einer Sonneninsel kein Problem. Aber das stimmt wohl nur für die Touri-Gegenden. In den Bergdörfern sitzt man vorzugsweise

  • direkt an der vielbefahrenen Hauptstraße und
  • entweder drin oder unbedingt im Schatten einer Markise- auch bei 15° und herrlichstem Sonnenschein. Angetan mit Fleecejacke und Schal…. Andere Länder, andere Sitten, sag‘ ich da mal 😉

Nicht so in unserem Stammrestaurant. Dort sind für die bekloppten, sonnenhungrigen Touris Tische in der Sonne am ruhigen Kirchplatz aufgestellt. Und tatsächlich haben wir bei den immerhin vier Malen, die wir dort saßen, nur einmal spanische Töne gehört. Bzw deutlich öfter- wenn wir drin zur Toilette gingen 😉 Da musste man dann nämlich an den Einheimischen vorbei, die sich das Essen dort schmecken ließen. Das übrigens wirklich gut ist, wir haben’s getestet!!

Übrigens, essen auf Teneriffa: einkaufen ist verglichen mit daheim wirklich sehr, sehr billig. Essen gehen aber nicht. Da sind die Preise überall (überall wo wir waren) ziemlich ähnlich den unseren. Und in Touristen-Lokalen nochmal ein Stück teurer.

Was es sonst noch in Vilaflor gibt, das sehr Ihr auf den Fotos und lest Ihr, wenn Ihr mit der Maus drüberfahrt oder sie anklickt

Eingetragen bei stories&places

Winter in Teneriffa – erste Wandertour

Unsere erste richtige Wandertour haben wir an Tag 3 gestartet. Wir wollten uns die Umgebung ansehen, und es gibt eine Rundwanderung rund um den Roque Imoque, Schwierigkeitsgrad „mittel“, angekündigt mit etwa viereinhalb Stunden, abkürzbar auf dreeinhalb, wenn man gleich rund geht und nicht noch einen Abstecher in die weiter unten im Tal liegende Stadt Arona macht.

Also los, bewaffnet mit je einer Halbliterbuddel Wasser, Wanderschuhen, Fotoapparat, Broten und Bananen vom Frühstück. (Ach, überhaupt, das Frühstück!!! Selbstgebackenes Sauerteigbrot, selbstgemachte Marmeladen, Honig aus der Gegend, Müsli, Cornflakes, so ’ne Art cremiger Quark, Obst – Bananen, Papaya, Mandarinen – immer mal was anderes – , frisch gepreßter Orangensaft – wir haben mal eben verheimlicht, daß der Herr F. den nicht verträgt, so hatte ich jeden Morgen ZWEI Gläser *gg*- sowie eine Wurst- und Käseplatte mit uns unbekannten Sorten. Wenn Carmen dann fragen kam, ob noch Jemand Rührei oder Spiegelei mit Speck wolle, haben wir meist verneint….)

Na, wo war ich? Los! …

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Leider ist das dann auch unsere letzte Bergwanderung gewesen, denn mein Knie, das ich mir blöderweise drei Tage vorm Urlaub verknackst hatte, hat ziemlich protestiert- und irgendwann dann auch das zweite, das deshalb mehr Last zu tragen hatte… tjä. Wie war das mit dem alt fühlen????

Abends war ich zwar ko, aber nicht eigentlich erschöpft- ein wenig Kondition ist also doch noch da *g* aber als ich nachts zur Toilette musste, hat’s mich fast von den Beinen gehauen! Erst am 3. Tag „danach“ konnte ich auch direkt nach Sitz-Pausen wieder schmerzfrei laufen…. bin halt ein Flachlandtiroler! Der Herr F. hat eben mal NICHTS gemerkt … dafür hat er auf dem Rückweg zwanzig Minuten vor Schluß kurz schlappgemacht: überhitzt und Luftnot, da mussten doch tatsächlich mein Rest Wasser und ein wenig Pause im Schatten helfen … er hat aber auch die ganze Zeit den Rucksack geschleppt: Wasser, GPS, Hosenbeine (bzw seine Jeans, er hat keine „Abreißhose“) Bananen, Brote, Handy, Bücher, Sonnencreme – das wurde zwar etwas leichter mit der Zeit, aber schwer war’s nach wie vor, und wegen meines Knies und weil der Herr ein Held ist, musste ich nicht tragen.

Winter in Teneriffa – Roque Imoque

Da sind wir also, geflüchtet vor der winterlichen Kälte und Nässe, nach zwei Stunden Fahrt zum Flughafen, weiteren zwei Stunden Warterei, vier Stunden Flug und einer halben Stunde durch schon dunkler werdende Serpentinen im Mietwagen- auf 950 Metern Höhe am Hang des Roque Imoque im El Refugio, einer umgebauten Finca, die als Restaurant und Herberge von einem Schweizer-deutschen Pärchen betrieben wird. Als wir ankommen, ists leider schon dunkel, also setzen wir uns ins Restaurant und lassen uns unser erstes kanarisches Essen schmecken, mit Blick auf das Lichtermeer, das gen Küste unten immer heller wird. Gut ist es, unser Essen, und es gibt das beste Mojo rocho und Mojo verde dazu, das wir in dieser Woche bekommen werden – aber das wissen wir ja noch nicht, es schmeckt nur einfach prima 😉 Und nachher gibt’s einen selbstgemachten Kräuterschnaps „aufs Haus“. Wer mich kennt, weiß: Schnaps geht eher nicht. Aber dieser schmeckt nach Anis und lecker. Wir werden in dieser Woche drei Mal dort abends essen. Und es gibt dort genau drei Sorten selbstgemachter Schnäpse. Paßt 😉 Sorte zwei schmeckt wie Saunaaufguß riecht – es ist Pinienschnaps. Und Sorte drei ist spannend: Kaktus!! Auch hier ein leichtes Anisaroma mit dabei, der Rest ist hmmmm….

Foto anklicken zeigt Bildunterschriften

Was wir schnell merken: es ist deutlich kälter als gedacht. Dies wird so bleiben. Dort in der Höhe hat’s tags T-shirt-Temperaturen – wenn die Sonne scheint. Im Schatten oder unter den in dieser Woche hier oft schon am frühen Mittag aufziehenden Wolken zieht man sich besser lange Hosen und ein bis zwei Jacken über und schlingt sich das Tuch um den Hals. Und nachts bibbern wir uns bei 9° unter der Bettdecke warm. Zum Glück gibt’s Extradecken, denn eine Heizung hat’s hier nur im Restaurant. Wir werden lernen, daß es prima möglich ist, dieses durchfrösteln abends zu umgehen – aber erst nach zwei sehr, sehr kühlen Abenden…. *g*

Na, morgens sind wir dank der Extradecken durchgewärmt und frühstücken im geheizten Restaurant- danach ists dann immer warm genug, um draußen zu sitzen und die Sonne zu genießen. Eine Schicht nach der anderen wird im 10-Minuten-Takt abgeworfen, bis wir mit nackten Füßen, kurzer Hose und im T-shirt unsere bereits deutlich erröteten Nasen (von der Sonne!!!!*g*) gut einschmieren und uns auf erste Erkundungstouren begeben.

Hier die Kurztour: zur Quelle. Vielleicht 300 Meter- aber bergauf und -ab dauert das doch zwanzig Minuten vielleicht (ein Weg).

Diese Diashow benötigt JavaScript.

To be continued 😉

Eingetragen bei stories and places

Monschau für Anfänger

Was es gibt in Monschau:

  • wunderschöne, alte Häuser zum sich-satt-gucken
  • Landschaft, herrliche
  • eine Burg obendrüber
  • verwinkelte Gässchen
  • Cafés (Hunderte. Gefühlt.)
  • Restaurants (dito. Gefühlt.)
  • Metallplaketten für Spazierstöcke mit Monschaumotiven
  • Tassen mit Monschaumotiven
  • Gläser mit Monschaumotiven
  • Postkarten mit Monschaumotiven
  • Püppchen mit Monschaumotiven
  • seltsamerweise: Gummibadeenten in Dutzenden Variationen (Dirndl, Arzt, Talar, Vampir, helloKitty, Geist, …………. ). Aber nicht mit Monschaumotiven.
  • Dafür aber: Schlüsselanhänger mit Monschaumotiven *g*
  • eine Kaffeerösterei, mit  3 Espressosorten aus eigener Rösterei, die auch Cappucchino „to go“ anbietet – und dann : „nein, wieso Espresso? Den machen wir immer mit Kaffee!“
  • Touristen jeglicher Sprachfärbung
  • Ferienwohnungen (Hunderte. Gefühlt.)

Was es nicht gibt in Moschau

  • freies WLan (in der ganzen Stadt- nirgends!!)
  • Internetcafe stattdessen
  • ein Kino
  • Stadtführungen in der Hauptsaisonwoche, in der wir dort waren (es gibt welche. 6 Stück verteilt über die ganze Sommersaison. Oder wahlweise täglich mehrere, vom Band, während man in einer quietschgelben Eisenbahn auf Rädern sitzt und sich durch die Stadt fahren läßt)
  • ein Restaurant mit anderer als gutbürgerlicher Küche
  • einen Buchladen

Was daraus folgt:

  • Wir sind die falsche Zielgruppe am richtigen Ort

Was trotzdem wahr ist:

  • die alten Häuschen, ja, die ganze Stadt ist wunderschön
  • und dasselbe gilt für die Landschaft außenrum
  • Wir wohnten abseits
  • Das war ein Glück für uns

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Eifel, Teil zwei: Hecken

Sie sind uns gleich am ersten Tag aufgefallen, noch bevor wir ankamen, gleich beim durchfahren durch die Serpentinen, Hügel, Täler und Dörfer der Eifel:

Die Hecken

P1050590 Auf dem Lande, zwischen Koppeln oder Äckern, im Nichts, einfach so: lange, ganze Flurstücke umgebende oder einfach nur mitten dazwischen in einer langen Linie stehende, sorgfältig in Hüft- bis Schulterhöhe ordentlich beschnittene Buchenhecken, immer in 5-50m, das war unterschiedlich, daraus hervorragend ein Baum. Manchmal gerade armdick, manchmal richtig alt und groß.

So wie auf diesen Fotos sieht sowas dann aus. Gut fotografierbar natürlich nur am Weg. Wir haben uns natürlich gefragt, wer sich warum so viel Mühe gibt, mitten auf der Koppel mühsam eine Hecke zu stutzen!

P1050636

Noch seltsamer aber war, was wir in den Dörfern sahen:

Dort standen einfach so plötzlich mal 5 Meter Buchenhecke neben einem Haus. 5 Meter lang, ja- aber höher als das Haus! Manchmal waren es auch 20 Meter oder so, manchmal ging’s um die Ecke- oft aber war’s wirklich nur ein winziges, aber ungemein hohes Stück Hecke. Immer Buche.  Und daeben- nichts. Nicht mal eine niedrigere Hecke.

Unsere Vermutungen, weil diese Heckenstücke oft direkt vor den Häusern standen (und damit meine ich direkt – eine Buchenmauer, höher als das Haus, keine zwei Meter VOR dem Haus!!)  war zunächst, daß Eifeler Bauern ihre Privatsphäre wahren wollen- durch diese Teile guckt keiner durch, die sind von unten bis oben blickdicht!! *g* Aber – nuja, dann sahen wir hineingeschnittene Fenster. Oder die Hecke stand vor einer Wand, in der kein Fenster war. Einen Meter vor dieser Wand. Was nur zu erkennen war, wenn man durch den nächsten Durchlaß spähte, denn es gibt ja durchaus Öffnungen- Toreinfahrten, türgroße Lücken, kleine, wo man überlegt, ob die wohl extra für den Hofhund oder eher für Schafe oder Schweine angelegt sind- jedenfalls Durchlässe.

Wir staunten und machten Fotos (und unter denen geht’s noch weiter mit dem Text)

Am dritten oder vierten Tag unseres Urlaubs dann wollten wir in den Nationalpark Eifel, und suchten zum losgehen das „Nationalparktor Höfen“ auf- und dort haben wir’s dann erfahren:

In der Eifel pfeifen kalte Winde. Das ist für uns nix neues, das tun sie in Angeln auch 😉 Aber die „Eifeliter“ haben andere Gegenstrategien entwickelt als die Angeliter: Statt der Knicks gibt es dort die niedrigeren, beschnittenen Feld-Buchenhecken gegen Erosion und für’s Kleinklima. Und Haus und Hof schützt man einerseits durch die an der Wetterseite deutlich weiter heruntergezogenen Dächer bei Schupfen und Häusern, andererseits durch die hohen Hecken. Oft gehen sie genau bis „Oberkante Haus“, manchmal bis „Oberkante niedriger Wetterseiten-Dachüberstand“ Manche sind über 200 Jahre alt, und eine besondere Flechttechnik bewirkt, daß sie vom ersten Zentimeter ab Boden total dicht sind. Außerdem werden zur Stabilisierung ab einer gewissen Höhe immer wieder Bohnenstangen aufgelegt. Und manche Dörfer haben sogar einen gemeinsamen Hubsteiger, der reihum geht, wenn die jährliche Heckenpflege ansteht. Andere behelfen sich mit (teils extrem wackligen, auch da haben wir büschen was gesehen- uiuiui!) Gerüsten zusätzlich zur obligatorischen Teleskop-Heckenschere.

Dolles Ding, das! 🙂

Übrigens war (und ist!?) das ganze wegen der „Überständer“, der großen Bäume mittendrin, die es auch bei längeren (dann etwas niedrigeren) Haus-Hecken gab, auch ein praktischer, hofnaher Brennholzvorrat.

Und demnächst zeig ich Euch dann in Teil 3 der Urlaubsserie was von den Häusern und Städten hier. Bzw hauptsächlich von einer Stadt, Monschau. Und dann noch büschen Landschaft. Aber erstmal hab ich keine Zeit, jetzt ist PARTY!!!!

Achtzehn

Es ist schon ein paar Jahre her (genauer gesagt: zwei), da haben der Herr und ich im Urlaub den Hainich unsicher gemacht. Der Hainich, das ist ein ziemlich großer Nationalpark in den FNL (auch so ein Ausdruck, der sich irgendwie nicht gehalten hat, den ich aber ganz passend finde. Ex-DDR würde ja auch gehen, und es gibt ja Menschen, die alle beide Namen furchtbar diskriminierend finden- egal…) Wir waren jedenfalls in Mihla, in einerm ehemaligen Lehrlingswohnheim einer LPG, das inzwischen ein Hotel ist (Hotel Sandgut Mihla) und VOR seinem Lehrlingswohnheimsdasein im 17.Jhdt als Vorwerk (?) für die Barone von Harstall erbaut wurde. Jetzt war es ein wunderhübsches altes Haus in einem sehr schönen Garten, dem man innen das Wohnheim, aber auch die schönere Vergangenheit noch gut ansehen konnte- es gab Neonröhren in langen Fluren mit häßlichen Türen und Teppichböden. Die Flure gingen ab von einem geradezu herrschaftlichen Treppenhaus mit geschwungener Holztreppe- mit PVC-Belag. Und unser Zimmer hatte sich, glaube ich, seit dem Lehrlingszimmer-Dasein überhaupt nicht verändert: kein Bild an der Wand, 60er-Jahre-Style-Möbel, minimalistisch, auch hier: Neonröhren- aber mit einem sensationellen Blick aus alten Urzeit-Fenstern ohne Thermoverglasung über die Werra. Da flogen Milane und Störche- wirklich toll. Und günstig war’s auch – wir wollten eh viel draußen sein, also sollte es sauber und nicht teuer sein. Das war es.

mi

Wir sind auf dieses Urlaubsziel gekommen, weil ich per Zufall zuvor eine Doku über das grüne Band im TV entdeckt und verfolgt hatte. Ein Mensch mit Hund ist dieses Gebiet abgewandert, Schwerpunkt seiner Reportagen waren Natur und Tierwelt. Die Folge über den Hainich fand ich so klasse, daß ich da auch hinwollte. Hat sich auch wirklich gelohnt, es gibt dort wunderbare Wanderwege, einen schönen Baumkronenpfad und es war ein ziemlich nostalgischer Urlaub dazu, weil wir überall und immer wieder das Gefühl hatten, in unsere Kinderzeit zurückversetzt zu werden. Das allerdings lag sicher eher an FNL als an Hainich- Obwohl schon so viele Jahre vergangen sind, merkt man der Gegend fast 50 Jahre Nicht-Wirtschaftswunder deutlich an, vor allem auf dem Lande:

Fenster

tolle Schnitzereien, alte Metallverkleidungen. Viel ist renoviert. Viel geht wohl endgültig kaputt

el

ganz normal: alte Elektrik wie ich sie seit Kindezeiten nicht mehr gesehen hatte

schl

auf den ersten Blick: wunderschön! Auf den zweiten: wegen Einsturzgefährdung gesperrt

Leider habe ich viel zu wenig Fotos gemacht von all den Reklametafeln aus der Vorkriegszeit, den Trafohäuschen (wann hab ich hier das letzte Trafohäuschen gesehen??), den 60er-Relikten. Aber eines hab ich dann doch noch im Bild festgehalten: diesen Vorgarten (ja, VORGARTEN!)

TrabiAm liebsten wäre ich wühlen gegangen……. Nuja, was ist denn nun die message dieses Beitrags? Keine Ahnung! Vielleicht ein „ach, da will ich nochmal wieder hin, und zwar will ich diesmal auch schaffen, was wir letztes Mal versäumt hatten: paddeln gehn nämlich“?  Oder ein „Mann kann das schön sein, wenn man nicht immer alles gleich renoviert“? Oder auch ein „fahr da mal hin, der Hainich ist toll“? Aber dann hätte ich für Viele sicherlich andere Bilder auswählen sollen.

Ja, wir waren auf der Wartburg und in Eisenach. Wir haben wunderbare Natur gesehen, bei unseren Wanderungen, und phantasievolle Wanderwege entdeckt. Wir haben den Turm gefunden, ganz zufällig. Und wir hatten einen Unfall, bei dem des Herrn Auto einen Totalschaden davongetragen hat, und der ihm, der auch noch extrem unter Heuschnupfen gelitten hat, den Urlaub ziemlich verhagelt hat. 2 Tage waren mit neues-Auto-suchen ausgefüllt- auch deshalb möchte ich gern nochmal in die Gegend- unter besseren Vorzeichen, hoffentlich.

Voll retro. Aber eben original!

Noch ein Eindruck aus Regensburg. Einer, der – mit allerdings besonderem und besonders hübschem Design für den ganzen Eindruck von dieser Stadt steht: dort wechseln noch nicht alle 3 Jahre alle Geschäfte durch! Hier hält sich offenbar noch, was altbekannt und bewährt ist! Viele Kneipen hatten Schilder mit „25jähriges Jubiläum“ an den Türen oder Fenstern, viele Läden prahlten mit „seit 1845“ oder „seit 1982“- und dieser Friseur braucht sowas gar nicht dranzuschreiben: Schriftzug und Vries sprechen für sich: der muß irgendwann in den 50ern eröffnet haben. Dolles Ding, das!