Die ersten paar Tage des Schwarms im neuen Heim

  • Etwas Futter sollte der Schwarm mitbekommen- ein Stück Futterwabe oder Futterteig (Rezept:1 kg Puderzucker mit etwas Kamillentee so verrühren, daß es sehr, sehr zäh ist (gerade noch rührbar) In eine Schale legen und die Bienen knuspern lassen. Meist langt wohl 1 kg, aber vorsichtshalber Nachschub dahaben! Oder flüssig füttern: 3:2 Zucker mit Wasser mischen, kalt herstellen, da sonst bienenschädliche Stoffe entstehen (Wenn der Schwarm trotz Polleneintrag nicht zu bauen beginnt, kann es dran liegen, daß sie nicht genug (Flüssig-)futter haben. Evtl nachfüttern/ deutlich zeigen, wo das Futter ist (2,3 Bienen hineinschubsen)
  • nach 4-5 Tagen wird der Schwarm mit Milchsäure behandelt, um eventuell aufsitzende Varroen umzubringen, bevor es Brut gibt. Dazu 15%ige Milchsäure so auf die Bienen aufsprühen, daß noch Tröpfchen zu sehen sind, sie aber nicht durchnässen (Schutzbrille!), maximal 8ml pro besetzter Wabenseite von schräg unten aufsprühen (DNM/ Zander, also schön wenig!!)
  • Nach einigen Tagen nochmals wiederholen, spätestens bis Tag 9 nach Einzug, damit noch keine verdeckelte Brut da ist.  Denn durch die Wachsdeckel hindurch kann die Milchsäure nicht wirken – und in den Brutzellen sitzen viele Varroen.(Diese Empfehlungen stammen von der LWG)
  • Wenn dies getan ist, können die Bienen ungestört weiterleben, erst 20 Tage nach Einschlagen des Schwarms wird erstmals geguckt, ob es schon verdeckelte Drohnenbrut gibt, die es von nun an regelmäßig auszuschneiden gilt, um die auf ihr lebenden Varroen zu beseitigen.
  • Nachschwarm mit unbegatteter Jungkönigin: ab dem Schlupftag (am Tag des Schwarmabgangs) dauerts ca 10 Tage, bis die Jungkönigin zu legen beginnen kann: 5-6 Tage bis zum Begattungsflug (gutes Wetter!), danach 1-3 Tage bis sie zu legen beginnt

Wir haben eine Milchsäurebehandlung erstmals am 24.5. 2012 gemacht, abends um 21 Uhr, als fast alle Damen wieder daheim waren. Einige haben wir damit umgebracht, einige sind geflohen, aber am FR abend waren insgesamt 12 Varroen tot am Boden gelegen. Das ist eine gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, wenn man bedenkt, daß eine einzige jetzt lebende Varroa bis Herbst TAUSEND Kinder und Kindeskinder haben kann. Am Morgen nach der Behandlung kamen die Bienen deutlich schwerer „in Gang“, aber nachmittags flogen sie wieder ganz normal.

27.5.:   2. Behandlung – es fielen keine weiteren Varroen, das Verhalten der Bienen war ziemlich genau so wie beim ersten Mal.

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4 Kommentare zu “Die ersten paar Tage des Schwarms im neuen Heim

  1. […] Wiese zu finden. Werde jedenfalls noch einige Zeit weiterfüttern, denn wie schreibt Fjonka in dem Skript in dem sie in ihrem letzten Kommentar hinwies: "Übrigens sollte ein Schwarm (…) immer etwas […]

  2. Elke sagt:

    Milchsäure geht also auch. Ich hatte mal von Ameisensäure gehört. Da kam mir die Idee, ob das nicht auch gegen Zecken im Garten hilft, wenn es die Bienen nicht schädigt? Allerdings muss man sich wohl gut auskennen und die richtige Dosierung treffen, sonst kann man damit schnell alle Insekten gleich mit umbringen.
    VG
    Elke

  3. Du meine Güte, das hört sich ja fast an wie Krieg! Mitsamt Opfern auf beiden Seiten. Blöde Varroen. Wie schade, das es da (noch?) keine Nützlinge gegen gibt, wie die Trichogramma gegen Lebensmittelmotten. Irgendwer muss die Viecher doch zum Fressen gern haben, oder?

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