Kleinvieh

Ein relativ neues Thema (für mich) ist Plastikvermeidung beim Kleiderkauf. Neu deshalb, weil es bisher nie schwierig gewesen war, ein Unterhemd, ein T-shirt, eine Jeans oder eine Unterbüx zu kaufen – bzw, es war schwierig, aber aus anderen Gründen (Paßform, Farbe…. Geschmacksfragen halt). Erschwerend kommt nun neu hinzu, daß es kaum noch möglich ist, ein Kleidungsstück ohne Mikrofaser-/Elasthan- /Polyacrylanteil zu kaufen. Die letzte Jeans habe ich gezwungenermaßen mit Stretch-(also Plastik-) anteil gekauft; ich war durch X Läden, und es gab keine Nur-Baumwoll-Jeans, die mir auch nur ansatzweise gepaßt hätte. Auch der Unterhemdenkauf hat sich vor Jahren schon schwierig gestaltet: Mikrofaser überall, und die mag ich nichtmal anfassen, geschweige denn überziehen!! Ich habe dann einen großen Stapel gekauft, als ich welche aus 100% Baumwolle fand, nehme aber an, daß das Problem nicht kleiner geworden ist, wenn ich in zwei oder drei Jahren wieder los muß, um Ersatz zu beschaffen (ewig hält auch Baumwolle nicht) Und auch Unterbüxen machen inzwischen nicht mehr nur ihrer Form wegen Probleme, sondern auch noch, weil sie aus reiner Baumwolle sein sollen. Die Plastikanteile sind nämlich nicht nur deshalb problematisch, weil sie das recyceln der Stoffe und das kompostieren erschweren, sondern auch, weil mittlerweile 35% des Mikroplastik, das sich in unseren Meeren tummelt, aus Textilien stammt, wie ich las.
Mir ist durchaus klar, daß auch Baumwolle nicht unproblematisch ist (ich sag nur: Herbizide!! Wasserverbrauch!!!) Möchte frau aber auch noch bio kaufen, wird der Kleiderkauf schier unmöglich: vor Ort „geht nicht wegen gibt’s nicht“, im Netz mag ich nicht, denn ich möchte anprobieren, und gefallen tut mir eh das meiste, was da angeboten wird, nicht.Aber es gibt noch ein anderes Problem: nämlich, daß ein kleiner Kunstfaseranteil die Sachen deutlich haltbarer macht, ohne diesen Anteil aber, weil inzwischen offenbar „exklusiv“, sehr teuer.  Diese Problematik hat sich in diesem Beispiel für den Herrn F. gezeigt:
vor nichtmal anderthalb Jahren hat er viel Geld in gute Naturfaserkleidung gesteckt: einen horrend teuren Schurwoll-Pulli, und ebenso überteuerte teure reine-Wolle-Socken, mehrere Paare. Letztere waren schön, waren bequem, alles gut. Aber dann – waren sie nach kürzester Zeit am kaputtgehen! Die Socken haben nicht mal ein Vierteljahr gehalten, dann hatten sie riesige Löcher, unstopfbar. Und der Pulli bekam nach gerade mal einem Jahr des Nicht-Dauertragens fadenscheinige Stellen an beiden Ellbogen.

Immerhin haben wir eine Lösung für Letztere gefunden:

Die Socken aber sind im Müll 😦 Und ehrlich gestanden bin ich wirklich nicht sicher, ob ich bereit bin, für mich etwas so teures zu kaufen, das dann so kurz nur tragbar ist. Denn erstens habe ich gern Dinge lange um mich, zweitens bin ich ein absoluter Einkaufsmuffel, und drittens tut es mir einfach leid um die in großen Teilen ja noch guten Sachen. Da ich aber selbst nicht nähen kann und will, gebe ich auch so schon Zeit und Geld dran, Sachen zum flicken zu bringen. Das nach so kurzer Tragezeit bei so teuren Dingen wie diesem Pulli zu tun, das widerstrebt mir sehr.

Letztens habe ich mir aber dann doch eine Reine-Wolle-Filzjacke gekauft, für viel Geld, von Ivanhoe. Man darf gespannt sein, wie lange die hält – allerdings „fürchte“ ich, lange *gg* – weil sie sehr hübsch ist, aber längst nicht so warm, wie ich von Filz erwartet hatte. Und schon neige ich dazu, meine Notkauf-Plastik-Fleecejacken mehr zu tragen als die gute Wolljacke…. Notkauf, weil es seit Jahren nirgends mehr Sweatshirtjacken (aus Baumwolle) ohne Kapuze gibt und meine alten auf waren.

 

Schnelle Antwort

wir danken Ihnen für die Anregung bezüglich der neuen Mitgliedsausweise, diese nicht aus Plastik sondern aus Pappe zu verwenden.

Hinsichtlich der Verwendung unserer Mitgliedsausweise hat sich im Laufe der vergangenen Jahre gezeigt, dass Pappausweise leider nicht so haltbar sind. Gerade bei unseren vielen ehrenamtlichen Gassigängern ist es früher vermehrt dazu gekommen, dass die Ausweise nach einigen Wochen der Benutzung erneuert werden mussten. Und dies mehrmals im Jahr. So haben wir bereits vor einigen Jahren auf Mitgliedsausweise umgestellt, die wir zum Schutz mit einer Folie laminiert haben. Dies hat sich in der alltäglichen Praxis bisher recht gut bewährt.

Natürlich müssen wir Ihnen Recht geben, dass gerade in der heutigen Zeit Plastikmüll ein großes Problem darstellt. Ganz auf eine wasserabweisende Schutzschicht werden wir jedoch vermutlich nicht verzichten können. Somit haben wir uns derzeit für diese Variante der Mitgliedsausweise entschieden, welche auch reißfest und witterungsbeständig ist. Dies ist bei Pappausweisen leider nicht gegeben.

Auf jeden Fall werden wir Ihren Hinweis gern nochmals als Thema in unserer nächsten Vorstandssitzung mit aufgreifen.

In der Hoffnung auf ein ganz klein wenig Verständnis verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Das Team vom Tierschutz Flensburg und Umgebung e.V.

Ladypark, die (könnt Ihr in den Kommentaren von gestern nachlesen) auch geschrieben hatte, hat dieselbe Antwort bekommen, was mich hoffen läßt, daß man dort noch mehr Schreiben dieser Art bekommen hat.

Erstmal freut es mich natürlich, daß man sich mit dem Thema nochmal beschäftigen wird. Dann: ich kann die Argumentation verstehen; ich selber habe noch einen unlaminierten Papp-Ausweis, seit über 20 Jahren, den ich aber auch noch nie gebraucht habe. Ich überlege, zu antworten und denke jetzt natürlich sofort an diese praktischen, kleinen Ausweishüllen, die es zu kaufen gibt. Kurz gesucht, und sofort für etwas über 10 Cent fündig geworden, vielleicht geht’s bei etwas mehr suchen auch noch günstiger… Die sind zwar auch aus Plastik, könnten aber J-A-H-R-E halten, wenn man die Gassigeher und Andere, die den Ausweis öfter nutzen, bäte, so eine Hülle zu nutzen. Wäre doch auch eine schöne Akton, so eine Hülle dem nächsten (Papp-)-Jahresausweis beizulegen, und dabei gleich auf die Nachhaltigkeit hinzuweisen. Oder hat Jemand eine noch bessere Idee, die für kleines Geld und kleine Arbeit praktikabel sein könnte?

Kleinvieh

KleinviehHeute kam Post vom Tierschutzverein. Beiliegend ein neuer Ausweis, gültig für ein Jahr, mit Erklärung. Den sollte man abziehen und doppelseitig zusammenkleben. Okay. Aber: im Gegensatz zum früheren, dauerhaften Stück Pappe ist dies nun für jedes Mitglied jährlich ein Plastik-Klebedings!

Ich war „not amused“ und habe eine Mail geschrieben:

Hallo, liebe Leute vom Tierheim,

ich hätte da eine Anregung/ Bitte bzgl des neuen Ausweises:
könntet Ihr den nicht ab dem nächsten Jahr wieder ganz normal aus Papier/ Pappe machen? Unbeschichtet, ohne Klebe und Plastik?

Jeder kleine Beitrag zur Plastik-Ersparnis ist wichtig, und wenn ich denke, jedes Jahr wieder ein Plastikteil mehr in der Tasche zu haben – und all die anderen Mitglieder auch – das dann zum Anfang des neuen Jahres einfach weggeworfen wird….. das finde ich schon schade, verglichen mit dem alten, dauerhaften und aus Pappe bestehenden Ausweis.
Tierschutz und Naturschutz gehen schließlich Hand in Hand, stimmt’s? 🙂

Gruß

Bin gespannt auf die Reaktion (und hoffe, überhaupt eine zu bekommen)

 

Kleinvieh

KleinviehHeute möchte ich Euch mal meine Zweifel und Gedanken zu meinen kleinviehhischen Bemühungen auf den Tisch packen.

Schon eine Zeit lang ist es bei mir hier ja relativ ruhig geworden, was dieses Thema angeht. Erst ist es mir garnicht so aufgefallen, daß ich zwar nicht das aufgebe, was ich schon immer tu‘, aber deutlich weniger Lust habe, aufwändigeres auszuprobieren oder nach neuen Mülleinsparungen oder Selbstmachmöglichkeiten zu suchen. Und auch einige gescheiterte Experimente habe ich nicht aufgegriffen, um neue Wege zu suchen, sondern habe stattdessen auf altbewährtes zurückgegriffen – so hat sich das selbstgemachte Geschirrspülmittel beispielsweise als nur halbwegs tauglich erwiesen: immer blieben einzelne Dinge, vor allem Gläser, Teller und Töpfe, schmutzig (seltsamerweise nur einzelne: zwei Menschen essen dasselbe Gericht – ein Teller ist blitzsauber, der andere weist Essensreste auf…), und ich benutze jetzt wieder gekauftes Geschirrspülmittel, immerhin aus dem Bioladen.

Aber warum der Elan so nachgelassen hat – das ist mir erst nach und nach aufgegangen: Es liegt (zu zumindest einem nicht geringen Teil) an der derzeitigen Entwicklung hin zum rechten Popularismus überall. Von Holland über Ungarn, Frankreich, Deutschland, Polen, Österreich, jetzt auch die USA undundund – überall zeigt sich das böse, rechte Gesicht der Abschotter, der menschenfeindlichen Menschen, derer, denen es ausdrücklich egal ist, ob sie belogen werden und selbst lügen, wenn nur ihr Weltbild bestätigt wird. Es schaudert mich, der Bauch schmerzt und es macht Angst, daß sie immer weniger Scheu haben, ihre kruden Thesen öffentlich auszubreiten. Daß sie sogar Zulauf finden. Und auch hier bei uns rücken die nächsten Wahlen näher, die Umfragen sehen die Rechten als viert-, vielleicht sogar drittstärkste Partei – und die Umfragen haben ja, Beispiel USA, das Potential deutlich unterschätzt, das es da am rechten Rand gibt.

Was nun hat das damit zu tun, ob ich nachhaltiger und umweltfreundlicher leben will?

Nun, einerseits liegt es daran, daß diese Entwicklung und mit ihr die Hilflosigkeit, die sie in mir erzeugt, die diffusen Ängste, das Gefühl, ins Abseits gedrängt zu werden, das gruseln und schaudern bei mir Gedanken und Kräfte binden. Andererseits scheint mir vergleichsweise popelig, über den Ersatz eines Spülschwammes nachzudenken, während gleichzeitig jede Menge Menschen wegen unserer Egoismen und dem „hören auf die berechtigten Sorgen der Menschen in unsrem Land“ blablabla seit Wochen, Monaten, Jahren und weiter auf unbestimmte Zeit in Plastikplanenzelten in Flüchtlingslagern leben. Oder herauszufinden, wo ich meine Kartoffeln ohne Plastiknetz bekomme, wenn woanders Menschen froh wären, überhaupt genügend zu essen zu haben.
Dann wieder ist mir klar: diese Gedanken lähmen nur. Denn es hilft den Hungernden auch nicht, die Kartoffeln MIT Netz zu kaufen. Und weder Frau Petry noch Herr Hoeck verstummen, weil ich über ihr Gegeifer statt über die Herkunft des Luffa-Schwamms nachdenke, den ich gern statt des Plastikspülschwammes nutzen würde. Und ich lese dies hier und denke: doch, es nützt doch, mein Kleinvieh.

Allerdings frage ich mich – zusammen mit Roswitha, die dies in einem Kommentar hier geschrieben hat –

Wie finden die Menschen zusammen, die diese Entwicklung nicht wollen? Nur gemeinsam können wir eine solche Politik bei uns verhindern, schaut euch Ungarn, Frankreich, Niederlande… an

Es fehlt mir die politisch-öffentliche Komponente, wenn ich mich zurückziehe auf gesparte Bons, Efeu-Waschmittel und Co. Das reicht in Zeiten nicht, in denen Leute reklamieren, „das Volk“ zu sein, die in meinen Augen unmenschlich und geradezu bösartig sind. Also – wie können wir, die ja das, was wir rein privat tun, im Grunde tun, um mit unseren kleinen Taten die Welt ein wenig besser zu machen (unterstelle ich mal), lauter werden? Deutlich machen: nein, Ihr seid nicht das Volk – Ihr seid nur ein winzig kleiner Teil davon, und wir sind da und bereit, Euch das auch zu zeigen! Und all denen, die auf die lauten, wenigen hören, sagen: Wir wollen mit unseren sehr berechtigten Sorgen bitteschön auch gehört werden!

Schlage ich da einen Bogen, der nicht geschlagen gehört? Hängen diese Dinge für Euch nicht zusammen, oder denkt Ihr ähnlich (und könnt Ihr’s vielleicht besser und stringenter ausdrücken? Mir ist schon klar, daß dies ein wenig gestoppelt ist, aber ich krieg’s nicht besser hin, momentan)? Und wie können wir zusammenfinden und uns bemerkbar machen?

Dies verlinke ich bei EINAB, weil auch das – für mich jedenfalls – dazu gehört. Wenn nicht zum einfacheren, so doch zumindest zum besseren Leben…


PS: im nachhinein fielen mir dann noch ganz andere Verknüpfungen ein. Ökobewegte Leute, die ihre Gründe im völkischen Denken finden. Denen die Umwelt nicht um ihrer selbst willen, sondern als Basis für das gute Leben ihrer „Rasse“ am Herzen liegt. Kotz. Langsamerleben hat das mal thematisiert, weil in ihrem Blog solche Leute aufgetaucht waren. Es kann nicht schaden, auch da ein wachsames Auge offen zu behalten.

Kleinvieh

KleinviehDas Fairphone (bzw sein Erfinder) hat den deutschen Umweltpreis bekommen! Anlaß für mich, nicht weiter auf den Beitrag vom Herrn F. zu warten, sondern selbst schonmal etwas dazu zu schreiben. Immerhin benutze ich’s inzwischen auch häufig. Und ich hab den Herrn schon oft darüber berichten hören….. aaaalso:

Als des Herrn F. vorheriges Sehralthandy immer mehr einknickte (der Akku!!), da hat er begonnen sich zu informieren und nach einigem überlegen tatsächlich ein Fairphone bestellt. Die Wartezeit war lang, denn das Phone2 war noch nicht „fertig“ – aber irgendwann kam’s dann doch.

Die Vorteile, die es nachhhaltig machen, in Kürze:

  • Menschenfreundlich/Beispiele: es gibt Fonds für die ArbeiterInnen in der Fabrik, in der das Fönchen gefertigt wird. Die werden auch fair bezahlt und haben kürzere Arbeitszeiten als in China oft üblich; als sich herausstellte, daß es den Machern nicht möglich war, eine Lackiererei zu finden, in der die LackiererInnen nicht den Dämpfen ausgesetzt wären, hat man kurzerhand beschlossen, die Endlackierung einfach wegzulassen. Außerdem wird, wo möglich, auf konfliktfreie Wertstoffe zurückgegriffen.
  • Reparierbar: das Dingen ist so gebaut, daß man kaputte Teile tauschen oder reparieren kann, es besteht in großen Teilen aus Modulen. Auch der Bildschirm ist austauschbar. Das geht ziemlich einfach, kann der Laie allein daheim. Leider konnte der Herr auch schon was austesten, denn eine Schwachstelle ist die Hülle. Die beult seltsamerweise wohl  öfter mal an einer bestimmten Stelle und bricht dann auch. So war’s bei des Herrn Fönchen auch – er hat sich an die Kontaktadresse gewendet und bekam sehr schnell Antwort – er möge sich einfach eine neue Hülle bestellen, er müsse sie nicht bezahlen. Schön unkompliziert! (Inzwischen ist dies aber keine Schwachstelle mehr, diktiert mir der Herr beim gegenlesen in die Tasten – die Hülle wird jetzt aus anderem Material hergestellt)
  • Upgradebar: man bekommt ständige Updates, man kann zB auch modular später mal eine bessere Kamera oder wasauchimmer einsetzen. So daß man nicht dauernd neue Hardware braucht, nur weil es eine neue Version oder ein besseres Stückchen Hardware gibt. Das ist natürlich ressourcenschonend. Inzwischen gibt es auch eine googlefreie Fairphone-Version, hat der Herr F. sich natürlich sofort draufgeladen, denn auf die großen Datensammler steht er so garnicht….

Zu bedienen ist das Teil ganz normal (für ein Smartphone *g*); allerdings ist die Kamera nicht so dolle. Wenns dämmrig ist stellt sie schlecht scharf, und auch sonst ist sie eher was für Schnappschüsse als für gute Fotos…

Ich finde es prima, daß Jemand sich der großen Mühe unterzogen hat, so ein faires und ressourcenschonendes Teil zu entwickeln – und eine große Mühe war und ist es wirklich! Die Macher schreiben da viel drüber, sie versuchen, in allen Dingen sehr transparent zu sein. Das betrifft auch die Kosten und die Gewinne – das Fairphone ist vergleichsweise teuer  – wenn der Herr F. dann aber berichtet, daß er nachlesen kann, wie wenig von dem investierten Geld tatsächlich bei den Machern bleibt und wie viel den teureren Rohstoffen zuzurechnen ist (weil kleinere Betriebe halt immer schlechtere Konditionen bekommen als Massenverbraucher) und wie viel an die produzierenden Menschen weitergegeben wird (direkt zB in den Fonds oder indirekt über faire Löhne oder teureren Einkauf in konfliktfreien Gegenden), dann weiß man: das ist gut investiertes Geld!

Jetzt hätte ich Euch gern gleich einen Link dazu geliefert – aber leiderleider…. Fairphone hat wohl grad erst die Webseite erneuert, und Einiges funzt nicht – unter anderem die Seite zur Kostentransparenz. Also geb ich Euch mal den Homepage-Link, vielleicht geht’s ja bald wieder….

Noch spezielle Fragen? Nur zu: der Herr F. liest mit…… 😉


Ja, wenn das nicht EINAB-tauglich ist, was dann? Ab dorthin!

Kleinvieh

Da hatte ich doch noch einen so schönen Beitrag in petto- und dann hab ich ihn einfach vergessen! Aber jetzt bin ich auf das Foto gestoßen, und so geht es nochmal zurück in den Sommer ….

Das war nämlich so:

Im Sommer wollten wir zu de ole Lüüd, und ich hatte gesagt „Ich bring‘ Eis mit!“ Und da kam mir eine Idee…. und so packte ich also vier Schälchen auf mein schönes Antirutsch-Tablett und dachte mir „Ich versuch’s einfach mal!“ Und das hab ich dann auch getan. Rein in die Eisdiele, und gesagt: „Ich hätte bitte gern vier Eisbecher à zwei Kugeln. Aber kann ich die bitte in meine mitgebrachten Schälchen bekommen?“ – Und siehe da, ohne mit der Wimper zu zucken, ja sogar mit einem freundlichen „Aber klar“ wurden unsere Eis in die Schälchen gefüllt:

img_20160828_142725Ja, man muß sich bloß trauen! 🙂

Das ganze blieb eine einmalige Aktion, was daran liegt, daß wir normalerweise nur Eis im Hörnchen kaufen. Aber sollte ich mal wieder Eis mitbringen wollen, dann sicher wieder ganz ohne Müll 🙂 Und da das mal was anderes ist als „keine Tüte“, mache ich diesen Vorschlag auch bei der derzeitigen Einab publik. Ganz nebenbei habe ich, was mir jetzt erst einfiel, noch mehr Müll gespart als gedacht: nicht nur die Pappbecher – sondern auch die Plastiklöffelchen, die es sonst immer dazugibt, die Plastikblätter, die sie auf die Sahne packen, wenn sie die Pappbecher auf den Pappteller gestellt haben, bevor sie das Ganze noch mit Papier einpacken…

Kleinvieh

KleinviehEine Biokiste mit für diese Jahreszeit ungewöhnlichem Inhalt hat mich veranlaßt, mal wieder etwas auszuprobieren: einen Badreiniger aus Orangenschalen!

Das Rezept stammt, mal wieder, von langsamerleben – Leute, macht’s wie ich und schreibt Euch die für Euch interessanten Sachen raus da – sie hat zu bloggen aufgehört und überlegt leider, das Blog über kurz oder lang sogar zu löschen 😦 *Klick*

Aber jetzt mein Erfahrungsbericht (und natürlich das Rezept):

Rezept:

  • Schalen von Zitrusfrüchten (Orangen, Zitronen, Grapefruit…) in ein
  • Glas tun, mit
  • Essig bedecken. Zwei Wochen ziehen lassen, durch ein
  • Küchentuch in eine passende
  • Flasche (für mich paßt die Sprühflasche) abfüllen
  • 1:1 mit Wasser verdünnen
  • Fertig.

 

Hier isser, vor dem abseihen:

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild nach Orange.

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild statt wie zuvor nach Essig.

Nutzwert: vorhanden. Funktioniert genauso gut oder schlecht wie der Frosch-oder terra-Badreiniger, den wir vorher hatten. Offene Frage: ob die (Plastik-)Badewanne den wohl abkann, oder ob er für die zu agressiv ist. Vorsichtshalber putze ich die lieber mit Neutralreiniger. Aber im gekauften Badreiniger, auf dem extra steht, daß auch Plastik gehe, ist Zitronensäure drin, insofern bin ich vielleicht zu ängstlich. Weiß nicht….

Übrigens kann man den nicht nur fürs Bad nutzen, sondern auch um Flächen sauberzuwischen, den Kühlschrank auszuwaschen, Waschbecken woanders als im Bad zu säubern 😉 oder als Sauber-Zusatz beim staubwischen….

Obwohl’s „geklaut“ ist, ist es doch etwas, das unser Leben wieder etwas müllfreier und nachhaltiger macht – deshalb darf dieser Beitrag auch mal wieder zur aktuellen EINAB wandern

 

 

Kleinvieh

KleinviehDurch ein Gespräch am Küchentisch bin ich darauf aufmerksam geworden, daß ich auf ganz unspektakuläre Weise seit vielen Jahren dazu beitrage, den Müllberg klein zu halten.

Ich bin Brillenträgerin.

Eine Brille habe ich schon seit Kindertagen auf der Nase – und immer, wenn sie nicht mehr paßt (egal, ob’s in früheren Zeiten das Gestell war oder jetzt die Stärke der Gläser) wurde das alte Gestell samt Gläsern zum Optiker gegeben – als Spende für ärmere Länder. Das ist das eine. Viel mehr Müllersparnis bringt aber, daß ich nie auf Kontaktlinsen umgestiegen bin.

Die erste Kontaktlinsenerfahrung, passiv, habe ich in Teenie-Jahren mit einer Freundin gemacht. Die nämlich war eine der ersten Menschen in meinen Kreisen, die Kontaktlinsen hatte. Und schon damals habe ich mir gedacht:

Auhauahauehauehaueha, wat’n Aggewaas!

Also, natürlich habe ich das nicht gedacht, weil ich damals noch im Rheinland lebte und diesen wunderbaren Ausruf garnicht kannte! Aber Mann, was hatte die Arbeit! Spülen, reinigen, sprayen, aufbewahren, rausholen, einsetzen …. furchtbar! Und was für ein Equipment sie dafür brauchte!

Heute ist das mindestens genauso schlimm – man kauft riesige Packungen mit Reinigungsflüssigkeit in Plastikflaschen, dazu Kochsalzlösung, Desinfektions- und Aufbewahrungsflüssigkeit- es gibt auch All-in-one-Lösungen, aber offenbar (hab ich grad mal kurz reingelesen) taugen die für viele Augen nicht. Und sind auch in großen Plastikflaschen.
Aufbewahrung der Kontaktlinsen nachts? Natürlich in Plastikschälchen mit Drehverschluß. Oder aber man setzt sich gleich Einweglinsen rein, jeden Tag zwei neue, extra hergestellt und abends einfach weggeworfen.

Dagegen ich: Brille plus Stofftaschentuch, vielleicht ein bißchen Spucke – fertig. (Brillenputztücher sind die Pest! Überflüssig hoch drei und jedes einzeln verpackt, wat’n Blödsinn!) Meine Brillengestelle werden meist um die 10, 15  Jahre alt, bis sie irgendwann so auf sind, daß ich ein neues brauche. Jetzt könnt Ihr Euch leicht ausmalen, welche Müllberge ich in den über vierzig Jahren als Brillenträgerin bereits eingespart habe- ganz ohne es zu merken!
Schön 🙂

In eine Falle bin ich allerdings bei der letzten Brille getappt: ich hatte noch nicht kapiert, daß inzwischen jede neue Brille standardmäßig Kunststoffgläser hat (früher war’s so, daß die mehr kosteten und deshalb extra nachgefragt wurde, ich brauchte also nichts tun, um Glasgläser zu bekommen) Meine nächste Brille bekommt wieder Glasgläser, die sind viel besser weil kratzfester und leichter putzbar. Außerdem plastikfrei. Und in über 40 Jahren ist mir noch nie eines kaputtgegangen.

P.S.: Vielleicht gibt es ja auch für KontaktlinsenträgerInnen umweltfreundlichere, müllsparendere Lösungen – damit habe ich mich nicht extra befaßt, Ihr dürft mich gern belehren. Gelesen habe ich darüber aber noch nichts.

Kleinvieh

KleinviehVerpackung geht auch ganz ohne Müll sehr gekonnt! Das beweist mein Garten.

Ich zeig's Euch mal!

Ich zeig’s Euch mal!

Gut verpackt, materialsparend und ökologisch:

Gut verpackt, materialsparend und ökologisch:

... dieser hier hat seine Verpackung schon abgestreift....

… dieser hier hat seine Verpackung schon abgestreift….

… und wird dann in Bälde so aussehen

Und weil nirgends steht, daß nur Menschen einfach nachhaltig besser leben, reiche ich dies mit einem Augenzwinkern einfach mal bei EINAB ein….

 

Kleinvieh

KleinviehLang, lang ists her….. 😉 Die Prioritäten liegen derzeit einfach an anderer Stelle, was nicht heißt, daß ich mit dem meisten, das ich angefangen habe, nicht weitermachen würde. Dem meisten, denn: das leidige Thema „Abwaschschwämme“ ist nach mehreren unbefriedigenden Versuchen mit unterschiedlichem Ersatz vorläufig beendet – mit dem Kauf eines Pakets „Glitzi“-Schwämme. Ich halte aber weiterhin die Augen offen.

Und da meine Zähne sehr schmerzempfindlich wurden, bin ich vom Pulver auf Bio-Zahnpasta aus der Tube umgestiegen. Bisher merke ich leider keine Verbesserung. Werde mal den Zahnarzt befragen, ob es überhaupt daran liegt/ liegen könnte, schlimmstenfalls muß ich zurück zur normalen Supermarktzahncreme.

Aber jetzt zu den Neuigkeiten, und sie haben mit meiner Häkelei zu tun, die ich ja in ihren Anfängen schon vorgestellt hatte. Ihr habt viel geraten, aber Niemand ist drauf gekommen, jetzt die Auflösung:

Ein Säckchen ists! Gehäkelt, um Efeublätter hineinzutun, um dies in die Waschmaschinentrommel zu packen, um damit meine Wäsche zu waschen.

Inzwischen haben wir drei Ladungen gewaschen und keinen Unterschied zum vorher benutzten, gekauften Waschmittel bemerkt. Allerdings muß ich ehrlich zugeben, daß das nichts heißen will, denn meist gehts nur darum, Gebrauchsgerüche herauszukriegen, weniger um Flecke, die man bemerken würde, wären sie noch drin. Was sie allerdings oft genug auch beim gekauften Waschmittel noch sind, nebenbei bemerkt. Die Gerüche jedenfalls gehn raus, auch mit Efeu.

Die Efeublätter kommen nach dem waschen auf den Kompost. Momentan gibts noch Nachschub aus der Hecke zum Nachbarn, allerdings wird das nicht ewig währen, dort ist nicht so viel. Anpflanzen mag ich keins, ist mir zu invasiv, und Platz dafür wäre nur an Stellen, wo’s problematisch wird, wenn’s groß wird. Also ist dieser Versuch erstmal zeitlich begrenzt. Aber im Herbst gibt’s dann ja Kastanien, und aus denen kann man auch auf Vorrat Waschmittel herstellen….

Kleine Ergänzung nach einigen Wochen: zumindest wer ein solch löchriges Säcklein benutzt wie ich sollte drauf achten, die Stiele nicht mitzuverwenden. Die hingen nämlich alle im Flusensieb und haben das verstopft….. *g*

Die April-Einab startet heute, da bin ich dabei 🙂

Kleinvieh

KleinviehDiesmal zum Thema „Hotelaufenthalt“

Ich bin nicht oft im Hotel, aber diesmal war ich erstmals mit zuvor bewußt auf „Kleinvieh“ eingestellten Pupillen dort. Und tatsächlich gab es vieles, das ich gern anders gehabt hätte und einiges, das ich anders gemacht habe, um das, was ich gern anders gehabt hätte, zumindest für mich anders zu haben. (schön formuliert, gell? *gggg*)

  1. Zimmer. Im Hotelzimmer gab es nach wie vor Einwegfläschchen mit Shampoo und Duschgel, eine eingeschweißte Duschhaube und eine kleine Seife in Plastik. Letztere brauchte ich leider Da werde ich beim nächsten Hotelaufenthalt noch mehr vorsorgen. Die anderen Einwegsachen – auch das EINE STÜCK SCHOKOLADE in Plastik – habe ich liegengelassen. Vermißt habe ich den Hinweis auf das wechseln der Handtücher nur nach werfen derselben auf den Boden. Egal, dachte ich, bei meinen drei Nächten kommt ein Handtuchwechsel eh nicht in Frage – tatsächlich aber hatte ich am 3. Abend ein neues Handtuch am Waschbecken hängen 😦
  2. Frühstück im Hotel gabs ein Frühstücksbuffet. Butter, Marmelade, Honig, Kaffeesahne gabs nur aus Einmalplastik; ich hatte aber genügend Auswahl auch ohne das und habe lecker Müsli mit frischen Früchten, Milch  und Naturjoghurt gegessen, um das Plastik zu vermeiden. Leider musste ich mir auch die Brötchen und Croissants verkneifen – ohne Butter für mich keine Option… Was die Kaffeesahne anging hatte ich Glück: da es eine vernünftige Kaffeemaschine mit gutem Espresso gab, musste ich nicht auf Filterkaffee mit Plastiksahne zurückgreifen.
  3. Feedback Kein auszufüllender „Wie hat’s Ihnen gefallen“-Zettel, nirgends. Sehr schade, denn ich hatte mir vorgenommen, feedback in Richtung Nachhaltigkeit zu geben. Erst Tage nachdem ich wieder daheim war ist mir eingefallen, daß auf dem Schreibtisch eine Mappe mit Infomaterialien lag. Von außensah ich Stadt-Werbung, und so hab ich die garnicht erst geöffnet… vielleicht war da drin der vermißte Zettel… werde beim nächsten Mal reingucken.

Gereist bin ich übrigens per Bahn. Was aber nur bedingt „Kleinvieh“-Ursachen hat. Ich tu’s auch, weil ich extrem ungern Autobahn fahre. Diesmal hatte ich Glück: keine Verspätungen und bis auf eine kürzere Etappe mit extrem nerviger Mutter gegenüber (das sechsjährige Kind schien mir wesentlich reifer als seine Mutter) ruhige, angenehme Mitreisende.

Und weil ich im stillen, per Verweigerung und ohne größeren Verzicht einfach durch offene Augen ein wenig Einwegmüll eingespart habe und mehr Ideen bekommen, was ich beim nächsten Hotelaufenthalt beachten könnte – deshalb kommt auch dieser Beitrag zur Ideensammlung Derer, die sich, wie ich, mit kleinen und größeren Änderungen ihres Lebensstils auf den Weg machen, um die Welt ein wenig naturfreundlicher, müllleerer, sozialer, gesünder auch –  freundlicher eben zu machen – Einab


Es gibt einen neuen Eintrag des Mannes, der auf Lesbos Flüchtlingen hilft: *klick*

Kleinvieh

KleinviehMomentan praktiziere ich zwar eifrig weiter, was ich schon eingeführt/ geändert habe, aber ich bin nicht allzu eifrig damit, Neuheiten zu lancieren. Eine ganz einfache Sache aber ist mir dann doch noch „passiert“: mir fielen mal wieder ein paar Schuppen von den Augen, und dem Crêpe-Mann erstmal die Kinnlade runter 😉

Im Winter nämlich steht montags bis donnerstags in der Nähe der Arbeit ein Crêpe-Stand, und da geh ich mir häufig in der Mittagspause ein Crêpe holen. Und beim gefühlt zweihundertsiebenundvierzigsten Mal (ich mach‘ das ja nicht erst seit diesem Winter) dann die Erleuchtung: wieso eigentlich lasse ich mir mein Crêpe jedesmal auf ein beschichtetes Papptellerchen packen, zusammen mit einer Papierserviette?

Von nun an hab ich einen Teller mitgenommen – Anlaß zu mancher Frotzelei und zum oben erwähnten Gesichtsausdruck des Crêpe-Mannes, der sowas offensichtlich in den ganzen Jahren noch nie erlebt hat…. offenbar findet er’s auch relativ albern (obwohl’s ihm ja auch Geld spart), ist aber trotzdem inzwischen von ganz allein auf die Idee gekommen, mir sogar mein Tellerchen auf der leeren Platte vorzuwärmen! Nette Geste, finde ich 🙂

Und ein guter Denkanstoß – vielleicht fallen ja den Einab-LeserInnen auch ein paar Schuppen von den Augen!?

Kleinvieh

Kleinvieh Ja – isses denn die Möglichkeit? Kann es tatsächlich sein, daß ich noch nicht von meinem neuen, verpackungssparenden Shampoo berichtet habe? Dabei war ich so sicher, aber nun, als ich im Archiv suchte, fand ich – nichts!

Denn man tau!! 😉

Ich war an der Haarseife gescheitert, die seit einiger Zeit nun ohne die von mir beobachteten Nebenwirkungen der Herr F. aufbraucht (was sehr fein ist, denn die riecht so gut! Jetzt kann ich sie riechen, obwohl sie für mich nicht geeignet ist!) Dann habe ich weiter „normales“ Shampoo benutzt, bis das Äppelken mir einfach so ein festes Shampoo vorbeischickte. Und jetzt – die Zeit rennt – benutze ich bereits das 3. Shampoostück, immer dieselbe Sorte, und es ist prima 🙂 Und bio.

Es ist dies:

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Ausgepackt ists hübsch und riecht gut- mein derzeitiges, 2x benutztes Shampoostück:

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Nachteil: es kommt in Plastikverpackung. Aber diese dünne Folie ist gegenüber einer großen, dicken Flasche schon ein guter Fortschritt.

2. Nachteil: ich musste im Netz bestellen. Aber dieser Nachteil ist nun nicht mehr vorhanden: inzwischen gibt es das feste Shampoo im Schleswiger Bio-Supermarkt. (Ich hatte natürlich gleich mehrere Stücke Shampoo bestellt, damit’s überhaupt lohnt, aber wenn ich dann Nachschub brauche, muß der nicht extra verschickt werden)

3.Nachteil: die hübsche Blumenform mit dem Loch in der Mitte. Die führt dazu, daß es (erstaunlich spät, aber doch) irgendwann in ein paar Stückchen zerbricht – eines seht Ihr auf dem Schwamm noch liegen), mit denen keine ordentliche Haarwäsche möglich ist. Da auch normale Seife irgendwann zu klein zum benutzen ist, habe ich mir aus einem unsäglichen Stück Plastikmüll etwas gebastelt. Ich bekam nämlich – nette Geste, falsche Adressatin – eine Geschenkpackung mit Bodygel, Duschgel  (sowas benutze ich nicht!) und eben ein aufgerüschtes Stück Plastiknetz-Schlauch, das schön viel Verpackung füllte, so daß das ganze nach mehr aussah und als Peelingschwamm gemeint war. Schwachsinn. Habe ein Stück davon abgeschnitten und zusammengeknotet, sammle drin jetzt Reststückchen von Seife und knote, wenn’s voll genug ist, zusammen, um die Seife auf diese Art noch aufbrauchen zu können. Momentan siehts erst so aus:

P1110301

Es gibt aber auch weitere Vorteile der Umstellung (zusätzlich zur Plastikreduzierung): denn auch beim inzwischen 3. Shampoostück filzen meine Haare viel weniger als vorher – was bedeutet, daß ich weiteres Plastik einsparen kann. Nämlich die Sprühflasche mit dem blauen Zeug, das ich sonst nach dem waschen in meine Haare sprühte, um sie bürsten zu können. Brauch‘ ich nicht mehr 🙂 Und ich muß seltener Haare waschen als zuvor, mit dem Shampoo bleiben die nämlich, je nach Hormon-Lage, 3-4 Tage statt wie sonst 2-3 Tage „frisch“. Auch fein!

Und weil das auch wieder ein kleiner Schritt gen Müllreduzierung ist, der gar nicht so schwer nachzumachen ist, kommt’s zu Einab im Dezember 🙂

(Adventskalender)

 

Kleinvieh

KleinviehDiesmal ein wirklich echtes KLEINvieh, sozusagen der Chihuahua unter den Kleinviechern, bei dem ich mich allerdings frage: wie viele Tomaten vor den Augen und Bretter vor dem Kopf kann eigentlich eine einzige Fjonka haben?

Aber lasst mich berichten:

Es begann mit einem Berg. Dem „Berg der noch zu lesenden Bücher“, hier, in BookCrosser-Fachchinesisch, von nun an MTBR („Mount to be read“) genannt.

Dieser MTBR wuchs in des Herrn F.s Zimmer. Und wuchs. Und wuchs. Und das, obwohl der Herr F. eigentlich viel beherrschter im Bücher-mitnehmen auf Treffen ist als ich. Aber er liest halt gern dicke Wälzer oder schwierige Sachbücher, und außerdem liest er viel im Computer rum und daher wesentlich weniger in Büchern als ich. Und so wuchs der Berg… Mir fiel dabei auf, daß sehr viele der Bücher schon sehr lange das Fundament dieses Berg(-zuges) bildeten und schon lange beispielsweise im Regal in 2. Reihe standen oder auf dem Stapel daneben ganz unten. Und dann passierte gleichzeitig zweierlei: des Herrn Geburtstag rückte näher, und ich las irgendwo von einem Geschenk, das ich wunderbar fand!

So bekam der Herr F. Zum Geburtstag vor zwei Jahren ein Glas, in dem lauter kleine, bunte Lose waren, hübsch durchnumeriert. Und auf jedem Los stand ein Buchtitel seines MTBR. Immer, wenn er nun ein Buch ausgelesen hat – so die Idee – läuft er zum Glas und zieht ein Los. Geht dann zum MTBR und sucht das Buch heraus – und liest es.

Okay, fragt Ihr nun ganz zu Recht, schön und gut, aber was, bitte, hat das mit „Kleinvieh“ zu tun, mit Müllreduktion und Nachhaltigkeit? Ja, sage ich, ein wenig Geduld, ich komme ja schon zur Sache!

Es gab, wie erwähnt, viele bunte kleine Lose, anfänglich, meine ich, über hundert – und jedes davon ist ein bunter Papierstreifen, zusammengehalten von einer Heftklammer. Und immer, wenn neue Bücher dazukommen, bekomme ich diese seither, um ein weiteres Los anzufertigen, das dann ins Glas wandert.

Na? Kapiert Ihr jetzt, was ich endlich, nach mehr als einem Jahr und sicherlich hundertfünfzig Heftklammern auch kapiert habe?

Eben!

Man muß die Dinger garnicht tackern, der Herr F. macht das ja freiwillig und spinkst nicht – man kann die einfach nur falten, und es gibt mal eben ganz einfach: weniger sinnlosen Müll!

Tja. Ein wunderbarer Denkanstoß, mal über die kleinen Selbstverständlichkeiten um uns herum nachzudenken, und deshalb kommt dieses winzigkleine Chihuahua- Kleinvieh auch direkt zu Einab im November! 🙂 Und im Sinne des „denk nach“ noch ein 2. Chihuahua: gestern machte mich eine Kollegin darauf aufmerksam, daß ich, wenn ich zu bestimmten Gelegenheiten (die soooo selten nicht sind) eine andere Taste am Touchscreen nutze als die, die ich bisher immer nahm, einen Bon (Thermopapier!) einsparen kann. Sie hat das zwar in leicht süffisantem Tonfall geäußert (man amüsiert sich auffe Arbeit eher über meine Bemühungen als mir nachzueifern *g*), aber what shall’s? – Ich werde übers Jahr sicherlich ’ne viertel Bonrolle Thermopapier-Müll damit einsparen können.

vorher-nachher

vorher-nachher

Ach ja: übrigens hat funktioniert, was der Sinn des Zettelchen-Geschenks war: seither hat sich das Bergmassiv zwar nicht zum sanften Hügel, aber doch zum, um im Bild zu bleiben, deutlich unter 4000-er reduziert 😉 , denn auch die dicken Schinken mit den dünnen Seiten, die sonst immer wieder beiseite gestellt wurden, werden jetzt gelesen – oder zumindest in Angriff genommen und dann wegen Unlesbarkeit oder Desinteresse aussortiert

Kleinvieh

KleinviehHeute ein vorläufiges Küchen-Putz-Fazit mit neuen Anteilen, sozusagen 😉

Rein optisch hat sich in unserer Küche inzwischen ein wenig was verändert: guckt mal, das sieht doch schon ganz schön „Öko“ aus *gg* Die Holz-Abwaschbürste mit Wechselkopf habe ich „schon immer“, ich bin ja kein Neu-Öko; abgewaschen wird mit Neutralreiniger, auch das schon seit Jahren; wir kaufen lange schon im Großmarkt Neutral- und Essigreiniger im 10-Liter-Kanister und füllen in handliche Flaschen um. Das spart Plastik.

Was neu ist: Schwamm und Stahlwolle

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Das Küchenputz-Sortiment

Ich hatte – im Blog kann man sowas so herrlich nachlesen *g* – im letzten Oktober ein Pack Recycling-Schwämme mit Sisal-Schrubb-Seite von Sonett im  Bioladen gekauft. So ganz 100% glücklich bin ich nicht damit, die Sisal-Seite schrubbt recht schnell nicht mehr wirklich gut, und jetzt geht sie – sieht man auf dem Bild- auch noch ab. Nun mag man sagen: okay, nach fast einem Jahr darf das auch – aber da wir einen Geschirrspüler haben, wird soooo oft nicht abgewaschen. Da hält der normale Schwamm länger und schrubbt viel länger viel besser – aber was tut frau nicht alles. 😉 Ich benutze deutlich häufiger die Stahlwolle, die ich unbenutzt noch liegen hatte. Auch da: 100% zufrieden ist anders, denn sie schrubbt gut und scheint eeeeewig haltbar zu sein – aber sie ist umständlicher zu nutzen, und man hat halt zwei Teile, zwischen denen man dauernd hin und her wechseln muß statt eines Schwamms. Beide zusammen sind immerhin funktionell genauso gut wie ein guter Plastik-Spülschwamm. Und man schmeißt halt kein Plastik weg…. Allerdings habe ich momentan noch von den guten, alten Plastikschwämmen über – ich hatte sonst immer jeden, wenn er für die Küche nicht mehr taugte, fürs Bad genommen. Jetzt nutze ich sie umso länger nur fürs Bad. Dafür kann ich mir den Sonett-Schwamm nicht vorstellen, da muß ich dann mal in mich gehen, wenn’s so weit ist 😉

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Schwammvergleich alt-neu

EDIT im März 2016: leider hat auch in-mich-gehen zu keinem Resultat geführt: ich kaufe wieder Glitzi-Plastikschwämme. Die Stahlwolle behalte ich aber bei, was hoffentlich zu einer (noch) längeren Lebensdauer der Plastikschwämme beiträgt.

Dann habe ich noch Putztücher für die Flächen, die habe ich vergessen mit aufs Bild zu packen. Da ich die Dinger viele Jahre lang benutze und wasche, bis sie auseinanderfallen, gab es noch keinen Bedarf, sich was zu überlegen – ich habe die „normalen“ aus dem Supermarkt und ein paar Mikrofasertücher; ein Versuch mit einem Waschbär-Tuch, das ich mal mitbestellt habe, ist gescheitert: obwohl es nichtmal 100% plastikfrei ist, fasern die Nähte schon nach dem 1. waschen aus – hier liegt die schlechte Qualität an der Verarbeitung, nicht am Material. Ich freue mich schon drauf, wenn ich die Dinger guten Gewissens wegschmeißen kann *g* Schade! EDIT im März 2016 meint: ich bin wild entschlossen, die Nähte nachzunähen. Aber nochmal kaufen würde ich die Teile trotzdem nicht. Äppelken hat mit zum testen ein Bambus-Tuch geschickt, das ist prima, das wird wohl das „Tuch der Wahl“, wenns um Nachschub geht.

Geht zu Einab, als Beispiel dafür, was ohne viel Aufwand aber mit ganz ein wenig Bereitschaft zum leiden möglich ist 😉


Aussortiert: ein Pfanneisen, mit dem wir Beide nicht so gut zurechtkommen. Pfanneisen braucht man laut Liste in Satrup für die Flüchtlinge auch noch. Also werde ich das am nächsten Donnerstag zum Treffen mitnehmen.