Kleinvieh

„Ich weiß jetzt, warum es nirgends mehr schöne Butterdosen gibt“, sagte der Herr F. gestern zu mir.

„Na?“, fragte ich

„Es braucht kaum noch wer eine Butterdose, die haben alle so eine Plastikdose mit Deckel auf dem Tisch, und fertig“

„Das ist Margarine, Butter kann man da doch kaum rauskriegen“

„Deshalb ist da ja auch Öl drin, zur besseren Streichfähigkeit in diesen Plastikdosen-Butterdingern“

„Echt jetzt???“

„Ja, bei uns auffe Arbeit bei den Mitarbeiterfrühstücken hab ich mir das angeguckt, für die ist das total normal – das nennen die alle Butter, das fällt denen garnicht auf! Und dann hab ich im Supermarkt mal geguckt, da ist alles voll mit diesen Plastikdosen.“

Kleinvieh, ja. Mit billigem Öl gestreckte Butter wird uns als verbessert angeboten, weil streichbar, und ist dadurch schön praktisch in viel Plastik verpackbar.

Des Herrn F. KollegInnen verkörpern für mich inzwischen den Hardcore-Scheißegal-Konsumenten per se. Käse, Aufstriche, Wurst – alles im Plastik auf den Tisch, und keinem fällts auch nur auf. Getrunken werden Energydrinks aus der Dose oder Zeugs aus Plastikflaschen, der Herr F. mit seiner Mehrweg-Glasflasche ist Exot. Hauptsache billig und praktisch. Und wir fragten uns erst gestern erneut: Sind wir wirklich sowas von in der Minderheit, ist DAS Normalität, trotz der täglichen Plastik-in-den-Meeren-Nachrichten, trotz „Friday for future“ und Volksabstimmung zum Artensterben?

Heute las ich dann in Pflanzwas‘ Blog diesen Bericht namens „Plastik- für manche kein Thema?“ und schlagartig war das gestrige Gespräch wieder präsent.

Wie ists denn bei Euch auf dem Frühstückstisch? Käsetresen und Fleischtheke oder Selbstbedienung, eingeschweißt? Butter im Plastikbecher oder aus dem Papier in die eigene Butterdose? Denkt Ihr drüber nach, oder greift Ihr zu, Hauptsache es schmeckt, oder habt Ihr vielleicht gerade wegen der vielen Berichte die Nase voll und ein „laßt mich doch in Ruhe“ im Kopf?


Ergänzung: bei diesem Text lohnt es die Mühe, auch die Kommentare zu lesen!!


EinaB- Thema!

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Kleinvieh

Warum ich meine Kleidung mehr und mehr auf Naturfasern umstelle

Naturfasern: weil der Wäscheabrieb von Kleidungsstücken laut Fraunhofer-Institut der zweitgrößte Produzent von Mikroplastik ist: Wäsche (Faserabrieb von synthetischer Kleidung) 21.121.058 Tonnen pro Jahr in Deutschland!!!!

Bio: Fjonka@ Mufflon (die mit der schönen Jacke aus Wollfilz, Schur- und Merinowolle)*

Hallo, als Person, die versucht, ihre Bekleidung in Richtung „natur- und umweltverträglich“ einzukaufen, habe ich mich erst vor wenigen Wochen in Unkosten gestürzt und eine Ihrer schönen und bequemen Jacken gekauft.
Nachdem ich nun von „Mulesing“ bei über 75% der derzeit auf dem Markt befindlichen Merinowolle gelesen habe, suchte ich auf Ihrer Website nach einer Aussage dazu oder dem GOTS-Siegel, wurde aber leider nicht fündig.
Allerdings fand ich:
Nahezu 100% der eingesetzten Maschinen, Materialien, Zutaten und der erbrachten Arbeit kommen aus Deutschland und der EU.“
Da Mulesing anscheinend nur in Australien praktiziert wird, nun die Frage: kommt Ihre Wolle auch aus der EU? Das wäre toll – und für mich nicht unwichtig, denn ich liebäugele fürs nächste Jahr mit einem Mantel von Mufflon …

Gruß,

Mulesing, kurz erklärt für Diejenigen, die nicht klicken mögen: um Parasitenbefall bei den Merinoschafen zu verhindern, wird Jungschafen betäubungs- und nachbehandlungslos Fell samt Haut(!) am After weggeschnitten. Dabei wäre das nicht nötig: es gibt auch Schafe, die um den After herum durch Zuchtauslese weniger Fell haben. (da ist die „Klick“-Seite offenbar nicht ganz up to date) ODER man kann die Schafe schmerzfrei behandeln. Mulesing wird nur noch in Australien betrieben, aber dort laufen die weitaus meisten Schafe, deshalb die hohe Zahl von nach wie vor 75% Mulesing-Wolle (die aktuell ist)

Mufflon@ Fjonka

Hallo,
wir freuen uns, dass sie sich für ein Modell aus unserer Kollektion entschieden haben.
Die von uns verwendete Wolle kaufen wir ausschließlich über die Firma Schoeller in Östereich ein (die Schafe laufen allerdings „weltweit“). Von dort liegt uns ein Zertifikat vor, dass die von uns eingekauften Qualitäten garantiert aus mulesingfreier Tierhaltung stammen.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne wieder zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Mufflon Team
Fjonka@ Mufflon

Hallo,

dann nehme ich an, daß Sie von Schoeller GOTS- zertifiziertes Garn beziehen?
Ich habe grad nämlich mal auf deren Seite nachgelesen – sie bieten das AUCH an.
Das würde mich freuen. Ich werde gern weitergeben, was Sie mir geschrieben haben, denn ich werde immer wieder mal auf meine Jacke angesprochen 🙂

Ich danke für die Info und wünsche Ihnen einen guten Sonntag,

Mufflon@ Fjonka

Guten Morgen,

das von uns eingesetze Garn ist nicht GOTS-zertifiziert, stammt aber auf jeden Fall aus  mulesingfreier Schafhaltung.
Geben sie das gerne auch an andere Interessierte weiter.

Herzliche Grüße & einen schönen Wochenstart

Mufflon Team

Hmmmm…. es hätte so einfach sein können …. *gg*

Da Mufflon auf seiner Website Bluesign-Zertifizierung und den Woll-Lieferanten Schoeller angibt, schreibe ich diese beiden an, denn auf beiden Seiten finde ich zum Thema Mulesing keine Angaben. Andererseits bin ich inzwischen ziemlich gut über alle möglichen Siegel und Produktionsweisen etc informiert  (Klick führt zu einer relativ gut veständlichen Übersicht) – ein Kollateralnutzen, sozusagen, der mir sicher bei allen nächsten Einkäufen weiterhelfen wird (oder sie mir erschweren wird, man kann das ja immer so und so sehen. Daß zB das (mir) zuvor völlig unbekannte „IVN best Siegel“ das strengste überhaupt ist, das einzige mir bekannte „textiles Vertrauen“ aber eher lasch, das kann auch das einkaufen eher schwierig machen *seufz*)

Während ich noch lese, antwortet Bluesign:

Danke für Ihre Email und dass Sie sich auf der bluesign homepage informiert haben.

Mit unserem Standard garantieren wir das tatsächlich nicht.

Andererseits ermutigen wir unsere System Partner Verantwortung für Tierschutz zu übernehmen. bluesign hat es in den Firmenkriterien niedergeschrieben, dass die Produktion der Textilien Leben und Umwelt nicht schaden soll und wir den negativen Einfluss der Textilbranche auf Leben und Umwelt verantwortungsbewusst reduzieren müssen.

Trotzdem kann ein bluesign® approved Wollstoff aus Wolle von konventioneller Schafhaltung kommen. Der Grund ist, dass wir mit unserem System und unserer Arbeitskraft nicht explizit auf Tierschutz ausgerichtet haben und somit unsere Auditoren die Tierhaltung nicht persönlich vor Ort inspizieren.

Freundliche Grüsse,

Okay, das ist nachvollziehbar. Nicht JedeR kann Alles leisten, aber mit meiner Jacke bin ich nicht weiter als zuvor. Nicht, daß ich Mufflon nicht glaube, aber es ist ja nun doch interessant, so etwas mal genau nachzuvollziehen.

Dann, nur zwei Tage später, antwortet auch Schoeller, der Wollieferant von Mufflon:

Sehr geehrte

Die Umweltschutzidee von Bluesign legt hauptsächlich den Fokus auf den Input der „best avaivable technology“ unter Verwendung von überprüften Chemikalien/Farbstoffen und umweltfreundlichen Verfahren.

Beim Audit wird der Betrieb komplett durchleuchtet, d.h. es werden auch z.B. Energieverbräuche (Wasser, Gas, Strom usw.) kontrolliert und in den darauffolgenden Inspektionen (im Normfall alle 3 Jahre) mit den vorigen Daten verglichen.

Zusätzlich wird überprüft, ob man was in Richtung Umwelt macht und Ziele hat, z.B. durch Wechsel auf LED Energiesparlampen Strom zu sparen.

Was Bluesign beispielsweise nicht erlaubt: die Wolle konventionell durch das Chlor Hercosett Verfahren, welches weltweit angewendet wird, auszurüsten.

Bluesign Endprodukte aus Wolle, welche filzfrei ausgerüstet werden sollten, dürfen nur z.B. durch unser entwickeltes, umweltschonenderes EXP Verfahren (Chlorfrei) ausgerüstet werden.

Meines Wissens hat Bluesign keine Beschränkung auf den Wolleinsatz von unausgerüsteter Wolle auf dem Weltmarkt hinsichtlich mulesing-free, sondern eher auf Chemikalienrückstände auf der Wolle.

Schoeller Garne werden jedoch ausschließlich unter Einsatz von „mulesing free“ Wolle produziert.

Mit freundlichen Grüßen,

So. Okay. Das deckt sich ja mit den Auskünften von „Bluesign“ per Mail und Website. Ich finde das alles extrem interessant, und bin, zumal ich ja eh eher umwelt- als tierschutzinteressiert bin, erstmal zufrieden mit diesen Informationen (wobei beides eng zusammenhängt. Trotzdem: der Tierschutzansatz, bei dem es ums einzelne Tier geht, liegt mir ferner als der Umweltansatz, bei dem es eher ums größere Ganze geht)

 

P.S.: Ich hoffe, Ihr könnt von diesem Beitrag profitieren. Ich denke, trotz der ungewöhnlichen Form kann man alle Infos finden, die von Interesse sind. Er geht auch zur Einab, da paßt er wunderbar hin!


* Ich habe die Mails zT geringfügig verändert, so daß zB im Nachhinein bemerkte, von mir mißverständlich gewählte Formulierungen hier im Beitrag anders stehen. Außerdem habe ich Namen entfernt.

 

 

 

 

 

Kleinvieh

… heute zum Thema „Kerzen“

gerade jetzt im Winter stehen bei uns an allen Ecken Kerzen herum: auf dem Küchentisch, im Fensterbrett, im Bad, im Flur an mehreren Stellen…. nicht alle sind immer angezündet, aber irgendwo erhellt eigentlich immer eine eine dunkle Ecke, und das mag ich auch nicht missen. Aber unsere eigenen Bienenwachskerzen sind zwar schön, aber läääääängst nicht ausreichend für so einen langen Winter, und so habe ich sehr häufig auch gekaufte Kerzen brennen. Stinknormale. Stinknormal, ja. Denn die meisten Kerzen sind aus Paraffin:

Paraffin wird aus den sogenannten Schmierölschnitten der Vakuumdestillation von Erdöl gewonnen. (…) Daneben wird es aus Braunkohle, aus bituminösen Schiefern und Torfkohlen hergestellt. (…) Hauptabnehmer von Paraffin ist weltweit die Kerzenindustrie (Teelichter, Haushalts- und Dekorationskerzen). Es ist preiswerter als Stearin oder Bienenwachs, dem es beigemischt sein kann

(Quelle: Wikipedia)

Schön, aber nicht umweltfreundlich: Paraffinkerze

Das ist nichtmal als „peanuts“ abzuschreiben, denn, so las ich, 2005 (Beispielsjahr) wurden 163.532 Tonnen Kerzen in Deutschland verkauft, davon 93% aus Paraffin! Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, aber seit es mir ins Bewußtsein gerückt ist, sehe ich diese Kerzen mit anderen Augen. Denn einerseits verbrennt da ja vieles in meiner direkten Umgebungsluft, das ich da vielleicht nicht so unbedingt haben möchte, und andererseits verschwende ich Rohstoffe, wo es andere Möglichkeiten gibt. Da wäre einerseits Stearin:

Stearin wird zu 100 % aus pflanzlichen, bzw. tierischen, und somit nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und kann – im Gegensatz zum Paraffin aus Erdöl – im Idealfall als CO2-neutral gelten. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn zur Gewinnung pflanzlichen Öls oder Fettes zunächst Natur-Vegetation beseitigt wird, wie dies beispielsweise bei der Verwendung von Palmöl sehr häufig der Fall ist. Im Extremfall kann durch die Brandrodung von Torfwald das bis zu Siebenfache der CO2-Emissionen im Vergleich zu Paraffin entstehen.

Als Bio-Kerzen dürfen daher nur Stearinkerzen bezeichnet werden, die aus nachhaltig angebauten Rohstoffen hergestellt werden. Die Produktion nach RSPO-Richtlinien („Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl“ unter Beteiligung des WWF) ist neben dem Siegel für kontrolliert biologischen Anbau bislang das einzige existierende so genannte Nachhaltigkeits-Siegel für Palmöl auf dem Markt. Bei vielen Umwelt- und Naturschutzorganisationen ist der RSPO jedoch umstritten, unter anderem, weil Palmölfirmen ihre Zertifizierer selbst auswählen und bezahlen, weil der RSPO keine unabhängigen Prüfungen der Zertifikate beinhaltet und weil die Palmöl-Industrie im RSPO stimmenmäßig dominiert.

Eine angeblich höhere Schadstoffbelastung beim Abbrand von Paraffinkerzen im Vergleich zu Stearinkerzen durch Bildung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) oder Dioxinen und Furanen wurde durch Untersuchungen nicht bestätigt.

(Quelle: Wikipedia)

Recycling: abgebrannter Selfmade-Kerzen-Rest mit Teelicht, selfmade, im Glas bestückt ergibt richtig schönes Licht

Ich weiß nicht recht: aufwendig Ackerfrüchte anbauen, um die Produkte zu verbrennen? Ein wenig so wie der Mais für die Biogasanlagen…. Zweifelhaft für mich. Vielleicht nutzbar, wenn bio angebaut. Aber eigentlich, finde ich, nicht wirklich empfehlenswert. Dann gibt es noch Kerzen aus Sojafett, Sonnenblumenöl etc. Für die gilt genau dasselbe.

Als „echte“ Alternative taugen Kerzen aus recycelten Fetten, zb diese hier, Erhältlich sind sie evtl im Bioladen oder Reformhaus, sicher aber im Netz – sogar ganz ohne das böse Am****, das ich zu vermeiden versuche. Vielleicht hat ja schonmal Jemand sie benutzt und kann hier berichten!?

Bienenwachskerzen scheinen mir das beste zu sein: ein Naturprodukt, und bei der Bienenhaltung eh anfallend. Die Bedenken einiger Hardcore-Tierschützer halte ich schlicht für Blödsinn, denn zumindest bei in Deutschland gehaltenen Bienen kann kein Mensch, der sich das mal anguckt, ernstlich behaupten, die Insekten würden schlecht gehalten oder gar ausgebeutet.

Auch Bienenwachs gibt es in Bio-Qualität oder „normal“.

neu, die 1.: Stabkerze, selfmade

Ich persönlich denke, hier ist sinnvoll, entweder „bio“ oder jedenfalls unbedingt Bienenwachs aus Deutschland zu kaufen. Denn in anderen Ländern sind zT heftige Mittel gegen Varroen und andere Krankheiten erlaubt, die sich im Wachs anreichern.

Am besten für uns als Bienenhalter ist natürlich eigenes Wachs!
Ich habe mir zwei weitere Silikon-Kerzenformen besorgt und war schon sehr gespannt, wie die lange Stabkerze abbrennt – ob der laaaange Docht nicht krumm wird im heißen, flüssigen Wachs der dünnen Form, und die Kerze dann leckt ohne Ende?? Letztlich ging es gut: die Kerze leckt zwar, hört aber immer wieder von allein damit auf. Das ist bei den gekauften dieses Formats auch so und sieht schön aus. Man muß halt was drunterstellen, für uns taugen dazu alte Holz-Frühstücksbrettchen. Das Rest-Wachs schmelzen wir beim nächsten Kerzengießen einfach wieder mit ein.

unsere anderen Kerzenarten 🙂 Neu, die 2.: ganz links, mit dezentem Rillenmuster. Das leuchtet schön durch beim Abbrand.

Die weißlichen Beläge sind übrigens bei Bienenwachskerzen normal. Sie entstehen durch Lagerung. Länger gelagerte Kerzen brennen besser und länger, heißt es. Auf dem Bild sehen die Beläge übrigens doller aus als in echt.
Sollten wir zu wenig Wachs haben, dann kaufe ich halt Bienenwachskerzen nach, wenn mein Vorrat an Paraffinstumpen und -stabkerzen aufgebraucht ist.* Nur schade, daß Bienenwachskerzen, abgesehen von Teelichtern, fast ausschließlich zur Vorweihnachtszeit zu kriegen sind. Und selbst da hatte ich jetzt mehrere Weihnachtsmärkte vergeblich nach Imkern mit einer größeren Auswahl an Kerzen abgesucht, bis wir schließlich fündig wurden – in Flensburg, aber offenbar ausschließlich an Samstagen…..


*Harte Prüfung nur eine Woche nachdem ich diesen Beitrag geschrieben und in die „Warteschlange“ zum veröffentlichen geschoben hatte: vorhin war ich in der Stadt und sah, daß meine langjährigen Lieblingsblockkerzen, die großen vom TIG**, gerade jetzt für einige Tage nur noch zwei statt drei Euro kosten sollten. Erstmals nach zehn Jahren gedankenlosen Nutzens habe ich aufs Etikett drunter geguckt und gesehen, was ich erwartet hatte: „100% Paraffin“ – Eine Weile bin ich noch drumrumgeschlichen. Aber dann habe ich beschlossen, meinen frisch gefaßten Grundsätzen treu zu bleiben und nur noch die Restbestände dieser Kerzen aufzubrauchen. Und jetzt, zwei Stunden später, fühlt sich das richtig gut an 🙂

 

Ab zur Einab!!

 

Kleinvieh

Heute die werweißnichtwievielte Folge von

Auf der Suche nach dem perfekten plastikfreien Spülschwamm

und wer weiß, vielleicht ist es ja sogar die letzte Folge? Denn ich hab gehäkelt!

Irgendwo im Netz fand ich Jemanden, die hatte aus Sisalschnur Seifenhalter gehäkelt – und da dachte ich mir: Sisal? Häkeln? Das könnte doch passen!?

Aber woher Sisal nehmen??? Da kam mir zupaß, daß ich einige Wochen zuvor in einem Dorf-Haushaltswarenladen eine laaaaaaange Sisal-Wäscheleine gefunden hatte. Die hatte ich gleich eingepackt, denn momentan hängt in unserem Garten „Plastik, drahtverstärkt“, aber auch das ist erfahrungsgemäß endlich, und es durch eine sicherlich weniger lang haltbare, aber kompostierbare Sisalleine zu ersetzen schien mir eine ziemlich gute Idee. Noch aber hält die Plastikleine, und so habe ich mich hingesetzt und die dreifach verzwirnte Sisalwäscheleine aufgedröselt (nein, natürlich nicht ganz, bloß ein vielleicht anderthalb Meter langes Stück), die drei enstandenen Schnüre auf ein Knäul gewickelt und zu häkeln begonnen.

10 Maschen, feste-Maschen-Reihen bis es groß genug ist, eine Schlaufe aus dem Endfaden zum aufhängen, fertig.

Ich musste feststellen, daß die im Prototyp ausprobierten Stäbchen zu löcherig werden, also blieb ich bei festen Maschen. Die blödeste Arbeit  ist übrigens tatsächlich das aufdröseln. Fasern im ganzen Zimmer, endlos verdrehte Schnüre, und bei längerer Arbeit auch aufgeschürfte Finger…. vielleicht gibt es ja doch bessere Sisal-Quellen als dreifach verzwirnte Wäscheleinen 😉 Das häkeln geht schnell und ist einfach.

Inzwischen spüle ich seit einigen Wochen damit ab, mein Fazit: noch nicht perfekt – eine ein wenig dünnere Schnur wäre besser, denn der Schwamm (oder eher Lappen!?) ist ein wenig zu steif. Aber in der Leistung ist er super. Der kratzt Gläser nicht kaputt, kriegt aber auch ab, was ein normaler Lappen nicht wegkriegt. Damit ist er genau das, was mir gefehlt hat, nämlich ein guter Ersatz für die ScotchBritt- oder Glitzi-Schwämme, die ich wegen des Mülls und des Plastik-Abriebs im Wasser nicht mehr nutzen möchte.

Bei den ersten Spülgängen sind ziemlich viele Fasern im Wasser gelandet, aber bei Sisal macht das ja nix – und spätestens beim abtrocknen verschwinden die auch vom Geschirr.

Die Schlaufe zum aufhängen ist übrigens SEHR sinnvoll, denn das Sisal saugt sich ziemlich voll Wasser und läßt sich nicht so supergut ausdrücken, weil der Lappen doch recht fest ist. Aufgehängt über der Spüle kann er gut abtropfen und trocknen.

Kann also gut sein, daß meine lange Suche hiermit beendet ist – jetzt hängts bloß noch am finden einer etwas dünneren Sisalschnur – wer hat da Tipps????

…ab zur Einab 🙂

Kleinvieh

Seit fast schon einem Jahr habe ich ein neues Deo:

Ein von der Oma geerbtes Glasdöschen mit Deckel hat Natron pur zum Inhalt.
Wenn ich mich morgens unter den Armen gewaschen habe, nehme ich mit feuchtem Zeigefinger ein kleines Bißchen davon auf und verreibe es in der Achsel – fertig. War überrascht, daß das sommers wie winters selbst anstrengende Arbeitstage stinkefrei hält..

Da ich ungern „fremde“ Gerüche an mir habe, finde ich das wunderbar:

  • ich übertünche Eigengeruch nicht durch anderes
  • das ganze ist extrem kostengünstig
  • man verbraucht nur SEHR wenig
  • ich müffele nicht, und
  • ich bin nahezu verpackungsfrei unterwegs (in meinem Falle sogar GANZ, weil ich das Natron beim Besuch im Unverpacktladen gekauft hatte)

EinaB!!

Kleinvieh

Heute: Email

Vor ein paar Jahren habe ich einen kleinen Beitrag im Radio gehört über eine kleine, neue Firma, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Emailkonten anzubieten. Das hörte sich gut an, fand ich, zumal mich die ewigen Werbemails von meinem bisherigen Anbieter, GMX, eh immer mehr nervten. Spam ließ man nicht durch, das klappte ja, aber die Eigenwerbung passierte sämtliche von mir aufgestellten Spam-Regeln, wurde immer mehr und immer aufdringlicher. Da schreckte mich der Aufwand eines Umzuges nur noch wenig.

Also habe ich, wieder daheim, die Seite von posteo aufgerufen, mir durchgelesen, was sie so machen – und mich kurzerhand angemeldet. Posteo bekommt zB Ökostrom, legt alles Geld bei GLS- und Umweltbank an, gibt MitarbeiterInnen extra Urlaubstage, wenn sie mit Bahn statt Flugzeug reisen, trifft Kaufentscheidungen für die Firma nach Nachhaltigkeitskriterien, spendet jährlich Zigtausende an soziale und ökologische Verbände undundund. Finde ich schon ziemlich prima!

Wenig später hat auch der Herr F. zu posteo gewechselt – sein Schwerpunkt bei der Entscheidung lag (und das war Jahre vor NSA) eher im maximalen Datenschutz, den posteo anbietet *klick*

Einen Euro im Monat waren uns diese Vorteile wert, und Werbung gibt es jetzt auch nicht mehr ins Postfach, denn posteo ist außerdem werbefrei.

Wir sind beide seit Jahren sehr zufrieden 🙂 – und nein, ich bekomme kein Geld für Werbung oder so (erstens glaube ich nicht, daß die das überhaupt machen, und zweitens: dafür ist mein Blog nach wie vor viel zu klein. Bisher jedenfalls habe ich noch keinerlei Angebote für sowas bekommen *gg*) Ich lege Euch einen Wechsel einfach so ans Herz. Weils gut ist für die Umwelt und weil ich’s gut finde, solche Firmen zu unterstützen.


Ab zur Einab – und zu der auch noch ein paar Worte für die, die hier noch nicht so lang lesen: Die Einab ist eine Blog-/ Linkparade zum Thema EInfach NAchhaltig Besser leben. Interessant ist eigentlich die Linksammlung UNTER den Einstiegsartikeln. In letzter Zeit ist sie relativ nählastig, leider (für MICH leider), aber die frühen Ausgaben, die im Archiv leicht nachzuschlagen sind, sind ein riesiger Fundus an guten Ideen zum Thema. Da findet Ihr ALLES: vom ökologischen putzen über Büro, Kinder, Kleinkram wie meine Kleinvieh-Serie, Hygienesachen, aber auch größere Ansätze und eher theoretisches. Ich gucke schon lange dort und habe viel mitgenommen!

Kleinvieh

Prioritäten und büschen was grundsätzliches

Der Herr F. und ich, wir hatten beim einkaufen von Lebensmitteln längere Zeit immer ein wenig unterschiedliche Prioritäten.

Wenn ich einkaufe, dann liegen die so:

  1. bio
  2. möglichst keine oder wenig Verpackung/ Pfandverpackung (frisch entdeckt: im Bioladen gibts Essig in der Pfandflasche!)
  3. und ab hier ist alles nicht mehr ganz so wichtig bzw hängts vom jeweiligen Produkt ab: regional, möglichst nicht so viel Verarbeitung nötig, saisonal ……

Der Herr F. hat oft erstmal nach regional geschaut, und die Entscheidung fiel bei „konventionell, aber aus der Gegend“ gern mal gegen bio aus. Bei uns beiden waren diese Entscheidungen eher aus dem Bauchgefühl heraus getroffen. Bis letztens, als wir eher zufällig ein sehr prägnantes Beispiel dafür bekamen, wie die konventionelle Landwirtschaft sehr schnell etwas sehr besonderes, schönes kaputtmachen kann (in diesem Fall per Düngung und Maisanbau eine wunderbare Landschaft, die zuvor durch ökologischen Landbau überhaupt erst hatte entstehen können). Da wurde uns beiden erst klar: wenn ich konventionell und regional kaufe, bewirke ich zwar, daß hiesige Menschen Arbeit haben – aber eben auch, daß ich genau das stärke, was ich nicht will (Glyphosat, Monokultur, Überdüngung, Maismassen, Wiesen ohne Blumen……)

Seither habe ich dann auch mehrere Blogbeiträge dazu gelesen – wiedermal das, was ich dauernd bemerke: bist Du an einem Thema dran, springt’s Dich von allen Seiten an. Besonders diesen hier finde ich gelungen, und er schildert einige Fälle, bei denen man vor einem „wie Du’s machst, es ist immer verkehrt“ steht.

Lebensmittel sind da noch verhältnismäßig leichte Fälle, finde ich. Bioläden gibts inzwischen recht viele, und selbst „rewe bio“ (nur als Beispiel) ist immer noch besser als garnicht bio und wirklich für Jedermann erreichbar. Wer als erste Priorität „keine oder wenig Verpackung“ hat, der geht auf den Markt oder in den Bioladen, dort ist vieles „ohne“ zu kriegen, und zumindest das Dilemma der eingeschweißten Bio- gegen die verpackungslose konventionelle Gurke gibt es nicht (daß die Biogurke im Supermarkt eingeschweißt ist, weil sonst nie sicher ist, welche nun wirklich bio ist, weil die doofen Kunden alles verschleppen, und daß nicht die konventionelle eingeschweißt ist, weil das wegen der nach wie vor größeren Verkaufszahlen von billig-konventionell noch mehr Müll machen würde, das weiß inzwischen Jeder, oder??)

Aber wie ist es mit nicht eßbarem?

Da liegen meine Prioritäten, habe ich die Wahl, so:

  1. Nachhaltiges
  2. vor Ort
  3. verpackungsfrei kaufen, das
  4. bio und/ oder fairtrade und
  5. reparierbar bzw „unkaputtbar“ ist

Und schon wird es schwierig. Vieles, das ich gern hätte, gibt es schlicht hier in der Provinz nicht oder überhaupt fast nur noch im Netz. Im Netz kaufe ich aber sehr ungern, selbst wenn es sich um eindeutigeres als Kleidung handelt, die ich anprobieren möchte. Ich kaufe deshalb ungern im Netz, weil

  • Internetshops die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten kaputtmachen und dabei
  • wenigen Menschen Arbeit bieten (wenn man nicht die unter wirklich üblen Bedingungen Arbeitenden in den großen Lagern von Am**** etc mitrechnet, die ich deshalb nicht mitrechne, weil ich diese Großanbieter im Netz inzwischen fast vollständig boykottiere)
  • weil die Sachen per Boten gebracht werden müssen, die ebenfalls unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten müssen (da wird’s schon wieder eng mit „fairtrade“, im eigenen, reichen Land) und die
  • dabei stark die Umwelt belasten (unglaublich viele Fahrten)
  • und weil ich auch noch wenig Kontrolle über Priorität 3 habe, denn ich habe schon öfter erlebt, daß (zB) das Biobaumwollshirt in doppelt Plastik plus Luftpolsterfolie eingepackt ankommt (ja, ich weiß, es gibt I-shops, die darauf achtgeben)

Es ist also immer so eine Art moralisches Dilemma, wenn es wiedermal nirgends in der realen Welt das gibt, das ich gern hätte. Zum Glück gibt es auch noch ganz andere Möglichkeiten, nämlich Konsum zu verringern:

  • Verzicht zum Beispiel. Erstmal überlegen: brauche ich das wirklich? Vielleicht ists ja soooo wichtig nicht, wenn es so schwierig ist da ranzukommen. Darin übe ich mich seit längerem, mit schwankendem Erfolg 😉
  • Oder ausleihen bei Dingen, die man nicht so oft braucht.
  • Oder daß wir uns mit 3 Paaren gemeinsam ein Party-Shelter gekauft haben.
  • Dann natürlich Gebrauchtkauf (für mich waren bisher Straßenflohmärkte und Sozialläden, aber auch Kleinanzeigen gute Quellen)
  • Und bei manchen Dingen auch selbermachen (ich sag nur: Reinigungsmittel … nachzulesen in anderen „Kleinvieh“-Beiträgen)

Trotzdem: ich war nie eine, die gern einkauft (egal was), aber seit ich versuche, nachhaltig einzukaufen, finde ich es noch mühsamer als zuvor.

Geht Euch das auch so?

P.S. Ab zu Einab

 

 

 

 

Kleinvieh

Heute zum Thema

Wasser,

denn:

Es ist trocken.
TROCKEN.
Also, wirklich SEHR TROCKEN.

Trocken wie seit, so hörte ich gestern im TV, hier bei uns seit 50 Jahren nicht mehr.

So trocken, daß alles hilft, was naß macht. Der Gartentank (1000 Liter) ist leer, der Teich auch schon, Trinkwasser aber wird aufwändig aufbereitet, und es ist wirklich kostbar. Deshalb möchte ich so wenig wie möglich (Keines funktioniert in diesem besonderen Jahr nicht, dafür habe ich jetzt doch zu viel Erbarmen mit manchen Pflanzen) davon im Garten verspritzen. Was also tun?

Ich sage mir mal wieder: Kleinvieh macht auch Mist und habe begonnen, bei einigen  täglichen Arbeiten Nutzwasser zu sammeln und in den Garten zu bringen.

  • Abwasch: trotz Spülmaschine bleibt immer wieder Abwasch für die Hand über. Warum nicht in der Schüssel statt im Becken spülen und das benutzte Wasser draußen statt über die Abwasserleitung entsorgen? Wir benutzen ja Neutralreiniger als Spüli, da tut man nix, was dem Garten schadet.
  • Dusche: Wenn ich vor der Dusche den Pfropfen unten schließe, kann ich nach der Dusche sage und schreibe fünf 5-Liter-Gießkannen mit einer Schüssel mit Ausguß vollschöpfen und das Wasser an besonders notleidende Pflanzen verschenken. Und ich bin keine Langduscherin, allerdings auch keine, die beim einseifen das Wasser abstellt…. und auch da kommt nichts schädliches in die Natur, denn ich benutze in der Dusche ja nur pflanzliches festes Shampoo, sonst nix
  • sonstige Wäsche: im Waschbecken steht eine flache Schüssel, aus der das aufgefangene Wasser gleich nach zähneputzen und händewaschen oÄ nach draußen kommt.
  • Reinigung: mein Staubsauger möchte regelmäßig den Filter ausgespült bekommen, das braucht immer mehrere Liter Wasser. Jetzt nehme ich dafür draußen den Gartenschlauch statt drin den Wasserhahn….
  • kochen: wir kochen selten, aber wieso nicht das Nudel- oder Kartoffelwasser abgekühlt den dürstenden Pflanzen geben?

1x gründliches händewaschen – Kleinvieh MACHT Mist!!

Kleinvieh, aber ich überlege, diese Gewohnheiten beizubehalten, einfach, damit das gute, (dann immer noch relativ *g*) saubere Wasser nicht stantepede wieder im Abwasserkanal landet, sondern weiter genutzt werden kann, von Pflanzen und Tieren. Es ist ja insegsamt ein Problem, daß durch die zunehmende Versiegelung zu wenig Oberflächenwasser ins Grundwasser nachkommt.
In größeren Städten oder ganz kleinen Dörfern allerdings gibt es ja inzwischen das andere Problem, daß in den Abwasserkanälen nicht genug durchgespült wird, weil die zu groß konzipiert wurden – für „alte“ Verbauchszahlen, wo Waschmaschinen und Wasserhähne jetzt weniger verbrauchen und auf Zuwachs, wo die Nutzerzahlen zurückgehen. Da ist das vielleicht keine so gute Idee. Bei uns ist das bislang aber kein Problem, und das manuelle herausbringen läßt mich auch bewusster mitkriegen, wie viel Wasser ich benutze. Daß das ausschöpfbare Duschwasser (danach steht ja noch ein Rest drin, der in den Kanal geht) ganze 25 Liter sind – das war mir zB auch nicht klar, ganz schön viel……

Vielleicht gibt es ja noch mehr Möglichkeiten, der dorrenden Natur im kleinen zu helfen ohne Trinkwasser zu verschwenden – mir ist mehr momentan noch nicht eingefallen.

Ab zu Einab

Kleinvieh

Heute mit dem schönen Thema „Toilettengang“ uuuuund gleich auch nochmal „Schnupfen“

Jeder WC-Gang verursacht Müll, man kann es nicht wegdiskutieren. Es gibt Alternativen wie eine extra Po-Dusche (die ich furchtbar gern mal irgendwo ausprobieren würde. Vielleicht ists ja garnicht so unangenehm und umständlich, wie ichs mir vorstelle!?) oder die von Maria vorgestellte „Läppchenmethode“ für kleine Geschäfte. Lest es bitte bei ihr nach, denn besser kann man’s nicht schildern.

Solche Alternativen sparen SEHR viel des nicht gerade unproblematischen Toilettenpapiers, was gut ist, wenn man wie ich das umweltfreundlichere aus Recyclingpapier leider nicht verträgt.Für diesen Fall habe ich nun eine müllsparende Alternative gefunden: ich habe ein großes Paket bestellt ….

Da muß ich grad mal was zwischenschieben: ich versuche eigentlich (so gut wie) immer, im örtlichen Handel zu kaufen. Aber ich muß feststellen, daß das hier in der Provinz ziemlich schwierig ist. Sehr viele Dinge gibt es schlicht nicht, oder aber nicht so, wie ich sie gern möchte. Das war auch in diesem Fall so, ich habe mich erkundigt, ob es im Umkreis Läden gibt, die das, was mir im großen Paket geschickt wurde, verkaufen – gibt es aber nicht.

Also, Einschub beendet, habe ich bei SmoothPanda ein Paket bestellt: 48 Rollen Toilettenpapier aus Bambus ohne Plastikverpackung plus – tadaaaaaa – über 400 Taschentücher aus Bambus ohne Plastikverpackung in nur EINEM Karton. Letzteres ist gut, weil des Herrn F. Heuschnupfennase leider keine Stofftücher verträgt und er zur Saison oft 5-6 Pakete pro Tag verbraucht, da kommt schon was zusammen… normalerweise immer in kleinen Plastikverpackungen à 10 oder 15 Stück, und dann auch noch in einer großen Plastikverpackung alle zusammengefaßt! All das Plastik können wir uns und der Umwelt jetzt ersparen 🙂

——–

Nach einem Vierteljahr Benutzung kann ich schon was zu unseren Erfahrungen schreiben:

Mein zarter Popo verträgt den Bambus. Ich hoffe sehr, des Herrn Nase auch ….. „für ohne Heuschnupfen“ gehts jedenfalls schonmal. Völlige Umstellung der Schnupftücher wäre ein echter Fortschritt in Sachen Müllvermeidung und Nachhaltigkeit.
Beim Klopapier sehe ichs eher als Nutzen für den Sonderfall „Unverträglichkeit beim Recyclingpapier“

48 Rollen ohne irgendeine weitere Verpackung, ohne Werbung, einfach so! Gut so 🙂 Dies ist die Variante „Nachbestellt. Ohne Schnupftücher.“

——-

P.S. Es ist umstritten, ob das Bambuspapier ökologisch nachhaltiger ist als die Recyclingpapiervariante. Ist es das nicht, bleibt „gespartes Plastik“ abzuwägen gegen „Versand an Einzelhaushalt“


Verlinkt bei der EINAB26

Kleinvieh

Heute aus der Reihe „Umweltschutz durch seinlassen“

Diese Sorte Umweltschutz liegt mir, ich erwähnte es ja bereits des öfteren, besonders nahe *g* Als natural born Faultier ist nichts schöner, als wenn man ganz einfach feststellt: OH! Ich muß ja nur dies weglassen, das nicht tun oder jenes ignorieren – schon ist mein Leben wieder ein Quentchen umweltfreundlicher!

Diesmal hat mir Anja dabei geholfen, wahrscheinlich ganz unbeabsichtigt *g*
Anja nämlich, die ich hier bei vollem (Vor-)Namen nenne, weil sie’s in den Kommentaren selbst auch tut *g*, hat mir zum vorletzten Geburtstag eine Buddel selbstgepreßtes(!) Bio-(!)-Rapsöl geschenkt. Eigentlich ja für Salat und so – aber nuja, ich und Salat … Salat ist umständlich (waschen! schleudern! rupfen! anrichten!), man wird nicht satt davon und er ist kalt im Bauch…. drei gute Gründe, Salat nur zu machen wenn es 25° und mehr hat, was bei uns so gut wie nie der Fall ist. Also habe ich etwas anderes getan: ich habe begonnen, meine Körperpflege umzustellen.
Bevor Anja mir die Buddel geschenkt hat, habe ich nach jedem duschen Gesicht, Arme, Füße und Beine mit Lotion oder Creme eingeschmiert, weil ich an diesen Stellen zu trockener Haut neige. Lotion oder Creme aber ist nur in Plastikverpackung zu haben. Warum also nicht gutes Öl verwenden, dachte ich mir, zumal ich eh bereits davon gelesen hatte, daß Rapsöl wunderbar für die Haut zu benutzen ist. Also hab ich umgestellt.
Nun ist Rapsöl allerdings ein Öl. Das bedeutet: es zieht langsamer ein als Lotion oder Creme. Manchmal hatte ich aber nicht genug Zeit zu warten, bis ich meine Socken anziehen konnte. Dann hab ichs weggelassen – und siehe da:
seit etwa einem Jahr schon hat es sich jetzt so eingespielt, daß ich sogar an den Fußseiten und Unterschenkeln nur noch ganz selten einschmiere, wenn ich merke: es schuppt oder spannt. Offenbar hat sich die Haut durchs wenig- bis nichtstun so regeneriert, daß sie bloß noch selten nach Öl verlangt! Im Gesicht ists anders, das spannt meistens. Wenige Tropfen Öl reichen aus, mit dem Rest reibe ich die Hände ein – gut is‘!

Wenn die Buddel Rapsöl nicht irgendwann umkippt, werde ich genug Hautpflege bis an mein Lebensende haben – und jede Menge Müll und industriell gefertigten Kosmetiksch*** eingespart. Und eine gesündere, sich selbst passende Haut hab ich gratis dazu. Ich kann also Rapsöl als Hautpflege uneingeschränkt empfehlen!

Danke, Anja 🙂

 

Nachtrag, was die Wäsche betrifft

Nicht JedeR mag ja Aufwand treiben und Waschmittel aus Kastanien selbst machen. Und nicht JedeR traut dem einfachen und schnipselt ein paar Efeublätter in ein Säckchen.

Für all die, die doch lieber ein „richtiges“ Waschmittel benutzen (auch wir haben ja immer eines rumstehen und nutzen mal dies, mal jenes), habe ich Interessantes gefunden.

Bisher konnte ich nämlich nie so recht begründen, warum ich, wenn, Öko-Waschmittel kaufe statt eines normalen Baukasten-Mittels (außer, daß sowas kaum noch zu kriegen ist….) Denn die Zutatenliste hinten drauf hilft mir da nicht recht weiter, weil ich sie nicht richtig verstehe und vergleichen kann. Jetzt hat mein Bauchgefühl Fakten gefüttert bekommen, und die sind interessant. Ich habe nämlich auffe neuen Arbeit ein Bio-Handel-Fachblatt rumliegen sehen, im Personalraum, also auch zur gefälligen Bedienung, und da gab es einen Waschmittel-Beitrag. Also hier die Unterschiede zu konventionellen Waschmitteln:

  • Öko-Waschmittel waschen auf Seifen- oder Tensidbasis
  • Diese Seifen/ Tenside werden ausschließlich aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt (konventionell: oft Zutaten auf Erdöl-Basis)
  • Keine synthetischen Farb- und Duftstoffe (außer Ecover!!)
  • keine Gentech-Enzyme
  • keine optischen Aufheller
  • keine Konservierungsstoffe (alles Inhaltsstoffe, die in konventionellen Waschmitteln enthalten sind, und deren Reste nachher im Wasser landen)
  • nach Gebrauch sind alle Öko-Waschmittel vollständig biologisch abbaubar

Markenunterschiede:

  • Ecover und Klar: Tensidbasis, Zutaten der Tenside aus konventionellem Anbau (Öko ist nicht gleich bio!!) oder aus Waschnüssen (Problematik: werden aus Indien herangekarrt und sind dort inzwischen aufgrund des Kaufdrucks in Europa überteuert, was dazu führt, daß dort vermehrt mit konventionellen, aber billigeren Waschmitteln gewaschen wird. Absurdistan, mal wieder……)
  • Sonett: Baukastenprinzip (Seifenbasis)
  • Sodasan: ökologische und CO2-freie Produktion

Soweit also die Infos aus dieser Zeitschrift, kurz zusammengefaßt (und, es sei extra betont, nicht selbst nachgeprüft!!) Vielleicht kann dies manchem/r bei der Entscheidungsfindung helfen, der/ die nicht selbstbasteln möchte, aber trotzdem überlegt, ob das derzeit benutzte Waschmittel okay ist.

Übrigens musste ich auch lesen, daß Frosch (von denen hab ich Kanister mit Neutralseife und Essigreiniger im Keller) mitnichten so Öko ist wie gedacht, aber die Info in der Zeitschrift ist schwammig:

Zahlreiche Produkte dieser Marken waschen mit Tensiden aus Erdölbestandteilen und Enzymen von gentechnisch veränderten Organismen

Okay, dachte ich, such ich mal, tasächlich gibt es auf der Froscheite auch Inhaltsstoffe zu sehen, Beispiel hier. Dumm bloß: die kapiere ich wieder nicht. Und unten, der Link zu den wieterführenden Infos – tadaaaa – führt auf eine Seite der EU-Kommission da kapiere ich erst recht nichts, das hilft NULL weiter…. aber meinen Essigreiniger mache ich ja inzwischen eh selbst, da überbrücke ich mit dem Restkanister nur die zitrusfruchtlosen Zeiten, und für den Neutralreiniger überlege ich dann weiter, wenn sich die Kanister leeren……

Einab!

 

Kleinvieh

Der Herr F. und ich, wir leben, Ihr wißt es, nach dem Motto „Ich spüre das Tier in mir! Es ist ein Faultier!“… deshalb dachte ich, das waschen mit Efeu ist super für uns. Weit gefehlt: jedesmal nach draußen zu laufen, um Efeublätter zu holen, sie dann zu zerschnippeln – da machte der Herr nicht mit und ich (die ich eh seltener wasche) habe auch des öfteren lieber zum griffbereit stehenden Öko-Waschmittel gegriffen. Gewurmt hat mich das aber schon, denn da es bei uns in der Nähe nach wie vor keinen Unverpackt-Laden gibt (der in Kiel ist faktisch nicht erreichbar, weil des Herrn Arbeitsroute dafür nochmal um eine halbe Stunde länger würde) bedeutet diese Faulheit immer auch: mehr Müll.

Ich habe dann hier und da Rezepte für selbstgemachte Waschmittel gelesen, aber Anrührerei am Tag vor jedem Waschgang, reiben von Kernseife oder ähnliche Mühen sind für uns einfach nicht realistisch. Wie schön daher, als ich bei Alttrifftneu auf die grandioserweise bereits getestete Methode des Faultierwaschens mittels Roßkastanien stieß!! Das wollte ausprobiert sein, denn eine Großaktion für monatelanges Waschmittel – das ist eher meine Variante des Umgangs mit solchen Sachen. Angenehmerweise fiel das erscheinen des Beitrags auch noch mit der Kastanienzeit zusammen – also nix wie los, suchen. Letztlich hatte ich 2 Baumwolltaschen voll, genug für längere Experimente. Die Kastanien hab ich erstmal vorgetrocknet, Unser Ofendach eignet sich für sowas super.

… und das ist längst nicht alles…

Dann mußte ich Hilfe finden, denn wir besitzen keine Küchenmaschine, und die Kastanien mussten gehackt werden…. ich wusste, im Freundeskreis gibt es zwei der leistungsstarken Dinger, und a hat sich netterweise meiner und der Kastanien erbarmt. Mann, war das LAUT – Leute, Ohrstöpsel sind beim nachmachen Pflicht!! (Allerdings muß ich sagen: Dackel und Jack Russel von a haben es bei meiner Ankunft gemeinsam geschafft, genauso laut zu sein. Mindestens. *g*) Das Maschinchen hatte keine Probleme, die zwei Beutel Kastanien zu hacken. Danach kamen sie nochmal zum fertigtrocknen auf den Ofen

Nachtrocknen ist dringend geboten, wenn’s nachher nicht schimmeln soll.

Noch während es alles angenehm riechend vor sich hintrocknete habe ich den ersten Test gemacht. Das Kastaniengehackte kommt in einem Säckchen in die Waschtrommel: Mein Säckchen ist ein großes, dünnes Stofftaschentuch (eh viel zu groß, um es in der Hosentasche mit sich zu tragen – wo hat Vaddern, von dem ichs geerbt habe, das bloß früher hingestopft??? Muß ihn mal fragen) Der Verschluß ist ein kleines Gummi. Sollte sich diese Art zu waschen etablieren, werde ich da noch was besseres zaubern, ich denke an einen Ziehverschluß oder so. Mal sehen. Vorerst kommt das Provisorium mit in die Trommel, gefüllt mit 4 Eßlöffeln Kastanienhack (etwa 70g). Warum etwa 70g? Weil’s im verlinkten Beitrag so steht *g* Vielleicht teste ich demnächst mal aus, ob weniger gleich wirkt.

Als erstes hab ich nach dem waschen das Säckchen entfernt und dran gerochen – hmmmmm, das riecht frisch nach Kastanien, lecker. Leider rochen nicht alle Kleider so – ein Arbeitspulli hatte offenbar im Wäschesack Feuchtigkeit gezogen und müffelte nun ganz fürchterlich nach feucht getrockneter Wäsche. Damit hatte er anliegende Wäschestücke „infiziert“, so daß ein Teil der Wäsche müffelte, der andere ganz normal frisch roch. Nach dem trocknen war allerdings davon nichts mehr zu riechen, und bei den folgenden Wäschen trat das auch nie mehr auf. Es lag also, wie vermutet, nicht an den Kastanien.

Inzwischen haben wir mehrere Kastanienwäschen bei 30° gemacht, und alles ist gut. Meine Arbeitsschürze hatte einen Fettfleck, den hab ich – wie beim normalen Waschmittel auch – mit Gallseife vorbehandelt. Im Grunde ists so: es gibt keinen merklichen Unterschied zwischen Kastanie und Kauf-Waschmittel, außer dem fehlenden Geruch. Wer’s lieber duftend mag, der kann ein Tröpfchen ätherisches Öl nach Wahl ins Waschmittelfach geben. Achja, und noch ein wichtiger Tipp: wer wirklich faul ist wie wir und die Kastanien vor dem hacken nicht schält, der sollte damit keine Weißwäsche waschen. Die Schalen färben nämlich etwas, hier sieht man’s am Taschentuch:

Naja, soooo gut sieht man’s nicht *g* Ist halt leicht gelblich, und es hängen kleine Schalenkrümel drin. Insgesamt habe ich übrigens jetzt vier riesengroße Weckgläser voll Kastanienhack

Also, ich habe bislang keinen Nachteil an dieser Art des müllfreien waschens gefunden – die Kastanienhäcksel können nach Gebrauch in den Kompost- ich will aber mal versuchen, was ich las: daß sie auch mehrfach verwendbar sind. Ich denke, dazu werde ich sie zwischendrin wieder trocknen, denn sonst schimmelt das vielleicht noch. Wir waschen ja seit Marias genialem Wäschepflege-Artikel seltener als vorher – auch das ein guter Beitrag zum Umweltschutz 🙂 Mein Kastanienwaschmittel ist zwar nur „nachgemacht“, trotzdem will ichs bei Einab verlinken – dort gucken ja immer mal wieder neue Leute rein, und solange es keinen Index gibt, sucht man sich tot – vielleicht nützt es ja da etwas, wenn doppelt gemoppelt wird…..

 

 

Kleinvieh

Immer wieder überrasche ich mich selbst. Und zwar damit, wie ich völlig offensichtliche Dinge eeeeewig lange einfach so übersehen kann. Bis es mir dann wie Schuppen von den Augen fällt und ich von der langen Leitung steige während das Brett vor’m Kopf sich zu dem großen Bretterhaufen gesellt, der sich inzwischen schon angesammelt hat *g*

Diesmal passierte mir das, als ich mit frisch erstandenen Briefmarken heim kam. Aber schaut selbst und vergleicht:

Wer sieht, worum’s mir geht? 😉

Okay, Ihr wisst das all schon seit Jahren und beherzigt es, aber ehrlich: ich hab’s jetzt erst kapiert: Wenn ich die Briefmarken links benutzt habe, bleibt ein ganzer Bogen Müll über. Wenn ich die rechts benutzt habe bleibt eine leere Tischplatte.
Ich werde es jedenfalls von nun an besser wissen und wieder ein klein wenig weniger Müll in der Welt lassen!

Ab zu Einab damit, denn vielleicht stehn ja doch noch mehr Leute auf der Leitung 😉

Kleinvieh

Heute paradieren meine Entchen zu gleich zwei Themen (siehe ganz unten) 🙂

Heute zum Thema „Kalk- und Urinsteinablagerungen im Klosett“

Jahrelang habe ich mich geärgert über diese fiesen, gelben Streifen, die sich regelmäßig dort bilden, wo im Klo das Wasser vom Kasten in die Schüssel fließt. Wenn man nicht regelmäßig was tut, hat man schnell eklige braungelbe Ablagerungen, alle paar Wochen mußte ich schrubben (neben dem „normalen“ putzen natürlich) Jahre bevor ich hier mit der Kleinviecherei angefangen habe, die dicke Chemiekeule: Kalk- und Urinsteinentferner. Der hat geholfen, ja, und ich hab immer noch davon stehen und ihn regelmäßig benutzt. Eben weil er als einziges geholfen hat, alles andere war Schweiß und einweichen – und genauso gelb und braun wie vorher. Wohl gefühlt allerdings habe ich mich mit diesem Zeug schon lang nicht mehr. Was habe ich nicht alles alternativ versucht: Schwamm, Scheuerschwamm, Edelstahlschwamm. Essig, Zitronensäure, Scheuermilch, Badreiniger … nichts davon half wirklich. Die gelbe Farbe ging weg, war aber nach wenigen Tagen wieder da, außer mit der Chemiekeule. Da hielt das, wie erwähnt, ein paar Wochen.

Und dann?

Dann erwähnt eine ältere Dame ganz nebenbei, daß sie früher im Krankenhaus (da hat sie jahrelang geputzt) dagegen immer dieses kleine Ding hier benutzt haben:

Bimsstein

Okay, dachte ich mir. Versuch macht kluch, so einer liegt seit vielen Jahren bei mir rum, um der Hornhaut an der Ferse beizukommen.
Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn wie soll das gehen, wo alles andere außer der übelsten Chemiekeule versagt.  Aber ich wurde eines besseren belehrt:

vor die Schüssel gekniet, gerubbelt – zackzack, verschwanden die Streifen, lösten sich in Schmiere auf, sozusagen – weg!!!! Ganz oben an den Wasserlöchern unter dem Rand, wo die Chemie nicht rankommt, gab es inzwischen schon dicke, braune Ablagerungen – hin mit der Spitze, gerubbelt. Hier gings nicht ganz so einfach, anstrengend war das Gerubbele. Aber dann – von unten bröckelten kleine Stücke ab, und flupps- weg! Beim nachspülen machte das dann noch plopp – und ein ganzer Placken braunes lag unten in der Schüssel, vielleicht 4x5cm groß! Das hatte wohl noch weiter oben geklebt, wo ich’s nicht hatte sehen können, und hat sich auch noch gleich mit abgelöst!

Es ist einfach nicht zu glauben! Und ich werde nichts anderes mehr benutzen (müssen), so viel ist klar. Inzwischen sind einige Testwochen vergangen. Es hat sich herausgestellt, daß ich recht schnell sehe, wenn sich wieder Streifen zu bilden beginnen, erstmal noch nicht gelbbraun. Dann muß ich mit dem Bims einfach 3,4x fest drüberrubbeln – das wars. Wunderbar!! Ich bin wirklich begeistert!

Nachahmen erwünscht!! 🙂 Und deshalb auch ab zu Einab, wo gesammelt wird, was Leuten so zum Thema „EInfach NAchhhaltig Besser leben“ tun. Tipp von mir: im Archiv die alten Einabs angucken – derzeit ist das ganze für meinen Geschmack viel zu DIY- und Rezeptlastig, aber die Macherinnen meinen, daß das mit dazu gehört.

Und was mache ich jetzt mit dem Rest Chemiekeule????? 😉

PS Lese grad so in meinem Newsreader rum – und tadaaaa, da ist ja auch noch Frau Tonaris Rostparade, bei der ich seit gefühlter Ewigkeit nicht mehr mitgemacht habe, mangels Fotos. Und was? Was ist mit meinem wunderbaren Kleinvieh-Schild? Ist das etwa nicht schön rostig??? Also los, die Rostparade – endlich mal wieder bin ich dabei *gg*

Kleinvieh

Heute zum Thema „auf der Reise“. Oder eigentlich eher zum Thema „ich muß mal – was nun?“ *g*

Wer unterwegs ist, der muß mal zwischendurch. Aber nicht immer ist ein WC in der Nähe, oder aber (ich sag‘ nur Autobahn) das, was nahebei erreichbar wäre, ist so eklig, daß der Reisende sich das nicht antun mag.

DER Reisende – na, DER Reisende hat es dabei gut – ists nur ein kleines Geschäft, ist das ganze recht unkompliziert. An den nächsten Baum gestellt, alles klar…

DIE Reisende hat es schwerer, denn DIE Reisende muß wischen, auch beim kleinen Geschäft. Und daß sie das muß, das ist der Grund dafür, daß zwei Schritte neben der Autobahnraststätte, „umme Ecke“ bei jeder Touri-Attraktion und sogar auch hinter vielen Baumstümpfen neben nahezu jedem öfter belaufenen Wanderweg (ich habs gesehen, im letzten Urlaub. Überraschend oft, gemessen an den überraschend wenigen Wanderern auf unserem Weg) weiße Stellen sind: aufgeweichte, wochen- oder monatealte Klopapierreste. Das ist weder schön noch umweltfreundlich!

Ich hatte in den letzten Jahren versucht, mir mit Blättern, frisch gezupft, zu helfen, aber war damit nie recht glücklich, denn Blätter saugen nicht – was das genau bedeutet, mag sich JedeR selbst vorstellen. 😉 Das ganze war mir jedenfalls immer unangenehm. Bevor wir nun im Urlaub losgewandert sind, habe ich überlegt, wie ich dieses Problem besser lösen könnte. Ich wusste: 20 Kilometer-Touren ohne sichere Einkehrmöglichkeiten zwischendurch würde ich nicht ohne Nöte durchhalten. Und – taraaaa- es ist eigentlich ganz einfach:

Ein Läppchen ist die Lösung, selbstgenäht – was selbst einer totalen Nähanfängerin wie mir möglich ist, wenn sie nicht zu große optische Ansprüche stellt:

ein altes Frottee-Handtuch doppelt zusammengelegt zerschnitten in handliche Stücke (etwa 10x5cm sind prima), die offenen Seiten mit Zickzackstich zugenäht, damit’s nicht kaputtfranst – in einer Viertelstunde ist ein Stapel Läppchen fertig. Eine Zip-Tasche aus Plastik für die benutzten Läppchen hatte ich noch, so konnte ich die prima aufbewahren und abends einfach auswaschen. Nach der Tour kamen sie in die Wäsche.

Eine einfache, müllsparende Methode, unsere Natur nicht mit unserem Dreck zu belasten, die theoretisch natürlich auch mit größeren Geschäften umsetzbar ist – das musste ich aber nicht testen, weil die besser planbar sind 😉

Und wer mag, kann natürlich daheim einfach weitermachen mit der Müllsparerei. Denn runtergespült ist zwar aus den Augen – aber deshalb nicht verschwunden….

…und ab damit zur neuen Einab ….