Kleinvieh

Immer wieder überrasche ich mich selbst. Und zwar damit, wie ich völlig offensichtliche Dinge eeeeewig lange einfach so übersehen kann. Bis es mir dann wie Schuppen von den Augen fällt und ich von der langen Leitung steige während das Brett vor’m Kopf sich zu dem großen Bretterhaufen gesellt, der sich inzwischen schon angesammelt hat *g*

Diesmal passierte mir das, als ich mit frisch erstandenen Briefmarken heim kam. Aber schaut selbst und vergleicht:

Wer sieht, worum’s mir geht? 😉

Okay, Ihr wisst das all schon seit Jahren und beherzigt es, aber ehrlich: ich hab’s jetzt erst kapiert: Wenn ich die Briefmarken links benutzt habe, bleibt ein ganzer Bogen Müll über. Wenn ich die rechts benutzt habe bleibt eine leere Tischplatte.
Ich werde es jedenfalls von nun an besser wissen und wieder ein klein wenig weniger Müll in der Welt lassen!

Ab zu Einab damit, denn vielleicht stehn ja doch noch mehr Leute auf der Leitung 😉

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Kleinvieh

Heute paradieren meine Entchen zu gleich zwei Themen (siehe ganz unten) 🙂

Heute zum Thema „Kalk- und Urinsteinablagerungen im Klosett“

Jahrelang habe ich mich geärgert über diese fiesen, gelben Streifen, die sich regelmäßig dort bilden, wo im Klo das Wasser vom Kasten in die Schüssel fließt. Wenn man nicht regelmäßig was tut, hat man schnell eklige braungelbe Ablagerungen, alle paar Wochen mußte ich schrubben (neben dem „normalen“ putzen natürlich) Jahre bevor ich hier mit der Kleinviecherei angefangen habe, die dicke Chemiekeule: Kalk- und Urinsteinentferner. Der hat geholfen, ja, und ich hab immer noch davon stehen und ihn regelmäßig benutzt. Eben weil er als einziges geholfen hat, alles andere war Schweiß und einweichen – und genauso gelb und braun wie vorher. Wohl gefühlt allerdings habe ich mich mit diesem Zeug schon lang nicht mehr. Was habe ich nicht alles alternativ versucht: Schwamm, Scheuerschwamm, Edelstahlschwamm. Essig, Zitronensäure, Scheuermilch, Badreiniger … nichts davon half wirklich. Die gelbe Farbe ging weg, war aber nach wenigen Tagen wieder da, außer mit der Chemiekeule. Da hielt das, wie erwähnt, ein paar Wochen.

Und dann?

Dann erwähnt eine ältere Dame ganz nebenbei, daß sie früher im Krankenhaus (da hat sie jahrelang geputzt) dagegen immer dieses kleine Ding hier benutzt haben:

Bimsstein

Okay, dachte ich mir. Versuch macht kluch, so einer liegt seit vielen Jahren bei mir rum, um der Hornhaut an der Ferse beizukommen.
Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn wie soll das gehen, wo alles andere außer der übelsten Chemiekeule versagt.  Aber ich wurde eines besseren belehrt:

vor die Schüssel gekniet, gerubbelt – zackzack, verschwanden die Streifen, lösten sich in Schmiere auf, sozusagen – weg!!!! Ganz oben an den Wasserlöchern unter dem Rand, wo die Chemie nicht rankommt, gab es inzwischen schon dicke, braune Ablagerungen – hin mit der Spitze, gerubbelt. Hier gings nicht ganz so einfach, anstrengend war das Gerubbele. Aber dann – von unten bröckelten kleine Stücke ab, und flupps- weg! Beim nachspülen machte das dann noch plopp – und ein ganzer Placken braunes lag unten in der Schüssel, vielleicht 4x5cm groß! Das hatte wohl noch weiter oben geklebt, wo ich’s nicht hatte sehen können, und hat sich auch noch gleich mit abgelöst!

Es ist einfach nicht zu glauben! Und ich werde nichts anderes mehr benutzen (müssen), so viel ist klar. Inzwischen sind einige Testwochen vergangen. Es hat sich herausgestellt, daß ich recht schnell sehe, wenn sich wieder Streifen zu bilden beginnen, erstmal noch nicht gelbbraun. Dann muß ich mit dem Bims einfach 3,4x fest drüberrubbeln – das wars. Wunderbar!! Ich bin wirklich begeistert!

Nachahmen erwünscht!! 🙂 Und deshalb auch ab zu Einab, wo gesammelt wird, was Leuten so zum Thema „EInfach NAchhhaltig Besser leben“ tun. Tipp von mir: im Archiv die alten Einabs angucken – derzeit ist das ganze für meinen Geschmack viel zu DIY- und Rezeptlastig, aber die Macherinnen meinen, daß das mit dazu gehört.

Und was mache ich jetzt mit dem Rest Chemiekeule????? 😉

PS Lese grad so in meinem Newsreader rum – und tadaaaa, da ist ja auch noch Frau Tonaris Rostparade, bei der ich seit gefühlter Ewigkeit nicht mehr mitgemacht habe, mangels Fotos. Und was? Was ist mit meinem wunderbaren Kleinvieh-Schild? Ist das etwa nicht schön rostig??? Also los, die Rostparade – endlich mal wieder bin ich dabei *gg*

Kleinvieh

Heute zum Thema „auf der Reise“. Oder eigentlich eher zum Thema „ich muß mal – was nun?“ *g*

Wer unterwegs ist, der muß mal zwischendurch. Aber nicht immer ist ein WC in der Nähe, oder aber (ich sag‘ nur Autobahn) das, was nahebei erreichbar wäre, ist so eklig, daß der Reisende sich das nicht antun mag.

DER Reisende – na, DER Reisende hat es dabei gut – ists nur ein kleines Geschäft, ist das ganze recht unkompliziert. An den nächsten Baum gestellt, alles klar…

DIE Reisende hat es schwerer, denn DIE Reisende muß wischen, auch beim kleinen Geschäft. Und daß sie das muß, das ist der Grund dafür, daß zwei Schritte neben der Autobahnraststätte, „umme Ecke“ bei jeder Touri-Attraktion und sogar auch hinter vielen Baumstümpfen neben nahezu jedem öfter belaufenen Wanderweg (ich habs gesehen, im letzten Urlaub. Überraschend oft, gemessen an den überraschend wenigen Wanderern auf unserem Weg) weiße Stellen sind: aufgeweichte, wochen- oder monatealte Klopapierreste. Das ist weder schön noch umweltfreundlich!

Ich hatte in den letzten Jahren versucht, mir mit Blättern, frisch gezupft, zu helfen, aber war damit nie recht glücklich, denn Blätter saugen nicht – was das genau bedeutet, mag sich JedeR selbst vorstellen. 😉 Das ganze war mir jedenfalls immer unangenehm. Bevor wir nun im Urlaub losgewandert sind, habe ich überlegt, wie ich dieses Problem besser lösen könnte. Ich wusste: 20 Kilometer-Touren ohne sichere Einkehrmöglichkeiten zwischendurch würde ich nicht ohne Nöte durchhalten. Und – taraaaa- es ist eigentlich ganz einfach:

Ein Läppchen ist die Lösung, selbstgenäht – was selbst einer totalen Nähanfängerin wie mir möglich ist, wenn sie nicht zu große optische Ansprüche stellt:

ein altes Frottee-Handtuch doppelt zusammengelegt zerschnitten in handliche Stücke (etwa 10x5cm sind prima), die offenen Seiten mit Zickzackstich zugenäht, damit’s nicht kaputtfranst – in einer Viertelstunde ist ein Stapel Läppchen fertig. Eine Zip-Tasche aus Plastik für die benutzten Läppchen hatte ich noch, so konnte ich die prima aufbewahren und abends einfach auswaschen. Nach der Tour kamen sie in die Wäsche.

Eine einfache, müllsparende Methode, unsere Natur nicht mit unserem Dreck zu belasten, die theoretisch natürlich auch mit größeren Geschäften umsetzbar ist – das musste ich aber nicht testen, weil die besser planbar sind 😉

Und wer mag, kann natürlich daheim einfach weitermachen mit der Müllsparerei. Denn runtergespült ist zwar aus den Augen – aber deshalb nicht verschwunden….

…und ab damit zur neuen Einab ….

 

Eine Empfehlung

Maria Widerstand hat einen so ausführlichen und vollständigen Beitrag über

Wäschepflege aus ökologischer Sicht

geschrieben, daß ich Jedem und Jeder hier ans Herz legen möchte, den mal zu lesen (Zeit mitbringen!!) Es geht nicht nur ums waschen: sie setzt weit vorher an – welche Kleidung ist pflegeleicht im Sinne von „seltener waschen ist die umweltfreundlichste Wäschepflege“ – und endet beim trocknen der Wäsche. Dazwischen gibt es Gedanken zur Aufbewahrung der Schmutzwäsche ebenso wie Ideen dazu, wie die Kleidung weniger schnell verschleißt.

Ich hatte gedanklich beim lesen „abgehakt“, und dabei war es gut zu lesen, daß wir ohne es zu wissen aus purer Bequemlichkeit manches richtig machen (zB schmeiße ich meine Schmutzwäsche abends einfach erstmal locker auf den Boden – schon ist sie nicht mehr tragefeucht im Sammelkasten, was, wie ich lernte, Gerüchen vorbeugt) Auch habe ich mir schon länger angewöhnt, wirklich nur noch nach Verschmutzung/ Geruch zu waschen, nicht mehr „nach Routine“, weil „man“ halt ein Unterhemd nicht so lange trägt zB. Und auch über 40°-Wäsche sowie gefaltetes in der Trommel gibt es bei uns nicht. Und immer schon haben meine Sachen ewig lang gehalten, jetzt gerade trage ich eine Jacke, die auch schon ihre mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, ein Unterhemd, das ca 10 Jahre alt ist (und eine Leggins, die „neu“ vom Flohmarkt kommt)
Aber Reißverschlüsse/ Knöpfe schließen? Sachen auf links drehen? Sowas, nur als Beispiel, hab ich noch nie gemacht – Stichwort Bequemlichkeit – und werde nun mal in mich gehen, denn ich habe verstanden, wieso das sinnvoll ist.

 

Kleinvieh

Eine ganz einfache Maßnahme, die, würde JedeR sie durchführen, schon ordentlich gegen Verschmutzung und für den Tierschutz hülfe, ist diese:

ich habe mir angewöhnt, wenn wir spazierengehen immer ein kleines „Trash out“ zu veranstalten: mal eifriger, mal weniger eifrig hebe ich im laufen Plastikstückchen, Zigarettenkippen oder wasauchimmer mir an Kleinmüll vor die Füße kommt auf und werfe das Zeug gesammelt daheim in den Müll.

Ich bin eh eine, die häufig gesenkten Blickes läuft, weil ich Blüten, Pflanzen, Insekten angucken möchte, da fällt das nicht schwer. Was mir zu eklig ist, lasse ich halt liegen. Jedes Stückchen hilft – nicht nur für die Optik, sondern leider sieht man ja immer wieder die Bilder von Tieren, die sich in Plastikresten oder weggeworfenen Dosen heillos verfangen. Über ein solches Bild ist mir auch erst aufgefallen, daß ich dieses ganz einfache „Kleinvieh“ ja auch mal hier beschreiben könnte:

Schon ein Weilchen her – Beispiel des „Fangs“ eines Spaziergangs

im Schleswig-Holstein-Magazin war ein Bericht über den Helgoland-Marathon, an dessen Rande der Reporter zwei Möwen an der Klippe sah, die durch ein Reststück Fischernetz aneinandergefesselt waren. Eine kleine Gruppe Menschen stand schon dort, aber die beiden saßen an der steilen Klippe, so einfach war kein rankommen.
Es war nur eine kurze Sequenz, aber ich erinnerte mich im Laufe des Abends und des heutigen Tages mehrfach an dieses Bild – ich hoffe, man konnte den Tieren helfen. Und ich hoffe, es ging mehr Leuten so, daß diese Bilder, der eine Satz dazu, sie zum denken gebracht hat. Und vielleicht sogar zum handeln, wer weiß?

Also, liebe LeserInnen, beim nächsten Gang durch die Stadt oder über Land – einfach mal eine Jackentasche zum Mülleimer machen! Jedes bißchen weniger ist ein Gewinn 🙂

Verlinkt zu EINAB

Kleinvieh

Ein relativ neues Thema (für mich) ist Plastikvermeidung beim Kleiderkauf. Neu deshalb, weil es bisher nie schwierig gewesen war, ein Unterhemd, ein T-shirt, eine Jeans oder eine Unterbüx zu kaufen – bzw, es war schwierig, aber aus anderen Gründen (Paßform, Farbe…. Geschmacksfragen halt). Erschwerend kommt nun neu hinzu, daß es kaum noch möglich ist, ein Kleidungsstück ohne Mikrofaser-/Elasthan- /Polyacrylanteil zu kaufen. Die letzte Jeans habe ich gezwungenermaßen mit Stretch-(also Plastik-) anteil gekauft; ich war durch X Läden, und es gab keine Nur-Baumwoll-Jeans, die mir auch nur ansatzweise gepaßt hätte. Auch der Unterhemdenkauf hat sich vor Jahren schon schwierig gestaltet: Mikrofaser überall, und die mag ich nichtmal anfassen, geschweige denn überziehen!! Ich habe dann einen großen Stapel gekauft, als ich welche aus 100% Baumwolle fand, nehme aber an, daß das Problem nicht kleiner geworden ist, wenn ich in zwei oder drei Jahren wieder los muß, um Ersatz zu beschaffen (ewig hält auch Baumwolle nicht) Und auch Unterbüxen machen inzwischen nicht mehr nur ihrer Form wegen Probleme, sondern auch noch, weil sie aus reiner Baumwolle sein sollen. Die Plastikanteile sind nämlich nicht nur deshalb problematisch, weil sie das recyceln der Stoffe und das kompostieren erschweren, sondern auch, weil mittlerweile 35% des Mikroplastik, das sich in unseren Meeren tummelt, aus Textilien stammt, wie ich las.
Mir ist durchaus klar, daß auch Baumwolle nicht unproblematisch ist (ich sag nur: Herbizide!! Wasserverbrauch!!!) Möchte frau aber auch noch bio kaufen, wird der Kleiderkauf schier unmöglich: vor Ort „geht nicht wegen gibt’s nicht“, im Netz mag ich nicht, denn ich möchte anprobieren, und gefallen tut mir eh das meiste, was da angeboten wird, nicht.Aber es gibt noch ein anderes Problem: nämlich, daß ein kleiner Kunstfaseranteil die Sachen deutlich haltbarer macht, ohne diesen Anteil aber, weil inzwischen offenbar „exklusiv“, sehr teuer.  Diese Problematik hat sich in diesem Beispiel für den Herrn F. gezeigt:
vor nichtmal anderthalb Jahren hat er viel Geld in gute Naturfaserkleidung gesteckt: einen horrend teuren Schurwoll-Pulli, und ebenso überteuerte teure reine-Wolle-Socken, mehrere Paare. Letztere waren schön, waren bequem, alles gut. Aber dann – waren sie nach kürzester Zeit am kaputtgehen! Die Socken haben nicht mal ein Vierteljahr gehalten, dann hatten sie riesige Löcher, unstopfbar. Und der Pulli bekam nach gerade mal einem Jahr des Nicht-Dauertragens fadenscheinige Stellen an beiden Ellbogen.

Immerhin haben wir eine Lösung für Letztere gefunden:

Die Socken aber sind im Müll 😦 Und ehrlich gestanden bin ich wirklich nicht sicher, ob ich bereit bin, für mich etwas so teures zu kaufen, das dann so kurz nur tragbar ist. Denn erstens habe ich gern Dinge lange um mich, zweitens bin ich ein absoluter Einkaufsmuffel, und drittens tut es mir einfach leid um die in großen Teilen ja noch guten Sachen. Da ich aber selbst nicht nähen kann und will, gebe ich auch so schon Zeit und Geld dran, Sachen zum flicken zu bringen. Das nach so kurzer Tragezeit bei so teuren Dingen wie diesem Pulli zu tun, das widerstrebt mir sehr.

Letztens habe ich mir aber dann doch eine Reine-Wolle-Filzjacke gekauft, für viel Geld, von Ivanhoe. Man darf gespannt sein, wie lange die hält – allerdings „fürchte“ ich, lange *gg* – weil sie sehr hübsch ist, aber längst nicht so warm, wie ich von Filz erwartet hatte. Und schon neige ich dazu, meine Notkauf-Plastik-Fleecejacken mehr zu tragen als die gute Wolljacke…. Notkauf, weil es seit Jahren nirgends mehr Sweatshirtjacken (aus Baumwolle) ohne Kapuze gibt und meine alten auf waren.

 

Schnelle Antwort

wir danken Ihnen für die Anregung bezüglich der neuen Mitgliedsausweise, diese nicht aus Plastik sondern aus Pappe zu verwenden.

Hinsichtlich der Verwendung unserer Mitgliedsausweise hat sich im Laufe der vergangenen Jahre gezeigt, dass Pappausweise leider nicht so haltbar sind. Gerade bei unseren vielen ehrenamtlichen Gassigängern ist es früher vermehrt dazu gekommen, dass die Ausweise nach einigen Wochen der Benutzung erneuert werden mussten. Und dies mehrmals im Jahr. So haben wir bereits vor einigen Jahren auf Mitgliedsausweise umgestellt, die wir zum Schutz mit einer Folie laminiert haben. Dies hat sich in der alltäglichen Praxis bisher recht gut bewährt.

Natürlich müssen wir Ihnen Recht geben, dass gerade in der heutigen Zeit Plastikmüll ein großes Problem darstellt. Ganz auf eine wasserabweisende Schutzschicht werden wir jedoch vermutlich nicht verzichten können. Somit haben wir uns derzeit für diese Variante der Mitgliedsausweise entschieden, welche auch reißfest und witterungsbeständig ist. Dies ist bei Pappausweisen leider nicht gegeben.

Auf jeden Fall werden wir Ihren Hinweis gern nochmals als Thema in unserer nächsten Vorstandssitzung mit aufgreifen.

In der Hoffnung auf ein ganz klein wenig Verständnis verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Das Team vom Tierschutz Flensburg und Umgebung e.V.

Ladypark, die (könnt Ihr in den Kommentaren von gestern nachlesen) auch geschrieben hatte, hat dieselbe Antwort bekommen, was mich hoffen läßt, daß man dort noch mehr Schreiben dieser Art bekommen hat.

Erstmal freut es mich natürlich, daß man sich mit dem Thema nochmal beschäftigen wird. Dann: ich kann die Argumentation verstehen; ich selber habe noch einen unlaminierten Papp-Ausweis, seit über 20 Jahren, den ich aber auch noch nie gebraucht habe. Ich überlege, zu antworten und denke jetzt natürlich sofort an diese praktischen, kleinen Ausweishüllen, die es zu kaufen gibt. Kurz gesucht, und sofort für etwas über 10 Cent fündig geworden, vielleicht geht’s bei etwas mehr suchen auch noch günstiger… Die sind zwar auch aus Plastik, könnten aber J-A-H-R-E halten, wenn man die Gassigeher und Andere, die den Ausweis öfter nutzen, bäte, so eine Hülle zu nutzen. Wäre doch auch eine schöne Akton, so eine Hülle dem nächsten (Papp-)-Jahresausweis beizulegen, und dabei gleich auf die Nachhaltigkeit hinzuweisen. Oder hat Jemand eine noch bessere Idee, die für kleines Geld und kleine Arbeit praktikabel sein könnte?

Kleinvieh

KleinviehHeute kam Post vom Tierschutzverein. Beiliegend ein neuer Ausweis, gültig für ein Jahr, mit Erklärung. Den sollte man abziehen und doppelseitig zusammenkleben. Okay. Aber: im Gegensatz zum früheren, dauerhaften Stück Pappe ist dies nun für jedes Mitglied jährlich ein Plastik-Klebedings!

Ich war „not amused“ und habe eine Mail geschrieben:

Hallo, liebe Leute vom Tierheim,

ich hätte da eine Anregung/ Bitte bzgl des neuen Ausweises:
könntet Ihr den nicht ab dem nächsten Jahr wieder ganz normal aus Papier/ Pappe machen? Unbeschichtet, ohne Klebe und Plastik?

Jeder kleine Beitrag zur Plastik-Ersparnis ist wichtig, und wenn ich denke, jedes Jahr wieder ein Plastikteil mehr in der Tasche zu haben – und all die anderen Mitglieder auch – das dann zum Anfang des neuen Jahres einfach weggeworfen wird….. das finde ich schon schade, verglichen mit dem alten, dauerhaften und aus Pappe bestehenden Ausweis.
Tierschutz und Naturschutz gehen schließlich Hand in Hand, stimmt’s? 🙂

Gruß

Bin gespannt auf die Reaktion (und hoffe, überhaupt eine zu bekommen)

 

Kleinvieh

KleinviehHeute möchte ich Euch mal meine Zweifel und Gedanken zu meinen kleinviehhischen Bemühungen auf den Tisch packen.

Schon eine Zeit lang ist es bei mir hier ja relativ ruhig geworden, was dieses Thema angeht. Erst ist es mir garnicht so aufgefallen, daß ich zwar nicht das aufgebe, was ich schon immer tu‘, aber deutlich weniger Lust habe, aufwändigeres auszuprobieren oder nach neuen Mülleinsparungen oder Selbstmachmöglichkeiten zu suchen. Und auch einige gescheiterte Experimente habe ich nicht aufgegriffen, um neue Wege zu suchen, sondern habe stattdessen auf altbewährtes zurückgegriffen – so hat sich das selbstgemachte Geschirrspülmittel beispielsweise als nur halbwegs tauglich erwiesen: immer blieben einzelne Dinge, vor allem Gläser, Teller und Töpfe, schmutzig (seltsamerweise nur einzelne: zwei Menschen essen dasselbe Gericht – ein Teller ist blitzsauber, der andere weist Essensreste auf…), und ich benutze jetzt wieder gekauftes Geschirrspülmittel, immerhin aus dem Bioladen.

Aber warum der Elan so nachgelassen hat – das ist mir erst nach und nach aufgegangen: Es liegt (zu zumindest einem nicht geringen Teil) an der derzeitigen Entwicklung hin zum rechten Popularismus überall. Von Holland über Ungarn, Frankreich, Deutschland, Polen, Österreich, jetzt auch die USA undundund – überall zeigt sich das böse, rechte Gesicht der Abschotter, der menschenfeindlichen Menschen, derer, denen es ausdrücklich egal ist, ob sie belogen werden und selbst lügen, wenn nur ihr Weltbild bestätigt wird. Es schaudert mich, der Bauch schmerzt und es macht Angst, daß sie immer weniger Scheu haben, ihre kruden Thesen öffentlich auszubreiten. Daß sie sogar Zulauf finden. Und auch hier bei uns rücken die nächsten Wahlen näher, die Umfragen sehen die Rechten als viert-, vielleicht sogar drittstärkste Partei – und die Umfragen haben ja, Beispiel USA, das Potential deutlich unterschätzt, das es da am rechten Rand gibt.

Was nun hat das damit zu tun, ob ich nachhaltiger und umweltfreundlicher leben will?

Nun, einerseits liegt es daran, daß diese Entwicklung und mit ihr die Hilflosigkeit, die sie in mir erzeugt, die diffusen Ängste, das Gefühl, ins Abseits gedrängt zu werden, das gruseln und schaudern bei mir Gedanken und Kräfte binden. Andererseits scheint mir vergleichsweise popelig, über den Ersatz eines Spülschwammes nachzudenken, während gleichzeitig jede Menge Menschen wegen unserer Egoismen und dem „hören auf die berechtigten Sorgen der Menschen in unsrem Land“ blablabla seit Wochen, Monaten, Jahren und weiter auf unbestimmte Zeit in Plastikplanenzelten in Flüchtlingslagern leben. Oder herauszufinden, wo ich meine Kartoffeln ohne Plastiknetz bekomme, wenn woanders Menschen froh wären, überhaupt genügend zu essen zu haben.
Dann wieder ist mir klar: diese Gedanken lähmen nur. Denn es hilft den Hungernden auch nicht, die Kartoffeln MIT Netz zu kaufen. Und weder Frau Petry noch Herr Hoeck verstummen, weil ich über ihr Gegeifer statt über die Herkunft des Luffa-Schwamms nachdenke, den ich gern statt des Plastikspülschwammes nutzen würde. Und ich lese dies hier und denke: doch, es nützt doch, mein Kleinvieh.

Allerdings frage ich mich – zusammen mit Roswitha, die dies in einem Kommentar hier geschrieben hat –

Wie finden die Menschen zusammen, die diese Entwicklung nicht wollen? Nur gemeinsam können wir eine solche Politik bei uns verhindern, schaut euch Ungarn, Frankreich, Niederlande… an

Es fehlt mir die politisch-öffentliche Komponente, wenn ich mich zurückziehe auf gesparte Bons, Efeu-Waschmittel und Co. Das reicht in Zeiten nicht, in denen Leute reklamieren, „das Volk“ zu sein, die in meinen Augen unmenschlich und geradezu bösartig sind. Also – wie können wir, die ja das, was wir rein privat tun, im Grunde tun, um mit unseren kleinen Taten die Welt ein wenig besser zu machen (unterstelle ich mal), lauter werden? Deutlich machen: nein, Ihr seid nicht das Volk – Ihr seid nur ein winzig kleiner Teil davon, und wir sind da und bereit, Euch das auch zu zeigen! Und all denen, die auf die lauten, wenigen hören, sagen: Wir wollen mit unseren sehr berechtigten Sorgen bitteschön auch gehört werden!

Schlage ich da einen Bogen, der nicht geschlagen gehört? Hängen diese Dinge für Euch nicht zusammen, oder denkt Ihr ähnlich (und könnt Ihr’s vielleicht besser und stringenter ausdrücken? Mir ist schon klar, daß dies ein wenig gestoppelt ist, aber ich krieg’s nicht besser hin, momentan)? Und wie können wir zusammenfinden und uns bemerkbar machen?

Dies verlinke ich bei EINAB, weil auch das – für mich jedenfalls – dazu gehört. Wenn nicht zum einfacheren, so doch zumindest zum besseren Leben…


PS: im nachhinein fielen mir dann noch ganz andere Verknüpfungen ein. Ökobewegte Leute, die ihre Gründe im völkischen Denken finden. Denen die Umwelt nicht um ihrer selbst willen, sondern als Basis für das gute Leben ihrer „Rasse“ am Herzen liegt. Kotz. Langsamerleben hat das mal thematisiert, weil in ihrem Blog solche Leute aufgetaucht waren. Es kann nicht schaden, auch da ein wachsames Auge offen zu behalten.

Kleinvieh

KleinviehDas Fairphone (bzw sein Erfinder) hat den deutschen Umweltpreis bekommen! Anlaß für mich, nicht weiter auf den Beitrag vom Herrn F. zu warten, sondern selbst schonmal etwas dazu zu schreiben. Immerhin benutze ich’s inzwischen auch häufig. Und ich hab den Herrn schon oft darüber berichten hören….. aaaalso:

Als des Herrn F. vorheriges Sehralthandy immer mehr einknickte (der Akku!!), da hat er begonnen sich zu informieren und nach einigem überlegen tatsächlich ein Fairphone bestellt. Die Wartezeit war lang, denn das Phone2 war noch nicht „fertig“ – aber irgendwann kam’s dann doch.

Die Vorteile, die es nachhhaltig machen, in Kürze:

  • Menschenfreundlich/Beispiele: es gibt Fonds für die ArbeiterInnen in der Fabrik, in der das Fönchen gefertigt wird. Die werden auch fair bezahlt und haben kürzere Arbeitszeiten als in China oft üblich; als sich herausstellte, daß es den Machern nicht möglich war, eine Lackiererei zu finden, in der die LackiererInnen nicht den Dämpfen ausgesetzt wären, hat man kurzerhand beschlossen, die Endlackierung einfach wegzulassen. Außerdem wird, wo möglich, auf konfliktfreie Wertstoffe zurückgegriffen.
  • Reparierbar: das Dingen ist so gebaut, daß man kaputte Teile tauschen oder reparieren kann, es besteht in großen Teilen aus Modulen. Auch der Bildschirm ist austauschbar. Das geht ziemlich einfach, kann der Laie allein daheim. Leider konnte der Herr auch schon was austesten, denn eine Schwachstelle ist die Hülle. Die beult seltsamerweise wohl  öfter mal an einer bestimmten Stelle und bricht dann auch. So war’s bei des Herrn Fönchen auch – er hat sich an die Kontaktadresse gewendet und bekam sehr schnell Antwort – er möge sich einfach eine neue Hülle bestellen, er müsse sie nicht bezahlen. Schön unkompliziert! (Inzwischen ist dies aber keine Schwachstelle mehr, diktiert mir der Herr beim gegenlesen in die Tasten – die Hülle wird jetzt aus anderem Material hergestellt)
  • Upgradebar: man bekommt ständige Updates, man kann zB auch modular später mal eine bessere Kamera oder wasauchimmer einsetzen. So daß man nicht dauernd neue Hardware braucht, nur weil es eine neue Version oder ein besseres Stückchen Hardware gibt. Das ist natürlich ressourcenschonend. Inzwischen gibt es auch eine googlefreie Fairphone-Version, hat der Herr F. sich natürlich sofort draufgeladen, denn auf die großen Datensammler steht er so garnicht….

Zu bedienen ist das Teil ganz normal (für ein Smartphone *g*); allerdings ist die Kamera nicht so dolle. Wenns dämmrig ist stellt sie schlecht scharf, und auch sonst ist sie eher was für Schnappschüsse als für gute Fotos…

Ich finde es prima, daß Jemand sich der großen Mühe unterzogen hat, so ein faires und ressourcenschonendes Teil zu entwickeln – und eine große Mühe war und ist es wirklich! Die Macher schreiben da viel drüber, sie versuchen, in allen Dingen sehr transparent zu sein. Das betrifft auch die Kosten und die Gewinne – das Fairphone ist vergleichsweise teuer  – wenn der Herr F. dann aber berichtet, daß er nachlesen kann, wie wenig von dem investierten Geld tatsächlich bei den Machern bleibt und wie viel den teureren Rohstoffen zuzurechnen ist (weil kleinere Betriebe halt immer schlechtere Konditionen bekommen als Massenverbraucher) und wie viel an die produzierenden Menschen weitergegeben wird (direkt zB in den Fonds oder indirekt über faire Löhne oder teureren Einkauf in konfliktfreien Gegenden), dann weiß man: das ist gut investiertes Geld!

Jetzt hätte ich Euch gern gleich einen Link dazu geliefert – aber leiderleider…. Fairphone hat wohl grad erst die Webseite erneuert, und Einiges funzt nicht – unter anderem die Seite zur Kostentransparenz. Also geb ich Euch mal den Homepage-Link, vielleicht geht’s ja bald wieder….

Noch spezielle Fragen? Nur zu: der Herr F. liest mit…… 😉


Ja, wenn das nicht EINAB-tauglich ist, was dann? Ab dorthin!

Kleinvieh

Da hatte ich doch noch einen so schönen Beitrag in petto- und dann hab ich ihn einfach vergessen! Aber jetzt bin ich auf das Foto gestoßen, und so geht es nochmal zurück in den Sommer ….

Das war nämlich so:

Im Sommer wollten wir zu de ole Lüüd, und ich hatte gesagt „Ich bring‘ Eis mit!“ Und da kam mir eine Idee…. und so packte ich also vier Schälchen auf mein schönes Antirutsch-Tablett und dachte mir „Ich versuch’s einfach mal!“ Und das hab ich dann auch getan. Rein in die Eisdiele, und gesagt: „Ich hätte bitte gern vier Eisbecher à zwei Kugeln. Aber kann ich die bitte in meine mitgebrachten Schälchen bekommen?“ – Und siehe da, ohne mit der Wimper zu zucken, ja sogar mit einem freundlichen „Aber klar“ wurden unsere Eis in die Schälchen gefüllt:

img_20160828_142725Ja, man muß sich bloß trauen! 🙂

Das ganze blieb eine einmalige Aktion, was daran liegt, daß wir normalerweise nur Eis im Hörnchen kaufen. Aber sollte ich mal wieder Eis mitbringen wollen, dann sicher wieder ganz ohne Müll 🙂 Und da das mal was anderes ist als „keine Tüte“, mache ich diesen Vorschlag auch bei der derzeitigen Einab publik. Ganz nebenbei habe ich, was mir jetzt erst einfiel, noch mehr Müll gespart als gedacht: nicht nur die Pappbecher – sondern auch die Plastiklöffelchen, die es sonst immer dazugibt, die Plastikblätter, die sie auf die Sahne packen, wenn sie die Pappbecher auf den Pappteller gestellt haben, bevor sie das Ganze noch mit Papier einpacken…

Kleinvieh

KleinviehEine Biokiste mit für diese Jahreszeit ungewöhnlichem Inhalt hat mich veranlaßt, mal wieder etwas auszuprobieren: einen Badreiniger aus Orangenschalen!

Das Rezept stammt, mal wieder, von langsamerleben – Leute, macht’s wie ich und schreibt Euch die für Euch interessanten Sachen raus da – sie hat zu bloggen aufgehört und überlegt leider, das Blog über kurz oder lang sogar zu löschen 😦 *Klick*

Aber jetzt mein Erfahrungsbericht (und natürlich das Rezept):

Rezept:

  • Schalen von Zitrusfrüchten (Orangen, Zitronen, Grapefruit…) in ein
  • Glas tun, mit
  • Essig bedecken. Zwei Wochen ziehen lassen, durch ein
  • Küchentuch in eine passende
  • Flasche (für mich paßt die Sprühflasche) abfüllen
  • 1:1 mit Wasser verdünnen
  • Fertig.

 

Hier isser, vor dem abseihen:

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild nach Orange.

nach etwa 10 Tagen ists orange und duftet mild statt wie zuvor nach Essig.

Nutzwert: vorhanden. Funktioniert genauso gut oder schlecht wie der Frosch-oder terra-Badreiniger, den wir vorher hatten. Offene Frage: ob die (Plastik-)Badewanne den wohl abkann, oder ob er für die zu agressiv ist. Vorsichtshalber putze ich die lieber mit Neutralreiniger. Aber im gekauften Badreiniger, auf dem extra steht, daß auch Plastik gehe, ist Zitronensäure drin, insofern bin ich vielleicht zu ängstlich. Weiß nicht….

Übrigens kann man den nicht nur fürs Bad nutzen, sondern auch um Flächen sauberzuwischen, den Kühlschrank auszuwaschen, Waschbecken woanders als im Bad zu säubern 😉 oder als Sauber-Zusatz beim staubwischen….

Obwohl’s „geklaut“ ist, ist es doch etwas, das unser Leben wieder etwas müllfreier und nachhaltiger macht – deshalb darf dieser Beitrag auch mal wieder zur aktuellen EINAB wandern

 

 

Kleinvieh

KleinviehDurch ein Gespräch am Küchentisch bin ich darauf aufmerksam geworden, daß ich auf ganz unspektakuläre Weise seit vielen Jahren dazu beitrage, den Müllberg klein zu halten.

Ich bin Brillenträgerin.

Eine Brille habe ich schon seit Kindertagen auf der Nase – und immer, wenn sie nicht mehr paßt (egal, ob’s in früheren Zeiten das Gestell war oder jetzt die Stärke der Gläser) wurde das alte Gestell samt Gläsern zum Optiker gegeben – als Spende für ärmere Länder. Das ist das eine. Viel mehr Müllersparnis bringt aber, daß ich nie auf Kontaktlinsen umgestiegen bin.

Die erste Kontaktlinsenerfahrung, passiv, habe ich in Teenie-Jahren mit einer Freundin gemacht. Die nämlich war eine der ersten Menschen in meinen Kreisen, die Kontaktlinsen hatte. Und schon damals habe ich mir gedacht:

Auhauahauehauehaueha, wat’n Aggewaas!

Also, natürlich habe ich das nicht gedacht, weil ich damals noch im Rheinland lebte und diesen wunderbaren Ausruf garnicht kannte! Aber Mann, was hatte die Arbeit! Spülen, reinigen, sprayen, aufbewahren, rausholen, einsetzen …. furchtbar! Und was für ein Equipment sie dafür brauchte!

Heute ist das mindestens genauso schlimm – man kauft riesige Packungen mit Reinigungsflüssigkeit in Plastikflaschen, dazu Kochsalzlösung, Desinfektions- und Aufbewahrungsflüssigkeit- es gibt auch All-in-one-Lösungen, aber offenbar (hab ich grad mal kurz reingelesen) taugen die für viele Augen nicht. Und sind auch in großen Plastikflaschen.
Aufbewahrung der Kontaktlinsen nachts? Natürlich in Plastikschälchen mit Drehverschluß. Oder aber man setzt sich gleich Einweglinsen rein, jeden Tag zwei neue, extra hergestellt und abends einfach weggeworfen.

Dagegen ich: Brille plus Stofftaschentuch, vielleicht ein bißchen Spucke – fertig. (Brillenputztücher sind die Pest! Überflüssig hoch drei und jedes einzeln verpackt, wat’n Blödsinn!) Meine Brillengestelle werden meist um die 10, 15  Jahre alt, bis sie irgendwann so auf sind, daß ich ein neues brauche. Jetzt könnt Ihr Euch leicht ausmalen, welche Müllberge ich in den über vierzig Jahren als Brillenträgerin bereits eingespart habe- ganz ohne es zu merken!
Schön 🙂

In eine Falle bin ich allerdings bei der letzten Brille getappt: ich hatte noch nicht kapiert, daß inzwischen jede neue Brille standardmäßig Kunststoffgläser hat (früher war’s so, daß die mehr kosteten und deshalb extra nachgefragt wurde, ich brauchte also nichts tun, um Glasgläser zu bekommen) Meine nächste Brille bekommt wieder Glasgläser, die sind viel besser weil kratzfester und leichter putzbar. Außerdem plastikfrei. Und in über 40 Jahren ist mir noch nie eines kaputtgegangen.

P.S.: Vielleicht gibt es ja auch für KontaktlinsenträgerInnen umweltfreundlichere, müllsparendere Lösungen – damit habe ich mich nicht extra befaßt, Ihr dürft mich gern belehren. Gelesen habe ich darüber aber noch nichts.

Kleinvieh

KleinviehVerpackung geht auch ganz ohne Müll sehr gekonnt! Das beweist mein Garten.

Ich zeig's Euch mal!

Ich zeig’s Euch mal!

Gut verpackt, materialsparend und ökologisch:

Gut verpackt, materialsparend und ökologisch:

... dieser hier hat seine Verpackung schon abgestreift....

… dieser hier hat seine Verpackung schon abgestreift….

… und wird dann in Bälde so aussehen

Und weil nirgends steht, daß nur Menschen einfach nachhaltig besser leben, reiche ich dies mit einem Augenzwinkern einfach mal bei EINAB ein….

 

Kleinvieh

KleinviehLang, lang ists her….. 😉 Die Prioritäten liegen derzeit einfach an anderer Stelle, was nicht heißt, daß ich mit dem meisten, das ich angefangen habe, nicht weitermachen würde. Dem meisten, denn: das leidige Thema „Abwaschschwämme“ ist nach mehreren unbefriedigenden Versuchen mit unterschiedlichem Ersatz vorläufig beendet – mit dem Kauf eines Pakets „Glitzi“-Schwämme. Ich halte aber weiterhin die Augen offen.

Und da meine Zähne sehr schmerzempfindlich wurden, bin ich vom Pulver auf Bio-Zahnpasta aus der Tube umgestiegen. Bisher merke ich leider keine Verbesserung. Werde mal den Zahnarzt befragen, ob es überhaupt daran liegt/ liegen könnte, schlimmstenfalls muß ich zurück zur normalen Supermarktzahncreme.

Aber jetzt zu den Neuigkeiten, und sie haben mit meiner Häkelei zu tun, die ich ja in ihren Anfängen schon vorgestellt hatte. Ihr habt viel geraten, aber Niemand ist drauf gekommen, jetzt die Auflösung:

Ein Säckchen ists! Gehäkelt, um Efeublätter hineinzutun, um dies in die Waschmaschinentrommel zu packen, um damit meine Wäsche zu waschen.

Inzwischen haben wir drei Ladungen gewaschen und keinen Unterschied zum vorher benutzten, gekauften Waschmittel bemerkt. Allerdings muß ich ehrlich zugeben, daß das nichts heißen will, denn meist gehts nur darum, Gebrauchsgerüche herauszukriegen, weniger um Flecke, die man bemerken würde, wären sie noch drin. Was sie allerdings oft genug auch beim gekauften Waschmittel noch sind, nebenbei bemerkt. Die Gerüche jedenfalls gehn raus, auch mit Efeu.

Die Efeublätter kommen nach dem waschen auf den Kompost. Momentan gibts noch Nachschub aus der Hecke zum Nachbarn, allerdings wird das nicht ewig währen, dort ist nicht so viel. Anpflanzen mag ich keins, ist mir zu invasiv, und Platz dafür wäre nur an Stellen, wo’s problematisch wird, wenn’s groß wird. Also ist dieser Versuch erstmal zeitlich begrenzt. Aber im Herbst gibt’s dann ja Kastanien, und aus denen kann man auch auf Vorrat Waschmittel herstellen….

Kleine Ergänzung nach einigen Wochen: zumindest wer ein solch löchriges Säcklein benutzt wie ich sollte drauf achten, die Stiele nicht mitzuverwenden. Die hingen nämlich alle im Flusensieb und haben das verstopft….. *g*

Die April-Einab startet heute, da bin ich dabei 🙂