Kleinvieh

Seit fast schon einem Jahr habe ich ein neues Deo:

Ein von der Oma geerbtes Glasdöschen mit Deckel hat Natron pur zum Inhalt.
Wenn ich mich morgens unter den Armen gewaschen habe, nehme ich mit feuchtem Zeigefinger ein kleines Bißchen davon auf und verreibe es in der Achsel – fertig. War überrascht, daß das sommers wie winters selbst anstrengende Arbeitstage stinkefrei hält..

Da ich ungern „fremde“ Gerüche an mir habe, finde ich das wunderbar:

  • ich übertünche Eigengeruch nicht durch anderes
  • das ganze ist extrem kostengünstig
  • man verbraucht nur SEHR wenig
  • ich müffele nicht, und
  • ich bin nahezu verpackungsfrei unterwegs (in meinem Falle sogar GANZ, weil ich das Natron beim Besuch im Unverpacktladen gekauft hatte)

EinaB!!

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Kleinvieh

Heute: Email

Vor ein paar Jahren habe ich einen kleinen Beitrag im Radio gehört über eine kleine, neue Firma, die sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Emailkonten anzubieten. Das hörte sich gut an, fand ich, zumal mich die ewigen Werbemails von meinem bisherigen Anbieter, GMX, eh immer mehr nervten. Spam ließ man nicht durch, das klappte ja, aber die Eigenwerbung passierte sämtliche von mir aufgestellten Spam-Regeln, wurde immer mehr und immer aufdringlicher. Da schreckte mich der Aufwand eines Umzuges nur noch wenig.

Also habe ich, wieder daheim, die Seite von posteo aufgerufen, mir durchgelesen, was sie so machen – und mich kurzerhand angemeldet. Posteo bekommt zB Ökostrom, legt alles Geld bei GLS- und Umweltbank an, gibt MitarbeiterInnen extra Urlaubstage, wenn sie mit Bahn statt Flugzeug reisen, trifft Kaufentscheidungen für die Firma nach Nachhaltigkeitskriterien, spendet jährlich Zigtausende an soziale und ökologische Verbände undundund. Finde ich schon ziemlich prima!

Wenig später hat auch der Herr F. zu posteo gewechselt – sein Schwerpunkt bei der Entscheidung lag (und das war Jahre vor NSA) eher im maximalen Datenschutz, den posteo anbietet *klick*

Einen Euro im Monat waren uns diese Vorteile wert, und Werbung gibt es jetzt auch nicht mehr ins Postfach, denn posteo ist außerdem werbefrei.

Wir sind beide seit Jahren sehr zufrieden 🙂 – und nein, ich bekomme kein Geld für Werbung oder so (erstens glaube ich nicht, daß die das überhaupt machen, und zweitens: dafür ist mein Blog nach wie vor viel zu klein. Bisher jedenfalls habe ich noch keinerlei Angebote für sowas bekommen *gg*) Ich lege Euch einen Wechsel einfach so ans Herz. Weils gut ist für die Umwelt und weil ich’s gut finde, solche Firmen zu unterstützen.


Ab zur Einab – und zu der auch noch ein paar Worte für die, die hier noch nicht so lang lesen: Die Einab ist eine Blog-/ Linkparade zum Thema EInfach NAchhaltig Besser leben. Interessant ist eigentlich die Linksammlung UNTER den Einstiegsartikeln. In letzter Zeit ist sie relativ nählastig, leider (für MICH leider), aber die frühen Ausgaben, die im Archiv leicht nachzuschlagen sind, sind ein riesiger Fundus an guten Ideen zum Thema. Da findet Ihr ALLES: vom ökologischen putzen über Büro, Kinder, Kleinkram wie meine Kleinvieh-Serie, Hygienesachen, aber auch größere Ansätze und eher theoretisches. Ich gucke schon lange dort und habe viel mitgenommen!

Kleinvieh

Prioritäten und büschen was grundsätzliches

Der Herr F. und ich, wir hatten beim einkaufen von Lebensmitteln längere Zeit immer ein wenig unterschiedliche Prioritäten.

Wenn ich einkaufe, dann liegen die so:

  1. bio
  2. möglichst keine oder wenig Verpackung/ Pfandverpackung (frisch entdeckt: im Bioladen gibts Essig in der Pfandflasche!)
  3. und ab hier ist alles nicht mehr ganz so wichtig bzw hängts vom jeweiligen Produkt ab: regional, möglichst nicht so viel Verarbeitung nötig, saisonal ……

Der Herr F. hat oft erstmal nach regional geschaut, und die Entscheidung fiel bei „konventionell, aber aus der Gegend“ gern mal gegen bio aus. Bei uns beiden waren diese Entscheidungen eher aus dem Bauchgefühl heraus getroffen. Bis letztens, als wir eher zufällig ein sehr prägnantes Beispiel dafür bekamen, wie die konventionelle Landwirtschaft sehr schnell etwas sehr besonderes, schönes kaputtmachen kann (in diesem Fall per Düngung und Maisanbau eine wunderbare Landschaft, die zuvor durch ökologischen Landbau überhaupt erst hatte entstehen können). Da wurde uns beiden erst klar: wenn ich konventionell und regional kaufe, bewirke ich zwar, daß hiesige Menschen Arbeit haben – aber eben auch, daß ich genau das stärke, was ich nicht will (Glyphosat, Monokultur, Überdüngung, Maismassen, Wiesen ohne Blumen……)

Seither habe ich dann auch mehrere Blogbeiträge dazu gelesen – wiedermal das, was ich dauernd bemerke: bist Du an einem Thema dran, springt’s Dich von allen Seiten an. Besonders diesen hier finde ich gelungen, und er schildert einige Fälle, bei denen man vor einem „wie Du’s machst, es ist immer verkehrt“ steht.

Lebensmittel sind da noch verhältnismäßig leichte Fälle, finde ich. Bioläden gibts inzwischen recht viele, und selbst „rewe bio“ (nur als Beispiel) ist immer noch besser als garnicht bio und wirklich für Jedermann erreichbar. Wer als erste Priorität „keine oder wenig Verpackung“ hat, der geht auf den Markt oder in den Bioladen, dort ist vieles „ohne“ zu kriegen, und zumindest das Dilemma der eingeschweißten Bio- gegen die verpackungslose konventionelle Gurke gibt es nicht (daß die Biogurke im Supermarkt eingeschweißt ist, weil sonst nie sicher ist, welche nun wirklich bio ist, weil die doofen Kunden alles verschleppen, und daß nicht die konventionelle eingeschweißt ist, weil das wegen der nach wie vor größeren Verkaufszahlen von billig-konventionell noch mehr Müll machen würde, das weiß inzwischen Jeder, oder??)

Aber wie ist es mit nicht eßbarem?

Da liegen meine Prioritäten, habe ich die Wahl, so:

  1. Nachhaltiges
  2. vor Ort
  3. verpackungsfrei kaufen, das
  4. bio und/ oder fairtrade und
  5. reparierbar bzw „unkaputtbar“ ist

Und schon wird es schwierig. Vieles, das ich gern hätte, gibt es schlicht hier in der Provinz nicht oder überhaupt fast nur noch im Netz. Im Netz kaufe ich aber sehr ungern, selbst wenn es sich um eindeutigeres als Kleidung handelt, die ich anprobieren möchte. Ich kaufe deshalb ungern im Netz, weil

  • Internetshops die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten kaputtmachen und dabei
  • wenigen Menschen Arbeit bieten (wenn man nicht die unter wirklich üblen Bedingungen Arbeitenden in den großen Lagern von Am**** etc mitrechnet, die ich deshalb nicht mitrechne, weil ich diese Großanbieter im Netz inzwischen fast vollständig boykottiere)
  • weil die Sachen per Boten gebracht werden müssen, die ebenfalls unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten müssen (da wird’s schon wieder eng mit „fairtrade“, im eigenen, reichen Land) und die
  • dabei stark die Umwelt belasten (unglaublich viele Fahrten)
  • und weil ich auch noch wenig Kontrolle über Priorität 3 habe, denn ich habe schon öfter erlebt, daß (zB) das Biobaumwollshirt in doppelt Plastik plus Luftpolsterfolie eingepackt ankommt (ja, ich weiß, es gibt I-shops, die darauf achtgeben)

Es ist also immer so eine Art moralisches Dilemma, wenn es wiedermal nirgends in der realen Welt das gibt, das ich gern hätte. Zum Glück gibt es auch noch ganz andere Möglichkeiten, nämlich Konsum zu verringern:

  • Verzicht zum Beispiel. Erstmal überlegen: brauche ich das wirklich? Vielleicht ists ja soooo wichtig nicht, wenn es so schwierig ist da ranzukommen. Darin übe ich mich seit längerem, mit schwankendem Erfolg 😉
  • Oder ausleihen bei Dingen, die man nicht so oft braucht.
  • Oder daß wir uns mit 3 Paaren gemeinsam ein Party-Shelter gekauft haben.
  • Dann natürlich Gebrauchtkauf (für mich waren bisher Straßenflohmärkte und Sozialläden, aber auch Kleinanzeigen gute Quellen)
  • Und bei manchen Dingen auch selbermachen (ich sag nur: Reinigungsmittel … nachzulesen in anderen „Kleinvieh“-Beiträgen)

Trotzdem: ich war nie eine, die gern einkauft (egal was), aber seit ich versuche, nachhaltig einzukaufen, finde ich es noch mühsamer als zuvor.

Geht Euch das auch so?

P.S. Ab zu Einab

 

 

 

 

Kleinvieh

Heute zum Thema

Wasser,

denn:

Es ist trocken.
TROCKEN.
Also, wirklich SEHR TROCKEN.

Trocken wie seit, so hörte ich gestern im TV, hier bei uns seit 50 Jahren nicht mehr.

So trocken, daß alles hilft, was naß macht. Der Gartentank (1000 Liter) ist leer, der Teich auch schon, Trinkwasser aber wird aufwändig aufbereitet, und es ist wirklich kostbar. Deshalb möchte ich so wenig wie möglich (Keines funktioniert in diesem besonderen Jahr nicht, dafür habe ich jetzt doch zu viel Erbarmen mit manchen Pflanzen) davon im Garten verspritzen. Was also tun?

Ich sage mir mal wieder: Kleinvieh macht auch Mist und habe begonnen, bei einigen  täglichen Arbeiten Nutzwasser zu sammeln und in den Garten zu bringen.

  • Abwasch: trotz Spülmaschine bleibt immer wieder Abwasch für die Hand über. Warum nicht in der Schüssel statt im Becken spülen und das benutzte Wasser draußen statt über die Abwasserleitung entsorgen? Wir benutzen ja Neutralreiniger als Spüli, da tut man nix, was dem Garten schadet.
  • Dusche: Wenn ich vor der Dusche den Pfropfen unten schließe, kann ich nach der Dusche sage und schreibe fünf 5-Liter-Gießkannen mit einer Schüssel mit Ausguß vollschöpfen und das Wasser an besonders notleidende Pflanzen verschenken. Und ich bin keine Langduscherin, allerdings auch keine, die beim einseifen das Wasser abstellt…. und auch da kommt nichts schädliches in die Natur, denn ich benutze in der Dusche ja nur pflanzliches festes Shampoo, sonst nix
  • sonstige Wäsche: im Waschbecken steht eine flache Schüssel, aus der das aufgefangene Wasser gleich nach zähneputzen und händewaschen oÄ nach draußen kommt.
  • Reinigung: mein Staubsauger möchte regelmäßig den Filter ausgespült bekommen, das braucht immer mehrere Liter Wasser. Jetzt nehme ich dafür draußen den Gartenschlauch statt drin den Wasserhahn….
  • kochen: wir kochen selten, aber wieso nicht das Nudel- oder Kartoffelwasser abgekühlt den dürstenden Pflanzen geben?

1x gründliches händewaschen – Kleinvieh MACHT Mist!!

Kleinvieh, aber ich überlege, diese Gewohnheiten beizubehalten, einfach, damit das gute, (dann immer noch relativ *g*) saubere Wasser nicht stantepede wieder im Abwasserkanal landet, sondern weiter genutzt werden kann, von Pflanzen und Tieren. Es ist ja insegsamt ein Problem, daß durch die zunehmende Versiegelung zu wenig Oberflächenwasser ins Grundwasser nachkommt.
In größeren Städten oder ganz kleinen Dörfern allerdings gibt es ja inzwischen das andere Problem, daß in den Abwasserkanälen nicht genug durchgespült wird, weil die zu groß konzipiert wurden – für „alte“ Verbauchszahlen, wo Waschmaschinen und Wasserhähne jetzt weniger verbrauchen und auf Zuwachs, wo die Nutzerzahlen zurückgehen. Da ist das vielleicht keine so gute Idee. Bei uns ist das bislang aber kein Problem, und das manuelle herausbringen läßt mich auch bewusster mitkriegen, wie viel Wasser ich benutze. Daß das ausschöpfbare Duschwasser (danach steht ja noch ein Rest drin, der in den Kanal geht) ganze 25 Liter sind – das war mir zB auch nicht klar, ganz schön viel……

Vielleicht gibt es ja noch mehr Möglichkeiten, der dorrenden Natur im kleinen zu helfen ohne Trinkwasser zu verschwenden – mir ist mehr momentan noch nicht eingefallen.

Ab zu Einab

Kleinvieh

Heute mit dem schönen Thema „Toilettengang“ uuuuund gleich auch nochmal „Schnupfen“

Jeder WC-Gang verursacht Müll, man kann es nicht wegdiskutieren. Es gibt Alternativen wie eine extra Po-Dusche (die ich furchtbar gern mal irgendwo ausprobieren würde. Vielleicht ists ja garnicht so unangenehm und umständlich, wie ichs mir vorstelle!?) oder die von Maria vorgestellte „Läppchenmethode“ für kleine Geschäfte. Lest es bitte bei ihr nach, denn besser kann man’s nicht schildern.

Solche Alternativen sparen SEHR viel des nicht gerade unproblematischen Toilettenpapiers, was gut ist, wenn man wie ich das umweltfreundlichere aus Recyclingpapier leider nicht verträgt.Für diesen Fall habe ich nun eine müllsparende Alternative gefunden: ich habe ein großes Paket bestellt ….

Da muß ich grad mal was zwischenschieben: ich versuche eigentlich (so gut wie) immer, im örtlichen Handel zu kaufen. Aber ich muß feststellen, daß das hier in der Provinz ziemlich schwierig ist. Sehr viele Dinge gibt es schlicht nicht, oder aber nicht so, wie ich sie gern möchte. Das war auch in diesem Fall so, ich habe mich erkundigt, ob es im Umkreis Läden gibt, die das, was mir im großen Paket geschickt wurde, verkaufen – gibt es aber nicht.

Also, Einschub beendet, habe ich bei SmoothPanda ein Paket bestellt: 48 Rollen Toilettenpapier aus Bambus ohne Plastikverpackung plus – tadaaaaaa – über 400 Taschentücher aus Bambus ohne Plastikverpackung in nur EINEM Karton. Letzteres ist gut, weil des Herrn F. Heuschnupfennase leider keine Stofftücher verträgt und er zur Saison oft 5-6 Pakete pro Tag verbraucht, da kommt schon was zusammen… normalerweise immer in kleinen Plastikverpackungen à 10 oder 15 Stück, und dann auch noch in einer großen Plastikverpackung alle zusammengefaßt! All das Plastik können wir uns und der Umwelt jetzt ersparen 🙂

——–

Nach einem Vierteljahr Benutzung kann ich schon was zu unseren Erfahrungen schreiben:

Mein zarter Popo verträgt den Bambus. Ich hoffe sehr, des Herrn Nase auch ….. „für ohne Heuschnupfen“ gehts jedenfalls schonmal. Völlige Umstellung der Schnupftücher wäre ein echter Fortschritt in Sachen Müllvermeidung und Nachhaltigkeit.
Beim Klopapier sehe ichs eher als Nutzen für den Sonderfall „Unverträglichkeit beim Recyclingpapier“

48 Rollen ohne irgendeine weitere Verpackung, ohne Werbung, einfach so! Gut so 🙂 Dies ist die Variante „Nachbestellt. Ohne Schnupftücher.“

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P.S. Es ist umstritten, ob das Bambuspapier ökologisch nachhaltiger ist als die Recyclingpapiervariante. Ist es das nicht, bleibt „gespartes Plastik“ abzuwägen gegen „Versand an Einzelhaushalt“


Verlinkt bei der EINAB26

Kleinvieh

Heute aus der Reihe „Umweltschutz durch seinlassen“

Diese Sorte Umweltschutz liegt mir, ich erwähnte es ja bereits des öfteren, besonders nahe *g* Als natural born Faultier ist nichts schöner, als wenn man ganz einfach feststellt: OH! Ich muß ja nur dies weglassen, das nicht tun oder jenes ignorieren – schon ist mein Leben wieder ein Quentchen umweltfreundlicher!

Diesmal hat mir Anja dabei geholfen, wahrscheinlich ganz unbeabsichtigt *g*
Anja nämlich, die ich hier bei vollem (Vor-)Namen nenne, weil sie’s in den Kommentaren selbst auch tut *g*, hat mir zum vorletzten Geburtstag eine Buddel selbstgepreßtes(!) Bio-(!)-Rapsöl geschenkt. Eigentlich ja für Salat und so – aber nuja, ich und Salat … Salat ist umständlich (waschen! schleudern! rupfen! anrichten!), man wird nicht satt davon und er ist kalt im Bauch…. drei gute Gründe, Salat nur zu machen wenn es 25° und mehr hat, was bei uns so gut wie nie der Fall ist. Also habe ich etwas anderes getan: ich habe begonnen, meine Körperpflege umzustellen.
Bevor Anja mir die Buddel geschenkt hat, habe ich nach jedem duschen Gesicht, Arme, Füße und Beine mit Lotion oder Creme eingeschmiert, weil ich an diesen Stellen zu trockener Haut neige. Lotion oder Creme aber ist nur in Plastikverpackung zu haben. Warum also nicht gutes Öl verwenden, dachte ich mir, zumal ich eh bereits davon gelesen hatte, daß Rapsöl wunderbar für die Haut zu benutzen ist. Also hab ich umgestellt.
Nun ist Rapsöl allerdings ein Öl. Das bedeutet: es zieht langsamer ein als Lotion oder Creme. Manchmal hatte ich aber nicht genug Zeit zu warten, bis ich meine Socken anziehen konnte. Dann hab ichs weggelassen – und siehe da:
seit etwa einem Jahr schon hat es sich jetzt so eingespielt, daß ich sogar an den Fußseiten und Unterschenkeln nur noch ganz selten einschmiere, wenn ich merke: es schuppt oder spannt. Offenbar hat sich die Haut durchs wenig- bis nichtstun so regeneriert, daß sie bloß noch selten nach Öl verlangt! Im Gesicht ists anders, das spannt meistens. Wenige Tropfen Öl reichen aus, mit dem Rest reibe ich die Hände ein – gut is‘!

Wenn die Buddel Rapsöl nicht irgendwann umkippt, werde ich genug Hautpflege bis an mein Lebensende haben – und jede Menge Müll und industriell gefertigten Kosmetiksch*** eingespart. Und eine gesündere, sich selbst passende Haut hab ich gratis dazu. Ich kann also Rapsöl als Hautpflege uneingeschränkt empfehlen!

Danke, Anja 🙂

 

Nachtrag, was die Wäsche betrifft

Nicht JedeR mag ja Aufwand treiben und Waschmittel aus Kastanien selbst machen. Und nicht JedeR traut dem einfachen und schnipselt ein paar Efeublätter in ein Säckchen.

Für all die, die doch lieber ein „richtiges“ Waschmittel benutzen (auch wir haben ja immer eines rumstehen und nutzen mal dies, mal jenes), habe ich Interessantes gefunden.

Bisher konnte ich nämlich nie so recht begründen, warum ich, wenn, Öko-Waschmittel kaufe statt eines normalen Baukasten-Mittels (außer, daß sowas kaum noch zu kriegen ist….) Denn die Zutatenliste hinten drauf hilft mir da nicht recht weiter, weil ich sie nicht richtig verstehe und vergleichen kann. Jetzt hat mein Bauchgefühl Fakten gefüttert bekommen, und die sind interessant. Ich habe nämlich auffe neuen Arbeit ein Bio-Handel-Fachblatt rumliegen sehen, im Personalraum, also auch zur gefälligen Bedienung, und da gab es einen Waschmittel-Beitrag. Also hier die Unterschiede zu konventionellen Waschmitteln:

  • Öko-Waschmittel waschen auf Seifen- oder Tensidbasis
  • Diese Seifen/ Tenside werden ausschließlich aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt (konventionell: oft Zutaten auf Erdöl-Basis)
  • Keine synthetischen Farb- und Duftstoffe (außer Ecover!!)
  • keine Gentech-Enzyme
  • keine optischen Aufheller
  • keine Konservierungsstoffe (alles Inhaltsstoffe, die in konventionellen Waschmitteln enthalten sind, und deren Reste nachher im Wasser landen)
  • nach Gebrauch sind alle Öko-Waschmittel vollständig biologisch abbaubar

Markenunterschiede:

  • Ecover und Klar: Tensidbasis, Zutaten der Tenside aus konventionellem Anbau (Öko ist nicht gleich bio!!) oder aus Waschnüssen (Problematik: werden aus Indien herangekarrt und sind dort inzwischen aufgrund des Kaufdrucks in Europa überteuert, was dazu führt, daß dort vermehrt mit konventionellen, aber billigeren Waschmitteln gewaschen wird. Absurdistan, mal wieder……)
  • Sonett: Baukastenprinzip (Seifenbasis)
  • Sodasan: ökologische und CO2-freie Produktion

Soweit also die Infos aus dieser Zeitschrift, kurz zusammengefaßt (und, es sei extra betont, nicht selbst nachgeprüft!!) Vielleicht kann dies manchem/r bei der Entscheidungsfindung helfen, der/ die nicht selbstbasteln möchte, aber trotzdem überlegt, ob das derzeit benutzte Waschmittel okay ist.

Übrigens musste ich auch lesen, daß Frosch (von denen hab ich Kanister mit Neutralseife und Essigreiniger im Keller) mitnichten so Öko ist wie gedacht, aber die Info in der Zeitschrift ist schwammig:

Zahlreiche Produkte dieser Marken waschen mit Tensiden aus Erdölbestandteilen und Enzymen von gentechnisch veränderten Organismen

Okay, dachte ich, such ich mal, tasächlich gibt es auf der Froscheite auch Inhaltsstoffe zu sehen, Beispiel hier. Dumm bloß: die kapiere ich wieder nicht. Und unten, der Link zu den wieterführenden Infos – tadaaaa – führt auf eine Seite der EU-Kommission da kapiere ich erst recht nichts, das hilft NULL weiter…. aber meinen Essigreiniger mache ich ja inzwischen eh selbst, da überbrücke ich mit dem Restkanister nur die zitrusfruchtlosen Zeiten, und für den Neutralreiniger überlege ich dann weiter, wenn sich die Kanister leeren……

Einab!

 

Kleinvieh

Der Herr F. und ich, wir leben, Ihr wißt es, nach dem Motto „Ich spüre das Tier in mir! Es ist ein Faultier!“… deshalb dachte ich, das waschen mit Efeu ist super für uns. Weit gefehlt: jedesmal nach draußen zu laufen, um Efeublätter zu holen, sie dann zu zerschnippeln – da machte der Herr nicht mit und ich (die ich eh seltener wasche) habe auch des öfteren lieber zum griffbereit stehenden Öko-Waschmittel gegriffen. Gewurmt hat mich das aber schon, denn da es bei uns in der Nähe nach wie vor keinen Unverpackt-Laden gibt (der in Kiel ist faktisch nicht erreichbar, weil des Herrn Arbeitsroute dafür nochmal um eine halbe Stunde länger würde) bedeutet diese Faulheit immer auch: mehr Müll.

Ich habe dann hier und da Rezepte für selbstgemachte Waschmittel gelesen, aber Anrührerei am Tag vor jedem Waschgang, reiben von Kernseife oder ähnliche Mühen sind für uns einfach nicht realistisch. Wie schön daher, als ich bei Alttrifftneu auf die grandioserweise bereits getestete Methode des Faultierwaschens mittels Roßkastanien stieß!! Das wollte ausprobiert sein, denn eine Großaktion für monatelanges Waschmittel – das ist eher meine Variante des Umgangs mit solchen Sachen. Angenehmerweise fiel das erscheinen des Beitrags auch noch mit der Kastanienzeit zusammen – also nix wie los, suchen. Letztlich hatte ich 2 Baumwolltaschen voll, genug für längere Experimente. Die Kastanien hab ich erstmal vorgetrocknet, Unser Ofendach eignet sich für sowas super.

… und das ist längst nicht alles…

Dann mußte ich Hilfe finden, denn wir besitzen keine Küchenmaschine, und die Kastanien mussten gehackt werden…. ich wusste, im Freundeskreis gibt es zwei der leistungsstarken Dinger, und a hat sich netterweise meiner und der Kastanien erbarmt. Mann, war das LAUT – Leute, Ohrstöpsel sind beim nachmachen Pflicht!! (Allerdings muß ich sagen: Dackel und Jack Russel von a haben es bei meiner Ankunft gemeinsam geschafft, genauso laut zu sein. Mindestens. *g*) Das Maschinchen hatte keine Probleme, die zwei Beutel Kastanien zu hacken. Danach kamen sie nochmal zum fertigtrocknen auf den Ofen

Nachtrocknen ist dringend geboten, wenn’s nachher nicht schimmeln soll.

Noch während es alles angenehm riechend vor sich hintrocknete habe ich den ersten Test gemacht. Das Kastaniengehackte kommt in einem Säckchen in die Waschtrommel: Mein Säckchen ist ein großes, dünnes Stofftaschentuch (eh viel zu groß, um es in der Hosentasche mit sich zu tragen – wo hat Vaddern, von dem ichs geerbt habe, das bloß früher hingestopft??? Muß ihn mal fragen) Der Verschluß ist ein kleines Gummi. Sollte sich diese Art zu waschen etablieren, werde ich da noch was besseres zaubern, ich denke an einen Ziehverschluß oder so. Mal sehen. Vorerst kommt das Provisorium mit in die Trommel, gefüllt mit 4 Eßlöffeln Kastanienhack (etwa 70g). Warum etwa 70g? Weil’s im verlinkten Beitrag so steht *g* Vielleicht teste ich demnächst mal aus, ob weniger gleich wirkt.

Als erstes hab ich nach dem waschen das Säckchen entfernt und dran gerochen – hmmmmm, das riecht frisch nach Kastanien, lecker. Leider rochen nicht alle Kleider so – ein Arbeitspulli hatte offenbar im Wäschesack Feuchtigkeit gezogen und müffelte nun ganz fürchterlich nach feucht getrockneter Wäsche. Damit hatte er anliegende Wäschestücke „infiziert“, so daß ein Teil der Wäsche müffelte, der andere ganz normal frisch roch. Nach dem trocknen war allerdings davon nichts mehr zu riechen, und bei den folgenden Wäschen trat das auch nie mehr auf. Es lag also, wie vermutet, nicht an den Kastanien.

Inzwischen haben wir mehrere Kastanienwäschen bei 30° gemacht, und alles ist gut. Meine Arbeitsschürze hatte einen Fettfleck, den hab ich – wie beim normalen Waschmittel auch – mit Gallseife vorbehandelt. Im Grunde ists so: es gibt keinen merklichen Unterschied zwischen Kastanie und Kauf-Waschmittel, außer dem fehlenden Geruch. Wer’s lieber duftend mag, der kann ein Tröpfchen ätherisches Öl nach Wahl ins Waschmittelfach geben. Achja, und noch ein wichtiger Tipp: wer wirklich faul ist wie wir und die Kastanien vor dem hacken nicht schält, der sollte damit keine Weißwäsche waschen. Die Schalen färben nämlich etwas, hier sieht man’s am Taschentuch:

Naja, soooo gut sieht man’s nicht *g* Ist halt leicht gelblich, und es hängen kleine Schalenkrümel drin. Insgesamt habe ich übrigens jetzt vier riesengroße Weckgläser voll Kastanienhack

Also, ich habe bislang keinen Nachteil an dieser Art des müllfreien waschens gefunden – die Kastanienhäcksel können nach Gebrauch in den Kompost- ich will aber mal versuchen, was ich las: daß sie auch mehrfach verwendbar sind. Ich denke, dazu werde ich sie zwischendrin wieder trocknen, denn sonst schimmelt das vielleicht noch. Wir waschen ja seit Marias genialem Wäschepflege-Artikel seltener als vorher – auch das ein guter Beitrag zum Umweltschutz 🙂 Mein Kastanienwaschmittel ist zwar nur „nachgemacht“, trotzdem will ichs bei Einab verlinken – dort gucken ja immer mal wieder neue Leute rein, und solange es keinen Index gibt, sucht man sich tot – vielleicht nützt es ja da etwas, wenn doppelt gemoppelt wird…..

 

 

Kleinvieh

Immer wieder überrasche ich mich selbst. Und zwar damit, wie ich völlig offensichtliche Dinge eeeeewig lange einfach so übersehen kann. Bis es mir dann wie Schuppen von den Augen fällt und ich von der langen Leitung steige während das Brett vor’m Kopf sich zu dem großen Bretterhaufen gesellt, der sich inzwischen schon angesammelt hat *g*

Diesmal passierte mir das, als ich mit frisch erstandenen Briefmarken heim kam. Aber schaut selbst und vergleicht:

Wer sieht, worum’s mir geht? 😉

Okay, Ihr wisst das all schon seit Jahren und beherzigt es, aber ehrlich: ich hab’s jetzt erst kapiert: Wenn ich die Briefmarken links benutzt habe, bleibt ein ganzer Bogen Müll über. Wenn ich die rechts benutzt habe bleibt eine leere Tischplatte.
Ich werde es jedenfalls von nun an besser wissen und wieder ein klein wenig weniger Müll in der Welt lassen!

Ab zu Einab damit, denn vielleicht stehn ja doch noch mehr Leute auf der Leitung 😉

Kleinvieh

Heute paradieren meine Entchen zu gleich zwei Themen (siehe ganz unten) 🙂

Heute zum Thema „Kalk- und Urinsteinablagerungen im Klosett“

Jahrelang habe ich mich geärgert über diese fiesen, gelben Streifen, die sich regelmäßig dort bilden, wo im Klo das Wasser vom Kasten in die Schüssel fließt. Wenn man nicht regelmäßig was tut, hat man schnell eklige braungelbe Ablagerungen, alle paar Wochen mußte ich schrubben (neben dem „normalen“ putzen natürlich) Jahre bevor ich hier mit der Kleinviecherei angefangen habe, die dicke Chemiekeule: Kalk- und Urinsteinentferner. Der hat geholfen, ja, und ich hab immer noch davon stehen und ihn regelmäßig benutzt. Eben weil er als einziges geholfen hat, alles andere war Schweiß und einweichen – und genauso gelb und braun wie vorher. Wohl gefühlt allerdings habe ich mich mit diesem Zeug schon lang nicht mehr. Was habe ich nicht alles alternativ versucht: Schwamm, Scheuerschwamm, Edelstahlschwamm. Essig, Zitronensäure, Scheuermilch, Badreiniger … nichts davon half wirklich. Die gelbe Farbe ging weg, war aber nach wenigen Tagen wieder da, außer mit der Chemiekeule. Da hielt das, wie erwähnt, ein paar Wochen.

Und dann?

Dann erwähnt eine ältere Dame ganz nebenbei, daß sie früher im Krankenhaus (da hat sie jahrelang geputzt) dagegen immer dieses kleine Ding hier benutzt haben:

Bimsstein

Okay, dachte ich mir. Versuch macht kluch, so einer liegt seit vielen Jahren bei mir rum, um der Hornhaut an der Ferse beizukommen.
Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn wie soll das gehen, wo alles andere außer der übelsten Chemiekeule versagt.  Aber ich wurde eines besseren belehrt:

vor die Schüssel gekniet, gerubbelt – zackzack, verschwanden die Streifen, lösten sich in Schmiere auf, sozusagen – weg!!!! Ganz oben an den Wasserlöchern unter dem Rand, wo die Chemie nicht rankommt, gab es inzwischen schon dicke, braune Ablagerungen – hin mit der Spitze, gerubbelt. Hier gings nicht ganz so einfach, anstrengend war das Gerubbele. Aber dann – von unten bröckelten kleine Stücke ab, und flupps- weg! Beim nachspülen machte das dann noch plopp – und ein ganzer Placken braunes lag unten in der Schüssel, vielleicht 4x5cm groß! Das hatte wohl noch weiter oben geklebt, wo ich’s nicht hatte sehen können, und hat sich auch noch gleich mit abgelöst!

Es ist einfach nicht zu glauben! Und ich werde nichts anderes mehr benutzen (müssen), so viel ist klar. Inzwischen sind einige Testwochen vergangen. Es hat sich herausgestellt, daß ich recht schnell sehe, wenn sich wieder Streifen zu bilden beginnen, erstmal noch nicht gelbbraun. Dann muß ich mit dem Bims einfach 3,4x fest drüberrubbeln – das wars. Wunderbar!! Ich bin wirklich begeistert!

Nachahmen erwünscht!! 🙂 Und deshalb auch ab zu Einab, wo gesammelt wird, was Leuten so zum Thema „EInfach NAchhhaltig Besser leben“ tun. Tipp von mir: im Archiv die alten Einabs angucken – derzeit ist das ganze für meinen Geschmack viel zu DIY- und Rezeptlastig, aber die Macherinnen meinen, daß das mit dazu gehört.

Und was mache ich jetzt mit dem Rest Chemiekeule????? 😉

PS Lese grad so in meinem Newsreader rum – und tadaaaa, da ist ja auch noch Frau Tonaris Rostparade, bei der ich seit gefühlter Ewigkeit nicht mehr mitgemacht habe, mangels Fotos. Und was? Was ist mit meinem wunderbaren Kleinvieh-Schild? Ist das etwa nicht schön rostig??? Also los, die Rostparade – endlich mal wieder bin ich dabei *gg*

Kleinvieh

Heute zum Thema „auf der Reise“. Oder eigentlich eher zum Thema „ich muß mal – was nun?“ *g*

Wer unterwegs ist, der muß mal zwischendurch. Aber nicht immer ist ein WC in der Nähe, oder aber (ich sag‘ nur Autobahn) das, was nahebei erreichbar wäre, ist so eklig, daß der Reisende sich das nicht antun mag.

DER Reisende – na, DER Reisende hat es dabei gut – ists nur ein kleines Geschäft, ist das ganze recht unkompliziert. An den nächsten Baum gestellt, alles klar…

DIE Reisende hat es schwerer, denn DIE Reisende muß wischen, auch beim kleinen Geschäft. Und daß sie das muß, das ist der Grund dafür, daß zwei Schritte neben der Autobahnraststätte, „umme Ecke“ bei jeder Touri-Attraktion und sogar auch hinter vielen Baumstümpfen neben nahezu jedem öfter belaufenen Wanderweg (ich habs gesehen, im letzten Urlaub. Überraschend oft, gemessen an den überraschend wenigen Wanderern auf unserem Weg) weiße Stellen sind: aufgeweichte, wochen- oder monatealte Klopapierreste. Das ist weder schön noch umweltfreundlich!

Ich hatte in den letzten Jahren versucht, mir mit Blättern, frisch gezupft, zu helfen, aber war damit nie recht glücklich, denn Blätter saugen nicht – was das genau bedeutet, mag sich JedeR selbst vorstellen. 😉 Das ganze war mir jedenfalls immer unangenehm. Bevor wir nun im Urlaub losgewandert sind, habe ich überlegt, wie ich dieses Problem besser lösen könnte. Ich wusste: 20 Kilometer-Touren ohne sichere Einkehrmöglichkeiten zwischendurch würde ich nicht ohne Nöte durchhalten. Und – taraaaa- es ist eigentlich ganz einfach:

Ein Läppchen ist die Lösung, selbstgenäht – was selbst einer totalen Nähanfängerin wie mir möglich ist, wenn sie nicht zu große optische Ansprüche stellt:

ein altes Frottee-Handtuch doppelt zusammengelegt zerschnitten in handliche Stücke (etwa 10x5cm sind prima), die offenen Seiten mit Zickzackstich zugenäht, damit’s nicht kaputtfranst – in einer Viertelstunde ist ein Stapel Läppchen fertig. Eine Zip-Tasche aus Plastik für die benutzten Läppchen hatte ich noch, so konnte ich die prima aufbewahren und abends einfach auswaschen. Nach der Tour kamen sie in die Wäsche.

Eine einfache, müllsparende Methode, unsere Natur nicht mit unserem Dreck zu belasten, die theoretisch natürlich auch mit größeren Geschäften umsetzbar ist – das musste ich aber nicht testen, weil die besser planbar sind 😉

Und wer mag, kann natürlich daheim einfach weitermachen mit der Müllsparerei. Denn runtergespült ist zwar aus den Augen – aber deshalb nicht verschwunden….

…und ab damit zur neuen Einab ….

 

Eine Empfehlung

Maria Widerstand hat einen so ausführlichen und vollständigen Beitrag über

Wäschepflege aus ökologischer Sicht

geschrieben, daß ich Jedem und Jeder hier ans Herz legen möchte, den mal zu lesen (Zeit mitbringen!!) Es geht nicht nur ums waschen: sie setzt weit vorher an – welche Kleidung ist pflegeleicht im Sinne von „seltener waschen ist die umweltfreundlichste Wäschepflege“ – und endet beim trocknen der Wäsche. Dazwischen gibt es Gedanken zur Aufbewahrung der Schmutzwäsche ebenso wie Ideen dazu, wie die Kleidung weniger schnell verschleißt.

Ich hatte gedanklich beim lesen „abgehakt“, und dabei war es gut zu lesen, daß wir ohne es zu wissen aus purer Bequemlichkeit manches richtig machen (zB schmeiße ich meine Schmutzwäsche abends einfach erstmal locker auf den Boden – schon ist sie nicht mehr tragefeucht im Sammelkasten, was, wie ich lernte, Gerüchen vorbeugt) Auch habe ich mir schon länger angewöhnt, wirklich nur noch nach Verschmutzung/ Geruch zu waschen, nicht mehr „nach Routine“, weil „man“ halt ein Unterhemd nicht so lange trägt zB. Und auch über 40°-Wäsche sowie gefaltetes in der Trommel gibt es bei uns nicht. Und immer schon haben meine Sachen ewig lang gehalten, jetzt gerade trage ich eine Jacke, die auch schon ihre mindestens 15 Jahre auf dem Buckel hat, ein Unterhemd, das ca 10 Jahre alt ist (und eine Leggins, die „neu“ vom Flohmarkt kommt)
Aber Reißverschlüsse/ Knöpfe schließen? Sachen auf links drehen? Sowas, nur als Beispiel, hab ich noch nie gemacht – Stichwort Bequemlichkeit – und werde nun mal in mich gehen, denn ich habe verstanden, wieso das sinnvoll ist.

 

Kleinvieh

Eine ganz einfache Maßnahme, die, würde JedeR sie durchführen, schon ordentlich gegen Verschmutzung und für den Tierschutz hülfe, ist diese:

ich habe mir angewöhnt, wenn wir spazierengehen immer ein kleines „Trash out“ zu veranstalten: mal eifriger, mal weniger eifrig hebe ich im laufen Plastikstückchen, Zigarettenkippen oder wasauchimmer mir an Kleinmüll vor die Füße kommt auf und werfe das Zeug gesammelt daheim in den Müll.

Ich bin eh eine, die häufig gesenkten Blickes läuft, weil ich Blüten, Pflanzen, Insekten angucken möchte, da fällt das nicht schwer. Was mir zu eklig ist, lasse ich halt liegen. Jedes Stückchen hilft – nicht nur für die Optik, sondern leider sieht man ja immer wieder die Bilder von Tieren, die sich in Plastikresten oder weggeworfenen Dosen heillos verfangen. Über ein solches Bild ist mir auch erst aufgefallen, daß ich dieses ganz einfache „Kleinvieh“ ja auch mal hier beschreiben könnte:

Schon ein Weilchen her – Beispiel des „Fangs“ eines Spaziergangs

im Schleswig-Holstein-Magazin war ein Bericht über den Helgoland-Marathon, an dessen Rande der Reporter zwei Möwen an der Klippe sah, die durch ein Reststück Fischernetz aneinandergefesselt waren. Eine kleine Gruppe Menschen stand schon dort, aber die beiden saßen an der steilen Klippe, so einfach war kein rankommen.
Es war nur eine kurze Sequenz, aber ich erinnerte mich im Laufe des Abends und des heutigen Tages mehrfach an dieses Bild – ich hoffe, man konnte den Tieren helfen. Und ich hoffe, es ging mehr Leuten so, daß diese Bilder, der eine Satz dazu, sie zum denken gebracht hat. Und vielleicht sogar zum handeln, wer weiß?

Also, liebe LeserInnen, beim nächsten Gang durch die Stadt oder über Land – einfach mal eine Jackentasche zum Mülleimer machen! Jedes bißchen weniger ist ein Gewinn 🙂

Verlinkt zu EINAB

Kleinvieh

Ein relativ neues Thema (für mich) ist Plastikvermeidung beim Kleiderkauf. Neu deshalb, weil es bisher nie schwierig gewesen war, ein Unterhemd, ein T-shirt, eine Jeans oder eine Unterbüx zu kaufen – bzw, es war schwierig, aber aus anderen Gründen (Paßform, Farbe…. Geschmacksfragen halt). Erschwerend kommt nun neu hinzu, daß es kaum noch möglich ist, ein Kleidungsstück ohne Mikrofaser-/Elasthan- /Polyacrylanteil zu kaufen. Die letzte Jeans habe ich gezwungenermaßen mit Stretch-(also Plastik-) anteil gekauft; ich war durch X Läden, und es gab keine Nur-Baumwoll-Jeans, die mir auch nur ansatzweise gepaßt hätte. Auch der Unterhemdenkauf hat sich vor Jahren schon schwierig gestaltet: Mikrofaser überall, und die mag ich nichtmal anfassen, geschweige denn überziehen!! Ich habe dann einen großen Stapel gekauft, als ich welche aus 100% Baumwolle fand, nehme aber an, daß das Problem nicht kleiner geworden ist, wenn ich in zwei oder drei Jahren wieder los muß, um Ersatz zu beschaffen (ewig hält auch Baumwolle nicht) Und auch Unterbüxen machen inzwischen nicht mehr nur ihrer Form wegen Probleme, sondern auch noch, weil sie aus reiner Baumwolle sein sollen. Die Plastikanteile sind nämlich nicht nur deshalb problematisch, weil sie das recyceln der Stoffe und das kompostieren erschweren, sondern auch, weil mittlerweile 35% des Mikroplastik, das sich in unseren Meeren tummelt, aus Textilien stammt, wie ich las.
Mir ist durchaus klar, daß auch Baumwolle nicht unproblematisch ist (ich sag nur: Herbizide!! Wasserverbrauch!!!) Möchte frau aber auch noch bio kaufen, wird der Kleiderkauf schier unmöglich: vor Ort „geht nicht wegen gibt’s nicht“, im Netz mag ich nicht, denn ich möchte anprobieren, und gefallen tut mir eh das meiste, was da angeboten wird, nicht.Aber es gibt noch ein anderes Problem: nämlich, daß ein kleiner Kunstfaseranteil die Sachen deutlich haltbarer macht, ohne diesen Anteil aber, weil inzwischen offenbar „exklusiv“, sehr teuer.  Diese Problematik hat sich in diesem Beispiel für den Herrn F. gezeigt:
vor nichtmal anderthalb Jahren hat er viel Geld in gute Naturfaserkleidung gesteckt: einen horrend teuren Schurwoll-Pulli, und ebenso überteuerte teure reine-Wolle-Socken, mehrere Paare. Letztere waren schön, waren bequem, alles gut. Aber dann – waren sie nach kürzester Zeit am kaputtgehen! Die Socken haben nicht mal ein Vierteljahr gehalten, dann hatten sie riesige Löcher, unstopfbar. Und der Pulli bekam nach gerade mal einem Jahr des Nicht-Dauertragens fadenscheinige Stellen an beiden Ellbogen.

Immerhin haben wir eine Lösung für Letztere gefunden:

Die Socken aber sind im Müll 😦 Und ehrlich gestanden bin ich wirklich nicht sicher, ob ich bereit bin, für mich etwas so teures zu kaufen, das dann so kurz nur tragbar ist. Denn erstens habe ich gern Dinge lange um mich, zweitens bin ich ein absoluter Einkaufsmuffel, und drittens tut es mir einfach leid um die in großen Teilen ja noch guten Sachen. Da ich aber selbst nicht nähen kann und will, gebe ich auch so schon Zeit und Geld dran, Sachen zum flicken zu bringen. Das nach so kurzer Tragezeit bei so teuren Dingen wie diesem Pulli zu tun, das widerstrebt mir sehr.

Letztens habe ich mir aber dann doch eine Reine-Wolle-Filzjacke gekauft, für viel Geld, von Ivanhoe. Man darf gespannt sein, wie lange die hält – allerdings „fürchte“ ich, lange *gg* – weil sie sehr hübsch ist, aber längst nicht so warm, wie ich von Filz erwartet hatte. Und schon neige ich dazu, meine Notkauf-Plastik-Fleecejacken mehr zu tragen als die gute Wolljacke…. Notkauf, weil es seit Jahren nirgends mehr Sweatshirtjacken (aus Baumwolle) ohne Kapuze gibt und meine alten auf waren.

 

Schnelle Antwort

wir danken Ihnen für die Anregung bezüglich der neuen Mitgliedsausweise, diese nicht aus Plastik sondern aus Pappe zu verwenden.

Hinsichtlich der Verwendung unserer Mitgliedsausweise hat sich im Laufe der vergangenen Jahre gezeigt, dass Pappausweise leider nicht so haltbar sind. Gerade bei unseren vielen ehrenamtlichen Gassigängern ist es früher vermehrt dazu gekommen, dass die Ausweise nach einigen Wochen der Benutzung erneuert werden mussten. Und dies mehrmals im Jahr. So haben wir bereits vor einigen Jahren auf Mitgliedsausweise umgestellt, die wir zum Schutz mit einer Folie laminiert haben. Dies hat sich in der alltäglichen Praxis bisher recht gut bewährt.

Natürlich müssen wir Ihnen Recht geben, dass gerade in der heutigen Zeit Plastikmüll ein großes Problem darstellt. Ganz auf eine wasserabweisende Schutzschicht werden wir jedoch vermutlich nicht verzichten können. Somit haben wir uns derzeit für diese Variante der Mitgliedsausweise entschieden, welche auch reißfest und witterungsbeständig ist. Dies ist bei Pappausweisen leider nicht gegeben.

Auf jeden Fall werden wir Ihren Hinweis gern nochmals als Thema in unserer nächsten Vorstandssitzung mit aufgreifen.

In der Hoffnung auf ein ganz klein wenig Verständnis verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Das Team vom Tierschutz Flensburg und Umgebung e.V.

Ladypark, die (könnt Ihr in den Kommentaren von gestern nachlesen) auch geschrieben hatte, hat dieselbe Antwort bekommen, was mich hoffen läßt, daß man dort noch mehr Schreiben dieser Art bekommen hat.

Erstmal freut es mich natürlich, daß man sich mit dem Thema nochmal beschäftigen wird. Dann: ich kann die Argumentation verstehen; ich selber habe noch einen unlaminierten Papp-Ausweis, seit über 20 Jahren, den ich aber auch noch nie gebraucht habe. Ich überlege, zu antworten und denke jetzt natürlich sofort an diese praktischen, kleinen Ausweishüllen, die es zu kaufen gibt. Kurz gesucht, und sofort für etwas über 10 Cent fündig geworden, vielleicht geht’s bei etwas mehr suchen auch noch günstiger… Die sind zwar auch aus Plastik, könnten aber J-A-H-R-E halten, wenn man die Gassigeher und Andere, die den Ausweis öfter nutzen, bäte, so eine Hülle zu nutzen. Wäre doch auch eine schöne Akton, so eine Hülle dem nächsten (Papp-)-Jahresausweis beizulegen, und dabei gleich auf die Nachhaltigkeit hinzuweisen. Oder hat Jemand eine noch bessere Idee, die für kleines Geld und kleine Arbeit praktikabel sein könnte?