Mai

Bienenvölker, die den ersten Mai erleben, kommen gut durch den Sommer

So lautet eine Imkerregel. Mal abwarten, dazu kann ich im nächsten Jahr hoffentlich was sagen.

Die Bauernregel aus dem März konnte ich verifizieren: wir hatten heuer 0 Frosttage, also stimmt sie nicht *gg*

In unserer Gegend war seit Mitte Mai Vollblüte im Raps– zum Glück haben unsere neuen Bienen noch „gut gehabt“ davon. Im letzten Jahr war ja um dieselbe Zeit die Rapsblüte schon so gut wie vorbei gewesen. Und was gab’s noch für unsere Bienen?

Gut für den Bien:

Löwenzahn steht in Mengen überall und bietet ein gutes Angebot an Nektar und Pollen. Auch die Kastanie ist in der Umgebung überall zu finden, ebenso der Flieder , der aber nur Pollen in Mengen anbietet. Mit dem Nektar steht’s nicht so gut. Ab dem 23. Mai haben unsere Damen offenbar die Kastanien in der Umgebung für sich entdeckt, denn neben gelb-grauem Pollen (Raps?) wird auch viel dunkelorangeroter eingetragen.

Die anderen Massenpflanzen geben nur mäßig Nektar und Pollen ab- wie der Giersch (schade, der taugt aber auch zu garnichts *g*), das Hasenglöckchen, Weiß- und Rotdorn sowie Goldnessel und auch Beinwell. Letzterem hatte ich mehr zugetraut, hatte ich doch im Kopf, er sei eine tolle Bienenweide… naja…

…die Buchen sollst Du suchen…. mußt Du aber dies Jahr gar nicht, sie stehen dicht an dicht und ich hab schon ganze Wälder gerodet! Dabei zupfe ich nur in den Staudenbeeten, den Rest macht der Rasenmäher.

12 Kommentare zu “Mai

  1. Falls doch jemand eine Hexenküche daheim hat hier ein Rezept für Beinwellsalbe, die ich von einer ganz lieben Bienenkuschlerin bekommen habe, die ich letze Woche auf einem Workshop kennen lernen durfte:
    Quote:
    >Beinwellsalbe
    100g gut gereinigte und zerkleinerte frische Wurzeln in einen Topf geben, mit 500ml kaltgepressten Olivenöl auffüllen und unter stetem Rühren 30 Minuten bei maximal 70 Grad erhitzen.
    Danach wird die Masse abgesiebt (dieser Rest kann gleich als Breiauflage benützt werden). Das Auszugsöl wieder in den Topf geben, 50g Bienenwachs zugeben und schmelzen lassen. Danach wird der Topf vom Herd genommen und die warme Salbe in kleine Döschen gefüllt. Nach dem Erkalten werden die Döschen geschlossen. Die Salbe ist ein Jahr haltbar.

    Anwendung: schlecht heilende, unblutige stumpfe Wunden; Quetschungen, Verstauchungen, Blutergüsse, Prellungen, Muskelkater, Sehnenscheidenentzündung, Schleimbeutelentzündung, Nagelbettentzündung, Nerven-und Gelenkbeschwerden…<

    Sie erwähnte noch, dass die Salbe nur im Winter zubereitet werden darf, ich hab vergessen, warum.
    Falls mir "jemand" (*g) im Winter Wurzeln und Bienenwachs im Tausch für ein Döschen fertige Salbe zukommen lassen möchte, bin ich bereit, einen Versuch zu wagen.

  2. Beinwell? Grab Dir ein paar Pflanzen aus (mit Wurzel) und trockne sie. Ich suche hier grad händeringend nach Beinwell, er ist noch nicht soweit.

    Beinwell kuriert oder bessert alles, was mit dem Bewegungsapparat zu tun hat, vom angestoßenen Ellenbogen über Zerrungen, Verstauchungen, „Gliederreißen, bis hin zu Brüchen. Ist eine Superpflanze!

    Ich leg mir immer einen vorrat an und hab schon oft darauf zurückgegriffen.

    • Fjonka sagt:

      Wie denn genau? Muß man einen Sud kochen? Oder stampfen? Oder essen?

      • Du kannst dir in der Apotheke Kytta-Salbe oder Traumaplant holen, wenn du nicht selber in die Hexenküche willst… 😉

      • Essen eher nicht. Die Briten kochen ihn zwar und essen ihn wie Spinat, heißt dann Comfrey, aber er soll schädliche Stoffe enthalten.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Beinwell

        Hier gibt’s eine Beschreibung und auch Rezepte:http://www.heilkraeuter.de/lexikon/beinwell.htm

        Die Rezepte sind mir allerdings zu kompliziert, ich koche keine Salben oder so.

        Ich trockne die ganzen Blätter/Blüten und stecke sie in eine *Papier*tüte.

        Die Wurzeln schneide ich in etwa 2cm lange Stücke, sie werden ebenfalls getrocknet. In der Sonne, vor einem auskühlenden Ofen, im Dörrapparat, hauptsache luftig, damit sie nicht schimmeln. Auch ab in eine Papiertüte.

        Im Fall des Falles: bei gebrochenen Zehen (bin ich Weltmeister drin) feuchte ich ein Blatt an, wickele es um die Zehe und ziehe eine alte Socke drüber. Mehrere Nächte lang.

        Bei blauen Flecken oder angestoßenen Gelenken ebenfalls Blätter anfeuchten, auflegen und mit Binde fixieren.

        Die Wurzel enthält mehr Wirkstoffe. Im Notfall (Prellung, Zerrung, Bruch) zerstoße ich sie im Mörser, vermische sie mit Wasser, streiche den Brei auf und fixiere mit einer Binde. Falls greifbar noch mit einer ES-Kompresse dazwischen, dann kann man die Binde besser lösen und waschen.

        Man könnte auch einfach Kyttasalbe kaufen, rezeptfrei, aber ich finde, dass die pure Pflanze besser und schneller wirkt.

        • Fjonka sagt:

          Danke. Die Links guck ich mir nach der Arbeit mal genauer an…

        • Ob’s noch interessiert? Ein Bildchen von meiner Hausapotheke. Spart viele Gänge zum Doc, privat und im Geschäft.

          Kräutervorrat

          • Fjonka sagt:

            Oha! Eine echte Kräuterhexe 🙂
            Ich bin einfach zu faul, mich damit näher zu beschäftigen- Nahrung (und ihre Zubereitung) und Gesundheit gehören irgendwie zu den Themen, auf die ich immer keine Lust habe…. Was aber nichts dran ändert, daß ich’s toll fände, wenn ich Jemanden hätte, der mich mit Essen und Medizin versorgt – insofern beneide ich Deine Leute…

    • Bibo59 sagt:

      Will ich auch! Ich habe hier ein mal Beinwell gefunden am Rückhaltebecken und dachte: Lass mal stehen, wird bestimmt mehr. Ist aber nicht mehr da.

  3. Bibo59 sagt:

    Kann Dir Margarite und Grasnelke mitbringen. Soll ich?

Platz für Klönschnack ...

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